Kommentare

Viel zu schlucken....

Wer 86 Milliarden schlucken will, bekommt halt dazu noch ein paar Beilagen gereicht.
Ist daran was falsch?

Mogelpackung

Herr Brzeski bestätigt eindrucksvoll, dass dieser Kompromiss eine Mogelpackung ist - erläutert aber, wie gehabt, nicht, warum denn der Grexit das schlimmere Übel sein soll.

Die griechische Wirtschaft wird hierdurch nicht leistungsfähiger, der Staat nicht effizienter.

Die Umsetzung der hier geforderten Veränderungen ist mehr als das in zwei Tagen durchgepeitschte, unsauber formulierte Gesetz, das nicht das Papier wert ist, auf das es gedruckt ist, und das schon übermorgen durch ein neu gewähltes Parlament wieder verändert werden kann.

Souveräne Entscheidungen eines Staates setzen die Währungshoheit voraus, die gibt es im EURO nicht, und die Eurostaaten sind kein einheitlich strukturiertes Gebilde. PUNKT.

Dieses Weiterwursteln führt eher in die Katstrophe als ein Reduzierung der "Einheitswährung" auf die Volkswirtschaften, die vergleichbare Strukturen haben.

Die Finnen bewältigten ihre schwere Rezession 1990 durch Währungsschnitt - heute geht das nicht mehr. Dumm gelaufen.

Ab- und Aufstieg

Dem politischen ABSTIEG (= Aus) von Tsipras und seiner jetzt auseinanderfallenden Partei folgt der AUFSTIEG der Goldenen Morgenröte.

Der geBILDete Michel kann den Wegbereitern (= deutsche Troika) für die sich abzeichnende Entwicklung in Griechenland herzlich danken!

Enttäuscht

Ich bin sehr enttäuscht. Am Ende war alles umsonst, und es geht genauso weiter wie vorher. Griechenland wird mit Krediten versorgt, um die Zinsen ihrer Schulden zahlen zu können, gepaart mit von der EU diktierten "Reformen", allen voran weitere Sparmaßnahmen zu Lasten der einfachen Leute und Privatisierungen. Griechenlands Schulden werden weiter ansteigen, und mit etwas Glück wird es ein paar Jahre dauern, bis wir wieder genau am gleichen Punkt stehen. Leider nichts gelernt. So fördert man Politikverdrossenheit und sowohl links- als auch rechtsextreme Bewegungen.

Merkels und Schulzens Doktrin der begrenzten Souveränität der ..

....EU-Länder hat sich durchgesetzt.Über welche Unabhängigkeit verfügt eine griechische Regierung die fast alles in eine Treuhandanstalt einbringen muß um es dann zu privatisieren ? Wobei über die Folgen von Privatisierungen hier nichts gesagt wird.
Und Mehrwertsteuererhöhungen bringen nicht mehr sondern weniger Kaufkraft.
Nach einiger Zeit muß Griechenland wieder um Hilfe aus dem Norden bitten.Die Verschuldung geht weiter.

Der argentinische Weg von 2002 bis heute wäre vielleicht der bessere gewesen.......

Verantwortung vermieden - Neue Tricks möglich!

Damit will die griechische Regierung das Überleben sichern und trickst erneut.

Kann es sein, dass die griechische Regierung jetzt darauf setzt, dass das griechische Parlament die Vorschläge ablehnt oder eben gegen die meisten Stimmen der Regierungsparteien mit den Stimmen der Opposition zustimmt?

Die griechische Regierung kann dann gegenüber dem Wahlvolk erklären, dass man die Wahlversprechen nicht gebrochen habe. Denn: Entweder war es die Opposition und man war - Demokratie macht es möglich - gezwungen, entsprechend den Mehrheitsbeschlüssen des Parlaments zu handeln oder aber man hat sich "erfolgreich" geweigert, sich dem Diktat der Geberländer zu beugen und begibt sich gemeinsam mit dem "Volk" in den Abgrund.

So sichert man allenfalls das eigene Überleben - die Übernahme von Verantwortung sieht anders aus.

Vor allem

Wird immer rätselhafter, was Tsipras eigentlich zu diesem Referendum getrieben hat, dessen Ergebnis er jetzt selbst ad absurdum führt.

Möglicherweise war es die letzte geniale Idee seines ex-genialen Finanzministers ...

Next Exit: Grexit!

όχι

wäre meine Antwort auf ein Referendum, ob europäische Steuerzahler weiter für dieses Fass ohne Boden haften sollen.
Aber leider verfahren die europäischen Staaten hier undemokratisch und lassen nur ihre Parlamente darüber entscheiden. Wo bleibt die gelebte Demokratie?
Ich glaube das ist einer der wenigen Punkte, wo wir uns etwas von den Griechen abschauen könnten ...

Erpressung

Eine Einigung oder ein Kompromiss sieht für mich anders aus. Tsipras hat sich erstmal gebeugt,als man dem griechischen Volk die Pistole an den Kopf gehalten hat.

Wenn jetzt erstmal für 3 Jahre die Umschuldung gesichert wäre,könnte man ein Einlenken noch verstehen,denn der alte Vorschlag hätte nur 5 Monate Ruhe gebracht.
Allerdings sollte er noch genug Freiräume behalten,um eigene Ideen zur Reformierung des Landes durchzusetzen.

Bezeichnend ist,dass als erstes eine "Reform" der Mehrwertsteuer und Renten umgesetzt werden muss. Man könnte auch Kürzung dazu sagen.
Nicht gerade sinnvoll,da Griechenland angeblich bis Mai einen Primärüberschuss erzielt haben soll. Das wurde leider nicht weiter thematisiert,bis auf ein paar kurze Meldungen beim Handelsblatt und Ntv.

Ich kann mir im Moment jedenfalls nicht vorstellen,warum die Griechen diesem Ausverkauf unbedingt zustimmen sollten.

@Schmarotzer

"...die Steuerzahler"?
Bitte nein, da haben Sie was falsch verstanden. Klar zahlen "wir", aber nicht für "die Griechen", sondern für "die Banken", die jahrelang am Experiment Griechenland sehr gut verdient haben, jetzt die Brocken wegschwimmen sehen und jetzt über die Politik an "unser" Geld wollen.
http://www.heise.de/tp/news/IWF-gesteht-Statt-Griechenland-wurden-Banken...
Hauptsache das Finanzsystem wir weiter wohl gespeist, der Arme in Griechenland und der mittelständische Steuerzahler in Deutschland (andere zahlen ja nichts; wie die Reichen in Griechenland; die haben alle ihr Geld bei genau diesen Banken......) wird´s schon richten.
Frei nach Marx: "Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren", danke, das ist KEIN Europäischer Gedanke, das ist der Vorgeschmack auf TTIP & Co!!!

Ökonom Brzeski:

"Ökonom Brzeski: "Heftig, was die Griechen alles schlucken" "
TS-Zitat
Das haben viele Foristen hier immer wieder angeführt.
Letztendlich hat Tsipras jetzt das schlucken müssen, was Schäuble &Co ihren Brüdern im Geiste vorher nie zugemutet haben.

Hier wurde demonstriert, wer die Macht, sprich das Geld, hat, hat das Sagen.
Eine uralte Volksweisheit, die zugleich die Warnung an z.B. Spanien beinhaltet, wo es um das Kapital geht hört die Demokratie auf.

Mal sehen, ob die Menschen in Griechenland sich an diesem Brocken nicht verschlucken und weite Teile der Menschen in Armut versinken.

Mit Hilfe deutscher Kapitalgläubigkeit ist hier ein Stück Demokratie verloren gegangen.

"Heftig, was die Griechen alles schlucken"

Für 3 Jahre, bis 2018.

Aus Not und Elend schlucken sie
das, was sie gerade vor 8 Tagen in
Bausch und Bogen verworfen haben
und noch mehr. Nur das diese Einigung
vor einem Manat ein paar Euro billiger
zu haben war. Wer soetwas glaubt, ist
seelig im Geist und Naiv obendrauf.

Und als "Pflaster" gibt es ein 3. "Paket",
das den bankrotten Staat GR bis in
3 Jahren weiter helfen soll. Es wird;
und Ende 2017 sehen wir uns
nach etwas über 2 Jahren wieder.

Da ist das Geld alle und pätestens dann
sind die nächsten Mrd. fällig. Wir werden
es sehen. Und wer kann, möge sich dann
daran erinnern.

Der böses dabei denkt, würde sagen
das ist nach der Bundestagswahl
2017. So is´ es. Die Kanzlerin lives.
Hoffentlich hat das bis dahin der letzte
debile Kreuzchenmacher begriffen.

Ohne Worte

Gut, daß Philipp Mißfelder das nicht mehr erleben muß! Ich werde 2019 nicht zur Europawahl gehen und meine Stimme verschwenden!

Unsinn durch und durch

Wie bitte soll Griechenland in die Lage kommen, seine Wirtschaft und damit Zahlungskraft aufzubauen, wenn man:

- die Renten kürzt
- Gehälter kürzt
- Sozialleistungen kürzt
- die Mehrwertsteuer generell erhöht
- Staatseigentum inkl. Energieversorgung ins Ausland verscherbelt
- die Spareinlagen nicht garantiert?

Griechenlands Insolvenz wird dadurch nicht nur verschleppt, sondern sogar noch verschärft.

Dass die neuen Hilfen von EU, IWF und EZB übrigens fast ausschließlich dazu dienen, Schulden von EU, IWF und EZB zu begleichen, zeigt die Absurdität des Ganzen.

Ich kann nur hoffen, dass das griechische Parlament diesen Unsinn ablehnt.

Jeder vernunftbegabte Mensch sieht, sollte ein weiteres Rettungsprogramm durchgewinkt werden - verstößt es gegen elementare Regeln - kommt letztlich nur wieder an falscher Stelle an und ändert nichts an den grundsätzlichen Problemen. Eine Bevölkerung die sich klar gegen die äußerliche Bevormundung ausgesprochen hat, soll nun noch mehr bevormundet werden? Es wird nicht eingehalten werden und im schlimmsten Fall knallt es. Rein finanzpolitische Interessen steuern die gesamte Rettungspolitik und in jedem einzelnen Mitgliedstaat sollten die Politiker aufpassen ... die Bevölkerungen haben viel eingesteckt ... alle aber sie wollten weder gerade gewachsene Gurken, giftige Energiesparlampen oder leistungsschwache Staubsauger. Wir wollten Frieden und eine gemeinsame Währung um nicht den Machtspielen und wechselnden Strömungen der Weltwährung hilflos ausgesetzt sein. Was haben wir jetzt? Nicht nur die deutsche Bevölkerung fühlt sich veraten und verkauft.

Meine Meinung hier?:

Der Hardliner Schäuble, die EU-Raben „Mutti“ Merkel, haben den Griechen den Daumen aufgedrückt, noch fester, noch unbarmherziger, noch schmerzvoller, völlig unbelehrbar und (..) verachtend!

Das ist nicht meine Regierung, nicht mein Europa in dem ich leben möchte, das ich mir wünsche, für das ich auch Nachteile in Kauf nehme, nicht die EU der Friedensnobelpreisträger
Es ist eine EU der ideologischen Monopolisierung, einer polit. Herrschaft der Märkte u.d. Neoliberalismus, eine EU unter d. Hegemonie Deutschlands, und ein dt. Volk unter der Hegemonie staatstragender regierungstreuer Medien!

Die Opposition ausgemerzt zur Bedeutungslosigkeit verdammt, ignoriert. I.d. Medien allzeit präsent die Hardliner von CSU CDU FDP, mit Eiseskälte u. falschen Fakten hantierende „Experten“ der Herrschafts-Ideologen.
Ich wende mich voller Entsetzen, (..), ab von diesen Potentaten!

s.Nobelpreisträger Krugman „das europ. Projekt wird getötet!“

http://krugman.blogs.nytimes.com/?_r=0

Wäre es nicht so traurig

... bei knapp 11 Millionen Einwohnern wäre es sicher besser, jedem eine Millionen in die Hand zu geben und zu sagen ...jetzt mach mal.

Das würde sicher mehr bringen wie diese unglaublich schlimme Politik.

Keine Investitionen - ich kann es nicht mehr hören

Niemand investiert in Griechenland, weil es eine investitionsfeindliche Regierung und Bürokratie hat.

Die Wirtschaft weiß das - bei den Investitionen der EU ist es "egal", weil die investiert halt und schaut dann zu, wo das Geld versickert, bevor da einem Unternehmen geholfen oder ein neues gegründet ist.

Und dann das Märchen von der Kaufkraft. Wenn die Leute mehr Geld von der Rente haben, dann kaufen sie auch mehr und stärken die Wirtschaft...klar - die großen europäischen Autokonzerne zum Beispiel. Oder kaufen die plötzlich eimerweise griechisches Olivenöl?

Ursache und Wirkung

Ich bin vielleicht zu dumm, um das Griechenlandthema vollständig zu verstehen, aber warum ist der Schuldner immer der Gute und die Gläubiger immer die Bösen? Wenn ich den Aussagen glauben schenken darf, dass den Griechen die Kredite aufgezwungen wurden und die Gläubiger ausschließlich aus Eigeninteresse gehandelt haben, dann hätten die Griechen die Kredite doch nicht annehmen müssen. Man hätte doch sagen können: Nein, Danke, wir wollen kein Geld. Wir kommen auch so zurecht...

Mir scheint aber, dass die Griechen das Geld nicht nur gerne genommen haben sondern es auch brauchten. Jetzt, wo die Gläubiger berechtigter Weise nach dem Verbleib der Gelder fragen bevor sie weitere 100 Mrd. EUR versenken, sind die Geldgeber zu streng? Also, einfache Lösung: liebe Griechen lehnt das Geld einfach ab und zeigt den bösen Geldgebern einfach mal, was eine Harke ist. Reformiert Euer Land und zeigt uns, dass wir nicht im Recht sind.

Heftig was die Griechen schlucken

Warten wir`s ab ob das griechische Parlament zustimmt.
Ganz sicher bin ich mir da nicht. Sie haben doch mit über 60 % mit NEIN gestimmt beim Referendum.

Hervorragender Kommentar...

genau so ist das. Die Banken werden gerettet und der Buerger in ganz Europa zahlt. Alles wie gehabt. Der Normalgrieche wird zum Bettler und Almosenempfanger. Wuerde mich sehr wundern, wenn das das Parlament in Athen abnickt.

15:10 von S. Busch

"Dem politischen ABSTIEG (= Aus) von Tsipras und seiner jetzt auseinanderfallenden Partei folgt der AUFSTIEG der Goldenen Morgenröte."

Zitat

Hoffentlich haben Sie nicht recht.

Die Gefahr ist aber da und ich glaube, dass konservative Strömungen unter Deutschlands Führung in der EU es auch so wollten.
Wenn es denn so kommen sollte, wird sich keiner der Akteure an diese Entstehungsgeschichte erinnern lassen.

10 Jahre hat man Bruderparteien das Land zerstören lassen und wäscht sich nun und später seine Hände in Unschuld.

um 15:13 von Bernd Kevesligeti

"Über welche Unabhängigkeit verfügt eine griechische Regierung die fast alles in eine Treuhandanstalt einbringen muß um es dann zu privatisieren ?"

Na und? Ein Schuldner hat mit der Aufnahme des Kredites eben gewisse Freiheiten aufgegeben. Das weiß jeder Häuslebauer und das ist vollkommen normal. Die griechische Regierung hätte keinen Antrag auf Hilfsprogramm stellen müssen. Es hätte auch noch den Grexit gegeben. Den Goldesel gibt es hingegen nur im Märchen.

Es ist traurig

Die Achse Paris-Rom hat sich durchgesetzt und wir haben jetzt wieder einen großen Schritt in Richtung Transferunion getan, in der deutsches Steuergeld verbrannt wird, um anderen Staaten das sparen zu ersparen. Keinen Cent dieser "Kredite" werden wir jemals wiedersehen!

Trotz allen Vorteilen, die Deutschland aus der Europäischen Gemeinschaft (EG) gezogen hat, ist ein Ende der EU (durch die uns keine weiteren Vorteile im Vergleich zur EG erwachsen sind) besser, als die Schaffung einer Transferunion.

Ein Staat muss pleite gehen können, sonst laden wir andere Eurostaaten dazu ein, auch auf jede Sparpolitik zu verzichten.

Heftig was die Europäer alles schlucken........

So manche Leute sind am einen Auge blind. Was die Europäer in den letzten Monaten haben schlucken an griechischen Geschichten, das hat Weltgeschichte gemacht. Und was wir jetzt auf einem Goldtablett an weiteren Griechengelder serviert bekommen, da verschlägts einem doch die Sprache. Also minimal 82 bis 86 Milliarden um die Finanzierungslücken zu schliessen. Also dieses Geld geht hauptsächlich in den Konsum. Nur ein Kleinteil geht in der Rückbezahlung der Kredite, weil dies errst in circa 10 Jahre anfällt. Dann gibt es ein Juncker-Bonbönchen 21 Milliarden für die Ankurbelung der Wirtschaft, die es aber noch gar nicht gibt. Dann gibt es nochmals 12,5 Milliarden aus dem Schäuble Fonds, wofür ist mir unklar. Und dann gibt es 25 Milliarden für die Banken weil sie pleite sind
und verkauft werden sollen. Warum werden die nicht jetzt billigst verkauft ? Insgesamt komme ich auf 158 Milliarden wenn alles gut läuft. Ich meine der Tsipras hat gut verhandelt, ich denke wir müssen schlucken

Wo es hinfließt

Laut BBC:
Kurzfristige Finanzierung, um den Bankrott zu verhindern:7 Mrd € nächsten Montag, 5 Mrd € Mitte August.
10 Mrd € direkt und sofort für Rekapitalisierung der Banken. Insgesamt brauchden die Banken 25 Mrd €.
Weitere 25 Mrd € für Schuldenrückzahlung.
35 Mrd € für Wachstum und Arbeitsplätze.

Der nächste Schritt

Wäre man konsequent, müsste nun eine komplette europäische Integration inklusive echter Regierung und Steuerwesen kommen. Dann könnte man auch diese Art von "Staatenfinanzausgleich" rechtfertigen, statt diese undurchsichtigen Wege über neue Kredite zu gehen, von denen am Ende die Falschen profitieren. Ich befürchte aber, das ist weder von Politik noch Bevölkerung der EU gewollt.

Immerhin

Immerhin vereint dieses Ergebnis vielleicht die deutschen Wähler insofern, dass sich einige aus den unterschiedlichsten politischen Ecken Kommende sagen, CDU/CSU/SPD wählen wir nie wieder. Wobei ich sagen muss, bei der CDU/CSU weiß man wenigstens, wofür sie steht und was man in Fragen EU-Politik zu erwarten hat: die Erhaltung des Status Quo mit allen Mitteln, egal wie perspektivlos dieser sein mag. Bei der SPD ist nur zu beobachten, dass sie immer blasser und überflüssiger wird. Ich kann gar nicht mehr sagen, welche Werte sie vertritt.

15:09 von McFinn

"Herr Brzeski bestätigt eindrucksvoll, dass dieser Kompromiss eine Mogelpackung ist - erläutert aber, wie gehabt, nicht, warum denn der Grexit das schlimmere Übel sein soll. ..."
Schön, dass Sie gleich die fehlende Erläuterung anhängen:
"...Souveräne Entscheidungen eines Staates setzen die Währungshoheit voraus, die gibt es im EURO nicht, und die Eurostaaten sind kein einheitlich strukturiertes Gebilde. ..."
Und das ist wohl der Kern der Probleme. Solange Einzelstaaten über Schulden von Banken, Fonds und Industrien in die Zange genommen werden können, solange herrschen diese Institutionen über die Länder und die Menschen. Sie tun das mit Unterstützung der EU-Bürokratie, die letztlich nur als Verwaltungsapparat ihrer (der Banken etc.) Interessen dient. Am Beispiel Griechenlands wird das auch deshalb deutlich, weil die größte Gefährdung der Bankenmacht eine wirklich linke Regierung ist, die die Zusammenhänge erkennt und mit Hilfe des Volkes bekämpft.
Und Herr Brzeski ist Bänker...

Heftig, was die Griechen schlucken.

Es bleibt zu hoffen, dass der gefundene Kompromiss noch alle Parlamente passiert. Bei allen Fehlern, die gemacht wurden, wird vergessen, dass Millionen Menschen in Griechenland wieder Zuversicht gegeben werden kann. Als jahrelanger Urlauber mit angeheirateter Familie in GR habe ich die Entwicklungen der letzten Jahre ziemlich nah verfolgen können. Definitiv kann man beim Großteil der Menschen nicht mehr sparen - eine Verarmung breiter Bevölkerungsschichten hat bereits stattgefunden. Wenngleich Regierungen politische Machtspiele so spielen, hoffe ich, dass nicht nur das Vertrauen wiederkehrt, sondern auch die Solidarität zwischen reichen und armen Ländern. Hierfür würde ich auch mehr Steuern in D zahlen. Sicher ist, dass es lange dauern wird, bis GR wieder auf eigenen Beinen stehen wird - m. E. ist diese Lösung die bessere für die Menschen als ein Grexit - wenngleich auch der gefundene Kompromiss eine Herausforderung ist. Geben wir den Menschen in Griechenland die Zeit.

Fehler

Fehler sind erlaubt, aber was passiert, wenn man den gleichen Fehler ein zweites Mal macht?

um 15:10 von S. Busch

"Dem politischen ABSTIEG (= Aus) von Tsipras und seiner jetzt auseinanderfallenden Partei folgt der AUFSTIEG der Goldenen Morgenröte."

Unsere Steuergelder sind nicht dazu bestimmt, um linken politischen Vorstellungen in anderen Ländern zum Durchbruch zu verhelfen. Wenn die Griechen rechts wählen ist das nicht unser Problem, die Wähler/innen sind alle volljährig.

Und Tsipras hätte vielleicht weniger mit der Troika pokern aber dafür mehr seinem Volk die Sachlage erklären sollen.

