Ihre Meinung zu: Kampf gegen Plastikmüll: Putzaktion im Pazifik startet

9. September 2018 - 12:54 Uhr

Tonnen von Plastikmüll schwimmen in den Ozeanen. Eines der größten Müllfelder ist das "Great Pacific Garbage Patch". Mit einer einzigartigen Putzaktion soll nun dagegen vorgegangen werden.

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Kommentare

Sinnlose Aktion

Es wäre wohl deutlich effektiver und umweltfreundlicher, den Plastikeintrag in Meere zu verhindern, als es nachträgilch extremst energieaufwendig und damit umweltschädlich (Schiffsdiesel-Abgase!) wieder zu entfernen.

Außerdem wäre selbst eine gigantische Flotte höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein.

So eine Aktion kann das Gegenteil des Ziels bewirken, wenn sich die Menschen denken: ist ja alles gut, klappt schon - und die nötigen schärferen Gesetze (z.B. Plastiksteuer) deshalb nicht eingeführt werden!

Das allerletzte Land, das gegen diesen Plastikwahn

antreten wird, werden die USA sein.
Sie waren auch die ersten, die vor 60...70 Jahren Kunststoffe als unvergleichlich vollkommene Erzeugnisse präsentierten und sogar Kunsthistorie und Architektur komplett in Plaste vergötterten (Donut-Buden ganz aus Plastik wurden mit Bauhaus-Architektur verglichen und als viel moderner deklariert)!
Soviel zu Geschmack, Verständnis und Weitsicht der US-Bürger.

Wie ist denn die Maschenweite

Wie ist denn die Maschenweite der Netze ? Werden kleinste Plastikteile erfasst und verfangen sich nicht Fische und andere Meeresbewohner darin ? Schwimmt nicht Plastik auch tiefer als 3 m ? M.E. wäre eine Wasserpumpe mit Filtern und Abscheider besser geeignet.

Dann bleibt nur zu hoffen das

Dann bleibt nur zu hoffen das sich nicht zu viele Meeresbewohner in den Netzen verfangen und verenden.

Bin mal gespannt .....

Kampf gegen den Plastikmüll

Dieser junge Mann aus den Niederlanden hat damit eine tolle Idee geboren. Herzlichen Glückwunsch dafür. Jetzt kann man nur hoffen, dass es funktioniert und weiter noch
entwickelt wird. Hoffentlich scheitert das Ganze nicht am Geld oder daran , dass die Länder der Welt sich nicht einigen können und stattdessen lieber in Waffen investieren. Nicht vergessen bitte , die Welt braucht uns wirklich nicht denn die käme besser allein zurecht.

Das eine schließt das andere

Das eine schließt das andere nicht aus.

Plastiksteuer

Verursacherprinzip ?
wer wirft denn seinen Plastikabfall ins Meer oder in die Landschaft
also was bringt es wenn ich Steuern zahle und anderenorts wird vorgegangen wie bisher

@Erich Kästner

Die Aktion ist nicht sinnlos sondern super - da hat sich ein damals 16 jähriger (mit Unterstützung), die letzten 8 Jahre eine Menge gedanken gemacht...und einen vielversprechenden Lösungsansatz (von vielen) entwickelt. Der Bericht hier ist leider unvollständig und ungenau...
Wenn es mehr Menschen mit deiner Vision und Engagement und Ausdauer wie Herrn Slat gäbe wäre dieser Planet viel freundlicher... Aber in DE regieren halt noch die alten Spiessbürger ohne Sinn und Verstand...und vor allem die Angst und Panikmache lässt die Menschen erlähmen....und nicht mehr die Wirklichkeit erkennen...Die fetten Jahre sind vorbei....
Wer jetzt nicht aufsteht und mit anpackt wird (mehr oder weniger) langsam im Sog der Blender mit untergehen...ohne inspirierende junge Menschen wie Slat, hätte ich die Hoffnung das Homo sapiens sich endlich wieder als Teil vom ganzen sieht, schon lange aufgegeben - Es ist erst zu spät, wenn es allen egal ist, bzw man meint es von der Couch aus besser zu können ;-)

14:24 von Erich Kästner

platiksteuer? haben wir doch mit dem gelben punkt u

Ich möchte gerne einmal

Ich möchte gerne einmal wissen, wer das Plastik im Meer versenkt. Bei uns wird Müll verbrannt, im
Müllkraftwerk. Von uns kann es also nicht kommen.

