Ihre Meinung zu: Regierung will Insektensterben stoppen

4. September 2019 - 15:15 Uhr

Die Regierung will mit einem Sonderprogramm dem dramatischen Insektensterben entgegenwirken. Unter anderem soll dafür Glyphosat in der privaten Anwendung verboten werden. Von Angela Ulrich.

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Kommentare

Was ist denn mit den Tonnen

Was ist denn mit den Tonnen von Insekten die durch Windkraftanlagen geschreddert werden? Ist da auch etwas angedacht um das Insektensterben zu stoppen? Oder setzt man populistisch nur auf Glyphosat dessen Zulassung ehe bald auslaueft?

man staunt nur noch

sollen dann auch windräder verboten werden?

Endlich!

Nicht dass es dann wie mancher Orts in China läuft und Leute mit Pinseln am Besenstock von Blümchen zu Blümchen und vom Bäumchen zu Bäumchen rennen müssen. Wer soll das hier machen? Die Arbeitslosen? Die Rentner? Die Flüchtlinge? Freiwilliger sozialer Frühling für alle?

Ich hätte vor paar Jahren auch noch nicht gedacht, dass ich mich nach den Insektenleichen an der Windschutzscheibe sehne. Aber der Mangel daran macht mir heute mir richtig Angst, und ich meine wirklich Angst.

Ich hoffe, man bleibt auch dran und kontrolliert die Wirksamkeit der Maßnahmen, damit sie - wenn nötig - verschärft werden können.

wer Steinwüsten mag, der mag auch Glyphosat

"...........für private Anwendung verboten werden".

Ich frage mich, wer ist so bescheuert, das Zeug in seinem Garten zu versprühen?
Weg mit dem Dreck, und zwar sofort und nicht erst nach der Lobbyfrist.

LOL

Soso in der privaten Anwendung soll Glyphosat gestoppt werden?
Was ist mit den landwirtschaftlichen (gewerblichen) Anwendungen? Ich denke mal, da wird deutlich mehr auf die Felder gesprüht...

klar... für die kleinen Bürger...

Sicher doch, es wird ein explosionsartiges zurückkommen der Insekten geben wenn Oma Schulze keinen Fingerhut voll Gift mehr auf ihre 3m Fußweg kippen kann.
Das Bauer Fritze nebenan das Zeug Kubikmeter weise auf mehreren Hektar verteilt hat natürlich gar nichts mit dem Insektensterben zu tun.

Glyphosat

ist seit Jahrzehnten auf dem Markt und wird zu hundertausenden Tonnen weltweit eingesetzt. Es gibt keinen Hinweis darauf dass es Menschen oder Bienen schaden würde. Spezifischere und vor allem besser getestete Alternativen gibt es nicht. Aber hey, wen kümmern schon Fakten?

Jeder Tag Untätigkeit mehr bedeutet noch weniger Artenvielfalt

Was für Gesetze auch immer man jetzt (bitte zeitnah!) beschließt, das Wichtigste ist, dass zugleich die ebenso zeitnahe Überprüfung ihrer Wirksamkeit - und zwar durch sämtliche aufgrund ihrer Zuverlässigkeit allgemein als glaubwürdig anerkannten voneinander unabhängigen(!) Stellen - beschlossen wird. Und dementsprechend gegebenenfalls ihre unverzügliche Revision bzw. „Aktualisierung“.

Die Regierung will...

aber die Lobbyisten von Industrie & Wirtschaft machen nicht mit.
Es ist nachgewiesen, wie schädlich Glyphosat für unsere Umwelt ist und ich hoffe das die Grünen endlich ihre Verantwortung im Umweltschutz wahrnehmen. Jetzt erst auf Landesebene und dann auf Bundesebene.

Private Nutzung ist gerade nicht das Problem

Auch nicht die Lichtverschmutzung in den Städten oder das „Fallbeil“ der Windkraftanlagen. Substantiell sterben die Insektenpopulationen (wie die anderer Tierarten, zB Vögel) durch die Zerstörung der Habitate, sowie durch die gewerbliche Nutzung von Pflanzenschutzmitteln, vor allem durch Agrarbetriebe (oder die Bahn). Dies durch auf Privatleute wirkende Verbote aufhalten zu wollen ist so sinnvoll wie das geplante Plastiktütenverbot und das bereits EU weit initiierte Verbot des Bleigießens zu Sylvester. Mal sehen, was als nächstes kommt. Hauptsache ist wohl, die Leute glauben daran und denken, sie könnten einen „individuellen“ Beitrag leisten. Das kommt gut an in der Schule und an den Wahlurnen. Am Problem freilich ändert es nichts.

Verhältnismäßigkeit

Also ich hätte die Vermutung, dass Privatleute von alleine auf Glyphosat im eigenen Garten verzichten. Schließlich möchte man sich ja nicht vergiften.

Aber in der Landwirtschaft darf weiter fleißig Glyphosat versprüht werden, in Unmengen.

In sofern verstehe ich das Verbot unter diesen Bedingungen nicht.

Am 04. September 2019 um 15:42 von guggi

Zitat:
"... Es gibt keinen Hinweis darauf dass es Menschen oder Bienen schaden würde..."

Ich toleriere ihre Meinung, aber machen Sie sich bitte erst einmal sachkundig.

https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/glyphosat-auswirkungen

@‚um 15:42 von guggi

Doch, es gibt eine ganz einfache Alternative: Überleben lassen!
Und dann die Landwirtschaft ändern.

@ 15:32 von Tarek94

"Was ist denn mit den Tonnen von Insekten die durch Windkraftanlagen geschreddert werden?"

Das ist Unfug. Im Vergleich zu normalen Autofronten ist der Effekt völlig vernachlässigbar.
Es sei denn Sie plädieren ernsthaft für die landesweite Einführung von Tempo 30 auf ALLEN Straßen.

Populismus statt sachlicher Entscheidung

Was hilft das Verbot, wenn statt dessen mechanische Unkrautbekämpfung stattfindet, abgeflammt wird oder andere Totalherbizide Anwendung finden?
Golfplatzrasen, Schottergärten usw. sind das eigentliche Problem. Insektennährpflanzen braucht es.
Bei mir im Garten wimmelt es von Wildbienen, Schwebfliegen usw. Neben langblühenden Stauden, die erst im Frühjahr abgeschnitten werden und so Vogelfutter liefern, sind hauptsächlich 3 Pflanzenarten dafür verantwortlich: Herzgespann, Stockrosen (=schön) u. Quendel entlang Zäunen u. als kleinere Teilflächen im Gras.
Noch ein Tipp: Im Vergleich zu mit Löchern versehenen Stammscheiben ist der Besatz in den verbreitet im Handel angebotenen Insektenhotels deutlich reduziert.
Auch in der Feldflur ließe sich leicht was tun: Flurkarten zeigen, daß die Randstreifen an Feldwegen oft in erheblicher Breite zu den Wegparzellen gehören (schon einseitig auch mal fast 20 m), von Bauern aber mißbr. vereinnahmt werden. Platz für Wildblumen, Hecken, Streuobst.

@ Donidon

.... genau so ist es. Gut geschrieben..... aber nichts passiert !

Glyphosat ist NICHT das Problem

Glyphosat ist NICHT das Problem.
Wenn wir kilometerweite Agrarbrachen haben, auf denen nur eine Pflanze wächst und sonst Garnichts, hat es sich mit der Artenvielfalt.

@15:37 von Rimutotara

Ich frage mich, wer ist so bescheuert, das Zeug in seinem Garten zu versprühen?

Ich verstehe es auch nicht, aber es wird verkauft. Also gibt es offensichtlich Käufer dafür.

Offiziell scheint Glyphosat für den Kleingartenbereich zwar nicht zugelassen zu sein. Aber es wird in Gebindegrößen von 1 l angeboten. Komisch, oder?

Trotzdem ist es komplett unlogisch, das Mittel in kleinen Mengen zu verbieten und in großen zu erlauben.

@ Freischeler

Die Grünen reden viel , immer schon , mit wenig Taten verbunden ! Die können nicht einmal Tonnen von Bit´s unterscheiden, wie man in mehreren Reden hörte !

15:42 von Guggi

"Spezifischere und vor allem besser getestete Alternativen gibt es nicht."

Klar gibt´s die. In einer ökologisch geführten Landwirtschaft brauchen Sie weder "spezifische noch getestete Alternativen".
Da braucht man den ganzen Mist nicht.
Da reicht eine gesunde und ausgewogene Bio- Diversität und allen geht´s gut.

"Aber hey, wen kümmern schon Fakten?"

Aber hey, was sind schon hunderte und aber hunderttausende von Tonnen.

Jetzt kommts

wir bauen alle Windräder wieder ab und verzichten ab sofort auf den Anbau der Monokulturen Mais und Raps, lassen Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke weiter laufen und forsten die frei gewordenen Landwirtschaftlichen Flächen mit Mischwäldern auf.
Mehr Insekten und die CO2-Bilanz wäre super.

