Ihre Meinung zu: Facebook, Google & Co.: EU plant digitale Umsatzsteuer

28. Februar 2018 - 14:24 Uhr

Die großen Internetkonzerne verschieben ihre Gewinne gekonnt - und zahlen dadurch kaum Steuern in der EU. Das will die Kommission ändern und schlägt eine "digitale Umsatzsteuer" vor. Von Ralph Sina.

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Kommentare

Wer hat denn diese...

...auch schon zur vordigitalen Zeit veralteten und realitätsfernen Gesetze erlassen, die es den Internetriesen bis zum heutigen Tag ermöglichen, sich derart dreist an einer fairen Steuer vorbeizudrücken?
Es ist allerhöchste Zeit, dass diese vor Gewinn nur so strotzenden Unternehmen - und da gehört AMAZON mit dazu - endlich dort ihre Gewinne versteuern, wo sie sie erwirtschaften. “Physische Anwesenheit“ - da brauchte schon damals ein Anwalt mit so eben noch bestandenem Examen keine Minute, um daraus die “richtigen Schüsse“ zu ziehen.

Da hätte ich mal

eine ganz bescheidene Frage, wie viel Steuern müssen in Deutschland von normalen Firmen abgeführt werden ?.
Das sind ganz sicher nicht 1-5 Prozent oder sehe ich das falsch, welches Land in der EU hat den kleinsten Steuersatz und welches hat den höchsten, die Mitte wird dann genommen.

Gruß

richtige Richtung

Ich kann hier nur zustimmen und hoffe, dass Frau Merkel sich nach dem Beginn der neuen Kanzlerschaft Herrn Macron anschließt und Druck macht.
Das Geld könnte Brüssel auch direkt einnehmen und so die britischen Zahlungen in den EU-Haushalt ausgleichen.

@wenigfahrer hier geht es zum

@wenigfahrer hier geht es zum ersten Mal um Steuern auf den Umsatz und nicht um den Gewinn. Absolut nicht zu vergleichen. Jedem steht so etwas frei und es wird auch gemacht. Darüber berichtet nur niemand, vor allem nicht über deutsche Firmen.

In dem anderen Beitrag steht,

In dem anderen Beitrag steht, daß China Apple zur Anwesenheit zwingt. Das durfte ich dort zwar nicht schreiben, aber die machen es richtig.
Wenn Apple Google & co hier nicht aus dem Netz fliegen wollen, müssen sie hier einen Sitz unterhalten. Im teuersten EU land selbstverständlich. Und dann wird abkassiert.

Wenn die glauben, daß man ohne Sitz kostenfrei auskommt, dann erinnere ich mal an soetwas, wie ZOLL. Das gab es zur vordigitalen Wirtschaft noch.

Wenn die möchten, könnten wir auch Zoll auf die in Anspruch genommenen Kilobites nehmen, wenn die aus dem nicht-EU-Ausland kommen.

Die EU erhöht ja bereits den Druck

auf Deutschland zur Zahlung höherer Beiträge nach dem Brexit. Hier sollte Deutschland folgedne Strategie fahren:

1. Da die EU nach dem Brexit schrumpft, sollten auch die direkten Zahlungen der Länder sowie die Verteilung der Gelder schrumpfen.

2. Aus direkten Steuern, welche von der EU erhoben werden, wird ein eigener EU Haushalt gestaltet. Dieser kann einerseits aus einer digitalen Umsatzsteuer von Nicht-EU Firmen bestehen. Andererseits kann man aber endlich eine Transaktionssteuer auf Finanztransaktionen erb´heben. Das schwemmt Milliarden in die Kassen.

3. Die "Frankreich first" Strategie des Herrn Macron zu Lasten Deutschlands sollte in diesem Zusammenhang schlichtweg abgelehnt werden. Frankreich muss sich selber aus dem Sumpf ziehen.

