Ihre Meinung zu: Kretschmers Treffen mit Putin: Wo Russlandnähe Wähler anzieht

11. Juni 2019 - 19:17 Uhr

Mit seinem Treffen mit Russlands Präsident Putin macht Sachsens Ministerpräsident Kretschmer auch ostdeutsche Identitätspolitik, sagt Politikwissenschaftlerin Lorenz. Sie erklärt im tagesschau.de-Interview, welche Wähler das anspricht.

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Kommentare

40 Jahre DDR

sind nicht spurlos an den Ostdeutschen vorbei gegangen. Da sind viele Verbindungen zu Russland noch vorhanden.Das ist es wohl was Kretschmer umtreibt. Nun sage ich mal,miteinander reden ist besser als übereinander.

Claudia Bauer meint ....

ich mag Herrn Kretschmar eigentlich nicht, aber in diesem Fall unterstütze ich seine Ansichten.
Wer nie in der ehemaligen DDR gelebt hat wird das Verhältnis der Menschen zu Rußland nicht verstehen.
Noch heute ist für mich die Stärke Rußlands der Garant für den Weltfrieden. Mit einem Präsidenten dem die meisten mir bekannten Staatsoberhäupter nichtdasGlas Wasser reichen können.

Besser mit

miteinander Reden als übereinander zu Reden oder gar zu Schweigen, egal mit wem , welcher Religion und welcher politischen Ausrichtung. Nur durch Kommunikation lassen sich Differenzen austarieren.

Warum nicht?

Ich verstehe die Aufregung nicht. Seehofer redet mit Orban und Kurz, Laschet mit den Holländern und die anderen Repräsentanten von Ländern an Deutschlands Grenzen mit Vertretern der Nachbarländer.
Reden ist immer gut und ein Beitrag zur Friedenssicherung.
Erst recht ist es gut, mit Vertretern von Ländern zu reden, zu denen wir eine kritische Beziehung haben. Ob die nun Iran, Russland, China oder Trump-Amerika heißen.

Bewusstseinswandel

„Dadurch, dass die Ostdeutschen 1990 eine schnelle Wirtschafts- und Währungsunion forderten (...), und viele vorhandene Strukturen brachen zusammen. Auch die vorhandenen Sprach- und Kulturkenntnisse wurden nicht genutzt [was immer schade ist!]. Aber im Zuge eines gewandelten Identitätsempfindens interpretieren viele Menschen diese Entwicklungen um“

Es hat also ein Lernprozess stattgefunden. Bei dem die massenhafte Abwanderung der Jüngeren sicher keine positiven Auswirkungen hatte:
„Aus diesen ländlichen Regionen sind die jüngeren Menschen, die ja oft überlieferten Narrativen widersprechen, in großer Zahl fortgegangen. Ihr Widerspruch fehlt in gewisser Weise - und die Älteren entwickelten dadurch eine homogenere Sichtweise auf die Vergangenheit und eigene Identität“
-
„Man kann durchaus politisch hinterfragen, ob die Sorge um die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland - auch wenn (...) - von der aktuellen Form der EU-Sanktionen sinnvoll abgebildet ist.

Kann man wirklich.

wird nichts bringen

Aber er wird sicher versuchen, die Menschen, die die AfD gewählt haben oder zu wählen beabsichtigen, für sich zu gewinnen.

Es gibt unter AfD-Wählern verschiedene Meinungen zum Thema Russlandpolitik, es ist auch deswegen kein Hauptthema bei der AfD. Bei großen Themen wie Migration-, EU/Euro- und Energiepolitik herrscht dagegen weitgehend einigkeit bei der AfD in West-, und in Ostdeutschland.
Wenn Kretschmer AfD-Wähler züruckholen will, wird er mit einem relativ (auch für Ostdeutschland) nebensächlichen Thema wie die Russlandpolitik nicht viel erreichen.

Kirche bleibt im Dorf

Jetzt spricht ein Landespolitiker mal mit Putin und dann so' n Aufriss. Einfach mal den Ball flach halten. Alles was zu einer versöhnlicheren oder auch vielleicht wieder einmal guten Beziehung beitragen könnte, sollte doch willkommen sein. Was der Mensch in seiner Funktion vertritt und was nicht, muss sicherlich Herrn Putin nicht erklärt werden.
Und übrigens -> auf eine gute Nachbarschaft zu Russland sollten wir mehr als je zuvor interessiert sein, nachdem Trump die Solidarität gekündigt hat. Auf die USA würde ich mich weder jetzt noch in Zukunft verlassen - auch nach Trumps Regierungszeit. Das Vertrauen ist dahin -> einmal dahin = für immer dahin. Wer weiß schon, wenn die als nächstes wählen! ? Nein danke! Da halte ich es persönlich immer mit der alten Lenin Weisheit : Vertrauen ist gut - Kontrolle und so. Genau! Gute, möglichst enge Beziehungen zu Russland, China und von mir aus auch zu den USA, und wenn einer durchdreht, näher an die beiden anderen rücken. So funktioniert Politik

Genauso, ...

