Kommentare

Wo Kinderarbeit drinsteckt

Es wird an der Zeit, Kinderarbeit auch in Deutschland einzuführen - natürlich mit Mindestlohn.

Zu viele Kinder lungern nur herum, haben nichts zu tun, werden zu dick, oder sind nur noch mit ihrem Händie beschäftigt.

Holen wir endlich die Kinderarbeit nach Deutschland.

Spaß beiseite.....zum Beitrag

Nimmt man es genau, dürften wir weder unsere Straßen pflastern, Händies benutzen oder sonstige elektrische Geräte, Kleider kaufen und Vieles mehr......und nun?

Ausbeutung geschieht auch in Deutschland. Ich erinnere an Aufstocker, 1-Euro Jobs und und und.
Verdienen/kassieren tun hüben und drüben nur die Mächtigen....kehren wir lieber zuerst vor der eigenen Tür.

Natürlich ist dies - vor allem in der "Dritten Welt" zu bedauern, da Bildung für Kinder oft auf der Strecke bleibt.

Nur, was sollen wir dagegen tun?

PS. Aktionstag: Deutschland kann nicht die Welt retten - jede Regierung sollte hierfür die Verantwortung tragen, dass Kinderarbeit nicht mehr stattfindet.

Schöne neue Welt der ARD. Die

Schöne neue Welt der ARD.
Die Bilder sind sehr ansprechend.
Bei gutem Wetter im Schlamm spielen macht bestimmt mehr Spaß, als in Deutschland in einer Stadt auf dem Bordstein zu sitzen.

Das Tesla als gigantischer Batterieproduzent zig Tausende Kinder in giftigen Minen beschäftigen lässt (natürlich nicht selber beschäftigt, dass wäre Wahnsinn).
Oder Apple, ganz zu schweigen von der in Deutschland so beliebten Textilbranche in der Kinder für 5 Cent T-Shirts weben und schneidern und färben, welche dann bei C&Co für 1.500 Cent weiter verkauft werden.

Schön, das Thema zu erwähnen aber absolut erschütternd, wie dieser Bericht Kinderarbeit geradezu lobt und rechtfertigt, als wenn es eine gute Sache wäre.
Zumindest die Bilder sind tendenziös auf die Sommerferien bezogen, dass ist massenpsychologisch sehr gut, wenn man Menschen desinformieren möchte.

Sponsert D die Kinderarbeit

Sponsert D die Kinderarbeit in Indien nicht ab jetzt mit einer Milliarde pro Jahr?

Und die Handelsabkommen damit keine Zölle mehr anfallen und der hiesige Steuerzahler diese Kinderarbeit mit subventioniert?
Egal was der Bürger auch tut, die Politik wird immer dem Geld dienlich sein und das Schlechte als Errungenschaft unter andern Nahmen preisen.

Aktionstag - der macht mich richtig sauer!

Sollte es wirklich irgendwen stören, dass es Kinderarbeit gibt (und ich meine nicht einmal jährlich - eine Sekunde inne halten - oh wie schrecklich), dann sollte man zuerst erkennen:

Kinderarbeit würde es nicht geben, wenn der Staat regulierend eingreifen würde.

Heisst: entsprechende Gesetze, Strafen, Zölle, Verkaufsverbote etc etc.

Aber dafür müsste man die heilige Kuh: Freier Handel aufgeben. Man müsste endlich einsehen: Unternehmen wollen Profit, koste es wen auch immer es wolle. Unternehmen werden niemals sozial verantwortlich handeln.

Will man in einer sozial verantwortlichen Welt leben, dann muss man jenen, die für Gewinne alles tun, die Grenzen zeigen.

Ansonsten kann man sich das Getue einmal im Jahr schenken.

Und was mich am meisten Aufregt: da schaut man in gewisse Länder: oh, wie schlimm, hach wie grausam, verdrückt ein Tränchen wegen der "armen Kinder" - aber wenn deren Eltern ihren Kindern das Leid ersparen wollen - dann nennt man sie Wirtschaftsflüchtlinge!

Schrecklich

Kinderarbeit ist schrecklich. Allerdings sind wir mit unserem transparenten und liberalen Wirtschaftssystem und unserer offenen Handels- und Globalisierungspolitik daran nicht schuld. Da müssen wir schon ein wenig selbstbewusst auftreten und nicht immer nur die Fehler bei uns suchen.

@morgentau19, 09:11

"Nur, was sollen wir dagegen tun?" -

Zum Beispiel keine Jeans für 5 Euro im Discounter kaufen. Wäre ein Anfang.

Kinderarbeit ist unmoralisch

Kinderarbeit ist unmoralisch und muss verboten werden, klar. Aber warum hält man mir, dem Verbraucher diese unschönen Dinge immer so anklagend vor, als würde ich das so wollen. Mittlerweile soll sich der Verbraucher um die Herstellungsprozesse der Produkte und die weitere Politik der jeweiligen Konzerne zu kümmern haben. Komisch ist nur, dass die Konzerne, die das alles betreiben, nie angeklagt werden. Was soll man denn eigentlich noch alles bedenken, beim Hose- oder Hemdenkauf? Das sind doch längst keine normalen Handlungsabläufe mehr, die man da als Verbraucher unterstellt bekommt. Mir scheint, es geht doch mehr um das Verbraucheranklagen, als um das Helfen wollen. Eigentlich sind das Regularien, die nicht ich, sondern der Gesetztgeber zu handeln hat. Wenn entsprechende Waren hier nicht mehr eingeführt würden, hätte die Sache hier schnell ein Ende. Aber bestimmt würde man dann bald anklagend hören, dass jetzt die Verdienstmöglichkeiten der Armen in der 3. Welt zerstört wurden.

