Ihre Meinung zu: Entlastung für Kinder von Pflegebedürftigen geplant

14. August 2019 - 8:46 Uhr

Nur wer mehr als 100.000 Euro brutto im Jahr verdient, soll noch für pflegebedürftige Eltern zahlen: Das Kabinett brachte ein entsprechendes Gesetz auf den Weg. Die Neuregelung gilt auch für die Angehörigen, die bereits zahlen.

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Kommentare

Das hätten sie schon längst

beschließen können. Dann wäre mir und vielen anderen sehr viel Erspartes geblieben. Jetzt, wo sie Stimmen brauchen, versuchen sie mit allen Mitteln Rattenfänger zu spielen. Ob das später tatsächlich umgesetzt wird ist vermutlich wieder eine andere Melodie.

Entlastung für Kinder von Pflegebedürftigen geplant

erschließt sich mir ohnehin nicht
mit welchem Recht müssen in einem Fall die Kinder für Vater und Mutter bezahlen
im anderen Fall die Allgemeinheit
nur weil die in ihrem Leben gearbeitet haben, sparten / verzichteten?
wobei so ist es eigentlich immer
Eigenverantwortung - Fehlanzeige
ob´s für die Miete nicht reicht, den Strom, die Lebenshaltung, dann die Rente,
derjenige welcher sich Verantwortungsvoll zeigt ist am Ende der Dumme
- zahlt nicht nur für sich sondern auch noch für andere
ob da die Solidargemeinschaft nicht überstrapaziert gar ausgenutzt wird

Endlich wieder einer

der seine politische Überzeugung auch im Amt behält.
Ohne den Finanzminister würde das aber nicht gehen.
Es scheint das in der SPD wieder Leute im Amt sind , die politisch überzeugt agieren und nicht wie in den letzten Jahrzehnten für die eigene Kariere und dem eigenen Bankkonto.

Tja bei der Lohnentwicklung

Tja bei der Lohnentwicklung hat der Staat mit der Zeitarbeit ein ordentliches Loch verursacht in der Rentenkasse!Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geht mehr Richtung Vollautomation und die wenigen die dann noch Arbeiten werden es kaum schaffen die vielen Pflegebedürftigen zu Unterstützen.Wie gesagt der Soli wäre hier Goldrichtig!Von jedem gezahlt und für jeden da vor allem für die Zukünftigen Generationen!Aber die Pflege müsste Staatlich kontrolliert sein, ähnlich wie eine Betreungsleistung durch einen Betreuer.

@ 08:56 von tagesard09

Jetzt, wo sie Stimmen brauchen, versuchen sie mit allen Mitteln Rattenfänger zu spielen. Ob das später tatsächlich umgesetzt wird ist vermutlich wieder eine andere Melodie.

Rattenfänger: vollkommen richtig. Später wird man sagen, es war mit dem Koalitionspartner leider nicht zu vereinbaren.

re tagesard09

" Ob das später tatsächlich umgesetzt wird ist vermutlich wieder eine andere Melodie."

Was haben sie am Begriff Gesetzentwurf nicht verstanden?

Lach, es sei grundsätzlich

Lach, es sei grundsätzlich zumutbar, dass Kinder für Eltern aufkommen. Und wenn dann ein Kind zu wenig verdient, ist es immer noch zumutbar? Für mich ist (wäre) es das große Grauen, Eltern zu haben, die irgendwann pflegebedürftig werden. Früher hat man selbst geholfen, aber dank Kapitalismus hat man keine Zeit mehr. Dank Kapitalismus hat man ironischerweise auch kein Geld , das verlangt wird.

angeschmiert

sind alle, die seit Jahr und Tag schon eine Pflege Zusatzversicherung bezahlen. Also all diejenigen, die jetzt schon von sich aus ihr Einkommen schmälern um nicht ihren Kindern zur Last fallen wollen. Mittlerweile muss ich mich Fragen, ob nicht diejenigen Recht haben, die sie sich dieses Geld sparen und dafür lieber einmal mehr in Urlaub fahren. Die Meinung in meinem Bekanntenkreis ist ja, die Häuser den Kindern vermachen und dann sorgt der Staat für mich.
Frage wer ist der Staat - wer ist die Kommune die diese denke bezahlt? Unausgegorene Gesetzentwürfe von Geldverteilern aus der SPD die diejenigen benachteiligt die Vorsorgen hatten wir bereits genug.

Diese Vorgehensweise ist seit Jahren...

umstritten, weil absolut ungerecht.
Die Kinderlosigkeit wird in diesem Falle belohnt, weil Kinderlose vom Staat alimentiert werden! Während bei Menschen mit Kindern, diese zur Allimentierung verurteilt sind.

Korrekt

Kinder sollten NIE für ihre Eltern haften müssen.

Linke Mentalität

Die Reichen zahlen mehr Steuern und damit ist der Gerechtigkeit Genüge getan.
Die Linken versuchen immer von den "Reichen" zu nehmen als wäre das ohne Folgen. Meistens handelt es sich um Arbeitgeber. Wenn sie weniger verdienen, werden sie in erster Linie ihre Angestellten auch nicht besser bezahlen können.
Selbst wenn sie keine Arbeitnehmer haben, dann wird es auch keine Ersparnisse geben. Ohne Ersparnisse ist auch eine EU Rettung nicht möglich. Durch die Niedrig/Negativ Zins Politik zahlen derzeit die Sparer die Schulden und halten die EU noch im Leben. Noch würde ich gerne betonen.

richtig erkannt

wer vorsorgt, ist getreu einer französischen Fabel die Ameise die den ganzen Sommer arbeitet und Vorrat sammelt für den Winter. Die Grille die im Sommer fiedelt und sich es gut gehen lässt hat schöne Zeiten aber im Winter? Die Ameise hat ja gesammelt und geschuftet muss halt etwas abgeben.

@Sisyphos3 - Rechnen Sie doch einfach mal

nach: wer 21.600 im Jahr netto hat (ab dem Einkommen ist er zuzahlungspflichtig), der hat 1800 im Monat, und der hat natürlich keinen Anspruch auf irgendwelche Zusatzleistungen (Miete, Strom etc.)
Ein Platz im Pflegeheim kostet meist ab 3000 im Monat. Wieviele Rentner können das inklusive Pflegeversicherungsbeitrag selbst stemmen? Da bleibt gerne mal eine Finanzierungslücke von 600 - 1000 € monatlich.
Also geht's erst einmal an das Ersparte des/der Pflegebürftigen, dann an das des Kindes. So schafft man schnell prekäre Verhältnisse für dieses Kind, die sich dann bis in dessen Alter fortsetzen.
Es braucht andere Modelle für Pflegebedürftigkeit im Alter - mehr häusliche Dienste = "betreutes Wohnen im eigenen Zuhause".
Und überdies intensive Strafverfolgung von Steuerräubern - ob durch Cum ex etc. Geschäfte/durch die "Umsatzsteuerkarussel"-Mafia (Schaden 50 Milliarden) oder "Wir ham's ja"-Flughafenbauer. Das sind doch die großen Sozialschmarotzer, die uns alle zur Kasse bitten.

Unverständnis

Bei Versicherungen ist es ab und zu geregelt, dass eine private Selbstbeteiligung erfolgt. Im Falle der Pflegeversicherung sind die möglichen Kosten aber so hoch, dass es sich möglicherweise in weiser Voraussicht nicht mehr lohnt Vermögen anzuhäufen oder dieses versteckt.

Eine Einkommensgrenze bei den Kindern von 100.000 Euro im Jahr ist ein Witz. Wie viele Personen verdienen denn so viel? 5 Prozent der Bevölkerung? Kommt dann der Run wie man hohe Einkommen nach unten drücken kann?

