Ihre Meinung zu: "Gelbwesten"-Demonstrant in Paris schwer verletzt

9. Februar 2019 - 17:13 Uhr

Bei erneuten "Gelbwesten"-Protesten in Frankreich ist ein Demonstrant schwer verletzt worden. Die Bewegung ging zum 13. Mal in Folge auf die Straße - diesmal auch gegen neue Demonstrationsgesetze.

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Kommentare

Das unangemessene Vorgehen der Polizei

wird sich noch bitter rächen .

Blendgranate

Kann mir mal jemand den Sinn des Einsatzes von Blendgranaten bei Demonstration in einer Demokratie erklären.
In Kriegsgebieten könnte ich es noch nachvollziehen.

"Gelbwesten"-Demonstrant in Paris schwer verletzt.....

Da sind die Flashballs,die Hartgummigeschosse,die früher auch in Nordirland eingesetzt wurden.Etliche Demonstranten wurden damit schon schwer verletzt.Vor einiger Zeit wurde eine achtzigjährige Frau am Fenster ihrer Wohnung durch eine Tränengasgranate getroffen und getötet.
Was aber ist mit dem Dialog,den Macron angekündigt hat ?

Macron wurde gewählt, um die

Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Die " Gelbwesten " sind gerade dabei diese Arbeit zu behindern und riskieren dadurch einen niedrigeren Lebensstandard für alle, insbesondere für die jüngere Generation.

Demokratie oder Polizeistaat?

Diese Frage kann man nur beantworten, wenn man sich umfassend informiert.

Den Verletzten wünsche ich gute Besserung.

Ein Demonstrant?

Andere Zählungen weichen da leicht ab...
https://desarmons.net/index.php/2019/01/04/recensement-provisoire-des-bl...

Überall rüsten sich die Regierungen gegen die Bürger.

In Frankreich herrschte ja monatelang der Ausnahmezustand, bis dieser dank Macron schließlich per Gesetz zementiert wurde.

Damals mit der Begründung "gegen den Terror".

Jetzt zeigt sich, wofür solche Gesetze "gut" sind.

16:32 von Werner40

sorry, wenn ich widerspreche!. macron wurde nur aus dem einen grund gewahlt, um le-pen zu verhindern

Hmm

Langsam habe ich ein wenig das Gefühl dass dort um des Demonstrierens Willen demonstriert wird.
Auch dass es dort immer wieder sehr schnell zu Krawallen mutiert finde ich seltsam.

Bürgerprotest sieht anders aus.
Da sind einfach zuviele Krawallidioten unterwegs, die sich unter dem Deckmantel der gelben Westen so richtig austoben..

Schwer zu verstehen

Die Demonstranten wollen kein Dialog. Sie wollen keine Krawalle und wollen auch nicht irgendwas beschädigen, die Polizisten verletzen oder Frankreich lahm legen.
Sie wollen keine Gewalt und sie gehen nicht auf die Strasse aus Langeweile, weil sie sonst nichts anderes zu tun haben.
Sie machen auch nicht so viel Lärm, weil sie ihre Stimme trainieren wollen.

Sie demonstrieren, damit Macron endlich geht.

Nur traurig

Nur traurig, dass die Regierungen nicht mehr für das Volk, sondern nur noch für den Freihandel prügeln und schießen können.

Die Gelbwesten ...

... behindern niemanden, die kämpfen um das, was sie noch haben.
Im Ergebnis wurde Macron eingesetzt, um den französischen Sozialstaat zu schleifen (was stets als Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit verbrämt wird) und es gibt Menschen, die das nicht besonders erstrebenswert finden. Im Ergebnis kämpfen die Gelbwesten mehr für die zukünftigen Generationen als Macron es zu tun auch nur beabsichtigte.

@Werner 40 um 16:32 Uhr

Da sprechen Sie genau das Thema an, das die "Gelbwesten" so unglaubwürdig macht! Macron sollte reformieren, aber gefälligst nur bei "den Anderen". Das Handeln der französischen Regierung und des Parlaments war natürlich besonders mit der Abschaffung der "Reichensteuer" mehr als ungeschickt! Aber die Haltung der "Gelbwesten" ist auch mehr als das! Die tun nämlich so, als ob Macron Frankreich wäre! Aber personalisieren ist ja so einfach! Hinzu kommt die Überheblichkeit der Gelbwesten, die für sich die Deutungshoheit für "Gerecht" und "Sozial" in Anspruch nehmen und absichtlich, mangels realisierbarer Antworten, die Frage der Finanzierung oder beengten Spielräume durch multinationale Bindungen einfach ignorieren! Deren Weltsicht ähnelt inzwischen der "front nationale"! Aber es ist zumindest erstaunlich, daß zwar u.a. gegen den Benzinpreis demonstriert wird, aber die Kosten der An- und Rückfahrt anscheinend von Marsmenschen bezahlt werden, oder doch nicht?

09. Februar 2019 um 16:58 von Karl Napf

Danke, bin ganz Ihrer Meinung. Leider kann ich das nicht in so schöne Worte kleiden.

Gewalt gegen Polizei OK__ Abwehr dagegen NoGo, oder was ?

Interessante Denkweise der Demonstranten

Ich habe heute auf Euronews NoComment Liveaufnahmen der s. g. " Proteste" gesehen__ nur Gebrüll, Werfen mit verschiedenen Gegenständen (natürlich je schwerer desto besser), Zerstörung von Mauerfassaden (am fr. Parlament), Anzünden von Autos & Umzingelung von Polizeitruppen gesehen. Viele eindeutig unter Alkoholeinfluss(oder anderem Gift?)& nüchternen Aggressionsspaß. Viele der ah so "benachteiligten" Protestler grinsen dabei gar in die Kamera.
Und das alleine in den wenigen Stunden heute auf Euronews aus Paris zu sehen.

Ich hoffe diese "hochzivilisierten", hiermit kaum argumentationsfähigen, "Stützen der Gesellschaft" bekommen hohe Strafen für dieses Benehmen.

So hört ihnen ganz zurecht kein Politiker zu LOL

Wer glaubt wird selig

Macron will den Wohlstand für alle sichern. An diese These glaubt 16:32 von Werner 40 daran glaubt nur ein kleiner Kreis von Träumern .Macron will die unselige Entwicklung die bei uns seit Schröder besonders von den reichen gelobt wird. Mein Lob gilt den „Gelben Westen“ auch auf die Gefahr für Leib und Leben kämpfen sie für die kleinen Leute. Das die Regierung die Zahl der Verletzten geheim hält sagt doch alles.

@ robotroll (16:50): guter Faktenckeck beim BR

hi robotroll

Beim BR gibt es einen Faktencheck bezueglich der gesamten Schwerverletzten die diese Regierung Macron schon auf ihrem Konto hat. Insgesamte Zahl: 80!

https://tinyurl.com/yau5lrv5
BR: "Gelbwesten"-Proteste: Das Schweigen über die Verletzungen (09.02.2019, 15:10 Uhr)

Mehr als 80 schwere Verletzungen

Die Faktencheck-Abteilung der Zeitung "Libération" prüfte mehr als 100 Fälle zwischen dem 17. November und 5. Januar. Eine Bestätigung fand sie für 82 Schwerverletzte. Als eine Quelle nutzte "Liberation" die Informationen einer Gruppe "Désarmons-les!" (Entwaffnen wir sie!), die sich gegen Staatsgewalt einsetzt. Sie führt bis zum 26. Januar 127 Verletzte infolge von Polizeigewalt auf. Auch der Journalist David Dufresne dokumentiert auf Twitter und auf seiner Website Fälle von Polizeigewalt, ebenso die Facebook-Gruppe "Gilets Jaunes".

Besonders tragisch ist der Fall der 80-Jährigen Zineb Redouane aus Marseille.

So viel dazu.

16:32 von Werner40

Das glauben Sie selber nicht.Marcon hat abgewirtschaftet und das Gegenteil von dem erreicht,was Ihnen vorschwebt.

@ Karl Napf (16:58): stimmt - Gelbwesten haben recht

hi Karl Napf

Stimmt, auch ich habe immer mehr den Eindruck, dass Macron heftig unter Druck von irgendwelchen TTIP-Lobbyisten steht.

Denn auch bei uns merkt man ja schon, dass die Mieten immer mehr explodieren und sich kaum mehr einer die Mieten leisten kann. Dann dazu die hohen Lebenshaltungskosten, dazu die derzeitige Räuberei in Sachen Niedrigzins, die hohen Medikamentenpreise (dazu gab es schon Berichterstattung der Tagesschau)... ach man könnte noch so viel mehr aufzählen. Die Gelbwesten haben da schon durchaus recht.

OK, es ist gut dass diese Le-Pen nicht drangekommen ist. Aber: was Macron sich erlaubt hat, geht zu weit. Ganz besonders dass hier:

https://tinyurl.com/y4jo8z6z
t-online.de: Polizeieinsatz gegen Schüler – Video löst Empörung aus (07.12.2018, 17:45 Uhr | dpa)

Jugendliche knien auf dem Boden, die Hände im Nacken, durch die Reihen patrouillieren Beamte: Aufnahmen eines Einsatzes gegen Schüler bringen die französische Polizei in Erklärungsnot.

Erschütternd und widerlich!

Die Gewalt, die hier gegen Demonstranten(!) eingesetzt wird lässt mich beinahe sprachlos werden. Eine durch eine Blendgranate abgerissene Hand, herausgeschossene Augen, erschossene 80jährige Dame...
Und nein, es handelt sich nicht um einen Präsidenten in Südamerika, der das zu verantworten hat und bei dem unsere Politiker und Medien höchste Maßstäbe bezüglich seines Demokratieverständnisses anlegen. Es handelt sich um den französischen Präsidenten Macron - neokonservativ im schlechtest möglichen Sinne.

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 17:28 von Glucke1952
16:32 von Werner40

Das glauben Sie selber nicht.Marcon hat abgewirtschaftet und das Gegenteil von dem erreicht,was Ihnen vorschwebt.///
.
Das wäre schade. Denn ohne Wettbewerbsfähigkeit kein Wohlstand.

Hand zerstört?

"Einem Mann wurde bei einem Zwischenfall nahe des Parlamentsgebäudes die Hand zerstört."

Ist das eine Umschreibung dafür, dass der Mann (wie andere auch!) seine Hand verloren hat? Ich habe in ausländischen Medien selber sehen können, wie einem jungen Mann durch eine Blendgranate mehrere Finger abgetrennt wurden.

