Ihre Meinung zu: Johnson will wohl doch um Brexit-Aufschub bitten

4. Oktober 2019 - 15:37 Uhr

Legt der britische Premier Johnson doch die Kehrtwende hin? Medienberichten zufolge will er laut Gerichtsdokumenten doch um einen Brexit-Aufschub bitten, sollte bis zum 19. Oktober kein Deal mit der EU stehen.

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Kommentare

Boris und die Kehrtwende

Wenn er klug ist, macht er jetzt die Abkehr vom No-Deal-Brexit. Das Volk will keinen harten Brexit.

Das kann doch nicht ewig so weitergehen

Entweder die Briten entscheiden sich jetzt entgültig gegen die EU oder ziehen ihren Antrag komplett zurück.
Aber noch einen Aufschub kann sich die EU bei den negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft nicht gefallen lassen.

Ihr lieben Briten

nun findet doch mal bitte endlich einen Weg, dass ihr in der EU bleiben könnt. Das ist doch schließlich unser aller Europa und nach meiner festen Überzeugung braucht ihr den Rest von Europa und der Rest von Europa braucht euch. Also: vielleicht einfach noch mal drüber nachdenken - in unser aller Interesse. Okay!?

Nicht schon wieder Aufschub!

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Würden...

sie von diesem Mann einen Gebrauchtwagen abkaufen? Ich nicht. Einmal spricht er Brexit zum 31.10.2019 komme was wolle jetzt ein Rückzieher. Er hat die Queen Elisabeth II. belogen und hinter die Fichte geführt. Er wollte das House of Lords und das House of Commons illegal in eine Zwangspause schicken. Er brachte das höchste Gericht mit 11:0 gegen ihn auf. Nein dieser Mann ist nicht länger im Amt zuhalten. Herr Johnson treten sie bitte zurück

BJ kann in Zukunft keine Äusserung

mehr für "bare Münze" abgenommen werden, wenn sich das bewahrheitet. Was für ein Schaumschläger!

Nun doch. Oder nicht. Oder doch.

Hauptsache keine konstruktive Politik. So einen tollen Anführer will ich natürlich auch! Wie wäre es mal mit einem gewählten Premier und einem Volksentscheid zum harten Brexit?

Nein nein und

nochmal Nein.

Muss die EU dieses Affentheater mitspielen?

Banksy hatte mit seinem Gemälde recht!

FwtL3dx6

sehe ich genauso. Der 31.10.muss das Schlussdatum sein. Ansonsten führt die EU sich ad adsurdum.

Was macht der Mann?

Wenn sein neuer Vorschlag, vielleicht nach ein wenig weiterer Verhandlung, was taugt, warum macht er ihn dann 2 Wochen vor Toresschluss? Den hätte er vor ein paar Wochen auch schon nach Brüssel schicken können. Oder hat er erst mit Amtsantritt mit dem Nachdenken begonnen?

Und wenn er schon ahnen kann, dass es knapp wird, warum tönt er dann immer großmäulig vom 31.10. herum? Muss ihm doch klar sein, dass er dumm da steht, wenn er dann doch eine Verlängerung braucht. Oder verzeihen ihm seine Fans alles, weil ja immer die EU schuld ist?

Die EU freut sich auf den Brexit Aufschub.

Wenn die Briten wieder einen Antrag stellen, brauchen sich die EU Granden keinen Kopf machen, wie sie den nächsten Aufschub machen können.
Das mit den Brexit Verhinderungs Aufschüben wird eine Dauerschleife.
Irgendwann ist das nur noch ein Ritual weil keiner mehr weiß,was das eigentlich war.
Dann ist eben einmal im Jahr in der EU Brexit Aufschubtag.

