Ihre Meinung zu: Tag der Arbeit in Paris: Mit Tränengas gegen Randalierer

1. Mai 2019 - 16:32 Uhr

Zerstörte Autos, Festnahmen, Verletzte: In Paris hat es am Tag der Arbeit Ausschreitungen gegeben. Randalierer mischten sich unter die Gelbwesten, die sich den Mai-Kundgebungen angeschlossen hatten.

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Kommentare

Geldwesten?

Was Wollen Sie uns mit dem Ausdruck Geldwesten sagen? Die Geldwesten sitzen doch wohl eher im Elysée-Palast. Solche Investmentbanker wie dieser Macron.

Genug ist genug!

Was ursprünglich eine berechtigte Kritik war endet in einem unüberbrückbaren Chaos, da sich verschiedene gewaltbereite Gruppen dazugesellt haben. Abfackeln von Autos, sinnlose Zerstörungswut, Angriffe auf Sicherheitskräfte (Polizisten dürfen sich offensichtlich nicht wehren, was nicht entschuldigt, dass es auch auf dieser Ebene Angriffe gegeben hat). Wer soll z.B. die Zerstörung öffentlichen Eigentums später bezahlen? Reichen die Zusagen Macrons nicht aus? Ich gebe da dem User OlliH recht.
Macron hat leider zu spät reagiert. Das ursprüngliche Anliegen ist nicht mehr erkennbar. Es herrscht französisches Chaos.
Meine Freundin aus Toulouse empfiehlt mir sie erst dann zu besuchen, wenn sich die Wogen geglättet haben, da sie einiges miterlebt hat, was z.T. hier auch in den Medien dargestellt wurde. Sie schildert noch Heftigeres.
Eine Sache sollte man bedenken. Wie sieht es nun mit dem französischen Finanzhaushalt aus. Das sollte man mal im Auge behalten.

Welch ein Chaos !

Wie soll denn eine EU eine gemeinschaftliche Zielsetzung können durchsetzen wenn es Mitgliedsländer wie Frankreich hat mit solchen Problemen. Da ist seit dem Regierungsbeginn von Macron überhaupt keine Lösung in Sicht, im Gegenteil. Bevor Frankreich Forderungen an den übrigen Mitgliedern stellt, sollte es erst die Grundlagen in seinem eigen Land in Ordnung bringen.

@OlliH

Ich glaube Sie haben über lesen:
Nicht die Gelbwesten haben randalierte, sondern welche die sich darunter gemischt haben.

UN kritisiert „übermäßige Polizeigewalt“

Es demonstrieren mehre Hunderttausende von Bürgern trotz massiver Polizeigewalt, trotz Differmierung. Dieser Ausdruck gelebter Demokratie wird aber hier im Kommentar überhaupt nicht wahrgenommen.

Die UN kritisiert „übermäßige Polizeigewalt“ gegen die Demonstranten. Diese muss nun untersucht werden. Diese Perspektive der UN und der Grundrechte sollte ebenfalls nicht unter den Tisch fallen.

Ziel erreicht

Es ist der 1. Mai und da sind Gewerkschaftsdemos alte Tradition. Die gab es heute hier, die gab es in Frankreich.

Aber gewissen Interessensgruppen ist es vor allem wichtig, die Berichterstattung in Richtung Randale zu lenken. Also wird aus Die Auseinandersetzungen spielten sich am Rande einer Kundgebung der Gewerkschaften am Tag der Arbeit ab die Überschrift Tag der Arbeit in Paris
Mit Tränengas gegen Randalierer

Das erinnert mich schon an das Frankreich

der 50er Jahre.

Mit Tränengas gegen Randalierer...

Einige beleidigten demnach die Polizisten, warfen Steine auf sie und zertrümmerten die Scheiben von Autos. Mitglieder des sogenannten "Schwarzen Blocks" hatten dazu aufgerufen, Paris am 1. Mai in die "Hauptstadt des Aufstands" zu verwandeln.
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Das hat doch alles nichts mehr mit einer Demo zu tun. Hier organisieren sich wieder Chaoten und Verbrecher. Die Polizei hat alles Recht der Welt hier für Ruhe und Ordnung zu sorgen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen!