... wie ich beim Söder (bay. Ministerpräsident) dagegen war, als dieser, letztes Jahr, kurz nach der Landtagswahl, in der Welt herumgereist ist, bin ich es bei diesem genauso.

Außenpolitik ist IMHO Bundes-Aufgabe, keine Länderaufgabe, dazu haben wir einen Kanzler und Bundesminister.
Die Landesrepräsentanten können eventuell mitfliegen, wenn dies die Bundesvertreter machen, aber ansonsten sollen diese sich rein um Inner-Bundesländerangelegenheiten kümmern.

Oder plant Kretschmer einen BRD-Austritt von Sachsen und knüpft schon 'mal Kontakte.

Anstatt den Berater von ...

Herr Kretschmer zu feuern, sollten sich AKK, Elmar Brok und Wolfgang Ischinger mal von ihrer gedanklichen Einbahnstraße trennen.

Wenn solche Äußerungen, die Herr Kretschmer getätigt hat, nicht mehr erlaubt sind, dann leben wir in der gleichen Diktatur wie die Menschen in Russland.
Dann war es das nicht nur mit den europäischen Werten, die in der Welt eh nichts mehr Wert sind, und auch mit der sogenannten Demokratie, deren Gefährdung nicht vom politischen Rand kommt, sondern von der politischen Mitte.
Jene ist es die die Meinungsäußerung immer weiter einschränkt.
Kritik an den Russlandsanktionen = Putinist, oder am besten Berater feuern
Kritik am Staat Israel = Antisemit
Kritik an Trump = erlaubt, aber nur solange wie man das System USA nicht angreift
Kritik am Neoliberalismus, an der Rette sich Selbstmentalität = Verlierer der Gesellschaft, auch Abschaum genannt

Russlandnähe

Was ist an Nähe zu Russland bitte falsch-nur weil einigen im Westen der gewählte Präsi der Russen nicht gefällt?Ziemlich paranoid!
Ich kenne das Land und die Leute und bin oft da,nichts von dem was mir von unseren Medien über Russland erzählt wird ist war.
Und jetzt ist der MP von Sachsen der böse weil er mit Putin redet?

Kretschmer - Putin

Es kann sein, das es in Ostdeutschland noch viele Anhänger ihrer ehemaligen Unterdrücker gibt. Daraus aber zu schließen, dass Russland erneut Unterdrückungen mit brutaler Gewalt ungestraft durchführen kann, grenzt an Verantwortungslosigkeit.

Es mag für Teile der Bürger im Osten ohne Bedeutung sein, dass es ein Völkerrecht gibt. Für die Mehrheit der Bürger im Westen, ist das eben anders.

Im übrigen sei gesagt, dass Kretschmer hier EU-Recht attackiert.

Einen solchen rechtsfreien Politiker würde ich als Wähler sicher nicht in die Verantwortung rufen wollen.

@Claudia Bauer

....so sieht es aus

Dunkeldeutsch

Ich kann viele Menschen im Osten Deutschlands immer weniger verstehen. Sie schmiegen sich an die Extreme (Linke und AfD) an und sind einem autoritären Machthaber wie Putin gegenüber völlig unkritisch.
Nicht mein Deutschland.

40 Jahre DDR

...haben mit dem Verhältnis der Ostdeutschen zu Russland gar nichts zu tun.Vieleicht liegt es ja daran das die Russen es waren die sofort Ja zur deutschen Einheit sagten.
Übrigens, wir leben seit einiger Zeit in einem geeinten Deutschland-was soll immer das Ost/West Gerede von einigen Politikern und ihren Hofberichterstattern?

Die Frau Lorenz trifft mit jedem Wort voll ins Schwarze.

Genau so geht es mir hier im ländlichen Osten, allein gelassen, damals für die deutsche Wiedervereinigung kämpfend, heute den Freunden aus deutsch-sowjetischer Zeit den Rücken stärkend. Den Ukrainern ebenso wie den Russen gleich stark.
Aber von so einem "Landesvater" aus der Mitte der Gesellschaft erwarte ich gar nichts, er wird mich niemals davon abbringen können, auch weiterhin die Extreme zu wählen: Linke und AfD.

Unkritische Konservative

Wie kann sich ein deutscher Politiker einem Machthaber wie Putin so anbiedern?
Mich vertreten Sie nicht, Herr Kretschmer.

