Kommentare

Datenschutz ade?

>>> Weibliche Angestellte können künftig Auskunft über den Lohn von männlichen Kollegen an gleichwertigen Arbeitsplätzen verlangen.
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Das heißt mein Chef ist jetzt verpflichtet meinen Lohn offenzulegen? Am besten gleich am Schwarzen Brett.
Aber warum gilt das nur für männliche Kollegen? Mich würde auch mal interessieren was die Mädls bei uns so verdienen. Ich wittere Diskriminierung!

Klarer Verstoß gegen GG Art. 3

Das Gesetz verstößt eklatant gegen den Gleichheitsgrundsatz vom Grundgesetz-Artikel 3 Absatz 2 und 3. Es würde mich sehr wundern, wenn dagegen niemand klagt. Noch dazu würde durch solche Nachforschungen der Unternehmensfrieden gefährdet. Eine Auskunft über Vertragsinhalte mit Dritten darf der Arbeitgeber außerdem gar nicht geben, ohne sich strafbar zu machen. Ich schätze zwar, dass dieses Gesetz dafür eine Ausnahme vorsieht, aber jede Ausnahme macht Missbrauch leichter. Peinlich, dass so ein sexistischer und grundrechtswidriger Gesetzesentwurf überhaupt so weit kommt.

Nur zwei Anmerkungen: Hier

Nur zwei Anmerkungen:

Hier geht es nicht um die vielbeachteten ca 23% statistische Lohnungerechtigkeit, sonder um die Arbeitsplatzspezifischen ca 6% [Wie im verlinkten Video vom 18.03. auch erklärt.] Der vorletzte Absatz ist also zumindest irreführend. Besonders der Stundenlohnvergleich, um den es ja explizit bei den 23% nicht geht. [Aber 20,71€ (100%) vs 19,47€ (94%) in der selben Berufsgruppe klingt halt weniger gruselig.]

Zu diesem Gesetzvorschlag insgesamt: Ich verstehe den Sinn nicht ganz, auf der Suche nach einem Arbeitsplatz und der Angabe meiner Gehaltsvorstellungen orientiere ich mich als Mann [wie ja wohl auch die Frauen?!?] an den verfügbaren Durchschnittswerten für meine Berufsgruppe. Mir ist bewusst, dass ich nicht der Typ für aggressive Gehaltsverhandlungen bin, aber ich darf als weitere Grundlage für meine Vorstellungen nicht das Gehalt der anderen Angestellten erfahren?
Entweder volle Transparenz oder dass persönliche Gehalt hat Privatsache zu bleiben.

Ob das Gesetz zur Lohngleichheit den Frauen hilft?

"Noch immer verdienen Frauen bei gleichwertiger Arbeit durchschnittlich weniger als Männer."

Schließlich kommt es ja auch nicht auf die gleiche Arbeit, sondern die gleiche Leistung an. Denn die ist es, die für einen Arbeitgeber entscheidend ist. Die Bewertung der Leistung sollte man den Arbeitgebern überlassen.

Wenn Arbeitgeber die Leistungsfähigkeit von Frauen und Männern nicht gleich einschätzen, und deswegen eine Frau weniger Vergüten, führt das Gesetz zur Lohngleichheit dazu, das weniger Frauen eingestellt werden. Ob das Gesetz zur Lohngleichheit den Frauen hilft, kann man also getrost bezweifeln.

Sind Politiker

noch Volksvertreter, also Vertreter des Volkes in einer Demokratie=Volksherrschaft oder schon lange Volksbevormunder und Herrscher über das Volk wie wieder im Mittelalter bei Adel und Klerus von Gootes Gnaden?
Je mehr Eingriffe in die Freiheit und die Wirtschaft der Menschen, desto schlechter für die Freiheit und für die Wirtschaft.
Bei den Abgaben steht Deutschland jetzt schon an 2.Stelle nach Belgien.

ich bin dafür

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, egal ob Frau oder Mann, für Alle.

@um 12:02 von Mischpoke West

Ich wittere Diskriminierung!
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Da kann man ja nur hoffen, dass das sarkastisch gemeint war.
Wer schon als männl. Person zu den Bevorteilten gehört, sollte eine Offenlegung der Verdienste von männl. Personen für genau die gleiche Arbeit nicht stören.
Schließlich wird kein Name an der Verdienstauskunft heften.
Ist es Diskriminierung, wenn Ihr Gehalt in der Differenz zum Frauengehalt an Abstand verliert?

