Kommentare

Welche Hoffnungen?

"Hoffnungen in die Friedensnobelpreisträgerin haben sich in Bitterkeit verwandelt."

Welche Hoffnungen???
Mir scheint es eher so zu sein, dass der Friedensnobelpreis gelegentlich von der Politik missbraucht wird, um der Welt zu zeigen, wer "eigentlich" an der Macht sein sollte.

Ein Jammer, da auch viele wohlverdienten Friedensnobelpreisträger dadurch an Ansehen verlieren.

Das Schweigen der....Suu Kyi

Rohingya-Anwalt Kjaw Mins große Hoffnungen in die Friedensnobelpreisträgerin haben sich in Bitterkeit verwandelt. "Aung San Suu Kyi wandelt sich mehr und mehr zu einer Diktatorin", sagte er.
Poitiker und damit kluge Menschen, wissen von je her: Es kommt immer auf die Sichtweise der Mehrheiten und auf den Stuhl, auf dem man sitzt an. Das macht den Unterschied zwischen einem/er Friedensnobelpreisträger/in und einem Diktator/in und allen Schattierungen der Macht, die dazwischen liegen, aus.
Der Westen verfolgt seit einiger Zeit die Taktik, vorauseilend Friedensnobelpreisträger/inen zu ernennen, geprägt von der Hoffnung, damit moralischen Einfluss auf die politische Entwicklung des jeweiligen Herkunftslandes zu haben. Er vergisst dabei, dass andere Kulturen die Kultur des Westens zutiefst verabscheuen, denn sie haben die Doppelzüngigkeit dieser Kultur aus der Kolonialzeit noch gut in Erinnerung!
Das Schweigen Suu Kyi's ist daher sicher eher als Rückbesinnung zu werten.

Friedensnobelpreisträger?

Seit "Obama" wissen wir doch, daß dieser Titel nichts taugt.
Zur Situation: Suu Kyi läßt ihr Land nicht fluten. Religiöse Unvereinbarkeiten sind ein Fakt, vor dem "im Westen" gerne die Augen verschlossen werden. Und so ebnet eine "Toleranz", die eine selbstbewußte Eigenständigkeit, was das Wesen des Menschen betrifft, verleugnet, den Weg ins Chaos. Wohlbemerkt setzt aber auch die Toleranz Grenzen, nämlich den Eigenen, die anderes tolerieren sollen.

Warum lässt das muslimische

Warum lässt das muslimische Bangladesch die Muslime aus Myanmar nicht rein ?

Sind es doch wohl Menschen, die ursprünglich aus Bangladesch kamen ?

Es beweist ....

sich wieder einmal, daß der /die Friedensnobelpreisträger immer nur eine Momentaufnahme ist! Es wird nur sehr wenige Träger dieses Preises geben, die wahre Philantropen sind. Dazu kommt, daß sich unzählige Institutionen an die Kette der Preisverleihungen angehängt und so fast für eine Inflation gesorgt haben. Wen kann es also überraschen, daß auch Suu Kyi sich politischen und auch Sachzwängen nicht verschließen kann und will? Man sollte aufhören den/die Träger des Friedensnobelpreises mit Heiligenschein zu sehen, mit Ausnahme von vielleicht Mutter Theresa. Vielleicht wäre es auch notwendig und schon lange überfällig die Kriterien für eine Verleihung auf den Prüfstand zu stellen und so die politische Einflußnahme zu begrenzen wie z.B. bei Sadat/Begin oder Kissinger/LeDucTho usw.?

Wenn die Welt mal so einfach wäre,

wie Journalisten sie immer sehen wollen.
Eigentlich war es schon immer so, entweder man integriert sich oder man bleibt ein Fremdkörper und irgendwann will man diesen Fremdkörper entfernen.
Allein schon das Vokabular "Diskriminierung" auf Myanmar bezogen zeigt doch, wie weltfremd Journalisten sind. Ist es dann wirklich ein Wunder, dass keiner sich mit solchen "Weltfremden" unterhalten will?
Suu Kyi macht das was ein pragmatischer Politiker machen sollte, keine Politik gegen das eigene Volk.

re Tada, 09:50

Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
Jemandem den Nobelpreis zu verleihen, um mit dieser Person deren Regierung den Spiegel vorzuhalten und dann auch noch die geehrte Persönlichkeit durch diese Vorschusslorbeeren in eine Art Zugzwang zu bringen, halte ich für höchst fragwürdig.
Außerdem zeigt sich später oft genug, dass es sich aus der Opposition heraus leichter agieren als später an der Macht regieren lässt.

