Ihre Meinung zu: May und EU-Parlamentarier: Zweifel an hartem Brexit

14. Januar 2019 - 8:10 Uhr

Am 29. März will Großbritannien die EU verlassen. Dass es dazu kommt, glauben in Brüssel immer weniger Politiker. Sie rechnen mit einem Aufschub. Premierministerin May warnte vor einer Blockade des Austrittsprozesses.

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Kommentare

Aufschub.

Und das dann bis zum Sanktnimmerleinstag.

Die gehen nicht.

Aber dann immer auf der Kante. Die anderen Mitgliedsstaaten können nichts machen. Höchstrichterlich beschlossen.

May eh unglaubwürdig

May hat sich an die Spitze einer Partei gesetzt, die den Austritt forcierte, obwohl sie selbst ursprünglich gegen diesen war.

Diesen Widerspruch in der Person kann sie nicht auflösen, vielmehr ist sie unglaubwürdig. Demokratie läuft so: man wird für seine Positionen gewählt. Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen.

Die spinnen die Briten, oder doch nicht ?

Sollte sich am Ende der ganzen Brexithysterie doch die Vernunft siegen ? Man sollte die Hoffnung nie aufgeben !

Gruß Hador

Ist doch völlig egal, ob nun

Ist doch völlig egal, ob nun ja nein, hart weich, mittel-lau, wenn die Briten die EU verlassen, wird man das überhaupt nicht merken. Die Briten werden es mitbekommen, daß sie auf einmal Probleme haben, wo es führt keine gab. Dem Rest der EU kann das aber ziemlich egal sein. 99% der Einwohner werden es nicht merken. Das ist alles nur blöde Schwarzmalerei. Vergleichbar mit dem Millenium Bug

und wer bezahlt ....

... dann die Kosten für diese 2 Jahre sinnloser Verhandlungen?

Ich glaube nicht, dass Deutschland mit soviel

Kosten belastet wird wenn GB ausscheidet. GB braucht auch weiterhin die Waren vom Festland, weil sie keine eigene Produktion dafür hat. Allein die Automobilwerke in GB brauchen Zulieferung aus der EU, sonst läuft kein Auto mehr vom Band. Die Pharmaindustrie wird von GB ebenso aus der EU benötigt mangels eigener Pharmawerke. MM nach wird es zwar einen kleinen Rückgang des Handels mit GB geben, aber dass in D allein 750000 Arbeitsplätze von GB abhängig sein sollen glaube ich nicht. Rechnet man das auf alle 27 EU-Staaten hoch, würden ja Millionen Arbeitsplätze verloren gehen.
Was für ein Unsinn.

Springprozession

...der 29.März kommt und dann wollen die Briten die EU verlassen...jetzt haben viele "kalte Füße" bekommen...also nicht so schnell damit, das Ganze wieder überdenken, keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft usw. ...den Willen der Mehrheit für einen Brexit umsetzen aber sanft und komfortabel, aber kein Zurück auf Anfang...aber wie dann?
Man wollte raus mit Vorteilen, jetzt merkt man, rausgehen geht auch mit großen Nachteilen einher...jetzt stecken die britischen Politiker in der Zwickmühle...den Mut, sich einzugestehen, daß der Austrittswunsch ein großer Fehler war, haben nur noch ganz wenige.

@eli, 8:29

Demokratie läuft so: man wird für seine Positionen gewählt. Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen.

Naja, das muss man nicht so sehen. Wenn ein Politiker seine Position auch ändern kann, wenn die Mehrheit was anderes will, ist das erst mal nichts schlechtes.

@Ra_Le, 8:45

und wer bezahlt ....
... dann die Kosten für diese 2 Jahre sinnloser Verhandlungen?

Ob Verhandlungen sinnlos sind, weiß man in der Regel nicht vorher, sonst würde man sie nicht beginnen. Ich bezahle jeden Tag für alles mögliche, was am Ende nicht realisiert wird. Wenn jeder für alles, was er nicht schafft, die Kosten übernehmen müsste ...

@08:18 von rossundreiter

Die EU hat schon inoffiziel Bestätigt, dass sie zwar einer Verlängerung der Zeit bis zum Austritt zustimmen würde, allerdings nur für wenige Monate.

Für eine solche Verlängerung müssen alle (Rest-)Mitgliedsländer einstimmig zustimmen. Das hat nichts mit dem Zurückziehen des Austittsgesuchs zu tun worüber der EUGH entschieden hat.

nur ein Problem

Der EuGH hat rechtlich zugestimmt, dass GB in der EU bleiben kann, die europäischen und britischen Eliten sind ohnehin dafür, dass alles so bleibt wie es ist. Die "Märkte" sowieso.
Es gibt nur ein Problem, welches einem Verbleib Großbritanniens in der EU im Wege steht (bzw. stehen könnte). Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes, es gab ja ein Referendum. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Bürgerwille jemals in der EU interessiert hat. Aus diesem Grunde haben wir genau die EU, die wir jetzt haben...

@ eli, um 08:29

Was Sie bzgl. der “neuen Überzeugung“ von Frau May schreiben, habe ich an dieser Stelle auch bereits mehrfach moniert. Eine 180-Grad Kehrtwendung seiner Überzeugung vom einen auf den anderen Tag hinzulegen, und diese vor der ganzen Welt glaubwürdig vertreten zu können, das halte ich nach wie für nicht möglich, auch wenn sie sich nach außen hin alle erdenkliche Mühe geben mag.
Und je länger sich das Austrittsprozedere hinzieht, desto mehr Briten wachen auf und erkennen, dass “Brexit“ nicht gleichbedeutend ist mit Wohlstand für alle und mehr Geld in der Staatskasse.
Ich habe den Brexit nie für sinnvoll gehalten, er war eine politische Kurzschlussreaktion, polemisch und nicht ansatzweise durchdacht, wie sich immer deutlicher herausstellt.

So, und gleich wird es wieder losgehen mit den üblichen Parolen wie “Brexit heißt Brexit“ oder “wählen so lange bis es passt...“

@08:49 von Old Lästervogel

Niemand hat gesagt, dass 750.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Es wurde von Wirtschaftswissenschaftlern festgestellt, dass diese Anzahl an Arbeitsplätzen in Verbindung zu dem Export nach GB stehen.

Wie sie aber richtig herausgearbeitet haben, werden sicherlich nicht alle davon verloren gehen. Ich teile in diesem Punkt Ihren Optimismus, was die Robustheit und Diversität deutscher Unternehmen angeht. Im Gegensatz zu Unternehmen im UK, stehen deutschen UN weiterhin ein großer Binnenmarkt offen.

Mann, nun bringt’s endlich

Mann, nun bringt’s endlich hinter euch! Ich kann diese ewigen erneuten Diskussionen nicht mehr hören. Es wurde eine Entscheidung getroffen und nun ist das so. Jetzt immer wieder neu zu diskutieren, kenne ich nur von vorlauten Rechthabern, die getroffene Entscheidungen nicht akzeptieren können. Die Welt wird nach dem Brexit bzw. ohne die EU nicht untergehen und auch die nächsten Generationen werden nicht ins Mittelalter zurückfallen.

Oder wie es der Brite sagt: „Keep calm and carry on.“

Wie soll denn die EU-Mitgliedschaft bei...

...Post-NoBrexit sein. Jedesmal wenn UK irgendwas will oder vorschlägt gibt's ein " oder ihr tretet aus, oder was?" mit hämischem Unterton. Die May wird dann Asyl brauchen, denn ihr wird man vorwerfen, von Anfang an ein U-BOOT gewesen zu sein, dass schlecht verhandelt hat um das Projekt zu torpedieren. Die 30-40% die immer noch dafür sind verschwinden ja nicht .Nee, so leid es mir für die Briten tut: jetzt müssen sie da durch, raus,mit Deal oder ohne.

re rossundreiter

"Aufschub.

Und das dann bis zum Sanktnimmerleinstag.

Die gehen nicht.

Aber dann immer auf der Kante. Die anderen Mitgliedsstaaten können nichts machen. Höchstrichterlich beschlossen."

Völlig falsch. Aufschub geht nur mit einstimmiger Zustimmung der 27. UK kann keinen Aufschub beschließen.

@ frosthorn, um 08:52

re @ eli, 08:29

Ich bin prinzipiell Ihrer Meinung.
Aber was Frau May da hingelegt hat, ist mit “Änderung seiner Position“ nach meinem Verständnis allzu verharmlost.
Das ist für mich das Verleugnen seiner bisherigen Überzeugung.
Und damit unglaubwürdig.

re old lästervogel

"aber dass in D allein 750000 Arbeitsplätze von GB abhängig sein sollen glaube ich nicht."

Mit abhängig ist nicht gemeint, dass die beim harten Brexit einfach wegfallen. Nur dass sie vom Rückgang des Exports nach UK betroffen sein werden. Mehr oder weniger.

@Sachse64 Wenn das Britsche Parlament vor

dem Autrittsdatum die EU darum förmlich bittet, bleibt GB Eu-Mitglied.
Wenn nicht erfolgt der Brexit, falls nicht alle restlichen 27 EU-Staaten etwas anderes beschließen.
Zur Zeit gibt es für Nichts Mehrheiten im britischen Parlament.

Bitte nicht!

Ich mag die Briten sehr und ich finde, sie gehören in die EU. Aber dieses Trauerspiel kann sich doch nun wirklich niemand mehr mit ansehen. Also zieht bitte endlich einen Schlussstrich! Dann kann man die Karten ja gerne neu mischen und – sollte man jenseits des Kanals zu der Einsicht kommen – über einen Wiedereintritt verhandeln. Aber so kann es doch wohl unter keinen Umständen weitergehen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

re sachse64

"Es gibt nur ein Problem, welches einem Verbleib Großbritanniens in der EU im Wege steht (bzw. stehen könnte). Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes, es gab ja ein Referendum. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Bürgerwille jemals in der EU interessiert hat. Aus diesem Grunde haben wir genau die EU, die wir jetzt haben..."

Natürlich, dann ist mal wieder die EU schuld, wenn das Referendum nicht umgesetzt wird.

Dass das allein und nur die britische Regierung beschließen kann, blenden Sie einfach aus.

Es stimmt, dass ein guter Teil des Handels ...

...zwischen Rest-EU und UK erst melde bleiben würde, nur langwierig und teurer, weil die Briten keine eigene Produktion mehr haben. Aber sie können wieder eine hinstellen oder - wie der Rest der Welt- ihr Insulin und ihre Klamotten bei Amazon bestellen ;-)= ("Alexa, versorge bitte das Königreich mit allem was nötig ist"). Und wenn das britische Arbeitsplätze kostet -blöd- aber wenn das zusätzliche Industrie-Arbeitsplätze bringt - dann haben hier einige Wirtschafts-"Experten" ein gewaltiges Problem - und Politiker sowieso.

RE: Kommerz

"Ich kann diese ewigen erneuten Diskussionen nicht mehr hören."

Brauchen sie auch nicht. Einfach weghören!

"Es wurde eine Entscheidung getroffen und nun ist das so. Jetzt immer wieder neu zu diskutieren, kenne ich nur von vorlauten Rechthabern, die getroffene Entscheidungen nicht akzeptieren können."

Vernuftbegabe Menschen können Fehler korregieren, und müssen nicht sehenden Auges in den Abgrund rennnen.

"Die Welt wird nach dem Brexit bzw. ohne die EU nicht untergehen und auch die nächsten Generationen werden nicht ins Mittelalter zurückfallen."

