Kommentare

HAllo, "Venezuelas selbst

HAllo,

"Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident...

Gab es überhaupt eine Wahl in der der Mann gewählt wurde?

Eigentlich ganz einfach

Ein, durch die Verfassung in Venezuela nicht legitimierter "Schatten-Präsident", der eine ausländische militärische Intervention im eigenem Land fordert - dabei einen Bürgerkrieg riskiert und viele Opfer seine eigenen Landsleute scheinbar einkalkuliert, hat nach dem Völkerrecht jede Legitimation verloren. In Venezuela scheint vieles im Argen zu liegen. Kaum einer von uns kann da eine all umfassende und objektive Analyse anbieten.
Trotzdem gelten Gesetze in diesem Land und nur das Volk kann daran etwas ändern.
Was die EU damit zu tun hat bleibt wohl ihr eigenes Rätsel.

Öl

Unabhängig von dem politischen Tagesgeschehen in Venezuela fehlen mir in den Medien folgenden Hinweise: Hätte Venezuela nicht so große Erdölvorkommen, würde es in der Berichterstattung kaum vorkommen. Zudem wird das Land seit Jahren durch einen Wirtschaftsboykott der USA geschwächt.
Wer glaubt, dass der Interimspräsident "für das Volk" agiert - wird sich wundern. Er handelt im Interesse der USA.
Interessant auch, dass über Venezuela in Bezug auf Menschenrechte ausführlich berichtet wird - während der faschistische Präsident von Brasilien und seine aktuellen Feldzüge kaum erwähnt wird.
P.S.: ich bin kein Maduro Fan;-)

Nun folgt also der zweite

Nun folgt also der zweite Teil der inszenierten Eskalation mit Ansage....
Es bleibt zu hoffen, dass der Putschist beim Grenzübertritt festgenommen wird und sein Gewaltaufruf nicht weitere Opfer fordern wird.....

Ein Putschist wie er im Buche

Ein Putschist wie er im Buche steht.

Die ARD aber auch!

"Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ging der Frage, ob Guaidó eine Festnahme bevorstünde..."
Nach einem sehr guten Interview mit einem Rechtsexperten zur Rechtmäßigkeit der vorschnellen Anerkennung des Selbsternannten wäre doch auch hier eine Bewertung aus rechtlicher Sicht angebracht!
Guaidó hat sich trotz eines gerichtlichen Ausreiseverbots ins Ausland begeben. Die Anzettelung eines Regierungssturzes mit Unterstützung ausländischer Akteure noch gar nicht mitgerechnet. Womit sind also die Drohungen der USA und der EU juristisch gerechtfertigt? Doch nur, wenn stillschweigend angenommen wird, daß inzwischen keinerlei staatlichen Institutionen in Venezuela mehr anerkannt werden. Wie wärs denn, die USA führten gleich das Standrecht in Venezuela ein? Sorry, dort heiß das ja extralegale Tötung.
Was also, hat sich G. strafbar gemacht, und hat die Justiz das Recht, ihn bei Wiedereinreise festzunehmen? Das wäre eine Nagelprobe für Merkels Narrativ von der Stärke des Rechts...

Dieser Mann wird bei seiner

Dieser Mann wird bei seiner Rückkehr hoffentlich verhaftet. Auch nach unserem Recht würde dieser Mensch verhaftet werden. Allerding wird das Mediengeschrei nach seiner Verhaftung ohrenbeteubend werden, was aber nichts an der Sache ändert. Ich kenne die Verhältnisse in Venezuela leider auch nur wenig, da ich nur einmal kurz dort war. Was ich aber weis ist das vor Hugo Chávez die indigene Bevölkerung ( Uhreinwohner ) unterdückt und ausgebeutet wurden. Sie hatten faktisch keine Rechte im eigenen Land. Das hat sich geändert und da liegt ja das Problem. Wir betrachetn all diese Länder weiter als unsere Kolonien auch wenn wir sie nicht mehr so nennen. Wenn sie nicht machen was wir wollen sorgen wir dafür das uns genehme Regierungen eingesezt werden, zu sehen überall in Südamerika, Afrika und dem nahen Osten.

Das Geschehen scheint einer Dramartugie zu folgen

Beginnend von der Ernennung als Interimspräsident, der Sperrung venezolanischer Auslandskonten, dem exklusiven Zugriff den Guaidó darauf erhalten sollte, der Anerkennung Guaidos durch mehrere westliche Regierungen, das „Ultimatum“ der EU vorgezogene Präsidentenwahlen abzuhalten (Parlamentswahlen will Guaidó nicht), den sogenannten „Hilfslieferungen“ (ein ungewöhnlicher Schritt bei gleichzeitig aufrechterhaltenen Sanktionen), Guaidos Ausreise trotz gerichtlichem Verbot, seiner Gespräche mit ihm gewogenen ausländischen Regierungen (darunter den USA!), und nun seine demonstrative Einreise. Wer schreibt da das Drehbuch und wo soll die Reise hingehen? Kann man tatsächlich einen Regimewechsel so durchführen? Bei der Ukraine ging das, weil Millionen Ukrainer sich durch die EU ein besseres Leben versprochen hatten. Die Hoffnung ging dort allerdings nicht auf. Haben die Venezolaner mehr Zuversicht hinsichtlich den USA ?

Karneval in Venezuela.

Die Aufforderung, jetzt doch lieber Karneval zu feiern, klingt nach alldem, was hierzulande über dieses Land zu hören und zu sehen ist, doch eher nach Ablenkungs- bzw. Beschäftigungstherapie.
Doch wenn andererseits der selbsternannte Interimspräsident bei seiner Wiedereinreise festgenommen werden sollte, wäre das meines Erachtens rechtens, denn er hat eindeutig gegen Auflagen verstoßen, und da gilt für ihn wie jeden anderen halt das gleiche Gesetz.
Noch ist Maduro Präsident, auch wenn ich an dessen Führungsqualitäten erheblich zweifle.

@ BravoNovember um 08:46

Guidó ist seit dem 5. Januar 2019 Präsident der Nationalversammlung von Venezuela.

Eine gewisse Legitimation Guaidós kann man da schon daraus ableiten, insbesondere als Akt des Widerstandes gegen die Entmachtung des Parlaments und der demokratischen Strukturen durch Maduro.

@ Eu-Schreck um 08:59

>>Ein Putschist wie er im Buche steht.<<

Sie machen es sich sehr einfach.
Sie ignorieren bei Ihrem Urteil über Guaidó, dass Präsident Maduro zuvor bereits die demokratischen Strukturen seines Landes entmachtet hat.
Das kann man sehr wohl als Putsch von oben bezeichnen, ähnlich wie in der Türkei.
Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung kann man Guaido auch als Widerstandskämpfer für den Erhalt der Demokratie in Venezuela deuten.
Machen Sie es sich doch nicht so leicht, da wild rumzuurteilen.
Die Dinge sind kompliziert...

