Ihre Meinung zu: Gescheiterte Brexit-Abstimmung: Alles wieder offen

16. Januar 2019 - 8:27 Uhr

Trotz gescheiterter Brexit-Abstimmung will Premierministerin May nicht zurücktreten. Auch Labours Misstrauensvotum hat wohl kaum Chancen. Die Forderungen nach einem zweiten Referendum werden lauter. Von Anne Demmer.

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Kommentare

Sie wollte mit dem Kopf....

...durch die Wand, doch die Wand war stärker... ;)

Alles wieder offen

Es ist immer wieder bemerkenswert zu beobachten, wie die Briten alles mit dem Referendum begründen und behaupten, das Volk will das so. Es ist ärgerlich, dass Viele die gegen den Brexit sind und waren nicht zur Wahl gegangen sind, allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis pro Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%. Das heißt nichts anderes, als das nur gut 1/3 für den Brexit sind. Ich finde diese Zahl rechtfertigt ein zweites Referendum allemal.

Neuwahlen unumgänglich.

Die Premierministerin May hat die UK in einer hoffnungslose Lage geführt. Es gibt mit ihr wohl noch kaum eine Lösung, dies sowohl innerhalb ihrer Partei als auch mit den Teilen der Opposition die die Interessen der UK in Europa im Blickpunkt haben. May steht in Europa und in der UK im totalen abseits. Neuwahlen wären das Beste.

Einmal raus

Die Briten sollen doch erst einmal komplett aus der EU raus gehen. So viel Wirbel für nichts.
Dann einige Monate oder Jahre schauen wie es funktioniert ob sie damit zurecht kommen.
Ob es ihnen besser oder schlechter geht.

Wenn es nicht paßt oder es einfach nicht so gut schmeckt, dann können sie ja wieder rein. Die EU wird schließlich die Briten nicht abweisen, wenn sie nochmal zu EU wollen.

Man muß ja schließlich den Kuchen zuerst mal testen bevor man ein Urteil fällt.

Wo ist Boris?

Von dem hört man nichts mehr, er hat das Volk mit seinem dumpfen Nationalismus und Protektionismus aufgewiegelt und jetzt merken die Engländer wie schlimm das alles wirken kann wenn es zu einem brexit kommt. Vielleicht ist das eine Lehre für alle EU Gegner... die Folgen eines kontrollierten oder unkontrollierten brexits sind beide negativ, das ist wohl die einzige einsicht die nun bei allen Insulanern aufkommt ... ein zweites referendum wird’s nicht geben, aber würde wohl zu 80% gegen einen brexit sein, da die Proteste der verschlafenen Jugend das zwischenzeitlich auch bewiesen haben und diese bemerkt hat dass die alten die eh nur noch ein paar Jahre zu leben haben ihre Zukunft besiegelt hatten, weil sie selbst nicht gewählt hatten, aber später sind die jugendlichen in Massen auf die Barrikaden gegangen ... wer in der Demokratie pennt ergibt sich freiwillig, im Schlaf sozusagen... ein Grund mehr die Befürworter eines dexits in die schranken zu weisen wenn wieder Wahlen sind...

Hochwohlgeborener Debattierclub klebt an seinem Salär

Nur wenn einige umfallen wird Premierministerin May gestürzt.

Wird May gestürzt, so wird Nordirland als auch Schottland
ihre Loslösung von den Briten beantragen.

Sollte Frau May zurücktreten...

...oder durch Neuwahlen ihr Amt verlieren, dürfte sich ja wohl der unsägliche Boris Johnson Hoffnung auf die Amtsnachfolge machen, es sei denn, er taucht dann ebenfalls ab,wie einige Großmäuler vor ihm.
Sollte er aber Premierminister werden, darf man sehr gespannt sein, wie er den Karren aus dem Dreck zu ziehen gedenkt; die Realität wird ihn schneller einholen als er am Rednerpult steht.

Trotzdem wünsche ich den Briten wie dem Rest der EU, dass man irgendwann zu einem vernünftigen Ende kommt.

Was für ein Theater

Wann hört das endlich auf!
Die Briten waren immer neg. gegenüber der EU eingestellt und immer mehr Richtung USA orientiert.
Auch die Rosinenpickerei mit Britenrabatt bei den Beitragszahlungen war unfair. Schon damals hätten die EU-Verantwortlichen klarstellen müssen entweder man ist komplett dabei mit allen Rechten und Pflichten oder man wird nicht Mitglied.
Nun ist "Time to say goodbye".

einfach machen

um 08:43 von Graf_Igor
Wenn man Ihre Argumentation zugrunde legt, müssten fast überall Neuwahlen stattfinden. Vorausgesetzt die Nichtwähler würden bei der Sitzverteilung der Parlamente berücksichtigt. 40% leere Sitze wären ein gutes Beispiel wie es nicht funktioniert.

Was mich wirklich nervt: Die britischen Wähler hatten die Chance abzustimmen. Einige haben dies getan - andere nicht. Jetzt solange abzustimmen bis "die Richtigen" ihr Kreuz gemacht haben, ist wirklich nicht einzusehen.

Die Jungs und Mädels von der/den Insel/n haben entschieden. Punkt!

Abstimmung: Alles wieder offen ... so sehen sie das gerne...

aber das sollte schon aus Gründen von Pietät und Würde eben ein Irrtum sein.
Auf einen harten Brexit sollten, könnten Verhandlungen folgen. Was den Leuten, vermutlich den Brexiters vorschwebt, ist doch eher eien Freihandelsabkommen a la TTip - etwas das Banken und Anwälten ein möglichst weites Feld öffnet und gleichzeitig demokratische/ politische Einflussnahme weitgehend ausschließt. Letztlich geht es doch darum, das englisch/ amerikanische wirtschaftsliberale System gegen ein umfassenderes, auch sozialstaatliches, politisch-integratives Kontinentaleuropäisches auszuspielen.
Wenn Europa sich nicht schneller findet, wird das neo-liberale auch den Kontinent zerstören, denn es ist das wenige, was auch die ex sozialistischen Restaurations-Länder eint- Wohlstand durch Austausch bei politischer Zügellosigkeit in der Macht Ausübung.

Was wollen die eigentlich?

Jetzt haben also über 400 MPs gegen den Deal gestimmt. Das Problem ist, dass die aus unterschiedlichen Gründen gegen den Deal gestimmt haben. Ich kann keine einheitliche Linie erkennen, die eine Verhandlungsbasis sein könnte.
Alle möglichen Varianten wurden schon von irgendwem ausgeschlossen. Kein 2. Votum, keine Verlängerung, kein Deal, kein harter Brexit....
Für ernsthafte Verhandlungen über einen anderen Deal ist definitiv zu wenig Zeit.
Wenn die ihr Theater so weiter führen, dann bekommen sie automatisch den harten Brexit.
Warum hat May eigentlich nicht erst verhandelt und dann den Austritt erklärt. Das hätte den Zeitdruck raus genommen?
Aber jetzt ist es, wie es ist.

@ Graf Igor

"Es ist immer wieder bemerkenswert zu beobachten, wie die Briten alles mit dem Referendum begründen und behaupten, das Volk will das so. Es ist ärgerlich, dass Viele die gegen den Brexit sind und waren nicht zur Wahl gegangen sind, allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis pro Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%. Das heißt nichts anderes, als das nur gut 1/3 für den Brexit sind. Ich finde diese Zahl rechtfertigt ein zweites Referendum allemal."

Das ist Mathematik für Anfänger. Jeden Menschen, der nicht zur Wahl gegangen ist, auf eine Seite zu ziehen, ist abenteuerlich.
Die Menschen, die nicht zur Wahl gegangen sind, haben sich enthalten, weil ihnen das Thema scheinbar zum Wahlzeitpunkt egal war.
Nach ihrer Rechnung gibt es in Deutschland viele Landtagswahlen, da wäre die Partei der Nichtwähler die größte "Partei" und könnte somit regieren...

@ Graf Igor

"Es ist immer wieder bemerkenswert zu beobachten, wie die Briten alles mit dem Referendum begründen und behaupten, das Volk will das so. Es ist ärgerlich, dass Viele die gegen den Brexit sind und waren nicht zur Wahl gegangen sind, allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis pro Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%. Das heißt nichts anderes, als das nur gut 1/3 für den Brexit sind. Ich finde diese Zahl rechtfertigt ein zweites Referendum allemal."

Sie haben mit den 27,8% der Nichtwähler persönlich gesprochen oder woher wissen Sie, was die gewählt hätten, wenn Sie sich für die Wahl interessiert hätten...

Regelung zum Austritt aus der EU

2 Jahre hatte die EU Zeit um Regelungen für eventuelle Austritte von Mitgliedern zu erarbeiten .Welche Ergebnisse gibt es-Keine .

Es ist unfaßbar wie die

Es ist unfaßbar wie die Politiker mit dem Wohlstand und dem Zusammenleben ihres Volkes und das der EU umgehen.
Anscheinend träumen sie immer noch von ihrem"Empire".
Niemand weiß jetzt wie es weitergehen soll.
Was macht eigentlich Mr. Cameron?
Schließlich hat er das alles angezettelt.

.

Wird uns etwas vorgespielt?

Sollte es doch dazu kommen, dass es zu einem zweiten Referendum kommt, dürfte es zu keinem Brexit kommen, weil sich dann nach dem langen Hin und Her eine knappe Mehrheit dagegen aussprechen wird. So ganz sicher ist dies auch nicht, aber doch sehr wahrscheinlich.
Und dann passiert das, was die edle Wertegemeinschaft EU sich wünscht > GB bleibt Mitglied dieser Vereinigung, in welcher die Reichen imm reicher und die weniger Reichen und die Armen immer ärmer werden. Und nachdem leider stimmt > Geld bestimmt die Welt und die Reichen nie reich genug sein werden ist erreicht was diese wollen.
Kann es sein dass Frau May da ganz geschickt mitspielt ?

09:08 von berelsbutze ..nichtsdestotrotz...

wäre, unter dem Druck eines politisch nicht bindenden Referendums aber die Konsequenz von Neuwahlen, die dann das Ergebnis bestätigen oder negieren könnten die richtige, wenn auch eine politisch spalterische gewesen. Jetzt ist es allemal zu spät, damit mehr als eine Verhandlungsverlängerung zu gewinnen - also bestenfalls ein Nichts.

Wahlbeteiligung

Es wird von einigen die niedrige Wahlbeteiligung als Grund für ein zweites Referendum genannt. Das Argument zieht nicht - wer nicht wählen geht, wird halt beim Ergebnis nicht berücksichtigt. Was in der Tat für ein zweites Referendum spricht, ist das knappe Ergebnis, und die sich inzwischen abzeichnenden Probleme, über die beim ersten Referendum noch gar keine Informationen existierten. Gibt es in UK eigentlich Umfragewerte zum Thema?

Was genau erwarten sich...

die britischen Parlamentarier eigentlich davon? Glauben sie wirklich, dass sie nur oft genug bockig sein müssen und schon wird ihnen der rote Teppich ausgerollt für einen Deal, der nur Vor- und keinerlei Nachteile in ihren Augen hat? Und warum hacken sie alle auf May rum? Die Chef-Verhandler aus UK waren alle stramme Brexiteers, DIE haben das verhandelt (und dann sukzessive hingeschmissen, genau so wie Johnson und Farage). Und das Parlament sollte aufhören, sich in irgendwelchen Scheinwelten zu verirren und immer auf das Referendum zu verweisen. Im Referendum wurde bis auf "raus aus der EU" rein gar nichts entschieden, die Ausgestaltung des Austritts obliegt der Regierung und dem Parlament in Verhandlung mit der EU. Dieses Verhandlungsergebnis liegt vor und ist die Alternative zum harten Brexit. Dazwischen gibt es nichts, also müssen sie endlich aufhören, so zu tun, als ob es noch weitere Möglichkeiten gäbe! Neues Referendum deal or no deal und fertig!

@Erny

"Von dem hört man nichts mehr, er hat das Volk mit seinem dumpfen Nationalismus und Protektionismus aufgewiegelt und jetzt merken die Engländer wie schlimm das alles wirken kann wenn es zu einem brexit kommt."

Wenn das so schlimm wäre, könnten sie es ja wohl verhindern. Die Briten haben immer noch die Chance dem Brexit eine Absage zu erteilen.
Außerdem können sie selbst nach dem Brexit wieder in die EU rein, wenn sie wollten. Die EU wird die Briten ja wohl nicht abweisen, wenn sie wieder rein wollen.
Wo ist denn hier die Katastrophe?

Der Wille des Volkes?

Das Brexit-Chaos sollte allen zu denken geben, die auch in D für Volksabstimmungen eintreten. In GB haben Populisten und Nostalgiker ein Bild gezeichnet, dass der Realität nicht entsprach. Und der unbedarfte Wähler hatte dann eine Entscheidung zu treffen, deren Folgen er nicht ansatzweise überschaut hat. Und die politische Klasse verabschiedet sich von der Verantwortung: Das Volk hat es so gewollt.
Solche Situationen möchte ich in D nicht haben.

Igor

"Es ist immer wieder bemerkenswert zu beobachten, wie die Briten alles mit dem Referendum begründen und behaupten, das Volk will das so. Es ist ärgerlich, dass Viele die gegen den Brexit sind und waren nicht zur Wahl gegangen sind, allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis pro Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%. Das heißt nichts anderes, als das nur gut 1/3 für den Brexit sind. Ich finde diese Zahl rechtfertigt ein zweites Referendum allemal."
Was ist das denn für eine Rechnung.?
Wenn 27,8% nicht wählern gehen, sind die natürlich nicht gegen den Brexit. Wir haben dann
34,73% Remain
37.47% Leave
27,8% Equal

Also sind auch 65,27% für Leave .

Im Grunde alles viel zu knapp. Jedes Lager hat ca 1/3, je nach Tagesform. Man hätte so die Abstimmung nie ansetzen dürfen. Und deshalb gibt es bei Uns auch kein Plebiszit. Gibt nur Quatsch.

@ Graf Igor

@ Graf Igor
"Es ist immer wieder bemerkenswert zu beobachten, wie die Briten alles mit dem Referendum begründen und behaupten, das Volk will das so. Es ist ärgerlich, dass Viele die gegen den Brexit sind und waren nicht zur Wahl gegangen sind, allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis pro Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%."

Was heißt "nur"? Für ein Verbleib waren nach gleicher Rechnung etwa

48,1% x 72,7% = 34,7%

und das ist nun halt mal weniger als die 37,4% von oben. So ein Mist aber auch...

Wer kann hier eigentlich noch Ordung ins Chaos bringen?

