Ihre Meinung zu: Internet für Schulen: Es hakt beim Digitalpakt

21. Oktober 2018 - 4:58 Uhr

Internet an allen Schulen - das will die Bundesregierung und den Ländern dafür finanziell unter die Arme greifen. Doch nicht alle sind über die Großzügigkeit des Bundes glücklich. Von Iris Marx.

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Kommentare

Niveau senken

Niveau senken, mehr bedeutet das im Endeffekt nicht.
Freuen tut es mich nur, das hier ein Grüner Ministerpräsident das erkennt.
Aber das wird in Berlin keinen Interessieren.
Da würde mancher in Berlin und NRW schauen wenn er anhand des Niveaus von Bayern und Baden-Württemberg nochmal Prüfung machen müßte. Da kommt oft die Ernüchterung das es da gewaltige Unterschiede gibt. Da würden nicht alle das Abitur machen.
Hier wird nur wieder mal ein Einheitsbrei geschaffen über den viele nicht glücklich sind.
Und die Qualität wird sicher auch leiden.

"Internet an allen Schulen -

"Internet an allen Schulen - das will die Bundesregierung, und den Ländern dafür finanziell unter die Arme greifen. Doch ob das gelingt, ist fraglich. Denn nicht alle sind über die Großzügigkeit des Bundes glücklich"
Das ist seit 2 Dekaden mit "Schulen ans Netz" in der Pipeline. Im Bund, in der KMK , den Schulen vor Ort und Verwaltungen wurde wertvolle und gut bezahlte Zeit von den "Kompetenten" vertrödelt und hat nur Kosten als Ergebnis verursacht.

Genau das,

wo "die Länder" drauf bestehen, ist doch das große Problem :

Der Föderalismus.

16 Kultusministerien, 16 verschiedene Bildungssysteme.

Bildung in D vereinheitlichen ( und auch dabei an "den Besten" (Bayern?) orientieren würde vieles vereinfachen.

Wer mit Kindern mal zwischen Bundesländern umziehen muß weiß was ich meine.

Nutzen?

Ich finde es gehört sich, dass ein so großes Medium, wie die ARD darauf hinweisen sollte in dieser Debatte, dass es absolut keinen Grund gibt WLAN usw. in Schulen zu installieren. Klar: Die Schüler finden's geil, wenn sie daddeln/facebooken usw. können, ohne ihr Datenvolumen aufzubrauchen, aber es gibt nichts, was darauf hinweist, dass in irgendeiner Form die Lehre verbessert wird.
Das ist wiedermal ein Kniefall vor großen Konzernen. Vor einer Woche wars VW etc, das hier Google und co. Wir verheizen unsere Kinder für ausländische Konzerne. Die Quittung kriegen wir im Alter, wenn wir merken, wie wenig Empathie und soziale Fähigkeiten unsere Kinder gelernt haben(Stichwort: warum besuchst du deine armen Eltern so selten/warum schickst du deine Elter ins billigste Heim). Denn 2 Fakten sind:
1.: Je mehr Bildschirm, desto weniger Zeit bleibt, echte Sachen zu lernen.
2.: Die Kinder verbringen jetzt schon etliche Stunden vor den Dingern. Bitte nicht auch noch im Unterricht.

Dogmatisch

... geht die Bildung zugrunde. Es ist längst an der Zeit die Hemmnisse einer länderübergreifenden Beweglichkeit von Qualifikation und Kooperation zu überwinden. Die Kirchturmpolitik auf allen Ebenen ist den Anforderungen an eine Wissensgesellschaft schon lange nicht mehr gewachsen. Nicht zuletzt sollte dann auch mal der Unfug der jährlich wechselnden, pädagogischen Experimente im Grundschulwesen beendet werden.
Und die benötigten Mittel für dringend nötige Infrastrukturinvestitionen übersteigen schon lange die lokalen und regionalen Strukturen, so dass nur noch Stau ist. Ob wir dann mit Toiletten oder Internet anfangen ist eigentlich schon egal.

Wozu braucht eine Grundschule WLAN?

Ich bin Mathematiker und habe selbstverständlich seit 40 jahren stets das jeweils aktuelle Equipment, das muss so sein. Aber die Lehre findet nicht durch Computer statt, weder an Universitäten noch in der Grundschule, sondern durch den Dozenten bzw. den Lehrer. Vielleicht kann der Lehrer manche Dinge besser durch Computergraphiken erklären, aber das macht er auf seinem Rechner via Beamer - ohne Netzanbindung. Selbststudium im Netz soll zuhause stattfinden oder in Studienräumen, aber weder auf dem Schulhof noch im Klassenzimmer. Man könnte natürlich überlegen, die gesamten Schulbücher als PDF auf Tablets zu bringen, damit die Schüler nicht immer mehrere Kg Bücher mit sich rumschleppen müssen. Aber solche Vorschläge würden die Schulbuchverlage ruinieren und werden daher gar nicht erst in Betracht gezogen. Obwohl man damit wirklich Geld sparen könnte - die Schulbücher in Papierform sind teurer als Tablett plus Lizenz für die Bücher. Aber WLAN braucht man dafür trotzdem nicht.

Digitalisierung an Schulen

Ist alles gut und schön und wichtig.
Aber jetzt auf die Schnelle Klotzen statt Kleckern bringt es nicht. Viele der angedachten Milliarden müssen in die Lehrerausbildung gesteckt werden. Auch vor dem Hintergrund dass kleinere Lern- und Klassenverbände Standard werden. Seit über 30 Jahren haben wir uns das gewünscht. Statt dessen sind Klassen geteilt und zusammengelegt worden, sodass wieder über 30 Schüler und Schülerinnen in den Lerngruppen vorhanden waren. Mit dem Argument, dass es keine neuen Lehrkräfte gab oder mit kultusministerialen Vorgaben über den Stellenbedarf. Unter diesen Bedingungen kommt man auch mit der Digitalisierung nicht voran, wenn nicht genügend Rechner da sind oder etliche nicht mehr funktionieren.
Wenn ich mir das Bild über dem Artikel anschaue, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Dafür bringe ich in den Unterricht Tulpen mit, die dann auseinander genommen werden und ein Arbeitsblatt, das beschriftet werden kann. Zum Schluss wird gemeinsam verglichen.

