Ihre Meinung zu: Debatte über SPD-Kurs: Kampf gegen das Selbstmitleid

12. Juni 2019 - 8:56 Uhr

Wohin steuert die SPD? Mit einem Linkskurs will es Juso-Chef Kühnert versuchen. Andere drängen darauf, durchgesetzte Reformen zu erhalten. Nun versuchen es zwei Politikerinnen mit Pragmatismus. Von C. Prössl und A. Ulrich.

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Kommentare

Die SPD

steuert auf den Abgrund zu und die Notbremsen versagen.

Und tschüß

ich dachte, die wollen was ändern?

Und dann kommen die Damen mit Theorien, denen zu Folge man beim ändern aber ganz, ganz vorsichtig sein muss und ja nicht zu weit vom bisherigen Kurs abweichen sollte:

Wir haben auf der einen Seite den linken Ökopopulismus, der uns in eine moralische Ecke drängt

"Ökopopulismus": wo wurde das abgeschrieben? FDP? AfD? Union?
Und wenn man sich bei der SPD von links schon "bedrängt" fühlt ...

dass wir Kapitalismuskritik üben wollen und das aber in die Form übersetzen müssen, die wir wirklich umsetzen können und wie wir wirklich Politik gestalten können, um eben Lösungen vorzuschlagen.

Das klingt dermaßen nach marktkonformer Demokratie, dass es schon weh tut. Politik, die wir "wirklich umsetzen können", d.h. immer erst mal schauen, ob auch die Wirtschaft mitmacht.

Nee, das alles ist leer und nichtssagend. Kein Umdenken erkennbar. Thema verfehlt.

Themen gäbe es genug...

nur würden dann wahrscheinlich die Karrieren mit dem Ende des politischen Mandates enden und nicht erst dann in der Wirtschaft so richtig auf Touren kommen (hallo Gerd, wie läuft's in dem Unternehmen, dessen Basis-Geschäftsmodell du als Kanzler erst ermöglicht hast, denn so im Aufsichtsrat?). Und die Ideen dafür sind teilweise schon "uralt" und ur-sozialdemokratisch. Man müsste sie nur mal wieder aufgreifen. Wie z.B. eine Sozialversicherungsabgabe auf Maschinen, die menschliche Arbeiter ersetzen, faire Besteuerung (nochmal: hallo Gerd, was für ein Zufall dass du die Unternehmenssteuern in ziemlich genau der Höhe gesenkt hast, wie du im Gegenzug mit HartzIV an Sozialausgaben gespart hast!), Chancengleichheit für Kinder (Pflegekinder müssen im Gegensatz zu biologischen Kindern 75% ihres Einkommens bis zum 21. Lebensjahr an das Jugendamt abgeben, Kindergeld wird auf HartzIV angerechnet etc.) und statt einer "Respektrente" gibt's einfach Stütze für alle und Rente obendrauf, das wäre fair.

Verstaatlichung BMW?

Was wollen die? BMW macht am meisten in Deutschland Fortschritt zu selbstfahrenden Autos. Sobald es verstaatlicht ist, ist Fortschritt auf Beamtengeschwindigkeit. Ebenso ist BMW eine Internationale Marke wie Lamborginie. Viele zeigen Markenloyalitaet. Das bringt Geld. Das kann nicht verstaatlicht werden.

Vor allem müssen die Genossen

Vor allem müssen die Genossen dafür sorgen, dass Rüstungslobbyisten wie Groschek keine Funktion mehr in der Partei bekommen!
Es sind ja genau solche unbelehrbaren und eher Unionspolitik betreibenden alten Säcke der SPD gewesen, die die unsäglich überflüssige Agenda 2010 verbrochen haben.
Und diese sogenannten „Politiker“ sind im Parteivorstand der SPD leider immer noch in der Überzahl.
Solange die etwas zu sagen haben, wird sich in dieser SPD nichts ändern!

Vorläufig keine Chance

Die SPD könnte im Moment unternehmen was sie wollte. Das Image ist dermaßen versaut, dass alles nur negativ gewertet werden wird. Wähler überlegen nicht bei jeder Wahl grundlegend neu, was die SPD auf die Wege gebracht hat. Sie hätte die Agenda 2010 der CDU/CSU überlassen sollen, von der erwartet man sowas, aber das Image als Partei der Werktätigen ist verloren. Und diese krampfartigen Versuche schadet der SPD nur noch mehr.

