Ihre Meinung zu: Österreich: Innenminister Kickl soll gehen

20. Mai 2019 - 8:55 Uhr

Nach dem Rücktritt Straches deutet sich der Rauswurf von Innenminister Kickl an. Damit riskiert Kanzler Kurz den endgültigen Bruch mit der FPÖ. Auch für Strache ist die Video-Affäre womöglich noch nicht vorbei.

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Kurz "riskiert" nicht den

Kurz "riskiert" nicht den Bruch, es ist seine einzige eigene politische Überlebenschance, diese Reissleine zu ziehen. Die Wähler*innen werden aber nicht vergessen, wer mit seiner "Liste Kurz" selbst 2017 einen rechtspopulistischen Wahlkampf geführt hat, auch dadurch die FPÖ hofiert hat und durch Übergabe des Innen- und Verteidigungsministeriums die Sicherheit und Integrität des Landes gefährdet hat. Österreich steht vor einem politischen Neuanfang, der größer ist als der Rauswurf der FPÖ-Minister ahnen lässt.

Die auf hinterhältige Weise

Die auf hinterhältige Weise erschlichenen Gründe, wobei man bei 2 Minuten aus 7 Stunden Videomaterial sehr vorsichtig sein sollte, ob die Zusammenhänge sich nicht anders darstellen, werden ja jetzt schön ausgeschlachtet. Trotzdem sind die Standpunkte der Partei und die Arbeit in der Koalition gut und richtig gewesen.

Wieso muss Kickl gehen? Was steckt wirklich dahinter?

Kickl hat die Grenzen Österreichs für illegale Einwanderer besser geschlossen, als es alle seine Vorgänger hinbekommen haben.

Das hilft auch D. Und war ja eigentlich auch die Politik von Kurz.

Dass nun ein erfolgreicher Minister (für die, die seine strikten Einwanderungsstop nicht mögen, ist er natürlich ein rotes Tuch) gehen soll, hat seine Gründe mit nichten in der Ibiza-Affäre. Sondern in der ÖVP.

Vielen Landeshauptleuten (Ministerpräsidenten) war Kurz schon zu dominant. Und sie wollten wieder einen eigenen Innenminister. Obwohl Kickls Vorgänger von der ÖVP im Gefängnis landeten (Strasser wegen Abstimmungsverhalten für Geld) oder mit der Einwanderungskrise völlig überfordert waren (Mikl-Leitner, heute selber Landeshauptfrau). Also die Erfolgsbilanz der ÖVP im Innenministerium überschaubar war.

Aber darum scheint es in der ÖVP nicht zu gehen. Manche wittern beim geschwächten Kurz die Chance, ihm nun Vorgaben zu machen.

Muss Kickl wegen ÖVP-interner Machtspiele gehen???

Es geht nur noch mit Dreistigkeit

Zwei Dinge sind völlig klar:
1. Der Strache übertrifft die Lobbyisten bei weitem.
2. Es KANN keinesfalls ein Parteigenosse die Untersuchung der Affäre leiten.
.
Und was trötet die FPÖ? Es geht Kurz nicht um Österreich, sondern nur um die Macht! Dreister geht´s kaum!
.
Ja klaaa, es ging dem Strache um Österreich, juhu, juhu! Der wird bestimmt noch für ne Ehrenmedaille vorgeschlagen. Sicher doch!

09:46 von ladycat (Vorgängerthread)

"Es ist ein gravierender Unterschied, ob Leute im Suff etwas sagen oder bei Nüchternheit."

Strache war nicht besoffen. Das er das vorschiebt, ist klar. Aber auf dem Video sehe ich keinen besoffenen Menschen.

@ andererseits

Kurz "riskiert" nicht den Bruch, es ist seine einzige eigene politische Überlebenschance, diese Reissleine zu ziehen. Die Wähler*innen werden aber nicht vergessen, wer mit seiner "Liste Kurz" selbst 2017 einen rechtspopulistischen Wahlkampf geführt hat, auch dadurch die FPÖ hofiert hat und durch Übergabe des Innen- und Verteidigungsministeriums die Sicherheit und Integrität des Landes gefährdet hat. Österreich steht vor einem politischen Neuanfang, der größer ist als der Rauswurf der FPÖ-Minister ahnen lässt.„

Den komplett inhaltlich gleichen Artikel hatten sie gestern schon gepostet. Also ich persönlich bevorzuge Vielfalt anstatt Eintönigkeit

Kurz und bündig 2

Der Kanzler Kurz hat richtig entschieden, auch wenn etwas zögerlich.
Nun muss es konsequent weitergehen, d.h. Entlassung Kickls und dann ergibt sich alles weitere von selbst.
Der viel zu junge Kanzler hat hier hoffentlich gelernt, dass man mit Parteien wie der FPÖ keinen Staat machen, soll heißen, auch keine Regierung bilden kann.
Vielleicht hat auch der Wähler gelernt und ich hoffe das besonders auch für Deutschland. Aber mit den etwa 15% Unbelehrbaren werden wir, fürchte ich, leben müssen.

Was kommt denn noch?

