Kommentare

Ursächlich für alle diese

Ursächlich für alle diese Menschenrechtsverletzungen war der Völkerechtswidrige Krieg gegen Libyen. Und da hat nicht nur Europa mitgebombt, sondern der ganze Westen! Höchstwahrscheinlich auf Druck der USA.
Wo war da Amnesty um gegen dieses und andere Frühlingsverbrechen vorzugehen?
Wo war Amnesty, als sich die tatsächlichen Kriegsflüchtlinge aus Syrien auf den Weg machten? Lange vor dem September 2015!
Wann hat Amnesty seine Stimme erhoben, um gegen die schrecklichen Umstände vorzugehen, unter denen Flüchtlinge in der Türkei vegetieren müssen - dort prostituieren sich Flüchtlingskinder um zu überleben-, abseits des Vorzeigelagers, das ausländische Politiker in der Türkei besuchen dürfen?
Leider betreibt Amnesty Politik auf dem Rücken derer, die sie angeblich schützen wollen. Das macht extrem Unglaubwürdig!
Warum benennen sie nicht Roß und Reiter?
Der Westen wollte die Kriege in Libyen, in Syrien und sonstwo auf der Welt! Und den Kriegstreibern sind die Flüchtlinge immer schnuppe!

Die EU wird angeklagt,

weil sie versucht, sich zu schützen und die Migration von Afrika nach Europa in halbwegs vernünftige Bahnen zu lenken? Eine verwegene Argumentation von Amnesty International.

Nur wenn die EU Kreuzfahrtschiffe schicken würde, um alle Migranten direkt und ausnahmslos nach Europa zu schippern, würde sie wohl eine weiße Weste behalten. Alles andere ist automatische Zusammenarbeit mit Schleppern, Banden, Folterern und Vergewaltigern und gehört verurteilt.
Schwarz-weiß-Malerei vom Feinsten, als gäbe es nur die binären 0 und 1.

Liebe AI, die EU hat in meinen Augen zu allererst eine Verantwortung gegenüber ihren Bürgern und ihrem Wohlergehen. Wenn das auch für die Zukunft gewährleistet ist, kann man schauen, was sonst in der Welt noch geht.

"Migrationsroute" und nicht "Fluchtweg"

"Das Abschneiden der wichtigsten Migrationsroute von Afrika nach Europa habe zur Inhaftierung von rund 20.000 Menschen in überfüllten und unhygienischen Haftzentren in Libyen geführt, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation."

Und vor dem Abschneiden der Migrationsroute waren es "blühende Landschaften", oder wie soll man sich das vorstellen? Die Aufnahme in der EU hat doch die Zustände noch verschlimmert, weil sich viel mehr Menschen auf den Weg gemacht haben - eben nicht nur die, die gar keinen anderen Ausweg mehr sahen, sondern auch die, die ihre Familien alimentieren sollen.

Wenigstens ist man so ehrlich und spricht von "Migrationsroute" und nicht vom "Fluchtweg".

Ps. Kann Amnesty auch mal sagen, wie viele Menschen hier in Europa aufgenommen werden sollten, damit Amnesty zufrieden ist? Und was soll mit den übrig gebliebenen passieren?
Wir haben bereits Flüchtlinge aufgenommen, Familiennachzug kommt noch.
In Osteuropa gibt es sehr starke soziale Probleme.

Schön das es mal jemand ausspricht

Den westlichen Zivilisationen geht es halt primär darum, ihren Wohlstand zu schützen. Daran hat sich in den letzten 100 Jahren überhaupt nichts geändert.

An den Haaren herbeigezogen

Eine solche Argumentation ist doch an den Haaren herbeigezogen und unterstreicht mal wieder den "Stellenwert" dieser Organisation. Wahrscheinlich ist die EU auch Schuld an der Bevölkerungsexplosion in den betreffenden Ländern wo die Migranten herkommen?

Prioritäten

"Die europäischen Regierungen hätten gezeigt, wo ihre wahren Prioritäten lägen..."

Leider viel zu spät, so dass viele Menschen glauben, Tür und Tor zu einem erhofften besseren Leben in der EU stünden weiterhin weit offen.

Amnesty sollte besser Aufklärung in den von Flucht betroffenen Ländern betreiben, um die Menschen vor einer verhängnisvollen Reise abzuhalten.

Amnesty International kann man doch nicht...