09:43 von Foren Troll

"Allerdings sind wir mit unserem transparenten und liberalen Wirtschaftssystem und unserer offenen Handels- und Globalisierungspolitik daran nicht schuld."

DOCH gerade deswegen sind unsere Politiker daran schuld.
Immer Billiger aus Billiglohnländern, keine Zölle mehr dank Handelsabkommen, Steuern zahlen ja die d… Bürger, usw.
Hauptsache es winken Posten, Rednerhonorare, Gefälligkeiten, usw. von den Global-Players.
Schon Abraham Lincoln wusste es zu Berichten, „wer die Zölle abschafft versklavt die Menschen“.

@Hepheistos, 09:55

"Aber bestimmt würde man dann bald anklagend hören, dass jetzt die Verdienstmöglichkeiten der Armen in der 3. Welt zerstört wurden." -

Ich glaube ja eher, das man dann vom Verbraucher anklagend hören würde, das er auf einmal viel mehr für sein Hemd oder seine Hose bezahlen muss.

@09:54 von JorisNL

""Nur, was sollen wir dagegen tun?" -

Zum Beispiel keine Jeans für 5 Euro im Discounter kaufen. Wäre ein Anfang."

Zum Beispiel keine Handelsabkommen schließen mit Ländern in denen so was grassiert.
Zum Beispiel Strafzölle auf Waren aus diesen Ländern wo Kinder arbeiten müssen, usw.
Was nützt es wenn 10 Ameisen aus dem Kollektiv ausscheren, Garnichts, es geht alles weiter wie bisher.
Erst wenn Wege versperrt werden ändert sich etwas.
Und Bürger können keine Wege versperren, diejenigen die das können sind aber gekauft von den Global-Playern.

Kinderarbeit ???

Kinderarbeit früher in Deutschland. !!!
Meine Eltern hatten nach dem Krieg ein Geschäft aufgemacht, und ich war froh und stolz hier auch meinen kleinen Beitrag in Form von Mithilfe leisten zu können.
Jeder in unserer Familie musste mithelfen, und ich würde ohne zu Murren dies immer wieder tun. Natürlich kann man das nicht mit der hier angeführten Kinderarbeit vergleichen.

In den Kakaoplantagen Elfenbeinküste z.B.

werden extra Schlägertrupps eingesetzt, damit keine Kinder aufs Gelände kommen die arbeiten wollen weil sie z.B. als Ältester die Familie versorgen müssen, nachdem der Vater gestorben ist..Die Mutter müsste sonst Prostituierte werden. Der Anbauer würde sein Label sonst verlieren.....
Wenn man erlebt hat, wie stolz Kinder Verantwortung für die Familie übernehmen...
Ich denke, man sollte erst mal für gerechtere Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen sorgen, dann drüber diskutieren welches "Kind" arbeiten darf.
Letztlich ist es westl. Hochnäsigkeit, die Auswirkung angestammter Strukturen mit der Moralsense zu zerstören, statt zu schauen was wirklich ist!

@tisiphone 9.40

Dieser Zusammenhang war jetzt wichtig: Kinderarbeit-Kinderflüchtlinge. Unsere globalisierte Welt hat daran nichts geändert, außer dass manche versuchen können, dem Elend auszuweichen und plötzlich vor unserer Tür stehen, peinlich.

“Kinderarbeit“

Was genau ist darunter eigentlich zu verstehen? Wenn hierzulande ein Kind den Müll runterbringen oder die Post aus dem Briefkasten holen oder gar beim Kartoffelschälen helfen soll, ernten die Eltern nicht selten lautstarken Protest.
Betrachtet man Fotos, die wahre Kinderarbeit zeigen, kann es einem schon mal kalte Schauer über den Rücken jagen, und dazu muss man nicht ins 19. Jhrt. zurückgehen.
Solange wir uns hier haufenweise mit billigen Produkten eindecken, ohne uns nur annähernd bewusst zu sein (oder sein zu wollen), unter welchen Umständen diese hergestellt wurden, sollte man gerade bei uns mit dem Begriff “Kinderarbeit“ und dem, was sie ist, nicht allzu inflationär umgehen.

@Joris NL

Und Sie glauben die Jeans für € 100 wäre sauber? Meiner Meinung wird der Konsument bewusst im Unklaren gelassen, aber hier wird natürlich kein Gesetz eingeführt!

@Emil66, 10:04

"Und Bürger können keine Wege versperren,..." -

Ich glaube, sie unterschätzen die Macht des Verbrauchers.

Na ja wir sind alle Mitschuld

Es könnten ja mal alle Konsumenten konsequent bei den Herstellern oder Discountern nachfragen, sind die Produkte fair hergestellt wo kommen die her etc.
Gerade bei den überteuerten Luxusgüter wird das ja oft doppelt und dreifach pervers: Erst werden die billigst mit Kinder und Sklavenarbeit hergestellt, dann werden die hier völlig überteuert verkauft, hier wurden die Arbeitsplätze in der Textilindustrie abgebaut, und es werden nur noch reiche Hedgefonds und Manager reich, wir alle verlieren, weil Umwelt,Menschen, unser Vermögen vernichtet wird. Und wenn wir bei den Politikern nachfragen, bei den Herstellern, konsequent Fair oder made in Germany kaufen würden, dann würde sich was ändern. Wenn man sich natürlich beruhigen will und immer sind die anderen Schuld, dann ist das Leben leichter. Man könnte auch weniger konsumieren oder diese Wegwerfmarken boykottieren, mit T-Shirts für 1€ und so ein Wahnsinn. Oder auf Second Hand setzen, Möglichkeiten genug vorhanden. Der Verbraucher hat Macht

Wer den Fernsehbeitrag...