Gesicht schon verloren

Das kommt davon, wenn man sich vorrangig mit Nebensächlichkeiten und Animositäten beschäftigt. Als verlässlicher Verhandlungspartner haben sich die Briten längst diskreditiert. Hätte man schon mit der dt. Einheit wissen können, als Thatcher 2 Tage vor der Unterschirft noch mit gravierenden unannehmbaren Forderungen kam (Manöver auf ex DDR-Gebiet). Alle waten sich einig, dann die Brechstange aus UK. Läuft's weiter so? Wie lange lassen sich die Briten eine derart blamable Posse noch gefallen? Zum Fremdschämen.

Premier Johnson bittet um Verlängerung?

Das muss man sich mal vorstellen,

wenn kein Deal zu Stande kommt, will Johnson um Verlängerung des Austrittstermins bitten?

Das ist unlogisch. Eine Verschiebung des Termins macht nur Sinn, wenn es tatsächlich was zu verhandeln gibt.

Die Erklärungen der EU war hierzu eindeutig.
Es scheint hier darum zu gehen, der EU den schwarzen Peter zuzuschieben und sich von der auferlegten Pflicht, den Antrag zur Verlängerung zu stellen, sich entlasten zu können.

Die EU wird immer verlängern

Wenn die Briten nicht beantragen,macht die EU das.
Irgendwie kriegen die schon eine Verlängerung hin.

Ich finde auch.......

Schluss jetzt. Was soll nach 3 Jahren immer wieder verhandelt werden?
Auf einmal will B. J. doch nochmal verlängern? Unglaublich. Warum kein neues Referendum, das wäre doch wohl nach dem Theater eine demokratische Lösung, find ich.

Ich denke der Mehrheit in GB

Ich denke der Mehrheit in GB ist es inzwischen egal ob in der EU oder nicht.Man will endlich ein anderes Thema ,Klarheit und eine Rückkehr zum politischen Tagesgeschäft

Selbst wenn sich auf dem EU Gipfel

alle über Johnsons Deal in den Amen liegen würden ist es technisch unmöglich, das durch sämtliche Parlamente und Beamtenapparate bis zum 31. zu realisieren.

Davon abgesehen, dass Johnson mit einem Gesetzbruch ein unkalkulierbares Risisko eingeht.

Allerdings muss er jetzt allen einen riesen Dummschwatz verkaufen, die seinen bisherigen großen Worten - um nicht zu sagen, seiner Dampfplauderei - applaudiert haben.

Abwarten

Ich würde erst mal den 20.10. abwarten.

Erst dann wissen wir ob der gute Bojo hier etwas substanzielles von sich gegeben hat, oder ob es nur eine Nebelkerze war, um seine Gegner im Parlament zu beruhigen.

Gruß, zopf.

re hippojim

"Wenn die Briten wieder einen Antrag stellen, brauchen sich die EU Granden keinen Kopf machen, wie sie den nächsten Aufschub machen können."

Ohne den britischen Antrag können die EU Granden sich gar keinen Kopf um einen Aufschub machen.

Das ist bei Ihnen wohl noch nicht angekommen.

GB Mobbing

GB mobbing ist anscheinend wieder voll im Gange hier von Leuten welche sich mal daraum kümmern sollten was der Backstop überhaupt bedeutet.Kein vernüftiger Poltiker würde sowas unterschreiben.Ausser natürlich die pro EU-Populisten welche anscheinend nicht begreifen was hier im Gange ist. Denn GB könnte nur noch raus aus dem EU-Gefängniss wenn alle EU-Miglieder zustimmen soviel zur selbstbestimmung der Völker.
Die völlige Ausheblung der Soveränität der Mitgliedsländer der EU von seitens der EU Apparatschiks.
Für was gehen wie noch wählen warum leisten wir uns so ein teuren Bundestag.
Dass dort Leute sitzen die die Befehle ausführen welche die EU ihnen vorgibt um einen Anschein von Demokratie zu wahren. Wie sagte unsere Kanzlerin sie möchte ein Wirtschaftskonforme Demokratie.
Demokratie war gestern EU ist heute.
Ich hoffe habe jetzt nicht zuviel gesagt sonst bekomme ich eine Anzeige für freie Meinungsäußerung.
Man sollte sich nicht unbedingt als EU-Feindlich Outen sonst ist man drann.