Ich möchte die möglichen Konsequenzen eine Fehlallokation nennen. Die Pflegeversicherung sollte die Pflegekosten auch vollständig abdecken. Zum Ausgleich kann man hohe und höchste Einkommen steuerlich stärker belasten. Das wäre dann eine saubere Lösung.

Richtig so

Kinder, die ihre Eltern (zum Teil beide Eltern) finanziell unterstützen müssen und dadurch selbst zu wenig privat vorsorgen können, werden selbst zu Pflegebedürftigen, die zu wenig Geld haben... Eine Lösung für dieses Problem ist längst überfällig.

Sozialer Untergang

Herr Heil hat Recht, die Einkommensgrenze sollte dringend heraufgesetzt werden. Wir Eltern haben auf vieles gerne verzichtet, damit es unseren Kindern gut geht. Unsere Rentenansprüche wurden drastisch gekürzt, somit kann sich nicht jeder ein Pflegeheim leisten. Jetzt werden aber unsere Kinder so geschröpft, dass sie selbst nicht ohne ein zweites Gehalt eine Familie gründen und erhalten können. Wissen diese Abgehobenen, wie z.B. Herr Landsberg, eigentlich wie teuer das noch normale Leben heute ist (Wohnen, Essen, Mobilität egal ob Auto oder Bus und Bahn, Schule, Sportverein usw.). Wundert sich noch jemand darüber, dass die Altenheimbewohner kaum Besuch von Kindern und Enkeln haben?

Die Zahlen

sind wie immer etwas abartig, wie viele normal Bürger haben 100 000 Brutto im Jahr ?. Die Pflegeversicherung ist völlig falsch angelegt, die versichert ja nicht mehr, weil die Summe viel zu klein ist bei der Pflege.
Warum geht das in den Nachbarländern, und in Deutschland nicht, dort müssen Kinder auch nichts zahlen, und das Taschengeld für die Betroffenen ist auch höher.
Das ganze System in Deutschland klappt nicht mehr, gestern erst gelesen, das sich die Immobilien Haie verstärkt auf Altenheime konzentrieren, wegen dem Gewinn.
Hier müsste der Staat sofort eingreifen, macht er natürlich in 20 Jahren dann mal , wenn das Kind im Brunnen liegt.

Pflegeversicherung muss alles abdecken, alles andere ist eine Fehlkonstruktion.
Bei der Summe von 100 000 muss der Staat jetzt so oder so alles abdecken, ein großer Teil hat im Alter nichts mehr auf dem Konto, wegen der niedrigen Renten aufgebraucht.

Fass ohne Boden

Ein interessanter Bericht aus MV, wo die Krankenkassen über mafiöse Strukturen bei Pflegedienste klagen. Kontrollen gibt es kaum bzw. unmöglich, abgerechnet wird nach Einreichung. Oftmals werden Angehörige mit in kriminelle Aktivitäten eingebunden, aber überhöhte Rechnungen abgegeben.
Die KK wissen, daß jede 2. Rechnung nicht stimmt, es fehlt Ihnen aber die Handhabe zur Kontrolle und Strafe.

re sisyphos3

"mit welchem Recht müssen in einem Fall die Kinder für Vater und Mutter bezahlen
im anderen Fall die Allgemeinheit"

In einem Fall die Kinder, wenn sie sie es finanziell können, im anderen Fall die Allgemeinheit, wenn sie es nicht können oder gar keine Kinder vorhanden sind.

Was ist denn daran so schwer zu verstehen?

09:33 von OrwellAG

"Lach, es sei grundsätzlich zumutbar, dass Kinder für Eltern aufkommen."
Wieso so höhnisch sein bezüglich der eigenen Eltern?
Diese haben für ihre Kinder auch jede Menge geopfert.

"Und wenn dann ein Kind zu wenig verdient, ist es immer noch zumutbar?"
Nein.

"Für mich ist (wäre) es das große Grauen, Eltern zu haben, die irgendwann pflegebedürftig werden."
Die armen Eltern, die Kinder haben, denen es davor graut, wenn ihre Eltern nicht mehr anständig funktionieren.

"Früher hat man selbst geholfen, aber dank Kapitalismus hat man keine Zeit mehr."
Wie muss ich das verstehen? Der Kapitalismus zwinge einen, nur noch an sich selbst und das Geldverdienen zu denken, so dass man für die Eltern keine Zeit mehr hat?

"Dank Kapitalismus hat man ironischerweise auch kein Geld , das verlangt wird."
Aha, der Kapitalismus macht also arm, und die Eltern müssen dann halt gucken, wer sie pflegt oder ob sie überhaupt jemand pflegt?

Wenn man kein Geld hat, dann kann der Staat auch keins einfordern.

re xxx99

"Tja bei der Lohnentwicklung hat der Staat mit der Zeitarbeit ein ordentliches Loch verursacht in der Rentenkasse"

Doppelt falsch.

Ersten ist Zeitarbeit nicht gleich prekäres Einkommen, zweitens reicht auch eine gute Rente kaum aus für die stationäre Pflege.

re orwellag

"Lach, es sei grundsätzlich zumutbar, dass Kinder für Eltern aufkommen. Und wenn dann ein Kind zu wenig verdient, ist es immer noch zumutbar?"

Lesen Sie doch erstmal den Artikel. Da erklärt sich der Fall "wenn dann ein Kind zu wenig verdient"

Lesen vorm Kommentieren kommt immer mehr aus der Mode ...

Endlich!

Die bisherigen Regelungen, nach denen Kinder mit einem bereinigten Nettoeinkommen von 1.800 Euro bei Singles und 2.500 Euro bei Ehepartnern für Ihre Eltern zahlen müssen, habe ich immer für ungerecht gehalten. Streit in den Familien war oft die Folge. Die Verteidigung und Begründung dieser Regelungen durch Herrn Landsberg kann ich schon deshalb nicht verstehen, weil in den Kommunen damit jetzt Personal frei wird, das bisher für die Heranziehung dieser Kinder zuständig war. Die Personalkosten hierfür standen immer in einem Missverhältnis zum Ertrag, zumindest in der Gemeinde in der ich lebe.

um 10:30 von karwandler

Was ist denn daran so schwer zu verstehen?
.
soll ich ihnen ne Zeichnung machen ?
derjenige welcher in den Tag rein lebt - sich nicht um seine Zukunft kümmert
kommt durch,

derjenige welcher sich verantwortungsvoll verhält ist der "Betrogene"
also ich finde das in einer Gesellschaft nicht gut

@um 10:00 von Säbelzahn

*Ich möchte die möglichen Konsequenzen eine Fehlallokation nennen. Die Pflegeversicherung sollte die Pflegekosten auch vollständig abdecken. Zum Ausgleich kann man hohe und höchste Einkommen steuerlich stärker belasten. Das wäre dann eine saubere Lösung.*
Angeblich heisst es doch.... "Alle für Einen, Einer für Alle"..... Was ist denn nur so schwierig daran endlich dafür zu sorgen, daß auch ALLE, incl. Firmen, Gesellschaften, Vereine etc. in die Sozialversicherungen -und das auch von den Einnahmen durch Gewinne oder Mieten - einzahlen müssten?!? Ich bin fast sicher, dann müsste auch niemand mehr bei der Pflege zuzahlen.

Gute Idee

Ich würde dieses Gesetz begrüßen. Nicht nur, dass Streit in Familien vermieden wird, jetzt müssen auch nicht mehr die vielen Kinder zahlen, die von ihren Eltern schlecht behandelt worden sind. Befreit wurde man davon ja nur bei extremsten Ausnahmen. Ich finde es besser wenn die gesamte Solidargemeinschaft dafür aufkommt.