Es sei nun klar, dass die Abgeordneten diesen Deal nicht wollen, aber die Abstimmung gebe keinen Aufschluss darüber, welchen Deal das Unterhaus unterstützen würde.
Diese Aussage gibt in meinen Augen genau das wieder, was die Verhandlungen in den letzten zwei Jahren begleitet hat. Keiner der jetzt verantwortlichen Politiker in UK weiß offensichtlich, was eigentlich erreicht werden soll.

Das wesentliche Problem ist in meinen Augen, dass 2016 keiner der verantwortlichen Politiker damit gerechnet hatte, dass es tatsächlich eine Mehrheit für den Brexit geben könnte. Man war schlicht auf diese Situation nicht vorbereitet bzw. hat sich zu den hieraus resultierenden Folgen keine Gedanken gemacht.

Die Klarheit über das zu erzielen, wie das zukünftige Verhältnis zur EU aussehen soll, ist jetzt aber die vorrangige Aufgabe der Politiker in UK. Das Volk erneut zu befragen ist m.E. kontraproduktiv - insbesondere weiß doch eigentlich keiner, welche Frage überhaupt gestellt werden soll

Der Wille des Volkes?

Das Brexit-Chaos sollte allen zu denken geben, die auch in D für Volksabstimmungen eintreten. In GB haben Populisten und Nostalgiker ein Bild gezeichnet, dass der Realität nicht entsprach. Und der unbedarfte Wähler hatte dann eine Entscheidung zu treffen, deren Folgen er nicht ansatzweise überschaut hat. Und die politische Klasse verabschiedet sich von der Verantwortung: Das Volk hat es so gewollt.
Solche Situationen möchte ich in D nicht haben.

Aufgrund...

...der Faktenlage ist es nicht nachvollziehbar, wieso den Briten kein zweites Referendum zugemutet werden kann! Es ist nicht undemokratisch, nach den ganzen Lügen vor der ersten Volksbefragung und dem Chaos, das bis heute entstanden ist, die Menschen im Land zu fragen, ob sie tatsächlich hinter ihrem Abstimmungsergebnis von vor 2,5 Jahren stehen!

Was jetzt gerade gemacht wird geht viel mehr über die Köpfe der Menschen hinweg als ein zweites Referendum! Mir tun die Briten leid. Was da den nachkommenden Generationen zugemutet wird, ist an Rücksichtslosigkeit nicht mehr zu überbieten!

Was wollen die Briten

Was wollen die Briten eigentlich?
Keine EU - aber auch kein Austritt!

Obelix würde sagen: Die spinnen, die Briten.

Backstop als Konfliktpunkt...

Der größte Konfliktpunkt im Brexit-Streit bleibt der sogenannte Backstop...

In diesem Punkt kann ich mir allerdings den derzeitigen Konflikt nicht erklären. Sowohl UK, als auch EU sind nicht an einer harten Grenze interessiert. Ein ungeregelter Brexit hat diese aber unweigerlich zur Folge. Insofern besteht doch allein aus diesem Grund für beide Seiten ein erhebliches Interesse sich zu einigen und die "irische Frage" zu klären.

Wenn diese tatsächlich der Hauptgrund für die Ablehnung sein sollte, wäre die EU m.E. gut beraten, hier ihre Haltung nochmals zu überdenken und möglicherweise ein verbindliches Enddatum festzusetzen, bis zu dem die Verhandlung abgeschlossen sein müssen. Die Folgen gescheiterter Verhandlungen wären - mit der Chance die Zeit nutzen zu können - keine anderen, als sie jetzt ein No-Deal-Brexit mit sich bringt. Man hätte auch dann (nur) eine (eigentlich von beiden Seiten nicht gewollte) harte Grenze auf der Irischen Insel.

Es droht mitnichten ein Chaos

Beim "harten" Brexit passiert nichts weiter, als dass in Großbritannien kein EU-Recht mehr gilt. Ich traue den Briten zu, mit ihren eigenen Gesetzen klarzukommen.
Oft hört man, nun drohten Zölle und Wartezeiten an den Grenzen. Wenn man diesen Meldungen dahin nachspürt, welche Zölle worauf denn genau gemeint sind, entpuppen sie sich als Panikmache. Da der Zöllner nicht weiß, welche Waren er denn aufspüren und wie verzollen soll, wird er keinen einzigen LKW anhalten.

Gescheiterte Brexit-Abstimmung:Alles wieder offen....

Somit gibt es aus Großbritannien zum zweiten Mal eine Absage an diese EU.
Neben dem Abkommen,daß gestern zur Abstimmung stand,gab es dafür sicher auch andere Gründe:Im Magazin DER SPIEGEL sagte der ehemalige Brexit-Minister David Davis:Angela Merkel gab für die Verhandlungen den Satz aus:"Die Briten dürfen vom Brexit auf keinen Fall profitieren".

Das gehört auch zur Gemelage,zum Sound der EU.

Was soll das überhaupt?

Der Austritt aus der Katastrophen-EU ist zum 29.3. beschlossen, Zuwiderhandlung ist Votumsbruch. Wozu braucht es überhaupt Verhandlung mit der EU? Wenn ich aus einem Verein austrete, brauche ich doch keinen Austrittsvertrag. May hat sich von der EU übern Tisch ziehen lassen, sich auf einen solchen einzulassen. Logisch, daß sich das Unterhaus aber nicht von der EU übern Tisch ziehen läßt. Höchstens könnte die EU irgendwelche Schulden einfordern, die dann Großbritannien entweder als unberechtigt oder unbezahlbar einstufen kann.

So siehts aus,

wenn Rechtspopulisten á la Boris Johnson walten: Chaos verursachen und sich dann verkrümeln. Ich möchte auch daran erinnern, daß das britische Volk durch die Kampagnen von Cambridge Analytica manipuliert wurde.
Aber so siehts nun mal aus, die "Entscheidung" des brit. Volkes scheint dennoch Bestand zu haben.
Ich weiß nur nicht, was der Brexit für den Ottonormalverbraucher negatives bringen soll. Hier wird gnadenlos Schwarzmalerei betrieben. Nichts wird sich groß ändern. Die Einzigen, die vielleicht Verluste machen, sind die Hedgefonds und großen Kapitaleigner. Und die werden diese Horroszenarien auch letztlich bestellt haben.

Am 16. Januar 2019 um 09:22 von diskobolos

"Das Brexit-Chaos sollte allen zu denken geben, die auch in D für Volksabstimmungen eintreten. In GB haben Populisten und Nostalgiker ein Bild gezeichnet, dass der Realität nicht entsprach. Und der unbedarfte Wähler hatte dann eine Entscheidung zu treffen, deren Folgen er nicht ansatzweise überschaut hat. Und die politische Klasse verabschiedet sich von der Verantwortung: Das Volk hat es so gewollt.
Solche Situationen möchte ich in D nicht haben."
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Weil die Politiker Ihre Arbeit nicht richtig machen, empfehlen Sie das es keine Volksabstimmungen geben soll!
Dürfen dann auch die Bürger keine Steuern bezahlen, weil die Politik diese teilweise sinnlos verschleudert?

Bunker Hill?

Was das UK mit dem Brexit gewinnt? Ich weiß es nicht.

Die EU hätte vor 9 monaten mit dem Bau von Grenzanlagen beginnen sollen das hätte vielleicht einigen die Augen geöffnet.

@Graf_Igor - viele waren nicht zur Wahl gegangen

Der Kardinalfehler war nicht gleich diese Wahl anzufechten, anstelle in Schockstarre zu verfallen.

Viele konnten gar nicht abstimmen, da man auf der Insel kein Einwohnermeldesystem hat.
Man muß sich freiwillig in Wählerlisten vor Ort eintragen und freiwillig anhand Mietvertrag,Telefonrechnung,etc auch nachweisen,das man da auch wohnt.
Der Ansturm war damals so groß, das man nicht jeden mehr zur Wahl registrieren konnte.

eine Sternstunde der Demokratie

ist es übrigens, dass Mays Vertragsvorschlag zurückgewiesen wurde, obwohl der erpresserische Charakter ihres Vorgehens mehr als deutlich zutage tritt: sie hat eigensinnig ein für UK schlechtes Verhandlungsergebnis akzeptiert (dass praktisch eine Pseudo-Mitgliedschaft in der EU zementiert, und dann alles derart verzögert, dass ihr Verhandlungsergebnis als das einzig noch mögliche erschien. Sie ist mit diesem Trick, der ihre eigentliche politische Remainer-Haltung widerspiegelt, die sie dem Land vorschreiben wollte, krachend gescheitert und bei alledem extrem uneinsichtig. Ich würde soweit gehen, zu behaupten, dass sie das Wesen der Demokratie nicht verstanden hat.

9:14 von HainFk

"Kann es sein dass Frau May da ganz geschickt mitspielt ?"

Sie meinen also, da hätte May sich ganz geschickt eine deftige Abstimmungsniederlage abgeholt um dann endlich das zu machen, was sie auch so schon lange hätte machen können?

Ich denke, die Erste unter anderen stümpert einfach aber beachtlich ausdauernd nur rum. Und ich befürchte, das wird sie nach dem Willen des altehrwürdigen House of Commons auch weiterhin tun dürfen.

Sind Sie tatsächlich der Ansicht, daß sich mit dem Brexit die Situation der Ärmeren in GB verbessern würde? Quasi, Nationalismus hilft den Underdogs?

Könnte es für Sie kein Ansatz sein, innerhalb der EU - möglicherweise mit GB - für eine Verbesserung der sozialen Wirklichkeit einzutreten?

@orfee

-Weniger Handel mit Gütern
-Viele Firmen werden wegziehen
-Produkte aus dem Ausland werden teurer
-Es fehlen Arbeitskräfte aus der eu
-Das reisen in die du wird enorm blockiert
-Der Tourismus/Einreise aus der eu wird erschwert
-Der Handel mit Dienstleistungen wird erschwert, da dieser mit der eu neu geregelt werden muss
-dadurch wird der pfund abgeschwächt
-Investoren werden abgeschreckt
-die Gehälter werden dementsprechend sinken
-Irland und Schottland werden von der du abgenabelt und werden ebenso Probleme bekommen, Kettenreaktion halt
-die Freizügigkeit wäre beendet
Etc.
Das ist doch schlimm genug und katastrophal im Falle eines brexits und wer weiß was noch alles an Problemen auftaucht

Gescheiterte Brext Abstimmung

Sehr geehrte Foristen/in,
Vorbemerkung:
aufgrund unserer dunkelen Geschichte
(1933-1945) ist Projekt-EU vom unschätzbaren Wert.

Der Bevölkerung von Großbritanien wünsche ich noch einmal unter zu Hilfenahme von Informationen Ihre Entscheidung zu überdenken. Nehmen Sie nur den Bau des Eurotunnels von Frankreich nach Großbritanien (Eröffnung 1993). diese physische Verbindung bleibt auch nach einem Austritt bestehen. Außerdem hätte man so eine weitrechende Entscheidung mit einer zweidrittel Mehrheit verknüpfen sollen.

Anonsten empfehle ich die Filme "Asterix bei den Briten" und "Mr. Bean macht Ferien"

mit freundlichen Grüßen

Phoenix 2610 Europäer

GB nicht nur wirtschaftlich und finanziell raus

GB als zweitgrößte EU-Wirtschaftsmacht ist ein Schlag ins Kontor für die EU. Das ist das selbe als wenn die 19 kleinsten EU-Länder gemeinsam austreten wollen.. Nur ein kleiner Unterschied gibt es. GB zahlte Milliarden ein (wenn auch mit Rabatt) die genannten 19 sind Nehmerländer. Alle schielen auf Dtl., Merkel zahlt ja.
Wann hat diese unerträgliche Ausbeutung ein Ende?

Gescheiterte Brexit-Abstimmung - alles wieder offen

Nun ist also das Ergebnis im britischen Unterhaus eingetreten, das von allen aus den deutschen Medien vorausgesagt worden war. Ein Misstrauensantrag gegen Theresa May ist schon einmal nicht durchgekommen. Dies scheint die Opposition noch nicht herausgefunden zu haben. Wenn sogar Mays eigene Reihen ihr bei der Abstimmung in den Rücken fallen und gegen den Brexit stimmen, dann heisst das noch lange nicht, dass das auch bei einem Misstrauensantrag genauso ist. Auch wenn es Neuwahlen auf einem anderen Wege nicht geben wird.
Und was hat im Punkte Brexit die Frau Bundeskanzlerin konstruktiv beigetragen? Sie hat ständig seit dem Referendum 2016 darauf gedrängt, dass er schnell bis März 2019 erfolgen müsse, obgleich ihre Ziele eigentlich andere sind.
Brexit hin oder her. Die Briten waren durch das Empire bzw. das Commenwealth noch nie ein Land wie jedes andere in der EU.
Kanzlerin Merkel hat hier auf ganzer Linie versagt und sollte umgehend zurücktreten. Das ist das Sauberste, was es gibt.

Am 16. Januar 2019 um 09:22 von Superschlau

" Wenn 27,8% nicht wählern gehen, sind die natürlich nicht gegen den Brexit. Wir haben dann
34,73% Remain
37.47% Leave
27,8% Equal "

Es ist eben nicht Superschlau die Nichtwähler als Ja Stimme zu werten, das wird auf jeden Fall anders sein, mit Glück Halbe-Halbe.

Und es war klar das Vertrag niemals angenommen werden kann, das ist ein Knebel und bringt nicht was die Briten wollen.
Es gibt nur eine Lösung, harter Austritt und dann Neuaufbau eines Vertrages mit der EU, dann sind die Partner wieder auf Augenhöhe.
Weil das Chaos und der Schaden auf beiden Seiten zu sehen ist, besonders Deutschland ist betroffen und könne seine angebliche Stärke mal ausspielen.
Deutschland ist doch angeblich immer Vorreiter.

Und Nein, es ist nicht gut das in Deutschland nie der Bürger gefragt wird, sondern am Ende 700 Bürger das Schicksal aller entscheiden.
Nicht immer aber bei einigen Fragen wäre es schon wichtig.

Kann mich jemand aufklären, warum die Wähler

in UK unbedacht, unwissend und und und waren, als diese zur Wahl gingen?

Hat man die Wähler in Wahllokale getrieben und diesen gesagt, macht eure Kreuze aber ihr sollt nicht wissen worum es geht?

Können mir diese Kommentatoren, die die Wähler als unbedacht etc. deklarieren erklären, warum die EU der heilige Gral sein soll, wo es doch in allen EU Staaten genügend "EU-Gegner" gibt und würde in jedem dieser Staaten ein Referendum stattfinden, dann wäre es nicht verwunderlich, wenn es mehr Exits geben wird? Wie kommen diese Kommentatoren zu behaupten, dass die Wähler unwissend waren und sind?

