Kommentare

Gratulation an Sebastian Kurz

Im Nebengeschaeft hat er die Kanzlerschaft Merkels gerettet, als er zusammen mit den Balkanstaaten wieder die EU ueblichen Grenzkontrollen an den Aussengrenzen herstellte.

Das einfaeltige Gerede von der nicht existierenden Obergrenze kann man sich in Deutschland nur wegen Herrn Kurz leisten. Herr Kurz haelt den Theoretikern der CDU und SPD den Ruecken frei.

Ohne Kurz, laege Europa laengst im Migrationschaos.

Ist "Rechts" die neue "Mitte" ?

Wer nun Zweiter wird scheint mir nebensächlich. Den Rechtsruck hat die ÖVP eindrucksvoll und wahltaktisch clever vollzogen und wurde damit stärkste Kraft.

Das dürfte dem einen oder anderen schon unheimlich sein. Ich hoffe, dass nun ein Korrektiv in Form der SPÖ an der Regierung beteiligt wird, sonst wäre das ein Dammbruch für alle rechten Parteien in Europa, denn man kann sie nicht in einzelnen Ländern verdammen und ignorieren und dann in europäischen Gremien vertraut Seite an Seite sitzen.
Ich denke, die europäischen Regierungen werden in Wien entsprechenden Druck machen.

Auf der anderen Seite ist die Wahl von Kurz und der Erfolg der FPÖ auch ein deutliche Mahnung an die EU, die Migrationsfrage endlich so anzugehen, dass die Bürger der EU wieder Vertrauen in die aktuell Regierenden bekommen.

Attribute

Liebe Tagesschau-Kollegen,

ich würde es sehr begrüßen, wenn uns Lesern nicht ständig wertende Attribute wie "rechtspopulistische" FPÖ (AfD) zugemutet würden.
Zum einen sind diese Wertungen stark abhängig von der persönlichen politischen Verortung jedes Menschen, zum anderen sind die weitaus meisten Leser erwachsen - und damit in der Lage, die Dinge selbst zu bewerten.
Qualitätsjournalismus berichtet frei von persönlichen Wertungen der Autoren.

Auch Ihrer "Sache" (ich setze einmal Aufklärung und guten Willen als Motivation voraus) tuen Sie keinen Gefallen: Selbst Linken-Wählern aus meiner Familie+Freundeskreis geht die ständige Meinungsgängelung und -sorry- plumpe Beeinflussung zunehmend auf die Nerven.

Ein Gestalter, kein Schwätzer

Bravo Herr Kurz. Ein echter Macher!

Herr Kurz hat als Aussenminister vorbildlich aufgezeigt, dass es keine EU braucht um die Probleme zu lösen. Ganz im Gegenteil, die Bürokratie Brüssels ist eher hinderlich um die Herausforderungen anzupacken.

Die Balkanroute hat Österreich gemeinsam mit den Visegrad-Staaten und Slowenien geschlossen. Dies zu einem Zeitpunkt als Juncker, Merkel und Hollande noch gross über "man muss die Sorgen der Menschen ernst nehmen" referiert und Pläne für die Schublade erstellt haben.

14:02 von peter04

auch dem Vorschlag würde ich mich anschließen
es wird wirklich ermüdend und penetrant immer den Begriff "rechtspopulistisch" zu hören
und zwar jede Zeitung hierzulande
die Auslandspresse sieht das differenzierter
sprich haben wir schon eine Einheitspresse ?
warum beläßt man es nicht beim Informieren und gelegentlichen Kommentaren
ein Bild - mein Bild - würde ich mir gerne selber machen

um 14:14 von Sisyphos3

Das mit dem rechtspopulistisch finde ich nicht mal so tragisch. Problematisch ist hingegen der Vergleich mit dem Pendant CDU/CSO - AfD und ÖVP - FPÖ.

Die FPÖ gibt es seit den 50er Jahren, sie ist eine etablierte konservative Partei die in Gemeinden, Bundesländern (aktuell Burgenland mit SPÖ) und sogar zweimal im Bund (je einmal mit SPÖ und ÖVP) in Regierungsverantwortung ist und war. Die FPÖ ist in der Bevölkerung fest verankert und keine Protestbewegung wie es die AfD (noch) ist.