...über die Herstellung der beliebtesten Sportschuhe gesehen hat, bekam eine Vorahnung davon, dass an dieser Produktion, bei der Frauen reihenweise ohnmächtig werden, weil sie die Dämpfe des Klebers einatmen, auch Kinder beteiligt sind - an Stellen, die im Film natürlich nicht zu sehen waren.
Und jetzt schaue mal jeder von uns auf seine Füße. Na? Puma, Nike, Adidas??
Ja, genau die...
Packen wir uns also erst mal ans eigene Näschen.

@Ruth Meier, 10:09

Ich weiß nur, das für 5 Euro keine Jeans ohne Kinderarbeit / mit vernünftiger Arbeitssicherheit / zu vernünftigem Lohn herzustellen ist. Die Wahrscheinlichkeit ist bei der Jeans für 100 Euro viel höher.

@10:03 von JorisNL

"Ich glaube ja eher, das man dann vom Verbraucher anklagend hören würde, das er auf einmal viel mehr für sein Hemd oder seine Hose bezahlen muss."

Es ist immer die Frage wie es publiziert wird und was sich dadurch hier ändert.
Wenn ich und Andere dadurch mehr Geld in der Tasche haben oder weniger zahlen müssen und das auch von der Presse verbreitet wird….
Aber wenn immer nur das Negativen an Verbesserungen ans Licht gezerrt wird, na ja dann!!!!

@um 10:06 von ophorus

Sehr gutes Beispiel.

Westliche Arroganz ist in der Tat ein Problem, denn wir glauben "der Weisheit letzter Schluss" zu sein und die perfekte - und damit EINZIG GÜLTIGE - Zivilisationsform zu haben. Alles MUSS so wie bei uns sein und genau das ist es ja auch was die EU tut: ALLE Staaten müssen "identisch" werden ...

@10:12 von JorisNL

"Ich glaube, sie unterschätzen die Macht des Verbrauchers."

Kennen sie die Finanziellen Verhältnisse der Käufer dieser Billigwahren?
Anscheinend nicht, sonst würden sie nicht mit diesem undurchführbaren Totschlagargument daherkommen.

Verändern sie erst mal die finanziellen Verhältnisse der Käufer dieser Billigwahren.

Es könte so einfach sein

Jeder deutsche Bürger kann für Straftaten im Ausland auch hier polizeilich verfolgt werden.

Also warum nicht die Importeure in die Haftung (vor allem Haft) nehmen?
Wer in D / EU Waren verkaufen möchte hätte sich dann nur an Regeln zum Kinder und Jugendschutz zu halten.
Falls solche Regeln nicht ausreichend existieren so kann man sie schreiben.

Mir ist schon klar, dass man damit vielen Familien das Auskommen mit dem Einkommen nimmt. Das dann auftretende Problem muß der Markt über Preise und Löhne regeln.

Unsere Geiz ist Geil und Wegwerfgesellschaft kommt eh tgl. näher an seine Grenzen.

JorisNL, 09:54

||Zum Beispiel keine Jeans für 5 Euro im Discounter kaufen.||

Glauben Sie etwa, dass die in 30 € oder 75 € Jeans steckende Kinderarbeit besser bezahlt wird?

Es gibt viel zu tun.

Ich hatte mir vor ca. 3 Wochen Sportschuhe eines deutschen Herstellers gekauft. Die Biomaterialien (Kautschuk usw.) waren “fair“ produziert worden, Herstellung: Made in Germany.
Diese Schuhe waren jedoch dermaßen unbequem, dass ich sie zurückgegeben habe.
Sobald der Hersteller derartiges Schuhwerk in komfortabler Form herstellt, bin ich sein Kunde.

Kinderarbeit verbieten ist Unsinn...

Wie immer geht es nur ums Geld. Am gerechten Lohn muss der Hebel angesetzt werden. Wenn Kinder den selben Lohn bekommen müssen wie Erwachsene, dann werden auch nur noch Erwachsene eingestellt.

Keine T-Shirts für 3 Euro kaufen ist auch keine Lösung, weil in 5 und 10 Euro T-Shirts genauso Kinderarbeit drin stecken kann und nur der Gewinn dann noch verdreifacht wird.

re tisiphone

Kinderarbeit würde es nicht geben, wenn der Staat regulierend eingreifen würde.

Das heißt noch lange nicht, dass er es auch tut. Ein möglichst liberales Wirtschaftssystem ist meines Erachtens immer die beste Gewähr für größt mögliche Gerechtigkeit.

Bei aller Heuchelei: Solange

Bei aller Heuchelei: Solange die Schule Leistung verlangt von Kindern, ist das per se Zwangsarbeit und nicht nur bezahlte Kinderarbeit. Das ist keine Polemik, sondern traurige Wahrheit. Die Noten und der sog. Leistungsdruck in der Schule sind eine Perversion eigentlicher Bildungsziele. Es hilft auch nicht zu sagen, es gäbe in unserer Gesellschaft Leistungsdruck. Das sind nun einmal Kinder und Jugendliche.

re Emil66

Der Wirtschaftsprotektionismus mit Zöllen und Handelshemmnissen, den Sie uns hier nahe bringen wollen, ist keineswegs ein Schutz gegen Kinderarbeit. Im Gegenteil.

