Ihre Meinung zu: Illegale Autorennen: Erst Adrenalinkick, dann Knast

23. September 2016 - 13:49 Uhr

Sie liefern ihren Teilnehmern Adrenalin pur, doch illegale Autorennen können auch tödlich enden. Darum brachte der Bundesrat eine Gesetzesinitiative auf den Weg, durch die den Rasern künftig jahrelange Haft drohen kann.

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Kommentare

Tempo 100 bis 25

Tausende Unfälle, viele Opfer wären vermeidbar, wenn wenigstens die jungen Autofahrer zwingend einen Fahrtenschreiber installiert haben müssten.
Dieser hätte die Geschwindigkeit und wesentliche Funktionen wie das Betätigen der Bremse, der Blinker usw. aufzuzeichnen.
Die zulässige Geschwindigkeit für alle Fahranfänger bis 25 wäre mit 100 km/ h zu limitieren, ein gut sichtbares Zeichen am Auto vorzuschreiben.

Für gewöhnlich...

... denken diese Raser nicht über die Folgen nach. Da wird auch kein Gesetz der Welt helfen. Alle 50 Meter ne eingebaute Bodenwelle wären wohl das einzigste was helfen könnte. Vielleicht auch eine vom Werk aus festgeschrieben Motorleistung,die sich nicht manipulieren lässt. Habe sowieso nie Verstanden warum bei Autos im normalen Straßenverkehr mehr als 90 PS nötig sind. Bei LKWs und Baufahrzeugen macht das ja noch Sinn aber bei unseren Geschwindigkeitsbeschränkungen ist es relativ sinnfrei mit 200 PS durch die Stadt zu fahren. Unsere Umwelt würde es uns wohl danken aber das interessiert ja auch die wenigsten Autofahrer.

@Barthelmus

Also bitte, wegen ein paar Hundert Kindern die Rennspiele mal real ausleben, muss doch nicht jeder 18 jährige drangsaliert werden.

Ich konnte auch mit 18 schon erkennen wo ich wie schnell fahren darf und fahre seit 15 Jahren Unfallfrei mit 2 Tickets wegen 7-12 km/h zuviel.

Allerdings halte ich derartige kindliche Raser für reichlich dumm, vor allem die Strecken lassen an der geistigen Gesundheit zweifeln, liegen sie doch selten in ländlichen Regionen sondern am liebsten in Städten mit reichlich Publikum und anderen Verkehrsteilnehmern.

Die Strafen für derartig kurzsichtige und rücksichtslose Aktionen sollten nicht nur eine mögliche Haftstrafe sondern auch der vollständige Entzug der Fahrerlaubnis sein.

Jemand der Restmengen THC im Blut hat ist eine Gefährdung für die Allgemeinheit, aber wer bei klarem Kopf das Leben anderer riskiert bekommt einen Monat Fahrverbot? Fail
Schnell fahren kann jeder Backstein, das Pedal runterdrücken ist keine Kunst.

Der Sinn von Strafen

Wieso werden Strafen immer danach entschieden, ob sie abschrecken oder nicht. Was sagt man denn den Angehörigen der Menschen, die als Unbeteiligte als Folge der Raserei zu Schaden oder gar zu Tode kommen? Dass die Täter mit einer Geldstrafe davon kommen und ihnen der Führerschein entnommen wird? Der Staat tut gut daran, den Bürgern zu vermitteln, dass auf Taten auch angemessene Strafen folgen. Der Verlust der Freiheit ist bei schwerer körperlicher Schädigung ja wohl angemessen.

In dem Artikel geht es darum,

In dem Artikel geht es darum, Raserei endlich mit angemessenen Strafen zu belegen. Finden wird man die Täter schnell. Bei uns auf der Strasse zähle ich allein bis 23:00 bis zu 10 Fahrer, denen jegliche Regel egal zu sein scheint und das Leben anderer ebenfalls.

Was bringt "bis zu 10 Jahre"?

Was bringt eine Androhung von bis zu 10 Jahren wenn das ohnehin nicht ausgeschöpft wird?
Denn jetzt ist schon deutlich mehr als 1 Monat und 400€ möglich. Nur wird das nicht ausgeschöpft. Die "Rennfahrer" könnten jetzt schon ihren Schein dauerhaft verlieren bis sie eine MPU bestehen. Und wenn sie ohne erwischt werden können sie jetzt schon dafür in den Bau. Also was soll das neue jetzt genau bringen?
Wer bei einem illegalen Rennen einen Menschen verletzt bekommt jetzt schon seine Freiheitsstrafe.

