Ihre Meinung zu: EU-Parlament stimmt über Freigabe des Elektrofischens ab

16. Januar 2018 - 6:12 Uhr

Brutal und umweltschädlich, sagen die Kritiker. Effizient und umweltschonend, sagen die Befürworter. Das Europaparlament entscheidet heute, ob das Elektrofischen EU-weit freigegeben wird. Von Karin Bensch.

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Kommentare

existenzgrundlagen vernichten

es ist wider der natur, dass sich inzwischen niemand mehr in europa - und in weiten teilen afrikas - von der fischerei oder einer extensiven, unweltverträglichen landwirtschaft ernähren kann. überfischung durch massenvernichtungskutter ist eine der hauptursachen. es ist ein kampf gegen die unabhängigkeit der menschen, deren souveränität der nahrungsversorgung fast vollständig zerstört wird. es scheint politischer wille zu sein - eigentlich erstaunlich, da die meisten ja "christlich", "grün" oder "sozial" wählen.

Das ist wie "Fischen" mit der Handgranate....

Man tötet nicht nur essbare Fische sondern alles. Wer hat diesen Irrsinn vorgeschlagen?

Elektrofischen ist abscheulich

Elektrofischen ist abscheulich und sollte geächtet werden. Es werden unwiederbringliche Kollateralschäden produziert.

agreed

Wie es im DLF so 'schoen' hiess (ohne jede Ironie) :
Die Nahrungsmittelproduktion in Afrika wurde _nachhaltig_ zerstoert (und von wem haben sie auch gesagt).
Soziale Nachhaltigkeit bei der 'Arbeit'.
Aussenpolitik war kein Thema bei den SPD-CDU-Verhandlungen, und die FPD will das Organspenden anregen.
'2084' heisst ein neues Kabarett-Programm.

Übel bleibt übel/ Alternativen existieren

Elektrofischen mag unter dem Aspekt der Bodenschonung vorteilhafter sein. Doch was nutzt ein intakter Meeresboden, wenn dort keine Fische, vor allem keine Vielfalt mehr herrscht? Egal, welche Methode verwendet wird, immer mehr Fischarten (und andere Meeresstiere, bis auf wenige Ausnahmen, deren Bestände wieder zunehmen) sind am Aussterben oder bereits ausgestorben, z.T. auch Arten, die noch gar nicht entdeckt wurden. Dabei gehen die meisten Fänge in die reichen Industrienationen, bzw. die Filetstücke. In zahlreichen afrikanischen Ländern bleiben den Menschen nur die Reste unseres Konsums. Dabei sind die hochtechnisierten Fangflotten der EU und anderer so "effektiv", dass bald kaum noch Fische in den Meeren leben! Statt über E-Fischen zu befinden, sollten industrielle Methoden stark eingeschränkt und Alternativen ausgearbeitet werden, Stichworte Algen und Aquakultur. Die kleinen regionalen Fischer waren nie das Problem!

Unglaublich

Wer bitte glaubt denn das das Elektrofischen letztlich besser sei? Doch wohl nur die, die daran verdienen oder? Mag sein das dies schonender ist aber das ist ja nicht das vordergründige Problem, denn es werden alle Organismen von den Elektroden beeinflusst und man kann überhaupt noch nicht abesehen welche Auswirkungen dies letztlich hat.
Darum sollte man auf jeden Fall mal die Studie abwarten.

Schön, dass sich mal wieder

Schön, dass sich mal wieder die mit der wenigste Ahnung zu Wort melden: Der WWF.
Elektrofischerei ist eine gängige und schonende Methode, um z.B. den Fischbestand eines Gewässers oder Besatzmaßnahmen zu kontollieren. Deswegen wird sie eingesetzt. Man will die Fische ja nicht töten, sondern zählen und wieder freilassen. Ist ein regelmäßiges Umpflügen des Meeresbodens besser? Die daraus resultierende Zerstörung von Lebensräumen und Laichbiotopen? Oder lieber direkt die Fischerei verbieten (wie es Frau Hendricks mal schnell ohne Begründung durchgezogen hat)?
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Der WWF befürchtet eine zunehmende Überfischung? Es gibt Fangquoten! Die haben dazu geführt, dass sich einige Bestände so stark erholt haben, dass man sie wieder stärker befischen kann.
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Wenn ich zusammenfasse wird der Meeresboden geschont, die Methode ist effizienter und es wird weniger Diesel verbrannt.
So what?

@ um 06:01 von MK Ultra Slim existenzgrundlagen vernichten

"christlich", "grün" oder "sozial" sind nur noch Etikettenschwindel. Nur Parteinamen aus einer längst vergangenen Zeit.
Würden sich die, die das Elektrofischen freigegeben haben auf einen elektrischen Stuhl setzen???

