Ihre Meinung zu: Griechische Reparationsforderungen: "Es verjährt nichts"

17. April 2019 - 14:17 Uhr

Das griechische Parlament diskutiert heute erneut über Reparationsforderungen an Deutschland. Die Bundesregierung sieht das Thema als erledigt an, doch ein Bremer Historiker liefert neuen Zündstoff. Von Michael Lehmann.

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Kommentare

Sorry aber da bin ich anderer Meinung: Forderung verjährt!

Sorry aber da bin ich gewaltig anderer Meinung.

https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-reparationen-101.html

"Es verjährt nichts"

Ich stehe auf dem Punkt, dass diese Forderungen längstens verjährt sind. Erstens sind wir heutigen und alle zukuenftigen Generationen nicht mehr die Schuldner (diese sind längstens verstorben).

Zweitens zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-reparationen-101.html

Etwa 330.000 Griechen starben durch den Beutezug der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Sie wurden von Wehrmachtssoldaten ermordet oder verhungerten, weil sie Lebensmittel abgeben mussten und manchmal auch die ganze Ernte auf den Feldern an die Besatzer verloren hatten.

auch daran sind wir heutigen und zukuenftigen Generationen nicht mehr schuld. Das haben Generationen begangen, die weit vor unserer Zeit gelebt haben.

Drittens: dieses Nazi-Deutschland gibt es längstens nicht mehr!

Diese Fakten sind nicht neu - Griechenland mitschuld

Dann weiterhin zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-reparationen-101.html

Es werde auf großes Interesse stoßen und sei "eine wertvolle Ergänzung zu den Fakten, von denen wir glauben, dass wir sie kennen", glaubt er. Die Krise in Griechenland habe vielen Menschen die Bedeutung der Reparationen wieder klar gemacht. "Und um die Beziehungen unserer Länder weiter zu verbessern, muss es jetzt auf irgendeine Weise auch angegangen werden. Und das ist es, was der Buchautor, Herr Roth, auch meint."

Nein. Diese Fakten sind nicht neu. Und fuer die Krise in Griechenland sind nicht wir verantwortlich sondern diese falsche EZB-Geldpolitik und die EU-Kommission (falsche Austeritätspolitik) sowie Griechenland selbst (weil es ueber seine Verhältnisse gelebt hat). Das sage ich, auch wenn ich Griechenland mag und ich nichts gegen die Griechen habe. Griechenland hätte einen Mittelweg aus Sparen einerseits und Investitionen andererseits gebraucht.

Eigentlich berechtigt

Dass ein Staat für die Kosten einer Entscheidung viele Generationen aufkommt, ist nicht ungewöhnlich. D.h., die 74 Jahre sind kein ausreichenden Argument. Gibt es ein anderes Argument warum die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Deutschen Reichs kein Schadenersatz leisten soll?

Lediglich dieser Punkt ist richtig: kein Vergessen der Verbreche

Lediglich dieser Punkt ist richtig:

https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-reparationen-101.html

Deutschland, sagt Plötner, müsse allerdings immer wieder eingestehen, dass schweres Unrecht während der NS-Besatzungszeit geschehen ist, und Deutsche müssten dafür sorgen, dass diese Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten.

Da bin ich seiner Meinung. Ja, dem ist so. Diese damaligen Verbrechen der Nazis duerfen nicht in Vergessenheit geraten. Aber: das hat nichts damit zu tun, dass diese Reparationen aus uralten grauen Vorzeiten verjährt sind und wir heutigen und die zukuenftigen Generationen nicht die Schuldner sind.

Griechische Reparationsforderungen:"Es verjährt nichts"......

Moralisch im Recht.Nur die Bundesregierung wird sich auf die Staatenimmunität zurückziehen.Und auf ein bilaterales Abkommen mit Griechenland aus den 1960er Jahren,in dem die griechische Seite gegen Zahlung von ein paar Millionen DM,auf alle Reparationsforderungen verzichtet hat.Und gegen das stärkste Land in Europa etwas durchsetzen.....

Zur Ausplünderung damals gehörte auch die Beschlagnahme der Devisenreserven Griechenlands und der aufgenötigte Ankauf einer hohen Reichsmarkanleihe durch die Zentralbank.