Leider wird in unseren Qualitätsmedien selten bis gar nicht über so etwas berichtet. Hierzulande hat man eher den Eindruck, als würden die Gelbwesten aus lauter Randalierern bestehen. Schade.

re von karlheinzfaltermeier

Macron "reformiert" doch.Aber nicht bei den "anderen",sondern stramm nach unten.Vermögenssteuer abgeschafft,Tarifbindung schwächen,SNCF privatisieren,Zugang zum Abitur verschärfen.
Unglaubwürdig wären die Gelbwesten,wenn sie dagegen nicht aufstehen würden.Aber sie sind glaubwürdig,daß sieht man an der Erregung wohlhabender Deutscher(die kennen ihre Interessen genau).

Re 17:10 von Orfee

"Sie demonstrieren, damit Macron endlich geht."
Sehe ich genau so.
Demonstranten mit Gummischrot zu beschießen ist das Allerletzte.
Der französische Staat unter Herrn Macron zeigt seine wahre Fratze. Erbärmlich was von egalite usw noch übrig bleibt unter diesem Herrscher.
Ich wünsche den Gelbwesten alles Gute in ihrem Kampf und das sie nicht von gewerkschaftsgesteuerten Sozialisten wie in Stuttgart übernommen werden.

Vergleich zu Venezuela

Komisch, bei Berichten aus Venezuela wird schonungslos über Polizeigewalt berichtet. Und das obwohl dort auch Polizisten durch bewaffnete Demonstranten getötet wurden.

Anders die Situation in Frankreich. Dort kamen bisher 11 Menschen ums Leben. Alle waren Zivilisten - kein Polizist war darunter!
Für mich ist daher klar, von wem hier besonders die Gewalt ausgeübt wird.

Es ist immer wieder verwunderlich

Es ist immer wieder verwunderlich, wie "Sicherheitskräfte" gegen das eigene Volk vorgehen, zumal sie doch ebenso das Volk sind! Die Brutalität, die die französischen Polizisten bei den aktuellen Protesten an den Tag legen, hätte man bisher eher in China, Russland oder Nordkorea erwartet.

@ 16:26 von hakea

Und es ist wohl die Polizei, die Mülltonnen und Autos anzündet? Es ist wohl die Polizei, die Scheiben einwirft und Geschäfte plündert?
Was hat das hier eigentlich noch mit Protest zu tun? Nichts! Diese Bewegung hat sich in meinen Augen völlig diskreditiert!

Macron aberkennen?

Was würde passieren, wenn sich jetzt ein französischer Oppositioneller zum Präsidenten erklären würde? Immerhin gibt es monatelange Demonstrationen mit Rücktrittsforderungen an Präsident Macron. Würden die Europäer da mitmachen?

Sicherlich nicht! Deshalb verstehe ich nicht, wieso einige EU-Länder im Fall Venezuela völlig anders reagieren und Maduro nicht mehr anerkennen. Diese Doppelstandards sind kaum noch zu ertragen!

Die Franzosen...

...greifen mal wieder daneben. Diese Proteste sind mit gezielten Körperverletzungen, maßlosen Sachbeschädigungen und großflächigen Plünderungen gestartet - und das Anliegen der Gelbwesten schon seit langem desavouiert.
Die Leute sollen nach Hause gehen und sich an der demokratischen Meinungsbildung beteiligen. Noch gilt nämlich für Frankreich: Dass Regierungen demokratisch zustandekommen, hat noch niemand ernsthaft in Zweifel gezogen, und Macron ist - übrigens anders als der große Bruder auf der anderen Seite des Atlantik - von der weit überwiegenden Mehrheit ins Amt gewählt worden.
Die Gelbwesten werden ihren Staat genausowenig beherrschen wie Pegida & Co. den deutschen. Dass es Fälle gibt, in denen überforderte Polizisten in solchen Situationen daneben greifen, ist angesichts der ausufernden Gewalt letztlich kaum zu vermeiden. Ich möchte ihren Job nicht machen.

Demokratie

In einer Demokratie darf die Politik nicht von 58000 - teils gewalttätigen - Demonstranten bestimmt werden, sondern von den Millionen von Wählern, die nicht auf die Straße gehen.
Frankreich will es besser machen als Deutschland beim G20 Gipfel in Hamburg.
Und das unterstütze ich - bei allem Vorbehalt gegen Gewalt.

@17:39 von Doktor Alban

Wenn also Demonstranten Autos anzünden, Geschäfte plündern und mit Steinen auf Polizisten losgehen ist das für Sie Ausdruck von Demokratie? Wo ist Ihre Empörung bei dieser Gewalt? So eine Heuchelei!

Gerade noch bei Euronews

Unfassbar mit welcher rücksichtslosen Brutalität die französische Polizei auf die Demonstranten einprügelt.
Man wundert sich, dass sich die Demonstranten noch nicht bewaffnet haben, um Macron aus dem Amt zu entfernen.

@17:48 von Gerhard Apfelbach

"Die Brutalität, die die französischen Polizisten bei den aktuellen Protesten an den Tag legen, hätte man bisher eher in China, Russland oder Nordkorea erwartet."

Dass Sie so etwas nur in bestimmten Ländern erwarten, liegt vielleicht auch an der einseitigen Berichterstattung. Aber heutzutage fällt so etwas (Dank Internet und ausländischen Medien) immer mehr auf. Vertuschen und unter den Teppich kehren geht nicht mehr so einfach.

Macrons hoffentlich letztes Gefecht

Monsieur Jupiter lässt die Polizei mit unglaublicher Brutalität vorgehen, das Demonstrationsrecht einschränken und ließ quasi den Ausnahmezustand in ein Gesetz gießen. So viele Verletzte und Tote bei Demonstrationen in einem demokratischen Staat? Ich möchte nicht wissen, was hier los wäre, würde es sich um die Türkei handeln. Oder Russland. Und dann noch Abzug von Diplomaten aus Italien, weil die Italiener sich "in innere Angelegenheiten" eingemischt haben? Ausgerechnet von Macron? Grotesk und über die Maßen scheinheilig

Direkte Aktion

Entscheidend ist, daß die Gelbwesten unmittelbar und direkt für ihre Interessen kämpfen, ohne sich „Stellvertreter“
( Politiker, Gewerkschaftsbonzen) einzulassen.
Es geht eben dabei nicht um „Meinung“ ( rechts - links), sondern um unmittelbare Betroffenheit. Das führt dazu, daß plötzlich Leute, die sich normalerweise an die Gurgel gehen würden, da sie politisch absolut konträrer Meinung sind ( Linke - Rechte), plötzlich einen gemeinsamen Kampf führen. Und das ist gut so! Politische Meinung spaltet, gemeinsame Betroffenheit führt zusammen!
Noch finden die Kämpfe auf der Strasse statt! Bald
werden sie auf die Betriebe überspringen. Dann kann Macron einpacken!

@ Gerhard Apfelbach um 17:48

Sie schrieben:
"Es ist immer wieder verwunderlich, wie "Sicherheitskräfte" gegen das eigene Volk vorgehen, zumal sie doch ebenso das Volk sind!"
Wie jetzt? Ich habe bisher immer Herrn Harbeck geglaubt. Und der hat mir erklärt, dass es kein Volk gibt.
Im Übrigen sind doch auch diejenigen, deren Autos, Geschäfte und Mülltonnen von den Gelbwesten angezündet werden, das Volk. Oder nicht?

um 16:32 von Werner40

"Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann."

Das ist falsch. Macron wurde einzig aus dem Grund gewählt um Le Pen zu verhindern (ähnlich wie weiland Chirac mit Le Pen senior). Wäre statt Macron ein Sack Kartoffeln in der Stichwahl gewesen, wäre dieser nun Präsident.
Übrigens habe ich ihn auch gewählt obwohl ich mit ihm null übereinstimme und seine Politik und seine Art verabscheue. Aber immer noch besser als Nazis!

@Kay523 um 17:51

Es ist nie zu vermeiden, dass sich gewaltbereite Chaoten unter die Gelbwesten mischen und somit das berechtigte Anliegen diskreditieren.

Aus Umfragen geht hervor, dass ca 75 - 80% der Franzosen mit den Gelbwesten sympathisieren.

Macron

verteilt von unten nach oben, 70% werden verlieren und 10% gewinnen. ( 20% denken, sie würden gewinnen ). Es wird Zeit, dass der Hansel geht.

Wären die Vorfälle in einem nicht so genehmen

Staat, würde man die Regierung als Regime und die Geldwesten als Rebellen bezeichnen.

@ Bigbirl um 18:06

Sie schrieben:
"Das führt dazu, daß plötzlich Leute, die sich normalerweise an die Gurgel gehen würden, da sie politisch absolut konträrer Meinung sind ( Linke - Rechte), plötzlich einen gemeinsamen Kampf führen. Und das ist gut so!"
Ach, das wundert mich jetzt aber doch! Sie sind doch sonst einer derjenigen Foristen, der "rechts" stets mit "menschenverachtend", "undemokratisch" etc. gleichsetzen. Wie kann man denn mit solchen "Menschenfeinden" gemeinsame Ziele haben?

RT-ruptly war dabei !

Ich hatte die Verletzung gesehen auf RT-Ruptly.
Man sieht nur den verletzen wie es dazu gekommen ist fraglich!

meine Vermutung ist das er vielleicht ne Granate zurück werfen wollte.. und er dachte es sei ne Tränengasgranate.
So wie die Hand aussah !

Dennoch verstehe ich nicht das ein Land wie Frankreich so brutale mittel einsetzt ohne auch nur ein Kritische töne aus Deutschland. Wenns um dem Petrodollar geht dann mischt Deutschland sich ja auch in innere Angelegenheiten von Venezuela ein.

Macron wird irgendwann

enden wie Marie Antoinette. Die Franzosen wollen seinen Kuchen nicht. So langsam müsste doch in Frankreich das Tränengas ausgehen wenn man jeden Samstag das eigene Volk vergast.
Übrigens : Auch in Deutschland wird es noch harte Zeiten geben wenn die Babyboomer feststellen, dass sie von ihren Renten nicht leben können.

@ dermulla um 18:15

Sie schrieben:
"Übrigens habe ich ihn auch gewählt obwohl ich mit ihm null übereinstimme und seine Politik und seine Art verabscheue. Aber immer noch besser als Nazis!"
Tja, da kann man dann nur sagen: geliefert wie gewählt. Also beschweren Sie sich nicht, Sie haben genau diesen Mann durch Ihre Stimme an die Macht gebracht.

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 18:17 von hakea
@Kay523 um 17:51

Es ist nie zu vermeiden, dass sich gewaltbereite Chaoten unter die Gelbwesten mischen und somit das berechtigte Anliegen diskreditieren.

Aus Umfragen geht hervor, dass ca 75 - 80% der Franzosen mit den Gelbwesten sympathisieren.///
.
Das dürfte sich ja dann bei den nächsten Wahlen herausstellen.

@18:17 von hakea

Sagt Ihnen das Wort "distanzieren" etwas? Leute, die diese Gewalt billigen und dulden sind moralisch auf dem gleichen Niveau.