Mich stört es viel mehr, dass ich glaube, dass mir das Wissen um den Mehrverdienst männl. Kollegen, auch nichts einbringen wird.
Solange der Chef nicht gezwungen wird, eine Gleichzahlung zu veranlassen, sondern nur Auskünfte zu erteilen, solange werden Frauen mit dem Wissen um ihre Benachteiligung auch nichts weiter bewirken können.

Der Chef wird freundlich seiner Verpflichtung nachkommen, mit einem Lächeln seine Zahlen offen legen und der Frau mit ihrem neu gewonnenen Wissen nahe legen, bei dem Wunsch eines Mehrverdienstes einen anderen Arbeitgeber zu suchen.

Der Stand der Dinge ist

Der Stand der Dinge ist natürlich das Frau berufsanfängerin ganauso viel verdient wie ein Mann der schon 25 Jahre in Betrieb ist.Es geht also nur um die besserstellung von Frauen.
So wird es ständig vermittelt.
Gehalts bzw Lohnerhöhungen richten sich nach Betriebszugehörigkeit.Oder muss ich es als diskriminierung auffassen wenn man nach einem Betriebswechsel weniger verdiene als ein Frau... Ich mache doch auch die gleiche Arbeit.

Frauen sollten auf Kinder verzichten,dann klappt das auch mit dem Lohn.Das ist das wirklich traurige an diesem Sozialstaat.

Bitte seriöse Berichterstattung

Es wäre schön, wenn zumindest ab und zu ohne - bewusst oder unbewusst - irreführende Zahlen über dieses Thema berichtet würde.

Bei den berühmten 21 %, die Frauen angeblich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, handelt es sich lediglich um den Durchschnittslohn von Männern und Frauen. Darin ist nicht berücksichtigt, dass Frauen oft in schlechter bezahlten Berufen - z. B. im sozialen Bereich - und häufiger in Teilzeit arbeiten.

Bei gleicher Arbeit und Qualifikation beträgt der Gehaltsunterschied nur noch 6 %. Meine Frau - die selbst im mittleren Management bei einem großen Unternehmen arbeitet - vertritt die auf lange persönliche Erfahrung gestützte These, dies komme hauptsächlich daher, dass Frauen in Gehaltsverhandlungen tendenziell schlechter verhandeln als ihre männlichen Kollegen. Da wirken sich wohl die immer noch bestehenden Unterschiede in der Erziehung aus. Das wird sich aber vermutlich mit der jetzt heranwachsenden Generation ebenfalls ändern.

Schaffen wir doch einfach

Schaffen wir doch einfach jegliches Leistungsprinzip ab und schalten alles gleich.

Jeder ist für seinen Lohn selbst verantwortlich und dafür bedarf es keiner Gesetze. Mindestverdienste, Urlaubstage, etc. legen Tarifverträge fest, was darüber hinausgeht ist halt Verhandlungssache.

Das ist aber wie mit den sogenannten Gleichstellungsbeauftragten, die im Prinzip nur für das weibliche Geschlecht Einsatz zeigen.

gesetzbuch

das ist keine frage der gerechtigkeit!

es muss gesetzlich festgeschrieben werden.

wer auf freiwilligkeit aller unternehmen setzt, der dürfte das wort gerechtigkeit wohl nicht richtig deuten !

wie wäre es wenn die deutsche wirtschaft ihre weltherrschaft des export auch in richtung lohngerechtigkeit in allen einzelbetriebsbereichen ausbaut?

das wort gerechtigkeit bekäme damit von dem debatten dasein wieder in seine ürsprüngliche bedeutung zurück!

Viele Fragen

Also vorweg - das Prinzip gleicher Lohn unabhängig vom Geschlecht ist richtig. Ich sehe aber z.B. in meinem (Mann) einige Fragezeichen. Wir sind 6 KollegInnen (4 Frauen, 2 Männer, Chefin). Alle sind AT-Angestellte, d.h. wir haben bei der Einstellung unser Gehalt verhandelt, es gibt keinen Tarif. Unterschiede gibt es sicher, alle sind unterschiedlich lange dabei und haben unterschiedlich oft die Firma gewechselt. Der 2. Mann dürfte das niedrigste Gehalt haben, weil jung und noch nicht lange dabei. Ist aber nur eine Vermutung. Wie will man das nivellieren? Vergleichen sich die Frauen jetzt automatisch mit dem Mann, der am meisten verdient?
Und was mache ich, wenn ich feststelle, dass mein männlicher Kollege mehr verdient als ich? Gilt dann das Gesetz auch? Oder wenn eine der Frauen mehr verdient als die anderen?
Das Gesetz ist gut gemeint, aber...