@Klaus 1963, 10:20

Sie werden überrascht sein:
Die hiesigen Firmen, die im Ausland produzieren lassen, legen regelmäßig Dokumente vor, in denen die vorschriftsmäßigen Arbeitsabläufe und Schutzmaßnahmen und was sonst noch gefordert ist, bestätigt werden. Natürlich von unabhängigen Prüfern, was sonst??
Damit ist dann alles paletti, Hauptsache billig, Hauptsache Reibach.
Und wenn hier so viele Menschen wenig Geld haben - für Sportschuhe ab 100 EUR reicht es dann häufig doch noch - ich habe das über mehrere Jahre sehr bewusst verfolgt.

@OrwellAG , 10:28

Und was will Ihr Beitrag in dem Zusammenhang sagen?

@JorisNL Ich habe mich nie an

@JorisNL

Ich habe mich nie an diesen Billigheimeraktionen beteiligt, aber bestimmt müßte ich trotzdem noch mehr als jetzt schon für meine Hemden bezahlen, weil bestimmt auch diese, um den unersättlichen Konzernen noch mehr Gewinne einzubringen, in der dritten Welt zusammen genäht werden. Soll ich da jetzt mich hinsetzen und selber was zusammen nähen, um dem ganzen zu entgehen? Was mich so wütend macht, ist, dass man vor vierzig Jahren loszog, zuerst noch in die damals noch sozialistischen Staaten und rücksichtlos die heimische Kleiderindustrie und damit viele hiesige Arbeitsplätze aufgab, um mit diesen unverantwortlichen Ausnutzereien dann später in der dritten Welt riesig Kasse zu machen und nun will man dem Verbraucher für diese Umstände plötzlich die Verantwortung zu schieben. Egal, ob der billigst oder teuerst kauft, die Waren werden doch fast alle in diesen dritte Welt Ländern hergestellt. Man geht nur noch im Bananenschalenkleid, aber da klagen dann die Erntearbeiter an, oder ?

@ 09:55 von Hepheistos

Sie schreiben:"Aber bestimmt würde man dann bald anklagend hören, dass jetzt die Verdienstmöglichkeiten der Armen in der 3. Welt zerstört wurden."
Abgesehen davon, dass hier wieder pauschal von "Kinderarbeit" gesprochen wird, ohne zu diffenzieren, ist tatsächlich für viele Familien in der 3. Welt Kinderarbeit lebensnotwendig.
Wer das ändern will, muss eine echte Alternative anbieten; nur jammern und moralisch entrüstet sein bringt uns nicht weiter.
Solange aber nicht diffenziert wird, hat jeder recht:
ob: zum Überleben unverzichtbar......
ob: Kindern den Wert der Arbeit vermitteln...

1 Jeans zu unseren Bedingungen: 800 €

@09:54 von JorisNL
"Nur, was sollen wir dagegen tun?" -
Zum Beispiel keine Jeans für 5 Euro im Discounter kaufen. Wäre ein Anfang.

Sie haben das Problem auf den Punkt gebracht.
Im Bayerischen Rundfunk war ein Fachmann zu Gast, der ausgerechnet hatte, dass eine Jeans komplett nach deutschem Recht hergestellt ca. 800 € kosten müsste.
Jeder Bürger hat wirtschaftlich gesehen durchschnittlich 60 "Sklaven", die für ihn unter nicht akzeptablen Bedingungen arbeiten.

Auch unsere Autos wären für den Normalbürger unbezahlbar.
Eine Arte-Doku zeigte, wie allein der für unsere Autos nötige Kupferabbau in Lateinamerika die einheimische Bevölkerung krank macht und ihrer Lebensgrundlage beraubt.

@10:26 von Axtos

Sie schreiben:"Keine T-Shirts für 3 Euro kaufen ist auch keine Lösung, weil in 5 und 10 Euro T-Shirts genauso Kinderarbeit drin stecken kann.."
Das ist zwar richtig, aber zu undifferenziert;
In teuren Produkten kann,
in sehr billigen muss.

re Klaus1963

Jeder deutsche Bürger kann für Straftaten im Ausland auch hier polizeilich verfolgt werden.
Also warum nicht die Importeure in die Haftung (vor allem Haft) nehmen?

Würden Sie so weit gehen, auch die Verbraucher in Haft zu nehmen?

1 Gallone Wasser und 0.50 USD

Ich erinnere mich an einen Bericht von einem Textilfabrikanten in Bangladesh, der sagte, er könne anständige Löhne zahlen, Arbeitsschutz, etc. gewährleisten, wenn er pro Jeans nur 0.50 USD mehr verlangen könnte. Er konnte das nicht durchsetzen bei C&A, H+M und wie sie alle heißen. Der Verbraucher ist nicht das Problem, viele würden und könnten durchaus gerne mehr bezahlen, die Gier der Konzerne ist es.
Und ich erinnere mich an einen ca. 10-jährigen bei einem indischen Lieferanten (nicht Textil), der dort ein wenig rummachte, putzte, den Boten spielte, Kleinigkeiten erledigte. Am Abend ging er heim: schlecht - er war nicht in der Schule. Gut: er ging mit einer Gallone sauberen frischen Wassers nach Hause, auf die seine Familie angewiesen war und sehnsüchtig gewartet hat.
Lasst die Erwachsenen anständige Löhne bekommen, dann können die Kinder in die Schule und werden später um so besser für ein anständiges Leben sorgen können.