@ 08:40 von eine_anmerkung

"Elektrofischen ist abscheulich und sollte geächtet werden. Es werden unwiederbringliche Kollateralschäden produziert."
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Eben nicht! Beim Elektrofischen "sammeln" Sie NICHT nebenbei noch den ganzen "Rest" vom Meeresboden, der dann nachher tot über Bord geht wie Seesterne, Schnecken, Muscheln......

Wie nachhaltig ist die Elektrofischerei?

Sicherlich ist das Elektrofischen weniger schädlich, als mit Grundschleppnetzen den Meeresboden umzupflügen. Aber mit dem schlimmstmöglichen Vergleich ließe sich auch das Dynamitfischen rechtfertigen...

Ich vermute, dass die Verbesserung der Fangtechnik eher darauf abzielt bei stetig schwindenden Fischbeständenden die Fangmengen konstant zu halten. Eine solche Gewinnoptimierung hat nichts mit Umweltschutz zu tun und wird den Rückgang noch weiter beschleunigen.

PS: "Zu Forschungszwecken erlaubt" ist die wohl beliebteste Methode, um Verbote zu umgehen (Stichwort Walfang).

Man sollte mal wieder ...

Fischer grillen - in den 80ern wurde auch in GR noch mit Dynamit gefischt - heuer müssen selbst die Fischer Fisch einkaufen ...
Statt Firlefanz brauchen wir eine deutliche Reduzierung aller Fangquoten. Nicht dem Fisch auf dem Tisch sollte unsere Sorge gelten, sondern dem Fisch im Meer.

"Es werden unwiederbringliche

"Es werden unwiederbringliche Kollateralschäden produziert."

Glauben Sie wirklich, Schleppnetze, die ja erlaubt sind, würden weniger "Kollateralschäden" verursachen? Plattfische graben sich am Grund ein. Will man sie fangen, muss man sie aufscheuchen.

Man sollte wirklich zunächst mal die Untersuchungen dazu abwarten, bevor man hier urteilt.

absurd

Mal abgsehen davon, dass ich davon überhaupt nichts halte, weil es die Meere leerfegt, wie will man ohne Datenbasis eine Entscheidung treffen?

Was heißt denn eigentlich "zu Forschungszwecken"?
Warum "nutzt" das z.B. die Niederlande intensiv?
Das hat doch mit "Forschung" nichts zu tun, sonst hätte man längst eine Datenbasis.
Das erinnert mich stark an Walfang zu Forschungszwecken, genauso widerlich und absurd.
Ein Deckmäntelchen, weiter nichts.
Wir werden mit solchen Methoden unsere Lebensgrundlage vernichten.
Mir wird als Angler gesagt, ich sollte die 2 Aale im Jahr, die ich (vielleicht) fange, lieber nicht fangen, um den Bestand zu schützen. Ohne die Angelvereine, die den größten Teil ihrer Beiträge für den Bestandsschutz ausgeben, gäbe es gar z.B. keine Aale mehr bei uns.
Das Verhältnis ist vollkommen schief. Das wird uns noch maximal um die Ohren fliegen.

@08:28 von Bowerman

"Man tötet nicht nur essbare Fische sondern alles."

Das ist Unsinn. Auch in herkömmlichen Netzen befinden sich jede Menge nicht essbare Fische. Ich kann nicht erkennen, das durch Elektrofischerei nun mehr Beifang produziert wird. Die Auswirkungen werden ja untersucht. Bevor die Untersuchungen abgeschlossen sind, sollte man sich dann doch mit Urteilen, wie "Irrsinn" oder Ähnlichem zurückhalten.

Die EU hat

sich langsam völlig losgelöst von den Staaten verselbstständigt habe ich das Gefühl.
Ob das Elektro gut oder schlecht ist weis ich jetzt wissenschaftlich nicht, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen das Strom im Wasser extra gesund ist.
Ich werde auch das Gefühl nicht los das wir und andere Staaten die Falschen dort sitzen haben, vielleicht wäre es besser nicht die aus der 5 Reihe zu nehmen die man mit viel Gehalt loswerden wollte oder für die ein Posten her musste.

Aber wir haben ja nicht mal zu Hause welche aus der 1. Reihe die das Mandat vom Bürger ordnungsgemäß wahrnehmen.

Die EU in Ihrer Regulierungswut wird doch immer unübersichtlicher, das ist wohl Absicht damit keiner mehr austreten kann.