Auch einfach erklärt

08:47 von ustdigital
"Was die EU damit zu tun hat bleibt wohl ihr eigenes Rätsel."
Seit Jahren versucht die EU vergeblich, und dazu noch mit untauglichen, weil teilweise rechtswidrigen Methoden, wieder einiges Gewicht zu gewinnen. Und geht dabei nicht nur über jedes Völkerrecht hinweg, sondern, wie der Boykott von Lebensmitteln und Medikamenten für Syrien zeigt, buchstäblich über Leichen. Wem das zu drastisch ist. Ein ähnlicher Boykott der USA und ihrer Willigen gegen den Irak hat NACHWEISLICH 500.000 tote Kinder gekostet. Nur, das der Unterschied zu damals, heute ist Deutschland direkt (und wiederholt durch St. Seibert bekräftigt) dabei. Erst die Zukunft wird zeigen, wie viele Opfer allein die Verweigerung von Nahrung und Medizin tatsächlich gekostet haben. Für die üblichen Trolle: Nicht weil Syrien dafür Waffen gekauft hat, sondern weil auch gegen alles Gold der Welt Nahrung nicht geliefert werden DURFTE! (außer an die "Opposition" natürlich)

Sonderbare Darstellung

In dem Beitrag wird besonders herausgestellt, dass Guaidó "von mehr als 50 Staaten anerkannt“ worden sei.
Warum erwähnen Sie nicht, dass die Vereinten Nationen 193 Mitgliedsländer haben. Demnach wird Guaidó von knapp 75 Prozent der UN-Mitglieder nicht anerkannt. Ist das aus Ihrer Sicht keine Information?
Im weiteren Verlauf zititieren Sie unkommentiert Guaidos Behauptung: "da die Medien in Venezuela zensiert seien…". Ist Ihnen bekannt, dass das Informationsangebot in Venezuela nach wie vor von privaten und übewiegend regierungskritischen Medien dominiert wird? Warum informieren Sie nicht auch über diese Tatsache?
Haben Sie wirklich nichts aus dem Fall Relotius gelernt?

Recht oder Unrecht

Was ist Recht, was ist Unrecht? Viele hunderte Ausreiseverbote werden in der Türkei gegen Personen verhängt, die sich u.a. der "Beleidigung des Präsidenten" schuldig machten, eine Straftat in der Türkei. Wer sich nicht daran hält, wird verhaftet. Aber irgend einen Protest der Bundesregierung dagegen gibt es nicht. Es stört sie überhaupt nicht. Den eigenen Präsidenten für abgesetzt zu erklären, ist natürlich eine Beleidigung des Präsidenten, oder nicht?

Venezuela sollte seine Probleme ohne

äußere Einmischung, egal durch wen auch immer, selbst intern lösen.
Das gilt für alle Länder dieser Welt.

ja die gab es

durch das aufgelöste Parlament wurde er gewählt. Dass jedoch auch diverse andere Parlamentarier ihn (im Anschluss) nicht wollten kam bei dem derzeigtigen von Europa und Amerika illegal unterstützen Umsturzversuch später auch raus. Er ist halt ein Blender, wie Marcon in Frankreich und wird hauptsächlich nur von der (reichen) weissen und den geflüchteten (tatsächlich Hungerleidenden) Bevölkerung gestützt. 9/10 der Bevölkerung wünscht sich zwar eine Besserung der Lebensbedingung, da Maduro auch als korrupt gilt, wissen aber auch, dass man durch Guaido vom "Regen in die Traufe" kommt und sehen einen Umsturz nicht entgegen. Das wird aber gerne in den entsprechenden Medien - wie auch hier - übersehen.

Ohne Einmischung von außen durch sogenannte

Sanktionen, Boykott könnte sich dieses Land normal entwickeln und Handel treiben. Leider hat Venezuela viel Öl und daran sind gewisse Kreise außerhalb des Landes erbarmungslos interessiert. Eigentlich schade, dass sich die Menschen diese Fremdbestimmung nicht vom Hals halten können.

Trauerspiel der Macht

04. März 2019 um 09:17 von Ruben Villena

Ihr Umkehrschluss lautet: "Demnach wird Guaidó von knapp 75 Prozent der UN-Mitglieder nicht anerkannt." Leider ist Ihre Schlussfolgerung nicht durch Fakten belegbar, da sich ein Großteil der Staaten dieser Welt noch nicht offiziell in dieser Krise positioniert hat.
Dies ist gegenwärtig auch nicht notwendig, da schon der UN-Sicherheitsrat gespalten ist und sich die Lager Russische Föderation/VR China (pro Maduro, pro "sozialistischer" Autokratie in Venezuela) und das Lager USA/EU-Staaten (pro Guaidó, pro Menschenrechtssituation in Venezuela) gegenseitig neutralisieren.
Für die Herren Machthaber Putin und Xi Jinping geht es hierbei nicht allein um das Retten milliardenschwerer Kredite, die trotz besseren Wissens an die Regierung Maduro vergeben wurden, sondern auch um die Begründung ihrer eigenen autokratischen Regime.
Die Leidtragenden sind allein die Millionen unterversorgter und unterdrückter Menschen in Venezuela. Ein Trauerspiel der Macht.

Faktenfreier Rundumschlag

04. März 2019 um 09:11 von Bernd39

Sie liefern einen weitgehend faktenfreien Rundumschlag, der aber wichtig ist, für Ihre Deutung des Weltgeschehens.
Bitte beachten Sie dabei, dass allein massive Korruption und massive Unfähigkeit zur Versorgungskrise in Venezuela geführt haben. Nicht finsteren Absichten ausländischer Mächte ist die Schuld in diesem Fall zuzuweisen, sondern allein dem Regime des Herrn Maduro.

@zimmermann61 zgbl Brasilien

Über den Präsident von Brasilien gab es in der Tat hier zahlreiche Medienberichte, fast mehr als über Venezuela, obwohl Venezuela natürlich 100 mal wichtiger ist - nein nicht wegen dem Öl sondern wegen der Tatsache dass dort eine große Krise herrscht und möglicherweise ein Bürgerkrieg entsteht, wohingegen in Brasilien aktuell meines Wissens nach alles friedlich ist.

Also haben Sie mal wieder falsch Informationen verbreitet.

@Robert1221 bzgl Türkei

Protest der Bundesregierung gegen das Vorgehen der Türkei gibt es durchgehend - was glauben Sie eigentlich warum die diplomatischen Beziehungen auch hinsichtlich des EU Beitrittes der Türkei auf Eis liegen?

Vielleicht sollte man sich Informieren bevor man so einen Unsinn verbreitet.

Eigentlich sagt

der Satz doch alles.
" Guaidó habe das Gesetz gebrochen und sei "ein Venezolaner, der sich mit ausländischen Regierungen verschworen habe, um die verfassungsgemäße Regierung umzustürzen".

Würde wohl in jedem Land der Welt das selbe passieren, bei Einreise wird er festgenommen.
Eigentlich ein normaler Vorgang, nur dann nicht wenn die USA dahinter steht.

Das ist Doppelmoral vom Feinsten!!!!

„Die Europäische Union hat die Regierung von Präsident Nicolás Maduro vor einer Festnahme des Oppositionsführers Juan Guaidó gewarnt. Jede Maßnahme, die die Freiheit, Sicherheit oder persönliche Integrität Guaidós gefährde, würde eine erhebliche Eskalation der Spannungen bedeuten.“

Guaidó, der sich am 23. Januar eigenmächtig zum Übergangspräsidenten ernannt hat, treibt als US-Günstling einen Umsturz in Venezuela voran. Mich erinnert Guaidó immer mehr an die US-Marionette Jazenjuk, der in der Ukraine ebenfalls im US-Auftrag einen Umsturz anzettelte und so lange unterstützt wurde, wie es für Amerika nützlich war.
.
Ich hätte aber auch eine Erklärung der EU zu den Verhaftungen der Befürworter der Unabhängigkeit von Katalonien, mit etwa ähnlicher Problematik erwartet.