Sie ignorieren vollkommen unsere europäische Historie. Innerhalb der letzten 105 Jahre ist die europäische Welt zweimal untergegangen!

Gruß Hador

Welcher Politiker kümmert

Welcher Politiker kümmert sich um Bürgermeinungen?
Soll Frau May doch einfach beschließen, drinnen zu bleiben. Was sollte denn passieren? Außer einer Wiederwahl doch nichts. Eine Hand voll Brexeteers werden sauer sein. Mehr aber nicht.

Abstimmen über ein 2. Referendum

Es liegt ein Mißverständnis über Demokratie vor: Demokratie heißt nicht, daß Entscheidungen des Volkes für immer gültig seien müssen.
Auch die Meinung der Bürger kann sich ändern. Zumal die Brexit-Entscheidung unter sehr vagen Annahmen getroffen wurde.

Der pragmatische Weg wäre ein Referendum über die Frage, ob das Volk nochmal über den Brexit abstimmen möchte. Wenn die Mehrheit dafür ist, kann sie gleich nochmal abstimmen.

RE:Sachse64

"britischen Eliten sind ohnehin dafür, dass alles so bleibt wie es ist. "

Ich glaube sie wissen nicht, wer alles von den "britischen Eliten" für den Brexit ist. Mr. Rees-Mogg vertritt genau diese, Investmentbanker & co. Die wollen gerne ihre Geschäfte weltweit ohne jede Restriktion durch die EU betreiben. Ich erinner nur an die Panama- und Paradise- Papers in Bezug zu Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Gruß Hador

karwandler

"Natürlich, dann ist mal wieder die EU schuld, wenn das Referendum nicht umgesetzt wird.

Dass das allein und nur die britische Regierung beschließen kann, blenden Sie einfach aus."

Und GB ist kein Teil der EU?

Spätestens wenn die EU Aufschub gewährt hängt sie als Verhinderer mit drin.

Wenn die Artikel

in den Deutschen Medien der letzten Tage stimmen, dann tut ein harter Brexit beiden Seiten und besonders Deutschland am Ende richtig weh.
Deshalb wäre es gut wenn die Briten hart austreten, damit die EU mal merkt das Verträge für Beide Seiten gut sein müssen.
So wie jetzt geht es eben nicht, den starken Mann spielen um ein Exempel zu machen, damit niemand mehr auf die Idee kommt.
Und Deutschland lernt vielleicht das man sich um Partner nicht immer mit erhobenen Zeigefinger kümmert.
Das Theater geht nun 2 Jahre, soll das bis unendlich gehen.

@Niko Walter Bitte Nicht 9:14 ...über einen Wiedereintritt ...

.... verhandeln....
Oh-mein-Gott. Es würde ja noch mehr May sein, und frühestens in 5Jahren, aber wer möchte in der Haut des Briten/der Britin stecken (das darf dann bestimmt wieder ne Frau machen...), die dann in Brüssel die Worte "Wiedereintritt" und "verhandeln" im selben Satz sagen muss. Das gäbe einen epochalen Shitstorm. Und die EU27 Regierungen müssten dem ALLE zustimmen? Never ever!

Armutszeugnis der britischen Politik

Denn außer das man diesen Vertrag nicht will, ist man sich in nichts einig. Die einen sagen nein, weil er zu wenig Zugeständnisse der EU beinhaltet, die anderen wollen gar keinen Vertrag und dann gibt es noch die, die gar nicht aus der EU raus wollen. Also stimmen alle dagegen, aber etwas sinnvolles entsteht dadurch nicht.

Ich wünsche den Briten alles gute, aber wahrscheinlich ist der harte Brexit notwendig, um die ganzen Widersprüche durch die harte Realität aufzulösen. Das Pokerspielen muss auch mal ein Ende finden, die vielen unfreiwilligen Spieler wollen endlich wissen wer gewinnt...

Re Sachse 64: Die EU in der jetzigen Form gibt es, weil kaum ein Bürger sich dafür interessiert hat und die entsprechenden Wahlen bestenfalls belächelt wurden. Brüssel war ja nur das Abstellgleis für unbeliebte Politiker. Und natürlich ein prima Sündenbock für die nationale Politik. Würden die Bürger die EU als das begreifen, würde die Wahlen zum EU Parlament wohl mehr vom Bürger genutzt werden.

09:24 von sicco kopka

was meinen sie wie oft soll man dann abstimmen
sollte das nächste Referendum wieder nicht zum für alle (!) Seiten gewünschten Ergebnis führen ein 3. .....10. mal
Denke jetzt ist erst man Schluß und in 10 Jahren - wie auch immer - kann man es wieder auf die Tagesordnung bringen
das Akzeptieren einer Entscheidung gehört ja wohl auch zu einer Demokratie

Hoffen wir doch ...

... das es zu keinem demokratischen Eklat kommt und der den Briten versprochene Brexit auch planmäßig am 29. März 2019 kommt.

Alles andere würde das Vertrauen in.die Demokratie vollständig zerstören.

Wenn die EU lieber einen Austrittsvertrag als einen harten Brexit hätte, könnte sie ja attraktivere Vertrgsbedingungen anbieten.

08:29, eli

>>May hat sich an die Spitze einer Partei gesetzt, die den Austritt forcierte, obwohl sie selbst ursprünglich gegen diesen war.<<

Sie hat sich nicht an die Spitze der Partei gesetzt, sie wurde an sie gewählt.

>>Diesen Widerspruch in der Person kann sie nicht auflösen, vielmehr ist sie unglaubwürdig. Demokratie läuft so: man wird für seine Positionen gewählt. Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen.<<

Theresa May wurde nach dem Referendum gewählt.

@ eli 08:29 Uhr

"Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen."
So weit die ehrenhafte Theorie. In welchem Staat wird sie aber konsequent angewendet?!

May und EU-Parlamentarier:Zweifel an hartem Brexit....

Da müssen die Briten jetzt aber aufpassen,daß
sie nicht durch Winkelzüge von May und Brüssel doch noch in der EU festgehalten werden.

100 EU-Parlamentarier appellieren,natürlich sie fürchten um ihre Position,ihren Einfluß in einer kleiner werdenden Union.
Wie war das mit dem Lobbyismus ?

09:18 von FrischDenk

«… ein guter Teil des Handels zwischen Rest-EU und UK … langwierig und teurer, weil die Briten keine eigene Produktion mehr haben … aber wenn das zusätzliche Industrie-Arbeitsplätze bringt - dann haben hier einige Wirtschafts-"Experten" ein gewaltiges Problem - und Politiker sowieso.»

Nichts, gar nichts, "von außen" hat die Briten daran gehindert, auch während ihrer EU-Mitgliedschaft Industrie- und andere Arbeitsplätze zu schaffen.

Sich als Industrienation für das eigene Gesundheitssystem ausschließlich auf die Versorgung mit Insulin aus dem Ausland zu verlassen. Das hat wer GB vorgegeben?

GB ist jetzt, und wird auch nach dem Brexit in ein globales Wirtschaftssystem eingebunden bleiben. "Raus aus der EU + Zölle drauf auf den ganzen ausländischen Kram" lässt nicht zwangsläufig einen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz in GB entstehen.

Warum und womit sollten Witschafts-Fachleute & Nicht-GB-Politiker "ein gewaltiges Problem" bekommen?

"Brexit ist für alle Beteiligten Neuland …"

09:00, Sachse64

>>Der EuGH hat rechtlich zugestimmt, dass GB in der EU bleiben kann, die europäischen und britischen Eliten sind ohnehin dafür, dass alles so bleibt wie es ist. Die "Märkte" sowieso.<<

Nicht die EU-Eliten oder der EuGH sind für den Brexit maßgeblich, sondern das britische Parlament. Und das kriegt die Sache nicht gebacken.

>>Es gibt nur ein Problem, welches einem Verbleib Großbritanniens in der EU im Wege steht (bzw. stehen könnte). Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes, es gab ja ein Referendum. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Bürgerwille jemals in der EU interessiert hat. Aus diesem Grunde haben wir genau die EU, die wir jetzt haben...<<

Die EU hat mit der Umsetzung des Willens von gut 51% der abstimmenden Bürger nichts zu tun, sondern ausschließlich die britische Regierung und das britische Parlament.

Unsere lieben Brexit-Freunde

Es ist schon interessant zu sehen, wie unsere Brexit-Freunde hier im Forum ein zweites Referendum fürchten, wie der Teufel das Weihwasser. Da jetzt die Alternativen auf dem Tisch liegen sollte doch der Wähler das letzte Wort haben. Aber so weit geht anscheinend die Liebe zu ur-demokratischen Entscheidungen bei unseren Brexit-Freunden dann doch nicht.

Gruß Hador

09:43, Bernd Kevesligeti

>>100 EU-Parlamentarier appellieren,natürlich sie fürchten um ihre Position,ihren Einfluß in einer kleiner werdenden Union.
Wie war das mit dem Lobbyismus ?<<

Die Parlamentarier sind aus Gründen des persönlichen Vorteils Parlamentarier und sowieso alles Lobbyisten, für was oder wen auch immer?

Sie fremdeln offensichtlich mit der parlamentarischen Demokratie.

RE:Bernd Kevesligeti

"Wie war das mit dem Lobbyismus ?"

Der wichtigste Wirtschaftszweig im Vereinigten Königreich liegt in der City of London. Von dort können sie die meisten Lobbyisten erwarten. Und die sind mehrheitlich sicher für den Brexit, da ihnen gute Geschäft in Aussicht stehen, wenn die Briten die EU verlassen.

Gruß Hador

destruktive EU-Politik

will backfire, könnte man sagen. Erst das Geschwätz um ein zweites Referendum, dann ein fauler Vertrag, jetzt das kaum versteckte Angebot zu Pseudoaustritt (Verschiebung). Leider nimmt die EU und Merkel-Deutschland den Brexit immer noch nicht ernst und fährt mit ihrer destruktiven, gehässigen Politik fort. Die Deutsche Wirtschaft und die deutsche Bevölkerung werden zu den Leidtragenden gehören, nicht nur die Britten.

und wer bezahlt .... um 08:45 von Ra_Le

Wenn die Briten am Ende kalte Füße bekommen und den Austritt abblasen, waren die Verhandlungen nicht umsonst. Im Falle eines geregelten Brexits haben die Verhandlungen ebenfalls ihren Zweck erfüllt. Falls die Briten ungeregelt ausscheiden sind die Kosten für die Verhandlungen peanuts...

dieses

Austritts-Gezerre hat schon was Bizarres.
Ich wäre für ein Angebot an die Briten, bei verbesserten Konditionen (z.B. größerer Rabatt; keine Pflicht, Bürgern anderer EU-Staaten Freizügigkeit nach GB zu gewähren; Freiheit, eigene Handelsabkommen mit Drittstaaten abzuschließen), die den britischen EU-Skeptizismus eliminieren, in der EU verbleiben zu können.

Dieses Rumgeeiere bin ich langsam leid...

und weder die EU noch die britischen Bürger haben dieses schon unwürdige Verhalten verdient. Das wäre ja so, als ob ich selbst meinen Job kündigen würde, weil anderswo natürlich alles viel besser ist, nichts neues finde und dann den Chef bitte, mich doch so lange weiter zu beschäftigen, bis ich wirklich was neues habe...

Das Datum 29. März sollte unverrückbar feststehen und das vertrödeln/schlechte Verhandeln der britischen Regierung darf kein Anlass sein, dies zu verschieben.