Ich schätze, dass die SPD erst in 10, 15 Jahren das dumpfe Gefühl im Bauch des Wählers hinter sich gelassen hat. Die Zeit heilt Wunden

Nicht nur Selbstmitleid.....

ist ein Luxus, den sich die SPD überflüssigerweise leistet. Auch sogenannte "Flügelkämpfe" und Personaldiskussionen gehören dazu. Dabei müßte die SPD nur ihre Regierungsbeiträge und regulative Leistungen richtig "verkaufen"!

Die Jungen Frauen wählen Grün.

Dagegen wird die SPD nichts unternehmen können.
Die Linke stagniert. Links gibt es für die SPD nichts zu holen.
Das linke Lager verschiebt sich nach Grün.
Selbst die Lehrer und die Beamten wählen Grün und nicht mehr SPD.

Faktencheck zu Kühnert-Interview nötig

"Kevin Kühnert, der Chef der Jusos, brachte in einem Interview mit der "Zeit" eine Verstaatlichung von BMW ins Spiel."

Ich finde, es wird höchste Zeit für einen Faktencheck, inwiefern das, was Kevin Kühnert jetzt auch nach über einem Monat immer wieder in den Mund gelegt wird, überhaupt etwas damit zu tun hat, was er in jenem Interview tatsächlich gesagt hat.

Meines Wissens hat Kühnert BMW überhaupt nicht von sich aus ins Spiel gebracht. Das war der Interviewer.

Er hat auch keine Verstaatlichung oder gar Enteignung ins Spiel gebracht, sondern Unternehmen, die den Angestellten gehören. Die Frage, die er bejaht hat, war sogar ausdrücklich: "Sie wollen also keine Verstaatlichung, sondern eine Kollektivierung […]?"

Und schließlich hat er eine Umwandlung von BMW auch nicht für heute oder morgen vorgeschlagen oder gar gefordert, wie gern behauptet wird, sondern das war ein Gespräch darüber, wie seine Utopie am Ende eines langen demokratischen Wegs vielleicht aussehen könnte.

Brennt da Licht am Ende des Tunnels?

Sobald die SPD sich wieder fragt, was sie für die Leute tun kann statt für sich selbst, kann es wieder aufwärts gehen. Besonders für junge Leute: Alle Kraft und alle Mittel in die Bildung und Ausbildung, statt in die Frühverrentung gutverdienender Facharbeiter, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Menschen in die Lage versetzen, ihr Leben selbst zu meistern und ihnen etwas zutrauen, statt sie zu Betreuungsfällen der Politik werden zu lassen...

SPD als Muntermacher

Suizid-Partei-D.... eher ein Fall für den "Bestatter."

Was ich nicht verstehe....

vom Kevin und der Rest SPD, ist der Linkskurs? Es gibt doch bereits eine Linke Partei und die ist das Original und für was braucht Deutschland noch eine Linkspartei?
Ist denn wirklich jemand in dieser Partei der Meinung, das man damit die SPD retten kann? Vielleicht mal nach Dänemark schauen und weniger nach links schielen!

Tja die SPD

Man muss nicht der allerbeste Politstratege sein, um festzustellen, das der Niedergang der SPD 2 Hauptgründe hat:

1. die Agenda 2010 die zwar viel teurer ist als das vorherige Sozialsystem, aber den Menschen die in ihre Fänge geraten nicht selten die Würde raubt und auch ansonsten alles andere als sozial ist.(hierbei sei die Bedeutung des S in SPD zu beachten)

2. der Selbstauferlegte GroKo-Zwang wider jeden besseren Wissens. Mal ehrlich jeder halbwegs geistig gesunde Stratege hätte der SPD 2017 geraten die CDU einfach auflaufen zu lassen, aber nein, so Ministerpöstchen sind ja für die Führungselite relativ komfortabel.

An beiden Problemen kann man sehen, dass ein Sprichwort bei der SPD so zutreffend ist wie selten: der Fisch stinkt vom Kopfe her.

Die vehemente Weigerung der SPD-Spitze (und des Seeheimer Kreises der eigentlich in die CDU gehört) dem Willen der Basis zu gehorchen und endlich wieder echte Sozialpolitik zu machen, ist doch der Grund ihres Niedergangs.