09:57 von Kokolores2017

Es braucht andere Modelle für Pflegebedürftigkeit im Alter
.
da pflichte ich ihnen bei !
ansonsten "Steuerräuber"
gar nicht zu arbeiten und noch Geld von der Gesellschaft bekommen, das ist ok ?
aber arbeiten und keine Steuern zu zahlen oder zu wenig, das ist verwerflich ?

Also ich hätte bei meiner Mutter 1.000 Euro zuschießen müssen jeden Monat
hätte sie nicht ihr ganzes Leben lang gespart ... für was ?
hätte es lieber verfressen, auf reisen gegangen oder nichts gearbeitet,
da hätte sie mehr davon gehabt
andere deren Lebensplanung so war, waren im Alter auch nicht schlechter gestellt als sie
also warum sich verantwortlich verhalten - wird es einem gedankt - oder hat man wenigstens keine Nachteile ?

etwa 40 000

ist das etwa das durchschnittliche Niveau eines Jahreseinkommens. Die vorgeschlagene Grenza ab 100 000 ist ein Schlag in das Gesicht der arbeitenden Menschen die oft viel weniger als den Durchschnitt haben.
Ich selbst habe über Jahre für den Heimaufenthalt meiner dementen Mutter bezahlen müssen. Und der Grund war, ich hatte mein kleines Haus bereits bezahlt und die ortsübliche Mitte wurde mir als "Wohnwert" auf mein Familieneinkommen drauf gerechnet und somit musste ich als "Durchschnittsverdiener" monatlich 300€ bezahlen.
Grundsätzlich finde ich es in Ordnung, daß Kinder für die Eltern einstehen. Aber es muß sozial vertretbar sein und darf nicht die Existenz der Kinder bedrohen.
Auch ist es richtig das Familieneinkommen zu berechnen.
Aber Die Bemessung muß ab 50 bis 60 000€
beginnen um Großverdiener auch zu belasten.

@von claudius19

Sie haben zwar Recht, in NRW gibt es auch solche Fälle, mit dem Thema "Neuregelung des Elternunterhalt" hat das aber nichts zu tun.

Gute Rente ?!?

Was ist heute noch eine gute Rente? Meine 87jährige Mutter hat incl. ihrer Witwenrente 2500,-€ Rente. Ich finde, damit hat sie sich eine gute Rente erarbeitet. Sie hat aber auch Pflegestufe 4 incl. Demenz. Das Pflegeheim kostet 4900,- € in der Vollpflege. Hier reicht noch nicht einmal der Anteil der Pflegekasse gemeinsam mit Mutters Rente um diese Kosten voll abzudecken......

wohin versickern die hohen Pflegesätze?

Zusätzlich müsste untersucht werden, wohin das Geld in der Pflege versickert. An den unterbezahlten Pflegekräften und der stundenlangen Pflege kann es wohl nicht liegen. Ein paar Minuten Pflege täglich, ein kleines Zimmer, oft noch Zweibett sind eher Regel statt Ausnahme.

Nur die wenigsten Heimbetreiber machen ihre Ausgaben öffentlich, vor allem große Konzerne nicht.
Personallisten werden anonymisiert, theoretisch können so Betreiber mit mehreren Pflegeheimen ihre Mitarbeiter als Personal anmelden, um überall die vorgeschriebenen Personalschlüssel einzuhalten.

Auch ein beliebtes Modell, die Immobilie vom Betrieb trennen und dann als Vermieter dem Betreiber überhöhte Mieten in Rechnung stellen.

Es gibt zwar einen Schlüssel für Pflegekräfte, aber nicht für Hauswirtschaftskräfte (Koch etc.), manche Betreiber sparen sich dies u. Pflegekräfte müssen diese Aufgaben miterledigen.

Keine schlechte Entscheidung

Ich haöte das für richtig. Denn nicht umsonst spricht man bei den Kindern von der "Sandwich-Generation". Sie müssen für sich und ihre Kinder sorgen, ihre Eltern unterstützen und sollen auch noch selbst vorsorgen.Oft reicht das Geld dafür aber nicht aus.Damit pflanzt sich das Problem in die nächste Generation fort. Dieser Teufelskreis wird damit durchbrochen.Langfristig wird es aber erforderlich sein, die gesetzliche Pflegeversicherung so auszubauen, daß diese die Kosten für eine erforderliche Unterbringung in einem Pflegeheim voll abdeckt.

08:59 von Sisyphos3

derjenige welcher sich Verantwortungsvoll zeigt ist am Ende der Dumme
- zahlt nicht nur für sich sondern auch noch für andere

Das war doch schon immer so. Der arbeitet, ist stets der Doofe. Eine Person muss bei allen sozialen Leistungen, die er beantragt, Einkommensnachweise vorlegen. Kommt er über die Einkommensgrenzen, Pustekuchen. Eine Person, die keiner Arbeit nachgeht und somit nichts hat (ich meine vorrangig Faulenzer), der hat kein Einkommen und bekommt soziale Leistungen in Hülle und Fülle nachgeschmissen. Und sowas nennt man Sozialstaat!

Angemerkt: Nach meiner Auffassung muss man freilich Menschen, die unverschuldet eine sozialen Abstieg hinnehmen müssen, helfen. Aber es ist auch Eigenveranwortung gefragt. Hilfe nur, wenn es nötig ist und dann angemessen. Es darf nicht zur Angewohnheit werden, sodass man den Hilfesuchenden noch verwöhnt und er mit dem zufrieden ist, was er hat, solange er sich nicht mit Arbeit kümmern braucht.

09:33 von OrwellAG

Dank Kapitalismus hat man ironischerweise auch kein Geld , das verlangt wird.

Ich versteh Ihren Gedankengang nicht. Der Kapitalismus hat doch nichts mit der Finanzierung von Pflegebedürftigen zu tun. Der Kapitalismus ist eine Gesellschaftsform, der sein Tun und Handeln wirtschaftlich betrachtet auf Eigenintiative und Eigenverantwortung baut.

@10:33 von Sausevind

Ob die Eltern irgendetwas für die Kinder geopfert haben hängt von den Eltern ab. Die Zahlungen sind aber nicht davon abhängig wie aufopferungsvoll die Eltern waren, sondern davon, ob sie genug vorgesorgt haben um im Alter die Kosten eigenständig tragen zu können.

Wenn Ihr Vater Sie mit 3 Jahren verlässt mussten sie nach alter Regelung für ihn im Zweifel trotzdem blechen.

Ihren Kommentar zur Pflege der Eltern finde ich unangebracht. Die Pflegesituation ist teilweise entwürdigend und enorm belastend. Ich kann es verstehen, wenn Menschen davor Angst haben.

Wer gezwungen ist durch die Pflege der Angehörigen beruflich kürzer zu treten hat später selbst einen Nachteil was die eigene Rente betrifft. Viele arbeiten zudem nicht zum Spaß, sondern weil sie auf das Geld angewiesen sind. Wenn ein Einkommen wegfällt und die Karriere ggf. eine Pause macht von der sie sich nicht mehr erholt ist das anzuerkennen. Ihre moralische Überheblichkeit hilft bei der Lösung des Problems kein Stück weiter.

ungerecht

es müsste normal sein, dass man seine Eltern im Alter unterstützt. Also auch etwas zum Heimaufenthalt beiträgt.
Was ist mit Denen die ihre Angehörigen daheim pflegen? Die sind die Verlierer sprich die Sparbüchse des Staates. Ich habe meine Mutter mit Demenz daheim gepflegt. Demenz ist 24h Pflege. Da muss man die Arbeit aufgeben. Ich habe es gern getan. Im Heim wäre es günstiger gewesen. Aber Geld ist nicht Alles. Wenn man die Eltern nicht pflegen kann sollte man sich wenigsten an den Kosten beteiligen und wenn es nur ein kleiner Beitrag ist je nach Einkommen. Hier werden wider Kosten auf die Allgemeinheit umgelegt. Die Pflegeversicherung wird noch schneller steigen. 100T€ gehts noch?