Ich trau dem Braten nicht.

Ich trau dem Braten nicht. Wer weis, vielleicht hat er die Garantie von einem EU-Mitglied, dass dieses gegen eine Aufschiebung stimmt, gerne in Kombination mit einem schmutzigen "Deal".

@ Gandalf21, um 16:05

Keep cool!
Auf absehbare Zeit wird es keinen Brexit geben, auch wenn einige Briten mit dem Kopf gegen die Wand rennen.
Je länger die Hängepartie dauert, umso mehr Menschen jenseits des Kanals sehen ein, was der Brexit für ein Unsinn ist.
Welcher von den werten Usern hatte bislang einen Nachteil davon, dass die Briten noch nicht raus sind?
Siehste...

@ karwandler um 16:20 - Brüssel wird m.E. in die Verlängerung

"Selbst wenn sich auf dem EU Gipfel

alle über Johnsons Deal in den Amen liegen würden ist es technisch unmöglich, das durch sämtliche Parlamente und Beamtenapparate bis zum 31. zu realisieren.

Davon abgesehen, dass Johnson mit einem Gesetzbruch ein unkalkulierbares Risisko eingeht.

Allerdings muss er jetzt allen einen riesen Dummschwatz verkaufen, die seinen bisherigen großen Worten - um nicht zu sagen, seiner Dampfplauderei - applaudiert haben."

Das heißt Ihrer Meinung nach, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit, Ende diesen Monats der Spuck vorbei und das VK ist endlich unabhängig durch einen 'no deal'?

Und das in Zeiten wo die USA den Zollkrieg starten. Das wird wohl mehr Möglichkeiten eröffnen für separate Deals des VK und einiger EU-Mitglieder die ganz sicher keine Kompensationszahlungen aus Brüssel für ihre Ausfälle erhalten. Plus noch die möglichen Miese gegenüber dem US-Geschäft. Da bin ich nicht sicher.

Wenn jetzt noch Moskau und Peking...lassen wir die erst einmal außen vor.

Politische Hektik

Johnson war schon Außenminister, hat in der Zeit aber keine öffentlich wahrgenommenen Lösungsvorschläge für den Brexit gemacht. Als Parlamentarier hat er nur Mays Vorschlag abgelehnt, aber keine Lösung aufgezeigt. In den verbliebenen drei Wochen kann er jetzt auch nix mehr reißen, er muss um die Verlängerung bitten und danach auf ernsthaft umschalten und zu Potte kommen.

Hoffentlich hat er das kapiert.

Am 04. Oktober 2019 um 16:03 von L L A P

"Muss die EU dieses Affentheater mitspielen?
Banksy hatte mit seinem Gemälde recht!"

Sie haben Recht,

aber er hat sein Gemälde auch geschreddert.

,,,,,Politiker müssen nicht schlau, intelligent oder intellektuell sein. Ein Politiker muss ein guter Opportunist(Gummimensch) zu sein.

Wenn BJ sag, dass er lieber im Graben verreckt, als dass er…
Jemand der König der Welt werden will, geht ganz bestimmt nicht in den Graben.

Der Brief mit dem einen, entscheidenden Satz für Brüssel, ist bestimmt schon vorbereitet, und er wird ihn auch persönlich überbringen.

Dann kann er sich als Retter des Empire und der EU feiern lassen.

Und mit was?
Mit Recht!

Gut gemacht Boris.

Es gibt keinen Brexit.

@hippojim

"...Die EU wird immer verlängern

Wenn die Briten nicht beantragen,macht die EU das. Irgendwie kriegen die schon eine Verlängerung hin...."