Das Eine und das Andere

@Erich K.
Bis weltweit eine Plastiksteuer Wirkung zeigt ist es angebracht dieses Problem anzugehen. Ihren Müll bringen sie ja auch in die Tonne obwohl es noch überall im Land und auf der Welt viele Menschen es nicht tun.
Darauf warten, das alle Menschen vernünftig werden ist so hilfreich wie der Glaube daran, dass der große Zampano kommt und alles richtig sagt und tut und allen geht es gut.
Dieser Mann fängt an und selbst wenn er scheitern sollte ist es die Idee die weitere Ressourcen frei setzen wird.
Nicht die ganze Menschheit ist ignorant.

Macht das Sinn?

Es ist schon wichtig die Müllflut in die Meere zu unterbinden, nicht nur wegen der Tiere. Vor allem arme Länder und Städte ohne funktionierende Müllbeseitigung (Recycling) sind an der Müllmenge in den Meeren schuld, jeder kennt die stinkenden Plastikstrände in verarmten Regionen, welche über die Flüsse dann ins Meer gelangen. Die Hauptschuld tragen jedoch die Industriestatten welche den Verpackungsmüll aus Plaste überhaupt erst zulassen und weltweit exportieren. Die Aktion mit langsamen Schiffen (mit PV-Strom betreiben) und dem Schlauchnetz ist ok, müssten aber 22.000 Tonnen Müll täglich entsorgen, wenn es was bringen soll. Sinnvoll wäre in unterschiedlichen Tiefen abzugrasen. Fische könnten vor dem langsamen Netz fliehen.

Oder wir belassen es der Natur, welche das Problem in 500 Jahren selbst gelöst hat, wenn nichts Neues dazukommt :)

14:24 von Erich

14:24 von Erich Kästner
"Sinnlose Aktion
Es wäre wohl deutlich effektiver und umweltfreundlicher, den Plastikeintrag in Meere zu verhindern, als es nachträgilch extremst energieaufwendig und damit umweltschädlich (Schiffsdiesel-Abgase!) wieder zu entfernen."

Natürlich müssen diese Tonnen von Müll eingesammelt werden.

Sie verseuchen Wasser und Boden und stellen für Tiere eine unmittelbare Gefahr dar.

Trotzdessen muss grundlegend das Kaufverhalten und die Produktion verändert werden.

Das schließt sich gegenseitig nicht aus.

um 16:25 von th711

In Deutschland werden nicht verkaufte Nahrungsmittel eingesammelt und samt Verpackung geschreddert, die Plastikteile mehr oder weniger - eher weniger - gründlich herausgetrennt, dann das Ganze in Biogasanlagen geworfen. Die Restschlacke - jetzt kommts - wird dann als Düngung auf Felder ausgebracht. So werden laufend beachtliche Mengen Plastik in der Umwelt fein verteilt. Ein Desaster. Das wenigste davon landet schliesslich im Meer, aber das ist kein Grund, sich auf die Schulter zu klopfen.

macht nur....

Auf der einen Seite sammelt man Müll und auf der anderen Seite schaffen wir Müllberge nur der Kontur wegen.
Als Vergleich: Hier bückt man sich nach 1 Euro und gleichzeitig fällt einem ein 10 Euroschein aus der Tasche.
Macht das Sinn?