Am 12.11.2018, also nachdem das Strache- Video gedreht würde, berichteten verschiedene Medien davon, dass René Benko, ein österreichischer Milliardär und bekennender Unterstützer von Kanzler Kurz, große Anteile (24%) an den österreichischen Zeitungen "Krone" und "Kurier" gekauft hatte.
Das ist leicht zu überprüfen und ist keine billige Propaganda!

leider

ist die SPÖ für den österreichischen Wähler keine gangbare Alternative, da sie auf Bundesland-Ebene mit der FPÖ koaliert. Das ist in etwa so, als ob in einem deutschen Bundesland die SPD mit der AFD koalieren würde.

Österreich muss jetzt bis zum

Österreich muss jetzt bis zum Herbst mit der neuen Situation klar kommen und dann werden Neuwahlen den neuerlichen Willen des Volkes herbeiführen. Wie auch immer der neue Weg von Österreich sein wird. Es braucht aber neue Gesichter, denn mit dieser Affäre haben einige Politiker sich absolut ins Abseits gestellt

@Sternenkind - 09:07 >Geschlossener Thread

"Die erfolgreichste Regierung seit 20 Jahren kurz vor einer Wahl mit kriminellen Methoden zu sprengen ist sicher kein investigativer Journalismus und auch nicht Aufgabe der Medien. Das ist purer Gesinnungsjournalismus."

Auffällig, wie FPÖ-Fans sich hier am freien Journalismus abarbeiten, aber kein Wort über die journalistische Zukunft für Österreich nach dem Strache-Modell verlieren.

Wenn dazu noch das Sprengen der Regierung beklagt wird frage ich mal ganz zuversichtlich: Wäre der Knall ausgeblieben, wenn man Strache im Amt gelassen hätte und einfach wie gewohnt weitermachen würde?

@ 10:13 von DeHahn

"Es geht Kurz nicht um Österreich, sondern nur um die Macht! Dreister geht´s kaum!"
.
Sie haben da vermutlich etwas nicht verstanden.......
.
Kurz entläßt Minister, hat Neuwahlen angekündigt und überlegt, ob er bis zu den Neuwahlen überhaupt noch mit der FPÖ zusammen arbeiten soll......

Wer glaubt, mit Hofer würde

Wer glaubt, mit Hofer würde sich etwas ändern bei der FPÖ, ist zumindest geschichtsvergessen. (https://tinyurl.com/y2nnn42s) Die Wurzeln der FPÖ liegen nicht im österreichischen Patriotentum, sondern im großdeutschen Nationalismus. Zur politischen Ausrichtung gehörte u.a. die Ablehnung von Österreich als eigenständige Nation und ein ausgeprägter Antisemitismus. Kennzeichen der deutschnationalen Bewegung war u.a die Kornblume; Hofer posierte mit der Kornblume bei stramm rechten Burschenschaften.
Und Kickl hätte gar nicht erst Minister werden dürfen: So besuchte er als FPÖ-Generalsekretär im Oktober 2016 einen Kongress in Linz, auf dem sich die rechtsextreme Creme de la Creme traf, u.a. der NPD-Funktionär Sascha Roßmüller, für den bayerischen Verfassungsschutz kein Unbekannter. All das wusste auch Kurz lange vor der Veröffentlichung des Ibiza-Videos.

Na hoffentlich lückenlose Aufklärung

„Kanzleramtsminister Gernot Blümel im ORF. Blümel begründete dies mit der Notwendigkeit, nach dem Auftauchen des Ibiza-Videos für eine lückenlose Aufklärung zu sorgen.“

Beinhaltet die „lückenlose Aufklärung“ auch die Recherche und Veröffentlichung der Täter und ihrer Hintermänner und -frauen? Na hoffentlich. Ich bin mir da aber nicht so sicher.

Mehr Videobeweise wären wünschenswert

Strache ist sicher kein Einzelfall, obwohl einige meinen, dass er als Alleinstellungsmerkmal unter Politikern über derartige charakterliche Schwächen verfügen würde. Ich glaube das nicht. Deshalb glaube ich auch nicht, dass die FPÖ als Ganzes nun diskreditiert ist, oder gar Rechtspopulisten generell „entlarvt“. Da fallen mir für Deutschland auf Anhieb etliche Politikskandale der letzten Jahrzehnte ein, bei denen es ebenfalls wünschenswert gewesen wäre über einen „Videobeweis“ zu verfügen und wo Rechtspopulisten keine Rolle gespielt haben. Strache wurde zu diesen inakzeptablen Äußerungen bewusst animiert offenbar aus politischer Motivation heraus - und in relativ intimer Kenntnis von FPÖ Interna und der Eigenheiten einiger ihrer Repräsentaten. Interessant finde ich wie hier mit medialen westlichen Klischees gespielt wurde: „Russen“, „Oligarchen“, „Wahlbeeinflussung“, den „ausländischen Mächten, die durch legale Investition Kontrolle über kritische Infrastruktur und Betriebe erlangen“.

@Was kommt denn noch? 10:19 von Zeitungsjunge

So einiges.
Z.B. dass die FPÖ schon seit 2005 (inWorten: dreizehn Jahre)
Verbindungen mit russischen Regierungskreisen hat.

In dem stundenlangen Video stecken so einige Fakten,
die auch nicht mit Suff, sondern nur mit
tiefblauem Landesverrat zu tun haben können.

Daher muss natürlich ein Innenminister der untersuchten Partei zurücktreten
bzw. von dem Posten entfernt werden.