Zeitungen, Werbung & Flyer austragen

eine typische Kinderarbeit in Deutschland.
Schlimm ist es vor allem dann, wenn dies aus finanzieller Not heraus geschieht.

Aber das gibt es ja bei uns alles nicht. Uns geht es ja gut, und jeder der was anderes sagt ist ein Schwarzmaler oder Anstifter einer wirtschaftspolitischen Neiddebatte. Und wenn die Realität einen einholt, wird auch ganz sicher wieder schnell ein Sündenbock gefunden. Hat ja Tradition in diesem Land.

Wer ist schuld, wenn Kinder wie Erwachsene arbeiten müssen?

Es ist immer schwierig, wenn man unsere Verhältnisse, unsere kulturelle Vorstellung und unsere "moderne" Lebenseinstellung mit anderen Völkern und Kulturen vergleichen will und als Maß nimmt.
In anderen Völkern wird mit 14 Jahren schon geheiratet, somit sieht man dieses "Kind" gar nicht mehr als Kind, wenn es bereits 14 Jahre alt ist. (nur als Beispiel)
Wenn man von Kinderarbeit spricht, dann geht man nach unseren Vorstellungen aus, was ein Kind ist und wie es bei uns aufwächst. Daher sind jegliche Vergleiche immer hinkend. Da sieht jede Arbeit mit Kindern "falsch" aus.
Leider sind es immer die Extreme, die man als Beispiel heranzieht. Im richtigen Maß, schadet es keinem Kind auch Aufgaben zu haben und mitzuhelfen.
Kinder werden aber ausgebeutet und missbraucht, um den Konsum günstig herzustellen, den man woanders sehr teuer wieder verkauft. Weniger ist mehr! Das gilt auch für den Konsum!

@ 10:28 von OrwellAG

Da Sie es, aus welchen Gründen auch immer, vermeiden "Leistung" bzw. "Leistungsdruck" zu definieren, ist diese Aussage wohlfeil; wenn Sie auf eine Diskussion aus sind, sollten Sie auf Totschlagargumente verzichten.

@ um 10:33 von harry_up

""Sie werden überrascht sein:
Die hiesigen Firmen, die im Ausland produzieren lassen, legen regelmäßig Dokumente vor, in denen die vorschriftsmäßigen Arbeitsabläufe und Schutzmaßnahmen und was sonst noch gefordert ist, bestätigt werden. Natürlich von unabhängigen Prüfern, was sonst??""

Wenn unabhängige Gutachten wie sie es ja andeuten wohlwollen ausgestellt werden dann werden investigative Journalisten und Whistleblower die erforderlichen Beweise liefern.
Ich glaube eher es fehlt am Wille und Personal diese Mißstände bei Kinderarbeit zu verfolgen.
Nicht nur die Kinder, sondern auch die Sklavenarbeit und Gesunds gefärdende Arbeit ohne Schutzmaßnahmen etc. wird geduldet.
Alles irgendwie nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.

Freihandel wird diese Machenschaften der unzulässigen Arbeit eher noch fördern, da sich Staaten dem Wirtschafts-Kapitalismus dann gänzlich verpflichten.

re OrwellAG

Leistungsdruck in der Schule sollte man nicht mit Kinderarbeit in einen Topf werfen.

m 09:20 von holyknights_returns

"wie dieser Bericht Kinderarbeit geradezu lobt und rechtfertigt"

Wo?

um 09:55 von Hepheistos

Unmoralisch?

Schön wärs, wenn nur das wäre.

Es ist organisiertes Verbrechen.

um 10:08 von harry_up

"Was genau ist darunter eigentlich zu verstehen? Wenn hierzulande ein Kind den Müll runterbringen oder die Post aus dem Briefkasten holen oder gar beim Kartoffelschälen helfen soll, "

Sie haben das Thema offenbar nicht verstanden.
Vielleicht hilft es Ihnen den Bericht nochmal zu lesen? Weiß nicht ...

Welches Mittel gegen Kinderarbeit?

Handelshemmnisse, Zölle und nationaler Wirtschaftsprotektionismus sind als Mittel gegen Kinderarbeit völlig untauglich. Das einzige, was hilft ist Information und Engagement der Verbraucher. Aber auch die Bereitschaft auf viele Wegwerfprodukte zu verzichten. Wenn Produkte mit Kinderarbeit keine Akzeptanz mehr finden, verschwindet auch die Kinderarbeit.

Kinderarbeit

Wenn hier nicht ALLE die munter argumentieren, ihre Definition von "Kinderarmut" dazuschreiben, ist das ein Streit um der Kaisers Bart.
Zudem sollt man sich verständigen von welchem Alter und welchen Arbeitsaufwand man spricht; das ist mühsam ist schon klar, schimpfen ist bequemer.
Als kleines Beisp. für positve "Kinderarbeit"
Die Mark (lang lang...3,60DM/h) die ich in meinen Schulferien verdient habe, war für mich viel wertvoller, als die, die ich als Taschengeld bekam; bin dafür ja auch frühmorgens aufgestanden.

re Pflasterstein

Westliche Arroganz ist in der Tat ein Problem, denn wir glauben "der Weisheit letzter Schluss" zu sein und die perfekte - und damit EINZIG GÜLTIGE - Zivilisationsform zu haben.

Es würde uns nicht schlecht zu Gesicht stehen, zu unserem liberalen westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu stehen. Es bietet am ehesten die Lösungsansätze, um Kinderarbeit abzuschaffen.

@um 11:38 von karawanke

"Es würde uns nicht schlecht zu Gesicht stehen, zu unserem liberalen westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu stehen. Es bietet am ehesten die Lösungsansätze, um Kinderarbeit abzuschaffen."

