Ihre Meinung zu: Der Ire Lane soll neuer EZB-Chefvolkswirt werden

11. Februar 2019 - 20:46 Uhr

Irlands Notenbankchef Lane soll neuer Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank werden. Die Euro-Finanzminister sprachen sich einstimmig für ihn aus. Der 49-Jährige gilt als Top-Ökonom seines Landes.

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Kommentare

Was soll ich von einer

EZB halten die es geschafft hat, das Tagesgeldkonto zur Nullnummer zu machen und die, um den Südländern aus ihren Schulden zu helfen, Geld in unkontrollierter Menge hat nachdrucken lassen. Nichts, überhaupt nichts.

"Lane wird in der Geldpolitik

"Lane wird in der Geldpolitik wie Praet den sogenannten Tauben zugerechnet, die eher für eine lockere Ausrichtung stehen."

Das hört sich gut doch gut an. Wir brauchen in Europa nachfrageorientierte Konjunkturpolitik. Das kann auch die Zentralbank mit lockerer Geldpolitik unterstützen. Gerade, um sozial schwachen Schichten Nachfrage erst zu ermöglichen.

Insofern viel Erfolg und ein gutes geldpolitisches Händchen (auch, wenn Herr Lane unter der Woche privat ein wichtiges Fussballspiel verlieren wird).

Hauptsache, Herr Weidmann bekommt in der Zentralbank keinen Fuss in die Tür. Dann gute Nacht Europa.

Tagesgeld Nullnummer

Was ist so furchtbar daran, dass es auf das Tagesgeld keine Zinsen gibt? Ist doch sowieso nur ein backup. Wenn überhaupt.

Unsachliche Kritik an der EZB

@ Barbarossa 2:
... Geld in unkontrollierter Menge hat nachdrucken lassen.

Das ist doch Quatsch. Die Geldmenge im Euroraum wächst stetig und vernünftig kontrolliert. Das Geldmengenwachstum kann man übrigens nachlesen, wenn man sich überhaupt für Fakten interessiert.

Die kontinuierlich niedrige Inflationsrate von durchschnittlich unter 2% seit Euro-Einführung ist Indiz für ein gesundes und durchdachtes Wachstum der Geldmenge.

21:42 von Kjetil Kevesli

wow, welch ein fachwissen

tatsache jedoch ist, daß die deutschen bürger(alle, auch die ohne dickes konto) bisher um über 300 mrd von der ezb geprellt wurden, also quasi enteignet.

und jetzt gibt es neue überlegungen von einer org. dem normalen € noch einen finanz€ gegenüberzustellen. dann kann die eu noch besser die bürger ausplündern

Entgangener Profit ist nebensächlich

@ Barbarossa 2:
Was soll ich von einer EZB halten die es geschafft hat, das Tagesgeldkonto zur Nullnummer zu machen ...

Das ist Ihre Sache. Zinsen aufs Tagesgeld sind volkswirtschaftlich absolut nebensächlich. Wichtiger ist wohl, dass junge Familien sich mit niedrigen Zinsen viel eher ein Eigenheim leisten können als mit hohen.

diese org, ich hatte den namen vergessen

nennt sich IWF, Internationaler Währungs Fond

Um eine Nullzinspolitik fortzuschreiben

braucht es doch keinen Volkswirt. Da könnte man auch den Hausmeister befördern. Was macht denn die EZB, wenn die Krise wieder da ist? Zinsen senken geht nicht- noch mehr Ramschanleihen kaufen? So lange Geld drucken, bis es nichts mehr wert ist? Die möglichen Folgen kann man ja in Ankara bewundern. Ökonomen schlagen jetzt schon die Hände überm Kopf zusammen

@tscheykop, 21:40

"Was ist so furchtbar daran, dass es auf das Tagesgeld keine Zinsen gibt? Ist doch sowieso nur ein backup."

Gar nichts.

Dass Zinsen nur ein "backup" wären, stimmt zwar nicht (weiß gar nicht, was Sie damit genau meinen).

Zinsen sind Inflationsausgleich. Wenn es keine Zinsen gibt, findet somit schon Enteignung deutscher Sparer statt.

Allerdings finde ich das nicht furchtbar, sondern komplett richtig, um die Probleme im Süden Europas zu bekämpfen.

/// Am 11. Februar 2019 um

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Am 11. Februar 2019 um 21:01 von Barbarossa 2
Was soll ich von einer

EZB halten die es geschafft hat, das Tagesgeldkonto zur Nullnummer zu machen und die, um den Südländern aus ihren Schulden zu helfen, Geld in unkontrollierter Menge hat nachdrucken lassen. Nichts, überhaupt nichts.///
.
Die EZB macht das gut. In einer Niedrigzinsphase legt man sein Geld nicht im Tagesgeldkonto an, sondern in Aktien und/oder Immobilien(fonds).