Jeder kleine Provinzrichter wird für weniger als befangen erklärt.

Österreich....

das was dort nun gezeigt wurde , hätte überall passieren können ! Ausnahmslos liegt es daran, dass die Politiker von sich so eingenommen sind ,dass sie sich mit einer Trotzburg vergleichen dabei versinken Sie in ihrer Ahnungslosigkeit und der maßlosen Arroganz. Es gibt, wie immer , Ausnahmen.... aber nur ganz wenig.

Ich dachte schon...

Eigentlich hatte ich von Kurz einen guten Eindruck, und als er die Koalition mit der FPÖ einging, war ich ziemlich enttäuscht von ihm. Aber jetzt scheint er alles wieder wett zu machen...

Die Rechten weltweit scheinen nicht denken und gleichzeitig fühlen zu können. Die haben einen ziemlichen Machthunger und suchen ständig nach Verbündeten. Gibt es keine Inseln wie Elba oder St. Helena für solche Menschen? Die Fähre dorthin beschlagnahmen wir dann...

Ich glaube nicht, dass

die deutschen und österreichischen Wähler solch hinterhältige Dreck-Kampagnen honorieren.
Eine Bekannte aus Ölsterreich sagte mir, dass ihre Familie jetzt erst recht FPÖ wählt.

Ein Rauswurf von Herrn Kickl ist in keinster Weise gerechtfertigt.

FPÖ

2 Jahre wurde dieses Video zurück gehalten .
2 Jahre um in dieser Zeit das Land schlecht regieren zu lassen? Bei sofort Veröffentlichung wäre Herr Strache wohl
nicht in diese Position gelangt . Es geht wohl
im Grunde nicht um Österreich sondern um die EU Wahl . Wie leicht durchschaubar ist denn das . Möchte noch schreiben das ich meine Hose nicht mit der Kneifzange anziehe .

Sausevind

Ja, Strache war nicht sturzbesoffen, aber angetrunken.

Rolle der Medien

Es sollte auch konsequent die Rolle der Medien hinterfragt und geahndet werden. Wie kann es sein sein, dass Journalisten einen Politiker bewusst in die Falle locken um dann zwei Jahre später bei passender Gelegenheit ( Europawahl) das Ergebnis ihrer "Arbeit" zu veröffentlichen. Ein klarer Beweis der Einflussnahme der linken Medien.

@10:17 berelsbutze

Stellen Sie sich vor: Meine Analyse und die Argumente, die zu meinen Schlussfolgerungen führen, haben sich nicht geändert, aber noch ein paar weitere Begründungen benommen durch die Entwicklung der letzten 24 Stunden. Im übrigen poste ich - im Unterschied zu manch anderen Usern - keinen Kommentar zweimal. Wenn für Sie "klare Position" mit "Eintönigkeit" gleichzusetzen ist, sollten Sie darüber vielleicht doch noch einmal nachdenken. Oder ist Ihr Kommentar eher ein Ausdruck dessen, dass Sie meinen Überlegungen inhaltlich nichts entgegenzusetzen haben? Dann lohnt es sich, sich mit der Materie und den Entwicklungen zu befassen und dann inhaltlich zu antworten.

Der Wiener "Falter" hat auf

Der Wiener "Falter" hat auf Twitter die Reaktionen des Kanzlers wunderbar verkürzt auf "Ich, Ich, Ich!" Sein ausgeprägter Machterhaltungstrieb wurde unterstützt vom oberösterreichischen Landeshauptmann, der sagte, er könne sich im Herbst durchaus eine Koalition mit der FPÖ vorstellen... Zum Speim, sagt man hier in Ö!

Ein Vorschlag zur Güte:

"wobei man bei 2 Minuten aus 7 Stunden Videomaterial sehr vorsichtig sein sollte, ob die Zusammenhänge sich nicht anders darstellen" @Zeitungsjunge
.
Man kann doch einfach das Video rückwärts abspielen, dann kann man a) nix verstehen und b) erleben, wie der Strache immer nüchterner wird!

@ 10:16 von Sausevind

"Strache war nicht besoffen. Das er das vorschiebt, ist klar. Aber auf dem Video sehe ich keinen besoffenen Menschen."
.
Nein, so richtig besoffen finde ich ihn auch nicht.
.
Aber dieses Video wurde noch vor der Nationalratswahl 2017 aufgenommen. Strache konnte das Ergebnis nicht kennen. Warum erst jetzt und nicht vorher? Wem will man größtmöglichen Schaden zufügen? Nur der FPÖ?
.
Bei Herrn Strache hat etwas "in der Murmel" ausgesetzt. So wie bei einem Teenager in der Pubertätskrise. Noch Gudenus dabei (dessen "Leibvater" Strache in der Burschenschaft war) und bekennend "russophil" (wie auch Kickl, wär für mich ein Minuspunkt diese Partei zu wählen).
.
Das was die beiden sich geleistet haben geht gar nicht!
.
Gleichzeitig geht es aber auch gar nicht, die komplette Wählerschaft in die gleiche Ecke zu stellen, oder ihnen sogar Dummheit zu unterstellen.
Die FPÖ sind nicht Strache, Gudenus und Kickl.
Obwohl dieses "die sind doch alle gleich" immer von linken Spektrum unterstellt wird.