86+35 = 121. Damit könnte man neue Staaten gründen

Was gr. Parlamentarier an einem Tag ohne tiefere Ausarbeitungen und danach demokratisch-kollektive Prüfungen und Diskurse für Gesetztexte durchpeitschen sollen ist der erste zentralistisch-paneuropäisch regierte Staat, das Mutti-Muster. Am Boden, geldblutleer, halb verhungert aber dennoch und nur deshalb vertrauenswürdig.

Tsipras, dumm da ohne eigenen Plan B, hatte keine Wahl den fremden Plan B (Zwangs-Grexit) abzuwenden. Alles wozu er gewählt wurde, gilt nicht mehr. Er wollte den Totalcrash vermeiden und für die Volkswürde Widerstand leisten. Die Entwürdigung passierte in der Nacht der langen Messer. Lang wurde gemessen (hirnlos gefeilscht), Tsipras vorbestimmt als zu leicht befunden mit den Haien zu schwimmen. Der Umgang mit ihm wird spalten, zumindest den ClubMed, den Hollande als Merkels Pudel nicht mehr führen kann, die Italiener schon."M" hat ja u.a. Finnen, Slowenen (übertrugen ihr Stimmrecht auf die Niederlande) und Balten für die künftige russophobe Nordunion.
Irrenhaus.

15:09, McFinn

"Die Finnen bewältigten ihre schwere Rezession 1990 durch Währungsschnitt - heute geht das nicht mehr. Dumm gelaufen."

Und was hat es Ihnen gebracht? Eine neue Wirtschaftskrise. Finnland geht es nun wirklich nicht gut.

Das Propagieren der Währungsabwertung als Allheimittel ist dem Wunsch nach einfachen Lösungen komplizierter Probleme geschuldet und hält einem Realitätscheck nicht stand.

Und jedem, der den argentinischen Weg hier propagiert, empfehle ich, sich ein wenig mit dem wirtschaftlichen Zustand dieses Landes zu beschäftigen und dann zu überlegen, ob das wirklich wünschenswert und zukunftsweisend ist.

@Bernd Kevesligeti

"Der argentinische Weg von 2002 bis heute wäre vielleicht der bessere gewesen......."

Es steht Tsipras/jeder griechischen Regierung jederzeit frei darauf hinzuarbeiten, aber offensichtlich wollte er um jeden Preis einen Grexit verhindern.

Es ist seine Entscheidung und wenn das Parlament zustimmen sollte auch die Entscheidung der Griechen.
Wenn es ihm wirklich ernst wäre mit seinem Referendum-Ritual, dann würde er jetzt erst recht Nein sagen.
Stattdessen ein Ja, das dem Nein vom Referendum diametral gegenüber steht, mit sogar noch gravierenderer Austerität (die seit Auslaufen des 2. Hilfsprogramms angekündigt war, Seitens der anderen Finanzminister).
Erst für ein stolzes Referendums-Nein als Regierung werben, dann aber aus Sachgründen und für € ein schmallippiges Ja in Brüssel abgeben.
Und dann noch von Würde reden.

Ich beneide Griechenland wahrlich nicht um diese Regierung.
Ich denke auch, Grexit wäre besser und würdevoller... Tsipras sieht das offensichtlich anders.

aufgeschobener Offenbarungseid

Mir ist unerklärlich wie Merkel und Schäuble solch einen Ausverkauf Griechenlands und das steuerfinanzierte Bankenretten als erfolgversprechenden Weg in Griechenlands Zukunft verkaufen können.

Eine gigantische Umverteilung die alle Menschen der Euro-Zone zu tragen haben, sofern sie nicht zu jenem 1% der Bevölkerung zählen, zu denen Vorteil das alles hier abläuft.

Der Offenbarungseid, hier immens viele Steuermilliarden in die falschen Rachen geworfen zu haben ist nur aufgeschoben.

weitreichende Entscheidung-nächste Generation

Die Mitentscheidung von Kanzlerin Merkel
(neben anderen europ.Staatschefs) soviel Geld für die Griechenlandrettung auszugeben ist sehr weitreichend und wenn es gut läuft werden dies die nächsten Generationen bezahlen. Mir stellt sich immer mehr die Frage ob Europa doch nicht ein Stück zu groß geworden ist, denn die finanziellen Risiken werden auch hierzulande für den Steuerzahler immer größer vor allem weil die EU immer mehr erweitern will.
Ja, Europa mag schön sein wenn es gut läuft aber nicht wie am Beispiel Griechenland zu sehen dann eben nicht.
Die europäische Idee und der Gedanke Europas sollte kompakter stehen und nicht in fremden Staatsfinanzierungen enden.
Ich respektiere die Entscheidung von Frau Merkel denn möglicherweise bekommt man so einen Teil des Geldes in ferner Zukunft zurück aber eventuelle Ausfallzahlungen werden auf die nächsten Generationen verlagert und das finde ich nicht gut.

Cui bono?

Wem nützt das alles denn nun wirklich?
Dazu zwei Zitate aus "Wikipedia" zur Argentinien Krise 2002:
1.
"Wegen der Stagnation der Wirtschaft und der unverändert negativen Handelsbilanz wurden die Stimmen lauter, die eine Abwertung forderten. Dem trat die Regierung mit einem energischen Nein entgegen, da man Angst hatte, Opfer von Kapitalflucht und Spekulationsattacken zu werden. Im Nachhinein stellen viele Kritiker fest, dass eine geordnete, geplante Abwertung die Krise deutlich abgeschwächt hätte."
2.
"Eine Privatisierungswelle Anfang der 90er Jahre, bei der viele Staatsbetriebe zum Teil unter Wert verkauft wurden, führte dazu, dass weite Teile der argentinischen Wirtschaft vom Ausland abhängig wurden. Dies machte das Land anfällig für Spekulation und Kapitalflucht, ein Phänomen, das Ende 2001 maßgeblich zur Bankenkrise beitrug."
Für Athen fordert Brüssel jetzt Privatisierungen und verhindert die (abwertbare) Drachme.
Den Griechen nützt das nicht. Also: WEM DANN? Den Banken!

Die Katasdrophe ist nicht abgewendet . . .

sondern nur in ungeahnter Größe vorbereitet.

Spätestens 2018 werden wir uns auf das Neue
darüber unterhalten, ob GR gerettet werden muss.
Bis dahin werden anderen Länder dazu gekommen sein,
die dem Beispiel folgen. Warum auch nicht; geht doch.

Der Euro ist so schwach, wie die Regierungen, die ihn stützen.
Wer es nicht glaubt, kann den Kurs verfolgen. Was für die Wirtschaft
gut erscheint, schädigt den Kleinanleger und Wähler massiv.

In knapp drei Jahren werden wir nicht nur die Insolvenz Griechenlands
verschleppt, sondern auch die des Euro vorbereitet haben.

Denn insolvent ist nicht nur der, der nichts hat, sondern
auch der, den niemand mehr kreditieren will.
Auch der eigene Bürger nicht.

Ein ökonomischer und sozialer Wahnsinn

Die Zwangsversteigerung besser das verschleudern des Staatseigentums, nachwievor keinerlei Geschäftsmodell der Griechen, weiter mit der Zitterpartie, der schrecklichen Seifenoper die schon so viele Jahre geht und den Karren immer weiter in den Dreck fährt.
Es ist sooo traurig, es gibt nur Verlierer. Und zwar nur richtig heftige Verlierer.

"Trotz allem - das ist keine

"Trotz allem - das ist keine Insolvenzverschleppung"

Eine Firma, die munter vom Staat und anderen Firmen (analog anderen Firmen) Geld bekommt, um sich über Wasser zu halten, wäre ein Novum.

Ich finde schon, Griechenland ist derart am Abgrund, dass es alle anderen Länder mit hineinreisst.

Meiner bescheidenen Meinung nach, hätte Griechenland eine Chance, eine komplett neue nicht neoliberal fundierte Gesellschaft aufzubauen. Die meisten versorgen sich dort heute schon selbst! Wenn man das einfach nur besser organisiert, und die noch bestehende Wirtschaft in den Dienst der Finanzierung des Übrigen (Krankenkassen; Heizung, Wasser) stellt, was ja teils schon heute durch Mehrwertsteuer usw. geschieht nur mit einem überflüssigen Überbau der Verwaltung und Zinstilgung, könnte Griechenland Vorbild für andere Länder werden.

sinnvoll wäre, dass

sinnvoll wäre, dass Griechenland nur noch so viel ausgeben kann, als es erwirtschaftet. Dann wüsste die Bevölkerung, wie es um ihre Produktivität steht und was daraus für ein Lebensstandard resultiert ( -50% ). Mit den weiteren 86 Milliarden EU Steuerzahler Geldern wird der Staatshaushalt in den nächsten 3 Jahren zum Grossteil vom Ausland finanziert und der Reformdruck minimiert. Damit steigt das Risiko, dass nach 3 Jahren sich nicht viel verändert hat.

re Bernd Kevesligeti

"Merkels und Schulzens Doktrin der begrenzten Souveränität der ..
....EU-Länder hat sich durchgesetzt."

Sorry, wenn es hart rüberkommt, aber es ist leider Unsinn, was Sie behaupten.

Griechenland hätte sich schon vor Jahrzehnten reformieren können. Stattdessen hat man das System "Wohltaten für alle auf Pump" weiterlaufen lassen. Man hat sich in den Euro gemogelt, kurz vor der Finanzkrise noch verkündet, alles sei paletti. Inzwischen sind dreistellige Milliardensummen für ein Land mit 11 Millionen Einwohnern versenkt worden, ohne dass sich auf der Fiskalseite etwas verbessert hätte. Kontrolle von aussen lehnt das Land ab, ohne selbst Kontrolle zu übernehmen. Dazu wurde beim sogenannten Primärüberschuss getrickst (mit Hilfe des IWF).

Deutschland wurde mehrfach gemahnt, endlich eine Führungsrolle in der Eurozone zu übernehmen. Das hört sich nicht nach jemand an, der Staaten kontrollieren will.
Allerdings habe ich so langsam kein Verständnis mehr für unsere Rolle als Dukatenesel.

Immer noch (schon wieder) Hochspannung!

Nach dem nächtlichen Verhandlungsmarathon, bei dem das Ende der Verhandlungen mehrfach in der Luft hing, scheint nun die Lösung da zu sein - ist sie aber nicht. Denn jetzt wird es erst richtig hoch spannend: Wird das griechische Parlament trotz der 61 % "Nein"-Stimmen beim Referendum das Paket durchwinken? Und wenn ja, wie will es dabei sein Gesicht wahren? Wie wird die Reaktion des Volkes sein? Werden alle europäischen Parlamente alles abnicken? Hochspannung mit vielen Fragezeichen also. Auf Merkel und Schäuble kann man als Deutscher schon ein wenig stolz sein: Diesen Spagat hinzukriegen, auf der einen Seite nicht die "Verhinderer einer Einigung" zu werden, andererseits dem deutschen Parlament u.Volk nicht als "Weicheier, die sich verbiegen lassen" zu erscheinen - Respekt! Damit hatte ich nicht gerechnet. Falls Griechenland "liefert", wird das Hilfspaket auch den deutschen Bundestag passieren, dessen binich mir sicher.

Man Verkompliziert es.

Das Gesamte Geld-(Schulden)system so das es kaum noch durchschaubar wird. Und man Versucht Tsipras in miskredit zu bekommen das er bald geht wie sein ehemaliger Finanzminister. Obwohl für die große Misere er kaum Schuld hat, hat er mehr die Aufgabe die Suppe wieder Auszulöffeln die Jahrzente lang vorher gemacht wurde. Griechenland bräuchte zwei Währungssysteme. Eine Landeswährung mit dem man den alltag Finanziert und entsprechend Auf/Ab-gewertet wird wie die Wirtschaftliche Leistung ist, und der Handelswährung Euro mit den Ausland. Dann kann man zwar die Kredite kaum Bedienen, aber das können sie ohnehin jetzt schon nicht. Es ist doch Absurd das jetzige Kredite benötigt werden um Alte zu bedienen. Dabei könnte GR weiter in der EU bleiben. Es wäre nicht das einzige Land mit einer eigenen Währung. Wenn es den Menschen besser geht, lassen sich Reformen auch Leichter durchsetzen. Solange aber die Reichsten keine Steuern Bezahlen, hat man kaum rückhalt in der Bevölkerung für die Umsetzung.

Schaden

Frau Merkel fügt der BRD den größten Schaden zu. Ihr WOLLEN ist unermeßlich und beschädigt das ganze Volk nachhaltig. Ich bitte um Rücktritt der gesamten Regierung.

Fassen wir es zusammen

Die EUROkratie hat zuverlässig die schlechteste aller Lösungen gefunden.

-Griechenland geknebelt und fremdregiert
-Die Demokatie ausgehebelt
-Die griechische Wirtschaft auf lange Sicht weiter zerstört
-Die Soziale Lage noch prekärer gemacht
-Millarden von gutem Europäischem Steuergeld dem schlechten hinterher geworfen
- Den spalt in Europa noch tiefer getrieben

Die selbe Mühe in die Abfederung eines Grexits gesteckt, einen Fehler eingestanden und die Folgen wären langfristig nicht halb so schlimm.

Banken endlich Verstaatlichen!

Was mir einfach nicht in den Kopf geht, ist dass eine angeblich so linke Regierung, bei all dem Desaster immer noch nicht ernsthaft daran denkt die Banken in Griechenland für Insolvent zu erklären, was sie längst sind, sonst müssten sie nicht geschlossen bleiben, und sie zu verstaatlichen.

In einem Land mit diesen Defiziten und einer Regierung die sich für links erklärt und permanent über Kapitalismus, Liberalismus und die Banken schimpft sollte das eigentlich die erste Amtshandlung sein, allein schon weil man NUR SU an das Geld der großen Steuerhinterzieher kommt.

Aber auch bei dieser Regierung geht es nur um Klientelismus und man möchte einfach niemandem an den Geldbeutel, auch nicht dem reichsten und korruptesten Steuerhinterzieher. Man möchte bitte alle Griechen schonen, vor allem die Reichen und dafür sollen die Steuerzahler der anderen Länder immer mehr Geld locker machen.

Mit Verstaatlichung und Sonderabgabe für Reiche könnten die Griechen sofort ihre Schulden halbieren.

Treuhandfonds ... soso.

Der Name TREUHAND hat in Deutschland einen guten Klang - wenn man Volkswirtschaft in kürzestmöglicher Zeit mit dem geringstmöglichen Ertrag ruinieren will - "Einführung einer funktionierenden Marktwirtschaft durch konsequente Privatisierung des Produktivermögens" - ist dies die Waffe der Wahl.

Zumindest wissen die Griechen seit dem Schäuble-Papier wen sie für den Untergang ihres Landes verantwortlich machen werden. Ich jedenfalls werde in meinen nächsten Urlaub auf Kreta kein Deutsch verstehen und mein Varoufakis-TShirt tragen ...

Seid langer Zeit werden alle

Seid langer Zeit werden alle 4 Jahre diese und ähnliche Regierungen in Deutschland gewählt. Und warum regt man sich jetzt erneut (!!) darüber auf das Banken gerettet werden, Steuergelder über Umwege erhalten als Ausgleich der verlorenen Gelder im Gezocke des globalen Finanzkapitalismus ???
Clever sind die Banken, der sogenannte Wähler ist es in der Masse in Deutschland nicht .

Referendum - JETZT

Ohne demokratische Abstimmung laufen unsere "Volksparteien" Gefahr, dass das nächste Wahlergebnis extrem nach links oder rechts ausschlägt. Viele bürgerliche Wähler werden auch nicht mehr wählen gehen. Schuld daran ist die von Fr. Merkel, Hrn. Schäuble und Konsorten aufoktruierte Meinung, die in der Gesellschaft gar nicht existiert - siehe hierzu den Inhalt der meisten Kommentare hier .....

einmal

frei nach einem viralen satirevideo haben wir als deutsche und als europäer die chance verpasst uns einmal nicht wie arschlöcher zu verhalten

15:26, Schmarotzer

"Und die Katastrophe ist, das die 86 Milliarden nicht einmal zurück bezahlt werden müssen.
-
Den es ist kein Hilfekredit sondern ein Hifepaket (Hilfegeschenk)"

Das ist objektiv falsch. Wenn Sie das Interview lesen, dann lernen Sie, dass ein Grossteil des Geldes dazu benötigt wird, um griechische Verbindlichkeiten gegenüber EZB und IWF zu bedienen. Würde Griechenland dieses Geld geschenkt, so käme dies einem Schuldenschnitt gleich, die griechische Staatsverschuldung würde sinken.

Dem ist aber nicht so.

Der Rettungsschirm verschenkt kein Geld, er verleiht es.

Bisher waren IWF und EZB, also Banken, die Gläubiger. Sie hatten die Anleihen von privaten Gläubigern gekauft. Jetzt gehören sie dem Rettungsschirm, also dem Steuerzahler. Das Risiko wurde also den privaten Gläubigern über einen Umweg von der öffentlichen Hand abgenommen.

So etwas ist im Kapitalismus üblich. Es nennt sich "Sozialisierung potentieller Verluste".

15:22 von knopp - einfach Einkommensteuer anpacken

>> Allerdings sollte er noch genug Freiräume behalten,um eigene Ideen zur Reformierung des Landes durchzusetzen. <<

Wie wäre es damit, wenn er endlich das Thema "Einkommensteuer" anpackt?
90 Milliarden ausstehende Steuern eintreiben? Als links-orientierte Regierung die Reichen zur Steuererklärung treiben? Schwarzgeld reinholen? Das liegt in seiner Freiheit, hat er aber in den 5 Monaten bisher nicht angepackt.
Dann bräuchte er keine MwSt-Erhöhung.

Absehbar

Seit der Einführung des Euro stolpert die EU von einer Krise in die nächste.

Objektiv betrachtet gibt es dafür nur 2 mögliche Gründe:

Entweder der Euro ist eine Fehlkonstruktion von Anfang an.

Oder die Krisen sind das Ziel der Konstruktion, um die faktische Transferunion immer weiter voranzutreiben.

Wahrscheinlich trifft beides zu.

Die Lösung für die neueste Krise war für fast alle Foristen hier absehbar:

Am Ende zahlen die Deutschen.

Alternativlose Mogelpackung

Man kann nur hoffen, dass die 19 beteiligten Parlamente diese "Einigung" abschmettern. Das ist Mord an einer Volkswirtschaft auf/ in "Raten". Weil die bisherigen Maßnahmen (Steuern rauf, Gehälter/ Renten runter) bisher so "wunderbar" funktionierten, werden sie nun verstärkt.
Gestern stand Griechenland am Abgrund, heute sind sie einen Schritt weiter. Die Probleme werden nicht gelöst, sondern spätestens in drei Jahren erneut und heftiger denn je präsentiert.

Deutschland hatte in der Krise mit einem "Keynesianismus" richtig reagiert. Das hat unsere Staatsverschuldung innerhalb von 18 Monaten um die Gesamtschulden Griechenlands erhöht, aber dafür sind wir mit "heiler Haut" davongekommen. Und, seien wir ehrlich, unser System lebt von Schulden, wir Deutschen können auch nur die Zinslast bedienen. Würden unsere Banken die Rückzahlung verlangen, gingen hier auch manche Lichter aus.

15:10 von S. Busch - Aufstieg der Morgenröte?

"Dem politischen ABSTIEG (= Aus) von Tsipras und seiner jetzt auseinanderfallenden Partei folgt der AUFSTIEG der Goldenen Morgenröte."

Meinen Sie nicht, dass dies bei einem Grexit noch viel heftiger passieren würde?

Die jetzt verkündete

Die jetzt verkündete "Einigung" wird nicht funktionieren. 61% der Griechen haben die "Einigungspunkte" abgelehnt. Wie will jemand eine Bevölkerung zu Reformen "zwingen", wenn die diese nicht als erforderlich wahr haben will ?! Das wird aus psychologischen Gründen schief gehen. Und warum ? Ganz einfach, weil die Illusion, alles "demokratisch" beschließen zu können, auf die Realität der immanenten Gesetzmäßigkeiten des bestehenden Weltwirtschaftssystems trifft. Sonst könnte man ja auch z.B. über die Gültigkeit der Relativitätstheorie "demokratisch" abstimmen. Ich kann dem bestehenden Weltwirtschaftssystem noch so kritisch gegenüber stehen, aber "einfache Ablehnung" ist keine konstruktive Lösung, sondern nur destruktiv. Da braucht es schon etwas mehr Ideen und Kreativität, und die sehe ich momentan weder von den Griechen noch vom Rest Europas. - Also alles nur eine teure Fortsetzung der bisherigen "Geschichte" ...

@Dr. Körte: Das gilt auch fürs "Erfolgsmodell" Deutschland!

Zitat:"Na und? Ein Schuldner hat mit der Aufnahme des Kredites eben gewisse Freiheiten aufgegeben. Das weiß jeder Häuslebauer und das ist vollkommen normal. "tatiZ

Ihnen ist aber schon bewusst, dass die deutsche Schuldenlast ebenso unbezahlbar ist wie die griechische? Sagen Sie dann auch schulterzuckend: ist doch normal, das ist eben so? Wenn unsere wasserversorgung, öffentliche Infratsruktur an international agierende heuschrecken verramscht wird, die renten halbiert, die löhne halbiert, die Abgaben verdoppelt werden?
Vom warmen Sofa aus der ferne ist da leicht reden. Aber wehe, der staatsbankrott kommt ins eigene Land. Dann ist das natürlich gaaanz was anderes. Dabei sollte inzwischen jeder mitbekommen haben, dass der Europameister im Schulden-Nicht-zurückzahlen DEUTSCHLAND heißt!
Dasselbe Deutschland, dass sich gerade als zuchtmeister und Totengräber griechenlands hervortut.
Und der deutsche Michel applaudiert, weil er mal wieder nix durchblickt. Wozu ja auch die TS aktiv beiträgt

@hkl00001

"Meiner Meinung nach will Deutschland Frieden haben. ... Denn es ist immer noch besser, zu hungern, als während eines Krieges umzukommen. Das ist das einzig Gute, was ich diesen Verhandlungen abgewinnen kann."

