Ihre Meinung zu: Abstimmungen im Bundestag: AfD fehlte am häufigsten

26. September 2019 - 5:00 Uhr

Die AfD war im vergangenen Jahr die Fraktion mit den höchsten Fehlzeiten bei namentlichen Abstimmungen im Bundestag. Das zeigt eine statistische Auswertung des ARD-Magazins Kontraste.

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Kommentare

Das Ergebnis ist nicht

Das Ergebnis ist nicht wirklich verwunderlich. Wer in großen Teilen der Partei ein gebrochenes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie hat, der fehlt eben auch am öftesten. Ich befürchte, dass das allerdings zu wenig Menschen die Augen öffnet über die längst durch Höcke und Kalbitz gesteuerte Truppe, denn blinde ideologische Abhängigkeit kriegt selten die Augen auf, um die Realität wahrnehmen und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen.

Es ist so einiges faul

im deutschen Bundestag. Von Anwesenheitspflicht (wie bei Arbeitnehmern) bis zur Einhaltung der Mindestanwesenheit bei Abstimmungen (ohne die Möglichkeit, par ordre du mufti festzulegen, daß genügend Abgeordnete anwesend sind, auch wenn es nach der Geschäftsordnung zu wenige sind) gäbe es allein im Bereich Anwesenheit einiges Verbesserungspotential. Vielleicht würden dadurch sogar die Politiker wieder glaubwürdiger.

AfD

Und so will man das angebliche "Wille des Volkes" vertreten? Ich dachte die wollen alles besser machen? In dem man oft nicht da ist, gehts wohl eher nicht.

Am 26. September 2019 um 06:08 von andererseits

"Das Ergebnis ist nicht wirklich verwunderlich. Wer in großen Teilen der Partei ein gebrochenes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie hat, der fehlt eben auch am öftesten."
#
#
Dann haben also die nicht an den Abstimmungen teilgenommenen Politiker aller Parteien ein gebrochenes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie?
Bemerkenswerter ist für mich, wenn bei Abstimmungen der Anträge die von der eigenen Partei 10% der Politiker dieser Partei fehlen.
Das die AfD die höchste Prozentzahl hat, ergibt sich durch zwei Abstimmungen. Wer will kann das auf der Seite des Bundestag sehen.
Aber es muss ja jede Woche etwas gegen die AfD ausgegraben werden.

@ andererseits

"Das Ergebnis ist nicht wirklich verwunderlich. Wer in großen Teilen der Partei ein gebrochenes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie hat, der fehlt eben auch am öftesten"

Wenn man ihrer These folgen würde (ich könnte mich damit anfreunden), dann heisst es aber auch, dass die Einzelpersonen Gysi und Gabriel ihrer Einschätzung nach die größten Probleme mit der parlamentarischen Demokratie haben. Denn die fehlen scheinbar am "öftesten"

(am öftesten: Der Superlativ am öftesten ist zwar möglich und nach Duden korrekt, jedoch wird hier in der Regel »am häufigsten« vorgezogen – auch wir empfehlen diese gebräuchlichere Form)

Abgeordnete fehlen am häufigsten

Ich habe mal AfD extra weg gelassen, weil es sich so besser liest. Es sind einfach zu viele Abgeordnete im Bundestag die dem Steuerzahler sehr viel Geld kosten. Wenn ein Arbeitnehmer solche Arbeitsmoral hätte, würde er den Job sofort verlieren. Politiker sollten auch nach Leistung bezahlt werden und nicht nach Gerede. Reden können viele, aber Taten sind anders und der Bundestag sollte schlanker werden. Dort sitzen viel zu viele Abnicker und zu wenige, die Ahnung von der Materie haben die sie verteten sollten. Der Lobbyismus breitet sich immer mehr im Bundestag aus, leider.

Wenn ich manches mal die

Wenn ich manches mal die Sitzreihen des Parlaments anschaue, sind es nicht nur afd Mitglieder. Wäre schön wenn alles ihrer Verpflichtung nach kämen. Vieleicht wäre es sinnvoll wie bei Schulschwänzern ein Buss geld in Höhe von 500 Euro zu erheben. Immerhin verspielen sie durch ihr Verhalten das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit des Wählers. Desweiteren fördern sie Politikverdrossenheit.

Weniger ist mehr

Da die Abstimmungsergebnisse durch die Abwesenheit von zehn bis 20 Prozent der Stimmberechtigten offensichtlich nicht verfälscht werden, könnte man auf diese generell verzichten und den Bundestag entsprechend verkleinern, ohne dass die Demokratie darunter leidet.

Zirkelschluss...

@tagesschlau, berelsbub

Das hat "andererseits" nie geschrieben. Zirkelschluss, klassischer Argumentationsfehler Ihrerseits!

Wenn B aus A folgt, folgt deshalb nicht A aus B.

In diesem Fall: Wenn die, die ein Problem mit der Demokratie haben, häufig fehlen, haben die die, die oft nicht da sind, deshalb nicht unbedingt ein Problem mit der Demokratie.

Die Anzahl der MdB ist eh zu hoch!

Eigentlich bedeutet diese Abwesenheit der MdB ja auch, dass sie im Bundestag gar nicht benötigt werden! Die Zahl der MdB ist ja sowieso zu hoch, also könnten die MdB, die häufig fehlen, ihr Mandat einfach verlieren.
Andererseits verdient zB Herr Gabriel mit Auftritten als Redner eine Menge Geld, während er seinen tatsächlichen Job als MdB vernachlässigt. Ergo müssen seine Bezüge als MdB - immerhin über 10.000 € - um die Summe gekürzt werden, die er als Redner verdient!
Leider gibt es keine Möglichkeit solche Sanktionen durchzusetzen, da ja die MdB selbst darüber entscheiden müssten.
Vielleicht sollten die Medien jeden Tag nachzählen wer fehlt und das Ergebnis jeden Tag auf ihren 1. Seiten veröffentlichen.
Und natürlich versuchen, die betreffenden Politiker jeden(!) Tag zu den Gründen ihrer Abwesenheit befragen und dieses Interview ebenfalls jeden Tag bekannt zu geben!
Doch bestimmt gibt es viele Ausreden der Medien, so etwas nicht zu tun.
Da bin ich mir ganz sicher!

Naja so weit von den anderen

Naja so weit von den anderen Parteien ist die AfD jetzt nicht entfernt. Allerdings Weidels Abstreiten ist mal wieder typisch. Müllers Eingeständnis um so erfrischender.
Sigis 50% Fehlzeit ist allerdings für mich unbegreiflich, so ein Demokratieverständnis gibt den Wählern das Gefühl, bei der SPD ist das Kreuz an der richtigen Stelle.