Gruß

Ich bin strikt dagegen

Als Inhaber des Sportfischerei Schein sage ich diese Art von Fischerei ist schädlich auch für die Kleinstlebewesen von denen sich die Fische ernähren.Damit wird wieder einmal ein Stück Natur zerstört.

@Neutrale Welt

Stimme ihnen größtenteils voll zu.
Auch mich wundert hier sehr oft mit welchen Wissenslücken Kommentare, und auch Artikel teilweise verfasst werden. Vom Umweltgedanken haben sie völlig recht. Jedoch sollte die industrielle Fischerei einmal gründlich überdacht werden. Sicher wird der Beifang dadurch wesentlich reduziert.

@ 09:17 von Duzfreund

"......in den 80ern wurde auch in GR noch mit Dynamit gefischt - heuer müssen selbst die Fischer Fisch einkaufen ..."
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Selber schuld, wenn man unter Wasser eine Bombe aus Habgier oder Bequemlichkeit zündet. Damit wird natürlich alles zerstört. Nicht nur der Fisch, den Sie haben wollen, sondern auch Jungfische, Krebse, Garnelen, Seesterne und alle anderen Meeresbewohner, die Sie nicht haben wollten.
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Das ist ein schlechtes Beispiel!
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Hier geht es um eine für die Umwelt schonende(re) und selektivere Methode.

@ 09:01 von Stimme77

"Wer bitte glaubt denn das das Elektrofischen letztlich besser sei?"

Ich!

Weil ich mich mit dem Thema beschäftigt habe.......

Ekelhaft

was wir Menschen anderen Lebewesen antun!
Wieviele Fische werden dann doch weggeworfen, trotzdem wird auf Teufel k omm raus getötet?
Schweine werden ja auch angeblich mit Elektro getötet, was ja wohl dazu führt, dass viele Tiere beim Schlachten gar nicht tot sind. Widerlich!

@ 08:55 von Quereinwerfer

"Statt über E-Fischen zu befinden, sollten industrielle Methoden stark eingeschränkt und Alternativen ausgearbeitet werden, Stichworte Algen und Aquakultur."
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Meinen Sie mit Aquakultur die Lachsfarmen in Norwegen, die den Meeresboden der Fjorde zerstören? Und die Fische, die man mit Heilbuttpellets und Fischmehl aus Heringen füttert (die man besser selber essen sollte)? Die mit Antibiotika behandelt werden, siehe auch Black Tiger Shrimps aus Asien?
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Mir ist ein natürlich aufgewachsener Fisch lieber. Ein Trend, der ja auch bei unseren Rindern, Hühnern, Schweinen dahin geht.
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Wenn es eine durchaus sinnvolle Alternative zu den bisherigen Fangmethoden gibt, sollte man darüber nachdenken, ohne dierkt mit Dynamit zu kommen. Bei größeren Fischen kann das Rückenmark durchtrennt werden? Ach so, den "Kollegen" aus dem Schleppnetz geht es ja dann wohl besser.......
Der WWF hat sich mal wieder selber übertroffen.

Verwunderlich

Viele Reaktionen hier sind verwunderlich – oder auch nicht, nur reflexhaft dagegen.

Der Bericht ist sehr wenig informativ
- wieviel Prozent/Promille der Fische haben ein gebrochenes Rückgrat?
- wie ändert sich der Anteil des Beifangs, der tot über Bord geworfen wird?
- wie ändert sich der Anteil getöteter Tiere am Meeresgrund?
- wie sieht der Meeresboden 1Tag/1Woche später ökologisch aus im Vergleich zu vorher und zur Schleppnetzfischerei?

Alles Fragen, die in dem Bericht unbeantwortet blieben, zu denen es jedoch bestimmt schon erste Erkenntnisse gibt. Aber dennoch wissen schon viele hier reflexhaft ihre 'alternative Wahrheit'.

Bei deartigen Überlegungen...

...kann man in der Regel getrost den Kritikern glauben schenken. Zumindest ist deren Interesse eher im Schutz vn etwas bestehendem zu suchen wärend die Gegenseite meist ein wirtschaftliches Interesse hat.

@NeutraleWelt

Vielleicht haben Sie sogar recht.
Allerdings zeigt sich das in Abhängigkeit der Erwartung auch eine derartige Auseinandersetzung mit einem Thema sehr einseitig verlaufen kann. Will damit sagen: selbst wenn Sie recht haben, ist Ihre Aussage Substanzlos.

@NeutraleWelt

Wenn ich mir Ihr erstes Kommentar so durchlese zweifle ich jetzt doch ziemlich stark an Ihrer expertise.

