Kommentare

Nach dem Referendum

Wieso macht er jetzt selbst die Vorschläge, die im Referendum abgelehnt wurden?

Positive Signale

So ein Blödsinn.
Erst läßt Griechenland sein Volk abstimmen um ein "Nein" zu Reformen aus Brüssel zu bekommen.

Dann werden Reformvorschläge eingereicht, die das Volk noch mehr belasten.

Logik ist etwas anderes.

Wer zehnmal lügt, dem glaubt man nicht...

doch beim 11. Mal sagt er bestimmt die Wahrheit. Hier wird wieder einmal nur auf Zeit gespielt. Anstatt im griechischen Parlament darüber abzustimmen, dass noch mehr Geld gefordert wird, weil man erst in der Zukunft selber sparen "will", sollten die Herrschaften lieber mal konkrete Maßnahmen im eigenen Land beschließen und vor allem auch umsetzen. Ich hoffe sehr, dass unsere Politiker nicht schon wieder darauf hineinfallen !

Unterschiede

Und wo bitte sind die Unterschiede zwischen dem Abgelehnten Angebot aus Brüssel und dem was jetzt vorliegt?

die Liste muss zwingend

glaubwürdig und umfassend sein, wäre sie auch, wenn nur leere Blätter abgegeben würden. Weil keiner der verantwortlichen jemals zugestehen würde, dass mit der Aufnahme von GR in den € und damit Verbunden die Fianzmisere ausgelöst wurde.
Es wird weiterhin Geld fliessen....

endlich angekommen

Uff! Gott sei Dank! Tsipras scheint nun doch in Europa angekommen zu sein!
Die EU ist ein Bündel von Kompromissen. Gleiches gilt für den Euro.

Es ist nicht der Ort für "Stinkefinger" oder Beschimpfungen wie "Terroristen" oder "kriminelle Vereinigung". Das passt so gar nicht daher. Auch nicht zu sagen: Wir in Griechenland bestimmen demokratisch. Das gilt eben für alle EU Länder.

- Wenn nun die "großen Reformen" auf den Weg gebracht werden, sollte darin eingeschlossen sein, eine Wiederholung der Herausgabe von "ELAs" alleine auf Gutdünken der EZB und deren Bedienung oder Nicht-Bedienung alleine auf Gutdünken einzelner Regierungen zu vermeiden.
Diese 90 Mrd. Euro-Lehre (oder doch besser: Leere?) muss gezogen werden.

Wenn ich das Verhalten der griechischen Regierung beobachte erscheint mir das, wie ein Arbeitsloser, der nur zu Hause sitzt, auf Vorschläge vom Arbeitsamt wartet und diese grundsätzlich alle ablehnt. Auf die Idee, sich selber zu bewerben und selber Dinge in die Hand zu nehmen will er nicht kommen, weil er dann ja evtl. arbeiten müsste.
Die griechische Regierung könnte mal selber von sich aus Reformen durchführen. Aber Reformen werden selbstverständlich nur gegen Geld von den dummen Europäern durchgeführt. Als ob Europa dafür verantwortlich wäre, dass in Griechenland alles rund läuft.
Andere Analogie: Das ist wie ein Bettler, der einen anpöbelt, wenn man ihm was gegeben hat, und es war ihm nicht genug.

Wie wollen wir leben???

Das ist die Frage die über Alles steht. Mit dieser Frage ist jetzt jede/jeder konfrontiert. Darauf müssen wir Alle unsere eigene Antwort geben. Wir müssen endlich den Mut haben, auf zu stehen und zu sagen, das mache ich nicht mehr mit! Ich meine damit, dass das sozialökonomische System das mindestens die letzten 100 Jahre die Welt beherrscht, also der Kapitalismus, uns Alle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den Abgrund treiben wird! Der Kampf der GR-Regierung ist letztendlich ein Kampf genau um diese Frage. Diese Regierung braucht die Unterstützung von uns Allen. Egal wie wir politisch stehen, was für eine Religion wir haben, oder wir uns zugehörig fühlen! Wir müssen endlich darauf antworten. Vielleicht ist das wirklich unsere letzte Chance. Worauf warten wir???

Locker bleiben...

Es heißt, Tsipras sei viell. im Parlament auf die Opposition angewiesen, weil laut ts-de "bis zu 12 Syriza-Abgeordnete zu den neuen Verhandlungsvorschlägen mit NEIN stimmen wollen..."
_
Ich sehe das lockerer - und viell. ganz im Sinne hiesiger GR-Basher... denn: Warum sollte nicht auch "Syriza" auf Parlamentsebene das angeblich überall in GR verbeitete "Fakelaki-System" beherrschen zwecks "Einkauf" fehlender Stimmen...

Es ist nur heiße Luft...

Beendung der Frühverrentung erst ab 2022, höhere Steuersätze aber keine Steuermoral bei den Vermögenden mit der Möglichkeit über Jahre in Raten abzuzahlen, all das sind nicht die Reformen die notwendig sind, sollte es dazu kommen werde ich auch meine Steuermoral den EU Richtlinien anpassen müssen (ich habe in meiner Familie abgestimmt - 100% für OXI - denn meine Kinder sagen das sie nicht weitere Sparmassnahmen erdulden können), warum sollte bei uns in Deutschland etwas anderes gelten und gefordert werden können ??

Von diesen Listen...

... gab es schon einige. Da stehen viele Worte drauf. Allein, es fehlten oft die Taten, mir daher der Glaube an die Umsetzung dieser Liste. Sie wird reichen, um den Geldbeutel weit aufzumachen und die Generation unserer Kinder weiter zu belasten. Nach uns die Sintflut. Wir sind schon tolle Vorbilder. Generation "Hauptsache mir geht es gut. Zahlen können die nächsten." Finde ich ziemlich wertfrei und unfair unseren Kindern gegenüber.

Absurde Pläne...

Das kann Herr Tsipras nicht ernst meinen.
Die Privatisierung hat noch nie zu etwas gutem geführt. Die Steuersätze sind ebenfalls absurd. Das wird Griechenland vollends ruinieren. Die Spekulanten werden von den Zinsen die Tsipras sich jetzt leiht direkt die Staatskonzerne, Länder und Infrastruktur kaufen. Die Schulden werden keinen Cent abnehmen und irgendwann kommt es zum Bürgerkrieg.
Gratulation an alle Beteiligten.

Wunderbar!

Schön das unsere Volksvertreter so richtig begeistert sind von der neusten Athener-Liste. Grundlegende Strukturreformen enthält sie meines Wissens allerdings nicht, und die wären dringend notwendig gewesen. Also alles so weiter wie bisher. Die leitragenden sind die Bevölkerungen sowohl von GR als auch aus der gesamten Eurozone. Das Problem GR wird nicht gelöst sondern für viele Milliarden erneut in die Zukunft vertagt. Vielen Dank an die Herren und natürlich die Dame für das gelungene Theaterspiel der letzten Monate. Das große Finale war überraschend spannend gestaltet, das Ende allerding Vorhersehbar. Was man für gut 50 Milliarden doch so geboten bekommt!