Kann es sein, daß Guaidó sich nur deshalb so aggressiv und provokativ verhält, damit er inhaftiert wird und seinem Auftraggebern USA damit einen Grund zum Eingreifen in Venezuela liefert???

Wahlen

'HAllo,

"Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident...

Gab es überhaupt eine Wahl in der der Mann gewählt wurde?'

@BravoNovember
Nun das war ja eben was von der Opposition, nach Entmachtung vieler demogratischer Institutionen, in Venezuela gefordert wurde.. freie Wahlen.

Die fanden aber nicht statt, also nein er wurde nicht im herkömmlichen Sinn gewählt. Aber sehr viele Menschen unterstützen ihn.. das ist auch eine Art Wahl.

@all
Und das ausländische Interesse besteht selbstverständlich nur weil Venezuela durch seine Ölvorkommen weltpolitisch eine Rolle spielt und uns eine demokratische Regierung daher lieber ist, Russland und China sehen das anders.
So funktioniert die Welt nun mal! Wir sollten aufhören uns für was Besseres und Weltenretter zu halten. Wir (D, EU, Nato) agieren nur wenn es unseren Interessen dient, so wie der Rest der Welt auch.
Alles andere ist Augenwischerei.

@BravoNovember

Selbstverständlich gab es eine Wahl! Guaidó ist der Präsident des venezolanischen Parlaments, welches 2015 gewählt wurde. Anders als die Berichterstattung hier es vermuten lässt, hat er sich nicht einfach selbst zum Präsidenten ernannt, sondern wurde nach Artikel 233 der venezolanischen Verfassung zum rechtmäßigen Interimspräsidenten ernannt, nachdem am 10. Januar 2019 Maduros vorherige Amtszeit endete und die Wahl letztes Jahr nicht legitim und eine komplette Farce war (aus mehreren Gründen, Hauptgrund: Oppositionspolitiker wurden alle von Maduro festgenommen und konnten nicht zur Wahl antreten).
Nach Artikel 233 der venezolanischen Verfassung übernimmt bei einem Machtvakuum der Parlamentspräsident die Übergangsregierung und muss Neuwahlen ausrufen.

@Ruben Villena - Typisches Daumen rauf,runter denken

Enthaltungs Stimmen,ungültige,oder nicht abgegebene gibt es wohl bei ihnen nicht !

Gedächtnislücken

04. März 2019 um 09:40 von Lim2010

Bitte bemühen Sie Ihr Langzeitgedächtnis. Die Krise ist erst seit den letzten Jahren entstanden, als sich Herr Maduro und seine Regimeclique zunehmend unfähig zeigten sowohl das Land weiter zu entwickeln als sich selbst und ihren Günstlingen die Geldbeutel zu füllen.
Das viele schöne Erdöl war schon zur Zeiten der Regierung von Herrn Chavez vorhanden und da gab es keinen Anlass zur internationalen Intervention aufgrund einer massiven humanitären Versorgungs- und Gerechtigkeitskrise im Land. Klar, dass einige führende westliche Nationen verärgert waren, dass sich ein sozialistisches System stabilisiert hatte. Aber erst als Herr Maduro die Geschäfte übernahm, wuchs sich die Unfähigkeit im Machapparat zur nationalen und - dank 3,5 Mio. Geflüchteten - auch zur internationalen Krise aus.

09:40, Lim2010

>>Ohne Einmischung von außen durch sogenannte
Sanktionen, Boykott könnte sich dieses Land normal entwickeln und Handel treiben.<<

Die Sanktionen gibt es erst seit neuestem. Das Land befindet sich aber schon seit vielen Jahren in einem desolaten Zustand. Lange vor Chávez.

Interimspräsident?

Man stelle sich vor, der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble behauptet, dass die Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel ihre Pflichten nicht erfülle und erklärt sich daher zum Interims-Kanzler.

Anschließend erkennen die USA und mehrere Staaten der EU Schäuble als Regierungschef Deutschlands an.

Moderne Zeiten

04. März 2019 um 09:27 von Felina2

Sie haben Ihr Lieblingsargument schon gefühlt ein Dutzend Mal gepostet. Leider lässt sich Ihre Hoffnung in einer modernen, vernetzten und globalisierten Welt, einer Welt mit einer Vielzahl von Akteuren, die alle zunächst egoistische Motive verfolgen, nicht erfüllen.
Nehmen Sie nur die Milliardenkredite, welche die VR China Venezuela gewährt hat, als Beispiel. Das Geld war gedacht zur Lösung der "internen Probleme" Venezuelas und zum Ausbau der (Erdöl-) Exportwirtschaft - aber auch für den Wahlkampf von Herrn Maduro. Auch dies war eine Intervention von Außen, mit dem Geldbeutel. Wie ausführlich in der ARD dargestellt, bangt Herr Xi Jinping nun um den Ausfall von etwa 20 Mrd. US-Dollar. Kein Pappenstiel, auch nicht für die VR China. Schuld an dem drohenden Kreditausfall liegt in der Unfähigkeit und Korruption des Regimes von Herrn Maduro.

Soweit ich weiß...

... liegt in Venezuela ein Haftbefehl gegen Guaido vor.

Spanien hat viele katalonische Politiker auch verhaftet.

Artikel 233

Nach Artikel 233: sollte der Präsident sein Amt nicht mehr wahrnehmen (können), ist der Vizepräsident der rechtliche Vertreter, nicht der Parlamentspräsident.

Unpassende Vergleiche: leider sehr beliebt

04. März 2019 um 10:15 von Feininger

Auch das von Ihnen beschriebene Szenario zählt zu den traditionellen Beiträgen, die in keiner Kommentarsammlung zum Thema "Venezuela" fehlen dürfen.
Ihr Szenario baut darauf, dass sich die Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland mit denen Venezuelas vergleichen lassen. Aber gerne erläutere ich Ihnen die wesentlichen Unterschiede:
1) Um mit Herrn Maduro mithalten zu können, müsste Frau Dr. Merkel erst das Bundesverfassungericht gleichschalten. Wie sollte das gehen?
2) Um mit Herrn Maduro mithalten zu können, müsste Frau Dr. Merkel sich erst eine eigene, ständig tagende Bundesversammlung schaffen, wie Herr Maduro dies tat.
3) Bei all dem würde das deutsche Staatsoberhaupt, Herr Bundespräsident Steinmeier, kräftig intervenieren.
4) Um einen Bundeskanzler abzusetzen, genügt ein konstruktives Misstrauensvotum der Opposition bzw. der Mehrheit des Parlaments. Der Bundestagspräsident spielt dabei nur die Rolle des neutralen Versammlungsleiters.

Artikel 233

Nach Artikel 233: sollte der Präsident sein Amt nicht mehr wahrnehmen (können), ist der Vizepräsident der rechtliche Vertreter, nicht der Parlamentspräsident.

Wenn es Probleme jeder Art gibt, im kleinen Umfeld,

im großen politischen Bereich, dann braucht es Ruhe und Zeit um diese Probleme zu lösen. Real ist auf jeden Fall, dass Kräfte von außen sich des Öls bemächtigen wollen ..... und das seit Jahrzehnten ..... bis dann der Ölreichtum vergesellschaftet wurde und dann der Kampf von außen begann oder sehe ich hier die neutrale Geschichte falsch ?

09:11 von Auf eine Frage

>>>Das kann man sehr wohl als Putsch von oben bezeichnen, ähnlich wie in der Türkei.<<<

Und? Wo war der Aufruf der EU und Amerika nach Neuwahlen, Einfrieren von Konten, ja sogar von einer militärischen Intervention war die Rede. Oh, geht ja gar nicht, da sitzt ja schon der passende Mann im Sattel. Danke.