Unser "liberales System" (= der STARKE nimmt sich was er haben will und sich leisten kann und der Schwache hat KEINEN Schutz vom Staat, weil das System auf "Wettbewerb" ausgelegt ist) ist haargenau der Grund für die Kinderarbeit vielerortens. Menschen werden MINIMAL BEZAHLT ... weshalb dann die Kinder eben auch noch arbeiten gehen müssen.

Ihr Kommentar zeigt haargenau die Arroganz (= das UNVERMÖGEN sich in die Situation anderer hineinzuversetzen) die ich ansprach.

Kinderarbeit in Deutschland

Ich hab auch als Kind gearbeitet, aber nur in den Ferien, und nur ein paar Wochen und ich war 14. Nicht 10 oder jünger. Und ich ging in die Schule.
Heute gibt es übrigens auch einen Artikel bei "heute", wonach immer mehr Kinder, bzw. Jugendliche nicht mal richtig lebenstüchtig sind, wenn Sie ins Leben gehen sollen.
Ein wenig Verantwortung und Druck und Grenzen, auch "Ausdauertraining" statt eine Aufmerksamkeitsschwelle unter 10 Sekunden sind absolut wichtig.

Aber das hat doch mit dem Problem Kinderarbeit und Ausbeutung nichts zu tun. Das sehen Karawanke und weitere Foristen schon richtig.

Im Übrigen: ich bekomme viele Zertifikate für sonstwas, RoHS, Reach, PAKs, Flammhemmer, Sustainability, u.s.w. aus China. Manche glaube ich, manche nicht. Aber ich kann nicht jeden Lieferanten vor den Kopf stoßen und sagen, ich glaube das nicht, sonst haben wir bald keine Lieferanten und ich auch keine Arbeit mehr.

Das Problem ist komplizierter als manche Kommentatoren meinen

vor einiger Zeit demonstrierten Kinder in einem südamerikanischen Land (ich bin nicht sicher ob es Peru war) für das Recht auf Arbeit. Alle die lauthals verbieten, verbieten skandieren müssen sich Fragen ob hier nicht wieder eine Sichtweise einer Industrienation auf eine Situation in einem Entwicklungsland übertragen wird, als Form von Meinungskolonidalismus

11:38 von Karl Kraus

"Wenn hier nicht ALLE die munter argumentieren, ihre Definition von "Kinderarmut" dazuschreiben, ist das ein Streit um der Kaisers Bart."

Es interessiert aber nicht, wie jeder das hier definiert.
Einzig und allein zählt, wie das Gesetzt es definiert. Un Gott sei dank, zählt nur das, mit den Definitionen der Kommentatoren hier, verfielen wir in tiefste barbarische Steinzeit.

Hoffentlich werden so Leute niemals an der Gesetzgebung beteiligt sein.

um 09:11 von morgentau19

"Nur, was sollen wir dagegen tun?"

Anprangern!
Anzeigen!
Boykottieren!

Aus der Verantwortung kann sich niemand herausstehlen, ohne sich selbst strafbar zu machen.

Kinderarbeit ist Missbrauch

Kinderarbeit ist Missbrauch

09:54 von JorisNL

>>Nur, was sollen wir dagegen tun?" -

Zum Beispiel keine Jeans für 5 Euro im Discounter kaufen. Wäre ein Anfang.<<

Richtig!

Ich versuche so weit es geht, Produkte nur aus Deutschland zu kaufen. Keine Kirchen aus der Türkei, Knoblauch aus China usw. meist Lebensmittel-Produkte aus meinem Umkreis, die auch zur Jahreszeit gewachsen sind. Also keine Erdbeeren im Januar aus Gott weiß woher usw.

Bei Kleidung wird es etwas schwieriger, wie auch bei Elektrogeräte (Computer).

Jeder, der ein Händie besitzt( ich nicht) sollte sich im Klaren sein, dass vieles aus Kinderhand stammt oder zumindest steckt Ausbeutung in dem Produkt.

Aber auch Modesneakers (Nike), die Billigläden sind voll von Kinderarbeit.

Nimmt man es genau, steckt überall Ausbeutung drin. Die Löhne sinken (besonders in Deutschland), während die Gewinne (bspw. Börsen) immer stärker steigen.

Der nette Nutzer tisiphone 9:40 hat es richtig gesagt: Freien Handel aufgeben. Lesen sie bitte seinen Kommentar.

Kinderarbeit in Deutschland? Verbieten!!!

Die Rechtfertigung für legale Kinderarbeit in Deutschland sind absolut inakzeptabel. Zum Konsum??? Durch Verbot der Kinderarbeit könnte man Kinder gleich vor 2 Sachen schützen: vor der Arbeit selbst und vor dem Konsumzwang!

Wenn in landwirtschaftl. Betrieben die Kinder in D. 1 Stunde mehr arbeiten "dürfen" (wohl oft eher müssen!) als andere Kinder, dann zeigt das auch, dass sie sehr wohl als Lohnerbringer gebraucht werden! Oder haben diese Kinder mehr Konsumwünsche? Wohl kaum! Sie werden als Arbeitskraft genutzt, mehr nicht! Sowas darf ja wohl in Deutschland nicht sein. Also Kinderarbeit komplett verbieten, inklusive Zeitungsaustragen und ähnlichem!

@ 09:54 von JorisNL

"Zum Beispiel keine Jeans für 5 Euro im Discounter kaufen. Wäre ein Anfang."
#
#
Geben wir unseren H4 Empfänger und bezieher von Mini-Renten mehr Geld, das Sie diese Produkte nicht kaufen müssen.
Das wäre ein Anfang.