Soll die Polizei zuschauen

.... wenn gewaltbereite Gruppen sich unter die Demonstranten mischen? Ich wundere mich, wie viel Sympathie die von zahlreichen Floristen bekommen. Ich habe die Rauchwolken und die Verwüstung in Paris gesehen. Aber wenn die Autos anderer Menschen abgefackelt werden, ist das für viele offenbar in Ordnung

"Gelbwesten"-Demonstrant in Paris schwer verletzt ...

Na und möchte man fragen - bei der Loveparade 2010 waren es 500 Verletzte und sicher waren es mehr und nicht alle haben sich zählen lassen - das mag bei Menschenaufläufen vorkommen, wenn es auch nicht immer gleich Tote geben muss.
Wozu also diese Art aufbauschender Berichterstattung?
Gibt es Zahlen über beleidigte oder verletzte Polizisten, Sanitäter oder ähnliches - man muss endlich aufhören Parteilich kleinlich zu sein - auch und gerade in Frankreich.
Man kann auch als Demonstrant den öffentlichen Organen ihre Aufgaben nicht absprechen, dazu ist Gesellschaft zu komplex. Man kann die Art der Aufgabenwahrnehmung kritisieren, wie das z. B. die Bürger Venezuelas derzeit tun, aber im Grundsatz muss es Einigkeit darüber geben, was öffentliche Aufgaben sind. Wenn die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung dazu gehören sollte, dann muss man den Ordnungskräften hier ein wenig Spielraum lassen. Wenn man das nicht möchte, dann allerdings gilt das recht des Stärkeren und das Ende des Lamento

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 18:22 von Karin Mustermann
Macron

verteilt von unten nach oben, 70% werden verlieren und 10% gewinnen. ( 20% denken, sie würden gewinnen ). Es wird Zeit, dass der Hansel geht.///
.
Wie kommen Sie zu dieser exakten Vorhersage ?

@16:32 von Werner40

Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann.

Wenn man unter "Bevölkerung" die upper class versteht, hat er ja Erfolg. Versteht man darunter aber auch den Rest der Bevölkerung einschließlich der Geringverdiener und Niedrigrentner, aus dem die Gelbwestenbewegung hervorging, dann doch eher nicht.

Vielleicht sollte man die Präsidentenwahl in Frankreich einfach noch einmal wiederholen. So, wie die Abstimmung zum Brexit in Großbritannien. Die Wähler haben sich offensichtlich beidemale hinter's Licht führen lassen.

In Italien mag ihn ja auch schon keiner mehr, und sein Verhalten gegenüber Nordstream2 hat ihm auch in D nur wenige Freunde gebracht, aber viele genommen.

Polizeigewalt stoppen

Es wurde bereits eine 80 Jährige Bürgerin von einer Polizeigranate getötet. Trotzdem geht weiter Gewalt von der Polizei aus. Die Hand eines Fotografen wurde weggesprengt.

Über 20 Augen hat die Polizei bereits herausgeschossen. Trotzdem setzt Macron weiter auf Härte und Gummigeschosse. Wahrscheinlich wurde auch heute wieder ein am Auge verletzter Bürger mit einem Gummigeschoss verletzt.

Macron sollte seine persönliche Gier nach Macht der Gesundheit und dem Wohlergehen der Bevölkerung unterordnen und sofort den Einsatz von Granaten und Gummigeschossen untersagen.

Weniger Demonstranten ist ein Erfolg oder ein Mißerfolg?

Könnte die TS vielleicht mal erklären, wie die "Gelbwesten" friedlich(?) etwas erreichen können? Auffällig ist doch die negative Berichtserstattung.

Die Franzosen waren ja schon ...

... immer "ein wenig" verrückt (konnte man insbesondere bei Sportveranstaltungen in Frankreich "bewundern"), aber jetzt drehen sie völlig ab.

Gewalt ist und kann nie eine Lösung bei Demonstrationen sein (und zwar von Seiten der Demonstranten). Wenn es jedoch dazu kommt (wie hier ja mit völlig unkontrollierbarer Zerstörungswut), muss natürlich auch angemessen reagiert werden.

Ich frage mich, wie sich hier einige Kommentatoren das Vorgehen der Polizei vorstellen. Sollen die mit Sprechfunk darum bitten, friedlich zu sein, während die Horde alles zerlegt? Wohl kaum!

Aus meiner Sicht sind die Maßnahmen der Polizei absolut angemessen und gerechtfertigt.

Kritik von Seiten des "Volkes" geht anders und auf keinen Fall so, wie es gerade in Frankreich abläuft!

18:33, Bernardo87

>>Ich wundere mich, wie viel Sympathie die von zahlreichen Floristen bekommen. Ich habe die Rauchwolken und die Verwüstung in Paris gesehen. Aber wenn die Autos anderer Menschen abgefackelt werden, ist das für viele offenbar in Ordnung.<<

Interessant finde ich vor allem, was viele Foristen für Unterschiede machen. Bei den G20-Protesten in Hamburg haben sie sich empört gegen "linksradikale Gewalt" positioniert, bei den Gelbwesten wird das gleiche Verhalten bejubelt und sich in Revolutions- und Systemsturzfantasien ergangen.

Je nachdem, wie es gerade passt.

@18:33 von Bernardo87

"Soll die Polizei zuschauen wenn gewaltbereite Gruppen sich unter die Demonstranten mischen?"

Sollen die Demonstranten zuschauen, wenn die Polizei wahllos mit Gummigeschossen und Blendgranaten in die Menge schießt.

Sollen die Demonstranten zuschauen, wenn das Versammlungsrecht ausgehebelt wird? Durch ein neues Gesetz können Politiker (und nicht Richter!) bestimmten Personen das Demonstrationsrecht verweigern. Ich stelle mir das so vor: Ein Anwärter möchte kurz vor der Präsidentschaftswahl keine Überraschungen erleben und verbietet bestimmten bekannten und populären Personen (die die Opposition unterstützen) an einer Demo teilzunehmen. Wunderbare Demokratie!

Uniform

Die gelben Westen suggerieren eine Konformität, die gar nicht existiert. Praktisch jeder kann sich so ein Teil leisten um damit auf der Strasse zu protestieren, zu randalieren oder Rad zu fahren.

Dafür muss man nicht beitreten, keine Satzung anerkennen, keine gemeinsamen Ziele haben. Die gelbe Weste als Uniform sorgt für Gemeinsamkeit und Gemeinschaft.
So marschiert dann der Nationalist neben dem Kommunisten und beide schimpfen gemeinsam gegen Macron.

Es ist aber wohl auch so, dass die Westen weniger zur Reflexion taugen als zu Projektion. Hier jedenfalls haben ja schon viele die gemeinsame Idee gefunden: die eigene..

Liberté, égalité, fraternité

bin gespannt, was nach Macron noch davon übrig bleibt. Die Freiheit hat er schon mächtig einschränken lassen , die Gleichheit war vor ihm schon nicht gegeben, er verschärft aber die Ungleichheit weiter und Brüderlichkeit? Kann man jedes Wochenende am Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung sehen

Paule2 18:39

"Könnte die TS vielleicht mal erklären, wie die "Gelbwesten" friedlich(?) etwas erreichen können?"
Die Grundzüge demokratischer Ordnung sollte Ihnen eigentlich bekannt sein.

"Auffällig ist doch die negative Berichtserstattung."
Ist mir auch schon aufgefallen. Bei Naturkatastrophen und Hungersnöten bald auch immer recht einseitig negativ berichtet...

@Kein Einstein, 17.17h

Das war aber gemein.

18:31 von Spirit of 1492

Gratuliere mit wenigen Worten das Kind beim Namen genannt.

18:48, deutlich

>>und Brüderlichkeit? Kann man jedes Wochenende am Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung sehen<<

Wenn die "eigene Bevölkerung" Geschäfte plündert, Autos anzündet und ähnliches, dann sollte man sie gewähren lassen?

Warum?

Weil es die "eigene Bevölkerung" ist?

Was man hier beobachten kann, nennt man Eskalationsspirale.

Vielleicht sollte sich die französische Polizei mal mit Klaus Hübner in Berlin kurzschließen. Der hat es mit seiner Deeskalationsstrategie geschafft, daß die "eigene Bevölkerung" am 1. Mai mittlerweile erstaunlich friedlich ist.

@Werner40

"Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Die " Gelbwesten " sind gerade dabei diese Arbeit zu behindern und riskieren dadurch einen niedrigeren Lebensstandard für alle, insbesondere für die jüngere Generation."

Macron wurde gewählt, um LePen zu verhindern, sonst nichts.
Ihre Wettbewerbsfähigkeit ist nichts wert, wenn - so wie hier in Deutschland- ganze Bevölkerungsschichten vom Wohlstand ausgeschlossen werden und selbst Leute die Vollzeit arbeiten, kaum wissen, wie sie ihre monatl. Ausgaben bewältigen sollen oder gar ergänzend Sozialleistungen brauchen. Das ist den Neoliberalen natürlich auch nicht recht, geschweige denn, den armen Schw... später zumindest die Rente aufzustocken.
Die Neoliberalen haben vor allem nicht begriffen, das mit der immer größeren Schere in der Einkommensverteilung das flöten geht, was sie am meisten lieben: die Demokratie.

18:24 von ex_Bayerndödel

Wären die Vorfälle in einem nicht so genehmen

Staat, würde man die Regierung als Regime und die Geldwesten als Rebellen bezeichnen.
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*
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Aber hier haben ja auch einige beim G20 Festival die Gewalt eindeutig bei der Polizei gesehen.
*
Die es in Hamburg unter Scholz nur nicht im eigenen Kiez wollten, werden hier sogar weiter steuerfinanziert.

Ich finde es immer wieder

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele hier eine klare Einstellung zu den Gelbwesten haben. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mit dieser heterogenen Bewegung nichts anfangen kann. Für einige scheint das aber gerade genau das richtige zu sein, um ihre bereits vorhandene politische Grundeinstellung darauf zu projizieren. Und von einigen Mitforisten, die ich mittlerweile zu kennen glaube, kommen ganz erstaunliche Töne.

um 18:31 von Spirit of 1492

"Also beschweren Sie sich nicht, Sie haben genau diesen Mann durch Ihre Stimme an die Macht gebracht."

Nun ich beschwere mich nicht. Eine (politische) Wahl ist immer die Wahl des geringeren Übels. Da fiel bei der letzten Präsidentschaftswahl die Wahl sehr leicht. Allerdings bedeutet dies für den "gewählten" auch keinen Freifahrtsschein.

/// Am 09. Februar 2019 um

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Am 09. Februar 2019 um 18:37 von riewekooche
@16:32 von Werner40

Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann.