Man muss nur mal Hoeneß und ebenfalls bis zu 10 Jahren im Hinterkopf haben. Was hat der für 28 Millionen bekommen?

Die Medien und Kinos sind gefragt!

Solange den adrenalingierigen Hitzköpfen solche Autorennen in Kinofilmen durch die angeblich zu gewinnende Stärke, Macht und Bewunderung aufreizender „Girls“ schmackhaft gemacht werden, helfen Appelle wenig.

Während sich Muskelpakete in hirnlosen Gangs durch eine dicke Faust beweisen können, braucht es im Auto nur einen leichten Druck aufs Gaspedal.

Nein, hier ist nicht die reine Erziehung durch Strafandrohung (die ich befürworte) gefragt, hier sind auch die gegenwärtig in unserer Gesellschaft am effektivsten auftretenden Erzieher und Meinungsbildner in der Verantwortung. Das sind längst nicht mehr die „Erziehungsberechtigten“ (obgleich die Eltern mit ihrem Versagen mitschuld sind), das sind in der Informationsgesellschaft die Medien.

Wer leicht Beeinflussbaren suggeriert, dass Tempo und Rücksichtslosigkeit einfach nur geil sind und man das nach dem Kinobesuch/Fernsehfilm am besten gleich ausprobiert, muss sich nicht wundern.

@15:02 von Barthelmus

„Die zulässige Geschwindigkeit für alle Fahranfänger bis 25 wäre mit 100 km/ h zu limitieren, ein gut sichtbares Zeichen am Auto vorzuschreiben.“

Welche Wirkung hätte das auf nächtliche Autorennen in Städten? Ich verstehe den Zusammenhang nicht ganz.

@Barthelmus

Wer bewusst zu schnell fährt, dem ist es egal ob er das darf oder nicht - er macht es ja schon. Da können Sie die Höchstgeschwindigkeit auch auf 30 reduzieren. Es muss aber ganz klar sein: wer bei einem Rennen erwischt wird, hat ganz klar gegen die "AGB" der Straße verstoßen und muss dafür entsprechend bestraft werden. Wenn nötig mit Ausschluss.

Ein bisschen Knast

ist viel zu wenig, wenn aus Geltungssucht und Machismus der Tod unbeteiligter dritter billigend in Kauf genommen wird. Diese Täter haben bei mir jedes Mitgefühl verspielt. Ein lebenslanges Fahrverbot ist unabdingbar. Die Autos müssen, wenn reparabel, auf Kosten der Halter repariert werden. Wenn nicht müssen diese einen neuwertigen gleichwertigen Ersatz finanzieren, der sofort vom Staat beschlagnahmt und der Polizei als hochwertiges Fahndungfahzeug zur Verfügung gestellt wird. Den Angehörigen der Toten oder den Verletzten ist eine lebenlange Rente zu zahlen. Nur so geht es, alles andere ist unangemessen bei diesem leichfertig verursachten Leid.

Man kann nicht alle unter Generalverdacht stellen

Alle Jungen "Fahranfänger" bis 25 Jahren unter Generalverdacht zu stellen finde ich falsch. Sicher mag es viele geben, die noch nicht so sicher fahren, bestimmt aber auch genau so viele die sich wissen zu benehmen im Straßenverkehr. Bloß das blöde ist, diese fallen nicht auf. Dann müsste man genau so eine allgemeine Fahrtauglichkeitsprüfung für ältere Verkehrsteilnehmer fordern und Alkoholiker müssten vor Fahrtantritt pusten und können dann erst fahren.

Aber generell eine Gute Sache, wenn das Gesetzt durch kommt. So harte Strafen braucht es, wenn man diese Leute erwischen will.

Beschlagnahme

allein drastischere Strafen können hier helfen. Auch Führerscheinentzug oder Ähnliches hätte kaum abschreckende Wirkung, viele von den Duellanten haben nämlich schon gar keinen mehr. Lösung : Die "Lieblinge" der PS-Junkies staatlich beschlagnahmen und ggf. vernichten lassen. Im Schadensfall Gefängnisstrafen, Sozialprognose hin oder her ... Mit Punkten und Geldbußen kommt denen doch keiner mehr bei.

Wenn man in die Autos ....

reinschaut, fühlt man sich an "Manta, Manta" erinnert, nichts in der Birne auf Fahrer-und Beifahrerseite .