@ 21:40 von Tscheykop

"Tagesgeld Nullnummer
Was ist so furchtbar daran, dass es auf das Tagesgeld keine Zinsen gibt? Ist doch sowieso nur ein backup. Wenn überhaupt."
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Dann denken Sie mal darüber nach?
Spekulieren Sie, wenn Sie wollen.
Kaufen Sie Aktien, legen Sie Ihr Geld in Gold an. Von mir aus langfristig.
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Sie können auch alternativ Ihr Geld für 10 Jahre festlegen. Für 0,5%. Das deckt noch nicht mal die Inflation ab.
.
Heut zu Tage schaffen es noch nicht mal renomierte Versicherungen die "angepeilten" Gewinne zu erwirtschaften. Was manche Rentenanlagen zu Problemfällen macht, wenn da noch eine Finanzierung dran hängt.
Geschweige denn die renomierten Deutschen Banken.
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Wie wäre es mit noch einem klugen Vorschlag alá Draghi?
Dann bauen Sie doch ein Haus?
Nehmen Sie einfach einen Kredit für 500.000€ auf?

/// Am 11. Februar 2019 um

///
Am 11. Februar 2019 um 21:49 von Karl Napf
21:42 von Kjetil Kevesli

wow, welch ein fachwissen

tatsache jedoch ist, daß die deutschen bürger(alle, auch die ohne dickes konto) bisher um über 300 mrd von der ezb geprellt wurden, also quasi enteignet.

und jetzt gibt es neue überlegungen von einer org. dem normalen € noch einen finanz€ gegenüberzustellen. dann kann die eu noch besser die bürger ausplündern///
.
Das ist nicht richtig. Sie müssen die Gewinne an den Aktienmärkten und die Vorteile niedriger Hypothekenzinsen gegenrechnen.

@ rossundreiter

"Das hört sich gut doch gut an. Wir brauchen in Europa nachfrageorientierte Konjunkturpolitik. Das kann auch die Zentralbank mit lockerer Geldpolitik unterstützen. Gerade, um sozial schwachen Schichten Nachfrage erst zu ermöglichen."

Nur leider hilft die Politik des billigen Geldes den sozial Schwachen nicht wirklich. Sie hilft vielmehr den Vermögenden, weil in einem Nullzinsumfeld Aktien und Immobilien immer teurer werden.

Dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht und in vielen deutschen Städten die Immobilien- und somit auch die Mietpreise explodiert sind, ist nicht zuletzt eine Folge der EZB-Politik.

Ich kann den Verantwortlichen bei der EZB allerdings keinen großen Vorwurf machen. Sie sind letztlich zu diesem Kurs gezwungen, weil die Politik Reformen verweigert. Und ohne Reformen kann die Eurozone nur mittels Nullzinsen und versteckter Staatsfinanzierung zusammengehalten werden.

@ 21:49 von Kjetil Kevesli

"Zinsen aufs Tagesgeld sind volkswirtschaftlich absolut nebensächlich. Wichtiger ist wohl, dass junge Familien sich mit niedrigen Zinsen viel eher ein Eigenheim leisten können als mit hohen."
.
Ach Sie meinen die Familien, die bei den heutigen Immobilien-Preisen in der Lage sind, sich ein Eigenheim zu kaufen, noch von der "Solidargemeinschaft" oder Steuerzahlern finanzielle Geschenke bekommen müssen?
.
Eine interessante Idee......
Aber logisch. Alle Verheirateten, die entweder keine Kinder wollen, oder bei denen es aus biologischen Gründen nicht klappt, schwimmen ja im Geld.....
Deswegen können die ja auch mehr Steuern zahlen!

@21:55 von rossundreiter

Was ein Blödsinn.

Der Zins ist in keinster Weiße gedacht als Ausgleich für die Inflation.

Der Zins ist der Preis für die Überlassung des Geldes an einen anderen. Wenn Sie mit diesem Preis (bzw. Gewinn) den Sie erwirtschaften nicht zufrieden sind, stehen Ihnen andere Anlageformen zur Verfügung.

Dass eine Anlageform die Inflation übersteigen sollte um keinen Kaufkraftverlust zu generieren ist zwar richtig, hat aber mit dem Sinn und der Funktion des Zinses nichts zu tun, sondern mit gewinnorientiertem Arbeiten.

Niemand wird enteignet

@ Karl Napf:
tatsache jedoch ist, daß die deutschen bürger(alle, auch die ohne dickes konto) bisher um über 300 mrd von der ezb geprellt wurden, also quasi enteignet.