Wenn ich so etwas lese... von jemandem, der in seinem Leben nie Krieg, mangelnde medizinische Versorgung oder Hunger gekannt hat, dann wird mir schlecht. Europa ist heute ein Kontinent des Überflusses. Wenn wir selbst innerhalb Europas Menschen "aus Prinzip" dahinsiechen und sterben lassen, dann sehe ich die europäischen Werte wirklich am Ende.

Deutschland "als Ganzes" (deutsche Wirtschaft, deutscher Staatshaushalt) hat von allem, was in den Jahren nach der Krise geschehen ist, ausschließlich profitiert. Wenn Sie davon nicht Ihren Anteil abbekommen haben, liegt das vielleicht eher daran, dass hier etwas nicht stimmt, als an der "Gier" der Griechen. Und D wurde übrigens in den letzten 150 Jahren 3 Mal (!) ein Großteil der Schulden erlassen.

Alternativlos ?!?

Wenn Ideologien aufeinander prallen bleibt die Rationalität auf der Strecke!
Der GREXITUS ist nur aufgeschoben. Das Griechische Volk wird DAS nicht hinnehmen.

@Farnmausi 15:28

Das ist die beste und Günstigste Idee seit der Krise. Nur eine Millionen wäre doch etwas viel. Lass es Hunderttausend sein für jeden Bürger. Kinderreiche Familien wären in Vorteil was auch zurecht wäre. Es würden aber endlich die Menschen Profitieren die am meisten unter der Krise Leiden. Ich Glaube die würden es besser machen als alle Politiker und Bänker zusammen es jetzt tun.

große Unke geworden

Ja. Das stimmt: Die Griechen müssen nun eine große Unke schlucken. Die Geldgeber mit 80-86 Mrd. Euro aber auch!
Noch im Januar meinte Varoufakis (das war der mit dem "Stinkefinger"): Wir brauchen ein bischen Zeit ("time"). Im April sprach er von "einem kleinen Problem". Da war noch die Rede von einem Hilfeprogramm von 8 Mrd. Euro und Ende Juni erreichte diese Kröte bereits ein Format von 15 Mrd. Euro.
Hätte die Regierung Tsipras das getan, was in der EU Standart ist - möglichst geräuschlos beizeiten für einen "einem kleinen Problem" angemessenen Kompromis gesorgt, das ganze Spektakel wäre der gesamten EU und Weltöffentlichkeit (BRICS, USA) erspart geblieben.
Aber, da in Griechenland ja derzeit keine Politiker, sondern Populisten an der Macht sind, braucht es anscheinend solcher Theatralik wie "Referendum zur Vermeidung der Demütigung Griechenlands". Tja, und so wurde aus dem zu schluckenden kleinen Frosch eine ausgewachsene Kröte, eine sehr große und sehr häßliche Unke nachgerade.

was sie alles schlucken

Ich denke, Tsipras & co. haben gut gepokert, die ganze Angelegenheit war ein Pokerspiel. Und ich finde nicht, dass man sagen kann sie hätten verloren - im Gegenteil: Daß das, was sie nun schlucken müssen, jetzt als bittere Pille gesehen wird, ist der Verdienst von Tsipras' Verhandlungspolitik.

Es war von Anfang an klar, dass was die Griechen schlucken müssen, doppelt bitter wird. Griechenland hat seine Schulden in sehr kurzer Zeit angehäuft, in dieser Zeit hat man mächtig über seine Verhältnisse gelebt. Jeder Zweite war verbeamtet. Alleine um von dort runterzukommen ist schon bitter - besonders für die, die sich in den fetten Jahren keinen Speck angefressen haben.

@elchico, Stimme zu!

die 80 Milliarden, die da genannt werden, sollen m.E. nur die wahren Umstände verschleiern, .. nämlich, das die Griechen quasi nichts bekommen für ihre "Reformen", die das Land ersticken werden.

Da hat der Ökonom recht, der Grexit ist lange nicht nicht vom Tisch, u. mittlerweile -bei mir hat es aufgrund der Schäublechen Diktate etc. einen Paradigmenwechsel gegeben- bin ich der Meinung, die Griechen sollen einen Plan B verfolgen, und im Stillen den Exit aus dem Euro planen u. umsetzen.

Eins hat der Gipfel deutlich gezeigt, es existiert i.d. EU keine wirksame Gegenkraft gegen Merkel (oder die Finnen doch noch?), und Merkel und ihr Paladin, die Austerität sind der Untergang der EU!

s.dazu auch d. Ökonomen, u.a.:
Prof. Krugmann+ Prof. Stiglitz (Nobelpreis)
Professoren Fassbeck+ Piketty+ Sachs+ Rodrik+ Wren-Lewis+ Altvater+ Askenazy+ Brown+ Lawson+Lavoie+Dosi+Bohle+Durand+Epstein+ Evans + Galbraith + Jessop + Keen..

aus d. Unis: Columbia Ottawa Berkley Pisa Paris Ottawa FU-Be

@ an alle die nein zu griechenland sagen

es ist nun mal so. dass das Geld die Welt regiert.
Da bleibt manchmal der Verstand auf der Strecke und auch die Menschen. Aber wer hier wirklich glaubt, dass andere Systeme besser sind der irrt gewaltig. Die sind auch gescheitert. Sei es der Sozialismus, der Kommunismus, die Diktatur, die Monarchie usw. Der Kapitalismus scheint das kleinste Übel zu sein. Auch wenn dieser nicht immer gerecht ist. Ich hätte auch lieber mehr Geld und eine bessere Umverteilung von oben nach unten wäre wünschenswert aber der Mensch ist und bleibt nunmal ein "Raubtier".
Und was machen Raubtiere wenn sie Hunger haben? Sie töten und daran wird bis zum Untergang der Menschheit auf diesen Planeten sich auch nichts ändern. Entschuldigt, wenn ich euch auf den Boden der Tatsachen zurück versetze.

@elchico um 15:25

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Das Europa, was da immer beschworen wird, ist tot! Es geht nur noch um das Verteilen der letzten Brotkrumen an die Superreichen, ehe alles in einem großen Crash zusammenfällt.

Ich erwarte in Griechenland bürgerkriegsähnliche Zustände, wenn das vom dortigen Parlament tatsächlich durchgewunken wird (was wohl leider zu erwarten ist). Gleiche Verhältnisse sehe ich auch in Portugal und Spanien auf uns zukommen....
...und dann beginnt das große Verleihen der "Laternenorden" für die "verdienstvolle" Arbeit für unser - lol - gemeinsames Europa...

Vielleicht, wenn sich die ganzen Wogen in einigen Jahren geglättet haben, wird Europa 2.0 versucht, ohne diese große Machtfülle für das Kapital. Dann könnte das sogar funktionieren....

Nicht die Griechen muessen schlucken ...

In der Tat erstaunlich, wie boesartig hier gegen Glaeubiger argumentiert wird. Die Griechen haben sich ueber Jahre Geld mittels Bonds geliehen und das, obwohl ihnen sehr bewusst war, dass sie es nie zurueck zahlen koennen.

Glaubt denn hier irgend jemand, dass man auch nur ansatzweise einen neuen Kredit bei der Bank bekommt, wenn man sich "demokratisch" entscheidet nicht mehr zu zahlen?

Dass dieser neue sogenannte Kompromiss eine Mogelpackung ist, dass wurde ja schon mehrfach ausgefuehrt. Dass sich damit Politiker vor Verantwortung druecken und einfach nicht als "boese" angesehen oder "Terrorist" oder "Sadist" tituliert werden wollen, weil sie Vernunft zeigen, ist unglaublich. Ich moechte doch gern Politiker mit Rueckgrat sehen.

Dass selbst die neuen Forderungen in Griechenland fuer Zahlungssicherheit sorgen, daran glaubt doch niemand.

Muss schnell zur Bank, damit sie mein Haus fuer eine Million finanzieren und dann fuer 2 Mio kaufen. Machen die bestimmt auch gern.

Zurückrollen

Nach den vollmundigen Äusserungen der letzten Tage und dem 180° - Schwenk der letzten Nacht bleibt dem Deutschen Finanzminister nur eins, zurückrollen bitte!

@ Werner40 : Konsumieren was erwirtschaftet

Ihre Vorstellung in Ehren.
GRE hat 2014 (ohne BiIlionen Reederumsätze) ein BIP von 179 Mia € und 11 Mio Einwohner, auf die sich also ~16.000 € Einkommen verteilen müssten.

Je 1/3 Staat inkl. Sozialtransfers , Privatwirtschaftsgewinne und Arbeitnehmer käme auf ~6.000 € p.A. oder alle balgen sich um Umverteilung von 500 € p.M. ohne Kaufkraftberücksichtigung des gr. BIP-Euros (-68% DE).

Die nun in den Geldumlauf zu schießenden 121 Mia (67% altes BIP) / 11 Mio EW wären eine einnahmeseitige Verteilungsgröße von 11.000 Konsum € (für v.a. Gläubigerstaaten = IWF+EZB) minus Investitionsanteil 12,5+35= 47,5 Mia/11 Mio = 4.318 € pro Einwohner oder x10 nur pro Arbeitsplatz arbeitsloser erwerbsfähiger Griechen, um die es aber nicht (KMU) bei der geringen Rekapitalisierung der Banken (Kredite) wegen des Primats Schuldentilgung gehen kann.

Im Ergebnis erhöhen sich keine vw Kredite und Investitionen und Banken werden nicht sicherer. Tod auf teure Raten. Natürlich unsere mangels Investitionen.

Wer hats erfunden?

Tsipras hat seinen Wählern bei seinem Wahlsieg und beim Referendum gerade eben das Blaue vom Himmel versprochen, obwohl er mit Sicherheit wusste, dass er dies niemals wird halten können.

So ein Vorgehen ist zutiefst undemokratisch und ein Betrug an den Griechen, die wieder einmal die Suppe auslöffeln müssen, die Ihnen abwechselnd oder in schöner Eintracht schlechte, sich-selbst-bedienende Regierungen und die alle-Tricks-Kennenden und Schweizer-Banken-Vertrauenden reichen Landsleute eingebrockt haben.

Die EU und Merkel sind im Wesentlichen bei den Positionen geblieben, die sie von Anfang an vertreten haben. Das ist immerhin konsequent und keineswegs undemokratisch gegenüber den jeweiligen Wählern.

Jetzt die EU und Merkel als die Bösen zu brandmarken, ist genauso falsch, wie "den Griechen" die Schuld zu geben.

Schuld sind die griechischen Regierungen und ihre "Netzwerke" aus den vergangenen Jahrzehnten - inclusive Tsipras und seiner Regierung.

Raub

Hab ich das richtig verstanden?

Was von den Staatsbetrieben noch zu versilbern ist, soll mit 25 Mrd. € in die maroden gr. Banken fließen damit diese dann anschließend von anderen außergriechischen Banken ohne Risiko vermutlich für lau übernommen werden können. Also einmal mehr alles für die Banken, für die Menschen nichts.

Ich nenn so etwas Raub. Da darf man nicht zustimmen!

Wachstum?

Ein super Reformpaket. Man könnte sich totlachen, wenns nicht so traurig wäre. Ich kenne die Details ja nicht, aber wie generiert man denn mit MwSt Erhöhung oder Rentenkürzungen Wachstum?
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Also wird weiter gespart, obwohl das die letzten 5 Jahre die Wirtschaft endgültig ruiniert hat.
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Wie Herr Brzeski richtig sagt, ein Grexit wäre die größere Katastrophe, aber diese Gefahr ist ja allenfalls verschoben. Man hat immer noch keine Idee, wie man GR auf die Beine kriegt. Ich behaupte, das geht gar nicht. Nicht wenn man eine Lösung findet, wie man innereuropäisch ohne Konkurrenz auskommt. Das bedeutet mindestens eine gemeinsame Fiskal/Steuerpolitik.
.
Und ganz nebenbei hat die CDU/CSU soviel politisches Porzellan zerschlagen, wie sonst nur rechte Parteien. Applaus.

R-D Krause sagte soeben i.d ARD, die Nobelpreisträger Prof. Krugmann & Prof. Stiglitz (s.u.) hätten ihr "Renommee" eingebüßt!

Warum?
Weil die auf ihren Blogs, in Interviews die Austerität i.d. EU, dabei explizit die Rolle von Deutschland sehr(!) scharf kritisierten, und wie ich finde zu Recht!

Klar dass das Merkel und Co. nicht passt, aber sollte der Hr. Krause nicht zur Objektivität und Neutralität verpflichtet sein?

Welche Kompetenz, welches Renommee hat er denn, 2 Nobelpreisträger deren Reputation abzusprechen? Ich sehe das genau umgekehrt, Hr. Krause ist unhaltbar.

Wer Interesse hat lese mal hier nach (den Blog v. Krugman habe ich schon oben genannt):

http://www.zeit.de/2015/27/joseph-stiglitz-grexit-griechenland-deutschla...

http://www.statusquo-blog.de/offener-brief-von-flassbeck-und-piketty-jet...

https://www.youtube.com/watch?v=arjoSCs2Gk0

https://www.youtube.com/watch?v=oRVv6ct6CZ4

Heftig,heftiger

Bisher hat es nicht geholfen-zu helfen.Deshalb machen wir weiter wie bisher. Denn ansonsten müssten die Verantwortlichen eingestehen, dass sie schwere Fehler gemacht haben. Und das werden sie nie tun!

Es ist immer ...

... das gleiche Spiel!

Jetzt werden erstmal die Schulden der Banken sozialisiert um dann (wenn sie schuldenfrei sind) deren Gewinne zu privatisieren.
Das Tafelsilber des griechischen Staates wird an private Investoren veräussert, welche im Rahmen der Profitmaximierung dann den letzten Tropfen aus diesen Unternehmen heraussaugen. Dank europäischem Steuerrecht dürfen diese Unternehmen dann ihre Gewinne in den entsprechenden "Heimatländern" zu günstigen dumping Steuersätzen versteuern und der griechische Staat darf sehen wo er bleibt (Fiat z.B. hat seinen Firmensitz ja nicht von ungefähr in die NL verlegt).

Da die griechische Wirtschaft leider gottes trotzdem weiter den Bach runtergehen wird und die griechische Schuldenlast dann trotzdem nicht geringer geworden sein wird, werden wir von unseren Politikern dann schließlich hören das ein Schuldenschnitt unabdingbar ist. Den darf dann natürlich auch wieder Otto Normalverbraucher über seine Steuergelder bezahlen. (Fortsetzung folgt)

Es kann schließlich nicht ...

... für alle was geben. Knall, Bumm, Peng - der Knall aller Sektkorken in den Vorstandsetagen der Banken, Anleger und sonstigen (Ab)zocker müßten eigentlich einen Audiotsumani auslösen.
"Unsere" Wirtschaft kann weiter exportieren, der Dax "explodiert" und die Zeche zahlt dann letztendlich wieder "der kleine Mann und die kleine Frau" (um ausnahmsweise gendertechnisch korrekt zu bleiben) wenn die nächste "Tranche" verballert ist, dafür haben Merkel und Schäuble gesorgt. Vielen Dank auch dafür ...

Nur enttäuschend dieses weiter so

Für die gr. Bürger wird es nicht wirklich besser und wir D zahlen weiter und haben durch das gr. Referendum den Beweis, dass es in der EU keine Demokratie gibt, ist doch egal, was ein Volk wirklich will. So läuft es auch mit TTIP. DAs sollen die Vorteile der EU sein?

an llogik67:ich würdee mich gerne bedanken für argumente

von denen sich leider so gut wie keine in Ihrer Antwort befinden.
Sie nehmen NULL auf meinen Text Bezug.
Ich hatte Ihnen mehrfach argumentativ geantwortet,Sie aber wiederholen Schmähungen,stellen angeblich Linkes lächerlichmachend dar&stellen Leute unfair in Ecken in die Sie nicht gehören.
Könnten Sie das Lassen und meine Argumente widerlegen?

Entgegen Iher Unterstellung:
-ich bin für soziale Marktwirtschaft.
-ich bin dagegen Grld. mit Eurokrediten bedealen,wie im Moment.
-ich bin für ein System wie es die EWG war,mit nationalen Notenbanken.
-ich bin gegen ein EZB System,daß immermehr dem FED System annähert.
-verschiedene Volkswirtschaften müßen verschieden& souverän handeln.
die europ. Idee ist gut,wurde aber verraten.

Ein Neustart nur auf neuer Basis.
Erst mal eine Annäherung der Politik & Richtlinien, und erst dann & falls das möglich ist und von der Bevölkerung gewünscht wird,irgendwann wieder eine SOLIDE Währungsunion ansteuern.

Euro aktuel ist Teil der BürgerArmutsFalle.

Die EU verzockt sich

Lustig wie die Griechen die EU vorführen. Nächsten Monat klopfen sie wieder an der Tür. Wie dumm geht eigentlich EU- Politik noch???

...

...
Wenn dann in ein paar Jahren die Griechen als Billiglohnland anerkannt ist, folgt daraus natürlich umgehend die Konsequenz das man in Deutschland den "Gürtel enger schnallen" muß um auch weiterhin konkurenzfähig zu bleiben. Gleichzeitig muß man den Kündigungsschutz noch weiter aufweichen und Arbeitnehmer Rechte weiter beschneiden.

Das ganze firmiert dann unter:

DER MARKTGERECHTE UM(AB-)BAU DER DEMOKRATIE!!!!

Da übrigens das Renteneintrittsalter dann zwischenzeitlich auf 75Jahre angehoben wurde kann man dann auch gezielt auf ein sozialpolitisch verträgliches Ableben der Bevölkerung hinarbeiten :-)

Es ist jetzt völlig klar......

dass es Herr Schäuble war, der einer Einigung Europas im Wege stand. Er sollte sich ein Beispiel an Herrn Varoufakis nehmen und im Sinne der Sache seinen Platz räumen für eine(n) europafreundlichere(n) Nachfolger(in).

@rex3 Banken verstaatlichen mit allen Schulden?

Die vier grossen griechischen Banken werden nur noch durch die Kapitalverkehrskontrollen und die EZB am Leben erhalten.
Bei einer Verstaatlichung gehen sämtliche Schulden auf den griechischen Steuerzahler über. Das Hilfsprogramm würde durch die ELA komplett aufgezehrt.
Der Staat müßte dann auch Kapital zuschießen, um die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen.

Solange die Banken noch geschlossen sind, sollte man ein Bail-in machen.
Dazu muss in Griechenland aber erstmal das Gesetz geschaffen werden, das haben sie auch versäumt.
Verbindlichkeiten werden zu Anteilen und diese fusioniert.

Vorteil: Die Banken wären noch da und fallen dem Staat nicht hart auf die Füße.
Nachteil: Bankkunden tragen dann auch Risko

Leider hat man viel zu lange mit diesem Schritt gewartet. Die Guthaben wurden, auch wegen Untätigkeit von Varoufakis, zum Großteil im Ausland oder zu Hause eingemauert.

Varoufakis hat sicher seine Schäfchen nicht auf griechischen Banken, sondern in den USA oderAustralien.

@ Biocreature : Sozialdarwinismus ist übel

Sie. "Der Kapitalismus scheint das kleinste Übel zu sein. Auch wenn dieser nicht immer gerecht ist. Ich hätte auch lieber mehr Geld und eine bessere Umverteilung von oben nach unten wäre wünschenswert aber der Mensch ist und bleibt nunmal ein "Raubtier".
Und was machen Raubtiere wenn sie Hunger haben? Sie töten und daran wird bis zum Untergang der Menschheit auf diesen Planeten sich auch nichts ändern"

Wenn man von falschen Voraussetzungen aus argumentiert, kommt das gewünschte Ergebnis "Mensch = Raubtier" zustande.

In der Nahrungskette endet das große Fressen, wenn Tier satt ist und damit überlebt. Eine sinnlose Fress(Profit)Gier oder Ausrottungsabsicht oder Verschlechterung der Lebensbedingungen anderer Populationen fehlt, da es die eigenen gefährdet. Hier hinkt der ganze Sozialdarwinismus, wo sich Menschen sogar Jagdhunde und Löwen etc. halten - angstlos solange tägliches Futter da ist.

Kapitalismus per se ist kein Übel. Nur die zu allem bereite kranke Gier einer "Oberschicht".

@ 15:22 von step

"... das ist KEIN Europäischer Gedanke, das ist der Vorgeschmack auf TTIP & Co!!!"

Nein, das ist der von Frau Merkel angestrebte marktgerechte Umbau der Demokratie!
TTIP & Co sind nur dessen Begleiterscheinungen.

Es geht darum das sich der "Normalbürger" entlich als das versteht was er nach dieser Definition sein soll, nämlich eine

>>menschliche Ressource<<

Denn Ressourcen haben schließlich zu "funktionieren" und sonst NIX ;-/

Der Euro hat nicht gehalten,

Der Euro hat nicht gehalten, was sich die Protagonisten von ihm erhofft hatten. Kohl wollte mit dem dritten vor dem ersten Schritt die politische und wirtschaftliche Einheit der EU erzwingen und Mitterand die wirtschaftliche Hegonomie des vereinten Deutschalnd verhindern. Beides ist nicht gelungen. Deutschland ist mit dem Euro stärker als je mit der DM und macht sich damit zunehmend in der EU nur Feinde und eine einheitliche Finanzpolitik ist nicht ansatzweise erkennbar.
Entweder man schafft jetzt eine einheitliche Wirtschafts-und Finazpolitik oder man gibt den Euro auf.
Das "weiter so " wird nicht funktionieren. Und Griechenland sollte man die Schulden erlassen und in die Drachme entlassen. Das Geld ist sowieso verloren. Immer neues Geld hinterher schmeißen, ist sinnlos. Wenn Vorstandsmitglieder von AGs sich bei Fehlentscheidungen wegen Veruntreuung vor Gericht verantworten müssen, stellt sich diese Frage über kurz oder lang auch für deutsche Spitzenpolitiker.