Warteschleife

Was könnte man dagegen sagen, globale Firmengeflechte und Netzkonzerne wie Google, FB etc. dort zu besteuern, wo sie den Gewinn machen? Allein, schon das wird schwierig, denn die Daten können ja von überall erhoben, abgefischt und verkauft werden. Dennoch ließe sich das festklopfen, z.B. indem man das Absenderkonto des Auftraggebers zugrunde legte.
Allerdings habe ich sehr große Zweifel, dass eine konkrete Steuer in den nächsten Jahren kommt. Man denke an die Finanztransaktionssteuer in Höhe von 0,05%. Im Jahre 2011 sagte die Kommission Ähnliches. Bis heute ist nichts passiert, obwohl es sich um lächerliche Abschläge handelt. Auch Google und Co. werden lächerlich niedrig besteuert werden, wenn es denn überhaupt dazu kommt. Bis dahin hängt die EU in der Steuer-Warteschleife. Die Lobbyisten sind wohl einfach zu stark und zu tief verankert.

Warum kompliziert, wenn´s einfacher ginge...

Warum denn diese Kunstwortkonstruktion "Digitale Umsatzsteuer"..? In DE angemeldete User bei Social Networks (Facebook, Twitter, YouTube etc...) sind doch über hiesige Provider "datenerfasst", und könnten (gemäß auch anderweitig üblicher Vorsteuerschätzungen = veröffentlichte Bilanzen) den vorgenannten Konzernen "in Rechnung gestellt" werden. Sicher nicht individualisiert je User, aber im Steuerrecht gibt es bereits etliche Möglichkeiten für Sammelsteuern aufgrund von Unternehmensvorteilen (projektierte Umsätze) durch typische Nutzergruppen (Großveranstaltungen etc...).

Facebook,Google & Co.:EU plant digitale Umsatzsteuer

Das ist ja kaum zu glauben,daß die EU das plant.Und Macron soll sich dafür so eingesetzt haben ? Mit seiner Wahl waren Überlegungen für eine Transaktionssteuer obsolet.
Reiche hat er steuerlich entlastet.Einer der französischen Internetunternehmer hat heftig für ihn gespendet.

wird ja mal Zeit

wobei ich zur Umsatzsteuer (also Mehrwertsteuer) noch eine digitale Maut ,Zoll bzw eine Sendegebühr (so wie zb im Flugverkehr eine Luftraum-Überfluggebühr) erheben würde.

wundert mich ja eh,dass diese Platformen nicht unter die Zollbeschränkung fallen da es ja unter Waren,Lieferung und Leistungen (Service)fällt.

sind ja alles Unternehmen bzw Aktiengesellschaften.

bei den Auslandstelefonaten funktioniert ja auch eine Abrechnung welche mit Mehrwertsteuer versehen werden.

Unfug

es werden bereits jetzt viel zu viele (und zu hohe) Steuern und Abgaben allen Wirtschaftsteilnehmern abgepresst - fuer ein uebermaessig aufgeblaehten Behoerdenaparat. Es ziemte sich fuer den Staatsaparat die eigene "Wichtigkeit" und die Kosten deutlich zurueckzuschrauben und das Geld in Haenden zu lassen, die es wieder sinnvoll in den Kreislauf zurueckgeben. Darueberhinaus und gerade deshalb: bedingungsloses Grundeinkommen und ein Ende der Totaleinwattung (Noetigung) der Buerger durch Gesetze und Verordnungen.

Ein Erkennen, das die Wissensvermittlung lediglich ein (kleiner) Teil der Bildung eines Menschen ist und keineswegs durch (prenatale) Indoktrination zu erfolgen hat. Insofern bedarf es keines "Bildungsministeriums" (eine wahrlich unglaubliche Wortwahl!). Wissensvermittlung soll sich dabei *nicht* industriellen Vorgaben beugen. Es gibt wahrlich viel zu tun in dieser nachmerkelschen Republik.

Und eventuell endet dann auch irrsinnige Verwendung des Begriffspaares digital/ analog.

mal sehen, ob es mehr sind nur "Lippenbekentnisse"...

...es wäre schön, wenn man sich diesen ungeheurlichen Steuervermeidungsmodellen mal annehmen würde. Allerdings bin ich sehr skeptisch, ob es auch "durchgezogen" wird. Wahrscheinlich wird, wie bei der Spekulationssteuer auch wieder alles künstlich in die Länge gezogen und irgendwann "vergessen"...

@ Quereinwerfer um 14:28 Uhr

"Auch Google und Co. werden lächerlich niedrig besteuert werden, wenn es denn überhaupt dazu kommt."
Ohne eine Änderung gilt diese Niedrigstbesteuerung als Höchststeuer für jeden Steuerpflichtigen!
Da kämen sämtliche Politiker aber sehr schnell aus dem Quark.