RE: mcflue um 10:04

***Sobald die SPD sich wieder fragt, was sie für die Leute tun kann statt für sich selbst, kann es wieder aufwärts gehen. Besonders für junge Leute***

Ein richtiger und wichtiger Satz von ihnen mit zentraler Bedeutung für die SPD. Hoffentlich vernehmen die ihren Ruf !

Gruß Hador

@um 10:04 von Paddy B.

"Ich finde, es wird höchste Zeit für einen Faktencheck, inwiefern das, was Kevin Kühnert jetzt auch nach über einem Monat immer wieder in den Mund gelegt wird, überhaupt etwas damit zu tun hat, was er in jenem Interview tatsächlich gesagt hat."

Mit einer geschickten Fragestellung kann ein Interviewer den Interviewten zu Aussagen verleiten, die anschließend im eigenen Interesse zweideutig ausgelegt werden können.

So hat Beatrix von Storch auch niemals etwas von einem (mit der DDR assoziierten) "Schießbefehl" erzählt. Der erwünschte Zweck dieser Formulierung wurde aber erfolgreich umgesetzt.

@Paddy B.

Sie haben mit jedem Wort recht, aber hier sieht man leider, das auch die Tagesschau nicht von Tendenzen gefeit ist.

Es sind jetzt keine schrecklichen Tendenzen, wie etwa den Extremismus zu fördern, aber sie sind da.

Es sind Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Kritik von Kühnert etwas schlechter aussehen zu lassen als zwingend notwendig.
Oder das Versagen von Spitzenpolitikern eher nur am Rande zu erwähnen (z.B. 2014 wurde versprochen dass wir 2018 in jedem Haushalt 50MBit Internet haben... das Projekt wurde bis zum Stichtag nicht einmal angegangen).
Was auch gerne gemacht wird ist, Politiker über den grünen Klee zu loben, nur weil sie zur Abwechslung mal ihre Arbeit machen.

Alles nichts wirklich schlimmes, aber dennoch weniger als ich von einem Qualitätsmedium wie der Tageschau erwarte.

10:04 von mcflue Brennt da Licht am Ende des Tunnels?

Ich denke so könnte es mit der SPD ( War mal Mitglied) wieder aufwärts gehen. Nun noch jünger und moderner werden ,dann könnte es klappen.

Selbstmitleid

Die SPD hat das gleiche Problem, wie die andere Volkspartei, zu abgehoben von der Basis und in der Altersstruktur ebenfalls auf dem Weg nach unten.

Die Ursachen sind selbstverschuldet, also ist Selbstmitleid fehl am Platz!

Man kann über den Kevin (allein …) denken was man will, aber er hat genau das getan was notwendig war, die Anregung zum Nachdenken.

Insofern hat die SPD einen Vorteil gegenüber der (großen) CDU.

Es war einmal....

eine große, alte Partei - viele wählten sie, denn sie war auf Ausgleich bedacht, Bildung für alle, Aufstieg sollte immer möglich sein.
Dann waren sehr viele aufgestiegen und gebildet , fleißig...
Da die Partei sehr, sehr alt war und dadurch nun mal sehr vergesslich, vergaß Sie die Fleißigen, die arbeiteten und in das Sozialsystem Jahr für Jahr horrende Summen einzahlen um allen ein soziales Auskommen zu ermöglichen.
Nun war auch schon der normale Schichtarbeiter, die Krankenschwester ein "böser" Besserverdienender. Die kalte Progression nahm Ihnen immer mehr weg. Nun gingen der alten Partei auch noch die Argumente aus, Sie wurde kaum noch gewählt und wurde böse und säte leider wie andere Parteien Hass und beschwor ein Gespenst der Ungleichheit hervor, welches sie vorher Jahrzehntelang erfolgreich bekämpft hatte:
Den Neid.
Dadurch ging sie sogar so weit, dass Sie absolute Grundlagen des Landes, wie das Eigentum in Frage stellte..
Danach wählte sie gar keiner mehr.
Na?
wer wars?