Demonstration der Gelbwesten

Immer werden in der Berichterstattung die randalierenden Minderheiten, einer an sich positiven basisdemokratischen Bewegung, hervorgehoben, der Agent Provocateur kommt u.a. oft auch aus den Reihen der Staatsgewalt. Gezeigt, in Wort und Bild, wird nur die agressive Stimmung. So wird mit den meisten Berichten in die Köpfe der sich informieren wollenden Bürger mit „schönen“ dramatischen Bildern die Gewalt der Demonstranten implantiert - immer, immer wieder. Den Minderheiten wird, bewusst manipulierend, zu viel Präsenz geboten. Die von den Gelbwesten berechtigt aufgestellten Forderungen fallen bei dieser Art der Berichterstattung unter den Tisch - man braucht die geilen Bilder der Gewalt. So arbeitet keine objektive Presse. Es sollten vermehrt die zu Wort kommen, die der Masse der friedliebenden Demonstranten, mit den Zielen der Bewegung eine erklärende Grundlage geben. Aber davor hat man Angst - es könnten sich letztendlich zu viele solidarisieren.

Gewalttätige Polizisten gibt es auch?

Und wann wird hier auch mal über gewalttätige Polizisten - teilweise in ziviler Kleidung agierend - berichtet? Demonstranten, denen von Polizisten Augen ausgeschossen und noch andere schwere Verletzungen zugefügt wurden, tauchen in der ARD-Berichterstattung gar nicht auf?
Ich habe den Eindruck, daß die Gelbwesten-Bewegung - politisch gewollt - eher
kriminalisiert werden soll. Eine Taktik, um von den wahren Umständen besser ablenken zu können?

man darf gerne gegen die Gelbwesten sein....

aber einige Foristen haben den Bericht nicht gelesen?....
"Hunderte Aktivisten - viele maskiert und schwarz gekleidet - hätten sich unter die Demonstranten der Gelbwesten und der Gewerkschaften gemischt".......

Erste Mai

Leider erinnert das schon an, ich würde sagen, ein ,,bestimmtes Frankreich". Warum das Land nicht vortwärtskommt, wie es sollte? Man bekommt hier eine erste Antwort.

um 18:10 von Adlergeier

>>So arbeitet keine objektive Presse. Es sollten vermehrt die zu Wort kommen, die der Masse der friedliebenden Demonstranten, mit den Zielen der Bewegung eine erklärende Grundlage geben. Aber davor hat man Angst - es könnten sich letztendlich zu viele solidarisieren.<<

Wahrscheinlich haben sie recht damit.

Meine Angst geht manchmal in eine andere Richtung (vielleicht ist das ja intendiert mit dieser Tendenz solcher Berichtertattungen?), und die fürchtet sich vor der Aushebelung unserer Demonstrationsfreiheit ...

Wenn ein europäpsches Land erst damit anfängt - -

Tag der Arbeit in Paris

Ja, so kann es gehen, wenn man als Volksvertreter nicht auf sein Volk hört.

Niemand der verletzt wurde sollte sich beklage

Wenn man mit Vermummten, Bewaffneten seinen Spaziergang macht, Autos und Geschäfte anzündet, dann muss damit gerechnet werden, dass Gewalt mit Gewalt beantwortet wird. Pech, wenn man dann dabei war.

Notwendige Abgrenzung der Gelbwesten von der Gewalt

Die Radikalisierung in den Strassen von Paris ist völlig inakzeptabel. Leider werden die Gelbwesten von - meist - rechtsnationalen Chaoten als Vehikel benutzt, um die staatliche Ordnung zu zerstören. Die Gelbwesten sollten sich daher überlegen, ob sie dieses dreiste Spiel zulassen. Der Staat muss gegen Gewalttäter wehrhaft sein. Die Gelbwesten werden Teil dieser Gewalt, wenn sie sich nicht nachhaltig von den kriminellen Feinden des Staates abgrenzen.

Nicht wieder Gelbwesten

und die vermummten schwarzgekleideten Chaoten mit ihren Helmen, Knieschützern, Gasmasken und Molotowcocktails in einen Topf werfen. Die sind von einer anderen Bewegung. Die schwarzgekleideten wären auch dabei, wenn Paris st.Germain die Meisterschaft feiert oder damals beim WM-Sieg

@aschenbach - So kann es gehen, wenn...

"Ja, so kann es gehen, wenn man als Volksvertreter nicht auf sein Volk hört".

Es gibt KEINE Rechtfertigung für solche Gewaltexzesse!!! Diejenigen, die Krawall auf die Strasse tragen, sind nicht "das Volk", sondern kriminelle Gewalttäter, die die staatliche Ordnung zu zerstören suchen. Sie sollten diesen Chaoten kein Alibi liefern.