Mal abgesehen davon, das nur die Briten selbst um eine Verlängerung bitten können und die EU das gar nicht von selbst machen kann (ohne das die Briten darum bitten): was genau stört sie denn daran so sehr? Hätten sie lieber, so wie Johnson, einen harten Brexit ohne jeglichen Vertrag? Und, viel wichtiger: was versprechen sie sich denn davon?

Das Theater dauert nun schon einige Jahre, ich denke mal, da kommt es doch nun auf einige Monate mehr auch nicht mehr an. Vor Allem, wenn es dadurch doch noch zu einem geregelten Austritt kommen kann, was doch wohl der wünschenswerteste Ausgang wäre, Oder ist das vielleicht nicht in ihrem Sinne und sie wünschen sich eher einen chaotischen Austritt?

@ MolkeHP

GB mobbing ist anscheinend wieder voll im Gange hier von Leuten welche sich mal daraum kümmern sollten was der Backstop überhaupt bedeutet.

Der Backstop bedeutet keine Zollgrenze auf der irischen Insel. Der Backstop hat eigentlich keine vernünftige Alternative und wurde von gemäßigt konservativen Experten der Tory-Regierung May in die Diskussion eingebracht.

Wer jetzt gegen den Backstop ist, will den harten Brexit und dafür eigentlich nur den schwarzen Peter loswerden.

FARCE

Der Brexit taugt noch nicht mal mehr als Unterhaltungsprogramm - er ist schon längst zu einem trüben Schauspiel verkommen, was eigentlich nur immer wider neue und widersprüchliche Meldungen produziert.
Ich mags einfach nicht mehr lesen. Bitte erst wieder Nachrichten zum Brexit, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt!

Ich glaube,.......

daß es nur darum geht, wer am Ende den "schwrzen Peter" hat. Nachdem das UK überschaubarer ist, gehe ich davon aus, daß Boris Johnson es irgendwie schaffen wird, die Schuld der EU aufzubinden. In keinem der anderen Mitgliedsländer steht das politische Überkeben einer Partei zur Debatte - im UK schon! Ich befürchte, daß manche Regierungen von Mitgliedsländern inzwischen die Schauergeschichten selbst glauben, die marktschreierisch hinausposaunt wurden. Es sieht so aus, als ob ein erheblicher Teil der britischen Bevölkerung eher bereit ist, zeitlich befristet mögliche negative Folgen in Kauf zu nehmen. Nach dieser Bereitschaft sucht man in der deutschen Bevölkerung und Regierung vergeblich!

@ Pilepale

Das heißt Ihrer Meinung nach, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit, Ende diesen Monats der Spuck vorbei und das VK ist endlich unabhängig durch einen 'no deal'?

Nein, rechtlich ist das ausgeschlossen. Das britische Parlament hat das zugehörige Gesetz gegen den "No-Deal-Brexit" unmittelbar vor der Zwangspause beschlossen und es ist in Kraft getreten.
Britische Gesetze binden in dem Falle auch die EU.

Am 04. Oktober 2019 um 16:24 von MolkeHP

Ich bin auch nicht einverstanden mit dem was wir alle EU nennen.Einige Länder die stark genug sind (eventuell 3-5 Länder) sollten den Mut finden und die ersten Nägel einschlagen um die Vereinigten Staaten von Europa zu bilden. Das Sie dann dagegen sind kann man erlesen.
Als Ökonom sage ich aber die Kröten für die Parlamente machen den Kohl nicht fett.Aber wenn es eine Verfassung gibt-wenn man auch Russland mit einbeziehen kann-dann erst dann Rede ich von Europa -erst dann bin ich ein Europäer .

@ Pilepale

Außerdem ist gemäß einer Entscheidung des britischen Supreme Court ein Gesetz als Grundlage für einen Austritt notwendig. Dieses Gesetz ist im britischen Parlament noch nicht diskutiert, nicht ausgestaltet und erst recht nicht beschlossen.