Die Bundesrepublik ruht sich

Die Bundesrepublik ruht sich darauf aus, daß es bis heute keinen förmlichen Friedensvertrag gibt.Ein solcher würde zu Reparationszahlungen verpflichten laut Londoner Schuldenkonferenz 1953. Der 2+4 Vertrag ist ausdrücklich kein Friedensvertrag (Bonn Bestand darauf).
Deutschland sollte sich endlich grade machen. Ob dies dann zu Reparationszahlungen führt oder zu einer Art EU Länderfinanzausgleich sei mal dahingestellt. Der zweite Weg wäre zukunftsträchtiger.

Wieviele Generationen....

... sollten denn für Vergangenes geradestehen müssen. Nennt man das nicht Sippenhaft? Ist das Rechtstaatlich?

... dann die Moral

Habe gerade das Buch "Der große Plan" von Wolfgang Schorlau gelesen. Da erfährt man einiges über das grauenhafte Wüten der Wehrmacht in Griechenland, die Hintergründe der sogenannten Griechenlandrettung und auch, warum wir keinen Friedensvertrag, sondern einen Zwei-plus-Vier-Vertrag haben.

nie?

Also es verjährt nichts? Soll das bedeuten, dass alle die Länder die durch Alexander den Grossen erobert und ausgebeutet wurden an Griechenland Forderungen stellen dürfen?

Aber es gibt doch den

Aber es gibt doch den 2+4-Vertrag "anstatt" eines Friedensvertrags. Das Pendel schwingt.

Ich höre immer nur von Reparationsforderungen ...

... gegen Deutschland. Was ist mit den alten Kolonialmächten wie England, Frankreich, Spanien, Portugal, etc...
Z.B. hat England über Jahrhunderte die Kolonien brutal geplündert. Die Kronjuwelen bestehen größtenteils aus geraubten Diamanten.
Werden die zurück gegeben? Gibt es hier Entschädigung?

@ Carlos12 (15:31): Deutschland ist NICHT Rechtsnachfolger

hi Carlos12

Gibt es ein anderes Argument warum die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Deutschen Reichs kein Schadenersatz leisten soll?

Ja, gibt es. Zum Beispiel dass das heutige Deutschland KEIN Rechtsnachfolger von diesem Deutschen Reich mehr ist!

Ergo: Forderung abgelehnt!

Fakten, von denen wir glauben, dass wir sie kennen",

"ist 2019 auch als griechische Ausgabe erschienen.
Es werde auf großes Interesse stoßen und sei "eine wertvolle Ergänzung zu den Fakten,

von denen wir glauben, dass wir sie kennen",

So kann man auch endlich mal ein Buch verkaufen.

Aber was sagen andere Historiker?

"Recherche fast nur auf Deutschland konzentriert, bemängelt Goschler, so könne man sich kein Bild davon machen, welche Rolle die griechische Diplomatie in den Verhandlungen um die Reparationen gespielt habe.

Die Analyse sei außerdem teils ungenau und vermische sich zu sehr mit grundsätzlichen linken Debatten um Gerechtigkeit. "

Prof. Dr. Constantin Goschler
Seit WS 2016/17 Dekan der Fakultät für Geschichtswissenschaften der Ruhr-Universität Bochum

@Demokratieschule 15:35

"... diese Reparationen aus uralten grauen Vorzeiten verjährt sind ..."
Aus Wikipedia zum Zwei-plus-Vier-Vetrag:
"Das bestehende Einverständnis findet sich im übertragenen Sinne in der Sprachregelung anstatt eines Friedensvertrages wieder; diese wurde auch getroffen, um „u. a. eventuell noch nicht erledigte[n] Reparationsforderungen einzelner Drittstaaten“ nicht nachkommen zu müssen. Dies bezog sich insbesondere auf Griechenland, dessen Forderungen in der Vergangenheit mit Verweis auf einen künftigen Friedensvertrag abgewiesen wurden. An einem „Friedensvertrag“ könne man „aus finanziellen Erwägungen kein Interesse haben“, so der Staatssekretär Friedrich Voss. "

@15:31 von Carlos12

"Dass ein Staat für die Kosten einer Entscheidung viele Generationen aufkommt, ist nicht ungewöhnlich. D.h., die 74 Jahre sind kein ausreichenden Argument."

