Ihre Meinung zu: Niederländische Bahn entschädigt Holocaust-Opfer

28. November 2018 - 16:17 Uhr

Die niederländische Staatsbahn will Holocaust-Opfern für Transporte in NS-Lager eine individuelle Entschädigung zahlen. Mit der Entscheidung entgeht die Bahn einem Rechtsstreit. Von Ludger Kazmierczak.

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Kommentare

Niederländische Bahn entschädigt Holocaust-Opfer

nach 80 Jahren ?

und was ist mit der Deutschen Bahn, die

... ja aus der Deutschen Reichbahn hervorgegangen ist und im Zuge der Dt. Einheit mit der Deutschen Reichsbahn (als Staatsbahn der DDR) fusionierte?
Wenn also die NS (Nederlandse Spoorwegen N.V.) wegen ihrer NS-Vergangenheit, aber als besetztes Land vorlegt, kommt die DB da nun nicht mehr herum.

aber für die...

Opfer von Eschede kaum was über haben...obwohl die Bahn bei Eschede Schuld hatte...in der NS-Zeit es die DB AG aber noch garnicht gab...es wäre gut wenn auch mal die Menschen in Deutschland entschädigt würden,welche in der BRD Nachteile hatten...

Ja. Vielen Dank das man diese Meldung kommentieren darf

Die Deutsche Reichsbahn, mithin Bundesbahn, mithin Deutsche Bahn müsste sich Milliardenforderungen entgegensehen wenn die Massstäbe der Niederlande auf Deutschland übertragen würden. Es ist schon lange bekannt, dass die Reichsbahn in den Holocaust involviert war. Reichsbahn Mitarbeiter waren auch dabei bei der Berliner „Endlösungs“ Konferenz im Wannsee. Schon lange bin ich der Meinung das hinterfragt werden sollte woher deutsche Privatvermögen von Superreichen kommen bzw. welche Rolle Arisierungsgewinne beim sog. deutschen „Wirtschaftswunder“ gespielt haben.

Die Abkürzung der Nederlandse Spoorwegen ist NS

Noch heute ist das Kürzel für die Niederländische Staatsbahn (Nederlandse Spoorwegen): NS.

Finde ich gut

Es geht um mehr als nur um Geld - es geht darum, Verantwortung zu übernehmen.

Und vielleicht erleben wir es in Zukunft öfter, dass Unternehmen aus ethischen Gründen auch mal einen Auftrag ablehnen und nicht erst Profit machen um jeden Preis, um Jahrzehnte später Entschädigungen zu zahlen.

Ein schöner Zug der Bahn

Aber mit sehr viel Verspätung und wenig Verzinsung.
.
Da gibt es wohl noch andere Eisenbahnen, die daran verdient haben oder nicht?

Von den Niederländern kann man noch einiges lernen

Hier fabulieren einige noch immer,
den Holocaust mit den Millionen von Opfern,
hätte es nie gegeben.

@ MikLondon

Noch heute ist das Kürzel für die Niederländische Staatsbahn (Nederlandse Spoorwegen): NS.

Die deutsche Bedeutung für das Kürzel kennt man in den Niederlanden aber nicht, daher ist es dort auch nicht negativ besetzt.

Oh

Sehr gut, nur, wieso hat das so lange gedauert?

Und sieh an. In den Niederlanden ist man fähig zuzugeben dass jemand an dem Holocaust mitverdient hat.

Da können sich einige deutsche Firmen eine fette Scheibe abschneiden.

Wenn das hier Nachahmer findet,

wäre es das berühmte Gift für die Wirtschaft. Die Liste des DAX-Unternehmen ist lang.

@Sisyphos3

Besser spät als nie. Anscheinend aber nur um einem Rechtsstreit zu entkommen. Wäre ich betroffen, würde ich direkt mehr einklagen, schließlich ist Menschenleben unbezahlbar.