Mit dem Computer umgehen lernen

Das sollen die Kinder in der Schule. Sorry, sollen die Kinder auch in der Schule Laufen lernen? Ich gehe davon aus, dass die meisten Kids, die heute in die Schule kommen, besser mit elektronischem Equipment umgehen können, als ihre Lehrer. Was ist das überhaupt? Tastatur und Maus? Gibt es nicht mehr, wenn die Kinder groß sind. Windows oder Word? Wird dann völlig anders aussehen als heute. Was also sollen die Kinder "digital" in der Schule erlernen? Verantwortungsvollen Umgang mit dem Zeug, Gefahren durch Viren, Abzocke und Computerkriminalität. Dafür braucht man noch nicht mal einen Computer, um das zu lehren. Das kann man auch einfach erzählen. Aber das wäre ja "praxistaugliches" Wissen und man lernt in der Schule ja bekanntlich alles mögliche, aber nicht Wissen für den Alltag (wie funktionieren Banken, Steuern, Sozialsysteme, Tarifsysteme des ÖPNV usw.). Also dürfen die Kids ein bisschen mit überteuertem aber demnächst veraltetem Equipment rumfummeln und dem Ziel ist genüge getan.

Wenn die Bildungspolitik der Länder funktionieren würde,

aber leider sparen einige Länder an der Bildungsförderung und schaden hiermit den nächsten Generationen. Egoisten, wo man hin schaut!

Viele Gelder, die der Bund

Viele Gelder, die der Bund den Ländern zweckgebunden zur Verfügung gestellt hat, wurde von den Ländern entgegen dem eigentlichen Zweck für ganz andere Dinge verwendet. Ein Controlling ist nötig.

Die Länder benehmen sich wie unselbständig.

Und der Steuerzahler wundert sich, warum trotz Rekordabgabenhöhe die Schulen verfallen.
Über diese zweckwidrige Verwendung könnte mehr berichtet werden.
Und eigentlich sollten die Länder bei Rekordsteuereinnahmen in der Lage sein, Schulgebäude vor dem Verfall zu retten. Das hat nichts mit dem Thema Internet zu tun. Bei anderen neuen Zwecken fanden sich ja auch regelmäßig Milliarden-Rückstellungen, die plötzlich aufgelöst werden durften.
Die Steuermilliarden der Länder dienen ua der Schulausstattung. Was passiert mit dem Geld bei Rekordsteuereinnahmen? Das hat nichts damit zu tun, ob man zusätzliche Geschenke des Bundes annehmen sollte

für die Ewigkeit gemacht

Wenn ich mir die letzten 100 Jahre in der Geschichte Deutschlands ansehe, erkenne ich keine in Stein gemeißelten Gesetzte. Ja, die Bildungshoheit ist das letzte was den Ländern geblieben ist, aber vielleicht ist es ein Kropf. Alle Bereiche in unserem Leben unterliegen einer Weiterentwicklung es gibt nichts für die Ewigkeit.

Digitalisierung an Schulen (2)

Außerdem möchte ich mit meinen Schülern kommunizieren, individuelle Fragen klären und erkennen können, wo es hapert. Zudem ist in naturwissenschaftlichen Fächern der experimentelle Ansatz wichtig. Da muss die Ausstattung der Fachräume für Schülerexperimente vollständig sein und gepflegt werden. Das ist leider auch sehr teuer.
Später, in der Oberstufe, da ist es von Vorteil, wenn Messergebnisse gesammelt, gespeichert und ausgewertet werden können. Da ist der Rechner eine große Hilfe. Ja, in den Naturwissenschaften sitzen dann auch die richtigen "Profis", die das gerne machen. In Chemie und Physik sitzen aber auch weniger, außer in Biologie.
Nun muss ich weiter meine restlichen Chemie-Klausuren korrigieren.
Geht leider nicht digital. Geht nur mit Kopf und dem klassischen Rotstift.

Ein Segen

Um die Kinder vor Aufmerksamkeitsraub zu Schützen ist es doch ein Segen wenn die Schulen kein Schnelles Internet haben. Das internet als als Wissenressource in den Schulen zu benutzen braucht es nicht ultra Schnell zu sein . Denn Schnelles Internet bedeutet nicht Schnelles Lesen oder schnelles Lernen sondern nur noch mehr blinkende Werbung und Werbespots in HD.

Nebenbei sind ja jetzt eh Smartphones an den meisten Grundschulen Verboten um die Kinder vor dem Aufmerksamkeitsraub von der Digitalwirtschaft zu schützen .

Föderalismus

Nach 20 Jahren im Bildungsbereich empfinde ich den Föderalismus als Katastrophe. Wer bundesweit agieren will, muss 16! Vorgaben nebeneinander legen, weil jedes Land trotz KMK sein Steckenpferdchen reiten möchte. Einigungsprozesse in der KMK dauern ewig und am Ende muss mindestens 1 Land eine Extrawurst braten.
Beim Thema Digitalisierung sind wir hinter allen Bergen und wenn der Bund nicht eingreift, wird sich daran auch nichts ändern - jedenfalls nicht in allen Bundesländern. Deutschlands Kleinstaaterei schadet der Bildung und damit auch der Wettbewerbsfähigheit. Die Länder sollten aufhören, an ihre Interessen zu denken und sich fragen, was Kinder im 21. Jahrhundert wissen und können müssen.

Bombengeschäft für Internet-Monopolisten

Ich nehme an, dass Google, Apple und Microsoft schon mit den Hufen scharren und ihre Lobbying-Abteilungen aufstocken. Ein Schüler mit Ipad, Chromebook oder MS Surface wird als Erwachsener eher bei seinem System bleiben.

Nebenbei

der Energieverbrauch des Internet und generell die Digitalisierung ist Fossiler Energieverbrauch und steigt abartig an.

Jede noch so belanglose Suchanfrage verbraucht enorme Energie.

Die Umwelt dankt es uns wenn das Internet nicht so Schnell ist . Energiesparmodus:-)
Langsammes Internet reicht vollkommen für die Schulen zum Lernen oder lernt man neuerdings bei den Fahrschulen in der ersten Stunde auf freigegebenen Autobahnen 250km/h zu fahren?