Endlich

Endlich Knast für diese Wahnsinnigen.

@Barthelmus

Also auf meiner Tour von der dänischen Grenze in Richtung Frankfurt waren die meisten, die mit 200km/h an mir vorbeigerast sind keine unter 25-jährigen.

Und um mich Ihrer Verallgemeinerung anzuschließen: Die Leute im Süden unserer Republik fahren um einiges bekloppter durch die Gegend als die Nordlichter.

Jahrelange Haft ist übertrieben.

Allerdings: Führerschein einziehen, 5-10 Jahre Sperre, Auto konfiszieren und 10.000 Euro Geldstrafe plus Sozialstunden sind angebracht. Sagen wir nach dem 2. Vergehen, eine Warnung ist fair.

Wird nicht viel bringen

Die Opfer dieser Täter sind doch den Hörigen des deutschen "Rechtsstaates" nicht mal ein müdes Lächeln wert.
Täterschutz heißt wie üblich die Devise.
Man wird sich mal wieder auf einen faulen Kompromiss einigen der den Opfern dieser AdrenalinJunkies, nichts als den Weißen Ring lässt.

Der Schutz der Bürger scheint zweitrangig...

"Bislang werden illegale Autorennen lediglich mit einer Geldbuße von maximal 400 Euro sowie mit einem einmonatigen Fahrverbot."

Klingt wie ein Auszug aus dem Strafgesetz der Schildbürger. Unfassbar wie kalt diesen angeblichen Rechtsstaat die Lust am Rasen unter in Kaufnahme von Toten und Schwerverletzten, lässt. Andererseits, seit wann hätten Täter in diesem Land etwas zu befürchten...

Generalverdacht?

@Barthelmus
Stellen Sie jetzt alle jungen Autofahrer unter Generalverdacht?
Und wenn ja, warum werden dann von Ihnen nicht auch die "alten" Verkehrsteilnehmer stigmatisiert, die ebenfalls immer wieder in schwere Unfälle verwickelt sind?
Und übrigens, ich war auch mal jung und habe mich nicht an Autorennen beteiligt!
Die Frage die man stellen sollte ist, warum sich einige wenige dazu hinreißen lassen, das Risiko einzugehen, tödliche Unfälle zu verursachen?
Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden. Wer das Risiko eingeht sollte hart bestraft werden - für mich sind diese Personen nicht fähig ein KFZ verantwortungsbewusst zuführen.

@16:18 von The Story

„Die Frage die man stellen sollte ist, warum sich einige wenige dazu hinreißen lassen, das Risiko einzugehen, tödliche Unfälle zu verursachen?“

Ja, warum wohl? Weil sie es können. Und weil man sich in unserer Gesellschaft bei „den Massen“ nicht mehr mit Wissen, Entdeckung, Neugier und Mitgefühl profilieren kann, sondern nur noch mit Betrug, Gewalt, Profitgier und Andere-über-den-Tisch-ziehen. Sieht man schon an den Wahlergebnissen: Wer was für andere tut und übrig hat, wird verunglimpft, wer (auch indirekt) Gewalt predigt, hat Zulauf.

Lesen Sie meinen Kommentar von 15:27 Uhr. Auch daher weht der Macho-Wind.

Stafen sind nötig

@Lisa
"Für gewöhnlich...denken diese Raser nicht über die Folgen nach. Da wird auch kein Gesetz der Welt helfen."

Aber es kann verhindern, dass der gleiche Raser eine Woche später den nächsten Unbeteiligten ins Krankenhaus fährt. Daher sind hohe Strafen dringend erforderlich.

Folgender Vorschlag.

Teilnehmern und "Veranstaltern" an und von illegalen Strassenrennen ohne Verletzte oder Tote: 3000€ Geldstrafe, Führerscheinentzug für ein Jahr und Zwangsabmeldung des Fahrzeugs (egal ob Halter oder nicht) entsprechend dem Entzug der Fahrerlaubnis.
Anschliessend Prüfung der charakterlichen Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs. Schon allein diese Massnahmen werden mehr fruchten als zB. 2 Jahre Haft zur Bewährung.
Bei schweren Verletzungen oder Tod unbeteiligter Personen: mindestens 10 Jahre Haft, Entziehung der Fahrerlaubnis auf Lebenszeit und Einziehung des Fahrzeugs mit anschliessender Verteigerung für einen guten Zweck, wobei Angehörige des Verursachers ausgeschlossen sind!! Das wäre auch eine Möglichkeit, dass Eltern, Verwandte und Freunde vielleicht auf solche Idioten einwirken, bevor es soweit kommt.
So könnte es klappen, glaube ich. Denn nichts ist schlimmer für solche Typen als ohne Auto leben zu müssen!!!

