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IT-Technik lernt man nicht in der Schule

Jeder, der sich ernsthaft damit auseinandergesetzt hat, weiß das. Man kann im Unterricht ein bißchen an der Oberfläche kratzen, aber fundierte Kenntnisse, und vor allem das, was man pädagogisch so schön "einschlägige Fach- und Methodenkompetenzen" nennt, werden im Selbststudium erarbeitet. Voraussetzung dafür vor allem: Ausdauer, Frustrationstoleranz und NEUGIER. Und das sehe ich bei unseren Kindern und Jugendlichen nicht. Solange alles auf Knopfdruck so funktioniert, dass man sich in den gewünschten Chatroom einklinken kann, interessieren die sich doch nicht für die Hintergründe.
Ich bin in der beruflichen Aus- und Weiterbildung in IT-Berufen beschäftigt und bin regelmäßig bestürzt über das, was sich Leute unter der Arbeit mit dem PC vorstellen: wissen, auf welche Taste man drücken muss, und andernfalls googeln. Begreifen ist keine Herausforderung mehr, die einen stolz macht, sondern lästige Arbeit, die man nicht nötig hat. Jemand anders sorgt ja dafür, das alles läuft.

diese frau wanka ist auch in der regierung?

offenbar hat jemand ihr was vom heraufziehenden wahlkampf geflüstert. die letzten 4 jahre hat man nix von dieser dame gehörtn

@BWilaschek 14.01

das glaube ich Ihnen und kann es als Gasthörer an einer Uni nur bestätigen. Die Studentinnen und Studenten sind mehr mit ihren Tablets beschäftigt als mit der Vorlesung und es fehlt an elementaren Dingen wie Zahlenverständnis, Rechnen, vernünftigem Formulieren, selbständigem kritischem Denken. Das wurde jahrelang an Google, Wiki usw. "outgesourced" und wird den künftigen Akademikern noch gewaltig auf die Füße fallen. Es ist erschreckend, welches beschämende Bildungslevel mittlerweile zu einem 1er-Abi reicht. Mein Beileid an die Professoren, die daraus noch was Vernünftiges machen sollen. Natürlich gibt es noch ein paar Ausnahmen, aber das sind die Überflieger, die durch die minderbegabte Masse eingebremst werden.

Wanka

kann auch gar nicht wissen, wie viel Geld fürs digitale Klassenzimmer den Präferenzen der Schüler bzw. der Eltern entspricht. Denn wie alle Politiker handelt sie jenseits des Marktes, auf welchen über Preis aus Angebot und Nachfrage sich diese Präferenzen erst zeigen.

Das Geld sollte locker

Das Geld sollte locker gemacht werden für Kunst, Spracvhreisen, Konfliktmanagement, für Bildung, die zu sozialen Kompetenzen führt ...

Das Ausbilden dieser Fähigkeiten ist so dringend nötig.
Wie nötig das ist, sieht man an Beispiel Trump.
Ohne Elektronik kann man sivch auch durvchs Leben schlagen. Ohne soziale Kompetenzen nicht.
Und da hôrt nicht nur das Leben der Unfähigen auf, sondern wenns blöd läuft, das derer, die es können.

schlechte, schlampige Politik

Statt die Fianzierung von Gemeinden, Ländern und Bund wieder ins Lot zu bringen, wird das Recht gebogen. Ist mal wieder nicht so wichtig.

@Ernst-

Die von Ihnen unaufhörlich propagierte Überlassung ALLER Bereiche des Lebens an den freien Markt kann wirklich niemand ernst- nehmen. Zeigen Sie mir doch bitte an dem einfachen Beispiel Pharma-Industrie und Medikamentenforschung die angebliche Überlegenheit des freien Marktes.
Es sterben millionenfach Menschen in der dritten Welt, weil die Entwicklung von Medikamenten gegen ihre Krankheiten nicht gewinnbringend ist, während gleichzeitig in der ersten Welt hunderte verschiedener Präparate gegen Schnupfen um Käufer buhlen. Wer sich Gesundheit nicht leisten kann, stirbt eben. Genau das sind die Blüten die Ihr(!) Markt so treibt.
Und jetzt wollen Sie Bildung auch noch zu einem Gut machen, das nur für den verfügbar ist, der es sich leisten kann? Wer arm ist, bleibt halt dumm, und folglich auch weiter arm?
Ich verstehe Ihre Einstellungen zu menschlichen Werten beim besten Willen nicht. Ich kann nur hoffen, dass sie sich niemals durchsetzt.