Das sind reine Luftzahlen. Es gibt kein automatisches Anrecht auf üppige Zinsen. Und entgangene Zinsen sind kein Verlust, Ihr Guthaben nimmt Ihnen ja niemand weg.

Haben Sie schon mal überlegt, dass diese üppigen Zinsen für die Kapitalbesitzer von anderen Menschen (z.B. jungen Familien, die sich für ihr Eigenheim ein Darlehen aufnehmen) geschultert werden müssen? Der gesunde Normalfall sind nicht hohe sondern niedrige Zinsen.

re rossundreiter

"Zinsen sind Inflationsausgleich."

Das ist Unsinn.

Zinsen sind Ertrag aus verliehenem Kapital. Weder sind sie als Inflationsausgleich gedacht noch gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Zinsniveau und Inflationsrate.

" Wenn es keine Zinsen gibt, findet somit schon Enteignung deutscher Sparer statt."

Auch wenn es Zinsen gibt können sie meistens den Wertverlust durch Inflation NICHT ausgleichen. Jedenfalls bei konservativen Anlagen wie dem klassischen Sparbuch war das praktisch nie der Fall.

Nur wurde der polemische Slogan von der Enteignung der Sparer erst später erfunden.

Gedächtnisleistung

@ Karl Napf:
diese org, ich hatte den namen vergessen nennt sich IWF, Internationaler Währungs Fond

Sachlich liegen Sie mit Ihrer Vermutung trotzdem falsch.

@ Kjetil Kevesli

"Das ist Ihre Sache. Zinsen aufs Tagesgeld sind volkswirtschaftlich absolut nebensächlich. Wichtiger ist wohl, dass junge Familien sich mit niedrigen Zinsen viel eher ein Eigenheim leisten können als mit hohen."

Ist leider grundfalsch, was Sie da schreiben.

Die extrem niedrigen Zinsen im Euroraum haben in erster Linie in- und ausländische Investoren angelockt, die die Immobilienpreise kräftig nach oben getrieben haben. Die Folge ist, dass die Mittelschicht sich in Deutschland in den meisten Städten kein Wohneigentum mehr leisten kann.

Nullzinspolitik hilft in erster Linie den Reichen, weil deren Aktien- und Immobilienvermögen sich dank überschüssiger Liquidität prächtig entwickeln. Der normalen Mittelschicht, die gerade in Deutschland traditionell eher aufs Festgeldkonto setzt, schadet sie.

/// Am 11. Februar 2019 um

///
Am 11. Februar 2019 um 22:10 von NeutraleWelt
@ 21:49 von Kjetil Kevesli

"Zinsen aufs Tagesgeld sind volkswirtschaftlich absolut nebensächlich. Wichtiger ist wohl, dass junge Familien sich mit niedrigen Zinsen viel eher ein Eigenheim leisten können als mit hohen."
.
Ach Sie meinen die Familien, die bei den heutigen Immobilien-Preisen in der Lage sind, sich ein Eigenheim zu kaufen, noch von der "Solidargemeinschaft" oder Steuerzahlern finanzielle Geschenke bekommen müssen?
.
Eine interessante Idee......
Aber logisch. Alle Verheirateten, die entweder keine Kinder wollen, oder bei denen es aus biologischen Gründen nicht klappt, schwimmen ja im Geld.....
Deswegen können die ja auch mehr Steuern zahlen!///
.
Wenn Sie heute eine Miete von z.B. € 10 pro m² zahlen ( also € 120 pro Jahr ) dann ist bei einem Hypothekenzins von z.B. 2 % der Kauf einer Wohnung bis zu € 6000 pro m² günstiger, als Miete zu zahlen.

@ 22:03 von Werner40

"Die EZB macht das gut. In einer Niedrigzinsphase legt man sein Geld nicht im Tagesgeldkonto an, sondern in Aktien und/oder Immobilien(fonds)."
.
Ich wäre da vorsichtig mit so einer Einschätzung.
Was hat es gebracht?
Blühende Landschaften in Griechenland, Spanien und Italien? Oder gar Deutschland?
Was haben wir/Sie für Vorteile von einer steigenden Inflation?
.
Nur mal als Anmerkung. Informieren Sie sich, wie Fonds funktionieren.
Da zahlen Sie Geld ein. Wenn niemand Ihren Fond will, gibt´s auch keine Zinsen. Dann machen Sie auch keinen Gewinn.
Weil man Geld zu 0%-Zinsen bekommt. Oder sogar teilweise schon Privatpersonen eine "Strafe" bekommen, wenn sie ihr Geld bei der falschen Bank "parken".

@ rossundreiter

"Zinsen sind Inflationsausgleich. Wenn es keine Zinsen gibt, findet somit schon Enteignung deutscher Sparer statt. Allerdings finde ich das nicht furchtbar, sondern komplett richtig, um die Probleme im Süden Europas zu bekämpfen."

