Kommentare

Um was geht es eigentlich?

95 Prozent der Deutschen würden hier nicht protestieren, weil sie gar nicht wissen, um was es geht und wo hier das Problem sein soll. Und ich muss sagen, dass ich es auch nicht weiß.

In meinen Augen ist das ein

In meinen Augen ist das ein nicht leicht zu lösendes Problem: Urheberschutz, Verdienste von Künstlern einerseits und Zensurverhinderung andererseits sind jeweils hohe Werte und Rechtsgüter, die sich da gegenüber stehen. Auch wenn das hier ungewöhnlich ist: Ich habe noch keine eindeutige Position, welcher Weg sinnvoll und operativ machbar ist. Aber es beschleicht mich der Verdacht, dass viele, die die Freiheit des Internet propagieren, doch auch die Freiheit meinen, für Kunst (im weitesten Sinne) nichts zahlen zu wollen bzw. zu müssen.

freies Internet - ja ...

freies Internet - ja ... jeder soll seine Meinung sagen können oder Ungerechtigkeiten anprangern.

Allerdings bedeutet Freiheit nicht auch Freibeuterisch.

Meine Bilder, egal in welcher Situation, meine Werke Gesänge
sollen nicht ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden. Die sind dann geklaut und das hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun.

Darum geht es, um die Rechte der Menschen.

Die Sache mit den Upload- Filtern ist nur eine Krücke. Wenn FB, Instagram und Co. da fehlerhafte Software einsetzen, dann müssen diesen Plattformen halt Ihren Laden dicht machen -

Oder, wie hier bei der TS, menschliche Moderatoren dran setzen, die klug sind und die Beiträge manuell überprüfen.

Filtern schadet vielleicht nicht

Er sieht nach Meinung der Kritiker zumindest indirekt den Einsatz von Upload-Filtern vor, [...] Internet-Nutzer fürchten Zensur und Überregulierung, wenn jeder Post geprüft wird.

Ich habe das Gefühl, dann wird auch viel Mist einfach mal nicht hochgeladen. Hat doch auch sein gutes.

Ein absurdes Geschenk an

Ein absurdes Geschenk an Verlage. Es braucht ein vernünftiges Zitatrecht. Ich kann das gar nicht verstehen, was man da gemacht hat. Es war eigentlich nichts wirklich falsch, wie es heute bereits läuft. Superstars (Künstler), die äussern sich dann natürlich positiv, weil sie noch mehr Geld verdienen können. Der kleine Künstler (wie ich) will doch gar nicht sich an die Verlage ausliefern!

Es braucht für das Internet längst ein venünftiges Zitarecht.

@ dumm aber deutsch 08.35h - ein Beispiel

Einfaches Beispiel:
Jemand stellt den gesamten Text eines Buches ins Internet. Dabei ändert er den Text ein wenig in seinem Sinne. Ausserdem verkauft er den Text zum halben Preis - hält sich also nicht an die Buchpreisbindung.

Somit hat er gleich mehrfach gegen das Urheberrecht verstossen.

Urheberrecht für Künstler

Für Künstler die selber etwas schaffen, Ideen haben, sich einbringen, innovatives in den Köpfen entstehen lassen und dann umsetzen ist die Änderung absolut gut und notwendig. Der Lohn ist nämlich in diesem Bereich nicht angemessen an der Arbeit. Ich bin selbst Dozent und Fotograf, lade aber meine Inhalte nur auf die eigene Site und ergänzend einen kleinen Teil davon auf ganz ausgewähltes hoch. Da habe ich Urheberrechte und brauche nichts von niemand zu befürchten. Dinge von anderen die eingesetzt werden sind lizensiert.

Was allerdings die Masse stört ist, dass die Dinge dann einfach kopiert werden ... und woanders gezeigt werden, man schmückt sich mit anders Federn... und, einfach mal drüber nachdenken: Bekommt man beim Bäcker Brötchen auf TFP?

Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille, viele demonstrieren des demonstrierens Willen, erzeugen aber gar nichts kreatives..

Schönes Wochenende

Künstler bezahlen

" Sonst könne es sein, dass viele Künstler aufgeben und kulturelle Inhalte verschwinden. Und das sei schließlich auch eine Form von Zensur."

Das ist keine Zensur. Das ist Marktwirtschaft. Der Marktwert von Musik ist rapide gefallen, zugegeben. Aber das liegt vor allem daran, das jeder Teenager Popstar werden will. Und das jeder (mehr oder weniger) fähig ist Musik zu produzieren. Wenn für das Ergebnis keiner Zahlen will, dann ist das eben so.

Und nebenbei scheint es noch den ein oder anderen Menschen zu geben, der recht gut von der Musik lebt.

um 08:35 von dumm aber deutsch

Mit dem Wissen ist es so ein Ding, dass von selbst nicht kommt. Aber das Internet ist "noch" voll Informationen und es ist machbar sich auch zu diesem Thema zu informieren.
Kurz zusammengefasst, geht es darum ob die EU Zensurfilter einführen und legalisieren wird oder nicht.
In China Alltag und wenn die chinesische Regierung gefragt wird, geht es natürlich nicht um politische Zensur, so wie die EU-Vertreter auch betonen, sondern immer um Schutz vor irgendwas. In der EU geht es um den Schutz von Springer und AFP, welche die umstrittenen Artikel 11 & 13 quasi hausintern verfasst haben und leider, da haben Sie Recht, gehören die Politiker zu den 95% der Deutschen, die nichts wissen und vor allem nichts wissen möchten, dafür aber befugt sind Entscheidungen abzunicken.

um 09:01 von DerGolem

Darum geht es doch gar nicht.
Das ist heute schon strafbar. Es geht um die Filterung beim Upload. Eine heimliche Zensur ohne jede Kontrollmöglichkeit soll es werden.

Ihr macht euch das zu einfach

Uploadfilter sind wirklich nicht so einfach wie ihr euch das vorstellt. Youtube hat Abermillionen in ihre investiert und die funktionieren mehr schlecht als recht. Man kann diese Filter auch sehr leicht durch Bildmanipulationen täuschen. Erschwert wird auch, dass das Hochladen von Teilen eines Werks völlig legal ist, auch wenn es euch nicht gefallen mag. Außerdem ist es im Interesse eines Kulturschaffenden, weil es Werbung ist.
Facebook versucht ähnliches aber mit Personal, das wiederum hin und wieder aus politischen Gründen Beiträge löscht.
Und wenn der Herr seinen Content von Youtube löschen lassen will, kann er das auch bereits.

Zu den 1,50€ für 100.000 Aufrufe muss ich sagen, dass Youtube schon immer riesige Probleme hatte sich selbst zu finanzieren, weil sie enorme Mengen anDaten insInternet hochladen müssen und das auch nicht umsonst funktioniert. Dafür bekommt man eine enormeReichweite

Offizielle Informationen der Protestierenden findet ihr hier: https://savetheinternet.info/

@08:35 von dumm aber deutsch

Den Hauptpunkt kurz zusammengefasst: Wenn ein Nutzer Inhalte hochlädt, an denen er keine Rechte hat, haftet nach der Reform nicht mehr der Nutzer, sondern der Betreiber der Webseite. Kritik kommt aus zwei Blickwinkeln:

1. Reine Nutzer befürchten, dass z.B. Youtube seine (schon vorhandenen) Filter wesentlich strenger einstellen wird, um nicht Gefahr zu laufen, hohe Strafen zahlen zu müssen. Dadurch würden noch mehr als bisher eigentlich zulässige Inhalte blockiert, weil die Filter nicht besonders genau arbeiten. Das ist der Stand der Technik selbst auf Youtube, wo Google viele Millionen investiert hat.

2. Auch kleine Webseiten sind betroffen, z.B. Diskussionsforen, wo nur vorgesehen war, dass man Texte hochlädt, die man selbst (für dieses Forum) geschrieben hat. Als Beitreiber eines Forum (als Hobby) müsste ich nach der Reform eigentlich auch einen Filter einbauen, der Urheberrechtsverletzungen irgendwie erkennt, ohne dass ich da Millionen investieren kann. Geht halt nicht.

Es geht einfach nur ums Geld...

So wurde es doch erst kürzlich in einem TS-Beitrag erklärt, das ein Künstler für 100,000 Klicks bei YouTube gerade mal 1€ für seinen Lied-Text erhält und mit den selben Lied-Text durch andere Lied-Sänger und Plattformen leer ausgeht...
Bei Bilder wird es noch schwieriger und es gibt Probleme eine vernünftige technische Zensur einzufügen.

Meines Erachtens ist es eher ein krampfhafter Versuch eine gewinnbringende Zensur einzuführen...

Diese ganze Urheberrechte gehen mir zu weit und sollte eigentlich kostenfrei bleiben. es reicht doch schon wen durch Werbung Einnahmen regeneriert wird, aber da sind auch die Übergänge wieder Fliegend...

Alles nicht ganz einfach...

Kleines Beispiel

Ich mache im Urlaub ein Foto und würde das Foto z.B. gerne bei einen Messenger verschicken, der Filter kann aber aufgrund des vielfach schon fotografierten Motivs gar nicht unterscheiden ob das Foto Urheberrechtlich geschützt ist oder nicht.
So wird mein eigenes Bild dann geblockt.

Zensur?

Ich glaube nicht, dass im Internet in größerem Maß Zensur stattfinden kann. Dazu sind die Kanäle einfach zu vielfältig.

Und was den Verdienst von Künstlern anbelangt: entschuldigung, aber wenn ich als Konsument die Möglichkeit habe, Geld zu sparen, dann tu ich das eben. Wenn Künstler mehr Geld wollen, dann müssen sie sich halt anstrengen, qualitativ hochwertige Kunst zu liefern, für die Konsumenten bereit sind, etwas auszugeben. Es ist nun mal nicht mehr wie vor 40 Jahren, als alle gezwungen waren, für jeden One Hit Wonder eine schweineteure LP zu kaufen.

Was ist überhaupt Kunst ?

Eine verdreckte Badewanne ?

Es ist nur eine Kunst , mächtig für diesen
Nonsens auch noch kräftig abzukassieren.

Das sich z.B vieles wiederholt sieht man
beim Grand-Prix de la Eurovision , wo reihenweise Lieder nicht genommen werden können.
Oder eine Pixel Folge reicht und ein selbst gemachtes Bild wird schon gesperrt.

Künstler werden nicht besser geschützt

In der Debatte wird manchmal suggeriert, dass Künstler mit Artikel 13 endlich besser geschützt werden und dass man bisher ganz legal ihre Werke kostenlos verteilen dürfte. Das ist mitnichten der Fall. Das ist heute schon illegal, und es haftet derjenige, der das Urheberrecht verletzt, indem er Dinge hochlädt, an denen er keine Rechte hat.

Die Änderung ist, dass derjenige, der das Recht eigentlich verletzt, nicht mehr haftbar ist, und dafür der Betreiber der Webseite haftbar gemacht wird. Das ist also eher eine Ermunterung, unberechtigt Werke zu verbreiten, als ein Weg, es zu verhindern.

Und die Betreiber von Webseiten stehen da und wissen nicht, wie sie es unterbinden sollen, dass ihre Benutzer auf ihrer Seite Dinge hochladen, die sie überhaupt nie hochladen sollten und mit denen sie in der Regel auch gegen die Nutzungsbestimmungen verstoßen. Die einzige Alternative wäre es, zu statischen Webseiten wie 1995 zurückzukehren und jede Interaktion mit dem Benutzer abzuschaffen.

Am 23. März 2019 um 09:09 von Warmduscher

Dieses ewige Schlagwort von der Marktwirtschaft ist schon ein bißchen nervig. Es hat doch noch nie irgendwo Marktwirtschaft gegeben (im ideologisch propagierten Sinne von Chancengleichheit). Ein Markt hat immer Geschichte. Mit dieser Reform jetzt soll eben der Status zementiert werden. Die Gutverdiener unter den Künstlern wollen/sollen mehr bekommen und werden das wohl auch bekommen. Die Newcomer wollen gar kein Geld, sondern Aufmerksamkeit - die sie dann wohl nicht mehr so leicht bekommen, da der "Goldene Markt" sie ja, wie Sie ganz richtig beschreiben, als zarte Pflänzchen schon aussortiert. Die eigentliche Stoßrichtung solcher Gesetze, in diesem Fall die Plattformen, im Fall seinerzeit der höheren Mehrwertsteuer für Galeristen eben der Kunsthandel, oder nehmen Sie die Neuregelung der Provisionen im Immobilienmarkt, diese Stoßrichtung kehrt sich jedesmal bumerang-artig gegen die zu Schützenden.