Aus dem Artikel:

>>Ihr Fraktionskollege Hansjörg Müller (persönliche Fehlquote 42,42 Prozent) räumt gegenüber Kontraste jedoch ein, dass seine Fraktion inzwischen "in der Realität angekommen" sei: Die Fraktion habe gelernt, dass die eigentliche Arbeit von Bundestagsabgeordneten gar nicht im Plenum stattfindet, so Müller.<<

Manche lernen wohl ein wenig später als andere.

Ich erinnere mich genau an die Kampagne der AfD zur Anwesenheit im Bundestag, wo ihr genau das, was Herr Müller jetzt herausgefunden hat, immer wieder vorgehalten wurde und dies als Ausflüchte der Altparteien bezeichnet wurde.

Aber Frau Weidel kommt von der Erzählung offensichtlich immer noch nicht runter, obwohl sie nun wirklich intelligent genug ist, um es besser zu wissen.

Glaubwürdig geht anders, aber das ist den Anhängern dieser Partei wohl egal.

06:25 von riewekooche

Ich muß ihnen Recht geben und wenn man bedenkt wie schnell den Abgeordneten eine "Rente" gezahlt bekommen, kann man Schum vor dem Mund bekommen. Na Ja "Et hät noch immer got gegange" ist denen ihr Slogan.

@berelsbub

Am besten macht es ja ein Kemmerich von der FDP:
Nicht da sein, aber posten oder posten lassen, damit es den Anschein erweckt teilgenommen zu haben. Irgendwie bekommt man den Eindruck das diese genannten alle nicht per Mühe und Arbeit dort sind, sondern irgendwie andere Machtverhältnisse aufweisen.

Bundestag

Beides: Die Teilnahme an namentlichen Abstimmungen und die Teilnahme an den Bundestagsdebatten sind wichtig. Wenn man bei den Debatten einmal "zählen" würde, dann kämen die "Parteien die schon immer im Bundestag waren" gar nicht mehr so gut weg. Eine halbe Stunde Zeitaufwand für eine Wahl sagt nämlich noch gar nichts, wenn ansonsten eine "Debattenflucht" betrieben wird. Abstimmen ohne vorherige Diskussionsteilnahme im Parlament finde ich - gelinde gesagt - schon sehr bemerkenswert.

Wenn ich Fehlzeiten in meinem Job

habe, wird mir ein bestimmter Betrag vom Gehalt abgezogen.
Vlt. sollte man ein System für die Abgeordneten einführen, die ähnliches möglich macht. Für jedesmal Fehlen 250,00€ von den Diäten abziehen und dieses Geld gemeinnützig zur Verfügung zu stellen.
Die "Vielfehler" werden sich das dann genau überlegen, ob sie nicht doch lieber ihre Pflichten bei namentlichen Abstimmungen zu Anwesenheiten öfters nutzen.

oft-öfter-am öftesten

Man müsste nochmal den Unterschied zwischen eindeutig und eineindeutig erklären. Ein Beispiel: Alles Islamisten sind Moslems. Aber: nicht alle Moslems sind Islamisten. Oder, alle die intelligent sind, sehen Tagesschau aber nicht alle die Tagesschau sehen sind intelligent.. also, wer fehlt am meisten?

Wille des Volkes

die AFD hat sich gut angepasst

08:32 von tagesschlau2012

"Bemerkenswerter ist für mich, wenn bei Abstimmungen der Anträge die von der eigenen Partei 10% der Politiker dieser Partei fehlen."

Wenn ich Ihre Bemerkung – an deren Konformität mit den Regeln der deutschen Grammatik Zweifel erlaubt sind – richtig verstehe, versuchen Sie Folgendes zum Ausdruck zu bringen: Entscheidend ist, ob Abgeordnete bei namentlichen Abstimmungen über diejenigen Anträge anwesend sind, die von der jeweils eigenen Partei eingebracht wurden.

Ich kann allerdings nicht finden, dass ein spalterisches Verhalten dieser Art mit ungeschriebenen Grundregeln der Demokratie und des Parlamentarismus vereinbar wäre.

Abgeordnete fehlen am häufigsten

ja das stimmt aber wirklich

08:39, Jimi58

>>Abgeordnete fehlen am häufigsten
Ich habe mal AfD extra weg gelassen, weil es sich so besser liest. Es sind einfach zu viele Abgeordnete im Bundestag die dem Steuerzahler sehr viel Geld kosten. Wenn ein Arbeitnehmer solche Arbeitsmoral hätte, würde er den Job sofort verlieren. Politiker sollten auch nach Leistung bezahlt werden und nicht nach Gerede. Reden können viele, aber Taten sind anders und der Bundestag sollte schlanker werden. Dort sitzen viel zu viele Abnicker und zu wenige, die Ahnung von der Materie haben die sie verteten sollten. Der Lobbyismus breitet sich immer mehr im Bundestag aus, leider.<<

Selbst die AfD hat offensichtlich mittlerweile erkannt, daß die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten nicht darin besteht, im Plenum zu sitzen.

Klassische AfD Antwort

"Hat sie doch überhaupt nicht, die anderen sind doch deutlich höher abwesend. Ich weiß nicht, welche Statistik Sie haben."

Eine AfD-Antwort wie aus den Buch:

1. Verleugnen
2. Whataboutism
3. Statistik infrage stellen

So viel in zwei kurzen Sätzen, herzlichen Glückwunsch Frau Weidel

"Die Fraktion habe gelernt, dass die eigentliche Arbeit von Bundestagsabgeordneten gar nicht im Plenum stattfindet, so Müller."

Da hat sich aber jemand auf seinen Job vorbereitet, wenn er nach 2 Jahren merkt, was er so machen muss.

08:40, Didib57

>>Wenn ich manches mal die Sitzreihen des Parlaments anschaue, sind es nicht nur afd Mitglieder. Wäre schön wenn alles ihrer Verpflichtung nach kämen. Vieleicht wäre es sinnvoll wie bei Schulschwänzern ein Buss geld in Höhe von 500 Euro zu erheben. Immerhin verspielen sie durch ihr Verhalten das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit des Wählers. Desweiteren fördern sie Politikverdrossenheit.<<

Es ist offensichtlich wirklich schwer, die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten zu verstehen.

Das Sitzen im Plenum ist nicht ihr wichtigster Teil.

08:40 von Didib57

"Immerhin verspielen sie durch ihr Verhalten das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit des Wählers."