Ich lehne die EU, wie sie aktuell ist, ab. Bin ich jetzt unwissend, unbedacht oder gar dumm? Warum werden, die die EU ablehnen, entweder als Feinde oder Unwissende tituliert? Was geht in den Köpfen dieser Menschen um, dass die sich das Recht herausnehmen, mich, Millionen der UK Bürger und viele andere Millionen EU Bürger als unwissend und unbedacht abzustempeln?

Referendum

Die Briten konnten abstimmen, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht.
Wie und unter welchen Bedingungen konnten sie nicht festlegen, das spiegelt sich in der Uneinigkeit des Parlaments.
Deshalb sind Referenden ein ungünstiges Mittel der parlamentarischen Demokratie.

Brexit

Ich finde es unmöglich wie sich die EU gegen GB verhält,die blöden aus der EU müssen uns GB doch alles geben und noch pro Monat eine Mille oben drauf,wen sollen wir den sonst aussaugen.
Jedes Land hat die Regierung die das Volk verdient.
Ich wünsche mir das GB diesen zerstörerischen Weg zu ende geht und dieser Gelegenheit gleich eine richtige Demokratie ein führt ohne Adel,es wird Zeit das der Adel entmachtet wird.

Schmeisst sie endlich raus...

jetzt wird es echt peinlich. Die EU braucht die Briten bestimmt nicht. Bitte Brüssel : Weder weitere Zugeständnisse noch Terminverlängerung. Das wäre das einzige richtige, starke Signal.
Schon schlimm genug, dass sich die Briten immer das Recht rausgenommen haben und Sonderwünsche wollten.

Soll das....

....die neue Art von Demokratie werden? Eine Abstimmung so oft zu wiederholen bis ein Ergebnis dabei rauskommt, das einem gefällt? Hoffentlich nicht! Die Briten haben in einer demokratischen Abstimmung mehrheitlich gegen Europa gestimmt und Punkt. Die Konsequenzen hätte man vorher wissen müssen!

Das britische Parlament

ist ein undisziplinierter Hühnerhaufen. Ich unterstelle, dass Theresa May alles herausgeholt hat, was mit Brüssel machbar war. Die britischen Politiker, die es besser gemacht hätten bitte vortreten. Zu sehen ist aber niemand. An May`s Stelle würde ich zurücktreten und die Gestalten die im Anschluß die Verantwortung haben, in feiner britischer Manier torpedieren.
Das Geschrei im Britischen Parlament ist groß, jedoch kein Lösungsvorschlag in Sicht. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

verstärkt haben , wir doch die EU auch für die Briten wieder attraktiver . Daß gäbe dann ein gutes Gegenwicht der EU Realisten gegenüber den EU Träumern . Als Veto Partner sind die Briten immer willkommen .

Nicht alle Briten sind

Nicht alle Briten sind negativ gegenüber der EU eingestellt!
Meine ganze Familie hat nicht für den Austritt gestimmt.
Sich nach USA zu orientieren, niemals!
Das überlasse ich lieber den Deutschen.

Rücktritt vom Austritt ?

Dann aber nur bei anderen Auflagen. Das ganze Geld was durch das Theater verbrannt worden ist, sollen die Briten erstmal zahlen.

Und so einfach wieder aufnehmen ? - Niemals. Da wäre mal eine Volksabstimmung in der EU angebracht. Ich tippe mal 70-80% gegen die Briten.

Wunschdenken von Anne Demmer

"Forderungen nach einem zweiten Referendum werden lauter"

Wer gestern der Parlamentsdebatte gelauscht hat, der weiß, dass es kein zweites Referendum geben wird, da es nach Bekunden vieler Abgeordneter als politisches Taktieren des Remainer-Lagers richtig verstanden würde und also das Vertrauen in die Demokratie in UK untergraben würde. Es ist unverantwortlich von Anne Demmer, diese sehr klaren Stellungnahmen im Parlament zu ignorieren. Mitnichten ist "alles offen": der Ball liegt vielmehr bei der EU. Wenn sie nicht schleunigst beim backstop nachgibt, wird es einen harten Brexit geben. Also wäre ausgeschlossen, dass es nicht zu einer harten Grenze in Nordirland käme, wenn die EU sich einem Handelsabkommen verschlösse.

gescheiterter Brexit

Kein Problem, einfach neues Referendum ausschreiben und fertig. Es dauert etwas länger aber ist der beste Weg!

Applaus

mein Reden... Danke

GB vor dem Abgrund, EU vor einem herben Verlust!

Einerseits möchte die britische Regierung den "belogenen" Willen des Volkes umsetzen, andererseits hat das britische Kapital gemerkt, dass ihre rechts-populistischen Marionetten auf voller Breite versagt haben! Fakt ist, dass GB vor dem Abgrund steht und die EU einen herben Verlust erleiden wird. Aber die EU kann und wird diesen Verlust auf 27 andere Schultern verteilen können, so dass die Schmerzen darüber erträglicher sind. Genau das kann GB aber nicht. Das britische Volk wird dieses Desaster alleine schultern müssen. Das wird sich negativ auf gesamt GB auswirken. Die Schotten und Nord-Iren werden auf lang oder kurz GB verlassen! Dann besteht GB nur noch aus Wales und England. Beide werden wirtschaftlich in die Bedeutungslosigkeit rutschen, mit negativen Auswirkungen auf die Zufriedenheit der dort lebenden Menschen.
Schlimm ist, wenn jetzt noch Rechtspopulisten behaupten, dass der Brexit trotz allem ein Erfolg wird. Das klingt ganz so, wie die Parolen der Nazis zum Endsieg!

@Tiberius19 - EU abschaffen

Immer wieder der gleiche Nonsens.

Wenn bei Ihrer Fußballmanschaft ein
Mitspieler geht, so melden Sie wohl auch nicht
gleich die ganze Mannschaft ab :-)

Die Entscheidung ist gefallen

Nun handelt endlich .Der Termin steht doch fest .Also raus aus der EU , ohne wenn und aber und ewig dauernde Übergangsregelungen. Es wurde genug Zeit mit Verhandlungen vergeudet . Wenn Wähler zu faul sind um an dem Referendum teilzunehmen dann dürfen sie sich auch nicht beschweren das falsch gewählt wurde (gilt auch für Deutschland). Viele meiner englischen Kollegen wechseln gerade ihre Staatsbürgerschaft weil sie als im Ausland lebende Briten an dem Referendum nicht teilnehmen durften und sie gerne in Europa leben. Auch dies hat das Ergebnis des Referendums mit Sicherheit stark beeinflusst.

Der Wahrheit insgesamt Auge sehen

Was das Volk will interessiert in der Politik des 21. Jahrhunderts nicht.
Hier wird lediglich auf Kosten und Nerven aller Beteiligten ein politisches Spiel Ausgetragen, bei dem es nur noch um die Frage geht, wer Den schwarzen Peter erhält.

Wie es weiter geht?

Es wird solange nachverhandelt und debattiert, bis es passt.

Ich denke, auch wenn GB ein großer Handelspartner in Teilen der EU ist, so wäre es kein Niedergang für die Handelspartner.

Wie sagte man so schön?
Das Leben geht weiter.

Und was die Grenze zu Nordirland betrifft, was soll man dazu sagen?
Ist nicht mein Problem, wenn erwachsene Menschen schlimmer wie kleine Kinder sind und keinen Frieden finden.

Neaja

Die Forderungen nach einem zweiten Referendum sind schon lange sehr laut. Und so laut sie sind, so ungerechtfertigt sind sie auch.
Jetzt muss aber endlich der BRexit kommen. Und wie man seit gestern Abend weiß wird es ein no Deal BRexit sein.

@ Graf_Igor 08:43 Uhr

"Es ist ärgerlich, dass Viele die gegen den Brexit sind und waren nicht zur Wahl gegangen sind, allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis pro Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%."
Korrekt - aber politisch unerwünscht.
Das macht zudem nur Sinn, wenn bei sämtlichen Wahlen so gerechnet wird.

Wieso tut die Frau sich das an?

Jeder weiß wo er ist, aber keiner weiß wo es lang geht. Bei den Pfadfindern ist das genau umgekehrt.

Man kann doch die Bürger …

nicht so lange abstimmen lassen, bis ein „gewünschtes Ergebnis“ erziehlt wurde.
Die Zeiten, zu denen die Engländer noch ein Weltreich besaßen, sind längst passé! Der Commonwealth spült kein Geld in den leeren britischen Staatshaushalt. Ebenso wie Trump die USA vom Rest der Welt isoliert, separieren sich die Engländer von Europa. Aber gerade dieses Trennen ist das Dümmste, was ein Volk seiner Volkswirtschaft antun kann.
Sowohl die USA als auch „Merry old England“ waren diesbezüglich schon wesentlich weiter.
Viel, viel sinnvoller wäre es doch, wenn wir nicht nur ein vereinigtes Europa sondern eine vereinigte Welt wären! Bis dahin wird noch vieles zu tun sein!

Jeder Tag ohne diese Frau wäre gut für UK

Hoffentlich kommt das Misstrauensvotum gegen May durch heute. Die May Kritiker in ihrer Partei sollten sich einen Ruck geben und die Frau stürzen. Sie repräsentiert weder das Leave noch das Remain Lager.

Die verbleibenden EU-Länder

sollten den ungeregelten Brexit akzeptieren. Dann ist das UK erst einmal raus.

Anschließend, so in ein bis zwei Jahren, können dann Verhandlungen über ein Zollabkommen beginnen (Dauer am besten etwa vier Jahre).

Dann stünden nämlich Informationen über den grandiosen Zustand des "British Empire", Verzeihung des UK, zur Verfügung und es könnten realistische Bedingungen ausgehandelt werden.

Eine Farce-Fuer Europa.

Guten Morgen,als Sohn eines großen Europäers aus dem Saarland ,dessen bester Kumpel vor kurzem verstorben ist,wie er ,aber juenger ,habe ich die Institutionen lange verteidigt!Aber mit dieser Generation ,die nie den Kontakt zu Ihrer Heimat verloren hat,den Apparat aufgebaut hat und immer einen Blick auch auf die « soziale Frage « in Europa hatte,auch einen Blick zu Frankreich,Belgien etc.ist die Gruendergeneration einer materialistischen ,egoistischen und auch recht unfaehigen Generation gewischen !!
Und die Briten,die nie Europa wollten sind eine liberale Demokratie!Cameron ist sofort zurueckgetreten nach dem Brexitreferendum.May wird frueher oder spaeter auch gehen.
Das Ergebnis ist eine weitere Klatsche fuer die heutige,EG,und Ihren Barnier,noch mehr als fuer die Engländer.Wann werden wir endlich begreifen,dass Europa in seiner jetzigen Form undemokratisch,unsozial und quasi handlungsunfaehig geworden ist.
Arrogant,ohne Vision ist sie zum Selbstbedienungsladen geworden.

Rein- raus- wieder rein und immer eine Extrawurst ...

Man und auch die Medien (auch und besonders in GB) sollten mal etwas mehr über die Geschichte GB und der EU berichten. Das Rosinen-picken war schon immer sehr beliebt und hat meist funktioniert ...für die Britten. Wie ein kleines Kind verlangen sie immer etwas mehr beim nächsten mal und Mutter Europa will die Insel nicht davon schwimmen lassen und gibt dem quengelndem Kind was es will. Was für ein Affentheater. kappt die Seile und lasst sie segeln. Vielleicht erreichen sie ja irgendwann den amerikanischen Kontinent.

Die Grenzen der Demokratie

Die Brexit-Geschichte zeigt die Grenzen der Demokratie deutlich auf. Entscheide, die als einfach verkauft werden, stellen sich als komplizierte, mit vielen Fußangeln versehene Geschäfte heraus. Dies lähmt die Handlungskraft der zuständigen Organe, welche die Verantwortung ratlos herumschieben - was wiederum den Zorn der Bürgerinnen und Bürger anfacht. Letztlich fehlt es an Risikobreitschaft und an Persönlichkeiten, die sich hinstellen und eine klare Richtung vorgeben - doch das hat vielleicht eben nichts mehr mit Demokratie zu tun?

Zweites Referendum nicht britisch

Trotz all ihrer Fehler und der ihr vorgehaltenen Sturheit - in diesem Punkt hat May wirklich Charakter und typisch englisches Gefühl für Fair Play gezeigt. Mit ihr wird es KEIN zweites Referendum geben und diese anständige Haltung muss man ihr wirklich hoch anrechnen. Es passt auch einfach nicht zu den Briten, die, wenn es um Ehrlichkeit und Fairness geht, eben einfach anders ticken, als die Deutschen.

Wahlergebnisse nachträglich zu verbiegen, wie es einem gerade in den Kram passt, liegt den Briten einfach nicht, und von dieser aufrichtigen Haltung könnte man sich in Deutschland, wo eher die Maxime "was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" herrscht, durchaus mal eine Scheibe abschneiden.

Referenden in GB

Vielleicht sollten die Briten zwei weitere Referenden abhalten, ähnlich wie bei Präsidentschaftswahlen, bei denen die vorgeschlagenen Kanidaten (hier die Varianten für oder gegen Brexit) im 1. Wahlgang die Hälfte der abgegebenen Stimmen benötigen. Falls dies nicht erreicht wird folgt ein zweiter Wahlgang, bei dem sich jene zwei Optionen gegenüberstehen, die die meisten Stimmen erhalten haben.
Das wäre wohl in dieser Situation die beste demokratische Alternative, dem Souverän die letzte Entscheidung zu diesem Thema zu überlassen.

Gruß Hador

@AufgeklärteWelt - eine Sternstunde der Demokratie

May hat nur versucht Zeit zu gewinnen
um Großbritannien übergangsweise zusammenzuhalten.

Auch hat EU-Mitglied Irland ein Interesse
das es zu keiner Spaltung mit Nordirland kommt.

Uneinsichtig sind da eher Jeremy Corbyn & Co
welche die kommende Abspaltung von
Nordirland und Schottland verursachen.

Umsetzung

Die Medien sehnen sich seit Jahr und Tag nach einer zweiten Abstimmung, weil das Ergebnis der ersten nicht passt. Warum kann man eine demokratische Abstimmung nicht einfach akzeptieren, und an deren Umsetzung arbeiten?
.
Tatsächlich stehen wir nur deshalb vor einem großen Problem, weil unsere hochdotierten Eurokraten in Brüssel leider übersehen haben, dass eines schönen Tages möglicherweise jemand aus dem Verein austreten möchte. Und dass dann im Erfolgsfall Andere folgen könnten.
.
Höchste Alarmstufe also für die EU, nicht für GB, wenn ein Netto-Zahler wegfällt.
.
GB wird langfristig wieder solide dastehen, ohne jeden Zweifel. Weder in Europa noch in Übersee kann man es sich leisten, GB so einfach von der Bettkante zu schubsen, nur weil sie sich gegen die EU entschieden haben. Alle Schreckensszenarien, die heute heraufbeschworen werden, sind weitgehend dafür gedacht, den Brexit zu diskreditieren.