@Möbius 16.12

Sie haben insofern teils Recht als privat niemand Glyphosat verwenden muss. Was allerdings Windräder als Insekten- und Vogelkiller angeht- da gab es diese Tage einen Artikel in der >Welt, wonach Windräder eine ernsthafte Bedrohung für Raubvögel und Insekten sind. Und jetzt? Die Dinger abschalten oder anderweitig Aktivität simulieren? Denn nur darum geht es wohl Svenja Schulze

Regierung will Insektensterben stoppen........

Das ist zwar gut so,aber:Die Umweltministerin stell dazu fest,daß es für ein Verbot außerhalb des privaten Bereichs keine Handhabe gäbe,weil Glyphosat innerhalb der EU-Länder bis 2023 erlaubt ist.Das ist richtig.Doch warum ist das so ? Vor Jahren hat sich der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für eine Verlängerung der Erlaubnis in Brüssel eingesetzt.

N-Nitroso-Glyphosat

ist eine definitive Verunreinigung (2 Isomere)von Glyphosat und als Nitrosamin potentiell krebserregend. Die Höchstkonzentration dieses Stoffes ist auf derzeit von der FAO auf 1 mg N-Nitroso-Glyphosat /kg Glyphosat festgelegt. Untersuchungen von 25 Proben in Brasilien ergaben, daß die Höchstkonzentration zwar in keiner Probe überschritten wurde. Dennoch waren teilweise bis zu 0,8 mg/kg nachweisbar. Inwieweit aufgenommenes Glyphosat im Körper weiter nitrosiert wird ist derzeit noch spekulativ. Tatsache ist jedenfalls daß viele Präparate dieses Stoffs mit potentiellen Carcinogenen verunreinigt sind.

15:32, Tarek94

>>Was ist denn mit den Tonnen von Insekten die durch Windkraftanlagen geschreddert werden? Ist da auch etwas angedacht um das Insektensterben zu stoppen? Oder setzt man populistisch nur auf Glyphosat dessen Zulassung ehe bald auslaueft?<<

Tonnen von Insekten?

Fahren Sie Auto? Ist Ihnen aufgefallen, daß auch nach rasanten Autobahnfahrten vielleicht ein, zwei Mücken an der Scheibe kleben? Das war früher definitiv ganz erheblich anders. Daraus können Sie dann hochrechnen, wie viele Insekten an Windkraftanlagen sterben. Es sind, da es weniger Windmühlen als Autos gibt, wesentlich weniger als an Autoscheiben.

Weder der "Roadkill" noch die Windräder sind ursächlich für das Aussterben der Insekten. Ich verstehe natürlich, daß Anti-Windkraft-Ideologen es gern für ihre Agenda instrumentalisieren würden, die klammern sich ja mittlerweile verzweifelt an jeden Strohhalm. Das Insektenaussterben ist aber ausschließlich auf die Vernichtung von Lebensraum und Nahrungsgrundlage zurückzuführen.

16:25 von Carlos12

"Glyphosat ist NICHT das Problem.
Wenn wir kilometerweite Agrarbrachen haben, auf denen nur eine Pflanze wächst und sonst Garnichts, hat es sich mit der Artenvielfalt."

Mit der zweiten Aussage haben Sie sicher recht.
Ihre erste Aussage würde ich aber gerne in diesem Sinne erweitern:
Glyphosat ist NICHT ALLEIN das Problem.
Da gibt´s noch andere "Baustellen"

@ Freischeler um 16.07 Uhr, Grüne Verantwortung - glaub ich nich

Die Grünen übernehmen überhaupt keine Verantwortung - sie prangern immer nur an, hypen ein Thema und denken sich dann die nächste Katastrophe aus.
Schauen Sie mal, was die Grünen in den Bereichen, in denen sie Verantwortung übernehmen könnten, geschafft haben. Nix.

Wenn ich für meine Heimatgemeinde Bremen sprechen darf: Die grüne Baubehörde hat den Pachtvertrag der Bremer Trabrennbahn gekündigt. Laut Volksentscheid (2018) will die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger (mehr als 55 Prozent) diese große Grünfläche zwischen den arg verdichteten Stadtteilen Vahr und Sebaldsbrück erhalten, eine Bürgerinitiative will das Gelände als Park gestalten. Der Bremer Senat setzt sich darüber hinweg und diffamiert die Bürger als ewiggestrig und egoistisch.

Die grüne Baubehörde lässt seit 5 Jahren riesige viereckige Kästen bauen, angeblich sollen des Luxuswohnungen sein, in Wahrheit ist das Käfighaltung für Menschen vom Feinsten. Insekten u.a. Tiere gibt es dort nicht, außer Trockengras gar nichts.

Bei der Umgestaltung NICHT das Wasser vergessen

Die Kleingärtner tragen schon lange zur Artenvielfalt bei. Bei mir im Garten darf auch mal eine Brennnessel wachsen und es muss nicht alles perfekt und ordentlich wie in der Wohnung sein. Ein Garten kostet Arbeit und auch Geld und macht garantiert nicht NUR Spaß. Ohne dieses Mikroklima wären schon viel mehr Vögel und Insekten nicht mehr hier und einen kleinen Anteil an CO2- Speicherung und Verbesserung der Luftqualität haben diese Mini-Grünanlagen auch. Allerdings brauchen die Pflanzen UND die Lebewesen Wasser, bitte bei der eventuellen Umgestaltung der Felder Wassergräben mit einplanen (schön wäre Brauchwasser). Den Landwirten einen Streifen „Bienenwiese“ abringen ist ein netter Versuch, aber ein größeres Stück Feld mit Wildblumen, Unkraut, Hecken ist wahrscheinlich zweckmäßiger, auch für Vögel und Insekten.

Anreize schaffen

Die Regierung will das Insektensterben stoppen. Warum nicht vor Jahren, da gab es warnende Stimmen? Was sprach dagegen? Ja richtig, die Profitinteressen? Das Thema wäre ohne Greta nicht in den Mittelpunkt der Politik gerückt. Ein Schulmädchen weckte die Politik-Eliten dieser Welt. Ich habe die Insekten auf den Blühflächen beobachtet. Es wimmelt nur so von Schwebefliegen und Schmetterlingen. Seit 2015 gibt es für die Landwirte ein Greening-Programm. Damit wird für Wildtiere, Bienen und auch Wildpflanzen zusätzlicher Raum angeboten. Es gibt das Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf der Ökologischen Vorrangfläche.
Diese Blühflächen und Blühstreifen sind nicht verpflichtend für den Bauer. Die Agrarsubventionen müssten darauf abgestimmt werden. Brüssel ist viel zu langsam und zu schwerfällig, sie brauchen Jahre. Auf freiwilliger Basis passiert gar nichts. Das kennen wir doch.
Warum nicht Blühstreifen in den Städten und den Parks?

15:42, guggi

>>Glyphosat
ist seit Jahrzehnten auf dem Markt und wird zu hundertausenden Tonnen weltweit eingesetzt. Es gibt keinen Hinweis darauf dass es Menschen oder Bienen schaden würde. Spezifischere und vor allem besser getestete Alternativen gibt es nicht. Aber hey, wen kümmern schon Fakten?<<

Glyphosat ist nicht insektengiftig.

Es vernichtet aber die Futterpflanzen vieler Insekten.

Ein Glyphosatverbot würde insofern wenig bringen, weil die industrielle Landwirtschaft dann auf andere Mittel mit derselben Wirkung ausweichen würde.

Nicht der Stoff Glyphosat ist das Problem, sondern das Prinzip, welches dahintersteckt.

Da muss man ansetzen, wenn man wirklich etwas ändern möchte. Aber die Agrarsteppen haben eine starke Lobby. Es wird dort viel Geld verdient.

Wow...der Privatmensch soll richten,...

...was die Wirtschaft kaputt gemacht hat. Es ist nicht zu fassen! Warum hängt Julia Klöckner sich nicht gleich ein Schild um und zeigt so allen, wo die Lobbyisten ihr zu Hause haben? Bis heute hat diese Frau aber auch wirklich gar nichts fertig gebracht. Was macht die eigentlich den ganzen Tag in ihrem Ministerium? Lobbyarbeit?

Monokulturen, Gülle und Chemie in der Landwirtschaft sind eines der Hauptprobleme für Insekten und auch für uns! Stichwort Grundwasser! Solange sich da nichts ändert, passiert auch nichts, um das Artensterben aufzuhalten. By the way: ich wüsste nicht einmal, wo ich Glyphosat kaufen kann bzw. wo das alles drin steckt. Meine Pflanzen bekommen Wasser und gute Erde. Nichts mehr!