@dewenzel - 09:48

"wer vorsorgt, ist getreu einer französischen Fabel die Ameise die den ganzen Sommer arbeitet und Vorrat sammelt für den Winter. Die Grille die im Sommer fiedelt und sich es gut gehen lässt hat schöne Zeiten aber im Winter?"

In Ihrer Schwarz-Weiß-Fabel möchten Sie glauben machen, dass man durch körperliche Arbeit "reich" wird und alle die es nicht werden, im Sommer gefiedelt haben.

Dass das Einkommen vieler arbeitender Menschen heutzutage kaum noch zulässt, Rücklagen anzulegen, entzieht sich wohl Ihrer Vorstellungskraft.

"Die Ameise hat ja gesammelt und geschuftet muss halt etwas abgeben."

Ihr Unverständnis mit dem Prinzip der Solidargemeinschaft ist offensichtlich. Schaffen Sie es ab und Sie werden sich wundern.

8 von dewenzel

ob nicht diejenigen Recht haben, die sie sich dieses Geld sparen und dafür lieber einmal mehr in Urlaub fahren.
Die Meinung in meinem Bekanntenkreis ist ja, die Häuser den Kindern vermachen und dann sorgt der Staat für mich.
.
zu dieser Handlungsweise wird man doch in diesem Staat gezwungen
Urlaub gehen, öfters zum Essen, tolles Auto .... und mit dem Arbeiten auch nicht übertreiben
da hat man im Alter auch nicht weniger als einer der Verantwortung zeigt und vorsorgt
im Gegenteil

11:19 von weise und klug

Angemerkt: Nach meiner Auffassung muss man freilich Menschen, die unverschuldet eine sozialen Abstieg hinnehmen müssen, helfen
.
das ist ja das Dilemma
klar muß man dem Personenkreis helfen und tut es ja auch ohne murren
das ist ja wohl der Grund weshalb unsere Gesellschaft anderen überlegen ist
uns es ganz einfach besser geht
aber ich gewinne den Eindruck dass immer mehr Menschen sich eben unsolidarisch zeigen diese Sicherheit ausnutzen

@wuestenindianer

Gehören Menschen, die 50.000 € oder 60.000 € im Jahr verdienen, wirklich zu den Grossverdienern? Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleibt da nicht viel übrig. Rechnen das mal im Gehaltsrechner auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums nach. Die Grenze von 100.000 € ist von daher in Ordnung.

Es war eine unfaire Regelung

Es ist ganz einfach: Für etwas zur finanziellen Verantwortung gezogen zu werden worauf man keinen Einfluss hat ist Mist.

Nach alter Regelung hatten diejenigen Pech, deren Eltern nicht vorsorgten, arm warten oder früh zu Pflegefällen wurden. Als Kind hatte man damit wenig Einfluss, aber trug dennoch finanzielle Verantwortung.

Während Kinder reicher Eltern also erben durften Kinder von 'Problemeltern' also ordentlich zahlen. Ein Nettoeinkommen von 1.800 netto ist zwar ok, aber auch nicht so fürstlich, das man damit riesige Sprünge machen könnte.

Ich werde hier kein Problem haben, fand die alte Regelung aber schlichtweg unfair. Kinder reicher Eltern erben und Kinder armer Eltern zahlen (gezwungernermaßen) noch drauf. Das ist aus meiner Sicht nicht ok.

Die neue Regelung finde ich absolut begrüßenswert. Mit einem Einkommen von 100.000€ pro Jahr wird man durch eine Beteiligung vor keine allzugroße Aufgabe gestellt.

Wenn die Pflege durch die öffentliche Hand...

... zum Selbstkostenpreis organisiert und umgesetzt werden würde, hätte ich an der Beteiligung nichts einzuwenden. Aber leider wurde dieser Bereich zum Großteil privatisiert. Und die Unternehmen erzielen zweistellige Renditen, teilweise über 20%. Das sind Profite, die in die Taschen weniger wandern. Und diese Profite sind gesetzlich geschützt, da der Staat die Bezahlung erzwingt.

Das wird zu einer weiteren

Das wird zu einer weiteren Vereinzelung in der Gesellschaft führen und den Zusammenhalt von Familien Schwächen.

Solidargemeinschaft, 10:47 von Sisyphos3 um 10:30 von karwandler

"derjenige welcher in den Tag rein lebt - sich nicht um seine Zukunft kümmert kommt durch"

Ihre vornehm ausgedrückt anekdotische Anmerkung bewegt sich auf recht tiefer Flughöhe nach dem Motto "mein Frisör hat mir mal erzählt".

Das sollte nicht das Niveau einer angeregten Diskussion von komplexen Sachverhalten sein.

Sagt Ihnen der Begriff "Solidargemeinschaft" was? Wie in jeder größeren Menge von Individuen wird immer es wenige geben, die aus welchen Gründen auch immer nicht können oder in noch weniger Fällen, nicht *wollen".

Das gleicht eine große Solidargemeinschaft rechnerisch leicht aus.

Im übrigen kann man den Gedanken auch auf das grundsätzliche Verstehen von politischen Zusammenhängen anwenden.

Bezeichnend, dass die, die "nicht (verstehen) können" oder gar nicht "wollen" sehr häufig in dem von Ihnen vertretenen rechten Spektrum vorkommen. Ich sage nur ... Pauschalurteile, Generalverdacht, Schwarz-weiss-Denken, Ressentiment.

Das war doch 1994 den

Das war doch 1994 den Regierenden klar, daß die Pflegeversicherung in Nöte kommt, genauso wie 1957 bei der Einführung des Umlageverfahrens in der Rentenversicherung.
Als Adenauer fragte, ob das funktionieren würde, sagte man ihm: Wenn das passiert sind sie nicht mehr Bundeskanzler und wahrscheinlich schon lange tot.
Wir werden seit mehr als 50 Jahren vom Staat betrogen.

Nett - aber auch Ablenkungsmanöver ...

... von dem Vorschlag vor einiger Zeit, daß nicht mehr das (meist sehr mühsam vom älteren Menschen selbst) Angesparte erstmal verbraucht sein muß, sondern ausschließlich das zählt, was der Pflegebedürftige monatlich verdient (maximal XX % der Rente dafür etc.)!

Mehrere EU-Länder machen dies vor, aber Deutschland hinkt mal wieder hinterher, aus lauter Geldgier und Geiz der Politiker, die sich lieber mit teuren Statusbauten "unsterblich" machen wollen anstatt sich an den Bedürfnissen der Bürger/Wähler zu orientieren!

Jede noch so kleine Randgruppe wird gesponsort ohne Ende, bloß weil der (evtl. "sympathische") Antragsteller (s. Gender-, LSB-Wahn o.ä.) oder per Diskriminierungs-Unterstellung unsere Regierung zu erpressen versucht ...
Diskriminiert werden dadurch zahlreiche alte Menschen (die unser Land nach dem Krieg mit aufgebaut haben!!!), und deren Sparsamkeit hart bestraft ... wohl dem, der da schon immer von Stütze gelebt hat, geraucht, gesoffen, am Ende des Monats Tafel o.ä. ...

re sisyphos3

"Was ist denn daran so schwer zu verstehen?
.
soll ich ihnen ne Zeichnung machen ?
derjenige welcher in den Tag rein lebt - sich nicht um seine Zukunft kümmert
kommt durch,"

Blödsinn. Der Unterhalt durch Kinder bemisst sich am Einkommen. Wollen Sie einem nachweisen, er hätte sich bewusst auf ein niedriges Einkommen fokussiert, damit er ggf. mal nix abgeben muss für unterhaltsbedürftige Eltern?

re nicht weise und klug

" Eine Person, die keiner Arbeit nachgeht und somit nichts hat (ich meine vorrangig Faulenzer), der hat kein Einkommen und bekommt soziale Leistungen in Hülle und Fülle nachgeschmissen."