Dass meine Glaubwürdigkeit als Wähler durch das Fehlverhalten von Abgeordneten leidet, möchte ich mal bezweifeln. Selbst die durchschnittlichen AfD-Wähler sind vermutlich eher leichtgläubig als unglaubwürdig.

Eher ist es so, dass die Glaubwürdigkeit der Abgeordneten auf dem Spiel steht. Und dass in dieser Hinsicht die AfD-Abgeordneten am leichtfertigsten handeln, wenn namentlich abgestimmt wird, wissen wir jetzt ja.

Mir fällt oft die Leere im Bundestag auf ...

... und zwar bei allen Parteien. Bei wichtigen Debatten und Abstimmungen sollte man aber eigentlich da sein.

Als entschiedener AfD-Gegner -- mal ganz unabhängig von der Partei: weniger Zeit in Berlin zu verbringen, kann ja bedeuten, sich lieber in seinem Wahlkreis aufzuhalten. Das wird von einem Abgeordneten schließlich auch erwartet. Bürgernähe uns so ...

Ich glaube gelesen zu haben,

Ich glaube gelesen zu haben, das Deutschland nach China das zweitgrößte Parlament hat. Es ist ja nicht nur die Summe der Diäten, es sind ja auch die Pensionsansprüche. Aber wir haben's ja.
Halbiert das Parlament und ihr könnt jeden Monat mehrere Schulen renovieren.

Es ist erschütternd,

wie viele Foristen wohl wirklich glauben, Plenumssitzen und Fingerheben seien die vornehmsten Beschäftigungen des Abgeordneten, für die er gewählt wäre.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, wenn Viele mit der parlamentarischen Demokratie fremdeln.

"... in der Realität angekommen..."

"...Hansjörg Müller (persönliche Fehlquote 42,42 Prozent) räumt gegenüber Kontraste jedoch ein, dass seine Fraktion inzwischen "in der Realität angekommen" sei: Die Fraktion habe gelernt, dass die eigentliche Arbeit von Bundestagsabgeordneten gar nicht im Plenum stattfindet,..."

Handelt es sich hierbei um das Eingeständnis, dass man noch in 2017 populistisch etwas bemängelt hat, von dem man - " in der Realität" - also offensichtlich KEINE Ahnung hatte ?

DAS würde dann wohl immerhin in etwa das häufig zu beobachtende, immer wiederkehrende Dilemma von Populisten beschreiben.

Als Ausrede hingegen ist es wenig tauglich.

Nun...

warum wird die AfD so hervorgehoben? Der Partei werden selbstverständliche Sitze vorenthalten. Keiner will was mit denen zu tun haben. Warum sollen sie dann immer anwesend sein? Ich denke die anderen sind auch nicht viel besser!

8:32 von tagesschlau2012

>Bemerkenswerter ist für mich, wenn bei Abstimmungen der Anträge die von der eigenen Partei 10% der Politiker dieser Partei fehlen.
Das die AfD die höchste Prozentzahl hat, ergibt sich durch zwei Abstimmungen. Wer will kann das auf der Seite des Bundestag sehen.<

Geht doch, bei zwei Abstimmungen die meisten Punkte. Toll, was diese Fraktion zu leisten im Stande ist. Allerdings:

>Ihr Fraktionskollege Hansjörg Müller (persönliche Fehlquote 42,42 Prozent) räumt gegenüber Kontraste jedoch ein, dass seine Fraktion [AfD] inzwischen "in der Realität angekommen" sei: Die Fraktion habe gelernt, dass die eigentliche Arbeit von Bundestagsabgeordneten gar nicht im Plenum stattfindet, so Müller.<

Ich denke, da ist was dran und die Kontraste-Recherche weist auf einzelne Abgeordnete wohl aller Parteien, die lieber bezahlte Vorträge o.Ä. "arbeiten" als fleißig ihr Mandat wahrzunehmen. Ihre Reflexhandlung, die AfD als tolle "Bankdrücker" darzustellen, lässt mich somit schmunzeln.

Normale Partei

Die AfD möchte doch gerne eine anerkannte politische Partei sein. Also benimmt sie sich auch so, sowohl bei Parteispenden als auch bei der Abwesenheit.

Sie kann sich dann nur nicht mehr als "etwas Besseres" fühlen im Unterschied zu den so verachteten "politischen Eliten".

Den Satz vom "Ankommen in der politischen Realität" verstehe ich sogar. Wenn das so manchem Anhänger der AfD auch noch gelingt wird die Partei schnell entzaubert. Dann wird man feststellen, dass viele Probleme in D, über die man sich zurecht erregen kann, auch nicht besser würden, wäre die AfD an der Regierung.

Willkommen in der Welt der "Sachzwänge".

@andererseits

" Wer in großen Teilen der Partei ein gebrochenes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie hat, der fehlt eben auch am öftesten"

Hatte dann damals Frau Roth auch ein "gebrochenes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie" als sie die Beschlussfähigkeit feststellte obwohl eigentlich zu wenig Abgeordnete anwesend waren, bzw hatten die fehlenden Abgeordneten auch dieses "gebrochene Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie" ?

Wenn ich Fehlzeiten in meinem Job

da stimme ich ihnen voll zu

Wer sich einmal andere Parlamente...

...ansieht, der wird schnell feststellen, dass es dort auch häufig viele leere Plätze gibt. Das ist doch nicht ganz verwunderlich. Abgeordnete sind mehr als nur Stimmenbeschaffer. Die sind in ihren Wahlkreisen unterwegs, reden mit den Menschen, sehen sich Probleme an, sitzen in verschiedenen Ausschüssen, leiten ein Büro mit Angestellten...

Auch wenn ich mich nun insbesondere über die AfD nicht wundern muss, da ich diese Partei ohnehin für völlig undemokratisch und überflüssig halte, so kann ich ihr nicht anlasten, was grds. ein völlig normaler Vorgang ist. Gleichzeitig finde ich es auch nicht verwunderlich, dass gerade in der Opposition so hohe Fehlzeiten zu erkennen sind. Wenn die einmal an die Macht wollen, müssen die kämpfen und raus zum Wähler. An Abstimmungen teilzunehmen, denen sie eh unterlegen sind, macht da häufig weniger Sinn!

es

wäre interessant zu erfahren, wieviele der Fehlzeiten -bei allen Parteien- durch Honorarauftritte oder andere "Nebenjobs" bedingt waren.

Wichtige Themen

Man kann den Eindruck gewinnen, dass lediglich das Thema Diätenerhöhung als wichtig erachtet wird. Da ist der Saal regelmäßig voll.......