Welche Probleme im Süden Europas werden durch die Politik des billigen Geldes gelöst?

Die fehlende wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, unter der diese Länder wegen des für sie viel zu starken Euro leiden, wird so nicht verbessert. Im Gegenteil: Sie wird für immer festgeschrieben, denn wenn man sich dank EZB quasi zum Nulltarif verschulden kann und im Notfall die Nordländer zahlen, fällt jeglicher Anreiz für Reformen weg.

Die EZB-Maßnahmen lösen unsere Probleme nicht, sondern verschieben sie lediglich in die Zukunft. Der Politik ist das natürlich ganz recht - so gewinnt man Zeit bis nach der nächsten Wahl. Aber irgendwann werden die "Zombie-Unternehmen" und die anderen Fehlentwicklungen, die durch das billige Geld entstehen, uns um die Ohren fliegen.

Am 11. Februar 2019 um 22:03 von NeutraleWelt

"Wie wäre es mit noch einem klugen Vorschlag alá Draghi?
Dann bauen Sie doch ein Haus?
Nehmen Sie einfach einen Kredit für 500.000€ auf?"

Sie haben Recht.
Wenn Sie jetzt für dieses Haus 1500 € Miete zahlen
und für einen Kredit in dieser Höhe 2300€ zahlen.

In 10 Jahren wird Ihre Miete ca. 2300€ sein,
Ihr Kredit immer noch 2300€

In 30 Jahren wird Ihre Miete ca. 4000€ sein
Ihr Kredit wird abbezahlt sein.

Sie gehen in Rente und haben schuldenfreies Wohneigentum.

Kluger Vorschlag!

@karwandler 22.15

"Auch wenn es Zinsen gibt können sie meistens den Wertverlust durch Inflation NICHT ausgleichen. Jedenfalls bei konservativen Anlagen wie dem klassischen Sparbuch war das praktisch nie der Fall.
Nur wurde der polemische Slogan von der Enteignung der Sparer erst später erfunden."

Stimmt ja so nicht. Es ist so lange noch nicht her, da gab es auf das Sparbuch mit gesetzlicher Kündigungsfrist 2,5% bei 1,5% Inflation. Für Bausparen auch 3% und mehr. Natürlich ist das eine schmale Nettorendite, aber die Mentalität in D ist eben risikoscheu. Für konservative Sparer, Bausparer, Altersvorsorge mit Lebens- und Rentenversicherung ist die Zinspolitik der EZB jedenfalls toxisch

Hörensagen

@ Neutrale Welt:
Oder sogar teilweise schon Privatpersonen eine "Strafe" bekommen, wenn sie ihr Geld bei der falschen Bank "parken".

Sorry, das ist nicht mehr als Hörensagen. Oder können Sie die Bank nennen, die das tut?

///Nur mal als Anmerkung.

///Nur mal als Anmerkung. Informieren Sie sich, wie Fonds funktionieren.
Da zahlen Sie Geld ein. Wenn niemand Ihren Fond will, gibt´s auch keine Zinsen. Dann machen Sie auch keinen Gewinn.
Weil man Geld zu 0%-Zinsen bekommt. Oder sogar teilweise schon Privatpersonen eine "Strafe" bekommen, wenn sie ihr Geld bei der falschen Bank "parken".///
.
Seien Sie mir nicht böse, aber ich glaube, dass eher Sie sich informieren sollten wie eine Geldanlage in Aktien, ETFs oder Immobilien(fonds) funktioniert.

Kommt darauf an

was man unter Locker versteht.
Gerade heute gibt es einige Artikel das die EZB ein Problem bekommt, der IWF scheint schon zu arbeiten.
Auszug aus einem Artikel von heute 12:57 Uhr.

" Damit ist auch schon klar, wer hier geschröpft werden soll.“ Deutschland habe „durch die niedrigen Zinsen schon etwa 700 Milliarden Euro verloren“, so Sinn, das Bargeld aber habe „der Ausbeutung der Sparer noch eine Grenze gesetzt, weil es eine Zinsuntergrenze von null implizierte. Man arbeitet nun aber in Washington offenbar fieberhaft daran, auch diese Grenze zu schleifen.“

Also ganz so einfach wie einige denken ist das Ganze wohl nicht.

Es gibt einige Überlegungen die einige die hier schreiben wohl auf die Straße treiben könnte.
Sollte jeder mal lesen, ist ganz interessant was so für Überlegungen gibt, und was Leute die davon was verstehen so dazu sagen.