Viel heiße Luft

Es wird im Grunde das Dilemma der Partei beschrieben ohne wirkliche Lösungsansätze vorzuschlagen. Das Leben der Menschen besser machen, ja, das wollen viele. Doch was hat die Partei in den letzten 2 Jahrzehnten tatsächlich erreicht. Immer wieder wird von Bildungs- u. Aufstiegschancen etc. gesprochen z.B. Gerhard Schröder 2002 auf dem Berliner Gendarmenmarkt. Was ist dazu bislang passiert? Offenbar nicht viel wenn dieses in jedem Wahlkampf neu thematisiert werden muss. Die dänischen Sozialdemokraten haben es vorgemacht, wie es gehen könnte. Dazu müsste man allerdings bereit sein, Flüchtlings- u. Migrationspolitik neu zu denken. Das überfordert wohl zu viele Genossen, insbesondere Spitzengenossen. Im Übrigen konnte die Agenda 2010 nur von Schröder gemacht werden. Die Schwarzen hatten vieles verpennt, u. 5 Mio. Arbeitslose u. eine schwächelnde Wirtschaft schlugen in der Schröder-Ära zu Buche.

und das schafft es in die Tagesschau - da sollten alle Alarmglocken angehen

Jung und verzweifelt

Was diese jungen und offenbar wegen der schlechterwerdenden Karriereaussichten verzweifelten Politikerinnen nicht bemerkt haben ist, dass diejenigen, die die SPD nicht mehr wählen, eben das nicht tun, weil es dort Funktionsträger gibt, die tatsächlich glauben, man müsste einfach so weitermachen wie bisher.
Denn mehr verlangen die Zwei ja nicht.
Dass sie ihr Mandat direkt gewinnen konnten, zeigt nur, dass es auch noch genug SPD - Wähler gibt, die das noch nicht begriffen haben und die damit einer Änderung der SPD hin zur Sozialdemokratie im Wege stehen.

Schade ...

Klimaschutz und

Klimaschutz und Migration?
.
Der Zug ist abgefahren.
.
Und nach 16 Jahren Rot-Grün in NRW weiß ich ganz genau, wen ich eben wegen Klimaschutz und Migration NICHT wählen werde. Beide.

Jung und weiblich ist schon

Jung und weiblich ist schon mal von sich aus nichts schlechtes. Bitte gern mehr davon. Wäre vielleicht tatsächlich mal eine Idee für eine Partei, die offenbar neue Ideen braucht. Sage ich als Mann von 60 LJ.

Debatte über SPD-Kurs:Kampf gegen das Selbstmitleid....

Kampf gegen das Selbstmitleid-wenn das alles ist.
Ansonsten will die SPD ihren Kurs nicht ändern:Distanzierung von der Agenda-Politik,von Bundeswehreinsätzen im Ausland.Im Gegenteil,auch Leute wie Mützenich distanzieren sich nicht davon.Gestern kam die Meldung,daß DAX-Vorstände das mehr als 50fache eines einfachen Arbeiters bekommen.Und die SPD,nutzt sie die Steilvorlage ? Fehlanzeige-und so muß sie auch in Zukunft Selbstmitleid haben.

@ nie wieder spd

"Es sind ja genau solche unbelehrbaren und eher Unionspolitik betreibenden alten Säcke der SPD gewesen, die die unsäglich überflüssige Agenda 2010 verbrochen haben."

Bei den alten Säcken gebe ich Ihnen recht (wobei mich noch interessieren würde, wie alt Sie sind, und was Sie nicht Nichtwählen). Warum der SPD immer die Agenda und H4 um die Ohren gehauen wird, habe ich allerdings noch nie verstanden. Das waren damals nötige Reformen, die jede Regierungskonstellation so oder ähnlich hätte bringen müssen. Mehr Geld für Nichtarbeiten zu fordern mag bei den Betroffenen gut ankommen. Bei denen, die Arbeit haben und das durch entsprechende Abgaben finanzieren müssen, vielleicht nicht so. Wobei ich hier ausdrücklich dazu sagen möchte, dass ich nicht zu denen gehöre, die ständig über Abgabenlasten rum meckern.

Und nun ?

Es scheint Sie zu freuen, das bei einer der ältesten und wehrhaftesten demokratischen Parteien das Licht ausgeht.
Obwohl ich SPD in ihrem Zustand ebenfalls sehr kritisch sehe , ist Ihre Häme unangebracht und historisch gesehen grob fahrlässig. Geht doch damit ein Stück republikanischer Tradition verloren, die unserem Land, egal wer in der Regierungsverantwortung war die notwendige Stabilität bewährter und sich wandelnder Notwendigkeiten verloren.
Das die SPD dies (oft) selbstverschuldet hat kann über die kommenden Gefahren populistischer Schlagwort-Politiker und markt radikaler Eiertänzer nicht hinwegtäuschen.
Ein Jubelarie für den Untergang eines ehemaligen Sprachrohres für die Interessen vieler Bürger ist so nach meinem Ermessen deplatziert und Geschichtsvergessen

Kühnert hat seiner Partei schwer geschadet.