@um 10:13 von paule2

Ich weiß nicht, was daran religiös sein soll, das man unschuldige Menschen tötet und vertreibt, nach meinem Wissen her ist das im Christentum, Islam und auch bei den Budhisten verboten und auch bei allen "normalen" Religionen die so einem bekannt sind. Gegen Gewalt und Morden, welche unberechtigt sind, da muss man Null "Toleranz" gegen zeigen und gegen nichts anderes.

Anscheinend auch nur eine wie andere auch

Jetzt schweigt sie also, sie, die nun in der Machtetage angekommen ist. Hat sie einfach nur die westl. Aufmerksamkeit ausgenutzt um an die Macht zu kommen oder sieht sie jetzt, dass es an der Macht oft gar nicht so einfach und bequem ist, wie es sich Aktivisten offenbar gerne mal vorstellen?

@um 10:13 von paule2

Ich stimme ihrem Kommentar nur zum Teil zu, können Sie bitte näher erläutern, was Sie mir religiöse Unvereinbarkeiten meinen?

Offensichtlich ist der

Offensichtlich ist der Buddhismus doch keine friedliche Religion. Es wäre ja auch ein Wunder. Zu den Friedensnobelpreisträgen könnte die Tagesschau auch mal einen Faktencheck machen. Neben Obama gibts da sicherlich noch mehr, die nur den Anschein von Friedlichkeit verbreiteten.

Wahrscheinlich haben die

Wahrscheinlich haben die Mönche dort angst das es Myanmar so ergeht wie Pakistan, Bangladesch, Indonesien oder Malaysia…….
So ganz unbegründet ist das ja nicht, oder?

Duisburg, 10:28

||Suu Kyi macht das was ein pragmatischer Politiker machen sollte, keine Politik gegen das eigene Volk.||

Mithilfe von Progromen (bzw. mindestens deren Duldung) gegen eine Minderheit. Die mal einfach als "unmyanmarisch" bezeichnet wird. Woran erinnert das?

um 10:23 von toto96

"Sind es doch wohl Menschen, die ursprünglich aus Bangladesch kamen ?"

Die Rohingya leben seit Jahrhunderten in Burma. Es sind burmesische Bürger, denen die burmesische Staatsbürgerschaft verwehrt wird.
Daß Bangladesch den Menschen nicht hilft liegt wohl an der prekären finanziellen Situation des Landes. Leider werden sowohl die Rohingya, wie auch Bangladesch von der Weltgemeinschaft alleine gelassen. Letztlich wäre wohl nur ein robustes Blauhelmmandat geeignet in der Region etwas mehr Sicherheit herzustellen.

um 10:28 von Duisburg

"Suu Kyi macht das was ein pragmatischer Politiker machen sollte, keine Politik gegen das eigene Volk."
Falsch, durch ihr Nichtstun fördert sie die Diskriminierung eines Teils des "Volks", nämlich der Rohingya.

Das Schweigen der Lady

@RGHD
Über die Diskriminierung der Muslime in Myanmar gibt es einige Berichte, sowohl ARD als auch ZDF haben über das Verhalten der buddhistischen Mönche in Weltspiegel und Auslandsjournal berichtet. Aung San Suu Kyi, die westlichen Journalisten gegenüber sonst immer so aufgeschlossen und freundlich ist, wurde, auf dieses Thema angesprochen immer sehr schmallippig und brach Interviews ab. Bereits damals war abzusehen, dass sie dazu keine Stellung beziehen will und das soll wohl auch so bleiben.
@paule
Es geht bei den Rohingya ganz sicher nicht um Muslime die "ihr Land nicht fluten" (was für eine abstossende Wortwahl von Ihnen!).
Die Rohingya sind eine ethnische Minderheit in Myanmar die vor etwa 1.000 Jahren zum Islam konvertierte, denen dann 1982 durch die Militärdiktatur per Gesetz der Status als ethnische Minderheit entzogen wurde und die seit dem nicht mal mehr als Staatsbürger Myanmar gelten. Erst informieren dann von Umvolkung schwadronieren!