Seit 15 Jahren zahlen die Internetfirmen kaum Steuern!

Seit 15 Jahren zahlen die Internetfirmen kaum Steuern! Da muss man sich schon fragen, für wen Schäuble, Steinbrück & Co. da arbeiten.
Rechnet man die Hunderte Mrd. der Steuernverschieber, CUMeX, Steuerhinterzieher etc. zusammen, bräuchten sich Merkel und Dobrindt nicht bei der Essener Tafel einzumischen, denn der Hartz IV Satz läge dann wahrscheinlich bei 10 000 Euro monatlich.

Seit wann hat sich Herr Juncker um Steuern zu kümmern?

Bisher hat er Luxemburg immer als Land der Steuervermeider vertreten. Offensichtlich stört es ihn, daß die Internetfirmen nicht Ihren Sitz in Luxemburg haben .

ein kleiner aber richtiger Schritt ...

ein kleiner aber richtiger Schritt, die Technik zum Wohle der Menschen einzusetzen.

Jede Transaktion sollte steuerlich erfassbar werden und zusätzlich Abgaben für Kranken- Renten- Pflege- und sonst Sozialversicherung bezahlen.

Ja, Roboter sollen für die Menschen arbeiten und für deren Versorgung zuständig werden.

Und richtig, so etwas muss länderübergreifend angefangen werden, damit nicht ein Land dem anderen mit niedrigen Steuern zum Neid- Konkurrenten verkommt.

@ein kleiner aber richtiger Schritt ... 16:19 von kurtimwald

Aber vor diesem kleinen Schritt wäre die Transaktionssteuer viel sinnvoller,
für die ja alle angeblich waren, aber die nie angefasst wurde.

Danach wäre diese Umsatzsteuer viel einfacher zu machen,
da sie ja quasi schon auf der Infrastruktur aufsetzen könnte.

Aber das übliche Verwirrspiel der 'Unwilligen'.
Ein grösseres Problem angehen, um dann sagen zu können:
Geht nicht, vergessen wir das Ganze.

Facebook, Google & Co.:...

Facebook, Google & Co.:... also wie ist noch gleich das Geschäftsmodell?
Am Einfachsten wäre doch, für Unternehmen die Vorsteuerabzugsberechtigung für Internetdienstleistungen auszusetzen. Das würde vielen kleinen Dienstleistern sauer aufstoßen, aber da gäbe es Möglichkeiten.
Oder wie will man Umsatzsteuer ... also Google macht Gewinn (irgendwo in Europa), durch im Ausland erwirtschaftete Erträge (China, Indien etc.) die auf Klicks aus europäischen Ländern hin entstehen ... wer soll das verstehen?
aber natürlich, dergleichen würde am besten auf europäischer Ebene besteuert. Noch besser wäre (ergänzend) endlich ein Finanztransaktionssteuer (Infrastrukturabgabe) zu erheben.

falscher Bezug

Hallo Piffke,
mein Post ist mehr "zufaellig" hinter dem Ihren gelandet. Dessen Inhalt kannte ich beim Verfassen noch nicht.

Ich beziehe mich nicht auf einen Forumsbeitrag sondern auf den Artikel von tagesschau.de

eventuell noch einmal zu Verdeutlichung

Sie wissen schon, Ladies and Gentlemen, wer am Ende *immer* alles zahlt, gell?

Kosten jeglicher Art holen sich Firmen/ Konzerne natuerlich in irgendeiner Form immer wieder zurueck; glauben Sie etwa, dass zum Beispiel die LKW-Maut am Ende nicht doch wieder der Kunde (also der Verbraucher) zahlt. Die geht von Anbeginn in die Kalkulation der Ware mit ein und ein Jeder greift dann ein kleines bisschen tiefer in die Tasche. So finden Sie es und so fanden sie es schon immer bei allen "Kostensteigerungen" gleich welcher Art fuer alle Teilnehmer der Marktkette bis eben das "dumme" Ende wieder erreicht ist und fuer alles zahlt.

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Die Moderation

Luxemburg, Irland und die Niederlande ...

... betreiben doch auf Kosten anderer Länder Steuerdumping für die großen Konzerne.

Irland machte sich ja lächerlich, als sie 10 Milliarden Euro Steuern von Apple gar nicht annehmen wollten.

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