Völlig falsch

Ich muss auch des öfteren Gehaltsverhandlungen führen mit meinen Mitarbeitern, was mir jedesmal auffällt, Frauen stellen auch kaum Forderungen!

2 Sachbearbeiter kommen zum Jahresgespräch, der männl. Kollege bekommt eine gute Bewertung und spricht mich direkt auf 300€ mehr an. Gesagt getan, der MA gut zufrieden.

Danach das selbe mit seiner Kollegin, selber Bereich, selbe Stelle, daher auch genau die selbe Bewertung. Kein Ton zum Gehalt.

Und wenn die Damen mal vorsprechen wegen einer Gehaltserhöhung kommen da immer minischritte von max 100€ auf den Tisch.

Also entschuldigung, aber ich zwänge garantiert niemandem mehr Geld auf nur damit alle gleich verdienen.

Umgekehrt?

"Weibliche Angestellte können künftig Auskunft über den Lohn von männlichen Kollegen an gleichwertigen Arbeitsplätzen verlangen. "
Wahrscheinlich umgekehrt auch, sollte aber im Artikel stehen.

Keine Einzellöhne werden veröffentlicht, sondern Durchschnittswerte.

Gerecht ist, was die Leistung berücksichtigt

Lohngleichheit ist eine Frage der Leistungsfähigkeit und nicht des Geschlechtes. Leistet die Frau mehr als der Mann, soll sie auch mehr bekommen, leiset sie weniger, fällt der Lohn entsprechend geringer aus. Bei gleicher Leistung, gleicher Lohn.

In den Positionen in denen ich gearbeitet...

habe, haben für ein-und dieselbe Arbeit Frauen und Männer nicht das gleiche verdient.
Viele Mitarbeiter waren schlechter bezahlt, egal ob Frau oder Mann. Oft ging es darum, wer mit dem Chef besser konnte und da hatten Frauen einige Vorteile.
Im übrigen kann es nicht sein, dass nur die Gehälter der Männer offengelegt werden müssen. Umgekehrt müssen auf Verlangen auch die Gehälter der Frauen offen gelegt werden.
Oder ist diese Forderung schon wieder zu "sexistisch"?

..............Lohngleichheit ??...............

Wie lange gibt es schon das "GG" ??

Und seit wann wird mit der Lohnungleichheit dagegen verstoßen?

Bisher wurde keiner bestraft, "der" dagegen verstoßen hat!!

Und was soll jetzt der Aufschrei, es endlich zu ändern?

Und dann gibt es reichlich "Hintertürchen"; das ist man ja so gewohnt!

. ."Viel Lärm um nichts!!. .

Vielleicht sollte man erst mal die Agenda2010 Politik mit..

Vielleicht sollte man erst mal die Agenda 2010 Politik mit ihrem Lohndumping abschaffen.

Agenda 2010 Armut per Gesetz

Marktwirtschaft heißt nicht

Marktwirtschaft heißt nicht nur dass es viele Anbieter und Nachfrager gibt, sondern auch dass es vollständige Transparenz gibt. Demnach müsste man Einkünfte von jedem erfahren.

Aber wer will schon Marktwirtschaft.

@gast

Marktwirtschaft heisst auch, dass die Lohnverhandlung schon bei der Einstellung beginnt. Und wer einen Beruf gelernt hat, der am Markt gesucht ist, kann eben mehr verlangen als Andere. Das gilt jetzt schon für Frauen und Männer.

Gleichberechtigung?

Viele loben und prahlen doch damit rum, das angeblich die Frauen gleichberechtigt sind? Und wie kommt dann so eine Nachricht zu Stande? Ich finde es nicht gut, das man verlangen kann, eine Kollegen deren Lohn zu erfahren, eher sollte der Chef gezwungen sein, allen den gleichen Lohn zu zahlen, die auch die gleiche Arbeit machen, das sollte man überprüfen und nichts anderes.