"Glaubwürdig und umfassend"

Die Liste enthält zum Teil Punkte, die im Referendum am Sonntag ausdrücklich vom griechischen Souverän abgelehnt worden sind, zu weiteren Teilen sind Punkte enthalten wo man abwarten müsste ob sie vom griechischen Verfassungsgericht überhaupt zugelassen werden. Das hat schon eine Reform zurück genommen.

Also wenn das kein "glaubwürdiges" und "umfassendes" Papier ist, was da vorgelegt wurde, dann weiß ich es auch nicht. *Lol*

Die Worte höre ich.....

allein der Glaube fehlt mir.

Natürlich wird in Brüssel auf "gut Wetter" gemacht. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass Tsipras nach der mehr als 5-monatigen Hängepartie mit Unverschämtheiten, Beleidigungen und persönlichen Angriffen nun genau die Dinge macht, die sie vorher abgelehnt haben (auch im Referendum).

Wenn das Parlament in GR anfängt, endlich seine Arbeit zu machen und die ersten Gesetze beschließt, erst dan beginne ich daran zu glauben.

Ich habe leider nur das schlechte gefühl, dass die EU einen faulen Kompromiss eingeht, nur damit sie Ruhe in das Thema bekommt.

Ich bin gespannt,

ob es nun endlich auch den Milliardären an den Kragen geht oder eine auch nur halbwegs effektive Steuerverwaltung aufgebaut wird. Steuergerechtigkeit und Heranziehung der Oberschicht sollten doch programmatisch voll zur "linken" Regierung passen. Oder werden wieder nur Strohfeuer abgebrannt, um sich weiter rundum versorgen zu lassen und in ein paar Monaten/Jahren zu sagen: gebt uns noch mehr Geld oder wir gehen pleite?
Schade, dass die Bürger der "Geberländer" nicht gefragt werden, ob sie mit ihren Steuern ein drittes Hilfspaket zahlen möchten. Die bisherigen Milliarden sind eh schon verloren. Und nun werden weitere versenkt, nur damit sich die Politiker kein Scheitern eingestehen müssen.

Helft den Leuten auf der Strasse

Und wieder einmal werden wohl die Banke gerettet werden, die Banken, die den Reichen gehören, den Reichen, die noch reicher werden. So kann gar keine Motivation aufkommen, das Übel an der Wurzel zu kurieren.

Nein, so wird das nichts werden, denn in 1,2 oder 3 Jahren/Monaten wird man wieder da sein, wo man heute ist - ein Schrecken ohne Ende der sich immer weiter ausbreiten wird.

Wer hätte das gedacht . . .

der "große Wurf" in letzter Sekunde.

Mal schaun, welchem Laienschauspieler
in diesem Trauerspiel wir dafür später
mal "danken" werden. Vermutlich allen
und leider wird keiner bekommen, was er
dafür verdient; eine "damnatio memoriae"
gibt es leider nicht mehr.

Das Ganze hat nichts mehr mit Vernunft,
noch weniger mit Demokratie zu tun.
Europa ist endgültig die Lachnummer des
Universums.

1:0 für Griechenland

Daß Griechenland sicher die gewünschten Milliarden bekommen, ist längst klar, außer denjenigen, die so tun müssten, als ob sie anderer Meinung sind.

Glaubwürdig ist nichts

was auch Griechenland kommt. Sorry, aber es geht doch zumeist um eine abgeschwächte Form der Reformen, die bereits vor 5 Jahren hätten erfolgen sollen...
Nur Geld gegen ERFOLGTE Reformen, nicht gegen Reformversprechen.

Was sagen eigentlich

die Griechen selber zu den neuem Papier??

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diejenigen die die alten Vorschläge abgelehnt und danach gefeiert haben jetzt auf einmal anderer Meinung sind. Und das waren 60 % der abstimmenden.

Ist das jetzt der Auftakt zu größeren Protesten in Griechenland selbst, wenn die abgelehnten Sparmaßnahmen nun doch eingeführt werden ???

Die Reformvorschläge vom Hr

Die Reformvorschläge vom Hr Tsipras entsprechen nach Medienangaben nicht mal vollumfänglich denen des zweiten Hilfspaketes. Dazu sind die Auflagen des ESM deutlich schärfer und dessen Handlungsgrundlage nicht mal erfüllt, ohne erneut dessen Reglungen außer Kraft zu setzen. Woher der Optimismus der EU Kommission und Hr Hollande kommt, ist mir unverständlich.

Unglaublich

"Glaubwürdig" und "umfassend" sei die Liste aus Athen: Die ersten Reaktionen der Geldgeber auf die neuen Reformpläne sind positiv.
Die Troika setzt für Tsipras das Reformpapier auf und bewertet es danach.
Klar dass es positiv bewertet wird.
Beendet dieses jämmerliches Schauspiel!

Niemand kann Griechland noch

Niemand kann Griechland noch trauen.

Es müssen erst Reformen durchgeführt werden, erst dann kann man über Unterstützung reden.

Griechenland ist einfache zu teuer für Europa.

Grexit und Schluß.

Könnte jetzt schon wetten ...

Könnte jetzt schon wetten das Hr. Schäuble was dagegen hat. Dabei geht es ihm aber ums Prinzip. Wäre auch nicht verkehrt, nur bei ihm ist es so eine Sache. Er sollte in sich kehren und dankbar sein das er nicht verurteilt wurde, warum auch immer. Genauso wenig wie sein damaliger Boss. Die haben sich auch Dinge herausgenommen und sollten gegenüber Vorwürfen in andere Richtungen vorsichtiger agieren

Es ist also wieder so weit, eine Liste liegt vor aber keiner weiss was das griechische Parlament daraus macht. Auf jeden Fall hat meiner Meinung nach so oder so keiner gewonnen. Die absoluten Verlierer sind die einfachen griechischen Bürger. Die Gewinner sind wieder Banken, Spekulanten und Finanzmärkte.

Griechenlands Politik hat seit Jahrzehnten etwas geschaffen das sich nicht Heute und Morgen wieder ausradieren lässt. Die grössten Fehler der neuen Regierung liegt in der durchaus vorgekommenen Arroganz. Man hat alle verstimmt und jetzt soll jeder gute Miene zum bösen Spiel machen. So Nicht!

". . . Signale aus Brüssel sind positiv."

Wenn Brüssel Augen und Ohren hätte und
sehen wollte, was es nicht sehen will,
würde es feststellen das es gerade die
letzte Glaubwürdigkeit und Reputation
verpielt, wenn es diese denn jemals hatte.

Ob der Preis für die temporäre "Rettung"
durch die Erpressung eines seiner kleinsten
Mitglieder das wert ist? Wir werden es sehen;
ich wage zu unken das die nächsten und größeren
Länder kommen werden.