Kleiner Tipp smarttoiletten

Die Schulen( Ländersache) sollten das digitalpacket budget( Bundsache) doch für W Lan fähige Toiletten ausgeben. Dann bekommen sie neue Toiletten und obendrein sind die dann Internet tauglich .

Bund und Länder sind dann happy . Win Win Situation.

Meinetwegen Toiletten, die dann den Wasserbedarf Managen ( smarttoilette)

Schnelles Internet braucht man nur für Filmchen

Mir ist nicht klar, wozu man überhaupt Internet im Klassenzimmer braucht. Ich hoffe, die lernen nicht nur Google und Facebook dort, das kann man in einem halben Nachmittag lernen. Um Blumenzwiebeln in die richtige Reihenfolge zu bringen (das scheint die Aufgabe zu sein, die auf dem Foto gezeigt wird), brauche ich eigentlich auch keinen Computer.

Was ich gerne hätte, ist das in der Schule ein wenig Informatik unterrichtet wird, für alle, nicht nur Nachmittags-AG, z.B. irgend eine Programmiersprache. Geht auch ohne Breitband, in einem speziell ausgestatteten Rechnerraum, offline, billige Desktop-Rechner ohne Viren.

Das Geld kann man dann in die Toiletten investieren, hilft auch gegen Infektionskrankheiten.

7 x 7 ohne Smartphone oder TR ausrechnen ist kein Ziel mehr ?

Wenn junge Menschen einfachste mathematische Aufgaben heute mit elektronischer Hilfe bestimmen, könnte das ja harmlos sein.
Wenn dann aber als Ergebnis der Mittelwertbestimmung von 12 und 16 als Ergebnis 18 genannt wird, also nicht 14, dann zeigt das nicht nur die "Gläubigkeit" an das elektr. Gerät, sondern auch die Hilflosigkeit, die richtige Lösung abzuschätzen.
Ähnlich ist es mit Ergebnissen aus dem Internet.
Aus Fakes wird die Realität.
"Es muss ja stimmen, sonst würde es dort nicht stehen"
Keine schöne neue Welt !

Internet für Schulen wird

Internet für Schulen wird auch kein Allheilmittel gegen die schwindende Bildungsqualität sein, wie sie z.B. in Baden-Württemberg durch die Auswirkungen aus grüner Bildungspolitik entstanden sind. Was auf jeden Fall unumgänglich bleiben wird, ist den Kindern erst einmal gemeinsame Grundlagen in Deutsch, Mathe und Lesen beizubringen, bevor man nun daran geht in blindem Aktionismus den Kindern beizubringen, wie sie ihren Namen zukünftig im Internet ertanzen können.

8:16 von Autograf

"Aber die Lehre findet nicht durch Computer statt, weder an Universitäten noch in der Grundschule, sondern durch den Dozenten bzw. den Lehrer."

Genau, und v.a. dadurch, dass man es selbst macht. Selber rechnen, selber schreiben, selber denken. Meine Studenten (Dänemark) konnten nicht einmal ein x auf die andere Seite des Gleichheitszeichens bringen, weil sie seit Klasse 10 nur noch Taschenrechner mit CAS-Funktionen verwendet haben, die sowas automatisch für sie erledigen.

Man muss ja nicht

ausgerechnet in Berlin das am Tropf hängt in den Schulen nachsehen, das Berlin nicht viel auf die Reihe bekommt ist ja nun hinlänglich bekannt.
Andere Bundesländer haben selbst in der Kleinstadt besser Schulen zum ansehen, ohne das die Toiletten verkommen sind.
Und das Netz funktioniert auch.
Man darf nicht erst anfangen wenn alles kaputt ist, macht man in der eigenen Wohnung auch nicht.
Sonder erhält vor die Substanz regelmäßig.

Und Schule sollte die Hoheit der Länder haben, wir brauchen nicht in allen Schulen das Bildungsniveau von Berlin.
Auch den Zustand nicht.

Wie schlecht soll das denn noch werden, mal in den Ländern nachsehen die vorn liegen und anders als Berlin regiert werden.

Smarttoiletten

Ich finde meine spontan idee immer besser:-)

Die Schulen sollten das digi Bund Budget für smarte Toiletten / Bäder ausgeben. Dazu bedarf es natürlich eine neue Rohrleitung und neue Toiletten usw. Also kann man das Geld zum modernisieren der Toiletten (smartbäder)benutzen und gleichzeitig den Kindern nachhaltigkeit beibringen. Smart Toiletten managen den Wasserverbrauch , energiespar modus, wassersparen , aber nur wenn die smarttechnologie dann auch von ökostrom betrieben wird. Solarzellen aufs Schuldach usw!!
Und die software basten dann die Kinder immer wieder mal neu. Sinnvolles Digitales Lernen und nicht nur sklave der Internetwirtschaft zu sein, konditionierte clicks und reagieren auf reize

@Autograf - "die heute in die Schule kommen, besser

mit elektronischem Equipment umgehen können, als ihre Lehrer"

Da sind Sie aber spät dran: es gab schon vor 30 - 35 Jahren Schulen mit Schüler-Computern und sogar Computersälen - Lehrer von heute sind also schon damit groß geworden. Alle Firmen, Behörden, Freiberufler und Kleinselbständigen sind damit ausgestattet. Produktionsanlagen sind computerisiert.
Es ist unabdingbar, Kindern die Grundlagen zum Umgang mit Computern und dem Internet beizubringen, sie zu lehren, das Internet zur Recherche nach Informationen aller Art zu nutzen - aber auch, sie auf Gefahren technischer und inhaltlicher Art hinzuweisen.
Und vor allem sollten sie zuerst einmal lernen, ihr Gehirn nicht in einen Computer auszulagern, die eigene Sprache richtig zu sprechen und von Hand richtig zu schreiben. Sonst haben wir in ein paar Jahren leicht manipulierbare "Bevölkerungseinheiten", die in einem Mischmasch aus englischen Flüchen und Floskeln und nicht mehr verständlichem Deutsch "kommunizieren".