Das wahre Gesicht

Ja so sind sie, die Rechtspopulisten. Mit aller Macht an die Macht kommen. Schade nur für die AfD, daß der österreichische Schwindel so früh aufgeflogen ist. Sonst hätten es unsere Rechtspopulisten doch genauso gemacht, um bei einer der nächsten Wahlen in die Regierungsverantwortung zukommen, um dann ihre dreckigen Doktrien durchzusetzen. Und ich hoffe, daß der Wähler, egal wo in Europa, es endlich kapiert, was für verbrecherische Absichten die Rechtspopulisten haben.

Wenn bei einer Straftat

Alkohol im Spiel war, wird dies immer strafmindernd gewertet.
Im Suff fühlen sich Männer besonders stark, sie geben an und übertreiben. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus.
Ich kenne solche Männer.

FPÖ sind jetzt die Bösen, die anderen sind gut

Und das finde ich zu platt. Was hat es nicht alles für Mauscheleien gegeben, nicht nur in der Bundesrepublik und zT auch lange bevor Rechtspopulisten überhaupt eine Rolle gespielt haben: vom afrikanischen Potentaten über den Scheich bis zum Medienmogul, die schmutzige Deals mit Politikern gemacht haben. Leider alles ohne Videobeweis. Historisch belegt sind auch die Kontakte der Kennedy Administration in die amerikanische Mafia hinein. Trotzdem sind die Österreicher aktuell nicht zu beneiden, von „Felix Austria“ kann im Moment wirklich keine Rede sein. Pikant würde die Sache, wenn die „Videofalle“ für Strache aus dem Ausland orchestriert worden wäre.

@10:21 Sparer

Aber Sie wissen schon, dass der SPÖ-Mann Niessl die Koalition mit den FPÖ-Rechtspopulisten gegen den ausdrücklichen Willen seiner Partei einging und dass diese Koalition seit gestern Geschichte ist?

Verstehe

"Sie haben da vermutlich etwas nicht verstanden....... Kurz entläßt Minister, hat Neuwahlen angekündigt und überlegt, ob er bis zu den Neuwahlen überhaupt noch mit der FPÖ zusammen arbeiten soll......" @NeutraleWelt
.
Aha! Wie kommt der nur darauf? Die FPÖ bepöbelt den Kurz auf´s übelste, und der soll mit denen weiter zusammenarbeiten. Das ist ja genau wie in der Schule, wo man Frechdaxe und Pöbler nicht mehr aus dem Unterricht entfernen darf. So haben Sie Ihre Auffassung "gelernt". Man stelle sich mal vor, jeder Mörder dürfte bis zu seiner Verurteilung frei rumlaufen!

@10:32 ladycat

Was Sie alles wissen... Haben Sie auch eine inhaltliche Position zu den Ungeheuerlichkeiten, die Strache im Video von sich gibt?

um 10:17 von berelsbutze

>>"zu @anderseits. Den komplett inhaltlich gleichen Artikel hatten sie gestern schon gepostet. Also ich persönlich bevorzuge Vielfalt anstatt Eintönigkeit"<<

Ich denke eher das unser werter junger Mitforist @anderseits keine weiteren Argumente hat?

Zum Fall selbst bin ich der Meinung das die Angelegenheit differenziert betrachtet werden sollte? Was hat der Innenminister Kickl mit dem Vergehen von Strache zu tun außer das beide derselben Partei angehören? Ich denke hier sollte die Kirche im Dorf gelassen werden?

Jetzt erst recht(s)

Ich befürchte auch, dass diese Schmierenkommödie nach hinten losgeht und neben der FPÖ-Stammwählerschaft noch einige Wähler statt bei der ÖVP den Blauen ihre Stimme geben. Einerseits geht dieser Dummschwätz von Strache überhaupt nicht, andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass andere Politiker egal welche Couleur besser sind.

Ui, da sind Sie der

Ui, da sind Sie der Propaganda der FPÖ aber gut auf den Leim gegangen. Ein Kickl, dessen Politik sich darauf beschränkte Minderheiten zu demütigen (siehe Umbenennung der Asyl-Erstaufnahmezentren in "Ausreisezentrum" oder Kürzung der Mindestsicherung), hat gar nichts getan, sondern sich lediglich die (mMn unmenschliche) Politik der Groko in Ö an seine Fahnen geheftet.
Kickl hat die freie Presse bedroht, das Bundesamt für Verfassung durch die Polizei stürmen und durchsuchen lassen und vieles mehr getan, was jenseits rechtsstaatlicher Verhalten liegt. Er ist ein Demokratiefeind und ein verschlagener Charakter...das zeigt seine ganze Vita.

Hallo wach

Aha, kurz ist wachgeworden. Es hatte mich schon gewundert, daß Kurz am Samstag bei seiner PK den Innenminister nicht gleich entlassen hat. Kickl war auch Thema gestern abend bei Anne Will. Denn bei den jetzt wohl folgenden Ermittlungen gegen Strache & Co. hätte Kickl bis zur Wahl noch sehr hilfreich unter die Arme greifen können. Sei es über Verordnungen oder Weitergabe von Informationen.
Ermittlungen gegen Strache unter einem Innenminister, der sein Parteifreund ist, das hätte wohl niemand verstanden.