Genauso wie das Problem GR in spätestens 5 Jahren
wieder ganz oben auf der Agenda stehen wird.

Die Wiege de Demokratie

Eines muss man mir mal erklären: Am vergangenen Sonntag hat das Griechische Volk basisdemokratisch "Nein" gesagt zu dem Reformvorschlägen. Nun wird ein Papier vorgelegt, das sich ersten Meldungen zufolge in weiten teilen mit den jüngst abgelehnten Vorschlägen deckt. Wie kann das funktionieren? Das Volks sagt nein, und Tsipras interpretiert das als "Ja", oder wird das konkrete "Nein" zu dem Reformpaket jetzt umgedeutet in ein "Nein" zu Reformen von außen, aber als "ja" zu den gleichen Reformen, wenn sie denn von den Griechen selber kommen? Meiner Meinung nach hat Tsipras kein Mandat vom eigenen Volk, diese Reformen anbieten zu können, zumindest nicht ohne erneute Volksabstimmung.
Insgesamt ein denkwürdiges Verständnis von Demokratie, gerade für das Land das sich rühmt, die Wiege der Demokratie zu sein.

12:17 von simeht

Sie haben es auf den Punkt gebracht! Hierzulande regt man sich über die Renten in Griechenland auf, die angeblich viel zu hoch seien. Die Renten sind genauso niedrig wie hier in Deutschland auch. Das Problem liegt ganz woanders - warum müssen es sich die Menschen in Europa gefallen lassen, von der Politik so abgespeist zu werden! Dass gespart werden muss, liegt doch in erster Linie an den Geldern, die die Regierungen in horrenden Summen sonst wo reinstecken. Oder für wen wird hier eigentliche gespart? Ach so ja, zum Ausgleich der Schulden ... die wer verursacht hat? Die Bürger Europas vielleicht?

Zu dem ganzen "Hick-Hack" ..

mit Paketen die geschnürt werden, passt dann nach dem letzten Paket (welches dann irgendwann kommt) der Film "The Day After", gezeigt im großen Saal in Brüssel.

Illusionen

Viele Leute glauben, man könne den "einfachen Griechen auf der Straße" helfen ohne weitere Hilfspakete zu bewilligen.

Ich persönlich bin da sehr skeptisch, denn eine zentrale Verteilung von Waren und Gütern kann niemals so effektiv sein wie eine funktionierendes Geldsystem und eine Warenwirtschaft. Ohne Geld blieben noch viel mehr Leute auf der Strecke als das jetzt schon der Fall ist.

Und eine Rückkehr zur Drachme ist für ein Land mit einer Exportquote von 30% auch keine Lösung. Dringend benötigte Güter wie Medikamente, Öl und Maschinen würden für die Griechen dann bis auf weiteres unbezahlbar.

Und was würde dann aus Griechenland werden? Ein Balkan 2.0? Viele Griechen würden sicher auswandern. Vor allem die Jungen. Und das würde die Lage in dem Land weiter verschärfen und radikalen politischen Gruppierungen sicher noch mehr Zulauf verschaffen. Ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist wie mir scheint.

@transarena, 12:06 Uhr

"Erst läßt Griechenland sein Volk abstimmen um ein "Nein" zu Reformen aus Brüssel zu bekommen.
Dann werden Reformvorschläge eingereicht, die das Volk noch mehr belasten.
Logik ist etwas anderes."

Es ist sogar sehr logisch, wenn Sie es nur mal im Zusammenhang sehen. Vor einer Woche war ein Schuldenschnitt bzw. eine Umstrukturierung der griechischen Schulden noch undenkbar. Jetzt wird darüber diskutiert.

Die Griechen haben die Vorschläge der Institutionen abgelehnt, und die haben entgegen der Behauptungen diverser europäischer Polikter nichts über die Schuldenfrage enthalten.
Wenn aber die Vorschläge der Institutionen um eine Schuldenumstrukturierung ergänzt werden, kann es durchaus eine für Griechenland akzeptable Lösung sein.

Zuerst Vorschläge ablehnen

und dann als eigene ausgeben. Was für eine Regierung ...
Wann kommt endlich mal was eigenes von der griechischen Regierung?
Und wann endlich werden die Vereinbarungen eingehalten?
Glaubwürdig ist was anderes ...

... und bleiben Sie sachlich. Die Griechen haben in den letzten fünf Jahren mehr gespart als die anderen Programmländer, sie haben die meisten Vorgaben der "Troika" umgesetzt, und genau diese Willfährigkeit hat zu der gegenwärtigen humanitären und wirtschaftlichen Katastrophe geführt. Der deutsche Bürger sollte endlich begreifen, dass die Weltsicht einer "schwäbischen Hausfrau" nicht für eine Volkswirtschaft geeignet ist.

Was ihr wollt...

Was wollt Ihr eigentlich alle? Dem Einen passt dies nicht, dem Anderen das nicht, und dem Dritten geht gar alles gegen den Strich.
Ich für meinen Teil würde mich auch mehr freuen, wenn Tsipras seine ursprünglichen Forderungen durchgesetzt hätte - aber wie die Rest-Europäer und der IWF ist auch die griechische Regierung auf einen Kompromiss mit anderen politischen Parteien angewiesen. Und bisher weiß noch niemand, wie die "Reformen" und die Streichungen sich wirklich auf die Griechen auswirken werden. Warten wir die Abstimmung heute Nachmittag doch erst mal ab. Erhält Tsipras seine Mehrheit, wird ihm wohl das ganze griechische Volk folgen - und ebenfalls die Ergebnisse seiner Politik abwarten. Sind sie gut oder zufriedenstellend, wird er wohl wiedergewählt, sind sie es nicht, ist beim nächsten Mal vielleicht eine echte Revolution angesagt. Vor allem kann sich Syriza nun endlich um die Lösung der innenpolitischen Probleme kümmern. Und das wird noch richtig spannend!

Wieso ?

Wieso macht Griechenland jetzt die Vorschläge, die im Referendum abgelehnt wurden?
Und warum bekommen sie jetzt wahrscheinlich Geld aus Europa usw. ?
Ganz einfach : die EU hofft das durch diesen Widerspruch Herr Tsipras und seine Partei beim griechischen Volk als unglaubwürdig gilt, es zu Neuwahlen kommt und die alten, für die EU umgänglicheren Machthaber, wieder die Regierung bilden.

Aber vielleicht hat man sich in der EU getäuscht und die Regierung peitscht die neuen Gesetze durch das Parlament, krempelt den Staatsapparat und die Bürokratie um und bringt so Griechenland aus der Kriese. Wenn er das schafft wird er in 2 Jahren als Held gefeiert. Ich wünsche es ihm !

Hollande, der Große!