Das ist garantiert

der falsche Weg, damit wird der Faulheit extrem der Rücken gestärkt.
Man muss dann werden schreiben können noch etwas im Kopf zusammen rechnen, das alles überlässt man der Technik.
Und in der Lehre oder was auch immer gibt es dann Bleistift und Papier, das mag im Büro an einem PC Arbeitsplatz alles gehen aber in der wirklichen Welt und Praxis klappt das nicht.

Deswegen auch die vielen Klagen der Firmen die Auszubildende suchen, denen muss meist das wichtigste was eigentlich Schule vermitteln soll erst beigebracht werden.

Gruß

fünf Milliarden die absolut nix bringen

Weil überall die dazugehörige Dobrindts Maut den Breitbandnetzausbau ausbremst.

@ wenigfahrer

Und in der Lehre oder was auch immer gibt es dann Bleistift und Papier, das mag im Büro an einem PC Arbeitsplatz alles gehen aber in der wirklichen Welt und Praxis klappt das nicht.
Schon mal etwas von Industrie 4.0 gehört? Da gehört das Tablet in der Werkstatt wie die Kreidetafel im Klassenzimmer.
Im Zeitalter von Prozessen, Verfahrens- und Arbeitsanweisungen sowie der genauen Dokumentation von Arbeitsschritten kommen Sie mit Papier und Bleistift nicht mehr weit.
Willkommen in der Welt von DIN EN ISO 9001 und 9004

Lächerliche Summe!

Angesehen davon, dass Kinder und Jugendliche von jeglichem digitalen Gerät ferngehalten werden sollten, ergeben diese 5 Mrd € im Durchschnitt 50.000€ pro Schule. Das heißt, dass nach dem Anschluss ans Breitbandnetz kein Geld mehr für die direkte schulische Netzinfrastruktur vorhanden sein wird. Geschweige denn für genügend Geräte, mit denen die Schüler arbeiten können. Was soll das?

Es gibt zur Zeit wichtigere Probleme an Schulen

Zum Einen müssen vor aller Digitalisierung an vielen Schulen zuerst einmal die Grundvoraussetzungen geschaffen werden:

Undichte Fenster und Dächer müssen repariert werden, kaputte Türen, nichtfunktionierende Toiletten (oft bereits seit Jahrzehnten) und defekte Möbel erneuert werden. Die Ausstattung vieler Schulen, besonders Grundschulen, reicht oft nicht mal für den normalen Lehrbetrieb aus, ohne Fördervereine müssten etliche wegen baulicher Mängel geschlossen werden.

Dann muß den Schülern in der Grundschule wieder richtig Lesen, Schreiben und die Grundrechenarten beigebracht werden. Ein Schüler, der schreiben lernt, wie er spricht, wird korrekte Rechtschreibung nie mehr lernen. Rechtschreibkorrektur und Taschenrechner sollte man nie brauchen müssen.

Dann, erst dann, frühestens ab der 7. Klasse vielleicht, können wir darüber nachdenken, Schüler mit der digitalen Welt in Kontakt zu bringen. Nach einer ausgiebigen Belehrung über die Gefahren des Internets.

Vielleicht bin ich da zu konservativ,

aber ich finde, man sollte in den Schulen lieber die Grundkompetenzen stärken und Computer nur selten einsetzen.
Es gibt den alten Spruch "vom Stift in den Kopf" - Und da ist auch etwas dran, denn es gibt mehrere entsprechende Studien nach denen man am Bildschirm gelesenes schlechter behalten kann als das, was man auf dem Papier liest. Auch wenn das unglaubwürdig klingt, ist es leider bewiesen.

Auch finde ich es wesentlich wichtiger, die Schulen zu sanieren und nicht, überall Computer aufzustellen. Tropfende Decken und Computer passen sowieso schlecht zusammen.

re 14:51 von Ernst-

Denn wie alle Politiker handelt sie jenseits des Marktes, auf welchen über Preis aus Angebot und Nachfrage sich diese Präferenzen erst zeigen.

Neulich wollten Sie Polizei und Richter in den freien Markt entlassen, heute also die Bildung. Eigentlich kann man Sie nicht ernst nehmen, aber ich zeige Ihnen dennoch die Konsequenzen auf:

Würden wir staatliche Schulren abschaffen, gäbe es logischerweise nur noch Privatschulen! Diese würden zwangsläufig Schulgeld erheben. Wieviel ist abhängig von Größe der Schule, ob Privatbesitz oder zur Miete und von der Anzahl des Lehrkörpers.