Amnesty International kann man angesichts solcher Aussagen doch nicht für voll nehmen, aber das ist die typische Vorhensweise dieser Organisation, stellvertretend für viele anderen Linke Organisationen. Ob berechtigt oder nicht, es wird versucht ein schlechtes Gewissen einzureden. Die eigentlichen Ursachen die zu den genannten Menschenrechtsverletzungen führen werden dabei stillschweigend ausgeblendet.

Mitschuldig?

Vielleicht ist die EU (Bürger der eu)auch mitschuldig.
Aber genauso oder mehr schuld sind die wo Folter ausführen. Die wo die Fluchtursachen nicht sehen.
Die Fluchtursache sind in erste Linie ein explosionsartiges wachsen der Bevölkerung. Dadurch entsteht Verknappung der lebenswichtige Dinge wie Bildung, Nahrung, Wohnung.
Dieser Punkt wird von Amnesty international nie angesprochen der bekämpft.

"EU mitschuldig an Menschenrechtsverletzungen"

Ja, dem mag so sein - die EU ist auch mit schuld am Menschenrecht - wenn bestimmte Rechte allzu positiv gewendet formuliert werden, ohne gleichzeitig auch Pflichten zu beinhalten ... man kann beides nicht allzu ungleich verteilen ohne das es Horror gibt.
Afrika muss bis zur Mitte des Jahrhunderts aufgefangen sein (dann sollte es den Großteil seiner Jugend selbst über Bildung und Arbeit und Brot auffangen und nicht in die Migration zwingen) - das wird nicht gelingen, deshalb wird das Desaster immer größer, weil der Bevölkerungsdruck immer größer wird.
Dumm nur, das die Erde nicht mit wachsen wird.

07:48 von nie wieder spd

"Wo war da Amnesty um gegen dieses und andere Frühlingsverbrechen vorzugehen? Wo war Amnesty, als sich die tatsächlichen Kriegsflüchtlinge aus Syrien auf den Weg machten? Lange vor dem September 2015! Wann hat Amnesty seine Stimme erhoben, um gegen die schrecklichen Umstände vorzugehen, unter denen Flüchtlinge in der Türkei vegetieren müssen" - Amnesty International setzt sich für politische Gefangene ein. Mit Kriegsflüchtlingen haben die zunächst einmal soviel zu tun wie ein Tennisverein mit Korruption beim DFB. Ihr Kommentar ist reiner whataboutism. Im Übrigen werden Ihre Fragen auf der Seite www.amnesty.de beantwortet.

Hier fehlt etwas!

Es soll hier nichts in Abrede gestellt werden. Aber was man vermisst sind "Amnesty"-Berichte über die Herkunftsländern der Fluchtwilligen, und falls dort kritikwürdige Zustände bestehen, worauf diese Zustände beruhen.
Nur so kann man sich ein komplettes Bild machen und ein eigenes Urteil bilden.

Zusammenhänge konstruieren...

Es gibt gewisse Organisationen, deren Fantasie beim Konstruieren von "Zusammenhängen" einfach faszinierend ist.

Natürlich "hängt alles zusammen", es ließe sich auch bestimmt meine Mitschuld am Schicksal chinesischer Wanderarbeiter konstruieren, weil ich einen Sack Reis aus China gekauft habe, oder dass meine Nutzung eines PCs zum Schreiben dieses Kommentars dazu führt, dass die CO2-Belastung in Deutschland steigt oder dass ich durch den Kauf von Haselnüssen aus der Türkei die Unterdrückung der Kurden durch das türkische Militär fördere.
(Ich fühle aber deswegen nicht mitschuldig!)

Aber gerade weil EU-Behörden mit lybischen Behörden zusammenarbeiten, wird das Los der Flüchtlinge in Libyen etwas leichter, weil ihnen mehr internationale Aufmerksamkeit zuteil wird.
Und ohne diese Zusammenarbeit würden die Flüchtlinge dort ganz den libyschen Behörden ausgeliefert sein.
Soll das wirklich im Interesse von amnesty international sein?

um 08:21 von Z23

>>"Den westlichen Zivilisationen geht es halt primär darum, ihren Wohlstand zu schützen. Daran hat sich in den letzten 100 Jahren überhaupt nichts geändert."<<

Und? Was ist daran so schlimm? Schließlich haben sich die westlichen Zivilisationen Ihren Wohlstand erarbeitet.

Die Lobby und deren Geschäft

Meines Wissens könnten die Flüchtlinge jederzeit in ihre Heimat zurückkehren, aber das wollen sie wohl nicht.