Um es mal zu verdeutlichen

Was mit den Rohinghya in Burma abläuft wäre eventuell damit vergleichbar, wenn der deutsche Staat z.B. Sorben oder Friesen die Staatsbürgerschaft aberkennen würde und anfinge über Jahrzehnte diese zu vertreiben und zu massakrieren.

@Pauley, 10:13

Weiß jetzt nicht genau, worauf Sie hinaus wollen.

Nationalistische Pogrome und angezündete Kinder sind wohl kaum eine akzeptable Reaktion auf "religiöse Unvereinbarkeit".

Warum verurteilt die Frau das nichts? Und warum haben Sie scheinbar Verständnis dafür, dass sie es nicht verurteilt?

Tada, 09:50

Aung San Suu Kyi wurde 1990 demokratisch gewählt konnte ihr Amt aber nicht antreten, da das Militär die Wahl für ungültig erklärt und die Macht übernommen hat. Den Friedensnobelpreis erhielt sie für ihren friedlichen Widerstand. Damals war dieser (sowohl der Preis als auch der Widerstand) durchaus gerechtfertigt.

@ Hackonya2

"Gegen Gewalt und Morden, welche unberechtigt sind, da muss man Null "Toleranz" gegen zeigen und gegen nichts anderes."
Eigentlich ist das richtig. Aber wenn die andere Seite Gewalt ausübt und mordet, dann höre ich doch von Leuten Ihrer Couleur immer, dass das ja rein soziale Ursachen hat, keine religiösen. Könnte es hier vielleicht ebenso sein?

11:21 von dermulla

"Falsch, durch ihr Nichtstun fördert sie die Diskriminierung eines Teils des "Volks", nämlich der Rohingya."

Wie kann man zu einem Volk gehören wenn man deren Staatsbürgerschaft nicht besitzt?
Verstehe ich nicht.
Bitte um Erklärung.

Opium fürs Volk!

"Offensichtlich ist der Buddhismus doch keine friedliche Religion."

Nein, den Titel hat man dem Islam zugewiesen... nur wird man jeden Tag eines bessern belehrt.

"Die Rohingya sind eine

"Die Rohingya sind eine ethnische Minderheit in Myanmar die vor etwa 1.000 Jahren zum Islam konvertierte, denen dann 1982 durch die Militärdiktatur per Gesetz der Status als ethnische Minderheit entzogen wurde und die seit dem nicht mal mehr als Staatsbürger Myanmar gelten. Erst informieren dann von Umvolkung schwadronieren!"

Da habe ich was anderes gelesen, nämlich das die Rohingya traditionell gar nicht im Nordwesten des Landes heimisch sind; sie kamen erst im Zuge der englischen Besatzung Indiens nach und nach vom heutigen Bangladesch her eingewandert – und brachten so den Islam mit….
Und das ist keine 1.000 Jahre her.
Und das Buddhistische Länder Angst vor dem Islam haben ist nicht unbegründet, oder?
Siehe Pakistan, Bangladesch, Indonesien oder Malaysia…….

Warum sind die Muslime

In Myanmar so unbeliebt, dass selbst die Staatschefin schweigt.

Gibt es hierfuer Gruende?

Stupide Einordnung ins Weltbild

Die Kommentare zeigen mal wieder, wie stupide viele hier im Forum jede Nachricht ins eigene Weltbild "einnorden".

Für die einen ist ohnehin jeder Friedensnobelpreisträger höchst verdächtig. Wer gegen seine Regierung opponiert, die man nicht zum "bösen Westen" zählt, darf hier nicht gerade auf Sympathien hoffen. Und jede Bezeugung von Hochachtung wird als unzulässige Einmischung gewertet.

