Ihre Meinung zu: Erdogan und Putin: Von erbitterten Feinden zu Partnern

3. April 2018 - 19:49 Uhr

Vor drei Jahren schoss die Türkei einen russischen Jet ab - die Länder waren bitter verfeindet. Doch nun sind sie wichtige Partner. Russland baut sogar den ersten türkischen Atomreaktor. Von Oliver Mayer-Rüth.

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Kommentare

Zarte Bande

Ich empfehle, die türkische Invasion in Nordsyrien unter dem Aspekt dieser neuen Männerfreundschaft zu betrachten.

In der. Not...

tun sich zwei Regionalmächte zusammen, denn sie sind beide wirtschaftlich angeschlagen und politisch isoliert. Putin und Erdogan sind Autokraten...sie haben ein höriges Justizwesen und eine gelenkte Presse.
Das passt zusammen.

Gleich und Gleich gesellt sich gern...

Sagt man - stimmts auch? Man wird sehen.

Da gibt es noch ein Sprichwort:

Man kann nicht auf 2 Hochzeiten gleichzeitig tanzen.
Letzteres etwas moderner könnte lauten: Man kann nicht Freund von Putin und Mitglied der NATO sein.

Aber heute scheint alles möglich zu sein, wenn oft auch nur vorübergehend. Wie vermutlich auch hier.

Vielleicht ist es sogar möglich, gleichzeitig Freund der Amerikaner und der Russen zu sein. Herr Erdogan könnte dies schaffen. Die EU würde applaudieren und Herr Juncker gratulieren vermute ich.

21:20, landart

>>In der. Not...
tun sich zwei Regionalmächte zusammen, denn sie sind beide wirtschaftlich angeschlagen und politisch isoliert. Putin und Erdogan sind Autokraten...sie haben ein höriges Justizwesen und eine gelenkte Presse.
Das passt zusammen.<<

Zwei Regionalmächte, die gerade ihre Interessensphären in einem Land abstecken, welches weder das Land des einen noch des anderen der beiden Herren, die sich in so harmonisch-trauter Zweisamkeit zeigen, ist.

Sie haben schon Recht, da findet zusammen, was zusammengehört.

Trump hat ja verkündet, er würde aus dem Spiel aussteigen.

Na dann...

Rechtspopulisten

Zwei populistische Herrscher, die ihre Nation in populistischer Weise hinter sich zu vereinen helfen sich jetzt gegenseitig.

21:33, HainFk

>>Vielleicht ist es sogar möglich, gleichzeitig Freund der Amerikaner und der Russen zu sein. Herr Erdogan könnte dies schaffen. Die EU würde applaudieren und Herr Juncker gratulieren vermute ich.<<

Wo genau sehen Sie denn jetzt die Rolle der EU in dem Spiel?

Erdogan und Putin: Von

Erdogan und Putin: Von erbitterten Feinden zu Partnern ?
Klar, man kennt das doch, Pack verschlägt sich, Pack verträgt sich!
Übrigens bauen 'unsere Politiker' auf so etwas ernsthaft einen Teil 'unserer' Politik auf.
Quid sit futurum cras fuge quaerere

Partnerschaft

Und? Warum sollten Russland und die Türkei keine Partner sein dürfen, wenn es um Interessen beider Länder geht? Vielleicht neidisch? Im Gegensatz zu anderen Ländern wird man bei Russland wenigstens nicht im Stich gelassen und weiß woran man ist.

Europa ist ein aussterbendes

Europa ist ein aussterbendes Altenheim ohne Zukunft. Länder die von fähigen Leuten wie Erdogan regiert werden suchen sich eben bessere Partner.

23:23, Hackonya2

>>Und? Warum sollten Russland und die Türkei keine Partner sein dürfen, wenn es um Interessen beider Länder geht? Vielleicht neidisch? Im Gegensatz zu anderen Ländern wird man bei Russland wenigstens nicht im Stich gelassen und weiß woran man ist.<<

Herr Erdogan kann sich wirklich glücklich schätzen, einen solch treuen Verehrer zu haben.

Obwohl: letztens, als darum ging, daß Herr Erdogan in einer Nachtaktion im Parlament eine Änderung des türkischen Wahlrechts durchsetzte, welche Listenverbindungen der AKP mit der MHP ermöglicht, da habe ich Sie irgendwie vermisst...

Bedenkenswert

So traurig, wie´s ist, aber Russland stellt seine strategischen Interessen genau so eiskalt über alle ethischen und moralischen Bedenken, wie´s die USA schon seit Jahrzehnten tun. Man nehme nur Myanmar, wo 1,5 Mio Rohyngie übelst vertrieben wurden: da hat auch die Positionierung von US Militärmissionen Vorrang vor der Menschenrechtsfrage. Und genau das geschieht im Moment zwischen Russland und der Türkei.
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Für uns Europäer gilt auch zu bedenken, was mit Europa geschieht, wenn die Türkei oder Russland kaputt gehen. Das können wir uns nicht erlauben.