Mal eine Beispielrechnung ohne Miete und andere Gebühren, allein Personalkosten:

20 Lehrer x 50.000 € Jahresverdienst / 500 Schüler =

166,67 Euro Schulgeld monatlich
Fragen Sie mal die Eltern, ob sie wieder Schulgeld bezahlen wollen und vor allem würde mich interessieren, was mit den Kindern passieren soll, deren Eltern das nicht leisten können? Millionen Stipendien oder staatlich bezahlt?

@Gnom, 17:34, Klabautermann 08, 16:57

Es gibt den alten Spruch "vom Stift in den Kopf" - Und da ist auch etwas dran, denn es gibt mehrere entsprechende Studien nach denen man am Bildschirm gelesenes schlechter behalten kann als das, was man auf dem Papier liest.

"Vom Stift in den Kopf" besagt etwas anderes, aber mit den gleichen Auswirkungen. Es ist nachgewiesen, dass Dinge, die man selbst aufschreibt (und zwar auf Papier, nicht mittels Tastatur) deutlich besser verinnerlicht werden. Während des Schreibvorgangs setzt bereits das Lernen ein.
Wie Sie natürlich richtig schließen, muss der Unterricht - nicht nur in der Grundschule - wieder mehr auf das Schreiben ausgerichtet werden.
@Klabautermann:
Ich habe Studenten, die den Pythagoras im Schlaf herunterbeten können, aber nur mit a, b und c. Wehe, die Seiten des Dreiecks heißen R, X und Z, dann ist schon hängen im Schacht. Aber jeder fitte Maurer konstruiert Ihnen einen rechten Winkel mit einem Stück Schnur. Ohne sowas geht es auch in der Industrie 4.0 nicht.

Voll digital daneben

Ich bin kein Lehrer, bilde aber junge Menschen zu Schreinern aus. Selbstverständlich werden bei uns computergesteuerte Maschinen eingesetzt. Da werden die einfachsten Operationen schnell begriffen, dann ist aber Schluß.

Solche Maschinen kann man nur sinnvoll einsetzen, wenn man Ahnung von der Materie und Materialkenntnisse hat, wenn man weiß, was man wie und warum genau so machen will. Und da geht das Dilemma los.

Ähnlich wie einige Foristen vor mir stelle ich fest, daß das grundlegende Verständnis und die Bereitschaft dafür, daß man sich diese Fähigkeiten erarbeiten muß, fehlt. Die haben nicht einmal einen Schimmer davon, daß dieser Weg richtig viel Freude und Befriedigung bereiten kann. Mitunter schauen sie entgeistert auf Kollegen die ihnen etwas "vorturnen" und haben keine Hoffnung, daß sie das auch einmal könnten.

Natürlich sind diese Azubis nicht zu dumm, sie wurden nur nicht auf diese Arbeitswelt vorbereitet und ich denke, Frau Wanka kennt diese Arbeitswelt ebensowenig.

@frosthorn

"IT-Technik lernt man nicht in der Schule" Am 12. August 2017 um 13:57 von frosthorn

Herrje! Medizin auch nicht und trotzdem wird Biologie unterrichtet.

Es ist doch klar, dass in der Schule nur Grundlagen gelehrt werden, damit
A) die Schüler sich orientieren können, um eine Berufswahl zu treffen
B) später die Leute aus verschiedenen Bereichen miteinander kommunizieren können, denn in jedem Bereich wird fachübergreifend gearbeitet.
Fachidioten braucht keiner und die Zeiten ändern nicht.

C) jede Generation meckert, dass die Jüngeren zu faul und doof wären, während sie selbst angeblich ach so fleißig und strebsam sei.
Diese Fehleinschätzung und Selbstüberschätzung ändert sich wohl nie.

18:33 von Tada./.frosthorn

Zitat:" jede Generation meckert, dass die Jüngeren zu faul und doof wären, während sie selbst angeblich ach so fleißig und strebsam sei.
Diese Fehleinschätzung und Selbstüberschätzung ändert sich wohl nie."

Diese Frage stelle ich mir auch immer wieder neu und kann sie für mich nicht abschließend beantworten. Wobei ich allerdings faul und doof zu fleißig und strebsam bei meiner Beurteilung ausschließen kann.