End of the Pipe

Zweifel sind angebracht, dass dieser Ansatz funktioniert. Dennoch muss man dem jungen Mann viel Glück wünschen. Jede Tonne aus dem Meer geholtes Plastik wäre ein Schrittchen in die richtige Richtung.
Aber wie das Andere hier auch schon bemerkt haben, ist das ein end of the pipe-Ansatz. Es müsste logischerweise viel mehr Druck ausgeübt werden auf die Verursacher. Auch die Verbesserung der Abfallbewirtschaftung ist zwar sinnvoll, aber nur der zweitbeste Ansatz. Optimal wäre KEINE Ein-Weg-Plastikverpackungen und sonstige Kürzestgebrauch-Artikel aus Plastik mehr, jedenfalls nicht auf petrochemischer Basis. Und zwar so schnell wie möglich, am besten vorgestern.

14:44 von Werner40

Wie ist denn die Maschenweite

Wie ist denn die Maschenweite der Netze ? Werden kleinste Plastikteile erfasst und verfangen sich nicht Fische und andere Meeresbewohner darin ? Schwimmt nicht Plastik auch tiefer als 3 m ? M.E. wäre eine Wasserpumpe mit Filtern und Abscheider besser geeignet.
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Sie gehören augenscheinlich noch zu den Personen, die sich durch Logik beeinflussen lassen.
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Mein Eindruck, obwohl Ihrer Meinung, das stört in der heutigen Zeit zunehmend.

hmm..

@ Erich

Leider wirkt so eine Plastiksteuer ja nicht rückwirkend und entfernt nachträglich die vielen Millionen Tonnen Plastik aus der Umwelt. Deshalb - sicher- wäre eine Plastiksteuer sinnvoll, muss aber von solchen Aktionen begleitet werden um wieder saubere Weltmeere zu bekommen.

@ Knorlo

Ihr Vergleich hinkt. Denn die zehn Euro fallen uns auch aus der Tasche wenn wir uns nicht nach dem Euro bücken. Und solange wir nichtmal anfangen, was zu tun, wird alles immer nur schlimmer.

@ to be stupid - first

Ja, die meisten Plastiksorten neigen dazu unter UV-Einstrahlung spröde zu werden und immer feiner zu zerbrechen. Aber wenn man regelmäßig solche Aktionen durchführt hat man eine gute Chance, viel Plastik herauszufischen bevor es soweit kommt. Das ist dann aufs Kilo umgerechnet viel einfacher und billiger als später Mikroplastikpartikel auszufiltern.

Mikroplastik

"Außerdem gelangen die beim Abbau des Plastiks entstehenden winzig kleinen Teilchen in die Nahrungskette - mit gravierenden Folgen für die Ökosysteme der Meere."

Welche Folgen sind das denn? Kunststoffe sind ja eher reaktionsträge - mitgegessenes Mikroplastik dürfte als "Ballaststoff" einfach durchgehen.

An sich war es aber nur eine Frage der Zeit, bis der schwimmende Müll als Brennstoff entdeckt wird.

18:34 von Nachfragerin

Mikroplastik

"Außerdem gelangen die beim Abbau des Plastiks entstehenden winzig kleinen Teilchen in die Nahrungskette - mit gravierenden Folgen für die Ökosysteme der Meere."

Welche Folgen sind das denn? Kunststoffe sind ja eher reaktionsträge - mitgegessenes Mikroplastik dürfte als "Ballaststoff" einfach durchgehen.

An sich war es aber nur eine Frage der Zeit, bis der schwimmende Müll als Brennstoff entdeckt wird.
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Jetzt muss sich nur der Müll an die Tiefe von 3 Metern halten.
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Im ZDF sind die Ablagerungen auf dem Meeresgrund in der Vorschau um 19:00 nicht wiederholt worden?

Allein der reifenabrieb auf deutschen

Straßen dürfte im Jahr hunderte Tonnen plastikmüll in die Meere schwemmen.
Wer diese tolle Aktion also verunglimpft, sollte konsequent nur noch mit einem Fahrrad mit naturkautschukreifen fahren und entweder Krepp oder ledersohlen tragen....