@um 11:38 von karawanke

Noch eine Kleinigkeit:

WIR tun immer so als ob unser "liberales" System so toll ist ... und wenn andere dann Dinge anders machen wird genörgelt und diffamiert ... was das genaue Gegenteil von "liberal" ist. Das ist eher "Du kannst jede Meinung haben ... solange es MEINE Meinung ist". Totale Heuchlerei und Arroganz.

Ordentliche Bezahlung

@Ulli 62, 10.54 Uhr

Volle Zustimmung!

Wenn eine Näherin statt 3 US$ für zehn Stunden 5 US$ und bessere Arbeitsbedingungen bekäme, wäre sie sicher heilfroh und nicht mehr auf das Arbeitseinkommen ihrer Kinder angewiesen, um die Familie durchzubringen.

Pro Kleidungsstück wären das nur wenige UScent, mit entsprechendem Faktor würde das bei uns im Laden einen Mehrpreis von vielleicht einem halben € bei einem T-Shirt und einen € bei einer Jeans bedeuten. Das zahle ich gerne, wenn ich sicher bin, dass es bei der Näherin ankommt!

Wenn sich etwas verbessern soll, müssen unsere Textilverkäufer von Gesetzgebung und Verbrauchern verpflichtet werden!

Investorix

P.S.: Und ja, weniger Verbrauch ist immer gut. Müssen wir dauernd etwas Neues kaufen und gebrauchstüchtige Dinge wegwerfen, nur weil man "in diesem Herbst Beere" trägt?

@10:31 von karawanke

"Der Wirtschaftsprotektionismus mit Zöllen und Handelshemmnissen, den Sie uns hier nahe bringen wollen, ist keineswegs ein Schutz gegen Kinderarbeit. Im Gegenteil."

Begründung fehlt.
Warum?

re Pflasterstein

Unser "liberales System" (= der STARKE nimmt sich was er haben will und sich leisten kann und der Schwache hat KEINEN Schutz vom Staat, weil das System auf "Wettbewerb" ausgelegt ist)

Das ist nicht meine Definition von liberal. Und außerdem, was gäbe es gegen Wettbewerb zu sagen? Der Begriff ist für mich positiv belegt.

@um 11:56 von StöRschall 11:38 von Karl Kraus

.....:"Es interessiert aber nicht, wie jeder das hier definiert..."
Nein?
Um eine Diskussion zu führen, muss man sich erst darauf verständigen wovon man spricht.
Ohne zu wissen was der Kommentator unter einem Begriff versteht ist jede Diskussion sinnlos.
....:"Einzig und allein zählt, wie das Gesetzt es definiert....."
Wenn Sie das wollen, müssen Sie das aber als Bedingung einführen.
Bei aufmerksamen Lesen der Kommentare werden Sie sehen, dass es da große Unterschiede gibt.
......:" mit den Definitionen der Kommentatoren hier, verfielen wir in tiefste barbarische Steinzeit.

Hoffentlich werden so Leute niemals an der Gesetzgebung beteiligt sein."

Das ist aber ziemlich überheblich; tun Sie da nicht vielen Kommentatoren Unrecht?

Dass Sie damit eine eigene Ansicht von Diskussionskultur beweisen ist Ihnen sicher bewusst.

@StöRschall 11:29

Wenn Sie sich die Mühe machen, meine anderen Beiträge zu lesen, werden Sie merken, dass ich das Thema durchaus verstanden habe.
Und was Kinderarbeit angeht:
Ich habe als Kind nach der Schule meiner Mutter tagtäglich bei der Heimarbeit geholfen (Strümpfe aus der Fabrikation nach Fehlern durchsuchen), später als 12Jähriger beim Bauern Rüben vereinzelt, bei der Kartoffelernte, Getreideernte, als 15Jähriger auf dem Bau gearbeitet, in der Ziegelei usw.
Erzählen Sie mir also nichts von Kinderarbeit.
Und dann zitieren Sie bitte nicht einen Abschnitt aus meinem Post, sondern lesen Sie ihn ganz.
Und wenn hier an anderer Stelle Schule mit Fronarbeit gleichgestellt wird, bin ich vollends bedient.

m 12:06 von morgentau19

&Der nette Nutzer tisiphone 9:40 hat es richtig gesagt: Freien Handel aufgeben. Lesen sie bitte seinen Kommentar."

Im Gegenteil. Im freien Handel stecken Chancen. So können Sie z.B. mit Hanelspartner, die ja auch Interesse haben, Standards aushandeln, die widerum den Arbeitern zu Gute kommt. Standards haben die Eigenschaft sich selbst überzugeneralisieren.

Schönes Beispiel sind Arbeiteraufstände in Indien. Die Menschen lernen voneinaner.
Auch Rechte einfordern, Menschenrechte, Kinderrechte.
Das passiert nicht, wenn jeder sein eigenes Süppchennkocht und keiner vom andern weiss.

@Klaus 1963, 11:15

Nein, nein, die Gutachten sind korrekt. Man begutachtet, ob die HERSTELLUNG eines Produktes nach den Vorgaben des Auftraggebers erfolgt. WIE und unter welchen Arbeitsbedingungen das geschieht, liegt in der Verantwortung des Herstellers in Bangladesch oder sonstwo.
Damit ist der hiesige Auftraggeber aus dem Schneider.