Nach einem Beschluss im britischen Parlaments muss das Europaparlament beraten und beschließen und alle 27 Länderparlamente müssen beraten und beschließen. So will es der Vertrag.

Er muss doch sein Gesicht wahren ...

... oder er wandert in den Knast, weil er gegen kürzlich erlassene Gesetze verstoßen hat.
.
Ich hoffe inständig, das dies jetzt nur eine Schutzbehauptung war um nachträglich nicht von diesem Irrsinnsgesetz heimgesucht zu werden.

Taktik

Ich verstehe die Aufregung nicht. Nach dem infamen Benn-Act muss der Premier das doch machen.
Die Brexit-Verhinderer sollten sich aber nicht zu früh freuen. Bei der BBC liest sich das Drumherum nämlich ganz anders, als hier dargestellt. Dort wird's als vorläufiges Lippenbekenntnis gesehen, während man hinter den Kulissen eine Art taktische Kommunikation mit den einzelnen EU-Staaten betreibt. Mit welchem Ziel wird nicht gesagt, aber man kann's sich denken.

16:17 von Miezekatze

>> Warum kein neues Referendum, das wäre doch wohl nach dem Theater eine demokratische Lösung, find ich.<<

Dazu ist aber bis zum 31.10.2019 keine Zeit mehr.
Richtig wäre:
1. Neues Referendum mit den Optionen
Deal, No Deal, No Brexit.
2. Neuwahlen

Das würde eine Verschiebung bis mindestens 30.06.2020 bedeuten, würde aber sicher einiges Klarstellen. Verlierer wären (in Person) wohl Herr Johnson und auch Herr Corbyn.

 um 16:24 von MolkeHP

""
GB mobbing ist anscheinend wieder voll im Gange hier von Leuten welche sich mal daraum kümmern sollten was der Backstop überhaupt bedeutet.Kein vernüftiger Poltiker würde sowas unterschreiben.Ausser natürlich die pro EU-Populisten welche anscheinend nicht begreifen was hier im Gange ist. ""

Sie werfen anderen Mobbing vor und bezeichnen andere Meinung als Populismus.
Das steht für sich !

re scotch bingeington

"Die Brexit-Verhinderer sollten sich aber nicht zu früh freuen."

Welche Brexit-Verhinderer? Die EU können Sie wohl nicht meinen, denn nur die Briten könnten den Brexit absagen. Und bei denen gibt es kein No Brexit Gesetz, nur ein No No Deal Brexit Gesetz.

@ MolkeHP, um 16:24

Die EU ist ein viel zu komplexes Gebilde, als dass man jedwedes Mitgliedsland, das seinen Austrittwunsch äußert, ohne Wimpernzucken ziehen lassen könnte.
Die Mitgliedsländer sind nicht nur wirtschaftlich durch zahllose Verträge, die für jedes Land speziell zugeschnitten sind, miteinander verbunden, die EU ist zugleich ein unglaublich starker gemeinsamer Wirtschaftsraum, wodurch gleichzeitig auch interne militärische Auseinandersetzungen so gut wie ausgeschlossen sind.
Das alles ist doch nicht selbstverständlich!
Das wird aber, weil's die meisten EU-Gegner nie anders kannten und deswegen nicht annähernd schätzen können, vollkommen ausgeblendet. Da hängt man sich doch lieber an einigen Fehlern auf, die offenbar werden. Ja sicher funktioniert ein solches Gebilde nicht wie ein Uhrwerk, denn es ist nun mal weitaus komplizierter!
Wer sich als EU-feindlich outet, dem droht dank unserer freiheitlichen und demokratischen Grundordnung eben k e i n e Anzeige, auch da liegen Sie schief.