Endlich fängt jemand an etwas zu tun

Es ist schon merkwürdig, da entwickelt jemand eine Idee und schaft es auch sie umzusetzen. Dann kommen gleich wieder etliche Schlaumeier, die der Meinung sind, dass die Idee nichts taugt. Schlimm ist nur, dass sie selber keine Alternativen aufzeigen können. Natürlich wäre es toll wenn es gar nicht erst zur Vermüllung der Meere käme. Aber das ist momentan nichts anderes als ein frommer Wunsch.
Daher ist eine praktikable Idee der Vermüllung entgegen zu wirken, eine gute Idee. Also die Initiatoren lieber unterstützen als schon im Vorfeld zu kritisieren.

@ um 18:34 von Nachfragerin

Die meisten Kunststoffe enthalten Stabilisatoren, Farbstoffe und Weichmacher, die häufig gesundheitsschädlich oder gar krebserregend sind. Unangenehm wird es daher bei sehr kleinen Partikeln, die ins Körpergewebe oder sogar in Zellen eingelagert werden. Weiterhin können alle Fremdkörper im Menschen mit Mikroorganismen besiedelt werden, was z.B. bei Implantaten häufig zu Komplikationen durch Biofilme führt. Mikroplastik könnte somit Infektionen begünstigen. Es gibt aber keine belastbaren Untersuchungen zu diesem Thema.

@Nachfragerin

"Welche Folgen sind das denn? Kunststoffe sind ja eher reaktionsträge - mitgegessenes Mikroplastik dürfte als "Ballaststoff" einfach durchgehen."

Kunstoffe sind alles andere als chemisch inert. Als erstes werden in der Regel die enthaltenen Weichmacher in die Umgebung abgegeben, im Falle von Bisphenolen sind diese u.A. als Geschlechtshormone bzw. Reifungshormone aktiv. Damach verspröden Kunststoffe extrem, besonders unter UV-Strahlung. Werden große Stücke von Tieren gefressen, können diese zu Schnittverletzungen im Verdauungstrakt bzw. zu Blockaden im Darm führen, häufig mit tödlichem Ausgang. Darüber hinaus werden Mikropartikel von planktonfressenden Lebewesen in großer Menge anstelle von Plankton verzehrt, so dass diese trotz eines "vollen Bauches" verhungern. Trift dies in zu großem Umfang zu, sterben früher oder später alle Meeresbewohner weiter oben in der Nahrungskette, den Plankton ist der Anfang der Nahrungskette im Meer.

@ Werner40, um 14:44

Angesichts des Volumens des Ozeans ist Ihre Überlegung vollkommen unrealistisch, es handelt sich doch nicht um einen Badesee.

Das Projekt - zum Scheitern verurteilt !

Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik wird auf diese Weise nicht zu realisieren sein. Nur ein kleiner Bruchteil des Plastiks schwimmt auf der Oberfläche. Das Plastik schwimmt in größerer Tiefe als die Schläuche. Durch Kleinstlebewesen, die sich am Plastik festsetzen, und hauptsächlich durch kalte, salzhaltige Meeresströmungen wird das Material in die Tiefe gerissen, wo es ohne Sauerstoff und Licht die Zeit unbeschadet überdauert.
Mir erscheint daher diese Aktion von Herrn Slat eher als große PR-Aktion. Die Meere werden dadurch nicht gerettet!

Gruß Hador

RE: Erich Kästner

Sie haben vollkommen recht !

Und jede Tonne Plastik, die nicht im Meer landet, muss auch nicht wieder herausgefischt werden.

Gruß Hador

RE: WM-Kasparov-Fan

Warum sie dieses Thema für Antiamerikanismus nutzen müssen, wissen sie wohl nur. Kunststoffe aller Art wurden überall auf der Welt als wahre Alleskönner bis heute angepriesen. Die Neigung zum Kunststoff ist kein Alleinstellungsmerkmal der Amerikaner.

Gruß Hador

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