Österreich war auf gutem Weg

Anders als Deutschland war Österreich auf einem guten Weg. Wirtschaftliche Stabilität, verbesserte innere Sicherheit und Schutz der Aussengrenzen hatten oberste Priorität. Das wird sich unter einer linken Regierung wohl wieder ändern. Strache musste weg, aber demnächst auch so mancher Politiker der seine Privatsphäre im Urlaub, bei Feierlichkeiten und im eigenen Wohnzimmer nicht zu schützen vermag.
Die "linkspopulistischen" Methoden unterscheiden sich auch nicht besonders von den rechtspopolistischen. Das ist Politik der Zukunft........

10:04 von Zeitungsjunge

>>Die auf hinterhältige Weise erschlichenen Gründe, wobei man bei 2 Minuten aus 7 Stunden Videomaterial sehr vorsichtig sein sollte, ob die Zusammenhänge sich nicht anders darstellen, werden ja jetzt schön ausgeschlachtet. Trotzdem sind die Standpunkte der Partei und die Arbeit in der Koalition gut und richtig gewesen.<<

Höre ich da den (untauglichen) Versuch, Strache rein zu waschen? Das wird nicht gelingen!
Das Video und die Falle sind sicher unrechtmäßig zustande gekommen, und die Staatsanwaltschaft wird sich damit beschäftigen.
Da ändert aber nichts, rein gar nichts daran,
- daß Strache sich als Verräter seines angeblich so geliebten Vaterlandes geoutet hat
- daß Leute, die sonst immer nach Recht und Gesetz rufen und Null-Toleranz verkünden für sich genau das Gegenteil in Anspruch nehmen
- daß die FPÖ, deren Vorsitzender Strache zu dem Zeitpunkt war, selbst genau das vorführt, was sie den 'Alt-Parteien' immer vorwirft: Verfilzung, Kungelei, wirtschaften in die eigene Tasche usw

Nun denn

Der österreichische Journalist Armin Wolf, bestimmt kein Freund der FPÖ, verlautbarte gerade: „Schon vor Monaten wurde das Video angeblich gegen sehr viel Geld über Vermittler einzelnen Medien angeboten.“ Wenn Spiegel und SZ das Material nun umsonst bekommen haben, hat das die Superjournos nicht stutzig gemacht? War die Übergabe des Materials an einen genauen Veröffentlichungstermin gebunden??

10:19 von Zeitungsjunge

«Am 12.11.2018 … berichteten verschiedene Medien davon, dass René Benko, ein österreichischer Milliardär und bekennender Unterstützer von Kanzler Kurz, große Anteile (24%) an den österreichischen Zeitungen "Krone" und "Kurier" gekauft hatte.»

Und hätte es Strache nicht mit einer unechten, sondern mit einer wahrhaftigen russischen Oligarchin zu tun gehabt, hätte die österreichische Presse wohl darüber berichten können, die FPÖ bediene sich gerne finanzieller Unterstützung aus dem Reich des Vodkas, um den von ihr anngestrebten "Umbau" der Presselandschaft zu erreichen.

Hat Herr Benko nach dem Kauf seiner Anteile an den Zeitungen auch gefordert: "… und zack, zack, zack … vier müssen weg! …?

Wohl kaum. Nur einer der gravierenden Unterschiede zwischen einem österreichischen Milliardär und dem (Ex) Parteivorsitzenden der FPÖ, der versuchte, "die Krone" an eine reiche Russin zu verscherbeln, um dann ihm unliebsame Journalisten "raus zu kegeln".

Sehr bittere Tage für solche Gemüter …

@um 10:28 von Dr.Hans

Die Täter sind doch bekannt - Strache&Co. Hinermänner und-frauen hat Strache im Video benannt. Diese streiten aber diesbezügl. Behauptungen von Strache ab. Eine Ermittlung einer unabhäng. Kommision o.ä. dürfte mehr ans Licht bringen.

Wäre konsequent

Kickl ist als Innenminister seit der BVT-Affäre längst fällig. Auch hier glänzen die Foren-Sofort-Beispringer und Relativierer jedes rechtsstaatswidrigen Verhaltens von Rechtsradikalen mal wieder mit Ahnungslosigkeit oder (bei bewusstem Handeln) mit gezielter Desinformation.

Nach Amtsantritt erstmal den Verfassungsschutz kalt zu stellen in dem man dort martialisch einreitet, um (wie eine Untersuchungsausschuss derzeit klärt) belastendes Material über die FPÖ-Naziverstrickungen einzukassieren, all das liegt auf dem demokratiefeindlichen Niveau von Strache, Höcke, Orban und Erdogan.

Dass Kurz diese Aktion so lange mitgetragen hat und Kickl als 'Sicherheitsminister" gehalten hat, trägt zu seiner nachhaltigen Beschädigung mit bei.

Bis zu den Wahlen im September hätte Kickls Seilschaft genug Zeit belastendes Material verschwinden zu lassen. Außerdem könnte er auf dem Verordnungswege weiter sein rechtsstaatsfeindliches Agieren fortsetzen. Genau deswegen will Kurz ihn abservieren.

Geht es Kurz um die Macht?