@OlliH

Irgendwo muss man sich aber auch nicht alles gefallen lassen und friedlich demonstrieren ist ein demokratisches Recht?

Auf Kommentar antworten...

Am 01. Mai 2019 um 18:31 von Zundelheiner...
"Hunderte Aktivisten - viele maskiert und schwarz gekleidet - hätten sich unter die Demonstranten der Gelbwesten und der Gewerkschaften gemischt"...
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Und genau gegen diese Personen muß mit ganzer Härte vorgegangen werden.

18:59 von OlliH

So ein Quatsch.
Die Gelbwesten sollten sich nicht nur „lautstart“ an die Regierung wenden, sondern sich besser diese Chaoten, die alles kaputtmachen, vom Hals halten.
Wenn sich nur welche von den friedliebenden Demonstranten trauen würde, den Hitzköpfen Paroli zu bieten, würde das vielleicht auch „anstecken“

Sie verstehen offenbar das ganze Prinzip nicht. Es geht doch gerade darum, Demonstration `eskalieren´ zu lassen. Der Staat macht sich viel Mühe, friedliche Demonstration... umzugestalten, um sie zu diskreditieren und in ein schlechtes Licht zu rücken.

`Agent provocateur´ ist ein französischer Begriff :)
Aber das ist überall so. Nicht zuletzt in Deutschland (siehe G20 oder viele große Demos, die irgendwie `links´ waren und sind)

Gewaltfrei hat...

sich noch nie etwas geändert...wie sollte es auch...

17:57 von Silverfuxx

Es ist der 1. Mai und da sind Gewerkschaftsdemos alte Tradition.
.
interessant eine alte Gewerkschaftstradition
wer war das doch gleich, der hierzulande den 1. Mai als Feiertag eingeführt hat ?

19:28 von Superdemokrat

"Gewaltfrei hat...
sich noch nie etwas geändert"

Mit Ausnahme der Ereignisse, durch die sich Entscheidendes gewaltFREI geändert hat (Beispiel DDR).

18:46 von aschenbach

Ja, so kann es gehen, wenn man als Volksvertreter nicht auf sein Volk hört.
.
wer ist denn das Volk
ein paar Chaoten die Autos anzünden und Geschäfte plündern

@19:52 von OlliH

Es ist sicher sinnlos, mit jemandem mit Ihren Ansichten darüber zu diskutieren. Naivität kann hier auch nicht vorliegen, da niemand so naiv sein kann.
Ganz sicher sind sie noch nie bei einer Demo dabei gewesen, daher sollten Sie vielleicht gar nicht so unbedingt mitreden.
Wie wäre es stattdessen mit Lesen ?
https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur

19:08 von Silverfuxx

"Es geht doch gerade darum, Demonstration `eskalieren´ zu lassen. Der Staat macht sich viel Mühe, friedliche Demonstration... umzugestalten, um sie zu diskreditieren und in ein schlechtes Licht zu rücken."

Belegen können Sie das offenbar nicht, es ist einfach nur ausgedacht.

19:41 von Sisyphos3

"wer war das doch gleich, der hierzulande den 1. Mai als Feiertag eingeführt hat ?"

Das erste mal als Tag der Arbeit? 1919 durch SPD, DDP und Teile der Zentrumspartei.

Wenn Sie auf das sogenannte 3. Reich abspielen, hatte der 1. Mai dort eine andere Bedeutung.

"Hunderte Aktivisten - viele

"Hunderte Aktivisten - viele maskiert und schwarz gekleidet - hätten sich unter die Demonstranten der Gelbwesten und der Gewerkschaften gemischt."

Warum nennt man die so liebevoll "Aktivisten"? Es sind gewaltbereite Kriminelle, die das ursprüngliche und meist berechtigte Anliegen von Demonstranten im Chaos versinken lassen. Sie sind auch mitverantwortlich, wenn andere Demonstranten verletzt werden.

@18:10 von Adlergeier

"Es sollten vermehrt die zu Wort kommen, die der Masse der friedliebenden Demonstranten, mit den Zielen der Bewegung eine erklärende Grundlage geben. Aber davor hat man Angst - es könnten sich letztendlich zu viele solidarisieren."

Das empfinde ich genauso. Auch Ihren übrigen Äußerungen schließe ich mich gerne an.

Es ist interessant, dass die

Es ist interessant, dass die Politik - egal ob Randale oder nicht - total blind ist, wenn es um die Interessen derer geht, die an diesem Tag oder zu anderen Gelegenheiten demonstrieren gehen.

