Kommentare

Die übliche Vergehensweise in amerikanischen...

Companies. Erst verpennen die Manager die Zeichen der Zeit. Währenddessen wird die Firma gemolken um den Aktionären die Tasche zu füllen. Keine Neuinvestitionen über Jahre. Dann gerät man in Schieflage und feuert Tausende von Leuten raus, was kurzzeitig wieder die Dividende erhöht. Es kommt wie es kommen muss. Der Laden wird immer defizitärer, man filetiert ihn und verscherbelt nochmals schnell die besten Stücke. Und am Ende ist die Firma hin und man verkloppt den Rest inkl. Namen an irgendein asiatisches Unternehmen. So oder ähnlich passiert es in der Wirtschaft, die nach anglo-amerikanischen Vorbild arbeitet nahezu täglich in groß oder klein. Und am Ende sind die Verlierer immer die Mitarbeiter, während die Aktionäre ordentlich Reibach gemacht haben.

Da zeigt es sich,

dass für viele Verbraucher der PC eher ein Spielgerät, denn ein Arbeitsgerät darstellt.
Nach dem Start von Tablets und Smartphones sind diese Konsumenten voll und ganz mit Computertechnik ausreichend versorgt.
Wer jedoch wirklich damit arbeiten muss, seien es CAD Anwendungen, Datenbankprogrammierungen oder verfassen von wissenschaftlichen Texten greift lieber zu einem PC oder gutem Laptop. Sollten es in Zukunft noch kleinere Spielzeuge geben, die Günstiger sind, wird sich der Kunde wohl dahin wenden.

Das trifft es auf den Punkt

"Das 76 Jahre alte Unternehmen hat erst spät darauf reagiert, dass Kunden verstärkt Smartphones und Tablets statt herkömmlichen Computern kaufen und immer mehr Geschäfte gleich online erledigen."

HP ist ein Dinosaurier, der sich zu langsam bewegt.

Es kamen noch ein paar folgenschwere Fehlentscheidungen dazu:

- die Annahme, man könne Palm kaufen, Smartphones herstellen, und sofort mit Apple und Android konkurrieren. Statt Neuentwicklungen wurden die Palm Geräte weiter produziert, und das Projekt nach kurzer Zeit beendet.
- man versuchte mit WebOS Tablets Fuß im Tablet Markt zu fassen. Aber noch vor dem offiziellen Verkaufsstart wurde auch dieses Projekt beendet.
- danach versuchte man es mit Windows (nicht RT) Tablets, und entschied sich Notebooks mit abnehmbaren (Tablet)Displays zu produzieren.

Das alles passierte innerhalb weniger Jahre, und derartige Sinneswandel Sorgen nicht für Vertrauen bei der Kundschaft in ein zukunftssichetes Unternehmen zu investieren.

und so geht die zivilisation dahin

an diesem Beispiel kann man sehr schön sehen wohin es geht. Es wird nicht mehr Unternehmen in der Welt, es werden weniger dafür aber um so größer. Wenn es dann mal unangenehm wird, werden mal eben tausende Menschen arbeitslos. Aber Kritik ist unerwünscht, da die großen so viele Arbeitsplätze schaffen, nun das Ergebnis sieht man ja.

Leider wird daraus nichts gelernt. Ich denke, dass es noch viel größere Unternehmen geben wird und dann sind Zahlen wie 200000 oder 500000 auch möglich.

Aber wir ernten was wir wählen und ärgern sollte man sich dann nicht, da unfair gegenüber denen, die mahnend darauf hingewiesen haben.

Das wird automatisch zu einer Kette führen, die nochmal soviele Arbeitsplätze kosten wird nur bei anderen Unternehmen. Und die Zinswende in den USA rückt immer weiter in die Ferne. Super Dünger für das Voranschreiten im Währungskrieg.