@Jimi58

"Neu
Am 26. September 2019 um 08:39 von Jimi58
Abgeordnete fehlen am häufigsten

Ich habe mal AfD extra weg gelassen, weil es sich so besser liest. Es sind einfach zu viele Abgeordnete im Bundestag die dem Steuerzahler sehr viel Geld kosten. Wenn ein Arbeitnehmer solche Arbeitsmoral hätte, würde er den Job sofort verlieren. Politiker sollten auch nach Leistung bezahlt werden und nicht nach Gerede. Reden können viele, aber Taten sind anders und der Bundestag sollte schlanker werden. Dort sitzen viel zu viele Abnicker und zu wenige, die Ahnung von der Materie haben die sie verteten sollten. Der Lobbyismus breitet sich immer mehr im Bundestag aus, leider."

Reden ist essentielle Geschäftsgrundlage für die Arbeit der Politiker, das ist ihr Job; reden und debattieren. Was nach einer Debatte, ob im Plenum oder in den Ausschüssen (wo die eigentliche Arbeit stattfindet) herauskommt, ist eine andere Frage. Wie sollten denn Politiker sonst um Lösungen ringen, wenn nicht mit reden? Halma spielen?

8:59 von fathaland slim

nein es ist nicht schwer die die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten zu verstehen wenn aber bei den Ressortberatungen im Rahmen der Haushaltsdebatte , hoch geschätzt, 100 Abgeordnete im Parlament anwesend sind, von denen 50 % mit Ihrem Smartphon beschäftigt sind, wo bleibt der Respekt vor dem Redner. Ich bin der Meinung das einige der Damen und Herren absolut überflüssig sind. Ich weiß nicht wie oft Sie Ihren Bundestagsabgeordneten außer in Wahlkampfzeiten in Ihrem Wahlkreis sehen, ich sehr selten.

Zwei interessante Stellen im Artikel:

"Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel antwortete auf Kontraste-Nachfrage, wie sie sich die hohe Abwesenheit der AfD erkläre: "Hat sie doch überhaupt nicht, die anderen sind doch deutlich höher abwesend. Ich weiß nicht, welche Statistik Sie haben.""

Und:

"Die Fraktion habe gelernt, dass die eigentliche Arbeit von Bundestagsabgeordneten gar nicht im Plenum stattfindet, so Müller."

Teile der AfD scheinen tatsächlich in der Realität angekommen zu sein, während andere immer noch den Beißreflex haben.

09:09 von fathaland slim

Es ist erschütternd, wie viele Foristen wohl wirklich glauben, Plenumssitzen und Fingerheben seien die vornehmsten Beschäftigungen des Abgeordneten, für die er gewählt wäre.
.
Wenn man beschließen oder verhindern will, dann kommt man nicht umhin, auch an den Abstimmungen teilzunehmen, auch wenn diese "Beschäftigung" vielleicht nicht "vornehm" bzw vornehmlich ist, wie Sie es besser formuliert hätten.
.
Die Präsenz im Plenum lässt sehr wohl nebenher noch Zeit für das restliche politische Tagesgeschäft, ob am Regierungssitz oder im Wahlkreis.
.
Ob es jetzt in diesem Zusammenhang zielführend ist, mal wieder die AfD herauszupicken, so als ob bei den anderen Parteien alles paletti wäre, das sollte eher Gegenstand der Diskussion sein. Denn in der Disziplin Anwesenheit im Parlament gibt es Fehlverhalten bei allen Parteien, von dem subtil abgelenkt wird, wenn man so tut, als sei allein die AfD auch hier ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man es nicht macht.

@fathaland slim

"
Am 26. September 2019 um 09:09 von fathaland slim
Es ist erschütternd,

wie viele Foristen wohl wirklich glauben, Plenumssitzen und Fingerheben seien die vornehmsten Beschäftigungen des Abgeordneten, für die er gewählt wäre.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, wenn Viele mit der parlamentarischen Demokratie fremdeln."

Liegt vielleicht daran, daß der eine oder andere den Begriff "Sitzungsgelder" falsch versteht. :-)
Aber im Ernst, dieser Irrtum ist einfach nicht totzukriegen, auch wenn man tausend mal erklärt, was ein Politiker eigentlich macht, nämlich in erster Linie reden, über ein Thema und mit Menschen.
Würden die Politiker nur noch im Plenum sitzen und nicht mehr mit Menschen reden, käme von den gleichen Leuten, die sich über die Leere im Bundestag beschweren der Vorwurf, die Abgeordneten würden nicht mehr mit dem "Volk" reden.

wer suchet der findet ...

13,57% zur FDP mit 12,95% macht einen Unterschied von 0,62%, wow, dass ist ja mal ein gewaltiger, Unterschied.

Die Fehlzeiten sind zwar nicht vorbildlich, aber für mich ist das Programm einer Partei wichtiger und wahlentscheidend .

"Themen von hoher Relevanz" das liegt wohl im Auge des Betrachters. Außerdem ist bei einer Abstimmung auch immer eine Stimmenthaltung möglich, so was nennt sich Demokratie. Auch eine Anwesenheitspflicht würde hier deshalb nicht wirklich weiterhelfen.

um 08:59 von fathaland slim

>>
Es ist offensichtlich wirklich schwer, die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten zu verstehen.

Das Sitzen im Plenum ist nicht ihr wichtigster Teil.
<<

... könnte aber gerne wieder wichtiger werden. Nach meinem subjektiven Gefühl wurde früher (sehr viel früher) um Lösungen tatsächlich gerungen. Die jetzigen Regelungen, bei denen auch jemandem, der Wichtiges zu sagen hat, das Mikrofon abgedreht wird, sind für eine lebendige Demokratie nicht wirklich förderlich. Wenn die eigentliche Arbeit tatsächlich in den Ausschüssen stattfindet, dann müssten die Fernsehübertragungen von dort stattfinden und nicht aus dem Plenum.

@Pedro Jorge Fuerza

"
Am 26. September 2019 um 08:51 von Pedro Jorge Fuerza
oft-öfter-am öftesten

Man müsste nochmal den Unterschied zwischen eindeutig und eineindeutig erklären. Ein Beispiel: Alles Islamisten sind Moslems. Aber: nicht alle Moslems sind Islamisten. Oder, alle die intelligent sind, sehen Tagesschau aber nicht alle die Tagesschau sehen sind intelligent.. also, wer fehlt am meisten?"