Das sehe ich persönlich ähnlich.
Über die Höhe & Art und Weise der Auszahlung kann und sollte man natürlich diskutieren. Hier sind viele Modelle denkbar.
Zum Beispiel ein Entwicklungshilfe Fond zur Verbesserung der Griechischen Wirtschaft.
Davon würden Deutschland & Europa auch indirekt mit profitieren.

Deutschland hat die letzten

Deutschland hat die letzten Zahlungen aufgrund von Reparationsforderungen nach dem 1. Weltkrieg (!) in 2010 gezahlt.
Warum sollten also alle Forderungen aus dem WK II abgegolten bzw. hinfällig sein? Gab es hier einvernehmliche Verträge/Absprachen? Wenn hier jemand mehr weiß, wäre ich über Infos dankbar.

Griechenland hat sich...

genug Geld durch den unberechtigten Zugang zur EU erschlichen mit gefälschten Staatsbilanzen usw. Da Deutschland der größte Netto-Zahler ist, dürften wir wohl quitt sein, wenn wir es aufrechnen würden. Und jedes Jahr zahlen weiterhin Millionen deutsche Sparer durch künstlich niedrige Zinsen für das Überleben Griechenlands mit...

Ungeachtet dessen darf man das damals den Griechen zugefügte Leid in keinster Weise klein reden oder vergessen.

@15:31 von Carlos12

"Dass ein Staat für die Kosten einer Entscheidung viele Generationen aufkommt, ist nicht ungewöhnlich. D.h., die 74 Jahre sind kein ausreichenden Argument."

Dass ein Staat fuer in der Vergangenheit begangene Verbrechen Reparationsleistungen bezahlen muss ist richtig aber wann ist denn eine Tat Ihrer Meinung nach verjaehrt? Wenn 74 Jahre zu wenig sind, sind dann 100 Jahre genug? Oder sind es 200, 500 oder 1000? Oder verjaehrt ein Verbrechen, wenn Taeter und Opfer nicht mehr leben? Wer soll das festlegen? Die Tuerkei ist Nachfolger des Osmanischen Reiches, muss sie deshalb auch Reparationsleistungen an Spanien zahlen, weil da mal was war? Oder Italien als Nachfolger des Roemischen Reiches an halb ganz Europa? Was ist mit der Mongolei als Nachfolger des Mongolischen Reiches? Wie sieht es mit Reparationszahlungen Spaniens und Portugals an Sued- und Mittelamerika aus?

@ JohnMadison (15:45): Nein duerfen die nicht

hi John Madison

Also es verjährt nichts?

falsch, die Forderung ist verjährt.

Soll das bedeuten, dass alle die Länder die durch Alexander den Grossen erobert und ausgebeutet wurden an Griechenland Forderungen stellen dürfen?

Nein, weil die Griechen gegen uns keinen Anspruch haben. Siehe hier beim SWR:

https://tinyurl.com/y23bbecs
SWR: Historiker: Griechenlands Ansprüche nicht gerechtfertigt

Besatzungsanleihe dient Griechenland als Rechtfertigung für Reparationen
Bei den erneut von der griechischen Seite erhobenen Forderungen in Milliardenhöhe handelt es sich nach Meinung des Geschichts-Professors um die Besatzungsanleihe. Grundlage sei ein Bericht der Reichsbank vom April 1945. Darin würden deutsche und griechische Schulden dargelegt und gegenübergestellt. "Sie sind pari", erläuterte Heinz A. Richter - also ausgeglichen.

Lassen Sie sich nichts falsches erzählen.

15:53 von HotDog81

man muß sich halt den Schuh anziehen ....
.
die Holländer Belgier Franzosen Briten tun das nicht,
da kommt keiner auf die Idee Forderungen zu stellen
bei uns scheint das anders

Es geschehen noch Zeichen und Wunder

Ich hätte es niemals(!) für möglich gehalten, "Demokratieschuetzerin2021" mal zustimmen zu können. Diese seltene Gelegenheit will ich natürlich nutzen.

Es ist schon seltsam diese Logik im Stile von "DEIN Uropa hat MEINEM Uropa eins auf die Nase gehauen und deswegen musst DU heute MIR Geld geben..."