Tsipras kämpft im Rücken an der Wand

Die EU hat auch ein anderes Ziel erreicht : Den Sturz von Herrn Tsipras und seiner Partei SYRIZA.
Beide waren der EU von Anfang an ein Dorn im Auge weil sie dem falschen Lager angehörten und der EU die Schwachstellen vor Augen geführt hat.

Nun ist wahrscheinlich der Weg frei für Neuwahlen (die auch wieder Geld kosten) und eine Partei die freundlicher gegenüber der EU ist und eher alles schluckt ohne zu murren.

Aber die Vergangenheit hat gezeigt das eine solche Partei nichts erreicht hat und Griechenland dahin gebracht hat wo das Land heute ist.

Ich hoffe das Griechenland hinter Tsipras steht, die EU ihm etwas Freiraum lässt, den Filz bekämpft und er Reformen im Land durchsetzen kann. Zutrauen kann man es ihm.

Ein ganz bitteres Ergebnis

Ein ganz bitteres Ergebnis für Griechenland und auch Syriza ist das. Jetzt wird klar, warum die Brüsseler Bürokraten mit aller Macht Herrn Varufakis fertig gemacht und aus dem Amt gedrängt haben. Es gab niemanden, der ihn ersetzen konnte. Tsipras allein wurde von den 18 anderen SpielerInnen mit Schlafentzug heute Nacht übervorteilt. Sehr schade und schlimm für die Griechen. Und für viele andere Europäer auch! Die Botschaft lautet heute: Wer sich mit direkter Demokratie gegen die EU wehrt, wird vernichtet.

Das anvisierte Programm -

Das anvisierte Programm - über irgendwas soll ja noch verhandelt werden - ist ökonomisch Schwachsinn, politisch verheerend und sozial brutal. Es legt die Grundlage für schwerste Verwerfungen aller
Art. Nicht zuletzt für eine Wiederentfremdung zwischen Deutschland und einem grossen Teil der EU, die damit in ihrer bisherigen Form das Zeitliche gesegnet hat.

Privatisierung ist Mist!

Dass die Griechen Opfer bringen müssen, ist richtig. Aber immer nach Privatisierungen zu rufen, ist einfach Unsinn. Zum einen gibt es im Bereich Infrastruktur einfach Einrichtungen, die in staatliche Hand gehören, zum anderen ist es kurzsichtig, da man etwas immer nur einmal verkaufen kann. Was weg ist, ist weg ...

Ein Erpresser will ich nicht sein

Wir zahlen und müssen uns noch als Erpresser beschimpfen lassen. Ob diese Reformen jetzt reichen weiß ich auch nicht. Das ist für mich auch nicht das Wichtigste. Ich sehe es von der Seite, dass die EU gegründet wurde um die Freundschaft der Völker zu stärken. Und wo ist nun die Freundschaft? Das ist doch voll daneben gegangen. Und deshalb ist es schlecht, Griechenland nicht ausprobieren zu lassen ob es ohne EU glücklicher wird. Es wird noch weitere Runden geben. Und da hoffe ich dass in den weiteren Runden das das Thema Freundschaft mehr berücksichtigen wird. Denn ein Erpresser will ich nicht sein!

Schade, dass sich Tsipras hat

Schade, dass sich Tsipras hat erpressen lassen. Leider werden wir nie erfahren, womit man ihm gedroht hat.
Das griechische Volk muss nun die Suppe auslöffeln.
Mein Beileid.
Die dunkle Seite der Macht hat wieder gewonnen.

Demütigung und Erpressung ?

Frage ist, wer ist hier Erpresser.
Die heutige griechische Regierung hat die Probleme nicht verursacht, hat aber 5 Monate nicht agiert. Die Hand aufhalten und mehr Geld verlangen war die einzige Aktion. Wenn dann Rest-Europa und die Troika endlich Resultate haben wollten kamen aus Griechenland nur Nazi-Vergleiche und Terroristen-Rufe.
Tsipras hat gespielt und verloren. Ich kann meine Bank nicht erpressen wenn ich mehr Geld haben will.
Wenn er von Anfang an seine Verwaltung auf Vordermann gebracht, Steuern eingetrieben und Korruption bekämpft hatte, hatte er sich diese letzte Woche ersparen können.
Schäuble hat nur gemacht was viele andere EU Staaten verlangt haben. Als große Geldgeber den Drück ausüben die die Baltikum-staaten, die Niederlande und anderen alleine nicht können.
Es ist auch eine Warnung an andere Staaten. Man kann sich in Europa viel, aber nicht alles erlauben.

erschreckend

Hab gerade mal in die Sondersendung des Ersten hineingeschaut und finde die Berichterstattung erschreckend.

Es kam unter anderem ein Vergleich mit Litauen um aufzuzeigen,dass es anderen noch viel schlechter geht. Ernsthaft? Habt ihr mal die Staatsverschuldung von Litauen betrachtet? Mehr braucht man dazu nicht sagen.

Dank an Schaeuble

Gut so. Schaeubles Grexit auf Zeit waere mir ja lieber gewesen, aber meine groesseree Befuerchtung war, dass die anderen EU Staaten Merkel auf die Seite ziehen und gegenueber Tsipras einknicken wuerden. Das jetzige Ergebnis ist erst einmal akzeptabel. Wenn das Athener Parlament den Deal schluckt, dann ok, und wenn nicht dann auch ok, denn dann sind sie draussen. Ja, Tsipras wurde in die Knie gezwungen, und das ist auch richtig so. Mit seinem vorherigen Verhalten und dem seiner Regierung hat er das nicht anders verdient. Jetzt muessen die Griechen erst mal Vorleistung erbringen, und zwar schnell. So ist das eben fuer ein Land dem man nicht traut, einem Land das meint es koenne seine Schulden einfach abwaehlen. Wer Geld will muss leisten.
Danke, Schaeuble! Der Mann wird mir immer sympathischer. Solch eine Ruhe und Staerke.

wo ist sie nun, die Demokratie

.. die so viel beschworen wurde, die Griechen würden uns mit dem Referendum zeigen, wie es geht? (Mal abgesehen davon, dass über Optionen abgestimmt wurde, die nicht zur Verfügung standen, und das Referendum damit absurd war). Nun stimmt die griechische Regierung Maßnahmen zu, die weitaus härter sind. Drum merke: Demokratie ist nicht eine Volksabstimmung, sondern zeigt sich durch einen Prozess, der auch die Umsetzung beinhaltet. Und diese Umsetzung wird für uns alle (inklusive Griechen) sehr sehr teuer werden. In drei Jahren sind wir dann wieder am gleichen Punkt, nur, dass die Banken reicher, die Bevölkerungen der EU ärmer sind, und zwar alle. Griechenland wird keine Steuern eintreiben, das hätten sie längst tun können, hätten sie es denn gewollt. Warum sollten sie es nun tun? Es geht ja immer weiter so ...

Schlucken bis zum EXIT

Was Sparer und Kunden der ING Diba schlucken mussten und noch müssen, ist kein Thema? Den privaten Gläubigern wurden bereit im ersten Schuldenschnitt rechtswidrig über 100 Mrd.€ abgenommen. Kein Interview dazu?!

Jetzt will man wieder aufsummiert sicher mehr als 100 Mrd.€ in das Fass ohne Boden werfen.
Ein "Test" ist vollkommen überflüssig, das wird nichts werden, das ist schon mehrfach dokumentiert. Notfalls wählen die Griechen früher oder später neu und damit gleich die Verpflichtungen ab. So stellt man sich das dort so vor.

Auch das nächste Interview mit einem Ökonomen wird an der Insolvenzverschleppung nichts ändern.
GR-EXIT, neue Drachme und den Bedürftigen helfen sagt die Vernunft. Der € ist keine Bedingung für die EU-Mitgliedschaft. Der fehlendwickelte € ist heute kein Kitt mehr in Europa sondern spaltendes Gift.
So wird das nichts werden mit der EU. Immer mehr Deutsche sehen bei dieser Entwicklung den D-EXIT am Horizont. Nicht alle lassen sich noch für dumm verkaufen.

@16:34 proehi:Es geht hier um Raub.Wann sind wir drann?

"Raub.
Hab ich das richtig verstanden?
Was von den Staatsbetrieben noch zu versilbern ist,soll mit 25 Mrd€ in die maroden gr.Banken fließen damit diese dann anschließend von anderen außergriech Banken ohne Risiko vermutlich für lau übernommen werden können. Also einmal mehr alles für die Banken,für die Menschen nichts.
Ich nenn so etwas Raub.Da darf man nicht zustimmen!"

Nein,da darf man nicht zustimmen.
Denn Sie haben das absolut richtig verstanden.
Und das stoppt nicht in Grld.
Es wird eine unfassbar brutale systemische Macht ausgeübt,die ganz real immer weiter um sich greift.
Das kann man mit Fug&Recht Gewaltausübung nennen.

Die Staaten üben ihr Gewaltmonopol nicht mehr aus.
Eigentlich muß man 1en getarnten,faktisch"rechtsfreien Raum"konstatieren?

Was ist die Konsequenz,wenn man in einer"neuen Art der Disbalance ist?
Mit welchen neuen Maßnahmen ist das nötige Gleichgewicht wieder herzustellen?
Reichen unsere Gesetze aus?
Reicht die Anwendung unserer Gesetze aus?
Was machen?

Wie gehabt!

Also die neuen Kredite, die dann überwiegende zurück an die EU, EZB und den IWF gehen! Tolle Idee!
Frage mich, wie soll Griechenland damit wieder ihre Wirtschaft in Schwung bekommen?
Dann außerdem sollen sie so viel wie möglich von ihrem "Tafelsilber" privatisieren. Ja glaubt jemand, dass die Griechen dafür potenzielle Käufer finden welche erstens einen angemessen Preis bezahlen? 2., die privaten Untennehmen dann genug Geld in den öffentlichen Haushalt einbringen?
Und das mir der "Treuhand", wie soll das denn gehen? Erinnert sich noch jemand wie es damals in Deutschland abgelaufen ist?
Genau, der Osten wurde damals regelrecht "platt gemacht"! Und wer war damals einer der Befürworter? Richtig, Herr Schäuble, das sagt doch alles - oder?

Was steht im Vertrag

Welche Maßnahmen gefordert werden kann jeder nachlesen. Besonders die Prämisse ist mir Sauer aufgestoßen.

- Es wird festgelegt das Griechenland vertrauensunwürdig war und ist, man legt also die Alleinschuld Griechenlands an der Misere in diesem Text fest.

- Es soll eine Änderung der Justiz geben um Prozesse schneller und billiger zu machen

- Es soll der Finanzsektor im bezug auf faule Kredite gestärkt werden, GR soll also weiter Bailouts betreiben, wer was beim Hellenischen Stabilitäts Fond zu sagen hat soll die Politik aber nicht beeinflussen können, fragt sich wer dann?

Es gibt noch eine Reihe anderer Forderungen die kein Land akzeptieren würde, danach ist GR ein EU-Versuchslabor für IWF und OECD, ohne Souveränität.

All das sind nur wörtlich "minimal requirements" also Minimalvorraussetzungen bevor überhaupt über eine neue Kreditlinie(aká Hilfspaket) verhandelt wird.

Die Griechen sollen also in 1 Woche ihren Staat umkrempeln und dann sagt der ESM u.a.:
"Schaunwer mal"

Folgen

Hat einer dieser vollexperten an die langfristigen Folgen der Privatisierung von Flughäfen, Bahn, Gas- und Strom- sowie Wasserversorgung nachgedacht?

Das alles wegen vergleichsweise mickrigen 25 Milliarden Erlös ( wenn überhaupt!)

Verramscht auf übelstem Niveau!!

Schuld,...

an der ganzen Misere sind nicht nur die Griechen. Aber Unschuldig (wie einige sie hier darstellen) sind sie auch nicht.

Der größte Fehler ist das zu schnelle Aufnehmen von neuen Kandaidaten (wie Griechenland, aber auch andere) in die EU & Eurozone gewesen.

Wachstum durch mehr Schulden?

Was für eine bizarre Idee. Es braucht eine Umverteilung innerhalb Deutschlands und dann auch innerhalb der EU. Griechenland kommt durch neue Schulden nicht aus der Misere. Die einzigen Gewinner sind die Banken.

@tirilei: wenn die anderen Völker UNS so behandelt hätten

wie es der ach so "ruhige" Herr Schäuble und Frau Merkel jetzt mit den Griechen tun, dann würde Deutschland noch heute damit beschäftigt sein, seine Schulden abzuzahlen und wir wären noch heute strikt unter Besatzung fremder Truppen. Obwohl Deutschland so unermeßliches Leid über Europa brachte, und das zweimal binnen 40 Jahren, haben die anderen nicht gesagt "denen kann man nicht trauen". Obwohl sie ALLEN Grund gehabt hätten - und jetzt wieder haben MÜSSEN! Sondern sie sind auf Deutschland zugegangen. Darunter, ja, auch die Griechen! Die haben keine harschen Bedingungen gefordert, um Deutschland 1953 60% seiner Schulden zu erlassen. Obwohl Deutschland direkt und indirekt am Tod einer Million Griechen Schuld war!
Zum Thema Vorleistungender Griechen informieren Sie sich besser mal! Die haben seit 4 jahren mehr vorgeleistet, als deutschland es je tun würde!

Ich schäme mich unsäglich, mit welchem menschenverachtenden Zynismus Schäuble/merkel/Gabriel derzeit das griechische Volk erpressen!

Zeit gekauft: Finanzbedarf viel höher und fiktive Einnahmen

Die EU hat sich Zeit erkauft, dass Griechenland einiges regeln kann. Wirtschaftlich ist das alles nicht, was da beschlossen wurde. Unerträglich finde ich es, dass die Politiker oft mit falschen Zahlen operieren und dadurch über die Medien falsch informieren. Es ist alles viel schlimmer. Aber ewig höre ich EUROPA. Was meinen die denn mit EUROPA. Schuldenunion für den Frieden?

Die Wettbewerbsfähigkeit von Griechenland und deren Beseitigung der Arbeitslosigkeit wurde noch gar nicht richtig angegangen.
Nur eine eigene abgewertete Währung wird dies verbessern. Deswegen ist der GREXIT nur verschoben.

Mein Eindruck

ist, sollte das GR Parlament zustimmen und planmäßig abnicken, dass der Grexit wohl besser für alle Beteiligten ist. Wäre ich Grieche, wäre dies unerträglich und unzumutbar. Wäre ich Europäer, würde ich den Verdacht nicht loswerden, dass hier nur auf Zeit gespielt wird und ich an der Nase herumgeführt werden würde.
Insgesamt also ein riesiges Theater ohne Aussicht auf die die Erreichung des Gewünschten und mit dem Ergebnis, noch mehr Geld zu verbrennen, als je zuvor. Prima!

Hallo,

Informieren Sie sich bitte doch mal, ich habe oben i.meinem Beitrag ein paar Links angegeben, von Nobelpreisträgern, int. bekannten Ökonomen zum Thema.

Sie scheinen mir ein gutes Beispiel zu sein, was jemand glaubt, der sich ausschließlich von ÖR-TV, oder BILD, auch FAZ, SZ etc. informiert, denn die geben alle die gleiche Einheitssoße von sich!

Kurz Ihre Punkte:
Varoufakis, "einem kleinen Problem", nur 8Mrd. etc. → Varoufakis hat da schon Recht, denn er wollte eine Umschuldung!
Die GR waren 2014 sehr wohl i.d. Lage, ihre eigenen Ausgaben selber gegenzufinanzieren, die hatten einen Primärüberschuss, nur die Raten a.d. Glübiger waren untragbar u.verhinderten Wachstum+Investitionen. Die wären Ohne neue Kredite ausgekommen, Nur das Vertrauen(!) der EU/D von Anfang an fehlte, dann natürlich schon ein Exit der Investoren!

Die „Populisten“ sitzen hier, i.d. Regierung, omnipräsent in dt.Medien, und auch die Berichterstattung ist dementsprechend! Informieren Sie sich!

Heftig, was die Griechen alles schlucken müssen!

Herr McFinn,
Sie haben vollkommen recht: "Souveräne Entscheidungen eines Staates setzen die Währungshoheit voraus,..."
Dazu müssten alle Europäer heute noch auf die Strasse gehen und revoltieren!
Es geht doch überhaupt nicht nur um Griechenland! Alle Euro- und EU-Mitgliedsländer sind genauso massiv verschuldet, sogar Deutschland! Nirgendwo wird die Staatsschuld getilgt, sondern überall werden neue Kredite aufgenommen um die Schulden der alten Kredite zu begleichen...
Wir müssen dringend den privaten Banken die Geldschöpfung "aus dem Nichts" gemäß "fraktionaler Reserve" abnehmen!
siehe monetative.de, vollgeld.ch

@karlmaria: SIE zahlen gar nichts!

Zitat:" Wir zahlen und müssen uns noch als Erpresser beschimpfen lassen. " tatiZ

Sie (und alle deutschen steuerzahler) haben bislang noch nicht einen müden Euro "gezahlt". Merkel/Schäuble haben seit jahren lediglich bürgschaften und Kreditversprechungen ausgereicht - real geflossen ist bislang kein einziger Cent! Mit dem erpresserischen "Deal" heute soll nun genau das erreicht werden: das auch weiter nur eine Luftbuchung auf der anderen aufgetürmt wird, und man dem Steuerzahler vorgaukelt, all die Kredite würden eines Tages zurückgezahlt.
Derweil wird dem griechischen Volk etwas zugemutet, das Deutschland NIE IN DER GESCHICHTE akzeptiert hat. Deutschland hat stattdessen seine Staatsschulden einfach nicht zurückgezahlt - oder seine Gläubiger überfallen und dem Erdboden gleich gemacht. Kein europäisches Land hat so viele Staatsschulden NICHT BEGLICHEN, wie Deutschland!
Und ja, merkel/Schäuble/Gabriel haben hier Griechenland brutal erpresst. Ich hoffe, die Griechen vergessen das nie!

Europas Bürger

haben nun fast eine halbe Billion Euro in das immer noch in weiten Teilen nicht staatlich strukturierte Griechenland gepumpt. Ich sehe keinen Anlass für Griechen von "Demütigung" zu sprechen. Rechnen wir doch mal: seit 1981 ist Griechenland in der EU und bekommt jedes Jahr Struktur-Hilfen. Milliarden Summen insgesamt. Das sind de facto Gelder, die andere Europäer verdient haben. So zu tun, als sei Deutschland, Finnland, Frankreich und alle anderen unsolidarisch gegenüber Griechenland geht an den Tatsachen vorbei.
.
Sollte in 3 Jahren Griechenland wieder Geld fordern, waren alle anderen die Idioten. Harte Worte, aber die Wahrheit

"Der Test, ob die Griechen es ernst meinen?"

Es braucht keinen "TEST" mehr, auch keine schnell gestrickte neue Gesetze. Gesetze und Papiere sind doch die Tinte nicht wert, wie die Erfahrungen zeigen.

Eine Enteignung der Anleihegläubiger, Schuldenschnitt genannt, war rechtswidrig. Er wurde vollzogen trotz Gesetz und eindeutig geltendem Recht.
Gesetz zum Vertrag zwischen Griechenland und Deutschland vom 27.3.1961:
http://tinyurl.com/paqft8l

Einfach mal Artikel 1 - 3 des Vertrages lesen!

Das Vertrauen bleibt solange gestört, bis hier die Entschädigung erfolgt. Mitschuld seit dem gemogelten Eurobeitritt sind alle beteiligten Staaten. Wenn die EU eine rechtsstaatliche Gemeinschaft sein wollen, haften sie für ihr Verschulden. Die Anleger wurden hinters Licht geführt und getäuscht. Sie sind zu entschädigen. Deutschland ist Vertragspartner und hat für die Vertragserfüllung zu sorgen.

@nepal82:"Schade, dass sich Tsipras hat erpressen lassen."

Woher wollen Sie von einer Erpressung wissen? Das war ebenso wenig nötig wie irgend eine vermeintliche Drohung. Tsipras hatte nach der selbst herbeigeführten prekären Lage des Landes, seiner Banken und die der meisten Griechen gar keine andere Wahl, als nach tapferer Gegenwehr harten Spar- und Strukturreformen zuzustimmen oder eben den Staatsbankrott mit Grexit in Kauf zu nehmen.

Wenn die Tsipras-Regierung nun das vermeintlich kleinere Übel der bislang ungewollten und per Referendum abgelehnten Reformen umsetzen muss, ist dies der Not des Landes und der Griechen geschuldet. Bei einem Grexit wären Land und Leute für Jahrzehnte in bittere Armut gefallen. Mit der Umsetzung der zu beschließenden Reformen von Staat, Verwaltung, Steuer- und Rentensystem, Banken und Wirtschaft einschl. Abschaffung der korrupten Klientelwirtschaft besteht auf lange Sicht die Chance eines modernen und wettbewerbsfähigen Landes mit entsprechend erarbeitetem Lebensstandard aller Schichten.

@16:18 von Biocreature

"er Kapitalismus scheint das kleinste Übel zu sein. Auch wenn dieser nicht immer gerecht ist. "
.
Also: zum einen ist der Kapitalismus kein "Übel" was man akzeptieren muss. Man kann ihn kontrollieren. Sozialismus ist keine Wirtschaftsordnung, sondern ein politisches Ideal. Kann man also schlecht vergleichen. Dann sind weder Sozialismus, Kommunismus noch Diktaturen gescheitert. Bsp China. Also, wirtschaftlicher Erfolg hängt nicht zwangsläufig von der politischen Modell eines Staates ab. Und das bedeutet nicht nur, dass China natürlich demokratischer werden kann, dass bedeutet ebenfalls, dass Staaten in Europa zu Diktaturen werden können.
.
GR ist natürlich ein Opfer eigenen Fehlverhaltens, aber auch Opfer einer fehlkonstruierten Währungsunion sowie einer innereuropäisch kontraproduktiven Wirtschaftspolitik aus Berlin. Nichts davon ist vom Himmel gefallen oder genetisch vererbt.