@um 08:43 von Graf_Igor

".... allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis pro Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%. Das heißt nichts anderes, als das nur gut 1/3 für den Brexit sind."

Irgendwann sollten auch die letzten "Milchmädchenrechnungsberechner" mal aufhören, ständig darüber zu philosophieren, ab wieviel Prozent von weiteren Prozenten einer untergeordneten Teilmenge einer Minderheit eine Wahl für gültig erklärt wird, nur weil man gern ein neues Ergebnis hätte.

um 09:11 von berelsbutze

Das Referendum wurde im Vorfeld immer wieder als nicht bindend angekündigt. Wie viele Remains gehen wohl zu einer "Wahl" die eigentlich am Status Quo nichts ändern sollte.
Bei einem neuen Referendum würden wohl über 2/3 für Remain stimmen.

Wozu ein zweites Teferendum?

„Die Forderungen nach einem zweiten Referendum werden lauter.“

Wozu? Die Probleme der EU sind doch weiterhin akut als da wären: Finanzierung der Schuldenorgien der Südländer durch die EZB, offene Grenzen und Migrationskrise, abgehobener EU-Verwaltungsmoloch in Brüssel. Außerdem haben sich die Briten mehrheitlich nicht gegen Europa, sondern gegen die EU der Merkels, der Junckers und der Draghis entschieden und diese Personen sind noch in ihren Ämtern. Ein zweites Referendum endete wie das erste, nämlich mit der Brexit-Entscheidung.

Das war doch von vornherein

Das war doch von vornherein so geplant. Erst dem Volk richtig Angst machen, dann den Deal platzen lassen. Danach neues Referendum und alles ist gut. Frag mich nur wie die Wirtschaft funktionieren konnte befor es die EU gab.

@ alex.o 09:26 Uhr

"Wer kann hier eigentlich noch Ordung ins Chaos bringen?"
Nur die Briten selber!
Jede Meinungsäußerung außerhalb ist lediglich Spekulation.

Lustig

Die britische Demokratie ist schon lustig.
Das Parlament darf über den Vertrag 2mal abstimmen.
Die Bevölkerung soll es aber nicht!
Das nennt man Arroganz der Mächtigen!
Das ganze Desaster ist aber auch der Beleg dafür, dass Populismus ganze Nationen an den Abgrund führt. Die Masse der Menschen ist nämlich dumm und emotional beeinflussbar.

@Graf Igor, 08.43h

Was soll das Jammern?

Wer nicht zur Wahl geht, hat seine Chance auf Mitbestimmung vertan und braucht hinterher nicht zu jammern oder eine Neuwahl zu fordern.

Diese wäre, wie auch ein zweites Referendum, der falsche Weg.

@08:43 von Graf_Igor

Ich präferiere grundsätzlich auch ein zweites Referendum da die Modalitäten und Folgen nun klarer sind. Aber in Ihrer These gehen sie davon aus, dass alle Nichtwähler contra Brexit positioniert sind. Meiner Meinung nach sind Nichtwähler Nichtwähler.

Schön wäre wenn es möglich wäre

dass sich die EU verändert. So verändert, dass sie für die Menschen da ist, nicht für die Reichen.
Ob es den Briten mit Brexit besser oder schlechter gehen wird /würde - das kann wohl niemand vorhersagen. Hängt dann wohl auch davon ab wer in GB das SAGEN hat.
Sicher ist aber für mich, dass es den weniger Reichen und den Armen in der Wertegemeinschaft EU mit Mitgliedern, in denen die Demokratie konsequent ersetzt wird durch Überwachung, Korruption, Einschränkung von Menschenrechten und Meinungsfreiheit, Abbau der Sozialleistungen und und und
zunehmend schlechter gehen wird und diese immer ärmer werden, keine Möglichkeit mehr haben, effektiv zu sparen und fürs Alter und Notfälle Vorsorge zu treffen. Und damit entmündigt und anfällig für Populisten werden. Beispiele will ich nicht nennen, diese könnten nur Auszug sein. Machen Sie doch die Augen auf - schauen Sie sich um in und in und in..........

@Südbaden, 09.05h

Sie dürfen mich gerne berichtigen, wenn ich falsch liege.

Meines Wissens war es gerade der "Erbauer des europäischen Hauses", Helmut Kohl, der für den Britenrabatt gesorgt hat, damit ihm diese nicht von der Fahne gehen.

Wer würde so ein Angebot nicht annehmen?

@vox moderandi 09:21

Es wurden derartig viele falsche Versprechungen gemacht, dass ich verstehen kann, wenn viele erneut abstimmen wollen. Es gibt Umfragen zu einem 2.Referendum und die Mehrheit möchte es. Dies mag den Brexit Fans hier nicht gefallen, aber es sind Fakten. Ich glaube, dass es letztendlich ein erneutes Referendum gibt. Wichtig egal ob Brexit oder nicht ist, dass die EU kompromisslos hart bleibt und nicht nachverhandelt. Im Notfall gibt es halt nen harten Brexit. Die EU kann dies auf 27 Schultern tragen UK nicht. Auch wirtschaftlich wird es UK mehr schaden. Die EU kann den UK Handel durch Handel mit anderen Handelspartnern wie China, Japan, Indien, Kanada und Co auffangen, UK wird dies nicht gelingen. Dafür ist man wirtschaftlich nicht attraktiv genug

"Wozu braucht es überhaupt

"Wozu braucht es überhaupt Verhandlung mit der EU? Wenn ich aus einem Verein austrete, brauche ich doch keinen Austrittsvertrag."

Doch, doch. Verträge sind einzuhalten. GB hat auch nach einem Austritt noch Pflichten ggü der EU. Ich kann einseitig meiner KAnk auch nicht sagen, so ich mag euren Kredit nicht mehr, ich steige aus. Basta! Holt euch euer geld doch wo anders!

Und bei aller Liebe ggü GB (ich mag das Land echt gern). Wir in D sind Teil der EU und müssen primär *unsere* (D,EU) Interessen bei diesem Theater wahren. _Wir_ (EU,D) schmeißen die Briten nicht raus, sondern _sie_ wollen kündigen. Warum sollten wir GB da irgendwo etwas schenken? Die Perspektive der EU ist einfach: Eine EU mit GB ist besser als eine EU ohne GB, also gibt es von der EU auch keine Geschenke beim Brexit (welcher der EU schadet).

GB kann Artikel 50 zurückziehen, das wurde von der EU angeboten. GB kann sich entscheiden: selbst ins Knie schießen oder eben nicht. So souverän sind sie.

Zu viele Köche...

...verderben den Brei...

Das "Geschrei" der Brexiters ist unerträglich...
An Mays Stelle wäre ich zurückgetreten - es kann kommen wer will, es kann mit den "Grabenkämpfen" wird man nie auf einen Nenner kommen...
Da vorallem wirtschaftliche Fragen offen bleiben ist das Verhalten sämtlicher GB Politiker unverantwortlich - wer würde in einer Firma die lang etablierte Strategie ohne eine bereits neu ausgearbeitete verändern?! Der ganze Brexit ist nur noch als Warnung vor dem Versagen der Politik auf ganzer Linie zu sehen. Ein unbeschreiblicher Dilettantismus. Es wird nur Verlierer geben...

um 09:49 von Robert Wypchlo

Ui....Merkelbashing......

"Kanzlerin Merkel hat hier auf ganzer Linie versagt und sollte umgehend zurücktreten."

Kanzlerin Merkel kann gar nicht versagt haben, weil Sie, wie jeder andere Staatschef der EU27 mit dem Brexit so gut wie gar nichts zu tun hatte.

Die Verhandlungen betrafen Großbritannien und die EU, hier war Michel Barnier der Verhandlungsführer.

Und auch die EU hat in meinen Augen nichts falsch gemacht.
Die Briten wollen aus der EU. Und die Regierung und das Parlament der Briten zeigt sich absolut unfähig, einen Brexit durchzuführen.

re heimatplanetmars

"Kann mich jemand aufklären, warum die Wähler

in UK unbedacht, unwissend und und und waren, als diese zur Wahl gingen?

Hat man die Wähler in Wahllokale getrieben und diesen gesagt, macht eure Kreuze aber ihr sollt nicht wissen worum es geht?"

Können Sie denn von sich behaupten, dass Sie im Juni 2016 einen richtigen Überblick hatten, wie genau der Brexit abgewickelt wird und welche Folgen diese oder jene Brexit-Variante hätte?

Also bitte.

@Robert Wypchlo 09:49

Merkel hat richtig gehandelt. Die Schuld trifft Frau May und die Tories. Die Tories werden politisch untergehen, egal ob Brexit oder nicht. Mit der amateurhaften Art zu verhandeln haben sie UK geschadet. Dies ist auch der Grund warum es keine Neuwahlen gibt. Die Tories würden bei einer Neuwahl untergehen.

Politisches Pokern

Interessant ist, dass scheinbar alle Labour-Abgeordneten den Vertrag abgelehnt haben. Und zwar nicht deshalb, weil sie den Vertrag generell ablehnen und alle einen harten Brexit haben wollen.

Es haben auch dejenigen gegen den Vertrag gestimmt, die am liebsten in der EU bleiben wollen oder keinen Harten Brexit haben wollen.
Einige hatten die Hoffnung auf ein zweites Referendum, die anderen wollten nur Theresa May stürzen.

Es handelt sich um das übliche politische Pokern. Anstatt eine Kröte zu schlucken, d.h. in diesem Fall einen unattraktiven Kompromiss, versucht man sein Wunschziel zu erreichen und riskiert einen Harten Brexit.

Im Übrigen wird GB auch nach einem Harten Brexit nicht in Not und Elend versinken. In den Medien und den Foren wird häufig dramatisiert.
Andererseits wird das Britische Empire nicht wiederkehren. Die Wirtschaft wird leichte Verluste hinnehmen müssen und manchem wird es schlechter gehen als vorher.

Europa sollte sich nichts einreden denn...

Europa sollte sich nichts einreden denn die EU tut sich keinen Gefallen wenn man immer und immer weiter hinauszögert mit Verlängerungsfristen und von Seiten der EU die Entscheidungen vergißt die jetzt zu treffen sind. Sollte Großbritanien über den Brexit noch einmal abstimmen wollen wäre das die einzige Möglichkeit noch mal kurzzeitig zu verlängern aber das müßte spätestens Anfang April besser noch Ende März über die Bühne gehen denn es stehen Europawahlen an und über die Europawahlen zu verlängern geht schon gar nicht denn dann müßten die Briten da mitwählen obwohl Sie am 29 März rausgehen wollen was das Ergebniss gestern klar nahe legt. Die Wirtschaft muß sich darauf einstellen ebenso die EU die sich eine offene Außengrenze absolut nicht leisten kann denn das wären wieder Einfallstore für Kriminalität, Schmuggel und vielleicht sogar Flüchtlingsströme. Das kann die EU nicht wollen und dürfen tut Sie das nach Ihren Statuten gar nicht.

Liebe Briten...

...aufmerksam habe ich gestern die wirklich spannende Debatte der Hinterbänkler verfolgt. Jeder einzelne Abgeordnete bestätigt mit seinen Aussagen die Selbsteinschätzung eines völlig zerrissenen Landes.
Jetzt liegt nur noch eine ganz einfache Lösung auf der Hand:
* Die britische Regierung bläst mit einseitiger Erklärung den jetzigen Brexit-Antrag ab und verbleibt in der EU.
* In Ruhe und mit genügendem zeitlichen Vorlauf werden die Wähler befragt: Will das vereinigte Königreich ohne jede Vereinbarung aus der EU austreten im Sinne eines harten Brexit?
Die Fragestellung ist völlig klar, und die Wähler haben die Wahl, ob sie einem Boris Johnson folgen oder den Aussagen der eigenen Wirtschaft, die in der Sache völlig eindeutig sind. Wenn der Antrag angenommen wird, verlässt UK innerhalb von zwei Jahren die EU ohne einen Deal und irgendwelche weiteren Vorbedingungen - und alle Beteiligten hätten Zeit, sich genau darauf vorzubereiten.
Eine andere Lösung wird's nicht geben.

Am 16. Januar 2019 um 09:37 von Bernd Kevesligeti

Natürlich hat Sie was Derartiges gesagt, da braucht es keinen Davis, der das im Interview preisgibt.
Sollten die Briten Vorteile daraus ziehen, wäre die EU in der heutigen Form schon morgen Geschichte.

Von daher wäre ich tatsächlich dran interessiert, daß es zu einem harten Ausstieg kommt. Schon wenn sich dann keine ersichtlichen Nachteile für die Briten ergeben, dürfte wohl dem letzten EU-Fan klar sein, daß das heutige Konstrukt und alle Versuche den Wahn noch weiter zu treiben Irrsinn sind.

Brexit besser komplett zurueckziehen - May muss gehen

Was diesen gescheiterten Brexit angeht, sehe ich es auch so, dass

1. Frau May jetzt gehen muss, daran fuehrt kein Weg vorbei
2. dass der Brexit komplett zurueckgezogen werden muss
3. dass die Regierung in England mit dieser DUP aufgelöst werden muss weil diese rechte DUP das Land gespalten hat und ich diese DUP damit nicht mehr als regierungsfähig ansehe. Die englische Regierung ist am Ende.

Denn ein ungeordneter Brexit wäre zum Schaden aller und wuere große Verwerfungen an den Märkten auslösen und May wuerde mit dem Ende der Freizuegigkeit gegen internationales Recht verstoßen.

um 09:49 von heimatplanetmars

"Hat man die Wähler in Wahllokale getrieben und diesen gesagt, macht eure Kreuze aber ihr sollt nicht wissen worum es geht?"

Es gibt 2 Argumente, die Befürworter eines 2ten Referendums haben.

1. Die "Leave" Kampagne hat nachweislich gegen britische Wahlgesetze zur Finanzierung verstossen.

2. Die "Leave" Kampagne hat nachweislich gelogen. Siehe die 320 mio Pfund, die auf Boris Johnson Bus gemalt worden sind und die die wöchentlichen Kosten der EU-Mitgliedschaft darstellen sollten.
Und weitere Falschinformationen.