Kein Allheilmittel

Mit elektronischen Medien kann man sicher einige Lerninhalte interessanter darstellen, als mit klassischen Medien. Aber ob ein Kind besser lernt, wie die Länder Europas aussehen oder wer und wann Napoleon war, wenn sie es auf einem Tablett lesen statt auf Papier wage ich zu bezweifeln.
Das steht und fällt mit der Qualität des „Content“. Schulbücher als pdf auf einem Tablett sind komplettes Gaga und auch nicht digitaler als ein Buch. Und didaktisch gut aufbereiteter Content in digitaler Form kann ganz schön teuer sein. Die Erstellung und die Lizenzen lassen sich die Anbieter bezahlen. Da wird die Hardware selbst schnell zum billigsten Bestandteil.
Außerdem gehört ein vernünftiger Support dazu. Oder soll irgendein Lehrer das Netzwerk pflegen und neben seinem Unterricht her, seinen Kollegen bei Problemen helfen. Und Probleme gibt es immer, wie jeder weiß, der mit IT arbeitet. Und IT-Support kostet auch wieder Geld.

Vermutlich wurde die BRD

vor 50 Jahren gebaut und seit dem lebt man von der Substanz. Ein marodes System wird nicht besser, nur weil man den Namen ändert. Aus Analog wird Digital, aus Frank wird Kevin oder Jason.

Wie wollen wir leben

Es gibt ja einmal die Digitalisierung der Unterhaltung( Aufmerksamkeitsraub) , die Digitalisierung der Arbeit ( Arbeitlos),Digitalisierung der Datenerhebung( Informelle selbstbestimmung?) und die Digitalisierung der Nachhaltigkeit( Umweltschutz, CO2 , Globale Erwärmung)

Was sollten wir unseren Kindern davon beibringen bzw was sollten sie Lernen um mindestens genau so gut zu Leben wie wir gerade?

Thema : Enkeltaugliche Welt hinterlassen

9:52 von Hepheistos, 9:53 von derzwerg

und den vielen anderen ähnlich lautenden Kommentaren. Danke !!!
Volle Zustimmung.
Ich bin offensichtlich nicht ganz allein "auf dieser Welt".

und was erhofft man sich vom Internet an der Schule?

Internet an der Schule - was wollen die Lehrer dann damit machen? Woher bekommen die Schüler die passenden Geräte?
Internet an den Schulen - das klingt erstmal gut - aber dazu gehört dann auch ein Konzept!
Desweiteren geht der Punkt „Internet an der Schule“ auch am Problem vorbei: Meine Tochter in NRW würde gerne das hochseltene Fach Informatik als Leistungskurs wählen.
Informatik wird aber weder als Sprache noch als Naturwissenschaft eingestuft. Steht damit auf der Stufe wie Sport. D.h. es wird dann außerordentlich schwierig, überhaupt die Abi-Fächer auszuwählen, weil Informatik stets im Weg steht. Dies führt dann dazu, dass man einen solchen Leistungskurs aus dem Weg geht. Ja, ist Ländersache, kann der Bund nichts machen. Wenn wir aber qualifizierte Menschen wollen, sollte man erstmal an den Grundlagen schrauben, auch, wenn dies Arbeit bedeutet und nicht so populistisch ist, wie „Internet an der Schule“.
Aber das merkt bisher keiner.

07:31 von Gerd Hansen

"" 16 Kultusministerien, 16 verschiedene Bildungssysteme.

Bildung in D vereinheitlichen ( und auch dabei an "den Besten" (Bayern?) orientieren würde vieles vereinfachen.

Wer mit Kindern mal zwischen Bundesländern umziehen muß weiß was ich meine.""
#
Da schließe ich mich Ihren Kommentar an. Erlebe es an meinen Enkelkindern wie unterschiedlich doch die Bildungsysteme sind.
Die Einen wohnen in HH,dann in NS u. noch SH. Alle 3 haben unterschiedliche Schulbücher so das sie die noch nicht einmal untereinander austauschen können.Jedesmal müssen neue Bücher angeschafft werden.

ich habe Studenten in Elektrotechnik

die können den Pythagoras im Schlaf aufsagen, sind aber überfordert, wenn die Seiten nicht a, b und heißen, sondern R, X und Z. "Digitale Verblödung" ist fast schon ein Euphemismus. Denken gilt als überflüssig, da Wissen beliebig verfügbar ist. Ich frage mich, was daran besser werden sollte, wenn wir all unsere Energie in die Digitalisierung der Schule stecken.
Auch werden wir im Netz vergeblich nach Intelligenz suchen. Und wer glaubt, Probleme lösen zu können, indem er im Internet nachguckt, wird feststellen, dass dort nur gelöste Probleme beschrieben sind, aber nicht die neuen, vor denen man grade sitzt.
Und: wenn wir Wissen aus dem Internet holen, anstatt uns zu bemühen, Zusammenhänge zu verstehen, werden wir zu Sklaven derer, die die Informationen da hinein stellen. Das geht bei Wikipedia los. Wer glaubt, die Artikel dort stammten ausschließlich von Experten, kann sein blaues Wunder erleben.

10:44 von TWitti

Meine Tochter in NRW …
.
"NRW" da scheinen sie ohnehin ein Problem zu haben
ich hatte (in BW) nur etwas Streß weil die beiden Gymnasien im Stadtteil
nur einen G12 Zug hatten
und meine Tochter 5 min mit der Straßen Bahn fahren muß, weil an einem anderen Gymnasium an einem Nachmittag japanisch angeboten wird,
das interessierte besuchen dürfen

Es ist ja nun klar

Dass die digi Lobby die Schulen gerne Digitaliesieren möchte um dann deren Inhalte (Unterhaltungsdigitalisierung ) zu etablieren( Umsatz)

Ich würde jetzt vorschlagen ,dass wir die Judotaktik anwenden und dieses Digitalisierungbudget zur digitalen Nachhaltigkeit an Schulen benutzen(smarttoilette)
. Diese Technologie und deren Programmierung sollen die Kinder lernen. Also dass das keine Zauberei ist sondern simple Technologie . Soziale Netzwerke können sie auch selber Bauen (Schuleigenes ) und eine Suchmaschine können sie auch selber Bauen( z.b. Schulinterne )

Alles andere ist Unterhaltungsdigitalisierung (google facebook usw )und das hat doch nichts in den Schulen zu suchen den davon lernt man nichts .