Einerseits... andererseits...

Einerseits kann ich verstehen, dass freischaffende Künstler an Ihren Werken verdienen wollen und auch müssen. Andererseits ist es eine Marktwirtschaft. D.h. der Markt bestimmt den Preis. Und wenn die Konsumenten nunmal nicht mehr für die Kunstwerke bezahlen wollen...

Was wiederum zeigt: eine liberale Marktwirtschaft ist außerordentlich dysfunktional.

Anrecht auf Upload?

Haben Youtuber ein Anrecht auf Upload ihrer Sachen? Wenn die Webseite das verweigert wegen (echter oder vermeintlicher) Urheberrechtsverletzung, dann hat man eben Pech. Wenn es nix kostet, kann man auch nix verlangen.

Tobias Reitz schreibt nicht

Tobias Reitz schreibt nicht nur Texte. Er ist Vorstandsmitglied des Deutschen Textdichterverbands und Mitglied der Akademie Deutscher Musikautoren welche sich zum Teil selbst als Interessenverbände sehen, die Urheberrechte der Branche versuchen zu stärken.
Finde ich irgendwie wichtig um Herrn Reitz Worte einzuordnen.

@09:01 von DerGolem

"Einfaches Beispiel:
Jemand stellt den gesamten Text eines Buches ins Internet. [...]
Somit hat er gleich mehrfach gegen das Urheberrecht verstossen."

Gutes Beispiel, und nun schauen wir auch noch kurz auf die Folgen: Bisher hat sich dieser Jemand damit selbst strafbar gemacht und kann sich auf eine potenziell hohe Strafe gefasst machen. Soweit so sinnvoll.

In Zukunft stellt dieser Jemand den Text nicht auf seine eigene Webseite, sondern postet ihn in meinem Diskussionsforum, Gästebuch, Kommentarabschnitt meines Blogs oder was Webseiten eben so anbieten an Kommunikationsmöglichkeiten.

Warum in aller Welt soll dann ich, der dieses raubkopierte Buch überhaupt nicht dort haben will und vermutlich sogar darauf hingewiesen habe, dass Urheberrechtsverletzungen nicht gestattet sind, dafür haften, und der ursprüngliche Jemand soll legal gehandelt haben? Das wäre der Zustand nach dieser unsinnigen Reform.

Das Internet findet einen Weg

Ich verstehe den Hype darum nicht so ganz. Es ist auch jetzt schon verboten, fremden Content ohne Erlaubnis zu verwenden. Wenn ich als Autor merke, dass ein Uploadfilter einer Plattform mein Werk fälschlicherweise ablehnt, dann lade ich es auf meiner eigenen Website hoch und fertig ist der Lack. Die Links dahin kann man immer noch wie gehabt teilen in den Social Networks.

um 08:38 von kurtimwald

"Meine Bilder, egal in welcher Situation, meine Werke Gesänge
sollen nicht ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden."

Ihre Bilder dürfen nach der heutigen Gesetzeslage auch jetzt schon nicht ohne Ihre Zustimmung veröffentlicht werden.
Verglichen mit dem Zensurfilter wäre es etwa so als wenn der Staat gegen die Telefonabzocke vorgehen würde, indem er die Telekom dafür haftbar macht. Das heißt die Telekom müsste jedes Gespräch live mithören und im Verdachtsfall die Verbindung unterbrechen. Oder die Post würde verpflichtet werden Briefe auf ihren Inhalt zu prüfen und bei unangemessem Inhalt den Brief kommentarlos in die Mülltonne zu werfen.

Möglicherweise sind die, ...

... die da jetzt um die Freiheit des Netzes fürchten, genau die, die illegal runtergeladen und dieses Unrecht erst geschaffen haben? Ich bin sehr dafür, dass das Netz auf Urheberrechtsverstöße kontrolliert wird!

@ Warmduscher

"Und nebenbei scheint es noch den ein oder anderen Menschen zu geben, der recht gut von der Musik lebt."

Viele Musiker ja, aber hier im Beitrag meldet sich ein Texter. Die verdienen tatsächlich nicht so wahnsinnig viel. Zugegeben, ich vertrete auch die Ansicht, dass es Jammern auf hohem Niveau ist. Der Texter soll dann halt mit Helene Fischer & Co. bessere Konditionen für die Überlassung der Texte aushandeln, statt die Konsumenten zusätzlich zur Kasse zu bitten. Aber da steht man dann als Texter meist alleine einem ganzen Musikkonzern gegenüber, der die Preise diktiert. Keine Chance. Also geht man den Weg des geringsten Widerstandes (also über die Konsumenten), um sein täglich Brot verdienen zu können.

"Was nicht den Richtlinien

entspricht"
So Ist es auch in jeder Diktatur, Zensur dessen was nicht den Richtlinien entspricht.

... Upload- Filtern ist nur

... Upload- Filtern ist nur eine Krücke. ... dann müssen diesen Plattformen halt Ihren Laden dicht machen

Das ist absolut absurd und zeigt, dass Politiker keine Ahnung haben! Was kommt als nächstes? Sollen Papierhersteller dann präventiv verhindern, dass urheberrechtlich geschütze Bilder kopiert werden können, oder das Falschgeld darauf gedruckt werden kann, sollen Fernseh- oder PC-Hersteller präventiv verhindern, dass darauf illegal gestreamt werden kann? Bei welcher Stufe der Absurdität ist bei Ihnen die Grenze erreicht?

... menschliche Moderatoren dran setzen, die klug sind und ... manuell überprüfen.

Projizieren Sie das mal ins reale Leben, denn auch dort können Ihre "Werke" urheberrechtlich "missbraucht" werden! Schickt dann der Paperhersteller mit jedem Blatt einen Mitarbeiter zur Kontrolle, sitzt bei Ihnen zu Hause ein Vertreter des Elektronikhersteller und kontrolliert den Gebrauch? Nicht die Medien sind das Problem, sondern der Urherberrechtsverletzer!

@ dumm aber deutsch, um 08:35

Da schießen Sie aber ein Eigentor.
Wenn Sie das Problem nicht erkannt haben, sollten Sie sich einmal durch die Zusatzartikel zu diesem Thema klicken.
Ham Sie nicht gemacht, offensichtlich.

Reform im Sinne der Großen

Für die großen amerikanischen Unternehmen wie Google (Youtube) oder Facebook ist es kein Problem, Uploadfilter einzusetzen - sie haben ja schon massiv in diese Technologien investiert. Ein Problem ist es für die kleineren Seiten, die hier in Deutschland betrieben werden und das schlicht nicht leisten können. Die Vormachtstellung der Großen wird noch zementiert.

Ich will keinen Politiker, der für die Reform stimmt, jemals noch einmal darüber jammern hören, dass die europäische IT der amerikanischen doch so weit hinterher ist. Europäern und Deutschen wird jeder nur denkbare Knüppel zwischen die Beine geworfen, also was soll dabei herauskommen?

@09:07 von Haraldmaus

...

Das mag ja alles richtig sein, nur lässt sich nichts präventiv verhindern und das ist das Absurde an diesem Szenario! Wo soll das hinführen?

Gewinnen wird nur der, der schon viel Geld hat.

Kleine Künstler werden unter den Tisch fallen.

Der Abgleich mit Rechten beim upload ist nur mit Software möglich. Kleine Plattformen können sich die nicht leisten und werden die bei Youtube mieten müssen. Dadurch wird es eine weitere Konzentration der Plattformen geben.

Was die alten Menschen in Brüssel auch nicht verstehen: es gibt noch gar keine Software, die die benötigten Leistungen bringt (und wird es vielleicht auch nie geben). Das funktioniert zur Zeit nur bei Musik ganz gut.
Aber was ist mit Text, gesprochenem Wort, Film, gemalten Bildern etc.? Oder Zitaten, Parodien und Rezessionen? Da hat das noch nie funktioniert.
Wenn ein Video tagelang (oder vielleicht wochenlang?) gesperrt ist bis alle Unsicherheiten bei den Lizenzen von Menschen nachgeprüft wurden, ist es vielleicht nicht mehr tagesaktuell und wertlos.
Grosse Agenturen können sich das leisten, selbständige Journalisten und Youtuber nicht.

kein Verständnis für den Aufruhr

Schaut man You Tube an, dann besteht das meiste aus geklauten Filmausschnitten, die dazu noch einer geklauten Musik zugeordnet sind. Versehen mit Werbung ist das ein einträgliches Geschäft sowohl für Google wie auch für die Kreativdiebe.
Nein, wer wirklich kreativ ist, schafft etwas neues. Das ist zugegeben sehr schwer, lässt die Masse an Unkreativen wieder auf ein erträgliches Budget schrumpfen.
Sicherlich ist ein Upload Filter noch fehlerhaft, aber Verlage und Künstler müssen eine Schanze haben, ihr Eigentum zu schützen. Das hat nichts mit Diktatur, sondern mit dem Wunsch nach einen Einkommen zu tun. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man das Recht auf viel Geld den Verlagen nicht zugesteht, wohl aber den Giganten Google und Facebook und auch Wikipedia, die in meinen Augen nicht ausgenommen werden dürfen, weil deren Machen mehr als genug Geld verdienen.

Zahlen statt Sperren?

Man könnte es ja wie bei der GEMA, VGWort oder bei Leermedien (CDs, Kassetten, Speicher etc.) versuchen:
Einen Anteil des Verkaufserlöses in einem Topf sammeln und an die Künstler auszahlen. Da würde viele freien Journalisten besser wegkommen als bei ihren Kunden, den Onlinemagazinen.

Private Webseiten

Als Schüler haben wir noch selbst Webseiten gebastelt und dadurch zum Teil auch Erfahrung gesammelt, die für uns heute IT-Berufen direkt relevant ist. Es wäre sehr sinnvoll, wenn Schüler das auch heute noch tun würden, denn gerade in diesem Bereich werden ja viele Arbeitskräfte benötigt, die es auch wirklich können.

Nur, das kann man heute keinem Schüler mehr raten - rechtlich zu riskant. Impressumspflicht, Datenschutzerklärung und jetzt auch noch Haftung für Urheberrechtsverstöße von Besuchern der Webseite. Wer soll das alles noch ohne Jurastudium korrekt hinbekommen?

Es gibt zwar wieder mal eine Ausnahme für "non-profit", die uns beruhigen soll, aber schon früher haben Gerichte geurteilt, dass eine Webseite gewerblich ist, wenn sie z.B. ein Werbebanner zur Bezahlung der Betriebskosten enthält oder sogar schon nur wenn sie bei einer zukünftigen Bewerbung als Referenz genutzt werden könnte.

Eine solche Ausnahme ist also im Zweifelsfall das Papier nicht wert, auf dem sie steht.

Ich bin für ein freies Internet ohne Zensur

Die Meinungsfreiheit muss unbedingt erhalten bleiben.

Wie Filter funtionieren

Hat man im Dezember schon auf Tumblr gesehen, wo Filter eingeführt wurden um Pornos von der Seite fernzuhalten. Problem nur: der Filter hat auf Farbtöne reagiert. Das heißt schwarzweiß Bilder blieben drin, während Hunde, Katzen, Teddys und Arme rausgefiltert und gesperrt wurden. Kanns kaum erwarten dass das auf jeder Plattform so ist...
Wenn Filter kommen werden die Monate brauchen um überhaupt genug zu lernen um halbwegs anständig zu funtionieren.

