Ihre Meinung zu: Evangelische Kirche beteiligt sich an Seenotrettung

12. September 2019 - 12:05 Uhr

Die Evangelische Kirche (EKD) will mit anderen Organisationen ein Schiff für die Seenotrettung im Mittelmeer kaufen. Das Sterben könne nicht hingenommen werden, betonte der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm.

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Kommentare

Recht so !

Endlich zeigt mal Jemand Flagge ! Es ist eine grundsätzliche Sache, Menschen in Not zu helfen. Das hier die Kirche mal wieder Akzente setzen muss um der Allgemeinheit eine kleine Lektion in Menschlichkeit zu geben ist eben nur richtig. Das ist es, was ich von den Kirchen der Welt erwarte. Akzente setzen im Sinne der Menschlichkeit. Nur gut, dass sich das italienische Großmaul Salvini aufgrund seiner Dummheit selbst aus dem Rennen genommen hat. Somit hätte die neue Regierung die Möglichkeit, eben solche Aktionen wie jetzt durch die ev. Kirche Deutschlands mitzutragen. Hoffe auf diesen Zug (Schiff) springen noch mehr auf!

Lager in Griechenland

"Die EU unterstütze nach wie vor die libysche Küstenwache, die Flüchtlinge völkerrechtswidrig nach Libyen zurückbringe, sagte Christoph Hey, Projektleiter der Ärzte ohne Grenzen in Libyen. Die Umstände in den dortigen "Internierungslagern" seien "entsetzlich": Mangelernährung, unerträgliche hygienische Bedingungen, die Menschen würden "regelrecht zusammengepfercht"."

Die Lager in Griechenland sind kein bißchen besser. Und anders als Libyen hat Griechenland von der EU 2 Mrd. € speziell für die Flüchtlinge bekommen. Warum kommt nichts bei den Menschen an? Wo ist das Geld geblieben? Hier sollte die Kirche auch mal aktiv werden. Rettung alleine genügt nicht. Die Unterbringung ist genauso wichtig.

"[...]Die EKD folgt damit

"[...]Die EKD folgt damit einer Resolution des Evangelischen Kirchentages, der im Juni in Dortmund stattgefunden hatte. Dass Menschen ertrinken und sterben, könne von niemandem hingenommen werden, forderte Bedford-Strohm. Egal aus welchen Gründen Menschen in Lebensgefahr seien, bestehe die Pflicht zu helfen. "Not hat keine Nationalität", betonte der bayerische Landesbischof bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern von Ärzte ohne Grenzen, der Organisation Sea-Eye, der Seebrücke und dem Oberbürgermeister von Potsdam, Mike Schubert.[...]"

Ein starker Satz: Not hat keine Nationalität. Dem ist nichts hinzuzufügen.

die christlichen Werte unseres Landes

Endlich hat die Menschlichkeit mal eine Stimme.

Jedoch: unterstützt man dadurch nicht den Menschenhandel und spielt den Schleppern in die Hände?

Bin zwiegspalten.

Für die Gemeinden ist kein Geld da,

aber man will sich lieber Publikumswirksam als Seenotretter etablieren. Es gibt so viele Aufgaben in den Gemeinden wie Senioren - und Jugendarbeit wo überall aus Finanziellen Gründen Stellen gestrichen werden. Die Kirchenfürsten dürfen sich nicht wundern wenn immer mehr Menschen der Kirche den Rücken zukehren.

Was für eine Symbolpolitik.

Was für eine Symbolpolitik. Die ev. Kirche hätte die Mittel für diesen Zweck auch 5 oder 10 Schiffe zu kaufen. Eine Lösung des Problems ist das sicher nicht. Es könnte eher den pull Effekt verstärken.

Wo bleiben

die Katholische Kirche,
russisch-orthodoxe Kirche,
Zeugen Jehovas und andere Freikirchen,
muslimische religiöse Organisationen usw.
und so weiter und so weiter....
im Namen der Menschlichkeit bzw. Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe.

Ein großes Lob !!

Danke an die Evangelische Kirche, das ist etwas großartiges was die machen.

Ich glaube, ich werde wieder in die ev. Kirche eintreten!

Es wird höchste Zeit gegen die Verbrechen gegen die Menschlichkeit dert europäischen Staaten vorzugehen. Gott sei Dank bereitet sich ein Rechtsanwaltszusammenschluss vor, um Merkel und andere europäische Staatschefs in den Haag anzuklagen.

Juristische Fragen

Die juristischen Fragen für die Evangelische Kirche Deutschlands als Körperschaft des öffentlichen Rechts wurden bestimmt schon vorab geklärt. Die Aufnahme geretteter Menschen und Betreuung nach dem Kirchenasyl in Deutschland wäre der nächste logische Schritt. Die Komplexität des Unterfangens der Seenotrettung erfordert für meine Begriffe das Durchdenken des gesamten Verlaufes dieser Aktivität: die Seenotrettung selbst ist nur ein Einzelschritt in dem gesamten Prozess.

Wieso muss die eu dabei

Wieso muss die eu dabei zusehen, wie privatleute ständig eigene aussenpolitik betreiben?
Diese seenotrettung gehört in staatliche hand.

@ pxslo, 18:34, um 12:32

“...Wo ist das Geld geblieben? Hier sollte die Kirche auch mal aktiv werden...“

Das ist nicht Aufgabe der Kirche, hier ist die Politik, sind die Geldgeber gefragt.

@my comment

"Endlich hat die Menschlichkeit mal eine Stimme.

Jedoch: unterstützt man dadurch nicht den Menschenhandel und spielt den Schleppern in die Hände?

Bin zwiegspalten."

Sie schreiben doch selbst, Menschlichkeit hat mal eine Stimme. Ihr zwiegespaltenes Gefühl kann ich so nicht nachvollziehen. Was wäre denn die Alternative? Flüchtlinge versuchen es so oder so über das Mittelmeer. Sie haben es vorher getan, bevor Rettungsschiffe im Mittelmeer kreuzten und sie werden es weiter tun. Das Schlepperwesen bekämpft man nicht, in dem man Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken läßt. Versetzen Sie sich doch mal in die Lage dieser Menschen, wie schlecht es denen gehen muß, wenn sie für die Flucht sogar das Risiko zu ertrinken in Kauf nehmen. Einfach so zum Vergnügen verläßt niemand seine Heimat mit solch einem Damoklesschwert über dem Kopf.

Was hat die EKD im Mittelmeer zu suchen?

Heißt es nicht: Evangelische Kirche Deutschlands? Gibt es nicht genug Möglichkeiten, in Deutschland - auch für schon vorhandene Flüchtlinge - Hilfsgelder einzusetzen? Warum wehrt sich niemand dagegen, daß Steuergelder dermaßen zweckentfremdet werden?

12:35 von my comment "Jedoch:

12:35 von my comment
"Jedoch: unterstützt man dadurch nicht den Menschenhandel und spielt den Schleppern in die Hände?

Bin zwiegspalten."

Ganz einfache Loesung. Akzeptieren des Widespruches. Tun wir doch tagtaechlich, kann ja nicht so schwer sein. Benutzen Autos - Umweltzerstoerung. Akzpetiert. Essen Fleisch, hm, lecker - Massentierhaltung. Akezptiert. Die Liste ist endlos. Einzige Loesung: Tun, was richtig ist: Kein (kaum) Auto, kein (kaum) Fleisch. Leute retten. Vorm ertrinken. Was man eben so kann. Niemand verlangt eine Weltrettung oder ein Verrenken bis zur Selbstaufgabe. Erkenntnis der wahren Werte (Menschlichkeit) und der eigenen Unvollkommenheit ist der Schluessel. Eine Rasse, die zum Ueberleben die Menschlichkeit ueber Bord wirft, hat das Ueberleben nicht verdient. Gilt fuer jeden Einzelnen, m.M.n. Aber auch da hilft dann: Ertragen des Widerspruchs, weiterleben. Sehr praktisch.

@Werner40

"
Am 12. September 2019 um 12:36 von Werner40
Was für eine Symbolpolitik.

Was für eine Symbolpolitik. Die ev. Kirche hätte die Mittel für diesen Zweck auch 5 oder 10 Schiffe zu kaufen. Eine Lösung des Problems ist das sicher nicht. Es könnte eher den pull Effekt verstärken."

Niemand behauptet, daß die Rettung von Menschen Probleme löst. Und der oft zitierte angebliche Pull-Effekt ist ein Ammenmärchen. Diesen Menschen geht es so schlecht, daß sie lieber das Risiko in Kauf nehmen im Mittelmeer zu ertrinken als nur einen Tag länger in ihrer Heimat zu bleiben. Sie kommen, so oder so.

Ich hätte dies auch gerne ...

... auch von "meiner" katholischen Kirche erwartet. Also mehr Taten nach all den vielen Worten. Kirche muss unbequem sein, solange der reiche Norden die schlicht hilfsbedürftigen Menschen am langen Arm verhungern lassen will.