Schande: wenn wegen Wählerstimmen ...

Schande: wenn wegen Wählerstimmen die demokratiefeindlichen Despoten dieser Welt hofiert werden.

Schlimm genug, das viele Mitbürger in den "neuen" Ländern so etwas begrüßen, deren Bildungsferne ist ja nicht neu.

Kein Verständnis habe ich für Politiker, die Ihren Bündnispartnern (EU) wie auch Ihrer Partei schamlos in den Rücken fallen.

Bald werden noch mehr Finger auf Deutschland zeigen, das wegen persönlicher Ämterschacherei schlicht Verträge bricht.

Da wo man spricht, donnern keine Kanonen.

Die bewusste Annäherung des Minister- Präsidenten Kretschmer zu Russland und sein Gespräch mit Putin kann man nur positiv sehen. Da wo man mit einander spricht, können nicht die Kanonen donnern. Dies scheint einige Leute zu stören. Da muss man sich abfragen wessen Interessen die vertreten. Wenn man Kretschmer reine wahlpolitische Überlegungen vorwirft so ist dies ungerecht denn wo war die `West-Deutsche `politische Unterstützung in den vergangenen Jahren? Man konnte nur Staunen über das Westliche Politische Erstaunen über die Entwicklung in Mittel-Deutschland.

Das die Mitteldeutsche Bundesländer wieder den wirtschaftlichen Kontakt mit Russland suchen ist gut und nötig, gerade auch in einer abflachenden Konjunktur.

Man erfährt in diesem Artikel ganz schnell und einfach,

wer gegen Russland feindlich eingestellt ist. Diese feindlich eingestellten Geister sind auch die Feinde der Deutschen, weil solche Geister schon immer die Verursacher von Kriegen waren.
Mir ist ein Politiker wichtig, der Ruhe und Frieden in Deutschland und Europa bringt.

Auf der anderen Seite ist militärstrategisch zu verstehen, dass man Russland die Schuld für den Konflikt in der Ukraine gibt. Jeder der einigermaßen neutral, selbständig analysieren und denken kann, hat gesehen, dass die militärische Umzingelung Russlands vom Westen aus geht, die eine Gefahr für das russische Volk bedeutet. Kretschmer wird hier ein bisschen herab gekanzelt, obwohl der keine Feindschaft offenbart, sondern Respekt, den man als gegenseitigen Respekt auffassen kann.

Das paßt den Trommlern, die Unruhe mögen, nicht. Armes Deutschland, aus der Geschichte nichts gelernt.

Danke Osten

Kretschmer dient sich Putin völlig unkritisch an und erhält im Osten viel Zustimmung.
Nicht zu fassen. Danke Osten. Nichts verstanden.

Kretschmers Treffen mit Putin:Wo Russlandnähe Wähler an...

Worum geht es da ? Kretschmer ist vielleicht nur ein realistisch denkender Politiker,die gibt´s wenn auch in geringer Anzahl.Er denkt
an Arbeitsplätze.
Anderen ist das egal(Fücks,Harms).

Koalition der Anbiederung

@ Claudia Bauer meint .... ich mag Herrn Kretschmar eigentlich nicht, aber in diesem Fall unterstütze ich seine Ansichten.

Das kann ich mir gut vorstellen. Hier treffen sich AfD und CDU.
Peinlich finde ich das. Die AfD ist die Partnerpartei von Putins "Unser Vaterland Russland".

Kretschmer macht für Sachsen

Kretschmer macht für Sachsen einen richtig guten Job. Aber er die CDU wird wohl Stimmen an die AFD verlieren. Die AFD wird ihrerseits als Regierungspartei nicht in Erscheinung treten, da keiner mit ihr zusammenarbeiten will. So könnte sich schnell eine Koalition links der Mitte (rot-rot-grün) bilden. Ob dies den Rechtspopulisten und ihrer Wählerschaft bewusst ist?

19:27 von Elitedemokrat

Ich kann Ihre Ansichten hier weitestgehend teilen. Nicht jedoch zum Schluss: Ich möchte nicht um jeden Preis, dass die CDU der Affäre Stimmen abjagt. Seitdem Rassisten ihren Platz in der aFD gefunden haben, kann ich mit den übrigen Mitmenschen sowohl in CDU als auch SPD viel besser diskutieren und sogar manchmal zumindest Verständnis für konservative Positionen entwickeln, auch wenn es nicht meine sind. Anständige Menschen können halt immer Grundkonsens -wenn solche Gestalten wieder kämen, würde mich das anekeln.

