Ihre Meinung zu: Duterte-Kritikerin muss Philippinen verlassen

4. November 2018 - 12:45 Uhr

27 Jahre hat die australische Ordensschwester Fox auf den Philippinen gearbeitet. Weil sie Präsident Duterte kritisierte, musste sie nun das Land verlassen. Die Behörden warfen ihr politische Einmischung vor.

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Kommentare

Einreise als Vergünstigung

Nicht als Recht.
Da sieh an.

Gleichgültig was sie gesagt hat und wie Recht sie evtl hat - aber in diesem Punkt stimme ich den Philippinen absolut zu.

Gebete

Bei allem Respekt, wie hat denn die gute Ordensschwester gedacht gegen die brutale und organisierte Drogenkriminalitaet vorzugehen, etwa mit Gebeten?! Das kann man moegen oder nicht aber Duterte wird von den meisten Menschen im Land geehrt.
Ich glaube Europa sollte sich aus solchen Dingen heraushalten denn Duterte ist mit grosser Mehrheit gewaehlt worden.

@Shishasmoker (12:21):

>>Ich glaube Europa sollte sich aus solchen Dingen heraushalten denn Duterte ist mit grosser Mehrheit gewaehlt worden.<<

Wieso werden eigentlich ständig Despoten mit dem Argument verteidigt, man möge keine Kritik an üben, sie seien doch vom Volk gewählt worden? Auch gewählte Staatsoberhäupter haben sich an Gesetze zu halten und können nicht schalten und walten, wie sie wollen. Vor allem nicht kritiklos. Selbstverständlich sind Missstände und Amtsmissbrauch anzuprangern, völlig egal mit welcher Mehrheit jemand gewählt worden ist. Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht und Menschen auszuweisen, weil sie Kritik üben, zeugt von fehlendem Demokratieverständnis und diktatorischem Verhalten.

Mal ganz davon abgesehen, dass hier lediglich darüber berichtet wird. Ein Bericht ist keine Einmischung. - Auch wenn bestimmte Kreise das immer gerne anders darstellen.

Die gute Frau hat mit der

Die gute Frau hat mit der Ausreise noch Glück gehabt.
Sie hätte sich auch leicht in Gesellschaft der tausenden Toten, die das Duterte Regime bereits zu verantworten hat wiederfinden können.

12:21 von Shishasmoker

Duterte wird von den meisten Menschen im Land geehrt.
.
zumindest von sehr vielen

Mindestens 12000 Menschen

Mindestens 12000 Menschen sind unter dem unsäglichen Regime Dutertes ermordet worden, vorrangig aus den ärmsten Bevölkerungsschichten. Schwester Fox setzte sich vor allem für arme Arbeiter, Bauern und politische Gefangene ein. Und hier haben Kommentierende nichts besseres zu tun, als die Schwester mit Spott zu überziehen und die Ausweisung gut zu heißen? Das lässt tief blicken, vor allem wenn man berücksichtigt, welche Partei und Gruppierungen die gleichen Kommentierenden bei uns favorisieren. Ich ziehe meinen Hut vor dem jahrzehntelangen Engagement für Menschenrechte und Menschenwürde von Schwester Fox.

Glück gehabt

Solche Leute, wie Duterte, lassen Gegner auch einfach mal verschwinden. Da hat der überhaupt keine Skrupel. Da sist ein eiskalter Mörder.
Insofern hat die Frau noch Glück gehabt.

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@21:21 shishasmoker

Es geht in diesem Bericht überhaupt nicht darum, dass "Europa sich einmischen oder heraushalten" sollte. Und Kritik zu verbieten, weil jemand mit "großer Mehrheit" gewählt worden ist, halte ich für den Anfang vom Ende von Meinungsfreiheit und Demokratie. Schwester Fox ist zweifelsohne Opfer eines Autokraten, der genau das nicht will: keine Kritik an seiner Missachtung rechtstaatlicher Grundsätze und freier Meinungsäußerung. Gut dass Menschen in vielen Ländern dagegen kritisch argumentieren und protestieren.

Interessant wäre, wie sich Frau Fox zu Zeiten Arroyos

verhalten hat.
Arroyo kam unter höchst umstrittenen Umständen an die Macht.
Zu ihrer Zeit wurden über 800 Oppositionelle ermordet: Todesfälle wurden nicht aufgeklärt.
Die UNO schickte Philipp Alston zur Untersuchung. Da wurden dann auch Zeugen ermordet.

Die katholische Kirche, in den Philippinen Großgrundbesitzer war gespalten: Der Bischof von Cebu war für Arroyo, der Erzbischof von Manila einer ihrer heftigsten Kritiker.