Dass Staaten, denen in den letzten Jahrzehnten aus deutschen Kassen so unglaublich viel Geld zugeflossen ist -übrigens bezahlt von völlig unschuldigen deutschen Steuerzahlern- jetzt aus eben diesen noch viel mehr zusätzliche Kohle rauspressen wollen, ist eine moralische Bankrotterklärung. So viel zum Thema "Wir sind doch eure Freunde", selten so gelacht.

Gebt den Griechen die Adressen der entsprechenden deutschen Friedhöfe. Dort, an den Gräbern der Entscheidungsträger, sollen sie ihre Forderungen meinetwegen vortragen.

15:26 von Demokratieschue...

"Ich stehe auf dem Punkt, dass diese Forderungen längstens verjährt sind. Erstens sind wir heutigen und alle zukuenftigen Generationen nicht mehr die Schuldner (diese sind längstens verstorben)."

Ach ja. Wie sieht es denn da mit der Schuld gegenüber Israel aus? Heute liefern wir Gerätschaften zum Schnäppchenpreis, die im Krieg eingesetzt werden (können).
Ist das nicht auch "längstens verjährt"?

Deutschland entzieht sich in Griechenland, in Polen, in afrikanischen Ländern ...
Könnte am Ende wirklich teuer werden.

Wille zur Versöhnung

„Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“

Keine spektakuläre und erst recht keine neue Erkenntnis, aber man muss doch immer wieder gerade in der Politik daran erinnern.

Entscheidend sind doch nicht Forderungen und Reparationen, entscheidend ist der beidseitige Wille zur Versöhnung.

Wer einmal in Kalavrita war und allein den dortigen Friedhof besucht und die vielen Gräber mit identischem Todestag gesehen hat, weiss und spürt, dass dieser Wille zur Versöhnung zu ächst von „uns Deutschen“ ausgehen muss. Und er erlebt dort ebenso, dass dieser Wille sehr bereitwillig erwidert wird. Was angesichts der dort heute noch spürbaren Schrecken absolut nicht selbstverständlich ist.

Kurz: Man muss miteinander reden, nicht übereinander. Und selbstverständlich auch über offene Rechnungen und Forderungen.

Hier geht es um Investititionen in unsere gemeinsame Zukunft, nicht um Kosten oder Wiedergutmachung. Eine Investition in eine europäische Zukunft, für die wir alle gemeinsam Verantwortung tragen.

ganz kurz nur

warum soll ein Bürger heute, der damals noch gar nicht gelebt hatte, zahlen?
Wer Forderungen hat, soll sich bitte an die Personen wenden die direkt damals dafür verantwortlich sind!

Ich zitiere

Es geht um eine Anleihe, die die Nationalsozialisten dem besetzten Griechenland 1942 auferlegt haben, zur "Begleichung" von Besatzungskosten. Die Bundesrepublik als Rechtsnachfolgerin sieht das Thema als erledigt an - denn sonst könnte eine ganz andere Debatte losbrechen.

"Da Kredite zurückgezahlt werden müssen und das Londoner Schuldenabkommen von 1953 diese Kategorie von Ansprüchen nicht eingeschränkt hat, kann es im Prinzip auch heute noch einen Rückzahlungsanspruch geben", erklärt hingegen der Münchner Historiker Hans Günter Hockerts, der sich intensiv mit dem Thema Wiedergutmachung nach 1945 beschäftigt hat.
Die Debatte wirft ein Schlaglicht auf die grundlegende Frage, ob Deutschland seine finanzielle Schuld wirklich abgegolten hat. Das Thema "Zwangsanleihe" ist ein Sonderfall - auch ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zweifelt an, ob der Fall wirklich finanziell als erledigt betrachtet werden kann.

Target II Forderungen

Ich schlage vor, dass wir die Target II Salden ausgleichen und davon sämtliche Reparationen ein für alle Mal ausgleichen.

Es hängt einem schon zum Hals heraus, dass alle paar Jahre ein Land um die Ecke kommt und Geld von Deutschland will.

Wenn es rechtmäßige Forderungen sind, sind sie zu begleichen.

Es verjährt nichts

Was für ein Unfug. Sollen wir Deutschen dann Reperationszahlungen vom Römischen Reich über die Schweden bis zu Napoleons Feldzügen fordern? Irgendwann muß auch mal Schluß sein, besonders wenn bereits rechtsgültige Verträge das Thema vor Jahrzehnten längst abgehakt haben.

Es gibt keinen griechischen Anspruch auf Reparationen. Punkt.