Wenn ich Politiker wäre, fände ich dort massig Material, um meine Politik zu definieren. Denn Politik sollte bekanntlich das allgemeine Interesse vertreten. Aber wir wissen ja, dass Politiker Parteien angehören, und die vertreten ihre eigenen Interessen. Also irgendwie werden wir und die Politik nicht schlau. Warum noch demonstrieren? Ergibt keinen Sinn. Die Randalemacher freuts, die Politik sieht sich bestätigt, dass Demos nur Unsinn sind.

Oder sollte man jetzt erst recht zu Demos sagen? Wäre auch ne Möglichkeit. Aber Randale sind der Tod jedes Arguments. Also muss man sorgsam trennen. Die Berichterstattung ist dahingehend leider zu sehr im Fokus auf Randale.-

@Superdemokrat

Dem kann ich nicht zustimmen. In vielen Ländern wird per Wahlen eine andere Regierung gewählt und die ändern etwas, ob zum guten oder schlechten ist Ansichtssache und unterschiedlich.

@19:28 von Superdemokrat

"Gewaltfrei hat...
sich noch nie etwas geändert...wie sollte es auch..."

Deutsche Wiedervereinigung?
Ich weiß, allein(!) die friedlichen Demonstrationen waren es nicht, haben aber sicher dazu beigetragen. Jedenfalls mag ich mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn da Gewalt im Spiel gewesen wäre.

Wenn ich noch bei Demonstrationen mitmischen könnte, würde ich mich sofort entfernen, wenn der schwarze Block auftaucht.
Die Geblbwesten waren am Anfang Viele und hätten mit Streiks und Demonstrationen viel erreichen können. Manchmal macht es wirklich nur die Masse. Ich bin auch sicher, dass manch ein Polizist mit den Forderungen und Anliegen der Gelbwesten übereinstimmt. Wenn Gewalt ins Spiel kommt, kann er sich natürlich nicht solidarisieren.

@Sisyphos3

Sonst bin ich ja oft Ihrer Meinung, aber ausschließlich aus diesen besteht diese Bewegung nun auch wieder nicht. Jeder weiß, das man mit Gewalt eher das Gegenteil erreicht. Ich habe für friedliche Demonstranten Einsicht.

@Silverfuxx

Sorry, aber Sie sollten (an)erkennen, dass Demonstrationen, die bewußt von einzelnen Gruppen zu gewalttätigen Aktionen mißbraucht werden, strafrechtlich relevant sind. Auch diejenigen (Gelbwesten), die Gewalt innerhalb "ihrer" Demonstration zulassen, machen sich zu Mittätern. Sie sollten rechtsradikalen Chaoten kein Alibi liefern, wenn es um strafbewehrte Handlungen geht. Ein absolutes NO-GO!

Anna-Elisabeth 20.31

Warum nennt man die so liebevoll "Aktivisten"? Es sind gewaltbereite Kriminelle, die das ursprüngliche und meist berechtigte Anliegen von Demonstranten im Chaos versinken lassen. Sie sind auch mitverantwortlich, wenn andere Demonstranten verletzt werden."
vollkommen richtig! Hat sich wohl so eingebürgert, war ja bei G20 in Hamburg auch so oder im Hambacher Forst.

Ist halt Frankreich!

Das heftige Herumprügeln mit den verhassten flics als Vertreter der französischen Staatsmacht gilt seit der französischen Revolution selbst bis in die gehobenen Mittelschicht hinein, als eine besondere Art des französischen Volkssports!

@20:57 von OrwellAG

"... Aber Randale sind der Tod jedes Arguments. Also muss man sorgsam trennen. Die Berichterstattung ist dahingehend leider zu sehr im Fokus auf Randale."

Volle Zustimmung. Ich würde nur gerne wissen, WARUM die Berichterstattung so einseitig ist und eben nicht sorgsam getrennt wird.

@Adeo60 21.09

Sie sollten rechtsradikalen Chaoten kein Alibi liefern, wenn es um strafbewehrte Handlungen geht. Ein absolutes NO-GO!"
warum versteigen Sie sich mehrfach zur Behauptung, es wären rechtsradikale Chaoten? Wissen Sie mehr als die Medien? Oder denken Sie, die TS hätte Hemmungen, das zu benennen, wenn es so wäre? Die bezeichnet Sie als "Aktivisten". Das spricht eine andere Sprache

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