Die britische Regierung sollte schleunigst ein neues Referendum abhalten, in dem das Volk, dass ursprünglich für den Austritt war, nun mit den vorliegenden Fakten abstimmen sollte, welche Option nun zu verfolgen ist:
- Brexit mit May's Deal
- harter Brexit
- oder unter den gegebenen Umständen doch Verbleib in der EU

Dann hat die Politik auch eine klare Handlungsvorgabe und kann sich nicht mehr hinter "Aber das Volk..." verstecken sondern muss endlich entscheiden.

09:26 von wenigfahrer

«Wenn die Artikel in den Deutschen Medien der letzten Tage stimmen, dann tut ein harter Brexit beiden Seiten und besonders Deutschland am Ende richtig weh.
Deshalb wäre es gut wenn die Briten hart austreten, damit die EU mal merkt das Verträge für Beide Seiten gut sein müssen.»

Nur wenn sich alle Seiten so richtig heftig vor die Schienbeine treten, bis sie vor Schmerzen jaulen, war der ganze Brexit-Zinnober ein voller Erfolg.
Tja - ganz tolle Aussichten …

GB wollte austreten. Will auf gar keinen Fall "à la Norway" mit der EU verbunden bleiben. Eine Entscheidung, die in vielen Aspekten wenig Spielraum lässt, Verträge anders zu auszuhandeln, als es geschah.

Was soll denn am Austrittsvertrag "besser" sein, damit es "gut" ist?
In welchen Feldern ist die EU den Briten denn nicht weit genug entgegen gekommen? Bei den Verhandlungs-Vorgaben, die GB selbst aus eigener Entscheidung gesetzt hat?

Wenn dies doch mal jemand erklären könnte, der die EU als die Schienbein-Treter betrachtet …

Alle Verantwortlichen wissen,

Alle Verantwortlichen wissen, dass ein Verbleiben in der EU das Beste für das Wohl des Volkes wäre. Alle, die nicht danach handeln verfolgen Einzelinteressen zum Schaden des Gesamtwohles.

@9:49 von Hador

Ist Ihnen mal der Gedanke gekommen, zu überlegen, warum die Brexit-Freunde Brexit-Freunde geworden sind ?
Mir z.B. geht einfach dieses ständige Geschrei nach Rabatt und Sonderlocken auf den Zeiger. Den Briten passt nicht, dass sie überhaupt Netto-Beitrag zahlen sollen, und gegen die Freizügigkeit und die Übernahme der EU-Sozial-Charta (die sie m.W. nie unterzeichnet haben) sind sie sowieso. Wie auch andere EU- Mitglieder wollen die Briten nur die Vorteile aus der EU genießen, Pflichten und Abgabe von Souveränität sind ihnen aber zuwider.

re von fathaland slim

Das Ansinnen der EU-Parlamentarier ist doch klar.Den Brexit zu verhindern.Warum versuchen Sie da etwas anderes hinein zu intepretieren ?
Untersuchen Sie doch viel mehr die Interessenlagen.

@ Superschlau, um 09:24

Sie übersehen, dass Frau May das keineswegs beschließen kann.

Neuwahlen

Sollte May den Brexit abblasen, wird dies zur krachenden Niederlage der Tories, denn diese haben das Brexitchaos zu verantworten.
Das kann nur zu Neuwahlen führen, die die Tories haushoch verlieren.

Ich finde: eine gute Persoektive!

Vielleicht haben die EU-Politiker

sich einmal die Nash-Gleichgewichtssituation angesehen und sich mit der dominanten Strategie auseinandergesetzt, was zu ihren Ergebnis nun geführt hat, dass es besser ist mit UK weiter zusammen zu arbeiten. Bei aller gemischt dominanten Strategien würde es bedeuten, dass beide EU und UK schlecht davon kommen würden, was nicht im Interesse der Wirtschaft liegen würde. Das es den Britten nicht schon früher eingefallen ist, besonders für die Brexit-Befürworter, ist schon ein Schlag ins Kontor der arbeitenden Bevölkerung. Gerade diese Gruppe wird am schlechtesten davon kommen. Wenn man als Politiker alles schlechtes aus dem Hut zaubert und die schlecht ausgebildeten Bevölkerungsschichten den "Schmarrn" mehr Glauben schenken, zeugt von übler Stimmungsmache.

re von Hador Goldscheitel

Mehrheitlich für den Brexit haben die Arbeiter gestimmt.Warum wohl ?
Und 9 von 10 Fischereibeschäftigten stimmten für ihn.
Sie schreiben von der City of London.Aber warum sind Eric Schweitzer vom DIHK und der
Vorsitzende des Deutschen Bauernverbandes so alarmiert ? Geht´s da nicht um "gute Geschäfte" ?

Millionen Brit*innen werden

Millionen Brit*innen werden es der Regierung danken, diesen nationalen, kulturellen, ökonomischen und historischen Unsinn des Brexit zu verhindern.

@FrischDenk

Wie soll denn die EU-Mitgliedschaft bei Post-NoBrexit sein.

Hoffentlich mit weniger Extrawüsten als bisher. Die Briten dürfen gerne in der EU bleiben, das ist gut für Großbritannien und gut für den Kontinent. Aber als ein ganz normales Mitglied mit den gleichen Rechten und Pflichten wie alle anderen. Nix Sonderrabatt!

RE:Sparer

Jedes EU-Mitglied hat vorrangig seine eigenen Intessen im Blick. Da ist Deutschland auch nicht anders.
Aber sie haben insofern recht, dass der nationale Egoismus den Sinn der EU unntergräbt.

Gruß Hador

@Bernd Kevesligeti

Das Ansinnen der EU-Parlamentarier ist doch klar.Den Brexit zu verhindern.Warum versuchen Sie da etwas anderes hinein zu intepretieren ?

Was auch völlig legitim ist. Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger, mehr (auch politische) Integration, keinen Rückfall in die Kleinstaaterei des 19. oder in die zwischenstaatlichen Konflikte des 20. Jahrhunderts ...

Nein!

--Derweil werben mehr als 100 Abgeordnete des Europäischen Parlaments in einem offenen Brief für einen Verbleib der Briten in der EU. "Wir bitten darum, im Interesse der nächsten Generation den Austritt zu überdenken"--

Nein! Wer bei klarem Verstand wünscht sich diese Blockierer für die nächsten kritischen 20 Jahre am Entscheidungstisch? Lasst sie gehen! Die Moneten bringen wir schon noch auf, da mach ich mir weniger als gar keinen Kopf aber was wirklich schrecklich wäre, wäre es, wenn diese Brexiteer-Meute uns weiter am Fortschritt hindert. Hard Brexit, mit allen seinen vorallem fürs nicht mehr lange vereinigte Königreich ökonomisch und gessellschaftlich grausamen Folgen - kurzfristig vielleicht etwas ungemütlicher - aber etwas besseres kann Europa auf längere Sicht nicht passieren. Hard Brexit wird die Einigkeit der EU auf Jahrzehnte garantieren! Was in der UK passieren wird, wird wie ein atemberaubender Film sein. Und wir alle dürfen/müssen/werden es mitansehen.

Fähige politiker

man würde denken das mächtige Länder wie Briten und USA nur fähige Politiker haben, doch am ende sind da selbst unsere Politiker sympathischer. Am ende sind Importe mit den Verfall des Pfunds teuer und man hat wenig Vertrauen in Briten zu investieren oder seine Firma aufzubauen. Wofür? Weil sie einen Moment unsicher waren, dass EU wichtig ist für den hohen anstieg der GDP und irgendwann auch unserer Gehälter, um am ende dann doch klein bei zugeben. Schwache Leistung von Politikern dessen Kariere als Clowns ihnen wichtiger ist.

10:15 von Bernd Kevesligeti

«Das Ansinnen der EU-Parlamentarier ist doch klar.Den Brexit zu verhindern.Warum versuchen Sie da etwas anderes hinein zu intepretieren ?
Untersuchen Sie doch viel mehr die Interessenlagen.»

Als allererster Gegenstand von Untersuchungen bietet sich die Interessenslage innerhalb des britischen Parlaments an. Auch innerhalb der Regierung ist diese keine einheitliche. "Oder wenigstens eine", die eine überzeugende Mehrheit für … oder … erkennen ließe.

Da wird vermutlich (sehr wahrscheinlich) auf Jahre hinaus mehr als ausreichend Futter für Untersuchungen zu finden sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass GB 2,5 Jahre komplette Planlosigkeit hoppla-hopp durch so etwas wie "einen Plan" ersetzen könnte …

RE:Bernd Kevesligeti

"Mehrheitlich für den Brexit haben die Arbeiter gestimmt.Warum wohl ?"

Weil viele ihrer genannten Arbeiter mit der Regierung Cameron unzufrieden war, und dies als Gelegenheit zur Abrechnung genutzt haben. Gerade die Arbeiter werden die Verlierer des Brexit's werden, da die internationalen Konzerne ihren Standort in UK auf Wirtschaftlichkeit überprüfen werden. Dort droht massiver Arbeitsplatzverlust.

"Und 9 von 10 Fischereibeschäftigten stimmten für ihn."
Wie viele Menschen arbeiten noch gleich in der britischen Fischerei?´? Und wie viele Prozentpunkte macht diese Wählerschaft dann letzlich aus?

Zu ihrem letzten Punkt: Ich sprach vom Lobbyismus in UK und nicht in Deutschland oder EU.

Gruß Hador

re von BotschafterSarek

Was bedeutet mehr Europa ? Mehr Handelsungleichgewichte.Der Exportstärkste soll profitieren,darum geht es,darum die Verrenkungen in Brüssel.
Und in zwischenstaatliche Konflikte waren EU-Staaten in den letzten 25 Jahren ja öfters involviertSerbien,Libyen,Mali u.s.w. Das zeigt sich auch in den militärischen Bemühungen der Union:Pesco,Ruf nach einer EU-Interventionstruppe.

um 09:35 von Sisyphos3

>>
was meinen sie wie oft soll man dann abstimmen
sollte das nächste Referendum wieder nicht zum für alle (!) Seiten gewünschten Ergebnis führen ein 3. .....10. mal
Denke jetzt ist erst man Schluß und in 10 Jahren - wie auch immer - kann man es wieder auf die Tagesordnung bringen
das Akzeptieren einer Entscheidung gehört ja wohl auch zu einer Demokratie
<<
Sie scheinen nicht zu wissen, dass es schon mal ein Referendum gab, in dem sich die Briten für einen Verbleib ausgesprochen hatten. Nach Ihrer Logik hätte dann dieses Referendum überhaupt nicht stattfinden dürfen.

@Alle Verantwortlichen wissen, 10:06 von Werner40

" dass ein Verbleiben in der EU das Beste für das Wohl des Volkes wäre."

Das wissen inzwischen sogar die Brexiteers, also ausser den Rechtsradikalen.
Sie reden halt aber alle ganz anders, Populismuskrankheit eben.

Ich habe mir mal aus aktuellem Anlass englische Quellen durchgelesen,
und da ist weitgehend Konsens, dass man bestenfalls eine
'kleine Norwegen-Lösung' noch erreichen kann.
Aber auch nur wenn man endlich mal auch so redet, wie man denkt.
Momentan läuft eher die Zeit für den harten Brexit mit allen Folgen:
Rezession, Pfundkrise, chaotische Versorgungslage usw.