Jeder der sich halbwegs objektiv mit dem Thema auseinandersetzt weiß dass Fanquoten global gesehen ein Tropfen auf den heissen Stein sind. Auch wenn sich regional und auf bestimmte Spezies bezogen die Bestände erholt haben, sind die Fischbestände und die Artenvielfalt weltweit bedroht. Es liegt dabei in der Natur der Sache dass es Fische gibt die mehr und andere weniger stark betroffen sind.
Einzelne Erfolge auf die Gesamtheit zu projezieren ist in diesem Fall entweder Absicht oder Unwissen.

Es ist im Grunde egal welche Methode zum Fischen angewandt wird. Das Hauptproblem bleibt: generelle Umweltverschmutzung und Fischerei im industriellen Maßstab wirken sich negativ auf die Bestände aus.

Übrigens: Wenn Sie dem WWF Inkompetenz bei diesem Thema vorwerfen, wäre es vielleicht angebracht diese Aussage zu begründen/zu belegen.

Wenn Blinde also sehen sollen...

Es gibt keine verlässliche Studie und dennoch muss das EU-Parlament jetzt darüber abstimmen??? Das ist mal wieder so typisch! Keine Ahnung aber dennoch eine Entscheidung teffen wollen!

10:07 von NeutraleWelt

"... Meinen Sie mit Aquakultur die Lachsfarmen in Norwegen..." Mir ist klar, dass die Aquakultur große Schwächen hat. Und natürlich bevorzuge ich rein geschmacklich/ ästhetisch, nicht jedoch moralisch, auch einen frei aufgewachsenen Fisch. Doch bei den bisherigen Methoden darf es nicht bleiben, da sonst bald nix mehr da ist. Wir sollten Aquakultur weiterentwickeln (gibt sehr gute Ansätze in Kombi mit Algen und Pflanzen) und vor allem über andere Lieferanten nachdenken. Unser Egoismus zerstört ansonsten noch den Rest! Und an Mangel leiden wir sicher nicht, sehr wohl aber andere!

09:14 von Indigen

...Würden sich die, die das Elektrofischen freigegeben haben auf einen elektrischen Stuhl setzen???...

Und? Lassen Sie sich lieber von schweren Stahlketten masakrieren? Die Elektroschläge töten nicht, Ketten schon. Die Brut nämlich.

@ 10:57 von Quereinwerfer

"Doch bei den bisherigen Methoden darf es nicht bleiben, da sonst bald nix mehr da ist."
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Wird ja gerade erprobt, aber erst mal kategorisch vom WWF abgelehnt......

@ 10:49 von zammy

"Wenn ich mir Ihr erstes Kommentar so durchlese zweifle ich jetzt doch ziemlich stark an Ihrer expertise."
Dürfen Sie, ich zweifele Ihre ebenso an Ihrer. Da Sie ja nicht mit dem Thema so bewandert sind sollten Sie sich informieren, wie es zu Fangquoten kommt. Dort gibt es auf wissenschaftlichen Untersuchungen basierende Ergebnisse. Fangquoten werden nich nur erhöht, sondern für verschiedene Fischarten auch gesenkt, wie z.B. dem Hering oder der Scholle.
Aber wenn man sich lieber ein billiges Tilapia- oder Pangasius-Filet kauft sollte man auch mal überlegen, wo diese Fische herkommen. Macht sich der WWF und Sie darüber Gedanken?

09:23 von wibo

...Mal abgsehen davon, dass ich davon überhaupt nichts halte, weil es die Meere leerfegt,...

Es gibt Fangquoten für jedes Land, die besagen, wieviel von welcher Art an welcher Stelle gefischt werden darf.

...Was heißt denn eigentlich "zu Forschungszwecken"?
Warum "nutzt" das z.B. die Niederlande intensiv?...

Versuche mit 3 Fischen auf einen m² bringen nichts. In den Niederlanden wird schon Jahrelang an umweltschonenden Methoden geforscht. Unter anderen auch die Elektrofischerei. Und sie ist mit Abstand die schonenste Methode und führt zur sehr schnellen Wiederaufbau der Fischbestände, weil die Laich nicht zerstört wird, was beim Schleppfischen der Fall ist.

...Ohne die Angelvereine, die den größten Teil ihrer Beiträge für den Bestandsschutz ausgeben, gäbe es gar z.B. keine Aale mehr bei uns....

Ähhh...? In welchen Gewässern angeln Sie denn Aale?

@NeutraleWelt

Kategorische Ablehnung zum Thema Aquakultur sieht irgendwie anders aus:

http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/nachhaltige-fi...

Sie sollten vielleicht Ihre Quellen überprüfen.