15:35 von Tada

Ich hätte vor paar Jahren auch noch nicht gedacht, dass ich mich nach den Insektenleichen an der Windschutzscheibe sehne. Aber der Mangel daran macht mir heute mir richtig Angst, und ich meine wirklich Angst.
--------------------------------------------------
2017 habe auch ich bemerkt, dass die Insekten weniger waren.
2019 und dieses Jahr ist nach meinem Ermessen alles normal, was die Anzahl der Insekten angeht- zumindest was meine Windschutzscheibe betrifft.
Die heißen Sommer sind offensichtlich wenigstens für die Insekten- Population gut.

um 16.25 Uhr von Carlos12, Glyphosat kein Problem

Ob Glyphosat das Problem ist, kann ich nicht beurteilen, dazu habe ich zu wenig Kenntnisse.

Ich stimme Ihnen aber zu: Monokulturen, egal welche, sind nicht förderlich für die Vielfalt der Insekten, auch nicht für die anderen Tiere, d.h. Vögel und Wild. In Norddeutschland haben wir riesige Maisfelder, weil die Grünen sich für "alternative Energie", d.h. für die Förderung von Biogasanlagen eingesetzt haben. Jetzt haben wir den Salat: Die Pflanzen vergammeln auf dem Halm, denn sie werden weder als Futter noch als Nahrungsmittel für Menschen gebraucht, sondern bleiben auf den Feldern stehen, bis sie "geerntet" werden, um zwecks Gasgewinnung in der Biogasanlage zu verfaulen. Eine Schande ist das.

Dank an die Grünen, danke für nichts.

16:12, Demokrat 2014

>>Also ich hätte die Vermutung, dass Privatleute von alleine auf Glyphosat im eigenen Garten verzichten. Schließlich möchte man sich ja nicht vergiften.<<

Dann empfehle ich Ihnen mal einen Gang durch eine Einfamilienhaussiedlung im Frühjahr. Was dort völlig bedenkenlos so alles an Pestiziden versprüht wird, das geht auf keine Kuhhaut. In jedem Baumarkt gibt es diese gelben Druckspritzen, und die gehen weg wie warme Semmeln.

Die Leute scheinen sich für unsterblich zu halten.

>>Aber in der Landwirtschaft darf weiter fleißig Glyphosat versprüht werden, in Unmengen.

In sofern verstehe ich das Verbot unter diesen Bedingungen nicht.<<

Symbolpolitik.

@16:47 von fathaland slim

Nicht der Stoff Glyphosat ist das Problem, sondern das Prinzip, welches dahintersteckt.

Völlig richtig.

Für mich ist die entscheidende Frage, ob es sich beim Verbot von Glyphosat um einen Anfang handelt, der gemacht wird - oder um eine Beruhigungspille, um nicht handeln zu müssen.

Vielleicht weiß das Landwirtschaftsministerium das selber nicht so genau.

Was soll man dazu sagen?

Kürzlich pinselt unsere Regierung noch demütig den Bauch der Glyphosatlobby, heute fällt einem doch glatt ein, daß ein Gift, das Käfer und andere Schädlinge killt sich möglicherweise auch nachteilig auf nützliche und gern gesehene Tierchen auswirken kann. Von anderen Giften ist da ja noch nicht einmal die Rede.

Vielleicht könnte man ja mal wieder anfangen, auf 7 Feldern 7 verschiedene Pflanzen anzubauen. Monokulturen begünstigen Schädlingsbefall mehr als man mit Gift gegensteuern kann. Das gilt nicht nur für Felder sondern auch für Wälder. Aber ist dann natürlich nicht so effizient zu ernten, das könnte ja die Gewinnspanne drücken.

16:27 von Wielstadt

"Das größere Problem ist die Landwirtschaft, ganz klar. Aber warum es für die private Anwendung überhaupt zugelassen ist, erschließt sich mir dennoch nicht. Wahrscheinlich weil die Rasenverträglichkeit so gut ist."

Klar, die Rasenverträglichkeit spricht sich rum in den Reihenhäusern mit den cleanen Vorgärten (um es mal polemisch anzugehen).

Der neueste Schrei unserer "Sacrotanbürger" sind die Steingärten. Mit einem Grashälmchen mittig plaziert, damit es auch jeder gleich als Placebo erkennt.
Klar ist die Landwirtschaft der viel größere Schadensverursacher. Aber bei uns Bürgern fängt´s im Kleinen an.

16:37 von fathaland slim

Fahren Sie Auto? Ist Ihnen aufgefallen, daß auch nach rasanten Autobahnfahrten vielleicht ein, zwei Mücken an der Scheibe kleben? Das war früher definitiv ganz erheblich anders. Daraus können Sie dann hochrechnen, wie viele Insekten an Windkraftanlagen sterben. Es sind, da es weniger Windmühlen als Autos gibt, wesentlich weniger als an Autoscheiben.
---------------------------------------------------
Die meisten Autos fahre aber nicht auf 50-100 m Höhe, darum sind von den Windrädern auch ganz andere Arten betroffen, als die, die wir mit den Autos ausrotten.
Und die 2018 und dieses Jahr waren wieder deutlich mehr Insekten unterwegs als 2017-da fiel der Mangel wirklich an der Frontscheibe auf.

Preis geht an ... die Landwirteindustrie (armer Schmetterling)

Belanglose PR- und Täuschungsaktion der Ministerinnen; Nichts konkretes, ein paar Ideen zum drüber reden ("beraten"). Aber mal nebenbei erwähnt, zu Sunbventionen von "Bauern" bereit.
Mit Schmetterlingsbildchen verkauft sich Untätigkeit viel besser. Das andere, das Geld, geht schon mal vorsorglich und quasi unter der Hand für die Landwirtschaftsindustrie vorneweg. Weitergeht's wir gehabt, mit dem Menschen- und Tierunwohl.

Die Beobachtung der "fehlenden"

toten Insekten an den Windschutzscheiben hat auch viel mit der geänderten Anströmung der Karosse wgn. der Spriteinsparung zu tun.

16:30, Hanno Kuhrt

>>Jetzt kommts
wir bauen alle Windräder wieder ab und verzichten ab sofort auf den Anbau der Monokulturen Mais und Raps, lassen Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke weiter laufen und forsten die frei gewordenen Landwirtschaftlichen Flächen mit Mischwäldern auf.
Mehr Insekten und die CO2-Bilanz wäre super.<<

Großartige Idee.

Eine Frage hätte ich dann aber doch:

Warum wollen Sie nur die Mais- und Rapsmonokulturen verbieten? Und nicht auch die Weizen- Roggen- Gerste- und Kartoffelmonokulturen?

Wenn schon, denn schon.

Jeder Acker ist eine Monokultur.

Insektensterben

Die aktuelle Landwirtschaftsministerin wird auch hier nichts bewegen ! Das hat Sie in anderen Fällen schon gezeigt. Viele leere Versprechungen und Andeutungen und dann kommt maximal ein neues Label ! Supererfolg mit klar erkennbaren Möglichkeiten ! Meine Meinung ist ,allen über Hundertjährigen sollten wir das Rauchen verbieten um die Luft entscheidend zu verbessern. Wieder eine gute Tat .....na dann !

Kapitalismus pur

So ist das nun mal im Kapitalismus. Geld verdienen geht vor - auch wenn der Planet dran glauben muss.

Ohne Bestäuber und Blumen

könnten auch die lieben Kinder nicht aufgeklärt werden. Typisch nutzlose Alibi-Aktion.

@fathaland slim um 16:37Uhr

Sicherlich haben Sie Recht mit den Windkraftanlagen, denn es gibt bestimmt irgendwelche Untersuchungen, die zeigen in welcher Höhe überwiegend Insekten anzutreffen sind. Erfahrungsgemäß dürfte die Höhe sehr selten über 30 Meter liegen, oder? Was den von Ihnen genannten "roadkill" betrifft, dürfte der Anteil deutlich höher liegen und vermutlich proportional mit der Zunahme des Auto-Verkehrs gestiegen sein. Und dann lp,,em natürlich noch weitere negative Umwelteinflüsse dazu, wie diverse Unkraut- und Insektenbekämpfungsmittel. Nicht vergessen sollte man auch, so skurril es sich anhört, daß es fast keine "gesunden" bäuerlichen Mitshaufen mehr gibt. Bestes Indiz dafür ist das Aussterben der Schwalben!

16:59, Komplex einfach

>>Was soll man dazu sagen?
Kürzlich pinselt unsere Regierung noch demütig den Bauch der Glyphosatlobby, heute fällt einem doch glatt ein, daß ein Gift, das Käfer und andere Schädlinge killt sich möglicherweise auch nachteilig auf nützliche und gern gesehene Tierchen auswirken kann. Von anderen Giften ist da ja noch nicht einmal die Rede.<<

Es ist wirklich erschütternd, mit wie wenig Sachkenntnis diese Diskussion geführt wird.

Glyphosat ist ein Herbizid.

Herbizide töten Pflanzen.

Glyphosat ist nicht insektengiftig.

Symbolpolitik

Ein Wort, ein Volltreffer.
Ein typischer fathaland slim.