Das wird von der Presse in Deutschland einfach nicht adäquat erfasst. Den Vergleich Union-AfD mit ÖVP-FPÖ kann das MoMa ja schon als Frage an ihren Korrespondenten in Wien formulieren, nur würde man dann von diesem schon erwarten, dass er eben auch die Hintergründe etwas besser beleuchtet.

Ich war vor kurzem in Österreich

In einem Urlaubsort (es war vor dem 01.10.). Und ich war verblüfft wie viele vollverschleierte Frauen dort herumspazierten - allein, in Gruppen oder mit ihren männlichen Begleitern oder die vollverschleiert (!) Picknick gemacht haben. Ich denke wenn man das jeden Tag sieht, wählt man auch eher eine Partei die verspricht gegen die Zurschautragung islamischer Macht vorzugehen, vor allem in einem erzkatholischen Land wie Österreich !

Rechtsruck in Österreich: auch ein "Verdienst" Merkels

Egal, ob die FPÖ zweit- oder drittstärkste Kraft wird: Es hat einen deutliches Rechtsruck in Österreich gegeben.

Dieses Wahlergebnis ist auch das zweifelhafte Verdienst von Angela Merkel, die mit ihrer chaotischen Flüchtlingspolitik nicht nur der AfD, sondern auch den Rechtspopulisten im Nachbarland kräftigen Rückenwind verschafft hat.

Auch die deutschen Medien stehen aus meiner Sicht ein Stück weit in der Verantwortung. Das oberlehrerhafte Auftreten gegenüber den vermeintlich provinziellen "Ösis" (die pro Kopf mehr Flüchtlinge aufgenommen hatten als die Deutschen) hat eine "Wir gegen den Rest der Welt!"-Stimmung in der Alpenrepublik angeheizt und beim einen oder anderen wohl zu dem Entschluss geführt, jetzt erst recht FPÖ zu wählen.

Wenn die Pro-Europäer undiplomatisch mit ihren Partnern umgehen, haben die Anti-Europäer Aufwind.

Gruselig

Konservativ, andere Ideen von Zuwanderungsregelung - ok. Aber einschlägig rechtsextremistisch "Vorbelastete" im Parlament? Nein danke. Naja, macht nichts, ich mache eh nie in Österreich Urlaub....
Ein Kommentar noch an Co-Kommentatoren, denen "rechtspopulistisch" nicht passt (was m.E. noch verharmlost ist gerade aufgrund der persönlichen Hintergründe von Strache und Co): einfach ein anderes Medium lesen.

"Wahlausgang in Österreich kein Vorbild"

Zitat: ""Ich finde die politische Zusammensetzung jetzt nicht so, dass ich sie mir für Deutschland als nachahmenswert vorstelle", sagte sie"

Das finde ich auch.

Dass die deutsche ÖVP (=CDU) vor der deutschen FPÖ (=AfD) liegt, ist natürlich nicht ganz nachahmenswürdig.

Da hat Frau Merkel natäürlich vollständig Recht!

Wie sagte man doch schon anlässlich des Brexit-Votums ...

Zitat: "Bei den Jungwählern liegt die FPÖ klar vorn. Laut einer Analyse des Instituts Sora zum Wahlverhalten stimmten 30 Prozent der Jungwähler für die Rechtspopulisten."

Wie sagte man doch schon anlässlich des Brexit-Votums ... ganz offensichtlich verbauen ewig-gestriger ältere Wähler aus Engstirnigkeit und Nostalgie der Jugend die Zukunftchancen (siehe: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/brexit-london-eu-austritt-gen...)

Ganz offensichtlich "abgehängte Modernisierungsverlierer", die beim Wandel der Zeit nicht mehr mitkommen und immer noch SPÖ wählen.

Ganz offensichtlich "abgehängte Modernisierungsverlierer" ...

Zitat: "Bei den Jungwählern liegt die FPÖ klar vorn. Laut einer Analyse des Instituts Sora zum Wahlverhalten stimmten 30 Prozent der Jungwähler für die Rechtspopulisten."