@ Ligeti um 16:40

"Nein, rechtlich ist das ausgeschlossen. Das britische Parlament hat das zugehörige Gesetz gegen den "No-Deal-Brexit" unmittelbar vor der Zwangspause beschlossen und es ist in Kraft getreten."

Da dieses "No-Deal-Brexit" Gesetz mit heißer Nadel gestrickt wurde, bin ich mir ziemlich sicher, dass gewiefte Anwaltskanzleien einige Vorschläge unterbreiten, was als Deal angesehen werden würde.

"Britische Gesetze binden in dem Falle auch die EU."

Es wird immer toller im Tollhaus EU. Seit wann schaffen es denn jetzt bitte britische Gesetze die gesamte EU zu binden? Wenn das so wäre, müsste London ja gar nicht aussteigen, sondern könnte der EU nur ihre eigenen Gesetze überstülpen.
Es ist offiziel. Der Antrag auf einen EU-Austritt von Seiten des VK wurde gestellt. Die Frist läuft Ende diesen Monats aus, wenn das innerhalb der EU nicht machbar wäre eine Fristverlängerung zuzustimmen. Damit trägt London keine Schuld an dem automatischen no deal Austritt.

16:24, MolkeHP

>>Für was gehen wie noch wählen warum leisten wir uns so ein teuren Bundestag.
Dass dort Leute sitzen die die Befehle ausführen welche die EU ihnen vorgibt um einen Anschein von Demokratie zu wahren.<<

Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.

Wenn schon, dann bitte richtig.

@ Ligeti um 16:44

"Außerdem ist gemäß einer Entscheidung des britischen Supreme Court ein Gesetz als Grundlage für einen Austritt notwendig. Dieses Gesetz ist im britischen Parlament noch nicht diskutiert, nicht ausgestaltet und erst recht nicht beschlossen.

Nach einem Beschluss im britischen Parlaments muss das Europaparlament beraten und beschließen und alle 27 Länderparlamente müssen beraten und beschließen. So will es der Vertrag."

Wozu ist denn dann bitte diese künstliche Frist gesetzt worden, die die Medien dankbar aufgegriffen haben, um die Johnson Regierung in dem Punkt mit Schmutz zu bewerfen? Wenn die Frist am Monatsende ausläuft und so oder so nichts passiert, dann kann man sich ja wohl dieses Frist setzen sparen. Nach meinem Kenntnissstand ist das VK zum 1. November frei, mit einem sog. harten BREXIT. Der Supreme Court genauso wie die 27 Länderparlamente und der Papst oben drauf mit der Spitze der Anglikanischen Kirche können daran nichts ändern. Die Frist läuft aus oder wird verlängert.

16:53 von harry_up @ MolkeHP, um 16:24

"Die Mitgliedsländer sind nicht nur wirtschaftlich durch zahllose Verträge, die für jedes Land speziell zugeschnitten sind, miteinander verbunden, die EU ist zugleich ein unglaublich starker gemeinsamer Wirtschaftsraum, wodurch gleichzeitig auch interne militärische Auseinandersetzungen so gut wie ausgeschlossen sind.
Das alles ist doch nicht selbstverständlich!"

Trotz alle Kritik, die man zu Recht an dem schlecht geölten 'EU-Apparat' übt und üben muss:

Ein fettes Danke für diese Ausführungen.

“Schuld“, “Schwarzer Peter“...?

Wovon ist da eigentlich die Rede, und welche Konsequenzen erwachsen für welche der beiden “Parteien“ eigentlich, sollte es einen No Deal-Brexit geben?
Angenommen, GB steigt Ende des Monats aus (was ich - ich wiederhole mich - nicht glaube), dann hat die EU den berüchtigten Schwarzen Peter.
Und dann...??
Sorry, ich halte dieses Schuld-Gerede für ziemlich sinnfrei.