@Gast

Marktwirtschaft bedeutet nicht das jeder zum gläsernen Bürger wird. Die Löhne sind privat und haben nur Chef und Angestellten was anzugehen.

Für alle Jobs unterhalb von

Für alle Jobs unterhalb von 10.000 Brutto muss eine Tarifbindung zwingend gesetzlich festgelegt werden. Alle Gehälter darüber können frei verhandelt werden. Problem gelöst! Wichtiger als solche Luxusprobleme weniger Gehaltsempfänger ist aber, dass der Mindestlohn mindestens verdoppelt wird und die Gewerkschaften nicht durch staatliche Maßnahmen eingeschränkt werden. Und wir brauchen natürlich viel mehr Spartengewerkschaften, die auch tatsächlich anständige Löhne durchsetzen und nicht solche Wischiwaschi - Gewerkschaften wie Verdi, die nur der Politik und den Arbeitgebern hörig sind.

Nur Frauen?

Frauen sind wohl besonders betroffen, aber sicher nicht nur. Haben auch Männer Anspruch auf diese Auskunft?

In der Regel lese ich immer von einem Auskunftsrecht von Frauen (nur ein mal auch von allgemeinen).

Wäre für mich ein Fall das man eine Ungerechtigkeit in der Privatwirtschaft mit einer Ungerechtigkeit im Gesetzt ausbügelt. Zudem völlig unnötig, bei einem geschlechtsneutral gefassten Gesetz hätten die Frauen ja genau das gleiche Informationsrecht.

was soll denn immer das mit den 6%

Also vieles an diesem Gesetz ist auch für mich fragwürdig, z.B. dass die Auskunftspflicht nur gegenüber Frauen bestehen soll. Aber was ich gar nicht begreife ist das Gemeckere, dass der "tatsächliche" Lohnunterschied keine 21, sondern nur 6 Prozent betrage. Ja und? Ist 6% etwa nichts? Dann sollen die, die damit argumentieren, doch einfach auf 6% ihres Gehalts verzichten.

@ yolo

>>>Ist es Diskriminierung, wenn Ihr Gehalt in der Differenz zum Frauengehalt an Abstand verliert?
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Nein, aber wenn eine Frau eine Auskunft über die Löhne der Anderen erhält, ich aber nicht.
Ich bin der Meinung das nach Leistung bezahlt werden sollte, und nicht nach Geschlecht.
Und wenn eine Frau die einen tollen Job macht zum Chef geht und mehr Geld will, wird er ihr es wohl kaum verweigern, nur weil sie eine Frau ist, und im Gegenzug einem Mann, der vlt. einen weit schlechteren Job macht, die Erhöhung gewähren. Wäre ein ziemlich dämlicher und geschäftsschädigender Chef.
Das Problem liegt wohl eher bei den typischen "Frauenberufen", wie Friseurin, Kassiererin, o. Ä. die viel zu schlecht bezahlt werden, und der Lohn der Leistung nicht gerecht wird.
Daran wird aber auch ein Gesetz nichts ändern.

Falsche Information im Artikel?

"Weibliche Angestellte können künftig Auskunft über den Lohn von männlichen Kollegen an gleichwertigen Arbeitsplätzen verlangen."

Wirklich nur weibliche Angestellte? Und können Sie ausschließlich das Gehalt der männlichen Angestellten erfragen?

Bisher wurde dieses Gesetz in der Berichterstattung immer als geschlechtsunabhängig nutzbar beschrieben.

Wenn es schon Instrumente der Gleichstellung gibt sollten diese auch für Männer und Frauen (zumindest theoretisch) gleichermaßen nutzbar sein. Wenn die Diskriminierungsfälle für Männer nie vorkommen sei's drum. Kein Schaden entstanden. Männer per Definition als undiskriminierbar darzustellen halte ich jedoch für unredlich. (geschieht z.B. in NRW für die Besetzung von Prof.-Stellen)

Zu unterstellen, dass Frauen die weniger verdienen als der Durchschnittskollege diskriminiert würden, Männer die weniger als der Durchschnitt verdienen aber selbst Schuld seien ist m.E. ebenfalls eine unehrliche Herangehensweise.