@von gerlos

"Was hat die EKD im Mittelmeer zu suchen?"

>Symbolpolitik.

In Afrika sterben jedes Jahr 20 Mio. Menschen an Hunger und verschmutztes Wasser. Wo ist da die EKD?

Ich werde aus der kirche

Ich werde aus der kirche austreten. Meine interessen werden absolut nicht mehr vertreten.
Für fie kirchen gäbe es hier genug zu tuen. Seenotrettung ist nich deren aufgabe. Das gehört in staatliche hand.

Genau

das ist der Grund weshalb ich nicht mehr zur Kirche gehe.
In der Politik hat kein Glaube etwas zusuchen.
Glaube ist reine Privatsache.

Evangeliche Kirche sollte sich raushalten

Die Evangeliche Kirche in Deutschland hat Mitglieder von allen poltischen Parteien. Die Kirche sollte für alle da sein und sich nicht so eindeutig links positionieren. Es ist auch die Frage, ob durch die Seenotrettung wirklich weniger Menschen sterben?

@gerlos

"
Am 12. September 2019 um 12:48 von gerlos
Was hat die EKD im Mittelmeer zu suchen?

Heißt es nicht: Evangelische Kirche Deutschlands? Gibt es nicht genug Möglichkeiten, in Deutschland - auch für schon vorhandene Flüchtlinge - Hilfsgelder einzusetzen? Warum wehrt sich niemand dagegen, daß Steuergelder dermaßen zweckentfremdet werden?"

Vielleicht, weil man sich gegen Menschlichkeit nicht wehren sollte? Im übrigen ist die EKD keine patriotische Veranstaltung, auch wenn die Organisation "Deutschland" im Namen trägt. Im Artikel steht es doch: "Not hat keine Nationalität", sagte Bedford-Strohm zu Recht. Was bitte schön ist daran nicht zu verstehen.

12:42 von Superschlau "Wieso

12:42 von Superschlau
"Wieso muss die eu dabei

Wieso muss die eu dabei zusehen, wie privatleute ständig eigene aussenpolitik betreiben?
Diese seenotrettung gehört in staatliche hand."

Und hier kommt wieder, bzw. z.B. der katastrophale Zustand der deutschen Rettungshelikopterflotte oder Floettchens, des Seenotrettungswesens in's Spiel. Und Kirche btw. ist eigentlich nicht in dem Sinne als Widerpart/Alternative
"privat".

Nein

schlepper werden damit NICHT unterstützt.
Das ist widerlegt und wird nur von den rechten Pfosten als verlogener Populismus genutzt.
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/hintergrund/ngo-fluechtlinge-mitt...
Und es ist doch total logisch. Wer bringt sich in Lebensgefahr um auf Retter zu warten, wo nur ne Handvoll Leute vom gesamten gerettet werden? Das macht man NUR DANN wenn die Gefahr an Land noch größer ist. Und wenn sich Schlepper melden, die sagen: Da ist nen undichtes olles Boot auf dem Meer, ist es auch keine Zusammenarbeit. Soll man sagen: Wir arbeiten nicht mit euch zusammen und daher müssen nun 50-60 Leute ertrinken oder soll man sagen: Ja, wir retten bevor die kriminellen sie absaufen lassen?
Das Geld haben die Schlepper bereits - die Menschen sind denen also egal. Den NGOs ist Geld egal und nicht der Mensch.

12:35 von hesta15

dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich an! leider kann ich das nicht in so schöne worte kleiden!

@12:45 von Anderes1961

Die Alternative wäre, im Krisenland anzusetzen und dort Korruption und Misswirtschaft in einem Masse einzudämmen, das dem Kleinen ein humanes Leben möglich ist.

Aber alle zu uns bringen kann nicht die Lösung sein.

@ 12:48 von gerlos

"Warum wehrt sich niemand dagegen, daß Steuergelder dermaßen zweckentfremdet werden?"

Ich zahle Kirchensteuer. In meinen Augen ist das Geld gut angelegt! Es ist zudem wichtig, dass die Kirche endlich handelt. Denn tatkräftige Hilfe ist noch immer die Kernbotschaft des Christentums.

auch

Alten und Krankenbetreuung ist nicht besonders gut aufgestellt. Wer einmal einen Pflegefall in der Familie hat- weiß wovon ich spreche....

@my comment

"Neu
Am 12. September 2019 um 12:57 von my comment
@12:45 von Anderes1961

Die Alternative wäre, im Krisenland anzusetzen und dort Korruption und Misswirtschaft in einem Masse einzudämmen, das dem Kleinen ein humanes Leben möglich ist.

Aber alle zu uns bringen kann nicht die Lösung sein."

Die Idee, daß man Menschen aus Seenot retten kann und im Krisenland helfen, ist Ihnen aber noch nicht gekommen? Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen.

@gerlos, 12:48

"Was hat die EKD im Mittelmeer zu suchen?"

Haben Sie das hier nicht gelesen:
"Das Sterben könne nicht hingenommen werden, betonte der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm"

Oder sehen Sie das anders?

12:56 von Karl Napf

Auch ich möchte diesen Weg der Zustimmung wählen.

Warum wehrt sich niemand

Warum wehrt sich niemand dagegen, daß Steuergelder dermaßen zweckentfremdet werden?

Es sind keine Steuergelder. Es heißt zwar Kirchen-"Steuer", es ist aber keine, sondern eine Art Vereinsbeitrag.

Und von "zweckentfremdet" kann keine Rede sein. Ganz im Gegenteil, das Geld wird im Sinne christlicher Werte eingesetzt.

Alle Achtung, liebe Redaktion

Als ich den Bericht sah, dachte ich, dass die Redaktion niemals den Mut haben wird, Kommentare zuzulassen, weil die Gefahr groß ist, absichtlich missverstanden zu werden. Aber Sie hat sich getraut. Das ist beachtlich!

Endlich handelt eine unserer Kirchen christlich. Dafür wird sie Dank und Beachtung ernten. Hoffentlich hilft sie nicht nur deshalb.

@12:49 von das ding

Einer der besten Kommentare seit langem zu diesem Thema. Vielen Dank!

@gerlos "daß Steuergelder dermaßen zweckentfremdet"

Ob diese Gelder "zweckentfremdet" sind, ist eine Frage der persönlichen der Auslegung der Bibel. Es hängt an der Beantwortung der Frage: "Wer ist denn mein Nächster?" Im Lukasevangelium im 10. Kapitel findet sich die Antwort Jesu. Dort ist es der "ausländische" Samariter, der dem in Not geratenen beisteht.

@ D-Bürger, 12.52 h

Lieber D-Bürger,
Glaube ist Privatsache heißt: Jeder Mensch darf seinen privaten Glauben haben und muss niemandem darüber Rechenschaft ablegen. Glaube selbst ist aber nur dann Glaube, wenn er Auswirkungen auf den Menschen hat. Wenn ich glaube, dass
die Worte "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst",
die Bergpredigt
oder das Gleichnis vom barmherzigen Samariter
das verdeutlichen, was Gott von mir erwartet, dann kann ich nicht in meinen privaten vier Wänden hocken und so tun, als ginge das Leid der anderen mich nichts an. Wenn Mich-um-andere-Kümmern politisch ist, dann muss Kirche politisch sein, das geht gar nicht anders.

Wäre es nicht Sinnvoller ...

... das Geld so zu investieren das man die den Menschen vor ort hilft, so das die "Fluchtursache" beseitigt wird. Dies würde auch den Menschen helfen die sich die Flucht nicht bei den Schleppern erkaufen können.

Ich bin stolz auf meine Kirche für diesen wichtigen Schritt ...

Am 12. September 2019 um 12:48 von gerlos

Was hat die EKD im Mittelmeer zu suchen?

Lieber gerlos,

um Ihnen zu antworten: Sehr viel. Sie ist nämlich Teil einer Weltkirche. Und sie vertritt Christen, und Christen haben Nächstenliebe gelernt. Oder meinen Sie, dass der barmherzige Samariter nicht auch hätte sagen können: "Bei mir zu hause geht es auch jemandem schlecht."?
Und Jesus hat gepredigt: Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Also los, Christen, tun wir was!

Ich bin stolz auf meine Kirche für diesen wichtigen Schritt ... und hier ist meine Kirchensteuer (die jeder über sein Mitgliedschaft "freiwillig" zahlt) mal richtig gut eingesetzt.

Christliche Kirche auf See - das freut die Schlepper

Am Ende muss der humanitäre Aspekt über alle rationalen Gründe, einen solchen Einsatz zu verurteilen siegen. Aber der Sogeffekt den die Kirche erzeugt, wenn die Schlepper in Lybien etc. erst verkünden können, "die Kirche sammelt Euch auf See ein, es kann Euch also nichts mehr passieren" dürfte absolut kontraproduktiv in Bezug auf die Absicht sein, den Flüchtlingsstrom einzudämmen.