Wenn man unter "Bevölkerung" die upper class versteht, hat er ja Erfolg. Versteht man darunter aber auch den Rest der Bevölkerung einschließlich der Geringverdiener und Niedrigrentner, aus dem die Gelbwestenbewegung hervorging, dann doch eher nicht.

Vielleicht sollte man die Präsidentenwahl in Frankreich einfach noch einmal wiederholen. So, wie die Abstimmung zum Brexit in Großbritannien. Die Wähler haben sich offensichtlich beidemale hinter's Licht führen lassen..///
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" Ausgewogene " Reformen durchzuführen ist immer eine Gratwanderung. Präsidentenwahlen finden in Frankreich regelmäßig statt. Man wird sehen, wie dann das Ergebnis ausfällt. Macron hat seine Absichten vor der Wahl klar geäußert. Ein " hinter's Licht führen lassen" kann ich nicht erkennen

Wo waren eigentlich die ganzen Foristen ...

....die jetzt den Gelbwesten applaudieren, während der G20 Proteste? Ich kann mich da nur an wenig solidarität mit den Demonstrierenden erinnern, und auch die haben für "den kleinen Mann/die kleine Frau" demonstriert!?
Ausserdem halte ich es für unverantwortlich hier irgendwelche Parallelen zu Venezuela zu ziehen! In Frankreich protestieren 1x die Woche einige tausend Franzosen und eine unbekannte Zahl Hooligans gegen einen legitimierten Präsidenten - Venezuela steht kurz vor einem Bürgerkrieg, bei dem es leider wieder so viele unterschiedliche Interessen geben könnte wie in Syrien.

Polizeigewalt darf kein Mittel der Politik sein

Demokratie lebt vom Wandel. Weil Macron sich selbst als Bürgerbewegung inszenierte und im Wahlkampf vortäuschte die Interessen der Bevölkerungsmehrheit zu vertreten wurde er gewählt.

Weil er aber als Präsident der Reichen handelt und die Bevölkerungsmehrheit belastet entwickelte sich eine echte Bürgerbewegung. Die Gelb Westen haben sich aus der Bevölkerung heraus entwickelt, sie sind in ihr verwurzelt und werden von einer breiten Mehrheit unterstützt.

Der demokratische Wandel ist ein Qualitätsmerkmal einer Demokratie. Der demokratische Wandel darf aber nicht mit brutaler Gewalt und Polizeigranaten und Gummigeschossen verhindert werden.

Ein Taxi nach Paris __ Tourismus unmöglich i d Stadt der Liebe

Wie wär`s zur Abwechslung mal, wenn keine Hilfe v Polizei, Rettungsdienst o. der Feuerwehr bei Notruf käme ?;)

Wie wäre es, wenn man mal als reale Aktion d Spieß umdreht, & einige v d besonders aktiv emotionalen Protestlern in eine Polizeiuniform steckt. Mal schauen, wie lange der sich gegen Steine, Messer, Fäuste, Schusswaffen Feuerwerfer & anderes verteidigen kann ?
Ob dann die Protestler dann auch dann d beigebrachten Fertigkeiten aus spenden/kommunalfinanzierten eherenamtl. Sozialprojekten für "sozial benachteiligte Jugendliche" im Boxen oder die aus den Gewichts-Trainigsräumen d Gefängnisse auf der anderen Seite d Medaille anwenden ?
Das Ergebnis derartiger Hilfsangebote (d Spender tun sich selbst eher keinen Gefallen damit) erkennt man ganz klar & sehr aktuell an der Vermehrung der Vorfälle von Gewaltüberfällen auf wehrlose Menschen aktuell im gesamten grenzfreien Europa, insbesondere in D & F

D Demonstranten ruinieren diese schöne Stadt, verheerend f Touristen & Bewohner

17:17 von Kein Einstein

so isses. wird mir auch nicht immer zugestanden

18:06, Bigbirl

>>Das führt dazu, daß plötzlich Leute, die sich normalerweise an die Gurgel gehen würden, da sie politisch absolut konträrer Meinung sind ( Linke - Rechte), plötzlich einen gemeinsamen Kampf führen. Und das ist gut so! Politische Meinung spaltet, gemeinsame Betroffenheit führt zusammen!<<

Das hört sich für mich doch sehr nach Volksgemeinschaft an.

Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Franzosen...

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 18:57 von buerdi
@Werner40

"Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Die " Gelbwesten " sind gerade dabei diese Arbeit zu behindern und riskieren dadurch einen niedrigeren Lebensstandard für alle, insbesondere für die jüngere Generation."

Macron wurde gewählt, um LePen zu verhindern, sonst nichts.
Ihre Wettbewerbsfähigkeit ist nichts wert, wenn - so wie hier in Deutschland- ganze Bevölkerungsschichten vom Wohlstand ausgeschlossen werden und selbst Leute die Vollzeit arbeiten, kaum wissen, wie sie ihre monatl. Ausgaben bewältigen sollen oder gar ergänzend Sozialleistungen brauchen. ///
.
Es werden in Deutschland nicht " ganze Bevölkerungsschichten vom Wohlstand ausgeschlossen". Das Gegenteil ist richtig. z.B. hat der Anteil der Sozialausgaben mit 29,6 % des BIP ( also fast 1 Billion € ) einen Rekordstand erreicht.

@ Werner40

"Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann."

Wo leben Sie eigentlich?

Macron wurde nur deshalb gewählt, um Le Pen zu verhindern. Denn mit Le Pen wäre Frankreich vermutlich in die Isolation gedriftet. Allerdings nicht, weil Le Pen dies beabsichtigt hätte, sondern weil die damaligen anderen europäischen Regierungen dann nicht mehr mit dem "Schmuddelkind" hätten spielen wollen.

Unter Macron verarmt derzeit die ländliche Bevölkerung Frankreichs, die in F von jeher schon benachteiligt war, enorm (es gibt in Frankreich Regionen, die haben eher etwas von einem Dritt-Welt-Land). Macron hat während seiner kurzen Amtszeit den Unterschied zwischen Stadt und Land noch stärker forciert als alle anderen Regierungen vor ihm. Das rächt sich nun unter anderem auch gerade in den Gelbwesten-Protesten.

@ fathaland slim

Dieser Vergleich hinkt und zielt wohl nur darauf ab, die eigene gesinnung in die Thematik einzubringen.
In Frankreich wird sich gegen die eigene Regierung aufgelehnt. Die G20 Proteste haben sich gegen einen Zusammenschluss von Staaten gerichtet. Beides nur bedingt miteinander vergleichbar. Ebenfalls fraglich, ob mit dem Unrecht der einen das Unrecht der anderen relativiert werden sollte.

Probe auf's Exempel

Man könnte ja mal die Probe auf's Exempel machen und die Geldwesten ein Wochenende lang ohne Polizeieinsatz "demonstrieren" lassen.

Die Polizei sollte nur die wichtigsten öffentlichen Gebäude schützen, aber die Gelbwesten sonst ignorieren.

Wenn dann Autos abgefackelt und Geschäfte geplündert werden? Egal, die Gelbwesten sind doch "das Volk", da muss man dann Verständnis haben, wenn das eigene Auto oder Geschäft im Sinne des höheren Zieles geopfert wird.

Vielleich passiert aber auch nichts und die Gelbwesten ziehen ganz friedlich mit Transparenten durch die Straßen.

18:58 von vox moderandi ..das Befremden ist...

das einzig wahre.
Man kann sich mit so viel Heterogenität gut identifizieren - hat man keinen wirklich Standpunkt kann man jedem hinterher hechten, hat man einen findet man immer "Gleichgesinnte".
Letztlich darf man sich aber nicht in den negativen Aussagen suchen, man muss das positive finden und sich darin spiegeln.
Ach was solls, sollen sie nur lamentieren. Wenn es auf den die Nagelprobe zu kommt, dann setzen sich die Extremen durch, bis sie merken, das davon niemand leben kann, wie einst kommt nach dem Hochmut der Napoleon.

@17:26 von Demokratieschue... 82 Schwerverletzte

Sie zitieren eine Quelle, die von 82 Schwerverletzten Gelbwesten schreibt.

Vor 2 oder 3 Wochen habe ich französische Meldungen durchsucht, um mir einen Überblick über Tote und Verletzte zu verschaffen.

Es gab inzwischen ein ganze Reihe von Toten (mehr als 30 wenn ich mich richtig erinnere), von denen zwei durch die Polizeieinsätze ums Leben gekommen sind. Beide wurden von Tränengasgranaten am Kopf getroffen. Alle anderen sind bei Verkehrsunfällen z.B. in von Gelbwesten blockierten Kreisverkehren oder Kreuzungen umgekommen.

Die Zahl der Verletzten lag damals bei ca. 2000 Demonstranten und 1000 Polizisten.

Wären die Gelbwesten tatsächlich so friedlich wie behauptet, läge die Zahl der verletzten Polizisten sicher nicht so hoch. Wie hoch sie wohl wäre, wenn die Polizisten keine Schutzkleidung hätten?

Gezi Proteste

Erinnert mich an die Gezi Proteste, nur mit dem Unterschied dass dies in unseren Medien24/7 Thema war und nonstop übertragen wurde.

In Paris sterben 11 Menschen im Zusammenhang mit den Protesten... Massivste Polizeigewalt etc
Ist ja aber unser Nachbar Frankreich...
Demokratie und so...die dürfen das.

@19:15 von GeMe

"Vielleich passiert aber auch nichts und die Gelbwesten ziehen ganz friedlich mit Transparenten durch die Straßen."

Aus meiner Sicht unwahrscheinlich. Das Dilemma bei vielen Demonstrationen ist ja heutzutage, dass man kaum noch für oder gegen etwas demonstrieren kann, ohne dass sich gewalttätige Chaoten unter die Demonstranten mischen und damit deren Anliegen großen Schaden zufügen. Vielleicht ist es auch diese Gewalt, die viele Gelbwesten davon abhält, weiterhin zu demonstrieren.

Es gibt Videos davon

und die zeigen da nicht einen Fotografen, sondern einen vermummten Chaoten, mit der Handverletzung. Sehen Fotografen jetzt schon so aus?

Macron hat den Lebensstandard der Reichsten erhöht,

den der Ärmeren erniedrigt.
Dafür wurde er sicher nicht gewählt.
@16:32 von Werner40

Und er ist ganz offensichtlich nicht bereit, die Geschenke an die Reichsten zurückzunehmen.
Dass die Ärmeren sie finanzieren sollen, hat er auch nur vorübergehend zurückgenommen.

Er hat noch nicht verstanden, dass er ein Präsident aller Franzosen sein müsste, und nicht einer des großen Kapitals.

re c00nstar

"In Paris sterben 11 Menschen im Zusammenhang mit den Protesten... Massivste Polizeigewalt etc"

'Im Zusammenhang mit' sind Verkehrsunfälle bei Straßenblockaden.

Aber ganz schnell die massive Polizeigewalt dranhängen.