@ 22:14 von Kjetil Kevesli

"Haben Sie schon mal überlegt, dass diese üppigen Zinsen für die Kapitalbesitzer von anderen Menschen (z.B. jungen Familien, die sich für ihr Eigenheim ein Darlehen aufnehmen) geschultert werden müssen? Der gesunde Normalfall sind nicht hohe sondern niedrige Zinsen."
.
Entschuldigung, aber jetzt gehen die Pferde mit Ihnen durch.......
Ich bin langsam entsetzt, was Sie denken wie Zinsen erwirtschaftet werden.
.
Wir leben im Kapitalismus.
Das nennt man Angebot und Nachfrage.
Junge Familien, die sich bei den künstlich durch die 0%-Politik der EZB aufgeblähten Immobilienpreisen ein Haus leisten können, "schultern" unsere Zinsen?
Nicht die Bank, die mit dem Geld Zinsen am Weltmarkt erwirtschaftet?
Das ist nicht Ihr Ernst, oder?
Gleichzeitig sollen wir der Klientel, die sich ein Haus leisten kann noch Puderzucker in den A.... blasen?
.
Ich bin fassungslos über Ihre Meinung.
Erklären Sie das doch mal einer Familie in einer Sozialwohnung.
Baut euch doch ein Haus?
Kredite sind billig!

22:08 von Werner40

von den gewinnen an den aktienmärkten hat der bürger nix. er muss nur die negativzinsen akzeptieren

Die Mittelschicht wohnt kaum zur Miete

@ Laskaris:
Die Folge ist, dass die Mittelschicht sich in Deutschland in den meisten Städten kein Wohneigentum mehr leisten kann.

Falsch. Die Mehrheit der Deutschen wohnt außerdem nicht in den Innenstädten. Für eine Mittelschicht-Familie ist es auch heute noch wesentlich attraktiver, in den eigenen 4 Wänden zu wohnen als in Miete. Ganz abgesehen von der genialen Altersvorsorge mit mietfreiem Wohnen.

Gängiger Trugschluss

@ Laskaris:
Die fehlende wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, unter der diese Länder wegen des für sie viel zu starken Euro leiden, wird so nicht verbessert.

Das ist ein Trugschluss. Der Euro ist für alle Volkswirtschaften in der Währungsunion selbstverständlich gleich stark.

Ja irgendwann wird's passieren

@ Laskaris:
Aber irgendwann werden die "Zombie-Unternehmen" und die anderen Fehlentwicklungen, die durch das billige Geld entstehen, uns um die Ohren fliegen.

Ja irgendwann. Solche blumigen Ankündigungen liest man gern, zumal sie nicht bewiesen werden können.

Das billige Geld führt zu einer immer größeren Schieflage

"Lane wird in der Geldpolitik wie Praet den sogenannten Tauben zugerechnet, die eher für eine lockere Ausrichtung stehen."

Also business as usual.

Nachvollziehbar, dass die Politik lieber eine Taube in diesem Amt will. Denn solange das billige Geld sprudelt, muss man die Probleme der Eurozone nicht mittels unpopulären Reformen angehen, sondern kann sie in die Zukunft verschieben - bis nach der nächsten Wahl, oder nach der übernächsten...

Langfristig, fürchte ich, handeln wir uns mit dem EZB-Kurs große Probleme ein, die uns eines fernen Tages umso heftiger einholen werden.

Es entstehen gefährliche Blasen am Aktien- und Immobilienmarkt, die irgendwann platzen.

Es entstehen immer mehr "Zombie-Unternehmen", die in einem normalen Zinsumfeld sofort kollabieren würden.

Die wirtschaftliche Wettbewersfähigkeit der Südstaaten wird nicht verbessert, sondern der Status Quo wird zementiert.

Summa summarum: Es entsteht eine immer größere wirtschaftliche Schieflage. Das wird sich rächen.

@ 22:11 von Rochhardo

"Der Zins ist der Preis für die Überlassung des Geldes an einen anderen. Wenn Sie mit diesem Preis (bzw. Gewinn) den Sie erwirtschaften nicht zufrieden sind, stehen Ihnen andere Anlageformen zur Verfügung."
.
Haben Sie vollkommen Recht!
Aber dazu benötigt es Alternativen.
Das wird bei "nicht mehr so langen" Investitionen (Rentenvorsorge z.B.), die ihre Prognosen nicht mehr halten können, schwierig.
Da zählen unter anderem unsere Top DAX-Konzerne dazu.
Das Problem sind langfristige Verträge.
Die ihre Prognosen nicht mehr halten können.
.
Ihr Vorschlag?
Kind zeugen und Haus bauen?

22:41 von Werner40

darum geht es hier doch garnicht. es geht um die enteignung der deutschen bürger durch die politik und die ezb

@ deutlich

Es ist so lange noch nicht her, da gab es auf das Sparbuch mit gesetzlicher Kündigungsfrist 2,5% bei 1,5% Inflation

Zu DM-Zeiten waren Jahre mit nur 1,5% Inflation sehr dünn gesät. Meist lag sie deutlich darüber und auch über dem Zinssatz für Sparbücher.