Ganz offensichtlich "abgehängte Modernisierungsverlierer", die beim Wandel der Zeit nicht mehr mitkommen und immer noch SPÖ wählen.

Wie sagte man doch schon anlässlich des Brexit-Votums ... ganz offensichtlich verbauen ewig-gestriger ältere Wähler aus Engstirnigkeit und Nostalgie der Jugend die Zukunftchancen (siehe: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/brexit-london-eu-austritt-gen...).

Der Jugend gehört die Zukunft!

Genial

Einfach genial, wie Herr Kurz es geschafft hat den Rechtspopulisten Stimmen abzugreifen, indem der die Flüchtlingsfrage thematisiert hat. Da könnte sich unsere CDU genau ansehen wie es gelingen kann, die Wähler der AFD zurückzugewinnen.
Als erstes müsste Frau Merkel dazu natürlich auch Fehler eingestehen, die in der Vergangenheit gemacht wurden. Daran wird es wahrscheinlich schon scheitern.
Zwei wichtige Aussagen von Herrn Kurz:
- wir dürfen nicht mehr Einwanderung zulassen als wir integrieren können.
- wir müssen weiterhin unsere Grenzen schützen, damit WIR und nicht die Schleuser bestimmen, wer in unser Land kommt.
Außerdem steigt die Aufnahmekapazität eines Landes nicht proportional mit der Einwohnerzahl des Selbigen.

Wer macht Platz zwei?

Wer macht Platz zwei ist doch unerheblich. Die SPÖ soll in die Opposition. Das ist ein Gegengewicht zu der sich abzeichneten Koalition von ÖVP und FPÖ .
Dieses Ergebnis von gestern ist von Jahrzehnten Koalition aus SPÖ und ÖVP (große Koalition). Mal sehen ob diese schwarz blaue Zusammenarbeit es besser macht.

Zeit zum umdenken

Wer, egal ob in Östereich, Deutschland oder sonstwo weiterhin Flüchtlingsströmen die Grenzen öffnen will, der öffnet die Parlamente für rechte Gruppierungen. Und wenn beidem nicht wirksam Einhalt geboten wird, ist das ein Grund, sich sehr ernsthafte Sorgen um die Zukunft zu machen. Wollen wir es wirklich darauf anlegen, das die Geschichte sich wiederholt?

Ergibt keinen Sinn

Theoretisch könnte Kurz jetzt versuchen, mit der FPÖ eine Koalition zu bilden. Dies gilt aber als unwahrscheinlich - Kern selbst hatte im Wahlkampf angekündigt, bei einer Niederlage werde seine Partei in die Opposition gehen.

Diese beiden Sätze ergeben zusammengenommen keinen Sinn.

Entweder muss es "SPÖ" heißen, statt "FPÖ".

Oder es muss heißen "Theoretisch könnte Kern jetzt versuchen...".

Ich tendiere zu ersterer Korrektur, da Kern vom Bundespräsidenten wohl kaum den Auftrag bekommen wird, eine Regierung zu bilden.

Gratulation

..an den zukünftigen Bundeskanzler Kurz, dem ich politisches Fortune wünsche. Insbesondere seine deutliche und klare Haltung gegenüber Erdogan verdienen Respekt.

@ Nordost

"Zwei wichtige Aussagen von Herrn Kurz:
- wir dürfen nicht mehr Einwanderung zulassen als wir integrieren können.
- wir müssen weiterhin unsere Grenzen schützen, damit WIR und nicht die Schleuser bestimmen, wer in unser Land kommt.
Außerdem steigt die Aufnahmekapazität eines Landes nicht proportional mit der Einwohnerzahl des Selbigen."

Mit diesen Aussagen hätte die CDU vermutlich 50% geholt, aber dann hätte Merkel ihr Gesellschaftsexperiment abbrechen müssen und zugeben müssen das es nie einen "PLAN " gab.
Noch immer ist dieser Plan nicht angesprochen worden und es findet sich kein Journalist, der das mal hinterfragt.

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