Ihre Meinung zu: Studie zu Migration und Populismus: "Angriff auf die heile Welt"

6. November 2018 - 16:53 Uhr

Ist die Flüchtlingskrise Ursache für den Aufstieg des Populismus in Europa? So einfach ist es nicht, besagt eine Studie der TU Dresden. Migration sei vor allem der Katalysator für tiefer gehende Konflikte.

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Kommentare

Migration

Wenn das Thema weg ist, ist auch die Basis für die Populisten weg.

Selbst Gauland sieht das so. Nur unsere Medien setzen wegen Auflagenstärke weiter auf das Thema. Zurückhaltung wäre hier angebracht.

Und wieder mal alles in einen Topf geworfen

Der Beitrag vermischt mal wieder munter alles:
Erst geht es um "Die Ankunft von mehr als einer Million Asylbewerbern", dann ist von der "Zahl ein- und durchreisender Flüchtlinge und Migranten" die Rede, um nach der "Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten " am Ende wieder von der "negativen Darstellung von Asylsuchenden"zu reden.

Ist die Studie der TU Dresden qualitativ so schlecht, dass hier keine Unterschiede gemacht werden, oder der Bericht?

Neoliberalismus

Krisengebiete durch Ausbeutung der Ressourcen erschaffen, dann Flüchtlingslager unterfinanzieren, die Geflüchteten als neue Billiglohnsklaven aufnehmen, und Gegner dieser Politik pauschal als rechts verurteilen.

Das ist es, was den Hass so stark gemacht hat. Würde man sich mit dem Thema in der Öffentlichkeit ehrlich auseinandersetzen, hätten die paar Ultras in der AfD keine Chance.

Das bringt die Studie gut auf

Das bringt die Studie gut auf den Punkt: Die Migrationsbewegungen der vergangenen Jahre werden oft "als Angriff auf die 'heile Welt' ethnokultureller Beschaulichkeit" verstanden. Und was für Schweden gilt ("Wohlstandschauvinismus") vermute ich bei manchen Teilen der afd, die das aber lieber als "Bildungsbürgertum" verkaufen wollen. Eine sehr erhellende Studie.

Worte die eher Verschleiern.

"ethnokultureller Beschaulichkeit", "Wohlstandschauvinismus", "kultureller, teils sozioökonomischer oder politischer Natur"...

Ich bin skeptisch, ob diese Begriffe wirklich zum besseren Verständnis der gesellschaftlichen Entwicklungen und zur Aufklärung, in welchem Maße die Migration den Populismus fördert, beitragen. Ich habe allerdings öfter Probleme mit der Sprache von Soziologen.

Sind es nicht einfach Ängste vor Kontrollverlust und einer Komplexität der offenen Gesellschaft, die den Wunsch nach dem vereinfachenden Erklärer und am Ende dem "starken Mann" hervorrufen.

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