Auch Griechenland ist mithilfe des Marshallplans wiederaufgebaut worden. Allein damit sollten Ansprüche auf Reparationen mehr als abgegolten sein.
Zudem hat Deutschland in der Vergangenheit immer wieder Geld in Griechenland reingepumpt, von dem eh nichts zurückgezahlt werden wird, es gab sogar mehrere Schuldenschnitte. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung weiterer Geldzahlungen mehr als dreist. Hätte jemals ein Anspruch auf Reparationen bestanden, wären diese allein schon durch die erlassenen Schulden mehr als abgegolten.

Ich finde die deutsche Reaktion peinlich und heuchlerisch

Vor dem Hintergrund, dass Griechenland direkt nach dem Krieg einem Schuldenschnitt für Deutschland zugestimmt hat, ohne den der Wiederaufbau, auf den wir so stolz sind, viel schwerer geworden wäre, war mir die deutsche Blockadehaltung, als es um einen möglichen Schuldenschnitt für Griechenland ging, peinlich.

Aufgrund unserer Altersstruktur wird unsere Politik von der älteren Generation bestimmt, die bei den Wahlen dominieren. Die Jugend wird überstimmt und darf nur zusehen. Einige der heutigen Wähler waren damals noch dabei. Sie /sind/ verantwortlich und deshalb ist Deutschland verantwortlich!

Sich jetzt hinter der Jungend zu verstecken, die ja nichts für die damaligen Ereignisse kann, ist heuchlerisch. Sehr oft in letzter Zeit, gerade kürzlich im Zusammenhang mit diesem "Artikel 13", ist unsere Jugend von der Regierung aufs übelste verhöhnt worden.

Griechische Maximalisten

Es gab Länder, die deutlich mehr gelitten haben als Griechenland. Man denke nur Polen, Tschechien oder Russland (mit 20 Mio. Toten). Allein die Belagerung von Leningrad hat mehr russische Opfer gefordert, als in ganz Griechenland zusammen.

Aber all diese Länder haben nur einen Bruchteil von dem Betrag erhalten, den die Griechen jetzt fordern. Es dürfte mich nicht wundern, wenn die Griechen jetzt versuchen daraus eine unendliche Geschichte zu machen. Allein der lächerliche Namensstreit mit Makedonien hat 30 Jahre gedauert. Die Griechen haben einfach auf "sturr" geschaltet und die Zeit für sich arbeiten lassen. Gleichzeitig hat man alles per Veto blockiert um eine EU-Bindung von Makedonien zu verhindern.

Ähnlich geht es auch im Streit mit dem türkischen Teil von Zypern. Der dauert immer noch. Auch hier erheben die Griechen Maximalforderungen und weichen keinen Zentimeter davon ab. Deutschland sollte sich schon mal auf einen sehr langen Dauer-Konflikt vorbereiten.

15:29 von Demokratieschue...

Griechenland hat das Thema Reparationen nicht erst in der Krise entdeckt. Wobei das auch verständlich wäre. Hat sich Deutschland beim "Griechenland-unter-Spardruck-setzen" besonders hervorgetan. Gleichzeitig wurden aber Griechenland wieder und wieder Kredite aufgenötigt.
Warum glauben Sie, sind große Teile der Bevölkerung total verarmt, sogar ohne Krankenkasse? 2016 war ich in Athen - so viele geschlossene Geschäfte, verwahrloste Häuser und obdachlosen Menschen haben ich nirgendwo sonst gesehen.
Zitat "Das ZDF-Magazin "frontal 21" wies noch einmal auf ein sehr wichtiges Dokument hin, das zeigt: Athen hat das Thema Reparationen nicht erst jetzt in der Euro-Krise entdeckt, wo man sich von Merkel gegängelt fühlt. In einer Verbalnote der Botschaft von 1995 an das Auswärtige Amt heißt es unter Punkt II: "Griechenland hat nicht auf seine Ansprüche auf Entschädigungen und Reparationen für während des Zweiten Weltkriegs erlittene Schäden verzichtet."

Griechenland hat schon mehr

Griechenland hat schon mehr als 190 Milliarden € bei den letzten Rettungsaktionen als Schuldenerlass erhalten. Ohne Merkel wäre Griechenland jetzt pleite und der Bevölkerung ginge es miserabel.