Ist AI wirklich der Meinung das DE alle "Flüchtlinge" dieser Welt aufnehmen MUSS?

Früher hatte ich mal Achtung vor AI, aber mittlerweile zeigt sich das die total abgehoben sind und immer nur fordern und Vorwürfe von sich geben.

Ein Konzept, außer alle Welt nach DE, haben die wohl nicht

@Z23

"Den westlichen Zivilisationen geht es halt primär darum, ihren Wohlstand zu schützen. Daran hat sich in den letzten 100 Jahren überhaupt nichts geändert." Am 12. Dezember 2017 um 08:21 von Z23

War das bei anderen Zivilisationen ganz anders?

Es ist doch hoffentlich allen bekannt, dass es in der Menschheitsgeschichte nicht nur die westlichen Zivilisationen gab, gibt und geben wird. (Man muss sich nur angucken, welche Kulturschätze radikale Islamisten überall auf der Welt zerstört haben.)
Es ist also nicht so, dass es mit der ohne die westlichen Zivilisationen keine anderen Zivilisationen auf der Welt geben kann.

Wie heißt es so schön: Wer sich um andere kümmern will, der muss sich zuerst um sich selbst kümmern (können).
Dieses wird jedem gepredigt, der sich um Angehörige kümmern muss und soll bedeuten, dass man selbst fit bleiben muss - muss, nicht sollte - um die Arbeit zu schaffen.

@ 07:48 von nie wieder spd

Ganz genau. Von oben bis unten. Sarcozy konnte seine Jets gar nicht schnell genug nach Libyen starten lassen, um letzten Endes finanzielle Vorteile nicht im Sande versickern zu lassen. Die USA handhaben das überall sonst ja auch so, immer im Hinblick auf finanzielle Vorteile.
Kriegstreiber. Landräuber. Sklaventreiber. Das sind letzten Endes wir.
Wir sind es, in unserer blinden Untätigkeit, Akzeptanz und Demut gegenüber Konsum und Großkonzernen, die jeden einzelnen Flüchtling überhaupt zum Flüchtling machen.
Und damit sind wir auch verantwortlich für das, was - egal wo - mit ihnen geschieht. Wir agieren ja auch egal wo, wenn wir dort irgendwie Gewinn machen können.

08:21 von Z23

Aha.

Und den östlichen, südlichen, nördlichen Zivilisationen geht es nicht darum? Die opfern alles Erarbeitete zugunsten Anderer?

Nicht mal die kulturähnlichen Nachbarländer wollen diese Menschen.

Sie opfern auch alles was sie haben zugunsten Anderer?

@ Z23

>>> ... geht es halt primär darum, ihren Wohlstand zu schützen ... <<<
.
Unseren Wohlstand, unsere Kultur, oder einfach das Leben zu schützen, welches wir uns in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. Schlimm?
Oder wollen Sie ernsthaft hier afrikanische Verhältnisse?

07:48 von nie wieder spd

Machen sie nicht den ganzen Westen verantwortlich.

Auch ist nicht der Westen schuld daran dass in jenen Ländern seit Jahrzehnten eine extreme Bevölkerungsexplosion stattfindet

08:21 von Z23

"Den westlichen Zivilisationen geht es halt primär darum, ihren Wohlstand zu schützen. Daran hat sich in den letzten 100 Jahren überhaupt nichts geändert."

Und das ist gut so und bleibt auch so.
Wenn die wahren Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden so ist mir das recht, aber andere Unschuldige die Suppe auslöfeln lassen die ander angerührt haben geht garnicht.
Was fehlt ist konsequente Ehrlichkeit und keine Heuchelei zu gunsten weniger Profiteure.

Ja, mit Sicherheit ...

... ist die EU an den Menschrechtsverletzungen beteiligt.
Schließlich macht sie deals mit nordafrikanischen Unrechtsregimen dort zu Errichtung von Masuern für die Flüchtline, damit das Elend an den Mauern nicht vor der Haustür in der EU stattfindet.
Unter welchen zum Himmel hochschreienden Bedingungen dann dort Flüchtlinge "aufgehalten" werden ist dann aus dem Auge, dem Bild in der EU und dem Sinn.

Wenn europa nicht jeden

Wenn europa nicht jeden aufnimmt, und diese dan unterwegs gefoltert werden, dann ist es weder direkt für Migration und Folter verantwortlich. AI macht sich lächerlich.
Die usa haben auch nicht mit schiffen im Mittelmeer gewartet.
Sind die auch schuldig?