Und Förderalismus

Und diese Förderalismusdebatte ist nur eine Nebelkerze .

Wir sollen uns nur darüber aufregen und diskutieren anstatt
Die Eigentliche Frage zu stellen: welche Digitalisierung wollen wir in den Schulen haben und was sollen die Kinder lernen.

Auch geht es nicht um die Frage das lernen zu digitalisieren sondern um die Frage wie lernen die kinder die digitalisierung Sinvoll zu benutzen( als werkzeug als Technologie) und wie funktioniert sie ! Dann stellen sie vielleicht fest, dass man google und facebook gar nicht braucht oder merken, dass diese inhalte belanglos sind und es vielleicht besser machen werden also Mündige Nutzer .

Momentan nützt der Mensch nur der Digitalwirtschaft. Es muss andersrum werden!

ein anderes Beispiel

Regelmäßig kann ein Teil meiner Studenten keine Differentialgleichungen lösen. Sie beschweren sich, dass die unterbestimmt seien, weil die Lösungen eben keine Zahlen sind, sondern Funktionen. Damit zeigen sie, dass sie die Natur nicht annähernd verstehen.
Wir haben in der Grundschule die Regeln für die Schaltjahre gelernt, heute fallen gleich ganze Flughafenteile (Gepäckabfertigung in Düsseldorf) aus, weil der Programmierer wohl noch nichts davon gehört hatte.
Wir haben über die Sommerferien im Tafelschwamm Bohnenkeimlinge gezüchtet und dann nachgeschaut, was daraus geworden war. Klingt banal, aber ich habe daraus eine Menge gelernt. Und keinen Computer dafür gebraucht.
Und ich konnte über alle Zeit hinweg das Alphabet und das große Einmaleins. Ist heute beileibe nicht selbstverständlich. Und ich bin überzeugt, dass das das bessere Rüstzeug für's Leben war als Power Point.

GAGA-Land

Vielleicht sollten wir erstmal andere Probleme lösen, bevor wir unsere Kinder durch Digitalisierung immer weiter Beschleunigen.
Da wären zum Beispiel vernünftige Schulspeisung statt Snack-Automaten, kostenloser Nahverkehr + Schulmaterialien für die Schüler, vernünftige bauliche Zustände der Schulen und vor allem:

Weniger Ausfall der Unterrichtsfächer!!! Mein Sohn steht kurz vor dem Abi, hat aber seit fast einem 3/4 Jahr keinen Physikunterricht mehr gehabt, da die Lehrerin langfristig erkrankt ist.

Ich bin selbst Fachinformatiker SI, der ganze Digitalisierungswahn geht mir aber unterdessen auf den Keks, gerade deswegen, da ich täglich die Konsequenzen sehe, wenn der ganze Schmarrn mal nicht geht und ganze Firmen stillstehen! Ganz zu schweigen von den ungelösten sozialen Herausforderungen weggefallener Arbeitsplätze durch Bits und Bytes.

Manchmal ist weniger mehr, unsere Schüler lernen mit Sicherheit besser mit Papier und bunten Stiften, um sich wichtige Textpassagen markieren

Bundesweite Standards

Was Deutschland braucht, sind bundesweit einheitliche Lehrpläne für alle Fächer und ein bundesweit einheitliches Abitur.
Internet im Klassenraum? Wozu?

@frosthorn

Was Sie beschreiben hat doch nichts mit der Digitalisierung zu tun.
Fakt ist doch, dass ein Elektrotechnikstudent, der keine Datenblätter im pdf Format, Simulationen und Entwicklungswerkzeuge handeln kann, schon verloren bevor es überhaupt losgeht.

@Kant 2.0
Im Prinzip haben Sie recht.
Aber es ist mit allen Dingen das Gleiche:
Mit Verstand und Bedacht eingesetzt sind sie doch sehr lohnswert und gar unverzichtbar.
Gerne lade ich Sie mal in meine Berufsschule ein. Eventuell haben Sie als Humanist noch keine von innen gesehen.
Jedoch sage ich auch:
Computer sollten aus der Grundschule verbannt werden. Das hilft uns gar nichts. Dort sollte man lieber dafür sorgen, dass die Kinder alle Grundfertigkeiten lernen. Dann ist die Computerei auch kein Problem mehr.

@TWitti
Eventuell ist die Frage beantwortet, was Lehrer mit dem Internet machen sollen.
Ich jedenfalls zeige je nach Themengebiet kurze Anmimationen und Kurzfilme, was den Unterricht ungemein bereichert.

@ frosthorn

Ihr Kommentar erschliesst sich mir nicht ganz.
Ihre Studenten kennen den Pythagoras auswendig, koennen ihn aber nicht anwenden. Dann Verbloeden sie weil sie zuviel auswendig lernen *weil* das Wissen jederzeit abrufbar im Internet ist? Das klingt nicht plausiblel.

Unwissenheit wird es immer zu einem Grade geben, das war frueher auch nicht anders. Durch das Internet sollte der Unterricht mehr Wertung fuer die Nutzung anstatt auf die Abrufung der Information legen.

Ausserdem scheint die junge Generation geistig eher besser dazustehen als die alte Generation, das zeigen einige Studien. Man darf natuerlich nicht den mittleren Schueler mit den Spitzen der alten Generation vergleichen, dass ist unsachlich. Aber wenn ich mit Leuten aelteren Jahrgangs spreche, dann ist die Ignoranz manchmal unglaublich. Noch schlimmer, es gibt oft die Einstellung dass alles Neue schlecht und unnuetz ist und frueher sowieso alles besser war. Man tritt auf der Stelle und verehr lieber die Klassiker.

@JohnBowie

Berufsschule kenne ich von innen.

leider ist die Generation. Die aktuell in die Berufschule gehen eine Generation die wir leider nicht vor der negativen digitalisierungsfolgen wie aufmerksamkeitsraub geschützt haben.konzentrationsstörungen usw., Wie auch es gibt es erst seit ca 10 Jahren.

