Ihre Meinung zu: Pflege-Paket der GroKo: Erfolgsrezept oder Nothilfe?

9. November 2018 - 15:06 Uhr

Den Pflegenotstand bekämpfen, den Beruf attraktiver machen: Zwei Ziele des Pflege-Pakets, das der Bundestag verabschiedet hat. Doch es bleiben Zweifel, ob es halten kann, was es verspricht. Von Dagmar Pepping.

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Kommentare

Ist klar Herr Spahn, Kinderlose sollen mehr zahlen.

...Was ist denn mit den menschen, die keine Kinder haben können?
---
Z.B. wegen Unfruchtbarkeit, Krankheit?
Oder kein Geld um eine Familie zu gründen?

Ihre Art und Weise Politik zu betreiben empfinde ich mehr als irritierend und merkwürdig.
Vor allem wenn es in den Bereich Soziales geht.

Absurd

Wer glaubt die Krankenkassen zahlen freiwillig für mehr Pflege glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die Kasse werden sich das Geld auf jeden Fall an anderer Stelle wiederholen, ich würde mal tippen vom Versicherten. Außerdem finde ich es absurd das den großen Krankenhauskonzernen bzw. meist Aktiengesellschaften die knallharte Gewinnmaximierung betreiben noch mehr Geld in den..... geblasen werden soll.

Erfolgsrezept oder Nothilfe?

"Im Rahmen eines Sofortprogrammes will die Bundes - regierung 13.000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege schaffen"

Es gibt in Deutschland ca. 13.500 Pflegeeinrichtungen und zusätzlich nochmal mindestens ebenso viele ambulante Pflegedienste.
Insgesamt sind in dem Bereich der Pflege ca. 38.000 Stellen unbesetzt, davon alleine im Bereich der stadionären Pflege ca. 17.000.
Anhand dieser Zahlen sieht man, dass die 13.000 zusätzlichen Stellen nur ein Tropfen auf den Heißen Stein ist.

Pflege Paket.............

es ist ein erster Schritt, keine Frage.
Nur wo kommen jetzt 13000 Pflegekräfte her??? Es werden ja heute schon offene Stellen nicht besetzt, weil vor allem junge Menschen den Job nicht machen wollen. Sie möchten ihr freies Wochenende und an den Feiertagen will auch keiner arbeiten. Hier an der Grenze zur Schweiz ist auch der Verdienst ein Thema, dort verdient man fast das doppelte. Gut ist aber, daß private Heime keinen Gewinn mehr machen dürfen, sehr überfällig.
Schauen wir mal, da muss noch mehr kommen.

re biocreature

"Ist klar Herr Spahn, Kinderlose sollen mehr zahlen.

...Was ist denn mit den menschen, die keine Kinder haben können?
---
Z.B. wegen Unfruchtbarkeit, Krankheit?
Oder kein Geld um eine Familie zu gründen?"

Sofern die Prämisse stimmt (das sei mal dahingestellt), dass Kinderlose weniger "Daseinsvorsorge" für die Zukunft von Sozialkassen betreiben, kann es keine Rolle spielen, aus welchem Grund man kinderlos ist.

Soviel Fairness muss sein.

Pflege-Paket der GroKo:Erfolgsrezept oder Nothilfe....

13.000 Stellen sollen geschaffen werden.Das ist ungefähr eine Stelle pro Pflegeeinrichtung.
Es steht auch nichts da über den Schlüssel Pflegekraft zu Patienten.Wie verändert er sich ? So wie in den meisten westeuropäischen Ländern mit 1 zu 3,5 bis 5,5 wird er aber nicht.

wow,

ich hätte nicht gedacht das ich mal mit herrn Spahn einer Meinung sein werde, aber kinderlose paare oder singles höher zu belasten finde ich eine gute idee.
mit drei kindern zahle ich bis zu deren 18. lebensjahr je ca. 150.000 € (x3=450.000 €), das ist für kinderlose mal ein flottes eigenheim, inkl. altersvorsorge.