Dass ist doch wirklich nur ein Drama, was die Griechen mit uns abziehen. Bestimmt hat aber noch kein Mensch so viel Geld für ein griechisches Drama zahlen müssen, wie wir. Wen wundert's aber ich bin kein Freund mehr, von Griechischem Drama. Übrigens Tantalus heiße ich nicht und auch nicht Sysiphos. Sollen doch endlich die Franzosen und die Italiener, die ja den Griechen mit seinen Vorschlägen auf einmal so toll finden, einen der beiden Parts übernehmen, die sehen sich doch so gerne immer ganz vorne, also bitte. Ich sehe ihn schon, den starken Sysiphos Hollande, wie er den griechischen Felsen nach oben rollt, toll. Aber für uns ist's Ende jetzt! Genug ist genug.

Wenn pro Europa und Euro, dann konsequent. Sonst Grexit.

Wenn 80% der Griechen in Euro und "Europa" (EU) bleiben wollen, dann kann Tsipras mit diesem Einverständnis

(und so sehen nun endlich viele seiner Vorschläge aus, wers mal gelesen haben sollte)

sich mal endlich um Gesetze statt Ansprachen kümmern, die diese überbordende Staatsvetternwirtschaft auf arbeitsfähig und lösungsorientiert zurechtstutzt, Privilegien (Reeder, Militär, Kirche und Parteien) abbaut, Steuern da abholt , wo das Geld hinfließt und einen Markt zulässt, der in der EU üblich ist.

Das ist bestimmt nicht ungefährlich und widerstandslos aber, ob Grexit oder nicht, seine historische Chance und Gebot der Stunde.

Wenn er auf 53,5 Mia Kreditablösungen per ESM und Junckers 35 Mia Investmittel abzielt, muss er das liefern. 3 Jahre gibt er sich Zeit. In einer 2. Rede im EU-Parlament verlangte er nur (soziale) Spielräume und kein Diktat, wie seine Regierung in Souveränität ihres Amtes den Job erfüllt.

DE muss auch wieder lernen auch Zwerge auf Augenhöhe zu sehen.

@AK47 - Mehr/Meer klingt gleich ist aber anders

"Sie scheinen vergessen zu haben, dass in Griechenland eine Wahl sattgefunden hat und die, die die Schulden aufgehäuft hatten (das waren die Brüder und Schwestern der hier regierenden Parteien) abgewählt wurden."

Damit sich der Kreis der Wahrheit schließt, bitte ich folgendes zu bedenken.
Auch wir haben eine Demokratie!

Und was ich besonders wichtig finde:

Ein Vergleich der Volksparteien in GR mit unseren ist wie jener von Kiwis und sauren Gurken- völlig verwegen. Wollen wir die GR Goldene Morgenröte mit der AfD vergleichen oder den Leuchtenden Pfad mit unseren Linken?

Andere Länder, Sitten, Mentalitäten.

Kurruption Index
GR Platz 130 (GR Parteien)
BRD Platz 12 (D Parteien)

Was wir alle verstehen und sehen müssen ist doch die Tatsache, dass GR -GR gewählt haben und GR das System mit und für bzw. auch gegen GR aufgebaut haben, mit Korruption und Vetternwirtschaft. Wenn wir das berücksichtigen, dann haben wir eine gemeinsame Basis für einen gesunden Austausch.

Balten und Finnen sind eher negativ eingestellt

Wie in einer anderen Tagesschaumeldung zu lesen ist kommt aus dem Baltikum und aus Finnland viel Kritik an den weiteren GR-Hilfen.
Dort wo man selbst in den letzten Jahren hart gespart hat und inzwischen die Erfolge mit Wachstum in der Wirtschaft erntet ist man skeptisch und glaubt nicht mehr an den Reformwillen der Griechen.
Im Baltikum sind die Einkommen bzw. der Mindestlohn teilweise noch unter dem der Griechen und man fordert weiteres hartes sparen.
Ob dort eine weitere Hilfe durch die Parlamente kommt ist wirklich fraglich!
Und wenn nur ein Land mit NEIN stimmt gibt es keine weiteres Hilfspaket!

Am 10. Juli 2015 um 12:54 von Rosbaud

Wenn die griechische Regierung einmal arbeiten würde hätte man sich vieles erspren können. Lt. Aussage des griechischen Direktorats für öffentliche
Einnahmen betragen die Steueraussenstände über 70 Milliarden€. In den Fördertöpfen der EU liegen u.a. 6 Milliarden € zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, 20 Milliarden€ zum Aufbau eines Sozialsystems usw. bereit, von Griechenland wurde nichts abgefordert. Vielleicht erklärt dieser Link so einiges.
ttp://www.welt.de/politik/ausland/article123095612/Der-ueberraschende-Reichtum-griechischer-Linker.html

Und sie werden Griechenland dooch helfen (müssen!)

Jetzt ist der Kuchen gegessen ;-)

Tsipras willigt in Reformen ein, die vielen Griechen weh tun werden. Da komme mir keiner mit dem ebenso blödsinnigen wie ewig falschen Argument, daß 'andere' diese Schmerzen auch haben ertragen müssen.

Zusätzlich gibt es wieder etwas abzurahmen, in Griechenland.

"Die Tsipras-Regierung willigt nun auch in den Verkauf der verbliebenen staatlichen Anteile an dem Telekommunikationskonzern OTE ein. Außerdem sollen verbindliche Fristen für Gebote für den Verkauf der Staatsanteile an den Häfen von Piräus und Thessaloniki bis spätestens Oktober aufgestellt werden."

Da lassen Sie uns mal raten, welche Konzerne, Börsenhaie und andere Strolche seit eben in den Startlöchern stehen.

Nein, jetzt gibt es kein zurück mehr ;-)

Die Reformliste ist doch wohl ein schlechter Witz!

Für ein reduziertes Reformversprechen, welches bis zum 30. Juni für einen kleinen EFSF- Kredit als Gegenleistung vorgesehen war, soll Griechenland jetzt einen ESM-Kredit in dreistelliger Milliardenhöhe bekommen?

Wer dieses Reformversprechen gutheißt, möge mir doch bitte erklären, was ich meinen Kindern und den zukünftigen Enkelkindern als Begründung später erzählen soll, warum sie den Konsumrausch der heutigen Griechengenerationen bezahlen müssen.

Wenn Tsipras es mit seinen Reformen ernst meint, dann sollte er sein Zielbild vom zukünftigen modernen Griechenland vorstellen. So könnten alle, Griechen und wir Bürger der Geberländer nachvollziehen, wofür wir all die Opfer und Verpflichtungen leisten sollen.

Aber das setzt leider eine Entscheider-Persönlichkeit voraus.