Spannend wird es werden, wenn die überwiegend römischen Katholiken in Italien den ersten Flüchtlingsschiffen der EKD die Zufahrt in die Häfen verwehren. Dann wird die Christlichkeit Farbe bekennen müssen.

Und auch ich stelle mir die Frage, ist die EKD aus vielerlei Sicht gut beraten, dass zu tun?

Sklaven <<===>> Menschen

Zuerst einmal, es gibt keinen Pull Effekt, das ist inzwischen hinreichend belegt.
Es ist dem Grunde nach egal was wir, die noch mit Herz und Verstand agieren, tun. Solange die eiskalten und herzlosen Politspekulanten und Budgetverteiler zum eigenen Nutzen Fördermittel in zig Millionen Höhe an die lybischen Sklavenhändler und ihre hauseigenen Piraten, genannt Küstenwache, ausschütten und das nur um ihre eigene Macht zu erhalten und die diversen Nazi-Parteien vermeintlich von der Macht fern zu halten, werden Menschen ertrinken und die Geretteten wochenlang als Verhandlungsmasse gehandhabt werden.
Allein die vatikanische Kirche hätte die Mittel eine sechsspurige Autobahn von Lybien nach Sizilien zu bauen und würde dabei vermutlich keinen Eurocent ärmer.
Aber hier gilt dann wohl: "Weder Geist noch Fleisch sind stark genug einmal wirklich menschlich zu sein."
Die Verantwortlichen könnten - jedoch der niedrigste aller Beweggründe sagt NEIN - der Profit.

@gerlos

"
Am 12. September 2019 um 12:48 von gerlos
Was hat die EKD im Mittelmeer zu suchen?

Heißt es nicht: Evangelische Kirche Deutschlands? Gibt es nicht genug Möglichkeiten, in Deutschland - auch für schon vorhandene Flüchtlinge - Hilfsgelder einzusetzen? Warum wehrt sich niemand dagegen, daß Steuergelder dermaßen zweckentfremdet werden?"

Wieviel Steuergeld wäre Ihnen denn ein Menschenleben wert?

@Sprotte "Am 12. September

@Sprotte

"Am 12. September 2019 um 12:54 von Sprotte
Evangeliche Kirche sollte sich raushalten

Die Evangeliche Kirche in Deutschland hat Mitglieder von allen poltischen Parteien. Die Kirche sollte für alle da sein und sich nicht so eindeutig links positionieren. Es ist auch die Frage, ob durch die Seenotrettung wirklich weniger Menschen sterben?"

Die Rettung von Menschenleben ist also links? Dann bin ich sehr gerne links. Und ja, durch Seenotrettung sterben weniger Menschen. Die, die gerettet wurden, sind schon mal nicht gestorben."

@12:55 von heikom36

"Nein, schlepper werden damit NICHT unterstützt.
Das ist widerlegt und wird nur von den rechten Pfosten als verlogener Populismus genutzt.
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/hintergrund/ngo-fluechtlinge-mitt..."

Warum sollten durch solche Aktionen Schlepper nicht unterstuetzt werden. Die arbeiten doch gerade mit diesem Prinzip. Jeder angekommene Migrant ist auch fuer die Schlepper ein Erfolg.

Faktenfinder und kurz erklaert sind keine neutralen Quellen.

Beleidigungen wie rechter Pfosten und verlogener Populismus helfen der Diskussion ueber die Loesung einer Problematik nicht weiter.

@12:40 von PeterFinger

"Ich glaube, ich werde wieder in die ev. Kirche eintreten!"

Tun Sie das. Man wird es brauchen.

@ Sprotte, 12.54h

"Es ist auch die Frage, ob durch die Seenotrettung wirklich weniger Menschen sterben?"

Ich sitze fassungslos vor diesem Satz und begreife ihn nicht. Menschen ertrinken im Meer - das passiert wirklich. Wenn man sie vorher rettet, ertrinken sie nicht, sondern haben die Chance, sich irgendwo ein neues Leben aufzubauen und ihre Persönlichkeit, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Gaben in die Gesellschaft einzubringen, die sie aufnimmt.
Egal, was unternommen wird, um das zu verschleiern: Letzten Endes geht es nur darum, Menschenleben zu retten. Wenn das schon "links" ist, ja, dann sind alle Ärzte links, und viele mehr. Würden Sie auch sagen: Die Feuerwehr sollte für alle da sein und sich nicht so eindeutig links positionieren?

@sprotte "sich nicht so eindeutig links positionieren"

Die Kirche hat den Auftrag die Botschaft Jesu zu verkündigen und ihre Glieder sind gehalten das eigene Leben danach auszurichten.
Mitmenschlichkeit und Zuwendung zum Nächsten sind hoffentlich nicht nur bei sogenannten "Linken" zu finden.

Christliche Werte...

...es gibt sie also doch noch. Im Gegensatz zu den meisten hier versammelten Foristen und der vereinigten europäischen Rechten in italienischen und anderen Parlamenten steht die EKD dazu und setzt diese auch um. Immerhin gibt's in Italien zu diesem unerträglichen Salvini, der sich um keine Rechtslage jemals geschert hat, inzwischen eine Gegenposition.
Ich werde mich an dieser Initiative mit Spenden beteiligen. Wann immer etwas für die sogenannten europäischen Werte wichtig war: Diese Initiative gehört ganz oben dazu.

@Anderes1961

dass der Pull-Effekt ein Ammenmärchen ist, widerlegen bereits die Zahlen aus dem Artikel (20k Ankünfte in 2018 zu 7k Ankünfte in 2019).

Dass diese Menschen lieber das Risiko in Kauf nehmen im Mittelmeer zu ertrinken als nur einen Tag länger in ihrer Heimat zu bleiben, halte ich für das größere Ammenmärchen. Ich nehme an, das Risiko ist den meisten Migranten nicht in diesem Umfang bewusst. Es wäre doch ziemlich geschäftsschädigend für die Schlepper, ihre "Kunden" über die Risiken aufzuklären.

@hesta15, 12:35

In den Evangelien steht so schön dass "eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes gelange".

Im Vergleich ist jemand hier in Deutschland - auch ohne Job - reich. Wir haben alle ein Dach überm Kopf, wir haben genug zu essen, können im Winter heizen und müssen unsere Kinder nicht hungrig zu Bett schicken.

Soll also die Kirche unterstützen, dass Menschen, die sowieso schon viel haben noch mehr bekommen? Denn was passiert den mit den Leuten, die in der Jugend- und Seniorenarbeit arbeiten? Die bekommen Lohn und damit fliegen sie dann in Urlaub, mieten sich eine etwas größere Wohnung oder gehen einfach mal schön Essen.

Währenddessen geht es vor unserer europäischen Haustür Menschen so schlecht, dass sie buchstäblich ertrinken und sterben. Die Kirche soll also das Leben der Reichen bereichern, anstatt das Leben der Armen und hilflosen zu retten?

Gelebte Nächstenliebe

Den Entschluß,sich an einem Rettungsboot zu beteiligen,bedeutet für mich gelebte Nächstenliebe.So mutige Schritte könnten mich dazu bewegen von der katholischen zur evangelischen Kirche zu wechseln.

Bißchen spät - aber endlich

Wenn ich bedenke, wie lange die Problematik schon im Raum steht und wie viele mutige Menschen ihren eigenen "Arsch" riskiert haben - als eines der Paradebeispiele nenne ich Carola Rackete - sage ich, wird aller höchste Zeit. In den jetzigen Zeiten muss die Kirche vielmehr Gesicht zeigen, klar und deutlich. Wann sonst als in solchen Zeiten?
Sie muss die Werte, die sie vertritt viel deutlicher machen!

Nicht dass man denkt, wo ist denn die Kirche.

Es darf sich nicht auf den Gottesdienst beschränken, es braucht das Handeln!

Es ist jetzt recht kurz gefasst, aber ich glaube das Essentielle.

Nächstenliebe, Sprotte

Christliche Nächstenliebe hat es schon gegeben, bevor es links oder rechts in der Politik gab.

"Die Kirche sollte für alle da sein und sich nicht so eindeutig links positionieren."

@12:54 von Sprotte

Die Kirche sollte für alle da sein und sich nicht so eindeutig links positionieren.

Was heißt hier "links"? Das hat mit "links" überhaupt gar nichts zu tun! Nicht jeder, der sich für christliche Werte oder überhaupt Menschlichkeit einsetzt, ist gleich links!