21:54 von deutlich

ich hatte es beschrieben. die gedanken sind schon weit vorgeschritten. so ähnlich wollen sie es machen

@ 22:29 von Werner Krausss

"Sie haben Recht.
Wenn Sie jetzt für dieses Haus 1500 € Miete zahlen
und für einen Kredit in dieser Höhe 2300€ zahlen.

In 10 Jahren wird Ihre Miete ca. 2300€ sein,
Ihr Kredit immer noch 2300€

In 30 Jahren wird Ihre Miete ca. 4000€ sein
Ihr Kredit wird abbezahlt sein.

Sie gehen in Rente und haben schuldenfreies Wohneigentum.

Kluger Vorschlag!"
.
Ich möchte Sie beglückwünschen, wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich eine Miete von 1.500€ in einem angemietetm Eigenheim leisten können!
Und schon das in der Lehre finanzieren konnten.
Und wenn Sie einen auf 30 Jahre garantierten Arbeitsplatz haben.
Und eine entsprechende Rente.
Sieht in D aber anders aus.
Die, die sich ein Haus leisten können werden gefördert.
Der Rest ist vermutlich "sozial abgehängt".
Aber das Geld kommt da an, wo es hin gehört.
Bei denen, die sich ein Eigenheim leisten können.
Daher: Guter Vorschlag!
.
Ist Ihnen eigentlich bewußt, dass vor Draghi die Eigenheime nur 1/3 gekostet haben?

@ Forengeschwätz

"Falsch. Die Mehrheit der Deutschen wohnt außerdem nicht in den Innenstädten. Für eine Mittelschicht-Familie ist es auch heute noch wesentlich attraktiver, in den eigenen 4 Wänden zu wohnen als in Miete. Ganz abgesehen von der genialen Altersvorsorge mit mietfreiem Wohnen."

Ich weiß nicht, wo Sie wohnen - vielleicht irgendwo in der Provinz? Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet, und da haben sich die Immobilenpreise in den letzten zehn Jahren nicht nur in den Innenstädten verdoppelt; sie sind auch in den "Käffern", die um Frankfurt, Wiesbaden und Mainz herum liegen, kräftig gestiegen.

München, Berlin, und so weiter - überall das gleiche Bild.

Klar ist es attraktiver, in den eigenen vier Wänden zu wohnen (wie meine Frau und ich, glücklicherweise) als zu mieten. Aber Fakt ist, dass sich wegen der überhitzten Marksituation immer weniger Menschen in Deutschland Wohneigentum leisten können. Das ist gut belegt, da müssen wir nun wirklich nicht herumdiskutieren.

@Forengeschwätz 22.51

Der Trugschluss ganz auf Ihrer Seite. Natürlich ist es für weniger wettbewerbsfähige Volkswirtschaften mit dem Euro schwerer, die Produkte zu exportieren, z.B. für Griechenland, auch Portugal, sogar Italien, weil nämlich eine Abwertung der eigenen Währung nicht mehr möglich ist. Und eine Bank mit Negativzinsen war z.B. die Volksbank Tübingen

@ Neutrale Welt

Entschuldigung, aber jetzt gehen die Pferde mit Ihnen durch.......
Ich bin langsam entsetzt, was Sie denken wie Zinsen erwirtschaftet werden.

Im Gegenteil, die Erklärung des Users Kjetil Kevesli ist doch schlüssig. Natürlich müssen die Häuslebauer als Darlehensnehmer die Zinsen erwirtschaften, die die Festgeld-Anleger auf der anderen Seite kassieren wollen.

@ Forengeschwätz

"Das ist ein Trugschluss. Der Euro ist für alle Volkswirtschaften in der Währungsunion selbstverständlich gleich stark."

Sie müssen die Stärke der Währung im Hinblick auf das Produktivitätsniveau des jeweiligen Landes betrachten. Schauen Sie sich die Entwicklung der Lohnstückkosten in den Ländern der Eurozone an.

Wenn der Euro für alle gleich stark und somit auch gleich gut oder schlecht ist, warum brummt dann die deutsche Exportindustrie, während die Industrieproduktion in Portugal noch um 14 Prozent, in Italien um 1 Prozent, in Griechenlands um 19 Prozent und in Spanien um 21 Prozent unter dem Niveau liegt, das beim Ausbruch der Finanzkrise erreicht worden war? Von der Jugendarbeitslosigkeit in den genannten Ländern gar nicht zu reden...

"Solche blumigen Ankündigungen liest man gern, zumal sie nicht bewiesen werden können."