Kurzsichtig

Wer in Russland kritisch gegenüber den Mächtigen - insbes. Putin selbst - ist, lebt sehr gefährlich. Menschen sterben dort, weil sie eine andere Meinung haben oder Unterdrückung anprangern. Wer sich mit ihm einlässt, verkauft seine Seele und wird niemals Vertragstreue erleben. Der zZt gefährlichste Mann der Welt.

Kretschmer, seineszeichens

Kretschmer, seineszeichens Ministerpräsident der am weitesten rechts angesiedelten Landes-CDU, spielt mit diesem Besuch bei Putin bewusst über die Bande: Es geht um reinen Wahlkampf; einerseits versucht er dadurch, der afd ein paar Stimmen abzujagen, andererseits signalisiert er eine Nähe zu dieser völkisch-rechtsradikalen Gruppe, wie es sich kein anderer Unionspolitiker traut. Kretschmer scheint zu spüren, dass ihm die Felle davonschwimmen, da ist ihm dann jedes Mittel recht.
Es bleibt zu hoffen, dass die überwältigende kritische Mehrheit der sächsischen Wähler*innen das durchschaut und vermeidet, das Kreuz bei schwarz oder blau zu machen.

@ferkelchen - that´s the way!

Aus Ihren Worten spricht eine Weltoffenheit, die ich so von Ihnen noch gar nicht kannte. Kommunikation statt Agitation, über alle Grenzen hinweg. Ein guter Ansatz! Weiter so!

Was hat die Sowjetunion gebracht?

schiebaer45:
40 Jahre DDR sind nicht spurlos an den Ostdeutschen vorbei gegangen. Da sind viele Verbindungen zu Russland noch vorhanden.

Wer sich einen kritischen Blick auf die jüngere deutsche Geschichte leistet (das ist nicht immer bequem), der muss feststellen, dass die Sowjetunion in ihrem Einflussbereich nicht die Freiheit und Demokratie gebracht hat, sondern 40 Jahre Diktatur.

Mal nachdenken...

Der Osten Deutschlands blüht nicht auf wie versprochen. Die Menschen und ihre Nöte wurden abgehängt.

Die Leute sehen das Selbstbewusstsein der Russen unter Putin.

Russland ist der "Nachbar".

Die aktuelle Regierung ist US-Hörig und schluckt jede Pille die von dort verschrieben wurde. Angefangen mit den Freunden, unter denen man nicht spioniert bis hin zu TTIP, oder diktierten Haltungen zu Drittstaaten wie dem Iran oder eben Russland.

Okay. Und warum wundert oder empört sich jetzt noch irgendwer?

Leute, holt diesen Teil Deutschlands endlich ab und vor allem schaut wie ein Deutschland oder Europa in enger Verbindung mit Russland aufblühen könnte. Und wie sich Russland entwickeln würde, wenn es nicht ausgegrenzt würde. Populisten hätten keine Chance.

Herr Kretschmer zeigt hier mehr Weitsicht als die "Alteingesessenen" hier im Westen.

Meine Meinung als "Wessi" bzw. Badener.

Kurzsichtig

Die Anbiederung an Russland finde ich kurzsichtig von Kretschmann, sie trägt zum Spaltpilz in der EU bei. Putin lacht uns aus. Russland ist keine echte Demokratie.

die US-untertanen

in der deutschen politlandschaft (die grosse mehrheit) bekommt schnappatmung und ihnen wird's ganz schwummrig zumute. wie kann sich dieser ministerpräsident nur erdreisten, das zu tun, was ein guter ministerpräsident machen sollte: sich um die in seinem bundesland ansässige industrie zu kümmern.

und Elmar Brok, der glatt als deutsche ausgabe Boltons durchgeht...wen wundert dessen reaktion?

aber es ist, was es ist und was der besuch vom aussenminsiter im Iran verdeutlicht hat: die USA, eine dem niedergang geweihte nation (die bevölkerung, schauen sie sich den heutigen bericht aus "Skid Row" auf tagesschau an! die industriegiganten werden sich anderweitig ansiedeln), bestimmen die politik und nehmen die ganze welt in geisellhaft.

anstatt eine koalition dagegen zu bilden, solange noch ein fünkchen zeit dafür ist, zucken die entscheidungsträger mit der schulter und nehmen es als gegeben hin.

ich, anti-CDU seit ewigkeiten, ziehe heute meinen hut vor Kretschmer!