Wenn Ihnen die Evangelische Kirche zu "links" ist, dann nehmen Sie mal Bischof Woelki als Beispiel. Das ist ein erzkonservativer Knochen, dem bestimmt niemand vorwerfen wird, er sei links. Der hat in der Flüchtlingsfrage eine ganz eindeutige Meinung: Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat dazu aufgerufen, in der Hilfe für Flüchtlinge nicht nachzulassen.... Woelki rief dazu auf, dem Beispiel der Heiligen Drei Könige zu folgen, die für den neugeborenen Heiland zu "Fluchthelfern" und damit zu Lebensrettern geworden seien.

Wo bleiben die reichen Saudis?

Ich stelle mir schon lange die Frage, warum das reiche Saudi-Arabien nur wenige Tausend Syrer aufgenommen hat. Die Flüchtlinge sind nicht nur Glaubensbrüder, sondern auch Araber. Integration wäre also kein Problem, da gemeinsame Sprache. Das Land ist riesengroß, Platzmangel gäbe es auch nicht. Und wer 150 Mrd. Dollar für US-Waffen ausgeben kann, der verfügt auch über genügend Geld. Es wäre für Rettungsbote auch kein Problem über den Suezkanal Saudi-Arabien oder die Emirate anzusteuern.

Aber wenn die Saudis keine Syrer aufnehmen wollen, warum beteiligen die sich dann nicht wenigstens finanziell bei deren Unterbringung?
Die Länder, die Syrer aufgenommen haben können jeden Cent gebrauchen. Letztes Jahr sind allein in der Türkei über 100.000 syrische Kinder geboren worden. Die medizinische Versorgung wird von der EU aber nicht finanziert, ebenso die Kosten für Bildung (neue Schulen, mehr Lehrer). Hier könnten die Saudis oder die Emirate doch einspringen.

@Anderes1961 und andere

Es ist nicht zielführend wenn Sie Pulleffekte leugnen.

Manche kommen halt einfach um Vorteile zu erlangen.
Ich zitiere mal aus der ZEIT Artikel-Reihe "Angekommen", in der Geflüchtete ausgiebig zu Wort kommen:
"Eigentlich ging Fabakary nach Deutschland, weil er lernen wollte, sich gefordert fühlen wollte. In seiner Heimat wäre das nicht möglich gewesen, glaubt der 22-Jährige."

Und dafür hat er dann Asyl beantragt. Super...

Link:
zeit.de/gesellschaft/2018-01/bayern-fluechtling-gambia-beziehung-deutsche-kind-Rassismus

Interessante Serie, empfehlenswert.

Es stimmt einfach nicht, dass allesamt vor Tod und Verderben flüchten.
Ich bin ein gutmütiger Mensch, aber selbst ich sehe das langsam nicht mehr ein, moralisch-emotional auf diese Weise erpresst zu werden - Sie und andere erreichen bei mir eher das Gegenteil dessen, was Sie wohl erhoffen.

Ich befürworte inzwischen Asylansprüche ausschließlich vor betreten des Landes zu prüfen, weil dieses Recht missbraucht wird.

Die "linke" Kirche

Mit "links" hat die Kirche nur ein wenig gemeinsam: die Solidarität mit den Menschen.

Familienbild, Selbstbestimmung der Frau in der Schwangerschaft, Homosexualität, Almosen statt Integration, .... Die Kirche ist keineswegs links. Dagegen kann Mensch sich als Linker nur wehren...

um 12:42 von Superschlau

Sie sind scheinbar nicht von der Küste! Sonst müssten Sie so superschlau sein und wissen, dass selbst die deutsche Seenotrettung DGzRS nicht in staatlicher Hand ist, sondern als gemeinnützige Organisation ausschließlich von Spenden lebt! Und die Damen und Herren machen einen verdammt guten Job!

um 12:50 von Googol

"In Afrika sterben jedes Jahr 20 Mio. Menschen an Hunger und verschmutztes Wasser. Wo ist da die EKD?"
.
Haben Sie schon einmal was von der Organisation "Brot für die Welt" gehört? Scheinbar nicht.

12:52 von D-Bürger

>>Genau das ist der Grund weshalb ich nicht mehr zur Kirche gehe.
In der Politik hat kein Glaube etwas zusuchen.
Glaube ist reine Privatsache<<
Und was hat Menschlichkeit in diesem Fall mit Politik zu tun? Oder mit Privatsache?

@gerlos - Was hat die EKD im Mittelmeer zu suchen?

Gott hat weder eine Hautfarbe geschweige eine Nationalität !

Bei manchen wäre wohl das christliche undenkbar wenn sein Sohn als farbiger
auf die Welt gekommen wäre ?

12:54 von Sprotte

>>Die Evangeliche Kirche in Deutschland hat Mitglieder von allen poltischen Parteien. Die Kirche sollte für alle da sein und sich nicht so eindeutig links positionieren.<<
Damit behaupten Sie , Menschlichkeit ist links.
Analog heißt das Unmenschlichkeit ist rechts. Da werden Sie von den AFD-Anhängern gleich Gegenwind bekommen.

@baku

"
Am 12. September 2019 um 13:22 von baku
@Anderes1961

dass der Pull-Effekt ein Ammenmärchen ist, widerlegen bereits die Zahlen aus dem Artikel (20k Ankünfte in 2018 zu 7k Ankünfte in 2019).

Dass diese Menschen lieber das Risiko in Kauf nehmen im Mittelmeer zu ertrinken als nur einen Tag länger in ihrer Heimat zu bleiben, halte ich für das größere Ammenmärchen. Ich nehme an, das Risiko ist den meisten Migranten nicht in diesem Umfang bewusst. Es wäre doch ziemlich geschäftsschädigend für die Schlepper, ihre "Kunden" über die Risiken aufzuklären."

Die Zahlen widerlegen gar nichts. Rettung von Menschenleben findet nicht erst seit 2018 statt. Ein billiger statistischer Trick, immer wieder gerne verwendet. Ich gehe davon aus, der Begriff Scheinkorrelation sagt Ihnen etwas.

Afrika

Ein Boot schön und gut, aber wo soll es an Land gehen? Meines Wissen besitzt die Kirche noch keinen eigenen Hafen in Europa. Also braucht sie die Zustimmung von einem anderen Land. Und selbst wenn diese Menschen an Land dürfen, dann sollte die Kirche auch gleich klären, wie sie die Verantwortung für diese Menschen in Europa übernimmt. In Italien, Frankreich, Griechenland usw gibt es bereits genug obdachlose Flüchtlinge. Wo also hin mit den Menschen?

Vielleicht sollte sich die Kirche besser dafür einsetzen, dass diese Menschen vor Ort in ihrer Heimat in Afrika (von dort kommen ja die meisten über die Mittelmeer-Route) also dass diese Menschen vor Ort eine Chance zum Überleben haben. Die Kirche könnte beispielsweise Kredite für Firmengründungen geben, statt ein Sack Reis. Damit würden die Menschen selbst auf die Beine kommen.

Flüchtlinge

Es geht hierbei nicht um die Syrier, sondern vor allem um die Afrikaner, welche über das Mittelmeer paddeln. Die Syrier gehen über die Türkei nach Griechenland usw.

@hesta15, 12:35

"Es gibt so viele Aufgaben in den Gemeinden wie Senioren - und Jugendarbeit wo überall aus Finanziellen Gründen Stellen gestrichen werden. "

Ja, da haben Sie sicher recht ich finde auch, dass die Kirche hier ein bisschen zu ängstlich agiert - aber da geht es um Finanzen, die von Gemeindegliederzahlen abhängen, um Festanstellungen und langfristige Verträge... Das ist 1. ein anderer Haushalt und 2. eine ganz andere Hausnummer als so eine relativ übersichtliche Beteiligung an der Seenotrettung.
Uns geht es hier wahrlich glänzend, und mit ein bisschen Einsatz und gutem Willen können wir viele Projekte in der Senioren- und Jugendarbeit möglich machen und die verbliebenen beruflichen Mitarbeiter unterstützen. Die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer haben aber nur das eine Leben, und wenn man ihnen das retten kann, dann soll man das auch tun.

Zustimmung, Ablehnung, Egozentrik, Schuldzuweisung

Kommentare sollten sich reduzieren auf den Terminus "Abrahamitische Humanitas", die innen, ganz innen, im Kern unzweifelhaft ubiquitär vorhanden ist !
Ich begrüße die Initiative der EKD !

“Not hat keine Religion“, ...

... diesen Satz fände ich passender als Nationalität, wenn eine deutsche christliche Kirche vorwiegend Menschen muslimischen Glaubens rettet. Viele Hilfsangebote für Flüchtlinge in Deutschland kommen ohnehin von christlichen Organisationen. In den Entwicklungsländern übrigens auch.

Ich hoffe, es gibt bald noch ein paar Details zu den geplanten Rettungsaktionen. Denn eine Folgeplan was mit den Geretteten passieren soll, gibt es ja nicht so wirklich. Da ist die Kirche der Gesetzgebung unterworfen.