09:31 von wenigfahrer

...ich kann mir nicht wirklich vorstellen das Strom im Wasser extra gesund ist....

Stellen Sie sich das einmal vor wie beim Arzt. Es sind kleine Elektroschocks, die die Fische nur aufscheuchen sollen, nicht töten. Was der WWF da wieder von sich gibt ist, gelinde gesagt, hahnebüchender Blödsinn.

09:32 von schiebaer45

...Ich bin strikt dagegen...

Nun gut! Sie als ausgewiesener Experte (als Inhaber des Sportfischerei Schein) können uns bestimmt faktenbezogen erläutern, warum das schädlich auch für Kleinstlebewesen ist und warum damit wieder einmal ein Stück Natur zerstört wird?

Bitte, lassen Sie uns Unwissende nicht hängen!

10:30 von Ritchi

...- wieviel Prozent/Promille der Fische haben ein gebrochenes Rückgrat?...

0%. Ist Blödsinn.

...- wie ändert sich der Anteil des Beifangs, der tot über Bord geworfen wird?...

Beifang reduziert sich um über 90%, der dann meistens auch noch lebend über Bord geworfen wird.

...- wie ändert sich der Anteil getöteter Tiere am Meeresgrund?...

Annähernd gegen Null.

...- wie sieht der Meeresboden 1Tag/1Woche später ökologisch aus im Vergleich zu vorher ?...

Der Meeresboden wird bei dieser Fangmethode theoretisch gar nicht berührt. Und wenn doch, dann nur mit einen leichten Schleppnetz. Sollte aber nicht sein, weil das Netz auch dabei beschädigt werden könnte. Also bleibt der Meeresboden ökologisch "unberührt". Bei der alten Fangmethode (Schleppnetz mit Stahlketten) war der Schaden je nach Meeresgebiet so groß, das eine Regeneration des Boden Monate, bei häufiger Befischung sogar Jahre dauerte.
Sie finden in den Niederlanden jetzt in diesen Testgebieten wieder (reichlich) Nordseekrabben.

Einfach mehr Schwein und

Einfach mehr Schwein und weniger Fisch essen.
Wann gabs in Deutschland denn mal meeresfisch, ausser an der Küste?
Ist hier so unüblich, wie noch was .
Hunger zu haben und zu sterben, ist heute nicht mehr hinnehmbar. Komischerweise muten wir es kommenden Generationen doch zu, wenn wir heute alles nachhaltig vernichten.

10:39 von zammy

....kann man in der Regel getrost den Kritikern glauben schenken...

Im Ernst? Sie glauben also, die Fischer wollen vorsätzlich ihre Fangebiete zerstören? Es sind die Fischer mit ihren Booten, die diese Methode erdacht haben, um weniger Schäden zu produzieren. Der Vorteil zusätzlich war die enorme Treibstoffersparnis. Das hatte man am Anfang gar nicht auf dem Zettel. Mit dem Ergebnis (am Beginn), dass man viel zu schnell über die Fanggründe rauschte mit dann relativ leeren Netzen. Die aufgeschreckten Fische kamen erst unter oder hinter den Netzen hoch und konnte somit nicht gefangen werden.
Die ersten Versuche vor ca. 5 Jahren wurden noch elektroakustisch durchgeführt. Man benutzte Schallgeber aus den Stahlbetonbau (Verdichtung des Betons). Der Erfolg war auch hier sofort ersichlich, aber diese Schallgeber fielen oft aus. Dann mußte das Schiff die Heimreise antreten. Man konnte nicht mal eben so die Geräte wechseln.

Ehrlos.

Ein ehrbarer Fischer tut so etwas nicht.

Der gibt dem Fisch eine faire Chance.

Dasselbe gilt übrigens für die Schleppnetzfischerei.

Wenn man mit diesem ganzen industriellen Unsinn aufhören würde, gäbe es mittelfristig wieder so viele Fische, dass es genügen würde, die Angel auszuwerfen.

Gut, der Fisch wäre dann wohl etwas teurer.

Dafür aber auch vielfältiger.

.... angeblich "geschont" werden (weil sie nicht im Netz landen und weil das Netz sie nicht berührt), werden doch trotzdem mit dem Zielfang elektrokutiert.

Aufscheuchen . . .

. . . ist das Zauberwort.
Den Fischen kann es egal sein. Im Netz hat sowieso das letzte Stündchen geschlagen.
Aber den Menschen kann es nicht egal sein.
Weil damit die letzten Reserven aus dem Meer gewühlt werden.
Dann ist irgendwann Schluss, auch für die Menschen.
Das sollte doch "elektrisieren"
b.k.

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