Sie stellen aber hohe Ansprüche, den mathematischen Begriff Eineindeutigkeit zu verstehen ist schon sehr anspruchsvoll. :-) Schöner Beitrag. Danke dafür.

fathaland slim, 09:09

Es ist erschütternd, wie viele Foristen wohl wirklich glauben, Plenumssitzen und Fingerheben seien die vornehmsten Beschäftigungen des Abgeordneten, für die er gewählt wäre.

Ob vornehm oder nicht, Plenum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Vollversammlung.

Wobei es angesichts des ständigen Daddelns und gezielten Weghörens vieler Abgeordneter, speziell der Regierungsmitglieder, egal ist ob deren Körper im Saale abhängen.

@6:08 von andererseits

"blinde ideologische Abhängigkeit kriegt selten die Augen auf, um die Realität wahrzunehmen"....wie überaus wahr.

@fathaland slim

"Das Sitzen im Plenum ist nicht ihr wichtigster Teil."

Es ist jedoch ein Teil der Arbeit von/eines MdB.
Selbst wenn das namentliche Abstimmen im Parlament nur aus 2% der gesamten Arbeitszeit bestehen würde, könnte ich als Wähler Rückschlüsse auf dieses Fehlverhalten ziehen. Vielleicht führt dieser Parlamentarier auch die rechstlichen 98% seiner Arbeit nicht zu 100% mit Leistungserbringung aus, sondern nur zu 10...20% z.Bsp.?

Die "Arme, gebeutelte" Afd

Wie immer das Gleiche mit dieser Partei und ihren Anhängern: Anderen Parteien Fehlverhalten vorwerfen und wenn einem selbst dieses Verhalten nachgewiesen wird, verharmlosen, leugnen oder andere beißen. Verlogenheit gehört zum System Afd.

09:49 von Digitaler Fußabdruck

"...mal wieder die AfD herauszupicken,..."

Die AFD hat sich in diesem Punkt SELBST angreifbar gemacht, da sie sich offenbar in einem Verhalten hervortut, das sie zuvor (2017) noch in populistisch anmutender Art und Weise bei anderen lautstark bemängelt hat.

Insofern ist das kein " wieder herauspicken", sondern ein schlichter Faktenabglich a la " Wenn die eigenen Worte und Forderungen den tatsächlichen eigenen Taten widersprechen".

In diesem Fall ist das eine Wunde, die sich die AFD selbst und ohne fremde Hilfe beigefügt hat, da ihr Anspruchsdenken an ANDERE dann doch offenbar NICHT für das eigene "Personal" gilt.

um 09:38 von Barnesy

Das die Bundestagsabgeordneten ihre Diäten aber seit Jahren nicht mehr selber festlegen.....dass wissen sie aber?

Die Diäten werden automatisch angepasst und die Erhöhung richtet sich an den Gehaltssteigerungen der obersten Richter in Deutschland.

Grundsatzfrage

Statt hier zu hickhacken, welche Partei die meisten Fehl-Abgeordneten hat, sollte man doch die Grundsatzfragen dahinter beachten:
1. Der Bundestag ist mit 800 Abgeordneten VIEL ZU GROSS gegenüber der ursprünglichen Zahl von Abgeordneten.
2. Bei jeder im Fernsehen übertragenen Sitzung des Bundestages kann man deutlich sehen, dass häufig nur 1/3 der Abgeordneten anwesend sind, und das, obwohl die Sender offensichtlich angewiesen sind, die Kamera so aufzustellen und zu führen, dass das nicht so ins Auge sticht.
3. Ein Abgeordneter bezieht ein nicht unbeträchtliches Einkommen, u.a. auch dafür, dass er sich im Parlament aufhält und betätigt. Wer nicht erscheint, bekommt einen Teil seines Geldes zu Unrecht, und offensichtlich hat das Parlament nix zu sagen, so dass sich der Besuch nicht lohnt.
.
An diesen Fragen sollte dringend gearbeitet werden. Dabei ist mir zunächst die einzelne Partei schnurz-piepe.

Anwesenheit und Wahlkreis Arbeit...

Ein durchschnittliches Jahr hat ca 20 Sitzungswochen, plus 6 für Ausschüsse.
Dazu mal 6 Wochen "Urlaub" gerechnet.
Blieben noch 20 Wochen für "Wahlkreisarbeit", Vorträge (die oftmals höher vergütet sind als ein BT-Abgeordneter monatlich erhält) etc...

Von daher darf man schon erwarten, dass ALLE Abgeordneten IMMER ANWESEND sein sollten, Krankheit mal ausgenommen...

AFD

vollkommen richtig stimme voll zu

um 09:09 von fathaland slim

"Es ist erschütternd,
wie viele Foristen wohl wirklich glauben, Plenumssitzen und Fingerheben seien die vornehmsten Beschäftigungen des Abgeordneten, für die er gewählt wäre."

Natürlich ist das Falsch, denn eine der Hauptaufgaben besteht darin Zeit mit Lobbyisten zu verbringen, sich deren Argumentationsführung und Gesetztexte eigen zu machen und fünf bis bis sechs mal die Woche mit dem Flieger durchs Land zu chatten um persönlich an unwichtigen Meetings teilzunehmen. Videokonferenzen hätten natürlich den Vorteil, billiger und Klimafreundlicher zu sein, aber die Häppchen und die intrigante Buffetpolitik würde dann entfallen. Und bevor Sie mich jetzt darauf hinweisen, dass ich keine Ahnung habe ... meine EX-Frau führt genau dieses Leben.

Nicht verwunderlich

Dass die AfD wieder einmal mit leeren Versprechungen und unnötigem Meckern glänzen konnte, zeigt Alles.
Vor allem die Uneinsichtigkeit von Alice Weidel finde ich bemerkenswert. Vielleicht werden manchem Wähler nun die Augen geöffnet.

@glogos
Wo werden der AfD im Bundestag Sitze verwehrt??
Und wer auf Landesebene zu blöd ist seine Listenplätze zu wählen, der ist selber Schuld. Bei anderen Parteien hätte sich die AfD da köstlich amüsiert.

Zu meinem letzten Beitrag

... ich meinte natürlich "durch das Land jetten".

09:09, firefighter1975

>>Handelt es sich hierbei um das Eingeständnis, dass man noch in 2017 populistisch etwas bemängelt hat, von dem man - " in der Realität" - also offensichtlich KEINE Ahnung hatte ?<<

Was den "kleinen" AfD-Abgeordeten angeht, so trifft das wohl zu. Den Führungskräften der Partei nehme ich das aber nicht ab. Ich unterstelle ihnen, daß sie eine populistische Kampagne wider besseres Wissen geführt haben. Sie surfen auf der Unaufgeklärtheit ihrer Wähler, anstatt sie aufzuklären. Sie nutzen die Dummheit der Mitmenschen aus. Eigentlich ist das elitäre Wählerverachtung in Reinform.