Daher: Gleiches Recht für alle

Falsche Berichterstattung durch Auslassung

Liebes Team der TS,

durch die Sätze "Künftig haben Frauen einen Anspruch, das Gehalt ihrer männlichen Kollegen zu erfahren.
Weibliche Angestellte können künftig Auskunft über den Lohn von männlichen Kollegen an gleichwertigen Arbeitsplätzen verlangen. " suggerieren Sie eine scheinbare Diskriminierung der Männer, weil so zu erwarten ist, dass nur Frauen das Gehalt der Männer erfragen können. Tatsächlich aber sagt lt. Drucksache 18/11133 des Bundestages, worin der Gesetzentwurf steht: "Ziel des Gesetzes ist es, das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei gleicher oder gleich-
wertiger Arbeit durchzusetzen."

Auch im weiteren Text des Entwurfes finden sich ausdrücklich immer beide Geschlechter wieder.
Sie wiederholen sich im Text dann weiter und erwähnen das Faktum, dass auch Männer das Gehalt von Frauen erfragen können, mit keinem Wort.
Ich nenne das Schlampig und Tendenziös.
Dass es zur Zeit mehr Frauen betrifft steht außer Frage, trotzdem gehört der andere Fall erwähnt.

Soviel mal zu Gleichberechtigung (= Gleiches Recht)

Das klingt mehr nach gender mainstreaming.
Ich habe bis heute keine zufriedenstellende Antwort erhalten, WARUM Frauen (angeblich) für gleiche Arbeit weniger Geld erhalten?
Entweder es gibt eine Tarifbindung, dann ist dies eigentlich per Definition ausgeschlossen. Oder es handelt sich um frei verhandelbare Gehälter, dann haben Frauen offenbar schlechter verhandelt. Oder es fehlt ihnen aufgrund persönlicher Entscheidungen an Berufsjahren. Dann handelt es sich aber auch nicht mehr um gleiche Arbeit, da einem Arbeitnehmer mit 20 Jahren Erfahrung i.d.R. unterstellt wird, über eine höhere Qualifikation zu verfügen.

@um 16:01 von Chnutz

"Ich nenne das Schlampig und Tendenziös."

Ich bin schon auf die Statistik hinterher gespannt, wie viele Gehälter denn wirklich angepasst werden mussten. Ob das wirklich soooo viele sind wie die Feministinnen immer behaupten wage ich zu bezweifeln und ob sie dann endlich mal mit dem Jammern aufhören, bezweifele ich noch mehr.

@ 16:01 von Chnutz

Danke für die Info.

Und...
"Falsche Berichterstattung durch Auslassung"

ja, ist nix neues.

Lohngleichheit? was ist das? wo gibs denn so was?

Warum die Lohngleicheit am Geschlecht festmachen und nich allgemein für alle?

Wenn zwei die gleiche Arbeit machen dann sollen sie auch gleich viel verdienen.
Das heisst wenn ein Leiharbeiter die gleiche Arbeit macht wie ein Festangestellter der Firma dann soll der Leiharbeiter das gleiche Geld tariflich bekommen wie der Festangestellte vom ersten Tag an.
Der Festangestellte kann anschliessend übertariflich bekommen soviel wie er will das ist ja freiwillig.

Wenn es Unterschiedliche Bezahlung innerhalb der gleichgeschlechtlichen Arbeitswelt gibt ,ein zweiklassen Arbeitsmarkt ,ist es schwer zu glauben das man ernsthaft versucht gerechte bzw gleiche Bezahlung bei gleicher Tätigkeit von Mann und Frau zu erreichen.
Da werden wieder gewisse "Ausnahmen" dabei sein die das ganze Gesetz zur Luftblase und Erheiterung der Gemüter bringen wird.
Wieder so ein Frau Nahles Gesetz eben.

@15:33 von Ramuthra - Der Markt

"Marktwirtschaft bedeutet nicht das jeder zum gläsernen Bürger wird. Die Löhne sind privat und haben nur Chef und Angestellten was anzugehen."

Das war nach meinem Verständnis auch nicht vom User "Gast" gemeint. Nach dem Modell des vollkommenen Marktes ist eine Voraussetzung für den "perfekten Markt" absolute Transparenz. Anders gesagt: Wenn Sie die Katze im Sack kaufen sind Sie nicht in der Lage ordentlich zu verhandeln.