@Ophorus ist am nächsten an der Wahrheit dran

Ein Perspektivwechsel täte den meisten gut. Die die hier laut schreiend die Moralkeule schwingen, sehen nicht die Sachzwänge der Menschen in diesen Ländern. Ein Teppichknüpfendes Kind in Nepal erlernt dort einen angesehenen Beruf im Trockenen und Warmen und bringt nach Ende der "Ausbildung" Bargeld nach Hause. Die Alternative heißt, Feldarbeit auf steilen Terrassen oder die manuelle Produktion von Schotter aus Flußgeröll was lebensgefährlich ist. Beides natürlich in sengender Sonne und beissender Kälte. Bildung wäre schön, wird dort nur nicht in ausreichender Menge als berufliche Notwendigkeit nachgefragt. Als Gütesiegel die die Kinderarbeit an Teppichen ausschlossen eingeführt wurden, standen die Teppichknüpfende "Handwerkselite" mit den anderen am Fluß.
So haben wir den Kindern geholfen.

Aber nicht alle Kinder müssen Kinderarbeit leisten ...

Aber nicht alle Kinder müssen Kinderarbeit leisten ... hier darf man nicht generalisieren und auf billige Vorurteile reinfallen.

Alles andere ist reine Stimmungsmache und ein Ängsteschüren.

@StöRschall 11:56

Mich würde ja doch einmal brennend interessieren,was SIE unter “Kinderarbeit“ verstehen.
Unser Gesetz definiert das ganz und gar anders als ein bitterarmes Entwicklungsland.
Womit ich, bitte verstehen Sie das nicht falsch, Kinderarbeit, wie sie dort oftmals praktiziert wird (richtiger: werden muss), nicht gutheiße.

Kinderarbeit: Gut für Luxus, schlecht für Lebensunterhalt

Ich finde es gut, wenn sich Kinder ihren Luxus selbst erarbeiten müssen. Wenn Kinder jedoch ihren Lebensunterhalt und sogar den der Eltern erarbeiten müssen, läuft irgendetwas falsch. Dann muss der Staat eingreifen und beispielsweise maximale Arbeitszeiten und Mindestlöhne definieren.

Bekleidung, Schuhe ... ?!? - Es geht um Lieferketten.

Ich gebe zu, ich habe die Kommentare hier im Forum erst angelesen.
Dennoch bin ich entgeistert.
Es geht bei Kinderarbeit nicht so sehr um die Endfertigung der Produkte. Vielmehr (meist) um die Gewinnung der Rohstoffe für Produkte.
Im Webauftritt von slaveryfootprint.org kann sich der interessierte Verbraucher durchklicken. Auch unter z. B. "The list of slave-labor imports you use might surprise you _ The News Tribune.htm" sind einige Anhaltspkte. zu finden.

Da sind z. B. 3- und 5-Jährige, die mit bloßen Händen in stillgelegten indischen Minen illegal Mica abbauen. Die schwarzen Schafe von Subunternehmen schert die Gesetzeslage nicht weiter - sollten sie verknackt werden, machen Andere eben woanders weiter ...

"Mica", das sind Glimmerpartikel, die das Licht reflektieren. Schauen Sie mal auf die Inhaltsstoffe Ihrer Gesichts-/Körpercreme. Mica gibt den samtigen Schimmer auf der Haut, lässt Augenringe + Unebenheiten durch Lichtreflexion verschwinden - ebenso in Lidschatten + Lippenstift.

krittkritt, 10:43

||Im Bayerischen Rundfunk war ein Fachmann zu Gast, der ausgerechnet hatte, dass eine Jeans komplett nach deutschem Recht hergestellt ca. 800 € kosten müsste.||

Da widerspricht der "Fachmann" allerdings der Realität, wie man bei Herstellern wie z.B. "manomama" sehen kann - dort kosten Jeans, Made in Germany, gerade mal 1/10 des "Expertenpreises".

@13:01 von harry_up @StöRschall 11:56

Das hat StöRschall schon auf meinen Kommentar kundgetan:

Am 12. Juni 2017 um 11:56 von StöRschall
11:38 von Karl Kraus

"Wenn hier nicht ALLE die munter argumentieren, ihre Definition von "Kinderarmut" dazuschreiben, ist das ein Streit um der Kaisers Bart."

Es interessiert aber nicht, wie jeder das hier definiert.
Einzig und allein zählt, wie das Gesetzt es definiert. Un Gott sei dank, zählt nur das, mit den Definitionen der Kommentatoren hier, verfielen wir in tiefste barbarische Steinzeit.

Hoffentlich werden so Leute niemals an der Gesetzgebung beteiligt sein.

Immer wieder ist zu lesen,

Immer wieder ist zu lesen, dass Kinder in vielen armen Ländern helfen müssen, die Familie zu ernähren. Das ist als status quo sicher auch so.
Provokante Frage: Was wäre, wenn die ärmsten Familien in den armen Ländern weniger Kinder hätten?

Kindheit - eine einmalige Chance für jeden Menschen!

Kinder sollen nicht arbeiten müssen. Diese Vorgabe sollte auf jeden Fall vom UN-Gerichtshof der Menschenrechte vorgegeben werden. Die Kindheit ist dazu da, dass Kinder gefördert werden können, damit sie das lernen können, was sie im Leben zum Überleben brauchen, damit sie nach ihrem Potential ausgebildet werden können. Eine Arbeit von Kindern zum Nutzen Dritter ist deswegen abzulehnen.

12:38 von Karl Kraus

"Das ist aber ziemlich überheblich; tun Sie da nicht vielen Kommentatoren Unrecht?"

Das ist leider Tatsache.

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