@09:14 von glogos

"warum wird die AfD so hervorgehoben? Der Partei werden selbstverständliche Sitze vorenthalten. Keiner will was mit denen zu tun haben. Warum sollen sie dann immer anwesend sein? Ich denke die anderen sind auch nicht viel besser!"

Weil die AfD vor der Bundestagswahl propagiert hat, genau das zu ändern. Sie hatten zum Beispiel den Slogan, dass Sie leere Reihen im Bundestag verhindern werden. Sie hatten sogar eine Anwesenheitspflicht gefordert. Außerdem haben sie bei Abstimmungen diese durch Anträge auf Hammelsprungverfahren unnötig verzögert.

Aber so kennt man die AfD: Was stört mich mein Geschwätz von gestern...
Wenn man es mal genau betrachtet, hat die AfD wohl als einzige Partei im Bundestag kein einziges ihrer Versprechen umsetzen können und trotzdem haben die immer noch Wähler.

Die AfD ist eine junge Partei mit weniger lokalen Verflechtungen

und Unterbau als die Etablierten. Das hat zur Folge, daß sie häufiger in ihren Wählergebieten präsent sein müssen, besonders im wichtigen und aussichtsreichen (siehe Wahlergebnis) Vorwahlkampf im Osten. Daß die Etablierten bei namentlichen Abstimmungen anwesender waren, ist rein themenbezogen, um ihre Politik durch ihre Mehrheit durchzudrücken. Ohne Fraktionszwang hätten wir eine viel lebhaftere demokratischere Diskussion im Parlament als vorbestimmtes Abstimmungsverhalten der Regierungsparteien.

Waren in 2019 im Bundestag bisher …

34 namentliche Abstimmungen.

Davon meist mehrere an einem Sitzungstag zusammen gefasst.
So nennt es zumindestens "abgeordnetenwatch.de" auf der dortigen Internet-Seite.

Namentlich abgestimmt werden muss, wenn das mind. 5% der Abgeorneten zum Thema (x) verlangen. Für die dann anzusetzenden Termine wird es ja Planungen geben (Fraktionsführungen), damit möglichst viele Abgeordnete teilnehmen können, ohne dass sie ihre eigenen Terminplanungen (Wahlkreise) ständig kurzfristig ändern müssen.

Am 28.06.2019 hatte es 4 namentliche Abstimmungen.
An dem Tag nicht da gewesen, ca. 12% der solchen Abstimmungen in 2019 verpasst. Am 17.05. "geschwänzt", nur 1 verpasst. Sind nur ca. 3%.

"Große Zahlenvorsicht" ist die fürsorgliche Mutter einer jeden Statistik.

Warum gingen welche Abgeordneten nicht zu welchen namentlichen Abstimmungen? Müsste man wohl auch mal genauer hinsehen …

Für die AfD als vollmundig bekennende Sitzungssaal-Sitzer trotz Unschärfen tendenziell blamabel. Wie zu erwarten war …

09:55, Klärungsbedarf @08:59 fathaland slim

>> "Das Sitzen im Plenum ist nicht ihr wichtigster Teil."

... könnte aber gerne wieder wichtiger werden. Nach meinem subjektiven Gefühl wurde früher (sehr viel früher) um Lösungen tatsächlich gerungen. Die jetzigen Regelungen, bei denen auch jemandem, der Wichtiges zu sagen hat, das Mikrofon abgedreht wird, sind für eine lebendige Demokratie nicht wirklich förderlich. Wenn die eigentliche Arbeit tatsächlich in den Ausschüssen stattfindet, dann müssten die Fernsehübertragungen von dort stattfinden und nicht aus dem Plenum.<<

Wem wird denn das Mikrofon abgedreht, und aus welchen Gründen?

Im Plenum wird immer das referiert, was vorher in den Fraktionen und Ausschüssen besprochen wurde. Wenn Sie das alles aufzeichnen und senden wollten, bräuchten Sie mindestens fünf oder sechs Sender, die nichts anderes täten.

Plenarsitzungen sind im Prinzip einer Theateraufführung vergleichbar. Wenn man das weiß und akzeptiert, dann kann man sie genießen und muss sich nicht empören.

@tagesschlau2012 das Stimmt so nicht

Der ursprüngliche Link enthielt die Tabelle, damit jeder meine Behauptungen selbst überprüfen kann. Aber scheinbar darf man hier keine Links posten.
Daher noch mal mein Post ohne Link.
.
Ich habe es selbst nachgerechnet. Die Excel Tabelle kann man hier einsehen:
#entfernter Link#
Die Rangfolge ist:
.
#1 AFD: 13,4 %
#2 Linke: 13,0 %
#3 FDP: 12,8 %
#4 SPD: 10,2 %
#5 Güne: 09,1 %
#6 CDU: 08,4 %
.
Das schlechteste Ergebnis der AFD kommt auch nicht zustande auf Grund von 2 Abstimmungen sondern eher daher, dass die AFD in 35 von 56 Fällen über dem Abwesenheitsdurchschnitt lag. Und das in einer Bandbreite von 5 % bis 30 % Abwesenheit - was einen Schnitt von 13,4 % Abwesenheit ergibt. Zwei Messungen von 56 ändern da garnichts dran.
.
Selbst wenn ich die zwei höchsten Abwesenheitsmessungen - 30% und 27% auf 0% setzen würde, so wäre es immer noch weit über 12 %

wie viele Sitzungstage gibt es pro Jahr im Bundestag?

Wenn ich einige Kommentare hier richtig verstehe, müssen es so um die 365 sein, denn nur dann wäre es für Abgeordnete schlicht unmöglich, neben all der aufreibenden Wahlkreisarbeit, die sie angeblich Tag für Tag leisten müssen, auch noch ausgerechnet an Abstimmungen teilzunehmen.
Tatsächlich ist die Zahl überschaubar, und es müsste jedem Parlamentarier in der Zeit elektronischer Kalender zuzumuten sein, seine Arbeit so zu planen, dass er es auch mal ins Plenum schafft.
Die Rechtfertigungsversuche der AfD entlarven sich selbst und sind im Grunde lächerlich, ebenso die zu erwartenden Bemühungen einiger Foristen, mit dem allfälligen "aber die anderen auch" vom Thema abzulenken. Aber die Argumentation, dass das in einer parlamentarischen Demokratie nun mal so sein müsse, scheitert schon daran, dass Abgeordnete selten aus Zeitnot, dafür aber öfter wegen lukrativerer Alternativen den Sitzungen fernbleiben.