Zu jeder Zeit wachsen die Menschen unter sich verändernden Bedingungen heran, was für die abtretende Generation weniger nachvollziehbar wird.

Für meine beruflichen Anforderungen heißt das, die heutige Jugend hat einen deutlich geringeren praktischen Bezug. Rad reparieren, Zimmer streichen, Hasenstall bauen und dergleichen sind häufig keine "Übungen" mehr. Die damit verbundenen Erfahrungen wie, he, hab ICH fertiggebracht dann kann ich auch mehr oder ne, war nichts, das muß ICH nächstes mal anders machen, aber vor allem, es wird nur wenn ICH es mache, werden nicht erworben.

Fortschrittsglaube

Was Frau Wanka uns hier lehrbeispielhaft vor Augen führt ist der Fortschrittsglauben der Linken. Ihre Ideologie beinhaltet den Glauben, dass alles was neu ist, automatisch besser sein muss. Dabei lassen sie die Realität einfach außer acht oder biegen sie sich so hin, dass ihre Hypothesen schlüssig zu sein scheinen. Beispiele hierfür aus dem Bereich Bildungswesen: Abschaffung der Förderschulen und Inklusion von allen Behinderten in reguläre Schulen, Elternwille bei Übertritt an eine weiterführende Schule. Beides verleugnet einfach, dass Menschen unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen mitbringen. Alle MÜSSEN gleich sein! Dass das zu über-, unterforderten und frustrierten Kindern führt, ist dann schon wieder lapidare Realität. Die darf man schnell ausblenden! Ähnlich mit dem IT-Vorstoß von Wanka. Ob es überhaupt sinnvoll ist, sich in der Schule verstärkt auf Digitalisierung zu konzentrieren, spielt keine Rolle. Die Folgen dürfen dann eben die Kinder in der Realität ausbaden.

@proehi

"Die damit verbundenen Erfahrungen wie, he, hab ICH fertiggebracht dann kann ich auch mehr oder ne, war nichts, das muß ICH nächstes mal anders machen, aber vor allem, es wird nur wenn ICH es mache, werden nicht erworben." Am 12. August 2017 um 19:26 von proehi

Mein Opa konnte in den Wald gehen und genug essbare Pflanzen für ein Mittagessen mitbringen. Das kann ich nicht und Sie vermutlich auch nicht.

Jede Generation sammelt andere Erfahrungen, weil sich die Welt weiterdreht. Meist haben nur die Älteren von diesen Dingen überhaupt keine Ahnung und meckern lieber statt Interesse dafür zu zeigen.

Ps. Hier möchte ich sagen, wie stolz ich auf meine Mutter bin, die im Rentenalter noch Schwimmen und Englisch gelernt hat. Sie hat 20 Jahre lang als Lehrerin gearbeitet, nie über die junge Generation gemeckert und immer gemeint, dass bei dem, was die jungen Leute als Vorbild haben, sie noch ganz gut geraten sind.

@Spirit of 1492

"Abschaffung der Förderschulen und Inklusion von allen Behinderten in reguläre Schulen, Elternwille bei Übertritt an eine weiterführende Schule. Beides verleugnet einfach, dass Menschen unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen mitbringen. Alle MÜSSEN gleich sein!" Am 12. August 2017 um 19:43 von Spirit of 1492

Das Problem der handwerklich begabten und und sogar hochbegabten Schüler ist der, dass ihre künftigen Arbeitsplätze nach Fernost verlegt wurden.

Könntest Sie mir denn sagen, wovon diese Schüler später leben sollen, außer H4, wenn u.a. ihre Eltern nicht jetzt dafür sorgen, dass ihre Ausbildung entsprechend angepasst wird?

Ich bitte um realistische Vorschläge.

@krittkritt

"Eine Bekannte erzählte mir einen Extremfall. Da hat ein Lehrer in Bayern eine durchaus anspruchsvolle Arbeit in seinem Fach schreiben lassen. Da die Klasse aber nicht sehr arbeitswillig war, hat er offensichtlich die ganze Arbeit ziemlich genau vorbesprochen. " Am 12. August 2017 um 20:09 von krittkritt

Und welches Fach war das?
Ich finde, in Fächern wie Mathematik oder Physik darf die Kreativität der Schüler durchaus unterdrückt werden und eine gründliche Vorbesprechung ist notwendig.

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