Ist auch ganz schnell durchschaubar.

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 19:11 von RoyalTramp
@ Werner40

"Macron wurde gewählt, um die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zu erhöhen, damit der hohe Lebensstandard der Bevölkerung auch in Zukunft gewährleistet werden kann."

Wo leben Sie eigentlich?

Macron wurde nur deshalb gewählt, um Le Pen zu verhindern. Denn mit Le Pen wäre Frankreich vermutlich in die Isolation gedriftet. ...Unter Macron verarmt derzeit die ländliche Bevölkerung Frankreichs, die in F von jeher schon benachteiligt war, enorm... Macron hat während seiner kurzen Amtszeit den Unterschied zwischen Stadt und Land noch stärker forciert als alle anderen Regierungen vor ihm. Das rächt sich nun unter anderem auch gerade in den Gelbwesten-Protesten.///
.
Verhinderung von " Le Pen " hat sicher auch eine Rolle gespielt. Nichtsdesdotrotz müsste jede Regierung Reformen durchführen, denn ein Staatsdefizit wie derzeit ist auf Dauer nicht machbar. Über die Frage der " Ausgewogenheit " von Reformen lässt sich natürlich streiten.

Also bei jemand der eine

Also bei jemand der eine Granate zurückwerfen wollte hält sich mein Mitgefühl in Grenzen.
Diese Eskalation ist nicht einseitig und geht nicht alleine von der Polizei aus.

@Karwandler

Verzeihen Sie bitte,
aber Ihren Fragmenten kann ich nichts substanzielles entnehmen.

@spirit of 1492

Ich selber war Mitorganisator eines „wilden“ Streiks 1973.
Viele meiner damaligen kämpfenden Kollegen hatten politisch eine eher
konservative oder sogar rechte Meinung.
Aber das zählte im Streik genau nicht: entscheidend war, ob sie sich im Streik solidarisch verhielten.
Die das taten, dachten vielleicht „rechts“ verhielten sich aber konkret in dieser Situation „links“- wenn man das so ausdrücken darf. Aber nur so ist ein antikapitalistischer Kampf möglich: in der konkreten Situation zählt nicht die Meinung, sondern das konkrete Verhalten.

19:15, JustMe90

>>@ fathaland slim
Dieser Vergleich hinkt und zielt wohl nur darauf ab, die eigene gesinnung in die Thematik einzubringen.
In Frankreich wird sich gegen die eigene Regierung aufgelehnt. Die G20 Proteste haben sich gegen einen Zusammenschluss von Staaten gerichtet. Beides nur bedingt miteinander vergleichbar. Ebenfalls fraglich, ob mit dem Unrecht der einen das Unrecht der anderen relativiert werden sollte.<<

Abgefackelte Autos sind abgefackelte Autos, und geplünderte Läden sind geplünderte Läden.

Mit Gesinnung, Regierungen und Zusammenschlüssen von Staaten hat das wenig zu tun.

Der Missbrauch des Gewaltmonopols

führt leider zu dessen Verlust. Man sollte nicht seine Bürger misshandeln. Menschenrechte sind nicht interpretierbar.

@19:32 von c00nstar

"Erinnert mich an die Gezi Proteste, nur mit dem Unterschied dass dies in unseren Medien24/7 Thema war und nonstop übertragen wurde."

Stimmt genau. Und vor allem sehr einseitig berichtet wurde. Da "böser" Erdogan - hier unschuldiger Macron. Ähnliches läuft gerade in Venezuela ab. "Böser" Maduro...

Gegen Gewalt

auch der Demonstranten bin ich auch. Jedoch hat sich in den letzten Jahren leider gezeigt, dass man mit friedlichem Protest, auch wenn 200.000 gegen TTIP demonstrieren, nichts erreicht und nicht beachtet (Medien?) wird, wenn's politisch nicht passt. Letztendlich wird dadurch Gewalt erzeugt, die mit Gewalt der sich jeweils verteidigenden Regierungen bekämpft wird. Macrons Ende als französischer Präsident in absehbarer Zeit ist mit oder ohne Gewalt nahe.

@20:03 von th711

"Also bei jemand der eine Granate zurückwerfen wollte hält sich mein Mitgefühl in Grenzen."

Waren Sie dabei? Sie beziehen sich hier nur auf die Aussagen der Polizei. Und die wird sicherlich nichts anderes behaupten.

Eine Granate hat auch eine 80 jährige Frau getötet. Die wollte aus Angst nur das Fenster ihrer Wohnung schließen - bis ein Polizist schoss. Oder wollen Sie der alten Dame auch unterstellen dass sie "eine Granate zurückwerfen wollte"?

@ 18:42 von LifeGoesOn

Kleine faschistische Ambitionen gegen Franzosen ? Ihr Kommentar liest sich so

Dass Sie die 11 Toten als

Dass Sie die 11 Toten als Opfer von Polizeigewalt zurechnen wollen und nicht als Opfer von Verkehrsunfällen auf Grund von Straßen-Barrikaden der Demonstranten?!

Sorry, ich muss mal kurz meine Erziehung vergessen.

Da wird einer Präsident eines international geachteten Landes - und das v.a. deswegen, weil seine Konkurrentin schlicht nicht wählbar ist, weil dieser Jungmann hübsch anzuschauen und als Projektionsfläche für allerlei geeignet ist. Und dann wendet er sich gegen den Großteil seines Volkes; und wenn sich dieses - massiv ent-täuscht (im Wortsinne) gegen ihn wendet, kartätscht er es nieder? Das riecht aber schwer nach Absolutismus! Als zutiefst der Demokratie verpflichteter Mensch griffe ich auch - in meinem Fall zu intellektuellen - Waffen!

Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt

führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt Gleichheit zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt stirbt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt Freiheit führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt stirbt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt Brüderlichkeit führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt führt zu Gewalt stirbt

Wie man sieht, macht sich der

Wie man sieht, macht sich der Pesident der Super Reichen Macron jeden Tag neue Freunde.

09. Februar 2019 um 18:24 von ex_Bayerndödel

""Wären die Vorfälle in einem nicht so genehmen Staat, würde man die Regierung als Regime und die Geldwesten als Rebellen bezeichnen."

...oder als oppositionelle Aktivisten.

20:09 von FritzF

Das war der beste Beitrag, den ich heute gelesen habe.

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 20:13 von Wegelagerer34
Gegen Gewalt

auch der Demonstranten bin ich auch. Jedoch hat sich in den letzten Jahren leider gezeigt, dass man mit friedlichem Protest, auch wenn 200.000 gegen TTIP demonstrieren, nichts erreicht und nicht beachtet (Medien?) wird, wenn's politisch nicht passt. Letztendlich wird dadurch Gewalt erzeugt, die mit Gewalt der sich jeweils verteidigenden Regierungen bekämpft wird. Macrons Ende als französischer Präsident in absehbarer Zeit ist mit oder ohne Gewalt nahe.///
.
Ihr Beispiel mit TTIP zeigt doch genau das Gegenteil.

09. Februar 2019 um 18:54 von DerVaihinger

Sorry war nicht gemein von mir gemeint. Sollte zur Auflockerung der Diskussion beitragen und ich hoffe, dass der User Napf das auch so sieht.
Gruß
K. E.

@ Kay 523

Ich gestehe, dass ich dieses Maß an Gewalt seitens der Gelbwesten nicht gutheiße. Andererseits: Wieviele Menschen sind durch brennende Mülltonnen und Autos sowie eingeworfenen Fensterscheiben umgekommen?

Der Polizeigewalt ist dagegen eine 80-jährige Frau erlegen, die nur aus dem Fenster geguckt hatte. Einem Fotografen wurde darüber hinaus die Hand von einer Blendgranate weggesprengt. Moment... Blendgranate? Die setzt man normalerweise in kriegerischen Auseinandersetzungen ein...

Frage an Sie: Mit welchem Maß messen Sie hier eigentlich, wenn Sie zwar die Zerstörungswut der Demonstranten anprangern, aber kein Wort über die Polizeigewalt verlieren?

Für mich ganz klar: Sie stehen auf der Seite des neoliberalen Etablissements und genau ihnen und ihresgleichen gilt der Aufstand der Gelbwesten in Frankreich!

@Wegelagerer34 20:13

Bei allem Respekt, aber hier widerspreche ich Ihnen. Demonstrationen schön und gut, aber wenn man meint mit Gewalt sich die an die Macht zu putschen wie es die Gelbwesten offensichtlich anstreben, dann hat dies keine Unterstützung von mir. Wie oft will man Macrons Ende vorhersagen? Ich mag ihn politisch überhaupt nicht, man sollte aber mal realistisch bleiben und sich klarmachen, dass 30.000 Gelbwesten oder auch 100.000 Gelbwesten nicht ganz Frankreich darstellen. Macron wird mindestens bis 2022 im Amt bleiben, ich kann mir auch eine Wiederwahl vorstellen, wenn man die Alternativen sieht. Der Mann wird extrem unterschätzt von denen die ihm abgeneigt gegenüber stehen.

20:22, Euterpe

>>Da wird einer Präsident eines international geachteten Landes - und das v.a. deswegen, weil seine Konkurrentin schlicht nicht wählbar ist, weil dieser Jungmann hübsch anzuschauen und als Projektionsfläche für allerlei geeignet ist. Und dann wendet er sich gegen den Großteil seines Volkes<<

Herr Macron tut genau das, was er vor der Wahl angekündigt hat. Man kann ihm viel vorwerfen, aber nicht, daß er Wahlversprechen brechen oder eine überraschende Politik betreiben würde.

>>und wenn sich dieses - massiv ent-täuscht (im Wortsinne) gegen ihn wendet, kartätscht er es nieder? Das riecht aber schwer nach Absolutismus!<<

Nicht er kartätscht, sondern die französische Polizei. Die war immer schon entschieden weniger zimperlich als die deutsche.

@ 20:09 von FritzF

"Der Missbrauch des Gewaltmonopols
führt leider zu dessen Verlust. Man sollte nicht seine Bürger misshandeln. Menschenrechte sind nicht interpretierbar."

Also hier findet wirklich ein Missbrauch statt. Nämlich der Missbrauch der Bedeutung von Begriffen!

09. Februar 2019 um 19:07 von Karl Napf

"so isses. wird mir auch nicht immer zugestanden"

Danke
Gruß
K. E.

20:38 von fathaland slim 20:22, Euterpe

mal blöd gefragt slim, ist er nicht der oberste der das kartätschen erlaubt? bzw es verbieten müsste? nur mal so gefracht!

@ Werner40

"Verhinderung von " Le Pen " hat sicher auch eine Rolle gespielt. Nichtsdesdotrotz müsste jede Regierung Reformen durchführen, denn ein Staatsdefizit wie derzeit ist auf Dauer nicht machbar. Über die Frage der " Ausgewogenheit " von Reformen lässt sich natürlich streiten."