Ob sie was draus lernen, Fragezeichen.

Ja das nervt zwar, ist aber eigentlich ein Glanzstück der

Demokratie denn: Es zeigt bitter wie leicht es ist in einer Demokratie Menschen aufzuhetzen und in eine völlig falsche Richtung zu bringen. Es zeigt dann aber auch, das man die falsche Richtung möglichst doch wieder gerade rücken muss. Es zeigt ganz deutlich, warum direkte Abstimmungen in den meisten Fällen Unsinn sind, weil die die Abstimmen eine Meinung haben, die aber oft nicht auf Fakten beruht. Und warum es gut ist eine repräsentative Demokratie zu haben, weil dort die Entscheidungen von Menschen getroffen werden sollten , die eher die Fakten kennen. Aber eines sollte jedem klar sein: 40j EU Beitritt kann man nicht mal eben so mit einem Schnipp auflösen. Die blöden Sprüche von No Deal ist besser als dieser Deal und harter Brexit ist am Besten, da kann man sich nur wundern. Das ist schon bösartig, die Schäden die bei einem NoDeal Brexit entstehen sind riesig, und GB muss ja eh mit der EU verbunden bleiben siehe Schweiz.
Dann lieber noch mal 2j nachdenken als harter Brexit.

gerne darf GB bleiben

ich fänd`s gut - auch als viel beschworenes Signal an alle anderen EU-Staaten und Diskussionen auf "Abwegen".
Die Sonderregeln und Rabatte für die Briten sollten dann allerdings der Vergangenheit angehören. Alles hat eben seinen Preis.

re von Hador Goldscheitel

Also Sie setzen sich für die Arbeiter dort ein ? Das ist ja kaum zu glauben.Neoliberale Bundesbürger solidarisch mit Arbeitern dort ?

Übrigens:Allein im Bereich Handel mit Landwirtschaftsprodukten betragen Die Exportüberschüsse
3,5 Milliarden Euro zugunsten Deutschlands.

@Sachse64

"Es gibt nur ein Problem, welches einem Verbleib Großbritanniens in der EU im Wege steht (bzw. stehen könnte). Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes"

Das Problem mit dem Bürgerwillen ist, dass er recht kurzlebig sein kann und leicht zu beeinflussen ist. Alle Umfragen deuten darauf hin, dass ein neues Referendum zugunsten von Remain ausfallen würde. Zählt also der Wille von vor zwei Jahren, oder der von heute?

RE:Bernd Kevesligeti

Sie halten mich für neoliberal ???Ha, Ha, dass ist aber ein lustiger Spaß von ihnen.
Oder sie wissen nicht wirklich was neoliberal bedeutet. Schauen sie nach den Vereinigten Staaten. Dort können sie die Wirkung von Neoliberalität beobachten. Viele der US-Konservativen halten die EU für sozialistisch, was genauso falsch ist.

Gruß Hador

Kein No Deal

Es kann keinen No Deal Brexit geben, weil dann das Problem mit der Irischen Grenze genauso in der Luft hängt wie während der zweijährigen Verhandlungen. Die EU wäre bei einem No Deal gezwungen, eine physische Grenze in Irland zu errichten, die aber niemand will.

RE:Bernd Kevesligeti

"Allein im Bereich Handel mit Landwirtschaftsprodukten betragen Die Exportüberschüsse 3,5 Milliarden Euro zugunsten Deutschlands."

Und nach dem Brexit essen und trinken die Briten nicht mehr ? Die Briten sind keine Selbstversorger und sind auf Lebensmittelimporte angewiesen. Die Preise für die Lebensmittel werden aber steigen, un wen trifft es am stärksten. Die Briten mit geringem Einkommen, die werden den Gürtel enger schneiden müssen.

Gruß Hador

um 10:45 von Bernd Kevesligeti

>>
Also Sie setzen sich für die Arbeiter dort ein ? Das ist ja kaum zu glauben.Neoliberale Bundesbürger solidarisch mit Arbeitern dort ?
<<

Wenn man altkommunistischem Kaderdenken nicht folgt, dann muss man doch nicht gleich neoliberal sein, oder ?

re sparer

"Ich wäre für ein Angebot an die Briten, bei verbesserten Konditionen (z.B. größerer Rabatt; keine Pflicht, Bürgern anderer EU-Staaten Freizügigkeit nach GB zu gewähren; Freiheit, eigene Handelsabkommen mit Drittstaaten abzuschließen), die den britischen EU-Skeptizismus eliminieren, in der EU verbleiben zu können."

In Kürze: Die Briten würden in der EU bleiben, aber nur mit den Rechten und Pflichten, die ihnen genehm sind?

Geniale Idee.

re bernd kevesligeti

"100 EU-Parlamentarier appellieren,natürlich sie fürchten um ihre Position,ihren Einfluß in einer kleiner werdenden Union."

Weder muss ein einziger Parlamentarier aus dem EU Parlament raus noch ändert sich irgendwas an den Befugnissen des Palaments, die in den EU Verträgen festgelegt sind.

Wie kommen Sie auf solche Ideen?

Ich hoffe

dass sich wenigstens ein EU Land gegen die Verlängerung entscheiden wird.
Es soll endlich mal ein anderes Thema in der EU geben.
Die Briten sollen verschwinden und ihre Deals woanders machen.
Die deutsche Wirtschaft macht mir aber schon Sorgen...

re von Hador Goldscheitel

Nun ja,Sie schreiben händeringend gegen den Brexit,für die EU.Für die Juncker,Tusk und Merkel,von denen daß Gebilde geprägt wird.

An anderer Stelle kamen Sie zu dem Schluß,daß Gastarbeiterelend eine "win-win-Situation ist.Win-sicher aber eher nicht für die Subalternen,sondern für den BDI/BDA.

Brexit-Aufschub

Ich glaube nicht, das alle 27 verbleibenden EU-Staaten für einen Aufschub sind.
Alle Staaten, die mehr Geld aus dem EU-Topf erhalten, als sie einzahlen, haben jetzt ein Druckmittel in der Hand.
Sie könnten für ein "Ja" verlangen, dass die Briten auf alle Vorteile, welche die damalige Premierministerin Thatcher für Großbritaniien ausgehandelt hat, verzichten. Damit müsste Großbritannien mehr in den EU-Topf einzahlen und diesen Länder bekommen dadurch noch mehr Geld, bzw. die Bundesrepublik Deutschland muss weniger in den EU-Topf einzahlen.

+ Bernd Kevesligeti

Die Situation der britischen Fischer hängt im gleichen Maße von der EU ab wie die von "unseren" Leiharbeiter.

Gar nicht.

Es sind landestypische Situationen die von den jeweiligen (souveränen) Regierungen gestaltet werden sind.

Im Falle von UK möglicherweise sogar durch den viel liberaleren Kapitalismus gefördert. Maggie Thatcher scheint damals eine Menge zerschlagen zu haben.

Wenn wir über unsere Bahn meckern, oder über unser Gesundheitswesen, dann sollten wir mal Vergleiche mit UK anstellen. Die Briten haben alles kaputtgespart.
Und die ganze Industrie wie z.B. British Leyland gleich mitgenommen.

David Cameron hat Angela Merkel mal nach den Gründen der wirtschaftlichen Stärke gefragt.

Angie antwortet: We still build things.

Und vielleicht liegt es ja auch daran. Ich vermute, das Deutschland eines der wenigen Länder ist, in denen das Ansehen der Ingenieure so hoch ist.
Amis werden Anwälte, Briten Banker.

Hm....gibt es Hollywoodfilme von heldenhaften Ingenieuren?

re von karwandler

Aber das liegt doch auf der Hand:Wenn die EU kleiner wird,gibt es weniger Einzahlung.Irgendwann wird wohl auch das Parlament verkleinert.Und natürlich vertreten die genannten 100 Abgeordneten die wirtschaftlichen Interessen von Großunternehmen ihrer Länder.

Ach kommt schon. Werfen wir

Ach kommt schon. Werfen wir GB einfach so raus. Mal sehen, was passiert. Vielleicht läufts ja gut, dann können wir die ganzen Hochrisikoländer auch raus bugsieren, bis sie sich mit eigener Währung wieder erholt haben und sparen dadurch Milliarden. Es wird viel zu ängstlich agiert.

10:15, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim
Das Ansinnen der EU-Parlamentarier ist doch klar.Den Brexit zu verhindern.Warum versuchen Sie da etwas anderes hinein zu intepretieren ?
Untersuchen Sie doch viel mehr die Interessenlagen.<<

Die Entscheidung über Brexit oder nicht liegt nicht bei den EU-, sondern bei den britischen Parlamentariern.

Interessant, daß Sie jetzt aus vollen Röhren gegen das EU-Parlament feuern...

um 11:16 von Bernd Kevesligeti

"An anderer Stelle kamen Sie zu dem Schluß,daß Gastarbeiterelend eine "win-win-Situation ist."

Wäre es denn besser, wenn diese Gastarbeiter arbeitslos zuhause rumsitzen? So mit landestypischer Absicherung?

Ich bin der erste, der zugibt, dass das ganze System nicht optimal ist.
Aber eine denkbare Alternative ohne EU / Arbeitnehmerfreizügigkeit wäre vermutlich schlechter.

RE:Bernd Kevesligeti

"Nun ja,Sie schreiben händeringend gegen den Brexit,für die EU.Für die Juncker,Tusk und Merkel,von denen daß Gebilde geprägt wird."

Sie wollen damit sagen, dass jeder, der nicht für den Brexit ist ein Neoliberaler sein muss.
Sehr abstrus ! Gerade die Brexiteers in GB (da bin ich wieder in der City of London) sind wohl neoliberal.

Zu ihrem zweiten Absatz kann ich nur sagen: Falsch !!!
Habe ich nie behauptet. Ihr "Gastarbeiterelend" - und ich bezog mich auf die 60er bis 80er Jahre - war sowohl für Deutschland wie auch für die Gastarbeiter, ein Gewinn. Also bitte keine falschen Unterstellungen !

Gruß Hador

re von witch of endor

Aber das ist ja der Punkt:Die britische Bahn,privatisiert und teuer.
Und wenn der "Deal,der Vertrag" mit der EU durchkommt
dann kann nach Neuwahlen eine eventuelle Labour-Regierung,die Privatisierung der Railroad eben nicht rückgängig machen.Das ist untersagt.

@karwandler um 11:08Uhr

Ihre Frage ist berechtigt, aber auch leicht zu beantworten! Es herrscht eben der Pipi-Langstrumpf-Glauben vor, daß die EU-Abgeordneten keine Lobbyisten wären o.ä.! Alle Kritiker vergessen, daß jeder Staat seine Schlüsselindustrien, Bauernverbände, Winzer, Gewerkschaften u.v.m hat und wo und wann sollten denn die tätig werden? Ein EU-Angeordneter aus Niedersachsen z.B. wird sicherlich auch VW im Denken haben, denn dafür wurde er auch gewählt und nicht für z.B. den Olivenpflücker in Sizilien, auch wenn gerne immer der Eindruck erweckt wird.

re bernd kevesligeti

"Aber das liegt doch auf der Hand:Wenn die EU kleiner wird,gibt es weniger Einzahlung.Irgendwann wird wohl auch das Parlament verkleinert."

Natürlich wird das Parlament verkleinert. Genau um die Anzahl der britischen Abgeordneten.

Freut mich, dass ich Ihnen das erklären konnte.

