Kommentare

Eingreifen aus Nächstenliebe?

Es erstaunt schon sehr, dass die westafrikanischen Machthaber einen der Ihren wegbekommen wollen, der eigentlich auch nichts anderes verkörpert als sie selbst.
Reine Nächstenliebe und ein Bekenntnis zu offenen und freien Wahlen scheint mir auch nicht dahinter zu stecken, weil die so forschen Präsidenten der Nachbarländer meist ähnlich wie Jammeh an die Macht gekommen sind und diese auf ähnliche Weise erhalten.
Es müssen also eher verwandtschaftliche Bindungen des gewählten Siegers Barrow sein oder schlicht weg wieder Geld.
Mich würden die wahren Hintergründe genau interessieren. Oder entpuppt sich am Ende alles wieder als Säbelrasseln ohne ernsten Hintergrund?

Na ja, da ist wieder abzusehen wohin....

wir wieder mehr an Entwicklungshilfe zu zahlen haben.
Natürlich wird es da wieder Kriegsflüchtlinge geben, welche wir auch aufnehmen werden, steht ja so im Grundgesetz.
Aber man sollte sich schon überlegen, ob Deutschland für alle Probleme in Afrika zuständig ist, besonders für die beschriebenen?

Leider fehlen die Zusammenhänge...

...deshalb kommen derartige Kommentare zustande.
Aus Nächstenliebe geschieht die Hilfe natürlich nicht. Nach einer demokratischen Wahl am 02.12.2016 hat der Herausforderer in einem demokratischen Prozeß des Zusammenschlusses von sieben Oppositionsparteien den Diktator Jammeh endlich besiegen zu können, gewonnen.
Nach einer sofortigen Reaktion der Gratulation und der Zusicherung einer geordneten Amtsübergabe, zog der Ex-Präsident Jammeh seine Meinung zurück und rief das Oberste Gericht des Landes an über den Wahlausgang zu entscheiden.
Zunächst mit der Begründung, dass seine Wähler nicht zur Urne gegangen seien. Soweit zum demokratischen Verständnis dieses Tyrannen.
Die Wahlkommission und die Obersten Richter des Landes sind daraufhin die ersten gewesen, die aufgrund drohender Repression das Land flüchtend verließen. Somit kann das Gericht mangels Richtern gar nicht entscheiden.
Die westafrikanischen Länder wiederum sind einer Wirtschaftsgemeinschaft zusammengeschlossen (ECOWAS). ...

Ich nehme nicht an...

dass sich einer der beiden Kommentatoren wirklich mal mit Gambia und Politik beschäftigt haben. Muss ja auch nicht sein.
Fakt ist, der alte Präsident muss weg und zwar so schnell wie möglich. 22 Jahre Unterdrückung, Folter, Todesstrafen sind genug.

In diesen Minuten hofft wohl jeder Gambier, dass die Truppen aus dem Senegal, Nigeria und Ghana einmarschieren um diesem jahrzehnte langen Elend und versklaverei endlich ein Ende zu setzen. Mr. Barrow wird heute in Dakar eingeschworen.

Und nein...es gibt kein Ansteigen der gambischen Flüchtlinge. Im Gegenteil - sie möchten endlich wieder nach Hause!

Leider ja!

Auch Deutschland ist für alle Probleme in Afrika zuständig, da auch wir für die Ausbeutung und das fehlgesteuerte Verhalten vieler Diktatoren mitverantwortlich ist.
Wir profitieren von billigen Waren und Produkten aus diesen Ländern, wir erhalten viele Rohstoffe aus dem guten Boden Afrikas und lassen Menschen zu unwürdigen Bedingungen dort für uns arbeiten.
Entwicklungshilfe ist somit das Mindeste, oder höhere Preise von Waren im Supermarkt, oder stärkerer Einfluss bei der Verteilung des Geldes an die Menschen vor Ort anstatt nur in die Privatschatullen der Diktatoren.

Was für Kommentare

Senegal (stabile Demokratie), Ghana (Demokratie-- seit der Unabhängigkeit) und Nigeria (auch Demokratie), vielleicht nicht alles nach unserem Vorbild oder Selbstgerechtigkeit, aber es funktioniert.
Erst nachdenken, dann schreiben.

Danke DirkDz...

für die Zusammenfassung.

Nein...weder Exporte noch Rohstoffe...

Gambia hat rein garnichts, was exportiert werden könnte (auch nicht die "drei" geernteten Erdnüsschen). Von Rohstoffen ganz zu schweigen. Da gibt es nichts.