@fathaland slim um 09:09Uhr

Leider haben Sie mit der Einschätzung des Unwissens der Bevölkerung absolut recht. Genauso wie nach Ansicht eines Großteils der Bevölkerung das Abstimmen im Bundestag der Job der MdB ist, genauso hängt man scheinbar immer noch dem angeblichen "Fachminister" nach, der alles besser weiß. Ist das so schwer zu verstehen, daß wirkliche Politik in den Ausschüssen nach mehr oder weniger intensiver Rücksprache mit den Lobbyisten gemacht wird? Bis heute hat die Bevölkerung nicht verstanden, daß die"Redeschlachten" zwischen Wehner und Strauss größtenteils nur "Show-Veranstaltungen" waren! Und die Medien benutzten sie als Beweis dafür, was für überzeugte Demokraten wir sind!

Interessante Argumentation

Interessante Argumentation von Frau Weidel. Üblicherweise haben die AFD Mitglieder und Anhänger zwei Strategien wenn sie mit Fakten konfrontiert werden. Erstens sie leugnen komplett deren Existenz oder zweitens sie behaupten solche Untersuchungen sind falsch, da sie dem eigenen subjektiven Empfinden widersprechen. Frau Weidel hat nun eine Kombination aus beidem vorgelegt. Aus Sicht der AFD sicherlich ein Top Job

andererseitz

"Wer in großen Teilen der Partei ein gebrochenes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie hat, der fehlt eben auch am öftesten."
Ihre Schlussfolgerung ist umwerfend, einfach märchenhaft.

tagesschau2012

So ist es!

Wer schwänzt wie oft?

In meinen Augen krankt der Bundestag an zwei gravierenden Missständen: Es gibt schlicht und einfach zuviele Abgeordnete und es gibt keinerlei Anwesenheitspflicht. Wenn man sich schon als Abgeordneter wählen lässt, hat man die Pflicht den Wählern gegenüber, bei Sitzungen und Abstimmungen im Plenum anwesend zu sein. Schließlich wird man dafür auch nicht zu knapp bezahlt und genießt außerdem Privilegien und Vorteile, die dem Wahlvolk ("Stimmvieh") größtenteils vorenthalten sind. Warum soll es nicht möglich sein, das Wahlrecht so zu ändern, dass nur der Abgeordnete mit den meisten Stimmen in seinem Wahlkreis in den Bundestag einzieht. Damit wäre der Unfug mit Zweitstimmen, Ausgleichsmandaten und Parteienproporz ein für allemal zu Ende. Gleichzeitig müsste ein Kontrollmechanismus entwickelt werden, der sicherstellt, dass alle (!) Abgeordneten auch anwesend sind, ausgenommen bei Krankheit oder anderen schwerwiegenden, nachprüfbaren Gründen. Und für den Steuerzahler würde es auch billiger!

09:53, Giselbert

>>wer suchet der findet ...
13,57% zur FDP mit 12,95% macht einen Unterschied von 0,62%, wow, dass ist ja mal ein gewaltiger, Unterschied.

Die Fehlzeiten sind zwar nicht vorbildlich, aber für mich ist das Programm einer Partei wichtiger und wahlentscheidend .

"Themen von hoher Relevanz" das liegt wohl im Auge des Betrachters. Außerdem ist bei einer Abstimmung auch immer eine Stimmenthaltung möglich, so was nennt sich Demokratie. Auch eine Anwesenheitspflicht würde hier deshalb nicht wirklich weiterhelfen.<<

Es ist für einen AfD-Fan gewiss nicht leicht, die Kehrtwenden und Volten dieser Partei öffentlich zu vertreten und dabei nicht komplett unglaubwürdig zu erscheinen.

Manchmal hilft dann nur noch Trotz. "Es ist mir völlig egal, was die Funktionäre meiner Partei tun und sagen, das Programm ist wichtig!"

Viele Sagen hier

die AFD hat ein gespaltenes Verhältnis zur Demokratie.
Sieht man sich die Gesellschaftlichen Thesen des Herrn Hoecke an, muss man dem vorbehaltlos zustimmen.

Nur wie sieht es mit den Anderem Parteien aus?
Derart viele Bundestagsabgeordnete (besonders die in Relevanten Ausschüssen) haben derartig viele Nebenbeschäftigungen (Alois Gehrig aus dem Landwirtschaftsausschuss sitzt zeitgleich in 15 Aufsichtsräten), dass sie doch eigentlich gar keine Zeit mehr für Parlamentsarbeit haben, geschweige denn in irgendeiner Weise wirklich neutral nach bestem Wissen und Gewissen handeln.

So Professionell wie derzeit die existenzielle Zukunft Deutschlands ruiniert wird, muss man unseren Politikern einfach entweder maximale Inkompetenz oder Überbordende Korruption unterstellen

9:09 von Karlderkühne

Mit wenig Worten das wesentliche gesagt. Danke

Faules Pack

Vielleicht suchen sich diejenigen Foristen, die der Meinung sind alle Abgeordneten, die in den Plenarsitzungen, namentlichen Abstimmungen etc. mehr oder weniger häufig fehlen, mal 'nen Job, wo sie representieren, Mitarbeiter führen, reisen, reden, zuhören, Entscheidungen treffen, an Gremien teilnehmen usw. müssen. Dann würde ihnen evtl. aufallen, dass sie trotz einer 60-Std-Woche immer noch priorisieren müssen und nicht alles schaffen. Es gibt nämlich durchaus Jobs, wo man 3-4 Termine gleichzeitig im Kalender hat, und Bundestagsabgeordnete/r gehört definitiv dazu.
Anderer Vorschlag: besucht doch einfach mal eure Abgeordneten in Berlin oder im Wahlkreisbüro zu den angebotenen Sprechzeiten und fragt nach. Auch das könnte zu einem Aha-Erlebnis führen.

Die eigentliche Arbeit findet nicht im Plenum statt

Stimmt leider. Die großen Lobbys bereiten im Hintergrund vor, was die GroKo dann abnickt. Wozu dann kommen?
Da nehmen sich die Parteien wenig wie die Zahlen zeigen.
Und ein wirksames Gesetz wie z.B. das längst überfällige Tempolimit schafft es nie überhaupt diskutiert geschweige denn beschlossen zu werden.
Ein Trauerspiel.
Und die am meisten fehlen, verdienen dann durch gut bezahlte Auftritte.
Transparen?
Lobbyregister?