09:24 von sich kopka

Im Ergenis wohl richtig, im Detail wohl falsch.

England ist eine repräsentative Demokratie. Das heißt, der Wähler wählt seine Repräsentanten und muss dann mit deren Entscheidungen leben. Bei der nächsten Wahl hat der Wähler dann die Möglicht mit Repräsentanten „abzurechnen“.

Hier hat es dann eine gefährliche Volksbefragung gegeben, von deren Ergebnis alle unisono wußten, das diese Befragung nicht rechtsverbindlich war.

Dann kommen die Repräsentanten auf die Idee, diese Befragung als rechtsverbindlich zu behandeln.

Nun hat man das Dilemma. Sowohl die Konservativen als auch Labour versuchen nun ihr Süppchen zu kochen. Denen geht es schon lange nicht mehr um England, denen geht es wie bei Populisten üblich nur noch um den Erhalt ihrer persönlichen Interessen.

Wie kann ich mein Mandat retten.

Es dauert in der Regel sehr lange bis der Bürger das erkennt. Dies liegt natürlich besonders an den Information die der Bürger hat. Boris Johnson hat die Unwarheit gesagt.

re von Hador Goldscheitel

Es gibt Tory-Brexiters.Oder auch UKIP-Brexiter.

Aber es gibt auch linke Brexiter.Denen geht es mit dem Austritt um die Beseitigung eines Hindernisses für sozialen Fortschritt in der Zukunft,vorausgesetzt es gibt entsprechende Mehrheitsverhältnisse.

Und in der Bundesrepublik sind es doch vor allem Neoliberale die gegen den Brexit sind.Können Sie nicht bestreiten.

sie wollen gehen aber die eu lässt es nicht zu

hier wurde eine wahre und undemokratische aggression von seiten der eu-brüssel in die wege geleitet.
von anfang an wurden die wege versperrt mit innerer einmischung in innenpolitische sachen in enagland, mit drohungen, mit angst das andere staaaten folgen uns.
man wollte und machte bewusst alles so kompliziert mit hass, das es zu lange dauerte und zu besitzergreifen. motto einmal in den händen der eu für immer und ewig.
jeder hat das recht auszutreten und man hätte hier sofort sich hinsetzen müssen und auf den willen der engländer eingehen und für ein friedliches trennen arbeiten. aus vorbei die glaubwürdigkeit. ich hoffe die engländer gehen mit einem no deal und die eu ist dafür verantwortlich und wird teuer bezahlen müssen. england bravo und ja es braucht viel kraft seine freiheit wieder z finden mit all den eu profitgeilen.

RE:Bernd Kevesligeti

Und was die Gastarbeiter heute angeht, sind die Bedingungen in Deutschland mit Arbeitsvertrag doch hervorragend. Ihr "Gastarbeiterelend" findet man auf dem Arbeiterstrich oder beispielsweise auf ital. Plantagen, wo bulgarische und rumänische Erntehelfer unter unsäglichen Arbeits- und Wohnbedingungen hausen mussten.

Gruß Hador

Die Kritikpunkte ernst nehmen

Also ich bin ein großer EU-Freund, mehr noch, wir sind eine Eu-Familie und unsere Kinder haben zwei Nationalitäten. Mehr EU geht also nicht

re von karwandler

Sie können aber gut erklären.
Sicher stehen hinter der Initiative der 100 Abgeordneten ökonomische Interessen,eben der Unternehmen aus den Herkunftsländern der Abgeordneten.

"Aber es gibt auch linke

"Aber es gibt auch linke Brexiter.Denen geht es mit dem Austritt um die Beseitigung eines Hindernisses für sozialen Fortschritt in der Zukunft,vorausgesetzt es gibt entsprechende Mehrheitsverhältnisse."

Ja glauben sie denn ernsthaft es gäbe in UK sozialen Fortschritt, wenn im industriellen Bereich massenhaft Arbeitsplätze wegfallen. Zudem ist das britische Pfund durch die Androhung des Brexit schon abgestürzt. Und sie könne davon ausgehen: Je schwächer das Pfund, desto größer die sozialen Probleme im Vereinigten Königreich !

Zudem: Haben die Konservativen etwas von sozialem Fortschritt auf der Agenda ???

Gruß Hador

Frau May hat immer auf Zeit gespielt und damit sinnlos Zeit beim Taktieren verloren . Eine Verlängerung von einmal vereinbarten Fristen ist inakzeptabel . Irgendwann muß dann klar und konsequent gehandelt werden und Fkaten geschaffen werden, wobei ich kein Freund des Brexit bin aber man muß schon auch in der Lage sein Probleme in einer vorgegebenen Zeit zu lösen . Ich erinnere mich nur Klassenarbeiten in der Schule on in Deutsch oder in Mathematik .. es gibt Aufgaben , die in einem bestimmten Zeitfenster zu bewältigen sind ... und wenn man dann leere Blätter oder überwiegend ungelöste Aufgaben abgegeben hat , dann wars das eben . Aber leider lässt die Qualität heutiger Politiker ja solche Anforderungen nicht mehr zu.

Hoffentlich ist das Theater

Hoffentlich ist das Theater am 29. März vorbei.
Egal ob hart oder weich.
Es wird sich in der EU doch wohl ein Land finden, das gegen eine Verlängerung stimmt.
Eine erneute Abstimmung bekommt GB sowieso zeitlich nicht hin.

Heute früh gabe es einen Bericht aus Dover

WDR5 berichtete aus Dover, wo alle 10 Minuten eine Fähre aus Callais anlegt.

LKWs aus EU Staaten fahren von der Fähre direkt zur Autobahn, um ihre Waren zu den Kunden zu bringen.
LKWs aus nicht EU Staaten müssen auf einem Parkplatz auf die Zollabfertigung warten. Dieser Parkplatz ist schon heute immer gut belegt.

Nach dem harten Brexit müssen alle LKWs durch den Zoll. Dafür gibt es aber keinen Platz. Wie es dann aussehen könnte, hat man beim letzten Bummelstreik der franzöischen Zöllner in Callais gesehen.

Damals stauten sich die LKWs von Dover aus ins englische Landesinnere auf einer Strecke von 40 Km.
Zum Glück dauerte der Streik nur drei Tage.

Wie es bei einem harten Brexit funktionieren soll, können sich die interviewten Menschen aus Dover nicht vorstellen.

@von eli

vollkomen richtig ihre Ansicht , aber stammt aus Zeiten in denen es noch seriöse Politiker gab ... heute es ist das einzige Ziel : der persönliche Machterhalt egal mit welcher Politik. Und dann kommt von der Politik die Unfähigkeit entschuldigeng immer die Ausrede ales sei ja viel komplexer geworden. Natürlich , wenn ich Politik ohne roten Faden mache , d.h. mich immer durchwurstele dann wird natürlich alles immer komplexer .

May und EU-Parlamentarier: ...zweifeln und Tee trinken..

Wenn der Brexit nicht vom Himmel fällt, dann warten wir alle vielleicht auch noch Morgen … Wenn es keine "vernünftige" Regelung des ganzen gibt, schon weil das ganze Ansinnen nicht sehr vernünftig ist, dann kann man sie vielleicht auch gar nicht finden und muss mit weniger zufrieden sein.

@11:36 von Bernd Kevesligeti

Es gibt Tory-Brexiters.Oder auch UKIP-Brexiter.
Aber es gibt auch linke Brexiter.

Kann sein und da steckt auch das Problem. Im UK-Parlament gibt es viele, die gegen den Deal sind, aber aus unterschiedlichen Gründen. Die Briten können also klar sagen, wogegen sie sind; sie sind sich aber nicht einig darin, was sie eigentlich wollen.

Raus aus der EU? Gerne, dürfen sie. Aber ein Vertrag sollte immer die Interessen beider Seiten berücksichtigen und nicht nur die Wunschträume der einen.

Und in der Bundesrepublik sind es doch vor allem Neoliberale die gegen den Brexit sind.

Die natürlich aus wirtschaftlichen Gründen. Aber auch viele eher Linke, wie mich, die aus ideellen Gründen die EU befürworten und die Briten lieber in der Gemeinschaft behalten wollen. Achten Sie mal drauf, wer hier alles gegen den Brexit argumentiert. Da sind viele dabei, die sonst nicht durch "neoliberale" Argumente auffallen. Und auch die "Pro-Brexiteers" hier kommen aus einer Ecke.

@ 08:18 von rossundreiter

Aufschub.
.
Und das dann bis zum Sanktnimmerleinstag.
.
Die gehen nicht.
.
Aber dann immer auf der Kante. Die anderen Mitgliedsstaaten können nichts machen. Höchstrichterlich beschlossen.

Ja, aber sie haben dann kein Mitbestimmungsrecht mehr in der EU, sondern müssen alles so umsetzen, wie die restlichen EU-Staaten es beschliessen. Das hilft auch schon viel.

um 11:28 von Bernd Kevesligeti

Wer untersagt hier was?

Wir reden hier vom Brexit / EU. Und das die EU nicht für 95% aller ihr unterstellten Probleme verantwortlich gemacht werden kann.

Wenn Staatsbetriebe privatisiert werden ist das Verantwortung der jeweiligen Regierungen, nicht der EU.

11:20 von witch of endor

"Die Situation der britischen Fischer hängt im gleichen Maße von der EU ab wie die von "unseren" Leiharbeiter.

Gar nicht.

Es sind landestypische Situationen die von den jeweiligen (souveränen) Regierungen gestaltet werden sind."

Stimmt leider so nicht ganz. Die Fangquoten einzelner Fischarten sind schon EU-Recht. Dann wurde den Fischern (von M. Goove / N. Farage) in Cornwall gesagt: Die 70/30 % Aufteilung des Umfangs des Fischfangs (zugunsten Frankreichs, wohlgemerkt) im Ärmelkanal wird abgeschafft. Fangquoten gibts auch keine mehr. Ihr dürft wieder alle Fische, die ihr fangt verkaufen. Dass der Fang auch jetzt schon zu einem guten Teil nach EU-Land geht, wurde verschwiegen. Ist ja Sache des Händlers, den Fisch loszuwerden... nicht die des Fischers. 9/10 Fishermen haben nur egoistisch entschieden.... Mal davon abgesehen, dass das Meer eh fast leer ist....

Ansonsten bin ich ganz bei Ihnen!

@ 09:00 von Sachse64

Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes, es gab ja ein Referendum.

Um es ganz genau zu sagen: Es ist der Wille der alten Bürger. Die, die am kürzesten mit den Folgen leben müssen.
Die jungen waren in der Mehrheit dagegen.

re bernd kevesligeti

"Sicher stehen hinter der Initiative der 100 Abgeordneten ökonomische Interessen,eben der Unternehmen aus den Herkunftsländern der Abgeordneten."

Dass alle EU-Abgeordneten lobbygesteuerte Marionetten sind kann ich nicht beurteilen.

Gut, dass wenigstens Sie das ganz genau wissen.

re von Hador Goldscheitel

Die Torys haben nichts mit sozialem Fortschritt zu tun,eher mit social cuts.

Aber im industriellen Bereich sind doch in den letzten Jahren massenhaft Jobs weggefallen.Das ist einer Gründe warum die Arbeiter so abgestimmt haben,wie sie es taten.

um 11:48 von GeMe

Vielleicht interessiert es sie zu erfahren, dass in UK die M20 gerade in eine Art "Wartespur" umgebaut wird.

Mit Dixieklo und allem.