Ich bin mal optimistisch und gehe davon aus, dass ich alt genug werde, um den großen Eurozonen-Knall noch zu erleben. Ich erinnere sie dann an meine Prognose!

Deutschland spart Geld

@ wenigfahrer:
Deutschland habe „durch die niedrigen Zinsen schon etwa 700 Milliarden Euro verloren“

Genau umgekehrt, die Bundesrepublik spart durch die niedrigen Zinsen riesige Summen und kann so die Staatsverschuldung abbauen. Das kommt uns allen zu Gute.
Die jüngste Bundesanleihe ist mit knapp unter 0,5% Zinsen versehen und läuft zehn Jahre. Die Nachfrage nach der Anleger überstieg wie so oft das Angebot.

Brexitzug

Da der EU der kalte Brexit bevorsteht, ist die ein guter Schachzug.
Ob´s hilft?

Hörensagen

"Am 11. Februar 2019 um 22:38 von Forengeschwätz
Sorry, das ist nicht mehr als Hörensagen. Oder können Sie die Bank nennen, die das tut?"

Sie haben Recht.
Aber siehe

"Negativzinsen - Diese Banken berechnen ihren Kunden Strafzinsen"

Wir parken unser Geld, natürlich entsprechend unseren bescheidenen Möglichkeiten entsprechend.

So ähnlich?

@ Karl Napf:
... die gedanken sind schon weit vorgeschritten. so ähnlich wollen sie es machen

Reine Spekulation.

@ 22:38 von Forengeschwätz

"Hörensagen
@ Neutrale Welt:
Oder sogar teilweise schon Privatpersonen eine "Strafe" bekommen, wenn sie ihr Geld bei der falschen Bank "parken".

Sorry, das ist nicht mehr als Hörensagen. Oder können Sie die Bank nennen, die das tut?"
.
Kann ich.
Volksbank Niederschlesien.
Raiffeisenbank Gmund.
Hamburger Sparkasse (Haspa).
.
Schauen Sie selber (kann man auch Suchmaschinenmäßig machen).
.
Tuten mach übrigens nur der Nachtwächter....
Ein alter Spruch aus meiner Heimat.... ;-)

Weltmarkt?

@Neutrale Welt
Junge Familien, die sich bei den künstlich durch die 0%-Politik der EZB aufgeblähten Immobilienpreisen ein Haus leisten können, "schultern" unsere Zinsen?
Nicht die Bank, die mit dem Geld Zinsen am Weltmarkt erwirtschaftet?

Nein, natürlich nicht. Mit dem Geld, das die Bank einer jungen Familie leiht, kann sie naturgemäß nichts am "Weltmarkt" erwirtschaften. Egal, wie Sie sich diesen "Weltmarkt" vorstellen.

/// Am 11. Februar 2019 um

///
Am 11. Februar 2019 um 23:02 von Karl Napf
22:41 von Werner40

darum geht es hier doch garnicht. es geht um die enteignung der deutschen bürger durch die politik und die ezb///
.
Wie bereits von anderen Kommentatoren begründet: eine " enteignung der deutschen bürger durch die politik und die ezb " gibt es nicht.

Wenn Herr Lane dafür eintritt

das es endlich wieder Zinsen auf angespartes Kapital gibt ,so das auch der " kleine Mann /Frau " davon profitieren , dann ist er der richtig Mann im Kapital Mark.

@ deutlich

Natürlich ist es für weniger wettbewerbsfähige Volkswirtschaften mit dem Euro schwerer, die Produkte zu exportieren, z.B. für Griechenland, auch Portugal, sogar Italien, weil nämlich eine Abwertung der eigenen Währung nicht mehr möglich ist.

Dafür ist eine solche "Abwertung" auch gar nicht nötig. Der Euro ist dennoch für alle Volkswirtschaften in der Währungsunion gleich stark. Das sind doch absolute Basics aus der Volkswirtschaft. Erstes Semester.

@Forengeschwätz 22.46

Ihr Username scheint Programm;-) sehen Sie sich mal die Eigentumsquote in D an. Oder ist die Mittelschicht "die nicht zur Miete wohnt" so klein geworden?
Und eine Refinanzierung von Hypothekenkrediten durch Tagesgeld? Nicht zulässig, das entspringt Ihrer Fantasie. Es gibt Vorschriften der Kreditvergabe bei den Banken nach "kongruenter Finanzierung"

Die Währung ist für alle gleich stark

@ Laskaris:
Sie müssen die Stärke der Währung im Hinblick auf das Produktivitätsniveau des jeweiligen Landes betrachten. Schauen Sie sich die Entwicklung der Lohnstückkosten in den Ländern der Eurozone an.

