Ihre Meinung zu: Kommentar zur Lohnlücke: Auf die Frauen kommt es an

12. Januar 2017 - 8:14 Uhr

Längst überfällig ist das Gesetz zur Lohngerechtigkeit, meint Julia Barth. Jetzt aber kommt es auf die Frauen an - und auf die Chefs. Ein Gesetz allein, kann die Lohnlücke nicht schließen.

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Kommentare

Die typischen -

Die typischen - gesellschaftlich sehr wichtigen - Frauenberufe wie Kindergärtnerin, Grundschullehrerin, Krankenschwester, Altenpflegerin, Arzthelferin und Sekretärin sind immer noch total unterbezahlt, es wird Zeit dass sich das endlich einmal ändert! Freiwilligkeit und hoffen auf Umdenken in einer patriarchalen Welt ist Wunschdenken/Utopie, daher müssen dringend Gesetze her, die diese Ungerechtigkeit in der Bezahlung und fehlenden finanziellen Wertschätzung abschaffen. Und die typischen Männerberufe wie Manager und Vorstandsvorsitzende sind total überbezahlt - daran sollte sich auch etwas ändern.

Generell müssten angesichts der stetig steigenden Spritpreise, Miet- und Nebenkosten, Strom- und Müllgebühren, Versicherungskosten, und Telefon-TV-Internet Kosten die Minimallöhne allgemein DRASTISCH steigen oder wenigstens ein bedingungsloses Grundeinkommen für Arbeitslose und Geringverdiener eingeführt werden. Ansonsten ist eine schrumpfende Mittelschicht und Altersarmut vorprogrammiert.

Vielleicht helfen die Transparenzregeln ja...

...endlich mit der Legende von den unterbezahlten deutschen Frauen aufzuräumen.

20% weniger Verdienst, wie alle Jahre wieder beklagt wird - dieser Wert kann nur herauskommen, wenn man diverse Rechentricks anwendet, die man nur als Äpfel-und-Birnen-Vergleich bezeichnen kann (wie in den Bundesberichten geschehen).

Da wird, übertrieben formuliert, der seit seiner Ausbildung ununterbrochen vollzeitarbeitende, mittelständische männliche Außendienstmitarbeiter mit der ungelernten, weiblichen Halbtagskassiererin im Supermarkt mit 6 Jahren Berufspause wegen 3 geborenen Kindern verglichen.

Wenn man tatsächlich gleiche Arbeit miteinander vergleicht, also gleiche Sparten, gleiche Positionen, gleiche Erwerbsbiographien, gleiche Ausbildung, gleiche Wochenstundenzahlen, gleiche Zulagen, erkennt man schnell, daß auf dem Arbeitsmarkt, so wie auf jedem Markt, nach Angebot und Nachfrage entschieden wird, und nicht nach Geschlecht. Alles andere wäre auch Kontroproduktiv für Arbeitgeber.

unwichtig

Ich halte diese angebliche Lohnungerechtigkeit für Fake News. Überall sind auch Frauen Chefs, besonders in kleineren Firmen. Die geringe Wertschätzung findet nur in wenigen großen DAX-Konzernen statt. Also ein Gesetz für den Promillebereich. Und es ist ausgesprochen unwichtig, daß die Verstandsdame bei der Dt. Bank mit Millionengehalt noch mehr wie sein männlicher Gegenüber erhält. Mit was sich die Ministerin beschäftigt, ist schon ein Unding.

Unwahrheit?!

Sehr geehrte Frau Barth,

ich empfinde es doch als etwas befremdlich auf der Tagesschau Seite ein Bild einer meiner Angestellen zu finden, mit dem Vermerk der Lohnungerechtigkeit.

In unserem Unternehmen - sowie auch in der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dort wird nach Tarif, nicht nach Geschlecht entlohnt - hat Lohngerechtigkeit einen sehr hohen Stellenwert.
Aktuell verdienen unsere promovierten Mitarbeiterinnen übrigens mehr als wir Geschäftsführer.
Ich möchte Sie doch herzlich um eine kurze Stellungnahme bitten.
Desweiteren wurden die Damen auf dem Foto nicht um Erlaubnis gefragt, ob ihr Bild in diesem Kontext veröffentlicht werden darf. Sie sollten als Journalistin doch eigentlich über die Thematik des Rechts am eigenen Bild aufgeklärt sein.
Die Unterstellung "... solange Chefs kein schlechtes Gewissen haben, Frauen per se weniger zu bezahlen..." möchte ich vehement zurückweisen!

Gleichwertige Arbeit

Am schwierigsten wird es sein, dem Lohnunterschied zwischen gleich(wertig)en Arbeiten in unterschiedlichen Branchen beizukommen. Da hilft dieses Gesetz natürlich nicht.

Berühmtes Beispiel aus der Vergangenheit: die Kindergärtnerin, die weniger Geld bekam als der Tierpfleger. Beide im öffentlichen Dienst übrigens ...

Soviel ich weiß, gilt dieses Beispiel heute nicht mehr. Aber generell sind wichtige Frauenberufe - Anonymer User wies bereits darauf hin - erheblich unterbezahlt. Für die Entwicklung eines Kindes und seinen Erfolg im Leben ist z.B. die Grundschullehrerin mindestens so wichtig wie ihr/e Kollege/in am Gymnasium. Die Anforderungen sind vergleichbar, die Bezahlung nicht.

Jetzt alle Erzieherinnen oder Kranken- bzw. Altenpflegerinnen darauf zu verweisen, sie hätten eben Mechatronikerin werden sollen, ist zynisch und ignoriert, dass die Gesellschaft ohne diese Berufe nicht auskommt. D.h.: Frauen subventionieren mit ihren Löhnen diese Gesellschaft - bitte nicht auf ewig!

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