Ihre Meinung zu: EU präsentiert Digitalsteuer - Keine Rache an Trump

21. März 2018 - 17:25 Uhr

Internetkonzerne sollen in der EU künftig mehr Steuern zahlen. Im Fokus stehen die großen US-Konzerne. In Brüssel betont man aber: Mit dem Handelsstreit mit Washington habe das nichts zu tun. Von Ralph Sina.

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Kommentare

Sehr gut!

Sehr gut! Ein Schritt in die Richtige Richtung, damit multinationale Konzerne ihren Gewinn nichtmehr durch "Investitionen" kleinhalten und damit Misswirtschaft betreiben.

Als nächsten Schritt würde ich gerne sehen, dass die Politik nichtmehr das BIP als Maß aller Dinge betrachtet.

Warum wird das

Warum wird das Steuerparadiestum innerhalb Europas nicht endlich verboten?
Das wäre doch mal eine Maßnahme.
Es kann doch nicht sein, dass sich die EU-Mitglieder gegenseitig Konkurrenz machen zu Lasten der Bevölkerungen.

Digitalsteuer

Habe ich nicht schon sehr Jahrzehnten etwas darüber gelesen, dass man multinationale Konzerne adäquat besteuern will? Und dass das unheimlich schwer ist?

Deshalb glaube ich erst an die Digitalsteuer, wenn sie wirklich eingeführt wird. Es wird vermutlich eher so laufen:
The same promisses as last year, Miss Sophie?
The same promisses as every year, James.

Bei dieser Gelegenheit rege ich an, einen internationalen "Tag der Steuerhinterziehung" als Pendant zum "Tag der Arbeit" einzuführen.

Glaube

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass hier ein neuer Glaube etabliert werden soll – so eine Art neue Religion der falschen Besänftigung.
Erstens hat die EU trotz Kenntnis der Steuerflucht über ein Jahrzehnt verstreichen lassen, bevor Sie sich überhaupt rührt.
Zweitens wollen wir mal abwarten, ob nochmal ein Jahrzehnt folgt, bis etwas beschlossen wird.
Drittens möchte ich sehen, ob dann tatsächlich ordentlich besteuert wird oder nur irische oder luxemburgerische Verhältnisse über Europa festgeschrieben werden.
...allein, mir fehlt der Glaube.

Wer's glaubt...

Statt die bekannten Steuerschlupflöcher zu schließen, möchte man nun also den Umsatz besteuern. Dafür braucht es neue Gesetze, an denen die betroffenen Konzerne garantiert mitschreiben dürfen - Schlupflöcher sind also auch hier wieder vorprogrammiert.

Alles im Sinne der Lobbyisten.

Endlich muss mal Schluss sein...

mit den europäischen Steuer-Schlupflöchern.
Es wird immer über die Solidarität der EU-Staaten gefaselt, aber seit Jahren nichts unternommen, diese auch wirklich herzustellen. Tut endlich mal etwas! Das gilt natürlich auch für die Oasen wie Cayman Islands, Bermudas, Malta und viele andere mehr.

ein sehr guter Anfang ...

ein sehr guter Anfang die Digitalisierung für Menschen zu nutzen.

Und jetzt soll die SPD in der GroKo mal zeigen, ob sie sich an soziale Inhalte erinnert.

Der nächste Schritt könnte sein, europaweit allen Börsentransaktion, uch die die im Millisekundenbereich ablaufen, eine Steuer sowie Sozialabgaben für Krankenkasse, Pflege und Rente abzufordern.
Und zwar in voller Höhe, ohne Beitragsbemessungsgrenze!!!

Wenn das europaweit passiert wäre das die menschengerechte Umsetzung der Digitalisierung.

Der us Minister ist gegen

Der us Minister ist gegen eine Steuer. Wer hätte das gedacht?
Wer geld verdient, muss steuern zahlen.
Und wenn das nicht Funktioniert, dann darf man kein geld verdienen.
Also könnte man als letztes mittel, google und co, hier sperren.
Ob das die beste Lösung ist, ?

@von maku404

Naja, einen Bigplayer hinsichtlich Betreibung von Steueroasen sind wir ja bald los (Brexit). Die weiteren Anstrengungen diesbezügl. scheitern ja seither an der National-/Kleinstaaterei der Mitgliedsländer - der EU als solches kann man da kaum einen Vorwurf machen. Außer daß sie nicht rigoros und eiheitlich genug vorgeht. Aber auch dann wäre der Aufschrei von berüchtigter Seite wieder groß, von wegen Vorschriften, Eurokratie usw. .

Allein mir fehlt der Glaube

Nur eine Beruhigungstablette, mit der die EU von ihrem Unwillen ablenken möchte, Konzerne gerecht zu besteuern. Denn auch gegen diese "Digitalsteuer" wird sich die wirksame Wirtschafts-Lobby in Brüssel Wege einfallen lassen, damit man sie umgehen kann. Dieser EU mit Herrn Juncker kann ich jedenfalls keinerlei Glauben mehr schenken.

Hat die EU verstanden?

Die Menschen wollen sehen, daß die EU nicht nur Lobbyisten und Großkonzerne begünstigt. Viele Dinge empfindet der Kleine Mann als ungerecht und bestraft die EU mit populistischen Wahlentscheidungen. Wenn die Kommission wieder mehr Vertrauen der Wähler zurückgewinnen will dann ist mehr Steuergerechtigkeit ein guter Anfang.

@Ritchi um 17:42 Uhr

"Drittens möchte ich sehen, ob dann tatsächlich ordentlich besteuert wird oder nur irische oder luxemburgische Verhältnisse über Europa festgeschrieben werden."
Damit die Steuerhinterziehung politisch endlich schneller beseitigt wird kann ja jeder Steuerpflichtige so lange mit dem Mittelwert dieser Steuerflüchtlinge als Höchstsatz besteuert werden (also ca. 1 % als Höchstsatz).

Die Besteuerung hat nach der Leistungsfähigkeit zu erfolgen. Der Umsatz alleine ist kein Maßstab.

Jede Steuer bezahlt am Ende der Verbraucher. Politiker reden viel von Gerechtigkeit, letztendlich werden dabei nur die Staatssäckel gefüllt und das Geld der Bürger mehr oder weniger sinnvoll ausgegeben.

Das hat Götz Werner (DM-Drogerie) schon vor langem deutlich gemacht."Als Unternehmer habe ich niemals einen Cent Steuern bezahlt!"

Alle Steuern &.Co. die der Staat kassiert, werden in die Preise einkalkuliert. Wer das als Unternehmer nicht macht, steht nicht nur im Risiko, sondern arbeitet für die Katz und landet in der Insolvenz.

Auch die Digitalsteuer macht da keine Ausnahme. Ein grundrechtswidriger EU-Finanzminister ist schon angedacht. Ohne Kontrolle und ohne Sanktion bei Verschwendung und Veruntreuung, non, non et non ! . Was in der EU z.B. in Frankreich möglich ist, wird eben wieder mit Ex-Premier Sarkozy deutlich.

Weniger, nicht mehr Steuern! Jetzt, wann sonst!

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