Ich habe irgendwo gelesen, dass nach dem Referendum in UK bei Google die meisten Suchanfragen in UK lauteten:

"What is EU", oder "What is customs Union"

Naja, der dritte Punkt rechtfertigt kein 2tes Referendum. Die anderen beiden....sollen die Briten entscheiden.

@dirk_kf (09:39):

>>Was soll das überhaupt?
Der Austritt aus der Katastrophen-EU ist zum 29.3. beschlossen, Zuwiderhandlung ist Votumsbruch. Wozu braucht es überhaupt Verhandlung mit der EU? Wenn ich aus einem Verein austrete, brauche ich doch keinen Austrittsvertrag.<<

a) Das Referendum war nicht bindend, das brit. Parlament kann also auch keinen Votumsbruch begehen.
b) Parlamentsabgeordnete sind immer noch nur ihrem eigenen Gewissen verpflichtet, nicht einer imaginären Volksmeinung.
c) Wenn Sie aus einem Verein austreten, werden Sie und der Verein danach vermutlich nur sehr wenige Berührungspunkte haben. Das ist bei GB und der EU eher nicht der Fall. Der Austrittsvertrag klärt einerseits noch bestehende Verbindlichkeiten und Verpflichtungen, die sich aus der Mitgliedschaft ergeben haben, und regelt darüber hinaus vor allem die Beziehungen zueinander nach dem Austritt.

Nur kein Panik

Seit dem es bekannt ist, das die Briten aus der EU wollen, wurden und werden Horrorzenarien an die Wand gemalt .... Aber was ist bis jetzt großartigs geschehen? Eigentlich nichts! Die Wirtschaft ist nicht zusammengebrochen und uns normal Bürger ist auch nicht passiert. Also, erstmal abwarten was wirklich kommt, alles andere ist nur Kaffeesatzleserei!

Gestalten - Drinnen oder Draußen

M. M. nach schmerzt die fehlende Gestaltung. Ein Brexit ist die schlechtere aber darstellbare Lösung des in GB dringender empfundenen Verlustes der gesellschaftlichen Identität einer Mehrheit in ihrem eigenen, durchaus multikulturellen Land. Vollzogen ist er, wenn neue Gestaltungen insbesondere der (Handels-)beziehungen zu Europa bestimmt und vertraglich beschlossen sind. Dann ist Backstop kein Thema. Warum gibt es diesen Vertrag nicht? Hallo, wofür bezahlen die Briten und die Europäer ihre Politiker? Schöner wäre es von den Briten , kritisch das Verbleiben in der EU zu gestalten. Das bedeutet einen Konvergenzkatalog der sozialen Identität mit besonderem Blick auf KMU's und wirtschaftliche Nischen vorzulegen. Ein solcher Katalog könnte sinnvoll und legitim die Alternativpoition zu einem Brexit Handelsvertrag in einem neuen Volksentscheid darstellen. Nur aber Ahnungslosigkeit und Schlamperei dem Wähler vor die Füsse zu werfen, reicht nicht! Schafft was, Politiker!

@Erny

Weniger Handel, weniger Arbeitsplätze usw. wird sich nicht so schwer verändern, weil der Pfund schwächer wird. Mit schwachem Pfund kann man besser exportieren.
Die EU ist auch auf Handel angewiesen, deswegen werden die Zölle diese Firmen nicht aufhalten können.

Man kann aber insgesamt sagen es wird eher weniger importiert aber dafür mehr exportiert.

Investeron Abschreckung oder daß die Firmen wegziehen kann auch damit verhindert werden, daß man die Steuern senkt. Es gibt sowieso einen Steuerwettbewerb und die Firmen ziehen dorthin wo es weniger Steuer gibt. Wenn die Briten die Steuern senken, dann werden die Firmen auch dort bleiben, weil insbesondere Deutschland zu hohe Steuern verlangt.

Es gibt immer eine Lösung.
Was das Gesamtpacket Brexit aber tatsächlich ausmacht, kann man erst sehen, wenn man mehrere Monate oder Jahre dabei bleibt. Deswegen macht es keinen Sinn ein neues Referendum vor Brexit zu machen. Höchstens mehrere Monate oder jahre nach Brexit.

Der BREXIT.....

hat nur Eines ganz klar bewiesen: für innerparteiliche Kraftproben und Spielchen ist eine Volksabstimmung, sprich direkte Demokratie, nicht geeignet. Diese Erfahrung mußte Cameron machen und jetzt Theresa May! Es darf auch bezweifelt werden, daß ein zweites Referendum die Spaltung im UK kitten kann. Bestenfalls gibt es ein umgekehrtes, knappes Ergebnis, aber die Spaltung bleibt trotzdem, denn die Spaltung hat sich bereits im Kopf vollzogen. Die berühmte Gretchen-Frage ist jetzt, ob die EU wieder einknickt, oder ob es wenigstens ein paar Mitglieder gibt, die zu Verlängerungen "Nein" sagen. Es geht absolut nicht darum, den Briten irgendetwas heimzuzahlen! Es geht nur darum, die britischen Probleme, die alle hausgemacht sind, nicht größer darzustellen, als sie sind! Was soll also das tamtam um Nordirland? Das ist ausschließlich von emotionaler Bedeutung, denn die Unruhen hatten sich nie an der Grenze zur Republik Irland entzündet!

@FritzF - Wieso tut die Frau sich das an

May ist eine krasse Fehlbesetzung. Als Brexit-Gegnerin hat sie nie ernsthaft die erforderlichen Verhandlungspositionen ihres Landes vertreten und ist mit ihrem besserwisserischem Erpressungsversuch im Parlament gescheitert. Es ist eine Politik, wie man sie aus EU-Kreisen gewöhnt ist. Aber gerade dieser Politik wollte sich das Wahlvolk in UK entledigen. Sie hat es nicht begriffen und versucht, ihre Vorstellungen dem Land aufzuzwingen.

@tiger93 09:51

Die EU hat keinerlei Verpflichtung gegenüber UK, nur gegenüber der europäischen Bevölkerung. Darum darf auch nicht nachverhandelt werden. Die UK Politiker haben amateurhaft verhandelt, die EU nicht. Die Britischen Verhandler sind selbst Schuld. Dominic Raab, David Davies und Theresa May haben versagt.

Brexit-Dividende

Nach dem Brexit sank die Arbeitslosenquote in GB in den Jahren 2017 und 2018 auf 4,4%.

Zum Vergleich: In Deutschland lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2017 bei 5,7% und 2018 bei 5,2%.

Die sog. Brexiters können doch nichts dafür ...

sie konnten doch nicht ahnen, das ein Trump daher kommt und ihnen das TTIP torpediert. Wäre selbiges abgeschlossen worden, gäbe es alternative gemeinsame (Vertrags-) Grundlagen, die aber gegen die (schädlichen) politischen Einflüsse Kontinentaleuropas immun wären. Da das jetzt nicht so ist, ist einiges komplizierter, aber sobald sich das ändert, sind spezielle Verhandlungen zwischen der EU und GB eigentlich verzichtbar. Insofern könnte man auch auf Zeit pokern und hoffen.

@Provinsposse (10:03):

>>Man kann doch die Bürger …
nicht so lange abstimmen lassen, bis ein „gewünschtes Ergebnis“ erziehlt wurde.<<

Es geht nicht darum, die Bürger abstimmen zu lassen, bis einem das Ergebnis passt. Es geht darum, dass das erste Referendum unter massiven falschen Versprechungen zustande gekommen, ohne dass die Menschen so recht wussten, was sie bei einem Austritt aus der EU erwarten würde. Bei einem zweiten Referendum lägen die Optionen dieses Mal aber deutlich auf dem Tisch: Bleiben, ungeregelter Brexit oder der verhandelte Austrittsvertrag.

Ein Paradebeispiel

dafür, wie Demokratie zu verstehen ist.

Da entscheidet das Volk per Bürgerentscheid sich für den Brexit und die Volksvertreter machen, was sie wollen.

Wenn eine neue Abstimmung erzwungen werden sollte, wird es Tumulte auf den Straßen geben. Liebe Briten, deckt Euch schon mal mit gelben Westen ein.

Zwiegespalten

Ich bin mir uneins, wie ich das Ergebnis bewerten soll.
Einerseits fände ich es grundsätzlich gut, wenn GB in der EU bliebe. Andererseits sehe ich im (insbesondere ungeregelten) Austritt eine Möglichkeit, dass Schottland endlich unabhängig und Irland wiedervereint wird, und dass England eine Lektion in Demut lernt und bei einem erhofften Wiedereintritt in die EU weniger Rosinenpickerei betreiben kann.

09:52, Sebastian15

>>Soll das....
....die neue Art von Demokratie werden? Eine Abstimmung so oft zu wiederholen bis ein Ergebnis dabei rauskommt, das einem gefällt? Hoffentlich nicht! Die Briten haben in einer demokratischen Abstimmung mehrheitlich gegen Europa gestimmt und Punkt. Die Konsequenzen hätte man vorher wissen müssen!<<

Sie meinen, Demokratie wäre, daß man einmal abstimmen würde, und das gälte dann für immer und könnte nicht durch eine erneute Abstimmung revidiert werden?

Dann möchte ich in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, daß es 1975 ein Referendum gab, bei dem sich die britische Bevölkerung für einen Beitritt ausgesprochen hatte.

Das müsste doch dann für immer gelten, wenn ich Sie richtig verstehe, oder?

@tagesschau2012

Ganz im Gegenteil zeigt die jetzige Situation, dass Politiker nicht besonders gut darin sindetwas auszuführen, von dem sie nicht überzeugt sind. Und die, die vom Brexit überzeugt sind, haben sich feige davon geschlichen oder sind nicht in der Lage Mehrheiten im Parlament zu bilden. Trauriges Bild!

re initiative neue

"Brexit-Dividende

Nach dem Brexit sank die Arbeitslosenquote in GB in den Jahren 2017 und 2018 auf 4,4%.

Zum Vergleich: In Deutschland lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2017 bei 5,7% und 2018 bei 5,2%."

Die Zahlen wären nur vergleichbar, wenn die gleiche Definition und Zählung von Arbeitslosen verwendet wird.

Schauen Sie mal auf:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160142/umfrage/ arbeitslosenquote-in-den-eu-laendern/

Neue Hoffnung

Diese Schlagzeile („Alles wieder offen“) sollte Hoffnung machen.

Denn „verknoteter“ ging‘s ja nun wirklich nicht mehr.

Das Allerwichtigste muss jetzt sein, dass die öffentliche(!) Diskussion um die Suche nach einem Ausweg aus dieser verfahrenen Situation und einer Lösung, mit der alle leben können auf harten, für jeden nachprüfbaren Fakten beruht.
Die für sich stehen sollten, d.h., die "einzuordnen" jedem Bürger selbst überlassen werden sollte.

Und nicht wieder vorwiegend auf emotionalen Befindlichkeiten („Stimmungen“), die von Politikern "bedient" (genauer: ausgenutzt) werden.

Denn die bisherige Erfahrung rund um den verdammten Brexit hat leider gelehrt, dass diese Fakten bei der „Aufbereitung“ durch Politiker regelmäßig so ausgelegt (bzw. „verdreht“) werden, dass sie in deren - der Politiker - jeweiliges „Konzept“ passen, also überwiegend eigennützigen Interessen dienen – nicht denen der Bürger.

re tobias br.

"Oft hört man, nun drohten Zölle und Wartezeiten an den Grenzen. Wenn man diesen Meldungen dahin nachspürt, welche Zölle worauf denn genau gemeint sind, entpuppen sie sich als Panikmache. Da der Zöllner nicht weiß, welche Waren er denn aufspüren und wie verzollen soll, wird er keinen einzigen LKW anhalten."

Zölle gemäß WTO? Zum Beispiel.

@Kermit70

" Das Volk" gibts es so gar nicht. Die einen wollen dies, die anderen das. Und das, was die (knappe) Mehrheit wollte, war so nicht zu machen. So, als wäre über Freibier für alle oder schönes Wetter abgestimmt worden

re volkspartikel

"Ich weiß nur nicht, was der Brexit für den Ottonormalverbraucher negatives bringen soll. Hier wird gnadenlos Schwarzmalerei betrieben. Nichts wird sich groß ändern."

Was sich wie ändern könnte ist eigentlich in den Medien breit diskutiert worden.

RE:Initiative Neue...

"Nach dem Brexit sank die Arbeitslosenquote in GB in den Jahren 2017 und 2018 auf 4,4%.
Zum Vergleich: In Deutschland lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2017 bei 5,7% und 2018 bei 5,2%."

Zweifel an ihren Zahlen!
Für das Jahr 2018:
Arbeitslosenquote GB 4,1 %
Arbeitslosenquote Dt. 3,3%
Arbeitslosenquote Tschechien 1,9 %
Quelle: Statisa

Was wollen sie mit dem bloßen Vergleich von Arbeitlosenquoten einzelner Länder aussagen.
Der Vergleich mit Äpfel mit Birnen ist naheliegender und nicht aussagefähig !

Gruß Hador

War doch zu erwarten.

...Da fällt mir die sog. historische Schröderische Elefantenrunde ein.
Auch da wollte ein Spitzenpolitiker nicht einsehen, daß er verloren hatte.
Knapp aber verloren.

---

Es gibt für mich nur 2 Optionen:
1. Harter Austritt ohne jegliches Abkommen.
2. Ein neues Referendum.

Warum 2.?
Für mich fand das erste Referendum
unter einen Schirm von Lügen statt.
Gerade der blonde Brite verstand es mit Unwahrheiten, Alternativen Fakten, Angstschürerei viele Briten zu beeinflussen.

Dies klappte umso besser je älter die Menschen waren und je weiter sie auf dem Lande lebten.
Ach ja, ich vergaß und je männlicher sie waren (Ich hoffe ihr wisst was ich damit sagen möchte).

Und deshalb würde ich den Briten raten ein neues Referendum abzuhalten mit einer grundlegendes Änderung.

Das Ergebnis darf nur anerkannt werden, wenn mind. 85% aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben.
Das wäre klar eine Mehrheit und an das Ergebnis muß das Unterhaus sich halten.
Ob sie wollen oder nicht.

re orfee

"Weniger Handel, weniger Arbeitsplätze usw. wird sich nicht so schwer verändern, weil der Pfund schwächer wird. Mit schwachem Pfund kann man besser exportieren."

Und mit schwachem Pfund steigen sowohl die Preise für importierte Konsum- und Investitionsgüter. Was wiederum den Wettbewerbsvorteil im Export aufhebt.

@Initiative Neue... - Brexit-Dividende

Und was wollen Sie uns damit sagen ?
Das der große Flächenstaat GB mit weniger Einwohnern als Deutschland eine niedrigere
Arbeitslosenquote hat :-)
Übrigens, der Brexit kommt erst noch :-)

Warum lernt die EU eigentlich nichts ?

