Kommentare

An alle WESThasser und Selbstpeiniger...

...in vielen Fällen brauchen die Failed States keinen "Westen", der sie den Abgrund hinunterschubbst. Das besorgen viele Staaten (bzw. deren Macht"eliten") sehr oft schon selber.

Vielleicht sollte man darüber auch als Westhasser einmal drüber nachdenken, bevor man alle westlichen Staaten (die immerhin alles weitestgehende Rechtsstaaten sind) in einen Topf schmeisst und für alle Probleme der Welt pauschal verantwortlich macht.

Irgendwelche Leute werden jetzt argumentieren,

Schuld an den Zuständen in diesen Ländern hätten die USA und Europa, weil...
Also, bis zum Komma gehe ich mit. Schuld haben wirklich diejenigen Länder Europas und die USA, weil sie solche -mit Verlaub- Kasperfiguren überhaupt an die Macht gelassen haben. Wahlen, Demokratie, bürgerliche Freiheiten, Menschenrechte - das sind doch dort alles Hirngespinste. Was für so gut wie alle afrikanischen Staaten zutrifft, das sind Korruption, Bürgerkrieg, Provinzhäuptlinge im Fantasielook, goldbetrsste Obergeneralfeldmarschälle, Hunger, Armut und Terror. Aber dafür wurde diese Länder ja vor 50 Jahren in die Freiheit oder soll man sagen, in die Zivilisation, geführt. Denn als Kolonien haben sie ja furchtbar leiden müssen...

Hintergrundwissensfrage

Ein Diktator der aufgrund einer Wahl seine Macht abgibt?!

Was ist das? Eine Diktatorische Demokratie, eine Demokratur, oder doch eher ein totalitaristischer Parlamentarismus oder Gott bzw. Allah bewahre gar eine Direktdemokratische Diktatur Regierung, kurz DD...ähm das lassen wir lieber lang.

Also haben die in Gambia jetzt sowas wie Wahlen und eine Verfassung die Machtübergang ermöglicht oder ist es eine Diktatur, weil eins von beiden kann es nicht sein.

Das ist ja bemerkenswert

@Al Ternativ und Koelle_am_Rhing

Gleich zwei Kommentare welche die Diskussion abbiegen wollen und die Rolle anderer besonders westlicher Staaten für die Lage in Gambia zum einen verleugnen und zweitens eine Einmischung indirekt fordern zumindest aber legitimieren. Im Artikel war das nicht mal andeutungsweise.

Erstmal ist Gambia ein Souveränes Land und bestimmt seine Regierung selbst, auch ein Diktator kann sich nicht ohne den Konsens der Regierten an der Macht halten. Und ja soweit bekannt gibt es keine aktive Einmischung Politischer Kräfte des Westens, was auch erstmal gut so ist. Indirekt gibt es aber wirtschaftlichen Einfluss.

Die Agrarsubventionen der EU sind sehr entscheidend für den Wohlstand in Gambia, da Gambia hauptsächlich aus der EU importiert. Auch die Fangflotten der EU fischen vor Westafrika. Exportgut sind Erdnüsse(was in der EU nicht wächst) diese gehen hauptsächlich nach Asien.

Generell ist Gambia kein "failed State" sondern was für Touristen und nicht Terroristen.

Dilemma

>Schuld haben wirklich diejenigen Länder Europas und die USA, weil sie solche -mit Verlaub- Kasperfiguren überhaupt an die Macht gelassen haben.<

Sg Al Ternativ,

was hätten "wir" denn machen sollen? Ich zitiere aus Wikipedia:

Der junge Leutnant Jammeh kam 1994 durch einen militärischen, aber weitgehend unblutigen Staatsstreich an die Macht (...). Bereits 1996 [wurden] wieder Wahlen abgehalten, aus der Jammeh klar als Sieger hervorging. (...) 2001 wurde Jammeh erneut wiedergewählt. (...) Bei den Präsidentschaftswahlen 2006 wurde Yahya Jammeh mit 67,3 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Im November 2011 wurde Jammeh für eine vierte Amtszeit bestätigt.

Lt. derselben Quelle bot erst die Wahl 2011 Anlass zur Kritik.

Wann hätte denn interveniert werden sollen? Jeder Intervenierende hätte sich doch - durchaus zu Recht - heftigster Kritik ausgesetzt gesehen. Wie man's macht, macht man's falsch?

MfG A.

Die Wahlkommission hat

Die Wahlkommission hat zugegeben, Fehler gemacht zu haben. Bevor dies bekannt wurde dachte Jammeh wohl, er habe derart deutlich verloren, dass Widerstand wohl sinnlos sein würde. Dann stellte sich heraus, dass das Wahlresultat viel knapper war, für Jammeh wohl im potentiellen Drehbereich. Ohne ihn verteidigen zu wollen, wäre es wohl besser auf eine Wahlwiederholung zu drängen, als gleich ausländisches (senegalesisches) Militär ins Spiel zu bringen. Daraus kann ein Krieg entstehen, der mit Sicherheit völlig kontraproduktiv ist.

Nochmal zur Einmischung von Außen die es nicht geben soll

Relativ einfach findet man die von einem ehemaligen Minister mit Amerikanischem Pass gegründete Organisation für "Coalition for Change -The Gambia". Ich will das nicht perse als Ausländische Einmischeung nach bekanntem Muster delegitimieren, aber das ist eine Exilorganisationen mit Sitz in US und UK.

Das kann natürlich auch nur bedeuten das der Initiator auch US-Bürger ist und Gambia als ehemals Britische Kolonie die Verbindungen in diese Länder quasi "natürlich" sind.