Mit einer DDR-Ideologie, alles nur verstaatlichen zu wollen, kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen. Vor allen Dingen soll Kühnert auch Antworten geben, wie denn der Staat die ganzen Entschädigungen für die Enteignungen finanzieren will und wie der Staat dann diese neuen VEB-Kombinate denn verwalten und am Leben halten will. Warum haben eigentlich die Kommunen ihre Sozialwohnungen an Investmentgesellschaften verramscht? Liegt der Schwarze Peter nicht bei den Kommunen? Bestes Beispiel für politisches Versagen ist der Flughafen BER. Es ist ein nostalgischer Rückflug in die DDR-Wirtschaft. Dann wird nur noch der Mangel verwaltet. Wieso dieser Kühnert mit solchen Vorstellungen Juso-Chef werden konnte, ist mir eine Warnung.

An RenamedUser, Sie haben einige wichtige Themen

in ihrem Beitrag angesprochen, die mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland bringen würden. Doch so lange wie sich die SPD durch die Politiker der CDU/CSU verheizen lässt, ist keine Änderung für das deutsche Volk in Aussicht. Denn die Wahrheiten in Deutschland werden leider nicht offen benannt, wie z.B. s. Fakt Quelle: "Die reale Armut in Deutschland 2018." Betroffen sind ca. 29,5 Millionen Mitbürger, auch von Herrn Habeck am 30.11.2018 in der Talk Show: "Maybrit Illner zur Spaltung des Landes." bestätigt. Seine Aussage im ZDF Zitat: "Nach Auskunft der deutschen Banken haben ca. 40 Prozent der deutschen Bevölkerung kein Geld angespart." Wo von auch? Nach Abzug der Mieten erhalten viele 10 Millionen Menschen nur 424 - 600 Euro zum Leben. Darunter ca. 8,7 Millionen Rentner, die weit weniger als 800 Euro im Monat zum Leben und für Mietzahlung zur Verfügung haben. Die SPD wird weitere Stimmen verlieren wenn sie nicht die Groko sofort aufkündigen um mehr soziale Probleme in D. zu lösen.

Und genau hier komme ich

auf meine Frage zurück: wieweit lassen sich in einer Partei die im Interessenverband als Partei zugrunde gelegten Werte, Vorstellungen und Zielsetzungen hin- und herschieben und was mit dieser "Schieberei" eigentlich verfolgt wird -> die Zielsetzungen oder die Macht?
Die Standardargumentation ist dann stets: man muss auch den Willen zur Macht haben, um die besagten Ziele zu erreichen. Aber,. . . .aber . . . . . aber wenn dann von den eigenen ursprünglichen Werten, Vorstellungen und Zielsetzungen dann nichts mehr übrig ist?
Nein, nein, das ist wie die eigene Meinung nach dem Fähnchen zu richten. Mit Charakter hat das nichts mehr zutun! Und genau das ist u. a. - aber nicht nur - das Problem der SPD - eigentlich aller unserer opportunistischen Parteien im Lande -> die Glaubwürdigkeit! Wer verlässt sich schon auf die Meinung eines Opportunisten? Ich jedenfalls nicht. Dann wäre ich doch auch Anhänger von Trump.
Und bevor ich das werde, werde ich . . . . . Na, das lassen wir jetzt mal.

Worthalten

das ist das Problem aller Altparteien.

Wer so oft nicht gehalten hat was er versprach, dem kann man nicht mehr glauben, das gilt auch für die Union und FDP vielleicht auch für unsere Grünen?

Aber es wird äußerst schwierig als 5% + X Partei, zu beweisen das man sich geändert hat.

Frage an die SPD: Haben wir Fachkräftemangel?