08:21 von Z23

Und wem nützt es, wenn wir unseren Wohlstand verlieren? Und wem, der hier lebt und Kinder hat, sollte das ein Anliegen sein?

@08:21 von Z23

Den westlichen Zivilisationen geht es halt primär darum, ihren Wohlstand zu schützen. .
Ach? So einfach ist das Problem zu beschreiben?
Und was ist mit den Reichen und Superreichen im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika, Asien und Australien? Auch alles "westliche Zivilisationen"?
Wer gehört denn Ihrer Meinung nach nicht zu einer "westlichen Zivilisation"?

Und schützt nicht jedes Individuum seinen eigenen, ganz persönlichen "Wohlstand"?

(Sorry, aber jetzt muss ich sarkastisch werden)
Schrieben Sie Ihren Kommentar auf einem Rechner, der Ihnen nicht gehört, weil Sie allen Ihren Wohlstand aufgegeben haben und für Kost und Logis in einer Einrichtung für Obdachlose arbeiten?
***
Daran hat sich in den letzten 100 Jahren überhaupt nichts geändert

Da wird sich auch nichts dran ändern, denn alle Versuche, in Staaten den Sozialismus oder Kommunismus einzuführen, sind (bisher) gescheitert.

Mitschuldig?

So lange unser Wohlstand auch auf Kosten ärmerer Länder basiert , sind wir für die Missstände in diesen Ländern mitverantwortlich . Das können wir nicht verleugnen. Alles andere ist purer Egoismus oder Ignoranz .

Amnesty international

sollte durch intensive Aufklärung mit helfen, die Menschen von einem Versuch der unrechtsmäßigen Migration in die EU abzuhalten. Denn diese Migrationsversuche haben nichts mit einem berechtigten Asylbegehren zu tun und sind für die Menschen sehr gefährlich. Es kann aber kein Menschenrecht sein, Hilfe zu bekommen bei einem nicht legalem Migrationsversuch.

Hat Amnestie International

mal geprueft inweit religioese Intoleranz die
Versklavung von Fluechtlinge unterstuetzt.

Versklavung von Menschen setzt eine gewisse Denkweise voraus und die ist in diesen Laendern offensichtlich vorhanden.

Europäische Tradition des Sklavenhandels

Weder Europa noch die USA fühlen die geringste moralische Verantwortung, für die millionen von getöteten oder versklavten Menschen aus Afrika im Rahmen des Dreieckshandels (Sklaven von Afrika nach Amerika, Rohstoffe von Amerika nach Europa und Manufakturwaren nach Afrika, wo die heimische Produktion erfolgreich zerstört wurde).
So stört sich auch heute niemand an der Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittlmehr bei gleichzeitiger Ausstattung von Sklavenhändlern und Jihadisten mit Geld und Waffen.

Der Kommentar ist gut,

wer ist denn sonst an dem ganzen Desaster in Libyen schuld;
an dem instabilen Staat;
an den vielen Flüchtlingsbooten, die von dort über das Mittelmeer in Richtung Europa starten -
die Amerikaner und viele EU-Staaten!
Gaddafi mag ein schlimmer Diktator gewesen sein - wie es die auch in anderen Ländern gibt, gegenüber denen wir aber sehr tolerant sind - aber der Staat war nicht so instabil wie heute.

Wir leben auf Kosten anderer

und das soll so bleiben. Das ist die westliche Haltung, nicht nur von D, sondern der ganzen EU! Wir leben nach dem Motto Hauptsache uns gehts gut.
Merkel fährt ja auch nur aus diesem Grund nach Libyen.

@Tada

"Migrationsroute" und nicht "Fluchtweg"
Sehr guter Kommentar.
Die EU kann nicht für die Umstände in Verantwortung gezogen werden.

Höchstens die Ursachen, die dazu geführt haben, könnten diskutiert werden.
Daß der Westen (hauptsächlich die USA aber nicht DE) mit Beseitigung von Gaddafi ein Chaos in diesem Land angerichtet wurde.

Hat Gaddafi als er noch lebte selber schon gesagt. Wenn ihr mich tötet, dann werdet ihr Probleme mit der Migration haben.

Dennoch kann es nicht sein, daß das ganze Glück oder Schicksal eines Landes von einem Diktator namens Gaddafi abhängt und wenn er stirbt das ganze Land in Chaos sich stürzt.