Wo Russlandnähe Wähler anzieht

„Ein Thema sei die Aufhebung der EU-Sanktionen gewesen, erklärte Kretschmer und betonte eine besondere Verbundenheit Ostdeutschlands mit Russland.“
Kretschmer will (wird) bestimmt nur bei den Russland freundlichen Wählern Stimmen gewinnen. Bei mir jedenfalls nicht, denn ich war froh, als die letzten SU-Truppen 1994 abgezogen waren. Sie haben immerhin fast 50 Jahre in Deutschland sehr gut gelebt und mussten dann in ihre primitiven Behausungen zurück, die Deutschland erst zu vernünftigen Wohnungen ausbauen musste.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Handelsbeziehungen zu Deutschland und der EU wieder verbessert werden müssen.
Exporte nach Russland machten aber 2018 etwa zwei Prozent der deutschen Ausfuhren aus. Andere Handelspartner seien deutlich wichtiger.

@ Claudia Bauer

Mit einem Präsidenten dem die meisten mir bekannten Staatsoberhäupter nichtdasGlas Wasser reichen können.

Wozu? Er hat vermutlich genügend Bedienstete, die das tun können. Warum sollte man sich einem autoritären Machthaber anbiedern?

Russland ist ein Teil Europas

und wer keinen Skrupel hat, mit dem Iran zu reden, der darf auch keinen haben, um mit Russland zu sprechen.

Westbindung

Ich erinnere daran, daß die Sowjetunion bereits 1953 die Wiedervereinigung Deutschlands vorgeschlagen hat .
Natürlich als unbewaffnetes und neutrales Land.
Dies scheiterte an Adenauers Politik, der die Westanbindung der Wiedervereinigung vorzog.
Der kalte Krieg und der Mauerbau hätten durchaus vermieden werden können.
Ich bin kein Anhänger Kretschmers, aber hier handelt er richtig.

...ja...

Ich bin auch der Meinung das die Sanktionen gegenüber Russland eingestellt werden müssen. Russland hat Potenzial, Russland hat Rohstoffe und die große Gefahr sehe ich in Russland auch nicht.
Man sollte mit der Schwarzmalerei aufhören, den wir sind es doch die eine Natoerweiterung zugestimmt haben und mit unserer starren Haltung den Ukraine Konflikt mit heraufbeschworen haben.

der Ton macht die Musik

Was mir am Beitrag nicht gefällt, ist dieser (wie oft) regelrecht spürbare Versuch, die "offensichtlich irrgeleiteten" Ostdeutschen" mit irgendetwas "erklären" zu wollen. Mit "Die Jungen, welche sonst die Meinungen der Alten hinterfragen, sind halt zu großen Teilen ausgewandert" - sei hier nur einer dieser Erklärungsversuche genannt. Statt sich mit den Argumenten zu beschäftigen und zu hinterfragen, ob ein Ende der Sanktionen nicht vielleicht tatsächlich sinnvoll sein könnte, wird die alte Ost-West-Kiste rausgeholt. Finde ich Schade, weil es momentan scheinbar nur Russland-Bashing geben darf.
Dass übrigens der alte Transatlantiker Elmar Brok unter den schärfsten Kritikern der Reise ist, verwundert so gar nicht.

Die Sehnsucht nach dem großen Bruder...

...scheint im Osten der Republik noch immer unverkennbar zu sein. Ob AfD, Linke, weite Teile der Ost-SPD und nun auch noch Herr Kretschmar von der CDU - Sie alle verteidigen Putins imperialistische, Völkerrecht brechende Muskelspiele und den Wegfall der Sanktionen. Glaubt Herr Kretschmar ernsthaft, es sei klug, die Sanktionen ohne auch nur den Hauch eines Zugeständnisses seitens Russland wieder zurückzunehmen? Wenn das geschieht, weiß Putin einmal mehr (darauf spekulieren wird er ohnehin schon längst), dass er weiter nach Belieben Länder überfallen und internationale Gesetze brechen kann. Er muss im Anschluss daran nur genug Sitzfleisch haben, bis moralische Grundsätze von ostdeutschen Wirtschaftsinteressen erst ausgehöhlt werden und dann vollständig zerbröseln.

Bravo, Herr Kretschmer!

Die meisten unserer Politiker sind geistig in der Zeit des kalten Kriegs stehengeblieben und haben noch nicht gemerkt, dass unser schlimmster Feind inzwischen in den USA sitzt. Was soll das Gejammer über die "Annektion" der Krim. Die russische Bevölkerungsmehrheit, die von Chruschtschow an die Ukraine verschachert worden war, hat schließlich nur ihr Selbstbestimmungsrecht ausgeübt, als der Westen die Ukraine vereinnehmen wollte. Wer glaubt, dass die Russen die Krim zurückgeben, glaubt auch, dass der Osterhase die Eier legt.

Der Dialog mit Russland ist überaus wichtig.