Warum setzt sich die SPD dann nicht dafür ein, dass alle Fachkräfte in Deutschland mobilisiert werden und aus der Arbeitslosigkeit herausgeholt werden? Das betrifft vor allem ältere erfahrene Fachkräfte ü50, die von den Arbeitgebern nach Hause geschickt wurden. Statt sich um die Wiedereingliederung zu kümmern, befriedigt sie das Verlangen der Unternehmen nach ausländischem Frischfleisch. Diese ausländischen Arbeitnehmer sollten möglichst kaum Deutsch können, damit sie die Arbeitsverträge nicht lesen und verstehen können. Aber die von der SPD ignorierten Wähler sind Deutsche. Das Wahlergebnis hat gezeigt, wie weit sich die SPD von seiner Klientel entfernt hat. Sie beißt die Hand, die sie füttert. Jedes Tier wüsste, dass so etwas nicht gut ist. Die SPD weiß es nicht.

Am 12. Juni 2019 um 10:30 von Zeitungs-Ente

Wenn mich nicht alles täuscht, können Politiker an Lehrgängen teilnehmen, die den richtigen Umgang mit Interviewern vermitteln.

Paddy B. 10.04

Ist ja rührend, wie Sie das umdeuten wollen. Da braucht es keinen Faktencheck, das Interview kann man nachlesen. Das fangen Sie aber auch nicht mehr ein. Kühnert ist ein freier Radikaler mit einer Selbstverliebtheit und Eitelkeit, der mit seinen Aussagen der SPD einen Bärendienst erwiesen hat

@ mcflue

"Alle Kraft und alle Mittel in die Bildung und Ausbildung, statt in die Frühverrentung gutverdienender Facharbeiter, um nur ein Beispiel zu nennen. "

Schlechtes Beispiel. Dadurch werden Teile der Bevölkerung gegeneinander ausgespielt, die beide Unterstützung verdienen. Bei "Frühverrentung" geht es um AN, die es gesundheitlich nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter schaffen, und die dann eben nicht mehr "gutverdienend" sind.

Kevin Grotewohl

Wenn Herrn Kühnert so sehr daran liegt, das umzusetzen, was die SED-Fortsetzungspartei verspricht, dann sollte er auch Nägel mit Köpfen machen und sich mit allen Parteigenossen, die ihm folgen wollen, mit den umbenannten Einheitssozialisten zusammenschließen. Kollaborationen auf Landesebene gibt es ja bereits. Dann können auch die alten Embleme mit dem Handschlag wieder aus der Mottenkiste geholt werden. Bleibt nur offen, wer in die Rolle des Wilhelm Pieck schlüpfen soll ...

Wenn Unterdrückung spürbar wird

Wenn Kühnert ernsthaft ein Vorschlag zur Heilung der SPD sein / werden soll, dann empfehle ich die öffentliche Verbrüderung mit der Antifa und der Linken Interventionistischen und der Roten Flora, etc.
Denn dann ist die SPD nicht mehr zu heilen, sondern versinkt in terroristischen Gefilden mit totalitären Absichten und zu tiefst kommunistischem Gedankengut, der nichts mehr mit Sozialismus zu tun hat, wie ihn die SPD-Väter der BRD einst gestaltet haben wollten.
Kühnert ist wohl eher ein Grund dafür, das die SPD nicht mehr wählbar geworden ist, so wie auch viele andere SPD-Kandidaten, die extreme Wege verfolgen, wie Stegner, Barley, Schwesig und Co.
Aus meiner Sicht verließen diese schon den Weg einer echten Demokratie und bauten an einer Scheindemokratie so mancher sozialistischer und kommunistischer Staaten.
Sie haben aus meiner Sicht nichts aus der DDR gelernt und hängen in verklärten Utopien der DDR-Denker fest.

gute Ansätze

Die von Esdar und Möller aufgezeigten Ansätze scheinen in eine gute Richtung zu gehen. Ein Kevin Kühnert, der immer wieder Gegenpositio- nen in den Vordergrund
stellt, ohne konstruktive, umsetzbare Lösungen zu nennen, kann nicht ernsthaft für den Parteivorsitz in Betracht
gezogen werden. Ansonsten würde ich meinen Usernamen in
"nie wieder SPD 2.0"
umändern.

Bitte ernsthaft bleiben.