Bei all der ganzen, teilweise ziemlich hysterisch geführten Diskussion um den Austritt der Briten, vermisse ich die Stimmen bei der EU, die nun wirklich einmal innehalten und sagen "wir haben verstanden". Man zieht einfach keine Lehren aus dem Brexit-Votum und scheint wohl noch immer der Meinung zu sein, dass man ggfs. einfach Referenden ignorieren kann, wie früher in Hinblick auf Frankreich und die Niederlande, oder Abstimmungen beliebig lange wiederholen kann, bis einem das Ergebnis passt. Dabei wäre die jetzige Situation doch wirklich einmal eine Chance für die EU, sich glaubwürdig zu reformieren. Aber von Selbstkritik bei der EU keine Spur. Vielleicht könnten sogar die Briten diesem Konstrukt dann wieder etwas mehr Sympathie entgegenbringen.

@ heimatplanetmars, 9:49 Uhr

Sie fragen, warum die Briten uninformiert in die Entscheidung gingen, bzw. wie man darauf kommen kann so etwas zu unterstellen.

Die einfachste Antwort darauf ist: Man sieht es an deren eigenen Reaktionen.
Die meisten Probleme waren zum Zeitpunkt der Abstimmung bekannt, - aber so realisiert von den Wenigsten:

Was gab es eine Aufregung in GB, als klar wurde, dass man noch eine Summe für eingegangene Verpflichtungen zahlen muss.

Das Irland-Problem war von Anfang an bekannt und das man entweder im Binnenmarkt bleibt, oder eine Grenze dort bekommt ebenso. Trotzdem überraschte es viele offensichtlich.

Dass die Zahlen der Brexitbefürworter, wieviel GB an die EU (inkl. Rabatt) zahlt und von ihr zurück bekommt, falsch waren, konnte auch damals jeder nachsehen, - trotzdem waren viele überrascht. Von nicht so offensichtlichen Symbioseeffekten mal abgesehen.

Es gibt Briten, die es wussten und sich bewusst für den Brexit entschieden. Aber viele, an eigenen Aussagen sichtbar, - eben nicht.

09:37, Bernd Kevesligeti

>>Im Magazin DER SPIEGEL sagte der ehemalige Brexit-Minister David Davis:Angela Merkel gab für die Verhandlungen den Satz aus:"Die Briten dürfen vom Brexit auf keinen Fall profitieren".<<

Das also sagt der Tory-Rechtsaußen David Davis.

Wenn Sie den als Gewährsmann akzeptieren, dann vielleicht auch das Londoner Revolverblatt "Sun"?

Das behauptet nämlich, Merkel und May hätten telefoniert, und Merkel hätte May gesagt, sie brauche sich keine Sorgen zu machen, denn im Falle einer Niederlage vor dem Unterhaus wolle sie sich für weitere Zugeständnisse der EU stark machen.

Ich glaube übrigens weder Herrn Davis noch der "Sun".

Zahlenspiele sind nutzlos...

Das Problem mit dem 2016 Referendum ist, dass man einen so hoch komplexen Sachverhalt nicht in eine "Ja/Nein"-Frage packen kann. Ein weiteres ist, dass das Referendum 2016 als "nicht bindend" an die Bevölkerung verkauft wurde und die Tories das Ergebnis mantrahaft als bindend ausgegeben haben. Wichtig ist dabei auf die "Versprechungen" der Brexiteers einzugehen: Alles bleibt wie es ist, keinem wird es schlechter gehen, Gelder werden massiv in das Gesundheitssystem gesteckt, ....: ALLES LÜGEN. UK befindet sich heute im Würgegriff der ideologisch massiv agierenden Tories und einer nordirischen DUP, die völlig ignoriert, dass die Mehrheit der Nordiren "für" den Verbleib in der EU gestimmt hatten. Und was soll das Geschwätz die EU sei an allem Schuld, Blödsinn. UK hat den Austritt beantragt und die EU ist ihnen weit entgegen gekommen. Nur gibt es den harten Brexit mit fatalen Folgen für UK und schlimmen für die EU. Niemand hat GB gezwungne zu gehen: So be it!

Die Briten wollen raus dann macht endlich Nägel mit Köpfen

total unverständliches Theater, Briten wollen raus, dann sollen sie das tun, fertig, das rumgejammer aus Brüssel nervt nur noch ! da wird wiedermal Politik, nur für die Banken und Eliten gemacht !

11:56 von Cecilia82

Warum lernt die EU eigentlich nichts ?
.
lernen, warum ? man ist doch als EU im Recht !

aktuell gibt es in unserer EU Menschen,
die schätzen durchaus die Vorteile der EU, nur denen geht die ganze Sache etwas zu weit
Was tun unsere Vorturner in Brüssel oder auch hierzulande
Dasselbe wie in einer Schule, wenn man sieht das es auch "schwächere" Schüler gibt
statt etwas langsamer vorzugehen, den Stoff zu wiederholen, damit man die auch mitnimmt, gibt man Gas dass die total frustriert sind komplett aussteigen
und auf die EU übertragen aus Skeptikern Ablehnende werden

@AufgeklärteWelt - 10:43

"Es ist eine Politik, wie man sie aus EU-Kreisen gewöhnt ist. Aber gerade dieser Politik wollte sich das Wahlvolk in UK entledigen. Sie [ Th. May ] hat es nicht begriffen und versucht, ihre Vorstellungen dem Land aufzuzwingen."

Na gut, dann wäre doch spätestens jetzt die Stunde dieser blitzgescheiten Brexit-Helden, dem britischen Wahlvolk nun endlich zu zeigen, wie easy Empire 2019 ohne EU geht.

DerZweck heiligt die Mittel

" Die Forderungen nach einem zweiten Referendum werden lauter. "
Ist das nicht der eigentliche Zweck hinter dem ganzen Affentheater ?!

10:46, Kermit70

>>Ein Paradebeispiel
dafür, wie Demokratie zu verstehen ist.

Da entscheidet das Volk per Bürgerentscheid sich für den Brexit und die Volksvertreter machen, was sie wollen.

Wenn eine neue Abstimmung erzwungen werden sollte, wird es Tumulte auf den Straßen geben. Liebe Briten, deckt Euch schon mal mit gelben Westen ein.<<

Das Referendum wurde von Anfang an als für die Regierung und Abgeordneten nicht verbindlich dargestellt, und die britischen Parlamentarier und Regierungspolitiker offenbaren gerade ihre profunde Hilflosigkeit im Umgang mit der von ihnen selbst geschaffenen Situation.

Und wenn die Briten jetzt noch gelbe Westen anziehen und London in Schutt und Asche legen würden, dann wäre ganz gewiss viel gewonnen?

Das sehe ich eigentlich nicht.

Am 16. Januar 2019 um 09:57 von Karl Klammer

"Wenn bei Ihrer Fußballmanschaft ein
Mitspieler geht, so melden Sie wohl auch nicht
gleich die ganze Mannschaft ab :-)"
#
#
Wenn es der zweit beste Spieler ist, dann sind Sie nur noch im Mittelfeld oder spielen gegen den Abstieg:-(

@Digitaler Fuß - Höchste Alarmstufe für die EU, nicht für GB

Sie verwechseln da was :-)
Die EU kann sich zurücklegen, da die Große Gemeinschaft intern weiter handeln kann
und auch Weltweite Abkommen hat.

England steht dann vor dem Nix
und wird auch nicht die Konditionen bekommen wie früher in Asien und anderswo.
Die Asiaten importieren jetzt direkt mit den EU-Staaten und zahlen nicht 2 mal Zollgebühren.

Die Angst der Brexit-Freunde

Ich denke, dass viele der Brexit-Freunde hier im Forum sich durch den Brexit eine Schwächung der EU erhoffen. Von daher fürchten sie ein weiteres Referendum. Wenn alles so klar wäre, dass die Briten die EU verlassen wollen, waum dann nicht nochmals Abstimmen und sich das "Go!" der Wähler holen.

Gruß Hador

08:43 von Graf_Igor

allerdings sind 51,9% (Wahlergebnis Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 37,4%.
.
was für eine doch recht alberne Rechnung
wissen sie was die Nichtwähler wollten
das können sie bestenfalls mutmaßen !

48% (Wahlergebnis kontra Brexit) von 72,2% (Wahlbeteiligung) nur 35 %
das wäre genauso sinnig - eigentlich unsinnig - wie ihre Annahme

12:00, Chiccio

>>Die Briten wollen raus dann macht endlich Nägel mit Köpfen
total unverständliches Theater, Briten wollen raus, dann sollen sie das tun, fertig, das rumgejammer aus Brüssel nervt nur noch ! da wird wiedermal Politik, nur für die Banken und Eliten gemacht !<<

Wenn sich die gesamte politische Klasse Großbritanniens als komplett handlungsunfähig herausstellt, dann ist dies Politik für die Banken und Eliten?

Aha.

"Brüssel" macht übrigens gar nichts. Der Ball liegt im britischen Teil des Spielfeldes.

Am 16. Januar 2019 um 10:06 von Manuel Pestalozzi

"Die Brexit-Geschichte zeigt die Grenzen der Demokratie deutlich auf."
#
#
Dann ist für Sie der Gedanke der Demokratie gestorben. Warum wollen wir dann andere Länder unsere Demokratie aufzwingen?
Die Politiker haben das Volk gefragt und das Volk hat einen Auftrag erteilt. Jetzt haben die Politiker Ihre Arbeit zu erledigen.
Es kann ganz einfach sein, aber das will die EU nicht, und die Politiker aus GB auch nicht.

zu Großbritanniens Bedingungen gehen lassen

Am Tag danach denke ich: Wir sollten Großbritannien zu seinen Bedingungen gehen lassen. Das kostet uns zwar etwas. Aber was soll's? Es ist doch normal, dass es schmerzt wenn jemand weggeht. Alles andere wäre doch nur unnormal. Und abschreckende Wirkung für andere austrittswillige EU-Staaten? Wenn man sie nur mit Abschreckung bei uns halten kann, dann ist das doch auch irgendwie falsch. Auf Abschreckung vor dem Austritt sollte die Mitgliedschaft in der EU nicht beruhen.

Ein Schirm von...

@Biocreature "Warum 2.? Für mich fand das erste Referendum unter einen Schirm von Lügen statt."

Sie meinen, so wie vor der Trump-Wahl 2016, als es hieß, die Börsen brächen im Falle seiner Wahl zusammen und er würde als Präsident sofort anfangen, am "roten Knopf" herumzuspielen ?

Nein, beim besten Willen nicht. Wenn Angst geschürt wurde und weiter wird, dann von den Brexit-Gegnern, die düsterste Prophezeiungen verbreitet haben, von denen bislang nichts eingetreten ist.

"Das Ergebnis darf nur anerkannt werden, wenn mind. 85% aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben."

Genau. Andernfalls bleibt das bestehende Brexit-Votum in Kraft. Klassisches Eigentor.

12:06, Rebel-Lion

>>DerZweck heiligt die Mittel
" Die Forderungen nach einem zweiten Referendum werden lauter. "
Ist das nicht der eigentliche Zweck hinter dem ganzen Affentheater ?!<<

Sie meinen, das wäre die Agenda der britischen Unterhausabgeordneten, die gegen den von Theresa May ausgehandelten Vertrag gestimmt haben?

Interessant.

@ tagesschlau2012 , 12:13 Uhr

Was genau will die EU denn nicht?
Sie hat den Austrittswunsch von GB bedauert, aber sofort akzeptiert.

Die EU bietet GB ein neues Vertragswerk an, was sogar auf die britischen Interessen Rücksicht nimmt, keine Grenze in Irland haben zu wollen.
Ein besseres Angebot würde auch kein anderes Drittland bekommen.

Daneben hat GB die Wahl einfach das Austrittsdatum abzuwarten und dann ganz normal draussen zu sein. Von da an läge auch alles in ihren Händen.

Das Problem ist, dass ganz GB (und nicht nur die Politik) in sich gar nicht weiß, was es genau will. Sonst gäbe es ja eine Linie vorwärts, statt nur Ablehnung.

Es gibt für die Ablehnung von jedem Vorschlag eine Mehrheit.
Das hilft aber eben nichts, wenn man nicht fähig/willig ist einen Kompromiss zu finden, - und sich die Realität einzugestehen, dass nicht alles was man will, faktisch realisierbar ist. (=nur Rosinen picken).

Im Grunde sollte die EU mal

Im Grunde sollte die EU mal über sich selbst nachdenken.
Warum will GB raus? Das wurde doch noch nie gemacht.
Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum ist ja ganz nett, aber die EU muß sich mitnichten in die Gesetzgebung der Länder reindrängen. Wie zB bei diesem Feinstaub und NOx Gehampel. Was kümmert es mich, wie in GB die Luft ist? Die haben selber eine Regierung, die sich drum kümmert.
Mit weniger Regulierungswut bräuchte man aber auch weniger Leute, die es nach verkorkster Landespolitik, zu alimentieren gilt. Schaut Euch doch nur mal an, wen Wir alles so nach Brüssel geschickt haben.

12:16, enttäuscht

>>Am Tag danach denke ich: Wir sollten Großbritannien zu seinen Bedingungen gehen lassen. Das kostet uns zwar etwas. Aber was soll's?<<

Sie würden es also begrüßen, wenn Großbritannien weiterhin alle Rechte eines EU-Mitgliedes hätte, aber von sämtlichen Pflichten entbunden würde?

Wirklich jetzt?

Dann hätten wir wohl ganz schnell eine EU voller Mitglieder ohne Pflichten, aber mit allen Rechten.

GB besteht doch aus 4 Teilen.

GB besteht doch aus 4 Teilen. Nordirland, Schottland, Wales und England. Packen Wir Wales und NI zusammen , dann könnte doch ein Teil "hart" austreten, ein Teil drin bleiben und einer mit Abkommen ausscheiden.
Und die Menschen ziehen dann innerhalb so um, wie es ihnen gerade beliebt.
Warum immer so kompliziert?

... wenn es ein zweites geben sollte.

@Jeder Tag ohne diese Frau wäre gut für UK 10:03 von Magfrad

Das wird wohl so sein, aber so funktioniert Politik 'heutzutage' nicht.
Der Misstrauensantrag wird scheitern,
da man Labour mehr fürchtet als einen 'ungeregelten' Brexit.

Sie hätte Boris Johnson ranlassen müssen, dann stände der heute da,
und müsste sein 'Werk' als Scherbenhaufen auch verteidigen.