Andere wiederum passen die Nachricht in die viel beschworene Angst vor Flüchtlingen ein. Wenn sich die Regierungschefin einen Dreck schert um diese Menschen, dann sehen sie darin eine Politikerin, die sich endlich mal um ihr eigenes Volk kümmert und endlich dafür bereits ist, alle anderen gerne über die Klinge springen zu lassen.

Was dabei am wenigsten zählt, das sind die Menschen vor Ort. Wichtig ist nur, dass sich Gut und Böse mal wieder bestätigen lassen.

@ paule2 um 10:13

>>Zur Situation: Suu Kyi läßt ihr Land nicht fluten.<<

Die Rohingya leben schon seit vielen Generationen in diesem Land. Was meinen Sie mit "fluten"? Sie reden doch von Menschen, oder?

>>Und so ebnet eine "Toleranz", die eine selbstbewußte Eigenständigkeit, was das Wesen des Menschen betrifft, verleugnet, den Weg ins Chaos.<<

Ist es nicht vielmehr fehlende Toleranz, die hier ins Chaos führt?

Streben die Rohingya

einen muslimischen Staat an? Muss Myanmar befuerchten gespalten zu werden.

Was ist die politische Agenda der Rohingya? In anderen asiatischen Staaten , Thailand, Philippinen gibt es diese politische Agenda, die dort zu buergerkriegsaenlichen Zustaenden fuehrt.

@Emil66

Damit haben Sie neben ein paar anderen einen ganz wichtigen Kernpunkt des Konfliktes aufgezeigt.

Dieses und gleiche Ereignisse sollten

die Menschen bei uns wachrütteln. Der Wahn, der durch ungehemmte Religionsausübung erzeugt wird, endet in Ausgrenzung, Gewalt und Mord. Es ist die Aufgabe des Staates Grenzen auch für Religion festzulegen. Einst hatten die Menschen hier es selbst bestimmt, wie stark die Religion in unsere Gesellschaft eingreifen darf. Leider gibt es zu viele Menschen, die sich durch noble Sätze profilieren wollen und die Grenzen zwischen akzeptabel und nicht akzeptabel immer mehr verschwemmen.

@11:26 von der mulla

"Um es mal zu verdeutlichen "

Ich sehe das anders.

Myanmar hat nur Angst das es ihnen ergeht wie Afghanistan, Pakistan, Bangladesch, Indonesien oder Malaysia.

Und in der Wahl der Mittel orientiert man sich halt am Gegner, könnte man argumentieren.
Ich bin gegen jede Art von Gewalt, das heißt aber nicht das ich mich nicht dieser bedienen werde um mich zu verteidigen.
Und das muss ich auch einem Land zugestehen.

um 11:36 von Emil66

Die Rohingya leben seit Jahrhunderten dort. 1981 wurde ihnen durch die damalige Militärregierung die Staatsbürgerschaft entzogen. Kann man machen, wenn man zeitgleich den betroffenen Menschen die entsprechende Region überantwortet und sie in die Unabhängigkeit entlässt. Da dies nicht geschehen ist (man wollte die Region aber nicht die dort lebenden Menschen) sind die Rohinghya völkerrechtlich gesehen noch immer Burmesen.

@ nie wieder spd um 11:05

>>Offensichtlich ist der Buddhismus doch keine friedliche Religion.<<

Es sind immer Menschen die andere Menschen massakrieren. Und Schweinehunde gibt es unter den Anhängern jeder Weltanschauung, ob Christentum, Atheismus, Islam, Hinduismus, Judentum, Buddhismus oder sonst was.

Hintergründe?

Warum die Angriffe auf Polizeistationen, die quasi in einem Nebensatz hingeworfen werden? Warum ist diese Minderheit unbeliebt? Warum wird ihnen die Staatbürgerschaft verweigert?

Ich erwarte Hintergrund-Informationen. Solche hingeworfenen Berichte sind nicht gerade die Krone des Qualitäts-Journalismus.