Es tragen noch viele andere Faktoren zu Instabilität dieses Landes bei und da kann man nicht ein Land meilenweit entfernt davon oder ein anderes Kontinent dafür in Verantwortung ziehen.

Das ist einfach eine ganz schlechte Analyse von Amnesty und solche Analysen sind meistens politisch motiviert. Das heißt man sollte sie am beste ignorieren.

Amnesty:EU mitschuldig an Menschenrechtsverletzungen

Mitschuldig sind die EU-Staaten die im Jahre 2011 in Libyen militärisch interveniert haben.Und einen gescheiterten Staat-failed state hinterlassen haben.
Wer tat sich dabei besonders hervor ? Der zappelige Monsieur Sarkozy.Und warum ? Weil Ghaddafi Pläne hatte die Organisation Afrikanischer Staaten zu stärken.Außerdem sollte eine neue Reservewährung,der Gold-Dinar geschaffen werden.In Konkurrenz zum Franc-Afrique.Eine Schwächung der französischen Positionen in ihren ehemaligen Kolonien hätte gedroht.

Hilfsorganisationen

Hilfsorganisationen sind in meinen Augen inzwischen zu Einwanderungs-Lobby-Verbänden mutiert. Amnasty Internation reiht sich da ein, wo Pro Asyl schon längst ist. Massenhafte Einwanderung nach Europa fordern. Man überlege sich, vor noch knapp 60 Jahren hatten wir nahezu homogene Bevölkerungen in den meisten europäischen Ländern, teileweise noch mit alteingesessenen nationalen Minderheiten. Die Veränderung innerhalb von lediglich 2-3 Generationen ist massiv.

Inzwischen glaube ich, dass es diesen Organisationen gar nicht mehr um die Einzelnen Migranten geht, sondern schlicht andere Interessen verfolgt werden.

Es geht keinem Nigerianer besser in Nigeria, wenn wir hier jemanden aus diesem Land aufnehmen. Das sollten diese Lobbyisten einmal begreifen. Die Überbevölkerung bleibt konstant hoch etc. etc., aber diesen Themen widmen Sie diese Herrschaften natürlich nicht. Einseitige Schuldzuweisung sind ja so einfach, wenn immer nur der "Westen" Schuld hat. Sündenbock, fast schon Rassismus

@09:27 von lh

"Wir leben auf Kosten anderer und das soll so bleiben."

Wer ist wir?
Wenn ich eine Wahre im Handel erwerbe bin ich nicht für deren Herkunft verantwortlich.
Das Problem der Gutmenschen ist das diese nie Ross und Reiter nennen.
Wenn ich etwas zum besseren ändern will muss ich mir die Basis vornehmen und nicht das letzte Glied in der Kette.
Erst wenn diese Weltverbesserer das begreifen könnten diese anfangen was zu ändern.

Indirekt durch das rumgeeiere ja.

Es wird ständig eine klare Kante gefordert, die aber nie da ist.
Jeder der kommen will sollte die Möglichkeit bekommen einen Online-Antrag zu stellen, wird dieser abgelehnt und die Person macht sich dennoch auf die Reise, dann hat sie die Folgen selbst verursacht.
Jeder Flüchtling sollte an der europäischen Grenze aufgehalten werden und an dieser Grenze sollte geprüft werden, ob er eine Berechtigung hat die EU-Zone zu betreten oder nicht. Wenn nicht, dann sofort wieder zurück woher die Person kam, ohne 1 Cent Bargeld.
Leute die keine Chance haben muss dies so früh wie möglich signalisiert werden, alles andere ist Menschen verachtend.
Leider fahren die europäischen Länder eine andere Strategie, sie wollen die Probleme aussitzen. Das ist typisches Politiker Denken, denn die nächste Wahl kommt bestimmt, also werden Entscheidungen verschleppt.
Das wäre doch mal eine sinnvolle EU-Aufgabe und sie wäre nicht die einzige sinnvolle EU-Aufgabe. Aber die Politik ist im ständigen Wahlkampfmod.

@azadi

"Weder Europa noch die USA fühlen die geringste moralische Verantwortung, für die millionen von getöteten oder versklavten Menschen aus Afrika im Rahmen des Dreieckshandels" Am 12. Dezember 2017 um 09:22 von azadi

Afrika aber auch nicht, oder was glauben Sie, wer die Menschen in Afrika eingefangen und als Sklaven verkauft hat.
Mal nach Benin schauen: Das war ein Riesengeschäft und Weiße dürften dort keine Menschen fangen.

Und wer verkauf heute die Menschen als Sklaven? Meist die eigenen Familienmitglieder.