Die M20 ist übrigens die Autobahn von Dover nach London.

Ach ja. Man versucht ebenfalls, den Hafen von Ramsgate bei London zu reaktivieren. Der UK dann mit dem belgischem Ostende verbinden soll.

Wenn ich das richtig verstanden habe ist dafür die Firma "Seaborne Freight" beauftragt.

Deren einzige Qalifikation es ist, ein britisches Unternehemn zu sein. Schiffe haben die interessanterweise im Moment nicht.
Und ich habe auch Probleme zu erkennen, wie man innerhalb von einigen Wochen Schiffe beschaffen kann.

11:40 von Bernd Kevesligeti / @karwandler

«Sie können aber gut erklären.»

Selbiges sehe ich bei Ihnen leider ganz und gar nicht.

Trotz Ihrer vielen Beiträge in diesem Thread kann ich nicht erkennen, wie Sie sich denn vorstellen, dass es nun Ihrer Meinung nach mit Soft-Brexit, Hard-Brexit, No-Brexit weitergehen solle.

Nochmal: Es waren die Briten, die "Leave" sagten.
Es ist die britische Regierung, die diesem Referendum folgen will.
Die "à la Norway" strikt ablehnt. Es ist das britische Parlament, das dem ausgehandelten Vertrag (offensichtlich) nicht zustimmen will.

Was soll die EU denn jetzt machen?
Angesichts des Tohuwabohus, das die Briten seit 2,5 Jahren verbreiten?

Das EU-Parlament "ist Ihnen nix".
Mitforisten, die andere Meinungen "pro EU" verteten, als Sie es tun, sind "Neoliberale, die Juncker huldigen".

Was wollen Sie eigentlich sagen?
"Dass alles nur großer Mist ist?"
Der durch was zu ersetzen wäre?

Was hätten Sie denn gerne, dass in GB nun passieren sollte?
Das würde "die Situation" dann wie verbessern… ?

re von witch of endor

Es geht um das Abkommen EU-Grossbritannien.Es untersagt,das Privatisierungen zurückgenommen werden.

Ich wäre auch dafür,

dass die Briten reumütig umkehren. Als gleichberechtigtes Mitglied ohne Extrawürste, wie alle anderen Mitglieder auch.
Somit hätte das ganze Austrittstheater noch einen Sinn erfüllt.
Da die Briten dem etwa 50/50 gegenüber stehen, sehe ich diesbezüglich allerdings schwarz.
Theresa May ist im Grunde nichts vorzuwerfen, sie nimmt nur die Umsetzung des Referendums in die Hand, wofür ALLE anderen Regierungsköppe zu feige waren. Sie war und ist Brexit-Gegner.

Alle gehören zu Europa...

auch England...nur so wie die Schweiz, Norwegen, Island usw. wollen sie nicht mehr zur Europäischen Union gehören oder dort mitmachen. Die Engländer waren schwierige EU-ler...das heißt aber nicht, daß wir auf England und seine Menschen zukünftig verzichten sollten. Wenn ich hier viele Beiträge sehe, dann scheint heimliche Freude oder Häme über dem Brexit angesagt. Mitnichten...England ist und bleibt ein zentrales Mitglied der europäischen Familie.
Also ist mal hier im Forum verbales Abrüsten angesagt...kulturell, historisch, wissenschaftlich und ökonomisch sind die "Angelsachsen" unsere Freunde. Wer will das bezweifeln?

@ 09:03 von Kommerz

Mann, nun bringt’s endlich hinter euch! Ich kann diese ewigen erneuten Diskussionen nicht mehr hören. Es wurde eine Entscheidung getroffen und nun ist das so. Jetzt immer wieder neu zu diskutieren, kenne ich nur von vorlauten Rechthabern, die getroffene Entscheidungen nicht akzeptieren können. Die Welt wird nach dem Brexit bzw. ohne die EU nicht untergehen und auch die nächsten Generationen werden nicht ins Mittelalter zurückfallen.

Sie sollten aber auch zwei Dinge bedenken:

Mit den Briten fällt ein grosser Einzahler aus der EU raus.

Die Briten hatten zwar an jedem Gesetzt etwas auszusetzen. Wenn aber fertigverhandelt war, haben sie die Gesetzte anstandslos und unverzüglich in Britisches Recht umgewandelt und angewendet.
Anders als z.B. Deutschland, das jetzt so langsam feststellt, dass es vor 9 Jahren härtere Umweltgesetzte verabschiedet hat.

re von karwandler

Die Organisation Lobbycontrol bietet ab und zu Rundgänge in Brüssel an.Zu den Zentren des Lobbyismus.Wer,Wo,Was.

@ 10:03 von Sparer

dieses
.
Austritts-Gezerre hat schon was Bizarres.
Ich wäre für ein Angebot an die Briten, bei verbesserten Konditionen (z.B. größerer Rabatt; keine Pflicht, Bürgern anderer EU-Staaten Freizügigkeit nach GB zu gewähren; Freiheit, eigene Handelsabkommen mit Drittstaaten abzuschließen), die den britischen EU-Skeptizismus eliminieren, in der EU verbleiben zu können.

Nein, da bin ich entschieden dagegen. GB hat schon jetzt zu viele Sondervorteile.

RE:Bernd Kevesligeti

"Aber im industriellen Bereich sind doch in den letzten Jahren massenhaft Jobs weggefallen.Das ist einer Gründe warum die Arbeiter so abgestimmt haben,wie sie es taten."

Im Vergleich zu anderen Industrienationen, wie den USA, Deutschland und Frankreich liegt die Produktivität der britischen Industrie um 20–30 % niedriger. Als eine Ursache hierfür wird die mangelhafte Ausbildung vieler Industriearbeiter genannt.
Quelle Wiki

DasAbbau der Arbeitplätze hat aber auch rein gar nichts mit der EU zu tun.

Gruß Hador

12:01 von Bernd Kevesligeti

«Aber im industriellen Bereich sind doch in den letzten Jahren massenhaft Jobs weggefallen.Das ist einer Gründe warum die Arbeiter so abgestimmt haben,wie sie es taten.»

Als ob die weggefallenen Jobs nach dem Brexit postwendend wie Untote aus ihren Gräbern wieder auferstünden …

Bitte kein Aufschub

Zieht den Brexit durch oder sagt ihn ganz ab (was ich klüger fände). Eins von beiden. Aber an einem Aufschub kann in der restlichen EU niemand Interesse haben. Was soll das bringen?

Die EU muss Hart bleiben oder sie verliert das völlige Vetrauen

Die EU muss Hart bleiben sonst verliert sie die völlige Glaubwürdigkeit der Menschen.

Ich kann nicht in meiner Firma kündigen und bleiben oder bleiben und kündigen! Die Briten hatten alle Sonderrechte gehabt, keine €uro Einführung kein Schengenraum (also alles was negativ ist) und trotzdem haben die Briten immer nur gemerkert und Unruhe innerhalb der EU gebracht. Und was soll jetzt eine 2. Volksabstimmung bringen?? Kann den jeder machen was er will in der EU??

Die EU ist deutlich besser dran ohne Großbritannien.

Menschen müssen sich ändern können und dürfen

@ eli:
Demokratie läuft so: man wird für seine Positionen gewählt. Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen.

Quatsch. Menschen können ihre Meinung sehr wohl ändern - und das gilt auch und gerade für Politiker. Wer unfähig ist umzudenken, hat in dem Geschäft nix verloren.

@10:57 von Hador Goldscheitel

Da wäre ich nicht so sicher. Bei der Einfuhr von Lebensmitteln wie Getreide, Fleisch, Fisch und Milchprodukte aus Drittländern in die EU wurden immer recht hohe Abgaben erhoben, um die Warenpreise an die Binnenpreise anzupassen. Bei der Ausfuhr derartiger Waren in Drittländer wurden Subventionen/Ausfuhrerstattungen an die Exporteure gezahlt, damit sie ihre Waren zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten konnten. Das heißt: Lebensmittel waren auf dem Weltmarkt immer billiger als auf dem EU-Binnenmarkt. Jetzt können die Briten auf dem Weltmarkt einkaufen und die Zölle selber festsetzen. Warum sollen Lebensmittel dann automatisch teurer werden ?

@rossundreiter, 08:18

"Aufschub (...) -
Die gehen nicht (...)."

Hoffentlich.

"Die anderen Mitgliedsstaaten können nichts machen."

Wieso das denn??! Machen kann man immer was.

Und vor allem: Wen genau meinen Sie eigentlich mit "Mitgliedsstaaten"? Deren Bürger oder deren Regierungen?

@von Bernd Kevesligeti um 12:04

Es geht um das Abkommen EU-Grossbritannien.Es untersagt,das Privatisierungen zurückgenommen werden.

Können Sie bitte ausführen, in welchem Absatz diese Festlegung steht. Ich habe sie nirgendwo gelesen.

ich schätze

vielen Briten dämmert es nun was sie sich selbst eingebrockt haben.

Die Demagogen Farage, Johnson und Davis und wie sie nicht alle heißen haben sich längst abgesetzt und zehren wahrscheinlich von den Pfründen die sie mit dem Brexit Desaster eingenommen haben.

Die Zeitungen und Nachrichten in GB haben sich auch nicht mit rum bekleckert, indem sie die Lügen über die Eu, verbreitet durch UKIp und Teile der Torries willig verbreitet haben um ihre Auflage zu steigern.

Der Chef des Labour-Flügels im EU-Parlament hat einmal die Prominentesten zusammen gefasst:
https://www.richardcorbett.org.uk/long-list-leave-lies/

Labour gegen den Brexit

Die Labour-Party ist mit großer Mehrheit gegen den Brexit (auch wenn ihr populistischer Führer Corbyn der EU gern eins auswischen würde und nicht so genau weiß, wofür er ist).
Der Brexit kostet definitiv Arbeitsplätze und er nimmt den Arbeitnehmern die Freizügigkeit, dort zu arbeiten, wo sie möchten. Das ist nicht im Sinne der Arbeiterbewegung.

@Hador Goldscheitel, 08:33

"Die spinnen die Briten, oder doch nicht ?"

Die waren schon immer ein bisschen "strange".

Das finde ich aber gar nicht schlecht. Die Vielfalt - insbesondere an Anregungen und Ideen - macht's.

"Sollte sich am Ende der ganzen Brexithysterie doch die Vernunft siegen ? Man sollte die Hoffnung nie aufgeben !"

Sollte man wirklich nicht.

@ Bernd Kevesligeti

Sicher stehen hinter der Initiative der 100 Abgeordneten ökonomische Interessen

Na hoffentlich. Die Abgeordneten sollten nicht zuletzt die ökonomischen Interessen der Bevölkerung im Blick behalten.

re von Hador Goldscheitel

Im Internet können Sie sich die Handelsbilanzen Deutschland-GB aber auch zu anderen Ländern angucken.Das hat mit dem Rückgang dort zu tun.Aber nicht nur dort:Gerade Frankreich und Südeuropa ist vom herunterkonkurrieren durch die deutsche Exportwirtschaft betroffen.Das bedeutet faktisch Export von Arbeitslosigkeit von hier in diese Länder.Stichwort:Beggar the Neighbour.
Zugeben tut das wenn auch ungewollt Eric Schweitzer vom DIHK.

12:23 von bonaqa79

Die EU ist deutlich besser dran ohne Großbritannien.