16:54 von Pilepale

>>Der Antrag auf einen EU-Austritt von Seiten des VK wurde gestellt. Die Frist läuft Ende diesen Monats aus, wenn das innerhalb der EU nicht machbar wäre eine Fristverlängerung zuzustimmen. Damit trägt London keine Schuld an dem automatischen no deal Austritt.<<

Das ist eine sehr fragwürdige Darstellung des Brexit Begehrens. es geht um ein ausscheiden mit Vertrag oder um den harten Brexit. Beide Variationen wurden mit der Britischen Regierung (Frau May) verhandelt, das Unterhaus konnte sich aber innerhalb von drei Jahren nicht darauf einigen was sie eigentlich wollen. Die Konsequenz ist der harte Brexit bei (von London gewünschten) Austrittsdatum. Und London trifft keine Schuld? Bitte erklären Sie Ihre Logik.

15:53 von pro Rus - contra Put

Boris und die Kehrtwende

Wenn er klug ist, macht er jetzt die Abkehr vom No-Deal-Brexit. Das Volk will keinen harten Brexit.
///
*
*
Dann muss das Volk die Parteien und Abbgeordneten Abstrafen, die jeden Verhandlungsansatz ablehnten, den auch die EU als zustimmungsfähig sah.
*
Speziell diejenigen Nichtorys, die Anfangs auch für den Brexit waren.

Wieder so ein Moment...

... in dem sich jeder vernünftige Mensch, egal ob Pro- oder Contra-Brexit - eigentlich nach (mi destens) Theresa May zurück sehnen müsste.

Wenn BJ jetzt von seiner "Komme-was-wolle"-Linie abweicht, wird sein notorisches Herumgelüge nur noch offensichtlichef, als es eh schon war.

Und wer wünscht sich schon einen Lügner als Staatenlenker?

@ fathaland slim um 16:55

>>16:24, MolkeHP

>>Für was gehen wie noch wählen warum leisten wir uns so ein teuren Bundestag.
Dass dort Leute sitzen die die Befehle ausführen welche die EU ihnen vorgibt um einen Anschein von Demokratie zu wahren.<<

Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.

Wenn schon, dann bitte richtig.<<

Zumindest geben Sie es mittlerweile offen zu! Wurde das von der Open Society Fundation genehmigt?

rer Truman Welt

Jeder sollte wissen, daß Johnson nicht vertraut werden kann. Er ist - auch für sich selbst - unberechenbar! Ein Aufschub wäre für ihn gleich einer Niederlage, weil er die ganze Zeit anderes sagte, versprach und ankündigte. Er wird alles versuchen - auch durch Täuschung - am 31.10. aus der EU rauszukommen. Das sollte jedem klar sein.
Aber die EU hat sich scheinbar auch noch gar nicht klar gemacht, was sie eigentlich will. Wie oft will sie dieses Theater noch mitmachen?
Wenn verlängert wird, dann ein letztes Mal und so lange, wie es eine vernünftige Lösung bräuchte - Neuwahlen und evtl. neues Referendum - finale Verhandlung. Deshalb kann und sollte eine Verlängerung nicht (nur) bis 31.12.19 oder 31.1.20 erfolgen, sondern bis 31.6. 20 und das dann final - definitiv keine Verlängerung mehr!

Kommt Zeit, kommt Rückzug.

@16:05 von Gandalf21
„““FwtL3dx6
sehe ich genauso. Der 31.10.muss das Schlussdatum sein. Ansonsten führt die EU sich ad adsurdum.„““

Weshalb denn ?
Wenn jetzt schon Boris Johnson über eine Verschiebung nachdenkt, ist doch gut.
So langsam dämmert es nämlich auch den Hardlinern, dass ein Ausstieg aus der EU nicht unbedingt nur Vorteile bringt für GB, sondern ebenso einen ganzen Rattenschwanz an Nachteilen.
Sie müssen überlegen, ob sich ein Ausstieg vielleicht doch nicht auszahlt.
Manchmal fällt das Pfund eben Penny-weise und die Nachteile des Brexits bereiten auch den Hartgesottenen so langsam Kopfzerbrechen.