@ 14:29 Schneemann99

"Die Kirche könnte beispielsweise Kredite für Firmengründungen geben, statt ein Sack Reis. Damit würden die Menschen selbst auf die Beine kommen."

Das tut sie ja auch. Man kann das eine tun und das andere auch - warum sollte es da um entweder-oder gehen?

@ baku, 13.22h

" 'dass der Pull-Effekt ein Ammenmärchen ist, widerlegen bereits die Zahlen aus dem Artikel (20k Ankünfte in 2018 zu 7k Ankünfte in 2019).'

Ich nehme an, das Risiko ist den meisten Migranten nicht in diesem Umfang bewusst. Es wäre doch ziemlich geschäftsschädigend für die Schlepper, ihre "Kunden" über die Risiken aufzuklären."

Die Migranten, die nicht mitbekommen, dass Flüchtlingsboote kentern, die erfahren aber auch nicht von der Seenotrettung. Insofern gibt es eben doch keinen "Pull-Effekt"; nichts anderes sagte Anderes1961 und nichts anderes sagen die Zahlen.

@ D-Bürger

Wenn Sie finden, dass humanitäre Hilfe keine Aufgabe der Kirche ist, dann haben Sie dort tatsächlich auch nichts zu suchen...

12:49 das ding

"Akzeptieren des Widerspruchs......."

Im großen und ganze kann ich ihnen zustimmen.
Ich möchte trotzdem darauf hinweisen, dass es nicht an Rettungsschiffen und den Willen zur Rettung fehlt sondern an "Abnehmern" für die geretteten Menschen. Daran ändert ein Schiff mehr auf dem Mittelmeer auch nichts denn die Zustände für die Geretteten sind danach auch nicht viel besser als vorher siehe die Aufnahmelager in den "Erstländern". Es wäre an der Zeit endlich alle vorhandenen Kräfte und Ressourcen zu bündeln und den Ländern zu helfen damit die Menschen erst gar nicht solche lebensbedrohlichen Fluchten auf sich nehmen müssen. Da versagt aber der europäische Ideenreichtum grandios.

14:10 von tick tack tick tack

"Es stimmt einfach nicht, dass allesamt vor Tod und Verderben flüchten."

Nein, das stimmt wohl nicht. Aber die, die das nicht tun, haben einen schweren Stand hier. Ich weiß das, weil ich gelegentlich mit abgelehnten Asylbewerbern zu tun habe. Und das sind beileibe nicht alles Wirtschaftsflüchtlinge, sondern schlicht Menschen, die z.B. vor Blutrache fliehen, und darum hier nicht als politischer Flüchtling anerkannt werden.

@tick tack tick tack

"[...]"Es stimmt einfach nicht, dass allesamt vor Tod und Verderben flüchten.
Ich bin ein gutmütiger Mensch, aber selbst ich sehe das langsam nicht mehr ein, moralisch-emotional auf diese Weise erpresst zu werden - Sie und andere erreichen bei mir eher das Gegenteil dessen, was Sie wohl erhoffen.

Ich befürworte inzwischen Asylansprüche ausschließlich vor betreten des Landes zu prüfen, weil dieses Recht missbraucht wird."

Sie vermengen da zwei verschiedene Dinge zu einem Brei. Asylansprüche sind eine Sache. Rettung von Menschenleben die andere. Um Asylansprücbhe geht es hier aber nicht. Sondern um Rettung von Menschenleben. Sollen die Seenotretter vielleicht vorher die Asylberechtigung prüfen, bevor die Menschen an Bord geholt werden?

@ pxslo “... die reichen Saudis“

Da zeigt es sich doch, dass es kaum eine arabische und kaum eine muslimische Gemeinschaft gibt.
Bei den Saudis gibt es viele Wahabiten, eine strenggläubige, sunnitische Form des Islam. Syrer sind zumeist Sunniten, aber auch Alawiten und Religion hat in der Vergangenheit kaum eine Rolle zum Machterhalt der Herrschenden gespielt. Das ist eben in Saudi-Arabien anders. Das Regime mit königlicher Familie ist viel strenger und hat sehr viel Angst vor einer Revolution. Deswegen auch so wenig Flüchtlinge.

Mehrwert

Niemand wird bestreiten, dass Not keine Nationalität kennt. Das ist eine Binsenwahrheit. Auch der Hungertod kennt keine Nationalität. Eine bessere Lösung, um Nöte auf dem afrikanischen Kontinent zu lindern, als Schiffe vor der Küste Libyens herumfahren zu lassen besteht darin, die Menschen vor den Schleppern zu warnen, sie über das tödliche Risiko aufzuklären einer waghalsigen Überfahrt und ihre Lebensbedingungen auf dem Kontinent, den sie verlassen wollen, nachhaltig zu verbessern. Dazu einen substantiellen Beitrag zu leisten wäre eine weit sinnvollere Betätigung für die EKD als die Arbeit der Schlepper bei der Migration nach Europa zu vollenden.

Rationalität statt Emotionen

Wieder einmal eine Truppe, die versucht das Problem auf die denkbar schlechteste Weise zu lösen, um aus der emotionalisierten Stimmung Kapital zu schlagen.

Warum intensiviert die EVK nicht ihre Programme in Afrika um den Menschen dort bessere Perspektiven zu schaffen? Dann müssten die gar nicht erst losziehen. Jede Wette es wäre auch den Flüchtenden deutlich lieber wenn sie in Ihrer Heimat Perspektiven hätten.

Das Flüchtlingsdrama ist ein Paradebeispiel dafür, wie man durch Emotionalisierung der Politik Probleme nicht löst sondern noch verschärft... Sie versperrt den Blick auf rationale, praktikable Lösungswege vor allem dann wenn man sie noch als Pferd vor den ideologischen Karren spannen kann.

EKD schafft sich ab

Wenn ich nicht schon lange ausgetreten, wäre das jetzt ein Anlass Schluss zu machen mit falscher Toleranz bis zur Selbstaufgabe.
Ich würde das Kreuz auch nicht auf dem Tempelberg oder sonst wo abnehmen.

Wenn die EKD grünlinke

Wenn die EKD grünlinke Außenpolitik auf Kosten der EU und zum Schaden Dtl. macht, sollte man ihre Steuerfreiheit mal überprüfen und sie an den Kosten von Kirchenasyl und Nichtabschiebung beteiligen.

Falsch

Glaubt jemand wirklich, mit ein paar mehr Booten die Migration übers Mittelmeer in den Griff zu bekommen? Wenn wir 100 Boote nach Lybien schicken würden, wären die voll. Das gleiche bei 1000 Booten usw. Afrikas Bevölkerung ist immens und wird sich in den nächsten Jahrzenten verdoppeln.

Nein, die Lösung muss sein keiner kommt mehr illegal übers Mittelmeer, dafür nimmt man das Geld in die Hand und holt die politisch Verfolgten und alle weiteren Härtefälle per Flugzeug nach Europa (und übrigens nicht nur in die EU, auch Schweiz, Norwegen und sogar andere Länder wie USA dürften gerne mitmachen).

@ heikom36

"Das macht man NUR DANN wenn die Gefahr an Land noch größer ist. "

Nein.
Ein Großteil der Flüchtlinge sind Armutsflüchtlinge, wobei es nicht die Allerärmsten sind, die haben kein Geld für die Schlepper.
Diese Armutsflüchtlnge haben sich auf den Weg in ein reiches Land gemacht.
Sie habe sich durch die mindestens genauso gefährliche Sahara begeben. Nun sind sie im gefährlichen Lybien.
Wenn sie den Schlepper bezahlt haben, ohne zu wissen was sie erwartet, werden sie gegebenenfalls mit Waffengewalt auf ein Schlauchboot gezwungen.

Es ist ein moralisches Dilemma. Diese verzweifelten Menschen wollen unter Einsatz ihres Lebens die Migration nach Europa erzwingen.
Es bleibt ein moralisches Dilemma.

@Anderes1961

Ich bitte Sie.
In jeder Stellungnahme von Rettungsorganisationen und proAsyl etc wird ausdrücklich das Menschenrecht auf Asyl und die Verpflichtung der EU dieses zu prüfen hingewiesen.

Mithin ist Asyl doch der Hauptgrund, warum z.B. Tunesien nicht angefahren wird, weil da die Standards für Asyl nicht ausreichend sind.
Und gerade eben auf Zeit wieder ein Flüchtlingshelfer, der betont, dass Asyl keine Obergrenze kennt.

Ihre Hinweise diesbezüglich sind formal richtig, aber kommen Sie schon, Sie wissen worum es geht.
Wer aus dem Meer gefischt wird, wird nach Europa gebracht, beantragt dann hier irgendwo Asyl (gerne auch in mehreren Ländern nacheinander) und je nach Herkunft sind die Anerkennungsquoten mehr als dürftig.
Und danach bleiben die allermeisten abgelehnten hier.
Keine Papiere, menschenunwürdige Zustände zu Hause, Weigerung der Heimatstaaten usw usf. suchen Sie sich einen Grund aus.