@ Ruben Villena 09.17h - Sie unterschlagen Fakten!

................In dem Beitrag wird besonders herausgestellt, dass Guaidó "von mehr als 50 Staaten anerkannt“ worden sei.
Warum erwähnen Sie nicht, dass die Vereinten Nationen 193 Mitgliedsländer haben............

Weil das unnötig ist. Ausser Ihnen wissen wir alle, dass bei der Hälfte der nicht-anerkennenden Staaten die gleichen oder noch schlimmere Zustände herrschen als in Venezuela. Oder haben Sie erwartet, dass NK, SA und ähnliche Diktaturen demokratische Strukturen fordern? Warum ignorieren Sie das und stellen der TS stattdessen dumme Fragen?

@ Feininger 10.15h - wir sind im Fasching, aber.....

....................Man stelle sich vor, der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble behauptet, dass die Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel ihre Pflichten nicht erfülle und erklärt sich daher zum Interims-Kanzler............

Es ist zwar Rosenmontag, aber der eine oder andere Forist könnte Ihren dämlichen Vergleich ernst nehmen. Also bitte.....

09:17 von Ruben Villena

>>>Haben Sie wirklich nichts aus dem Fall Relotius gelernt?<<<

Entschuldigen Sie bitte. Relotius war ein Geschichtenerzähler des Spiegels. Hier aber haben wir es mit den Öffentlich Rechtlichen zu tun. ;-)

@ Helmut_S. 9.53h - einfach nur clever

.....................Kann es sein, daß Guaidó sich nur deshalb so aggressiv und provokativ verhält, damit er inhaftiert wird und seinem Auftraggebern USA damit einen Grund zum Eingreifen in Venezuela liefert??...........

Das kann durchaus sein. Damit erweist sich Guaidó als wesentlich cleverer als der Holzklotz Maduro. Mal sehen, ob es klappt. Zu wünschen wäre es.

09:40 von wie-

>>>....sich die Lager Russische Föderation/VR China (pro Maduro, pro "sozialistischer" Autokratie in Venezuela) und das Lager USA/EU-Staaten (pro Guaidó, pro Menschenrechtssituation in Venezuela)..... <<<

Mal etwas weiter denken als nur bis zur Tischkante. Wenn man Guaido nicht anerkennt, bedeutet das nicht "im Umkehrschluß" das man pro sozialistischer Autokratie ist. So ein Quatsch. Und vor allem: Guaido und pro Menschenrechssituation...
Der war gut.

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

10:25, Einfach Unglaublich

>>Soweit ich weiß...
... liegt in Venezuela ein Haftbefehl gegen Guaido vor.

Spanien hat viele katalonische Politiker auch verhaftet.<<

Das ist sicherlich richtig.

Aber wo genau sehen Sie jetzt Parallelen zu Venezuela?

Ist Guaido denn Separatist?

Guaido gehört vors gericht und dann ins Gefängnis

"Maduro glaubt, Guaidó sei Teil eines von Washington gestützten Plans, der vorsieht, seine Regierung zu stürzen.

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ging der Frage, ob Guaidó eine Festnahme bevorstünde, aus dem Weg. In einem Interview mit dem staatlichen russischen Fernsehsender RT sagte sie, Guaidó habe das Gesetz gebrochen und sei "ein Venezolaner, der sich mit ausländischen Regierungen verschworen habe, um die verfassungsgemäße Regierung umzustürzen"."

Ein deutscher Parlamentarier der eine russische Invasion in BRD fordert, würde ebenfalls Probleme mit der Justiz bekommen und vor Gericht gestellt. Wenn der gleiche deutsche Parlamentarier die USA zur Aufstuckung ihrer Besatzungstruppen und Atomrakten auffordert wird er politische Karriere machen. Plus sein privates Portmaine auffüllen.

Nur in Venezuela, darf ein Verfassungsbrecher nicht juristisch verfolgt werden, da die "Weltgemeinschaft" ein Veto dagegen ausgerufen hat.

Maduro, verhafte den Kerl endlich!

Wo führt das hin?

So wie es nun scheint, begibt sich Guaido dann in die Rolle des Märtyrers und ist bereit alle Konsequenzen auf sich zu nehmen wenn er jetzt nach Venezuela zurückkehrt.

Maduro bleiben nur zwei Optionen, wenn er an der Macht des Landes bleiben will, was Guaido angeht.
Entweder er sperrt ihn wirklich ein, was die Situation verschlimmern wird, d.h. er nimmt ihn in Haft oder er lässt ihn in Freiheit und versucht sich selbst auf demokratische Art und Weise und mit Argumenten und besseren Taten und besseren Ansichten und Aussichten für die Bevölkerung zu verteidigen und dies in öffentlichen Auftritten und Diskussionen, doch dies wird Guaido dann nützen um die Bevölkerung weiterhin gegen Maduro aufzuwiegeln und um ihn dann in seinem Interesse und denen der USA zu stürzen, vielleicht auch des Volkes wegen, eher aber der USA und anderen Interessen die damit verbunden sind.
Stösst Guaido und seiner Familie etwas zu, wird es zu einem Aufstand kommen und Nutznieser davon werden dann die USA sein.

10:04 von fathaland slim

"Die Sanktionen gibt es erst seit neuestem. Das Land befindet sich aber schon seit vielen Jahren in einem desolaten Zustand. Lange vor Chávez"

Was erzählen Sie da? Sanktionen gibt es schon lange. Sie werden nur immer weiter verschärft.

09:45 von wie-

Um es mal mit Ihren Worten zu sagen:
>>>Sie liefern einen weitgehend faktenfreien Rundumschlag, der aber wichtig ist, für Ihre Deutung des Weltgeschehens. ... Bitte beachten Sie dabei, dass allein massive Korruption und massive Unfähigkeit zur Versorgungskrise in Venezuela geführt haben. Nicht finsteren Absichten ausländischer Mächte ist die Schuld in diesem Fall zuzuweisen, sondern allein dem Regime des Herrn Maduro.<<<

Falls Sie es bis jetzt noch nicht mitbekommen haben sollten, Venezuela leidet unter einem massiven Embargo der USA. Sie können ihr Öl nicht frei verkaufen, nur zu amerikanischen Dumpingpreisen an die USA. Andere Abnehmer hätten mit starken Repressionen der Amerikaner zu rechnen. Ergo - keiner will sich die Finger verbrennen.

Mit welcher Arroganz wirken sogenannte

"Westliche Werkgemeinschaften" in ihrem ganz eigenen Interesse um in fremden Ländern für "Ordnung" zu sorgen? Simbabwe hat unter der ehemaligen Regierung eines wahnsinnigen schwer gelitten aber wo war da die westliche Wertegemeinschaft? Natürlich gibt es hier Kommentatoren die nicht neutral, sondern ideologisch denken und kommentieren. Weitere Gedanken könnten folgen aber es reicht.

@ wie- um 09:40

"04. März 2019 um 09:17 von Ruben Villena

Ihr Umkehrschluss lautet: "Demnach wird Guaidó von knapp 75 Prozent der UN-Mitglieder nicht anerkannt." Leider ist Ihre Schlussfolgerung nicht durch Fakten belegbar, da sich ein Großteil der Staaten dieser Welt noch nicht offiziell in dieser Krise positioniert hat."