Diesem Land kann man aber erst dann die Hand reichen, wenn die Ukraine Frage geklärt ist. Russland hat sich dort als Aggressor gezeigt, indem es die Ukraine angegriffen hat und das geht überhaupt nicht. Die Krim mag noch auf Verständnis treffen, aber die Ostukraine ist notfalls zurück zu erobern, dort haben russische Einheiten NICHTS zu suchen!! Würden sich die Russen dort zurückziehen, ist dem Land freundschaftlich die Hand zu reichen. Die Ukraine muss damit leben, ohne die Krim klar zu kommen. Was die Seewege angeht, sollten die Russen weiter diese sperren, müsste man im Gegenzug Gibraltar und den Bosporus für russische Schiffe sperren. Leider sind die westlichen Staaten da viel zu zurückhaltend! Also Freundschaft zu Russland ja, wenn Russland sich wie ein Freund verhält.

@19:45 von Claudia Bauer

>>Wer nie in der ehemaligen DDR gelebt hat wird das Verhältnis der Menschen zu Rußland nicht verstehen.<<

Da haben Sie Recht. Die Mehrheitsgesellschaft in der alten BRD pflegte eine tief sitzende Kommunisten- und Russenphobie, die in Vielem an die heutige Migrantenphobie erinnert.

>>Noch heute ist für mich die Stärke Rußlands der Garant für den Weltfrieden. <<

Da ist was dran, obwohl ich es so schwarzweiß nicht sehen würde.

>>Mit einem Präsidenten dem die meisten mir bekannten Staatsoberhäupter nichtdasGlas Wasser reichen können.<<

Damit aber gehen Sie einem äußerst geschickten, skrupellosen, klugen und beinahe krankhaft misstrauischen Demagogen auf den Leim. Er kann was Trump gerne können möchte - und ist deswegen viel gefährlicher.

@ Claudia Bauer

... meint: Wer nie in der ehemaligen DDR gelebt hat wird das Verhältnis der Menschen zu Rußland nicht verstehen.

Ich bin in der DDR aufgewachsen und konnte sie erst 1989 verlassen. Ohne die Sowjetunion hätte sich ein Staat wie die DDR nie so lange halten können.

Ihr Beitrag ist mir zu untertänig und zu unkritisch, auch gegenüber Putin.

@ 19:27 von Elitedemokrat

"... und abschließend gesagt, ist jede Stimme, die Herr Kretschmer durch sein Agieren möglicherweise der AfD abjagt, eine echte Rechtfertigung!"
.
Ach so!
Und wenn sich die SPD/Grüne/CDU/Linke gegen unkontrollierte Migration aussprechen würden, wär das auch eine Rechtfertigung?
Bedenken Sie mal, die würden das umsetzen....

Diese Scheinheiligkeit

... ist doch kaum zu fassen! Einerseits den Ministerpräsidenten für seine Äußerungen zu kritisieren, aber andererseits den Bau eines neuen Mercedeswerks in Russland politisch zu unterstützen ist doch unglaublich!

Herr Trump sagte:

„Gute Beziehungen zu Russland sind besser als schlechte Beziehungen zu Russland“, einer der wenigen Sätze aus dem Mund des Präsidenten, die nicht komplett falsch sind.

Wie man die Spaltung vorantreibt, ist verwerflich

Aus diesen ländlichen Regionen sind die jüngeren Menschen, die ja oft überlieferten Narrativen widersprechen, in großer Zahl fortgegangen. Ihr Widerspruch fehlt in gewisser Weise - und die Älteren entwickelten dadurch eine homogenere Sichtweise auf die Vergangenheit und eigene Identität.
---
Was ihnen durchaus zusteht, denn keine Stimme ist wichtiger als die andere.
Kein junger Mensch hat mehr Gewicht, als ein älterer.
Die Stimmengewichtung ist gleich. Und wenn es zuwenig junge Menschen in Deutschland gibt, dann ist das das Versäumnis der letzten Jahrzehnte in der Politik, die nun manchem auf die Füße fallen mag. Selbst Schuld!
Die Abwanderung der Eliten und Akademiker ist auch ein Problem, weshalb man nicht argumentieren kann, dass die Stimme dieser Menschen fehlen würde, weil nur noch das Proletariat zurückbleibt und Bildung sich zum Mangelgut entwickelt.

Also immer etwas "Butter bei die Fische!"
Das Ausspielen von West und Ost, das Ausspielen von Jung gegen Alt, etc. ist obzön.

@ 19:45 von Claudia Bauer

"Claudia Bauer meint ....
ich mag Herrn Kretschmar eigentlich nicht, aber in diesem Fall unterstütze ich seine Ansichten."
.
Hat ja auch niemand etwas anderes von Ihnen erwartet......

Warum trifft Putin Kretschmer?