Das stört Leute wie mich.
Nicht dass man Menschen vorm Ertrinken rettet.

Ich bleibe dabei...

Mein Zwiespalt ist nicht besser, ich befürworte den Akt der Nächstenliebe,allerdings nicht, den Schleppern schon fast entgegen zu kommen mit einem Schiffchen, um eben dieses vollzupacken.

Dann sind die Schlepper schneller zurück und laden ihre Boote schneller wieder voll. Sehr lukrativ. Doof sind die nicht...

Ein Teufelskreis.

Austritt

Schon seit Ewig werden "Asyl" und "Migration" in einen Topf geworfen, obwohl das grundsätzlich was anderes ist. Das hat auch die EKD noch nicht begriffen und rührt jetzt einen Mix aus "Seenotrettung" und "Schlepperei" zusammen. Wer's noch nicht gemacht hat: Der Austritt kostet nur ein paar wenige Euro Bearbeitungsgebühr und wirkt doch echt befreiend. Ich kann's nur empfehlen.

um 15:15 von claudius19

"Wenn die EKD grünlinke Außenpolitik auf Kosten der EU und zum Schaden Dtl. macht, sollte man ihre Steuerfreiheit mal überprüfen und sie an den Kosten von Kirchenasyl und Nichtabschiebung beteiligen."

Das ist ja eine gewagte Behauptung! Ich bin mir sicher, dass nicht nur ich hier auf eine Begründung Ihrer steilen These gespannt sind! Wo bitte ist ein Zusammenhang zwischen der Rettung von Menschenleben im Mittelmeer und einem damit verbundenen Schaden für Deutschland zu erkennen?

Ich kann auch nicht erkennen, dass durch die Gestellung eines Seeschiffes automatisch Kirchenasyl und Abschiebestops ausgesprochen worden sind. Haben Sie das irgendwo im Text gelesen? Ich nicht!

Alleine Ihre Betitelung "günlinke Außenpolitik" lässt erkennen, dass Ihnen an einer pauschalen Intoleranz gegenüber dieser (hier im übrigen nicht vorhanden) denkweise gelegen ist! Das alleine disqualifiziert schon den Rest Ihrer wagen Behauptungen!

Info

A) Flüchtlinge aus Afrika und Nordafrika haben eine Asylchance von ca. 1%.
B) Befeuert weiter den Menschenhandel.
C) Setzt falsche Anreize, wodurch Afrika weiter Arbeitskräfte verliert.
D) Die Kosten für die Allgemeinheit sind hier viel höher als Hilfe vor Ort.

Dann soll sie auch für die Versorgung zahlen

und die Geretteten, die sie nach Europa holen und damit auf gewisse Art schleusen, auch selbst versorgen.
Statt dessen mimen sie den barmherzigen Samariter, ohne aber wie der Samariter, den Geldbeutel selbst aufzuschnüren.
Der barmherzige Samariter übernahm die Kosten für den Geretteten selbst und ließ nicht den versorgenden Mann mit den Kosten zurück.

Mit dem Steuerzahler aber kann man es anscheinend machen.
Wenn die Kirche rettet, soll sie auch vollzumfänglich für die Kosten aufkommen, bis diese Menschen sich auf ehrliche Weise selbst versorgen können.

Die Kirche aber belastet den Pflegenden und Fürsorgetragenden nicht nur mit der daraus resultierenden Arbeit, sondern gleich mit der gesamten Alimentierung.

Was für ein falscher Samariter!

Dann soll die evangelisch Kirche auch...

Dann soll die evangelische Kirche auf für die Folgekosten der Migranten aufkommen.

@tick tack tick tack

"[...]Obergrenze kennt.

Ihre Hinweise diesbezüglich sind formal richtig, aber kommen Sie schon, Sie wissen worum es geht.
Wer aus dem Meer gefischt wird, wird nach Europa gebracht, beantragt dann hier irgendwo Asyl (gerne auch in mehreren Ländern nacheinander) und je nach Herkunft sind die Anerkennungsquoten mehr als dürftig.
Und danach bleiben die allermeisten abgelehnten hier.
Keine Papiere, menschenunwürdige Zustände zu Hause, Weigerung der Heimatstaaten usw usf. suchen Sie sich einen Grund aus.

Das stört Leute wie mich.
Nicht dass man Menschen vorm Ertrinken rettet."

Ihre Beweggründe verstehe ich sehr gut. Mich stört auch so vieles. Zum Beispiel, warum man Ländern in Afrika nicht stärker und (qualitativ) besser hilft. Da rede ich mir seit 40 Jahren den Mund fusselig. Dennoch, man sollte nicht der Versuchung erliegen, Rettung von Menschen aus Seenot und die Frage asylberechtigt ja oder nein, in einen Topf zu werfen. Das ist weder zielführend noch sinnvoll. Differenziert denken.

Ganz Europa stehe in der Verantwortung

Woher sollte eine solche "Verantwortung" resultieren? Kann mir das mal jemand erklären?

Also würde das die katholische Kirche machen...

Also würde das die katholische Kirche machen, ich würde sofort austreten.

Antwort auf "Recht so!"

Und wie soll es dann weitergehen wenn Migranten dann auf dem Schiff sind? Den europäischen Verteilungsschlüssel, von dem Kaiserin Angela schon seit 4 Jahren träumt, gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Sollen die dann alle nach Deutschland gebracht werden? Wieviele sollen denn noch in unsere Sozialsysteme einwandern? Es reicht mittlerweile! Jeder, der wie Sie dieses Vorhaben begrüßt, sollte dann auch diese illegalen Migranten aus der eigenen Privatschatulle alimentieren und für Kleidung, Wohnen, Arztkosten etc. aufkommen. Die Menschen hier, die das nicht wollen, sollen nicht auch noch diese Bürde aufgebrummt bekommen. Es gibt hier in unserem Land genug zu tun ohne das die Kirche sich auch noch einmischt. Die Kirche, egal welche, soll sich gefälligst raus halten. Die haben genauso wenig über Migration zu bestimmen wie die NGO's. Und was Salvini betrifft: er wird sicherlich wieder kommen. Das hoffe nicht nur ich! "Retten" ja, dann aber zurück nach Afrika!

um 12:32 von Anderes1961

Man sollte die illegalen Migranten einfach postwenden zurückbringen. Dann würde sich keiner mehr auf See trauen (dieser kausale Zusammenhang wurde bereits in der Realität nachgewiesen, keine Schlepperschiffe, keine Übergabeboote fahren mehr raus). Ende Gelände.

@15:48 von yolo

Das trifft auch auf Ms.Rackete und wie sie alle heißen, zu.

@14:19 von Stefan T

"In Afrika sterben jedes Jahr 20 Mio. Menschen an Hunger und verschmutztes Wasser. Wo ist da die EKD?"
.
"Haben Sie schon einmal was von der Organisation "Brot für die Welt" gehört? Scheinbar nicht."

Was rettet mehr Menschen eine Million fuer Medizin, Malariabehandlung, sauberes Essen und subsidiaere Landwirtschaft. Oder dasselbe fuer Seenotrettung im Mittelmeer.

Ich hoffe das...

Ich hoffe das unsere italienischen EU-Partner die Schiffe einsammeln und der evangelische Kirche eine saftige Strafe aufbrummen wie es die italienische Gesetzgebung vorsieht?

Pulleffekt

Doch! Und ob es den gibt! Vor allem nach Deutschland. Da gibt es alles für lau. Geld, Unterkunft, Kleidung, ärztliche Versorgung usw. Und das alles auf Kosten der hier arbeitenden Bevölkerung. Da hilft nur Hilfe vor Ort. Vor allem: GEBURTENKONTROLLE! Wenn die Kirche also unbedingt helfen will, dann sollen die doch dort hin gehen und den Menschen vor Ort helfen und nicht noch mehr hierher bringen.

@ 15:55 eine_anmerkung

Wollen Sie das wirklich immer wieder neu erklärt bekommen? Sei's drum: Es gibt die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, es gibt die Genfer Konvention etc. - Und die EU-Grundlagen finden Sie zahlreich dokumentiert, u.a. hier: tinyurl.com/yxrvn7pk
Allerdings versuchen bestimmte Kräfte in Ungarn, Polen, Frankreich, Österreich, Italien und bei uns die afd, diese Verantwortung immer stärker abzugeben bzw. an die Länder mit Außengrenzen zu delegieren und diese dann zu plumper Abschottung zu drängen. Mit der EU-Wertecharta hat das nichts mehr zu tun.
Das wissen Sie wahrscheinlich längst.
Gut, dass alle christlichen Kirchen da klar Position für Menschenrechte und für Seenotrettung beziehen.