Wer den Hartz IV Satz mit "Hülle und Fülle" beschreibt sollte dazu verknackt werden, mal 1 Jahr lang in dieser Hülle und Fülle zu leben.

Damit nicht mehr solche überheblichen Sprüche herauskommen.

08:56 von tagesard09

"Das hätten sie schon längst
beschließen können. Dann wäre mir und vielen anderen sehr viel Erspartes geblieben. Jetzt, wo sie Stimmen brauchen, versuchen sie mit allen Mitteln Rattenfänger zu spielen. Ob das später tatsächlich umgesetzt wird ist vermutlich wieder eine andere Melodie."

Hach, das Kommentieren (ohne jede persönliche Konsequenz für das, was man schreibt) ist doch ein feines Hobby...

Tun Politiker etwas, das in ihrem Sinne sind, sind "die, die nur an ihren Futternapf denken".

Bemühen sie sich um soziale Gerechtigkeit bei einem (ich hoffe zumindest das ist unumstritten) komplexen und angesichts der Überalterung unserer Gesellschaft auch immer schwieriger und gewichtiger werdenden Thema, sind sie die "Rattenfänger".

Sie hätten einfach auch schreiben können: "Ich mag die GroKo nicht, ganz egal was sie tut."

Wäre inhaltlich passender gewesen, aber vielleicht haben Sie es einfach auch gebraucht, früh am Morgen einfach mal den Begriff "Rattenfänger" rauszuhauen...

@08:59 Sisyphos3

Ihr Kommentar legt vor allem eines nahe, nämlich dass Ihnen der Zugang zum Grundprinzip sozialstaatlichen Handelns fehlt: Es gibt Unterschiede in den Lebenssituationen aufgrund unterschiedlicher Startbedingungen, Lebens- wie Krankheitsgeschichten, potentiell und strukturell ungerecht bezahlten Dienstleistungen, prekären Arbeitsbedingungen etc. Wer meint, dass Unterstützung für Geringverdienende, Pflegebedürftige, Langzeitarbeitslose, chronisch Kranke etc. die falschen trifft und die "braven Verantwortungsvollen" straft, moralisiert an der falschen Stelle: die gigantischen Steuerbetrüge der Spitzenverdienenden sind ein moralischer Skandal.

@ tagesard09

Bei mir der gleiche Fall. Habe meine Mutter 15 Jahre lang gepflegt. Die letzten 1,5 Jahre war sie im Pflegeheim, da mußte ich dazu buttern, sonst wäre das Häuschen weg gewesen. Unterstützung vom Staat? Fehlanzeige! Danke Deutschland.

@ RD1957

"Gehören Menschen, die 50.000 € oder 60.000 € im Jahr verdienen, wirklich zu den Grossverdienern?"

Was genau ist ein "Großverdiener"?

Mehr als 50.000 Euro im Jahr verdienen nur 10 % der Bevölkerung. Von wem soll man denn Steuern eintreiben?

Eine Frage stelle ich mir

Bin Krankenpfleger und auch Opfer des Pflegenotstandes.

Durch die Anhebung werden nun wieviel Pflegebedürftige in die Altenheime gehen und WIEVIEL zusätzliches Personal wird benötigt? Wie können die Kommunen den Mehrbedarf finanzieren und v.a. werden die Kosten neu verhandelt. Das heisst die Altenheimbetreiber werden versuchen durch den höheren Aufeand ihre Personalkorridore noch effizienter zu gestalten. FOLGE: Noch mehr Stress für das Personal u.v., aber auch Qualitätsrückgang, da auf Personal mit geringen Deutschkenntnissen zurückgegriffen wird.

Fällt eigentlich niemand auf,

Fällt eigentlich niemand auf, das pflege unfassbar teuer ist, während die pfleger fast selbst geld mitbringen müssen?
Und für die abzocker muss man dann geld locker machen, das nan selbst dringend braucht?
Aber da geht niemand dran. Jämmerliche Politik von einem Haufen Memmen , die von jedem Lobbiisten am Nasenring vorgeführt werden können.

@09:41 von Berni 1

"Die Kinderlosigkeit wird in diesem Falle belohnt, weil Kinderlose vom Staat alimentiert werden! Während bei Menschen mit Kindern, diese zur Allimentierung verurteilt sind."

So sehe ich das auch.

@09:45 von Orfee

"Linke Mentalität

Die Reichen zahlen mehr Steuern und damit ist der Gerechtigkeit Genüge getan."

Was schreiben Sie da eigentlich? Bedenke Sie, dass jeder das lesen kann.

das in der SPD wieder Leute im Amt sind ,

die anach den falschen Entscheidung seit jahren, jetzt wieder vor den nächsten Wahltermin Angst haben.

Fragwürdiges Unterhaltsrecht

Das gesamte Unterhalts- und Rentenrecht gehört auf den Prüfstand.
Familien, die sich für Kinder entscheiden, verzichten während der Kindererziehung auf Einkommen, auf Rentenansparleistungen, auf Urlaube, auf Karrierechancen usw., und sie haben deutlich höhere Aufwendungen.
Und deren Kinder erwirtschaften künftig die Renten nicht nur ihrer eigenen Eltern - quasi als Rückzahlung dessen, was sie in ihrer Kindheit von den Eltern bekommen haben - sondern auch der Menschen, die sich den Aufwand mit Kindern gespart haben.
Menschen ohne Kinder konnten höhere Einkünfte erzielen, konnten Karrierechancen besser nutzen, hatten ihre Bequemlichkeit, nur für sich selbst dasein zu müssen, haben höhere Renten, profitieren von den Renten, die von Kindern anderer gezahlt werden, und bei Pflegebedürftigkeit springt ihnen der Staat zur Seite und zahlt die Pflegekosten, die sie von Rente und Pflegeversicherung nicht selber bezahlen können.

Der Vorschlag der GroKo kann nur ein Anfang sein.

Zum einen halte die die Grenze von 100.000 Euro für zu hoch.

Zum anderen, fehlt mir ein gleitender Übergang.
Zum Dritten, halte ich eine menschwürdige Unterbringung von Pflegebedürftigen für dringender.
Zum Vierten sollte man die private Pflege viel mehr fördern. Mindestlohn für den/die Pflegenden, sowie Sozialversicherungszwang.

Die Generation der Erben?

Interessantes zum Thema Generationen:
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge prognostiziert, dass von 2015 bis 2024 rund 3,1 Billionen Euro vererbt werden. Allerdings profitiert nicht immer nur die nächste Generation, sondern Ehepartner beerben sich oft gegenseitig.

Und: Die großen Hinterlassenschaften konzentrieren sich auf wenige Erben. Schätzungen zufolge fällt rund ein Drittel des Erbschaftsvolumens auf zwei Prozent der Bevölkerung. Die breite Masse überträgt nach Prognosen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge bis 2024 knapp 1,4 Billionen Euro in Immobilien, Sachwerte und Geldwerte auf die nächste Generation. Nur wenige Erben bekommen sehr hohe Vermögen.

Vielleicht sollten es auch Letztgenannte sein, die sich eben an den Kosten für die Pflege ihrer Eltern beteiligen sollten. Obwohl - und das ist sicherlich insbesondere bei Familienbetrieben üblich - sie schon von früh an beim Vermögensaufbau ihrer Eltern mitgeholfen haben.

@säbelzahn

Da nur die Hälfte der Bevölkerung überhaupt Einkommensteuer zahlt, relativiert sich das.