Dutertes Kampf gegen die Drogen widerspricht sicher den Menschenrechten.
Andererseits hat noch niemand eine Lösung gefunden, wenn z.B. in einem Anti-Duterte-Bericht sich ein 10jähriger über den Tod seines Vaters beklagt, aber gleichzeitig bekannt wird, dass der Vater den Sohn schon beim Dealen eingespannt hatte.

14:42 von krittkritt

Dutertes Kampf gegen die Drogen widerspricht sicher den Menschenrechten.
.
sicherlich
vor allem unserer Auffassung dieser
aber vielleicht sieht er keine andere Lösung
wie Singapore oder Malaysia/Thailand auch
da steht die Todesstrafe drauf

@14:54 Sisyphos3

Die Auffassung der Menschenrechte ist nicht beliebig.

@ krittkritt (14:42): verstößt auch gegen internationales Recht

hi krittkritt

Dieser "Kampf" von Duterte gegen Drogen widerspricht nicht nur den Menschenrechten:

Dutertes Kampf gegen die Drogen widerspricht sicher den Menschenrechten.

er verstößt auch gegen internationales Recht und gegen das Völkerrecht. Denn niemand hat das Recht, einfach so jemanden ohne ordnungsgemäßes Gerichtsverfahren zu erschießen und nochdazu ist sowas nichts weiter als die verbotene Vollstreckung der verbotenen Todesstrafe (UN-Zivilpakt Artikel 6) und auch die Philipinen haben sich an die UN-Menschenrechts-Charta, den UN-Zivilpakt zu halten (UN-Zivilpakt Artikel 2 "innerstaatliche Umsetzung" und Artikel 5 "verbot des Missbrauchs an den Freiheitsrechten") sowie an das Völkerrecht.

nicht jeder läßt sich von

nicht jeder läßt sich von fremden NGO s auf der Nase herum tanzen...gut so

Immerhin lebt sie noch. Das

Immerhin lebt sie noch. Das ist in faschistischen Regimen alles andere als garantiert.

14:26 von andererseits

halte ich für den Anfang vom Ende von Meinungsfreiheit und Demokratie.
.
wenn man Meinungsfreiheit und Demokratie
als Selbstzweck betrachtet
wobei die Philippinen nicht zu den Ländern gehören wo freie Wahlen verboten sind
und das Recht auf freie Rede

in diesem Land herrscht eben eine andere Einstellung zu Gewalt
da kann man jetzt gut finden oder auch nicht, aber das ist Fakt
vor jedem Einkaufszentrum wird kontrolliert wie bei uns am Flughafen
vor jeder Bank stehen 1 ... 2 ...3 Bewaffnete
da herrschen keine mitteleuropäischen Voraussetzungen,
das sollte man doch dann auch berücksichtigen

15:07 von andererseits

sind sie sicher !
.
es gibt die Definition der Menschenrechte der Vereinten Nationen
dann gibt es noch die der Arabischen Liga
dann kann man sich überlegen wie man zu den Menschenrechten
vor 20 .... 200 ... 2.000 Jahren stand, wie man diese gesehen hat
hierzulande
in Afrika, Arabien, China oder bei den Kelten
keine Frage
wir beide stehen bestimmt zu den gleichen Werten
nur müssen das deshalb alle Menschen weltweit auch tun ?

Großes Glück

Andere Kritiker konnten und durften nicht ausreisen. Zumindest nicht am Stück - s. SA-Botschaft in der Türkei. Dass Dutere keine Kritik verträgt, weiß man. Innerhalb des Landes grenz das an Selbstmord.

15:08 von Demokratieschue...

gegen das Völkerrecht. Denn niemand hat das Recht, einfach so jemanden ohne ordnungsgemäßes Gerichtsverfahren zu erschießen
.
außer es passiert in Pakistan und wird direkt ins Oval Office übertragen !

sie bewegen sich auf recht dünnem Eis ...

Gerechtigkeit

Als Aussenstehende, haben wir die Konsumenten, uns von den Hinweisen der Berichterstatter zu erhellen.
Wir wissen fast nichts.
Wieviele Banden gibt es, wo steht die Polizei, gibt es Unkorrupte Staatsdiener, wozu betreibt Duterte dieses Mordens.
Wer sind seine Verbündeten, ist es tatsächlich ein Krieg reich gegen Arm, oder gegen Drogenbanden, wer profitiert (finanziell).
Sind Lösungen UN, Genf, Deen Haag in Sicht.