17:00, Hanno Kuhrt

>>Die meisten Autos fahre aber nicht auf 50-100 m Höhe, darum sind von den Windrädern auch ganz andere Arten betroffen, als die, die wir mit den Autos ausrotten.<<

Dann nennen Sie mir doch bitte mal ein oder zwei Insektenarten, die sich vorwiegend in 50 bis 100 Meter Höhe aufhalten und die man in Windschutzscheibenhöhe kaum findet.

17:00 von Hanno Kuhrt

Es sind nicht nur Insekten, die den Windrädern zum Opfer fallen, sondern auch viele Vögel.

17:00 von Hanno Kuhrt

16:37 von fathaland slim

Fahren Sie Auto? Ist Ihnen aufgefallen, daß auch nach rasanten Autobahnfahrten vielleicht ein, zwei Mücken an der Scheibe kleben? Das war früher definitiv ganz erheblich anders. Daraus können Sie dann hochrechnen, wie viele Insekten an Windkraftanlagen sterben. Es sind, da es weniger Windmühlen als Autos gibt, wesentlich weniger als an Autoscheiben.
---------------------------------------------------
Die meisten Autos fahre aber nicht auf 50-100 m Höhe, darum sind von den Windrädern auch ganz andere Arten betroffen, als die, die wir mit den Autos ausrotten.
Und die 2018 und dieses Jahr waren wieder deutlich mehr Insekten unterwegs als 2017-da fiel der Mangel wirklich an der Frontscheibe auf.
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Alles wie beim Klima, auch der Ötzi ist ja nach seinem Tod, vor dem Auftauen nochmal reichlich eingefroren gewesen.

Nachweis der Schädlichkeit

In der oben zitierten älteren Studie
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/glyphosat-auswirkungen
sind sehr viele Konjunktive verwendet worden.
Warum? Weil es einfach immer noch keinen eindeutigen BEWEIS der Gefährlichkeit gibt. Zumindest wäre mir keiner bekannt, lese aber gerne einen unabhängigen Forschungsbericht der bereits über das Studium der Indize hinaus gekommen ist. Link?

Die Tödlichkeit als Zellgift ist zwar bedenklich, aber in Vitro Labor Bedingungen unter hoher Konzentration über lange Zeit machen auch aus an sich harmlosen Substanzen Gift.

Ich behaupte auch, dass mein Garten trotz regelmäßigem Einsatz von Roundup mehr Insekten eine Heimstätte bietet als ein Hektar landwirtschaftlich genutzter Acker oder ¼ ha Brache. Es kommt halt auf den Umfang mit der Substanz und der Zielsetzung an.

@fathaland

Nun, diese gelben Druckspritzen kann man auch prima für Brennnesseljauche, Schmierseife oder andere selbstgebraute Mittelchen für die Pflanzenpflege verwenden.

Bei meiner letzten Fahrradtour...

...kam ich an einem recht großen Maisfeld vorbei. Das gesamte Feld war von einem immerhin 5 m breiten Streifen mit Sonnenblumen eingerahmt. Umgekehrt hätte ich es zwar noch besser gefunden, doch war das wenigstens der Versuch, unter Verzicht auf einen Teil der Maispflanzenernte den kleinen nektarsammelnden Helferlein des Imkers eine Nahrungsgrundlage zu bieten.

@15:32 von Tarek94

Der Versuch, die räumlich stark begrenzte mechanische Vernichtung von Insekten mit einer flächendeckenden chemischen Schwächung des Bestands gleichzusetzen, ist kein bisschen zielführend.

Für "private Nutzer" verbieten? Das benötigt eine Einordnung.

Wieviel Prozent des Glyphosatverbrauchs machen Privatnutzer aus, verglichen mit gewerblichen Nutzern?

Schlimm, daß so eine Einordnung im Bericht fehlt. Der Artikel schreit ja geradezu danach, daß diese Information notwendig ist, damit sich der werte Leser ein Bild davon machen kann, wie sinnvoll diese Maßnahme ist.

Aber das wird schon seinen Grund haben: Wahrscheinlich würde sonst die Nebelkerze wirkungslos sein.

Gute Idee

mit dem Gift, wird aber nicht viel passieren weil auf andere ausgewichen wird.
Reden wir mal über Windmühlen, die Insekten und Vögel vernichten, und das ist nicht wenig.
Punkt drei wäre das dauernde Mähen, kaum sind Blümchen vorhanden die Nahrung bieten, wieder alles platt gemacht.
Sind also mehr Dinge die geändert werden müssen.
Sich jetzt nur auf Gift begrenzen ist deutlich zu wenig.

17:22, spax-plywood

>>@fathaland
Nun, diese gelben Druckspritzen kann man auch prima für Brennnesseljauche, Schmierseife oder andere selbstgebraute Mittelchen für die Pflanzenpflege verwenden.<<

Kann man natürlich.

Tut man aber eher selten.

Brennesseljauche verstopft auch gern mal die Düse.

@ 17:00 von Hanno Kuhrt

Zitat: "Und die 2018 und dieses Jahr waren wieder deutlich mehr Insekten unterwegs als 2017-da fiel der Mangel wirklich an der Frontscheibe auf."

Sorry, diese Beobachtung teile ich nicht.

Ich lebe auf dem Land und fahre zwangsläufig jeden Tag mit dem Auto.

Meine Frontscheibe mußte auch dieses Jahr nicht gesondert von Insektenleichen befreit werden.

Vor 40 Jahren war das ca. alle 100 km notwendig.

Gruß, zopf.

Entlang meines Gartenzauns habe ich im Frühsommer...

...einen 1 m breiten Streifen meines Grundstücks umgegraben, bisschen aufbereitet und Wildblumensamen ausgesät.
Es ist eine wahre Freude zu beobachten, welche Insektenvielfalt sich auf den diversen Blüten, darunter auch Klatschmohn und Kornblumen, tummeln. Selbst den Distelfalter konnte ich mehrfach beobachten.
Irgendeinen noch so kleinen Flecken werden viele Leute um ihr Haus herum haben. Warum nicht mal ein Tütchen Wildblumensamen darauf ausstreuen und zusehen, was da alles sprießt?
Arbeit fast Null, aber jede Menge Spaß!
Und: Für sowas braucht man nicht die Regierung :-).

17:12, karlheinzfaltermeier

>>Nicht vergessen sollte man auch, so skurril es sich anhört, daß es fast keine "gesunden" bäuerlichen Mitshaufen mehr gibt. Bestes Indiz dafür ist das Aussterben der Schwalben!<<

Den Zusammenhang zwischen Misthaufen und Schwalben erkenne ich jetzt leider nicht so richtig. Helfen Sie mir auf die Sprünge?

Schwalben sterben meiner Meinung nach deswegen aus, weil sie sich zu 100% von kleinen Fluginsekten, also Mücken und so was, ernähren.

@ 17:20 von morgentau19

Zitat: "Es sind nicht nur Insekten, die den Windrädern zum Opfer fallen, sondern auch viele Vögel."

Jep, ca. 100.000 pro Jahr.

An den Fensterscheiben unserer Wohnhäuser sterben jedes Jahr mindestens 18 Mio. Vögel.

Gruß, zopf.

In der privaten Anwendung

In der privaten Anwendung verboten, von den Grosskonzernen, der Land- und Forstwirtschaft massenhaft angewendet? Was bitte soll das? Halbherziger Umweltschutz ist gar keiner. Eine durch Lobbyisten unterminierte Umweltpolitik sieht wohl genau so aus. Undemokratisch bürgerferne Politik. Es schlägt schlichtweg dem Fass den Boden aus, Bürgern im privaten Rahmen zu verbieten, was Konzernen, gierigen Grossbauern und monokulturellen Forstwirten gestattet ist.

17:27, meinungsquirl

>>@15:32 von Tarek94
Der Versuch, die räumlich stark begrenzte mechanische Vernichtung von Insekten mit einer flächendeckenden chemischen Schwächung des Bestands gleichzusetzen, ist kein bisschen zielführend.<<

Doch, ist es.

Wenn man eine ideologische Anti-Windkraft-Agenda fährt.

Man glaubt dann zumindest, dies wäre zielführend.

@Es sind nicht nur Insekten 17:20 von morgentau19

"die den Windrädern zum Opfer fallen, sondern auch viele Vögel."
zu @@17:00 Hanno Kuhrt

Auch Ihnen ins 'mathematische Stammbuch' geschrieben.
Das müsste ja, wäre es zahlenmässig relevant, das Insektensterben sogar dämpfen.

Denn tote Vögel können keine Insekten mehr fressen.
Q.E.D.

Nur der Private

Mehr als der Private fällt ihnen dabei nicht ein? So wie Frau Klöckner es besonders liebt, sollen die tatsächlich Verantwortlichen (Landwirte und Industrie) sich mal selber einschränken. Glaubt das jemand? Bei offiziellen Einschränkungen würde die Landwirtschaft ja noch mehr jammern - trotz höchster finanzieller Unterstützungen.