@alphasigma:Sie bezweifeln? hier beleg,gabs in real schon

BRD real in Gefahr: Ratinggefahr:als Samaras dran war hatten wir es konkret erlebt.mit jedem runtergerateten land wurde gesagt,jetzt siehts in europa schlechter aus,da kann der nächste staat nun auch nicht mehr bestehen.das ging in der dominoreihe grob grld,i,ir,port,spanien,FRANCE.die wurdenREALabgeratet&die nervosität,ja panik war zwei tage riesig.
bis es hieß,wäre ein versehen gewesen.&draghi sprach den magischen satz"whatever it takes for the euro"
das war zwarDIESMAL "nur?"ein"godcop-badcop"spiel,aber die haben realiter die folterwerkzeuge gezeigt&JEDER HAT VERSTANDEN,daß die das WANNIMMERDIEWOLLEN koordiniert wiederholen können.
Wenn FRankreich runter geht,gehen wir mit weil-begründung siehe oben.
Zinsen gehen hoch,Neuaufnahme wird erstmal"verweigert"erneuter Druck,erneutes Abraten,-Fälligstellen von Krediten.
BRD ist da wo Grld jetzt ist.
Wollen Sie den Mechanismus leugnen? (Mann,2 Billionen=fatale Falle,Erpressbar sind Alle Schuldner!Systemproblem

Deutsche Stärke

Wow, haben da unsere Bundeskanzlerin und unser Finanzminister hart verhandelt. Da werden die Machtverhältnisse klargestellt, und die griechische Regierung weiß woran sie ist. Und Italien, Spanien, Portugal wissen es auch.
Deutscher Neoimperialismus pur - nicht mit Waffen nein mit €€€€. Ich möchte meinen Pass gerne umtauschen, und bin gerne ein solidarischer Europäer, dem Athen, Rom, Lissabon und Madrid näher sind als Berlin.

@ Gordons_Gekko

Zitat: "Und der deutsche Michel applaudiert, weil er mal wieder nix durchblickt. Wozu ja auch die TS aktiv beiträgt"

Wollen Sie uns erzählen, dass nur Sie es wirklich durchblicken?

Tribute von Brüssel Der

Tribute von Brüssel
Der Aufstand per Referendum in Distrikt 19 ( GR) wurde vom Capital letzte Nacht erstmal niedergeschlagen. Zur Strafe müssen die Bewohner komplett alle Wertsachen als Tribute abgeben- und dazu ihre Kinder, die für Jahre dort keine Arbeit finden werden und auswandern müssen. Für 40-50 Milliarden € Almosen an die Notleidenden Banken hat sich z.B. Deutschland damit gestern Nacht vom Fachkraftemangel freigekauft. Und die Griechen vor Ort müssen sich ohne Hoffnung auf Besserung den Buckel krumm arbeiten, als Strafe fur 1 Woche Würde. Hoffnung wäre gefährlich gewesen, sagte das Capital, gefährlicher als Papiergeld.trotzdem hoffe ich, den Ruf des Spotttölpels demnächst noch in anderen südlichen Distrikt zu hören...

"....aber warum ist der Schuldner immer der Gute und die Gläubiger immer die Bösen?"

Die Frage ist, unter welchen Umständen ein Gläubiger Geld verleiht und ob er des Schuldners Notlage ausnutzt und "Wucherzinsen" verlangt, an denen der Gläubiger letztlich umkommt.

Griechenlands Schulden haben sich aufgrund der katastrophalen Austeritätspolitik in 5 Jahren verdoppelt, gerade wegen der massiven Sparmaßnahmen. Die Renten wurden durchschnittlich um 30% gekürzt, die Haushaltseinkommen haben sich aufgrund von Lohnkürzungen und Arbeitslosigkeit dramatisch verringert.

Griechenland hat sicher eine Reihe von Reformen notwendig, aber keine sozialpolitischen Kahlschlag. Griechenland braucht eine Verwaltungsreform, die ein Kasteramt aufbaut und Steuern eintreibt. Wo keine Steuern mehr gezahlt werden, weil der Umsatz einbricht, ist eine Gesundung der Wirtschaft unmöglich. Warum hat Schäuble die griechischen Parteifreunde der Vorgängerregierung nicht angehalten ein, ein Katasteramt zu gründen?

Und die bösen deutschen sind

Und die bösen deutschen sind wie immer schuld. Blöd das wir die meiste Kohle in die EU pumpen

Miliardenpoker auf Kosten der Bürger

Das Drama geht in die nächste Runde. Tsirpas akzeptiert, wogegen letzte Woche noch 61% der Griechen gestimmt haben und die Euro-Länder schütten weitere Milliarden in das "schwarze Loch" GR. Verlierer sind die griechischen Bürger (weil das Geld nur teilweise für sie bestimmt ist) und die Euro-Bürger (weil sie die vielen Milliarden niemals wiedersehen werden). GR wird niemals in der Lage sein, diese "Kredite" zurückzuzahlen. Dann kommt die nächste "Restrukturierung" (damit die Politiker es nicht "Schuldenschnitt" nennen müssen).

Die EU-Politiker sind offenbar nicht willens oder fähig, die "Geburtsfehler" der Euro-Währung zu beheben. Meine Konsequenz : die jetzt Verantwortlichen (inkl. Frau Merkel) kann ich niemals wieder wählen; sie werden weitermachen wie bisher (nur mehr von denselben Fehlern). Aber wo ist die Alternative im Bundestag ? Die Kritiker der jetzigen Politik haben weder Stimme noch Einfluss in diesem Euro-Monopoly. Da bleibt nur noch bewusst "nicht wählen".

@ Gordons_Gekko um 17:20

"Sie (und alle deutschen steuerzahler) haben bislang noch nicht einen müden Euro "gezahlt". Merkel/Schäuble haben seit jahren lediglich bürgschaften und Kreditversprechungen ausgereicht - real geflossen ist bislang kein einziger Cent!"

Würde das stimmen, könnten wir ja beruhigt ein. Und für die Griechen wäre es dann ja halb so wild.

Es sei die Frage, auf welcher Seite die

Regierung Tsipras steht, erlaubt. Unter ihr wurde weder die Korruption bekämpft, die Reichen besteuert, die Behörden funktionsfähig gemacht, noch die Vermögen der Superreichen aufgespürt. Stattdessen werden Renten gekürzt, die Mehrwertsteuer erhöht und Staatseigentum an Privatinvestoren verscherbelt.
Ich warte auf die Reaktion der griechischen Bevölkerung. Das kann sie doch nicht wollen.
MfG

Verloren haben alle….

…vor allem aber die Bürger Europas über deren Köpfe und Wünsche hinweg von der politischen Elite eine "Rettungspolitik" koste es, was es wolle, betrieben wird, die die Schuldengemeinschaft weiter zementiert, die nationalen Parlamente zu reinen Akklamationsveranstaltungen degeneriert und die Geldgeber mehr und mehr die politische, soziale und ökonomische Entwicklung in Europa bestimmen lässt.

So verstrickt sich Europa mit seinen Bürgern immer weiter in die Irrungen und Wirkungen einer verfehlten Politik, an der Europa zerbrechen wird, weil es eine Entwicklung forciert, die die Bürger mehr und mehr in Haftung nimmt, ohne diese an den politischen Prozessen zu beteiligen.

Der "(GR)EXIT" ist wieder einmal um viele Milliarden € verschoben, keines der vielen Probleme gelöst, sondern eher vertieft und verfestigt.

Wie kann man dann sagen, dass es keine Gewinner, geschweige denn Verlierer gibt?

@17.14rofan:warum nur werden quellen nicht gelesen ?

ich möchte jeden bitten 17.14 rofan zu lesen und dann doch bitte,bitte, die genannten quellen auszuwerten, nachzudenken und in die bestehenden persönlichen meinungen zu integrieren.

ich finde es absolut erschreckend, wie viele menschen sich weigern, Informationen ernsthaft aufzunehmen und ernsthaft zu prüfen.

haben denn die leute angst, sie müßten ihre Meinung ändern und dann, Gott bewahre, vlt,- wenn den Konsequenz erwünscht wäre,auch das leben ändern?

oder wäre denn der verlust des einen oder anderen feindbildes so schlimm?

ich wiederhole: ich bitte nur darum vorurteilsfrei Informationen aufzunehmen und nachzudenken.

mehr will ich nicht.

ich respektiere jedes Meinung, die aufrichtig erworben und dargestellt ist.
PS:ich finde, wir leben in einer zeit maßiver Gefährdung und es ist unsre pflicht mitzugestalten und evtl.schlimmes zu verhindern.

Die "Kröte" haben wir alle zu schlucken.

In dieser Zeit der oberflächlichen und schnellen Meinungsbildung, Meinungsänderung und Feindbildern bleibt es nicht aus, dass es nur Verlierer gibt. Ungerecht ist es als Zahler der Zeche verschmäht und beschimpft zu werden.

Der Platz reicht nicht aus

Um hier niederzuschreiben warum es falsch ist ein erneutes Rettungsprogram zu starten. Hier wird oft geschrieben ,der griechische Bürger könne rein gar nichts für dieses Dilemma. Wenn man aber in Griechenland eine Dienstleistung beansprucht, gibt es fast grundsätzlich eine Fresszettel Rechnung. Über viel zu frühe Verrentung wurde bereits oft geschrieben. Milliardäre zahlen keine Steuern, greifen aber fleißig EU Hilfen ab usw. Man könnte beinahe von einem anarchistischen System sprechen das mit all dem was für einen wirtschaftlichen Fortschritt wichtig wäre rein gar nichts zu tun hat. Doch allein die obige Auflistung wieviel Geld direkt für das Notwendigste des griechischen Staatshaushalts gebraucht wird, lässt keinen Zweifel, daß Griechenland in diesen 3 Jahren nicht wieder auf die Beine kommt. Es ist ein katastrophaler Sündenfall an der europäischen Idee, aber schon beinahe ein Verbrechen am ehrlichen Steuerzahler.

@Biocreature 16:18: Kleines Übel?

Der Kapitalismus ist kein kleines Übel. Er ist verantwortlich für viele Kriege, Millionen Tote, Hungernde Menschen, Ausbeutung. Ich kann es nicht glauben, dass jemand dieses System für das weiseste Wort der Menschheitsgeschichte, schon gar nicht für das letzte Wort hält.
Dass die vermeintlichen Alternativen gescheitert sind lag unter anderem auch daran, dass sie eben nicht viel mit sozialistischen oder kommunistischen Grundsätzen zu tun hatten. Aber an Alternativen zu glauben und sich für eine humanere Gesellschaft einzusetzen ist legitim. Nicht alle Menschen gehören zu den Raubtieren...
Ich hoffe, dass Syriza sich an seine Wahlversprechen hält und gegen dieses "Diktat für eine weitere Strangulierung des griechischen Staates und der griechischen Wirtschaft" stimmt.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Wie soll Tsipras das durchstehen

Wenn ich mir auf http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-1095.html
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
so mal anschaue komme ich nur noch zu einem Schluß.
Der Neoliberalismus hat gesiegt!

Syriza und Tsipras sollen in ihrem Parlament etwas durchsetzen, was ihre eigenes politisches Ende bedeutet.
Tsipras kann dann umgehend in die Pasok oder Neo Demokratia eintreten.
Mit den politischen Zielen der Syriza hat dieses Paket aber gar nichts zu tun.

Die Überschrift: "Heftig, was die Griechen alles schlucken" kann ich nur unterschreiben.
Wenn das so kommt, versteht wohl auch der letzte, daß die EU die Menschen weiter spaltet.
Die Liste ist aus meiner Sicht Neoliberalismus in Reinkultur.
Aber wir in Deutschland kennen das ja schon länger. Hier wird nach diesem Prinzip ja schon seit Jahren verfahren.
Die Spaltung der Bevölkerung in Arm und Reich geht auch in Europa immer weiter.
Mittelschichten werden abgeschafft

um 17:13 von OXI

Zitat: "Mein Eindruck ist, sollte das GR Parlament zustimmen und planmäßig abnicken, dass der Grexit wohl besser für alle Beteiligten ist."

Ok nur zu, ich hätte nix dagegen. Trotzdem rate ich dem restlichen Europa keinen Zoll nachzugeben.

16:38 von Rofan

"Klar dass das Merkel und Co. nicht passt, aber sollte der Hr. Krause nicht zur Objektivität und Neutralität verpflichtet sein?
Welche Kompetenz, welches Renommee hat er denn, 2 Nobelpreisträger deren Reputation abzusprechen? Ich sehe das genau umgekehrt, Hr. Krause ist unhaltbar."

Ich sehe das auch so.
Aber das ist wohl der Unterschied zwischen Theorie und Praxis oder anders ausgedrückt, zwischen aufklärerischen und manipulativen Journalismus.

Wenn das was man aus

Wenn das was man aus Tagesschau.de
http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-1095.html
Die wichtigsten Punkte im Überblick: lesen kann das Ergenis ist, dann kann man das auch so zusammenfassen.

Schluß mit Sozialpolitik
Alle Macht den Banken und Hedgefonds
Beendigung des Bürgertums
Sofortige Spaltung der Bevölkerung in Arm oder Reich
Rückzug von Syriza aus allen politischen Ämtern mit Ausschluß einer Widerkehr

oder anders ausgedrückt:
Einführung der GroKo oder mindestens eine Koallition aus CDU und FDP, mit dem kurzfristigen Ziel das der Kapitalismus nach USA Vorbild und langfristig sogar gänzlich ohne Sozialsysteme eingeführt wird.

Wer die wichtigsten Punkte auf Tagesschau.de
http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-1095.html
nachgelesen hat kann sich nun auch ein Bild davon machen was langfristig in allen € / EU Staaten passieren wird.

@17:20 von Frankfurter Bürger

Rechnen wir doch mal: seit 1981 ist Griechenland in der EU und bekommt jedes Jahr Struktur-Hilfen. Milliarden Summen insgesamt.

Nun lassen Sie bitte den Feta auf der Olive. Diese Strukturhilfen bekommt jeder Staat in der EU, ja, auch Deutschland! Das hat mit Krediten überhaupt nichts zu tun. Deutschland ist zwar Geber- Staat, profitiert aber trotzdem.

Aber immerhin....

" Aber immerhin, so Brzeski, die ganz große Katastrophe sei erst mal abgewendet."
Das hat man nach jeder Rettung gehört. Es ist nicht das Ende, es ist nichts gelöst ABER die große unmittelbare Katastrophe ist abgewendet.
Mit anderen Worten VERTAGT.

@billhicks=warnung an brd-so wirds uns auch gehen.wann?

Welche Maßnahmen gefordert werden kann jeder nachlesen. Besonders die Prämisse ist mir Sauer aufgestoßen.
-Es wird festgelegt das Grld vertrauensunwürdig war & ist, man legt also die Alleinschuld Grlds an der Misere in diesem Text fest.
-Es soll eine Änderung der Justiz geben um Prozesse schneller und billiger zu machen
-Es soll der Finanzsektor im bezug auf faule Kredite gestärkt werden,GR soll also weiter Bailouts betreiben,wer was beim Hellenischen Stabilitäts Fond zu sagen hat soll die Politik aber nicht beeinflussen können,fragt sich wer dann?
Es gibt noch eine Reihe anderer Forderungen die kein Land akzeptieren würde, danach ist GR ein EU-Versuchslabor für IWF und OECD,ohne Souveränität.
All das sind nur wörtlich"minimal requirements"also Minimalvorraussetzungen bevor überhaupt über eine neue Kreditlinie(aká Hilfspaket)verhandelt wird.

Die Griechen sollen also in 1 Woche ihren Staat umkrempeln und dann sagt der ESM u.a.:
"Schaunwermal"

Der Mann blickt durch:DANKE
schaunwermal

es mag ein Crash Kurs sein,

es mag ein Crash Kurs sein, den man den Griechen zumutet. Da mussten aber 250 Mil Osteuropäer und 70 Millionen Türken auch mal durch. Wenn Griechenland weiter einen Lebensstandard höher als Albanien oder Mazedonien haben will, dann muss es was dafür tun.
Wenn ein Land mit weniger als 2% der EU Bevölkerung 11-12% des Investprogramms bekommen soll, ist das ja nun nicht wirklich kleinlich- denn ihr Anteil am EU Budget ist ja nun noch niedriger.
Ich vermisse eindeutig eine Wertschätzung der Arbeit von Merkel und Schäuble. Respekt Ihrer Ausdauer und Geduld.

um 16:57 von nepal82

Zitat: "Schade, dass sich Tsipras hat erpressen lassen. Leider werden wir nie erfahren, womit man ihm gedroht hat."

Mit der Realität.
Er hat Europa durch Pokern und Taktieren an einen Punkt geführt, wo der Grexit auch nicht mehr schlimmer gewesen wäre. Das hat man ihm dann klar gemacht.

@Gordons_Gekko

danke für Ihren Kommentar. Der durchschnittliche selbstgerechte Michel hat immer noch nicht verstanden, das wir wahrscheinlich noch auf Eselskarren durch die Gegend fahren würden, wenn wir alle unsere Schulden nach den Weltkriegen zurückzahlen müssten. Was Schäuble und Merkel mit GR abgezogen haben,hat mit Menschlichkeit nichts zu tun und dient nur dazu ein ganzes Land an Investoren und Finanzindustrie zu verteilen. Schäuble redet ständig von Einhaltung von Verträgen, hat aber im Sinne der Bankenkrise jegliche EU-Verträge zur Haftungsfrage innerhalb der EU gebrochen. Als "Ossi" habe ich übrigens das aggieren der Treuhand miterlebt und hoffe, dass das griechische Parlament diesen Irrsinn stoppt. Mit diesem "Reformpaket" macht sich Griechenland auf ewig zum Bückling und Aufschwung wird nicht stattfinden, im Gegenteil. Hier soll einfach ein Exempel statuiert werden: schaut her, so sieht es aus, wenn ihr nicht tut, was wir (EU) sagen. Diese EU ist tot, denn sie ist nur für Banken.

.. "die Banken"!

"Was für eine bizarre Idee. Es braucht eine Umverteilung innerhalb Deutschlands und dann auch innerhalb der EU. Griechenland kommt durch neue Schulden nicht aus der Misere. Die einzigen Gewinner sind die Banken."
Ja, absolut bizarr und gegen die EU!
Wenn Schuldner weder Zins noch Tilgung leisten, macht keine Bank Gewinn. Wer möchte kann ja gerne Griechenland Kredit gewähren und Gewinn machen, man muss das nicht den bösen Banken überlassen.
Aus dem 1. Schuldenschnitt gibt es noch nicht getilgte 100 Mrd. und die EZB hat noch mehr davon, die kann man gerne zum Nominalwert abkaufen und Gewinne machen. Jeder kann gerne sein Geld (um)verteilen aber kein Fremdes!

Die griechischen Banken sind rundweg Pleite, und deutsche Banken, Sparkassen und Volksbanken haben enorme Probleme wegen der Eurostaatschuldenpolitik, der EZB-Geldschwemme und den Negativzinsen. Sie haben schon heute kaum noch auskömmliche existenzsichernde Gewinne.

@ Rofan 17:14

Na, das ist ja mal eine brauchbare Ansage: übersichtlich auf einen Blick zusammengestellt, welche Medien zu meiden sind, wenn man keine "Einheitssosse" konsumieren möchte.

Ihre Angaben sind leider falsch: zwar hatte GRE 2014 tatsächlich einen winzigen Primärüberschuss (<1%) - mit den "untragbaren Raten der Gläubiger" liegen Sie jedoch daneben.
Die EZB als einer der Hauptgläubiger hatte 2014 einen Leitzins von 0,05%.
Das ist nahe am zinslosen Darlehen.
Informieren Sie sich.

@16:57 von Karlmaria

"Wir zahlen und müssen uns noch als Erpresser beschimpfen lassen"
.
Immer die gleiche Leier. Nein, Sie zahlen nicht mehr oder weniger als sonst. Aber darauf wurde ja schon geantwortet.
.
" Ich sehe es von der Seite, dass die EU gegründet wurde um die Freundschaft der Völker zu stärken."..."Und wo ist nun die Freundschaft? "
.
Tja, wo ist sie nur hin. Gute Frage. Wissen Sie eigentlich, wieviel Sie schon zur Bankenrettung gezahlt haben? Oder zur leisen Subventionierung unserer Industrie (Stichwort Leiharbeiter/Aufstocker)? Oder riestern sie beispielswiese? Da fliessen viele Steuergelder - die meisten landen bei Banken und Versicherungen. Ich schätze, da haben Sie einfach mehr Freunde als in Griechenland...

um 17:25 von boliche

Die Staatsschulden der Bundesrepublik sind mit Staatsanleihen am Kapitalmarkt finanziert. Die haben eine feste Laufzeit und fest vereinbarte Zinsen. Ein "Fälligstellen" (das Sie vielleicht aus privaten Zusammenhängen kennen) gibt es bei Staatsanleihen nicht.

Unsere Kinder und Enkel bezahlen

Wenn ich das bedenke: Da muss ich schlucken!

@17:20 von Frankfurter Bürger

Ihr Kommentar liest sich so schön, da fehlt nur noch die Ergänzung: die sollen alle wie wir mehr exportieren als importieren, dann gibt es diese Probleme auch nicht mehr....

Worum geht es denn hier?

Es geht doch um Menschen! Viele Kommentare hier reflektieren ganz deutlich den Antihumanismus von ideologisch Verblendeten. Sind wir im 21. Jahrhundert immer notch nicht in der Lage die Politik der Dinge zu einer Politik der Menschlichkeit zu erheben? Warum sind Zahlen die nur auf dem Papier existieren wichtiger als das Schicksal unserer Mitmenschen? Verstehen sie ueberhaupt welche Auswirkungen die "paar kleinen Einschnitte" auf die realen Leben von realen Menschen hat? Glauben Sie wirklich, dass Europas' "grosszuegige und uneigennuetzigen Hilfe" der griechischen Bevoelkerung irgendwie zugute kommen wird? Ich dachte immer dass Europa fuer die Europaer da ist, und nicht umgekehrt. Naja, zum Glueck bin ich kein Grieche.