Balten und Finnen sind eher negativ eingestellt

Leider heisst dies nicht, dass die Finnen tatsächlich Rückgrat beweisen und nein sagen - schliesslich waren gerade Wahlen und die Regierenden müssen sich nicht sofort an den Wahlurnen verantworten.
Zwar haben Juha Sipilä, Alexander Stubb und Timo Soine alle ihre Wahlversprechen vergessen und dem Lande trotz Rezession relativ harsche Einsparungen verordnet, aber ob sie konsequenten Widerstand gegen das weitere Versenken von Geld im griechischen Fass ohne Boden leisten, bezweifele ich leider. Auch von den "Wahren Finnen" Timo Soinis ist nicht viel zu erwarten. Wie in Deutschland wird man im Zweifel die Vertrauensfrage stellen, und dann fallen die Kritiker im Parlament reihenweise um.
Wenn es eine Hoffnung auf ein NEIN gibt, dann liegt die eher in Litauen, wenn denn nicht im Stil des europäischen Kuhhandels die Zustimmung mit anderen Zuwendungen gekauft wird.
Dass der Euro in seiner jetztigen Form gescheitert ist, mag auch in Finnland niemand zugeben.

Eine Insolvenzverschleppung bringt nichts!

Griechenland kann mit dem Euro nicht auf die Beine kommen. Es muss mit einer abgewerteten Währung eine Chance auf dem Weltmarkt bekommen und sich auf eigene Kräfte konzentrieren. Die Währungsumstellung muss flankiert werden durch humanitäre Maßnahmen, um die Versorgung mit dem Lebensnotwendigen sicher zu stellen.
Lässt man sich jetzt wieder auf einen faulen Kompromiss ein, geht das Trauerspiel weiter.

@Rosbaud: Griechenland soll vor der eigenen Tür kehren

"Der deutsche Bürger sollte endlich begreifen, dass die Weltsicht einer "schwäbischen Hausfrau" nicht für eine Volkswirtschaft geeignet ist."
Aber die Deutschen sind offensichlich mit ihrer Weltsicht weiter gekommen, als die Griechen. Als Grieche sollten sie daher den Deutschen keine guten Ratschläge geben, sondern helfen, dass Griechenland aus seiner Schuldenkrise heraus kommt, auch wenn sie dabei auf einige Annehmlichkeiten verzichten müssen. Wirtschaft organisieren, Steuern eintreiben usw. sind nun mal mit viel Arbeit verbunden.

Es regnet Geld...

bei uns!
Was hat die Kanzlerin uns nach dem zweiten Griechenlandhilfspaket (109 Milliarden Euro) versprochen?
"Was wir in diesen Zeiten aufwenden, bekommen wir um ein Vielfaches zurück".
Das wir dann beim dritten Hilfspaket wohl auch so sein...

Die Spannung wächst ins Unermessliche..

Das ist jetzt der ganz große Bluff am Ende der Pokerrunde um an Geld zu kommen oder wie? Das ist doch kein ernst? Na mal abwarten.... waren die Griechen nicht gegen Sparmaßnahmen, oder fällt denen das Ergebnis des Referendums erst wieder ein wenn das Geld bereits geflossen ist?

Ich habe mich riesig gefreut, ...

... als ich die überarbeiteten Forenregeln von www.meta.tagesschau.de gelesen habe, vor allem hinsichtlich der Quellezitatpflicht. Trotzdem wird wie in alten Zeiten munter drauf los weiter behauptet (zu Beispiel in dieser Diskussion mehrfach, das Griechenland seine Reichen immer noch nicht besteuert, ohne Quellen zu nennen). Von www.tagesschau.de hätte ich mir eine Veröffendlichung des griechischen Angebotes gewünscht - aber bitte (auch) auf Deutsch. Ich bin sicher hier nicht der einzige, dessen Schulzeit über 30 Jahre zurück liegt. Die letzten Verhandlungspapiere von EU/EZB/IWF einerseits und Griechenlands andererseits wurden von www.tagesschau.de alle nur auf Englisch veröffendlicht. Quellen kann ich an dieser Stelle genauer nicht angeben, weil ich die nur auf Englisch veröffendlichten Verhandlungspapiere nicht dokumentierte. Ich weis schon gar nicht mehr, wie viel es waren. Um alle Artikel zu Griechenland unter www.tagesschau.de auszuwerten, reicht die Kommentierungszeit eher nicht

@13:06 von Bernd1

"Im Baltikum sind die Einkommen bzw. der Mindestlohn teilweise noch unter dem der Griechen und man fordert weiteres hartes sparen."

Da würde den seriösen Journalismus aber auch mal gut zu Gesicht stehen uns zusagen wie hoch die Lebenshaltungskosten einer Krankenschwester oder eines Durchschnitts Rentners in den Baltischen Staaten und in Griechenland sind. Die Baltischen Staaten sind übrigens die Größten Netto Empfänger in der EU.

Und das die das nicht so genau sehen mit der Europäischen Solidarität wissen wir seit spätestens in der Ablehnung einer Flüchtlingsquote.

Primärüberschuss

Nachdem Hart verhandelt wurde das ein Primärüberschuss von 1% zuviel wäre für 2015 soll dieser auf einmal doch möglich seien. Nachdem ein halbes Jahr die Wirtschaft in der schwebe gehalten wurde und Griechenland an den Abgrund manövriert wurde. Wie soll dieser denn erzielt werden. 5% Defizit werden es mindestens seien.

@alle GR-Basher hier

es geistern eine Menge Unwahrheiten und böswillige Unterstellungen über den Kurs der Tsipras-Regierung durch den öff. Diskurs hierzulande. Dazu gehört insbesondere die Behauptung, dass es in GR seit 2010 keine "Reformen" gegeben habe. Das Gegenteil ist der Fall: in keinem Krisenland wurden die "Vorschläge" der "Institutionen" so konsequent befolgt wie in GR. Die heutige Lage ist eher das Resultat einer Überdosis Austerität. Deshalb sind alle Vorwürfe an die "faulen" Griechen, die angeblich nichts opfern wollen, absolut ungerecht. Die haben schon mehr geopfert als anderen.

Der aktuelle Vorschlag scheint tatsächlich die meisten Zumutungen zu enthalten, zu denen die gr. Bevölkerung "ochi" gesagt hat. Ein wesentlicher Unterschied im Gesamtpaket besteht aber darin, dass Syriza daneben auch gezielte Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft fordert. Das gab es vorher wohl gar nicht, und erst solche Maßnahmen zeigen den Griechen so was wie Licht am Ende des Tunnels.

re rosbaud

"Der deutsche Bürger sollte endlich begreifen, dass die Weltsicht einer "schwäbischen Hausfrau" nicht für eine Volkswirtschaft geeignet ist."

Die Weltsicht eines Steuern-zahlen-ist-doof-Griechen aber auch nicht ...

Im Kommentar wird behauptet,

Im Kommentar wird behauptet, daß bei diesem Deal Frau Merkel ihr Gesicht wahren kann. Ich glaube, da ist Mutti einem Irrtum aufgesessen!

nun doch Einigungsbereitschaft?