@ dummschwaetzer

Vermutlich geben Sie die schablonenhafte Beschreibung zu. Nicht nur amerikanische Konzerne sind in der Lage, Entwicklungen zu zögerlich zu folgen: vgl. Siemens, Nokia, ... Nicht nur kommerzielle Unternehmen, sondern auch Staaten haben die gelegentliche Tendenz, sich in guten Zeiten auszuruhen und den Entwicklungen hinterher zu sehen (Preußen z.Zt. Napoleons z.B., Japan und China z.Z.t des Kolonialismus ...). Das Problem, auf das Sie aufmerksam machen wollen, sind anscheinend die Profite der Profiteure, die in der Zwischenzeit absahnen - aber das tun sie i.d.R. nicht auf Kosten von Investitionen, sondern schon in guten Zeiten auf Kosten der Arbeitenden. So sehe ich das jedenfalls. Ich fürchte allerdings, dass wir das nicht unterbinden können - nur auf Kosten der Förderung von Mut und Tatkraft.

franzotto

Stellenabbau...

Interessant das hier in dem Artikel nicht erwähnt wird WIE die Stellen abgebaut werden sollen.

Es ist mitnichten so dass HP auf 30.000 Mitarbeiter verzichten kann. Die Mitarbeiter (hauptsächlich aus der Consulting Sparte) werden an Personaldienstleister "verkauft" und dann wieder auf Contracting Basis in den Projekten eingesetzt. Natürlich zu 30% weniger Gehalt und Verzicht auf die erarbeiteten Benifits wie Urlaubsanspruch oder Boni.

@dummschwaetzer
Ja, vollkommen richtig... arbeite selber seit Jahren für US Unternehmen und sehe derart immer wieder, gepaart von der unglaublichen Hybris in der Führungsetage: "Wir sind die größten und wer es nicht glaubt hat einfach keine Ahnung". Leider hilft dass auch nicht wenn der Kunde die Produkte/Dienstleitungen nicht will weil sie nicht konkurrenzfähig sind.

Diese Zeilen sind auf einem HP EliteBook Folio 9480m geschrieben, mein Firmenrechner und ohne Überteibung... der mieseste Firmenrechner den ich in vielen Jahren erstragen musste...

Aus eigener Erfahrung kann ich da mitreden.

Die Gummiwerke Cluth, in Köln, mit Patenten in der Fördertecknik und schalldämmende Schienenbefestigungen wurde von Conti übernommen und dann abgewickelt. Die Belegschaft wurde entlassen. Die Patente verwertet und die Aktie machte einen Kurssprung.

Creative Destruction

Investoren wollen in aller Regel, dass es einem Unternehmen gut geht, dass es innovativ ist und Gewinne macht. Die meisten Unternehmen durchlaufen einen Zyklus an dessen Ende sie irgendwann die Zeichen der Zeit verpassen und untergehen. Der Ökonom Joseph Schumpeter nannte dies "Kreative Zerstörung". Denn die freigesetzten Ressourcen können dann billiger von anderen Unternehmen absorbiert werden, die besser in der Lage sind die Wünsche der Verbraucher zu erfüllen.

@dummschwaetzer

"Und am Ende sind die Verlierer immer die Mitarbeiter, während die Aktionäre ordentlich Reibach gemacht haben."

Sie machen Ihrem Namen alle Ehre. In Anbetracht dessen, das die Aktie heute unter dem Wert von vor 10 Jahren steht, haben natürlich die Aktionäre einen ordentlichen Reibach gemacht. ;-)

@franzotto

Sie schreiben: "... Profite der Profiteure, die in der Zwischenzeit absahnen - aber das tun sie i.d.R. nicht auf Kosten von Investitionen, sondern schon in guten Zeiten auf Kosten der Arbeitenden"

Adam Smith hat 1776 gezeigt, dass es nicht Arbeit, keine soziale Umverteilung oder Sozialgesetzgebebung sonder einzig und allein das "selbstsüchtige" Gewinnstreben ist, dass für Fortschritt und für den Wohlstand Aller verantwortlich ist.

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