Liquiditätsabfluss

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass die griechischen Geldhäuser auf absehbare Zeit wieder vollständig öffnen."

Mit Kapitalverkehrssteuern auf Auslandsüberweisungen könnte der Liquiditätsabfluss aus Griechenland gebremst werden.

Schade, dass darüber nicht gesprochen wird.

Vertrauen muss verdient werden

Heftig, wie die griechischen Regierungen gelogen, betrogen und getrickst haben; je weniger Vertrauen existiert, desto stärkere Kontrollen sind nötig; ich bin dafür dass Griechenland und insbesondere seine neue Regierung eine Chance bekommt, aber solange bei uns das Geld auch nicht auf den Bäumen wächst (und welche Staaten in der EU wäre in der Lage Deutschland zu finanzieren?) müssen wir auf Absicherung drängen, sonst sind wir in 3 Jahren an dem Punkt von heute nur geht es dann um noch viel größere Summen

Neues vom Guardian (per Griechenland-blog)

Was gr. Parlamentarier so bis Mittwoch ohne Sachkundeprüfung leisten sollen bevor nach OK der Troika unsere sachkundigen Parlamentarier Merkel abnicken sollen:

- „Rationalisierung“ (sprich drastische Anhebung) der Mehrwertsteuer
- Ausweitung der Besteuerungsbasis (also rigorose Steuererhöhungen)
- Tragfähigkeit des Rentensystems (sprich drastische Kürzungen)
- Einführung einer (neuen) Zivilprozessordnung
- Sicherstellung der juristischen - Unabhängigkeit der nationalen Statistikbehörde ELSTAT
- Vollständige Umsetzung der automatischen Kürzung öffentlicher Ausgaben
- Konjunktur-Bank und Ratifizierungsdirektive
- Privatisierung im Transportnetz für elektrische Energie
- Entschlossene Aktion bezüglich leistungsgestörter Kredite
- Unabhängigkeit des Trägers für Privatisierungen (TAIPED)
- Entpolitisierung der griechischen Verwaltung
- Rückkehr der Troika / Institutionen nach Athen

Also

eines hat Herr Schäuble mit Sicherheit erreicht, nämlich das Bild vom "hässlichen Deutsche" wieder aufleben zu lassen!

Immer wieder wurde in der letzten Zeit verglichen,wie hoch der Durchschnittslohn beispielweise in Litauen ist oder in Griechenland. Tsipras sagte, vom Durchschnittslohn von 300€ könnten zwar die Litauer leben, aber nicht die Griechen. Das wurde ihm als Arroganz ausgelegt.

Arroganz ist das aber nicht, denn hier wird immer unterschlagen, wie hoch die Lebenshaltungskosten in den beiden Ländern sind. Entscheidend ist doch nicht, wieviele Euro wir verdienen, sondern wieviel man dafür kaufen kann. Da Griechenland wesentlich länger In der EU ist und einen für die Einwohner preistreibenden Tourismus hat, (auch bei uns lebe ich in touristisch attraktiven Gebieten teurer als im touristisch wenig erschlossenen Oberfranken) liegen die Preise nur ca. 7% unter dem EU Durchschnitt. In Litauen hingegen liegen sie wie in den anderen osteuropäischen Ländern mit 43% weit darunter. Jetzt macht die Äußerung von Tsipras plötzlich Sinn: Von 300 € können die Litauer leben, aber nicht die Griechen.

zum abschluss mal was positives:abwarten und hoffen

"it really doesnt matter if your black odr White....sang mikel jackson selig mal.ich habs noch mehr mit dem '"earth song".

V.&T. suchen einen gangbaren weg.
ich hatte Ihnen ja kürzlich mal was geschrieben im zusammenhang mit doppeltem und dreifachen boden?

schaun mer ma.

ich würd ja mal tippen, dass V&T nicht so wankelmütig sind wie Sie (glauben), sondern "einfach" den erfordernissen genügen.auch der Rücktritt war vor allem eines:

erstmal pragmatisch.

ich wiederhole: man unterschätzt die beiden immernoch.
das ist gut so.

für die spanier,die portugiesen, für uns für alle.

ist noch nicht so offensichtlich.
Ihr werdet ja sehen.

wikileaks ist schiesslich auch nicht tot trotz mehrfacher totsagung und edward snowden findet immer mehr nachahmer.

es gibt neue methoden,wie die bürger angegriffen werden, es muß also auch neue methoden geben,wie die bürger sich wehren.

Ei kehr for ju.
V.

um 15:37 von Bodi

Zitat: "Definitiv kann man beim Großteil der Menschen nicht mehr sparen - eine Verarmung breiter Bevölkerungsschichten hat bereits stattgefunden."

Es lohnt, den größeren Zusammenhang zu sehen. In keinem Euroland sind die Löhne und Renten zwischen 2000 und 2008 so stark gestiegen, wie in Griechenland. Leider geschah das wie wir heute wissen auf Pump und muss jetzt schmerzhaft reduziert werden.

Die Steuereinnahmen und die wirtschaftliche Produktivität des Landes wurden vernachlässigt. Unsere Schuld als Gläubiger ist das aber nicht. Ohne unsere Hilfen wäre das Problem noch viel gravierender.

Wenn ein linker Regierungschef auf Realität trifft

Schon ironisch, wenn ein extrem linker Ministerpräsident nun harte wirtschaftsliberale Reformen durchbringen muss, deren abgeschwächte Variante er verhindern wollte und dafür auch gewählt und sogar noch per Referendum bestätigt wurde.

Nur das Problem ist, man kann Schulden- und Finanzprobleme nicht per Wahl oder Referendum lösen.

Tatsächlich haben sich die Griechenland beim Referendum für die harte Variante entschieden, Tsipras hätte das ihnen vielleicht mal vorher sagen sollen.

@Gordons_Gekko

"Sie (und alle deutschen steuerzahler) haben bislang noch nicht einen müden Euro "gezahlt". Merkel/Schäuble haben seit jahren lediglich bürgschaften und Kreditversprechungen ausgereicht - real geflossen ist bislang kein einziger Cent"

Falscher können Sie gar nicht liegen. Mit dem ersten Schuldenschnitt 2012 wurden Griechenland 322 Milliarden Euro erlassen. Über 250 Milliarden von den europäischen Staaten und Institutionen und damit vom Steuerzahler.

um 17:39 von boliche

Zitat: "Es gibt noch eine Reihe anderer Forderungen die kein Land akzeptieren würde, danach ist GR ein EU-Versuchslabor für IWF und OECD,ohne Souveränität."

Das ist Quatsch. Dass Griechenland aber einen Teil seiner Souveränität abgeben muss, ist doch ganz normal. Das Land ist ja im Prinzip insolvent.
Wenn eine Firma unter Konkursverwaltung steht, was meinen Sie denn, was da der Chef oder der Betriebsrat noch bestimmen darf? Nichts.

zu paddi Verkehrte Welt: "Schulden machen durch Sparen"

"Die Frage ist, unter welchen Umständen ein Gläubiger Geld verleiht und ob er des Schuldners Notlage ausnutzt und "Wucherzinsen" verlangt, an denen der Gläubiger letztlich umkommt. ..
..
Warum hat Schäuble die griechischen Parteifreunde der Vorgängerregierung nicht angehalten ein, ein Katasteramt zu gründen?
Griechenlands Schulden haben sich aufgrund der katastrophalen Austeritätspolitik in 5 Jahren verdoppelt,....

Fakt ist, dass Griechenland weit niedrigere Sonderzinsen zu zahlen hat als andere Eurostaaten, die ebenfalls Schulden haben. Ginge es nach der Bonität, wären die Zinsen ein vielfaches bzw. man bekäme überhaupt keinen Kredit mehr.

Schulden entstehen nicht durch Sparen, sondern durch ausgeben. Griechenland finanziert mit fremdem Geld, den Krediten, seinen übermässigen Beamtenapparat und die Renten. Steuern werden völlig unzureichend erhoben. Milliarden werden ins Ausland geschafft. Dass dann Geld fehlt ist logisch.
Herr Schäuble ist kein griechischer Politiker!

Die Europäische Union sollte

Die Europäische Union sollte mal neu erarbeiten auf welcher Philosophie das Projekt aufbaut und zu dieser sollte man sich dann auch bekennen.
Will man die Europäische Idee weiter als Kern Ziel und was war das nochmal?, dann mit allen Konsequenzen. Sollte man sich dafür entscheiden nur eine Wirtschaftsunion zu sein. Dann sollte das auch so eindeutig deklariert werden. Europa ist für mich soviel mehr als Geld. Es macht mich als Europäerin traurig Europa zwischen Hetze und Machtspielchen der Verantwortlichen zu sehen. Das gilt für alle Beteiligten. SYRIZA hat mich zwischen drin genauso enttäuscht wie Herr Schäuble und weitere Akteure. Danke an Frankreich für seine Einstellung.

re Gordons_Geklo

"Sie (und alle deutschen steuerzahler) haben bislang noch nicht einen müden Euro "gezahlt". Merkel/Schäuble haben seit jahren lediglich bürgschaften und Kreditversprechungen ausgereicht - real geflossen ist bislang kein einziger Cent"

Ich kann diese falsche Behauptung nicht mehr hören.

Geflossen sind natürlich auch real Gelder, die z.B. über Banken und ihre Geldautomaten an griechische Bürger ausgezahlt wurden, etwa Löhne für Beamte, Sozialleistungen, etc. Woher glauben Sie, hat der griechische Staat dafür hauptsächlich das Geld genommen? Nur weil eine Onlinetransaktion virtuell ist, heißt es nicht, dass kein Guthaben von A nach B fließt. Deutschland hat dafür neue Schulden aufgenommen.
Und was vergessen wird: Wir zahlen auch indirekt. Dank Draghis verfehlter EZB-Politik, werden durch Niedrigzinsen unsere Sparvermögen und Renten entwertet. Damit das über Inflation schneller geht, druckt man monatlich über 60 Mrd Euro.

Löcher stopfen - neue aufreissen !

Da wird mit dem 3. Hilfspaket nur Löcher aus der Vorzeit gestopft. Also die Löcher die die Troika mit ihrem falschen Sparprogramm und die vorherigen Regierungen in Griechenland hinterlassen haben.

Aber Geld für Wirtschaftsförderung, Strukturwandel, Anreize für Unternehmen usw. usw. ... Fehlanzeige !

Da haben mal wieder die Bürokraten und Zahlenjongleure über die/den Reformer gesiegt !

Auch wurde der Reformer Tsipras stark ausgebremst und ins Abseits gestellt.

Schade - Chance verpasst, liebe EU !

aber vielleicht war das auch so gewollt ?!? .... sollen sich doch in einigen Jahren die nächsten Regierungschefs in der EU damit rumärgern ;-)

Danke Herr Schäuble

Herr Schäuble wurde von den Griechen scharmlos für ihre antideutsche Propaganda missbraucht.
Warum ?
Weil er sich traut etwas zu Fordern ?
Weil er für seine Wähler einsteht ?
Weil er die Wahrheit sagt ?
Weil er nicht korrupt ist ?

Danke Herr Schäuble, dass Sie nicht eingeknickt sind
und aufrecht unsere Interessen verteidigen.

Hedgefonds und Banken werden reich

Bei rund 11 Millionen Bürgern in Griechenland und der Aufteilung der bisher gezahlten Hilfsgelder, wäre wohl jeder Grieche ein paar Monate wenn nicht Jahre mit gutem Einkommen gesegnet. Nur komisch ist, dass den Bürgern in Griechenland immer weniger bleibt.

Wo ist es denn hin, das viele Geld der europäischen Steuerzahler, die dafür echt arbeiten mussten?

16:52 von hg1

So ist es. Ich hoffe, die Griechen wissen es zu schätzen, dass Tsipras alles versucht hat, was er konnte, um Griechenland die desaströse Austeritätspolitik zu ersparen. Leider konnte er sich nicht durchsetzen. Bleibt zun hoffen, dass es ihm gelingt, an der Macht zu bleiben, damit Schäuble nicht auch noch dieses Ziel erreicht. Ich hoffe, es gelingt ihm eine große Verwaltungsreform, in deren Folge endlich auch die Oligarchen anständig Steurn zahlen. Was er dafür braucht, ist Luft zum Atmen. Es darf angezweifelt werden, dass er die bekommt. Wenn das Volk weiter über Jahre leiden muss, wird er die Zeit Reformen nicht haben - ganz so wie es sich die griechischen Parteifreunde von Schäuble wünschen.

@Karlmaria um 16:57

Seien Sie unbesorgt, Sie sind auch kein Erpresser. Genauso wenig wie Ihre Nachbarn. Es sind unsere "Volksvertreter", die sich diesen Schuh anziehen dürfen, die in der ganzen Sache nicht die Interessen ihrer Wähler vertreten haben, sondern nur die Kapitalinteressen.

Wie Sie schon ganz richtig erkannt haben, von der ursprünglichen Idee Europas als Gemeinschaft von Freunden, ist nicht mehr viel geblieben. Statt dessen tun sich nahezu unüberwindliche Schluchten auf....wegen der Profitgier Weniger.

@ Trigger

Ach so, und der kommunismus hat nicht auch hunderttausende oder gar Millionen Menschen getötet????
Stalin, China, Nordkorea um nur einige Beispiele zu nennen.

Und wo in meinen Artikel steht, dass ich den Kapitalismus als die Weisheit der Menschheit erachte?
Ich meinte nur gegenüber den anderen Formen ist er für mich das kleinste "Übel" (lieber mal in Anführungszeichen schreiben, sonst regt sich hier wieder einer auf).

@ boliche 17:33

"ich möchte jeden bitten 17.14 rofan zu lesen und dann doch bitte,bitte, die genannten quellen auszuwerten, nachzudenken und in die bestehenden persönlichen meinungen zu integrieren."

Na dann: die Verfasser heissen u.a. Krugman, Varoufakis - bekannte Couleur.

Herr Krugman ist nicht nur wegen seiner Thesen alles andere als unbestritten: an der City University of New York erhält er ein Jahresgehalt von USD 250.000.- für seinen Forschungsauftrag: "Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen".
Wie passend, nicht wahr?

Abgesehen von diesem kleinen Schönheitsfehler ist Herr Krugman im Zusammenhang mit GRE ein lauter Befürworter von Schuldenerlassen, nicht ohne die Gläubiger der Demütigung u.a. des griechischen Volkes zu zeihen.
Neutrale Wissenschaft sieht anders aus...

Zu Varoufakis erspare ich mir jedes weitere Wort.

Ich erlaube mir, meine Informationen auch weiterhin aus anderen Quellen zu beziehen.

um 17:48 von MisterEde

"Mit Kapitalverkehrssteuern auf Auslandsüberweisungen könnte der Liquiditätsabfluss aus Griechenland gebremst werden."

Da verwechseln Sie etwas. Kapitalverkehrssteuern sind mit EU-Recht nicht vereinbar. Man kann nur Kapitaltransfers ins Ausland kontrollieren und ggf. sperren. Wenn ein Importeur eine Rechnung bezahlt, wird man das natürlich zulassen, wenn z.B. ein Sparer sein Geld im Ausland anlegen möchte, wird man es nicht zulassen.

Lässt man das vergangene

Lässt man das vergangene halbe Jahr revue passieren, gekrönt mit dem Referendum, 60% Ablehnung der Gläubigerpolitik heraufbeschworen durch Tsipras und seine Partei. Die jetzige Zustimmung der eben noch widersprochenen Politik, wer mag da noch Vertrauen haben ?

Ich prognostiziere, die werden es auch nicht schaffen....ihr Handeln der letzten Wochen lässt keinen Zweifel !
Leider wird weiteres Geld verbrannt

Beim lesen der Kommentare,

ist mir irgendwie in den Sinn gekommen, dass wenn die Alleierten nach den WW2 nicht mit dem Marshall-Plan aufgefahren wären, dann hätten wir heute nicht viel mehr zu schlucken (essen) als die Griechen heute.
Man sollte sich mal die deutsche Tradition vom St. Martin zu Gemüte führen.
Aber wir lachen die Griechen aus (vom hohen Ross), anstatt ihnen den halben Mantel zu geben.

@17:48 von MisterEde

"Mit Kapitalverkehrssteuern auf Auslandsüberweisungen könnte der Liquiditätsabfluss aus Griechenland gebremst werden."
.
EIn wichtiger Punkt: da Staatsanleihen wie Unterhosen gewechselt werden können weil nicht mal ein Wechselkurs existiert, könnte nicht nur Griechenland sondern auch andere Länder sehr schnell ein Liquiditätsproblem bekommen.
.
Aber darüber, dass es Fehlkonstruktionen im Euro gibt, die eine kaum bezifferbare Mitschuld an der aktuellen Misere haben, wird natürlich weder berichtet noch geredet.

um 17:49 von immerwieder

Zitat: "... nämlich das Bild vom "hässlichen Deutsche" wieder aufleben zu lassen!"

Wir haben keinen Einfluss darauf, wie wir von linken und rechten Populisten in Griechenland dargestellt werden. Ist auch nicht so wichtig.

In den 18 anderen Euroländern hat das Standing von Deutschland erheblich gewonnen. Konsequent, klare Kante, lösungsorientiert.

Die nächsten Milliarden werden versenkt

Ich hoffe immer noch, dass jemand von den zustimmungspflichtigen Regierungen die Zustimmung verweigert. Wir werden mit ziemlicher Sicherheit sonst in 3 bis 4 Jahren genau wieder an dem Punkt sein. Selbstverständlich gibt es Leute in Griechenland denen es sehr schlecht geht. Doch die gibt’s hier ebenfalls. Leute die mit Mitte 60 in Rente gingen und von ihrem Geld nicht leben können.

Man hätte meiner Meinung nach das Land Bankrott gehen lassen sollen. Natürlich wäre dann vermutlich das geliehene Geld zum Teufel, doch das ist es auch so, oder glaubt wirklich jemand, dass es jemals zurückgezahlt werden könnte? Wovon denn? Das Land hätte seine eigene Währung einführen müssen, und wir hätten jederzeit mit Lebensmitteln und Medikamente Humanitäre Hilfe leisten können. Das wäre vermutlich sinnvoller gewesen, als wieder Geld in die marode Banken zu pumpen. Und wenn Griechenland wieder auf den Beinen steht, wäre eine EURO-Mitgliedschaft
ja wieder möglich gewesen.

✝Europa

Nie habe ich mich mehr geschämt, Deutscher zu sein.

Och, Herr Baltrusch: für wie naiv halten Sie die Leute?

Fast alle Sitzungsteilnehmer der anderen EU-Länder & selbst zig gewiss nicht syriza-freundliche medien schreiben einhellig und durch viele Zitate von insidern und Sitzungsbeteiligten belegt, daß Schäuble/Merkel hier erpresst haben, was das Zeug hält.
Der Verlierer sind die griechische bevölkerung und Demokratie und Bürgerrechte in der EU.

Dass Griechenlands banken dicht machen mussten, ist auch nicht von alleine gekommen, sondern wurde gezielt durch die EZB herbeigeführt. Ein Schritt, den Varoufakis befürchtete und den die angeblich "politisch neutrale"(kicher)EZB dann genau vorm referendum durchzog.

Für Sie zur Info: fast 30% der Griechen leben bereits in Armut! Nicht zuletzt "dank" des Sparwahnsinns der letzten Jahre - Chefdesigner auch da schon: Schäuble!
Der Mann der "schwarzen kassen " in der CDU. Der heute - was für ein Skandal!- dt. Finanzminister ist. Und Europa kaputtmachen darf.
Zitat Schäuble ggü Varoufakis: "Es kann doch nicht angehn, daß sich mit einer Wahl alles ändert"

@elchico

"Wie bitte soll Griechenland in die Lage kommen, seine Wirtschaft und damit Zahlungskraft aufzubauen....

Griechenlands Insolvenz wird dadurch nicht nur verschleppt, sondern sogar noch verschärft.

Dass die neuen Hilfen von EU, IWF und EZB übrigens fast ausschließlich dazu dienen, Schulden von EU, IWF und EZB zu begleichen, zeigt die Absurdität des Ganzen.
"
Was ist daran absurd? Griechenland hat kontinuierlich Schulden zu begleichen, sonst Pleite und Grexit. Diese Schulden hat GR nunmal meist bei EU/IWF und EZB. Egal wer hilft: Natürlich landet die Hilfe zwangsläufig teils bei den Gläubigern.

Sie vergessen eines: GR ist kein wirtschaftlich gesundes Land welches man totspart, sondern GR IST bereits mausetot wenn man nicht SOFORT mit den Kosten runter kommt. Die Hilfen sind also keine Insolvenzverschleppung sondern die allerletzte Chance den Staatshaushalt tragfähig hinzubekommen, natürlich auf niedrigem Niveau. Dazu kommt dann das wirkliche Hilfsprogramm um die Wirtschaft anzukurbeln

@17:27 von Sandino - Die Tribute

"Tribute von Brüssel
Der Aufstand per Referendum in Distrikt 19 ( GR) wurde vom Capital letzte Nacht erstmal niedergeschlagen. Zur Strafe müssen die Bewohner komplett alle Wertsachen als Tribute abgeben- und dazu ihre Kinder, die für Jahre dort keine Arbeit finden werden und auswandern müssen."
.
Na, da übertreiben Sie aber ein wenig. Es ist ja nicht so, dass Griechenland eine Provinz von Brüssel ist. Und Brüssel hat womöglich leichte Demokratiedefizite, ein totalitäres Staatengebilde ist es aber noch lange nicht!
.
Griechenland ist ein souveräner Staat. Es hat sich auch selbst über beide Ohren verschuldet. Und es kann per Referendum, wenn es mag, die Vorschläge aus Brüssel ablehnen. Ich dachte auch, dass es das getan hätte. Dafür wurde es von sehr vielen für seine souveräne und demokratische Entscheidung gelobt. Nun will aber die (griechische!) Regierung etwas vollständig anderes...

euro

wieviele jobs, wieviele leben gehen auf kosten des euro. und es wird weiter vernichtet. es ist offensichtlich ein vorsätzliches und geplantes manöver europa zu destabilisieren. und sie gehen über leichen.
.
ich habe bereits im rahmen des schäuble ablenkungsmanövers meine überzeugung vermittelt, dass der euro die hauptrolle spielt und weiterhin spielen wird. er ist der kanal über den steuergelder an zinsempfänger fließen. und er ist der hebel die süd-wirtschaften dauerhaft in der rezession zu halten und somit ein einnahmen-problem (steuern sinken) zu generieren, ohne das der ganze privatisierungs-hokuspokus nicht möglich wäre.
.
ist es das was sie mit marktkonforme demokratie meinen, frau dr. merkel?

um 17:59 von Jumbalu

Zitat: "Hedgefonds und Banken werden reich"

Das kann man so nicht sagen. Die Fonds und Banken haben beim Schuldenschnitt 2012 etwa die Hälfte ihres Geldes verloren, sind aber seitdem draußen."