Monatelang wurde uns hier immer wieder über die mangelnde Einigungsbereitschaft berichtet. Schuld war angeblich die neue griechische Regierung, die sich einer einigen Front der flexiblen Gläubiger gegenübersah. Über die Inhalte wurde bis zur Veröffentlichung der Financial Times eher weniger berichtet.
Nun besteht also offenbar (bei einigen Verhandlungspartnern) die Möglichkeit zu einem Konsens.
Waren es das griechische Referendum oder die Anrufe von Präsident Obama, die dies möglich gemacht haben. Aber vielleicht sind es ja auch durchaus unterschiedliche Positionen bei den Gläubigern, die hier deutlich werden. Schließlich hat Frankreich bei der Erstellung des Athener Vorschlages mitgeholfen.

Tsipras betrügt entweder sein

Tsipras betrügt entweder sein Volk oder die EU. Ideale Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Die Anforderungen an ein drittes Paket sollten deutlich höher sein als bei einer Verlängerung des zweiten Paketes. Wir alle vergessen Gott sei dank schnell. Also weiter so im Freudentaumel. Gut für die aktuellen Regierungen, die sich vor einer harten Entscheidung drücken können, schlecht für die EU. Wie wär's mit einer Volksbefragung zu dem Thema in den Geberländern.

@14:14 von pkeszler

>>
"Der deutsche Bürger sollte endlich begreifen, dass die Weltsicht einer "schwäbischen Hausfrau" nicht für eine Volkswirtschaft geeignet ist."
Aber die Deutschen sind offensichlich mit ihrer Weltsicht weiter gekommen, als die Griechen.
<<

Touche ! ;-)

@simeht 12:17

Ich muss zugeben, Sie haben mich zwar in der Vergangenheit mit Ihrem abermals Copy&Paste "Die Austeritätspolitik ist gescheitert"-Post ganz schön genervt - unabhängig vom Inhalt.

Aber inhaltlich bin ich mit Ihnen ganz auf einer Linie. Ja, wir müssen eine Antwort finden, aber ich denke im Punkt "egal wie wir politisch stehen", liegt dann letztlich der Knackpunkt. Nennen Sie mich Pessimist, aber ich befürchte, die Mehrheit der Bevölkerung derjenigen Länder, die zumindest theoretisch etwas zu entscheiden haben, denkt anders, denkt egoistisch. Und solange das so ist - möge ich damit nicht Recht behalten - wird sich von der breiten "Mitte" her nichts tun. Von unten auch nicht, da in der Minderzahl. Und von ganz oben sowieso nicht, denn die sahnen ja richtig ab. Nur wenn die Stimmung irgendwann umkippt, und es richtig anfängt zu brennen, dann greift der Egoismus der breiten Masse evtl. wegen der Angst um Leib und Leben. Wobei als Motivation Weitsicht und Nächstenliebe wünschenswerter wären.

Verrat an den Völkern

@ 10. 7. 2015, 12.17 Uhr - simeth
@ 10. 7. 2015, 12.49 Uhr - D8699
@ 10. 7. 2015, 12.56 - Izmi
@ 10. 7. 2015, 13.03 Uhr - hg1

Wenn Tsipras wirklich nach dem Referendum einen Vorschlag vorlegt, der Privatisierungen und eine Streichung staatlicher Zuschüsse zu Niedrigrenten enthält, ist das Verrat nicht nur am griechischen Volk. Wenn eine sozial gerechte Einigung mit EU, EZB und IWF, welche endlich den elementaren Lebensinteressen des griechischen Volkes Rechnung trägt, nicht möglich ist, muss eben Griechenland das Europäische Währungsgebiet verlassen und die Drachme einführen, so schlimm die Auswirkungen auch sein mögen. Mit ständig neuen Kürzungsdiktaten wird es auch nicht besser. Wenn nicht endlich begonnen wird, neoliberale Erpressungsversuche konsequent zurückzuweisen, ist das Verrat an allen Völkern.

Zum Glück kann eine christliche Hoffnung vor Verzweiflung bewahren. Für Einzelheiten/quellenmässige Belegung, reichen 1000 Zeichen nicht. Vieles ist nicht so, wie es vielen scheint.

Na also...

... entgegen diverser Unkenrufe diverser User hier muß man jetzt sagen : Es geht doch...!
_
Freilich muß GR offiziel noch "Federn lassen". Viel wichtiger (und politisch nachhaltiger) ist aber, daß auch die EU nun systemintern zum Umdenken kommt. Womit nicht nur die akute Zwangslage Griechenlands, sondern auch die Miseren anderer überschuldeter EU-Staaten neu überdacht werden muß. Hoffentlich endlich mal konstruktiv für die beteiligten Menschen, ohne rein kommerzielle Lobbyeinflüsse.
_
Denn genau eine solche Grundsatzdiskussion (inkl. EU-Schuldenkonferenz) braucht Europa jetzt am meisten. Und zwar ohne jede Rücksicht auf bisherige Politiköpfe. Da können gerne verbrauchte abtreten und neue mit Zukunftsideen antreten.
_
Sollen doch die Abgetretenen gerne in die Industrie wechseln ... aber bitte nicht wie in "D" z.B. Herr Pofalla u. andere Negativbeispiele mit "Goldenem Händedruck = Millionengehalt" (Korruption par excellence?)._
_
Europa braucht einen Neustart mit neuen Köpfen.

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Die Börse des Menschen ist (un)antastabar

Goldgräber beraten über ihre eigenen Vorschläge oder EU Bürger veräppeln auf höchstem Niveau.

Die Liste aus GR hätte bereits vor Monaten erstellt werden können und müssen. Endlos waren die zahlreichen Gipfel von Wichtigtuern, Komödianten und Revolutionären. Nun lobt Hollande die Liste aus Athen, die durch seine Hand – ähm französische „ghost writer“ entstanden ist, was für eine Posse. Für die Franzosen ist der Erhalt der Griechen in der EU von großer Wichtigkeit, denn so werden sie auch in Zukunft die eigenen Verfehlungen ihrer eigenen sozialistischen Wirtschaftspolitik mit einem Brief zur Narretei verharmlosen können. Seht wir Franzosen stehen im Vergleich zu Griechenland echt gut da, ihr hattet für sie Verständnis so habt es auch für uns.

Bei dieser Liste Liste aus Frankreich kann man den Griechen nur raten, nehmt weitere € 100 Millionen in die Hand und haltet ein Referendum ab. Unter dem Strich wird es für alle nun teurer, den höchsten Preis zahlen die Griechen aber selbst.

14:46 von Andreas Buntrock

"Wenn eine sozial gerechte Einigung mit EU, EZB und IWF, welche endlich den elementaren Lebensinteressen des griechischen Volkes Rechnung trägt, nicht möglich ist, muss eben Griechenland das Europäische Währungsgebiet verlassen und die Drachme einführen, so schlimm die Auswirkungen auch sein mögen. Mit ständig neuen Kürzungsdiktaten wird es auch nicht besser. Wenn nicht endlich begonnen wird, neoliberale Erpressungsversuche konsequent zurückzuweisen, ist das Verrat an allen Völkern."