In den letzten 50 Jahren wurde Jahr für Jahr berichtet, dass die Ernten wieder und wieder schlechter ausfielen. Bei einem solchen Verlauf, müsste man seit Jahren eigentlich gar nichts mehr ernten.

Windkraft und Insektensterben

Zu diesem Thema kann ich den interessierten usern nur den Artikel: "Verursacht Windkraft das Insektensterben ?" bei spektrum de. empfehlen.

Der relativiert die hier alarmistisch vorgetragenen Behauptungen doch sehr.

Gruß, zopf.

17:07, spax-plywood

>>Die Beobachtung der "fehlenden"
toten Insekten an den Windschutzscheiben hat auch viel mit der geänderten Anströmung der Karosse wgn. der Spriteinsparung zu tun.<<

Das höre ich zum ersten Mal.

Ich verkehre in Kreisen, in denen durchaus Autos gefahren werden, die auch schon mal dreißig Jahre alt sein können. Auf den Windschutzscheiben dieser Autos kleben aber auch nicht mehr Insekten.

Glyphosat im Lieblingssaft der Deutschen!

Vom 08.12.2017 · Das Münchner Umweltinstitut hat 14 beliebte Biere auf Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat untersucht und wurde fündig.

gut das man dieses Thema aufgreift

"Glyphosat in der privaten Anwendung verboten werden."
Was soll diese Heuchelei, D war das Zünglein an der Waage, dass die Zulassung in der EU überhaupt verlängert wurde. Aber trotzdem gut, dass man dieses Thema angeht.

Auch als privater Gartenbesitzer kann man viel zur Insektenförderung beitragen. Insektenhotels, richtige Pflanzenwahl anstatt toten Steingärten (diese tragen nur zur Klimaerwärmung bei, pflegeleicht geht auch mit den richtigen Pflanzen).

>>Glyphosat könne man ja erst

>>Glyphosat könne man ja erst verbieten, wenn europaweit die Genehmigung auslaufen, das sei erst 2023 der Fall<<

Das ist nicht richtig!

Nationale Verbote sind möglich!

Frankreich und Österreich haben ein Verbot eingeleitet. Tschechien will es ebenso tun.

https://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/tschechien-will-glyphosat-verbi...

Warum geschieht das nicht in Deutschland?

entscheidet Euch

wollt ihr wirklich die Energiewende mit Insekten Schredder-anlagen (Windkraft ) und chemisch hochgepäppelten Mais Monokulturen (Biogas) umsetzen damit wir auf kosten der Dritten Welt unsere E-Autos fahren können.
Mit Umweltschutz hat das gar nichts zu tun - ehr mit neuen profitablen Businessfeldern.

Roundup - Walter Sparhier

"Ich behaupte auch, dass mein Garten trotz regelmäßigem Einsatz von Roundup"

Bitte überdenken Sie den Einsatz von Roundup im Garten. Auch für Ihre eigene Gesundheit:

https://www.scinexx.de/news/medizin/schaedigt-glyphosat-die-nerven/

Ich lebe auf dem Land

In einem 800 Seelen-Dorf.

Was wirklich auffällig ist, bei uns im Dorf und auch in der Umgebung:

Sobald die Häuser neue Besitze bekommen, werden bestehende Bäume, Sträucher und Blumenbeete entfernt, quasi ein totaler Kahlschlag vorgenommen.

Im Vorgarten kommt eine Plastikplane aufs Erdreich, dann "schöner" Schotter drauf, fertig.
Hinterm Haus, alles raus, Rollrasen drauf, fertig.

Das Mikroklima wird immer schlechter, Vögel und Insekten gibt es kaum noch.

Gruß, zopf.

die fiesen Kleingärtner

Na klar, die vielen Kleingärtner sind's, die den Insekten den Garaus machen! Nicht die Landwirte, die Deutsche Bahn oder andere Großverbraucher, die das Zeug tonnenweise ausbringen. Nein, sie werden verschont, damit deren Bilanzen in Geld weiter positiv sind, auch wenn die Bilanzen für die Natur weiter ins Negative rutschen.

@ Heinz-Jupp

"LOL Soso in der privaten Anwendung soll Glyphosat gestoppt werden? Was ist mit den landwirtschaftlichen (gewerblichen) Anwendungen?" Am 04. September 2019 um 15:39 von Heinz-Jupp

Wenn Sie die klagen in den USA mal durchgehen, dann finden Sie nur Krebsopfer im nicht-landwirtschaftlichen Bereichen.

Woran liegt das?

Ich weiß es nicht.

Mir ist nur aufgefallen, dass (zumindest nach dem, was ich gelesen habe) das Zeug in der Landwirtschaft vielleicht 2x, höchstens 3x im Jahr gesprüht wurde. Die Leute im nicht-Landwirtschaftlichen Bereich haben ihren Rasen und ihre Autoeinfahrt bei jedem kleinen Unkraut eingesprüht.

Ich kann noch einsehen, dass man große Monokulturen nicht mit den Händen vom Unkraut befreien kann, aber für die Autoeinfahrt braucht das nun wirklich kein Mensch. Das kann gerupft werden.

17:40, zopf

>>@ 17:20 von morgentau19
Zitat: "Es sind nicht nur Insekten, die den Windrädern zum Opfer fallen, sondern auch viele Vögel."

Jep, ca. 100.000 pro Jahr.

An den Fensterscheiben unserer Wohnhäuser sterben jedes Jahr mindestens 18 Mio. Vögel.

Gruß, zopf<<

Dieses Jahr an meinem Elternhaus, das nicht einmal sehr große Fenster hat, schon zwei Buntspechte. Die Tauben, Finken, Meisen etc. habe ich gar nicht gezählt.

Vögel verstehen das Konzept "Glas" nicht.

Und wir haben die Fenster sogar mit Greifvogelsilouetten beklebt. Leider mit wenig Erfolg.

17:46 von fathaland slim

17:07, spax-plywood

>>Die Beobachtung der "fehlenden"
toten Insekten an den Windschutzscheiben hat auch viel mit der geänderten Anströmung der Karosse wgn. der Spriteinsparung zu tun.<<

Das höre ich zum ersten Mal.

Ich verkehre in Kreisen, in denen durchaus Autos gefahren werden, die auch schon mal dreißig Jahre alt sein können. Auf den Windschutzscheiben dieser Autos kleben aber auch nicht mehr Insekten.
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Aber Fliegenleichen an Flugzeugen entstehen nach Ihrer Theorie nur beim hangagieren?
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(schieben in die Garage auf 00)

17:42 von artist22

>>Auch Ihnen ins 'mathematische Stammbuch' geschrieben.
Das müsste ja, wäre es zahlenmässig relevant, das Insektensterben sogar dämpfen.

Denn tote Vögel können keine Insekten mehr fressen.<<

Verehrte/r artist22, es ging mir nur darum zu sagen, dass Vögel Opfer von Windräder werden.

Wie viele genau es sind, kann ich nicht sagen. Jedenfalls sind Windräder für´s Federvieh nicht ungefährlich.

Der freundliche Nutzer "zopf" sagte in seinem Kommentar 100.000.
Ob es stimmt, weiß ich nicht. Ich denke eher, sein Kommentar ist ironisch gemeint.

PS. Ich wusste bis eben nicht, dass es ein mathematisches Stammbuch gibt.

Frau lernt nie aus, grins.

die fiesen Kleingärtner

Na klar, die vielen Kleingärtner sind's, die den Insekten den Garaus machen! Nicht die Landwirte, die Deutsche Bahn oder andere Großverbraucher, die das Zeug tonnenweise ausbringen. Nein, sie werden verschont, damit deren Bilanzen in Geld weiter positiv sind, auch wenn die Bilanzen für die Natur weiter ins Negative rutschen.

es ist doch ganz einfach...

gibt den Insekten, überhaupt allen Tieren, ihren Lebensraum mit ihrer Nahrung zurück und diese werden überleben. Wir Menschen sind zu viele, benötigen zu viel der Erde und ruinieren so unsere Erde.

@rOltO

...einfach richtig was Sie schreiben und die Politik macht einfach so weiter wie immer. Keiner ist haftbar und jeder entscheidet etwas was er nicht kennt, wovon er absolut keine Kenntsnisse hat und wie soll das gehen mit diesen miesen Vorraussetzungen ? Ein Großteil der Leute sollte weg und gegen Fachleute getauscht werden.

um 17:59 von doehh

>>
"Ich behaupte auch, dass mein Garten trotz regelmäßigem Einsatz von Roundup"

Bitte überdenken Sie den Einsatz von Roundup im Garten. Auch für Ihre eigene Gesundheit:

https://www.scinexx.de/news/medizin/schaedigt-glyphosat-die-nerven/
<<

Wenn ich mich nicht gänzlich irre, dann ist das aktuelle Roundup glyphosatfrei. Was es nicht automatisch empfehlenswert macht.