Warum schauen unsere Politiker, auch die Wählerschaft

nicht in unsere westlichen Nachbarstaaten? Dort gibt es keine Pflegeversicherung für die Beschäftigten und Rentner, s. Beispiel Quelle: "Pflege in Österreich gesetzlich geregelt." Auszug Zitat: " Die Leistungen sind für alle Versicherten gleich, unabhängig vom Einkommen und Vermögen." Der Pflegeplatz kostet 80% der Rente, 20% steht jedem Pflegenden laut Gesetz an Taschengeld zu, ansonsten wird aus Steuermitteln der Pflegeplatz vom Staat bezahlt. Wahre Demokratien, wo jeder Bürger aller westlichen Nachbarländer in die gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen einzahlen müssen, nur in Deutschland nicht. Die Reichen und Vermögenden bezahlen dort Minimum 55% Österreich bis 60% Dänemark, Norwegen an Steuern, nur Deutschland 45%. Sozial ungerecht die Verteilung der Gelder erfolgt von oben nach unten, wie es sein müsste. Nur Deutschland lässt seine Beschäftigten und Rentner die Pflege fürstlich mit bezahlen bis 2 400 Euro im Monat. Ist das gerecht????

Die Menschen die in Deutschland fleißig gearbeitet haben,

den Reichtum des Landes vermehrt haben, werden im Pflegefall vom Staat bestraft. Hohe Kosten, die nur Besserverdienende, Beamten und Politiker bezahlen können, die einfachen Menschen nicht. Ist das sozial und gerecht? Vor allem die Rentner, die jetzt und heute weit weniger als 800 Euro im Monat für Mietzahlung und zum Leben vom Staat erhalten werden für ihr Arrangement im Land hart bestraft. Immerhin betrifft es ca. 8,6 Millionen Rentner. Kein westliches Nachbarland hat ein solches System wie in Deutschland. Beispiel Norwegen, 1 Pfleger für 4 Pflegende, in Deutschland undenkbar. Gutes Geld für die Pfleger mehr als doppelt so viel wie deutsche Pfleger, die Pflegenden zahlen 80% ihrer Rente für den Pflegeplatz, mehr nicht. Wahre soziale Zustände wo der Mensch auch als Mensch im Pflegeheim würdevoll behandelt wird, Familienangehörige werden nicht zur Kasse gebeten, denn die westlichen Nachbarstaaten bedanken sich bei denen, die sich in der letzten Lebensphase vom Erdball verabschieden.

Kinderlosigkeit

Sehr viele kinderlose Ehepaare und Alleinstehende üben bis
zum Rentenalter durchgehend Vollzeitbeschäftigungen
aus. Sie zahlen oft hohe
Steuern. Darum sollte nicht Kinderlosigkeit als
Faktor für höhere Renten- und Pflegebeiträge gelten.

Unhaltbare Zustände

Das Berufsbild des Krankenpflegers dem aller höchster Respekt gebührt, wird seit jahrzehnten durch unzumutbare Arbeitsbedingungen und skandalös niedrige Bezahlung herunter gezogen. Und hier stehen alle bisherigen Regierungsparteien in der Verantwortung. Einem Herrn Spahn traue ich dabei am allerwenigsten zu, an diesen Zuständen etwas zu ändern.

@m.g.

Diesel Art der Pflegefinanzierung empfinde ich auch als gerecht...
We're sich dadurch finanziell "entmündigt fühlt ist moment an definitive auf der finanziellen "Sonnenseite" des Lebens...- die jeweiligen Personen haben dafür auch viel gearbeitet....(Ausnahmen bestätigen hier auch die Regel...)
Das wäre vielleicht eine (auch wenn nicht veebindlichen) Volksabstimmung wert...
Zumindest interessierte mich das Ergebnis....

Als single zahle ich ja mehr

Als single zahle ich ja mehr Steuern. Warum soll man dann noch mehr für Pflege bezahlen? Weiß man denn ob die kinder einen pflegen? Oder ob die irgendwann mal in die kasse einzahlen können? So solidarisch sind wir also schon. Ganz toll.
Wir müssen das system ändern. Diese Schneeball systeme fliegen uns um die Ohren. Allein schon, weil nicht genug leute sterben. Das lässt sich human aber nicht ändern. Dazu immer weniger kinder. Da muss man doch mal den schwund im system beheben. Von 1DM kamen früher 50 Pf aus der kassse raus. Zu wenig wie ich finde. Warum geht das in anderen Ländern besser,? Vielleicht weil die nicht auf teufel komm raus, exportweltmeister sein müssen?