Einige vermuten, Kurz ginge es nur um die Macht. Kann sein, dann spielt er aber ein gewagtes Spiel. Denn wie die Neuwahlen ausgehen werden ist keineswegs ausgemacht. Auf eine absolute Mehrheit kann er wohl kaum hoffen.
Einfacher hätte er es sich machen können, wenn er den in der Politik (weltweit) üblichen Weg genommen hätte - Strache tritt zurück, die FPÖ macht ein bisschen auf betroffen und ein paar neue Gesichter werden eingesetzt.
Kurz´ "genug ist genug" heißt für mich, dass die Zusammenarbeit wohl schon länger nicht gut lief. Und vermutlich lag das nicht nur an Strache.
Wie sich das Ganze auf die nächsten Wahlen auswirkt kann man nur vermuten.

Sollte man Herrn Strache nicht dankbar sein

dass er den Bürgern großzügigen Einblick in das gesamte "politische System" gibt. Gleich welche Parteifarbe - wer glaubt dass dies bedauerliche Einzelfälle sind, hat nicht verstanden wie Politik und deren Vertreter organisiert und finanziert sind.
Ehrlichkeit, Würde, Respekt, Verantwortung gegenüber den Bürgern sind Attribute deren Bedeutung man dort nicht mehr kennt.

@ andererseits

„Stellen Sie sich vor: Meine Analyse und die Argumente, die zu meinen Schlussfolgerungen führen, haben sich nicht geändert, aber noch ein paar weitere Begründungen benommen durch die Entwicklung der letzten 24 Stunden. Im übrigen poste ich - im Unterschied zu manch anderen Usern - keinen Kommentar zweimal. Wenn für Sie "klare Position" mit "Eintönigkeit" gleichzusetzen ist, sollten Sie darüber vielleicht doch noch einmal nachdenken. Oder ist Ihr Kommentar eher ein Ausdruck dessen, dass Sie meinen Überlegungen inhaltlich nichts entgegenzusetzen haben? Dann lohnt es sich, sich mit der Materie und den Entwicklungen zu befassen und dann inhaltlich zu antworten“

Der Beitrag ist fast wortwörtlich gleich zu dem Beitrag von gestern. Also copy und paste... sollte nicht ihr Anspruch sein, weil sie häufig genug copy und paste User kritisieren.
Mit der Materie und dem Inhalt bin ich gut betraut.
Ihre Kritik an der FPÖ ist alternativlos u richtig, ihre fortlaufende Kritik an Kurz teile ich nicht

10:31 von ladycat

>>Ich glaube nicht, dass die deutschen und österreichischen Wähler solch hinterhältige Dreck-Kampagnen honorieren.
Eine Bekannte aus Ölsterreich sagte mir, dass ihre Familie jetzt erst recht FPÖ wählt.
Ein Rauswurf von Herrn Kickl ist in keinster Weise gerechtfertigt.<<

'Glauben' heißt 'nicht wissen' und eigentlich meinen Sie 'hoffen'.
Eine 'hinterhältige Dreck-Kampagne' hat hier nur Strache und die FPÖ vorgeführt.
Jetzt können alle 'vor laufender Kamera' sehen, wie die 'Retter Europas', die 'Anwälte der kleinen Leute' wirklich ticken: wirtschaften in die eigene Tasche, illegale Übernahme der Presse, Korruption.

Kickl als Innenminister untragbar.

Eine lückenlose Aufklärung des Falles Strache, bedarf es. Es scheint da noch manches offen zu sein an Zusagen von Strache an `hilfsbereite Freunde der FPÖ`. Die Demokratie hat ein Recht darauf vollständig informiert zu sein, ohne Lügen und Schmierereien. Herr Kickl als Mitglied des obersten Führungskreises der FPÖ könnte in dem Fall Strache involviert sein. Solange dies nicht 100% deutlich ist, ist ein Innenminister Kickl untragbar. Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein.

Richtig so!. Auch der Kickl

Richtig so!. Auch der Kickl muss gehen! Kanzler Kurz zeigt endlich mal Mut und räumt beim braunen Sumpf FPÖ auf. Ich hoffe das war allen eine Lehre sich niemals nicht rechtsradikalen Parteien wie der FPÖ zu koallieren

Unzulässige Verallgemeinerung

Es wird über die Berichterstattung zu der Affäre suggeriert, die sogenannten Populisten seien eben so. Nein! Strache ist so! Ich weiß nicht, wie viele der feinen Demokraten in diese Falle gegangen wären, hätte man sie Ihnen gestellt. Ich wünsche Kanzler Kurz, dass er trotz dieses Skandals seine gute Politik für Österreich fortführen kann.

@Artist22

Verbindungen zu anderen Ländern sind, wenn man eine Partei mit Einfluss ist, völlig normal und wichtig. Ich hoffe, dass auch Verbindungen zu anderen wichtigen Ländern bestehen. Ist Russland auf der Weltbühne ein untragbarer Schurkenstaat, dass Sie das so erwähnen? Was Landesverrat angeht, sollten wir mal vorsichtig sein. Immer eine Frage der Definition und meine im Bezug auf Deutschland ist garantiert eine andere als Merkels!

Tribalismus und Opfermythen

Zu: 10:19 von Zeitungsjunge

Für Sie ist der Hinweis wichtig, dass Herr Benko einen Anteil von 24 % an einem bestimmten Zeitungsverlag erworben hat.