Glyphosat und Bienen - fathaland slim

"Glyphosat ist ein Herbizid.

Herbizide töten Pflanzen.

Glyphosat ist nicht insektengiftig."

Glyphosat schädigt die Bienen indirekt über die Darmflora, wodurch sie bei Infektionen kaum Überlebenschancen haben:

https://www.scinexx.de/news/biowissen/glyphosat-schaedigt-darmflora-von-...

@ Giselbert

"Auch als privater Gartenbesitzer kann man viel zur Insektenförderung beitragen." Am 04. September 2019 um 17:51 von Giselbert

Schrebergärten in den Städten tragen zum Insektenerhalt bei (und damit zum Erhalt vieler Vögelarten). Das hat man schon herausgefunden. Das liegt an der Vielfalt der Pflanzen, die man dort vorfindet.

Man sollte auch Schrebergärten schützen.

Momentan wird viel Bauplatz gebraucht und viele Schrebergärten werden liquidiert.

Insekten auf der Scheibe und die Erde ist ein Misch-Leben-Planet

Einigen hier scheinen Insekten auszuweichen - nur auf der Autobahn? Und wer sitzt oben auf den Windrädern und zählt Insektenscheiben?
Insekten haben vielleicht gelernt, dem modernen Homo Sapiens mit angeborener Windschutzscheibe auf der Autobahn auszuweichen, die können nämlich im Flug lernen. Und noch was anderes: Es gibt sogar neue Insektenarten in Deutschland. Aus Asien und anderen entfernten Gebieten eingewandert. Die scheinen sich hier wohl zu fühlen. Immer spannend: das Schlaffzimmer bei heißen Nächten zu lüften (Scheiben auf) und hinterher die neuen Mitbewohner zählen. Habe keine Vögel oder Fledermäuse im Haus. Also muß ich die Leichtgewichte herauskomplimentieren.
Ansonsten steht bestimmt einiges in der Fachliteratur zu diesem Spezialgebiet. Es handelt sich ja nicht um Politik. Deshalb habe ich hier so meine spezielle Meinung kundgetan.
Mit der Natur sieht es aber generell schlecht aus, die wird mit mehr als nur Glyphosat bekämpft. Den meisten juckt's trotzdem nicht, nein.

@ Longjogger

"es ist doch ganz einfach..." Am 04. September 2019 um 18:04 von Longjogger

Ist es nicht. Die Bevölkerung wächst, auch in Deutschland. Da ist nix mit "gibt der Natur zurück". Geben Sie mal Platz zurück. Sie nehmen auch welchen ein, da auch Ihre Lebensmittel irgendwo angebaut und hingefahren werden.

Aber hier machen alle nur Panik wegen dem demographischen Wandel (obwohl heute eine Maschine so viel Arbeit erledigt, wie früher Dutzende von Kindern) und will dauernd nur mehr und mehr junge Leute.

Windräder?

Windräder sind in der Diskussion um das Insektensterben ein echter Nebenkriegsschauplatz. Selbst wenn man an einem Windrad Mengen toter Insekten findet, so ist es doch dank der vergleichsweise kleinen Zahl an Windrädern nicht die Ursache für einen generellen Rückgang der Insekten.
In Summe sterben sicherlich mehr Insekten an Windschutzscheiben oder Straßenlaternen und auch die rotten die Insekten (und Vögel) nicht aus.
Das Problem ist tatsächlich die (industrielle) Landwirtschaft mit endlosen Monokulturen, keinerlei Feldgehölzen, eintönigen überdüngten Wiesen, die häufig gemäht werden und am Ende auch Insektiziden (was Glyphosat übrigens nicht ist).
Die Regel lautet, je eintöniger die Landschaft und damit die Pflanzenwelt, desto weniger Tier(arten) gibt es da. Wenn Insekten in so einer Landschaft zahlreich sind, dann ist es häufig eine Art, die ein Schädling der hauptsächlich angebauten Pflanze ist.
Vergessen wir bei den Monokulturen die Fichtenacker nicht, die Wald genannt werden.

Die Union und Veränderungen….

Solange die Union das Agrarministerium führt, wird die notwendige Agrarreform zur Verbesserung von Artenschutz und Klimaschutz verhindert.
Solange die Union das Verkehrsministerium führt, wird die notwendige Verkehrswende zum Klima- und Verbraucherschutz ausgesessen.
Solange die Union für die Pflege zuständig ist, wird sich die Lage der Pflegekräfte nicht verbessern.
Solange die Union für den Wohnungsbau zuständig bleibt, werden die Mieten weiter durch die Decke gehen.
Das Motiv ist in allen Fällen das gleiche: Profit der Unternehmen geht über die Interessen der arbeitenden Menschen.

@fathaland slim 17.39

Schwalben nehmen Material aus Misthaufen oder feuchten Dreck zum Nestbau. Kann man mit Betonnisthöhlen unterm Hausdach nachhelfen, weil es ja mittlerweile auch kaum mehr feuchten Dreck in den Dörfern gibt. Allerdings kann da die Hausfassade durch Schwalben verunreinigt werden. Mein Vater hatte immer Nistkästen angebracht und es gab immer brütende Paare und Nachwuchs- herrliches Bild! Und nachdem die Schwalben auch dieses Jahr wieder kamen und Junge haben scheint es zumindest um Stuttgart noch genügend Futter für sie zu geben

@ 18:01 von fathaland slim

Die meisten toten Vögel wirst Du gar nicht bemerken, die holt die Katz (oder sonst ein Resteverwerter), können noch ein wenig weghüpfen/-flattern oder der Wind weht sie einfach weg.

Die Greifvogelsilhouetten nützen sehr wenig bis gar nichts, die Vögel erkennen keinen Greifvogel sondern nur einen dunklen Fleck.
Es gibt kleingemusterte Folien, die Vögel wirklich abschrecken sollen, aber die sehen so richtig ... aus.

Auch Menschen übersehen Glastüren ja gerne, manchmal mit fatalen Folgen.

Gruß, zopf.

16:58, Wielstadt

>>@16:47 von fathaland slim
"Nicht der Stoff Glyphosat ist das Problem, sondern das Prinzip, welches dahintersteckt."

Völlig richtig.

Für mich ist die entscheidende Frage, ob es sich beim Verbot von Glyphosat um einen Anfang handelt, der gemacht wird - oder um eine Beruhigungspille, um nicht handeln zu müssen.<<

Ihre Befürchtung teile ich zu 100%

Glyphosat wird wohl verboten, und dann nimmt man eben zu anderen, womöglich giftigeren Mitteln Zuflucht.

Aber diese ganze Glyphosatdiskussion ist derart emotional aufgeheizt, daß "die Politik" gar nicht anders kann, wenn sie nicht die Erzählung von der Volksferne und Lobbygesteuertheit befeuern möchte.

>>Vielleicht weiß das Landwirtschaftsministerium das selber nicht so genau.<<

Und was noch bitterer ist: ich bezweifle auch, daß das Umweltministerium hier wirklich versteht, worum es wirklich geht.

Glyphosat und Phosphoreintrag

Diesem Thema wird zu wenig Beachtung geschenkt:

Glyphosat hat große Mengen Phosphor in sich. Dieses löst sich schnell im Wasser und sorgt für eine Überdüngung der Böden und Gewässer.

"Der Phosphoreintrag durch das Herbizid bewege sich inzwischen in einem ähnlichen Mengenbereich wie die bereits regulierten Einträge beispielsweise durch Tenside.

Doch im Gegensatz zum Dünger gibt es bisher keine Beschränkungen für den Phosphoreintrag durch das Herbizid." - aus dem scinexx Artikel:

https://www.scinexx.de/news/geowissen/glyphosat-unterschaetzte-phosphors...

um 18:07 von Ist Wahr

>>
Habe keine Vögel oder Fledermäuse im Haus. Also muß ich die Leichtgewichte herauskomplimentieren.
<<

Ich kann mit Fledermäusen im Dach dienen. Eine Fledermaus frisst bis zu 1.000 Mücken pro Tag, was man in Hausnähe durchaus angenehm merkt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass so eine einzelne Fledermaus einem Windrad durchaus Konkurrenz machen kann. An 1.000 Mücken auf der Windschutzscheibe kann ich mich auch nicht in Bezug auf lange Autobahnfahrten und vergangene Jahrzehnte erinnern.

@ Ich wusste bis eben nicht, 18:03 von morgentau19

"dass es ein mathematisches Stammbuch gibt."

Das war auch in erster Linie an meinen Kommentar zu @17:00 Hanno Kuhrt gerichtet,
in dem ich aus der umstrittenen DLR Studie zitierte.
Aber selbst die ging davon aus:
400 000t tote Insekten jährlich durch Vögelfrass.
1200 t durch Windräder.
Jeder der zusammenzählen kann, bemerkt die Relevanz.
Leider wurde dieser Link wieder mal entfernt.
Die Fakten jedenfalls stimmen.