Deutschland

sollte die griechischen Forderungen erfüllen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Schweden ebenfalls Reparationen zahlt für die im Dreißigjährigen Krieg im heutigen Staatsbereich Deutschlands angerichteten Personen- und Sachschäden. Und zwar auch zum heutigen Betrag hochgerechnet.

Friedensvertrag

Wenn sich die Bundesrepublik Deutschland mangels eines Friedensvertrages den vollständigen Reparationszahlungen entzogen hat, muss man heute als Partner innerhalb der EU sehr wohl darüber reden, und nicht nur aus juristischen Gründen, sondern auch aus moralischen Gründen, ob nicht abschließend noch eine gerechte Abschlusszahlung zu leisten ist.

Sehr wohl tragen auch die nachfolgenden Generationen der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Kollektivschuld
evtl. Rückzahlungsansprüche.

Ewige Generationsschuld ?

Soso... es verjährt nichts?
Dann bemühe ich mal die Geschichtsbücher. Mal sehen wer dann noch offene Rechnungen hat.
Es ist aberwitzig 74 Jahre nach Kriegsende hier noch Forderungen stellen zu wollen.
Sowohl monetär als auch moralisch.

Solche Mittel drohen immer in einem Faß

ohne Boden zu versinken.

Lassen wir einmal die Frage beiseite, wie lange rückwirkend - durchaus berechtigte - Schadenersatzanforderungen zu stellen seien.

Wenden wir uns der Frage zu, woher sie kommen. Leider immer aus Staaten, die sich aus eigener Kraft in wirtschaftliche Schwierigkeiten manipuliert haben und nun den bösen Buben für die Misere suchen.

Der 2. Weltkrieg ist *nicht* der Grund für Griechenlands wirtschaftliche Probleme. Das beste Beispiel ist Deutschland selbst, das von allen Beteiligten während des 2. Weltkrieges die größten Schäden erlitten hat.

Selbstverschuldet, klar. Nichtsdestoweniger auch selbst wieder aufzubauen, was offenbar durchaus möglich war.

"Es verjährt nichts. Wenn die

"Es verjährt nichts. Wenn die Forderungen vor ein internationales Gericht kommen, dann gibt es auch das Prinzip der Staatenimmunität nicht mehr, das bisher gewirkt hat...."

Da ich nicht durchgekommen bin frage ich anders, gilt das nur für Deutschland oder generell? Könnte zB auch der Kongo nach 100 Jahren Forderungen an Belgien stellen? (Stichwort Kongogräuel)

Griechenlands Forderungen sind berechtigt

Das fängt schon mit dem Zwangskredit an, der dem Deutschen Reich eingeräumt werden musste. Die deutsche Nachkriegsregierung hat immer wieder mit allerlei Winkelzügen probiert, Ansprüche für „erledigt“ zu erklären. Das hat bei den Zwangsarbeitern auch recht gut geklappt, da die meisten schon verstorben waren bevor sie einen Antrag stellen durften. Hier geht es aber um staatliche Schuld. Anders als im Fall von Polen profitierte Griechenland nicht von deutschen Gebietsabtretungen samt zugehörigen Immobilien und Infrastruktur (im Eisenbahnnetz der polnischen Staatsbahn kann man auch heute noch gut erahnen, wo bis 1937 die Grenze zwischen Deutschland und Polen verlief). Griechenland ist auf Jahrzehnte in seiner wirtschaftlichen Entwicklung eingeschränkt gewesen aufgrund der Verluste an die deutschen Besatzer. Wenn Deutschland es mit Europa ernst meint, sollte Berlin seine Schulden begleichen ! Dies gilt m.E. auch für die anderen Opfer der sog. „Grossraumwirtschaft“ des Dritten Reichs.

Nichts als die reine Wahrheit?

"Zudem hat Deutschland in der Vergangenheit immer wieder Geld in Griechenland reingepumpt, von dem eh nichts zurückgezahlt werden wird, es gab sogar mehrere Schuldenschnitte." @nikioko
.
Und was sagt der Tagesspiegel dazu? "Deutschland ist ein großer Profiteur der Milliardenhilfen zur Rettung Griechenlands und hat seit dem Jahr 2010 insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro an Zinsgewinnen verdient. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt."
.
Nun bin ich aber echt verwirrt!