Ich verstehe, dass die Tagesschau es als ihre Aufgabe versteht, das innerdeutsche Gespräch wieder zu beleben, aber vor lauter Didaktik sollte die Nachricht selbst nicht vergessen und unkritisch abgelegt werden.
Ensthafter Journalismus muss nicht nur fragen, warum Kretschmer sich mit Putin, sondern vor allem warum Putin sich mit Kretschmer trifft.
Ich erinnere nicht, wann sie zuletzt über ein Treffen von Tobias Hans oder Carsten Sieling mit Donald Trump berichteteten ;-)

Die Engstirnigkeit,...

...geistige Beschränktheit und die Indoktrination der Berliner Politik ...ist wohl beispiellos in der bundesdeutschen Politik.

Den Dialog mit Russland zu suchen, ist der einzig richtige Weg.

Den Ausführungen und Gründen ( in der SACHE ) des Herrn Kretschmer ist nichts, rein gar nicht hinzuzufügen.

Das sich die "große" Kanzlerin (pruuuuust !!!) und ihr flauschiger Kettenhund Altmaier nur noch aus der Versenkung zu diesem Thema melden ist bekannt, das Laschet (auf verzweifelter Profilsuche) am Stuhl von AKK sägt ebenso.
Nur noch beschämend !!!

Sachsens MP Kretschmer ist derzeit der EINZIGE der noch ein Minimum an politischem Resthirn beweist, wie wohl nicht nur ich finde... und die richtigen Töne trifft.

Die CDU zeigt aktuell nur eines.

Wie völlig unwählbar sie ist und das sich die Wähler zurecht mit Grausen abwenden.

Die CDU, ein Haufen von fremd-gesteuerten und selbstverliebten Versagern, genau so wie bei der SPD !

Wirkllich billig: Man möchte

Wirkllich billig: Man möchte sich mit den USA nicht verscherzen und gleichzeitig Geld machen.

Keine klare Linie. Wischiwaschi. Ob Sanktionen knallhart oder Versöhnung mit Russland, ganz oder gar nicht. Das wäre solide. Persönlich finde ich, sollte man die Nähe mit den konkreten Nachbarn suchen. Auch wenn Russland nicht gerade der Demokratiestaat ist, würde es vieles entspannen.

gibt halt zwei Sorten Ostdeutscher

im Grunde kann man es darauf herunterbrechen, wer '89 tatsächlich auf die Straße ging und wer stattdessen die Gardinen zugezogen hat.

US-Interessen als Maßstab

Wer sich Herrn Brok oder Herrn Ischinger als Maßstab nimmt, der kann bei Kretschmers Treffen mit Putin ja nur hysterisch werden.

Im Beitrag ist vom "europäische Wertesystem und seine[n] Sicherheitsinteressen" die Rede. Beides existiert in dieser Form überhaupt nicht. Wären diese Interessen europäischen und nicht transatlantischen Ursprungs, wäre Russland ein Teil davon und eben kein Feindbild.

20:34 von Peter Flohrs Bravo, Herr Kretschmer!

Dem habe ich nichts hinzu zufügen. Denke auch so ist es.

Fakten zur Krim: Putins Bezug auf die USA und den Kosovo.

Sanktionen sind völkerrechtswidrig. Es sei denn, die UNO oder der Sicherheitsrat haben sie beschlossen.

Darüber hinaus wird bei uns immer vergessen, dass die Rechtslage keineswegs so eindeutig ist.
Putin hat in seiner Krimrede selbst westliche Auffassungen herangezogen:
"Bei der Unabhängigkeitserklärung und der Ausrufung eines Referendums hat der Oberste Rat der Krim sich auf die UN-Charta berufen, in der davon die Rede ist, dass eine Nation über Selbstbestimmungsrecht verfügt. Übrigens hat die Ukraine selbst sich textlich fast identisch darauf berufen, als sie aus der UdSSR ausschied."
Oder: Memorandum der USA zum Kosovo: „Unabhängigkeitserklärungen können, wie das auch häufig passiert, das innere Recht verletzen. Aber das bedeutet nicht, dass dadurch das Völkerrecht verletzt wird“.
Internationaler Gerichtshof: „Es besteht kein allgemeines Verbot einseitiger Unabhängigkeitserklärungen, das aus der Praxis des Sicherheitsrates resultieren würde“ ...