Dieser großteil der Staaten brauch sich auch gar nicht positionieren, da dass Völkerrecht eindeutig ist. keine Einmischung in die inneren Angelegnehieten souveräner UN Mitgliedsstaaten! Das Berlin zum wiederholten male das Völkerrecht bricht, wird den Menschen in BRD teuer zu stehen bekommen, wenn der geworfene Bumerang seinen Rückflug antritt. Deutschland steht schon lange nicht mehr so stark da und wird sich ebenfalls solcherlei dreister Einmischungen entgegenstellen müssen.

Deutschland gegen Rechtsstaatlichkeit!

Guaido ist ein Putschist.
Natürlich hat er sich offensichtlich des Hochverrats schuldig gemacht. Ihm sollte der Prozess gemacht werden. Alles andere ist Rechtsbeugung.

Judicial Literacy: korrekt zitieren, bitte

04. März 2019 um 10:38 von war ja nur spass

Sie sollten den Artikel 233 korrekt auslegen. Herr Guadió bezieht seine Begründung aus einem rechtlich konstruierten Nichtvorhandensein eines Präsidenten (in diesem Fall eine nicht legitime Präsidentenwahl). In diesem Fall, so regelt es Art. 233, erfolgt eine 30 Tage dauernde Übergangspräsidentschaft durch den Präsidenten des Nationalparlaments, also Herrn Guaidó.
Ein Vizepräsident kann nur übernehmen, laut Art. 233., wenn das Fehlen eines Präsidenten während der Legislaturperiode auftritt.
Übrigens: Vizepräsidentin ist die Frau Delcy Rodríguez, eine Juristin, die auch Vorsitzende der nicht legitimierten sog. "Verfassungsgebenden Versammlung" ist. Frau Rodríguez Rolle und Stimme während der Krise ist bislang nicht im Vordergrund gewesen.
Die politischen Akteure und auch die Journalisten konzentrieren sich allein, zu 100 %, auf die starken männlichen Protagonisten. Was wäre, wenn Frauen allein die Sache regeln könnten?

gewählt werden müssen.
@08:46 von BravoNovember

Er hat sich bei seiner Selbsternennung auf Art. 237 berufen. Demnach hätte er aber innerhalb von 30 Tagen den Präsidenten wählen lassen müssen.

Die 30 Tage sind herum. Maduro ist nach wie vor im Amt.
Die Wahl Maduros hatte er ja ohnehin nicht beim Verfassungsgericht angefochten.

Da er ja das Oberste Verfassungsgericht nicht anerkennt, und sich auch sonst nicht an Gesetze halten will - selbst die Einfuhr von angeblichen Hilfsgütern sollte ohne Genehmigung (Zoll, Anmeldung etc.) erfolgen - sehe ich keinen Funken einer legalen Machtübernahme durch Guaidó.

@fathaland slim um 10:04Uhr

Bewundernswert ist Ihre Geduld, mit der Sie immer wieder versuchen manche Fakten richtig zu stellen. Erfahrungsgemäß bleibt das ohne Erfolg! Jeder macht sich eben seine Welt passend zu seinen Ansichten! Das schließt das Ignorieren von Tatsachen mit ein, wie der POTUS das täglich vorexerziert!

@ Optimatum um 09:53

"@BravoNovember
Nun das war ja eben was von der Opposition, nach Entmachtung vieler demogratischer Institutionen, in Venezuela gefordert wurde.. freie Wahlen.

Die fanden aber nicht statt,"

Das ist eine Lüge! Es gab doch eine Wahl und Teile der Opposition haben diese Wahl boykotiert. Sollte es jetzt zu Neuwahlen kommen und die Partei des Präsidenten Maduros würde diese boykotieren, wären die Wahlen dann genau so gültig wie die zuletzt stattgefundene.
Herr Guaido ist sich sogar nicht zu schade fremde Mächte zur Invasion seines Vaterlandes aufzurufen um seinen Machthunger zu stillen.
Und das Ihr (Atlantiker in D, EU, NATO) eure Interessen schon seit Anfang der 90er blutrünstig durchdrückt, heißt nicht, dass das so weiter gehen muss. In Deutschland gibt es Gott sei Dank noch eine Mehrheit die weder Interventionen noch Euren Militarismus wünschen.

09:17, Ruben Villena

>>Ist Ihnen bekannt, dass das Informationsangebot in Venezuela nach wie vor von privaten und übewiegend regierungskritischen Medien dominiert wird? Warum informieren Sie nicht auch über diese Tatsache?
Haben Sie wirklich nichts aus dem Fall Relotius gelernt?<<

Ich möchte "Reporter ohne Grenzen" zitieren, in deren Pressefreiheits-Ranking sich Venezuela auf Platz 143 von 180 befindet:

"Venezuelas Medien sind politisch extrem polarisiert. Dutzenden lokalen Radio- und Fernsehsendern wurden „aus technischen und administrativen Gründen“ die Lizenzen entzogen. Zugleich wird der Auf- und Ausbau eines staatlich kontrollierten Rundfunksystems forciert. Die selektive Anwendung weit auslegbarer Gesetze begünstigt Selbstzensur. Besonders in Zeiten politischer Spannungen sind Journalisten und Blogger Bedrohungen und Hetzkampagnen unterschiedlicher Lager ausgesetzt. Alle Rundfunksender müssen jederzeit kurzfristig und in voller Länge Regierungsverlautbarungen ausstrahlen."

9:53 Helmut S.

"Das ist Doppelmoral vom Feinsten!!!!!!"

Kann ihrem Kommentar nur zustimmen.
Da traut sich ein katalanischer offensichtlich regulär gewählter Ministerpräsident nicht mehr heim (ein EU Land) weil im Verhaftung droht. Und die EU warnt gleichzeitig Venezuela davor den selbsternannten '"Präsidenten" bei seiner Einreise zu verhaften obwohl ihm die Ausreise verboten wurde. Nein dieser selbsternannte Präsidentendarsteller ist ganz sicher nicht die Lösung für Venezuela.

10:41 von DerGolem

"Ausser Ihnen wissen wir alle, dass bei der Hälfte der nicht-anerkennenden Staaten die gleichen oder noch schlimmere Zustände herrschen als in Venezuela. Oder haben Sie erwartet, dass NK, SA und ähnliche Diktaturen demokratische Strukturen fordern? Warum ignorieren Sie das und stellen der TS stattdessen dumme Fragen?"

Das ist pauschalisierendes überhebliches Schwarz-Weiß-Denken.

Eine der Grundlagen für einiges Übel auf dieser Welt.

Wir ernennen uns zu den Guten und das ermächtigt uns (auch gegen faktisch vorhandene Mehrheiten und damit gehen demokratische Grundprinzipien!), über die Bösen zu bestimmen und uns einzumischen, notfalls heiligt der Zweck dann auch mal nicht ganz so saubere Mittel.

So fängt Faschismus an.

Meine Meinung.

Danke.

@ 09:45 von wie-

"Bitte beachten Sie dabei, dass allein massive Korruption und massive Unfähigkeit zur Versorgungskrise in Venezuela geführt haben. Nicht finsteren Absichten ausländischer Mächte ist die Schuld in diesem Fall zuzuweisen, sondern allein dem Regime des Herrn Maduro."

Nun denn: hier 'mal einige Fakten: Die in Humanität und Sorge um das Wohl armer Menschen in Venezuela so verliebten westlichen Demokratien, allen voran die USA, bewirken absichtlich Mangel, Elend, Krankheit und Tod, damit es zu Unruhen oder Revolten im Land kommt. Man boykottiert die Lieferung von Medikamenten und Lebensmitteln, um sagen zu können, Maduro mit seinen sozialen Programmen könne als Sozialist nicht wirtschaften. Man schafft Elend, um "humanitär" eingreifen zu können, da der Staat ja handlungsunfähig sei und eine humanitäre Katastrophe drohe.