Zitat: "Bei rund 11 Millionen Bürgern in Griechenland und der Aufteilung der bisher gezahlten Hilfsgelder, wäre wohl jeder Grieche ein paar Monate wenn nicht Jahre mit gutem Einkommen gesegnet. Nur komisch ist, dass den Bürgern in Griechenland immer weniger bleibt."

Was soll da bleiben? Sie haben glaube ich ein paar grundlegende Dinge nicht verstanden.
Griechenland hat Schulden. Dass Europa jetzt bei der Umschuldung hilft, heißt nicht, dass das Geld wie ein warmer Regen auf die Bürger verteilt wird. Wenn ich meinen Hypothekenkredit durch einen anderen ablöse, heißt das nicht, dass ich dann mit dem Geld die große Sause machen kann.

@um 15:32 von c4--

Ein Staat muss pleite gehen können, sonst laden wir andere Eurostaaten dazu ein, auch auf jede Sparpolitik zu verzichten.

Das was Griechenland jetzt durchmachen muss, trotz linker Regierung, ist wohl mehr als genug Warnung an andere Staaten, nicht zu sehr auf Konfrontationskurs zu fahren, sondern notwendige Reformen frühzeitig durchzuführen, sonst wird es nur noch schlimmer und härter.

@17:54 von carreh

"Mit dem ersten Schuldenschnitt 2012 wurden Griechenland 322 Milliarden Euro erlassen. "
.
Ich glaube Sie verzetteln sich da. Bei einem Schuldenerlass von 322 Mrd Euro wäre GR Schuldenfrei gewesen.
.
Der erste Schuldenschnitt betraf praktisch nur private Anleger, keine Steuerzahler. Und man sollte dazusagen, dass GR Anleihen eine zeitlang ein Anlagetipp waren, denn die Zinsen waren auf Rekordhoch obwohl im Prinzip klar war, dass GR wg der gemeinsamen Währung nicht fallen gelassen werden würde. Kurz: da wurde wissentlich gezockt. Und diese Zockerei hat sich trotz Schuldenschnitt gelohnt. Das Risiko der Privatanleger wurde Schritt für Schritt aufgekauft in ein Risiko für Steuerzahler. Das waren allerdings nicht die Griechen. Da dürfen Sie sich bei Merkel/Schäuble bedanken.
.
Was weitere Erleichterungen angeht: da wurden Kreditlaufzeiten gestreckt, d.h. u.U. entgangene Gewinne als Verluste umgemünzt. Von wegen Sie hätten etwas gezahlt...

@ mounty 17.47

".....sind wir im 21. Jahrhundert immer noch nicht in der Lage die Politik der Dinge zu einer Politik der Menschlichkeit zu erheben? .......naja, zum Glück bin ich kein Grieche."

Leider stimmt es zum Teil,
leider entzweit es zum Teil. Der eine Europäer arbeitet, spart und kann sich keinen Urlaub mehr leisten und hilft trotzdem alle paar Jahre mit Geld und der andere beschimpft den Gebenden. (Ob der auch spart oder sparen muss sei dahin gestellt) Die Rente mit 67 ist Fakt in Deutschland und die Rentenanpassung sowieso. Ohne Pfand gibt es keinen Kredit. Und Geschenke gibt es soviel ich weiß bei uns auch nicht. Solange es diese Ungerechtigkeit gibt, hat es auch die Menschlichkeit schwer. Niemand arbeitet gerne für andere - auf Dauer. Und gerade heute ist man als Deutscher der Prügelknabe einiger europäischen Nachbarn.

eben R-D Krause bei phoenix, mit einem Märchen:

GR bekäme fast eine 1/2 Billionen, also 400Mrd., 1/2Bill. klingt dramatisch, aber falsch
Krause ein Grexit Anhänger u. Syriza Gegner („schickt die zum Teufel“)

1.s. den Artikel oben
2.laut EU werden 82Mrd benötigt,
aber von außen finanziert nur 74Mrd

33,8Mrd. Abschreibungen, wofür? EZB, unklar
2,1 - IWF
17,8 - Zinsen (also auch Schulden)
25 - f.d.Banken, die sind ja gerade durch das Misstrauen der EU/D, die Rede vom Grexit (Schäuble, 5.1.15 + sein 2Jahre alter Plan i.d. Schublade) NOTwendig geworden, das Vertrauen d.Märkten wurde so zerstört, von „uns“!

50Mrd. Staatseigentum sollen privatisiert, verkauft werden

es bleibt übrig:
74-2,1-17,8-25-50= ein PLUS von 20,9Mrd
dazu wohl Sicherheiten („Verzugsfreiheit“ Buffer) 11,5Mrd. Macht ein EU Guthaben -wenn nicht gebraucht- von ~33Mrd!

Wo sollen da die 400Mrd. Schulden sein, sieht eher nach 317-33=284Mrd.!

So in etwa dürfte d.Rechnung sein, nicht mehr Geld, nur umverteilt, dafür Härteste! Auflagen, die GR in d. Exitus treiben könnte

@16:52 von hg1

>>
Die EU hat auch ein anderes Ziel erreicht : Den Sturz von Herrn Tsipras und seiner Partei SYRIZA.
...
Nun ist wahrscheinlich der Weg frei für Neuwahlen (die auch wieder Geld kosten) und eine Partei die freundlicher gegenüber der EU ist und eher alles schluckt ohne zu murren.
<<

Aha, also dann geht's der EU doch um Inhalte als um Tsipras und Syriza. Ja, da stimmt. Links-idelogische Fantasien haben in der EU nichts zu suchen.

>>
Aber die Vergangenheit hat gezeigt das eine solche Partei nichts erreicht hat und Griechenland dahin gebracht hat wo das Land heute ist.
<<

Die Vergangenheit hat auch gezeigt dass Sozialismus bislang noch jedes Land auf der Welt zerstoert hat.

>>
Ich hoffe das Griechenland hinter Tsipras steht, die EU ihm etwas Freiraum lässt, den Filz bekämpft und er Reformen im Land durchsetzen kann. Zutrauen kann man es ihm.
<<

Na in den ersten 6 Monaten hat er absolut NULL gemacht um den Filz zu bekaempfen.

@Parteibuchgesteuert

"Und warum regt man sich jetzt erneut (!!) darüber auf das Banken gerettet werden"

Eigentlich zeigt GR doch eindrucksvoll warum man Banken immer retten MUSS: Die Wirtschaft in GR ist nahezu zusammengebrochen weil die Banken kurzzeitig nicht richtig funktionieren...

@ telemark : Krugman und ihr Fehlwissen

Sie: "Herr Krugman ist nicht nur wegen seiner Thesen alles andere als unbestritten: an der City University of New York erhält er ein Jahresgehalt von USD 250.000.- für seinen Forschungsauftrag: "Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen".
Wie passend, nicht wahr?
Abgesehen von diesem kleinen Schönheitsfehler ist Herr Krugman im Zusammenhang mit GRE ein lauter Befürworter von Schuldenerlassen, nicht ohne die Gläubiger der Demütigung u.a. des griechischen Volkes zu zeihen.
Neutrale Wissenschaft sieht anders aus..."

Kein Wissenschaftler ist unumstritten, selbst Einstein nicht, schon da keine Wissenschaft je endgültig ist oder nur einen Weg kennt. Insofern verpassen sie K. bösartig ein nichts sagendes Alleinstellungmerkmal ohne inhaltliche Diskurs-Tiefe.

Krugmann ist Gegner der Austeritätspolitik und Schäuble stritt sich schon auf seinen Ministerialseiten ideologisch u. wenig fachlich aus der Deckung mit ihm. Und machte dennoch keynesianische Abwrackprämie + 100% Kurzarbeitergeld.

Griechenland ist nicht mehr souverän

@Schrott97: Wenn der Brüsseler "Kompromiss" tatsächlich gegen den klaren Volkswillen von 61% durchs Parlament gepeitscht wird, ist Griechenland kein souveräner Staat mehr, sondern wirklich nur noch eine abhängige Provinz von Brüssel (eben Distrikt 19). Sehen Sie sich bitte mal die mittelfristigen Konsequenzen ( Punkt 5) an, die die Tagesschau dankenswerterweise unter "was Gr jetzt tun muss" eingestellt hat: rechtmäßige Urteile des griech. Verfassungsgerichtes zu Renten müssen ausgehebelt werden. Gesetze, die ohne Zustimmung der Troika verabschiedet wurden, müssen zurückgenommen werden, alle staatlichen Vermögenswerte müssen nach Brüssel abgegeben werden, usw
Wenn das wirklich bis Mittwoch durchs Parlament geht, muss von einem Ermächtigungsgesetz zugunsten der Troika sprechen!

@Wir Sofa-Revoluzzer

"Was soll da bleiben? Sie haben glaube ich ein paar grundlegende Dinge nicht verstanden.
Griechenland hat Schulden. Dass Europa jetzt bei der Umschuldung hilft, heißt nicht, dass das Geld wie ein warmer Regen auf die Bürger verteilt wird. Wenn ich meinen Hypothekenkredit durch einen anderen ablöse, heißt das nicht, dass ich dann mit dem Geld die große Sause machen kann."

Ich sehe solche Aktionen schlicht und einfach, dass stimmt. So ist es für mich auch logisch, dass man sich etwas kauft für einen Kredit/Hypothek. Per Saldo bleibt also die Frage: Wo ist denn das Geld geblieben, wenn es den einfachen Bürgern in Griechenland finanziell immer schlechter geht?

@ 18:23 von Rofan

SIe schreiben:
"eben R-D Krause bei phoenix, mit einem Märchen:
GR bekäme fast eine 1/2 Billionen, also 400Mrd., 1/2Bill. klingt dramatisch, aber falsch
Krause ein Grexit Anhänger u. Syriza Gegner („schickt die zum Teufel“)"
*
Die Meinung dass Krause ein Grexit-Anhänger ist haben Sie wohl eher für sich alleine.
Und die von ihm genannten 400 Mrd. Euro sind wohl fast richtig wenn man die bisher gezahlten Summen mit den neu ausgehandelten 83 Mrd. zusammen zählt.
GR hat bisher etwa 320 Mrd Euro Schulden die fast komplett durch Hilfen aus dem ESM sowie der EZB und dem IWF abgedeckt nzw. abgelöst wurden.
Dazu kommen jetzt weitere 83 Mrd.!
Vielleicht sollte man ab und zu erst etwas nachrechenen bevor man einem ARD Korrespondenten beschimpft?

falsche vorstellung einer eu

solange die deutschen (und nicht nur!) die eu in erster linie als wirtschaftsunion sehen, ist deren politik durchaus verständlich. hält man sich aber vor augen, was die eu als echte union leisten könnte, muss ich traurig zuschauen, was in den letzten monaten alles an werten verspielt wurde.
ein europa der echten solidarität, ein europa der gleichgestellten, ein europa der europabürger wird es so leider nie geben.
schade, und vielen dank dafür an deutsche bundesregierung :(

@ 18:19 von lamusica

Sie schreiben:
"Der erste Schuldenschnitt betraf praktisch nur private Anleger, keine Steuerzahler. Und man sollte dazusagen, dass GR Anleihen eine zeitlang ein Anlagetipp waren, denn die Zinsen waren auf Rekordhoch obwohl im Prinzip klar war, dass GR wg der gemeinsamen Währung nicht fallen gelassen werden würde. Kurz: da wurde wissentlich gezockt. Und diese Zockerei hat sich trotz Schuldenschnitt gelohnt. Das Risiko der Privatanleger wurde Schritt für Schritt aufgekauft in ein Risiko für Steuerzahler. Das waren allerdings nicht die Griechen. Da dürfen Sie sich bei Merkel/Schäuble bedanken."
*
Es stimmt dass der Schuldenschnitt nur die privaten Anlieger getroffen hat.
Ansonsten liegen Sie vielleicht etwas daneben in der Beschreibung.
Bei dem Schnitt haben die Banken und Versicherungen auf etwa 107 Mrd Euro VERZICHTET!
Sicher haben sie vorher über die Zinsen relativ gut verdient aber das reicht nicht um 50% Schuldenverzicht auszugleichen. Aber Bankenschelte ist ja heutzutage modern!

Schon wieder ein neoliberaler Banker.

Zum Glück gibt es auch Ökonomen, die nicht
nur Bankengewinne im Blick haben.

Zum Beispiel der Nobelpreisträger Prof. Joseph Stiglitz, der die
Austeritätspolitik von Merkel, Schäuble und EU scharf kritisiert.

@telemark 18:00, Die Wissenschaft und d. GR/EU-Krise

telemark:„Krugman .. ein Jahresgehalt von USD 250.000 .. ein lauter Befürworter von Schuldenerlassen“

1.Das ist die Methode BILD u.ä.: kann ich inhaltlich nicht punkten, greife ich die Person an

2.Krugman sagt (wie der IWF) GR ist u. war bankrott, hätte also 2010 gar kein Geld ohne Schuldenschnitt bekommen dürfen! Dazu Prof. Flassbeck, der ausführt, das Staaten nicht nach d.Methode der schwäbischen Hausfrau geführt werden können, dass ist wissenschaftl. Gesehen Unsinn, wird aber in dt. Medien rauf u. runter gebetet!

3.Die SZ schrieb zu einen offenen Brief & Kritik v. renommierten Ökonomen an Merkel, diese müßten neutral bleiben, u. dürften sich nicht i.d. Öffentl. Diskussion einmischen – Aber, dies geschieht tägl. Dutzendfach i.dt.TV (gerade Prof.Fuest, RegierungsBerater)! Das ist dann aber OK, da neoliberal,oder?

4.Sind Sie gegen eine Pluralität der Meinungen, was „verwerflich“ ist, wird aussortiert, präsentiert wird nur der alternativlose Neoliberalismus, wie in den dt. Medien!

@ telemark, 17:42, GR hat Schulden zurückgezahlt!

Hallo, Sie schrieben:
„Ihre Angaben sind leider falsch: zwar hatte GRE 2014 tatsächlich einen winzigen Primärüberschuss (<1%) - mit den "untragbaren Raten der Gläubiger" liegen Sie jedoch daneben. Die EZB als einer der Hauptgläubiger hatte 2014 einen Leitzins von 0,05%.
Das ist nahe am zinslosen Darlehen“

GR hatte zw. 2011 (355Mrd) und 2014 (317Mrd.) seine Schulden reduziert (um 38Mrd), die Schuldenquote ist aber wegen eines um ¼ geschrumpften BIPs (Austerität) stark gestiegen!

GR zahlte Kredite zurück, an IWF, EZB etc., z.T. durch aktuelle neue Kredite der Troika (3. „Rettungspakt“), da dies aber seit 5Monaten ausblieb, wurde GR zahlungsunfähig, warum blieb dies aus?

Vor allem D wollte keine Alternative Politik i.d. EU, das was fast alle int. Ökonomen gefordert haben, einen Schuldenschnitt (auch IWF) kam für den Prinzipienreiter Schäuble nicht in Frage, diese ganze Misere haben primär Merkel&Co zu verantworten, die ihre Alternativlosigkeit mit aller Macht durchsetzen wollten!

ZU 18:19 von lamusica "1. Schuldenschnitt"

"Der erste Schuldenschnitt betraf praktisch nur private Anleger, keine Steuerzahler. Und man sollte dazusagen, dass GR Anleihen eine zeitlang ein Anlagetipp waren, denn die Zinsen waren auf Rekordhoch obwohl im Prinzip klar war, dass GR wg der gemeinsamen Währung nicht fallen gelassen werden würde. Kurz: da wurde wissentlich gezockt. Und diese Zockerei hat sich trotz Schuldenschnitt gelohnt. Das Risiko der Privatanleger wurde Schritt für Schritt aufgekauft in ein Risiko für Steuerzahler.
Das Risiko wurde nicht aufgekauft, es wurde rechtswidrig enteignet. Rekordzinsen gab es nicht, abgesehen für wenige Zocker, weil gerade die deutsche Regierung die Spekulation am Ende schuldhaft zugelassen hat.
Wer nach dem €-Beitritt, wie propagiert, quasi mündelsichere Staatsanleihen gekauft hat, bekam nur marktübliche Zinsen. 2010 notierten GR-€-Anl. über pari, die Rendite war niedriger als der Nominalzins. Es ist nicht in Ordnung, die getäuschten Anleger mit Zockern gleichzusetzen!

@ 19:33 von Jumbalu

Sie schreiben:
"Ich sehe solche Aktionen schlicht und einfach, dass stimmt. So ist es für mich auch logisch, dass man sich etwas kauft für einen Kredit/Hypothek. Per Saldo bleibt also die Frage: Wo ist denn das Geld geblieben, wenn es den einfachen Bürgern in Griechenland finanziell immer schlechter geht?"
*
Wo das Geld geblieben ist kann man leicht feststellen:
Frühere Regierungen haben grundsätzlich mehr ausgegeben als sie eingenommen haben.
Vor allem auch für extreme Rüstungsausgaben weil es ja den großen Feind Türkei gibt gegen die man seit Jahrzehnten wettgerüstet hat.
Dazu kommt dass nach Euro-Beitritt die Gehälter insbesondere im Staatsdienst mehr als doppelt so schnell gewachsaen sind wie im Rest Europas. Und leider hat man vergessen Steuern einzutreiben damit man die großen Ausgaben auch decken kann. So ist der Schuldenberg seit Jahrzehnten extrem gewachsen und 2009 kam mit dem internationalen Finanzcrash der endgültige Absturz!
DA ist das viele Geld geblieben!

die KKE hatte recht damit

das jetzige regierung letztendlich auch die griechen verkaufen wird.allein da sie die krise im rahmen des jetzigen systems denkt wird ihre politik auch keinen durchbruch bringen.letzendlich sind alle sozialdemokratischen versuche wie die von syriza zum scheitern verurteilt wenn man nicht über den tellerrand hinaus schaut und das ausbeutersystem grundlegend überwindet.

das problem ist doch,

dass GR diese reformen selber gar nicht will. GR müsste aus eigeninteresse den maroden finanz- und steuerapparat, den ineffizienten beamtenapparat, das nicht vorhandene katasterwesen, die allgegenwärtige korruption usw. beseitigen wollen und das volk selber einen mentalitätswechsel hinlegen beispielsweise, dass es eine selbstverständliche pflicht ist, dem staat steuern zu zahlen.

aber all das will GR nicht. das wollten sie schon die vergangenen 200 jahre nicht, haben sich immer durchgewurschtelt und experten von außen, die dabei helfen wollten das kranke system griechenland im rahmen von kreditvergaben zu verbessern, aus dem land geschmissen. schon im 19. jahrhundert.

wie wertvoll gesetze sind, die weder die politik, noch die bevölkerung haben möchte, kann man sich ausmalen.

Volksentscheid

So, jetzt will ich auch einen deutschen Volksentscheid.
Die Griechen haben bereits nein gesagt, jetzt will auch ich "Nein" zu dieser "Rettungspolitik" und dem sinnlosen verbrennen von deutschen Steuergeldern sagen.
Gleiches Recht für alle in Europa.

Frau Merkel, her mit der Volksabstimmung zu dem Thema. Dieses "Rettungspaket" kann und darf nicht durch fraktionshörige Politiker entschieden werden.
Das ist eine Angelegenheit, welche das deutsche Volk entscheiden muß.
Oder haben Sie Angst vor Ihrem Volk und dessen Meinung?

Ja zur Volksabstimmung.

Wer soll denn so etwas akzeptieren?

"tiefgreifende Überprüfung und Modernisierung der Verfahren für Tarifverhandlungen, Arbeitskampfmaßnahmen und...Massenentlassungen nach dem mit den Institutionen vereinbarten Zeitplan und Ansatz."

"Transfer von hohen griechischen Vermögenswerten an einen unabhängigen Fonds, der die Vermögenswerte durch Privatisierungen und andere Wege monetarisiert."

Ich kann nur zustimmen: this is a coup

Verwunderung pur

Man muss sich schon sehr die Augen reiben, wenn man sich dieses "Reformpaket" genau ansieht. Entgegen jeglicher ökonomischer Vernunft wird hier einem Land, welches sich in einer dramatischen Depression befindet, zusätzlich noch ein Hardcore-Sparpaket übergestülpt, obwohl Griechenland Investitionen bräuchte. Dabei werden die Konjunkturzyklen und entsprechende Gegenmaßnahmen in jeder kaufm. Ausbildung schon im ersten Lehrjahr unterrichtet. Schäuble und Merkel richten mit ihrer Sparpolitik ganz Europa zugrunde. Schäuble vergisst vollständig, das dieses Wirtschaftssystem schlichtweg auf Fremdkapital basiert welches investiert wird, um Wachstum zu generieren. Letztendlich kaufen andere Länder unsere Export-Produkte. Auch in Spanien und Portugal sieht es schlechter aus, als man uns in den Medien weiß machen will. Außerhalb der Metropolen herrscht absolute Ebbe. Der irische Finanzminister hat bei NTV zugegeben, das es erst nach Ende der Sparpolitik aufwärts ging. Herr Schäuble: setzen 6!