Am 12. September 2019 um 15:35 von DB_EMD

Alleine Ihre Betitelung "günlinke Außenpolitik" lässt erkennen, dass Ihnen an einer pauschalen Intoleranz gegenüber dieser (hier im übrigen nicht vorhanden) denkweise gelegen ist! Das alleine disqualifiziert schon den Rest Ihrer wagen Behauptungen!
----
Ihre Polemik ist typisch für den grünlinken Mainstream. Da wird jeder der nicht ihrer Meinung ist abgekanzelt, ins Nazireich verschoben und überhaupt als minderwertig angesehen.

@ 15:57 eine_anmerkung

Nur zu... Die katholische Kirche positioniert sich eindeutig zur humanitären Seenotrettung, vom Papst über Bischöfe bis zu Pfarreien und Hilfswerken und Initiativen. Da beisst die Maus keinen Faden ab.

Millionen Notleidende in Afrika ...

Die meisten Kommentator/innen begrüßen den Plan ja offenbar, ich sehe ihn kritisch.

Will die Kirche die Menschen (nur) aus dem Wasser holen oder eine ggf. lebenslange Versorgung in Aufnahmestaaten erreichen? Afrika hat Millionen von Menschen, die hungern und in Not sind, wächst in der Einwohnerzahl gewaltig (sie verdoppelt sich laut UN bis 2050!), auch nur einen größeren Bruchteil davon kontinuierlich nach Deutschland zu bringen, ist zweifelsohne human, bedeutet aber auch für die schon hier lebenden Bevölkerung und Gesellschaft längerfristig eine große Belastung – die unwichtig ist gegenüber der Fürsorge für Afrika? Europa kann Afrika nicht hierzulande retten, auch die Ev. Kirche kann das nicht. Man muss vor Ort mehr tun.

evangelische kirche beteiligt sich an seenotrettung

nun ist wirklich zeit aus dieser kirche auszutreten .

Wer in die EU einreist

sollte eine Bewilligung haben, Einreisepapiere und an einer Grenze entsprechend kontrolliert und registriert werden. Will die EU Migranten, so kann man das auf legale Beine stellen. Voellig in Ordnung.

Kirchen sollten nicht versuchen die saekularen Regeln zu umgehen. Wir hatten das schon mal und man nannte es Mittelalter.

@ eine_anmerkung

Das ist ok. Dann hoffen Sie mal weiter auf irgendwelche vermutlich nicht existierenden und ohnehin nachrangigen und überflüssigen Symbolgesetze. Dann bleiben wenigstens Fackel und Forke im Schuppen...

@eine_anmerkung

"
Am 12. September 2019 um 15:55 von eine_anmerkung
Ganz Europa stehe in der Verantwortung

Woher sollte eine solche "Verantwortung" resultieren? Kann mir das mal jemand erklären?"

Das wurde schon so oft erklärt, auch hier im Forum. Immer wieder. Man muß es aber auch lesen und zur Kenntnis nehmen.

@IBELIN

"
Am 12. September 2019 um 16:17 von IBELIN
Wer in die EU einreist

sollte eine Bewilligung haben, Einreisepapiere und an einer Grenze entsprechend kontrolliert und registriert werden. Will die EU Migranten, so kann man das auf legale Beine stellen. Voellig in Ordnung.

Kirchen sollten nicht versuchen die saekularen Regeln zu umgehen. Wir hatten das schon mal und man nannte es Mittelalter."

Welche säkulare Regel verbietet es Menschen, andere Menschen aus Seenot zu retten?

Allen, besonders denen, die

Allen, besonders denen, die hier verächtlich oder zynisch über Menschen in Seenot und/oder ihre Helfer*innen sprechen, empfehle ich das autobiographische Buch "Wenn der Jasmin auswandert", in der Jad Turjman die Geschichte seiner Flucht aus Syrien übers Mittelmeer bis nach Österreich erzählt.

um 16:22 von Anderes1961

>>"..Das wurde schon so oft erklärt, auch hier im Forum. Immer wieder. Man muß es aber auch lesen und zur Kenntnis nehmen."<<

Wie Sie wissen dürften bin ich hier im Forum sehr aktiv, habe aber noch keine diesbezügliche Erklärung hier gesehen. Können Sie da vielleicht weiterhelfen?

@IBELIN

"
Am 12. September 2019 um 16:06 von IBELIN
@14:19 von Stefan T

"In Afrika sterben jedes Jahr 20 Mio. Menschen an Hunger und verschmutztes Wasser. Wo ist da die EKD?"
.
"Haben Sie schon einmal was von der Organisation "Brot für die Welt" gehört? Scheinbar nicht."

Was rettet mehr Menschen eine Million fuer Medizin, Malariabehandlung, sauberes Essen und subsidiaere Landwirtschaft. Oder dasselbe fuer Seenotrettung im Mittelmeer."

Aha, deshalb sollte man dann jetzt Menschen in Seenot ertrinken lassen, sind ja nur ein paar. Medizin, Malariabehandlung sauberes Essen retten ja mehr.

Die Argumente werden immer abstruser. Man, man, man.

@andererseits

"
Am 12. September 2019 um 16:25 von andererseits
Allen, besonders denen, die

Allen, besonders denen, die hier verächtlich oder zynisch über Menschen in Seenot und/oder ihre Helfer*innen sprechen, empfehle ich das autobiographische Buch "Wenn der Jasmin auswandert", in der Jad Turjman die Geschichte seiner Flucht aus Syrien übers Mittelmeer bis nach Österreich erzählt."

Ihr Lesetip ist sicher gut gemeint. Nur, von den Angesprochenen wird es keiner lesen, weil es diese Menschen schlicht nicht interessiert. Da bin ich mir absolut sicher. Ist aber meine persönliche Meinung, keine Tatsachenbehauptung.

@Googol

>> A) Flüchtlinge aus Afrika und Nordafrika haben eine >> Asylchance von ca. 1%.
>> B) Befeuert weiter den Menschenhandel.
>> C) Setzt falsche Anreize, wodurch Afrika weiter Arbeitskräfte verliert.
>> D) Die Kosten für die Allgemeinheit sind hier viel höher als Hilfe vor Ort.

Endlich mal ein wenig Rationalität inmitten dieser völlig emotionalisierten Debatte. Danke!

Also würde das die

Also würde das die katholische Kirche machen, ich würde sofort austreten.

Auch die katholische Kirche hat eine sehr dezidierte und entschiedene Haltung zur Frage der Flüchtlinge. Da sind sich Katholiken und Protestanten völlig einig.

Dass Ihre Einstellung dem diametral entgegensteht, wissen wir aus zahllosen Beiträgen. Mich wundert ehrlich gesagt, dass Sie überhaupt Kirchenmitglied sind. Welche Werte teilen Sie denn eigentlich?

EKD als verlängerte Werkbank

Ungeachtet bestehender Einreisebestimmungen in die EU wird die EKD hier zur verlängerten Werkbank der Schlepperorganisationen. Hat die EKD mal überprüft, wieviele Prozent dieser „geretteten“ Personen, zumeist Männer, wirklich asylberechtigt sind? Intelligenteres und rechtstreues Handeln sieht anders aus.

Scheinheiligkeit der evangelischen Kirche

Die evangelische Kirche hätte schon längst bei den Migranten vor Ort für ein besserers Leben derer sorgen können und damit die Fluchtursachen reduzieren können. An der Schlepperei beteiligt die Kirche sich jetzt, aber für die Folgekosten darf ja dann die Allgemeinheit aufkommen und da macht sich dann die evangelische Kirche einen schlanken Fuss. Wie Scheinheilig ist dieser Verein nur.

@pxslo, 12.32h

Das gilt aber auch für die Türkei.
Da ist nichts besser als in Griechenland.

Recht so !

wer salvini als grossmaul und dumm hinstellt ist sicher selbst nicht der hellste , doch genau solche menschen braucht man in rot-gruenen meeren…...

eine_anmerkung, um 16:06 Uhr

"Ich hoffe das unsere italienischen EU-Partner die Schiffe einsammeln und der evangelische Kirche eine saftige Strafe aufbrummen wie es die italienische Gesetzgebung vorsieht?"

Oh, Salvini hat sich selbst ins Aus geputscht. Nicht mitbekommen? Und er war in Italien so ziemlich der einzige Verfechter dieses Gesetzes, dessen Halbwertszeit vor dem EuGH noch deutlich unter der von Scheuers "Ausländer-nicht-Ausländer-äh-doch-Ausländer"-Maut liegen dürfte.

Selbst die italienischen Staatsanwaltschaften haben doch schon gegen Salvini ermittelt, wegen Amtsmißbrauch und unterlassener Hilfeleistung.

Sie versuchen lediglich ein tot geborenes Pferd zu reiten. Steigen Sie ab, es lohnt nicht.