Ich hoffe, sie können zählen. Dann nehme ich alles zurück ;)

@ fathaland slim, um 17:39

re 17:12, karlheinzfaltermeier

Auch Fliegen zählen zu den Fluginsekten. Ihre bevorzugte Brutstätte war einst der bäuerliche Misthaufen, heute muss oft der Inhalt der Braunen Tonne herhalten.

17:43 von zopf

>>Zu diesem Thema kann ich den interessierten usern nur den Artikel: "Verursacht Windkraft das Insektensterben ?" bei spektrum de. empfehlen.

Der relativiert die hier alarmistisch vorgetragenen Behauptungen doch sehr.<<

In der Überschrift steht bereits, dass die Folgen bisher kaum untersucht wurden!

Was wollen sie mit diesem Artikel jetzt sagen?

Fakt ist wohl, dass Windräder ihren - wenn vielleicht auch kleinen Beitrag- zum Insektensterben leisten.

Noch ein Satz zum Beitrag:

Das derzeitige Thema ist "Umwelt", alle und jeder will, dass die Menschheit sich nicht zugrunde richtet.
Ergo soll gehandelt werden.

Glyphosat ist für Tier und Mensch hoch gefährlich und die Herstellung muss eingestellt werden!

(Quelle: Dietrich Klinghardt, auf yt)

Was soll man da lange diskutieren?

Hier muss nicht bis 2023 gewartet werden, sondern sofortiges Handeln ist angesagt.

Andere EU-Länder tun es bereits.

Warum ist das in Deutschland nicht möglich?

@Nebellicht

"Mit Umweltschutz hat das gar nichts zu tun - ehr mit neuen profitablen Businessfeldern."

Das schließt sich nicht aus. Ganz im Gegenteil:
Umweltschutz ist das profitable Business der Zukunft!

Glyphosatfrei? - Klärungsbedarf

"Wenn ich mich nicht gänzlich irre, dann ist das aktuelle Roundup glyphosatfrei. Was es nicht automatisch empfehlenswert macht."

Der Artikel und die Studie dazu sind vom Ende letzten Jahres. Ihre Aussage überrascht mich daher.

UNTRAGBAR!

"Glyphosat könne man ja erst verbieten, wenn europaweit die Genehmigung auslaufen, das sei erst 2023 der Fall, so Schulze. "
Ja, und daß die Genehminung erst 2023 ausläuft, haben wir Frau Klöckner und Christian Schmidt zu verdanken. Jetzt gibt Frau Klöckner damit an, daß sie was für die Insekten tut, indem sie die Nutzung im privaten Bereich einschränkt, die nur einen kleinen Teil der Umweltbelastung ausmacht. Für wie dumm halten die Leute uns eigentlich? Diese Frau ist als MInisterin untragbar. Ich finde, daß Minister für solche Entscheidung zivil- und strafrechtlich haften sollte.

@ 18:06 von doehh

Ist es nicht so, dass den Bienen durch den Einsatz von Glyphosat schlicht die Nahrungsgrundlage entzogen wird, weil halt alles was unerwünscht grünt und blüht, hingemacht wird? Das mit der Darmflora war mir neu, danke für den Hinweis.
Mich erinnert das fatal an die chemischen Zeckenmittel (“Spot-on“), die man vornehmlich Hunden auf die Nackenhaut tropft. Die Mittel sollen Zecken nach dem Stechen töten, weil die das Gift mit dem Blut aufnehmen.
Allerdings muss die Leber des Hundes das Zeugs abbauen - und nicht selten wird sie dadurch geschädigt. Was - und da schließt sich der Kreis - von den Herstellern bestritten wird.
Keiner meiner Hunde kriegt das.
Sorry - bin etwas vom Thema abgekommen.

17:46 von fathaland slim

«Ich verkehre in Kreisen, in denen durchaus Autos gefahren werden, die auch schon mal dreißig Jahre alt sein können. Auf den Windschutzscheiben dieser Autos kleben aber auch nicht mehr Insekten.»

Und auf der Windschutzscheibe meiner rollenden rechteckigen Blechdose "Land Rover Santana" (Bauj. 1999, cw-Wert = Ziegelstein) kleben auch so gut wie keine Insekten mehr.

Das war Mitte der 1980-er / Anfang der 1990-er ganz anders, als meine rollende rechteckige Blechdose noch ein VW-Bully war.

Das war in / um Köln anders.
War anders in den Mittelgebirgen in DEU.
War anders in den Bergen in Bayern.
War anders im Flachland von Meck-Pomm (nach 1990).

Ich "erwische" mit meinem Landrover nicht nennenswert mehr Insekten bei der Fahrt mit ≈ 110 km/h auf der Autobahn. Als meine Freundin mit ihrem cw-Wert optimierten VW-Beetle bei ≈ 130 km/h auf den gleichen Strecken.

Bessere cw-Werte mögen zu weniger "Platsch" auf Winschutzscheiben beitragen. Aber nicht so sehr, wie "Platsch" weniger wurde …

Nur privates Glyphosat verbieten? Ein schlechter Witz.

Auch für Profi-Landwirte gibt es Alternativen. Solange nicht zweifelsfrei bewiesen ist, dass Glyphosat unbedenklich ist, sollte es einfach nicht erlaubt sein. Für niemanden.

Im Übrigen könnte unsere Landwirtschaftsministerin auch etwas gegen die riesigen Mais- und Rapsteppiche tun, deren Ernte eh nicht zur Nahrungsmittelerzeugung gedacht ist. Wenn sie wirklich die Insekten schützen wollte, würde sie Lebensräume schaffen. Das würde allerdings Geld kosten.

Man sollte nicht vergessen dass...

der Spuk längst ein Ende haben könnte. 2017 stimmte der CSU Politiker Schmidt unerwartet für eine Verlängerung der Zulassung auf EU-Ebene und diese Stimme war ausschlaggebend. Man muss nicht PR-mässig eine Tafel dekorieren um auf dieses Problem hinzuweisen. Die "Privatpersonen" haben das schon grösstenteils mitbekommen und sind, glaube ich, nicht traurig wenn sie darauf verzichten müssen. Unionspolitiker sind da halt anders. Ich wünsche Svenja Schulze und Julia Klöckner viel Erfolg bei den Gesprächen. Der heisst dann Harmonie oder so ähnlich. Gäähn.

@fathaland slim um 17:39Uhr

Man soll ja angeblich nicht mit seinem Alter kokettieren, aber ich tue es trotzdem! In meinem Aufwachsen in unmittelbarer Nähe eines Bauernhofes, der noch keine Massentierhaltung betrieb, sondern an die 4 - 6 Kühe im Stall hatte, sah ich oft zu und durfte auch mithelfen, wenn die Boxen "ausgemistet wurden. Bestandteile waren dann der übliche Dung und Stroh, manchmal gemischt mit trockenem Laub. Wenn der mit dem Schubkarren auf den Misthaufen gefahren wurde, gab es dort eben nicht nur die üblichen "Mistfliegen" und die im Stall nistenden Schwalben kurvten in relativ engem Umkreis umher. Möglicherweise fühlten sich auch Mücken von "gesunden" Misthaufen angezogen?

@ 18:03 von morgentau19

Zitat: "Der freundliche Nutzer "zopf" sagte in seinem Kommentar 100.000.
Ob es stimmt, weiß ich nicht. Ich denke eher, sein Kommentar ist ironisch gemeint."

Nein, da war keinerlei Ironie im Spiel, ich hab kurz nach der letzten Eiszeit mal ein Bio-Diplom erworben und recherchiere solche Fakten sehr ernsthaft.

Die 100.000 toten Vögel für die veraltete Zahl von 20.000 Windräder (heute sind es ca. 27.000) stammt aus Hochrechnungen des Bund für Naturschutz.

Eine Studie zum Vogeltod an Fensterscheiben kommt zu 1 - 10 tote Vögel pro Wohnhaus/Jahr (Wohnhaus wohlgemerkt, nicht verspiegelter Büroturm, nicht verglastes Bushaltestellenhäuschen, die kommen noch obendrauf). Vielleicht interessiert sie der Artikel "BMBF schützt Vögel vor unsichtbarem Tod".

In DE gibt es ca. 18 Mio. Wohnhäuser, die 18 Mio. toter Vögel sind in dem Fall also die Minimalzahl, während der Bund für Naturschutz die errechnete Höchstzahl angibt.