Versuch einer Erklärung

Bislang funktioniert das System (rechtlich) i.W. so: zunächst lädt ein Nutzer eine Datei, z.B. ein Video, auf einer Plattform (z.B. YouTube) hoch. Der Urheberrechtsinhaber kann dann das Video, falls urheberrechtsverletzend, der Plattform melden, die es dann entfernt. Allerdings wird damit nicht ein neuer Upload mit einem ähnlichem Inhalt von einem anderen Nutzer verhindert.

Art 13 will daher, dass Plattformen Filter einsetzen, um einen Wieder-Upload zu verhindern. Problem: diese Filter sind unzuverlässig und extrem teuer (Millionen, vielleicht Milliarden €). Um nicht rechtlich belangt werden zu können, machen Plattformen ihre Filter lieber überempfindlich, in der Hoffnung, alles problematische Material abzufangen. Sie erfassen dann aber auch gewaltige Mengen legalen Materials (bessere Filter sind technisch kaum machbar). Kleinere/Neuere Betreiber können sich zudem solche Filter nicht leisten.

Diese Überfilterung würde vsl. große Teile der Internetkultur zerstören. Daher die Kritik.

Beispiel aus eigenem Erleben:

Auf meiner HP befindet sich u. a. ein von mir erstelltes Foto meiner jüngsten Hündin. Das Bild lässt sich nicht einfach per copy&paste irgendwo anders verwenden, weil es kopiergeschützt ist.
Trotzdem wurde das Foto geklaut und mehrmals in einer Verkaufs-bzw. Suchanzeige bei Ebay Kleinanzeigen benutzt. Mich ärgerte das auch deshalb, weil ich in einem angesehenen Verein züchte und aus gutem Grund niemals einen Hund auf einer Plattform handeln würde.
Auch so etwas fällt Verletzung des Urheberrechts.

@Urheberrecht für Künstler 8:07 von Haraldmaus

Hat niemand was dagegen.

Aber ob gerade 'Massenkünstler' wie Thomas Anders
oder Helene Fischer diejenigen sind,
die per Gesetz noch zusätzlich unterstützt werden müssen,
bezweifle ich doch stark.

Leiden unter den Filtern wird die freie Rede, der 'kleine bis mittlere' Künstler.
Heute schon bekommt man viele wissenschaftliche freie Information in den USA nicht mehr - alles hinter der Paywall
und die haben noch nicht mal diesen §§
Viele Bibliotheken hierzulande fürchten das Schlimmste.

Profitieren werden die Dinos und schon 'Klotzigverdiener'.
Alles wie gehabt.

Charly M. würde sagen: Endstadium

Am 23. März 2019 um 08:35 von dumm aber deutsch

"95 Prozent der Deutschen würden hier nicht protestieren, weil sie gar nicht wissen, um was es geht und wo hier das Problem sein soll. Und ich muss sagen, dass ich es auch nicht weiß."

Sie haben Recht.

Es geht hier darum, große Plattformen zur Globallizenzierung zu zwingen.

Und um Google dazu zu bewegen, Pauschalverträge mit Content-Konzernen abzuschließen.

Alles andere ist Ablenkungsgetöse.

Die Künstler haben davon gar nichts.

Ich begrueße diese Demos heute

Zuerst mal begrueße ich diese Demos die heute stattfinden:

https://www.tagesschau.de/ausland/proteste-eu-urheberrechtssreform-101.html

In vielen Städten Europas soll es heute Proteste gegen die EU-Urheberrechtsreform geben. Die Demonstranten befürchten, dass die Freiheit im Netz eingeschränkt wird. Doch es gibt auch andere Meinungen.

zumal sich bereits eine breite Mehrheit gegen dieses neue EU-Urheberrecht stellt (darunter auch n-tv.de) weil dieses neue Urheberrecht und ganz besonders diese Upload-Filter allen schaden. Auch den ÖR-Sendern schadet sowas, weil die sich sowas ebenfalls nicht leisten können genauso wie viele Millionen kleine Blogger. Diese Upload-Filter fuehren zu totaler Netzzensur weil dann keiner mehr was hochläd aus Angst davor, dass alles geblockt wird.

Zusätzlich funktioniert dieses neue Urheberrecht in der Praxis nicht. Denn die Fragen sind:
1. wer soll mti wem ueber Lizenzen verhandeln??
2. wie funktioniert eine solche Lizenzierung

Diese Filter fuehren zur totalen Netzzensur

Weiterhin ist die Frage,

3. was kostet eine solche Lizenzierung

Zusätzlich ist dieses neue Urheberrecht eine Kriegserklärung an alle Internet-User weil deren Inhalte aus dem Netz verbannt werden sollen damit sich diese Content-Industrie und diese Abmahnindustrie schamlos breit machen können. Weiterhin fuehrt das dazu, dass dieser Abmahnindustrie Tor und Tuer geöffnet wird und wir User damit wieder abgezogen werden.

Dass fuehrt dann zur totalen Netzzensur und dass ist kein freies offenes Netz mehr fuer alle.

Dass wiederum fuehrt dann unweigerlich dazu, dass die ganzen kleinen Blogs, youtube und andere solche Plattformen dichtmachen und die User sich endgueltig vom Netz verabschieden.

Weiterhin hat der EUGH bereits das deutsche Leistungsschutzrecht per Urteil fuer ungueltig und illegal erklärt! Dieses deutsche Leistungsschutzrecht darf laut EUGH gar nicht angewendet werden!!

Es ist ja nicht nur Artikel 13...

... sondern auch Art. 11 und 12, die dieses Gesetz vermurksen.
Art. 11 sorgt dafür, dass die News-Suche von Google demnächst nicht mehr funktionieren dürfte, weil die Vorschaubilder und Anlauttext nicht mehr verwendet werden dürfen. Da würde dann nur noch der nackte, unbedeutende Link stehen.
Art. 12 sorgt letztlich dafür, dass die großen Labels noch mher Geld in die Tasche bekommen und dass kleine Urheber noch weniger von ihren Werken haben, weil viele Verwertungsgesellschaften nur Profis aufnehmen. Da kriegt der Hobbyfotograf ein Problem, wenn jemand seine Bilder verwendet.
Ja, und Art. 13... Im Grunde braucht man keinen Uploadfilter, wenn man mit sämtlichen Urhebern, vom großen Label bis zur Privatperson, Lizenzverträge macht. Aber weder wird man Verträge mit wirklich jedem machen können, noch werden die großen Rechteinhaber jeder kleinen Seite eine Lizenz anbieten. Das heißt dann, wenn sie älter als 3 Jahre sind: entweder schließen oder Lizenz für Upload-Filter bei Google kaufen.

konkretes beispiel

ich schaue oft internationale wettkämpfe im eiskunstlauf im nachhinein auf youtube an. dort findet man nach wettkämpfen oft die einzelnen läufe oder einen gesamten wettkampf. diese läufe finden jeweils zu mehr oder weniger bekannter musik statt.

dabei kommt es immer mal wieder vor, dass bei einem einzelnen lauf die gesamte tonspur gelöscht wurde, weil irgendeine abmahnkanzlei den hochlader wegen der bei dem lauf zu hörenden musik (in hallenqualität zu den sonstigen geräuschen) urheberrechtsverletzung vorwirft.

das ist natürlich blödsinn, die musik in mäßiger qualität gehört zu der vorführung dazu, sich einen lauf ohne tonspur anzuschauen ist nix. bei installierten uploadfiltern würde vermutlich kein eiskunstlauf auf youtube mehr zu sehen sein, wenn die musik halbwegs bekannt ist.

generell verstehe ich schon, dass diese "ich will qualität hören aber nix dafür zahlen" mentalität ein problem darstellt, aber uploadfilter würden wie in genanntem beispiel eben zu viel filtern.

Diese Staatshaftung ist ja wohl der Ueberhammer

Was ich dann von den Verlagen und vom Bundestag auch den Ueberhammer finde, ist dass hier:

https://tinyurl.com/y7hg8gut
golem.de: Deutsches Leistungsschutzrecht soll unzulässig sein (13. Dezember 2018, 11:40 Uhr)

Ein Gutachten des Bundestages (PDF) schließt allerdings eine Staatshaftung für den Fall nicht aus, dass "sich Investitionen durch den Verstoß gegen die Notifizierungspflicht als Fehlinvestition erweisen".

Denn ich frage mal ganz deutlich zurueck, woher wir Buerger hätten wissen sollen, das sowas notifizierungspflichtig ist?? Darueber hat uns niemand aufgeklärt! Und deswegen sage ich dazu:

Staatshaftung = AUSGESCHLOSSEN!

Denn dadurch dass wir Buerger darueber nicht aufgeklärt wurden, haften wir nicht dafuer. Dafuer haften die Bundesregierung und die EU-Kommissionsparteien (darunter die werte EVP).

Auch in der Marktwirtschaft sind Dinge geregelt. Wenn etwas kostenlos angeboten wird, ist das sicherlich verlockend und wenn das schon übliche Praxis ist, fällt es natürlich schwer, darauf zu verzichten.

Wenn man das aber nur unter marktwirtschaftlichen Aspekten sieht, sollte man bedenken, wohin das marktwirtschaftlich führt: ein Produkt, wofür keiner bereit ist, zu bezahlen, wird vom Hersteller eingestellt. Das ist es, was man dann riskiert.

Warum können die Plattformen nicht z.B. Möglichkeiten einrichten, sich bei ungerechtfertigter Sperre durch Upload-Filter zu beschweren und diese Fälle dann durch Menschen prüfen? Wenn man dafür mehr Personal braucht, dann ist das eben so und man muss da ansetzen. Können sich die Plattformen nicht leisten? Hm. Aber die Künstler sollen es sich leisten können, ohne oder für zu wenig Geld zu arbeiten...

Bald ist Ruh' im Internet

Der Uploadfilter bzw. seine Datenbank ist bald das zentrale Mittel der neuen Ordnung.

Ein unliebsames Video von Soldaten, die Zivilisten erschießen, peinliche Bilder von Präsidenten oder Politikern, weinende Kinder vor zerbombten Häusern oder eine aufgebrachte Menge, die nach Freiheit oder regime change ruft: auch das kann mit Uploadfiltern gezielt zugelassen oder verboten werden.

Natürlich redet man im Moment viel von illegalen Kopien, von Urheberrecht und dem legitimen Interesse von Rechteinhabern, aber das scheint mir nur vorgeschoben.
Konzerne werden unter Androhung von Strafen gezwungen, technische Vorkehrungen zu treffen, die sich später ganz vorzüglich auch zur Zensur eignen.

Wäre der arabische Frühling möglich gewesen ohne das Teilen von Bildern und Videodaten in sozialen Medien?
Oder zukünftige soziale Proteste oder allzu politische Demos?

Bald könnte das nicht mehr so einfach sein, je nachdem, wer die Kontrolle über die Uploadfilter-Datenbank hat.

08:38 von kurtimwald

Die wenigsten, die gegen Artikel 11-13 (jetzt 15-17) auf die Straße gehen, sind gegen eine Urheberrechtsreform allgemein. Natürlich gibt es da leider auch Ausnahmen, aber viele, mit denen ich in Köln auf einer Demo gesprochen habe, sehen auch die Notwendigkeit einer Reform. Nur ist die Umsetzung dieser mMn leider ziemlich in die Hose gegangen, aus den im Artikel genannten Gründen.
Zu den Filtern: Das Problem ist, dass YT, FB und co wahrscheinlich die einzigen sein werden, die es sich finanziell überhaupt leisten können, einen solch groß angelegten Filter zu entwickeln. Das Content-ID System von YT soll meines Wissens nach ca 150 Mio. Dollar gekostet haben, und funktioniert trotzdem nicht perfekt. Wie soll zB ein Filter erkennen, wenn zwei Personen zur ungefähr selben Tageszeit und ungefähr aus dem selben Winkel ein Bild vom Eiffelturm machen, dass beides Originale sind? Manuelle Überprüfung wird zb schwierig, wenn man bedenkt das auf yt pro Minute 400h an Videomaterial hochgeladen wird

@kurtimwald (08:38)

freies Internet - ja ... jeder soll seine Meinung sagen können oder Ungerechtigkeiten anprangern.
Allerdings bedeutet Freiheit nicht auch Freibeuterisch.
Meine Bilder, egal in welcher Situation, meine Werke Gesänge
sollen nicht ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden. Die sind dann geklaut und das hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun.
Darum geht es, um die Rechte der Menschen.

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Richtig, und Art. 13 sorgt dafür, dass Ihre Werke, Ihre Bilder, Gesänge und Kommentare künftig gar nicht mehr hochgeladen werden können. Woher soll die Plattform, auf die Sie hochladen, wissen, dass die Fotos wirklich von Ihnen und nicht von einem anderen sind? Durch einen Uploadfilter. Und wie funktioniert der Uploadfilter? Durch Vergleich mit einer Blaupause. Sie müssten also jeder Plattform dieser Welt jedes Ihrer Fotos zur Verfügung stellen, damit deren Uploadfilter weiß, dass die geblockt werden sollen. Und nicht nur Sie, sondern alle Manschen auf der Welt, die Fotos machen.

@kurtimwald (08:38)

Die Sache mit den Upload- Filtern ist nur eine Krücke. Wenn FB, Instagram und Co. da fehlerhafte Software einsetzen, dann müssen diesen Plattformen halt Ihren Laden dicht machen -
Oder, wie hier bei der TS, menschliche Moderatoren dran setzen, die klug sind und die Beiträge manuell überprüfen.

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Das betrifft aber nicht nur Facebook, Instagramm und Youtube, sondern jede Plattform, auf die urheberrechtlich geschütztes Material hochgeladen wird, also auch jedes kleine, privat und kostendeckend betriebene Internetforum. Wie soll der Plattformbetreiber sicherstallen, dass der dort gepostete Text tatsächlich vom Poster stammt und keine URV darstellt? Durch Uploadfilter, deren Lizenzen dann mehrere tausend Euro im Monat kosten dürften.
Außerdem ist das Internet auch heute schon kein rechtsfreier Raum: wenn jemand ihre Werke hochlädt, können Sie vom Plattformbetreiber die Löschung und Herausgabe der Daten des Uploaders verlangen und diesen dann verklagen.

Auch heute schon kann Herr Reitz klagen!

Aber warum soll eigentlich Youtube die Polizei für Herrn Reitz spielen?

Aufgrund meinen Erfahrungen von gelegentlicher Mitarbeit bei Wikipedia bin ich auch vehement gegen Artikel 13, bei dieser Arbeit bekommt man nämlich einen Eindruck, wie gefährlich der Artikel für die Verbreitung von freiem Wissen ist.

Das Urheberrecht sollte einen fairen Ausgleich zwischen Verbraucher und den Urhebern sein. Es ist aber im wesentlichen durch die Lobby der Verwertungsgesellschaften geformt worden. Siehe hier nur die immer größeren Fristen seiner Gültigkeit auch nach dem Tod eines Urhebers (eigentlich ein Witz). Siehe aber auch den Einfluss der Verwertungsgesellschaften (z.B. Axel Springer Verlag) auf das Europa-Parlament.
Wir müssen uns darauf einstellen, dass wenn die Reproduktion geistiger Werke technisch fast ohne jeden Aufwand geschehen kann, dann vielleicht ein anderes Entlohnungssystem als über den Verkauf von Kopien gefunden werden muss. Hier wäre die Fantasie der Politiker gefragt.

09:53 von schutzbefohlener

Ihre Bilder dürfen nach der heutigen Gesetzeslage auch jetzt schon nicht ohne Ihre Zustimmung veröffentlicht werden.
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Theorie und Wirklichkeit !
und wie viele Telefonanrufe bezüglich Werbung kriegt man, obgleich verboten

Was Artikel 13 in seiner Absurdität bedeutet.

Stellen Sie sich vor: Sie mieten ein Auto, fahren damit zu schnell, kommen in eine Geschwindigkeitskontrolle und werden geblitzt. Ein paar Wochen später bekommen Sie dann Post mit einem Foto und einer Zahlungsaufforderung. Soweit, so normal.
Wenn man jetzt Artikel 13 auf dieses Szenario anwendet, dann sieht das anders aus. In dem Fall zahlt der Autovermieter die Strafe, es sei denn, er hat eine Lizenzvereinbarung mit sämtlichen Ordnungsämtern des Landes, dass man mit seinen Autos zu schnell fahren darf. Und er hat alles getan, um mit technisches Mittel zu verhindern, dass mit seinen Autos zu schnell gefahren werden kann, also eine Motordrossel eingebaut, die sich dynamisch an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit anpasst.

Kein Problem für youtube?

Ich verstehe nicht ganz, warum hier ausgerechnet youtube Upload-Filter einrichten müsste.

Abgesehen davon, dass die Filter längst im Einsatz haben, könnte eine Plattform sich mit entsprechenden EULAs das Geld im Falle einer Verurteilung doch von den Hochladern zurückholen, oder nicht?

Im Kern hieße das dann doch nur: Es müssen nicht mehr die Behörden im Land der Klage den Hochlader herausfinden, sondern die Plattform - die bisher null Interesse daran haben musste und einfach löschen und mit den Schultern zucken konnten.

Und ja, das ist natürlich blöd für die Anonymität und ein Pleiterisiko für kleine Plattformen, aber youtube wird sich das finanzielle Risiko sicher leisten können. Und kann dafür gleich noch mehr Nutzerdaten für google verlangen mit Verweis auf die neue Rechtslage.

Oder sehe ich das falsch?

Warum wird seitens der Medien

Warum wird seitens der Medien eigentlich so getan, als wäre es ein Aufstand spätpubertierender Youtuber?
Artikel 13 betrifft doch nicht nur Facebook und Youtube. Jeder Forenbetreiber wäre zukünftig dafür verantwortlich und haftbar, das die Forenmitglieder nicht gegen das Urheberrecht verstossen. Und muss dieses VOR der Veröffentlichung von Beiträgen überprüfen. Vom Aquarien-Forum über Kosmetik- und Politik- bis hin zum Schilddrüsen-Forum. Das ist nicht zu leisten. Damit stirbt die Forenkultur im Internet und das geballte Wissen und Erfahrungen zu welchem Thema auch immer verschwindet...

09:38 von vox moderandi

machen sie es sich da nicht etwas zu einfach ?

Was der "Künstler" bietet, ist sein geistiges Eigentum
wenn sie ihm das wegnehmen - ist das Diebstahl

@ Schutzbefohlener 09.53 Uhr

Guter Vergleich, gute Erklärung.
Vollkommen ihrer Meinung

Warum wird seitens der Medien

Warum wird seitens der Medien eigentlich so getan, als wäre es ein Aufstand spätpubertierender Youtuber?
Artikel 13 betrifft doch nicht nur Facebook und Youtube. Jeder Forenbetreiber wäre zukünftig dafür verantwortlich und haftbar, das die Forenmitglieder nicht gegen das Urheberrecht verstossen. Und muss dieses VOR der Veröffentlichung von Beiträgen überprüfen. Vom Aquarien-Forum über Kosmetik- und Politik- bis hin zum Schilddrüsen-Forum. Das ist nicht zu leisten. Damit stirbt die Forenkultur im Internet und das geballte Wissen und Erfahrungen zu welchem Thema auch immer verschwindet...

@dumm aber deutsch (09:46)

Anrecht auf Upload?
Haben Youtuber ein Anrecht auf Upload ihrer Sachen? Wenn die Webseite das verweigert wegen (echter oder vermeintlicher) Urheberrechtsverletzung, dann hat man eben Pech. Wenn es nix kostet, kann man auch nix verlangen.

____

Sie haben Youtube im Ansatz nicht verstanden. Es gibt Leute, die verdienen mit Youtube Geld. Teilweise sogar viel Geld. Viele können von dem Geld sogar leben. Diese Leute haben auch einen Vertrag mit Youtube, der ihnen Geld einbringt. Die Youtuber sind freischaffende Autoren, die Youtube die Rechte an ihren Werken überlassen, so wie auch freischaffende Journalisten ihre Artikel gegen Geld einer Zeitung überlassen. Youtube wiederum verdient damit Geld, indem es seine Werbung schaltet. Also von wegen "wenn es nix kostet, kann man auch nix verlangen".

Genau lesen!

Was vielen der Befürworter des §17 nicht bekannt zu sein scheint; diese Novelle
gilt für alle!

Eas kann jeden treffen!

Zwei zugegebenermaßen überspitzte (aber realistische) Beispiele zur Verdeutlichung:

Ich habe meine eigene kleine Webseite.
Zu Weihnachten erfreue ich meine Kunden mit einem schönen Bild einer verschneiten Landschaft und einem Gedicht.
Das Bild habe ich mir in Powerpoint über die Suche bei (so glaubte ich) Microsoft runtergeladen, das Gedicht kann ich auswendig.
Beides sind aber urheberrechtlich geschützte "Werke"!

Ein Kleintierzüchterverein zeigt ein Video des Sommerfestes mit Tanz. Im Hintergrund läuft ein Song von den BeeGees zu dem getanzt wird.
Auch das ist "ein Hochladen eines geschützten Werkes"!

Um sowas per Filter abfangen zu können, muss der Filter sehr grob sein und damit vollkommen legale Uploads unterdrücken.

In der vorliegenden Form mit seinen vielen anderen Schwächen ist dieser §17 nicht hinnehmbar.

@huette (09:52)

Ich verstehe den Hype darum nicht so ganz. Es ist auch jetzt schon verboten, fremden Content ohne Erlaubnis zu verwenden. Wenn ich als Autor merke, dass ein Uploadfilter einer Plattform mein Werk fälschlicherweise ablehnt, dann lade ich es auf meiner eigenen Website hoch und fertig ist der Lack. Die Links dahin kann man immer noch wie gehabt teilen in den Social Networks.
_____

Ja richtig. Und die Rechtslage ist ähnlich verworren wie bei dem Recht auf Privatkopie. Warum macht man es nicht mit einer Pauschalabgabe? Beim Kauf jedes Druckers, Kopierers, CD-Rohlings, USB-Sticks, CD-Brenners etc. wird eine Pauschalabgabe erhoben, um Urheber für entgangene Einnahmen durch Privatkopien zu entschädigen. Warum führt man eine solche Pauschalvergütung nicht auch im Internet ein? Jede Plattform ab einer bestimmten Größe, auf der urheberrechtlich geschützes Material hochgeladen wird, zahlt eine vom Traffic abhängige Pauschale an eine Verwertungsgesellschaft.

Wer nicht versteht um was es geht

Nochmals kurz erklaert.

Man will eine gesetzliche Grundlage schaffen, um missliebige Beitraege im Internet nicht zuzulassen. Dabei bleibt offen, was und wie gefiltered werden soll. Es bleibt also den "Machthabern" ueberlassen, was man zulaesst.

Man koennte so ein Gebahren auch "Ermaechtigungsgesetz" nennen, und laege nicht ganz falsch.

Die Befuerworter wuerden allerdings sagen, dass es diesmal fuer einen guten Zweck geschieht und unter rechtsstaatlicher Aufsicht ( die auch nicht definiert ist).

Ich sage: Haende weg von der Zensur. Besser sich mit - auch dummen - Inhalten auseinanderzusetzen, als unter den Tisch zu kehren, oder nicht zu beachten.

@DerGolem (09:01)

@ dumm aber deutsch 08.35h - ein Beispiel
Einfaches Beispiel:
Jemand stellt den gesamten Text eines Buches ins Internet. Dabei ändert er den Text ein wenig in seinem Sinne. Ausserdem verkauft er den Text zum halben Preis - hält sich also nicht an die Buchpreisbindung.
Somit hat er gleich mehrfach gegen das Urheberrecht verstossen.

____

Richtig. Und nach heutigem Recht ist er dafür haftbar. Der Rechteinhaber wendet sich an die Plattform, verlangt die Löschung und die Herausgabe der persönlichen Daten, um den Rechtsweg anzustrengen.
Nach der Urheberrechtsreform hingegen ist die Plattform haftbar, es sei denn, sie hat eine Lizenz mit dem Urheber oder einen Uploadfilter. Und da man keine Lizenz mit sämtlichen Urhebern dieser Erde, zu denen auch Sie und ich gehören, haben kann, muss dann jede Plattform Uploadfilter benutzen oder die Zeche von Straftaten anderer bezahlen. Sie können sich ja mal überlegen, was das in der Konsequenz für kleine Plattformen bedeutet.

ARD/ZDF digital kürzen

Kosten des Internets sollten mit der GEZ-Gebühr abgegolten sein.
Die ausufernden presseähnlichen staatstragenden Exzesse sollten endlich auch da berechnet werden, wo sie herkommen.

@dumm aber deutsch (08:41)

Filtern schadet vielleicht nicht
Er sieht nach Meinung der Kritiker zumindest indirekt den Einsatz von Upload-Filtern vor, [...] Internet-Nutzer fürchten Zensur und Überregulierung, wenn jeder Post geprüft wird.

Ich habe das Gefühl, dann wird auch viel Mist einfach mal nicht hochgeladen. Hat doch auch sein gutes
___

Ahja, und wer hat die Entscheidungshoheit, was Mist ist und was nicht? Sind z.B. kritische Äußerungen gegenüber der Regierung Mist?
An Ihrem Beispiel und an Ihrer Einstellung sieht man, wie die Uploadfilter der Zensur Tür und Tor öffnen.

Zitat: "Was allerdings die

Zitat:
"Was allerdings die Masse stört ist, dass die Dinge dann einfach kopiert werden ... und woanders gezeigt werden, man schmückt sich mit anders Federn... und, einfach mal drüber nachdenken"

So wie die Tagesschau die in ihren Beiträgen im TV Video-Material von "youtube" zeigt??
Man begeht da seit JAHREN selbst Urheberrechtsverstösse.

@RoyalTramp

"Und wenn die Konsumenten nunmal nicht mehr für die Kunstwerke bezahlen wollen..."

Dann muss es immer noch in der Entscheidungsgewalt des Künstlers liegen zu bestimmen, ob er seine Werke verschenken möchte oder nicht.

Außerdem wollen die Konsumenten doch nur deshalb nicht mehr bezahlen, weil sie daran gewöhnt wurden, alles geschenkt zu bekommen, und sei es auch illegal.

@vox moderandi 9.38

Es ist nun mal nicht mehr wie vor 40 Jahren, als alle gezwungen waren, für jeden One Hit Wonder eine schweineteure LP zu kaufen."

Das war es uns aber zum Teil wert. Und genau darum geht es auch-Wertschätzung! Künstler leben von ihrer Musik, ihren Texten. Das kann nicht alles für schnellen Konsum kostenlos sein und dann weggeworfen. Sonst geht auch der Wert verloren. Was haben wir stolz unsere neueste LP aufgelegt und gehütet wie einen Schatz! Das war so schlecht nicht. Und man hat sich persönlich getroffen, um die Scheibe gemeinsam zu hören- nichts mit mal kurz versenden.

Der Schlagertexter also...

Dadurch, dass heutzutage einerseits jeder seine zweifelhaften musikalischen Ergüsse über die Menschheit ausschütten möchte und durch kostenlos verfügbare Technik auch kann, andererseits Musiker, die den Menschen vielleicht wirklich etwas zu sagen hätten, nicht mehr entsprechend entlohnt weden, leidet die Qualität der Musik in einer bislang nicht gekannten Weise.

Dass ausgerechnet an dieser Stelle ein Texter für Schlagermusiker zu Wort kommt, ist einfach nur unfreiwillig komisch!

@Apothecarius

"Außerdem ist es im Interesse eines Kulturschaffenden, weil es Werbung ist."

Was im Sinne eines Kulturschaffenden ist, sollte doch der Kulturschaffende selber entscheiden.

Sven Regener z.B. hat dazu eine ganz klare Meinung: Er verzichtet lieber auf die Werbung, als dass er seine Musik verschenkt.

09:09 von Warmduscher

Wenn für das Ergebnis keiner Zahlen will, dann ist das eben so..
da haben sie recht
wenn einer für die Jeans keine 80 Euro zahlen will
dann läßt er es eben - im Laden liegen
wo liegt das Problem
ist es Marktwirtschaft, wenn einem das Brot zu teuer ist,
er es einfach so mitnimmt ?

Quellenarbeit

"Aber das Internet ist 'noch' voll Informationen und es ist machbar sich auch zu diesem Thema zu informieren."

Es gibt so etwas Altmodisches wie Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, in denen man sich auch dann noch informieren kann, wenn das Internet nicht mehr "voll Informationen" ist. Das hat über tausende Jahre ohne Wikipedia und Co. funktioniert.

Die Zustände in China mit dem Versuch, die Urheberrechte zu schützen, gleichzusetzen, empfinde ich übrigens mehr als daneben gegriffen.

@erster Realist

"Diese ganze Urheberrechte gehen mir zu weit und sollte eigentlich kostenfrei bleiben."

Kostenfrei bleiben? Sie wissen tatsächlich nicht, dass es bei uns bereits seit knapp 200 Jahren ein Urheberrecht gibt, das dafür sorgt, dass da nichts kostenfrei ist?

Auch jetzt ist nichts, was der Künstler nicht extra so kennzeichnet, kostenfrei!!!

@vox moderandi

"Es ist nun mal nicht mehr wie vor 40 Jahren, als alle gezwungen waren, für jeden One Hit Wonder eine schweineteure LP zu kaufen."

Sie scheinen das aktuelle Recht nicht zu kennen.
Auch heute ist es noch so, dass man für jedes One Hit Wonder eine schweineteure CD oder ein schweineteures Download kaufen muss, wenn der Künstler oder sein Verlag das so möchte.

Wenn Sie etwas anderes denken, zeigt das nur, wie weit wir durch illegale Uploads bereits gekommen sind.

Kontrolle

Sie nennen es "Urheberschutz", meinen aber "Kontrolle". Insgeheim träumen die Herrschenden doch von Lösungen, wie sie in China praktiziert werden. Also muss man dem Kind nur den richtigen Namen geben. Durchschaubar. Und traurig.

@vox moderandi

"Wenn Künstler mehr Geld wollen, dann müssen sie sich halt anstrengen, qualitativ hochwertige Kunst zu liefern, für die Konsumenten bereit sind, etwas auszugeben."

Sie haben wirklich keine Ahnung von Kunst, kann ich da nur sagen.

Außerdem geht es den Künstlern überhaupt nicht darum, mehr Geld zu bekommen, sondern nur das Geld, das ihnen zusteht. Und das ihnen durch illegale Up- und Downloads gestohlen wird.

Ich finde es völlig richtig

Ich finde es völlig richtig und legitim das Urheberrecht von Künstlern zu schützen.

Die Frage lautet deshalb, wie es am besten geht.
Wenn das Ergebnis einer Überprüfung durch Praktiker ist: Upload-Filter sind das einzige praktable Mittel, dann müssen sie kommen.

Gibt es denn bislang keinen Urheberschutz?

Den gibt es doch. Warum muss noch etwas verschärft werden, wenn es bei bisherigen Lage bereits da ist und eingeklagt werden kann?
Wenn es schon damit angeblich nicht funktioniert hatte, dann helfen auch strengere Vorgaben nicht.

Müsste man sich nicht eher um das Darknet kümmern? Mit Kinderpornographie, Waffenhandel usw.
Stattdessen jagt man was genau?

Wenn der Staat zensieren will

Wenn der Staat zensieren will aber nicht darf, zwingt er halt Unternehmen dazu, für ihn zu zensieren, denn dazu kann der Staat Unternehmen zwingen, zum Steuern zahlen leider nicht.

Fällt euch was auf?

@ DerGolem

"Somit hat er gleich mehrfach gegen das Urheberrecht verstossen." Am 23. März 2019 um 09:01 von DerGolem

Das kann doch jetzt schon eingeklagt werden, es sei denn derjenige sitzt irgendwo im Sonstwo und ist rechtlich nicht erreichbar. Der wird auch jeden Filter umgehen können.

Die Lösung ist doch ganz

Die Lösung ist doch ganz einfach: Es darf alles im Internet veröffentlicht werden und die Plattformen zahlen eine Pauschale an die GEMA oder eine ähnliche Organisation.
Dann muss nur noch ein Filter gefunden werden, wie die gezahlten Summen halbwegs gerecht an die Urheberrechte-Inhaber verteilt werden.
Und wenn es darum geht, Geld zu verdienen, wird sicher ganz schnell ein funktionierender Filter gefunden werden.
Wenn ein Urheber nicht will, dass seine Werke veröffentlicht werden und es wird trotzdem getan, müssen die Plattformen das gesamte, mit dem jeweiligen Werk verdiente, Geld an den Urheber abführen und das Werk auf der Plattform löschen.

Find Kontrolle richtig

Ich weiß echt nicht was die Aufregung soll wenn die Staaten das geistige Eigentum schützen wollen, respektive Geld für die Künstler/Verfasser dadurch verlangen wollen.

Es liegt anscheinend an unserer Mentalität Raubkopien als normal abzutun. Man kauft ja auch gerne und oft billige Kopien aus Asien.

Faule Verwertungsgesellschaften

Die Verwertungsgesellschaften haben die Aufgabe, gegen die VERURSACHER der Rechtsverstöße vorzugehen, also eigentlich gegen diejenigen, die den Inhalt unrechtmäßig ins Internet stellen.

Mit Artikel 13 zwingen sie diese Aufgabe nun den Plattformanbietern auf, die unbequem geworden sind.

Die VGs sind schlicht mit der Entwicklung überfordert und möchten den Schwarzen Peter nun weitergeben, da sie verpasst haben, mit der Zeit zu gehen.

Das finde ich nicht korrekt.
Korrekt wäre, Ihnen zu ermöglichen, die Verursacher rechtlich zu kontaktieren.

Was ist mit Parodien?

Im Netz kursieren jede Menge Parodien, z. B. von Putin oder Trump. Werden die dann künftig gegen das Urheberrecht verstoßen?

Entweder man wahrt das Urheberrecht,

oder hebt es unter fadenscheinigen Gründen auf. Welche Freiheit soll das sein, die Raub von geistigem Eigentum begründet?

@ Royal Trump (09:54): genau hier ist die Praxis das Problem

hi Royal Trump

Bei dem hier:

Der Texter soll dann halt mit Helene Fischer & Co. bessere Konditionen für die Überlassung der Texte aushandeln, statt die Konsumenten zusätzlich zur Kasse zu bitten.

ist genau die Frage, wie sowas in der Praxis ablaufen soll. Dazu steht ueberhaupt nichts in dem neuen Urheberrecht. Und es steht auch nichts dazu drin, wie viel das kosten soll. Und mal ehrliche Frage: wieso kann man sowas nicht mit opensource-Lizenzen machen?? Warum bitte ständig nur proprietär???

Aber mit dem hier:

Aber da steht man dann als Texter meist alleine einem ganzen Musikkonzern gegenüber, der die Preise diktiert.

haben Sie exakt recht. Diese großen Label sind ein großer Teil des Problems. Denn die sacken das Geld ein und geben nichts an die Texter und Musiker (Helene Fischer und so viele andere) ab.

Was ist Zensur...

...und warum hat sie mit dem geplanten Artikel 13 nichts zu tun?

Unter Zensur versteht man gemäß Wörterbuch "eine von i. d. R. staatlicher Stelle vorgenommene Überprüfung und Kontrolle von Druckwerken, Hörfunk-, Fernseh-, Film-, Tonträger- und Videoproduktionen u. Ä. auf ihre politische, gesetzliche, sittliche und religiöse Konformität und 2) die ggf. daraufhin erfolgende Unterdrückung bzw. das Verbot der unerwünschten Veröffentlichungen" (Duden Recht, zitiert nach BPB).

Das neue Urheberrechtsgesetz soll nun aber keine Inhalte per se verbieten, sondern verhindern, dass sie von Dritten plagiiert werden. Kann man nachweisen, dass man die Urheberrechte an einem Werk besitzt bzw. dass man mit Erlaubnis des Rechteinhabers handelt, steht der Veröffentlichung nichts im Wege. Dass das Erbringen und Prüfen eines solchen Nachweises mit Aufwand und Kosten verbunden ist, mag manchen Nutznießer des scheinbar grenz- und kostenlosen Netzes verwundern, ist aber eigentlich nichts Ungewöhnliches.

@ schutzempfohlener

Kurz zusammengefasst, geht es darum ob die EU Zensurfilter einführen und legalisieren wird oder nicht.

Wenn Sie mir schon etwas erklären wollen, dann sollten Sie bitte neutral bleiben. Das Wort "Zensurfilter" kommt in der Volltextsuche des Entwurfs zum Urheberrecht gar nicht vor. Die EU führt so etwas also in Wirklichkeit gar nicht ein.

@ ladycat (10:32): auch ich bin fuer ein freies Netz

hi ladycat

Ich bin für ein freies Internet ohne Zensur
Die Meinungsfreiheit muss unbedingt erhalten bleiben.

ich ebenfalls. Aber ich bin gegen jede Form von Extremismus (egal ob jetzt Rechtsextremismus, Linksextremismus, islamistischer Extremismus oder sonstiger Extremismus).

Und nicht nur die Meinungsfreiheit muss erhalten bleiben, sondern auch die Informationsfreiheit und die Pressefreiheit. Deswegen sind auch solche Paywalls Gift fuer ein offenes freies Netz. Denn ich merke mehr und mehr, wie solche Paywalls - zum Beispiel gerade bei der Mainpost - jede Form von Diskussion im Keim ersticken und auch die Informationsfreiheit. Und auch diese Upload-Filter sind Gift.

Deswegen bin ich fuer opensource-Lizenzen anstelle von proprietären Lizenzen.

@ Demokratieschue

... zumal sich bereits eine breite Mehrheit gegen dieses neue EU-Urheberrecht stellt (darunter auch n-tv.de)

Das ist leicht als falsch zu entlarven. Laut Deutschland-Trend lehnen nur 39% sog. Upload Filter ab.
(Und für mich ist n-tv kein Trendsetter, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt dort hin gezappt hätte).

@ Jonas Bürger

Auch heute schon kann Herr Reitz klagen!
Aber warum soll eigentlich Youtube die Polizei für Herrn Reitz spielen?

Weil Youtube für Urheberrechtsverstöße haftet, so wie alle anderen Medien auch. Und das ist richtig so.

Die Hälfte verschwiegen

Herr Reitz verschweigt aber, dass er für seine Arbeit für die Stars Geld erhalten hat.
Und wieso hat er Geld erhalten? Weil seine Musik bekannt ist. Und wodurch wird diese Musik heutzutage bekannt? Richtig, youtube!

Was die Medienkonzerne (und die haben dieses Gesetz gekauft) hier abziehen ist eine Unverschämtheit. Sie wollen für kostenlose Werbung auch noch Geld!

Der Papierhersteller nicht (@ohnehin2004),

und auch nicht der Elektronikhersteller; aber der Verlag, in dem der Bildband veröffentlicht wird, bzw. die Redaktion, welche das Material zum Streamen anbietet, die sind tatsächlich dafür verantwortlich, das zu veröffentlichende Material vorher zu prüfen. Das ist auch keine neu erfundene Schikane, sondern sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Dass sie es leider selbst dort, wo zusätzliche Kontrolle sehr wichtig ist, nicht mehr ist, zeigen die Rechercheergebnisse zu "Raubverlagen", die wissenschaftliche Beiträge ungeprüft und unter Missachtung der wissenschaftlichen Standards veröffentlichen. Das ist vielleicht billiger und geht schneller, schadet freilich aber auch jeglichem guten Ruf.

@volkert

"dass bei einem einzelnen lauf die gesamte tonspur gelöscht wurde, weil irgendeine abmahnkanzlei den hochlader wegen der bei dem lauf zu hörenden musik (in hallenqualität zu den sonstigen geräuschen) urheberrechtsverletzung vorwirft.

das ist natürlich blödsinn, die musik in mäßiger qualität gehört zu der vorführung dazu"

Zuerst der Hinweis, dass das Wort "Abmahnkanzlei" zum einen diffamierend und zum anderen falsch ist.
Solche Tonspuren werden nur gelöscht, wenn es sich auch tatsächlich um Urheberrechtsverletzungen handelt. Der Hochlader hat also definitiv das geltende Recht verletzt!

Außerdem ist das natürlich kein Blödsinn, da die Musik zwar zur Vorführung dazugehört (dafür wurde sicherlich auch Geld bezahlt), aber nicht zur weiteren kostenlosen Veröffentlichung im Internet! Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe!

Ganz davon abgesehen, dass es auch illegal ist, die Wettkämpfe ohne das Einverständnis der Veranstalter, Juroren und Sportler einfach ins Netz zu stellen.

Die Logik fehlt mir

Die Logik fehlt mir einwenig:

Wenn ich auf YouTube nicht veröffentlichen darf, dann werde ich doch nicht in meiner "Freiheit" beschnitten, YouTube ist doch ein privater "Anbieter" und somit der Hausherr.

11:11 von AlterSimpel

Oder zukünftige soziale Proteste oder allzu politische Demos?
.
aufregende Zeiten erwarten uns
ne Fake News und schon läßt sich ein Bürgerkrieg vom Zaum brechen

@Sisyphos3

"Theorie und Wirklichkeit !" Am 23. März 2019 um 11:25 von Sisyphos3

Wieso ist das neue Gesetz, über das noch abgestimmt wird, nicht von "Theorie und Wirklichkeit !" betroffen?
Ich bitte dringend um eine Erklärung.

Die Freiheit der Einen...

ist die Fessel der Anderen. Das Internet hat uns eine Befreiung der Medien gebracht. Statt Quotendenken, und Spartenmedien, wie im Fernsehen üblich, fanden wir im Internet unsere speziellen Interessen berücksichtigt, fanden Anschluss an die "anderen Nerds", teilten Inhalte, die andernorts nicht oder nur zu Phantasiepreisen erhältlich waren.
Bis Ende der 90er wurde über Tauschbörsen und Internet manches Monopol zerschlagen. In Sparten, wo über Copyright-Gesetze gigantische Hypes und somit künstliche Überteuerung geschaffen wurde, verschaffte uns das Internet freien Zugang zu Musik, zu Kunst, zu Information, in einer Fülle, wie es sonst nur den Reichsten vorbehalten war. Dann aber entstanden Internet- Konzerne, bedienten sich ohne ihre Einnahmen zu teilen. Sie verstiessen massenhaft und in gigantischem Ausmass gegen Copyrights (siehe Google)
Das Dilemma: Recht muss Recht bleiben. Aber die digitale Revolution dürfen wir nicht rückgängig machen. Es steht zu viel auf dem Spiel.

Salomonisch

Es gab Mal in Spanien ein Salomonisches Urteil in einen Filesharing Prozess, da ging es um E- Books. Der Richter sagte, Bücher würden seit Anbeginn des Buchdruckes getauscht heute hat sich aufgrund des Fortschrittes nur das Medium geändert. Oder anders früher hatten wir ein Überspielkabel, daraus ist nun ein Netzwerkkabel geworden.

Upload-Filter: Ja bitte

Ich empfinde es als ärgerlich wenn ich mich auf der Suche nach originären Inhalten erst vielfach durch wieder und wieder aufbereitete Kopien klicken muss.
.

Das berühmte Click&Subscribe scheint diesen Leuten wichtiger zu sein als selbst creativ zu werden.

09:53 von schutzbefohlener

Verglichen mit dem Zensurfilter wäre es etwa so als wenn der Staat gegen die Telefonabzocke vorgehen würde, indem er die Telekom dafür haftbar macht. Das heißt die Telekom müsste jedes Gespräch live mithören und im Verdachtsfall die Verbindung unterbrechen. Oder die Post würde verpflichtet werden Briefe auf ihren Inhalt zu prüfen und bei unangemessenem Inhalt den Brief kommentarlos in die Mülltonne zu werfen.

Das ist ein witziger, aber korrekter Vergleich und eine anschauliche Erklärung :)

@icke_0815 11.30

"Das ist nicht zu leisten. Damit stirbt die Forenkultur im Internet und das geballte Wissen und Erfahrungen zu welchem Thema auch immer verschwindet..."

stimmt absolut, wichtiger Aspekt! Ich z.B. bin ehrenamtlich Moderator in einem Forum über Buntbarsche. Da müssen wir heute schon wahnsinnig aufpassen, dass hochgeladene Texte und Bilder nicht irgendwo geklaut wurden und ggf. Beiträge löschen. Allerdings erst im Nachhinein nach Abstimmung unter den Mods und ggf. mit dem User. Ansonsten müssten alle Beiträge vorab geprüft werden- wer soll das leisten? Wir sind ja nicht vronileaks und keine hauptberuflichen. Ich bin unbedingt für Urheberrechtsschutz aber so wie hier stellvertretend die Foren, YouTube usw. in Haftung genommen werden, das ist Murks und Sippenhaft. Natürlich einfacher zu zensieren als die Diebe zu ermitteln und haftbar zu machen

@ IBELIN

Man koennte so ein Gebahren auch "Ermaechtigungsgesetz" nennen, und laege nicht ganz falsch.

Offenbar begreifen Sie das Angebot von Youtube als eine Art hoheitliche staatliche Aufgabe und das "Uploaden" zu Youtube als eine Art Bürgerrecht.

@10:32 ladycat

Aha. Und was heißt das für das Urheberrecht und das Recht von Künstler*innen, für ihre Arbeit auch bezahlt zu werden? Ich bin unumwunden für Meinungsfreiheit - das löst leider den Konflikt hier nicht.

@13:35 von geselliger misa...

Ich empfinde es als ärgerlich wenn ich mich auf der Suche nach originären Inhalten erst vielfach durch wieder und wieder aufbereitete Kopien klicken muss.

Was hat das mit Upload-Filtern zu tun? Das ist wohl eher das Problem des Suchenden oder der Suchmaschine!

@dumm aber deutsch (08:35)

95 Prozent der Deutschen würden hier nicht protestieren, weil sie gar nicht wissen, um was es geht und wo hier das Problem sein soll. Und ich muss sagen, dass ich es auch nicht weiß.
____

Laut Deutschland-Trend sind es nicht 95%, sondern nur 44%:
https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend-1585.html

Das dürften zum großen Teil auch diejenigen sein, die trotz allem aus Tradition immer noch CDU wählen.

@12:40 von FritzF

Entweder man wahrt das Urheberrecht, oder hebt es unter fadenscheinigen Gründen auf. Welche Freiheit soll das sein, die Raub von geistigem Eigentum begründet?

Wer will hier was aufheben oder gar den Raub geistigen Eigentums begründen? Es ist aber Sache des Urhebers oder seiner Verwertungsgesellschaft und der entsprechende Rechtsorgane gegen Verstöße vorzugehen und nicht die des Medium!

@dumm aber deutsch

"Im Netz kursieren jede Menge Parodien, z. B. von Putin oder Trump. Werden die dann künftig gegen das Urheberrecht verstoßen?"

Parodien verstoßen nicht gegen das Urheberrecht. Auch das Covern von GEMA-Songs verstößt nicht gegen das Urheberrecht. Wenn Sie ein Ereignis mit der Handycam filmen und im Hintergrund spielt eine Bar Musik, ist das auch kein Verstoß gegen Urheberrechte. Und wenn Sie ein Song "kaufen" um ihn in Ihrem yt-Video als Intro zu nutzen, verstößt das auch nicht gegen das Urheberrecht.

Das Problem ist halt nur, ein Filter erkennt das nicht. Und deshalb gehen die Leute auf die Straße. Keiner von denen hätte ein Problem damit, wenn man Google per Gesetz zwingt ein Teil der Einkünfte an Verwertungsgesellschaften auszuschütten.

Auf welchem Wege das zu

Auf welchem Wege das zu erreichen ist, darüber mag man streiten: Aber dass YouTube und Co Künstlerinnen etwas dafür zahlen müssen, dass YouTube sein Geld (neben der Geschäftemacherei mit KundenStamm/-daten und darauf basierenden Werbeeinnahmen) auch mit ihrer Kunst macht, ist so klar wie Fleischbrühe. Das hat an der Stelle nichts mit freiem Internet oder gar Meinungsfreiheit zu tun, sondern mit der Abzocke modernen Raubrittertums.

Die einfachen, wichtigen Dinge!

Früher ist man am Wochenende mit der Familie ins Grüne gezogen, zum wandern, schwimmen, angeln oder einfach um voller Ehrfurcht zu staunen. Abends Gesang ums Lagerfeuer. Freude an Flora und Fauna. Alles ohne Urheberrechtsverletzungen oder Hochladen! Heute muss alles anklickbar sein und für das sog. "Internet" mit seinen sog. "sozialen Medien" tauglich. Wir verlieren unseren Bezug zu Natur und unseren Wurzeln, aber da geht niemand demonstrieren! Von Oben ungewollt? Wer weiß!

@dumm aber deutsch (12:54)

@ Demokratieschue
... zumal sich bereits eine breite Mehrheit gegen dieses neue EU-Urheberrecht stellt (darunter auch n-tv.de)
Das ist leicht als falsch zu entlarven. Laut Deutschland-Trend lehnen nur 39% sog. Upload Filter ab.
(Und für mich ist n-tv kein Trendsetter, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt dort hin gezappt hätte).

____

Sie habe gar nichts "als falsch entlarvt". Da bei diesem Deutschland-Trend fast die Hälfte (44%) der Leute gesagt hat, dass sie keine Ahnung haben (obwohl es sie alle betrifft, das nennt man mal Aufklärung...), haben von den restlichen (56%) sich knapp 70% gegen das neue Gesetz ausgesprochen - eine breite mehrheit, wie korrekt festgestellt wurde.

@10:36 von harry_up

"Auf meiner HP befindet sich u. a. ein von mir erstelltes Foto meiner jüngsten Hündin. […] Trotzdem wurde das Foto geklaut und mehrmals in einer Verkaufs-bzw. Suchanzeige bei Ebay Kleinanzeigen benutzt. Mich ärgerte das auch deshalb, weil ich in einem angesehenen Verein züchte und aus gutem Grund niemals einen Hund auf einer Plattform handeln würde."

Ihr Ärger ist nachvollziehbar.

Die bisherige Rechtslage ist, dass Sie erstens von eBay verlangen können, dass die Anzeige gelöscht wird, und zweitens rechtlich gegen denjenigen vorgehen können, der das Bild unrechtmäßig kopiert hat, und der dann auch eine eventuelle Strafe bezahlen muss.

Nach der Reform hätte derjenige, der das Bild kopiert hat, nichts mehr zu befürchten, und Sie könnten allenfalls von eBay Löschung und Schadensersatz verlangen.

Ich glaube, die bisherige Rechtslage ist zielführender, wenn man diese Kopien verhindern möchte, weil sie persönliche Konsequenzen für den Kopierer haben kann.

@Sisyphos3

11:11 von AlterSimpel
Oder zukünftige soziale Proteste oder allzu politische Demos?
.
aufregende Zeiten erwarten uns
ne Fake News und schon läßt sich ein Bürgerkrieg vom Zaum brechen

____

Ein gutes Stichwort. Die Urheber vopn Fake News werden nichts dagegen haben, dass ihre Inhalte weitergegeben werden. Die Urheberrechtsreform sorgt also zusätzlich auch dafür, dass Fake News überproportional und noch besser verbreitet werden.

Jetzt ist es doch gelungen,

Jetzt ist es doch gelungen, die Diskussion hier auf das Thema `Piraterie´ zu lenken. Darum geht es aber gar nicht. Das ist verboten und bleibt verboten. Es wird nur bequemer für die, die angeblich darunter leiden. Oder sollte es zumindest werden, man hat es aber nicht zu Ende gedacht.

Es geht auch nicht primär um YouTube oder ähnliche Anbieter. Ursprünglich wollte man denen als Geld, und das ist ein durchaus sinnvoller Gedanke gewesen.
Aber man ist meilenweit über das Ziel hinausgeschossen und zwingt nun (faktisch) alle profitorientierten Plattformen zur Installation von Upload-Filtern. Das betrifft dann auch (die Diskussionsforen von) Nachrichtenseiten (z.B. Heise) sowie sämtliche sozialen Netzwerke abseits der Großen wie FB.

YouTube und FB werden sich die Upload-Filter leisten können oder eben wirklich einfach gar nix mehr aus EU-Staaten zulassen. Die Kleinen können das nicht. Aus Angst vor Klagen (und man kennt ja die Abmahn-Industrie), werden die einfach auch dichtmachen. Wüste..

@ icke_0815

Warum wird seitens der Medien eigentlich so getan, als wäre es ein Aufstand spätpubertierender Youtuber?

Ja, warum eigentlich? Warum kann sich ein unvoreingenommener Beobachter dieses Eindrucks nicht erwehren? Ich zum Beispiel.

Was bisher geschah...

Denken wir an die Videos vom Meteoriteneinschlag vor ein paar Jahren in Chelyabinsk: Videos durften in einigen Teilen der Welt (zB in D) nicht publiziert werden, weil im Hintergrund die Musik des Autoradios zu hören war. Oder an das Video des Massakers in Neuseeland vor einigen Tagen, das bei Facebook gestreamt wurde: Nicht gefiltert, weil der Filter versagte.

@Nikioko (11:25)

In der Regel hat ein einmal verkauftes Auto kein Urheberrecht mehr oder anders, die Geschwindigkeitsbeschränkung ist nicht an das Fahrzeug gebunden. Deshalb hinkt Ihr Vergleich.

Stellen Sie sich aber Folgendes vor: Ein Autohersteller stellt dem Vermieter einen Prototyp zum Testen zur Verfügung, aber der Vermieter gibt das Fahrzeug ohne Rückfrage mit dem Hersteller in die Vermietung. Der Mieter nimmt das Fahrzeug, baut es nach und verkauft es unter seinem Namen.

Anderes Szenario: Der Autovermieter kauft bei einem dubiosen Händler Fahrzeuge ohne bzw. mit fragwürdigen Papieren und gibt diese dann in die Vermietung. Der Mieter wird im Rahmen einer Kontrolle mit einem als gestohlen gemeldeten Fahrzeug angetroffen.

Oder aber: Der Hersteller überlässt dem Vermieter Fahrzeuge für eine begrenzte Zeit, der Vermieter gibt dem Mieter aber die originalen Fahrzeugpapiere mit. Nun weist der Mieter im Rahmen der allgemeinen Fahrzeugkontrolle das Gefährt als sein Eigentum aus.

Immer noch absurd?

@ schutzbefohlener

Verglichen mit dem Zensurfilter wäre es etwa so als wenn der Staat gegen die Telefonabzocke vorgehen würde, indem er die Telekom dafür haftbar macht.

Der Vergleich hinkt, gelinde ausgedrückt. Mein Provider oder der Hersteller meines WLAN Routers kann tatsächlich nichts für meine (hier mal angenommene) Urheberrechtsverletzung. Youtube aber speichert und verbreitet die geistigen Inhalte und muss sehr wohl haften, wie ein Fernsehsender oder eine Zeitung auch haften muss.

@13:04 von Anita L.

Der Papierhersteller nicht (@ohnehin2004), und auch nicht der Elektronikhersteller; aber der Verlag, in dem der Bildband veröffentlicht wird, bzw. die Redaktion, welche das Material zum Streamen anbietet ...

Plattformen sind aber weder Verlag noch Redaktion, sondern technische Dienstleister! Sie können auch nicht den Copyshop dafür verantwortlich machen, wenn jemand auf seinen Kopierern ein Buch kopiert!

@11:10 von Uviuk

Warum können die Plattformen nicht z.B. Möglichkeiten einrichten, sich bei ungerechtfertigter Sperre durch Upload-Filter zu beschweren und diese Fälle dann durch Menschen prüfen?

Gibt es schon. Manche haben bereits versucht, diese Möglichkeit zu nutzen. Bis sich da allerdings was tut, vergeht sehr viel Zeit.

ein Produkt, wofür keiner bereit ist, zu bezahlen, wird vom Hersteller eingestellt.

OpenSource Software funktioniert so und ist sehr erfolgreich. Das Geld wird dann mit Support verdient. RedHat ist ein gutes Beispiel dafür, mit fast 3Mrd USD Umsatz 2017. Dennoch kann ich ein RedHat-System auch - ohne Support - kostenlos erhalten.

Fake News

Vielleicht stoppen diese Filter wenigstens ja mal einen Teil der FakeNews im Internet.

"Das ist leicht als falsch zu

"Das ist leicht als falsch zu entlarven. Laut Deutschland-Trend lehnen nur 39% sog. Upload Filter ab."

Ein schönes Beispiel wie man mit korrekten Zahlen trotzdem irreführende Information streuen kann, indem man andere wesentliche Informationen weglässt.

Denn im Deutschlandtrend haben zwar "nur" 39% Uploadfilter abgelehnt, aber mit nur 15% befürworten sie noch viel weniger Menschen. Der Rest hat sich noch keine Meinung gebildet. Also werden sie tatsächlich von einer starken relativen Mehrheit abgelehnt.

@ icke_0815

Artikel 13 betrifft doch nicht nur Facebook und Youtube. Jeder Forenbetreiber wäre zukünftig dafür verantwortlich und haftbar, das die Forenmitglieder nicht gegen das Urheberrecht verstossen.

Das ist doch auch gut so. Warum soll in Foren ohne Konsequenz gegen das Urheberrecht verstoßen werden dürfen?

Eigentlich kein Problem

Diese Urheberrechtsdiskussion gab es schon einmal, damals als die Massenproduktion von aufnahmefähigen Tonbandgeräten begann. Man löste das Problem dadurch, dass jeder Käufer beim Kauf eines Gerätes eine Urheberrechtsabgabe von 5-10 DM zahlen musste.

Da diese Regelung heute anscheinend nicht möglich ist, kann es sich meiner Meinung nach nur um den Versuch einer verdeckten Zensur handeln.

Salomonisches Urteil?

Das Urteil ist wahrhaft salomonisch, denn es hat nicht bedacht, dass ein Büchertausch keine Buchkopie ist. Am Ende kann immer nur einer in das einmal gekaufte Buch schauen. Vervielfältigt wird das Buch damit nicht.
Durch Filesharing stelle ich aber mein einmal gekauftes Exemplar auf Schlag allen anderen potentiellen Lesern zur Verfügung und behalte mein Exemplar, um es auch auf der nächsten Filesharingplattform anzubieten. Damit klaue ich das geistige Eigentum des Verfassers und der Plattformbetreiber hilft mir als Hehler bei der Verteilung des Diebesguts.

@12:58 von dumm aber deutsch

"Weil Youtube für Urheberrechtsverstöße haftet, so wie alle anderen Medien auch. Und das ist richtig so."

Warum ist das richtig so? Youtube hat seine Benutzer nicht dazu aufgefordert, Urheberrechtsverstöße zu begehen, sondern im Gegenteil darauf hingewiesen, dass sie nicht erlaubt nicht. Bei Verstößen wird gesperrt oder gelöscht. Warum sollte das nicht reichen?

Und vor allem, warum sollte der Benutzer, der den Verstoß begangen hat, ungeschoren davonkommen?

Deutlicher wird die Absurdität vielleicht, wenn wir nicht an eine Riesenplattform wie Youtube denken, sondern an eine privat betriebene Homepage mit einer Kommentarfunktion, Gästebuch, Diskussionsforum usw. Das ist einfach nicht zu leisten, dass der Betreiber die Haftung für Verstöße übernimmt, nur damit die eigentlich Schuldigen ungestraft davonkommen.

@ deutlich

Ich z.B. bin ehrenamtlich Moderator in einem Forum über Buntbarsche. Da müssen wir heute schon wahnsinnig aufpassen, dass hochgeladene Texte und Bilder nicht irgendwo geklaut wurden und ggf. Beiträge löschen.

Dad ist doch toll. Das finde ich wichtig, dass man auf diese Verstöße aufpasst. Dafür sorgt das Gesetz und das ist gut so.

@ Sisyphos3

Ich mache mir selten etwas einfach. Dazu bin ich zu nachdenklich.

Ansonsten stehle ich kein geistiges Eigentum. Ich lade mir lediglich hin und wieder ein paar Musiktitel herunter, die von der Vertreiberfirma offiziell (!) ins Netz gestellt werden.

13:06 von DrBeyer

1) Abmahnkanzlei ist ein legitimer Ausdruck. Beleidigend ist eher deren Existenz, für ihren Berufsstand.
https://www.anwalt.de/rechtsanwalt/abmahnanwalt.php

2) Es ist absurd, wenn in jenem Beispiel die Tonspur gelöscht wird. Hier geht es -für jeden offensichtlich-nicht darum, jene Musik illegal zu verbreiten. Wenn das wirklich geltendes Recht ist...
Das zeigt aber auch die Absurdität des (faktischen) Zwangs zu Upload-Filtern. Selbst in Fällen, wo die fraglichen Inhalte überhaupt nicht das Ziel sind, sondern nur dabei sind (also im Hintergrund laufende Musik), würden die anschlagen.
Wie viele Videos von Friedensdemos wären wohl illegal, weil `Give peace a chance´ gesungen worden ist ;)
Womit man dann wieder ganz schnell beim Thema Zensur wäre...

zu m 23. März 2019 um 11:34 von Frank_Furter

"...Ein Kleintierzüchterverein zeigt ein Video des Sommerfestes mit Tanz. Im Hintergrund läuft ein Song von den BeeGees zu dem getanzt wird.
Auch das ist "ein Hochladen eines geschützten Werkes"!..."

Solch ein Video würde ein Verein nie veröffentlichen, da vor der Veranstaltung von jedem Teilnehmer des Sommerfestes eine schriftliche Zustimmung eingeholt werden muss, dass sein Abbild veröffentlicht werden darf.

Dieses Recht schützt mich heute schon, und kein Verein würde dagegen verstoßen -

dagegen verstoßen leider nur Leute, die keine Internet- Kompetenz haben und nicht wissen (oder sich assozial nicht drum kümmern), was andere Menschen für Bürgerrechte haben.

Ich sehe das Problem bei

Ich sehe das Problem bei diesem EU Gesetz darin, dass hier Youtube und Facebook (Upload Plattformen) als Ansatz und Grundlage genommen wird, um über das Urheberrecht allgemein zu bestimmen.

Ich fände es besser, YT zu verstaatlichen, und dann die Werbeeinnahmen den Künstlern zur Verfügung zu stellen und nicht irgendwelchen Aktionären - (duck und weg).

Ich bin für Art. 13!

Die Schelte gegen Art. 13 ist einfach, nur mal von Zensur und Freiheit gesprochen und schon ist die Sache "klar", und alle anderen haben eben das Internet nicht verstanden...
Wie soll aber das Urheberrecht nun geschützt werden? Ich habe konkret eine Datenbank im Internet, könnten aber genauso gut Texte, Bilder, Filme, Musik oder anderes sein. Wie kann ich mich davor schützen, dass diese Datenbank nicht kopiert wird? Da die Darstellung nun mal über HTML läuft, ist automatisiertes Kopieren sehr einfach. Sehe ich die Daten irgendwo, wie komme ich an den Dieb heran? Anschrift, IP, Rechnerstandort sind wegen des Datenschutzes aus gutem Grund nicht so leicht erhältlich. Ich habe auch nicht das Geld kontinuierlich das Internet / Youtube / Pixabay o. a. zu durchforsten. Wie gut sich Urheber schützen können, konnte man bei kino.to und Megaupload bis zu deren Abschalten sehen. Heißt das also, Urheber sollen schutzlos sein? Art. 13 wäre zumindest mal eine Lösung! Wo sind die Gegenvorschläge?!!

Vielleicht sollte hier ein Umdenken stattfinden!

Wer wie YT eine Plattform zur Verfügung stellt, die bisher alles weitergab, der muss jetzt zu Recht lernen, dass die Autoren von Musik und Büchern sowie deren Interpreten ein Recht auf eine faire Entlohnung für ihr Werk haben. Zu Zeiten der Schallplatte blieb einem nichts anderes übrig, als sich die neuesten Hit-Singles zu kaufen. Dieses Medium konnte ein „Normaluser“ damals praktisch nicht „kopieren“. Ebenso war das mit Büchern. Man kaufte die Produkte, weil sie einem gefielen und wirklich wichtig waren und sind!
YT & Konsorten sollten für jedes Lied und Video Geld verlangen und den Uploadern den gerechten Obolus zukommen lassen! Dann wäre das eine Runde Sache!
Bei YT würden zunächst u. U. 99 % der Inhalte verschwinden und es bliebe nur Online, was einem wirklich gefällt und wofür man auch bezahlen will!
Wer hat denn die Zeit, sich die ganzen Videos und Songs wirklich anzusehen und anzuhören?

Keiner kauft Musik

Das Problem sei, das heutzutage keiner mehr Musik kaufen möchte. Früher habe man sich eine Schallplatte oder eine CD ins Regal gestellt. Heute werde nur noch konsumiert.

Die Datenrate zB auf YouTube ist so niedrig, daß man qualitativ hochwertige Musik so nicht dauerhaft hören möchte. Man hört sich das auf Youtube an und wenn es gefällt, besorgt man es sich dann zB als CD. Der Unterschied im Klang ist deutlich hörbar, zB bei klassischer Musik. Es gibt mittlerweile auch hochwertigere Streams, aber die sind idR nicht kostenlos. Oder die Musik steht von vorneherein unter einer freien Lizenz (zB CC), wie bei Jamendo.

Das meiste, was kostenlos gestreamt wird, ist Ex & Hopp - Musik. Das, was auch aktuell im Radio läuft. Nichts wirklich Besonderes, nichts, das man sich kaufen und die nächsten 30 Jahre anhören möchte.

Macht doch einfach wieder Musik, für die es sich lohnt, Geld hinzublättern.

@ geselliger misa (13:35): oder diese Bilder nutze ich ab und an

@ geselliger misa

Außerdem nutze ich auch gerne ab und an die Fotos von der Tagesschau-Wetterseite:

https://wetter.tagesschau.de

Die sind hoffentlich auch sauber und lizenzfrei. Zumindest steht nichts ueber eine Lizenz dabei. Denn da habe ich selber schon nachgeschaut.

@ dumm aber deutsch (13:50): dort es das ja explizit gewollt!

hi dumm aber deutsch

Offenbar begreifen Sie das Angebot von Youtube als eine Art hoheitliche staatliche Aufgabe und das "Uploaden" zu Youtube als eine Art Bürgerrecht.

Zuerstmal:
diese Plattform youtube gehört Google. Und Google will ja explizit, dass diese Videos genutzt werden können und viele solche wie Helene Fischer, Andrea Berg und viele viele andere stellen dort selbst die Videos ein. Und damit muessen die damit rechnen, dass diese Videos - mit Hilfe von ein paar feinen Browser-Addons - runtergeladen werden.

Wenn die nicht wollten, dass man das macht, dann hätten die ihre Videos dort nicht reinstellen sollen. Weiterhin machen die Vorgenannten damit auch Werbung fuer sich und ihre Musik.

Und viele andere youtuber die ebenfalls ihre Musik dort reinstellen wollen ja auch explizit, dass ihre Werke genutzt werden können. Das schreiben die ja zum Teil auch untendrunter in den Kommentarspalten.

Gebrauchsmusterschutz und Copyright....

.... wie wäre es denn, wenn jeder Automobildesigner, jeder Textildesigner oder auch jeder Architekt auf dem Abbildungsrecht seiner Creation beharrte. Wir könnten keine einzige Fotografie mehr veröffentlichen. Und wie wäre es, wenn die Nasa jeden Raketenstart geheim hielte? Die Mondlandung würde allgemein als "nicht stattgefunden" gehandelt. Wenn Churchills Nachkommen seine Abbildungen und seine Reden als persönliches Familieneigentum handhaben würden, könnte man diesen Teil der britischen Geschichte streichen? Musik ist an öffentliche Aufführung gebunden, dass die Musikindustrie diese Aufführung Monopolisieren möchte, ist nicht neu. Kultur gehört allen, sie zugänglich zu halten, auch für die Armen, ist Aufgabe der Politik. Es ist essentiell dass das Internet unzensiert bleibt.

Ich bin hin und her gerissen...

...denn zum einen kann ich es nachvollziehen, daß Künstler sich verar...
fühlen ihre Werke z.B. auf Youtube zu sehen die dann dort kostenlos downgeloadet werden.
Aber...

...wer garantiert uns Bürgern denn die absolute Sicherheit, daß Upload Filter nicht auch so eingesetzt werden können das sagen wir mal unerwünschte
Kritik an die da oben nicht einfach so gebannt wird?

Da liegt bei mir das Problem.
Ich habe kaum noch Vertrauen in die Politik mancher Parteien.

Gerade bei Youtube läuft so einiges schief und ist so wie es jetzt ist außer Kontrolle.
Was dort alles Online ist, ist schon der Wahnsinn.
Und genau aus diesem Grund hat letztes Jahr einer meiner Lieblings Musik Künstler (Wumpscut) aufgehört Songs zu schreiben.
Eben wegen den kostenlosen Download seiner Werke auf Youtube.

Und das macht mich schon ein wenig traurig, da viele seiner Songs meiner Meinung nach Meisterwerke der Gothic Szene sind.

@ dumm aber deutsch (14:36): nein sowas fuehrt zu Overblocking

hi dumm aber deutsch

Vielleicht stoppen diese Filter wenigstens ja mal einen Teil der FakeNews im Internet.

Nein solche Filter können immer nur so gut sein wie der Mensch der sie programmiert. Und ein Mensch ist genauso fehlbar wie ein Computer was wir ja bei Lion-Air und bei Ethiopian Airlines gesehen haben.

Von daher kann es hier sehr leicht zu overblocking kommen und dass fuehrt nur zur Zensur und damit ist das freie Netz tot!! Deswegen: weg mit diesen Filtern!

Zum Glück @ Schutzbefohlener ....

... sind die EU und China nicht nur geografisch, sondern auch ideelogisch weit von einander entfernt.
Das g e r a d e wo wir Deutschen doch sehr zu Kavaliers-Delikten neigen so eine Regelung Sinn macht, gerade auch weil sie von Vielen nicht oder nur unzureichend verstanden wird.
Wenn dann die Dinge nicht mehr so funktionieren wie vor dem, also der Web-User "Lehrgeld" bezahlen muß weil er leer aus ging, das verstehen wir Deutschen um so besser.
Dann wird sich auch mit dem Gesetz beschäftigt und dann wird es auch verstanden und zwar im Sinne der Gerechtigkeit, denn darum geht es in erster Linie bei der Änderung.
Geistiges Gut soll seinem Wert entsprechend bezahlt werden - finde ich gut!!!
Und ganz ehrlich, möglicherweise starren dann viel weniger Leute auf Smartphone, sehen so wieder wie interessant die Welt doch ist.

@dumm aber deutsch

"Das ist doch auch gut so. Warum soll in Foren ohne Konsequenz gegen das Urheberrecht verstoßen werden dürfen?"

Das darf man auch heute schon nicht. Dafür brauchen wir keine neuen Gesetze.

Pauschalverträge.

"Am 23. März 2019 um 14:27 von riewekooche
Denken wir an die Videos vom Meteoriteneinschlag vor ein paar Jahren in Chelyabinsk: Videos durften in einigen Teilen der Welt (zB in D) nicht publiziert werden, weil im Hintergrund die Musik des Autoradios zu hören war. "

Sie haben Recht.
Genau darum geht es.
Upload Filter können nicht alles.
Darum gibt es nur eine Lösung.

Pauschalverträge.

Es betrifft sowieso nur die big player.

Mit einem Pauschalvertrag ist alles geregelt.

Die großen Verlage sind im Goldrausch.
Der Künstler oder Urheber hat seine Rechte an den Verlag verkauft
und hat nichts davon.

Es geht nicht um Künstler sondern um die Verlage. Es geht ums große Geld.

Wegen eines Künstlers macht man keine Abstimmung im EU Parlament.

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