23:37, DeHahn

>>So traurig, wie´s ist, aber Russland stellt seine strategischen Interessen genau so eiskalt über alle ethischen und moralischen Bedenken, wie´s die USA schon seit Jahrzehnten tun.<<

Das hat Tradition. Das war schon zu UdSSR-Zeiten nicht anders. Ich kann mich an zahlreiche Stellvertreterkriege erinnern. Da taten sich beide immer schon nicht viel.

Europa kann man leider nicht

Europa kann man leider nicht mehr trauen. Auch wenn sie eins mal für etwas anderes stand, steht sie heute in der Tat für Doppelmoral. Wenn sich heute die Türkei und Russland zusammengefunden haben, dann nur dank der schlechten Aussenpolitik der EU und USA!

Zug für die EU abgefahren

Deutschland war seinerzeit doch auch der Feind der halben Welt und ist nun mit seinen ehemaligen Feinden befreundet.

Warum sollte das bei Russland oder der Türkei nicht möglich sein?

Die Türkei macht riesen Sprünge und ihr Netzwerk weltweit wird immer größer.
Mit allen möglichen Ländern der Welt werden neue Wirtschaftsverträge geschlossen und die Kooperationen so gestärkt.

Ein neuer wichtiger Partner ist halt Russland.

Kann es sein, dass man eventuell hier in der EU etwas hilflos und neidisch ist, weil man einfach einige Züge verpasst hat?

"Alternative Bündnispartner"...

... heißt es im Beitrag. Und damit meint er die NATO! Ich hoffe, den zuständigen Gremien ist klar, was das bedeutet. Bald werden die nächsten unverschämten Forderungen auf europäischen Schreibtischen landen mit dem Vermerk: "Gib mir sonst geh ich." Leider braucht die NATO die Türkei als Torwächter für Rußlands Schwarzmeerflotte und ist deshalb nun erpressbar.
Hier müssen jetzt Entscheidungen getroffen werden! Nur Tiere beißen nicht die Hand, die sie füttert - Menschen schon. Er wird das Geld einsacken und dann trotzdem seine Interessen durchsetzen.
Erdogans Türkei ist damit nicht nur ein zweifelhafter Bündnispartner für den Westen. Meiner Ansicht nach ist das im Ernstfall ein drohender "Dolchstoß" mit Ansage.

3,5 Mio.

Finde die Entscheidung von Erdogan richtig. Die Türkei musste 3,5 Mio. Syrer und andere Flüchtlinge aufnehmen, bis September 2015 hat es im Westen niemanden interessiert!

Die EU ist kein verlässlicher Partner mehr. Dies verdeutlicht auch die wieder Erstarkung Russlands.

Kalter Krieg

Der kalte Krieg muss am Leben erhalten werden, damit man mehr in Waffen als Grund investieren kann und somit über Umwege dann auch Geld in Taschen, wo das Geld nicht hingehört landet. Wer sorgt alles dafür, das ja keine Partnerschaft zu Russland entsteht nochmal? Die die ohne Beweise, woher das Gift kommt urteilen oder die wo Russland die Wahlen manipuliert hat, aber anscheinend nicht zum eigenem Vorteil?

Naja, die Welt eskaliert

Der Ruf nach starken Anführern wird weltweit immer lauter, Erdogan Putin Trump Duerte Orban sind ja nur einige. Die Ausprägungen sind unterschiedlich, aber da die Welt immer mehr und immer rasanter eskaliert, wird es womöglich sogar darauf hinauslaufen, dass die Verlierer die mit den schwächsten Anführern sein werden. Darüber sollte man mal nachdenken.

Ethische Kälte

@fathalamd slim, da haben Sie absolut Recht, aber Ihr Einwand ist dem Journalisten sicherlich auch klar. Ich gehe deshalb davon aus, dass er in dem Vergleich USA-RUS beängstigende Ähnlichkeiten aufzeigt die als ein weiterer Beleg gelten können, dass beide Nationen einen neuen Weg zu etwas Bekanntes beschreiten: der 2. Kalte Krieg.

@Abschiebeminister

Der Unterschied zwischen Herrn Erdogan und den genannten anderen von Ihnen: Die Türkei hat unter ihm Millionen von Flüchtlinge aufgenommen, den Terror erfolgreich in der Türkei bekämpft und wirtschaftlich geht es der Türkei so gut wie lange nicht mehr.

00:08, Abschiebeminister

>>aber da die Welt immer mehr und immer rasanter eskaliert, wird es womöglich sogar darauf hinauslaufen, dass die Verlierer die mit den schwächsten Anführern sein werden. Darüber sollte man mal nachdenken.<<

Nicht die mit den schwächsten, sondern die mit den dümmsten Anführern.

Dummheit ist natürlich auch eine Schwäche.

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