Wer solche Rennen fährt

sollte ohne wenn und aber in den Knast wandern, warum so lange damit gewartet wird und überhaupt diskutiert wird ist nicht erklärlich.
Einsperren die Größenwahnsinnigen.

Gruß

15:19, jens63

>>Wieso werden Strafen immer danach entschieden, ob sie abschrecken oder nicht.<<

Aus einem ganz einfachen Grunde:

Wenn die Strafe abschreckend wirkt, gibt es keine Tat und damit auch keine Opfer.

Einem Opfer nützt es wenig bis nichts, wenn der Täter hinterher hart bestraft wird. Es darf gar nicht erst zur Tat kommen.

Deswegen muss die Strafe abschreckend wirken. Freiheitsstrafen tun das.

Das Einzige, was hilft, ist

Das Einzige, was hilft, ist nach einmaliger Verwarnung Beschlagnahme des Autos, Ableistung von Sozialstunden (macht unglaublich demütig) und Verkehrsunterricht mit anschließender Prüfung (stinkt vermeintlich coolen Rennfahrern tierisch und blamiert sie unendlich).

Strafen sind nicht alles

Viele Strafen sind zu gering. Wer zum zweiten mal viel zu schnell gefahren ist (+50% erlaubte Geschwindigkeit)sollte sein Auto abgeben müssen.
Es sind nicht die junge Fahrer bis 25, sondern oftmals 25-30 Jährigen, die Rennen fahren. Genau so ist die Kategorie der Raser meistens 40-50 Jahre alt, und fährt sie meistens BMW oder Audi, und Firmenwagen.
Ich begreife das ein Auto etwas "Reserve" unter der Haube haben soll, aber über 200Km/H muss eigentlich keiner fahren. Der Zeitgewinn ist minimal, die Gefahr viel zu groß.

Komisch

das die Gerichte nicht schon lange die Möglichkeiten des bedingten Vorsatzes nutzen um Folgeschäden entsprechend zu ahnden. Wer mit solchen Geschwindikeiten durch die Gegend brettert obwohl ihm genau bewusst ist, dass deutlich niedrigere Geschwindigkeiten angebracht sind, der nimmt doch sämtliche Folgeschäden zumindest billigend in Kauf.

Jeder Tote durch Autorennen ist also schoneinmal mindestens ein Totschlag (und kein fahrlässiger).

Schlimm, dass der Gesetzgeber die Justiz hier zur richtigen Einschätzung tragen muss.

18:33, Brian

>>Schlimm, dass der Gesetzgeber die Justiz hier zur richtigen Einschätzung tragen muss.<<

Die Justiz urteilt auf der Basis der Gesetzeslage, nicht aufgrund mehr oder weniger willkürlicher Einschätzungen.

Der Gesetzgeber macht die Gesetze, deswegen nennt man ihn so.

Die Frage des

Die Frage des Deutschlandtrend ist (wie nicht selten) falsch gestellt.

Es geht überhaupt nicht darum, ob diese Leute abgeschreckt werden oder nicht.

Es geht darum, dass sie für ihr verantwortungsloses asoziales Verhalten eine Strafe erhalten, die der Bürger als angemessen ansieht.

Das Leben anderer mutwillig zu riskieren darf kein Cavaliersdelikt sein.

I

Illigale Straßenrennen sind,...

...Vorsatztaten.
Für mich eindeutig versuchter Mord.

Wer sich mit Vorsatz in ein Auto setzt und mit Vorsatz gegen die StvO verstößt und dabei Dritte unbeteiligte verletzt oder tötet MUß mit folgendem rechnen:

Lebenslange Haft zzgl. Führerscheineinzug zzgl. hohe Geldstrafe für die Opfer.

Alles andere wirkt bei solchen Leuten nicht.