Sie hat ihre Strafe weg, und ist die letzten Monate um Jahre gealtert.
Was man im TV deutlich sehen kann.

Aber was lernt der deutsche Michel äh englische Empireträumer daraus:
Sich mit Populisten einlassen, ist meist der Anfang vom Ende.
Nicht nur der eigenen Karriere,
manchmal aber auch dem eigenen Lande nicht zuträglich.

An karwandler, Warum wird hier Schwarzmalerei betrieben?

Tatsachen entscheiden und nicht Schwarzmalerei. Sogar in unserem Land geht es vielen Millionen Menschen, wie in der EU, nicht besser. Sie werden von den Regierenden in D. mit wenig Geld ausgestattet, wie z.B. ca. 8,6 Millionen Rentner, die nachweisbar viel weniger als 800 Euro im Monat für Mietzahlung und zum Leben erhalten. Jeder 2. wohnungslose Europäer ist heute ein Deutscher, nach der letzten Zählung Ende 2016 waren es s. Fakt Quelle. "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Heute sind es bereits ca. 1,2 Millionen deutsche Mitbürger. Geschätzte 1,5 Millionen gehen um essen betteln in den Tafeln. Viele deutsche Bürger beschönigen die Lage von Millionen Armen im reichen Deutschland, s. Quelle: "Bertelsmann Studie zur Familienarmut. Geschönte Armut statt schön." Doch so geht es viele Menschen in den EU Ländern, deswegen gehen auch die Gelbwesten in Frankreich auf die Straße. Nicht weil sie gut leben sondern genauso arm wie viele Millionen im Euroraum

Am 16. Januar 2019 um 11:42 von fathaland slim

"Sie meinen, Demokratie wäre, daß man einmal abstimmen würde, und das gälte dann für immer und könnte nicht durch eine erneute Abstimmung revidiert werden?
Dann möchte ich in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, daß es 1975 ein Referendum gab, bei dem sich die britische Bevölkerung für einen Beitritt ausgesprochen hatte."
#
#
Abgestimmt wurde über den Beitritt zu EWG. Da sich durch die EU die Regeln extrem verändert haben, dürfte das ja nicht mehr unbedingt bindend sein.
Mir ist nicht bekannt, das sich seit der letzten Abstimmung (2015) etwas bei der EU geändert hat, das eine neue Abstimmung erforderlich macht.

nach chaos ordnung

um neu anzufangen muss england an die wand fahren.
in allen systhemen der welt ist alles von oben gefallen und völker mussten nach wirtschaftkriesen, kriegen usw neu anfangen. der anfang war hart aber gab immer hoffnungen und alles wurde irgendwie besser. nur mit der zeit wird durch politischer idealismus und ignoranze alles wieder bis zum grossen knall geführt(geschichte anschauen und voila frage und antwort gefunden).
der mensch ändert sich immer nur wenn er gezwungen wird und es keinen andere weg mehr gient.
also harten brexit, probleme für beide seiten, werden geregelt und die sonne schient für einen neuen anfang. das alte und jetzige europa stimmt doch sowieso nicht oder? unterdrückung und erpressungen, machtgier , geld und spekualationen sind doch gang und gebe im der doch so angeblichen schönen"eu".

re m.g.

"An karwandler, Warum wird hier Schwarzmalerei betrieben?

Tatsachen entscheiden und nicht Schwarzmalerei. Sogar in unserem Land geht es vielen Millionen Menschen, wie in der EU, nicht besser. Sie werden von den Regierenden in D. mit wenig Geld ausgestattet, wie z.B. ca. 8,6 Millionen Rentner, die nachweisbar viel weniger als 800 Euro im Monat für Mietzahlung und zum Leben erhalten. Jeder 2. wohnungslose Europäer ist heute ein Deutscher"

Erklären Sie auch noch, was das mit dem Brexit zu tun hat?

12:30, Superschlau

>>Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum ist ja ganz nett, aber die EU muß sich mitnichten in die Gesetzgebung der Länder reindrängen. Wie zB bei diesem Feinstaub und NOx Gehampel. Was kümmert es mich, wie in GB die Luft ist? Die haben selber eine Regierung, die sich drum kümmert.
Mit weniger Regulierungswut bräuchte man aber auch weniger Leute, die es nach verkorkster Landespolitik, zu alimentieren gilt. Schaut Euch doch nur mal an, wen Wir alles so nach Brüssel geschickt haben.<<

Sie wollen eine komplett unregulierte Freihandelszone? Ob das wirklich so superschlau oder hoch-intelligent ist, das wage ich doch sehr zu bezweifeln.

Und das gescheiterte Politiker nach Brüssel geschickt werden, weil sie da wenig Schaden anrichten können, das ist nun wirklich Jahrzehnte her. Die Aufgaben eines EU-Parlamentariers sind seit den 70er Jahren doch entschieden anspruchsvoller geworden.

"Hast du einen Opa, dann schick ihn nach Europa!"
Diese Zeiten sind lange vorbei.

Es fing an mit den falschen Versprechungen

des Herrn Farage und Konsorten.
Die einfachen Bürger hatten ihm geglaubt.
Die große Masse ist dumm und vergesslich,
von welchem Politiker ist der Spruch doch noch gleich??

@cbCLP, 09.50h

Dann sind auch Wahlen ungeeignet, denn ich als Wähler kann auch nicht mitbestimmen, was der Gewählte danach macht.

Häufig nicht das von mir

DAs ist eben gerade parlamentarische Demokratie.

@Superschlau - 12:37

"GB besteht doch aus 4 Teilen. Nordirland, Schottland, Wales und England. Packen Wir Wales und NI zusammen , dann könnte doch ein Teil "hart" austreten, ein Teil drin bleiben und einer mit Abkommen ausscheiden.
Und die Menschen ziehen dann innerhalb so um, wie es ihnen gerade beliebt.
Warum immer so kompliziert?"

Sie sollten mit solchen "Lösungen" dringend Kontakt zu Boris Johnson und Nigel Farage aufnehmen, von der Begeisterung bei den Royals ganz zu schweigen.

Ende der Loyalität !

Die Kommentare von Frau Dittert und Herrn Marquardt haben die politische Situation auf den Punkt gebracht.
Das gesamte Führungspersonal von Tories und Labour haben in der Brexit-Frage völlig versagt. Sie verdienen die Loyalität der bitischen Parlamentarier im Unterhaus nicht mehr. Die Brexit-Gegner sollen endlich aufstehen um diesen Spuk zu beenden.

Gruß Hador

12:40, tagesschlau2012

>>Abgestimmt wurde über den Beitritt zu EWG. Da sich durch die EU die Regeln extrem verändert haben, dürfte das ja nicht mehr unbedingt bindend sein.<<

Die EWG war die Vorläuferorganisation der EU, und alles, was bis heute geschehen ist, bewegt sich im Rahmen der von Anfang an formulierten Ziele der europäischen Einigung, die ein deynamischer Prozess und keine statische Angelegenheit ist. An sämtlichen Entwicklungen nach 1975 war GB mit vollem Stimmrecht beteiligt und hat sich außerdem durch teils erpresserisch zu nennende Verhandlungsführung Extrawürste en masse gesichert.

@tiger93, 09.541h

Wenn Sie mit dem Adel das Königshaus meinen, dann können Sie beruhigt sein.

Das hat keinerlei politische Macht.

Das ist nur eine Schautruppe, die den Steuerzahler immens viel Geld kostet.

EU hat keine Werte, die sie gemeinsam vertritt

Gestern konnte man verfolgen, wie Corbyn die Deal-Debatte nur dazu nutzte, den Brexit aufzuhalten. Es geht der Labour-Party, zumindest Corbyn, nicht darum, den Brexit zu gestalten oder gar an einem Deal mitzuarbeiten, sondern nur sich in Politischer Macht zu heben. Die May hat vor der Abstimmung nochmal explizit Labour um Mithilfe bei den Ausverhandlungen eines Deals gebeten. Gekommen sei aber wohl nichts von deren Seite. Corybn hat vor der Abstimmung auch kein Wort darüber verloren, dass er das Brexit-Votum ignorieren will. Nach der Abstimmung hat er aber schnell die Maske fallen lassen.

Der Brexit ist schon von Anfang an keine Sachfrage gewesen, sondern ein reines Gefühlsproblem, vorallem der EU. Und wenn ein geistliches Gebilde wie ein Staat anfängt beleidigt zu sein, dann ist man nicht sehr weit weg von der Diktatur. Da ist der Staat auch immer schnell beleidigt, weil der Absolutist schnell beleidigt ist.

EU ist halt nur ein Union, die angefangen hat, ihre Probleme zu verallgemei

@ enttäuscht, 12:16 Uhr

Ich habe den Eindruck, dass Sie glauben der Austrittsvertrag würde Strafen beinhalten. Der ist aber so, wie jedes Land ihn bekommen würde.

Man reibt sich am "Backstop", also dass (weil man keine Grenze zw. Irland in GB und Nordirland in der EU haben will) Irland an die EU Regeln gebunden bleibt, wenn man nicht Techniken erfindet, die eine Grenze überflüssig machen. Sobald sie eigene Regeln wollen, müssen sie also eine Grenze zw. Irland und Nordirland oder eine zwischen Irland und GB akzeptieren. Das ist aber ein internes Problem.

"Ihre Bedingungen", würde bedeuten, dass es in Irland keine Grenze gibt, aber GB eigene Regeln hat.
So können in GB Waren produziert oder importiert werden, die sich nicht mehr an EU-Regeln sondern an neue GB-Regeln halten. Das betrifft Nahrungsregeln (Gen), Sicherheitsregelungen, Mindestsozialstandards usw. und umgekehrt aber natürlich auch Exportregeln (Zölle und Waffen).
Das kann die EU nicht akzeptieren, weil dann alle Regeln überflüssig sind.

Achja,....

die Briten hatten damals abgestimmt und entschieden...dann sollten Sie auch dazu stehen.

"erst denken-dann lenken"

jedes - also fast jedes - Land wählt immer wieder mal seine Volkstreter...man gibt seine Stimme ab, und dann ,
ja dann isse weg. und die machen damit 4-5 Jahre lang was sie wollen....
Is in Deutschland so, USA, etc. und betrifft auch die Abstimmung in Great Britain (das war wohl mal)...

Gruss G.

fataland

Nein, ich möchte keinen ungeregelten Wirtschaftraum. Gerade der soll geregelt werden, und sonst nichts. Und unser Öttinger, oder Stoiber? Ja, das waren natürlich die aller größten Kompetenzbestien.
Wir brauchen auch kein Europaparlament. Wozu? Wir haben alle eine Regierung. Die setzen sich zusammen und handeln aus, was wie gilt. Dieser Wasserkopf ist absolut unnötig.

Die EU erwägt den Briten mehr

Die EU erwägt den Briten mehr Zeit zu geben! Was soll da gehen - was in 2,5 Jahren nicht geklappt hat. Last die Briten endlich raus. Sie können ja - falls Einigung erzielt wird wieder eintreten!
Irgendwann reicht es.

Wanderfalke

Ob die es nun vorher oder nachher machen, ist eigentlich egal.
Sollte Exit so dramatisch werden, wie es die Pessimisten immer erzählen, wird es nicht lange dauern, und Nordirland und Schottland werden sich abtrennen. Da ist es doch völlig egal, wie die internen Verbindungen waren.

@Jayray - EU hat keine Werte, die sie gemeinsam vertritt

Seltsam das sich alle EU-Mitgliedsländer
beim Brexit einig sind !

Es geht der Labour-Party, zumindest Corbyn, nicht darum, den Brexit zu gestalten oder gar an einem Deal mitzuarbeiten

Das gleichen sehen sie auch im deutschen Bundestag bei einer möchtegern Alternative,
welche auch die EU abschaffen will und den Dexit fordert.

@12:44 von fathaland slim: unregulierte Freihandelszone?

"Sie wollen eine komplett unregulierte Freihandelszone? Ob das wirklich so superschlau oder hoch-intelligent ist, das wage ich doch sehr zu bezweifeln."

Da kann ich ihnen nur zustimmen. Man stelle sich das bei den erwähnten Abgasbestimmungen vor.

Dann müssten deutsche Autohersteller für jedes Fahrzeug prüfen in welches Land es verkauft wird.

Nach GB geht es dann ohne Kat oder Rußfilter, in Deutschland wird der Kat benötigt, im nächsten Land gelten vielleicht noch strengere Bestimmungen, so dass gar keine Autos dorthin verkauft werden dürfen.

Was für ein Chaos wäre das dann?

kurz gesagt

In der EU wird Politik mit der EU und durch die EU betrieben , um nationale Politik zu betreiben. Darin liegt der Fehler der EU. Dadurch handeln Leute wie Sebastian Kurz, wie sie eben derzeit handeln. Dadurch können Leute wie Corbyn, früher aber auch May, in ihren Ländern politisch profitieren.

Die EU hat sich das selbst eingebrockt, dass ihre Mitglieder die Nerven mit ihr verlieren. Hätte die EU Gesetzeszurückhaltung und sich erstmal auf einen Wert geeinigt und diesen auch nach außen vertreten, dann wäre es sicherlich heute besser um die Freiheit der Staaten und vielleicht sogar um die Freiheit der Leute bestellt.

Aber die EU hat sich halt auf ein Format der Politik ihrer größten Mitglieder "geeinigt". Das sieht man schon an den Räumen, Parlamenten der EU. Da ist überhaupt nichts, was eine vereinigte Idee darstellt. Weder vom sachlichen Standpunkt aus betrachtet, noch vom Formalen oder vom Künstlerischem. Noch mehr Gesetze und Vorschriften aber nur wenig Weisheitsgewinn dahinter...

Unterhaus weiß nur, was es nicht will!

Es gibt im Unterhaus keine Mehrheit für irgend etwas. Man kann May vorwerfen, nicht glücklich gehandelt zu haben, aber man sollte sich nichts vormachen: Es wäre wohl auch niemand anderes in der Lage, für irgend etwas eine Mehrheit herbeizuführen!

Die Brexit-Befürworter haben den Wählern einen Brexit versprochen, der einen Haufen Vorteile ohne irgendwelche Nachteile erbringt. Das sollte erreicht werden, in dem man die EU dazu bringt, voll auf alle Interessen GBs einzugehen und im Gegenzug alle eigenen Interessen aufzugeben. Es war doch absehbar, dass das so nichts wird!

Nun aber stimmen die Brexiteers im Parlament nur dieser "reinen" Lösung zu, mit der aber alle anderen EU-Länder nicht einverstanden sind. Das hat zu diesem Chaos geführt - und zu dieser ausweglosen Lage, in der Parlament und Regierung entscheidungsunfähig sind.