@Thomas Wohlzufrieden

An dieser Stelle musste ich mich auch über die Aussage von Herrn Spahn wundern...
Seit 20 Jahren besteht dieses Problem mit der Bezahlung der Pflegekräfte und die Privatierung sollte das "von alleine Regeln"?! Wie lange ist die CDU am Regieren? Die Pflegekosten der Großeltern waren in meiner Teenager-Jugend in den 90'er Jahre schon Streitfragen innerhalb der Familie..wenn es um das Finanzielle geht...
Schon damals hat man keine-n Krankenpfleger-in mit dem Porsche vorfahren sehen.. Die Problematic ist der Politiker schon Lange bekannt...hier hätten sämtliche etablierten Parteien fleissig Stimmen sammeln können, auch ohne irgendwelchen Populismus betreiben zu müssen...

um 16:22 von Miezekatze

>>Pflege Paket.............

es ist ein erster Schritt, keine Frage.
Nur wo kommen jetzt 13000 Pflegekräfte her???<<

Na, ein bisschen mehr dürften es schon sein.

Und bald - simsalabimm! mal eben mit den Fingern geschnippt - stehen dem Kanzlerkandidaten Herrn Spahn von der CDU die entsprechend gewünschten Kandidaten zum Einsatz parat -?

Träume sind aber Schäume, Herr Spahn. Woher nehmen und nicht stehlen? Denn die Konkurrenz wächst auch mit Ihren Forderungen nach mehr Einsatzkräften ...

Und hoffentlich auch wirklich mal ins Portemonnaie derjenigen, die die Arbeit bewältigen sollen! Erst dann sind Sie wählbar - und glaubwürdig. Bitte jetzt liefern, erst dann geht es weiter.

Populismus pur

In der Pflege wird gut durchschnittlich verdient. Statt noch mehr Geld in ein schlechtes System zu kippen, sollte man an den Ursachen ansetzen: Totale Überbürokratisierung!
Vor allem Dokumentation und Meetings fressen die Hälfte der Zeit der Pflegekräfte.

Das erinnert an die 180.000 Mann starke Bundeswehr, die es ebenfalls kaum schafft, 4.-5.000 Soldaten für einen Einsatz aufzustellen. Da kippt von der Leyen auch immer mehr Geld und Plasmafernseher rein, ohne mehr Bewerber zu erhalten.

@16:51 von Thomas Wohlzufrieden

Unhaltbare Zustände?
Ich las vor wenigen Tagen eine Artikel in der angeblichen Qualitätspresse, genauer in der links-grünen Zeitung mit den vier Buchstaben "Zxxt". Dort der reißerische Artikel einer jungen Frau in der Krankenpflege, die nur 2.000 Euro monatlich verdienen würde.

Bei genauem Lesen stellte sich heraus, dass es allerdings ihr Nettogehalt war. Man kann also hochrechnen, dass die junge Dame ein Bruttogehalt von 3.200 bis 3.500 € hat. Gerade ausgelernt übrigens mit 22 Jahren. Das verdient ansonsten in der BRD der Medianarbeitnehmer!

Bei dem üblichen Gejammer in der Pflege ist inzwischen jedes gesunde Augenmaß verloren gegangen!

@18:36 von Superschlau

"Allein schon, weil nicht genug leute sterben. Das lässt sich human aber nicht ändern."

Aber die, die sterben wollen, lässt man nicht und verbietet die Sterbehilfe. Mich würde es ungeheuer beruhigen, wenn ich wüsste, dass ich mich einmal ohne Quälerei verabschieden dürfte.

" Warum geht das in anderen Ländern besser,?"

Vielleicht weil dort die gewählten Politiker noch das letzte Wort haben und nicht das Großkapital?

"Bei genauem Lesen stellte

"Bei genauem Lesen stellte sich heraus, dass es allerdings ihr Nettogehalt war. Man kann also hochrechnen, dass die junge Dame ein Bruttogehalt von 3.200 bis 3.500 € hat. Gerade ausgelernt übrigens mit 22 Jahren. Das verdient ansonsten in der BRD der Medianarbeitnehmer!"

Ist schon richtig, was Sie hier schreiben. Vergessen Sie aber den Schichtdienst, alle 14 Tage WE-Dienst und die Feiertage nicht. Von den sehr speziellen Belastungen dieses Berufs will ich gar nicht erst reden. Das hier genannte Gehalt ist der Tariflohn für eine ausgebildete Pflegekraft (staatlich anerkanntes Examen). In vielen Krankenhäusern wird deutlich unter Tarif bezahlt. In Heimen sind häufig 'nur' angelernte Kräfte tätig, deren Arbeit aber ebenso wichtig und anstrengend ist. Diese Pflegekräfte bekommen häufig nur den Mindestlohn.

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