Knast in jedem Fall angemessen !!!

was dem US Bürger sein Schießeisen,ist dem Deutschen sein Auto. In keinem Land identifiziert man sich mit und über seinen fahrbaren Untersatz so,wie in Deutschland.Für viele nur ein Fortbewegungsmittel um von A nach B zu gelangen. Aber für ähnlich viele ein Objekt,mit dem man sich auf ungewöhnliche Art verbindet und es als Statussymbol,Freizeitkick,Ersatzbefriedigung oder auch als Push fürs eigene Ego benutzt. Der letzteren Spezies entspringen dann wohl jene, die sich quasi als "Brüder im Geiste" ebenso geistlose Rennen liefern und dabei offensichtlich Hirn und Verstand außen vor lassen und ohne Rücksicht auf Verluste eine Jagd um den ominösen Kick liefern, schneller als der Nebenbuhler zu sein. Wenn sie sich hierbei die eigene Nuß einfahren,könnte man getrost mit der Schulter zucken. Gefährden sie dabei aber Eigentum,Gesundheit oder gar das Leben völlig Unbeteiligter, so sollte dies mit voller Gesetzeshärte bestraft werden. Doch an eben dieser Härte fehlt es bislang.

Härtere Strafen?

Ja, aber das Übel an der Wurzel packen: STVZO so modifizieren, dass sowohl die 'freien' Tuner (Abt, AC Schnitzer, Alpina, Brabus, Hartge, Irmscher etc.) als auch die herstellereigenen Tochterunternehmen von BMW, Mercedes, Volkswagen, Opel (z. B. AMG, OPC) vom Markt verschwinden. Werden trotzdem noch Rennen veranstaltet, Autos konfiszieren, Führerschein auf Lebenszeit entziehen. Deutschland braucht diese Unsitte nicht.

Dieser Gesetzentwurf ist bei Erstlingstätern ueberhart

Zuerst mal: dass dieser Rennen oft tödlich enden, entspricht der Wahrheit:

Sie liefern ihren Teilnehmern Adrenalin pur, doch illegale Autorennen können nur tödlich enden.

Trotzdem muessen auch hier die Strafen in einem Verhältnis zur Straftat stehen. Denn: wenn schon bei Erstlingstätern gleich Haft droht und dass mehrere Jahre, dann ist dass nicht verhältnismäßig. Siehe dazu EU-Grundrechte-Charta Artikel 49 Absätze 2 und 3!

Von daher ist zu diesem Gesetz zu sagen:

Da muss eine Abstufung rein. Bei Erstlingstätern kann man die Geldstrafe durchaus erhöhen, wenn 400 € zu wenig sind. Da könnte man eventuell auf 1.000 € anheben.

Aber eine Gefängnisstrafe sollte nur bei Wiederholungstätern gemacht werden.

Zusätzlich sollte man diesen jungen Leuten grundsätzlich keine PS-starken Fahrzeuge mehr verkaufen.

Siehe hier in der EU-Grundrechte-Charta

Denn in der EU-Grundrechte-Charta heißt es dazu:

https://tinyurl.com/l92447d
europarl.de: EU-Grundrechte-Charta

Grundsätze der Gesetzmäßigkeit und der Verhältnismäßigkeit im Zusammenhang mit Straftaten und Strafen

(2) Dieser Artikel schließt nicht aus, dass eine Person wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt oder bestraft wird, die zur Zeit ihrer Begehung nach den allgemeinen, von der Gesamtheit der Nationen anerkannten Grundsätzen strafbar war.

(3) Das Strafmaß darf zur Straftat nicht unverhältnismäßig sein.

Daher ist auch hierzu:

Bis zu zwei Jahre Haft fordert der Entwurf als neues Strafmaß, sowohl für die Veranstalter der Rennen als auch für deren Teilnehmer. Zudem soll es in Zukunft möglich sein, den Rasern den Führerschein und das Auto zu entziehen.

zu sagen: Fuehrerschein-Entzug ist korrekt, aber die Beschlagnahme des Fahrzeuges ist eu-rechtswidrig!

"... illegale Autorennen können nur tödlich enden. "

Dieser Ausschnitt aus dem Titelblock dieser TG-Meldung ist doch hoffentlich nur ein Tippfehler, und wäre als solcher schnellstmöglich zu korrigieren. Dies steht nun schon seit Stunden in den zitierten Worten online.

Der Grund für meine Beanstandung:
Richtig ist, dass illegale Autorennen im Rahmen des Unfallrisikos mitunter auch das Risiko tödlicher Unfälle bergen.
Dass solche Rennen "nur tödlich" ausgehen können, d.h. schon allein die bloße Teilnahme tödlich ist, halte ich für unzutreffend.
Schließlich hängt dies ja davon ab, ob es zu einem Unfall kommt und ob dieser dann tödlich verläuft.

Für strafwürdig halte ich solche Rennen allemal.