Tip: in der Hausordnung der Berufsschule smartphone verbot!

@JohnBowie

Nebenbei

Aufklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das unvermögen sich seines eigenen Verstandes ohne fremder Anleitung zu bedienen.(kant 1.0)

Kann man leider wunderbar auf die Digitalisierung übertragen .

Frage bleibt: wie wollen wir leben?

Rechnen ist nicht.

Während der vielen warmen Sommertage war ich mit einem Freund des öfteren in verschiedenen Gartenrestaurants oder Biergärten.
Was wir immer wieder feststellten:
Die meisten den netten jungen Bedienungen waren nicht in der Lage, ohne Bleistift und Papier drei Preise im Kopf zu addieren und waren völlig verblüfft, wenn ich das Ergebnis nach wenigen Sekunden sagte, während sie noch emsig auf dem Block schriftlich herumaddierten.
Ich habe zuweilen gefragt, wo denn das Problem liege und bekam immer die gleiche Antwort - sie liegt auf der Hand.
Grundrechenarten sind für sehr viele (ich drücke mich bewusst vorsichtig aus) Jugendliche nur mit einer elektronischen Hilfe zu bewerkstelligen.
Ich kann das nicht gut finden.

Es fördert doch nur eindrucksvoll....

wie Politik an den tatsächlichen Erfordernissen vorbei regiert. Es besteht eine gewaltiger Diskrepanz zwischen dem, was Politik möchte und dem was tatsächlich benötigt.
Die Schulen weisen seit Jahren auf teilweise total marode Schulgebäude hin und fordern umfangreiche Sanierungen. Was macht die Politik? Sie will mit fünf Milliarden Euro, alle Schulen mit Internet versorgen. Klasse! Wenn jetzt noch jemand eine App schreibt, mit der Schülerinnen und Schüler, sowie der Lehrkörper online ihr Geschäft verrichten können: perfekt!

@JohnBowie

Wir müssen die Kinder vor den etablierten Suchtstrukturen der smarkphone Digitalisierungswitschaft schützen.

Jede empirie im Öffentlichen Raum zeigt die zwanghafte Benutzung dieser Geräte.

Belohnungssysteme durch klicks likes usw sollen ja absichtlich eine Suchtstruktur Fördern .zwanghaft das smartphone zu benutzen nur dadurch verdient man viel Geld (wenn man ständig online ist und seine daten preis gibt bei jeder gelegenheit und örtlichen Aufenthalt /geoprofile tracking usw).. damit man Werbung schalten kann.

Aufklärung ist wohl unabdingbar !

@ 10:24 von Kokolores2017

Ich bin tatsächlich spät dran. Vor 30-35 Jahren habe ich Mathematik studiert, den Computer habe ich noch mit Lochkarten gefüttert, dann an Terminals gearbeitet. Vor 30 Jahren tauchten im Alltag die ersten sündteuren PCs auf, auf denen ich meine Diplomarbeit geschrieben habe. Ich bezweifle, dass vor 30-35 Jahren Schüler anders als in kleinen Arbeitskreisen mehr getan haben, als einen C64 zu bespaßen. Wer konnte sich denn schon einen Apple leisten? Den von Ihnen genannten Lehrauftrag kann man locker in 5-10 Schulstunden bewältigen, dafür muss man nicht eine ganze Schule digitalisieren. Denn das birgt gerade die Gefahr, dass das Gehirn abgeschaltet wird. Wer kommuniziert denn noch? Schüler, die in Gruppen zusammensitzen, reden doch längst nicht mehr, die chatten nur noch. Wenn ich einem Jugendlichen sage, er soll mich anrufen, weil das Tippen einfach zu lange dauert, weiß der gar nicht, was er tun soll. Die Gefahr sehen Sie wirklich richtig ...

@Kant 2.0

"Und diese Förderalismusdebatte ist nur eine Nebelkerze .

Wir sollen uns nur darüber aufregen und diskutieren anstatt Die Eigentliche Frage zu stellen"

Nein, da täuschen Sie sich.
Es mag Ihnen als ausführendem Praktiker zwar völlig belanglos vorkommen, aber die grundsätzliche Klärung, wie es nun mit dem Föderalismus -der, wie im Artikel steht, vom Grundgesetz bis zum Ende der BRD vorgeschrieben ist- weitergeht, ist keinesfalls eine Nebelkerze, sondern quasi überlebenswichtige Grundlagenforschung.

Erst wenn das geklärt ist, kann überhaupt erst sinnvoll über die Finanzierung der Bildung diskutiert werden. Im Moment (ohne Klärung der grundsätzlichen Fragen) ist alles ein Klein-Klein: mal hier ein paar Milliarden vom Bund und mal da ein paar Milliarden.

Ich denke, es wäre sinnvoller zu überlegen, wiewiel unsere Bildung kosten soll, dann zu überlegen, wie die Länder dieses Geld bekommen, und dann kann jedes Land sich überlegen, wie es das Geld bestmöglich ausgibt.

Bildungsdefizit hausgemacht

Die Nutzung neuer Medien in den Schulen bedingt eine entsprechende Infrastruktur und damit Investitionen, die sich viele Bundesländer nicht leisten können oder wollen. Es nützt aber nichts, wenn der Bund hier Mittel zur Verfügung stellt und dann nicht ausreichend qualifizierte Lehrkräfte zur Verfügung stehen und die Lehrpläne alles Mögliche enthalten , aber nicht die Vermittlung in den Kernfächern Mathe und Deutsch mit bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards abgesichert wird. Es muss erst einmal ein einheitliches Grundbildungssystem geschaffen werden, dass dann in den Bundesländern im Rahmen des Föderalismus ergänzt werden kann. Von mir aus können dann die Schüler in grün mitregierten Ländern auch gern ihren Namen tanzen. Hauptsache, alle können vernünftig lesen, schreiben und rechnen.