Da scheinen aber unsere Politiker anderer Meinung zu sein, anders kann ich mir deren Aufgeregtheit nicht erklären. Ich als Normalbürger frage mich, wie das gehen soll. Das zweitstärkste Geberland fällt weg und zwei bettelarme Nehmerländer kommen hinzu. Große mathematische Fähigkeiten sind hier wohl nicht erforderlich.

12:04 von Bernd Kevesligeti

«Es geht um das Abkommen EU-Grossbritannien.Es untersagt,das Privatisierungen zurückgenommen werden.»

Das ausgehandelte Abkommen sieht eine Übergangsfrist bis Ende 2020 vor, in der GB in Zollunion + Personenfreizügigkeit verbleibt. Vor allem deswegen, weil eine "vernünftige" Lösung für die Grenzfrage Nord-Irland zu Irland nicht gefunden werden konnte.

So denn GB "irgendwann" einmal entschieden hat, wie mit ungeklärten Fragen umgegangen werden soll, dann wird GB "tun und lassen können, was es will". Das Vertragswerk ist keines, "das für die Ewigkeit gilt".

Dann mögen die Briten so viele Privatisierungen zurücknehmen, wie es ihnen beliebt. Und zu den Privatisierungen hat sie niemand gezwungen. Schon gar nicht die EU.

Als ob man nach ca. 40 Jahren EU-Mitgliedschaft mit einem in den Wald gerufenen: "We will leave!" von einem auf den anderen Tag "alles auflösen könnte", als stäche man mit einer Nadel in einen Luftballon.

Es wird … Jahre dauern, das alles im Detail zu entflechten …

Brexit-Referendum

Wie der Name schon sagt, es war ein Referendum und keine Volksabstimmung à la
Schweiz, also für die Regierung nicht bindend.
Hätte man nach dem Referendum die Anti-EU Ängste der "Leave" Befürworter analysiert und entsprechende Gegenmassnahmen ergriffen,
wäre ein Austritt überflüssig gewesen.
Cameron wollte mit diesem Referendum die
EU Gegner in der Regierung ad absurdum
führen und hat damit die Büchse der Pandora geöffnet.
Selbst jetzt nach den zähen Verhandlungen
ist das Referendum nach wie vor nicht bindend, auch dann nicht wenn UK offiziell den Austritt erklärt hat. Wenn die Britische Regierung auch nur einen Funken Verstand
mobilisieren kann, dann bleibt UK in der EU.
Allerdings muss dann eine andere Regierung her.

12:34 von Barbarossa 2

«Das zweitstärkste Geberland fällt weg und zwei bettelarme Nehmerländer kommen hinzu. Große mathematische Fähigkeiten sind hier wohl nicht erforderlich.»

Welche zwei "bettelarmen Nehmerländer" kommen zur EU hinzu?
Wann kommen sie hinzu?

um 12:04 von Bernd Kevesligeti

"Es geht um das Abkommen EU-Grossbritannien.Es untersagt,das Privatisierungen zurückgenommen werden."

Entschuldigung, aber da muss ich nachfragen. Wo steht das?
Und welche Art von Privatisierung?

Man kann private Betriebe ja quasi "enteignen". Das wäre noch meiner Auffassung illegal.
Aber man kann verstaatlichte Betriebe auch zurückkaufen.

Mal abgesehen davon, dass dieser Weg vermutlich extrem teuer sein würde. Und extrem komplex, weil es offenbar relativ viele private Firmen gibt, die Teile in der britischen Bahn besitzen.

Ich muss aber zugeben, dass ich mich gar nicht mit der britischen Bahn auskenne. Und nur mal eben schnell ein paar Artikel lesen macht mich leider nicht aussagefähiger.

Deswegen! Wo steht das? Was ist genau damit gemeint?

Ich wünsche allen Betroffenen...

...dass sich die Entscheidungsträger zu einer Lösung durchringen, mit der alle leben können.
Wenn ich für den Betriebsrat mit dem Management verhandelt habe, wusste ich, dass ich für das Verhandlungsergebnis die Zustimmung des Betriebsrates benötige - also habe ich auch entsprechend verhandelt.
Was hier abgeliefert wurde, ist ein Tollstück - und das von hochbezahlten Politikern und Beamten.
Ich drücke uns allen die Daumen.
Michael Streibel

RE:Bernd Kevesligeti

Sie sollten beim Thema bleiben. Es geht hier um EU-Mitglieder und GB.

Zudem: Beggar-my-neighbour-Politik

Diese Politik beinhaltet das Streben eines Landes nach Exportförderung unter gleichzeitiger Importhemmung durch Abwertung seiner Währung. Sie wirkt nur so lange, bis ein anderes Land ebenfalls seine Währung abwertet, wodurch es zu einer Abwertungskonkurrenz kommen kann. Dadurch leidet der internationale Handel und der Wohlstand der betreffenden Völker.

Genau dieses Szenario wird UK beteiben! Nur werden dadurch auch die Briten durch den Verlust des Wechselkurses ärmer. Urlaub in Spanien wird dann für viele Briten dann nicht mehr regelmäßig drin sein.

Gruß Hador

Unterhaltsam das ganze...

Wenn das noch die gute alte Queen Victoria miterleben würde......
Wie kann so ein grosses Weltreich so in die Bedeutungslosigkeit versinken.
Wirklich verrückt die Briten.

12:43 von schabernack

Mit Serbien und Montenegro haben die Beitrittsverhandlungen begonnen, Bosnien-Herzegowina und der Kosovo sind in der Warteschleife. Kann man ergooglen.

re von Niemand

Das Abkommen verbietet die Industrieförderung,den Abschluss von Handelsverträgen mit dritten Ländern.Und auch das Privatisierungen rückgängig gemacht werden.
Siehe dazu:Artikel von Jörg Kronauer,Im stählernen Griff,das Ende einer Zweckehe,Brexit als Vorteil u.a. von November/Dezember 2018.

um 12:25 von Bernburger49

Also...Zölle sind leider nicht so hunderprozentig frei setzbar, wie man vielleicht denkt.
Grund ist die WTO, die einen einheitlichen Mindeststandard vorsieht.
Man kann z.B. nicht für ein Land den Zoll auf Weizen aufheben und für en anderes land wieder aufheben.

In gewisser Weise ist die WTO ähnlich machtlos wie die UN, wer es wirklich darauf anlegt kommt auch mit eigenwilligen Zollregelungen durch.

Aber ob UK dafür auch die Macht hat? Im Gegensatz zu Schwergewichten wie USA und China? Ich denke nicht.

Und zweitens ist die Frage, warum ein bestimmtes Gut billiger ist. In den USA ist Genfood normal und die Lebensmittelbestimmungen sind für Europäer eher schlecht.
Deswegen sind Nahrungsmittel aus USA auch eher günstig. Will man die hier?
Zölle sind auch ein Ausgleich für unterschiedliche Arbeitsbedingungen (Arbeitnehmerrechte, Löhne).

Die EWG

hätte bleiben sollen. Für alles was danach kam kann man sich eigentlich nicht wirklich begeistern. Die Währungsumrechnerei mittels Dreisatz wäre für manch einen eine gute Übung gewesen seinen eigenen Kopf zu bemühen.

Es ist schon erstaunlich...

...wie vehement hier teilweise mit dem "unwiderruflichen" Referendum gegen ein eventuelles Umdenken in Großbritannien argumentiert wird. Dieser "Wille des Volkes", der hier beschworen wird, betraf gerade mal 52% Prozent der abgegebenen Stimmen, und war nicht mal in irgendeiner Form rechtlich bindend. Wenn die aktuellen Umfragen nicht ganz daneben liegen, könnte Volkes Wille inzwischen ganz anders aussehen. Absolut typisch ist, wie komplett die größten Stimmungsmacher von damals inzwischen den Kopf eingezogen haben und sich vor jeder Verantwortung drücken...

re von Hador Goldscheitel

Sie schreiben an der Sache vorbei.Es ist innerhalb der EU Deutschland das diese Politik
betreibt.Die Exportüberschüsse sind hier von sechs Prozent des BIP im Jahre 2012 auf jetzt über acht Prozent gestiegen.
Siehe die "Memoranden Wirtschaftspolitik",Pappyrossa-Verlag.

@11:06 von karwandler

Schön, dass Sie meine Idee "genial" nennen.
Jedes EU-Land sollte sich seine Bedingungen, unter denen es Mitglied ist bzw. wird, frei aussuchen können. Nur dann kann diese Anhäufung von egoistischen Staaten als "Gemeinschaft" funktionieren.
Manche Staaten leben das ja jetzt schon ganz aktiv vor.

re bernd kevesligeti

"re von Niemand

Das Abkommen verbietet die Industrieförderung,den Abschluss von Handelsverträgen mit dritten Ländern.Und auch das Privatisierungen rückgängig gemacht werden."

Wo steht das im Austrittsabkommen?

Wenn Sie solche Behauptungen aufstellen müssen Sie es doch beegen können.

re von schabernack

"Zu den Privatisierungen hat sie niemand gezwungen,schon gar nicht die EU".

Warum wohl,beruft sich Macron bei der angestrebten Privatisierung des SNCF(Bahn)
immer wieder auf die EU,auf EU-Recht ?

RE:Bernburger49

Sie habe da insofern recht, dass die importierten Grundnahrungsmittel auf dem Weltmarkt günstiger zu haben sind. Da die Weltmärkte in US $ gehandelt werden, wird die Erparnis durch das schwache britische Pfund ausbleiben. Vor allem die verarbeiteten Produkte werden eben teurer, wie franz. Käse, ital. Wein, griechische Olivenöl, schwarzwälder Schinken oder der von den Briten so geliebte Portwein aus Portugal.

Gruß Hador

re jetzttexteich

"Die Währungsumrechnerei mittels Dreisatz wäre für manch einen eine gute Übung gewesen seinen eigenen Kopf zu bemühen."

Dass die gemeinsame Währung noch andere Aspekte hat als dass man in Italien die Pizza-Preise mit den deutschen vergleichen kann ist bei manchen noch nicht angekommen.

11:36, Bernd Kevesligeti

>>Und in der Bundesrepublik sind es doch vor allem Neoliberale die gegen den Brexit sind.Können Sie nicht bestreiten.<<

Ihre Definition von neoliberal würde mich interessieren.

Ich hege die Vermutung, daß für Sie jeder, der das kapitalistische Wirtschaftssystem nicht infrage stellt, ein Neoliberaler ist.

Nach dieser Definition produziert dann jede Wahl in Deutschland eine erdrückende neoliberale Mehrheit.

Bitte schlagen Sie den Begriff doch einfach mal nach. Sie verwenden ihn IMHO als beliebiges, inhaltsleeres Schlagwort.

RE:Bernd Kevesligeti

"Sie schreiben an der Sache vorbei.Es ist innerhalb der EU Deutschland das diese Politik
betreibt.Die Exportüberschüsse sind hier von sechs Prozent des BIP im Jahre 2012 auf jetzt über acht Prozent gestiegen.
Siehe die "Memoranden Wirtschaftspolitik",Pappyrossa-Verlag."

Was haben deutsche Exportüberschüsse mit dem Brexit zu zun. Die Ursache des Brexit liegt doch nicht darin!

Gruß Hador

re sparer

"Schön, dass Sie meine Idee "genial" nennen.
Jedes EU-Land sollte sich seine Bedingungen, unter denen es Mitglied ist bzw. wird, frei aussuchen können."

Dann treten Sie mal in einen Sportverein ein, aber nur zum halben Jahresbeitrag und die Geräte nach dem Zirkeltraining müssen andere aufräumen.