Die kenne ich sehr wohl. Aber mit der "Stärke der Währung" hat das nun wirklich gar nichts zu tun, die ist für alle gleich. Ich wiederhole mich ungern.

Enteignung

@Werner40:
"Wie bereits von anderen Kommentatoren begründet: eine " enteignung der deutschen bürger durch die politik und die ezb " gibt es nicht."

Mathematik:
Die Inflation beträgt pro Jahr rund 2,1%.
Die Zinsen btragen 0 %.
Sie wollen 100.000€ anlegen.
Wie hoch ist ihr Ertrag nach abzug der Steuern?

@ Forengeschwätz

"Genau umgekehrt, die Bundesrepublik spart durch die niedrigen Zinsen riesige Summen und kann so die Staatsverschuldung abbauen. Das kommt uns allen zu Gute."

Und wie werden die Schulden abgebaut? Genau: Über die schleichende Entwertung der Sparguthaben. Denn dass man, um Schulden abzubauen, auf der anderen Seite auch die Guthaben abbauen muss, die diesen Schulden gegenüberstehen, ist ja eigentlich eine Binsenweisheit.

Kommt uns allen zugute? Das hängt davon ab, wen Sie mit "uns alle" meinen. Den Wohlhabenden, deren Aktien- und Immobilienvermögen steigen, kommt die Politik des billigen Geldes zugute. Denjenigen, die ohnehin nichts haben, kann's egal sein. Aber die Mittelschicht, deren Geldvermögen entwertet wird, leidet.

Die Summen, die der deutsche Staat heute dank des Euro spart, sind übrigens herzlich wenig im Vergleich zu den Kosten, die auf uns zukommen, falls Griechenland, Italien usw. eines Tages wirklich den Euro verlassen. Die dortigen Regierungen haben das längst kapiert.

Am 11. Februar 2019 um 23:07 von NeutraleWelt

"Ich möchte Sie beglückwünschen, wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich eine Miete von 1.500€ in einem angemietetm Eigenheim leisten können!"

Vielen Dank.
Meine Frau und ich haben vor 30 Jahren zur Miete gewohnt ca. 600 DM

Die Hypothek war damals 1200 DM (6%Zinsen)

Vergleichbare Wohnungen kosten jetzt z.Zt. ca. 900 € Miete.

Wir mussten mehrmals konjunkturell bedingt, die Firma wechseln, mit kurzer Arbeitslosigkeit..

Niemals hätten wir damals geglaubt, dass wir jemals so alt werden würden und die Hypothek abbezahlt sein würde.

Wenn man jung ist, Konjunktiv, Konjunktiv.

re neutralewelt

"Oder sogar teilweise schon Privatpersonen eine "Strafe" bekommen, wenn sie ihr Geld bei der falschen Bank "parken".

Sorry, das ist nicht mehr als Hörensagen. Oder können Sie die Bank nennen, die das tut?"
.
Kann ich.
Volksbank Niederschlesien.
Raiffeisenbank Gmund.
Hamburger Sparkasse (Haspa)."

Zur Vollständigkeit gehört allerdings, dass Negativzinsen für Privatpersonen erst ab einer bestimmten Einlagenhöhe greifen.

Insofern dann doch nur nominell, weil man seine Einlage selbst bestimmen kann.

@ 22:46 von Forengeschwätz

"Falsch. Die Mehrheit der Deutschen wohnt außerdem nicht in den Innenstädten. Für eine Mittelschicht-Familie ist es auch heute noch wesentlich attraktiver, in den eigenen 4 Wänden zu wohnen als in Miete. Ganz abgesehen von der genialen Altersvorsorge mit mietfreiem Wohnen."
.
Pffhhhh....
OK. Na Gut.
Aber Sie sind nicht der Nabel der Welt.
Wo leben Sie?
Auf der schwäbischen Alb?
Da fahren Sie und Ihre Frau immer schön mit dem SUV in den Kindergarten oder zur Arbeit?
Schauen Sie bitte mal nach, wo die meisten Menschen in Deutschland leben.
Nicht in Bayern oder was weiß ich wo.
Hier gibt es noch ein paar andere Bundesländer.
.
Aber um zum Thema zurück zu kehren:
Ich erhoffe mir Lane wird neue Akzente setzen, die ich mir erhoffe.Und Draghi ist auch bald weg.

Keine Negativzinsen

@ Laskaris:
Kann ich.
Volksbank Niederschlesien.
Raiffeisenbank Gmund.
Hamburger Sparkasse (Haspa).

Die Raiffeisenbank Gmund erhebt negative Zinsen erst ab einem Kontostand ab 50.000 Euro auf ein und dem selben Konto. Und die Hamburger Sparkasse kenne ich beruflich, die hat definitiv aktuell keine Negativzinsen.

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