@ 10:25 von dr.bashir

Schulbücher als PDF auf einem Tablet sind nicht gaga, sondern in erster Linie leicht - und man hat immer alle dabei. Es sind immer die neuesten Versionen verfügbar und alle Schüler haben das gleiche Buch. Es soll gerade in der Schule kein Netzwerk geben müssen. Die Distribution übernimmt, genauso wie heute bei den Hardcopies, nicht die Schule sondern der normale Handel, wie bei jedem anderen eBook auch. Und der Witz ist: Der Schüler soll doch gerade lernen, auf seinem Tablet was anders als nur chatten und spielen zu machen. Der Wunsch nach haptischen Büchern klingt für mich, der seit 3 Jahrzehnten weit mehr vom Bildschirm als vom Papier liest, genauso, wie die Argumentation der Schallplattenfans gegenüber der CD.

@WB0815, 12:39

Von mir aus können dann die Schüler in grün mitregierten Ländern auch gern ihren Namen tanzen. Hauptsache, alle können vernünftig lesen, schreiben und rechnen.

Sorry, aber was wollen Sie mit diesem Unfug eigentlich sagen? Dass das Ziel der Grünen in der Bildungspolitik zuvörderst sei, dass Schüler ihre Namen tanzen? Könnten Sie ein wenig ausführen, wie Sie darauf kommen?

Schnelles Netz eventuell ab der 7. Klasse

Die Gehirne der Kinder sind entwicklungsgeschichtlich bedingt erst ab einem bestimmten Entwicklungsstand für Abstraktes wie es digital aufbereitete Information darstellt bereit. Es bedarf daher bis zu diesem Zeitpunkt eher des Verzichts denn der Forcierung will man psychomotorisch gesunde Kinder.
Für bemerkenswert halte ich die mannigfaltigen Erscheinungsformen von Mediensucht, welche vor allem junge Frauen zu befallen scheint. Man sieht sie in großer Zahl, durch Kopfhöhrer reizentkoppelt, mit stierem Blick aufs Händi durch deutsche Gaue stolpern. Bislang waren es eher die Knaben welche Suchtrisiken ausgesetzt waren.

@DrBeyer

Die Förderalismusdebatte hat aber im moment mit der Digitalisierung der Schulen und dem einmaligen digibudget des Bundes nichts zu tun.

Zwei verschiedene Themen.

Vorschlag :nehmt das Geld und geht pragmatisch ran anstatt jetzt davor eine Grundsatzdiskussion zu starten wo sich alle aufreiben werden und zum schluss (nach jahrzehnten dann) eine lösung raus kommt die vielleicht besser ist aber mind. 2 kindergenerationen verlohren gegangen sind an die digitalwirtschaft als unmündige nutzer mit schlaf und konzentrationsstörungen, völlig überreizt mit leere Köpfen absolut rezeptiv konditioniert usw.

Parallel dazu kann man die Förderalismusdebatte betreiben aber nicht auf kosten des aktuellem digibudget vom Bund.

Eigentlich ist der Förderalismus moderner den je da viele experimente gemacht werden können und das beste kann man adaptieren .. man muss nur wollen und mit zur veränderung innerhalb der schulen haben. Genug freiraum ist da.
Zentralistische Bildung sieht man in Frankreic

@Autograf, 12:43

Der Wunsch nach haptischen Büchern klingt für mich, der seit 3 Jahrzehnten weit mehr vom Bildschirm als vom Papier liest, genauso, wie die Argumentation der Schallplattenfans gegenüber der CD.

Es geht nicht nur ums Lesen, sondern auch ums Schreiben. Die Erziehungswissenschaft hat längst erkannt, dass der Wegfall des Schreibens von Hand katastrophale Folgen für den Lernprozess hat. Beim Tippen auf der Tastatur prägt sich das Gelernte nicht annähernd so gut ein wie beim Benutzen eines Stifts.
Als ich angefangen hab, zu lehren, haben die Studenten bei meinen Tafelanschrieben mitgeschrieben. Heute warten sie, bis ich fertig bin und fotografieren dann die Tafel ab. Es dürfte wohl auf der Hand liegen, dass das die Lernqualität nicht eben erhöht.

@Autograf

Sie scheinen schon sehr lange nicht mehr mit Kindern im Schulalter konfrontiert worden zu sein - deswegen lieben Sie, wie unsere Politik auch, den theoretischen Aspekt mit allen seinen Vorzügen, vergessen aber den real-praktischen Teil des Ganzen - ganz davon abgesehen, dass, wie oben beschrieben, digital auch für die Hirnentwicklung eine Katastrophe ist.
Ganz praktisch gesehen unterrichte ich als Lehrer 28 Kinder - Smartphones und Ähnliches setze ich in dem Zusammenhang nur gezielt ein, andernfalls machen von den 28 Kindern unter Garantie mindestens 10 etwas unterrichtsfremdes damit - solche Situationen sind nicht beherrschbar. Haptische Bücher bieten nicht ohne weiteres die Möglichkeit bei ersten Schwierigkeiten dem Problem auszuweichen, wie es digitale Geräte unseren Kindern heute regelrecht antrainieren - viele Schüler sind bereits in der 5. Klasse auf Erfolge nach spätestens 2 min konditioniert (Handyspiele...), treten die nicht ein, reagieren sie mit Ausweichverhalten.

kommt ein Sanitäranlagenreiniger auf ...

hübsches Bild - aber allein das ..
Computer bedienen, aber nicht anständig K.... können, das klingt irgendwie nach dritter Welt.
Internet für Schulen - Wikipedia statt Schulbücher, dann aber mit satter Spendenbereitschaft - soll es das werden. Natürlich müssen alle Inhalte vom Schulkindergarten bis zum Bachelor digital aufbereitet und greifbar sein und natürlich gehört ein WLan in jede Schule, aber was soll das Tam Tam darum, das ist so lapidar wie Fußleisten und Türdrücker. Das man über Themen wie Toiletten oder Fenster, Dächer oder Dachrinnen in dem Zusammenhang reden muss, ist der Frust vermittelnde dritte Welt Einschluss dabei. Ob man hingegen über Bakteriensammelstellen wie Türdrücker reden sollte, wäre abzuwägen, die gibt's ja auch schon lange, die sind Steinzeit und ekelig sind sie allemal.
Was aber ist mit den Schulkindern, die sich keinen eigenen Laptop mitbringen können, auch darüber wäre zu reden?