Den letzten Satz könnte man durchaus unterstreichen, nur welchen Weg schlagen Sie vor? Denn die Griechen in ihrer überwiegenden Mehrzahl wollen im Euro-Verbund bleiben. Sie rauszuwerfen, wäre auch ein Verrat an ihnen.
Und vielleicht sind wir ja in der Konsequenz Ihrer richtig beschriebenen Erpressungsversuche noch einmal dankbar, wenn dieses Volk in der EU und dem Euro bleibt. Die Franzosen beginnen im Zusammenhang mit den anderen ungelösten Schuldenproblemen schon über eine Generalreform nachzudenken...

13:52 von alterhamburger – Das Übliche

Ihr Link verweist auf ein typisches Springer-Produkt. Wer sich für die „Armen und Entrechteten“ einsetzt, hat selbst arm zu sein, muss in zerschlissener Kleidung herumzulaufen und wohnt gefälligst in einer Wellblechhütte im Wald bzw. nächtigt unter Brücken. Ansonsten ist er einfach nicht glaubwürdig. Hier zeigt sich wieder das größte Missverständnis, das im konservativen Lager über uns Linke herumgeistert: Wir verstehen sehr wohl etwas vom Savoir-vivre, nur möchten wir, dass möglichst viele Menschen daran Anteil haben und nicht nur eine schmale Schicht an Kapitalbesitzern das angenehme Leben genießen kann.
Im Übrigen wundert mich, dass jetzt von konservativer Seite eine Neiddiskussion aufgelegt wird, normalerweise wirft man das doch den Linken vor.

@ Izmi - Da darf man schon verwirrt sein...

"Denn die Griechen in ihrer überwiegenden Mehrzahl wollen im Euro-Verbund bleiben. Sie rauszuwerfen, wäre auch ein Verrat an ihnen.
Und vielleicht sind wir ja in der Konsequenz Ihrer richtig beschriebenen Erpressungsversuche noch einmal dankbar, wenn dieses Volk in der EU und dem Euro bleibt."
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Mittlerweile verliert man zunehmend den Überblick, wer nun wen erpresst oder veräppelt oder auch was ich unter Demokratie zu verstehen habe.

Neben viel Verständnis für manches habe ich auch von manchem viel verstanden. Eines aber werde ich nicht verstehen, wenn die Griechen darauf pochen das Referendum sei ein demokratisches Mittel der Griechen zur Abstimmung über die Sparpolitik der EU gewesen, sie dann aber nicht der Mehrheit aus der Entscheidung nachfolgen sondern der Minderheit.

Vielleicht aber liegt es auch daran, dass ein Nein oben und ein Ja unten gestanden hat und die Frage aus dem Referendum sowieso niemand verstehen sollte.

Ich weiß, dass ich nichts weiß.......

Das Geld bekommt Griechenland sowieso

ich verstehe nicht warum wenn man gegen weitere Hilfsangebote ist, der Kommentar von der Redaktion nicht zugelassen wird.

Seit 5 Jahren schon belügen uns unsere Politiker was das Thema Griechenland angeht. Jeder weis, dass die Griechen niemals die Schulden an irgend ein Land jemals zurückzahlen können. Wie sollten sie auch? Und jeder weis das sie auch ein 3. 4. oder 25 Hilfspaket erhalten werden.

Am 10. Juli 2015 um 16:26 von Rosbaud

Das ist ja nun mal keine Erfindung der Springerpresse sondern Mitteilungen der griechischen Regierung.
Wenn bestimmten Leuten eine Tatsache nicht passt wird da halt Neid hineininterpretiert. Ein Konservativer bin ich nun bestimmt nicht, ich kann mich nur über die Weltansicht einiger Linker ärgern und Neid kommt bei mir bestimmt nicht auf.

12:17 von simeht

„...also der Kapitalismus, uns Alle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den Abgrund treiben wird...“

Also ich bin nun wirklich überrascht dass es solche einfache Töne immernoch gibt.

Tsipras sagte vor dem Europaparlament dass Griechenland sich in der Krise befinde weil in seinem Land Korruption, Vetternwirtschaft und Klientelismus herrscht und dass die Steuereintreibung eingebrochen ist. Ein Grieche weiss wohl worüber er spricht. Ich erwarte dass die 60+ Prozent Neinsager nun eine gute öffentliche Debatte über diese von Tsipras vorgelegten Fakten beginnen. Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung.

GeldProbleme

....Griechenland braucht dringend Geld, daher werden sie alles Versprechen was man von ihnen verlangt, daher sollte auch nur Geld gezahlt werden gegen bereits umgsetzte Reformen..... quid pro quo....

Leider vermisse ich einen Masterplan

Kann eigentlich keiner in dem ganzen Spiel einmal ein paar Problemübergreifende Vorschläge machen? Wie wäre es beispielsweise, wenn das Geld, dass wir sowieso ausgeben müssen damit das ganze System nicht zusammenbricht, zum Zweck der Lösung weiterer Probleme ausgeben könnten? Zum Beispiel dafür, dass Flüchtlinge zunächst einmal (in Griechenland, Italien, Spanien) menschenwürdig aufgenommen und ausgebildet (Sprache, Beruf, Pflege usw.)werden können? Dann haben die Leute auch eine Perspektive in Europa, wo genügend Bedarf an Fachkräften und Pflegekräften besteht. Gleichzeitig würde durch die Finanzierung von Sprachinstituten, Ausbildungsstätten usw. in Griechenland und anderen südlichen Ländern mal ein richtiger Schub passieren, der letztendlich allen nützt. Solche und ähnliche Vorschläge gibt es nicht von unserer politischen Kaste, gleich welcher Farbe, leider. Wir müssen sozial und wettbewerbsfähig sein, wenn Europa weiter eine Daseinsberechtigung haben soll.

16:32 von Laureat

"...Neben viel Verständnis für manches habe ich auch von manchem viel verstanden. Eines aber werde ich nicht verstehen, wenn die Griechen darauf pochen das Referendum sei ein demokratisches Mittel der Griechen zur Abstimmung über die Sparpolitik der EU gewesen, sie dann aber nicht der Mehrheit aus der Entscheidung nachfolgen sondern der Minderheit. ..."

Ihr Unverständnis ist aber wohl eher Ausdruck eines Nicht-Verstehen-Wollens. Sie waren der konsequenteste und wohl auch lauteste Kritiker Tsipras, seiner Regierung mit Varoufakis und damit deren aktueller Politik. Jetzt zeichnet sich ab, dass sowohl diese griechische "linke" Regierung nicht nur im Amt bleibt, sondern sogar mit einer Einigung mit dem IWF und der übrigen EU Erfolg hat.Gleichzeitig ist wohl das wichtigste Ziel aller Griechen, im Euro-Raum zu verbleiben, erreicht. Damit deutet sich auch eine erfolgreiche soziale und demokratisierende Politik für die nächste Legislaturperiode ab.Sie müssen einfach nur umdenken. Dann geht's.