"Sicher haben sie vorher über die Zinsen relativ gut verdient aber das reicht nicht um 50% Schuldenverzicht auszugleichen. Aber Bankenschelte ist ja heutzutage modern!"
Nur zur Ergänzung, die wenigsten Banken und Versicherungen haben da etwas verdient. Sie mussten die Anleihen abschreiben und somit gab es weniger Gewinn und weniger Steuern zu zahlen. So ist auch der gemeine Steuerzahler indirekt betroffen.
Manche Lebensversicherung hat an Wert verloren.
Private Kleinanleger haben weit mehr als 50 % verloren. Die Umschuldung Griechenlands kostet manchen Kleinsparer mehr als er investiert hatte. siehe z.B. hier: (WELT) http://tinyurl.com/pk83fym

Hat uns die Tagesschau

Hat uns die Tagesschau eigentlich schon verraten, wo die 86 Milliarden letztlich herkommen, d.h. wer die bezahlt? Wieviel davon trägt der deutsche Steuerzahler? Ein Teil fließt ja wohl wieder zurück als sog. "Schuldentilgung", aber ein anderer Teil ist weg. Ich höre immer nur, dass wie in D so arm sind, dass wir unsere Schulen und Hochschulen nicht renovieren können. Das würde ja "Milliarden" kosten.

re um 16:34 von proehi

"Was von den Staatsbetrieben noch zu versilbern ist, soll mit 25 Mrd. € in die maroden gr. Banken fließen damit diese dann anschließend von anderen außergriechischen Banken ohne Risiko vermutlich für lau übernommen werden können."

Was heißt denn hier "für lau"?

Wenn jemand eine Bank, egal ob griechisch oder nicht, übernehmen möchte, muss er die Aktienmehrheit von den aktuellen Aktionären erwerben.

Zum Börsenkurs oder mit einem offiziellen Übernahmeangebot an die Aktionäre.

vanPaten 18:26 und die Meinungsvielfalt

Sie mögen andere Ansichten und einen Herrn Krugman als offensichtlich verehrten Verbündeten in der Sache haben, sei's drum.

Dennoch werde ich Sie weder des "Fehlwissens" noch der "Bösartig"keit zeihen.
Inhaltlich konnten Sie meine Angaben ja nicht widerlegen.

Der im Forum zunehmend beobachtete Duktus der Unduldsamkeit, vor allem wenn "Quellen" angeführt und diese dann von Foristen auch noch kritisch diskutiert werden, ist auffallend und vor allem in einer ganz bestimmten politischen Ecke angesiedelt.

@ Rofan 19:49 und 19:53 und der Neoliberalismus

Und was wollen Sie damit auf die Sache bezogen sagen?

Man wacht früh morgens auf

Man wacht früh morgens auf und der europäische Gedanke ist auf einmal nicht mehr da...

Alle Griechen, Freunde von Griechen, und Linke reagieren mit teilweise erschreckendem Hass in den sozialen Netzwerken.

Deutschland, Holland, Finnland ......sind die Bösen. Hauptsache ist mal wieder, man hat den Bösen ... oder ?!

Es wird wieder von Diktatur, Erpressung, sogar Viertem Reich usw. geschrieben.

Schade um den Gedanken Europa, leider an Schulden und verlorenem Vertrauen !! gescheitert.

Ach ja, noch etwas :
Hut ab vor Frau Merkel und Herrn Schäuble !

@ 3004201530042015 um17.26 h

"Deutscher Neoimperialismus pur - nicht mit Waffen nein mit €€€€. Ich möchte meinen Pass gerne umtauschen, und bin gerne ein solidarischer Europäer, dem Athen, Rom, Lissabon und Madrid näher sind als Berlin."

Was hält sie davon ab ? Bis dahin können Sie ihre grenzenlose Solidarität ja schon mal unter Beweis stellen und z.B. der griechischen Regierung ihr Vermögen anvertrauen. Sollten sie keines haben bleibt ihnen aber auch noch die Möglickeit Hilfslieferungen zu organisieren oder sich als Helfer eines Wohlfahrtverbandes zu engagieren.
Sollten Sie Adressen oder weitere Ideen benötigen dürfen Sie sich gerne melden.

Lehrstunde, wie übernimmt man

Lehrstunde, wie übernimmt man ein Land ohne es militärisch zu besetzen.
Treuhand Teil zwei. Alles für die Reichen. Nichts fürs Volk. Im Prinzip kann man die griechische Regierung gleich in Brüssel einstellen. Ein rabenschwarzer Tag für Griechenland.

"Einigung WG. Griechenland"

GROSSES KINO! Z. schwört sein Volk auf nein ein, es sagt nein und er sagt ja, wie passt das? Er paukt die Forderungen in seinem Parlament durch, nachdem zuerst im Parlament passende Umbesetzungen vorgenommen wurden. Geld fließt, in einigen Monaten wirft er wirft er bzw wirft seine Regierung die Brocken hin, es gibt eine neue Regierung ... Dann Auftritt Murmeltier. Kamelle, Kamelle, wat kost' die Welt.

@ Bernd1 19:38, Ich habe W-D Krause Nicht beschimpft!

-nur kritisiert!

Bernd1:“Die Meinung dass Krause ein Grexit-Anhänger ist haben Sie wohl eher für sich alleine“

1.Nein, das hat er gesagt, in den letzten Tagen, .. hab ich irgendwo auf Festplatte, da findet man aber Zitate nicht so schnell wie in Texten

2.Das ist kein beschimpfen, das sind Feststellungen, Fakten! Wenn der Herr ARD Korrespondent aber von fast 1/2Billionen Euro Schulden d. Griechen spricht, dann ist das Populismus und Tendenziös, da -s.meinen Beitrag oben- die Schulden effektiv vorerst! kaum stark ansteigen dürften, i.ü. wenn doch, dies primär Merkel/Schäuble durch ihre ideologische Hartnäckigkeit zu verantworten haben.
(Bankenschließung: gleich pro Woche -1%BIP!)

3.Krause behauptet, namenhafte Nobelpreisträger hätten sich diskreditiert, nur weil sie letztlich für einen Schuldenschnitt sind, das würde ich schon eher „Beschimpfen nennen“, vor allem da ihm dazu die nötige Qualifikation (laut Wiki noch nicht mal eine akadem.Ausbildung!) und eine entspr. Reputation fehlt!

Man wacht früh morgens auf

Man wacht früh morgens auf und der europäische Gedanke ist auf einmal nicht mehr da...

Alle Griechen, Freunde von Griechen, und Linke reagieren mit teilweise erschreckendem Hass in den sozialen Netzwerken.

Deutschland, Holland, Finnland ......sind die Bösen. Hauptsache ist mal wieder, man hat den Bösen ... oder ?!

Es wird wieder von Diktatur, Erpressung, sogar Viertem Reich usw. geschrieben.

Schade um den Gedanken Europa, leider an Schulden und verlorenem Vertrauen !! gescheitert.

Ach ja, noch etwas :
Hut ab vor Frau Merkel und Herrn Schäuble !

Griechenland

Es war einmal ein kaputtes Land nach einem (selbstverschuldeten) Krieg das 8 Jahre nach dessen Ende auf keinen grünen Zweig kam. Dann beschlossen die Siegermächte (so wurden sie damals genannt) über die Hälfte der Schulden zu erlassen und zu erlauben den Rest auf lange Zeit zurückzuzahlen (die letzte Rate wurde 2010 bezahlt). Es war am 27.Februar 1953 in London und es sind die Steuerzahler der "Siegermächte" die die Last getragen haben.
Vergessen ?

@ buerdi um 17.40 h

"Als "Ossi" habe ich übrigens das aggieren der Treuhand miterlebt und hoffe, dass das griechische Parlament diesen Irrsinn stoppt. "

Dann haben sie ja auch miterlebt wie Millionen Rentner von heute auf morgen in den Genuss von Renten gekommen sind, die nicht weit von den westdeutschen entfernt sind. Fragen sie mal einen polnischen oder rumänischen Rentner wie gerne er dafür das " Agieren" einer Treuhand in Kauf genommen hätte.

Ein rabenschwarzer Tag für alle, Banken ausgenommen

Deutschland bürgt meines Wissens am höchsten für die Zahlungen an Griechenland und Garantien/Bürgschaften werden üblicherweise verlangt, weil man den Ausfall für möglich hält.
Da stellt sich mir ganz nebenbei die Frage, ob hier auch die Goldmann-Sachs-Bank wieder mit dabei ist. Bitte nicht vergessen:
Auszug aus dem Handelsblatt vom 18.02.2010:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/mario-draghi-top-noten...
„Die Affäre um die langjährige Verschleierung des griechischen Haushaltsdefizits bringt jetzt auch den italienischen Notenbankchef Mario Draghi in Erklärungsnot. Draghi war bei Goldman Sachs zuständig für die Geschäfte mit Staaten - und in seine Amtszeit fällt die mutmaßliche Beteiligung der Investmentbank an undurchsichtigen Finanztransaktionen. „

Griechenland=Ablenkungsdebatte

Was mit der Staatsschuldenkrise begann und mit der Eurokrise weiterging um jetzt Griechenlandkrise genannt zu werden ist eigentlich die Auswirkung eines Konflikts zwischen der Macht der Staaten also der Politik und der Finanzmärkte.
2007 hatte man die einmalige Chance diese Macht zugunsten der Staaten zu verschieben, stattdessen hat sich die Politik den Finanzmärkten übergeben und ist heute nur noch Handlanger, dieser, als alternativlosen Zwänge begriffenen systemischen Umstände.
Es schockiert mich die Mutlosigkeit und die Einfallslosigkeit der Regierenden. Tsipras hat sich diesem Diktat nun ergeben, was zwar Schäubles Namen trägt, aber letzendlich der Macht der Finanzmärkte und der Logik entspringt nach der sich Staaten nicht selbst, sondern über private Banken finanzieren müssen.

Der eigentliche Konflikt ist nicht zwischen Griechen und Deutschen, sondern zwischen den Anlegern die Zinsen erwarten und den Abhängig Beschäftigten die diese Erwirtschaften sollen.

SÜRITZA

Es schreibt sich SYRISA und es spricht sich SSIRISA.

Wenn wenigstens mal das klappt. Was wisst Ihr schon von Griechenland?

Kein Wunder, all das...

falsches Signal

Das 3. Hilfspaket ist eindeutig das falsche Signal in der Eurozone. Reformanstrengungen in anderen Ländern werden dadurch konterkariert und nicht mehr durchsetzbar sein. Eine Kluft zwischen Nord und Süd wird zum Auseinanderbrechen der Währungszone führen.

Eurokratur statt Demokratie

Was ist von einem Verhandlungsergebnis zu halten, dass durch Erpressung zustande gekommen ist?
Wenn die Griechen nun den Entscheid des Referendums ignorieren und das griechische Parlament dem "Kompromiss" zustimmt, ist es definitiv mit der Demokratie in Europa schlecht bestellt.
Die Politiker sind längst aus der Verantwortung, wenn wir die Folgen zu spüren bekommen. Warum gibt es für solche Entscheidungen, die weit in die Zukunft reichen, keinen Volksentscheid? Unseren Politikern muss man die Kompetenz dafür absprechen. Warum hören sie nicht auf Wirtschaftsexperten wie Herrn Sinn?
Dann nämlich müssten die Gläubiger ihre Forderungen abschreiben. Griechische Schulden werden nicht getilgt, sondern nur durch immer wieder neue und höhere Schulden abgelöst. Hiervon profitieren nur die Banken und institutionellen Gläubiger, die Steuerzahler übernehmen die Garantien dafür.

@sofarevoluzzer:entschärfte antwort auf frechheit

an boliche:
(leider nur verzerrt zitiert&"geantwortet")
"Die Staatsschulden BRD sind mit Staatsanleihen am Kapitalmarkt finanziert. Die haben eine feste Laufzeit&fest vereinbarte Zinsen."Fälligstellen"(das Sie vlt aus privaten Zusammenhängen kennen) gibt es bei Staatsanleihen nicht"

Ah ja,&das hohe Summen ständig fällig sind&abgelöst werden zu AKTUELLEN Zinsen ist Ihnen nicht bekannt?
Und wie das funktioniert,mit den"aktuellen"Zinsen,das wollen Sie nicht mal sich aneignen vlt,siehe auch mein Post,welcher den Mechanismus kursorisch,aber korrekt beschreibt?
Fände ich nett,würde dann gerne wieder von Ihnen hören.Daß diese Kredite,wenn nicht"billig"abgelöst,ein RiesenProblem werden,das verstehen Sie?

@ telemark, 17:42, GR hat Schulden zurückgezahlt!

Ein Schuldenschnitt ist im Euro nicht möglich. Da müssten erst alle Regeln geändert werden, welcher Staat spielt da mit ? Weiterhin hat Wolfgang Schäuble mit seinem Grexit auf Zeit Griechenland eine goldene Brücke gebaut nur keiner hat´s gemerkt. Bei einem Grexit, auch nur für einen Tag, wäre ein Schuldenschnitt möglich.

internationale Reaktionen sind erschreckend

Ich muss zugeben, ich bin nicht überrascht, wie wenig die Tagesschau die internationalen Reaktionen auf den Griechenland-Deal reflektiert.

Aber mich haben diese Reaktionen definitiv überrascht, eigentlich sogar erschüttert. Der Twitter hashtag #thisisacoup ist nur eine der extremen Formen. Aber selbst viele ernsthafte und definitiv nicht linksgerichtete Journalisten nehmen sich der deutschen Rolle an.

Nur ein paar Beispiele: Roger Cohen bringt "die deutsche Frage" (the German question) in der NYT wieder auf die Tagesordnung. Und kein einziger (!) Guardian-Journalist spricht positiv über den Deal (selten in dieser Zeitung).

Das zeigt mir eins: auch wenn es viele Deutsche, und noch mehr die deutschen Medien, nicht wahrhaben wollen, die deutsche Politik wird international ziemlich negativ aufgenommen.

Dagegen hilft es auch nicht, wenn hartgesottene Kommentatoren gleich wieder probieren werden, jegliche Kritik zu diskreditieren. Ich fürchte, der Schaden ist bereits angerichtet. Schade

enttäuscht...

...bin ich nicht...
...das Ergebnis war zu erwarten...
Der Euro muss auf Teufel komm raus in seiner jetzigen Form erhalten bleiben - zusammengeschustert aus völlig unterschiedlichen, inkompatiblen Volkswirtschaftssystemen....
Auf Seiten der Geberländer herrscht die Angst, eines Ausscheidens ("verlorenes Kind")...ich denke Angst ist der denkbar schlechteste Ratgeber...
Einen Bankrott mit noch mehr Kreditgewährung zu bekämpfen ist einfach absurd...zumal Griechenland in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen hat, dass es die Gelder nicht zum Aufbau einer tragfähigen Infrastruktur nutzt...
Das Schlimmste: Alle Seiten fühlen sich betrogen...

Ergebnisse Schlucken

Nachdem mein Beitrag mit Beispielen nicht freigeschaltet wurde versuche ich es doch andersherum.

Kann mir einer der Kommentatoren erklaeren, was genau denn positives seit dem Amtsantritt durch Tsipras bewirkt wurde?

Mir scheint es eher, dass man nach 6 Monaten mit verschleuderter Zeit, vielen gebrochenen Versprechungen (im Land und nach Aussen) und Linkem-Ideologie-bla-bla resuemieren muss, nicht allzu viel erreicht zu haben, ausser dass nochmal 90 Mia ELA Kredite weg sind und die Wirtschaft endgueltig darnieder liegt (Nach zaghaftem Wachstum).

So sieht also Linke Politik aus? Dann weiss man warum man aehliche Stroemungen in anderen Laendern (inkl D) besser nicht waehlen sollte.

Nach sechs Monaten zurueck auf Los - aber halt noch mit weniger Startkapital...

Ende der Eurozone?

Ich bin entsetzt.

Der 13. Juli wird vermutlich in die Geschichte Europas als Beginn des Endes der Eurozone eingehen. Zunächst aber des Euro.

Milliarden über Milliarden, alles in den Sand gesetzt. Wir alle wissen, dass Griechenland zwar zähneknirschend die Übereinkunft mit den anderen Staaten unterschreiben, aber nicht einhalten wird. Alle wissen es, alle! Alle!!

Wie lange wohl wird es bis zum nächsten Grexit-Szenario dauern? Ein Jahr, zwei?

Und welchen Eindruck macht das Geschacher auf andere Staaten, die sich aus eigener Kraft berappelten? "Waren wir blöd?"

Sicher ist: Der Euro wurde mit viel Tamtam eingeführt, führte aber zur Entfremdung, zur Abneigung, ja zum Hass zwischen den Beteiligten, ist also alles andere als völkerverbindend.

Allen flotten Sprüchen zum Trotz: Scheitert der Euro, scheitert der Euro!

Nicht Europa.

Kein Grexit....

Der Gerxit ist abgewendet. Das heisst wir, die anderen Europäer, müssen weiterhin zahlen. Dem dritten wird ein viertes Hilfspaket 2018/2019 folgen. Gott steh uns bei.

@Feidl

"Das was Griechenland jetzt durchmachen muss, trotz linker Regierung, ist wohl mehr als genug Warnung an andere Staaten, nicht zu sehr auf Konfrontationskurs zu fahren, sondern notwendige Reformen frühzeitig durchzuführen, sonst wird es nur noch schlimmer und härter."

Richtig und das ist ein Teil der Gefahr. Denn die Spanier, Italiener oder Franzosen könnten kalkulieren und sich, wenn es soweit ist, etwas reformfreudiger zeigen als jetzt die Griechen. Schon bekommen sie ein paar Milliarden und können die jetzt schon nötige Sparpolitik ein paar Jahre herausschieben und diese dann ganz bequem vor der eigenen Bevölkerung mit dem deutschen Spardiktat rechtfertigen.

Italien ist mit einer Schuldenquote von 130% bald schon ein potenzieller Kandidat.

20:38 von Bill Hicks

Es schockiert mich die Mutlosigkeit und die Einfallslosigkeit der Regierenden. Tsipras hat sich diesem Diktat nun ergeben, was zwar Schäubles Namen trägt, aber letzendlich der Macht der Finanzmärkte...
//
Wenn sie jetzt Finanzmaekte mit Realitaet ersetzen wirds richtig.

Der eigentliche Konflikt ist nicht zwischen Griechen und Deutschen, sondern zwischen den Anlegern die Zinsen erwarten und den Abhängig Beschäftigten die diese Erwirtschaften sollen
//
Diese Zinsen von Staatsanleihen wurden durch die Spirenzchen von Staaten wie Griechenland fast vernichtet und muessen nun mit massiven Stuetzungkaeufen halbwegs gesichert werden.
Staatsanleihen ist uebrigends das Teufelszeug, dass fuer die Altersversicherung der Mehrheit der deutschen Sparer gesetzlich erzwungen gekauft werden MUSS, um sicher Renditen zu erzielen.

Wenn das nicht passiert - und das ist auch Realitaet - dann frisst die Inflation Ihre Vorsorge auf.

Genau so wie die Schulden der Griechen...

Wir retten ja nur Banken...

Eine der Voraussetzung für das "Hilfspaket"

- Stärkung des Finanzsektors und Ausräumung jeglicher Möglichkeit politischer Einflussnahme im Bankenbereich.

Das kann man eigentlich unkommentiert hinstellen, da jeder normal denkende Mensch weiß, was die Folgen sein werden.

@telemark 20:16, Merkels falsche Wirtschaftpolitik

telemark:“was wollen Sie damit .. sagen?“

Das 2 Ideologien aufeinanderprallen, wirtschaftlich & sozialpolitisch, und in D eine Seite als Alternativlos gilt!
Merkel hat 2010 Fehler gemacht, GR hätte die Kredite so nicht bekommen dürfen, da schon klar war, dass die nicht zurück zahlen können.

Man stelle sich nur D vor, welches wirtschaftl. ja „blendend“ da steht, D müßte 2,5Bill. Schulden abtragen (etwa adäquat zu GR), nur um dann auf dem heutigen Stand von ca. 80% d.BIP(auch Regelwidrig!) zukommen.

Dann die Forderung nach einem Außenhandelsüberschuss in GR! Das kann rein mathematisch in einem geschlossen System (EU) nicht für alle funktionieren, da D als größte Wirtschaft ca. 200Mrd. Handelsbilanzüberschuß („Exportweltmeister“) hat, müssen demgegenüber i.d. EU ein Minus, also Schulden stehen! Das ist Mathematik! D.weltweiten Exporte u.deren Überschuß ändern zwar die Größenordnung, nicht aber die Tatsache als solche.

Dies alles sagen u.a. auch Nobelpreisträger Krugman und Varoufakis!

um 20:37 von Maria102

Ich will weiss Gott GS nicht schoenreden und das was Draghi da macht auch nicht;

Bitte nehmen sie aber auch zur Kenntnis, dass sich Griechenland Goldman Sachs als Berater geholt hat, und das wohl nicht weil die gerade die billigsten waren...

Diese Leute machen einen (moeglicherweise schmutzigen) Job. Aber ich weiss nun nicht, ob ich deswegen deren Auftraggeber als "Opfer" betrauern soll.

Kreditsteuer für die Griechen

Was haltet ihr von einer KREDITSTEUER die alle Griechischen Banken abgeben müssen?
Und so funktioniert es:
JEDER Kredit der bei einer griechischen Bank vergeben wird prinzipiell mit sagen wir 0,1% auf den KREDITZINS BESTEUERT. Wenn der Kredit zurückgezahlt wird, Fließt die Steuer AN den griechischen STAAT zurück. Dabei ist wichtig das wirklich jeder Kredit besteuert wird aber die Steuer nicht vor der Rückzahlung des Kredites fällig wird.
Das wär dann sozusagen eine Art Mehrwertsteuer für Banken.
Was glaubt ihr ist diese Perspektive Langfristig?

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