Beschlagnahme wäre sogar grundgesetzwidrig (Artikel 14)

Darueber hinaus wäre so eine Fahrzeugbeschlagnahme sogar grundgesetzwidrig, siehe dazu Artikel 14 GG:

https://tinyurl.com/nrag292
europarl.de: Grundgesetz Deutschland pdf

(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes
erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Weiterhin ist hierzu:

Sollten bei dem Rennen aber Unbeteiligte in Gefahr gebracht werden und der Fahrer nur durch Zufall keine schlimmen Schäden verursacht haben, dann sollen künftig bis zu fünf Jahre Gefängnis verhängt werden.

zu sagen: bei Erstlingstätern wäre sowas ueberhart weil unverhältnismäßig! Hier wäre eine Bewährungsstrafe angemessen bzw. eine höhere Geldstrafe um die 2.000 €.

Diese Strafhöhe sollte nur bei Wiederholungstätern erlaubt sein

Abschließend sage ich auch zu dem hier:

Und wenn bei dem Rennen jemand schwer verletzt wird oder gar stirbt, erhöht sich das Strafmaß auf bis zu zehn Jahre.

Auch hier muss aufgepasst werden. Sowas sollte nur bei Wiederholungstätern möglich sein. Bei Erstlingstätern mit einem Todesfall sollte die Strafe auf maximal 2 bis 5 Jahre befristet werden.

Zusätzlich sollte dazu kommen eine Fuehrerscheinsperre von bis zu 1 Jahr sowie zusätzlich eine Nachschulung in der Fahrschule die nachzuweisen ist. Aber eine 10 jährige Freiheitsstrafe bei Erstlingstätern ist ebenfalls ueberhart. Solche Strafhöhen sollten NUR bei WIEDERHOLUNGSTÄTERN kommen.

Zusätzlich sollten dazu bei WIEDERHOLUNGSTÄTERN auch noch Geldauflagen von bis zu 5.000 € + Nachschulung in der Fahrschule welche nachzusweisen ist + eine zusätzliche Fuehrerschein-Sperre von meinetwegen 2 Jahren.

Deutschlandstrend???

Wie schon so oft beobachtet, taugen die Fragen unserer für mich absolut unseriösen "Meinungsinstitute" auch hier nicht. Hab ich oben in dem Artikel allen Ernstes die Frage des Deutschlandtrends gelesen: "Härtere Strafen halten von illegalen Autorennen ab?" - und die Antwort, dass 56 Prozent das nicht glauben.

Was soll uns das suggerieren??? Etwa dass 56 Prozent gegen höhere Strafen sind?

Um hier ein seriöses Meinungsbild einzufangen, hätte die Frage lauten müssen, ob die Menschen für höhere Strafen sind. Dann wäre mit Sicherheit ein klares Votum für höhere Strafen deutlich geworden.

Die bisherige Handhabung dieser hochgefährlichen Rennen ist eine Farce!

Mich entsetzt es immer wieder, welche eklatanten Gesetzeslücken in unserer auch so freiheitlichen Republik noch bestehen und wie sich Politik und (vor allem öffentliche)Medien teilweise zieren diese zu beheben. Man könnte manchmal meinen, dass Teile in unserer Gesellschaft einen Freiheitswahn pflegen, der einfach nur naiv ist.

@ gisbert100 (20:58): Sie haben von Tuning keine Ahnung

hi gisbert100

Zuerst mal: du scheinst vom Fahrzeug-Tuning absolut keine Ahnung zu haben, was alles Tuning ist. Denn: Tuning bedeutet nicht nur schneller machen, Tuning bedeutet auch Innenausstattung zu verbessern:

-> andere Sitze
-> bessere Lautsprecher
-> sonstiges an Zubehör
-> Tieferlegen
-> Umlackieren
-> sonstiges

Von daher: diese Tuner sind echte Profis und keine Amateure. Und warum wollen Sie dann bitte das Tuning verbieten?? Und warum wollen Sie solche Firmen:

als auch die herstellereigenen Tochterunternehmen von BMW, Mercedes, Volkswagen, Opel (z. B. AMG, OPC) vom Markt verschwinden.

schließen und damit Arbeitsplätze zerstören?? Was soll dass denn bitte...

Und abschließend zu dem hier:

Werden trotzdem noch Rennen veranstaltet, Autos konfiszieren, Führerschein auf Lebenszeit entziehen.

Das ist grundgesetzwidrig (Artikel 14 GG) und eu-rechtswidrig (EU-Grundrechte-Charta Artikel 17)!!

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