Ich habe letztens eine Reportage gesehen, in der es um Mädchenhandel in Indien ging. Die indische Helferin meinte, die Leute behaupten, sie müssten ihre kleinen Töchter verkaufen, weil sie arm wären und damit es den Töchtern "nach der Heirat" gut ginge. Aber arm waren die Leute schon vorher, so die Helferin, und keine hat früher seine Kinder verkauft. Jetzt sind sie noch gierig geworden und die Töchter wären nur eine Geldanlage.

Wer halb Kalkutta aufnimmt...

Das Zitat von Peter-Scholl-Latour gebe ich gerne verändert wieder.
"Wer halb Afrika aufnimmt, hilft nicht Afrika, sondern wird selbst Afrika."

09:04, UnabhängigerDenker

>>Auch ist nicht der Westen schuld daran dass in jenen Ländern seit Jahrzehnten eine extreme Bevölkerungsexplosion stattfindet.<<

Die Zahl der Kinder pro Frau in den arabischen und afrikanischen Ländern sinkt seit Jahrzehnten.

Schuldgefühle machen...

Es ist schwer nachzuvollziehen, wie Foristen hier auf die europäische Mitschuld am Sklavenhandel und wer weiß was noch kommen und daraus eine besondere Verantwortung für die Menschen, die hier heute leben ableiten.

Ich kann auch der Bevölkerung der Mongolei und anderer zentralasiatischer Staaten Mitschuld daran geben, dass ich nicht zu den Superreichen gehöre, weil die Kriegszüge der "Hunnen und Mongolen" zur Völkerwanderung geführt haben und sich dadurch die Besitzverhältnisse in Mitteleuropa geändert haben.

Oder den Italienern für die Versklavung nord- und mitteleuropäischer Frauen, Kinder und Männer durch "die Römer" eine historische Schuld geben.

Oder "die Türken" für die Zustände und Bürgerkriege auf dem Balkan veantwortlich machen, weil das Osmanische Reich dort Eroberungsfeldzüge führte und den Islam zurückließ.

Und so weiter...

Bitte bei der Realität bleiben.

08:58 von eine_anmerkung

Zitat:"Und? Was ist daran so schlimm? Schließlich haben sich die westlichen Zivilisationen Ihren Wohlstand erarbeitet."

Da haben Sie aber im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst ! Europa und später auch die USA haben über Jahrhunderte die "dritte Welt" kolonialisiert und ausgebeutet. auch heute scheut sich der Westen nicht, im eigenen Interesse Länder zu überfallen, um deren Rohstoffe auszubeuten. Auch die Ausbeutung deren billige Arbeitskräfte durch westliche Konzerne wäre da zu nennen.
Die westlichen Werte gelten nur solange sie den westlichen Wirtschaftsinteressen nicht im Wege stehen, was der AI Report wieder einmal deutlich aufzeigt.
Wir sind eine Gesellschaft von Heuchlern geworden, was viele anscheinend nicht bemerken (wollen).

@09:22 von azadi

"Europäische Tradition des Sklavenhandels"

Sklavenhandel hat in Europa keine Tradition. Das Christentum basiert urspruenglich auf der Befreiung von Sklaven. Die Leibeigenschaft (die europaeische Form der Sklaverei) wurde vor Jahrhunderten abgeschafft. Die Magna Carta Libertatum, welche die Rechte des Buergers beschreibt stammt aus dem jahr 1215. Papst Paul III verbot die Sklaverei foermlich 1537. 1542 verbot die spanische Krone für Spanisch-Amerika und 1570 (endgültig 1758) die portugiesische Krone für Brasilien unter dem Einfluss der Katholischen Kirche die Versklavung der Indianer

Die Sklaverei wurde in Saudi Arabien im Jahr 1963 abgeschafft. Der islamische Staat Mauretanien hat im Jahr 2003 erstmals ein Gesetz gegen Menschenhandel erlassen, wobei das Wort Sklaverei vermieden wurde.

@lh

"Wir leben auf Kosten anderer und das soll so bleiben. Das ist die westliche Haltung, nicht nur von D, sondern der ganzen EU! Wir leben nach dem Motto Hauptsache uns gehts gut." Am 12. Dezember 2017 um 09:27 von lh

Mich freut es für Sie, dass es Ihnen gut geht, ich bin aber nicht begeistert davon, dass Sie auf Kosten anderer leben - denn Sie können ja nur für sich selbst sprechen.