Damit aus Ihrem Beitrag keine billige Propaganda wird, hake ich nach:

Hat sich seit dem 12.11.2018 die Themen und die Art der Berichterstattung der Zeitungen "Krone" und "Kurier" geändert? Konnten Sie feststellen, dass die Regierung von Herrn Bundeskanzler Kurz und die Gesetzesinitiativen der ÖVP nun mehr Platz und bessere Kritiken in diesen wichtigen Zeitungen erhalten?

Falls sich nichts bei den Entscheidungen der zuständigen Redaktionen geändert hat, wieso dann Ihr Beitrag?

Ach ja, Herr Strache hatte doch gegenüber der vermeintlichen "Investorin" darum gebettelt, dass die "Krone" doch für die FPÖ massiv Werbung machen solle. Die Rechtspopulisten als Beherrscher des Boulevards und der Stammtische. Weshalb meinen Sie, dass die Gedankenwelt von FPÖ und ÖVP hier deckungsgleich sein könnten?

Donnerwetter

Da schwadroniert jemand offen über seine Pläne, die Demokratie zu unterhöhlen bzw. abzuschaffen, sobald er die Möglichkeit dazu hat. Und was ist für einige Foristen der eigentliche Skandal? Dass die Öffentlichkeit es erfährt. Man fordert, dass die "Täter" zur Rechenschaft gezogen werden und meint damit allen Ernstes diejenigen, die das aufgedeckt haben.
Ich sehe zwei Möglichkeiten: die betreffenden Foristen und die FPÖ-Wähler hatten keine Ahnung von den Abgründen in den Hirnen ihrer favorisierten Politiker, und sie sind ihnen auch egal. Das wäre schlimm.
Oder man hat sich das alles schon gedacht und unterstützt es auch noch. Schlimmer?

10:38 von ladycat

>>Wenn bei einer Straftat Alkohol im Spiel war, wird dies immer strafmindernd gewertet.
Im Suff fühlen sich Männer besonders stark, sie geben an und übertreiben. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus.
Ich kenne solche Männer.<<

Strache wird aller Voraussicht nach nicht bestraft werden.
Aber Alkohol (wenn Strache wirklich so besoffen war, wie er jetzt vorgibt) enthemmt.
Und da sagen die Männer (die Sie so gut kennen) oft mal etwas, was sie sonst zurückhalten, verschweigen, vertuschen, aber dennoch denken ...
Darüber sollten Sie mal nachdenken:
Strache hat ungewolt gezeigt, wie er wirklich ist.
Auch wenn er niccht bestraft wird ist das sein politisches Aus - und (hoffentlich) das der FPÖ mit.

@10:33 rokaleh

Ihrem Kommentar fehlt die notwendige Differenzierung: die Medien haben dieses Video nicht produziert und "bei passender Gelegenheit" veröffentlicht, es wurde ihnen vor einigen Wochen zugespielt: dann haben Spiegel und SZ in sorgfältiger journalistischer Verantwortung die Echtheit geprüft, auch durch Hinzuziehung externer Fachleute, und nach Abschluss dieser Arbeit die Passagen veröffentlicht, die von politischem Interesse sind - und nur diese, um Persönlichkeitsrechte zu schützen, wo Strache einzelnen Menschen gegenüber verachtend ausfällig wurde. Selbst Herr Meuthen, mir bisher nicht als Verteidiger "linker Medien" aufgefallen, hat gestern bei Anne Will die Unabhängigkeit und investigative gute Arbeit unserer unabhängigen Presse gelobt.
Also: Das Kartenhaus derer, die den Skandal des politischen Attentats auf Österreich verharmlosen wollen durch das Skandalisieren der Medien, die dieses Video öffentlich machen, fällt trotz wiederholter Versuche immer wieder schnell zusammen.

@oe24.at

Gerade PK der FPÖ auf dem Sender / im Internet www.oe24.at

Höchst interessant.

Mit den Koalitionen ist es so eine Sache!

Unsere Demokratie ist zwar eine gute Sache, hat aber auch ihre Haken.
Da keine der etablierten Parteien alleine regieren kann, weiß ich nie, wen ich mitwähle. Wähle ich also CDU oder SPD, so wähle ich damit höchstwahrscheinlich gleichzeitig die Grünen in Regierungsverantwortung, was ich aber vielleicht garnicht will. Wähle ich eine Partei, die NULL-Einfluß hat, so kann ich gleich der Wahl fernbleiben. Was soll ich also tun?
Außerdem sind durch die Notwendigkeit von Koalitionen Wahlversprechungen vor der Wahl nach dieser Makulatur, heißt es doch dann: "War halt mit unserem Koalitionspartner nicht zu machen!"

@ 10:40 von DeHahn

""Sie haben da vermutlich etwas nicht verstanden....... Kurz entläßt Minister, hat Neuwahlen angekündigt und überlegt, ob er bis zu den Neuwahlen überhaupt noch mit der FPÖ zusammen arbeiten soll......" @NeutraleWelt
.
Aha! Wie kommt der nur darauf? Die FPÖ bepöbelt den Kurz auf´s übelste, und der soll mit denen weiter zusammenarbeiten."
.
Sie haben es noch immer nicht verstanden?
Ich gebe auf.......