Tja,auch dieses Hilfspaket wird nicht Helfen.

1. Hollande und Merkel nahmen Banken ihre Risiken ab, als sich herausstellte, dass sie sich bei Griechenland verspekuliert hatten.

Sie wälzten deren Fehlspekulationen auf die Steuerzahler ab.

2. Sie stimmte einem privaten Schuldenschnitt zu, der dem deutsche Steuerzahler ein mehr von ca. 8 Mrd. Schulden (durch eine verstaatlichte Bank, etc.) brachte.

3. Ihre (und die, der anderen Regierungschefs) Hilfspakete brachte, neben den Banken, auch GR Geld. Sie beharrten NICHT darauf, dass dafür das Land völlig neu strukturiert wird.

Deshalb waren die Zahlungen nach GR nicht nachhaltig.

4. Mit dem 3. Hilfspaket (für das D mit ca. 27% haftet), kann GR auch seine Schulden beim IWF bezahlen. Dort haften auch die USA. Und zwar mit der höchsten Summe aller Länder innerhalb des IWF.

Außerdem können mit dem 3. Hilfspaket Privatgläubiger bedient werden. Inklusive US-Fonds, die sich verspekuliert haben.

D. h. mit dem 3. Hilfspaket verhindert der deutsche Steuerzahler finanzielle Ausfälle der USA

14:14 von pkeszler – Sie liegen falsch

Deutschland hat beim Ausbruch der Megakrise im Jahre 2008 nicht mit den Weisheiten der "schwäbischen Hausfrau" reagiert, sondern dreistellige Milliardensummen zur Bankenrettung bereitgestellt und milliardenschwere Konjunkturpakete aufgelegt. Bei Griechenland soll jetzt aber wieder die miefige "schwäbische Hausfrau" zu ihrem Recht kommen.
Ich bin kein Gieche, ich bin Deutscher, Bayer sogar, und lebe in München.

Wenn die Euro-Gruppe nicht die Wahrheit eingestehen will...

Wenn die Euro-Gruppe nicht die Wahrheit eingestehen will, dann muss sie halt MEHR zahlen.

Die Regierung Tsipras hat die einzig ökonomische Wahrheit gesagt: die gr. Staatsschulden sind untragbar, wir brauchen einen Schuldenschnitt.

Leider wollte die Euro-Gruppe nicht eingestehen, dass die vermeintlichen Rettungsprogramme eben vorrangig der Rettung der dt. und fr. Banken dienten und der Sozialisierung von Verlusten, die diese Banken bei einer Zahlungsunfähigkeit GR in 2010 erlitten hätten und lehnte den Schuldenschnitt kategorisch ab.

Bis zum Referendum ging es um lächerliche 7 Mrd Euro, die man der neuen (unbeliebt linken) Regierung nicht ohne weiter Einschnitte im Sozialsystem und noch mehr Einsparung auszahlen wollte. Den vorherigen Regierungen der "bürgerlichen Schwesterparteien" hatte man aber ohne weitere Kontrollen seit 2010 satte 230 Mrd zur Verfügung gestellt.

Jetzt geht es um aber um 53 Mrd neue Euros... erkennen Sie den Unterschied? :)

@dummschwätzer

_Ich habe leider nur das schlechte Gefühl,dass die EU einen faulen Kompromiss eingeht,nur damit sie Ruhe in das Thema bekommt_

Brüssel winkt diesen Müll durch damit es nicht zum Grexit kommt.

Das böse Erwachen wird folgen,spätestens wenn die jetzigen Akteure auf beiden Seiten nicht mehr im Amt sind.
Der Scherbenhaufen wird den Nachfolgern überlassen.

14:33 von karwandler

>> Die Weltsicht eines Steuern-zahlen-ist-doof-Griechen aber auch nicht ... <<

Genau das möchte die Tsipras-Regierung ihren Landsleuten beibringen, wenn man sie nur endlich lassen würde.
Aber man hat Angst, dass diese linke Regierung noch ganz andere Dinge machen würde, die nicht in den Stahlkäfig des neoliberalen Theoriegebäudes passen würden.

Am 10. Juli 2015 um 17:05 von FlinDeadeye

Europa hat soviel Anteile an dem IWF wie die USA, deswegen ist auch der Direktor des IWF immer ein Europäer, somit wird auch das Europäische Geld und das von vielen Drittewelt Staaten gerettet.

@ Izmi - Eigentlich nicht

"Ihr Unverständnis ist aber wohl eher Ausdruck eines Nicht-Verstehen-Wollens. Sie waren der konsequenteste und wohl auch lauteste Kritiker Tsipras, seiner Regierung mit Varoufakis und damit deren aktueller Politik."

Nein ich habe damit zum Ausdruck bringen wollen wie dämlich doch manches und dabei auch einige sind oder sich verhalten haben. Gemeint ist vordergründig der Volkseinpeitscher Tsipras, von dem das Volk wohl nun bekommt, was es zuvor für € 100 Millionen abgelehnt hat. Ich hoffe mancher Grieche wacht nun auch langsam auf und nutzt nun mehr seinen Verstand, als bislang ersatzweise seine Würde oder seinen Stolz.

Letzte Hoffnung für den von mir als sinnvoll erachteten Grexit werden die Ost EU Länder sein, denn wir werden es durchwinken.

16:35 von alterhamburger – Naive Vorstellung über Linke

Ich habe nicht behauptet, dass das Erfindungen der Springerpresse wären; ich wollte Ihnen nur klarmachen, auch reiche Menschen dürfen eine linke Einstellung haben. Der Reichtum macht sie nicht unglaubwürdig, das wird nur von missgünstiger konservativer Seite immer behauptet, weil dort eine vollkommen naive Vorstellung über das Linkssein kursiert.

Rekapitalisierung/Finanzierungsbedarf

Es wird alles durchgewunken und verabschiedet! Steuerehrlichkeit wird getreten. Die EZB darf die Banken gar nicht Refinanzieren, es ist Staatsfinanzierung! Die Banken müssten dann auf die Gläubiger wechseln und das wäre dann die EU! Jeder griechische Rentner wird auf die Bank gehen und sein Geld abholen und unter dem Kopfkissen legen. Was bleibt ihm anderes übrig! Jetzt werden 100Mrd rausgeblasen um an etwas festzuhalten, was innerhalb von einem halben Jahr vor die Wand gefahren worden ist. Eine gesamte Volkswirtschaft. Von dem was noch übrig ist. (53,5 Mrd. und 20Mrd für die Bankenrefinanzierung, die gesamte Refinanzierung liegt bei ca. 50Mrd.) unbegreiflich!

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