Gewinn und Entgelt

Die 2,5 Mio € waren sicherlich nicht der Gewinn der NS, sondern das Entgelt der deutschen Behörden. Um die benötigten Dienstleistungen erbringen zu können, musste die NS z.B. Kohle kaufen und dafür brauchte sie Geld. Das war der Grund, warum die deutschen Behörden die Bahnen, auch die Reichsbahn bezahlten. Die Preise waren sicherlich so bestimmt, dass keine hohen Gewinne entstanden, insbesondere im Hinblick auf die kriegsbedingten Lasten, die die Bahnen zu tragen hatten. Als staatliche Bahn, hatte die NS auch gar keine Wahl, zu tun, was die deutschen Behörden verlangten. Letztlich muss sich jeder Bürger einer Diktatur fragen (auch z.B. die Bürger der EX-DDR), inwieweit sie zum Funktionieren der Diktatur beitragen haben oder nicht klarer Widerstand, mit dem Tod vor Augen, besser gewesen wäre. Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Die sind aber alle Tod. Wer kann heute von sich sagen, dass er unter den Auspizien Widerstand geleistet hätte? Heute zu reden ist einfach.

Achtung wehrte/r Frau /Herr @15:21 von Sisyphos3, eine...

...Ausnahme werden Sie heute erleben.
Ich geben Ihnen bzgl. Ihrer Aussage Ihres Kommentares recht.

P.S.: Aber bitte nicht übermütig werden,...

---

Diese ganzen Verfahren, egal ob ein ehemaliger SS-Wärter mit 93J. nun endlich vor Gericht steht oder dem Problem dieses Artikels oder was auch immer, dauert viel zu lange.

Nur noch eine geringe Anzahl der Menschen, die das Schrecken erleben mußten, leben noch.

Viele der Verantwortlichen werden oder wurden doch garnicht zur Rechenschaft gezogen.
Und viele damalige Firmen, die es heute auch noch gibt, haben die eigene Schuld nie zu 100% beglichen.

Es ist sowieso nicht möglich den Tod eines Menschen mit Geld aufzuwiegen.
Aber wenn schon "Schmerzensgeld zur Wiedergutmachung" gezahlt wird, dann doch bitte in einer angemessenden Höhe (inkl. Verzinsung etc.).

Ich empfinde die ganze Nachkriegsaufarbeitung in Deutschland als eher traurig ein.
Alleie wie lange es dauerte bis in D daran gedacht wurde ist beschämend!

Auch wenn es spät ist auf

Auch wenn es spät ist auf jeden Fall handeln die Niederländer hierzulande gibt's immer nur bla bla und gelaber nur gehandelt wird nicht, war es nicht die Adenauer Regierung die ehemalige nazis wieder in den Staatsdienst holte, wohlgemerkt CDU. Manchmal muss man sich für Deutschland schämen.

17:36 von Hackonya2

derlei Dinge hätte man vor 60 Jahren abhandeln müssen - oder früher
jetzt bleibt ein bitterer Geschmack

@18:34 von Sisyphos3

ja, es ist bitter, dass möglicherweise viele der Geschädigten bereits verstorben sind, oder meinten Sie etwas anderes?

18:52 von Dabbljuh

was soll ich meinen ?
wie würden sie reagieren, wenn man jahrzehntelang Dinge verdrängt
und nach 70 Jahren sich "entschuldigt"

@17:38 von Autograf ich gebe

@17:38 von Autograf

ich gebe Ihnen Recht, dass viele von uns keine Ahnung haben, wie es ist, in einer Diktatur zu leben.
Trotzdem, es war nicht so, dass alle alle mit gemacht haben.
Es gab Leute, die entsetzt waren, wenn sie gemerkt haben, wie menschenverachtend die Nazis waren.
Es gab Leute die gesagt haben: Wozu brauche ich ein Judenhaus?
Und es gab Leute, die sich stumpf bereichert haben.

kann man solch unendliches

menschliches Leid mit Geld aufwiegen und damit ungeschehen machen?

Janus-Kopf

Wenn die Entschädigungen immer weitergehen, dann wird man sich in Polen und Tschechien Sorgen machen, dass auch deutsche Ansprüche nicht verjährt sein könnten. Ich glaube nicht, dass wir Europa auf diese Weise destablisieren wollen.

@19:51 von Paul Puma

welche deutschen Ansprüche?

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