Man möge aber bitte auch nicht vergessen, dass der Wähler es so gewollt hat!

re von fathaland slim 11.58

Aber Sie glauben doch bestimmt dem SPIEGEL.

Das zeigt mit welcher Macht,mit welchem Druck die Kanzlerin für die EU ficht(deutsche ökonomische Interessen gegenüber anderen).

Auffälig ist auch,wie sie als "Sozialist"
hier für die EU und gegen den Brexit eintreten.Und damit im Grunde für Germany first.
Lesen Sie mal was der italienische marxistische Ökonom Vladimir Giache vor ein paar Tagen auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin zu Globalisierung und EU gesagt hat.

Alles wieder offen

Nichts ist offen.
Keine Verhandlungen und keine Zugeständnisse mehr.
Es hat nur eines bewiesen, May ist nicht Thatcher.

09:39 von dirk_kf

"Wozu braucht es überhaupt Verhandlung mit der EU? Wenn ich aus einem Verein austrete, brauche ich doch keinen Austrittsvertrag."

Richtig, Sie brauchen keinen Austrittsvertrag, weil dieser bereits existiert! Nämlich zum Einen in der Gesetzgebung der BRD allgemein und zum Andern oft im Mitgliedsvertrag im Besonderen/Individuell, wo geregelt ist was passiert, wenn Sie gehen.
U.a. das verbliebene noch nicht erfüllte Pflichten zu erfüllen sind.
Bei der EU gibt es weder das Eine, noch das Andere. Dafür aber eine 2Jahresfrist, in der man sowas individuell aushandeln kann. Alles andere Ergäbe auch keinen Sinn, schon allein weil Staaten ein ticken komplexer funktionieren als ein lächerlicher Verein, finden Sie nicht? Daher hinkt der Vergleich in diesem Punkt gewaltig.

LG YouGee

Reform der EU

@tagesschlau2012: "Mir ist nicht bekannt, das sich seit der letzten Abstimmung (2015) etwas bei der EU geändert hat, das eine neue Abstimmung erforderlich macht."

Ja, sehr gutes Argument. Die EU von 2015 ist ja völlig unvergleichbar mit der EWG von 1975, schon deshalb, weil sie in der Zwischenzeit viele weitere Staaten als neue Mitglieder aufgenommen hat, aber auch weil ihr Anspruch, sich in die Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten einzumischen, geradezu explosionsartig gestiegen ist.

Aber nehmen wir doch den Gedanken einer 2. Brexit Abstimmung auf und geben ihm eine sinnvolle Richtung:
WENN die EU glaubwürdig bereit ist, sich zu reformieren, ihr als anmassend und viel zu autoritär empfundenes Verhalten gegenüber den Mitgliedsstaaten überdenkt und die Vorbehalte nicht nur der Briten, sondern auch der Menschen in vielen anderen Ländern ÜBERZEUGEND aufnimmt und umsetzt, DANN gäbe eine neuerliche Abstimmung Sinn. Was meinen Sie ?!

Labour hat mehrheitlich Nein gesagt

@ Carlos12:
Interessant ist, dass scheinbar alle Labour-Abgeordneten den Vertrag abgelehnt haben.

Nicht ganz, vier waren dafür.


Und zwar nicht deshalb, weil sie den Vertrag generell ablehnen und alle einen harten Brexit haben wollen.

Richtig. Wer gegen den Brexit ist, für den war es ja konsequent, mit nein zu stimmen.

@mikethecat 9.07 Uhr

"Was mich wirklich nervt: Die britischen Wähler hatten die Chance abzustimmen. Einige haben dies getan - andere nicht. Jetzt solange abzustimmen bis "die Richtigen" ihr Kreuz gemacht haben, ist wirklich nicht einzusehen.

Die Jungs und Mädels von der/den Insel/n haben entschieden. Punkt!"

Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, dass Demokratie nicht heisdt, solange Neuwahlen, bzw. Referenden abzuhalten, bis es mehrheitlich passt.

Demokratie heisst aber auch Entwicklung und dass Meinungen sich ändern können. Wäre die nicht so, würden z. B. Frauen heute nicht wählen dürfen, weil man nach einer Abstimmung mal einen Punkt gesetzt hat.

Vieles deutet darauf hin, dass die Mehrheit der brit. Wähler nun doch lieber in der EU bleiben möchten, da der Austritt statt den versprochenen goldenen Straßen wohl doch vor allem Probleme bereitet.

Natürlich sind Probleme zum Lösen da, aber ich habe den Eindruck, dass nun Mehrheitlich die Briten mit einer Verschlechterung durch den Austritt rechnen.

12:30 von Superschlau

wen Wir alles so nach Brüssel geschickt haben.
.
jedes Pferd hat ein Recht auf Gnadenbrot
weshalb einem abgehalfterten Politiker nicht dasselbe Recht zubilligen

Hat Labour versagt?

@ Hador Goldscheitel:
Das gesamte Führungspersonal von Tories und Labour haben in der Brexit-Frage völlig versagt.

Die Tories haben Historisch gesehen unfassbar versagt. Das ist sicher richtig.

Auf Labour trifft das jedoch nicht zu. Ich halte zwar gar nichts von den unklaren und populistischen Positionen von Jeremy Corbyn. Der Mehrheit der Labour-Abgeordneten würde ich aber weitgehend zustimmen.

dr. bashir 9.08 Uhr

"Warum hat May eigentlich nicht erst verhandelt und dann den Austritt erklärt. Das hätte den Zeitdruck raus genommen?
Aber jetzt ist es, wie es ist."

Weil die EU vor der Austrittserklärung keine Verhandlungen geführt hätte? Wofür 2 Jahre Zeit und Geld für ungelegte Eier verschwenden?

GB hätte sich natürlich vor der Austrittserklärung im Parlament entscheiden können, ob sie mit oder ohne einen Nachfolgevertrag hätten austreten wollen (diese Frage ist vis heute nicht geklärt, es gibt promunente Vertreter füe den No Deal). Und wenn doch mit Vertrag, wie dieser aussehen könnte.

Haben sie aber nicht und müssen halt damit leben. Einen wirklich besseren Deal wird die EU nicht anbieten. Ich bezweifle, dass das Unterhaus in der Lage ist, sich auf überhaupt auf einen Deal zu einigen.

Insofern scheint vieles auf die Entscheidung zwischen dem Verbleib in der EU und dem Austritt ohne Deal hinauszulaufen.

wenigfahrer

Genau so ist es: N I E werden die Bürger befragt! Und das nennt sich Demokratie!!!! 709 Abgeordente?? Das größte Parlament weltweit. Was hat es erreicht? Hauptsache, die Pensionen stimmen.

Brexit ist noch nicht eingetreten.

Und an alle mit dem "Ist doch nur Schwarzmalerei der Brexitgegner; ist ja nix davon eingetreten bisher"-Gewäsch:
Ist das absichtlicher Populismus oder ist Ihnen wirklich nicht klar das der Brexit noch nicht stattgefunden hat? Die Prophezeihungen beziehen sich alle auf nach den 29.03.19. Bis jetzt wurde nur darüber verhandelt. Und wenn mit einem Schlag alle individuellen Handelsverträge mit Drittstaaten, Freihandelsabkommen und EU Binnenmarktzugang weg fallen und stattdessen im Besten Fall nur die allgemeinen WTO-Regeln gelten, dann möge es man mir bitte erklären, wie um alles in der Welt es reibungslos danach weitergeht, also alles nur halb so wild ist!?
Nur mal so, Dienstleistungen aller Art (z.b. auch Kurierdienste) und Finanzgeschäfte gehören ebenfalls zum Handel.

Entschuldigung, ich bin auch gerne mal naiv unterwegs, aber wie naiv muss man denn sein zu glauben, dass das alles nur überschaubare Probleme mit sich bringt, für beide Seiten?

LG UG

13:05 von GeMe

Dann müssten deutsche Autohersteller für jedes Fahrzeug prüfen in welches Land es verkauft wird.
.
sie haben sich noch nie mit derlei Dingen beschäftigt - wie unschwer erkennbar

stellen sie sich vor, wenn ein Auto nach GB nach Japan oder Australien geht,
müssen sie das Lenkrad glatt auf der falschen Seite einbauen !
... und damit nicht genug
bei einem Auto das nach Kalifornien geht gelten andere Vorschriften als nur in die USA
jedes Auto wird individuell den Vorschriften des entsprechenden Landes gebaut

@ alex.o

Wenn diese tatsächlich der Hauptgrund für die Ablehnung sein sollte, wäre die EU m.E. gut beraten, hier ihre Haltung nochmals zu überdenken und möglicherweise ein verbindliches Enddatum festzusetzen, bis zu dem die Verhandlung abgeschlossen sein müssen.

Da irren Sie. Die Verhandlungen sind abgeschlossen und das Datum steht fest.
Was erhoffen Sie sich von neuen Verhandlungen? Soll die EU noch mehr Rosinen bieten? Wozu? Der Brexit war ja nicht unsere Idee. Außerdem ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass ein anderer "deal" plötzlich im britischen Parlament eine Mehrheit bekäme.

„no Deal“ ist nicht weiter schlimm

Die Börsen sind auffallend stabil, der Pfund Kurs ist nach der gestrigen Absage sogar gestiegen. Vorhersagemärkte sind Börsen zeitlich oft etwas voraus, aber auch fehlbar: den Brexit und Trump haben die Vorhersagemärkte nicht vorhergesehen. Für die Bürger wird sich so gut wie nichts ändern. Und die EU treibt einen regen Handel mit der Türkei, Schweiz oder Norwegen die alle keine EU Länder sind. Die deutsche Sorge ist die derjenigen die INVESTIERT haben auf der Insel, sei es in Firmen oder Immobilien, bzw. GB als Standort für die Belieferung europäischer Kunden nutzen (BMW). Das ist dann eben „unternehmerisches Risiko“. Die Firmen in Ostdeutschland, deren Russland Handel aufgrund der Sanktionen eingebrochen ist, wurden schließlich auch nicht gefragt. Der Brexit war eine demokratische Entscheidung, die endlich honoriert werden sollte. Mays Plan hätte dies verwässert. Deshalb musste May scheitern. Die Idee mit dem 2. Referendum ist ein Offenbarungseid parlamentarischer Demokratie.

Sollte die EU mit GB nochmals

Sollte die EU mit GB nochmals nachverhandeln, wird es ein leichtes sein, das sich andere EU Länder noch schneller verabschieden können, als es uns lieb ist.

faterlandlim

Aha - der Ball macht es. Der liegt ohnehin bei der verknöcherten EU. Schon gewußt? - Aber Juncker mit seinem auf 33.000 € erhöhten Monatsbudget wird es schon machen.

Theresa May war und ist vom Brexit nicht überzeugt

Ich würde Boris Johnson in die Pflicht nehmen wollen. Er hat den Brexit maßgeblich angezettelt und sollte die Suppe auch auslöffeln!

09:39 von dirk_kf

"Was soll das überhaupt?
Der Austritt aus der Katastrophen-EU ist zum 29.3. beschlossen, Zuwiderhandlung ist Votumsbruch. Wozu braucht es überhaupt Verhandlung mit der EU? Wenn ich aus einem Verein austrete, brauche ich doch keinen Austrittsvertrag. May hat sich von der EU übern Tisch ziehen lassen, sich auf einen solchen einzulassen. Logisch, daß sich das Unterhaus aber nicht von der EU übern Tisch ziehen läßt. Höchstens könnte die EU irgendwelche Schulden einfordern, die dann Großbritannien entweder als unberechtigt oder unbezahlbar einstufen kann."

Na gut, Ihren Äußerungen entnehme ich, dass Sie EU-Kritiker sind.

Das gibt es auch in den USA, dass dort Personen gegen die "Bundesregierung" in Washington sind.

Aber sollte das Gewicht, das Washington in der Welt hat, nicht eher Vorbild sein angesichts der Kräfte mit denen sich Europa (am besten mit einer Stimme) in diesem und dem nächsten Jahrhundert auseinanderzusetzen hat?

@ Bernd Kevesligeti

Auffälig ist auch,wie sie als "Sozialist"
hier für die EU und gegen den Brexit eintreten.Und damit im Grunde für Germany first.

Das ist mir zu plump und zu schematisch. Als überzeugter Europäer kann man doch für die EU und gegen den Brexit sein und dennoch nicht für solchen ewig gestrigen Blödsinn wie "germany first" eintreten.

13:51 von morph63

"Theresa May war und ist vom Brexit nicht überzeugt
Ich würde Boris Johnson in die Pflicht nehmen wollen. Er hat den Brexit maßgeblich angezettelt und sollte die Suppe auch auslöffeln!"

Der war gut!

Erstens ist Boris Johnson in erster und zweiter Linie nur von Boris Johnson überzeugt.

Und zweitens wird er in ungemütlichen Zeiten genauso wenig Verantwortung und vor allem Entbehrung auf sich nehmen wie der Handaufhalter Farage, der gegen die EU wetternd gerne das Sitzungsgeld im EU-Parlament annahm.

Aber:
Probieren Sie's! Wenn er's macht, können Sie sich bei mir melden, Sie bekommen einen Preis.

13:07, Bernd Kevesligeti @fathaland slim

>>Aber Sie glauben doch bestimmt dem SPIEGEL.<<

Ich glaube dem Spiegel, daß David Davis gesagt hat, was er gesagt hat.

>>Das zeigt mit welcher Macht,mit welchem Druck die Kanzlerin für die EU ficht(deutsche ökonomische Interessen gegenüber anderen).<<

Das zeigt lediglich, daß Herr Davis gesagt hat, was er gesagt hat.

>>Auffälig ist auch,wie sie als "Sozialist"
hier für die EU und gegen den Brexit eintreten.<<

Danke gleichfalls, ich halte Sie ebenfalls nicht für einen Sozialisten.Und natürlich bin ich für das Projekt der europäischen Einigung.Was noch lange nicht heißt, daß mir der momentane Zustand der EU gefällt.

>>Und damit im Grunde für Germany first.<<

Viele meinen aber, die EU bedeute "Germany Last". Beides ist natürlich Quatsch.

>>Lesen Sie mal was der italienische marxistische Ökonom Vladimir Giache vor ein paar Tagen auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin zu Globalisierung und EU gesagt hat.<<

Sieht der das Heil im Nationalstaat? Dann hat er mit Marx wenig am Hut.

RE:KowaIski

"Auf Labour trifft das jedoch nicht zu. ... Der Mehrheit der Labour-Abgeordneten würde ich aber weitgehend zustimmen.."

Das habe ich auch gar nicht behauptet. Ich sprach vom Führungspersonal und Herr Corbyn gehört dazu !

Gruß Hador

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