Ihre Meinung zu: Minen-Unglück in Brasilien: Neuer Dammbruch befürchtet

27. Januar 2019 - 15:22 Uhr

Wegen der Gefahr eines weiteren Dammbruchs in Brasilien evakuiert die Feuerwehr etwa 24.000 Menschen nahe einer Eisenerzmine. Die Bergungsarbeiten in den Schlammmassen des ersten Abgangs vom Freitag mussten ausgesetzt werden.

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Kommentare

Wieso der TÜV-Süd

Was bitte hat der deutsche TÜV in Brasilien verloren?

Überprüfung

"Laut dem Bergbaukonzern hatte ein deutsches Unternehmen, nämlich der TÜV Süd, erst im September die Dämme und Rückhaltebecken des Bergwerks überprüft. Der TÜV habe nichts beanstandet."
Was bedeutet "überprüft" im einzelnen?
Ohne genauere Angaben ist dieser Hinweis wertlos.

Was hat der TÜV eigentlich kontrolliert?

Mag ja sein, dass der TÜV nichts beanstandet hat. Aber was hat er denn überhaupt untersucht? Wirklich die Staumauer oder womöglich die LKW-Flotte, die technischen Anlagen oder gar die Aufzüge in den Verwaltungs-Gebäuden? Die Berichterstattung ist da herzlich schwammig und ohne diese klare Beschreibung grenzt die Nennung an bashing !
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Und es hat ein Gschmäckle, wenn die Regierung das Einziehen von Vermögensteilen zur Sicherung ANKÜNDIGT - jetzt gibt es genügend Zeit, die Vermögen schnell noch zu "transferieren" - dann ist wieder nichts da, die Tochter-Gesellschaft ist einfach pleite. Nein, erst sichern, dann darüber reden !

Das dort lagernde Eisenerz

ist mit großen Mengen tauben Gestein vermischt und muss aufwendig mit Wasser und Chemie "flotiert" werden. Dabei entstehen riesige Mengen Abfallschlämme. Das ist schon ein mit nichts zu rechtfertigendes Umweltvergehen, weil reinere Eisenerze massig woanders vorkommen. Leider muss es erst zu solchen Unglücken kommen, damit überhaupt mal ein flüchtiges Licht auf dieses verantwortungloses Tun fällt. Was soll "der TÜV" dort inspizieren? Mit wievielen Hundertschaften? Die werden für Prüfung nach Aktenlage bezahlt.

Verantwortungslos

Nachdem bereits vor gut 3 Jahren von einer Konzerntochter des Minenbetreibers Vale die bis dato größte Umweltzerstörung Brasiliens mit einem ähnlichen Dambruch ausgelöst wurde, dann vor 2 Jahren Vale der negativ-Preis für das umweltschädlichste Unternehmen verliehen wurde, wird jetzt mit unveränderten Methoden weiter Schaden angerichtet. Diesmal mit sehr viel mehr Toten und wieder riesigem Umweltschaden. Das bedeutet, dass bei den Verantwortlichen nicht nur Nichts gelernt wurde, sondern dass aus Profitgier der Führungsebene von Vale gemeinsam mit korrupten Politikern weiter diese Katastrophen in Kauf genommen werden. Hoffen wir, dass unter dem neuen Präsidenten Bolsonaro jetzt ein Umdenken stattfindet.

rechtswidriger Aktionismus

"Das Umweltministerium kündigte eine Strafe in Höhe von 250 Millionen Rais (58 Mio. Euro) gegen den brasilianischen Betreiber Vale an."

Auch wenn man davon ausgehen kann, dass zumindest fahrlässig vom Betreiber gehandelt wurde, steht es einem Staat schlecht zu Gesicht, mit hauruck Strafen auszuteilen, bevor gerichtsfest eine Schuld oder Mitschuld festgestellt wird.

15:33 von Kassandra-11

verstehe ihre Frage nicht !
die wollten wahrscheinlich ein unabhängiges Gutachten haben
da ist ein ausländisches Unternehmen sicherlich unvoreingenommener
als ein Einheimisches
grundsätzlich zumindest

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