Auch die Zeitliche Koinzidenz von Gründung 2011 und ersten Berichten über Menschenrechtsverletzungen 2012 sind zumindest hinterfragbar und eventuell mehr PR als alles andere und nicht pauschal wegzuwischen, können aber genausogut auch umgekehrt kausal zusammenhängen, wegen Menschenrechtsverletzungen hat sich CCG gegründet und hat die Aufmerksamkeit dafür geschaffen und daher völlig berechtigt sein.

Letztendlich muss das jeder selbst entscheiden, was er davon hält und wie man es einordnet.

changegambia.org/

Hat eigentlich....

sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, unter welchen Voraussetzungen und auf Grund welchen Zwanges Kolonien in die sogenannte Unabhängigkeit entlassen wurden und gleichzeitig ein Entwicklungssprung von mehreren hundert Jahren erwartet wurde? Ein Staat entsteht eben nicht durch einen Federstrich oder wird, wie ein User meint, "souverän", weil der Kasperlverein UNO es so will! Nur Naive glauben, daß unter Patrice Lumumba z.B. alles friedlich abgelaufen wäre! Heute stellt sich der Bezug auf "Allah" auch nicht als hilfreich heraus, oder?

Na hoffentlich

wurde ihm das nicht von jemandem eingeflüstert.... am Ende sogar mit einer "Finanzspritze zum Waffenkauf".

@Bill Hicks

""Die Agrarsubventionen der EU sind sehr entscheidend für den Wohlstand in Gambia, da Gambia hauptsächlich aus der EU importiert.""

Ohne mich weiter in den Streit einmischen zu wollen. Die Agrarsubventionen in Europa sorgen dafür das die Produkte so billig sind das Bauern in Afrika nicht mit ihnen konkurieren können. Die Menschen kaufen die billigeren subvensionierten Lebensmittel aus Europa. Deswegen gehen die Bauern in Gambia pleite. Viele Länder in Afrika sind nicht sehr Industrialisiert und die Landwirtschaft ist oft die einzige Einkommensquelle, die dann wegbricht.

Das sorgt in ihren Augen für Wohlstand?

diese Diktatoren...

sind es doch die in Afrika den Industriestaaten die Fangquoten für Fisch sichern und dafür sorgen das Billigfleisch aus Europa den afrikanischen Markt kaputt macht...und noch so einiges mehr...inkl. der illegalen Elektroschrottentsorgung...wir alle sind Schuld an dieser Misere...

Meine Empfehlung

an die Menschen in Gambia wäre: Einfach nicht mehr auf die selbsternannten politischen "Eliten" hören und das Leben in die eigenen Hände nehmen. Wenn die Beherrschten aufhören zu dienen, hören die Herrscher auf zu herrschen.

16:30 von Bill Hicks

>>Generell ist Gambia kein "failed State"<<

Genau das ist auch meine Meinung.

Es ist sogar ein starker Staat, denn die Macht geht von einem starken Herrscher aus. Der Begriff "Staat" bezieht sich nämlich auf die Regierung in einem Staat und nicht auf die Bevölkerung, weil Macht in jedem Staat immer von der Regierung ausgeht.

@ Bill Hicks

"... von einem ehemaligen Minister mit Amerikanischem Pass..."

In welchem der 38 Länder Amerikas wurde der Pass denn ausgestellt? Sie würden doch auch nicht "Afrikanischer Pass" oder "Asiatischer Pass" schreiben.

Und natürlich sind immer die Ausländer schuld, besonders die aus dem "Westen." Das war schon immer so. Als wir 1989 in Leipzig und Ost-Berlin auf der Strasse waren, hat uns unser Generalsekretär auch als eine "... von westlichen Geheimdiensten bezahlte und von den Westmedien angestachelte Horde von Rowdys" bezeichnet.

Ganz egal, of DDR, Gambia, Venezuela oder Turkmenistan: Schuld ist immer das Ausland, das dem auserwählten Volk und seinem unfehlbaren Führer einfach nicht das Glück gönnt.

Manchmal hat ein Volk einfach die Nase voll - da bedarf es keiner "ausländischen" Steuerung.

Unglaublich

1 Miliarde Jahre?
Gott sei Dank gibt es ein natürliches Ausscheiden aus dem "ratrace" nach Macht und Monetas.

Nicht schon wieder eine Einmischung von außen

die Länder müssen ihre Probleme irgendwann selbst lösen, es kann nicht sein, dass ständig von außen mitregiert wird. Man sieht aber hier am Beispiel, was die wirklichen Probleme Afrikas sind: diktatorische korrupte Regimes, die Wahlergebnisse mal nicht mehr anerkennen oder putschen, Überbevölkerung, Analphabetismus, mangelnde Bildung, das Alles noch gepaart mit extremer Gewaltbereitschaft um seine echten oder vermeintlichen Rechte durchzusetzen.

Dilletanten

Das ist schon ziemlich dumm, anzukündigen, man werde den Diktator verhaften, wenn er friedlich das Amt abgibt. Da kann sich die Opposition selbst an die Nase fassen.

Warum

retten sich die jungen Gambianesen nach Italien? Gibt es nichts, das näher liegt?

Der Westen sollte aufpassen,

Der Westen sollte aufpassen, dass hier nicht wieder der Islamismus der lachende Dritte ist. Der Tunnelblick der Europäer hatte schon viel zu oft nur den Abgang eines Diktators im Visir. Hassprediger hat Jammeh wenigstens früher aus dem Land geworfen. Man sollte sich die Opposition gut anschauen.

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