RE:fathaland slim; Bernd Kevesligeti

Danke fathaland slim für ihren Beitrag

Gruß Hador

re bernd kevesligeti

"Warum wohl,beruft sich Macron bei der angestrebten Privatisierung des SNCF(Bahn)
immer wieder auf die EU,auf EU-Recht ?"

Nur dummes Zeug.

Die SNCF privatisieren oder nicht privatisieren ist allein Sache der Franzosen.

10:37, Bernd Kevesligeti

>>Was bedeutet mehr Europa ? Mehr Handelsungleichgewichte.Der Exportstärkste soll profitieren,darum geht es,darum die Verrenkungen in Brüssel.<<

Der Exportstärkste profitiert immer. Das bringt sie Exportstärke so mit sich.

Die Bundesrepublik Deutschland war immer schon eine Nation mit einem ausgeprägten Handelsungleichgewicht.

Ob man sich jetzt in Brüssel verrenkt oder nicht hat darauf keinen Einfluss.

12:49 von Eintopf66

In vielen Britischen Köpfen steckt immer noch
das "British Empire" also der Anspruch auf
Vorherrschaft.
Konnte ich bei meinen vielen UK Besuchen
in diversen Diskussionen mit "Normalbürgern" immer wieder fest stellen.
Die Briten sehen sich immer noch so:
"Britannia rules the waves".
Der Verlust der Viktorianischen "Weltherrschaft" (Anmerkung: kolonialer Ausbeutung) sitzt immer noch tief im Britischen Bewusstsein.
Die meisten der Brexit Befürworter sind ältere Menschen, die eine tiefsitzende Antipathie gegen alles haben, was ihre glorreiche Nation einengt.
Diese älteren Menschen sind auch heute noch voller Groll gegen Deutschland das
ihnen im 2.Weltkrieg zugesetzt hat.
Ein ca. 65 Jahre alter Brite sagte 1988 zu mir, ich sei ja wohl auch ein Nazi und er wolle mit mir nichts zu tun haben.
Erst wenn diese Generation nicht mehr da ist, kann UK vielleicht zu sich selbst finden.
Auch ohne "Empire".

Wenn.....

man nach den Vorhersagen der früheren Brexit-Initiatoren wie z.B. Farage sucht, findet man nicht nur keine, sondern es wird behauptet, man wäre misverstanden worden! Wenn man sich die Aussagen besonders von Rentnern anhört, muß man froh sein, daß es in Deutschland kein so einfaches Reverendum pro/contra gegeben hat, und man darf sich garnicht vorstellen, in welche Schockstarre die anderen EU-Mitglieder fallen würden! Dann hätte man halt wieder eine Lira zum Umrechnungskurs von 1:1000 oder einen Franc zu 1:100!

12:56 von Bernd Kevesligeti

«Das Abkommen verbietet die Industrieförderung,den Abschluss von Handelsverträgen mit dritten Ländern.Und auch das Privatisierungen rückgängig gemacht werden.
Siehe dazu:Artikel von Jörg Kronauer,Im stählernen Griff,das Ende einer Zweckehe,Brexit als Vorteil u.a. von November/Dezember 2018.»

Dann soll GB bitte die Grenzfrage auf der irischen Insel lösen.

Sind die dortigen Parlamentarier willens, "eine konsequente" EU-Außengrenze zwischen Irland / Nordirland zu errichten, fallen alle Argumente zum "Backstop" weg. "Und GB ist raus aus der Zollunion".

Sie argumentieren seit Stunden in einer Art, als sei diese Problematik schlicht nicht existent. Da bin ich mal gespannt, wie GB aus diesem Dilemma heraus zu finden in der Lage ist.

Brexit ist nicht ganz so einfach wie der Austritt aus einem Sportverein. Man geht einfach nicht mehr hin, zahlt evtl. zähneknirschend die Mitgliedsbeiträge bis zum Ende des Jahres.

Hätte man mal in GB früher besser nachgedacht.
"Dann wär‘ weniger Drama …"

@ von silverbeard

"Um es ganz genau zu sagen: Es ist der Wille der alten Bürger. Die, die am kürzesten mit den Folgen leben müssen.
Die jungen waren in der Mehrheit dagegen."

Es reicht halt nicht aus nur dagegen zu sein, man muss das auch schon sagen. Dazu war der Referendumstag vorgesehen.
Wenn hier jemand den "Jungen" die Zukunft verbaut hat, dann waren sie es selbst.

re von karwandler

Der in London lebende deutsche Journalist Jörg Kronauer hat dazu allgemein verständliche Artikel geschrieben.Das Abkommen im englischen Orginaltext hab ich natürlich nicht.
Labour-Vorsitzender Jeremy Corbyn sprach in seiner Ablehnung des Deals auch davon,daß die Hoheit über die Wirtschaftspolitik zurückerobert werden muß.Siehe Junge Welt vom 5.12.2018

um 13:08 von karwandler

Ich sehe, es geht um die Übergangsfrist, nicht um den eigentlichen Brexit.

Das Subventionierung und auch der Abschluss von Handelsverträgen in der Übergangsphase nicht gestattet sind ist für mich absolut nachvollziehbar.
Sogar logisch, wenn man weiß wie der "gemeinsame Markt" und die Zollunion funktionieren.

Immerhin darf die UK Handelsverträge dann verhandeln. Als EU-Mitglied ist das auch nicht erlaubt. Was auch logisch ist.

Verbot von Verstaatlichung kann ich mir nur unter den Gesichtspunkten Subventionierung, Enteignungen etc vorstellen.

Nach mehrheitlicher Meinung der Briten mit denen ich

enger zusammenarbeite (Industrie), ist das derzeitige populistische Gezerfe um politische Pfünde so etwas von daneben, dass Ihnen die Britische Gelassenheit abhanden kommt. Ich für meinen Teil wünsche mir einen Verbleib, einfach weil mir mutwillige Zerstörung von was auch immer zutiefst zuwider ist. Aber manchmal müssen Menschen die warnenden Worte der Vernunft überhören und die bitteren Folgen real erfahren um zu die eigene Unzulänglichkeit oder die honigsüssen Worthülsen der Verführer zu verstehen.

Da werden dann selbst 9000 englische Brexiteer-Fischer in mein Mitleid eingebunden sein, die es geschafft haben eine funktionierendes System auf das Niveau der englischen Fischerei zu bringen.

Well done Britain.

Hier schreiben die Meisten

Hier schreiben die Meisten von der Wirtschaft, die Wirtschaft, die Wirtschaft….
Warum geht es der deutschen Wirtschaft so gut?
Weil aus D ein Billiglohnland gemacht wurde dank Agenda 2010.
Also die Zeche zahlten die Bürger für die Wirtschaft……
Viele geben sich hier so schlau, aber sind sie es noch nach dem Brexit?

Verträge

Jeder Vertrag ist ein Kompromiss zwischen den Interessen der Vertragspartner. Keiner kann erwarten, dass er seine Interessen zu 100% durchsetzt. Auch die Mitgliedschaft in der EU setzt Kompromisse voraus. Alle, die irgendwann in die EU eingetreten sind waren der Meinung, dass die sicherlich vorhandenen Nachteile einer Mitgliedschaft durch die Vorteile aufgewogen werden. Diese Einschätzung kann sich natürlich ändern und dann muss man austreten.
Was aber nicht geht ist, auszutreten und zu erwarten, dass die vorher so geschätzten Vorteile trotzdem erhalten bleiben.
Die Briten wollten austreten und dann eigene Verträge aushandeln. Das haben sie jetzt getan. Wenn sie den Vertrag nicht wollen gibt es nur den harten Brexit oder den Versuch weiterer Verhandlungen. Letztere scheitern aber schon mal am Zeitdruck. Also Hard-Brexit oder Verschiebung.
Aber alles ablehnen wird irgendwie nicht klappen. Dass man mit der EU verhandeln kann zeigen ja die Schweiz oder Norwegen.

11:28, Bernd Kevesligeti

>>das ist ja der Punkt:Die britische Bahn,privatisiert und teuer.
Und wenn der "Deal,der Vertrag" mit der EU durchkommt
dann kann nach Neuwahlen eine eventuelle Labour-Regierung,die Privatisierung der Railroad eben nicht rückgängig machen.Das ist untersagt.<<

Wo steht es geschrieben, daß die Eisenbahngesellschaften innerhalb der EU in privater Hand zu sein haben?

Ich bitte um Belege für diese Behauptung.

Sowohl die französische SNCF als auch die spanische RENFE sind staatliche Unternehmen. Warum sollte Spanien und Frankreich erlaubt sein, was Großbritannien Ihrer Ansicht nach verboten ist?

@von Bernd Kevesligeti um 12:56

Das Abkommen verbietet die Industrieförderung,den Abschluss von Handelsverträgen mit dritten Ländern.Und auch das Privatisierungen rückgängig gemacht werden.

Nach sorgfältigem Durchlesen der beiden Artikel von Herrn Kronauer in der "Jungen Welt" kann ich nur bestätigen, dass der Abschluss von Handelsverträgen mit Drittstaaten untersagt ist.

Weder Industrie-Förderungen noch die staatliche Übernahme von privaten Unternehmen sind untersagt.

Oder meinen Sie mit "Rückgängigmachung" eine entschädigungslose Verstaatlichung?

Schon mal gehört:

Zukunftsvision europäisches Netz

Die Marktöffnung nationalen Personenverkehrs wurde in den verschiedenen EU-Institutionen beschlossen. Ziel: gemeinsames europäisches Eisenbahnnetz. EU Großstädte sollen durch Hochgeschwindigkeitszüge vernetzt werden, um Mobilität und Wirtschaftsbeziehungen in der EU zu begünstigen. Hürden : Europaweit über 11.000 verschiedene Reglementierungen und 215.000 Schienenkilometer müssen harmonisiert und überwacht werden(welch kleingeistige Kleinstaaterei).
Das ist endlich Planung in die Zukunft, die der EU ja ganz allgemein abgesprochen wird. Und Macron stellt Frankreich in den Dienst dieser Sache, Unterpunkte Dieselgate, Flächenversiegelung, Mobilität, Freizügigkeit etc.

Die eu hat gut abgefangen

Drei große Staaten England, Deutschland und Frankreich waren die Motoren. Danach folgten andere. Alles lieg gut gut bis der dünne Euro kam und alles zu Nichte machte, da hier Deutschland ohne jegliche Kompromisse und nur mit Zeigefinger, Diktate und Forderungen das alle anderen sich dem deutschen systhem anzupassen haben gescheitert. Schafe für dieses Land. Die Bevölkerung von England hat die Nase voll. Nicht vergessen wir reden nicht von Politikern. Noch einmal, die schwarzen Wolken sind nicht über England sondern Brüssel und Deutschland. Nach dem 2.weltkrieg hat es Deutschland Geschaft also wird auch England es schaffen mit Zeit und Geduld aber das beste frei!!!!

Glanzstück...

um 10:39 von michicu
... und GB muss ja eh mit der EU verbunden bleiben siehe Schweiz.

Ist von Ihnen wohl anders gemeint als von einigen Brexiteers, die gerade ihr Freizügigskeit-Abkommen mit der Schweiz voller Stolz verkündet haben und behaupten ähnliche könnten nach dem Brexit ganz schnell mit allen anderen wichtigen Ländern gleichermassen abgeschlossen werden.

Darstellung: