Ihre Meinung zu: Immer mehr Schüler fallen durchs Abitur

26. März 2019 - 13:20 Uhr

In den nächsten Wochen stehen in Deutschland wieder die Abiprüfungen an. Einerseits werden die Noten immer besser - andererseits fallen immer mehr Schüler durch. Zuletzt etwa einer von 26 Prüflingen.

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Kommentare

wen wundert

waren früher 10 % auf dem Gymnasium sind es heute über 50 %
dazu noch G 12
also wenn die Intelligenz nicht exorbitant zugenommen hat
(oder die Anforderungen zurückgingen) doch eigentlich klar

Immer mehr Schüler fallen durchs Abitur

Ja. Meine Güte. Wenn etwas weniger als vier Prozent der Schüler heute durch das Abitur fallen, dann ist das in diesem Land natürlich schon ein Grund zum Schreien. Und besser werden sie gleichzeitig auch?
Bereits die Generation, die am Ende der 1990er Jahre das Abitur gemacht oder auch nicht gemacht hat, bekam immer wieder fleißig in den Kopf gehämmert, dass sie nur zusehen solle, dass sie es auch schafft, denn ohne das Abitur käme sie niemals in einen festen Arbeitsplatz hinein. Diese Generation konnte sich lediglich über die herkömmlichen Schulbücher bzw. Buchhandlungen bilden, für die sich Buchleser ja schon fast das Gefühl haben, sich entschuldigen zu müssen. Und das war bekanntlich vor dem Internet und der Digitalisierung der Welt bzw. der Entgrenzung der Arbeitswelt.
Das Abitur von heute in der digitalisierten Welt ist nicht vergleichbar mit dem Abitur der Arbeitswelt vor dem Internet, da das Netz zum Lernen als Hilfestellung sowie als eine Orientierung mitverwendet werden kann.

12:38 von Sisyphos3

wen wundert

waren früher 10 % auf dem Gymnasium sind es heute über 50 %
dazu noch G 12
also wenn die Intelligenz nicht exorbitant zugenommen hat
(oder die Anforderungen zurückgingen) doch eigentlich klar
///
*
*
Sie können sicher sein, die Ergebnisse entstehen trotz zurückgegangener Anforderungen.
*
(Zensuren zeigten ja ursprünglich auch das hervorragende Lehrergebnis. Bis die Wertschätzung jetzt durch die Darstellung der Schwierigkeiten der Pisajobber verbessert werden soll)

Unsere Auszubildenden waren

vor 30 Jahren gute Hauptschüler. Vor 20 Jahren überwiegend Realschüler, kaum noch Hauptschüler und selten Abiturienten. Heute kommen die meisten mit Abi zu uns, einige mit mittlerer Reife und Hauptschüler fast gar nicht mehr. Die Azubis sind heute deutlich schlechter als früher, Handwerkliche Fähigkeiten sind mangelhaft dafür glauben diese sie hätten die Fähigkeiten den Laden zu übernehmen oder die nehmen die verkürzte Ausbildung als Sprungbrett um dann auf Berufschullehrer zu machen. Fakt ist, die Leistung an sich und auch der Einsatz nehmen stark ab. Aber das ist ja offensichtlich von der Politik so gewollt.

Wundert nicht wirklich oder?

Mein Sohn ist in der 6. Klasse Gymi. Anforderungen, dass man sich nur noch an den Kopf fast! Nur leider passt der Unterricht, wenn er mal grad nicht ausfällt, nicht zu den gesetzten Anforderungen! Unser Bildungssystem kann man in der Pfeife rauchen! Drum versäumen die Kids auch nichts, wenn sie Freitags für die Umwelt demonstrieren! Das macht wenigstens noch Sinn!

Inflation der Schulabschlüsse

Wenn man endlich die Inflation der Schulabschlüsse stoppen würde, indem man einen Hauptschulabschluss wieder zu dem Volksschulabschluss macht, der er früher einmal war, dann wäre das besser für alle Beteiligten.
.
Abgesehen von den Problemen, die die in großen Zahlen und kurzer Zeit zugewanderten Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse dem Schulsystem aufbürden, so ist das Wegerodieren der klassischen Schulabschlüsse jenseits vom Abitur das größte Übel.
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Es sollte eine vernünftige Allgemeinbildung in den Hauptschulen vermittelt werden, die auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet. Das Gymnasium hingegen war von jeher der klassische Weg in die Universität.
.
Dass eine Gesellschaft, die nur aus Akademikern besteht, irgendwann nicht mehr funktionsfähig ist, das wissen wir; warum steuert die Schulpolitik dann aber auf dieses Ziel hin und lässt diejenigen, die den zweifelhaften Karrieresprung ins Gymnasium nicht schaffen ganz allein?

Bei den massiven Unterrichtsausfällen,

wen wundert es?
Klar, statistisch gesehen sind die Unterrichtsausfälle gering in echt aber ganz anders.
Wer an der Bildung spart, der verspielt die Zukunft des eigenen Volkes.
Als erstes einmal dafür sorgen, dass Schule bundeseinheitlich geregelt wird und dieser Bundesländerkram ein Ende hat.

Kann man sagen, dass die Noten besser geworden sind?

Oder sind die Prüfungsaufgaben einfacher geworden?

Während meiner letzten aktiven Jahre als Hochschuldozent hatte ich zumindest das Gefühl, als träfe die Aussage mit dem Schwierigkeitsgrad der Prüfungsfragen zu.

@ Sisyphos3

Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

@ "Unsere Auszubildenden waren"

Zumindest tröstlich, dass auch andere diese Beobachtung getroffen haben. Die alleinige eigene Meinung mag ja durch weitere Faktoren verfälscht sein.
Ja, jetzt zwar nicht das Niveau der Auszubildenden, aber sehr wohl das der Studenten (ich weigere mich "Studierende" zu benutzen ...) hat in den letzten 10 Jahren drastisch abgenommen. Zuletzt konnte man nicht einmal mehr den Dreisatz als Selbstverständlichkeit voraussetzen. Die Frage, ob man "Differentialrechnung" mit einem oder zwei "f" schreibt, scheiterte schon am schwierigen Wort.

Zuletzt scheiterte etwa einer von 26 Prüflingen.

Ganz ehrlich? Geht es noch??? Einer von 26? Also ich kann mich erinnern, dass in meinem Jahrgang alleine in meiner Klasse 4 das Abitur nicht geschafft haben und wiederholen mussten. 26 Schüler. Das entspricht einer ganzen Klasse. Wenn beim Abitur jeder durchkommt, muss doch erst recht etwas falsch laufen. Da wird nun aber wohl etwas zu viel Wind gemacht.

Eine Prüfung, bei der niemand oder

fast niemand durchfällt, ist keine Prüfung, sondern eine Farce.
Aber die Meldung passt zur politischen Situation, in der jeder und jede, der/die mal eine Schule betreten hat, Abitur machen und studieren muss - dadurch werden die anderen Abschlüsse signifikant abgewertet. Mit einem "Quali" nimmt heute kein Hund mehr ein Stück Brot von Ihnen. Das ist politisch herbeigeführter Unfug.

@ digitaler Fußabdruck

Na das hat ja nicht lange gedauert bis jemand vom Thema Abiturnoten auf das Thema Zuwanderung kommt. Genauso gut kann ich jetzt zur Masernimpfung überleiten.

Eine sinnvolle Idee im Sinne Chancengleichheit und Weiterentwicklung dieser Gesellschaft wäre genau das Gegenteil ihrer Vorstellung: die Loslösung der Schulbildung von Berufsvorbereitung. Damit würde man übrigens auch diesen abartigen Leistungsdruck und Gymnasialansturm beenden.

Abitur 1967

2 von 24 sind durchgefallen, der Klassenbeste hatte bei seiner Abschlussnote ein 2 vor dem Komma, alle haben ein Universitätsstudium absolviert, 6 Ärzte, 6 Juristen, 6 Lehrer, 1 Physiker, 1 Informatiker, damals Kolibri, 1 Psychologe, später Erfinder, "Start-up Inhaber einer Firma mit 150 Mitarbeitern, 1 Sinologe, was aus den anderen geworden ist, wissen wir nicht. Zwei Habiliterte, 10 Promovierte.
Dies alles vor dem Niedergang des Deutschen Bildungssystems .

Armes Deutschland, wie klein die Fux !

Wenn man heute für eine Berufsausbildung...

...das Abi (und zwar ein gutes!) braucht, wo früher der Haupt- oder Realabschluss ausreichte, lässt das mehrere Schlüsse zu.
Einer ist ganz sicher die immer erbärmlicher werdende Qualität der Schulausbildung, die Unterrichtsinhalte werden allzu oft von reinen Theoretikern festgelegt, die oft intelligent sind (ich habe das selbst erlebt), aber vollkommen realitätsfern agieren.
Andererseits steht auch der Schüler ganz klar in einer Bringschuld; wo ist die Eigeninitiative, z. B. sein fehlendes Wissen zusammen mit KlassenkameradInnen aufzuforsten?
Die “Schuld“ für mangelnde Leistungen bei Mami und Papi zu suchen, die nicht über hinreichende Mittel verfügen, eine Nachhilfe anzuheuern, ist allzu bequem.
Mein Abischnitt hatte eine 3 vorm Komma, und die hatte ich mir wahrhaftig hart und mit viel Eigeninitiative erarbeitet. Eine 1 hatte keiner meiner Mitschüler vor dem Komma.
Na ja, sind auch so um 55 Jahre her...

An Sprachloser v 12:56Uhr, Sie haben so Recht!

Das ist auch mir bei unseren Auszubildenden aufgefallen!
Das Niveau ist in den letzte 20 Jahren gesunken!

Aber was wollen sie machen wenn Jugendliche ihren Traumberuf bei Youtube, DSDS oder GNTM suchen.

Lehrermangel - nix gelernt

Wen wundert es, bei dem enormen Ausfall an Unterrichtsstunden. Mein Sohn macht das letzte G8-Abi und es sind aus seinem Kurs schon zahlreiche Schüler raus - die haben es nicht mal bis zur Abianmeldung geschafft. Der Lehrermangel hat definitiv dazu beigetragen! Wo nix beigebracht , kann nix geprüft und nix bestanden werden.

@Am 26. März 2019 um 12:57 von lh

ich bezweifle anhand der Daten im Bericht, dass sich Ihre Auffassung mit denen der zugenommenen 1er-Schüler deckt. Das Problem mit dem Abitur in Deutschland ist, dass zu viele Eltern meinen, nur das Abitur ist der einzig mögliche Bildungsabschluss. Vielleicht reden Sie mal mit Ihrem Sohn und seinen Lehrern und ermitteln welche Schulart wirklich die geeignete Schulform ist. Das erspart Ihnen und Ihrem Sohn eine Menge Stress. Nicht jeder muss an der Uni enden. Es wird Zeit, dass den mindestens genauso hochwertigen Ausbildungen in Handwerk und Industrie wieder ein höherer Stellenwert zugeordnet wird.

Na woran das wohl liegt?...

...Herr Lehrer, ich weiß es ich weiß es!

---

Meine Meinung dazu ist...:
Die Jugend von heute wird systematisch "verdummt".
Viele Schüler sind heute schon so abhängig von Dingen der elektronischen Welt, Smartphone etc. p.p. und der heutigen Medienlandschaft und dem Müll aus dem Fernsehen, daß diese Jugendlichen nicht mehr unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht.
Auch glaube ich, daß durch diese ganze Ich muß 24h online sein um meinen "Freundeskreis" auf FB, Twitter, Whats App usw. genüge zu tun.
Ein strukturiertes lernen für die Schule fällt dann in die Ablage "P".

Auch sind die Eltern der Kinder von heute meistens schon ebenfalls mit diesem Online Wahn-Virus infiziert.

Meine Abschlußvermutung...:
Das ist noch nicht das Ende.
Es wird noch schlimmer werden.

Die 1 am Zigarettenautomat

Solange man, wie heute üblich, überspitzt dargestellt, die 1 am Zigarettenautomat ziehen kann, sind die Durchfaller weniger das Problem. Es studieren Leute, die eigentlich gar nicht an die Uni gehören. Auf der anderen Seite fehlt Nachwuchs im gewerblich- handwerklichen Bereich.

Das ganze ist doch dem

Das ganze ist doch dem Problem geschuldet, dass Eltern ihre Kinder auf dem Gymnasium sehen (Statussymbol), obwohl die Kinder dort schulisch überfordert sind. Folge dessen ist, dass durch diese Schüler das Niveau auf dem Gymnasium abfällt, weil in Klasse 11 der Lehrer wiederholt erklären muss, dass Südamerika und Südafrika zwei verschiedene Paar Schuhe sind und die Photosynthese nichts mit der Kamera im Iphone zu tun hat.

Nach dem bekannten Sprichwort:

Die Gruppe ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied...

werden die guten Schüler in ihrer Bildung ausgebremst, weil im Unterricht ständig Basiswissen wiederholt wird, anstatt sich mit komplexen Inhalten zu beschäftigen.

Folglich bedarf es nicht dem Wunsch der Eltern, ob ein Kind das Gymnasium besuchen darf, sondern es bedarf klarer Leistungsmerkmale, ob das Kind aufs Gymnasium darf (Notendurchschnitt oder ähnliche Standards)

@ DemokraSte, um 13:13

“...Loslösung der Schulbildung von Berufsausbildung. Damit würde man übrigens auch diesen abartigen Leistungsdruck...beenden.“

Wie stellen Sie sich das konkret vor?

Abgesehen davon, dass zwar ein großes Wehklagen über Leistungsdruck an Schulen, v. a. Gymnasien herrscht, aber niemand so recht bezeichnen kann, wo denn der Leistungsdruck so abartig anzufangen beginnt.
Wenn der Kopf schwirrt, wird es schnell unangenehm, dann muss unbedingt Abwechslung her.
Ich spitze das mal bewusst zu:
“Selbst schuld, wenn ich die Aufgabe nicht lösen kann - warum machst du sie nicht einfacher?“

Das Diagramm...

... sieht etwas merkwürdig aus. Irgendwie haben die Zahlen nicht so wirklich viel mit der Größe der Balken zu tun. Hat man so was nicht auch irgendwann mal im Abi gelernt?

einer von 26 Prüflingen

fällt also durchs Abitur. In meinen Studentenkursen sind dann immer noch fünf, die eigentlich hätten durchfallen müssen, aber es irgendwie bis an die Hochschule geschafft haben. Ich verzweifle immer, wenn ich - wieder mal - Studenten der Elektrotechnik und Informatik den natürlichen Logarithmus oder gar den Pythagoras erklären muss. Und es nicht schaffe, weil das intellektuelle Potential eben nicht bei allen dafür reicht.
Wir haben zu viele Gymnasiasten und zu niedrige Anforderungen für das Abitur. Und eben deshalb wird unser Bildungsstand durch die Abiturientenschwemme nicht besser, sondern schlechter.

Heute nicht schlechter als vor 50 Jahren

Abi-Jahrgang 1969; in der Abitur-Klasse 20 Schüler, davon 3 durchgefallen (haben im Folgejahr das Abi geschafft).

Unterrichtsausfall: Theoretisch an 6 Tagen in der Woche 6 Schulstunden = 36 Schulstunden in der Woche; praktisch in der Oberstufe (11te, 12te, 13te Klasse) meist weniger als 26 Schulstunden pro Woche.

Klassenbester: Durchschnittsnote 2,3 ==> konnte damit noch Medizin studieren. Der Rest zwischen 2,7 und 4,0 als Abi-Durchschnitt. Studiert haben wir alle mit Erfolg.

Was war damals besser, was ist heute schlechter?

Bitte Niveau halten!

Bitte jetzt nicht den Fehler wiederholen, der schon mehrfach begangen wurde, nämlich einfach das Niveau eines Schulabschlusses abzusenken, wenn die Leistungen der Schüler zurückgehen. Den Hauptschulabschluss bekommt man heute ja schon hinterhergeworfen.

Nein, wer das Niveau nicht erreicht, der bekommt eben das Abitur nicht. Der hat es dann wahrscheinlich auch nicht verdient ...

@ Niemand, um 13:39

Was heute schlechter ist, steht im Artikel.
Ihre Frage sollte richtiger lauten:
“Warum ist es heute schlechter?“

@13:11 von derdickewisser

"Eine Prüfung, bei der niemand oder fast niemand durchfällt, ist keine Prüfung, sondern eine Farce."

Wenn allerdings berücksichtigt wird, wieviele Schüler bis zur Abiturprüfung auf der Strecke bleiben, dann würden Sie ihre Aussage vielleicht revidieren.
Ein anderes Beispiel zur Verdeutlichung: Beim 2. Staatsexamen Medizin liegt die Durchfallquote bei 1%. Die Prüfung ist sicherlich keine Farce. Vielmehr ist der Weg, dort hinzukommen, die eigentliche Schwierigkeit.

Leistungsverlust

Jetzt wird der Leistungsverlust an den Schulen schnell den Eltern zu geschoben.
Ich habe 1979 die Realschule mit mittlerer Reife und einem Schnitt von 2,6 verlassen.
Jahre später traf ich bei einem Klassentreffen unseren Deutschlehrer und den Geschichtslehrer wieder.
Beide bestätigten, dass das gesamte Niveau der Schulen baden gehe und ich dürfte meinen Abschluss ganz sicher noch über das heutige Abitur stellen.
Das Niveau der Lehrer hat auch deutlich nachgelassen, wie ich bei den Lehrern meiner beiden Söhne festgestellt habe.

Abi bestanden, Gesellenprüfung vergeigt

Von meinen etwa 20 Azubis zum Schreiner hat im letzten Jahr erstmalig einer die Gesellenprüfung nicht bestanden, trotz vollem Programm von 1 Jahr BGJ und 2 Jahre Dual. Der Mann ist 24 Jahre alt und hatte zuvor ein ordentliches Abi gebaut.

Auf eine Wiederholung verzichtete er. Er will jetzt lieber BWL studieren. Klar, die Voraussetzungen dafür hat er und vielleicht ist es auch nicht so schwer.

Dieser Einzelfall erlaubt mir natürlich keine Beurteilung der Wertigkeit des Abis. Einen seltsamen Eindruck hinterlässt es allerdings schon, zumal von den vorherigen Azubis 2 kein Quali hatten und einer davon jetzt Abteilungsleiter in einem Baumarkt ist.

@12:38 von Sisyphos3

"waren früher 10 % auf dem Gymnasium sind es heute über 50 %
dazu noch G 12"

Aus den ansteigenden Schülerzahlen lässt sich NICHT auf ein sinkendes Niveau schliessen.
Der letzte Bildungsbericht der OECD bestätigt, dass der Leistungsstandard in gymnasialen Bildungsgängen infolge der ansteigenden Schülerzahl nicht gesunken ist.

@einer von 26 Prüflingen 13:39 von frosthorn

"Studenten der Elektrotechnik und Informatik den natürlichen Logarithmus oder gar den Pythagoras erklären muss"

Obwohl Sie ja Recht haben, aber insbesondere Mathe erfordert schon einen
didaktisch hervorragend versierten Lehrer.

Die gibts leider kaum.
Dann weicht man auf die 'modernen' Hilfsmittel aus
und lernt daher so gut wie nichts über die notwenidigen Hintergründe.

Ich bin heute noch fasziniert über die Schönheit mancher 'Formeln'.
Besonders die eigenen ;)
Gibts leider zuwenige.
Aber die Natur ist ja auch kein Wunschkonzert.

Erschwerend kommt hinzu das die Abiturientenschwemme
dem Mittelstand geschuldet ist.
- Ohne Abi keinerlei 'Karriere' -

Eine Abwärtsspirale,

die schon lange in Gang gesetzt wurde.
Anforderungen herabschrauben generiert schwächere Schüler, die werden zu schwächeren Studenten und diese wiederum zu schwächeren Lehrern.

@ frosthorn, um 13:39

Hihi, machen Sie sich auf Widerspruch gefasst...
Ich habe ca. 35 Jahre mit der Aus-/Fortbildung von Menschen zwischen 10 und 60 Jahren zu tun gehabt und genau das kann ich bestätigen.
Im Chemieunterricht Jgst. 10 oder 11 brauchte nur der Begriff “ Dreisatz“ zu fallen, da sanken die Schultern von 90 % der Schüler schlagartig.
Besser ist das seither ganz sicher nicht geworden.
Hoffentlich begreift man im Kultusministerium und in der Folge bei den Arbeitgebern irgendwann einmal, dass ein Abiturient keineswegs der bessere Handwerker ist.
Aber das dürfte ein langer und steiniger Weg sein, und da beginnen wir uns im Kreise zu drehen...

13:59 von morph63

am Gymi meiner Tochter verließen im 1./2. Jahr 30 % der Schüler die Anstalt
O Ton des Klassenlehrers
- irgendwie muß man ja den Wegfall der Grundschulempfehlung merken
.
und wenn der Leistungsstandard nicht gesunken ist,
hat sich die Intelligenz der Schüler erhöht ?
wenn heutzutage 5 mal so viele "geeignet" sind diese zu besuchen
nachdem es denen früher "nur" zur Volksschule gereicht hat

@Sisyphos3

Waren Sie je in der Schule?
Zuallererst die Gymnasialquote beträgt 40% und es waren früher 20%. Um die Zahlen richtig zu stellen.

Ich habe dort einen beachtlichen Teil meines Lebens zugebracht und Intelligenz war dort nie gefordert.

Die Bereitschaft zum repetieren; oder wie es im Artikel heißt "die Bereitschaft zum kontinuierlichen lernen" ist (und war) das Einzige was zählt.
Zumindest am Gymnasium.

Aus soziologischen Studien wissen wir, dass heutzutage vor allem die Mittelschicht ihren Nachwuchs "coacht".
D.h. viele Eltern verbringen - im Gegensatz zu früher - mehrere Stunden damit Ihren Nachwuchs zu "schulen".

In der Mittelschicht ist nämlich das Wunschdenken, dass Bildung im Leben relevant ist, weit verbreitet.

Bei gleichen Anforderungen steigt daher die Abiturientenquote.

Am 26. März 2019 um 13:13 von DemokraSte

"Damit würde man übrigens auch diesen abartigen Leistungsdruck und Gymnasialansturm beenden."

Wo bitte sehen können Sie in unseren Schulen Leistungsdruck erkennen?
Hätten wir den, wären die Realschulen und Hauptschulen noch gut besucht, das Abitur wäre weiterhin eine Auszeichnung und die Anforderungen würden nicht ständig gesenkt. Kurz gesagt, wir hätten weiterhin eine intelektuelle Elite, die Fortschritt gewährleisten könnte.
Wir erleben gerade die Auswirkungen linker (Un)bildungspolitik. Rudern wir jetzt nicht dramatisch zurück, werden wir in den nächsten Jahren froh sein, wenn wir den Schulabgängern nicht noch in der Mittagspause das Essen mundgerecht zuschneiden müssen.

Am 26. März 2019 um 13:35 von berelsbutze

"Folglich bedarf es nicht dem Wunsch der Eltern, ob ein Kind das Gymnasium besuchen darf, sondern es bedarf klarer Leistungsmerkmale, ob das Kind aufs Gymnasium darf (Notendurchschnitt oder ähnliche Standards)"

Hatten wir schonmal (Empfehlungsscheiben nach der Grundschule), ist leider dem verantwortungslosen verwechseln von Gleichberechtigung und Gleichstellung zum Opfer gefallen.
Dabei wurde großzügig übersehen, daß die Gleichberechtigung schon lange erreicht war. Es durfte nämlich schon immer jeder ausreichend gute Noten produzieren.

14:14 von MrSlim

Hamburg bei 50,4 % in BW "nur" bei 44 %
ansonsten
Im Schuljahr 1952/53 besuchten im neu gegründeten Baden-Württemberg 688 700 Schülerinnen und Schüler die Volksschule, mit einem Anteil von rund 82 % die eindeutig dominierende Schulart. Die Höheren Schulen kamen auf einen Anteil von 14 %. Hilfs- und Sonderschulen sowie Mittelschulen spielten zahlenmäßig keine Rolle

Hochschulen...?

Ich möchte noch etwas ergänzen.

Man kann mit Fleiß, und ohne Intelligenz, ein 1,0 Abitur am Gymnasium erreichen, aber bei einem Hochschulstudium ist dies nicht mehr möglich.

Die Prüfungen am Gymnasium orientieren sich am Unterrichtsstoff. Dies klingt banal, aber es folgt, dass die bloße Anwesenheit im Unterricht, zumindest bei einem intelligenten Schüler, genug für eine befriedigende Noten ist. Denn in der Klausur wird der Schüler nur (oder zumindest ganz überwiegend) auf den (aus dem Unterricht) bekannten Stoff treffen.

Die Tatsache, dass das "coachen" der Kinder heute normal ist, verzerrt den Schnitt. Wer einen Intelligenztest übt, steigert die Intelligenz nur formell.

Insofern ist der "Leistungsdruck" den viele Eltern spüren real. Wer "coacht" will gewinnen.

@Komplex einfach
Sie haben das Problem erkannt: Die Linken haben unser Land ruiniert! Zwar gab es in vielen Bundesländer nie eine SPD Regierung (oder links davon), aber man sollte sich nicht von Details aufhalten lassen!

14:02 von harry_up

"Hoffentlich begreift man im Kultusministerium und in der Folge bei den Arbeitgebern irgendwann einmal, dass ein Abiturient keineswegs der bessere Handwerker ist."

Das mag so sein. Meine Erfahrung ist eine andere. Als Handwerker (Schreinereibetrieb) habe ich in den letzten 25 Jahren jedes Jahr einen Auszubildenden begleitet. Die Abiturienten (bzw. schon etwas ältere Semester) waren mir die Liebsten, denn der Beruf Schreiner ist meines Erachtens ein hochkomplexer und anspruchsvoller Beruf, bei welchem viel das "theoretische Hintergundwissen" benötigt wird. Alle Hauptschüler, welche in Ausbildung waren, sind mehr oder weniger gescheitert oder haben abgebrochen, denn es geht in unserem Beruf nicht nur darum, eine Maschine bedienen zu können. Für diverse Defizite mache ich allerdings auch die Berufsschulen verantwortlich. Winkelfunktionen / Dreisatz oder ähnlich mathematisch "schwierige" Themen werden da vernachlässigt.

Untergang des Abendlandes

Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.
Keilschriftnotiz, Chaldäa, um 2000 v. u. Z.
...einige Dinge ändern sich halt nie...

@Sisyphos3

"m Schuljahr 1952/53 besuchten im neu gegründeten Baden-Württemberg 688 700 Schülerinnen und Schüler die Volksschule, mit einem Anteil von rund 82 % die eindeutig dominierende Schulart. Die Höheren Schulen kamen auf einen Anteil von 14 %. Hilfs- und Sonderschulen sowie Mittelschulen spielten zahlenmäßig keine Rolle"

Wir beide wissen wohl, dass es in den 1950ern noch Schulgeld zu zahlen war.
Ohnehin mussten viele, aufgrund Ihrer Familienverhältnisse arbeiten, weil das Geld gebraucht wurde.

Viele gingen daher auf die Volksschule und später auf das Abendgymnasium. Ich behaupte, dies betraf mehr als jeden zehnten. Es betraf all jene, die beruflich aufsteigen wollten, und das war die Mehrheit.

Also einigen wir uns auf 25% in den 1950ern, und heute 50%.

@ komplex einfach

„Hatten wir schonmal (Empfehlungsscheiben nach der Grundschule), ist leider dem verantwortungslosen verwechseln von Gleichberechtigung und Gleichstellung zum Opfer gefallen.
Dabei wurde großzügig übersehen, daß die Gleichberechtigung schon lange erreicht war. Es durfte nämlich schon immer jeder ausreichend gute Noten produzieren.“

Das kenne ich aus meiner Schulzeit aus Niedersachsen auch noch so. Da gab es in Klasse 5+6 die Orientierungsstufe. Da wurden in Mathe, Deutsch und Englisch A-, B- und C-Kurse angeboten. Entsprechend der Leistungen wurden die Schüler eingeteilt und nach Klasse 6 mit einer Empfehlung in die nächste Schulform geschickt (A Kurse Gymnasium, B Kurse Realschule, C Kurse Hauptschule).
Mit einer Empfehlung für die Hauptschule hatten Eltern keine Chance, dass Kind auf dem Gymnasium anzumelden. Es konnte nur eine Empfehlungsstufe übersprungen werden und auch nur dann, wenn man zu den besseren Schülern der B Kurse gehörte, um doch aufs Gymnasium zu gehen. Das war top!

Am 26. März 2019 um 14:32 von MrSlim

"Zwar gab es in vielen Bundesländer nie eine SPD Regierung (oder links davon), aber man sollte sich nicht von Details aufhalten lassen!"

Nennen Sie mir bitte ein einziges Bundesland, das noch nie die Linke, SPD oder Grüne zumindest anteilig in der Regierungsverantwortung hatte. Mir würde keines einfallen.
Und selbst wenn, warum wohl ist ein Bundeskanzlerin Merkel in linken Parteienspektrum so beliebt. Es ist auch den Konservativen nicht verboten, "linke" Bildungspolitik zu betreiben.
Aber ich weiß, ist doof wenn man die Schuld irgendwann mal nicht mehr abweisen kann.

Abitur

Ehemals das "Zeugnis sittlicher Reife", Eintrittskarte zu akademischer Bildung, ist es dazu verkommen, um zu einem Bacalor-Abschluss gelangen zu können, an der TU Darmstadt im Fach "Körperpflege".
Darf es sein, dass sich einem humanistisch gebildeten Arzt, über 70 Jahre alt, sich dabei der Magen umdreht ?

2. Blick

der Sinn dieser Meldung erschliesst sich erst beim 2. Blick.
Die Durchfallquote ist bei 2 bis 6%.
Na und?
Macht nunmal jeder 2. Abitur....

Oder ist das Ablenkung?

1.
Es gibt massivste Probleme, kein Lehrernachwuchs, zerfallene Schulen, fehlende Schulen, katastrophal grosse Klassen.
2.
Um Gottes willen darf auch nichts vom fleißigen Elternhaus abhängen...

Bloss nichts an 1. ändern wollen.

Ganz am Rande:
Wo landet eigentlich unser Steuergeld?

Keule sozialer Background

Nein, anstatt dass angeprangert wird, dass die Abiturienten aus eigener Kraft die Schullaufbahn mit dem Abitur krönen sollen und damit Studierfähigkeit beweisen, wird rumlamentiert, es wäre ungerecht, weil sich nicht alle Nachhilfe leisten könnten.

So eine falsche Denkweise, wer nur mit Nachhilfe erfolgreich ist, ist nicht studierfähig.

Meiner Meinung nach müssen die Ansprüche insbesondere in der Oberstufe steigen, so dass die Abiturprüfung selbst "leicht" erscheint. Alles andere ist rausschmeißen von Energie und Geld für nicht studierfàhige .

Klagen von Sextanereltern ihr Sprößling sei in der sexta überfordert, die Schule sei schuld , da hörts doch auf, warum bitte schön, quält man sein Kind auf dem Gymnasium, wenns da nicht hin gehört?

@14:52 von hambacherschloss

Falls es nicht sein darf, so habe ich als 40jähriger Physiker ebenfalls ein Problem... Das ist eben das Ergebnis, wenn in den Bildungsvergleichen der Länder nicht eine möglichst hohe Zahl Studienbefähigter sondern eine möglichst "sozial gerechte" Verteilung möglichst vieler Studienberechtigter das ausschlaggebende Kriterium ist. Ein bösartigerer Mensch als meine Wenigkeit würde es auf die Spitze treiben und jedem Schüler nach Abschluss der 4. Klasse die Hochschulreife bescheinigen. Das Ergebnis wäre im Ländervergleich ein gewaltiger Vorsprung!

@13:25 von harry_up

"Wenn man heute für eine Berufsausbildung das Abi (und zwar ein gutes!) braucht, wo früher der Haupt- oder Realabschluss ausreichte, lässt das mehrere Schlüsse zu."

Dennoch ist im internationalen Vergleich die Akademikerquote in Deutschland traditionell niedrig. Der Grund hierfür liegt im dualen Ausbildungssystem. Viele Aufgaben, die in anderen Ländern durch Akademiker wahrgenommen werden, werden bei uns durch Absolventen beruflicher Ausbildungsgänge wahrgenommen.
Durch die Globalisierung und die damit verbundene Arbeitsmarktöffnung steht nun aber diesen gut ausgebildeten Absolventen eine Gruppe von vermeintlich besser ausgebildeten ausländischen Akademikern gegenüber, was ihre Lage schwieriger macht.
Dies führt dazu, dass ein größerer Anteil der Eltern sich für den eigenen Nachwuchs einen möglichst hohen Schulabschluss wünscht.

Nicht jeder ist für ...

... ein Studium geeignet.

Wir brauchen nicht so viele Abiturienten.

Dies hätten wir uns auch nie von den "IECD" Experten einreden lassen sollen, die noch nicht einmal die duale Ausbildung kannten.

des zu Ergänzenden

Ich möchte auch noch was ergänzen.
Ich habe eine sechs in der Mathematik Abitur Prüfung abgegeben. Da ich mich in der Jahresfortgangnote auf 5,45 gehalten habe, Badamm, 5 in der Abiturnote, Abi bestanden.
Danach wurde das Schulgesetz in Bayern geändert. Note 6 als Prüfungsnote führt nun zum durchfallen. (sorry)

Im Studium dann flutschte alles wie am Schnürchen. Warum? Weil mich meine Studiumsinhalte interessierten. Was in der Schule gelehrt wird, braucht man halt nur bedingt.

Alles veraltet.

"Die Linken haben unser Land ruiniert"

OMG Echt jetzt?

Kein Wunder

Natürlich wird von einer Erziehungswissenschaftlerin mal wieder das Sitzenbleiben abgelehnt. Dabei kann doch in den höheren Jahrgängen gar keine angemessene Leistung erbracht werden, wenn die Grundlagen nicht ausreichend beherrscht werden. Das ist für Jeden mit einer halben Hirnzelle ein sich offensichtlich beständig selbst verstärkender Prozess. Wer nicht gelernt hat, sinnvolle und korrekte Sätze zu formulieren, der kann sicher nicht in den darauf folgenden Jahren seine Meinung zu einem Sachverhalt in adäquater Weise zu Papier bringen. Da hilft kein Digitales Whiteboard der Welt. Wer nicht die Grundrechenarten beherrscht, kann mit Sicherheit später keine Textaufgaben lösen.
Und zu dem allseits beliebtem Argument der Demotivation durch Sizenbleiben: Wie motiviert kann denn ei Schüler sein, der aufgrund mangelnder Grundkenntnisse permanent vom Lernstoff überfordert ist? Und wie motiviert können seine Mitschüler sein, die die 25. Wiederholung ertragen müssen?

...darf sich mir der Magen umdrehen?

Die Antwort lautet "Ja". Ihnen darf sich der Magen umdrehen. Zum Glück dürfen Sie sonst aber nur bedingt am Prozess der Gesellschaft mitwirken.
Und zum Glück findet altersbedingt immer ein gesellschaftlicher Austausch statt. Denn sonst wäre ja immer alles gleich gut wie früher.

Denn früher war ja alles garnicht gut.

14:37 von Rimutotara

Hallo Kollege,
Ihren Ausführungen zur Komplexität unseres Berufes stimme ich zu. Daß aber besonders Abiturienten dafür geeignet sind, kann ich nicht bestätigen. Etwa die Hälfte meiner Azubis hatte Abitur. Da aber unser Beruf nicht nur die intellektuellen Möglichkeiten abfordert, sondern die ganze Person inklusive Emotionalität, Körperlichkeit und gerade bei uns nicht zu unterschätzen: Entscheidungsbereitschaft, konnte ich zum Ausbildungsende keine vorbildungsbedingt bessere Eignung feststellen.

Die Vielfältigkeit unseres Berufs bietet vielen einen angemessenen Platz, nur keinen "Bodybuildern" oder "Schlaubergern" ohne weitere Qualitäten.

Übrigens war zu Urzeiten das Gymnasium ein Ort der körperlichen Ertüchtigung. War vielleicht auch etwas einseitig.

@14:52 von hambacherschloss

Ehemals das "Zeugnis sittlicher Reife", Eintrittskarte zu akademischer Bildung, ist es dazu verkommen, um zu einem Bacalor-Abschluss gelangen zu können, an der TU Darmstadt im Fach "Körperpflege".

Den Studiengang gibt es tatsächlich. Allerdings handelt sich um ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen. Grundlagen sind u.a. Vorlesungen aus den Bereichen (Kosmetik-)Chemie, Biologie, Dermatologie, Toxikologie. Es geht offensichtlich um den Berufsbereich Kosmetik/Mode, in welchem auch Hygiene eine wichtige Rolle spielt. Der Titel des Studiengangs ist wahrlich schlecht gewählt.

Mein Abitur habe ich 1983

Mein Abitur habe ich 1983 gemacht. Damals gab es noch die sogenannten Leistungskurse. Da war es möglich Abitur in Sport zu machen Mathematik konnte man nach der 11. Klasse abwählen. Heute geht das nicht mehr. Zwei meiner Töchter haben Abitur gemacht. Der Unterschied den ich zu meiner damaligen Zeit sehe ist, dass wir nicht wie die Wahnsinnigen gebüffelt haben. Das machen die nämlich heute. Studienfächer mit NC waren damals wesentlich seltener wie heute. Mein Sohn hat die 5. Klasse an einer bayrischen Mittelschule in einem kleinen Ort besucht. Es war schrecklich, sowohl vom Leistungsniveau als auch vom Umgang miteinander. Das lag übrigens auch nicht an einem hohen Migranten Anteil, da gab es nämlich keine. Da ist es für mich absolut verständlich, dass man da als Eltern was anderes möchte. Zu meiner Zeit war es halt üblich, dass Akademikerkinder Abitur machen, die anderen mit Glück Realschule oder dann eben Volksschule. Das hat sich geändert. Gut so!!!

Abitur 1977

Von 23 Schülern ist einer durchgefallen.

Heute würde jeder Realschüler meiner Zeit einen Abiturienten aus 2019 locker in die Tasche stecken.

Allgemeinbildung, Geographie, Geschichte, Sprachen, Bio nur Fehlanzeige. Morgens auf dem Weg zur Arbeit mit der S-Bahn in München dem Wissensaustausch der Schüler zu lauschen - der blanke Horror. Was wird eigentlich in bis zu 8 Unterrichtsstunden täglich an deutschen Schulen gelehrt? Dazu noch massiv Hausaufgaben und die Kids haben keine Ahnung. Einfach nur traurig !!!

siehe auch bei Cicero

"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.
Keilschriftnotiz, Chaldäa, um 2000 v. u. Z."

das war auch ca. 2000 jahre später bei Cicero so...
vermutlich kommt dieses Phänomen aber nicht alles 2000 jahre vor.

Vielleicht sollte die Kultusministerkonferenz einen Arbeitskreis zusammenrufen der dann eine Studie in Auftrag gibt und dann nach 10 Jahren zum Ergebnis kommt dass.. und das... und das man noch nicht genug weiss um zu handeln und deshalb eine neue Studie .......

Ach und die Kommentatoren,

Ach und die Kommentatoren, die sich über die zu leichten Prüfungen echauffieren dürfen dieses Jahr gerne mitschreiben.

Leistung

Wenn ein groesserer Anteil der Schueler daran teilnehmen, dann fallen eben auch mehr durch. Bloss nicht die Anforderungen aufweichen. Klar, in USA bekommt jeder Schueler ein "high school diploma" nach der 12. Klasse, die einen mit anspruchsvollen Kursen Und die anderen koennen gerade mal lesen, und irgendein namenloses College findet jeder wenn es nur darum geht sagen zu koennen man habe studiert. Aber bei der Einstellung weiss jeder was das bedeutet.

@Hambacherschloss 13.17

"Armes Deutschland, wie klein die Fux !"
witzig, dass Sie den Spruch auch kennen! Angeblich stammt er von einem Soldaten aus Napoleons Truppen.

Zum Abi: Wenn es mittlerweile praktisch zum Standardabschluss für Alle verkommt, musstennatürlich entsprechend sie Anforderungen gesenkt werden. Früher war es noch was Besonderes, ein Top-Abschluss für die Elite. Das will man ja nicht mehr, lieber Mittelmaß auch bei der Spitze. Ich habe es als Gasthörer an der Uni erleben dürfen wie dürftig das Niveau mitunter ist. Da reichen 1000 Zeichen nicht.Aber Abi hatten sie trotzdem.. ein Trauerspiel

Na und?

Weniger Abiturienten - hoffentlich mehr Fachkräfte!
An was mangelt es in D?
Doch nicht an "gebildeten" - besser gesagt geschulten - Menschen, die nach dem Studium am liebsten direkt in Rente gehen wollen...!
In unseren Land mangelt es an Fachpersonal! In allen Bereichen. Menschen, die auch für wenig Geld hart arbeiten.
Das so manche Eltern - anstatt Selbständigkeit und Vorbereitung auf die Ellbogengesellschaft - lieber Bestnoten von ihren Kids abpressen, ist doch hauptsächlich dem unnötig hohem Gehaltsgefälle geschuldet. Wer verdirbt denn bitte gerne seinen Kindern die Kindheit? Doch nur ein äußerer Zwang. Und das ist nun mal die heilige Kuh.
Kein Land der Welt braucht viele Abiturienten...siehe Finnland.
4h Unterricht, keine Hausaufgaben, kaum Zensuren - entspannter Unterricht!
Wichtig ist eine schöne, gesunde Kindheit in Gemeinschaft anderer. Die Fixierung auf Bestnoten ist ein krankhaftes Verhalten und leider typisch.

Niemand

Das könnte ich Ihnen genau sagen, würde aber seitenlang sein! Wer z.b. nur noch sein Wissen im Internet abschreibt - kaum noch lesen kann (Buch), seine "Bildung" nur S O meint zu erhalten, hat definfitv keine Chance. uswusw

Das Menschen

Durch die Prüfung schlittern ist erst mal nicht schlecht, eher sollte man überdenken ob jeder einer ein Abi braucht . In Deutschland kann man zu jeder Zeit etwas nachholen. Vielleicht ist es auch für manchen der falsche Zeitpunkt.Und das einige Durchfallen, heist nicht direkt, dass die Prüfungen oder gar das Schulsystem falsch ist. In NRW bekommt man die Schulbildung eher geschenkt , im Süden hat man da schon immer eine andere Denke verfolgt. Und war das falsch ?

15:04 von morph63

"Durch die Globalisierung und die damit verbundene Arbeitsmarktöffnung steht nun aber diesen gut ausgebildeten Absolventen eine Gruppe von vermeintlich besser ausgebildeten ausländischen Akademikern gegenüber, was ihre Lage schwieriger macht.
Dies führt dazu, dass ein größerer Anteil der Eltern sich für den eigenen Nachwuchs einen möglichst hohen Schulabschluss wünscht."

Diese Entwicklung - hin zur rein schulischen Ausbildung - wurde von der OECD gefordert und von unseren politischen Entscheidungsträgern gefördert.

Als Ergebnis sehen wir einen Verlust an Kompetenzen in der nicht akademischen Bildung - die vermutlich weltweit glänzend dasteht - und ein grundlegendes Element der wirtschaftlichen Prosperität unseres Landes bildet. Auch eine geringe Jugendarbeitslosigkeit haben wir dem dualen System zu verdanken.

Ich bin mir nicht sicher, ob es für eine Kurskorrektur noch reicht - das Ansehen der beruflichen Bildung wieder herzustellen.

"The Rat Race" Bildung

In den PISA-Studien und bei Qualitätsvergleichen bei Abiturienten (höchster Schulabschluss) schneiden asiatische Länder ja regelmäßig besonders gut ab (CHN, JAP, S-KOR, SING).

Dort findet tatsächlich ein sehr starker Konkurrenzkampf zwischen den Schülern statt, um Bestnoten für die Studienmöglichkeiten an Unis zu erlangen. In Japan nennt man das:

ラットレース・ratto-rēsu・Rattenrennen|von ENG: "Rat-Race"

Obwohl ein "Japano-Anglizismus", sind nur sehr wenige Japaner in der Lage, nach Schule + Studium verständlich Englisch zu sprechen.

Im Vergleich zu den anderen von mir genannten Länder ist es in JAP "noch recht gemäßigt", wie sehr späterer Erfolg in der Gesellschaft von den Abschlußnoten in der Schule abhängt. In S-KOR hat es völlig ungesunde Ausmaße, in welchem Grad Schüler unter Lern- und Erfolgsdruck stehen.

Wohl nicht eben einfach, einen sozial verträglichen + den Jugendlichen zuträglichen Weg zwischen "guter Bildung" und der Entwicklung einer "gebildeten Persönlichkeit" zu finden …

Abitur

Als Studienrat kann ich dazu nur folgendes sagen: Wir brauchen dringend wieder eine Schullaufbahnempfehlung!

Mir tun die Kinder leid, die in unseren Klassen sitzen und nun mal kognitiv und strukturell überfordert sind, aus welcher "Schicht" auch immer sie kommen mögen. Überfordert ist überfordert.

Dann

sollten die Schüler lieber die Schulbankdrücken und fürs ABI lernen, als Freitags die Schule zu schwänzen und sich auf Demos herum zu treiben.

@12:58 von Digitaler Fußabdruck

"Dass eine Gesellschaft, die nur aus Akademikern besteht, irgendwann nicht mehr funktionsfähig ist, das wissen wir; warum steuert die Schulpolitik dann aber auf dieses Ziel hin und lässt diejenigen, die den zweifelhaften Karrieresprung ins Gymnasium nicht schaffen ganz allein?"

Wir sind gezwungen, uns den Herausforderungen einer globalen Gesellschaft anzupassen. Viele traditionelle Ausbildungsberufe gibt es im Ausland gar nicht. Die Stellen werden dort durch Akademiker besetzt. Nun drängen aber ausländische Akademiker zunehmend in diese Berufe mit vermeintlich besserer Qualifikation. Folglich verschiebt sich unser System. Arbeitgeber können sich teure Ausbildungsplätze sparen, was nochmals den Druck auf die duale Ausbildung erhöht.

DerVaihinger

Richtig so! die Abwärtsspirale hätte schon längst kommen müssen. Die UNIS STÖHNEN vor lauter Schwachsinn, der von den Schulen kommt.

Das wird in Zukunft noch schlimmer.

Einen Grundstein dafür hat die EU heute gelegt, Bildung wird in Zukunft Sache von Facebook und co., weil kleine Vereine zur Bildungsförderung sich keine Uploadfilter leisten können.

Bücher von Manfred Spitzer

Lest die Bücher von Manfred Spitzer und Ihr wisst, warum.
Auch warum z.B. immer mehr Fahrschüler den Führerschein nicht schaffen.
Das Problem wurde schon vor 20 Jahren erkannt und die Probleme benannt, aber totgeschwiegen oder eben als Unsinn abgetan. Jetzt zeigt sich, wie recht die Kritiker damals hatten.
Eine "erfolgreiche" Bildung kann nicht mit digitalen Mitteln erzielt werden, es braucht Übungen zum "begreifen" im wörtlichen Sinn, sowie körperliches Wachsen mit allen Synapsen, die dazu gehören. Zumindest bis ein gewisses Alter erreicht ist.
Solange Studenten sich mit Facebook und Spotify und noch Zeug ablenken lassen, während sie für eine Prüfung lernen, kann da nichts draus werden.

Leider. Immerhin freut es mich zu sehen, dass selbst unter den Jungen Leuten immer mehr sich abkehren von Konsum, digitale Abstinenz betreiben, über das weniger ist mehr lernen. Nur das lässt mich hoffen für meine Rente.

Schlechte Lehrer gleich schlechte Chancen

Kurz zusammengefasst gibt es da viel mehr Punkte, als der Artikel glauben machen möchte:
Mit herzlicher Unterstützung der staatlichen Verordnung von Inklusion, Integration und
Lehrermangel und fehlenden Kompetenzen, von der zeitl. Ausbeute Alleinerziehender und dem Willen, alles in Langzeitbetreuungen unterbringen zu müssen ( Ganztagsschulen und Hort).

Der Artikel ist mir in seiner Sichtweise viel zu kurz gegriffen und frönt meiner Meinung nach einem linken Ruf nach noch mehr Geld und noch mehr staatl. Ausübung.
Dabei brauchen wir aus meiner Sicht genau das Gegenteil: Heile Familien, Zeit für Kinder, bessere Bildung und qualifiziertere Lehrer, weniger Inklusion, bessere Klassenzusammensetzungen und eher die Schulgliederung, statt Gesamtschulen mit Oberstufen.
Ständige und häufige Stundenausfälle sind unzumutbar.
Das ist meine Meinung.

Abitur

Also erstmal finde ich es nicht ungewöhnlich, dass bei einer Prüfung Schüler durchfallen. Viel ungewöhnlicher finde ich die z.T. hohen Raten an 1,x-Abinoten, wie sie in manchen Bundesländern erreicht wird.
Aber dieses durchgängige "Früher-war-alles-besser"-Gejammer kann es doch nun auch nicht sein.
Ich bilde Erwachsene aus und einen Dreisatz können die wenigsten, unabhängig von Alter und Vorbildung.
Es wird einfach immer gejammert. Meine Tochter hat vor 2 Jahren Abi in Bayern gemacht (kein 1,x). G8; Mathe und Deutsch Pflichtprüfungsfächer. Und das war bei Weitem nicht so unmenschlich, wie manche Eltern das immer kommentieren. Manche sind sogar gegen Hausaufgaben. Die waren bei meiner Tochter ab dem Zeitpunkt, ab dem das Handy nicht mehr daneben lag immer in angemessener Zeit erledigt. Aber wer alle 2 Minuten seine neuesten Nachrichten checkt, der kommt nie vorwärts.

Natürlich lernen die Kids noch was. Zumindest in Bayern. Die Eine mehr, der Andere weniger. Wie früher auch.

Theoretisch

sind mir (Lern-)Abschlüsse völlig egal.

Da ja alle Menschen gleich sind, sollten auch ihre Begabungen, ihr Fleiß, ihr Talent, ihre positiven und negativen "Eigenarten" völlig ohne Belang sein - was ihre Bevorzugung oder ihre Mißachtung in unserer Gesellschaft angeht!

Warum nur fällt den Menschen totale Gleichheit so schwer???

Bei mir in der Firma

Bei mir in der Firma absolvieren Bachelor ihr praktisches Modul. Voraussetzung ist somit die Fachhochschulreife. Bestandteil des Moduls ist unter anderem, diverse Vorkommnisse für nachfolgende Institutionen verständlich in Text zu formulieren. Was sich da in den letzten 10 Jahren getan hat, ist abenteuerlich.
Die Rechtschreibung ist erschreckend schwach. Vor 10 Jahren hat man sich noch mit den detaillierten Inhalten und Feinheiten der Texte beschäftigt und hatte einen konstruktiven Dialog mit den Studenten.
Heute benötigt man die Zeit dafür, einen solchen Text zu korrigieren, damit es nicht für die eigene Firma peinlich wird, wenn ein solcher Text das Haus verlässt. Ja, das Niveau der Studenten hat in den letzten 10 Jahren massiv nachgelassen. Woran das auch immer liegen mag.

@15:29 von Ungeschoent

"Heute würde jeder Realschüler meiner Zeit einen Abiturienten aus 2019 locker in die Tasche stecken."
Hier sind nun doch starke Zweifel angebracht. Die Aufgaben aus Linearer Algebra und Analysis würde kein einziger Realschüler (auch nicht aus ihrer Zeit) lösen können und somit "locker" durch die Abi-Prüfung fallen.

Es wird immer leichter

Wenn man unser Mathe-Abi (Mitte der 90er) mit dem Matheabi heute vergleicht, dann ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es im Laufe der Jahre immer leichter geworden ist. Trotzdem fallen viele durch. Ich versteh's nicht.

@ Motorkopf

... hoffentlich mehr Fachkräfte! An was mangelt es in D?

An Facharbeitern und an Hochschulabsolventen.

Denken gilt als uncool ...

... weil Wissen beliebig verfügbar ist. Außer wenn einmal alle paar Jahre Wikipedia down sein sollte.

Ich beobachte sowohl bei Jugendlichen wie auch Erwachsenen, dass der Taschenrechner oder das Handy schon für 3*7 gezückt wird. Eine Formel muss niemand mehr umstellen können, nur eine Suchmaschine bedienen. Und natürlich ein Thema, von dem man nicht das geringste kapiert hat, mit einer Power-Point-gestützten Präsentation ansprechend vortragen können.
Das ist natürlich eine einzige Katastrophe, bedeutet es doch, dass "wir" uns nur Kenntnisse aneignen können, die jemand anders bereits in mundgerechter Form ins Internet gestellt hat. Aber nichts mehr selber herausfinden oder kombinieren. Wir verblöden und sehen mit offenen Augen dabei zu. Und, haha, die Lehrer krönen es noch mit der Aufforderung "dann musst du das halt mal googeln ...", wenn die Schüler etwas nicht verstanden haben.

14:58 von eli

"Nein, anstatt dass angeprangert wird, dass die Abiturienten aus eigener Kraft die Schullaufbahn mit dem Abitur krönen sollen und damit Studierfähigkeit beweisen, wird rumlamentiert, es wäre ungerecht, weil sich nicht alle Nachhilfe leisten könnten.
So eine falsche Denkweise, wer nur mit Nachhilfe erfolgreich ist, ist nicht studierfähig."

Tut mir Leid, das ist völlig falsch.
Kinder entwickeln sich sehr unterschiedlich. Und die Lehrer sind meist nicht in der Lage, die Kinder in deren eigenem Tempo zu fördern.

Warum Kinder in der Schule schlecht sind, hat sehr, sehr unterschiedliche Gründe.
Die einen sind noch zu verspielt, anderen hat man nie ihr Mathe-Gehirn geschult, nie ihr Interesse an Dichtung geweckt.
Die angeborene Begabung ist ein Mythos, der viel Leid über die Schüler bringt.
Für mich ist klar: man muss bei den Lehrern ansetzen. Sie können immer weniger, haben immer weniger Interesse, überhaupt erst mal selber den Stoff - vor allem im Fach Deutsch - zu beherrschen.

Es brechen auch rund 30%

Es brechen auch rund 30% aller Studenten ihr Studium ab und die niedrigeren Hochschulabschlüsse sind kaum noch etwas wert auf dem Arbeitsmarkt. Das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Gleichmacherei in der Bildungspolitik. Notfalls werden dann halt die Anforderungen gesenkt oder der Notenschnitt nachträglich angehoben. Haupstsache niemand sieht, dass es individuelle Unterschiede in der Leistungsfähigkeit gibt. Das wäre ja schließlich diskriminierend.

Unpädagogisch

Jahrelang wurden die Abiturientenzahlen künstlich hochgejubelt, nun zeigen sich mit den ansteigenden Durchfaller-Quoten die Folgen. Es ist schlicht unpädagogisch, ungeeigneten Schülern einen Erfolg zu suggerieren, der nicht einzulösen ist. Ja, auch ohne Abitur und Studium, mit einer soliden Ausbildung, ist man ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft! Der Mensch fängt nicht erst beim Abitur an!

@sprachloser 12:56

Wissen Sie woran es liegt, dass die handwerklichen Fähigkeiten mangelhaft sind? Weil die Unternehmen auch nichts in die Wege leiten um Handwerksberufe attraktiv für junge Leute zu machen. Da ist man dann schon selber Schuld wenn man sich mit Leuten rumschlagen muss die den Handwerksberuf schlicht für nicht profitabel und interessant genug halten. Die Jungen Menschen wissen dass man heutzutage mit einem Hauptschulabschluss verloren ist. Wir leben nicht mehr in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wo man mit einem Hauptschulabschluss was erreichen kann. Selbst mit einem Realschulabschluss wird es eng. Anstatt sich zu freuen, dass die Jungen Menschen sich besser schulisch ausbilden wollen und lieber ein Abi oder Fachabi machen und dann studieren wird hier rumgemeckert.

Das liegt erheblich an den Lehrern!

Als Vater mehrere Kinder wundert mich das nicht. Zumindest die Hamburger Verhältnisse erscheinen zwischenzeitlich desolat - und diese meine Aussage bezieht sich auf einen zwischenzeitlich zu großen Teil der Lehrer. Es ist anscheinend der gravierende Lehrermangel, der ganz erheblich mit dazu bei trägt, dass die Qualität der Lehrerschaft nach meiner Erkenntnis stark zu wünschen übrig lässt. Vielleicht muss man schon „nehmen was kommt“. Unmotivierte, unqualifizierte, dadurch frustrierte, und im Ergebnis ungeeignete Lehrer sind die Folge. Schulleitungen und Schulaufsicht versuchen zu retten was ist – aber ohne Erfolg und mitunter zu Lasten der Kinder. Natürlich ist es leicht mit den Fingern auf die Kinder zu zeigen und auf deren unzureichende Leistungen. Zu oft aber sind meines Erachtens die Lehrer die Ursache für unzureichende Abiturleistungen. Die braucht man nun einmal zum Lernen. Auch das Bezahlsystem der Lehrer ist nicht in Ordnung.

@Sisyphos3 12:38

Fehlt noch dass Sie Abiturienten als Dumme deklarieren. Es ist positiv wenn über 50% der Jugendlichen ein Abitur ansstreben. Je besser unsere Jugend ausgebildet wird in der Schule (Abitur ist nunmal besser als Realschulabschluss von der Hauptschule red ich gar nicht erst), desto besser ist es auch für unser Land.

Früher war immer alles besser

insbesondere waren die Abiturienten natürlich viel viel schlauer als heute.

Als ich 1967 aus der Grundschule kam, hatte ich eine Empfehlung fürs Gymnasium. In meiner Stadt gab es ein städtisches Gymnasium und eine kirchliche Höhere Handelsschule - beides nur für Jungen.

Vor den Toren der Stadt gab es ein Mädchengymnasium. Das war allerdings insbesondere im Winter schlecht bis gar nicht erreichbar und lag außerdem in einem Nachbarbundesland, was wegen Schulgeld und Zuschüssen für Schulbücher usw. sehr relevant war.

Also ging ich zur privaten Mädchenrealschule, die meine Eltern sich nur leisten konnten, weil sie als Ersatzschule galt und das Schulgeld vom Land übernommen wurde.

Am Ende der Realschule wusste ich, welchen Beruf ich ergreifen wollte. Für den brauchte ich Abitur. So hatte ich dann jeden Tag eine Schulweg von weit über einer Stunde (pro Richtung) zu einem Aufbaugymnasium.

Ich bin froh, dass nicht mehr nur eine männliche "Elite" Abitur machen kann!

15:38 von Eudialyt4

«Ach und die Kommentatoren, die sich über die zu leichten Prüfungen echauffieren dürfen dieses Jahr gerne mitschreiben.»

Dieser Gedanke kam mir auch schon.

Ich kann es nicht beurteilen, wie viel weniger schwierig eine Abiturprüfung des Jahres 2019 im Vergleich zu meiner eigenen aus 1984 ist. Damals Englisch + Französisch LK, Mathe + Geschichte GK. Abi Köln, NRW. Sehr gute Note: 1,3.

Dennoch war ich nicht vorbereitet auf mein Studium als Diplom-Photoingenieur. Waren sehr harte erste 2 Semester, mir das fehlende Wissen in Naturwissenschaften im Studium "nebenbei" anzueignen.

Müsste ich 2019 eine Mathe-Abiprüfung ("Grundkurs wie damals") mitschreiben, gäbe ich mir kaum Chancen, dass sie mit mehr als "ausreichend" bewertete werden würde. Wenn überhaupt …

Weder damals war, noch ist es heute "der Abi-Durchschnitt", der über künftiges berufliches Gelingen entscheidet. Dazu gehört sehr viel mehr.

Mein Eindruck:
Den skandinavischen Ländern gelingt es am besten, dies zu vermitteln …

Bezahlsystem der Lehrer ändern

Es ist das Bezahlsystem der Lehrer nicht in Ordnung und der in weiten Teilen immer noch verbreitete Beamtenstatus. Die Dotierungen der Lehrer sollten an die Leistungen der Schüler gekoppelt werden, wie es das in anderen Ländern schon gibt. An den staatlichen deutschen Schulen gibt es das definitiv nicht. Und so sprießen die Privatschulen weiter wie Pilze aus dem Boden. Wen wundert’s…!?

@ Eudialyt4

Ach und die Kommentatoren, die sich über die zu leichten Prüfungen echauffieren dürfen dieses Jahr gerne mitschreiben.

Ja, da haben Sie sicherlich recht.

Verfall des Bildungssystems

Jedes Kind muss heute das Abitur umöglichst mit 1,0 machen, damit es keine Traumatisierung erleidet.

Als ich ins Gymnasiumm kam, waren wir drei Klassen mit 28, 30 und 31 Schülern.
Die Abiturklasse unseres Jahrgangs (nur noch eine!) bestand aus 18 Schülern.

Mehr braucht man eigentlich nicht zu schreiben.

Und wenn man sich noch anschaut, dass ausgerechnet die Bundesländer, die so schnell bei der Abschaffung von Noten und schwierigen Fächern an die Spitze gestürmt sind, auch noch in der Grafik führend sind, dann sollte klar sein, dass das Bildungssystem in Deutschland in einigen Bundesländern bereits am Ende und bei anderen kurz davor ist.

Aber für was braucht man überhaupt Bildung - Smartphone und Internet reichen doch!

@derdickerwisser 13:11

Man sollte die Hauptschule komplett abschaffen. Völlig unnötiges Zeug, gleiches gilt für die Realschule. Lieber eine Schule und dafür die richtig. Es war schon eine dumme Idee dass man überhaupt Real und Hauptschulen eingeführt hat.

Na und?

Das Sensationelle sind nicht die lächerlichen 4% Durchfaller heute. Am Kopf kratze ich mich, wie es jemals deutlich weniger sein konnten.

Der /Die ersten Lehrer mit dem "Du" & dem "Alles locker"

=== die bewirkten das Lerndumping an unseren Schulen__ an den Gymnasien war dieses Aufkommen an "Hippie-Lehrern" noch unfassbarer, wogegen sich kein Kind wehren konnte. Nur die Faulen fanden`s klasse *

So wurden die Gymnasien zu sprichwörtlichen "Gumminasien"

Jegliche Disziplin oder Respekt vor Lehrern fiel seitdem aus.

===> RESULTAT unsrer aktuellen Schülerschaft

"Früher war alles besser"

Das perfekte Thema für alle älteren von ihrer "großartigen Abiturzeit" zu erzählen. Belanglos! Und dieses subjektive "früher waren die Schüler klüger" bitte mal belegen!

Das Hauptproblem des Schulsystems ist gerade, dass es aus prähistorischen Zeiten stammt an denen unbedingt festgehalten werden muss - weil "früher ja alles gut war!". Z.Bsp. das Festhalten am Gymnasium.

So richten die Konservativen mal wieder die Gesellschaft hin...

16:14 von Pepe Paukerschreck

"Es ist schlicht unpädagogisch, ungeeigneten Schülern einen Erfolg zu suggerieren, der nicht einzulösen ist. Ja, auch ohne Abitur und Studium, mit einer soliden Ausbildung, ist man ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft! Der Mensch fängt nicht erst beim Abitur an!"

Vor allem gibt es keine "ungeeigneten" Schüler.
In dieser Arroganz liegt nämlich auch ein Teil des Problems.
Gerade die, die den Dreisatz nie kapierten und dann durch einen pädagogisch einfühlsamen Menschen plötzlich ein für allemal schnallten - der gerade kann später ein toller Akademiker werden.

@frosthorn 16.07

stimme Ihnen ausdrücklich zu! Selbst einfache Denkaufgaben wie Kopfrechnen sind schon völlig out, dabei schult das das Gehirn. Und die ständige leichte Verfügbarkeit von Wissen und Halbwissen bei Wikipedia &Co. führt zu völlig unkritischem Umgang mit Quellen. Ich war als Gasthörer an der Uni. Da sitzen die zukünftigen Lehrer und-innen und daddeln auf den Tablets, so lange sich vorne die Professorin abmüht, Wissen zu vermitteln. Und das Formulierungsvermögen der Studenten ist, insbesondere das schriftliche, mehr als dürftig. Wäre vielleicht ganz schlau, auch freitags mal wieder in Mathe oder Naturwissenschaften aufzupassen?

Niveau in Eigenverantwortung

Das Niveau in den Schulen ist doch schon auf ein dermaßen lächerliches Maß gesunken, dass es mich ehrlich wundert wie da überhaupt noch jemand durchfallen kann. Meistens sind die gewählten Abifächer so dermaßen leicht, dass es mir (übrigens hatte ich Physik und Mathematik vor 20 Jahren als schriftliche Abifächer) persönlich peinlich wäre das ein Abitur zu nennen. Gerade die Generation, die jetzt in dem Alter ist, meint die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben. Bei Themen wie Umwelt und vor allem Gesellschaft der Zukunft meint sie besonders schlau zu sein und spielt sich selbst zum moralischen Maßstab auf, mit dem Anspruch andere belehren zu müssen, während sie noch von den älteren Generationen abhängig sind.

@Ungeschoent 15:29

"Heute würde jeder Realschüler meiner Zeit einen Abiturienten aus 2019 locker in die Tasche stecken."
Ich bezweifel, dass Sie mit der Behauptung richtig liegen!
Einige sollten sich mit ihren Pauschalisierungen zurückhalten und mal nachdenken bevor sie was in die Tasten hauen. Diese Vergleiche mit früher sind einfach daneben. Es ist sehr gut, dass auch Menschen aus einem schlechten sozialen Umfeld ein Abitur machen können und ein Abitur nicht nur etwas für die besser situierte Oberschicht ist.

Richtige Entwicklung

Für unsere digitale und wiss. Industriegesellschaft braucht es Bildung in jedem Niveau: Was musste früher eine "Kindergärtnerin" wissen ... was heute eine Erzieherin? Früher schraubte der Automechanikker herum, heute ist der Mechatroniker ein halber Elektronikspezialist usw.

Abitur ist auf das Studium ausgerichtet, und die Universitäten haben ihr Niveau nicht gesenkt! Darunter gibt es aber mit Fachhochschulen (Bachelor) und Dualen Studiengängen viele Angebote unterhalb des universitären Niveaus! Realsschüler können oft mit dem Lehrberuf auch die Fachhochschulreife ablegen und sind so für die sich ständig veränderte Berufswelt gerüstet. Eine richtige Entwicklung !

Diese Berufsmöglichkeiten sind gerade für die Gymnasien anspruchsvoll, denn nur 2/3 der Abiturienten studieren später: Unterricht für begabte zukünftige Theoretische Physiker aber auch für spätere Erzieherinnen fordert die Lehrkräfte im Unterricht deutlich mehr als früher.

Abitur

Ich würde es schon mal begrüßen, wenn das Abitur bundesweit vergleichbar wäre. Zum Beispiel das (für viele) "Hassfach" Mathematik. Das ist in manchen Ländern Pflichtfach im Abitur. In anderen nicht. Wer seine Abifächer mehr nach Neigung oder Begabung auswählen kann hat bessere Chancen auf einen guten Schnitt, als der, der die Prüfungsfächer vorgeschrieben bekommt.
Und auch das Niveau ist unterschiedlich. Das wird jetzt versucht, mit bundesweiten Prüfungsteilen z.B. in Mathe auszugleichen. Bei meiner Tochter an der Schule galt die Regel, man solle erst mal die bundesweiten Aufgaben machen, die bekomme jeder hin und dann die bayerischen. Im NDR war letztes Jahr ein Bericht, dass bei einem Test mit den bundesweiten Aufgaben der Schnitt angehoben werden musste, weil sonst zu viele durchgefallen wären.
Ich bedauere alle Eltern, die mit ihren schulpflichtigen Kindern in eine anderes Bundesland umziehen. In Bayern bekommt man z.T. empfohlen, eine Klasse tiefer einzusteigen.

Keine Sorge

In London verdient ein Klempner schon deutlich mehr als ein MBA.
Klar, die Kopfgesteuerten sind zu doof einen Wasserhahn zu reparieren und Klempner sind Mangelware da jeder auf einen MBA hinstudiert.
Alles entspannt:-) immer locker bleiben.

@Tammy Speed Mind, 16:26

Der /Die ersten Lehrer mit dem "Du" & dem "Alles locker"
=== die bewirkten das Lerndumping an unseren Schulen

Jetzt aber mal langsam. Als ich aufs Gymnasium ging, hatten Lehrer noch das Recht auf die Prügelstrafe. Und haben es auch genutzt. Aber Sie können mir nicht erzählen, dass es ausgerechnet diese "körperliche Unterstützung" war, weswegen ich mein Abitur geschafft habe. Überhaupt erschließt sich mir nicht, wie ein möglichst autoritärer Unterricht eine Leistungsverbesserung bei den Schülern bewirken sollte.

Abitur nur fürs Studium?

Hier tun viele so, als würde das Abitur nur für ein Universitätsstudium gebraucht.

Aber auch eine Zugangsberechtigung für die Fachhochschule erwirbt man leichter, wenn man ein Gymnasium oder eine Gesamtschule besucht, als über die übrigen Wege.

In den letzten mindestens 30 Jahren sind viele Berufsausbildungen an Fachschulen in Studiengängen in Fachhochschulen umgewandelt worden.

Übrigens muss man auch nicht unbedingt auf die Propaganda des Handwerks reinfallen. Man kann als Handwerker den Meistertitel erwerben und gutes Geld verdienen. Aber die allermeisten, die ins Handwerk gehen, bleiben Facharbeiter - und oft genug schlecht bezahlt. Und wenn die Innungen darüber jammern, dass viele SchülerInnen nicht ins Handwerk gehen, dann geht es in Wahrheit nicht um die zukünftig fehlenden Häuptlinge ...

15:50 von Klabautermann 08

"Dann
sollten die Schüler lieber die Schulbankdrücken und fürs ABI lernen, als Freitags die Schule zu schwänzen und sich auf Demos herum zu treiben."

Zum Glück sind die Schüler heute nicht mehr so blind untertänig wie früher - sie entscheiden selber, was für sie sinnvoll ist und was nicht.

Ich bin heilfroh, falls es weniger Abiturienten, dafür aber auch weniger gebrochene Existenzen gibt.
Und Schüler SIND oft gebrochene Existenzen.
Die Freitags-Demos sind ein erster Schritt, sich wieder Ganzheitlichkeit zu erringen.

@MaritaD 16:20

Ich kann Ihnen nur zustimmen! Diese Foristen die ernsthaft immer allen weismachen wollen, dass alles so viel toller war früher, die kann ich nicht ernst nehmen. Es ist auch ein absolutes Hirngespinst, dass alle Abiturienten schlauer früher waren als heute. Typisch pauschale Aussagen von einer Generation 40-60 Jähriger die die Jugendlichen und Jungen Leute von heute verteufeln und einen ganz großen Beitrag dazu leisten, dass die Jugendlichen (14-19) und Jungen Leuten (20-30-Jährigen) sich immer mehr unter sich sammeln und mit der Gesellschaft von 40-60 Jährigen die auf ihrem Meckertrip sind nichts anfangen können.

@16:19 von Magfrad

sie haben absolut recht, je besser unsere Jugend in der Schule ausgebildet wird.....dann sollten auch nach der Schule/Studium adäquate Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.
Mein Taxifahrer muss keinen Bachelor, mein Kellner in der Kneipe keinen Master vorweisen können!

@Magfrad 16.24

im Herzen sind Sie Grüner und für Gleichmacherei auf niedrigstem Niveau knapp oberhalb der Rasenkante?
Umgekehrt wird ein Schuh draus- nicht Jede(r) ist nun mal für Abi oder Studium geeignet. Da fehlt einfach der Einen oder dem Andern das geistige Potential. Und wir brauchen auch vernünftig ausgebildete Haupt- und Realschüler, die andere Fähigkeiten mitbringen und z.B. gute Handwerker, Konditoren, Köchinnen und Köche, Pflegerinnen oder Pfleger werden.

@jfkal 16:37

London? Was hat denn bitte mit unseren Abiturienten zu tun wie viel ein Klempner in der Hauptstadt dieser Rosinenpickerinsel verdient? Diejenigen die in Mitteleuropa Handwerker gelernt haben kann man sowieso in die Pfeife rauchen, während osteuropäische Handwerker in wenigen Stunden mit den einfachsten Schritten fertig sind, fahren die Deutschen Handwerker mit dem Auto durch die Gegend weil sie die falschen Werkzeuge mitbringen, zahlen soll der Kunde für solche Blödsinnigkeiten dann auch noch.

Das Internet bringt nicht nur Nutzen

Heute ist das Wissen im Internet abrufbar und ein Schüler wäre dumm, dies nicht zu nutzen. Aber so manche(r) Schüler/in vergibt sich damit die Chance, eigene Lösungswege zu suchen und zu erkunden.
Früher d.h. vor der Verfügbarkeit von Video-Anleitungen und Mustervorlagen im Internet gab es zwei Möglichkeiten: sich auf den langen Weg in die Bibliothek machen, um eines der wenigen Buch-Exemplare als Hilfe auszuleihen (meist vergebens), oder sich die Lösung ohne weitere Hilfe mühsam selbst (oder im Team) erarbeiten. Das führte zu einer hohen Lösungs- und Teamarbeitskompetenz, die heute nicht mehr in diesem Maße erforderlich ist. Man kann den heutigen Schülern aber natürlich keinen Vorwurf machen. Die Möglichkeiten haben sich geändert und das hat andererseits auch viele positive Seiten.
Förderung einer guten Lösungskompetenz gepaart mit der Fähigkeit, das Wissen im Internet zu nutzen, das muss der Bildungsauftrag sein. Und nicht nur "Digitalisierung der Schulen".

Na ja, Abitur war gestern

"Immer mehr Schüler fallen durchs Abitur"? Aber damit kann das multikulturelle Deutschland von morgen doch gut leben! Ist es nicht viel wichtiger, eine richtige Gesinnung und Haltung zu zeigen? Also: immer positiv denken! Freuen wir uns doch: Immer mehr Schüler zeigen freitags Gesicht und kämpfen lautstark gegen den Klimawandel! Und: wenn alle Abitur hätten - wer räumte nach den Demos den zwangsläufig verbleibenden Müll weg?

@Magfrad, 16:43

Es ist auch ein absolutes Hirngespinst, dass alle Abiturienten schlauer früher waren als heute.

Das hat auch gar niemand behauptet. Nur, dass heute auch weniger Schlaue immer leichter das Prädikat "Abitur" einsacken können. Und das ist Fakt, ich und die anderen Foristen, die dies beschreiben, können das belegen.
Damit ist ja auch keine Geringschätzung der Schüler verbunden, nicht der Gymnasiasten und nicht der anderen. Aber das damit ein eingebildeter Pseudo-Bildungsgewinn einhergeht, der das Abitur als Qualifikation entwertet und dazu führt, dass dieser Abschluss irgendwann einmal gar niemandem mehr etwas nützt, ist ebenfalls eine Tatsache.
Ich begrüße es auch, dass mehr Schüler als früher ein Gymnasium besuchen und das Abitur anstreben. Wer das bekommen will, muss aber auch kognitiv in dieser Liga spielen. Das hat mit Elitedenken nichts zu tun.

@deutlich 16:45

Nur weil mir die Umwelt wichtig ist und ich für eine einheitliche Schule ohne Haupt-Real und sonstwas bin, bin ich noch lange kein Grüner! Ich bin gegen die Ehe für alle, ich bin gegen Abtreibung, ich bin für ein bundesweites Kopftuchverbot und für die rigorose Abschiebung krimineller Ausländer (egal aus welchem Land sie kommen). Ich glaube Sie werden keinen Grünen finden, der solche Positionen unterstützt!

In Deutschland ist es

seit jeher üblich, sich am untersten Niveau anzusiedeln. Von daher können wir damit rechnen daß für das Burgerbrat- abi demnächst 2 Additionen und 1 Prozentrechnung (in Bayern!!) als Aufgaben reichen müssen . Oder halt dem Smartphone die K.I zu übertragen- wobei es eigentlich künstliches Wissen ist..... Dann brauchts keine natürliche Intelliegenz mehr.....

15:16 von proehi

Ebenso hallo Kollege. Schön, dass man auch mal "Marktbegleiter" im Forum hat.
Das mit den Abiturienten möchte ich nicht so hoch hängen. Auch jüngere Hauptschüler haben die Lehre gut gemeistert. Allerdings eher "holpriger". Für mich zählten nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten (Zeugnisse der Schulen habe ich eher nicht beachtet), sondern auch Zuverlässigkeit, Loyalität und der Wille, das selbstständige Arbeiten zu erlernen und nicht nur Befehlsempfänger zu sein. Dieses Ziel hatte ich mit den schon etwas Älteren eher erreicht. Ein entsprechender Bildungsstand hilft da schon.

16:48 von Magfrad

Ich bitte Sie Herr Magfrad .
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Diejenigen die in Mitteleuropa Handwerker gelernt haben kann man sowieso in die Pfeife rauchen, während osteuropäische Handwerker in wenigen Stunden mit den einfachsten Schritten fertig sind, fahren die Deutschen Handwerker mit dem Auto durch die Gegend weil sie die falschen Werkzeuge mitbringen, zahlen soll der Kunde für solche Blödsinnigkeiten dann auch noch.
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So schlecht sind die Handwerker nun auch nicht.Ich jedenfalls habe da anderer Erfahrungen gemacht.Da ich noch als Hausmeister tätig bin habe ich des öfteren mit Handwerkern zu tun.Die waren alle OK.

16:24 von Magfrad

«Man sollte die Hauptschule komplett abschaffen. Völlig unnötiges Zeug, gleiches gilt für die Realschule. Lieber eine Schule und dafür die richtig. Es war schon eine dumme Idee dass man überhaupt Real und Hauptschulen eingeführt hat.»

Das sehe ich komplett anders.

Ich will das Bildungssystem in Japan nicht als beispielhaft propagieren.
Aber es bietet einen guten Ansatz:

6 Jahre einheitliche Grundschule für alle Kinder. Bis dahin müssen 1.006 der schrecklichen・Kanji・漢字・gelernt werden. Dann weitere 3 Jahre verpflichtende Mittelschule, in unterschiedlicher Ausprägung möglich.
Am Ende Kenntnis von 2.136・漢字。

Wer studieren will, muss weiter lernen, bis er / sie ca. 3.000・漢字・kann.
Die man für ein Studium beherrschen muss.

Es sind nicht nur die vielen komplizierten Zeichen, die den Erfolg des Systems ausmachen (obwohl diese bewusst-konzentriertes Lernen sehr stark förden).

Es ist der zweimalige Schulwechsel im Alter von 12 und (evtl.) 15/16 Jahren.
Der ganz bewusst wählen macht …

@Sausewind

Tut mir leid, Sie bestätigen doch gerade mein Plädoyer für eigenständiges Lernen. Der Unterricht wird ja heut zu tage differenziert angeboten, die langsamer lernenden Kinder sind eben z. B. in der Mittelschule oder in der Gesamtschule im B Kurs.

Spätentwickler haben diverse Möglichkeiten aufzusatteln. Aber grundsätzlich gilt, auffassungsschnelle Kinder sind zu jedem Zeitpunkt ihrer Entwicklung intelligent, völlig unabhängig von Verspieltsein oder nicht, niemand verlangt Einserfleißnoten, sondern rasches Begreifen in der Schule ohne zusätzliche Stunden beim Nachhilfelehrer.

@Zundelheiner 16:45

Ich stimme Ihnen zu bezüglich der zur Verfügungstellung adäquater Arbeitsplätze.
Sie würden keine Bachelorant/innen in Taxis erleben und keine Kellner/innen mit Master erleben, wenn man endlich in den Studienberufen nachrüstet und neue Arbeitsplätze entstehen lässt. Wenn ich Taxifahrern höre die ehemalige Studierende sind werde ich sauer, dem Land wäre mehr gedient wenn diese Leute in ihrem Studienberuf untergebracht wären.
Bezüglich Handwerker, Kellner, Taxifahrer kann ich nur wiederholen was ich schon bei anderen Beiträgen sagte: Gerade Menschen aus Osteuropa, Südeuropa, Nahen Osten sind oft bessere Handwerker, Kellner, Taxifahrer als die Deutschen. Insbesondere bei den Handwerkern und Automechanikern trifft dies zu. Ich habe es sehr oft am eigenen Leibe spüren müssen wie ich mich mit unfähigen deutschen Handwerkern und Automechanikern rumgeärgert habe!

Magfrad 16:43

Was für ein Unsinn.
Kein Mensch behauptet hier es wäre früher alles besser gewesen.
Aber anders war es schon.
Ich habe mit Realschulabschluss in den frühen 80ern eine Schlosserlehre gestartet. Den Ausbildungsplatz hab ich nur widerwillig bekommen weil der Lehrmeister der Meinung war mit Realschulabschluss macht man keine handwerkliche Ausbildung.
Abitur war damals noch "elitär". Heute scheint das Standard zu sein.
Aber: was machen die besonders lernbegabten heute?
Es kann mir niemand erzählen dass heutzutage 50% eines Jahrgangs besonders begabt sind.

Also: wo werden die besonders begabten gefördert wenn Gymi und Abi Standard ist?

Ihr Sohn ist nicht dumm,

"Am 26. März 2019 um 16:32 von Sausevind
Vor allem gibt es keine "ungeeigneten" Schüler.
In dieser Arroganz liegt nämlich auch ein Teil des Problems.
Gerade die, die den Dreisatz nie kapierten."

Sie haben Recht.

Vor vielen Jahren habe ich Abiturienten Nachhilfe in Mathematik gegeben.
Die ersten 4 Wochen nur Kopfrechnen sonst nichts.

Kleines- u. großes 1x1, vorwärts, rückwärts.

Jede Woche mindestens 6 Stunden.
Danach waren 3 Satz, quadratische Gleichungen kein Problem mehr.

Den Eltern gefiel es besonders, wenn man sagte:“ Ihr Sohn ist nicht dumm, nur sehr faul.“

Schlecht hingegen war das Gegenteil:“ Ihr Sohn ist sehr fleißig, für das Abitur aber ein bisschen zu dumm.“

@frosthorn 16:53

Wenn dies niemand behauptet hat, dann sollte man diese dämlichen Vergleiche seinlassen, damit ist wirklich niemandem geholfen.
Es ist schon auffällig wie die Jungen Leute und Jugendliche gering geschätzt werden in unserem Land. Mann kann es ja auch bei den Forenbeiträgen zu den Umweltprotesten sehen. Da wird über Jugendliche/Schüler/Junge Leute in einem Ton geredet der einfach nur abschätzig und missbilligend ist. Die Gymnasiasten von früher waren Ja-Sager die schön immer alles so gemacht haben wie es passte. Diese Gesellschaft brauchen wir ganz sicher nicht. Ich bin froh, dass die heutige Generation da anders drauf ist und mit dieser Mitläufergeneration nichts am Hut hat und selbst denkt.

"Diejenigen die in

"Diejenigen die in Mitteleuropa Handwerker gelernt haben kann man sowieso in die Pfeife rauchen,"

Klar doch, deshalb ist das deutsche Handwerk/Facharbeiter so hoch angesehen.

"während osteuropäische Handwerker in wenigen Stunden mit den einfachsten Schritten fertig sind, fahren die Deutschen Handwerker mit dem Auto durch die Gegend weil sie die falschen Werkzeuge mitbringen, zahlen soll der Kunde für solche Blödsinnigkeiten dann auch noch."

Sie dürfen sich gern mit meinem Schwager unterhalten, der besitzt ein Mietobjekt, was im Moment ausgebaut/modernisiert wird. Er wollte auch gern etwas Geld sparen und hat die Arbeit von Rumänen erledigen lassen, angeblich alles Facharbeiter.
Die waren auch tatsächlich ratzfatz fertig.
Nun hat er schiefe Fußböden und Risse an den Fugen der Trockenbauwände... und der böse deutschen Handwerksmeister mit dem falschen Werkzeug ist seit über einer Woche mit der Schadensbeseitigung beauftragt...

Zentralabitur

Wer eine vergleichbare Qualifikation durch Abitur haben möchte, muss ein Zentralabitur befürworten. Gleich Ausgangslage für Alle.

Dazu gehört ein EU weites Abitur. Irgendwann mal.... .

Es wird schon lange über die mangelnde Bildung von Bewerbern geklagt. Ob mit Abi oder geringere Abschlüsse. Ein Mindestmaß scheint nicht erreichbar zu sein. Dort muss angesetzt werden.

Was hat man erwartet?

Ein Jahr weniger Zeit zum Lernen, die Lehrer an Gymnasien, welche die Kinder aufs Studium vorbereiten sollen, haben selbst nicht mehr studiert...
Auf den Gemeinschaftsschulen werden sie in der Mittelstufe durch Realschullehrer unterrichtet, weils billiger ist. Unterricht gibts nur noch 40 Minuten, danach muss geputzt werden, weil die Träger den Putzkräften unrealistische Putzzeiten pro Zimmer vorschreiben, weils dadurch 5% billiger wird...Und beim Digitalpakt zweigt man Geld für den sozialen Wohnungsbau ab....die Politik macht überall deutlich, dass Bildung in erster Linie eins ist: ein Kostenpunkt. Zudem ein nachrangiger, Seniorenspiellätze gibt es in mancher Stadt sicher mehr als Computerräume in Schulen.
Und der Kollateralschaden ist noch nicht beziffert: Kinder die drei Mal die Woche bis 17 Uhr in der Schule sind haben nur wenig Zeit für Verein oder soziales Engagement. Die Auswirkungen werden wir erst Jahre später spüren.
Also bitte,kein Politiker dachte doch,es wird besser.Oder?

@ricosi64 17:02 - Privatschulen!

Zitat: „Also: wo werden die besonders begabten gefördert wenn Gymi und Abi Standard ist?“

Antwort: Auf Privatschulen!

... „Abstimmung mit den Füßen“ nennt man das!

... meine sind in England auf dem Internat!

... auf eigenen Wunsch!

@ricosi64 17:02

Ich verstehe Ihre Sichtweise, aber man kann nicht diese Vergleiche ziehen. Wir sind im hier und heute und nicht in den 1980-1982. Abitur ist gottseidank nicht mehr nur ein elitäres Zeug und auch Jungen und Mädchen aus ärmeren Familien können ihr Abitur machen.
Wenn Sie sich damal nicht irren, es gibt mehr besonders Begabte heutzutage als früher, dies würde ich schon so sagen. Meine Frau arbeitet als Kindergärtnerin und sie bekommt mit wie begabt Kinder schon im jungen Alter sind und wie viele begabte Kinder es gibt.

17:01 von eli

"@Sausewind
Tut mir leid, Sie bestätigen doch gerade mein Plädoyer für eigenständiges Lernen. Der Unterricht wird ja heut zu tage differenziert angeboten, die langsamer lernenden Kinder sind eben z. B. in der Mittelschule oder in der Gesamtschule im B Kurs."

Die Erfahrung lehrt mich aber genau das als falsch! Langsamkeit oder Schnelligkeit des Lernens ist kein Maßstab für Intelligenz.
Ich habe Nachhilfeschüler gehabt, die kaum einen einzigen richtigen deutschen Satz rauskriegten - bis ich raus hatte, wieso nicht:
weil sie in ihrer Tiefe buddelten, ihre hochsensible und komplexe Wahrnehmung in mechanisierte Grammatik-Sätze zu kriegen.
Mit anderen Worten: das Abitur siebt die komplex Empfindenden aus und lässt die simpleren Nachplapperer durch ins Studium.
Es sei denn, jemand hilft, das komplexe Wahrnehmen NICHT zu zerstören und dennoch unsere simple mechanische Kultur zu bedienen.
Ich habe ein paar Deutsch-Aufsätze mit der Note "1" gelesen, wo nur nachgeschwafelt worden war.

@17:01 von Magfrad

"Gerade Menschen aus Osteuropa, Südeuropa, Nahen Osten sind oft bessere Handwerker, Kellner, Taxifahrer als die Deutschen. Insbesondere bei den Handwerkern und Automechanikern trifft dies zu. Ich habe es sehr oft am eigenen Leibe spüren müssen wie ich mich mit unfähigen deutschen Handwerkern und Automechanikern rumgeärgert habe!"

Wenn Sie bereit sind, für gute Handwerkerleistung auch gut zu zahlen, dann finden Sie durchaus auch deutsche Handwerker, die hervorragende Arbeiten abliefern. Diese sind allerdings auch auf Monate ausgebucht.
Am unteren Preisband mögen Sie Recht haben.

16:48 von Magfrad

"Diejenigen die in Mitteleuropa Handwerker gelernt haben kann man sowieso in die Pfeife rauchen, während osteuropäische Handwerker in wenigen Stunden mit den einfachsten Schritten fertig sind, fahren die Deutschen Handwerker mit dem Auto durch die Gegend weil sie die falschen Werkzeuge mitbringen, zahlen soll der Kunde für solche Blödsinnigkeiten dann auch noch."

Schönen Dank auch, ich schätze die östlichen Kollegen sehr, aber für einfachste handwerkliche Schritte brauch ich nur Minuten, die übrige Zeit verbringe ich mit Werkzeug holen. Zahlt ja der Kunde.

Für so eine pauschale Abqualifizierung braucht es jetzt aber kein Abi, um zum Thema zurückzukommen.

17:07 von Magfrad

« Die Gymnasiasten von früher waren Ja-Sager die schön immer alles so gemacht haben wie es passte.»

Zwar bin ich deutlich zu jung, "um ein 68'er zu sein".

Aber auch die Generationen derjenigen, die ihr Abitur in den 1970-ern und in den 1980-ern machten, waren in ihrer Mehrheit "keine Ja-Sager, die alles nur passend machten".

Und ich gehöre ganz gewiss nicht zu denen, die heutige Schüler für "#fridaysforfuture" abwertend kritisieren.

Sie pauschalieren hier zu sehr.
Verwenden in diesem Fall nur einen einzigen Kamm.
Dessen Zinken dann auch noch zu grob sind …

@schabernack 17:00

Jeder hat seine Sichtweise. Ich sage nur so viel: In der DDR gab viele Sachen die Schlecht waren, das Bildungssystem mit der Einheitlichen Schule gehört nicht dazu! Bis zur 10 Klasse sind alle in die selbe algemeinbildende Polytechnische Oberschule gegangen. In Finnland gibt es ein ähnliches System. In sehr vielen Osteuropäischen Ländern gibt es ein ähnliches System. Neuestes Beispiel Estland.

17:01 von Magfrad

"Ich habe es sehr oft am eigenen Leibe spüren müssen wie ich mich mit unfähigen deutschen Handwerkern und Automechanikern rumgeärgert habe!"

Lieber Magfrad,
jetzt aber mal langsam. Solche pauschalen und verunglimpfenden Aussagen bin ich ja garnicht von Ihnen gewöhnt.
Sie hätten sich mal an mich wenden sollen, wenn´s um handwerkliche Arbeiten geht.
(kleines Späßchen am Rande).

@artist22 - 13:59

""Studenten der Elektrotechnik und Informatik den natürlichen Logarithmus oder gar den Pythagoras erklären muss"

Obwohl Sie ja Recht haben, aber insbesondere Mathe erfordert schon einen
didaktisch hervorragend versierten Lehrer."

Es braucht aber auch Schüler, die "Dreisatz" nicht im Sportunterricht verorten.

@Magfrad 17.07

" Die Gymnasiasten von früher waren Ja-Sager die schön immer alles so gemacht haben wie es passte. Diese Gesellschaft brauchen wir ganz sicher nicht. Ich bin froh, dass die heutige Generation da anders drauf ist und mit dieser Mitläufergeneration nichts am Hut hat und selbst denkt."

Waren sie sicher nicht! Vielleicht waren sie weiter weg, dass Sie die nicht kennen. Schon von der Friedensbewegung, den BAföG-Demos gehört? Das war sicher keine Mitläufergeneration. Nur demonstrierten wir am Wochenende. War aber deshalb nicht weniger wichtig. Da war übrigens das Abi noch was Besonderes und eine Auszeichnung! Vielleicht gab es daher ein Bewusstsein, dass man was dafür tun musste.

@Sausevind - Zustimmung!

Zitat: „Mit anderen Worten: das Abitur siebt die komplex Empfindenden aus und lässt die simpleren Nachplapperer durch ins Studium.“

... traurig aber wahr!

... freies Denken und „Lernen zu lernen“ Fehlanzeige!

... stattdessen pauken, bis die Schwarte kracht!

... die halbe Klasse auf Retalin - „machen doch alle!“

@morph63 17:17

Mir kommt es darauf an, dass man auch wirklich gute Handwerksleistung liefert. Wenn ich sehe, dass ein Handwerker oder Automechaniker fuscht und Arbeiten nicht so verrichtet wie ich es haben möchte und mit der Genauigkeit, dann bin ich nicht bereit Unsummen aufzubringen. Auf Monate ausgebucht? Tja dann nehme ich anhand schlechter Erfahrungen mit deutschen Handwerkern und Automechanikern lieber den weißrussischen Handwerker der seit 2 Jahren seine Arbeit astrein macht und an dem ich nie was zu meckern habe und meinen usbekischen Automechaniker der mir mein Auto top repariert. Dafür zahle ich dann auch richtig gut und tue es gerne, gute Arbeit ist es mir auch Wert!

Bildungsirrsinn

Das passiert wenn man den Linken Ideologen das Thema Bildung überlässt. Standarts absenken, damit sich niemand traumatisiert fühlen muss. 1er Noten für jeden um „positiv zu unterstützen“
Das ist die Realität, natürloch ist den Lehrern kein Vorwurf zu machen, sie sind verpflichtet an diesem Wahnsinn teilzunehmen.
Das Land der Dichter & Denker war einmal. Untergegangen im Wahn nach Gleichstellung und Gleichmachung. Süd-Ost Asien, mit seiner Bildungmentalität, hat Deutschland längst den Rang abgelaufen. Da kann sich der Linke Zirkel wohlwollend auf die Schulter klopfen.

Soziale Ungerechtigkeit?

Wenn 1 Schüler von 26 Kandidaten die Abiturprüfung wiederholen muss, ist das ein zu erwartendes Ergebnis, wenn die Prüfung nicht nur deklaratorischen Charakter haben soll. Eine solche Rate wäre wohl nicht einer Meldung wert, nachdem mit dem Abitur das Tor zur Universität geöffnet wird. Interessant wäre allerdings, die soziale Herkunft dieses einen Kandidaten zu klären, um die im Gegensatz zur Durchfallquote relevante Frage zu erörtern, ob das Scheitern mit mangelndem Fleiß (eventuell auch fehlender Intelligenz) zu tun hat oder mit sozialer Ungerechtigkeit. Im letzteren Fall bestünde dringender Handlungsbedarf.

@ Elitedemokrat

Aha. Der berühmte "eigene" Wunsch der Kinder. Das unabhängige Produkt von Eltern und Gesellschaft...

Ich sage mal

die Anforderungen an die Schüler/in sind in den letzten Jahren zurückgegangen. Wenn ich nur meine Hauptschule 1951 - 60 mit der Realschule meiner beiden Töchter so verglichen habe ,dann stellte ich immer fest das ich mit meiner Hauptschule mehr gelernt habe. Meine Töchter haben ihre Kinder aus diesem Grund auf die Privatschule geschickt.Dort waren die Anforderungen höher.

13:25, harry_up

>>Mein Abischnitt hatte eine 3 vorm Komma, und die hatte ich mir wahrhaftig hart und mit viel Eigeninitiative erarbeitet. Eine 1 hatte keiner meiner Mitschüler vor dem Komma.
Na ja, sind auch so um 55 Jahre her...<<

Ich habe elf Jahre später, also vor vierundvierzig Jahren, Abi gemacht. Meinen Schnitt von 3.0 hatte ich mir alles andere als hart erarbeitet. Wer aus meinem Jahrgang beispielsweise Medizin studieren wollte, der brauchte eine Eins vor dem Komma.

Es scheint sich also in den elf Jahren, die zwischen uns liegen, einiges geändert zu haben.

Und sagen Sie jetzt bitte nicht, das läge an den 68ern. Der Altersdurchschnitt unseres Lehrkörpers betrug 57 Jahre, und da waren die Referendare und Assessoren schon mit eingerechnet...

"Frei nach Schnauze"

"Am 26. März 2019 um 17:08 von buerdi
Nun hat er schiefe Fußböden und Risse an den Fugen der Trockenbauwände... und der böse deutschen Handwerksmeister mit dem falschen Werkzeug ist seit über einer Woche mit der Schadensbeseitigung beauftragt..."

Sie haben Recht.

Wir hatten damals in der Lehre einen Ausbilder mit Hasenscharte.

Wenn wieder Mist gebaut wurde fragte er immer: „ Wie hast Du das wieder gemacht?“ Er erwartete dann immer die Antwort:

“ Frei nach Schnauze.“
Das fand er gut.

schiefe Fußböden.... "Frei nach Schnauze"

vor 30 Jahren gute Hauptschüler

Kein wunder nachdem jeden Freitag gestreikt werden darf P.P.

@WM-Kasparov-Fan - 16:03

"Da ja alle Menschen gleich sind, sollten auch ihre Begabungen, ihr Fleiß, ihr Talent, ihre positiven und negativen "Eigenarten" völlig ohne Belang sein - was ihre Bevorzugung oder ihre Mißachtung in unserer Gesellschaft angeht!

Warum nur fällt den Menschen totale Gleichheit so schwer???"

Ja, klar. Am besten noch "genormte" Körpermaße. 1,70 m/65 kg. Egal, ob Mann, Frau oder divers. Jung oder alt. Ist eben so. Bei dem einen schleifen die Ärmel dann eben auf dem Boden, beim anderen geht der Knopf nicht zu. Warum nur fällt den Menschen totale Gleichheit so schwer???

@um 17:32 von Kommentator

"..., um die im Gegensatz zur Durchfallquote relevante Frage zu erörtern, ob das Scheitern mit mangelndem Fleiß (eventuell auch fehlender Intelligenz) zu tun hat oder mit sozialer Ungerechtigkeit."
Wobei Sie natürlich unzulässigerweise voraussetzen, dass zwischen "Sozialer Herkunft" und Intelligenz kein Zusammenhang besteht. Intelligenz ist zu einem wesentlichen Teil genetisch veranlagt. Und zwischen denen Genen eines Kindes und seinem Elternhaus sollte in aller Regel ein erheblicher Zusammenhang bestehen.
Ein im Mittel schlechteres Abschneiden von Schülern aus "sozial schwachem" Elternhaus ist daher keineswegs zwangsläufig ein Ausdruck sozialer Ungerechtigkeit. Vielmehr kann es (und ist es vermutlich) schlichtweg Ausdruck von Genetik am Werk sein.

17:25 von Magfrad

«In der DDR gab viele Sachen die Schlecht waren, das Bildungssystem mit der Einheitlichen Schule gehört nicht dazu! Bis zur 10 Klasse sind alle in die selbe algemeinbildende Polytechnische Oberschule gegangen. In Finnland gibt es ein ähnliches System.»

Zum Schulsystem in der Ex-DDR kann ich gar nichts sagen.
Da habe ich schlichtweg keinen Plan …

Aber gerade in Finnland (das ja seit langem für ein tatsächlich gut funktionierendes Bildungssystem bekannt ist) findet auch "in einem Einheits-System" ganz gezielte und effektive Förderung "der lernbesten" Kinder statt. Sozusagen "Schule neben der Schule".

Ganz sicher gibt es verschiedene Wege.
Auf denen man einerseits Chancengleichheit für möglichst viele erreichen kann. Ohne andererseits Förderung für die Besten zu vernachlässigen.
"Um die Elten der Zukunft bestmöglich zu bilden".

Welchen prinzipiellen Weg man auch immer wählt.
Differenzierung ab ca. 12 Jahren ist auf ihm immer erforderlich.
Um möglichst gute Ergbnisse zu erzielen.

13:35, berelsbutze

>>Nach dem bekannten Sprichwort:

Die Gruppe ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied...<<

Dieses Sprichwort gibt es nicht.

Wahrscheinlich meinen Sie "Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied".

Eine Gruppe hingegen ist so stark wie die Summe der Stärken ihrer Mitglieder.

Eine Gruppe ist keine Kette, außer natürlich sie bildet eine.

17:31 von privat23

"Das Land der Dichter & Denker war einmal. Untergegangen im Wahn nach Gleichstellung und Gleichmachung."

Ganz im Gegenteil. Die Lektüre, die im Deutschunterricht bis zum Abi durchgenommen wird, ist vom Feinsten.
Werke aus der Aufklärung, des Sturm und Drang, von Goethe und Schiller bis hin zur aktuellen Literatur und runter bis zu Gedichten aus dem Barock.
Und der Philosophieunterricht - den man frei wählen kann - ist ebenfalls sehr anspruchsvoll.
Da gibt es originale Texte von Kant und von Humboldt.
Außerdem wird da die Kommunikationstheorie durchgenommen.
Bezüglich Dichtung muss man auch die Epochen kennen und Gedichte ihnen zuordnen können.

@deutlich 17:29

Ich war da und mir ist diese Generation sehr bekannt. Friedensdemo, BAföG usw. Man muss aber sagen, dass der Ehrgeiz bei der heutigen Jugend was einstehen für die eigenen Rechte angeht stärker ist. So ist zumindest mein Empfinden im Vergleich. Das Abi ist auch heute bei vielen noch was besonderes und eine Auszeichnung. Auch heute machen Jugendliche sehr sehr viel in der Schule und lernen Unmengen um ein gutes Abitur zu bekommen. Meine Kinder haben jeweils einen Abi-Durchschnitt von 1,0-1,2 gehabt (Zuletzt, letzten Sommer meine jüngste Tochter mit 1.1). Mein ältestes Kind ist mit 17 in die USA und hat nach Topstudium in Yale sein eigenes Startup Unternehmen gegründet (Er ist erst 26 Jahre alt). Das mittlere Kind studiert jetzt seit 4 Jahren sehr erfolgreich in Cambridge und meine jüngste Tochter tut es ihrem Bruder gleich und studiert auch in Yale. Da ich auch selber in Yale studierte habe ich einen sehr hohen Anspruch an meine Kinder, zwinge sie aber zu nichts. Es ist der richtige Weg

@reinbolt48 - 16:38

"Früher schraubte der Automechanikker herum, heute ist der Mechatroniker ein halber Elektronikspezialist usw."
Stimmt! Früher hat ein Automechaniker repariert, was kaputt war. Heute steckt ein Mechatroniker ein Diagnosegerät ins OBD und liest vom Display ab, welches Steuergerät er wechseln soll. Egal, ob es wirklich die Fehlerursache ist.

@Sausevind - 16:43

""Dann sollten die Schüler lieber die Schulbankdrücken und fürs ABI lernen, als Freitags die Schule zu schwänzen und sich auf Demos herum zu treiben."

Zum Glück sind die Schüler heute nicht mehr so blind untertänig wie früher - sie entscheiden selber, was für sie sinnvoll ist und was nicht."

Wer freiwillig auf 20% des Unterrichtspensums (sprich: Allgemeinbildung) verzichtet, strebt einen IQ von 80 an. Reicht in Deutschland aber noch für's Abitur.

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