@12:01 von JUKUK

Was sie behaupten, ist falsch.
Das umlagebasierte Rentensystem ist kein Betrug, es wurde interessengeleitet nur demontiert. In den 50ern gab es ein ausgewogenes Verhältnis der Gewinnverteilung zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und den Sozialkassen. Seit dem gab es einen enormen Produktivitäts-Schub. Wäre der proportional auf diese drei Töpfe aufgeteilt worden, wäre heute immer noch alles in Ordnung. Aber vom Produktivitätsgewinn profitierten über alle Maßen nur die Eigner von Vermögen. Deshalb besitzen heute 44 Einzelpersonen genauso viel wie ALLE ANDEREN Deutschen zusammen.
Die Renten waren tatsächlich mal sicher, auch wenn Norbert Blüm so sehr für diese Aussage verspottet wurde. Die Renten wurden bewußt unsicher gemacht (s.o.).

11:54 von realitychecker

dem von Ihnen vertretenen rechten Spektrum vorkommen. Ich sage nur ... Pauschalurteile, Generalverdacht, Schwarz-weiss-Denken,
.
dann bin ich beruhigt
das gibt es nur in rechten Kreisen
die bösen Vermieter, allgemein sind Reiche ja Ausbeuter ....
und wenn sie hier schon im Thread sind was schrieb ich z.B um 11:50 zum Thema "Solidargemeinschaft" ?
doch eigentlich ein klares Bekenntnis dazu

Ich bin mit Herrn Gerd

Ich bin mit Herrn Gerd Landsberg vom Städtebund, was das Solidaritätsprinzip betrifft.
Aber dann sollte sich Herr Gerd Landsberg auch einmal die Einkommen von Leuten anschauen. Einfach zu sagen das einige Hundert Euro im Monat zumutbar sind, nenne ich Arrogant!
Desweiteren möchte ich anmerken das die Altenheime fasst immer wie ein Hotel geführt werden. Da kommen Kosten zusammen die kein Mensch mehr nachvollziehen kann. Man bezahlt Miete für das Zimmer, in meinem Fall 412,00 Euro und dann auch noch eine Investitionzulage von 499,00 Euro. Und es kommt auch noch eine Ausbildungszulage dazu.
Wenn man die Altenheime staatlich betreiben würde, wären auch die Kosten nicht so hoch, weil man keine Aktionäre mehr bedienen müsste. Darüber sollte Herr Gerd Landsberg einmal nachdenken.
Aus diesen Gründen finde ich es richtig das die Kinder entlastet werden. Man soll ja auch für die eigene Rente vorsorgen, oder?

Entlastung für Kinder von Pflegebedürftigen geplant

Ich stehe hinter dem Vorschlag von Minister Heil, es kann nicht sein das Kinder die als berufstätige die sich für später absichern müssen, noch für Pflegekosten der Eltern herangezogen werden. Evtl müssen auch noch Kinder unterstützt werden, wo soll das Geld herkommen ?

Bin zwiegespalten

@12:27 von nudi1958

Bei Ihrem Kommentar habe ich ein Deja vue.....mir geht es ähnlich.
Ich habe 2 Pflegefälle, meine Eltern 80+, Grad 4 und 2. Beide dement.

Eine Zuzahlung für das Heim müsste ich aufgrund der Höhe meiner eigenen Rente nicht leisten.
Aber das Haus wäre weg.
Das Haus, in das ich für meine Verhältnisse sehr viel Geld gesteckt habe, als eigene Altersvorsorge, aber es gehört mir eben nicht.

Bei dem Gedanken, Miete zu zahlen für eine Wohnung, die man erst so bezeichnen kann, seit ich es habe machen lassen, wird mir ganz anders. Und dann bleibt von meiner Rente auch nicht mehr viel übrig.

Die neue Regelung ist gut für viele....mir nutzt sie gar nichts.

Willkürliche Festlegung von Verdienstschwellen

Immer wieder interessant, wie die Komplexität gesteigert wird - damit sehr viele Beamte beschäftigt werden.
Verdienstgrenze von 100.000,- bei der Pfkege, der Scholz will den Soli abschaffen, aber nur für Gehälter unter 100.00,- . Einzig bei der Grundrente will man auf Bedarfsprüfung verzichten.
Alles sehr komplex und widersprüchlich - mal schaun was morgen kommt.

12:53 von Ray

Die großen Hinterlassenschaften konzentrieren sich auf wenige Erben.
.
haben ja nicht 62 % wie im Saarland eine eigene Immobilie
aber selbst im Schwabenland/Bayern sind es über 50 %
und wenn ich bei mir im Ort so schaue,
ein Einfamilienhaus ist unter 700.000 nicht zu kriegen
also kann ich ihrer Einschätzung, die Kohle konzentriert sich auf wenige,
nicht ganz folgen

Jeder Selbständige kann sein

Einkommen rubterrechneb, klappt beim Unterhalt an die Exfrau, den Kindern und klappt auch bei den pflegebedürftigen Eltern. Die Pflege macht entweder die Polnische Pflegekraft ohne Steuern zu bezahlen oder wer die Eltern nicht mag schiebt die in ehemalige Kasernen ab, die Kosten trägt der Staat. Angesch.... Ist der Lohnenpfänger, der zahlt bis die Schwarte kracht. Warum? Es hat sich bewährt.

Gut aber viel zu spät...

...nur ein Beispiel aus meiner Familie.

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Meine Oma mußte (leider) wegen Demenz ins 1998 ins Pflegeheim.
Ihre Rente + das Pflegegeld hat für die ersten Jahre zum Glück gereicht.
Aber ab dem 6. Jahr im Heim mußten dann mein Vater u. sein Bruder zuzahlen.
Im letzten Jahr, im 8. waren das dann zusammen 800 €/ Monat.
Addiert man dann noch das Pflegegeld für die damalige Pflegestufe 3+ dazu und bedenkt, daß meine Oma zu 100% bettlägrig war, ein teurer Spaß.

Und die Pflege? Na ja, wenn sie Glück hatte wurde ihr zumindestens einmal am Tag die Windeln gewechselt.
Und ein wenig Brot, Tee, Wasser etc. gereicht bzw. gefüttert.

Mit 93 ist sie dann 2006 verstorben.
Zum Glück, nicht wegen des Geldes, und auch nicht weil wir unsere Oma nicht mochten.
Aber so im Pflegeheim liegen zu müssen und sich in den Tod quälen wünsche ich keinem.

Das ganze Gesundheits/ Pflegesystem bedarf einer gründlichen, sozialgerechten und verträglichen Überarbeitung.

12:57 von Volkspartikel

in meiner Jugendzeit wurde schon über die "ungerechte" Verteilung des Vermögens gestritten
sie erinnern sich an die "Krelle Zahlen"
1,3 % der Bevölkerung hätten was weiß ich über 80 % des Vermögens
wobei mir so ne Diskussion eher unverständlich ist
solange ich fair bezahlt werde ist es mir egal ob der Herr Aldi, Lidl oder sonst wer
8 Mrd oder 18 besitzen

@12:12 von andererseits

"Wer meint, dass Unterstützung für Geringverdienende, (...) chronisch Kranke etc. die falschen trifft und die "braven Verantwortungsvollen" straft, moralisiert an der falschen Stelle: die gigantischen Steuerbetrüge der Spitzenverdienenden sind ein moralischer Skandal."

Damit eine Solidargemeinschaft allgemeine Akzeptanz erfährt und für allgemeinen Frieden in der Gesellschaft sorgt, müssen beide Seiten ihren Teil leisten. Das ist der Deal.

Die Geber sollten sich nicht herauswinden und die Nehmer sollten sich erhlich bemühen von der Unterstützung unabhängig zu werden. Wenn es nicht geht ist das halt so und von der Gesellschaft ohne Murren zu stemmen. Das kriegen wir hin.