Ich kenne genug Menschen, denen es nicht so gut geht und die definitiv nicht auf Kosten anderer über die Runden kommen - auch im Winter, wenn hier geheizt werden muss.

Lösungsansätze?

Ah, mal wieder Zeit für eine "Schuld-Debatte"? Und was bitte schlägt AI vor, um der Flüchtlingsströme Herr zu werden? Mit bunten Fähnchen wedeln, und alles wird gut?

so ist das halt in afrika...

man wird auch in gefängnissen, egal ob in afrika, indien oder malaysia niemals so den umständen entsprechend bequem untergebracht werden wie hier in deutschland.
der umgang mit gefangenen ist immer auch ein spiegel der gesellschaft.

@ 09:45 von Emil66

..."die Basis" ist der Waffenhandel, der von den "zivilisierten" Konzernen im "Westen" forciert wird, der Kolonialismus der vergangenen Jahrhunderte, der die Menschen in der dritten Welt noch nicht mal als Menschen angesehen hat und rechtlos zurückgelassen hat, der "Handel" mit gesponserten Billiglebensmitteln, die den Menschen dort ihre Arbeit und damit Lebensunterhalt versauen, etc., etc.
"die Basis" dieses ganzen Unglücks sind wir, hier, die das alles zulassen.

09:25, Schlagloch

>>Gaddafi mag ein schlimmer Diktator gewesen sein - wie es die auch in anderen Ländern gibt, gegenüber denen wir aber sehr tolerant sind - aber der Staat war nicht so instabil wie heute.<<

Unter Gaddafi gab es das gleiche Problem:

http://www.deutschlandfunk.de/
gaddafi-als-europas-grenzschuetzer.795.de.html?dram:article_id=116927

Nordafrikanische Diktatoren als Türsteher Europas.

"Wahre Prioritäten"

Natürlich wäre es der EU lieber, das Geflüchtete in Libyen nicht versklavt, mißhandelt etc. werden, doch besonders wichtig, dies zu unterbinden, scheint es ihr nicht. Schlimmer noch, man geht auf große Werbetour für innerafrikanische "Grenzsicherung" und lockt mit dem Geldsäckel. Die schreckliche Lage der Opfer aber wird nur nebenbei erwähnt! Wie falsch und verlogen kommt mir hier das medien- und wählerstimmenwahrende humanitäre Getue vor, wenn gleichzeitig Menschen WEGEN anderer Aktivitäten und Unterstützung von Verbrechern durch die EU leiden und sogar sterben. Die Prioritäten D.s und der EU liegen leider woanders.

09:45, Emil66

>>Wenn ich eine Wahre im Handel erwerbe bin ich nicht für deren Herkunft verantwortlich.<<

Dafür, daß Sie diese Ware kaufen, sind Sie selbstverständlich verantwortlich. Niemand zwingt sie dazu, es gibt immer Alternativen.

um 08:28 von

um 08:28 von eine_anmerkung
"
An den Haaren herbeigezogen
Eine solche Argumentation ist doch an den Haaren herbeigezogen und unterstreicht mal wieder den "Stellenwert" dieser Organisation
"

...aber sicher doch...

1. Fluchtursachen kreieren in den Herkunftsländern - Ausbeutung durch europ. Firmen (Rohstoffe/Menschen)
2. Dies am Leben erhalten durch falsche "Entwicklungshilfe" - Geld an die dortige Korrupte Elite zwecks politischen Einfluss geben (Aufrechterhaltung des Systems)
3. Länder,die wirtschaftlich gut dastehen mit Krieg überziehen (z.B: Libyen) - Libyen ging es so gut,dass es andere afrikanische Länder unterstützte - weggefallen -> Könnten ja sonst politisch so unabhängig werden,dass sich die Länder nicht mehr ausbeuten lassen

4. In Libyen genau die Milizen unterstützen,die dort seit Gaddafis Tod Sklaverei & Folter betreiben

5. Mit aller Macht anderswo in Afrika Fluchtrouten bekämpfen in dem die EU Menschen unterstützt,die ähnlich humanistisch sind,wie die in Libyen

Früher hat Gaddafi Gelder

Früher hat Gaddafi Gelder kassiert, um Flüchtlinge zurück zu halten. Damals gab es keine Sklaven da die Flüchtlinge dort freiwillig für paar Dollar am Tag arbeiteten und auch mal im Lager oder Wüsste endeten. Nur damals hat man nicht so richtig berichtet, weil es dort ziemlich schwer war, als freier Journalist zu arbeiten. Jetzt in der desolaten Lage tauchen plötzlich solche Bilder auf, und sind alle verwundert...