Gruß, zopf.

https://www.scinexx.de/news/m

https://www.scinexx.de/news/medizin/schaedigt-glyphosat-die-nerven/

Ich zitiere das Fazit aus der Studie:

"Die Ergebnisse der Studie können nicht unmittelbar auf den Menschen übertragen werden. Es besteht aber die Möglichkeit, dass eine dauerhafte Aussetzung mit glyphosathaltigen Präparaten wie Roundup periphere Nervenerkrankungen begünstigen kann“

Auf dass ich nicht falsch verstanden werde: ich bin eigentlich ein Öko und ernähre mich wo möglich von Bio- Lebensmitteln. Ich möchte nur mehr Sachlichkeit in die wieder Mal medial inszenierte Diskussion bringen.
Ich schließe mich dem schon vielfach genannten Argument an, dass Glyphosat in der Landwirtschaft nicht kriegsentscheidend ist, sondern dass der Weg zur Diversität vielfältig ist.
Wer in den frühen 90er Jahren Mal die vernachlässigten lw. Flächen Osteuropas gesehen hat, der hat erkannt, dass Landwirtschaft AN SICH der Feind der Natur ist. Denn wenn diese ein paar Jahre in ihrem Effektivitätsstreben aussetzt, entsteht Vielfalt.

17:08 Peter Kock

"Die aktuelle Landwirtschaftsministerin wird auch hier nichts bewegen......."

Das befürchte ich auch genau wie die aktuelle Kanzlerin die auch schon Umweltministerin war. Suchen sie sie mal die Aussagen und Ankündigungen der damaligen Umweltministerin und heutigen Kanzlerin her aus und was sie bis heute in diese Richtung bewegt hat und sie werden staunen da war nix da ist nix und es wird auch mit diesen immer gleichen Akteuren nix werden. ( ausser heißer Luft und Geschwurbel)

Glyphosat ist mit Sicherheit

Glyphosat ist mit Sicherheit nicht allein am Insektensterben verantwortlich, aber ich bin trotzdem froh, dass es zumindest für Privathaushalte jetzt verboten werden soll, denn im Gegensatz zu den Landwirten können die meisten privaten Nutzer damit überhaupt nicht umgehen. Jegliche Gifte haben im Privatgebrauch nichts zu suchen, nicht umsonst muss man im Gewerbe erst lernen, wie und wo man sie einsetzen darf.
Was im Übrigen aber nicht heißen soll, dass ich den Einsatz in der Landwirtschaft befürworte. Passieren müsste allerdings noch viel viel mehr.

Warum wird kein sofortiges Verbot ausgesprochen?

Das Zeug ist gesundheitsschädlich! In so einem Fall ist sofort zu handeln! Unfassbar, dass man sich 4Jahre Zeit nimmt.

15:32 von Tarek94

«Was ist denn mit den Tonnen von Insekten die durch Windkraftanlagen geschreddert werden? Ist da auch etwas angedacht um das Insektensterben zu stoppen?»

Habe diesen Artikel mal zum Anlass genommen, ein wenig in meiner Suchmaschine "zu spielen". Mit Begriffen wie: "Flughöhen Insekten",
"Insekten in höheren Luftschichten", "Insekten Flugwanderung".

Gestoßen bin ich in erster Linie auf einen interessanten Artikel unter:

«https://www.tagesspiegel.de/wissen/tierwanderung-in-grosser-hoehe-billionen-insekten-ziehen-durch-die-luefte/19177622.html»

Der Artikel ist über den Zug von Insekten über Süd-England.
Verweist zu weiteren Details auf das Fachmagazin "Science“
(Band 354, Seite 1584).

Die untersuchten Flughöhen der Insekten (Radar-Messungen) sind die Höhe von 150 - 1.200 m über dem Erdboden / dem Meeresspiegel.
Erstaunlich große Menge an Insekten "dort oben".

Das sind aber・nicht (!)・die Höhen, in denen WKA Insekten "schreddern" könnten. Wofür Sie ja keine Quelle angeben …

15:42 von guggi

Ich glaube, sie ignorieren die Gerichtsverfahren in den USA, die erkrankte Menschen, erfolgreich, gegen Monsanto führen. Warum kommt es dann zu Schmerzensgeldzahlungen, wenn das Mittel, wie sie sagen, nicht gesundheitsschädlich ist? Man kann die Augen auch weiterhin schließen und sich der sauberen Auto Windschutzscheiben erfreuen, aber was Insekten schadet, schadet auch dem Menschen!!

Placebogesetz

Das Verbot für den privaten Gebrauch ist ein reines Placebo. Wir tun mal so als ob wir was tun.
Hoffentlich geht diese Bevölkerungsberuhigungsgesetzgebung nicht durch.

18:06, doehh Glyphosat und Bienen -

Die Studie kannte ich noch nicht.

Erstaunlicherweise wurde sie zeitgleich vor etwa einem Jahr in den verschiedensten Medien thematisiert, dann nicht mehr.

Ich werde Nachforschungen anstellen:=}

Gruß,

FS

Die angebliche Rolle der Windkraft

Der BUND, dem man doch sicher ein gewisses Interesse an Naturschutz bescheinigen würde, ist recht deutlich: www.bund-rvso.de/insektensterben-windenergie-windraeder.html

Da mein letzter Kommentar zur "Deutschen Wildtier Stiftung" (die als einer der wenigen der Windkraft eine maßgebliche Rolle beim Insektensterben zuschreiben) gesperrt wurde, bitte ich darum, die Kritik bei Wikipedia selbst nachzulesen.

@ 18:19 von morgentau19

Zitat: "In der Überschrift steht bereits, dass die Folgen bisher kaum untersucht wurden!

Was wollen sie mit diesem Artikel jetzt sagen?"

Eben, daß da noch gar nichts wirklich untersucht wurde und bislang kein Grund zur Verteufelung der WKA besteht, insbesondere wenn Sie den Teil lesen, in dem beschrieben wird, daß es wohl meist Insekten mit extrem hoher Vermehrungsrate trifft.

Zitat: "Was soll man da lange diskutieren?

Hier muss nicht bis 2023 gewartet werden, sondern sofortiges Handeln ist angesagt."

Das bringt Ol' Fatha im Kommentar: 16:47 von fathaland slim auf den Punkt. Lesen Sie den mal, es lohnt sich.

Nichtsdestotrotz bin auch ich für ein Verbot von Glyphosat, aber eben nicht nur von Glyphosat.

Gruß, zopf.

@ 16:37 von fathaland slim

„ Das Insektenaussterben ist aber ausschließlich auf die Vernichtung von Lebensraum und Nahrungsgrundlage zurückzuführen.“

Völlig korrekt.
Wir selbst haben bei uns Wildblumen gepflanzt, Bienenhotels eingerichtet, den Erfolg sieht man, hier sind mittlerweile wieder viel mehr in der Luft unterwegs.
Man kann da auf jeden Fall was dran tun.

Alle Seiten der Medaille betrachten, auch den Rand

Jeder hat eine eigene Meinung und das ist gut so. Wäre jedoch schön, wenn jeder sich immer mal wieder hinterfragt, ob er vllt. zu einseitig informiert ist!

Landwirtschaft hat maßgeblichen Einfluss auf die Umwelt, aber wird diese aktuell zurecht zum Haupttäter gemacht?!? Landwirte erzeugen die Mittel zum Leben für alle anderen, jede andere Produktion ist Luxus.
Die Landwirtschaft ist lebensnotwendig für den Menschen, muss dafür aber zwangsläufig in die Natur eingreifen.
Hauptaufgabe der Landwirtschaft ist es die Bevölkerung zu ernähren und auch wenn es Negativbeispiele gibt, tut sie es heute so qualitativ wie nie, trotz des großen Preisdrucks.

Eine Ökologisierung kann ein Ziel oder gesellschaftlicher Konsens sein, jedoch wird er den Lebensmittelimportbedarf erhöhen. Und das Übermaß an Auflagen, wird das Höfesterben(gerade der kleinen) beschleunigen, oder glaubt ihr auch nur ein Landwirt hat schon mal aus Reichtum den über viele Generationen geführten Familienbetrieb geschlossen?!?

Es ist schon viel zu spät für verordnete Programme,

denn bis die entsprechenden Gesetze beschlossen UND abgesegnet worden sind gehen wieder einige Jahre ins Land.

Inzwischen wird auch den letzten Insekten der Garaus gemacht, da Nikotinoide verschiedenster Art ihr Unwesen im Nervensystem der Insekten treiben. Es gibt auch hier einen gewissen Kipp-Punkt, ab dem es zu spät ist, einzugreifen.

Die verschiedenen Agrarminister/innen aus der (vorwiegend) CDU/CSU haben in den letzten Jahrzehnten nur für die Agrarlobby gearbeitet und die Agrarwirtschaft industriealisiert (siehe Seehofer ab 2005). Insekten und sog. Unkraut waren da eher lästig und wurden mit Stumpf und Stiel mit Chemie bekämpft.

Dass ausgerechnet Frau Klöckner (CDU) nun so tut, als wolle sie zusammen mit Frau Schulze (SPD) die Umwelt retten, das grenzt schon an Unverschämtheit, denn bisher hat sie sich gegen alles in dieser Richtung gewehrt. Sie ist nicht mal willens, die sehr sinnvolle Lebensmittel-Ampel einzuführen, obwohl viele europ. Länder dies schon realisiert haben.

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