Fox hat sich politisch betätigt

und deshalb wurde sie ausgewiesen.
Es gibt hier ein Gesetz das allen Ausländern bei Strafe verbietet sich in der öffentlichkeit politisch zu äussern oder zu betätigen. Fox war im TV und auf einigen Zeitungsfotos zu sehen als sie an Protestaktionen teilnahm.

Magandang gabi von Zamboanga

"Immerhin lebt sie noch. Das

"Immerhin lebt sie noch. Das ist in faschistischen Regimen alles andere als garantiert."

Die TS beschreibt mal wieder nur einen Teil der Geschichte: Das Visum wurde bereits im April widerrufen. Grund: Verstoss gegen die Visavorschriften (Verbot politischer Betätigung). Diese Visavorschriften wurden interessanterweise 1940 von den amerikanischen Kolonialherren eingeführt und nicht etwa von Duterte. Seit April hat sich Fox in diesem "faschistischen Regime" durch alle Instanzen geklagt um weiter als Missionarin auf den Philippinen bleiben zu dürfen.

Das trifft für viele Länder zu.

@15:08 von Demokratieschue...
... Sogar für die USA (Drohnen!), natürlich auch unsere Verbündeten Saudi-Arabien etc.

Nur habe kein gutes Gefühl, wenn wir so selektiv vorgehen. Arroyo war halt sehr US-orientiert, da wurde das nur so nebenbei zu Kenntnis genommen. Auch als eine Duterte-Gegnerin und Abgeordnete in D. war, gab es keine offiziellen Proteste, auch keine Untersuchungen der Vorwürfe, dass sie eine "Patin" der Drogenszene in den Gefängnissen sein soll.

Jeder Staat hat das Recht ...

... Aufenthaltstitel von nicht-Staatsbürgern zurückzuziehen und den Aufenthalt zu beenden.

Hat jemand einen Vorschlag,

Hat jemand einen Vorschlag, wie man dem organisierten Verbrechen und Drogenhandel auf den Philippinen Herr werden kann. Dann bitte hervortreten und erklären. Ansonsten ist Duterte demokratisch gewählt.
MfG

@ kleinermuck2012

Ja, so wie in den umliegenden Ländern...

Mit weitaus mehr Ehrlichkeit die Drogendealer und ihre Hintermänner verhaften und ordentlich von Gericht bringen. Nicht wie es Duterte tut. Im wesentlichen werden hier politische Gegener aus dem Weg geräumt. Und das von angeheuerten Schlägern des Präsidenten, die diese sofort erschiessen. Da kann dann auch keiner mehr reden. Wo sind wir denn, dass wir so was akzeptieren können? Gewählt oder nicht gewählt.... morgen fängt dann Trump an irgendwelche Schergen auf die Demokraten zu hetzen oder was denken Sie?

Waren Sie schon mal in den Philippinen? Wahrscheinlich nicht, also ein bisschen vorsichtig mit ihren doch sehr zwiespältigen Kommentaren. Duterte verstößt gegen lokale Gesetzgebung und wird irgendwann wie andere Despoten aus seinem Land gejagt. Hoffentlich früher als später

@15:15 Klausewitz

Wovon reden Sie da? Eine Ordensschwester, die sich 27 Jahre um Menschenwürde für die ärmsten kümmert, beleidigen Sie mit der Aussage "von fremden NGO's auf der Nase herumtanzen" - das ist einerseits äußerst despektierlich (um einen bewusst milden Ausdruck zu wählen) und lässt andererseits tief blicken, was Sie anscheinend von Rechtsstaatlichkeit und dem Einsatz für Schwache halten.

@15:24 & 15:30 Sisyphos3

Bei dem, was ich - nicht nur zu dieser Meldung - so von Ihnen lese, bin ich mir nicht sicher, ob wir beide für die gleichen Werte eintreten, wie Sie vermuten. Ihre Relativierungen von Menschenrechten und auch der rechtsstaatlich völlig inakzeptablen Gewalt des Dutertes-Regimes, das Willkür und die Beseitigung politischer Gegner ohne Kontrolle zulässt, sind in meinen Augen durch nichts zu rechtfertigen, auch wenn man das unter einem anscheinend "kultursensiblen Deckmäntelchen" versucht.

Duterde muss weg!

Ich hoffe, dieser Wahnsinnige geht schnellstens den Weg entsprechend anderer Despoten aus der Vergangenheit.

Sehr bedauerlich. Als Christ

Sehr bedauerlich. Als Christ muss man gegen Menschen wie Duterte sein, sofern man nur einen Cent auf die Schrift gibt. Es gibt mir immer wieder Rätsel auf, wie solche Herrscher an die Macht kommen können - gewählt!

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