Bei Missbrauch finde ich keine der Seiten moralisch überlegen. Wer nach seinen Möglichkeiten im Kleinen betrügt würde das bei der Gelegenheit oft auch im Großen tun. Die meisten fingen einmal mit Kleinigkeiten an.

@Wenigfahrer

"Die Zahlen sind wie immer etwas abartig, wie viele normal Bürger haben 100 000 Brutto im Jahr ?."

Ne ganze Menge, als Akademiker landen bei uns in der Firma früher oder später alle da...

Aber was ist Ihr Problem? Die darunter liegenden werden ja entlastet...

@Orwell AG

"Früher hat man selbst geholfen, aber dank Kapitalismus hat man keine Zeit mehr."

Lächerlich. Früher waren die Wochenarbeitszeiten VIEL (!)länger.

Vielleicht hilft ja ein Blick nach Österreich ?

Man muss doch das Rad nicht neu erfinden.

@wuestenindianer

"Aber Die Bemessung muß ab 50 bis 60 000€
beginnen um Großverdiener auch zu belasten."

So ein Blödsinn, 50-60000 brutto ist kein Großverdiener. Die Steuerprogression sorgt dafür, dass diejenigen mit guten Gehältern sich bereits überproportional beteiligen. Was soll der Neid? Ich werde entlastet, aber die die mehr verdienen als ich bitte nicht!

13:31 von Biocreature

eine sehr schwierige Situation ....
auch meine Mutter und damals der Uropa waren in einem Heim,
weil das zu hause nicht mehr leistbar war
(büxsten permanent aus und terrorisierten die Nachbarschaft)
das Pflegeheim - schwierig ein Urteil abzugeben,
klar Windeln wechseln war nicht unbedingt deren Ding
und sich Zeitnehmen wenn die mal zum Klo mussten
überhaupt nach den dementen Patienten schauen
andererseits sich um Patienten zu kümmern, die noch halbwegs bei Verstand waren, Geschichten erzählen, Spiele veranstalten, malen oder singen und so Zeug,
da waren die echt rührig ...

@12:28 von Säbelzahn

"Mehr als 50.000 Euro im Jahr verdienen nur 10 % der Bevölkerung. Von wem soll man denn Steuern eintreiben?"

Das ist meines Wissens nach falsch. Mit 50.000 Euro im Jahr haben Sie als Alleinlebender knapp 2.400€ netto im Monat. Damit sind Sie in den oberen 23%. Um bei den oberen 10% zu landen benötigen Sie ein Bruttoeinkommen von über 70.000€. Das ist durchaus noch eine Schippe drauf.

Man liegt damit allerdings (je nach Wohngegend) schon ganz gut.

@ Sisyphos3

Zum bessseren Verständnis, das war nicht meine Einschätzung sondern die des Deutsche Institut für Altersvorsorge.

Konkrete Zahlen beziehen sich nur auf die steuerrelevanten Nachlässe. So (DIA): "In Nordrhein-Westfalen lag bei fast jeder zweiten steuerpflichtigen Erbschaft der Vermögenswert unter 50.000 Euro. Nach Angaben der Statistikstelle Information und Technik NRW entspricht diese Summe 4,2 Prozent der eingenommenen Erbschaftsteuer des Landes. Für 25,7 Prozent des gesamten Erbschaftsteueraufkommens in NRW sorgten hingegen die 0,4 Prozent der Nachlässe, die mehr als fünf Millionen Euro betrugen."

"... ein Einfamilienhaus ist unter 700.000 nicht zu kriegen..."

Viele haben sich früher ihr Wohneigentum jahrelang vom Mund abgespart, Ausgaben für Freizeit etc. gab es kaum, Kosten für insbesondere Grundstück und Hausbau sind allerdings mit den heutigen Verkaufspreisen im Verhältnis zu den heutigen Durchschnittseinkommen nicht vergleichbar (das ist meine Einschätzung)

Nicht weit genug gesprungen

Es sollte Aufgabe der Pflegekasse, die Kosten der Pflege voll zu übernehmen. Auf dieser Basis wären die Beiträge neu zu berechnen. Dabei wären die Kosten für Pflegeheime von jedem Beitragszahler zu stemmen. Die Kosten der häuslichen Pflege, die von Kindern oder Enkeln übernommen wird, ist zusätzlich auf die Kinderlosen umzulegen. Statistiken dürfte es hierzu geben. Zwar mag der Teufel im Detail liegen, aber so würde ich mir die Grundrichtung vorstellen. Auch wenn dies erhebliche Beitragssteigerungen erforderlich machen würde, wäre dies zumindest ein ehrlicher Weg. Natürlich müsste dann auch die Preisgestaltung der Heime einer Kontrolle durch die Kassen unterliegen, um Abzockern rechtzeitig begegnen zu können.

13:11 von Sisyphos3 11:54 von realitychecker

...na, da haben Sie ja gerade noch die Kurve gekriegt mit dem Hinweis auf die unverschuldet in Notlage geratenen. Der Admin hat unsere Posts zur selben Zeit etwa freigeschaltet. Insofern nehme ich das zurück.

Was ich kritisiere ist die Gewichtung. Bei solchen Diskussionen gerät ein meist westdeutsches, beileibe nicht prekär lebendes Klientel der AfD sehr schnell in Versuchung die Stereotypen der täglichen BILD-Hatz auf sog. Sozialschmarotzer runterzubeten.

Ich denke da an Kampagnen wie damals zu "Mallorca-..." (Vorname vergessen). Solche Einzelfälle werden dann aufgeblasen ohne jede Verhältnismäßigkeit.

Etwas mehr Realitätssinn und wir kommen alle weiter bei der Diskussion.

@jetzttexteich

"Was ist heute noch eine gute Rente? Meine 87jährige Mutter hat incl. ihrer Witwenrente 2500,-€ Rente. Ich finde, damit hat sie sich eine gute Rente erarbeitet. Sie hat aber auch Pflegestufe 4 incl. Demenz. Das Pflegeheim kostet 4900,- € in der Vollpflege. Hier reicht noch nicht einmal der Anteil der Pflegekasse gemeinsam mit Mutters Rente um diese Kosten voll abzudecken...…"

2500 ist eine SEEEEEHR gute Rente! Sie beschreiben die Crux: Um 5000 EUR Pflegekosten monatlich anzusparen können Sie ausrechnen was Sie in der Berufsphase in eine Pflegeversicherung einzahlen müssten. Über den Daumen würde ich sagen 1500 EUR monatlich, wenn Sie mit 30 Jahren anfangen! Und das reicht aber auch nur bei Guthabenzinsen, die deutlich über den heutigen Sätzen liegen... Bei Nullzinsen reicht das für nur gut 10 Jahre im Alter... und in den Zeiträumen schlägt die Inflation richtig zu, da ist der Wert mindestens halbiert nach 35 Jahren... bzw. die monatl. Pflege kostet in 35 Jahren vermutl. 10000 EUR....

@von lyn

Wenn ich Sie richtig verstehe, wohnen Sie im Haus Ihrer Eltern. Dass Pflegebedürftige ihr Einkommen und ihr Vermögen einsetzen müssen, um ihren Pflegeplatz zu bezahlen, halte ich weiterhin für richtig.

@weise und klug

"Angemerkt: Nach meiner Auffassung muss man freilich Menschen, die unverschuldet eine sozialen Abstieg hinnehmen müssen, helfen. "

Das ist das Problem: Man kann keine Gedanken lesen und es ist verdammt schwierig von Amts wegen sicher festzustellen, ob jemand aus eigenem Antrieb keine Arbeit will oder er nicht kann/ nichts findet obwohl er sich wirklich bemüht.