@ 16:26 eine_anmerkung

Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie meine Antwort von 15:55 lesen und Ihre Kenntnisse damit erweitern?

um 16:14 von claudius19

"Ihre Polemik ist typisch für den grünlinken Mainstream. Da wird jeder der nicht ihrer Meinung ist abgekanzelt, ins Nazireich verschoben und überhaupt als minderwertig angesehen."

Meine Polemik ist es eher, Ihre Thesen dadurch zu diskreditieren, indem Sie hier nun einmal wieder deutlich aufzeigen, wie schwer es Ihnen fällt, den gesamten Text sachlich zu widerstehen. Stattdessen suchen Sie sich nur einen Satz raus, damit es einfacher ist, dieses völlig aus dem Zusammenhang zu reissen!

Ich bin übrigens Anhänger einer konservativen Union mit einem leichten Hang zu Schwarz/Grün! Nur um das einmal klarzustellen! Und ich gehöre auch nicht dem Mainstream an, sondern verfolge eine klare, menschliche Linie, die es an sich schon verbietet, Menschen einfach nur zusehends ertrinken zu lassen, weil man sich ansonsten einen Schaden für das Land einbilden könnte.

Würde

doch der Oberhirte und seine Getreuen einige der Geretteten auf eigene Kosten unterhalten, anstatt den Steuerzahler zur Kasse zu bitten.
Aber: So weit geht die Liebe dann nicht. Herr B.-Strohm kann sich nicht entscheiden ob er Evangelischer Oberhirte ist, oder SPD Mann.
Diese unsere Kirche ist Falschmünzern in die Hände gefallen.

um 16:14 von andererseits

>>"Nur zu... Die katholische Kirche positioniert sich eindeutig zur humanitären Seenotrettung, vom Papst über Bischöfe bis zu Pfarreien und Hilfswerken und Initiativen. Da beisst die Maus keinen Faden ab."<<

Wo beteiligt sich die katholische Kirche an der illegalen Verbringung von Migranten in die EU?

@16:26 von eine_anmerkung

Wie Sie wissen dürften bin ich hier im Forum sehr aktiv, habe aber noch keine diesbezügliche Erklärung hier gesehen. Können Sie da vielleicht weiterhelfen?

20. August 2019, Artikel 'Spanien kritisiert Italien wegen Rettungsschiff "Open Arms"'

Zum Beispiel der Beitrag um 11:24:
Doch, denn die europäische Politik ist mit verantwortlich für die Armut und die Unruhen in vielen afrikanischen Ländern. Nur zwei Beispiele: Die europäischen Agrarsubventionen, die unsere Märkte abschotten und afrikanische Bauern so den Zugang verwehren. Die Waffenlieferungen an afrikanische Diktatoren, die damit die Menschen unterjochen.

oder 11:13, 11:09, 10:23, 10:21, und noch viele weitere.

Gern geschehen.

@eine_anmerkung

"
Am 12. September 2019 um 16:26 von eine_anmerkung
um 16:22 von Anderes1961

>>"..Das wurde schon so oft erklärt, auch hier im Forum. Immer wieder. Man muß es aber auch lesen und zur Kenntnis nehmen."<<

Wie Sie wissen dürften bin ich hier im Forum sehr aktiv, habe aber noch keine diesbezügliche Erklärung hier gesehen. Können Sie da vielleicht weiterhelfen?"

Ja kann ich. Zum Beispiel die Antwort des Users andererseits auf Ihren Post, etwas weiter oben:
"Am 12. September 2019 um 16:12 von andererseits. Zitat: "Wollen Sie das wirklich immer wieder neu erklärt bekommen? Sei's drum: Es gibt die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, es gibt die Genfer Konvention etc. - Und die EU-Grundlagen finden Sie zahlreich dokumentiert, u.a. hier: tinyurl.com/yxrvn7pk
[...]"

Aber Sie können die Frage auch leicht selbst beantworten. Nehmen Sie eine Suchmaschine ihres Vertrauens und suchen Sie mal nach Kolonialismus. Nur ein Beispiel, von vielen, warum Europäer eine Mitverantwortung haben. "

Die EKD stellt sich

gegen das Völkerrecht. Die Geretteten haben kein Recht darauf, sich das Land ihrer Träume auszusuchen. Sie sind an den nächsten sicheren Hafen in ihrer Heimat zu bringen.

Menschenfischer

Wer in diesen Tagen, in denen unchristliche, weinerliche, selbstgerechte und sich fälschlicherweise für etwas Besonderes haltende Mitmenschen, die selbst noch nie in wirkliche Todesangst geraten sind, die Mitmenschlichkeit an den Nagel hängen wollen, weil es sie langweilt nachzudenken, mitzufühlen oder gar zu teilen, was sie nie selbst erarbeitet haben, dann wird es Zeit den alten Jesus mal wieder in den Zeugenstand zu rufen und ihn zu fragen, was er denn so machen würde, in diesen schweren Zeiten. Ich überlege gerade wieder in eine Kirche einzutreten, die so etwas wie christliche Grundwerte nicht pegidaschreiend verteidigt, sondern einfach handelt. Coole Sache ihr Kirchenmänner und -frauen, wenn Gott wirklich alles sieht, dann seid ihr fein raus.

um 16:45 von Wielstadt

>>"Gern geschehen."<<

Das ist falsch. Die Hauptfluchtursache ist die Bevölkerungsexplosion in den betreffenden Ländern und die hat mit den von Ihnen genannte Gründen nichts zu tun.

Anders helfen

Die Kirche könnte stattdessen besser mal das Geld investieren, um bei der Bekämpfung der Fluchtursachen zu helfen. Ich gehe davon aus, dass die Kirche sich nach der Rettung nicht an den Unterhaltungskosten für die Geretteten beteiligt.

wieder eintreten

Bin vor Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten.
Überlege gerade, wieder einzutreten.

@Googol

A) Flüchtlinge aus Afrika und Nordafrika haben eine Asylchance von ca. 1%.
1. Das ist von Land zu Land immer noch sehr unterschiedlich. Der afrkanische Kontinent besteht aus über 50 Staaten.
2. Nicht jeder Flüchtling stellt einen Asylantrag.

B) Befeuert weiter den Menschenhandel.
Nichts befeuert Migration mehr als unser Wirtschaftssystem und unser Lebensstil. Wenn Sie etwas ändern wollen, beginnen Sie dort. Aber - AUTSCH - das würde ja persönliche Verantwortung erfordern, nicht wahr?

C) Setzt falsche Anreize, wodurch Afrika weiter Arbeitskräfte verliert.
Afrika leidet nicht an Arbeitskräften, sondern an Arbeit und Einkommen. Weil wir ihnen alles wegnehmen. Selbst das.

D) Die Kosten für die Allgemeinheit sind hier viel höher als Hilfe vor Ort.
Wenn Sie B) und C) gelesen und verstanden haben, wissen Sie, dass das nicht stimmt.
Die Kosten für die Allgemeinheit werden noch sehr viel drastischer steigen, wenn wir nicht Flüchtlinge holen um unseren eigenen Geburtenrückgang zu kompensieren

Es wäre gut ...

... wenn die EKD auch für die Lebenshaltung der Migranten aufkommt.

Nachdem hier -zig Mal die

Nachdem hier -zig Mal die Frage gestellt wurde, "Warum tut die Kirche denn nichts für die Leute in Afrika?" verbunden mit der Unterstellung von Scheinheiligkeit, will ich deutlich feststellen:

Es gibt kaum Organisationen in Deutschland, die sich mehr für die Veränderung der Lebensverhältnisse in Afrika und anderswo einsetzen, als die kirchlichen Hilfsorganisationen wie Brot für die Welt, Misereor, Missio, Adveniat. Und da geht es nicht um Almosen, sondern um eine nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände, aber auch der gesellschaftlichen Verhältnisse.

Zudem bringen sich alle diese Organisationen in die politische Debatte hier ein. Die wissen, wovon sie sprechen. Im Gegensatz zu manchen Foristen hier.

Um es ganz klar zu sagen: Die Kirchen haben jedes Recht der Welt, sich für Flüchtlinge einzusetzen.

Warum tun die arabischen

Warum tun die arabischen Länder nicht mehr. Schließlich sind es ja Glaubensbrüder.

Wann wird endlich die Misere in Syrien, Irak, Afghanistan beendet? Die UNO hat bis jetzt
nichts auf die Beine gebracht.

16:12 von andererseits

Gut, dass alle christlichen Kirchen da klar Position für Menschenrechte und für Seenotrettung beziehen.
.
die haben auch ne klare Position zum Recht auf Leben .... Abtreibung
begrüssen sie das auch ? oder sehen das eher kritisch
//
Es gibt die allgemeine Erklärung der Menschenrechte
es gibt auch die arabischen Menschenrechte ...
und Frauenrechte als Teil der Menschenrechte
werden in Schweden und Deutschland sehr unterschiedlich gesehen

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