@Kant 2.0

"Die Förderalismusdebatte hat aber im moment mit der Digitalisierung der Schulen und dem einmaligen digibudget des Bundes nichts zu tun.
Zwei verschiedene Themen."

Ich interpretiere den Artikel anders. Und bspw. Herr Kretzschmann auch. Es mögen zwar zwei Themen sein, die aber wegen des extrem grundsätzlichen Charakters des einen sehr eng miteinander verwoben sind.

Weshalb alles, was man während einer schwebenden Grundsatzfrage macht, einen sehr vorläufigen Charakter bekommt.

Sie haben vollkommen recht: Das andere Thema ist unglaublich wichtig und muss sofort gelöst werden. Das spricht meiner Meinung nach aber eher dafür, sich für die Grundsatzfrage keine 10 Jahre Zeit zu nehmen, sondern es noch vor dem anderen Thema (also schneller als sofort) grundsätzlich und zukunftstauglich zu lösen.

Unsere Politiker werden gewählt, um komplexe Themen mit großer Bedeutung zu bearbeiten. Sollen sie es doch mal machen und nicht auf die nächste Legislatur verschieben.

@ 13:11 von frosthorn

Selbstverständlich sollen die Kinder von Hand schreiben. Nur die Bücher sollen elektronisch sein, wobei man heute auch auf Tablets von Hand schreiben kann (z.B. Notizen in Bücher), aber im Normalfall soll auf Papier geschrieben werden. Ich stimme völlig zu, dass das Mitschreiben bei Vorlesungen, das war in der Mathematik absolut üblich, didaktisch wertvoll ist - wobei Mathematikprofessoren so ihre Art haben, an die 5-6 Tafeln zu schreiben, dass man das Fotografieren vergessen kann. Elektronische Hilfsmittel sollen in der Schule eingesetzt werden, wo sie praktisch hilfreich sind. Die papierfreien Büros sind nicht Selbstzweck, sondern schlichtweg effizienter. Aber dafür muss man Schulen nicht digitalisieren. Tatsächlich ist das Schulbuch das einzige, wo m.E. Digitaltechnik in der Schule sinnvoll ist. Ansonsten soll ein Schüler mit Digitaltechnik nur ausgewählt zusammenkommen, wie wir früher gelegentlich in "Sprachlabors" im Sprachunterricht oder im Informatikunterricht im Fachraum.

@ 13:11 von hoover0509

Oh, ich habe mit Schulkindern schon immer sehr viel zu tun gehabt. Es braucht kein Smartphone, um im Unterricht etwas Unterrichtsfremdes zu tun - das habe ich ganz Elektronik-frei in der Schule immer getan. Heute ist es aber gar kein Problem mehr, Tablets (und nur von denen rede ich), so zu konfigurieren, dass man nur auf die Schulbücher zugreifen kann. Zumal auf einem Tablet zu zocken, fällt weit mehr auf, als auf einem Smartphone. Klar ist das Ausweichverhalten katastrophal - es studieren doch immer weniger Mathematik, selbst bei eigentlich mathematisch Hochbegabten reicht es doch von der Ausdauer und der Frustrationstoleranz gerade mal zum Informatikstudium.

wozu fremden Content in die Schule holen?

ich denke, man sollte viel eher anfangen den Kindern zu vermitteln, wie die Computer funktionieren.

Ich habe im Grundschulalter mit Basic auf meinem C64 programmiert und wenn ich da die Möglichkeiten von heute sehe, wie bspw. "Scratch", sollte meines Erachtens bereits in der Grundschule angefangen werden zu vermitteln, wie man eigenen Content erzeugt.

Im Vordergrund steht stattdessen der Konsum fremden Contents auf den Maschinen und das hat in der Schule, wie ich finde, eigentlich überhaupt nichts zu suchen. Auch nicht Lernspiele. Die kann man nämlich häufig selber bauen. Auch wenn die dann nicht so toll bunt aussehen, hat das mehr Wert und können mit Inhalten gefüllt werden.

Womöglich gelingt es irgendwann, dass Schüler von Grundschule an aufbauend ihre eigene, mit zunehmendem Alter komplexer werdende Lernsoftware entwickeln, die sie selbstständig mit den fortschreitenden Lerninhalten befüllen, mit komplexeren algorithmen und auf sie zugeschnittenen lerntechniken versehen ...

@12:43 von Autograf

Sie haben recht, da habe ich mich zu krass ausgedrückt. Schulbücher auf pdf sind sicherlich praktischer und leichter. Was ich meinte war, dass sie nicht „digitaler“ sind nur weil ich mir den gleichen Text auf einem Display anschaue, anstatt auf Papier.
Man vergibt sich aber gerade die Chancen, die die moderne Technik bietet, wenn man das Tablet nur als „Buch mit Stromverbrauch“ benutzt. Dann ist es zwar schick und sicherlich leichter zu tragen als 5 Bücher, aber der Lernerfolg ist der gleiche.

Eigentlich sollte es

Eigentlich sollte es mittlerweile Jugendschutzgesetze geben, die Kindern unter 16 - 18 den Umgang mit jeglichem digitalen Kommunikationsgerät untersagen!
Wenn die Wirtschaft sowas braucht, können sie es den Kindern dann auch während der Berufsausbildung beibringen.
Gute Schulen heißt: Kleinere Schulen, schönere Schulen, kleinere Klassen, 2-3 Lehrer für höchstens 10 Schüler pro Klasse, und dann vor allem anderen genügend Zeit. Warum nicht mal G15?
Es sind unsere Kinder. Die gehören nicht der Wirtschaft, damit sie diese Kinder ausbeuten kann!
Genau so wie wir nur ein Sozialversicherungssystem für alle brauchen, brauchen wir nur ein Schulsystem für alle. Und zwar eines, dass die beste Privatschule, die es auf der Welt zu finden gibt, noch um Längen auf jedem Gebiet übertrifft.
Sowas brauchen unsere Kinder, damit sie gerne und lange zu Schule gehen und auch noch Spaß daran haben!
Wirtschaftslobbyisten gehen in unseren Ministerien aus und ein.
Lobbyisten für unsere Kinder fehlen überall!

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