Das Defizit lässt sich aber mitnichten dadurch verringern, indem man den oberen 15% massive Steuervergünstigungen und -geschenke vermacht. Denn diese nehmen dann das Geld und kaufen sich damit noch den 4. oder auch 5. Porsche in Stuttgart, während z.B. gleichzeitig in einigen Dörfern Südfrankreichs die Menschen ohne Heizung den Winter verbringen dürfen. Und vertun sie sich nicht... der kann wegen der Luftfeuchte gefühlt sehr kalt werden, auch wenn es meist Plusgrade sind.

So gesehen ist das Macron'sche Programm gut für uns und auch die Finanzmärkte, aber sehr schlecht für die französische Bevölkerung!

@fathaland slim 20.38

"Nicht er kartätscht, sondern die französische Polizei. Die war immer schon entschieden weniger zimperlich als die deutsche."

wohl wahr. Besonders die CRS ist berüchtigt. Ich hatte mal in Strasbourg nach einem Europapokalspiel gegen Dortmund als unbeteiligter Passant das zweifelhafte Vergnügen, quasi zwischen die Fronten zu geraten. Mit denen ist nicht zu spaßen- da wären die G20-Krawalle nur kurz gewesen. Trotzdem tut Macron rein gar nichts, um die Situation zu entschärfen, au contraire

Bürgekrieg mitten in Europa

Bürgekrieg mitten in Europa und die Eurokraten schweigen.

Bildbeschreibung: Polizist mit Gummigeschoss-Kanone

Das Ding was er da in der hand hat ist nicht die so schoen verharmlosende Gummigeschoss-Kanone! Das ist ein 40mm Granatwerfer der auch fuer den Abschuss von diversen anderen Projektilen vorgesehen ist(Traenengas, Flashbang,Bohnensaeckchen, und im militaerischen Bereich auch Explosiv- und Splittergranaten)- sollte er sie aber so wie er sie im Anschlag hat damit Gummigeschosse abfeuern ist das mehr als "ungewollte Verletzung", denn diese Geschosse duerfen nur indirekt eingesetzt werden(sprich: erst auf den boden schiessen und die dann zurueckprallenden gummigeschosse sollen auf menschen treffen!). Also bitte immer mal ehrlich hinterfragen was da so verharmlosend dargestellt werden soll! das ding hat eine Muendungenergie von 100-max200 Joule(zum vergleich: in Deutschland sind Luftgewehre mit mehr als 7,5Joule waffenscheinplichtig )

Die TS entdeckt die Polizegwalt in Frankreich

Nach 3 Monaten Gewaltorgien gegen die Gelbwesten, nach 15 ausgeschossenen Augen, 6 durch Granaten (25 g TNT!) abgerissene Hände, mindestens 1 Tote durch einen Treffer am Kopf entdeckt die TS die Gewalt.

Obwohl die TS Korrespondenten in Paris und dem restlichen Frankreich hat die von Anfang an über die Proteste "berichtet" haben, bzw brav die regierungsseitigen Kommuniques abgeschrieben haben.

Schande über euren "Journalismus". Es ist mir egal ob ihr diesen Kommentar ins Netz stellt, mindestens eine Person bei euch wird ihn wohl lesen.

Was ist Gewalt?

Über "Gewalt" und das Recht des Staates namen "Gewaltmonopol" wird hier eifrig diskutiert. In was für friedlichen wie wohlhabenden Zeiten leben wir jetzt im Februar 2019.
Damals, in der guten alten Zeit, da ging noch was, auf beiden Seiten. Stichworte: Brockdorf, Wackersdorf, im Wendland, an der Startbahn West, damals zum Schah-Besuch in Berlin, das nannt sich noch "Widerstand".
Übrigens, bemerkenswert viele hier im Forum, die sich jetzt für die "Gelbwesten" verwenden, haben die "Gewalt" einiger G20-Gegner heftig verurteilt. Schon vergessen? Anscheinend ist nur wichtig, wer gegen die Entscheidungen der Regierung demonstrieren geht.
Demonstrieren ist übrigens ein von der Verfassung geschütztes Recht.

Gruselkrimi?

18:37 von Initiative Neue...

"Über 20 Augen hat die Polizei bereits herausgeschossen."

Huch? Schnell das Zitat liefern, bitte. Sonst glaube ich nicht an Ihre Seriosität.

Entsetzt!

Ich bin entsetzte, dass sich in diesem Forum so viele "Ahnungslose" befinden.

Ich habe seit der ersten "Gelbwestendemo" mittlerweile über 200 Stunden Zeit aufgewandt um mich umfassend zu informieren. Leider reichen 1000 Zeichen bei weitem nicht aus um meine Meinung dazu wieder zu geben.

Ich bitte die User daher sich selbst umfassend zu informieren, deutsche Medien reichen leider nicht aus.

Am besten informiert man sich Samstag oder noch Sonntag, da danach die Zahl der Falschmeldung sehr stark zu nimmt. Es gibt u. a. Liveübertragungen ohne Kommentar.

Ich verurteile Gewalt von Demonstranten, aber auch nicht gerechtfertigte Gewalt der Polizei.

Französisch- oder Englischkenntnisse erleichtern die Recherchen.

19:15 von GeMe __ gewaltt. Demo-Täter ignorieren

Guter Vorschlag: die Protestler schlicht ignorieren.

Das ist in der Wirkung wie z. B. mit der Selbstverteidigung gegen Mobbing durch geistig missgebildete gehässige Schüler: wenn Worte & Bitten auf taube Ohren stoßen => ignorieren. Das können diese Leute nicht ertragen ==> wenn Keiner ihnen mehr in der Gruppendynamik (alleine unmöglich) die immer i d Fällen hinter dem Täter steht folgt, löst sich das Problem von selbst in Luft auf. Einfach nicht mehr beachten. An dem Beispiel in Paris/Brüssel & etc. . . von Seiten der Medien die viel zu viel zustimmend auf der Seite der Gewalttäter berichten, & sowie d Städte die keine Polizeimannschaften mehr hinausschicken sollte. Letzteres leider unrealistisch: bei Sachbeschädigung oder Gewalt/Bedrohung an unbeteiligten Passanten müssen Beweise poliz. erfasst werden

D Demos sollen eigentlich nur Hundertschaften an Polizei von Verbrechen anderswo im Land wegbeordern_ bekannter Trick17 des organisierten Verbrechen_ beste Kunden: Demo-Hooligans

Nein

Herr Fathaland,
ich habe mitnichten verbreitet, die Franzosen hätten nicht gewusst, was Herr M. sagte. Ich habe gesagt, er ist nichts anderes, als die weniger schlimme Alternative. Meine direkte Antwort an Sie hat die um Ihr Seelenheil besorgte Moderation leider kassiert. Deshalb hier ganz schlicht: Die Gelbwesten und viele nicht Bewestete empfinden die "Politik" Macron als massive Verletzung ihres Gerechtigkeitsempfindens. Es wäre schön, wenn auch Sie über so was verfügen würden.

Blendgranaten ?

Es werden keine Blendgranaten sondern einfach nur Granaten ohne feste Hülle, aber mit immerhin 25 gr TNT eingesetzt. Wer weiss was 25 gr TNT anrichten können der kann sich vorstellen woher die schweren Verletzungen ,wie zB abgerissene Hände, kommen.

Bei den Gummigeschossen handelt es sich um eine neue Version mit viel grösserer Reichweite. Oft werden diese aber auch von Entfernungen unter 10 m abgefeuert wodurch schwere Verletzungen unvermeidlich sind. Die 15 ausgeschossenen Augen sind nicht alles. Massenhaft zermalmte Kiefer, zertrümmerte Knochen und Gelenke oder innere Verletzungen mit inneren Blutungen.

Der Innenminister Castaner (ex Sozi) antwortete in der assemblée nationale, auf die Forderung den Einsatz dieser Waffen zu verbieten, lakonisch : "Dank des Einsatzes kann auf den Gebrauch von scharfer Munition verzichtet werden."

Wieso kann man das nicht in den deutschen Medien lesen bzw sehen ?

20:35 von Kein Einstein

was sollte ich an den frozeleien falsch verstehen. ist doch ok. ich bin doch hier die schläge unter die gürtellinie mit freundlicher unterstützung der anstalt gewohnt

Erleichterte Demonstrationsverbote ?

Es handelt sich schlicht und einfach um die Abschaffung der Demonstrationsfreiheit wie sie bisher im Gesetz verankert ist. Jetzt kann der, von der Regierung eingesetzte und ihr direkt unterstellte Präfekt ohne richterlichen Beschluss und ohne Widerspruchsmöglichkeit, Demonstrationen verbieten. Er kann auch Personen unter Hausarrest stellen. Es wird nach diesem neuen Gesetz auch möglich sein Menschen zu verurteilen "weil diese offensichtlich zu Gewalttaten bereit sind", ohne nähere Definition.

Was in Frankreich im Moment stattfindet ist ein kalter Staatsstreich !

Demokratie verbessern

Frankreich ist ein Symbol unserer Zeit. Es geht nicht darum die Denokratie zu verteidigen. Es geht darum die Demokratie zu verbessern. Demonstranten müssen geachtet und respektiert werden und dürfen nicht mit Polizeigewalt bekämpft werden.

@pxslo (20:15) quod tibi hoc alteri

"Waren Sie dabei? [...] Eine Granate hat auch eine 80 jährige Frau getötet. Die wollte aus Angst nur das Fenster ihrer Wohnung schließen - bis ein Polizist schoss. Oder wollen Sie der alten Dame auch unterstellen dass sie 'eine Granate zurückwerfen wollte'?"

Wenn man Ihren Beitrag liest, kommt man leicht auf die Idee, Sie gingen von der Annahme aus, dass der Polizist absichtlich auf die Dame geschossen habe. Waren Sie denn dabei? Wenn nicht, wäre es schön, wenn Sie sich ebenfalls an die von Ihnen geforderte Regel halten.

@Karin Mustermann

Bei den allfälligen Äußerungen hier im Forum machen Sie, was die Ahnungslosigkeit angeht, keine Ausnahme. Zunächst einmal, nur so nebenbei: in Frankreich ist die Todesstrafe abgeschafft, Macron wird also gewiss nicht auf einer Guillotine enden - allerdings würde die Todestrafe wohl bei einer Volksbefragung wieder eingeführt. Ein Teil der Gilets will das; zunehmend sind Parolen gegen Muslime und Juden wie auch gegen Homosexuelle zu hören . . . Die Gilets werden, wenn auch zaghaft, von Le Pen unterstützt. Der Mann, den di Maio getroffen hat, ist ein offen Rechtsradikaler, französische Medien berichten, Teile der Gilets würden die Polizei mit Säure und Boccia-Kugeln attackieren; in Deutschland weiß man davon nichts, überdies ist es ja auch einfacher, jenseits der Fakten eine Meinung zu äußern.