Der Arbeitgeber hat hier einen Wissensvorsprung, da er die Gehälter der Mitarbeiter kennt - die Mitarbeiter kennen diese aber nicht. Diese asymmetrische Informationsverteilung sorgt für Verhandlungsvorteile des Arbeitgebers.

Die Gehälter sollen per Gesetz nur aggregiert offengelegt werden. Es sind daher keine direkten Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeiter möglich - es sei denn, dass alle das Gleiche verdienen.

@ nie wieder spd

"Wichtiger als solche Luxusprobleme weniger Gehaltsempfänger ist aber, dass der Mindestlohn mindestens verdoppelt wird und die Gewerkschaften nicht durch staatliche Maßnahmen eingeschränkt werden."

Sie wollen also ein paar Millionen Arbeitslose mehr? Dann sagen Sie das doch einfach ganz offen. Denn das wäre die Folge, wenn man den Mindestlohn verdoppeln würde.

Zum x-ten Mal: Arbeit wird nicht einfach dadurch mehr wert, dass die Linken das so wollen.

@ schaunwamal

"Wenn zwei die gleiche Arbeit machen dann sollen sie auch gleich viel verdienen.
Das heisst wenn ein Leiharbeiter die gleiche Arbeit macht wie ein Festangestellter der Firma dann soll der Leiharbeiter das gleiche Geld tariflich bekommen wie der Festangestellte vom ersten Tag an."

Ein ähnlich undurchdachter Vorschlag wie der des Users nie wieder spd zum Mindestlohn. Setzte man ihn um, würde er dazu führen, dass einfach wesentlich weniger Leiharbeiter eingesellt würden. Der springende Punkt bei Leiharbeitern ist ja gerade, dass sie billiger sind als Festangestellte.

Solche Vorschläge sind gut gemeint, würden aber in erster Linie genau denjenigen schaden, denen sie eigentlich helfen sollen.

@15:42 von frosthorn - die 6%

Natürlich sind 6% relevant, wenn sie wirklich auf Diskriminierung basieren. Hier wird aufgrund mangelnder Differenzierung um ca. 350% übertrieben. Wenn es um Flüchtlingskriminalität ginge würden Sie (und ich!) das sicher ebenfalls nicht unkommentiert stehen lassen wollen.

Viele der Gegenargumente zum Gender Pay Gap finden Sie im Artikel "Ten Years Gender Pay Gap-Mistake - Ein Irrtum wird zehn Jahre alt " auf heise.de

Die Krux: Je mehr Faktoren man berechnet, desto kleiner wird der Gap - bis hin zum statistischen Zufall.

Der ideologische Streitpunkt liegt meist in der Gewichtung persönliche Entscheidung versus "strukturelle Diskriminierung".

Wenn ich als Mann eine "typische Frauenkarriere" hinlege (Ausfall für Erziehung, Teilzeitarbeit), dann erleide ich ggf. die selbe strukt. Diskriminierung wie eine Frau. Der Clou dabei: Anspruch auf Gleichstellung habe ich als Mann in der Regel aber nicht, denn als Mann werde ich ja nicht strukturell diskriminiert. Ich bin dann also selbst schuld

@ frosthorn

"Aber was ich gar nicht begreife ist das Gemeckere, dass der 'tatsächliche' Lohnunterschied keine 21, sondern nur 6 Prozent betrage. Ja und? Ist 6% etwa nichts? Dann sollen die, die damit argumentieren, doch einfach auf 6% ihres Gehalts verzichten."

Natürlich sind 6 % nicht nichts, und man sollte sich darüber Gedanken machen.

Allerdings ist die Frage, ob hier eine systematische, gezielte Benachteiligung von Frauen vorliegt, die einen Eingriff des Staates notwendig macht. Oder ob die Arbeitnehmerinnen an den 6 %, die sie bei gleichem Job und gleicher Qualifikation durchschnittlich weniger verdienen, in erster Linie selbst schuld sind. Das ist z. B. die These meiner Frau, die im mittleren Management bei einem großen Unternehmen (mehr als 5000 Mitarbeiter) arbeitet. Sie beobachtet immer wieder, dass Frauen in Gehaltsverhandlungen einfach schlechter verhandeln als Männer.