Guten Tag,
ganz ernsthaft ist das alles nicht!
Was ist daran eigentlich schwierig,zu erkennen,dass es keinen Sinn macht,die SPD inhaltlich zu entkernen.??
Wir brauchen eine Partei,wo nicht nur Sozialdemokratisch drauf steht,sondern Sozialdemokratisch drin ist.
1998 40 Prozent plus,jetzt 12 in Umfragen,nach stetiger Verschlechterung.
Hartz 4 muss weg,die Lohnquote « erhöht werden,und eine seriöse Diskussion ueber ein neu altes - Rentensystem gemacht werden,und ueber die Globalisierung!
Dann wird es wieder was.
Der einzige,der das personnell glaubhaft vertreten kann ist -voruebergehend-Oskar Lafontaine.

Fusion?

Lafontaine will angeblich die Linke und die SPD fusionieren.

Ich wünsche ihm viel Überzeugungskraft

Warum nicht Kühnert ?

Gegen die Karrenbauer würde selbst jeder Ottonorma die Kanzlerwahl gewinnen.

Das wäre mal ein zukunftsfähiger Generationenwechsel

Die SPD hat ein Glaubwürdigkeitsproblem

Nur 2 Beispiele:
1. Unter SPD Regierungen wurden viele staatliche Sozialwohnungen an Investoren verkauft. Die Folgen mit hohen Mieten schlagen voll auf die Mieter durch.
Die SPD Mietpreisbemsen wirken nicht.

2. Die SPD hat den Niedriglohnsektor und Aufstocker, prkäre Beschäftigung usw. eingeführt. Das wirkt sich voll auf die Menschen ihren heutigen Lohn und künftige Rente aus.
Der SPD Mindestohn ist zwar gut, jedoch viel zu gering, weil er nicht vor Altersarmut schützt.

Negative SPD Maßnahmen schlagen voll auf die Menschen durch, die Korrekturen beheben die Probleme jedoch nur zur Hälte.

10:03 von collie4711

Selbst die Lehrer und die Beamten wählen Grün und nicht mehr SPD.
.
habe den Eindruck, dass insbesondere Lehrer
schon immer die GRÜNEN favorisierten

Nicht nur ein Faktencheck zu

Nicht nur ein Faktencheck zu Herrn Kühnerts Aussage wäre dringen von Nöten.
Auch ein Faktencheck bezüglich der Aussagen der Parteiprogramme gegen den Kapitalismus und für den Sozialismus sollte erfolgen.
Zumindest bei der SPD haben sich deren Mitglieder mal klar geäußert.
Das in den ersten Parteiprogrammen nach dem Krieg selbst bei der Union und sogar bei der National ausgerichteten FDP eine zwingende Abkehr vom Kapitalismus ausdrücklich erwähnt wurde - wieso hat sich das eigentlich geändert? - sollte nicht verschwiegen werden!

Totgeborenes Kind

Eben las ich im Internet, Lafontaine wolle die Linke und die SPD fusionieren. Ich weiß nicht mehr wo, denn als mir die Brisanz klar wurde und ich zurück klickte, war es weg.

Das kann nicht klappen, denn dann fallen alle über beide her, spotten, nennen sie die neue SED usw.

Diese Partei ...

... sollte sich auflösen.

Rettungsversuche sind nicht sinnvoll.

11:12 von Bernd Kevesligeti

,daß DAX-Vorstände das mehr als 50fache eines einfachen Arbeiters bekommen.
.
das Problem nur
das hat sich auch zu Zeiten entwickelt,
als die Genossen an der Regierung waren !

und den ursprünglich vorgesehenen Passus dass Leiharbeiter mindestens so viel verdienen müssen wie die Stammbelegschaft hat der damalige Wirtschaftsminister Clemens gestrichen und der war wohl in der SPD

@11:20 von Stotterfritz

"Mit einer DDR-Ideologie, alles nur verstaatlichen zu wollen, kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen. Vor allen Dingen soll Kühnert auch Antworten geben, wie denn der Staat die ganzen Entschädigungen für die Enteignungen finanzieren will und wie der Staat dann diese neuen VEB-Kombinate denn verwalten und am Leben halten will."

Deswegen hat Kevin Kühnert das alles ja auch gar nicht vorgeschlagen, geschweige denn gefordert. Weder Staatsbetriebe noch Enteignungen.

Es würde helfen, wenn man wenigstens ausschnittsweise das Interview im Original gelesen (und verstanden) hätte, wenn man es schon kommentieren möchte.

Und tschüß SPD...

wat soll`n wir noch mit solch einer Partei, welche die Sozial-Novellierung nicht wirklich angeht...

@qpqr27 - Alarmglocken? Wofür/wogegen?