@ fathaland slim um 19:09

Sie schrieben:
"Das hört sich für mich doch sehr nach Volksgemeinschaft an."
Und bleibt für Sie natürlich schon alleine aus diesem Grunde ein Mysterium.

@21:13 von xantrius

"Die 15 ausgeschossenen Augen sind nicht alles. Massenhaft zermalmte Kiefer, zertrümmerte Knochen und Gelenke oder innere Verletzungen mit inneren Blutungen.

Wieso kann man das nicht in den deutschen Medien lesen bzw sehen ?"

Da hilft nur viel ausländische Medien konsumieren. Die nehmen keine Rücksicht auf den "EU-Partner" Frankreich und berichten schonungslos offen.

Übrigens würden umgekehrt die Franzosen (Medien) offen über deutsche Polizeigewalt berichten. Da soll man sich nur nichts vormachen. Die Einwände Frankreichs bei "Nord-Stream 2" zeigen ganz deutlich wie der Hase läuft.

Gute Besserung

Bedauerlich, es wird noch ermittelt. Gute Besserung.

Liveschaltung

Ich vermisse hier die Liveberichterstattung. Seit November Gelbwesten Demos, und bisher nur das was man eh nicht mehr verheimlichen kann. Wie war das noch bei den Gezi Protesten? In praktisch allen Nachrichten damals tagelange Liveticker unsw. Böser Erdogan hier, böser Erdogan dort. Das empfinde ich ziemlich auffällig. Aber ich finde es erschreckend wie der DeepState in Amerika die EU hier auseinander dividiert. Gelbwesten Demos, diplomatische Krise Paris Rom, Katalonien, Brexit Chaos unsw. Wer glaubt Venezuela, Ukraine u.ä sein weit, der sollte mal aus dem Fenster schauen. Irgendwann ist
auch die BRD an der Reihe.

@21:20 von Anita L.

"Wenn man Ihren Beitrag liest, kommt man leicht auf die Idee, Sie gingen von der Annahme aus, dass der Polizist absichtlich auf die Dame geschossen habe."

Genau das kann man eben nicht aus meinem Beitrag herauslesen. Ich nehme mal an er hat nicht absichtlich geschossen - aber das ist nur eine Vermutung.

19:09 von fathaland slim

18:06, Bigbirl

>>Das führt dazu, daß plötzlich Leute, die sich normalerweise an die Gurgel gehen würden, da sie politisch absolut konträrer Meinung sind ( Linke - Rechte), plötzlich einen gemeinsamen Kampf führen. Und das ist gut so! Politische Meinung spaltet, gemeinsame Betroffenheit führt zusammen!<<

Das hört sich für mich doch sehr nach Volksgemeinschaft an.

Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Franzosen...
///
*
*
Klar die gute linke Gewalt, Seit an Seit mit Rechten, das geht ja wegen Volksgemeinschaft gar nicht.
*
(sind das nicht überwiegend öffentlich privelegiert Beschäftigte, die Ihre Pfründe verteidigen)

@20:35 von RoyalTramp

"Für mich ganz klar: Sie stehen auf der Seite des neoliberalen Etablissements und genau ihnen und ihresgleichen gilt der Aufstand der Gelbwesten in Frankreich!"

Neoliberales Etablissements? Sie meinen wohl eher Establishment? Und das ist der Kern allem Übels, den ich kritisiere. Hier werden Worte förmlich vergewaltigt, Sinn und Bedeutung verdreht, Sachverhalte vollkommen ignoriert. Unterstellungen ohne jeglichen Beweis. Zusammenhänge zerrissen. Einzelne einem dienliche Fakten herausgelöst. Nur um die eigene Meinung zu legitimieren. Man bezieht sich auf Rechte ohne die Pflichten zu beachten. Schaut man genau hin zerfällt alles wie ein Kartenhaus!

21:36 von pxslo

@21:13 von xantrius

"Die 15 ausgeschossenen Augen sind nicht alles. Massenhaft zermalmte Kiefer, zertrümmerte Knochen und Gelenke oder innere Verletzungen mit inneren Blutungen.

Wieso kann man das nicht in den deutschen Medien lesen bzw sehen ?"

Da hilft nur viel ausländische Medien konsumieren. Die nehmen keine Rücksicht auf den "EU-Partner" Frankreich und berichten schonungslos offen.

Übrigens würden umgekehrt die Franzosen (Medien) offen über deutsche Polizeigewalt berichten. Da soll man sich nur nichts vormachen. Die Einwände Frankreichs bei "Nord-Stream 2" zeigen ganz deutlich wie der Hase läuft.
///
*
*
Dann erfolgt also doch eine deeskalierende, für den empfindsamen deutschen Michel entschärfte Berichterstattung?
*
(so richtig für den mündigen Bürger?)

Gewalt ist (fast) nie das richtige Mittel, um...

...seine Meinung kund zu tun.

---

Aber die Mittel der Gewalt seitens der franz. Sicherheitsleute ist doch arg übertrieben.
Gummigeschosse, die auch durchaus tödlich sein können, gegen Demonstranten einzusetzen erinnert mich doch eher an Regime in Ländern wo es keine Demokratie gibt.

Und was die möglicherweise sinkende Anzahl der Teilnehmer angeht, so ist es doch immer gewesen auch hier in Deutschland.

Das Problem wird von der Staatsführung einfach ausgesessen.
Man wartet solange bis die meisten Leute demoralisiert sind und nicht mehr demonstrieren und sich dem Schicksal ergeben.

So war es 2005 bei den Hartz 4 Demos so ist es auch jetzt in Frankreich bei den "Gelbwesten".

Am Ende gewinnt stets der Staat, also diejenigen die schön warm und kuschelig in ihren Prunkgebäuden sitzen und warten bis der Sturm sich von alleine wieder legt.

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 21:19 von xantrius
Erleichterte Demonstrationsverbote ?

Es handelt sich schlicht und einfach um die Abschaffung der Demonstrationsfreiheit wie sie bisher im Gesetz verankert ist. Jetzt kann der, von der Regierung eingesetzte und ihr direkt unterstellte Präfekt ohne richterlichen Beschluss und ohne Widerspruchsmöglichkeit, Demonstrationen verbieten. Er kann auch Personen unter Hausarrest stellen. Es wird nach diesem neuen Gesetz auch möglich sein Menschen zu verurteilen "weil diese offensichtlich zu Gewalttaten bereit sind", ohne nähere Definition.

Was in Frankreich im Moment stattfindet ist ein kalter Staatsstreich !///
.
kalter Staatsstreich ? Der Gesetz wurde in der Nationalversammlung mit 387 zu 92 Stimmen, also einer breiten Mehrheit, beschlossen. Aber es gibt Kritiker, die vor Demonstrationsverboten gegen Regierungskritiker warnen und die Gefahr eines Missbrauchs sehen, sollten eines Tages extreme Parteien ( Le Pen etc. ) an die Macht kommen.

Vielleicht sollte sich einer oder eine der Gelbwesten

zum Präsidenten ausrufen. Sicher würde in die um das Wohl des Volkes besorgte Bundesregierung sofort anerkennen.

Diese Berichterstattung der TS stinkt zum Himmel. Was müssen wir uns für die Gebühren noch Alles bieten lassen?

Berichterstattung ist absolut einseitig

Es ist so wie immer: es wird die andere Seite und deren Motive völlig ausgeblendet. Ob man so auf Dauer die westliche Demokratie stabilisiert oder erreicht man das Gegenteil? Was wollen die Gelbwesten, welche Argumente haben sie? Man erfährt es nicht. In Venezuela wird von einem Usurpator die US Kavallerie zur Hilfe gerufen, aber russische Hilfstransporte in die Ostukraine wurden als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kiews dargestellt. Jetzt kann man verstehen, wie die westdeutsche Presse Anfang der 1970er Jahre das Hohelied des Brutalen Krieges der USA in Vietnam singen konnte. Die waren Demokraten unter den Journalisten kamen von jenseits des Großen Teichs. Und genau diese brachten das Töten zum Stillstand, während in der Bundesrepublik gegen Chiles Allende gehetzt wurde. Es hat sich nichts geändert. Anders als früher aber ist der Drang kritische Meinungen zu unterdrücken übermächtig geworden.

@ Orfee (17:10 Uhr) Demokratie...

...ist nicht schwer zu verstehen, sinnloses gewalttätiges Verhalten dagegen für mich schon.
Sie sagen, die Gelbwesten wollen keinen Dialog? Der Dialog ist zwingende Voraussetzung für demokratisches Handeln.
Sie sagen, die Gelbwesten wollen keine Krawalle, nichts beschädigen, niemanden verletzen, keine Gewalt und den Staat nicht lahmlegen? Genau das tun sie jedoch, das nicht zu knapp und ohne das Einlenken der Regierung (Aussetzung der die Proteste ursprünglich auslösenden Kraftstoffsteuer) für Verhandlungen zu nutzen oder der Regierung Zeit zur Nachbesserung zu geben. Das zeugt nicht von demokratischem Handeln.
Sie sagen, die Gelbwesten wollen, dass M. Macron geht? Dann ist ihr Verhalten mit Verlaub der dümmste Weg, einen demokratisch gewählten Präsidenten aus dem Amt entfernen zu wollen. Dazu gibt es demokratische Wege, das zur Schau gestellte Verhalten dagegen wäre schlichtweg ein Putschversuch und hat mit den Grundsätzen eines demokratischen Staates nichts zu tun.

Neuwahlen möglich.

Da scheint die Polizei in Frankreich die Regierungsgewalt übernommen zu haben. Und scheinbar unkontrolliert. Wenn die Zahlen der Toten und Verwundeten einigermaßen stimmen und die bekannt werden, dann dürfte es wohl bald zu Neuwahlen kommen. Da kommt Frankreich im Strudeln.

21:36, Spirit of 1492

>>@ fathaland slim um 19:09
Sie schrieben:
"Das hört sich für mich doch sehr nach Volksgemeinschaft an."
Und bleibt für Sie natürlich schon alleine aus diesem Grunde ein Mysterium.<<

Ein Mysterium gewiss nicht, denn ich kenne, genau wie Sie, die deutsche Geschichte, werte sie aber wohl diametral anders als Sie.

Beide Seiten der Gewalt sind zu verurteilen - weltweite Demo

Zuerst mal sage ich dazu, dass ich beide Seiten dieser Gewalt ausdruecklichst verurteile. Denn Muelltonnen, Autos und so weiter in Brand zu setzen und Schaufenster einzuschlagen, geht gar nicht.

Aber: genauso geht diese äußerst brutale Gewalt der Polizei ebenso nicht. Macron hat schon viel zu viele Schwerverletzte auf seinem Konto. Siehe dazu die Berichterstattung beim BR, hier beim Faktenfinder und in anderen Quellen.