Griechland

Wir Steuerzahler werden nur darauf eingestellt, dass die Milliarden Euro für die Griechlandrettung nicht zurückgezahlt werden. Nach dem Motto, da sind wir aber günstig davon gekommen.
Vertrag ist Vertrag es gibt keine Ansprüche, wie weit zurückgehend sind die Reparationen? Griechische Eroberungen und Besatzungen im Altertum, mit Zinsen?
Wird die USA jemals für ihre Atombombenexperimente in Japan zur Verantwortung gezogen?

...und wie weit ins

...und wie weit ins Mittelalter wollen Sie nun mit sämtlichen Staaten der Welt zurückgehen und Reparationen fordern?
Es ist zweifellos großes Unrecht geschehen - jedoch gab es nach dem WWII genügend Abkommen (DEU-GR -> geregelt im Globalabkommen) wo DEU Reparationen bezahlt hat.
http://www.eu-info.de/dpa-europaticker/259926.html

Irgendwann muss das Thema erledigt sein. Wenn dann auch noch Zahlen im heutigen Wert errechnet werden kling das eher nach "Kasse machen" - sorry liebes Griechenland.

Besser anfangen zu sparen, Steuern zahlen und Korruption beseitigen.
Das bring Euch nach vorne - Auf geht´s.

Wenn nichts verjährt...

… kann dann Deutschland noch Forderungen an Italien als Rechtsnachfolger des Römischen Reiches stellen? Wohl nicht. Kein Anspruch mehr aus meiner Sicht. Und wenn die Griechen tatsächlich meinen noch Forderungen zu haben, müssen die Gelder, die im Rahmen der "Euro-Rettung" durch D gezahlt wurden, natürlich gegengerechnet werden.

der

deutsche Forscher hat also 1000 Exemplare seines Buches an das griechische Parlament verkauft. Na, da hat sich das Forschen doch schon gelohnt. Und das griechische Parlament hatte wohl ein paar hunderttausend Euro zuviel in der Kasse.

Es verjährt nichts........Reparationsforderungen ewig ?

Reparationsforderungen gibt es erst in jüngster Geschichte und das nur vereinzelt. So sind mir Reparationsforderungen von den Südost-Europäischen Ländern an der Türkei unbekannt, obwohl bis 1918 die Türkei eine Besatzungsmacht war. Ebenso sind Reparationszahlungen von den ehemaligen Kolonialmächten, außer ein gewisses Entgegenkommen, unbekannt. Dies war erst Mitte des letzten Jahrhunderts. Reparationszahlungen von der ehemalige UDSSR oder vom Rechtsnachfolger Russland an den besetzten Länder sind nicht gegeben.
Da stellt sich trotz schreckliche Vorkommnisse im 2.Weltkrieg die Frage der Gleichbehandlung.
Eine Verjährung gibt es sehr wohl in der Rechtsprechung. Man stelle sich vor Reparationszahlungen aus sämtlichen Kriegen der Jahrhunderte Deutschland hat als einzige Nation Reparationszahlungen auf freiwilliger Basis nach Verhandlungen vorgenommen, hieraus sollte man keinen Rechtsanspruch geltend machen.

Ob Ansprüche bestehen kann ich nicht klären

Aber um den Umgang mit der Vergangenheit geht es.

Die ehemaligen Kolonialmächte haben zum Teil Reparationen geleistet.Diese müssen ja nicht in monetärer Form geleistet werden.Wie sie geleistet werden ergibt sich aus dem gemeinsamen Umgang mit der Vergangenheit.Es kommt nicht von ungefähr, dass Frankreich und Italien in Afrika, bzw. Nordafrika, humanitäre und auch militärische Unterstützung leisten und es ihren Wirtschaften "günstig" machen dort zu investieren.Oder England mit seinen ehemaligen Kolonien, von denen mMn. nur wenige ohne Londons Einfluss und Hilfe überlebensfähig wären. Aus diesen Handlungen heraus entwickelt sich das Völkerrecht ständig weiter.

Tschero hat 1953 in seinem Link schon angemerkt. mMn. ist zu klären ob 1953 alles "erledigt" ist in Bezug auf Griechenland. Und von daher sollte man darüber reden/verhandeln. Aber sich einfach als der heutzutage wieder Mächtige einfach aus der Affäre stehlen finde ich nicht korrekt.

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