@ Emil66 um 11:36

>>Wie kann man zu einem Volk gehören wenn man deren Staatsbürgerschaft nicht besitzt? Verstehe ich nicht. Bitte um Erklärung.<<

Die Rohingya wohnen in diesem Land seit vielen Generationen. Sie werden diskriminiert und in diesem Zuge wurde ihnen 1982 die Staatsbürgerschaft nicht zuerkannt/bzw. aberkannt.
Ein Vergleich um die Absurdität dieser Entscheidung von 1982 deutlich zu machen:
Wenn jemand auf die Idee kommen würde den Sorben in Sachsen die deutsche Staatsbürgerschaft abzuerkennen, dann würden Sie mir sicherlich zustimmen, wenn ich dabei bleibe, dass sie Teil des deutschen Volkes sind.

@dermulla

"Den Friedensnobelpreis erhielt sie für ihren friedlichen Widerstand. Damals war dieser (sowohl der Preis als auch der Widerstand) durchaus gerechtfertigt" Am 28. August 2017 um 11:35 von dermulla

Aus damaligen Sicht meinen Sie wohl.
Denn offensichtlich war es nur ein Widerstand gegen das nicht-auf-dem-Stuhl-sitzen.

Gewählt wurde sogar jeder Diktator. Fragt sich nur von wem.
Die Rohingya dürften wohl kaum wählen.

@ IBELIN um 11:49

>>Warum sind die Muslime in Myanmar so unbeliebt, dass selbst die Staatschefin schweigt.
Gibt es hierfuer Gruende?<<

Die Rohingya werden in Myanmar verfolgt, nicht Muslime allgemein. Es wäre viel zu kurz gegriffen, die Gründe für die Verfolgung nur in der Religionszugehörigkeit zu suchen. Die Gründe sind vielschichtig und historisch gewachsen und es geht neben vielen anderen Dingen um Nationalismus, Streit um Land, Besitz, Geld und vieles mehr.

Die Rohyngia sind Migranten aus Bangladesch

Bangladesch ist ein Land das mit wahrlich vielen Problemen aufgrund seines ungezügelten Bevölkerungswachstums geschlagen ist.
Das vergleichsweise arme und schwache Burma will die ethnischen Konflikte nicht importieren, denn sie haben selbst genug Probleme.

@12:05 von der mulla

"Kann man machen, wenn man zeitgleich den betroffenen Menschen die entsprechende Region überantwortet und sie in die Unabhängigkeit entlässt."

Das sehe ich überhaupt nicht so.
Dann müssen wir demnächst Statteile von Köln, Berlin usw. auch in die Unabhängigkeit entlassen!
Oder Mallorca gehört dann zu D usw.
Ich will das nicht und ich verstehe die Menschen dort.

@Hackonya2 "unschuldige Menschen töten ist im Islam, ...

... dem Christentum, und dem Buddhismus verboten"
---
Das mag so sein, wenn aber Schuld per Definition schon aus dem Beharren auf den eigenen Glauben besteht ...
Gerade die Vorfälle in Europa in jüngster Vergangenheit und ihre überwältigende Ablehnung, in Form von Großdemonstrationen, durch die Mehrheit der anständigen Muslime lassen darauf schließen, daß der rechte Glauben in seiner tatsächlichen Auslegung vom geschriebenen abweicht.

@ heimatplanetmars um 12:01

>>Der Wahn, der durch ungehemmte Religionsausübung erzeugt wird, endet in Ausgrenzung, Gewalt und Mord.<<

Ja, auch Stalins ungehemmte "Religionsausübung" endete in Ausgrenzung, Gewalt und Mord. Hitlers auch.

Aber alle großen Religionen haben gemeinsam, dass sie für das Zusammenleben der Menschen Richtlinien vorgeben. Anders, als Sie behaupten, bedeutet das: Sie setzen Grenzen und suchen so "ungehemmtes" Ausüben schlechter menschlicher Charaktereigenschaften zu verhindern. Zu oft gelingt das leider nicht. Dem Atheismus gelingt es aber übrigens in keiner Weise besser, als den anderen Religionen.