@Am 12. Mai 2017 um 18:06 von Laskaris

Leiharbeiter bekommen wenig Lohn sind aber nicht "billig" das Ausleihende Unternehmen bezahlt mehr als für eine Feste Kraft.
Ich schätze mal das wenn der Leiharbeiter 8,50€ die Stunde bekommt die Leiharbeitsfirma mindestens 17e die Stunde vom Unternehmen bekommt.
Die Leiharbeitsfirma muss ja auch noch was verdienen ,an der Arbeit die andere verrichten.
Es würden vielleicht weniger Leiharbeiter eingestellt aber die würden den wert ihrer Arbeit bezahlt bekommren ohne zwischenverdiener.
Warum soll ein Dritter von der Arbeitskraft eines Menschen profit schlagen?
Ein Geschäftsmodell das die würde des Menschen untergräbt und ungleich behandelt was laut grundgesetz verboten ist gehört verboten.

Sie bringen die alten cDU Argumente wie bei Einführung des Mindestlohns an,Deutschland würde untergehen usw. nichts ist passiert im gegenteil.

Kosten der Bürokratie

Ich musste mich auch mit dem LohnTransparenzgesetz auseinandersetzen. Gut ist, dass sich der Gesetzgeber mit den Kosten seiner Gesetzgebung beschäftigt. Hier kommt er auf etwa 300.000 Euro, wobei die etwa 3,5 Mio. großen und kleinen Unternehmen die Vorschrift prüfen müssen: Also etwa 10 ct für eine mehrstündige Prüfung je Unternehmen.

Von der langfristigen Umsetzung sind dann mittlere und größere Unternehmen mit Betriebsrat etc. betroffen. Das werden dann immer noch zwischen 200.000 und 500.000 Unternehmen sein. Diese müssen dann jährlich Maßnahmenpläne vorschlagen gegen die angebliche Lohnungleichheit erarbeiten, umfangreiche Statistiken führen und umfassende Lohnauskünfte geben; alles für etwa 1 Euro/je Unternehmen und Jahr.

So realitätsfern ist unsere politische Elite!

@ um 17:53 von Laskaris

Solange die Arbeitgeber und andere sogenannte Leistungsträger dieser Republik uns 150 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen unbehelligt stehlen können, kann die gesamte Entlohnung der Arbeitnehmer gar nicht hoch genug sein. Ich sehe auch im sozialen Bereich noch sehr viel finanziellen Spielraum nach oben. Unsere desaströse Bundesregierung sollte nur mal anfangen diese Geld einzutreiben. Mit etwas Provision für die Steuerfahndung dürfte das ein Leichtes sein.

@Am 12. Mai 2017 um 18:06 von Laskaris

Zugabe

Wo ist der Beweis das ein Unternehmen weniger Mitarbeiter einstellt wenn es keine Leiharbeiter mehr einstellen kann?

Eine Arbeit braucht immer eine bestimmte anzahl an Mitarbeitern um Qualitativ in einer bestimmten Zeit fertiggstellt werden zu können.
Ihre These ist grundlegend falsch.

Die Würde des Menschen ist unantastbar und wenn ich jemanden weniger für seine Arbeit bezahle als einen anderen für die gleiche Arbeit dann ist das eine verletzung der Würde des Menschen.
Es ist meiner meinung nach so als wenn ich jemanden der einer anderen Religion angehört weniger bezahle weil er nicht meiner Religion angehört.

Ist nicht vergleichbar? ist sowohl vegleichbar es ist das gleiche.

Bei 43% Rente des letzten netto können Sie sich ausrechnen wer die Rente später für die Menschen bezahlen wird.

Schönen Abend noch.

Quatsch

Das ist nur eine schäbige Art Regierungsarbeit vorzutäuschen und von den dringenden Problemen abzulenken. Das Frauenproblem gibt es nicht, jedenfalls nicht in diesem Ausmaß. Das betrifft nur DAX-Konzerne also im Promilleprozente. Mir ist es eigentlich auch egal, ob eine Frau im Vorstand der Deutschen Bank 1 Million oder 8 Million "verdient". Noch mal, in meinem Umkreis und in meiner Firma mit 100 Mitarbeitern gibt es KEINE FRAU die wegen ihren Geschlechts weniger verdient. Im Gegenteil. Die Geschäftsführerin ist eine Frau und 2 Bereichsleiterinnen ebenfalls

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