Zusätzlich dazu kracht es ja nicht nur in Frankreich, sondern auch in Italien, im Sudan und anderswo!!

http://tinyurl.com/y2jghdwu
zdf-Nachrichten: Großdemo gegen italienische Regierung in Rom (09.02.2019 18:41 Uhr)

Hunderttausende Menschen sind dem Aufruf der italienischen Gewerkschaften gefolgt und haben in Rom für eine bessere Wirtschaftspolitik der Regierung demonstriert. Unter dem Motto "Eine Zukunft für die Arbeit" forderten die Demonstranten massive öffentliche und private Investitionen und ambitionierte Reformen.

So schnell kann ein Populist mit einer "Bewegung" die Macht

erringen. Ich rede von Macron, der aus dem Nichts hochgehypt wurde als Goldmann-Sachs-Jünger, von Soros unterstützt, dem sich Überläufer der alten etablierten Parteien (ja wo sind die eigentlich?) als auch Trittbrettfahrer angeschlossen haben. Als "Volksfront", die aber nicht das Volk sondern eben wieder nur das etablierte System darstellt und festigt. Ich denke, genau daran, diesem international hofierten Populisten auf den Leim gegangen zu sein, bringt die "Gelbwesten" zur Verzweiflung und stellt nun eine Gegenvolksfront-Bewegung dar, die nur vom internationalen System keine Unterstützung bekommt, und die der Systemmacht gegenüber erkennbar machtlos ist, denn sie ist nicht im Parlament vertreten, kann sich nur auf der Straße äußern.

/// Am 09. Februar 2019 um

///
Am 09. Februar 2019 um 21:57 von Möbius
Berichterstattung ist absolut einseitig

Es ist so wie immer: es wird die andere Seite und deren Motive völlig ausgeblendet. Ob man so auf Dauer die westliche Demokratie stabilisiert oder erreicht man das Gegenteil? Was wollen die Gelbwesten, welche Argumente haben sie? Man erfährt es nicht.///
.
Das liegt an der extrem heterogenen Struktur der " Gelbwesten " und kann der Berichterstattung nicht vorgeworfen werden. Jede/Jeden drückt der " Schuh " woanders. Macron tourt gerade durch Frankreich, um in Gesprächen Sorgen der Bürger aufzunehmen und seine Politik zu erklären.

@pxslo

Sollte Ihr Beispiel freilich im Allgemeinen auf unsinnige Zuschreibungen und vorschnelle Urteile der Sofajuristen hinweisen, habe ich Sie tatsächlich falsch verstanden und bitte dafür um Entschuldigung. In diesem Fall war ich wahrscheinlich durch Ihre Behauptung, die Polizei würde "sicherlich nichts anderes behaupten", irritiert. Denn wer kann schon wissen, ob der Mensch, dem die Hand abgerissen wurde, nun versucht hat, das Geschoss abzuwehren oder es zurückzuwerfen oder vielleicht wie höchstwahrscheinlich auch die Dame zur falschen Zeit am falschen Ort war?

re wegelagerer34

"Gegen Gewalt

auch der Demonstranten bin ich auch. Jedoch hat sich in den letzten Jahren leider gezeigt, dass man mit friedlichem Protest, auch wenn 200.000 gegen TTIP demonstrieren, nichts erreicht und nicht beachtet (Medien?) wird, wenn's politisch nicht passt."

Das Recht auf Demonstration ist ein Recht auf Meinungsäußerung. Ohne jeden Anspruch darauf, dass die Politik dann zackzack die Wünsche der Demonstanten zu erfüllen hätte.

Und außerdem ko... mich diese Heuchelei an: Ich bin ja gegen Gewalt, aber dann doch nicht, weil man gewaltlos ja nichts ändert.

Zeitzeugen gesucht

09. Februar 2019 um 21:01 von Sausevind

Mindestens 11 sind durch den WDR dieser Tage belegt.
Übrigens: auch in Deutschland sollten diese Gummiwuchtgeschosse zum Einsatz während Demonstrationen einmal angeschafft werden, in der zweiten Hälfte der 80er Jahre. Damals wurde nach heftigen Debatten in den Parlamenten und in der Öffentlichkeit dagegen entschieden, genau mit dem Argument, dass eben die Geschosse von kleinerem Durchmesser sind als die Augenhöhle. Erfahrungen dazu kamen gerade frisch aus Südafrika. Nun Deutschland hat ja noch Wasserwerfer in Reserve, siehe den Vorfall bei den S21-Demonstrationen in Stuttgart.

20:57 von xantrius

ich habe eine vermutung, warum.

frankreich hat uns in dieser woche 2x ans schienbein getreten. 1. nordstream und dann die absage von macron in münchen. deshalb darf wohl das ÖR nun die verhältnisse in france näher beleuchten

@ Initiative Neue... (21:19): im Prinzip haben Sie recht

hi initiative Neue...

Sie haben im Prinzip ja recht:

Frankreich ist ein Symbol unserer Zeit. Es geht nicht darum die Denokratie zu verteidigen. Es geht darum die Demokratie zu verbessern. Demonstranten müssen geachtet und respektiert werden und dürfen nicht mit Polizeigewalt bekämpft werden.

ABER: Demos muessen eigentlich friedlich bleiben. Aber ich denke mal, dass Macron gewaltig unter Druck steht von etlichen dieser TTIP-Lobbyisten. Und da will er sich wohl als harter Hund präsentieren. Den eigentlich hatte er Gespräche angeboten. Wo sind diese?? Davon sehe ich nichts.

@Werner40 21.52

"Aber es gibt Kritiker, die vor Demonstrationsverboten gegen Regierungskritiker warnen und die Gefahr eines Missbrauchs sehen, sollten eines Tages extreme Parteien ( Le Pen etc. ) an die Macht kommen."

Die Gefahr sehe ich jetzt schon und sie zeigt sich deutlich. Da reicht ein extrem eitler, selbstverliebter Präsident bereits, da b raucht es keine "extremen Parteien". Die Mehrheit im Parlament kommt von seiner Bewegung "en marche", die nichts weiter als ein höriger Wahlverein ist

@ Biocreature (21:50): auch ihnen kann ich mich nur anschließen

hi Biocreature

Auch Ihnen kann ich bei dem hier:

Aber die Mittel der Gewalt seitens der franz. Sicherheitsleute ist doch arg übertrieben. Gummigeschosse, die auch durchaus tödlich sein können, gegen Demonstranten einzusetzen erinnert mich doch eher an Regime in Ländern wo es keine Demokratie gibt.

nur absolut anschließen. So geht es mir auch. Und eigentlich hatte ich gedacht, dass in Frankreich der Satz "Unité, Fraternite, Egalite" noch was gilt. Aber offensichtlich hat Macron mit diesem Satz gebrochen.

Und genauso sehe ich dass hier:

Das Problem wird von der Staatsführung einfach ausgesessen.
Man wartet solange bis die meisten Leute demoralisiert sind und nicht mehr demonstrieren und sich dem Schicksal ergeben.

ebenfalls und genau dazu duerfen die Franzosen und alle anderen Menschen weltweit denen keine Chance mehr lassen. Die Zeiten des Aussitzens sind vorbei!! Diese Polizeigewalt muss strafverfolgt werden. Daran fuehrt kein Weg vorbei.

Karl Napf 21:44

"die anstalt gibt nichts unkommentiert weiter, die anstalt filtert die antworten, gem. ihren vorstellungen."

Weshalb man Ihren Quatsch hier immer ertragen muss?! Mach wenig Sinn, oder?

Ach Gottchen: bitte fair bleiben

09. Februar 2019 um 21:57 von Möbius

Nun einmal halblang und fair bleiben. Ihre Gegenrede wurde doch veröffentlicht, oder, auch trotz darin klar zum Ausdruck kommender ideologischer Einseitigkeit.
Über die Argumente der sehr heterogenen "Geldwesten" aus den Speckgürteln der Großstädte und aus dem abgehängten ländlichen Räumen wurde in allen seriösen Medien breit berichtet. Die Berichterstattung ist schwierig, da die Meinungen der "Gelbwesten" nicht eindeutig sind, es keinen Sprecher gibt, und Trittbrettfahrer insbesondere aus dem rechtsextremen Spektrum die Demonstrationen mißbrauchen. Auch künstlich gesteigerte Empörung in den sozialen Medien ist relevant.
Zu Ihren hier nicht validen Beispielen:
Venezuela: hier geht es um Hilfsgütertransporte, die Hunger und Elend mindern sollen.
Ostukraine: hier werden Waffen und Soldaten transportiert, zur Erweiterung des Territoriums Russlands oder zum Abschuss von Verkehrsflugzeugen.
In Deutschland garantiert die Verfassung Meinungsfreiheit.

Agent Provocateurs

Wie viele Polizisten in Zivil haben sich als Agent Provocateur unter die Gelbwesten gemischt, werfen Steine und Brandflaschen?

Dieses Vorgehen ist in der BRD ein übliches Vorgehen der Geheimdienst und der Polizei (z.B. NPD- und anderen und andere Demos).

Ein Staat, der mit solcher brutalen Gewalt gegen demonstrierende Bürger vorgeht, ist keine Demokratie und schon gar kein Rechtsstaat. Es ist ein Polizeitstaat, wie es angeblich Nordkorea einer ist.

Unglaublich

Diejenigen die gerade Venezuela offen auseinander nehmen, demontieren hinter den Kulissen gerade auch die EU. Aber die EU hat nichts besseres zu tun als in Venezuela die Demokratie zu schützen. Früher machte man sich noch über Bananen Staaten lustig. Ich esse gerne Bananen als Europäer, aber die bleiben mir immeröfter im Halse stecken.

Den Demonstranten geht es um ein absolut illegales Gesetz

@ all

um was es den Demonstranten geht, kann man bei n-tv.de querlesen:

http://tinyurl.com/y4cs8od8
n-tv.de: "Gelbwesten"-Aktivist wird Hand zerfetzt (SAMSTAG, 09. FEBRUAR 2019)

Dieses Mal richteten sich die Proteste auch gegen ein geplantes Gesetz, das erleichterte Demonstrationsverbote und harte Strafen für Vermummte vorsieht. Einige Aktivisten haben dazu aufgerufen, sich nun erst recht zu vermummen.

So ein Gesetz ist absolut illegal. Demonstrationsrecht ist ein Menschenrecht! Siehe dazu UN-Zivilpakt Artikel 21:

https://www.zivilpakt.de/versammlungsfreiheit-3373/

und auch in der EU-Grundrechte-Charta im Artikel 12.

Macron verletzt mit diesem Gesetz internationales Recht und dieses Gesetz gehört samt und sonders in die Tonne!!

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