@Neutrale Welt

Zitat: "....
Gleichzeitig geht es aber auch gar nicht, die komplette Wählerschaft in die gleiche Ecke zu stellen, oder ihnen sogar Dummheit zu unterstellen.
Die FPÖ sind nicht Strache, Gudenus und Kickl.
Obwohl dieses "die sind doch alle gleich" immer von linken Spektrum unterstellt wird."

Die muß man nicht in die gleiche Ecke stellen, die stehen schon da.

10:42 von Silbergräber

>>Jetzt erst recht(s)

Ich befürchte auch, dass diese Schmierenkommödie nach hinten losgeht und neben der FPÖ-Stammwählerschaft noch einige Wähler statt bei der ÖVP den Blauen ihre Stimme geben. Einerseits geht dieser Dummschwätz von Strache überhaupt nicht, andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass andere Politiker egal welche Couleur besser sind.<<

Natürlich, die stramm-Rechten werden sich dadurch nicht abschrecken lassen und jetzt erst recht(s) die FPÖ, AfD usw. wählen.
Aber die 'besorgten Bürger'. die sonst immer so gerne vorgeschoben werden, damit man das braun nicht so deutlich sieht, werden ihre 'Besorgtheit' jetzt vielleicht zuhause lassen oder zu einer anderen Partei tragen.

Warum..?

Ich verstehe immer noch nicht, warum sich manche Kommentatoren hier an der innenpolitischen Lage Österreichs - sehr engagiert einmischend - abarbeiten. Soll damit eine Art spezielle Kompetenz dargestellt werden?

Geht das nach hinten los?

Das die FPÖ Wähler verlieren wird, glaube ich eher nicht, denn was haben die Affären der AfD, die Rücktritte von Lucke und Petri dieser geschadet - Nichts, im Gegentei!
Es ist ein untaugliches Mittel, seinen politischen Gegner durch Affären und Schmutzkampagnen zu schaden. Will man einen Gegner wirklich schaden, so muß man ihn totschweigen, ihn lächerlich machen oder am besten in Sachfragen stellen.
Die Straches sind genauso ersätzbar wie die Luckes und Petris.

@10:41 eine_anmerkung

Es mag ja sein, dass manche mit dem Alter Zusammenhänge nicht mehr so gut erkennen können; auch für diese geneigten Mit-Kommentierenden trage ich hier gerne Hintergründe, Zusammenhänge und Argumente zusammen, gern auch als "junger Mann" mit Ende 50, wenn es Ihnen gefällt.
Wenn Sie der Meinung sind, dass "die Sache differenziert betrachtet werden sollte", werden Sie meine - übrigens heute erstmals - veröffentlichten Hintergründe zur Geschichte der FPÖ, zum Engagement von Hofer und Kickl und zur Rolle von Kurz sicher mit Neugier gelesen haben - oder soll es dann so differenziert nun auch wieder nicht sein, weil es zu unangenehm ist für Ihre politische Position, weshalb Sie es vorziehen, bei den üblichen Mätzchen (junger Mann) und rhetorischen Fragestellungen stehen zu bleiben?

10:37 von NeutraleWelt

"Aber dieses Video wurde noch vor der Nationalratswahl 2017 aufgenommen. Strache konnte das Ergebnis nicht kennen."

Wer sich etwas mit politischen Details beschäftigt, kann wissen, das die politische Großwetterlage in AUT zum Zeitpunkt der Videoaufnah so aussah, dass Kurz' ÖVP ganz offen nach Rechtsaußen geblinkt hat. Die Zeichen standen für alle Beobachter auf konservativ/braun als Koalition.

Nur deswegen konnten Strache und Gudenus so dreist auftreten und "Angebote" machen, als ob ihnen der Staat und sogar eine Zeitung schon gehörten.

Ein schönes Beispiel auch, dass man Rechtsextremen niemals den Sicherheitsapparat ausliefern darf.

Der größte strategische Schaden für die deutschen Rechtsstaatsfeinde in der AfD nach diesen offengelegten Machenschaften ist, dass keine CDU es sich leisten kann diesen Verein irgendwie für eine Koalition in Ländern und Bund auch nur in Erwägung zu ziehen.

Gemäßigte AfDler wie Pazderski in Berlin sind damit politisch ohne Machtperspektive. Gut so.

10:31 von Koblenz

Es geht wohl im Grunde nicht um Österreich sondern um die EU Wahl .
.
der Eindruck entstand bei mir im ersten Moment auch
mal unabhängig des Wahrheitsgehaltes
oder der Verwerflichkeit der Sache

10:52 von Harald Roth

>>Gleich welche Parteifarbe - wer glaubt dass dies bedauerliche Einzelfälle sind, hat nicht verstanden wie Politik und deren Vertreter organisiert und finanziert sind.
Ehrlichkeit, Würde, Respekt, Verantwortung gegenüber den Bürgern sind Attribute deren Bedeutung man dort nicht mehr kennt.<<

Wenn das wirklich Ihre Meinung ist, dann haben Sie (bisher) sicher in Strache, Gauland etc. die 'Heilsbringer' gesehen, die diese 'Ehrlichkeit, Würde, Respekt, Verantwortung gegenüber den Bürgern' wieder zurück bringen.
Da können Sie nun Herrn Strache wirklich dankbar sein, dass er Ihnen die Augen geöffnet hat.

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