20:20 von Russland Deutscher

""Wer sich einen kritischen Blick auf die jüngere deutsche Geschichte leistet (das ist nicht immer bequem), der muss feststellen, dass die Sowjetunion in ihrem Einflussbereich nicht die Freiheit und Demokratie gebracht hat, sondern 40 Jahre Diktatur.""
#
So gesehen gebe ich ihnen Recht,aber wer Familien Angehörige im Osten der BRD hat,der hat dort auch alle Lebensverhältnisse in dieser Zeit " life " miterlebt. Und auch russische Freunde gefunden.Man hat sich " eingerichtet " mit dieser Situation in der ehemaligen DDR. So ist es meiner Familie ergangen.

Dazu braucht es keine Analysen ....

... welche Art von Bürgern, für eine freundlichere und engere Beziehung zu Russland interessieren.
Die Mehrheit in Deutschland, möchte eine gute Beziehung zu Russland, das muss das politische und mediale System in Deutschland, akzeptieren oder einfach gehen.

23:35 von Phonomatic

gibt halt zwei Sorten Ostdeutscher

dazu fällt mir jetzt der Begriff "Schwarz / Weiß" Betrachtung ein
oder gab's dort nur 2 Gruppen von Bürgern,
Stasi Leute und welche die die Republikflucht planten

Ich denke nicht

das sein Treffen mit Putin Auswirkungen auf die Wahl haben wird, die Menschen wissen das die Politik und was passieren soll, wo anders gemacht wird.
Man sieht doch an Hand der Wortmeldungen von Politikern und anderen, das Sachsen da an verlorener Position steht.
In den Kommentaren wird ja den Menschen Bildungsferne bescheinigt, kann ja sein, aber so fern sind Sie wohl nicht, das Sie so was nicht merken.
Und man muss wohl im anderen Staat gelebt haben, um zu wissen wie die Menschen denken und handeln.
Einige lehnen sich immer sehr weit heraus, haben aber nie dort gelebt.

Sanktionen sind ein friedliches Mittel der Politik

@ krittkritt:
Sanktionen sind völkerrechtswidrig.

Quatsch. Niemand kann einen souveränen Staat zwingen, etwas in Russland zu kaufen. Wenn Putin aus der Krim abzieht, werden auch die Sanktionen abgebaut. Klare Kante ist wichtig gegen autoritäre Systeme.

@Burkhard Werner - Völkerrecht und Sanktionen

19:58 von Burkhard Werner:
"Es mag für Teile der Bürger im Osten ohne Bedeutung sein, dass es ein Völkerrecht gibt. Für die Mehrheit der Bürger im Westen, ist das eben anders."
> Das Völkerrecht wird völlig opportunistisch gebrochen und zeitgleich zitiert - von ein und demselben Staat. Ob das die USA, Deutschland oder Russland sind, spielt keine Rolle. Die Ausprägung ist unterschiedlich stark, aber Sie tun es alle.

Insofern muss man ihre Worte wohl als Lob an die Bürger des Ostens verstehen, die die Realität erkennen und hinnehmen, dass das Völkerrecht de facto bedeutungslos ist, während die Bürger im Westen in ihren naiven Traum weiterträumen.
So kann man es natürlich sehen, aber ich würde die Erkenntnis ganz ohne Ost-West-Klischee an der Fähigkeit zum kritischen Denken festmachen.

"Im übrigen sei gesagt, dass Kretschmer hier EU-Recht attackiert."
> Sie meinen die EU-Willkür. Für die Sanktionen gibt es nämlich keine völkerrechtliche Grundlage.

meine Güte

muß man das so groß aufhängen
unser Späth ging auch auf Weltreise um Aufträge für´s Ländle an Land zu ziehen
warum sollen die Sachsen das nicht auch machen

ist das den Waehler wirklich wichtig?

ist das wirklich den Waehlern wichtig ob es Russland Sanktionen gibt oder nicht? Ich glaube sie waehlen meist AFD aus entweder protest, oder weil sie sich durch AFD nicht vergessen fuehlen. Wirtschaft in Sachsen ist viel von West Firmen uebernommen die billig Arbeitskraefte wollen oder durch schlechte Wirtschaftliche entscheidungen. Arbeiter reisen weit mit wenig Zug und Bus verbindung auf Arbeit. Zu mindest bei Laendlicher Region. Rente ist im Osten niedriger. Strom ist teuer.
Ich wuerde niemals AFD waehlen aber ich empfinde mitgefuehl mit ein paar ihrer Waehler.

Unabhängigkeit

@ kritkrit: Internationaler Gerichtshof: „Es besteht kein allgemeines Verbot einseitiger Unabhängigkeitserklärungen, das aus der Praxis des Sicherheitsrates resultieren würde

Unabhängigkeit ist das eine. Russland hat die Krim aber militärisch besetzt und in das russische Staatsgebiet einverleibt. Das ist eine klassische völkerrechtswidrige Annexion. Siehe Tibet, siehe Golan.

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