11:26 von dermulla und Picard

"Um es mal zu verdeutlichen
Was mit den Rohinghya in Burma abläuft wäre eventuell damit vergleichbar, wenn der deutsche Staat z.B. Sorben oder Friesen die Staatsbürgerschaft aberkennen würde und anfinge über Jahrzehnte diese zu vertreiben und zu massakrieren."

Die Staatsbürgerschaft haben die Rohingya nicht, weil sie bereits mit der Staatsgründung ständig Aufstände führten und ein großes Staatsgebiet separieren wollen. Keine Staatsbürgerschaft quasi als Sanktion gegen die Aufstände. Hätten die Rohingya sich friedlich und integrativ verhalten, wären sie Staatsbürger von Myanmar.
Sogesehen ist der Vergleich mit Sorben oder Friesen absolut nicht statthaft.

Die Angst buddhistischer Länder...und dann Pakistan?

Pakistan wurde, so ist mein Geschichtsstand, nach der Unabhängigkeit Indiens von GB als muslimisches Land gegründet. Wo soll da eine buddhistische Angst gegen Muslime herkommen?
Die Rohingya selbst vertreten die von mir angegebene Geschichtslesung. Die "westliche Geschichte" berichtet davon dass sie zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert in Burma angesiedelt wurden. Da sprächen wir von 500 bis 300 Jahren. Egal welche Geschichte sie anerkennen, vom "Fluten eines Landes" durch die Rohingya kann keine Rede sein.

Den Rohingya wurde per Gesetz von 1982 zwangsweise die Staatsbürgerschaft entzogen, die UN bezeichnen sie als die "am stärksten verfolgte Minderheit der Welt". Sie haben kein Recht zu wählen, der Zugang zu Bildung ist ihnen verwehrt und ausreisen können sie auch nicht. Auf ihren heiligen Stätten wurden Pagoden errichtet, es gibt Sondersteuern nur für sie etc. Sie haben recht, vor diesen Muslimen müssen sich die buddhistischen Mönche echt fürchten. (Ironie aus)

@ Duisburg um 10:28

>>Suu Kyi macht das was ein pragmatischer Politiker machen sollte, keine Politik gegen das eigene Volk.<<

Sie meinen also, wenn die Mehrheit des Volkes eine Minderheit vertreiben und ausrotten will, dann ist das ok und Politiker sind lediglich "pragmatisch", wenn sie dies mitmachen, oder gar fördern?

Gesetzt der Fall ich würde

Gesetzt der Fall ich würde die Sprache dort sprechen und ich würde dort offiziell einwandern, wäre nicht bereit mich irgendeiner Religion unterzuordnen, würde dort aber glaubhaft klarmachen können das ich dort nur leben wolle, Steuerzahlen, meine Kinder großziehen will in Frieden und Harmonie…..
Ich glaube keiner hätte was gegen mich.
Aber ich glaube aber auch der Fall liegt hier anders, bei den Rohingya.

gruselig

Das Feindbild "Islam" ist schon so gut in den Köpfen mancher verankert, dass sie nicht mehr bereit sind anzuerkennen wenn Menschen muslimischen Glaubens von vermeintlich "friedlichen Buddhisten" oder "aufgeklärten Christen" verfolgt, unterdrückt oder ermordet werden.
Bitte vergesst nicht, dass es auch im Islam Strömungen gab und gibt die Gewalt und Unterdrückung ablehnen. Diese haben nur einen schweren Stand, da sie sich natürlich politisch nicht so gut instrumentalisieren lassen (was nicht alleine auf das Konto lokaler Vertreter der Macht geht!). Die Fanatisierung und Radikalisierung einer ganzen Glaubensgemeinschaft oder Volksgruppe stand und steht stets in einer Wechselwirkung zur allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Weltlage. Die europäische, insb. deutsche Geschichte kennt das eigentlich schon und ganz ohne das künstlich hoch-gezüchtete Schreckgespenst des Islamismus.

12:01 von Emil66

"Ich sehe das anders.

Myanmar hat nur Angst das es ihnen ergeht wie Afghanistan, Pakistan, Bangladesch, Indonesien oder Malaysia."

