Ihre Meinung zu: FAQ: Cannabis auf Rezept - wo, wie, warum?

6. April 2016 - 15:11 Uhr

Kiffen gegen Krebs? So einfach ist es wohl nicht, aber unbestritten ist die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis. Bei welchen Krankheiten wird Cannabis eingesetzt? Und wann zahlt die Kasse? Barbara Schmickler mit Antworten.

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Kommentare

Doppelmoral oder Schikane?

Es wird ohne großes Problem bei entsprechender Indikation Morphium verschrieben und auch von allen Kassen bezahlt. Wo also ist das Problem mit Cannabis das vielen Menschen helfen könnte?

Man kann durchaus diskutieren ob der Eigenanbau erlaubt sein sollte oder nicht. Aber doch nicht über die Verschreibungsfähigkeit oder die Zahlung durch Krankenkassen.

Ist den Gegnern eigentlich klar daß in so gut wie jedem Hustensaft Opiate sind? Und da gehören ganz sicher keine hinein.

Menschen, denen nichts weiter hilft als Morphium oder Cannabis, gehen sehr verantwortungsbewußt damit um und nehmen dieses nicht um sich zu berauschen sondern z.B. Schmerzen zu lindern die sonst nicht auszuhalten wären.

Es ist also an der Zeit daß Cannabis als Medikament genau so behandelt wird wie Morphium.

Freigabe

Hab frueher auch geraucht, seit ich aufgehoert habe muss ich nun Medikamente fuer die Augen nehmen.
Psychosen hatte ich keine.
Cannabis habe ich seit ich 14 bin konsimiert.
Jetzt bin ich 50 und die Entscheidungstraeger sollten beser mal das Zeug als Ihre Aufputschmittel zu sich nehmen.
Wenn in Staaten wie den USA/Holland, Cannabis erlaubt ist sollte es bei uns auch freigegeben sein.
Einer meiner lieblins Bands ist immer noch Cypress Hill.

ein natürlicher, sehr potenter und sehr günstiger Wirkstoff

Es wird Zeit, dass sich bei dem Thema etwas tut.
Die Wirkstoffe des Hanfs werden seit Jahrtausenden von Menschen verwendet. Sie haben ein hohes medizinisches Potential und in großen Mengen angebaut/weiterverarbeitet wären die Wirkstoffe günstiger als viele andere, die sie ersetzen oder ergänzen können.

Zu den Widerständen:
- Opioide, Amphetamine, Benzodiazepine sind viel gefährlichere Drogen und werden massenhaft medizinisch verwendet.
- schlechte Datenlage: Da muss der Staat die nötigen Studien in Auftrag geben. Die Pharma-Industrie hat keinerlei Interesse an diesen Wirkstoffen, weil man damit kein Geld verdienen kann.

Wayne Medizin

Es gibt nur einen einzigen Grund Kannabis überhaupt zu verbieten, und das ist der einfache Anbau und die damit einhergehende schlechte Versteuerbarkeit.
Wenn das aber das einzige Argument ist, sollte es schlicht legalisiert werden. Immerhin kann ich in Wick Day Med auch Amphetamine legal kaufen, was spricht da gegen natürliches Cannabis?

ich möchte auch diese pflanze,

alleine schon, um die aussagen und ankündigungen unserer politikerdarsteller aushalten zu können.

Cannabis auf Rezept

Eine mir sinnvoll erscheinende medizinische Anwendung von Cannabis sehe ich insbesondere auch am Lebensende. In der Sterbebegleitung wirkt es m. E. besser gegen Angst- und Unruhezustände als die üblichen Psychopharmaka (Tranquillizer - Neuroleptica - Antidepressiva). Es ist nebenwirkungsärmer insbesondere in Bezug auf die beim alten Menschen oft bestehende polypragmatische medikamentöse Basistherapie (acht bis zehn Phamaka sind keine Seltenheit, da noch Psychopharmaka drauf gibt dem Patienten oft den Rest, er isst und trinkt nicht mehr und verwirrt zunehmend).
Auch bei fortgeschrittener Altersdemenz sollte in Pflegeheimen ein Behandlungsversuch mit Cannabis gewagt werden dürfen.

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