Und das Ganze nicht nur dort. Schlimmer geht´s nimmer.

10:58, AK47

>>10:04 von fathaland slim
"Die Sanktionen gibt es erst seit neuestem. Das Land befindet sich aber schon seit vielen Jahren in einem desolaten Zustand. Lange vor Chávez"

Was erzählen Sie da? Sanktionen gibt es schon lange. Sie werden nur immer weiter verschärft.<<

Was für Sanktionen und gegen wen gibt es seit wann?

@ 09:53 von Helmut_S.

"Kann es sein, daß Guaidó sich nur deshalb so aggressiv und provokativ verhält, damit er inhaftiert wird und seinem Auftraggebern USA damit einen Grund zum Eingreifen in Venezuela liefert???"

Sehr gut erkannt. Da es mit der Show um die sogenannten Hilfslieferungen nicht so recht klappte, soll nun der zweite Akt dieser Inszenierung folgen, damit endlich "zurückgeschossen" werden kann, sagen wir um 05:45 Uhr.

@ 10:40 von Lim2010

Weshalb sollten sich "Kräfte von außen" des Öls bemächtigen wollen? Es ist genug auf dem freien Weltmarkt vorhanden - Chavez und Maduro haben schon immer den größten Teil des venezuelanischen Öls an die USA verkauft. Zu Weltmarktpreisen. Erst seitdem Maduro durch sein völlig korruptes Regime das Land zu Grunde gerichtet hat und dadurch den Frieden in der Region massiv stört, kümmert sich die Welt um dieses Regime, nicht wegen irgendwelcher Verstaatlichungen unter Chavez. Es hat in Venezuela schon immer Korruption gegeben, aber noch nie hatte das Volk darunter so zu leiden, wie unter Maduro. Vor Chavez und Maduro war Venezuela immerhin noch so demokratisch, dass ein friedlicher, demokratischer Machtwechsel hin zu Chavez möglich war. Maduro verhindert jetzt aber einen demokratischen Machtwechsel, indem er das Militär kauft und damit letztlich eine Militärdiktatur anführt.

10:59, Daddy

>>Falls Sie es bis jetzt noch nicht mitbekommen haben sollten, Venezuela leidet unter einem massiven Embargo der USA. Sie können ihr Öl nicht frei verkaufen, nur zu amerikanischen Dumpingpreisen an die USA. Andere Abnehmer hätten mit starken Repressionen der Amerikaner zu rechnen. Ergo - keiner will sich die Finger verbrennen.<<

Die USA nehmen Venezuela ein Drittel ihrer Ölproduktion zum Weltmarktpreis ab.

Den Rest kaufen andere Länder.

10:56 von fathaland slim

Aber wo genau sehen Sie jetzt Parallelen zu Venezuela?
Ist Guaido denn Separatist?
.
der eine ist Separatist
der andere Hochverräter
es ist nie gut sich gegen die Mächtigen des Staates zu erheben - außer man gewinnt

Belege bitte

04. März 2019 um 10:59 von Daddy

Sie können Ihre Aussagen zu den Vorgaben der USA, an wen und zu welchem Preis Venezuela Erdöl verkaufen darf, sicherlich duch Aussagen seriöser Belege untermauern, oder?
Aber: Venezuela hat Einnahmen aus Erdölverkäufen. Sicherlich können Sie mitteilen, wie die Regierung des Herrn Maduro diese Einnahmen verwendet bzw. an wen diese Gelder verteilt werden.

Ich haette doch gerne mal...

eine KOMPLETTE Liste der derzeitigen Sanktionen. Vor allem mit Daten. wann genau begannen sie, wer fuehrt sie durch und um was genau geht es da. Ist das eigentlich zu viel verlangt. DANN naemlich wuerde sich ein voellig anderes Bild darstellen. Nur zu TS, wer hindert euch daran das einzustellen. Bitte vor 5 Jahren beginnen!

@ 10:59 von Daddy

"Sie können ihr Öl nicht frei verkaufen, nur zu amerikanischen Dumpingpreisen an die USA. Andere Abnehmer hätten mit starken Repressionen der Amerikaner zu rechnen. Ergo - keiner will sich die Finger verbrennen." Oh, ich sehe schon, wie China mit seinem riesigen Ölbedarf vor den Repressionen der USA zittert, wenn es in Venezuela Öl kauft. Tatsache ist, dass der Ölpreis überall stark gefallen ist und die USA noch in einem gewissen Umfang heute venezuelanisches Öl wegen dessen Qualität brauchen, ansonsten sind die Selbstversorger. Das hat nichts mit einem Embargo zu tun. Sanktionen gibt es nur gegen die venezuelanische Regierung. Es ist diese Regierung die ein Embargo durchführt - sie hindert ihre Bürger gegen vorhandene Devisen das Nötigste selbst im Ausland zu kaufen. Denn Wohlstand soll in Venezuela nur von der Regierung verteilt werden dürfen, an die eigenen Anhänger und das Miltär verstehrt sich.

VORSICHT!!!!

Wenn die USA von "Hilfe", "Demokratie", "Freiheit" und "Menschenrechten" reden, haben sie meistens Destabilisierung, Krieg und Chaos im Gepäck. Lieferungen gegen Regime-Change wie es unsere drohenden, erpressenden und sanktionierenden "Freunde" aktuell mit Hilfe ihres Büttels Guaido anstreben, sind letztlich nichts anderes, als Erpressung mit einem Volk als Geisel.

Die Außenpolitik der USA besteht doch zu 99% aus Inszenierung von Regime-Changes, Drohungen, Erpressungen, Sanktionen und Befehlen an die US-Marionetten der EU.

Für mich ist die Buckelei der EU und besonders des Außenministers der deutschen Regierung , die gehorsam Sanktionen gegen Venezuela verhängt hat, unerträglich und verlogen.

re daddy

" Venezuela leidet unter einem massiven Embargo der USA. Sie können ihr Öl nicht frei verkaufen, nur zu amerikanischen Dumpingpreisen an die USA. Andere Abnehmer hätten mit starken Repressionen der Amerikaner zu rechnen. Ergo - keiner will sich die Finger verbrennen."

Dann belegen Sie doch mal die Behauptung, Venezuela müsste Öl an die USA unter Weltmarktpreis verkaufen. Und warum Kuba, Russland, China, indien etc. amerkanische Repressionen fürchten.

Fakt ist vielmehr: Die sozialistische Diktatur hat die Ölindustrie so auf Verschleiß gefahren, dass die Produktion sinkt. Folglich und zusammen mit dem Ölpreis der Ertrag. Andere Wirtschaftszweige können "dank" Verstaatlichungen und Devisenbewirtschaftung keinen Ausgleich für die Volkswirtschaft erzielen.

Man überlege:

Ich sag zu dir: Du gefaellst mir nicht, ich blockiere deine Einfahrt, hacke dein Konto, stehle dein Gold, sperre deine Kreditkarte, erlaube dir keinen Handel.
Dann sage ich: Deine Familie hungert. Du bist schuld, du kaufst nix. Du unterschlaegst das Geld. Du hilfst nicht! Du musst weg! Ab jetzt ist mein cousin das Familienoberhaupt. Der Onkel hats abgesegnet.
Na klingelts?