09:58, Der_Mahner

>>Und was bitte schlägt AI vor, um der Flüchtlingsströme Herr zu werden? Mit bunten Fähnchen wedeln, und alles wird gut?<<

Es ist nicht die Aufgabe von Amnesty Inernational, Lösungsvorschläge zur weltweiten Flüchtlingskrise zu präsentieren.

Amnesty setzt sich für Gefangene und ihre Menschenrechte ein, dafür wurde dieser Verein gegründet.

Lösungen für die Flüchtlingskrise muss die Politik weltweit erarbeiten. Das ist ihre Aufgabe.

um 09:27 von lh " Wir leben

um 09:27 von lh
"
Wir leben auf Kosten anderer
und das soll so bleiben. Das ist die westliche Haltung, nicht nur von D, sondern der ganzen EU! Wir leben nach dem Motto Hauptsache uns gehts gut.
"

Eben.
Innerhalb der EU-Länder wird von unten nach oben vereschoben.
Und die EU selbst verschiebt von armen Ländern außerhalb der EU in die EU.

Ansonsten müsste man ja so agieren wie in Nordkorea...nicht andere Völker ausbeuten,sondern massiv die eigene Bevölkerung...

...so aber ist es viel besser:
Man kann auf Länder mit dem Finger zeigen,die die eigene Bevölkerung ausbeuten & Länder,die die EU ausbeutet, einen kleinen Prozentsatz der Beute zurückverschenken ("Entwicklungshilfe" ) & sich als "Samariter" aufspielen - natürlich mit der Bedingung,dass genau dieses System auch so bestehen bleibt...

Norwegen z.B. will afr. Ländern wirklich helfen (z.B. Ausbildung von Beamten zwecks Steuererklärungen - damit eur. Firmen die nicht mehr "betuppen" können...) - ist aber auch nicht in der EU...

10:00, Der Hohe Rat de...

>>so ist das halt in afrika...
man wird auch in gefängnissen, egal ob in afrika, indien oder malaysia niemals so den umständen entsprechend bequem untergebracht werden wie hier in deutschland.
der umgang mit gefangenen ist immer auch ein spiegel der gesellschaft.<<

Es geht nicht um "bequem", es geht um elementare Menschenrechte.

Der Umgang mit Gefangenen ist ein Spiegel der politischen Verhältnisse. In autoritären Zwangssystemen wird gefoltert und gemordet, auch und gerade in den Gefängnissen.

@ 08:21 von Z23

"Den westlichen Zivilisationen geht es halt primär darum, ihren Wohlstand zu schützen."
.
Ja, da könnten Sie recht mit haben. Aber ich stehe auch dazu! Dafür haben meine Großeltern, meine Eltern und ich gearbeitet. Nicht in einem Aufsichtsrat, aber als traditionelle Arbeiter.
Ich würde vielleicht auch lieber in Kanada, Neuseeland oder Norwegen leben. Und? Setze ich mich dann dort hin, sage hallo hier bin ich und hier werde ich jetzt bleiben?
.
Hilfe ja, muß sein, aber nicht wenn sie zur Selbstaufgabe wird.

Emil66, 09:45

||Wenn ich eine Wahre im Handel erwerbe bin ich nicht für deren Herkunft verantwortlich.||

Selbstverständlich sind Sie für deren Herkunft verantwortlich, denn die Nachfrage (auch Ihre) befähigt den Hersteller / Importeur ja erst, weiter zu produzieren / importieren.

Übrigens, es heißt Ware, ohne h.

@ 10:18 von derkleineBürger

"1. Fluchtursachen kreieren in den Herkunftsländern - Ausbeutung durch europ. Firmen (Rohstoffe/Menschen)"

Was beuten wir europäische Ausbeuter den in den Magreb-Staaten aktuell aus? Bitte um Infos, wer den Krieg im Jemen angezettelt hat. Unterstützen wir die Hutus oder die Tutus in Zentralafrika?
.
"2. Dies am Leben erhalten durch falsche "Entwicklungshilfe" - Geld an die dortige Korrupte Elite zwecks politischen Einfluss geben (Aufrechterhaltung des Systems)"
.
Wir versuchen zu helfen. Wenn durch unsere Entwicklungshilfe Präsidenten zu Milliardären werden finde ich das aber auch fragwürdig......

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