09:49, Digitaler Fußabdruck

>>Die Präsenz im Plenum lässt sehr wohl nebenher noch Zeit für das restliche politische Tagesgeschäft, ob am Regierungssitz oder im Wahlkreis.<<

Aha. Man hat also als Abgeordneter noch nebenher Zeit für die eigentliche Arbeit.

>>Ob es jetzt in diesem Zusammenhang zielführend ist, mal wieder die AfD herauszupicken, so als ob bei den anderen Parteien alles paletti wäre, das sollte eher Gegenstand der Diskussion sein. Denn in der Disziplin Anwesenheit im Parlament gibt es Fehlverhalten bei allen Parteien, von dem subtil abgelenkt wird, wenn man so tut, als sei allein die AfD auch hier ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man es nicht macht.<<

Das Fehlverhalten ist keins.

Die AfD wird nicht rausgepickt, und es wird von nichts abgelenkt.

Denn:

Ausschließlich die AfD hat die Anwesenheit im Plenum zum Kampagnenthema gemacht, mit dem sie die "Altparteien" vor sich hertreiben wollte.

Da muss sie es sich schon gefallen lassen, an ihren eigenen Vorgaben und Ansprüchen gemessen zu werden.

Die Reaktion von Kemmerich ist Verhöhnung

> Seine hohe Abwesenheitsquote bei namentlichen Abstimmungen erklärt er wie folgt: "Viele Menschen plagen unter der rot-rot-grünen Landesregierung Abstiegsängste, Wohnungsnot, Arbeitsplatzverlust. Diese Menschen wenden sich an mich und ich bin für sie da."

Er könnte noch häufiger für diese Menschen da sein und noch weniger Zeit im Parlament verschwenden, wenn sie ihn nicht mehr wählen. Offensichtlich hat er nicht verstanden, was die Aufgabe eines Abgeordneten ist. Dafür dann irgendwie die anderen verantwortlich zu machen, ist lächerlich.

@Giselbert

"
Am 26. September 2019 um 09:53 von Giselbert
wer suchet der findet ...

13,57% zur FDP mit 12,95% macht einen Unterschied von 0,62%, wow, dass ist ja mal ein gewaltiger, Unterschied.

Die Fehlzeiten sind zwar nicht vorbildlich, aber für mich ist das Programm einer Partei wichtiger und wahlentscheidend .[...]"

Der Unterschied von 12,95 % zu 13,57 % beträgt ~4 %, die Differenz 0,62 von 13,57-12,95 sind Prozentpunkte, nicht Prozent.

John Koenig 9.26

Genauso war es: die AfD wollte einen Hammelsprung, der nicht bewilligt wurde!

WM-Kasparov-Fan

"
Am 26. September 2019 um 10:09 von WM-Kasparov-Fan
@fathaland slim

"Das Sitzen im Plenum ist nicht ihr wichtigster Teil."

Es ist jedoch ein Teil der Arbeit von/eines MdB.
Selbst wenn das namentliche Abstimmen im Parlament nur aus 2% der gesamten Arbeitszeit bestehen würde, könnte ich als Wähler Rückschlüsse auf dieses Fehlverhalten ziehen. Vielleicht führt dieser Parlamentarier auch die rechstlichen 98% seiner Arbeit nicht zu 100% mit Leistungserbringung aus, sondern nur zu 10...20% z.Bsp.?"

Rückschlüsse auf Fehlverhalten aus Nichtanwesenheit bei namentlichen Abstimmungen zu ziehen, ist schon sehr abenteuerlich. Dabei schreiben Sie das entscheidende Wörtchen selbst: Vielleicht...

Vielleicht ist die Erde eine Scheibe, die Sonne grün, Vielleicht sind Ihre Schlußfolgerungen einfach nur Unsinn.

@witch of endor

"Die Diäten werden automatisch angepasst und die Erhöhung richtet sich an den Gehaltssteigerungen der obersten Richter in Deutschland."

Und wer legt die Gehaltssteigerungen der obersten Richter fest?
Es gibt dazu jedenfalls keine Volksbefragung, was nur beweist, dass eine parlamentarische Demokratie - wie unsere - auch nicht gut funktioniert, weil die Gewaltentrennung gar nicht wirklich existiert - im Sozialbereich, wozu eindeutig Einkommen zählen.

Ist die AFd nicht immer an

Ist die AFd nicht immer an jeder Stelle am meckern über ihre Parteikonkurrenten, dass die nur abwesend wären?

Genau das ist die Partei AFD und ihre Anhänger: Sie sind KEIN DEUT besser, als alle, die sie kritisieren und da habe ich jüngst auch einen Auswanderer auf Youtube gehört (AFD ANhänger), es ist immer dasselbe Geheul über die anderen. Total egoistisch. Es ist nicht verboten so zu sein, aber es macht einen nicht sympathisch.

Anderes1961, 09:51

Würden die Politiker nur noch im Plenum sitzen

Es gibt genau 105 Sitzungstage im Jahr 2019.
Wenn die Politiker an allen teilnähmen, blieben ihnen noch mindestens 144 Arbeitstage für andere Aufgaben.

kommentator_02

Stimmt genau: ich empfinde es als unerhört, während einer Abgeordneten - Rede aufzustehen um sich mit einem Kollegen abzulenken (sh. Frau Merkel) - ebenso die ständige Benutzung des Handys etcetc.... für mich unerträglich! Selbst der "Präsident" sagt dazu nichts.

@08:32 tagesschlau2012

Da versuchen Sie mir etwas zu unterstellen: Nein, nicht jede*r Abgeordnete, die/der bei einer Sitzung nicht da ist, hat ein gestörtes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie, denn die Abgeordneten haben viele andere Verpflichtungen und Aufgaben als Parlamentarier*innen. Aber die afd, die einerseits bei nächtlichen Sitzungen den Hammelsprung beantragt, um parlamentarische Arbeit zu blockieren und angeblich Wert darauf legt, dass viele Abgeordnete da sind, und andererseits selbst am häufigsten fehlt, wirft eben ein bezeichnendes Licht auf sich selbst.

witch of endor, 10:20

Die Diäten werden automatisch angepasst und die Erhöhung richtet sich an den Gehaltssteigerungen der obersten Richter in Deutschland.

Und wer legt die fest?

Ehrlichen Respekt

...vor so viel Ehrlichkeit an Herrn Müller. Die darin erkennbare, unglaubliche Naivität passt dann wieder zur AfD.

Die AfD-typische Reaktion von Frau Weidel spricht für sich selbst.

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