Mal da gewesen?

Ja, wie DirkDZ es schon geschrieben hat,

jetzt sind die Deutschen am Elend der Afrikaner Schuld.

Zur angeblichen Ausbeutung gehören immer zwei!
Ich glaube nicht, dass Deutschland den politischen Herrschaften die Pistole auf die Brust setzt und sie zu dazu zwingt!

Die Probleme sind vielschichtiger. Gewählte Tyrannen, Vetternwirtschaft, Chaos, Stammeskriege, islamische Fanatiker, Gewalt, Überbevölkerung und Dürre, um nur einige Punkte aufzugreifen.

In erster Linie regieren korrupte Politiker und Diktatoren, die ausschließlich in die eigene Tasche ihrer Clans wirtschaften. Sie plündern ihre Länder aus und lassen die Bevölkerung weitgehend ohne Bildung und in bitterer Armut leben. Das sind Phänomene, die afrik. Länder selbst hervorbringen, das wurde nicht v. D-Land importiert.

Oder haben Deutsche den Afrikanern verboten, bspw. ein Gesundheits- und Bildungssystem zu installlieren?

Sind Afrikaner wohl keine mündige Menschen, die für ihr eigenes Tun und Handeln verantwortlich sind?

Afrika muss sich selbst helfen!

@10:56 von DirkDz

"Auch Deutschland ist für alle Probleme in Afrika zuständig"

Finde ich nicht.

Die allermeisten derzeitigen Probleme afrikanischer Laender sind hausgemacht. Die Korruption, die Unterdrueckung anderer Staemme, die Glaubenskriege, die Wirtschaftsmiseren sind hausgemacht.

Richtig ist nach meinem Empfinden, dass unguenstige Entwicklungen, durch die koloniale Vergangenheit, durch falsche Weltwirtschaftspolitik, durch usw... beguenstigt wurde.

An unsere linken Freunde hier im Form...

...nein, die Europäer oder die Deutschen sind nicht an allen Handlungen der Menschen in Afrika, Arabien oder sonstwo Schuld.

Der Rassismus, der hinter solchen Aussagen steckt ist genauso schlimm wie der explizit geäusserte.

Wer nämlich die Afrikaner als reine Lemminge beschreibt, die scheinbar zu eigenständigen Handlungen und Entscheidugen nicht fähig und komplett nur fremdgesteuert sind, sagt im Umkehrschluss, dass nur "WIR" denen helfen könnten.

Man drängt damit die Afrikaner in eine komplette Opferrolle. Das ist aber grundverkehrt. Niemand hat diesen Typen Jammeh aus Europa gezwungen die demokratische Abwahl nicht anzuerkennen. Das ist dem seine Entscheidung. Und es ist die Entscheidung dessen Entourage, dass dagegen nichts unternommen wird.

gut, wenn afrikanische

gut, wenn afrikanische Staaten ihre Probleme selbst lösen. Jammeh und Clique haben sicher bereits ihre Schäfchen in´s trockene Exil gebracht.

In Afrika sind andere Machtverhältnisse gewachsen

Die demokratischen Machtstrukturen (freie allgemeine Wahlen, die anerkannt werden, um nur ein Beispiel zu nennen) sind in Europa langsam gewachsen und haben viele viele Jahre gebraucht. Viele Faktoren haben für eine Gelingen eine Rolle gespielt (Aufklärung, um nur eines zu nennen). In Afrika sind traditionell vollkommen andere Gesellschaftsformen üblich.
Was erwarten wir von Afrika? Wir erwarten doch das Unmögliche, dass dieser Kontinent quasi von 0 auf 100 untere Werte übernimmt und dabei all die Stufen überspringt, die Europa gebraucht hat.
Stellen wir uns doch einmal nur vor, Europa und damit wir alle würden vor dieser Herausforderung stehen. Und seien wir bei der Beurteilung so ehrlich uns einzugestehen, dass wir schon Schwierigkeiten genug haben, mit unseren gewachsenen Strukturen klar zu kommen.
Ein wenig Demut und Verständnis täte uns ganz gut.

Diese machtgeilen Lumpen...

...sehen eher ungerührt und vollgefressen dabei zu, wie die eigenen Soldaten und Zivilisten abgeschlachtet werden, als dass sie einsehen, dass ihre Zeit abgelaufen und der von der Mehrheit des Volkes gewählte Nachfolger an der Reihe ist.
“Demokratie“ ist für diese Kerle ein absolutes Fremdwort.

@Bayuware - volle Zustimmung

Dank für ihren realistischen Kommentar.

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