Maduro muss aufpassen, dass

Maduro muss aufpassen, dass er nicht wie Gaddafi endet.
MfG

Propagandalügen

04. März 2019 um 11:13 von Pilepale

Sind Ihre VR China und Ihre Russische Föderation etwa Musterknaben und Friedensengel? Auch diese drücken, wenn der Anlass nur gut genug scheint, ihre Interessen "blutrünstig" durch.

Spiel mit hohem Einsatz

04. März 2019 um 11:06 von AK47

Auch Herr Guaidó spielt ein Spiel mit hohem Einsatz, "all in". Auch er ist nicht unfehlbar. Aber das ist ihm bewusst.
Ach ja: die deutsche Regierung ist stehts für Rechtsstaatlichkeit und Achtung des humanitären Völkerrechts. Schon allein aufgrund seiner Verantwotung seiner Geschichte und Totalitarismuserfahrungen gegenüber.

re pilepale

"Ein deutscher Parlamentarier der eine russische Invasion in BRD fordert, würde ebenfalls Probleme mit der Justiz bekommen und vor Gericht gestellt. Wenn der gleiche deutsche Parlamentarier die USA zur Aufstuckung ihrer Besatzungstruppen und Atomrakten auffordert wird er politische Karriere machen. Plus sein privates Portmaine auffüllen."

Beides ist iedologielastiger Blödsinn.

Nur soviel: Für einen deutschen Politiker, der dummes Zeug daherredet, würden die Amerikaner keinen müden Dollar locker machen.

@ 11:06 von AK47

"Guaido ist ein Putschist."

Es ist genau umgekehrt. Mit der Entmachtung des Parlaments führt Maduro das Land direkt in die Diktatur. Maduro hat die Macht an sich gerissen. Es ist auch kein Wunder, dass sich gerade Länder wie China und Russland für diesen Mann begeistern.

@ Daddy um 10:41

>> "Das kann man sehr wohl als Putsch von oben bezeichnen, ähnlich wie in der Türkei."
Und? Wo war der Aufruf der EU und Amerika nach Neuwahlen, Einfrieren von Konten, ja sogar von einer militärischen Intervention war die Rede. Oh, geht ja gar nicht, da sitzt ja schon der passende Mann im Sattel. Danke.<<

Ich verstehe Ihren Post leider nicht, in dem Sie auf meinen reagieren.
Bezieht sich Ihr Post auf die Türkei oder Venezuela?
Und wen bezeichnen Sie als den "passenden Mann"?

04. März 2019 um 10:02 von wie-

Wissenslücke - Geschichte wiederholt sich !
So wurde am 11. April 2002 der Venezuelas Präsident Hugo Chavez mit Unterstützung der CIA von wohlhabenden Oppositionskräften aus dem Amt geputscht. Nur zwei Tage später zogen 1,5 Millionen Menschen vor den Regierungssitz in Caracas, vertrieben die Putschregierung und holten Chavez zurück in sein Amt.
Nicht ein " angebliches sozialistisches System " , sondern die Verstaatlichung der US-Ölkonzerne waren der Grund des CIA-Putsches !

Schlimmer geht's immer

04. März 2019 um 11:24 von Crosterland

Mit Verlaub: Ihr Beitrag zeugt von Engagement und Besorgtheit aber auch von Freiheit von Fakten.

Blockbildung

Ich habe nach einer Übersichtskarte gesucht, die zeigt, welche Staaten Guaido anerkennen. Hier ein Beispiel:
https://pbs.twimg.com/media/Dx9PV9iVsAA2tfU.jpg:large

Von vielen Politologen heißt es, dass wir uns nicht in einem zweiten Kalten Krieg (oder darauf zu) befinden würden. Aber es kann sich doch niemand so eine Karte (bzw. die aktuelle Weltlage im Allgemeinen) ansehen und behaupten, es gäbe keine erneute Blockbildung. Das ist spätestens schon seit Beginn des Syrienkriegs ersichtlich, aber die Venezuela-Krise macht es noch deutlicher.

Interessant finde ich, dass die BRICS- bzw. O5-Staaten nicht geschlossen zusammen stehen. Aber im Falle Brasiliens ist das nachvollziehbar und Indien (das sich ja noch nicht geäußert hat), hat vermutlich gerade andere Prioritäten. (Namentlich den Kaschmir-Konflikt.)

Meiner Meinung nach ist in Venezuela noch nichts entschieden, aber ich glaube, dass der Ausgang hohe Wellen schlagen wird.

re agent apple

"Ich haette doch gerne mal...

eine KOMPLETTE Liste der derzeitigen Sanktionen. Vor allem mit Daten. wann genau begannen sie, wer fuehrt sie durch und um was genau geht es da. Ist das eigentlich zu viel verlangt. DANN naemlich wuerde sich ein voellig anderes Bild darstellen."

Allerdings.

Wenn lebensnotwendige Güter nicht vom Ausland nach Venezuela geliefert werden sind nicht irgendwelche Sanktionen verantwortlich sondern die schlichte Tatsache, dass jeder Lieferant seine Waren gern bezahlt hätte, und daran fehlt es.

An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten!

Immer wieder wird auf die katastrophale Lage in Venezuela verwiesen und als Begründung für einen Sturz von Maduro herangezogen. Aber mit Humanität zu argumentieren ist doch sehr Scheinheilig. Täglich sterben Hunderte Kinder vor Hunger, werden Kinder Opfer von Krieg und Terror, wen juckts? Wird darüber in den Medien berichtet? Eher selten, zu selten. Ein Aufschrei müßte durch unsere "Wertewelt" gehen!

@ fathaland slim

Ich sehe die Parallele darin, dass in beiden Fällen die Regierungen das Handeln als gegen die Verfassung gerichtet sehen.

Sowohl der Staatsstreich Guaidos wie auch die Unabhängigkeitsbestrebungen der katalanischen Politiker werden von der jeweiligen Staatsregierung als Straftat angesehen und verfolgt.

Erkennen Sie nun die Parallelen?

Grüße nach Osnabrück.

„Die Regierung forderte die Bevölkerung auf, am Montag und Dienstag Karneval zu feiern und an die Urlaubsorte am Strand zu fahren. Viele Venezolaner haben jedoch nicht das Geld für Urlaubsreisen.“

Erinnert irgendwie an Marie Antoinette und die Französische Revolution.

Hoffentlich geht das hier ohne Blutvergießen ab.

„Da die Medien in Venezuela zensiert seien, solle die Bevölkerung den Protestaufruf und die Treffpunkte der Regierungsgegner über soziale Netzwerke verbreiten, appellierte Guaidó.“

Nur gut, dass es die heute gibt. Und unter der Bevölkerung genug Leute, die immer Mittel und Wege finden, da die Zensur der „Mächtigen“ zu umgehen.

Sanktionen

gibt es natürlich, auch die Erdölerlöse werden von den USA nicht ausgezahlt, sondern blockiert und wahrscheinlich dann Guaidó ausgezahlt. So soll Venezuela vollends sturmreif geschossen werden, um endlich wieder nach der Pfeife der USA zu tanzen. Sonst gibt es ja auch noch "Militärberater" und andere Hilfen von außen. Wer tatsächlich glaubt, es ginge hier zuerst um Hilfe für die Bevölkerung oder gar Menschenrechte, der hat aus Irak, Libyen, Syrien oder Nicaragua, Chile, Panama nichts gelernt.

re hajuqu

"So wurde am 11. April 2002 der Venezuelas Präsident Hugo Chavez mit Unterstützung der CIA von wohlhabenden Oppositionskräften aus dem Amt geputscht. Nur zwei Tage später zogen 1,5 Millionen Menschen vor den Regierungssitz in Caracas, vertrieben die Putschregierung und holten Chavez zurück in sein Amt.
Nicht ein " angebliches sozialistisches System " , sondern die Verstaatlichung der US-Ölkonzerne waren der Grund des CIA-Putsches !"