Die Staaten, die Sie aufzählen sind traditionell muslimisch geprägt (seit ca 1000 Jahren). Die Rohinghya machen ca 2-3 % der burmesischen Bevölkerung aus.
Ja es gab über Jahrhunderte auch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten, Hinduisten, Muslimen und Christen. Von den Naturreligionen ganz zu schweigen. Was dies jedoch mit dem heutigen Konflikt zu tun haben soll und welche Legitimation sie aus dem Verhalten der "nationalistischen" "Mönche" daraus ableiten wollen erschließt sich mir nicht.

@Emil66

Ihre relativierungsversuche an einer Minderheit ( laut UN die bedrohteste der Welt) an denen seit Jahrzehnten ein Genozid verübt wird sind wiederlich und entbehren jegweglicher Wahrheit.

@12:19 von Auf eine Frage

“Die Rohingya werden in Myanmar verfolgt, nicht Muslime allgemein. Es wäre viel zu kurz gegriffen, die Gründe für die Verfolgung nur in der Religionszugehörigkeit zu suchen. Die Gründe sind vielschichtig und historisch gewachsen und es geht neben vielen anderen Dingen um Nationalismus, Streit um Land, Besitz, Geld und vieles mehr.“

Kann es sei, dass islamistische Rohingyas vor nicht allzulanger Zeit versuchten Myanmar zu spalten und aus “ihren“ Gebieten nicht Moslems zu vertreiben?

12:11 von Auf eine Frage

"Wenn jemand auf die Idee kommen würde den Sorben in Sachsen die deutsche Staatsbürgerschaft abzuerkennen, dann würden Sie mir sicherlich zustimmen, wenn ich dabei bleibe, dass sie Teil des deutschen Volkes sind."

Das kann man nicht so vergleichen.

Das ist so gesehen für mich „an den Haaren herbeigezogen“.

@ Theodortugendreich um 12:20

>>Die Rohyngia sind Migranten aus Bangladesch<<

Nein, das sind doch keine Migranten.
Ihre Familien leben in diesem Land seit vielen Generationen.
Wenn das Migranten sind, dann sind Sie und ich es im Zuge der Völkerwanderung auch.

@ Emil66 um 12:21

Sie meinen, wir könnten Territorium für unser Land beanspruchen, ohne den Menschen, die in diesem Territorium leben die Staatsbürgerschaft anzuerkennen?

Da tun sich ja außenpolitisch ganz neue Möglichkeiten auf... Hust, Spaß muss sein.
Im Ernst, so einfach geht das doch nicht.
Und Ihre Vergleiche hinken gewaltig.
Sehr viele Menschen mit türkischen Wurzeln in Köln, Berlin usw. haben sehr wohl die Deutsche Staatsbürgerschaft und Mallorca ist eher ein Tourismusphänomen, das saisonal stark schwankt. Da geht es nicht in vergleichbaren Maße um Heimat und Staatsbürgerschaft.

@ Emil66 um 13:19

>>Das kann man nicht so vergleichen.
Das ist so gesehen für mich „an den Haaren herbeigezogen“.<<

Wieso? Die Rohingya blicken ebenfalls auf eine jahrhunderte alte Siedlungsgeschichte in diesen Gebieten Myanmars zurück. Die Sorben auf ca. 1400 Jahre Siedlungsgeschichte in Sachsen, die meisten anderen Sachsen nur auf ein paar Jahrhunderte. Die deutsche Besiedlung Sachsens begann im Wesentlichen erst nach 1000 n.Chr. Warum erachten sie das historische Recht der Rohingya in ihrer Heimat leben zu können geringer, wo sie doch auf eine ähnlich lange Siedlungsgeschichte zurückblicken?

Und der Unabhängkeitskampf in der Vergangenheit ist doch kein Grund einer ganzen Volksgruppe heute das Existenzrecht abzusprechen und sie staatenlos zu machen, zu vertreiben und abzuschlachten.