Erste Schritte in richtige Richtung

Wenn die Kommonen und die Länder das Steuergeld nicht verplempern reicht das allemal für dieses Vorhaben. Man braucht nur ein Blick nach Berlin zu werfen, das was der Flughafen jedes Jahr an Geld verschlingt und trotzdem keiner Abheben kann ist nur ein Beispiel von vielen oder Brücken ohne Anschluss in die Landschaft nageln. Es ist richtig das endlich die Besserverdiener zur Kasse gebeten werden. Die Älteren haben uns Jüngeren gegeben und haben ein Anrecht auf Pflege wenn sie es benötigen. Die Jüngeren können wenn sie bis jetzt an der Pflege mitzahlen müssen, die eigenen Kinder nicht unterstützen weil Ihnen dadurch das Geld entzogen wird. Das kann einfach nicht sein und die Reichen schaffen Ihr Geld ausser Landes um die Steuern und Abgaben nicht zahlen zu müssen.. Wo sind wir als Gesellschaft eigentlich hingekommen..

@Duisburg

"Zum einen halte die die Grenze von 100.000 Euro für zu hoch."

Naja, es soll ja brutto sein. Das ist ein sehr gutes Gehalt, aber damit wird man nicht super reich... netto geht die Hälfte weg und als Gutverdiener zahlt man ziemlich sicher noch einen beträchtlichen Betrag für sein Häuschen ab und fährt vermutlich keinen Dacia und zahlt hohe Zuzahlungen (mehrere hundert EURO monatl. pro Kind) für die Kita und später für die Ausbildung der Kinder- da bleibt zum "normalen" Leben auch nicht viel mehr übrig als bei einem Durchschnittsverdiener. Gerade diese Einkommensklassen werden über die Steuerprogression schon sehr überproportional belastet. Dass man wirklich reich wird, das geht erst einiges oberhalb 100.000 EUR Jahresbrutto los!

@ Skywalker

"Naja, es soll ja brutto sein...."

Völlig richtig, was Sie schreiben. Deswegen frage ich mich auch wie es bei der üblichen Zusammenveranlagung der Ehepartner aussieht, die insgesamt ja auch 4 Elternteile hätten ...

@13:47 von Sisyphos3 13:31 von Biocreature - Ja, ich...

...man staune, verstehe Sie!
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Aber bei der höchsten damaligen Pflegestufe kostete das Bett bzw. 1-Pers. Zi. soweit ich mich recht erinnere
u. mein Vater alles richtig verstanden hatte >3000 €/Mon.

Und das für einen Patienten der im Grunde kaum "Arbeit" machte. Zumindestens was den pflegerischen Zeitaufwand anging.
Da wurden eben die berühmten paar Min./ Tag an Pflege geleistet.
Darüber hinaus z.B. meine Oma in den Rollstuhl verfrachten u. ein wenig in die Sonne fahren od. Geschichten erzählen - Fehlanzeige.
Und das bisschen Essen u. Trinken rechtfertigt die Kosten auch nicht.

Solche Patienten sind die Goldesel jeder Pflegaanstalt.

Patienten, die wie in ihren Fall die unkontrolliert "herumlaufen" sind da schon schwieriger.

Meine Oma tat das am Anfang auch. Sie versuche dann beim Bäcker, wo sie Jahrzehnte einkaufte, Orangen zu kaufen.
Das ging da mal in den 60zigern als der Bäcker noch eine Art Tante Emma Laden war.

Ich möchte so nicht enden müssen.
Gruselig!!!

100.000

Wer verdient soviel?? Also kurze Rechnung nach Steuern und Abgaben bleiben 60.000 ca.??? Davon nochmal bezahlen??? Warum nicht gleich Teilzeit arbeiten ...was ist mit der Rente der Pflege Personen ist die auch weg??? Schickt die Oma nach Bulgarien da scheint die Sonne Tomaten schmecken nach tomate und mit 2000 Euro fühlt sie sich wie Elisabeth die zweite.

14:29 von Biocreature

wir werden es uns nicht aussuchen können
.... aber ich will es auch nicht

Wir zahlen

es am Ende so wie so. Die Pflegeversicherungsbeiträge sind doch gerade erheblich angehoben worden. Es ist immer effektiver das Geld über stille Gehaltspfändung zu beschaffen und dann großzügig von oben nach unten zu verteilen. Der zu Pflegende kommt ganz unten vor dem direkt Pflegenden. Das haben wir davon, dass wir aus Kommerzgründen taditionelle soziale und familiäre Bande erheblich gelöst haben. Die Reichen lassen eh nicht in Pflegeheimen pflegen. Das geht besser mit dem nötigen Kleingeld.

@thm378 um 13:18

"Immer wieder interessant, wie die Komplexität gesteigert wird - damit sehr viele Beamte beschäftigt werden.
Verdienstgrenze von 100.000,- bei der Pflege, der Scholz will den Soli abschaffen, aber nur für Gehälter unter 100.000,- ."

Beides Mal die gleiche Grenze, nur die Einkommen über 100.000 werden belastet. Was ist da komplex?

Ich glaube nicht das jetzt

Ich glaube nicht das jetzt mehr Menschen in Pflegeheime gehen.
Es sind nicht wenige die auch das Pflegegeld für sich nutzen.

Meinetwegen kann man auch den Pflegegeldbeitrag um 1 % erhöhen. Oder den Soli in die Pflege für 2-3 Jahre umleiten.

Und vor allem sollten die unterschiedlichen Tarife in den Pflegeheimen abgeschafft werden.
Es erklärt sich mir nicht warum in Ostfriesland ein Platz bei Pflegegrad 3 nur knapp 1.800,00 € kostet, der gleiche in NRW 3.800,00 €.
Was sollen die Investitionskosten? Die gehören abgeschafft.

Traurig, weil war

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Dank des globalen Turbokapitalismus hat niemand mehr Zeit oder Geld für die Alten.

Ich hoffe nur das meine Eltern bis zum Tod gesund sind sind und dann urplötzlich tot umfallen. Alles andere kann ich mir nicht leisten.

@Ray

"Völlig richtig, was Sie schreiben. Deswegen frage ich mich auch wie es bei der üblichen Zusammenveranlagung der Ehepartner aussieht, die insgesamt ja auch 4 Elternteile hätten …"

Das verstehe ich auch nicht, da im Artikel steht dass der Ehepartner ja nicht für die Elternteile des Partners mit seinem Einkommen haften würde...

Nur wenige hundert Euro

Dazu kommen werden.

100.000 pro Jahr ist jetzt nicht das Einkommen, mit dem man im Geld schwimmt wenn man nochmal selbst Kinder hat.

Wiedermal wird die produktivste Schicht geschröpft, alles drunter und drüber wird verschont.

@ 13:37 WiPoEthik

Mein Kommentar zielte darauf ab, dass es genügend Gründe gibt, warum Menschen Unterstützung brauchen, die nichts mit "Hängematte", "ausnutzen", Sozialbetrug etc. zu tun haben und dass wir nach meinem Eindruck da bei Menschen auf den unteren sozialen Stufen oft argwöhnisch sind und zu oft Vorurteile schüren, obwohl sie unverschuldet in soziale Notlagen geraten sind; aber die "Nadelstreifenbetrügereien" haben viele nicht so auf dem Schirm. Ich bin weit davon entfernt, Betrug moralisch zu legitimieren. Ich glaube allerdings schon, dass es Menschen gibt, bei denen es nicht "mit Kleinigkeiten" anfing, sondern gleich im großen Stil.

Verantwortungslos

Machen wir doch für alles den Staat oder die Allgemeinheit verantwortlich.
Nur keine eigene Verantwortung mehr gegenüber Mama, Papa,Oma, Opa und Kinder.
Irgendeiner wird es schon bezahlen.

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