Wird das irgendwann auch beim letzten linken Ideologen ankommen, dass die Ölindustrie in Venezuela lange vor Chavez verstaatlicht wurde?

Freie Wahlen Herr Maduro !

Guaidó fordert freie Wahlen. Was ist daran so verwerflich, schlimm und staatsfeindlich ???
Guaidó wurde von den Venezolanern als Parlamentspräsident gewählt. Warum stellt sich Maduro keiner freien Wahl durch die Venezolaner ?
Die ausländische Einmischung muss endlich aufhören. China, Russland und Kuba sollten das Regime nicht weiter so massiv durch Kredite und „Sicherheitsberater“ unterstützen. USA und EU halten zum Glück durch Sanktionen ein bisschen dagegen.

re helmut-s.

"Für mich ist die Buckelei der EU und besonders des Außenministers der deutschen Regierung , die gehorsam Sanktionen gegen Venezuela verhängt hat, unerträglich und verlogen."

Wo findet man Konkretes zu den Sanktionen, die die deutsche Regierung gegen Venezuela verhängt hat?

Sie müssen das doch wissen, sie schreiben ja darüber.

Es fällt leider inzwischen jedem Leser hier auf...

... wie krass sich die Berichterstattung der ÖR im Fall Venezuelas von der Berichterstattung über Katalonien unterscheidet (und dabei gab es in Katalonien immerhin ein Referendum!).

Im Gegensatz dazu hat der liebe Herr Guaido die letzte Wahl sogar boykottiert und sich dann "von US-Gnaden" selbst als Präsident ausgerufen.

Der Unterschied in der Berichterstattung unserer ÖR-Medien läßt sehr tief blicken.

Ganz ganz tief.

@karwandler 12:08

Sie wissen aber schon, dass britische Banken das dort lagernde venezolanische Gold, das für die Bezahlung solcher Lieferungen verwendet werden könnte, nicht herausrücken?! Auf welcher rechtlichen Basis geschieht das? Und wie ist das mit dem Einfrieren venezolanischer Öl-Gelder in den USA?
Man kann natürlich durch langfristige Sanktionen an der Herbeiführung einer humanitären Krise in Venezuela beteiligt sein und sich dann darüber echauffieren, dass sie eintrat! Welche Chancen haben die Venezolaner überhaupt, ihre Probleme von außen ungestört nach ihren eigenen Vorstellungen selber zu lösen?

Am Ende verliert die Macht immer

11:33 von Sisyphos3

"es ist nie gut sich gegen die Mächtigen des Staates zu erheben - außer man gewinnt"

Das weiß man vorher nicht.
Insofern ist es IMMER gut - und unbedingt notwendig -, sich gegen die Mächtigen des Staates zu erheben.

Seien Sie froh, dass es diese Mutigen gibt.

Ich finde auch ...

... dass ein Politiker eines Landes, der mit dem und im Ausland Pläne zum Sturz seines gewählten Präsidenten schmiedet und öffentlich zur Intervention seine Landes aufruft ins Gefängnis wegen Hochverrat gehört.
Nichts anderes als Hochverrat macht dieser Guaido.

@karwandler um 12:08Uhr

Wetten, daß Ihnen keine Liste der Sanktionen vorgelegt wird? Das würde nämlich bedeuten, daß man nicht nur Schlagzeilen liest, sondern auch zumindest amerikanische Presse!

12:00, HaJuQu

>>04. März 2019 um 10:02 von wie-
Wissenslücke - Geschichte wiederholt sich !
So wurde am 11. April 2002 der Venezuelas Präsident Hugo Chavez mit Unterstützung der CIA von wohlhabenden Oppositionskräften aus dem Amt geputscht. Nur zwei Tage später zogen 1,5 Millionen Menschen vor den Regierungssitz in Caracas, vertrieben die Putschregierung und holten Chavez zurück in sein Amt.
Nicht ein " angebliches sozialistisches System " , sondern die Verstaatlichung der US-Ölkonzerne waren der Grund des CIA-Putsches !<<

Welche US-Ölkonzerne wurden denn verstaatlicht?

Was die venezuelanische Ölindustrie angeht, die war schon vor Chávez verstaatlicht.

Die "wohlhabenden Oppositionskräfte" waren die Oligarchen, die Chávez entmachtet hatte.

Diese Entmachtung war der Grund für den Putschversuch.

@ 12:12 von KarlderKühne

Als Demokrat sollte man doch demokratische Werte anstreben. Und offensichtlich sehnt sich die Bevölkerung in Venezuela nach freien demokratischen Wahlen. Ich werde nie begreifen, wie man sich als Demokrat für Machthaber wie Maduro oder Assad erwärmen kann, die das Volk mit höchster Brutalität unterdrücken. Was hat Maduro aus Ihrer Sicht für Venezuela getan? Wo ist der ganze Reichtum der Erdöl-Dollar versickert? Warum darf es für die Venezolaner keine freien Wahlen geben?

@karwandler

Wie denn bezahlen? Mit Koffern und Boten? Meines Wissens is V. von jeglichem internationalem Zahlungsverkehr abgeschnitten(swift), 10mia. in USA eingefrohren und das Gold in GB ebenfalls. Daher BITTE ich ja um Veroffentlichung der Sanktionen.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

@ 12:08 von karwandler

Richtig - der venezuelaische Staat hat keine Devisen, weil alle Devisen sofort in Maduros Korruptionsdschungel versickern. Die 2000 Generale wollen schließlich großzügig entlohnt sein und für deren Lebenswandel werden viele Devisen benötigt. Richtig ist aber auch, dass die einfache Bevölkerung durchaus Devisen hat, nur verbietet Maduro allen, außer seinen Anhängern, davon Gebrauch zu machen und dringend benötigte Güter einschl. Medikamente im Ausland zu kaufen. Es ist allein Maduro, der ein Embargo seiner eigenen Bevölkerung für solche lebensnotwendigen Waren durchführt. Hier führt Maduro zum Erhalt seiner eigenen Macht derzeit einen Wirtschaftskrieg gegen das eigene Volk: Er kann seine "Anhänger" nicht mehr so gut wie früher entlohnen, also muss es dem Rest der Bevölkerung noch schlechter gehen, sonst springen seine "Anhänger" (Mietlinge) ab.

12:12, KarlderKühne

>>Aber mit Humanität zu argumentieren ist doch sehr Scheinheilig. Täglich sterben Hunderte Kinder vor Hunger, werden Kinder Opfer von Krieg und Terror, wen juckts? Wird darüber in den Medien berichtet? Eher selten, zu selten. Ein Aufschrei müßte durch unsere "Wertewelt" gehen!<<

Die Nachrichten sind voller Tod und Elend.

Tagtäglich.

Ich kenne es nicht anders und habe mich trotzdem noch nicht daran gewöhnt.

Ein pausenloser Aufschrei wird nicht mehr gehört, denn er verliert sich im Grundrauschen.

Was die "Wertewelt" angeht, nur wer Werte hat, kann sie auch verraten. Viel bequemer ist es deswegen, sich gar nicht erst auf Werte zu berufen. Dann kann einem auch niemand sagen, man würde sie mit Füßen treten.

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