@ um 11:36 von zyklop

Natürlich könnte das sein, aber das erschließt sich mir aus der Nachricht eben nicht, das da von Muslimen die Rede ist? Und was meinen Sie mit andere Seite? Ich habe klar und deutlich geschrieben, das jegliche Gewalt zu verurteilen ist oder habe ich Unterschiede gemacht, wie das manche eben nur gerne tun, wie Sie das gerade machen? Anscheinend sieht es so aus, als würden die Budhisten sich von den Muslimen in Ihren Vorteilen eben bedroht fühlen oder sehen das so, wäre das ein Einzelfall? Nein über den Krieg in Sri Lanka zwischen Tamilen (Hindus) und Singhalesen (Budhisten) könnte man sich auch schlau machen mal, wenn man meint das geht da speziell nur um die unbeliebten Muslime immer überall.

Was ist ein Buddhist ?

Die Űbung von 5 Verhaltensregeln (Sila auf Pali) machen einen Menschen automatisch zum Buddhisten. Die erste und wichtigste : Kein Lebewesen willentlich zu töten. Wer diese Regel immerzu bricht, wie in diesem Fall , ist kein Praktizierender der Lehre von Buddha. Mönche die töten sind automatisch laut monstischem Regelwerk (Vinaya ) keine Mönche mehr auch wenn sie die Robe tragen. Burma ist immer noch in der Hand der brutalen Militärs und nur oberflächlich frei. Suu Kyi űbt sich in den 5 Regeln, ist Schűlerin von Sayadaw U Pandita der auf der lebensgefährlichen schwarzen Liste des Militärs stand und ich denke das ihr Schweigen nicht eine Zustimmung von einem schrecklichen Genozid ist.

um 11:56 von IBELIN

>>Streben die Rohingya einen muslimischen Staat an? Muss Myanmar befuerchten gespalten zu werden.
Was ist die politische Agenda der Rohingya? In anderen asiatischen Staaten , Thailand, Philippinen gibt es diese politische Agenda, die dort zu buergerkriegsaenlichen Zustaenden fuehrt.<<

Sie fragen nach einer politischen Agenda der Rohingya, die sie anscheinend nicht kennen, wissen aber offensichtlich bereits, das diese, Ihnen doch nicht bekannte Agenda in anderen asiatischen Ländern zu ´buergerkriegsaenlichen Zustaenden fuehrt´. Können Sie mir das erklären?

um 12:20 von

um 12:20 von Theodortugendreich
"Die Rohyngia sind Migranten aus Bangladesch
Bangladesch ist ein Land das mit wahrlich vielen Problemen aufgrund seines ungezügelten Bevölkerungswachstums geschlagen ist.
Das vergleichsweise arme und schwache Burma will die ethnischen Konflikte nicht importieren, denn sie haben selbst genug Probleme."

1. Nein,sind keine Migranten aus Bangladesch - wie viele vor mir schon anmerkten
2. Myanmar heißt offiziell das Land,nicht Burma.
3.Myanmar ist ein Vielvölkerstaat in dem rund
135 verschiedenen Ethnien leben.
4. Da sie dort schon vor der Staatsgründung lebten,können keine ethnischen Konflikte importiert werden

Es scheint wohl viel eher ein Religionsproblem zu sein.
Die Christen (meist in den Volksgruppen der Chin und der Karen zu finden) in Myanmar haben auch keinen guten Stand -
2007 wurde ein Regierungsprogramm bekannt,Inhalt:
„Zerstörung der christlichen Religion in Myanmar“

Wobei es denen doch deutlich besser geht als den Rohingya.

Interessant

"Britische Aufzeichnungen aus der Kolonialzeit belegen, dass es Migration der moslemischen Bevölkerung aus Chittagong nach Arakan ab 1891 in verschiedenen Epochen bis 1971 gegeben hat. Der Historiker Leider beobachtete, dass Rohingya-Aktivisten den Einfluss dieser Einwanderung jedoch herunterspielen oder sie teilweise ignorieren, um die heutige Gemeinschaft als alleinige Nachkommen einer alten moslemischen Gemeinschaft von Arakan darstellen zu können."

Soviel zu "schon immer ansässig".

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