Was ist das denn für ein Verständnis von parlamentarischer Demokratie? Die meisten im Parlament sind "Hinterbänkler" - aber alle gewählt, um die Interessen ihrer Wähler zu vertreten.
Ich wäre zum Beispiel begeistert, wenn "mein Hinterbänkler" mal konstruktiv von sich reden machte.

Jede/r, die/der frischen Wind in die SPD bringt und konstruktive gesellschaftliche Diskussionen anregt, wird dringend gebraucht - von der SPD und von allen anderen. Denn unsere Gesellschaft ist von einem solchen Mittelmaß, dass es einem den Atem verschlägt: soziale Gerechtigkeit, Bildung und Arbeitschancen, auch der wissenschaftlich sehr gut Ausgebildeten sind peinlich mäßig in einem Land, in dem nur noch von "Dschopps/Jobs" geredet wird, Lösung der seit 40 Jahren bekannten Umweltprobleme, Regulierung der Finanzwirtschaft, Korruptionsbekämpfung ...
1000 Baustellen
Und das heißt: nicht nur die SPD bzw. die Politik ist gefragt, sondern jeder muss Verantwortung für sein Tun übernehmen.

@11:47 von deutlich

"Ist ja rührend, wie Sie das umdeuten wollen. Da braucht es keinen Faktencheck, das Interview kann man nachlesen"

Den Faktencheck bräuchte es deswegen, weil die meisten, die sich über das Interview ereifern, es eben gerade nicht gelesen haben, sondern sich auf andere Kommentare über das Interview beziehen. (Vermutlich weil das Interview selbst hinter einer Paywall versteckt ist, die meisten Kommentare dazu aber nicht.)

Ich habe es gelesen und weiß deswegen, dass darin etwas ganz anderes steht als Bild-Zeitung und Co. daraus gemacht haben.

Und unter anderem steht darin eben auch, dass Kühnert eigentlich im Idealfall keine Verstaatlichung will, sondern eher genossenschaftliche Modelle. Wieso wird also ständig wiederholt, er fordere Verstaatlichungen?

Selbstmitleid ist fehl am Platz

verstehen und analysieren, warum die Wähler weg sind, wäre schlauer. Die SPD hat über Jahre ihre Wähler vergessen und sich um Randgruppenprobleme gekümmert. Die Arbeitnehmer interessieren sich für gerechte Bezahlung, auskömmliche Renten, bezahlbare Mieten und Energiekosten und Sicherheit im öffentlichen Raum, nicht in erster Linie für Gendertoiletten, Gendersprache und ähnliches Gedöns. Man kann nicht mit einer Politik für 2% auf 30% Zustimmung hoffen. Funktioniert ja bei der LINKE auch nicht, allenfalls bei den Grünen

Ist doch völlig egal, ob es

Ist doch völlig egal, ob es ein spd gibt, oder nicht.
Es gibt von links bis rechts irgendwelche ideen . Ob die nun von spd oder cdu bedient werden, oder von linken, grünen und afd, ist komplett wurscht . Die spd hat mit der cdu so eng in der mitte gekuschelt, dass beide ihre flügel verloren haben. 2 halbe machen eben kein Ganzes.

SPD in Kurzfassung

Wofür steht die SPD?
1- Frau Merkel' s verlängerter Arm - hat man bei der Bildung der Regierung gesehen- Wenn Frau Merkel pfeift dann tanzt die SPD auch für die Regierungsbildung mit.

2- Anti AFD Partei. Ihre Funktion ist mit allen Mitteln die AFD zu bekämpfen. An der Regierung oder in der Opposition.

Das wars aber auch schon. Das ist das Parteiprogramm.

10:04 Paddy B.

Sicher hat Herr Kühnert nicht Enteignung per se gemeint aber wenn ein Jusovorsitzender so entwas sagt dann ist das doch eine herrliche Vorlage für SPD Bashing.
Ich kann mich nicht erinnern dass jemals in den Medien die Meinung eines Jusovorsitzenden so viel Aufmerksamkeit bekommen hat und noch weniger kann ich mich daran erinnern dass später von den Forderungen oder Vorstellungen was umgesetzt wurde.
Der ganze Artikel hat nur die Aufgabe die Diskussion um AKK und Kanzlerschaft aus der 1. Reihe zu nehmen. Dafür ist die SPD den Medien doch viel wert als Sündenbock.

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