Erbarmen!

Der Brexit-Karren ist so tief im Dreck versunken, dass er kaum noch sichtbar ist. Insofern ist mir komplett schleierhaft, was eine Verlängerung noch bringen soll. Macht endlich Schluss mit dem Theater. Egal wie.

Trump hat laut Washington

Trump hat laut Washington Post mehr als 12,000 mal seit Beginn seiner Amtszeit gelogen.

Dagegen ist Boris Johnson ja richtig wahrheitsgetreu.

Wird ihm aber trotzdem nichts nützen, denn wer einmal lügt dem glaubt man nicht mehr

@ Walter2929 um 17:10

Erst einmal scheinen wir beide uns einig zu sein, dass das Fristende im Raum steht und ein harter BREXIT als konsequenz droht, wenn bis dahin:
- keine Vereinbarung getroffen wird
- keine Fristverlängerung ausgehandelt wird
- das Austrittsbegehren zurückgezogen wird.
Letzteres ist unwahrscheinlich und scheitert ebenfalls an der knapp bemessenen Zeit.

Wenn Brüssel nur als Zuschauer agiert und darauf pocht, dass das VK austritt aber in der Zollunion + teilweise im Binnenmarkt bleibt, anstatt konstruktive Vorschläge zu machen wie es auch anders ginge, da London dies abgelehnt hatte, sehe ich persönlich ehrlich geschrieben eine Mitschuld.

Wenn Herr Johnson einen Vorschlag zu Güte bringt und da keine Fristverlängerung möglich ist, sehe ich da Brüssel in einer Mitschuld. Warum hat Brüssel denn nicht gesagt, falls Vorschläge kommen, brauchen wir auf unserer Seite so und so lange um zu prüfen ob der Vorschlag angenommen kann oder eine Fristverlängerung nötig wäre?

17:12, Pilepale

>>@ fathaland slim um 16:55
>>16:24, MolkeHP

>>Für was gehen wie noch wählen warum leisten wir uns so ein teuren Bundestag.
Dass dort Leute sitzen die die Befehle ausführen welche die EU ihnen vorgibt um einen Anschein von Demokratie zu wahren.<<

Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.

Wenn schon, dann bitte richtig.<<

Zumindest geben Sie es mittlerweile offen zu! Wurde das von der Open Society Fundation genehmigt?<<

Aber selbstverständlich.

Meine Freimaurerloge, die die Wochenbefehle der Open Society Foundation entgegennimmt, gab mir volles Procura.

17:19, .tinchen

>>Wird ihm aber trotzdem nichts nützen, denn wer einmal lügt dem glaubt man nicht mehr.<<

Wenn das so ist, dann gibt es auf dieser Erde keinen einzigen Menschen, dem man glauben kann.

16:34 von Werner Krausss

""
Affentheater mitspielen?
Banksy hatte mit seinem Gemälde recht!"
Sie haben Recht
aber er hat sein Gemälde auch geschreddert.

》》Falsch, das war ein anderes! siehe auch:
https://www.tagesschau.de/ausland/banksy-169.html

,,,,,Politiker müssen nicht schlau, intelligent oder intellektuell sein. Ein Politiker muss ein guter Opportunist(Gummimensch) zu sein.
》》das ist mir doch ein wenig zu kurz gegriffen.
Politisches Egagement ist mehr als das.

""Der Brief mit dem einen, entscheidenden Satz für Brüssel, ist bestimmt schon vorbereitet, und er wird ihn auch persönlich überbringen.
Dann kann er sich als Retter des Empire und der EU feiern lassen.
Und mit was?
Mit Recht!""
》》 Sie werfen Dinge in einen Topf. BJ wird nicht gefeiert werden. Er hat sich allerorten bereits lächerlich gemacht. Seine 'Lügen' bezgl. Kosten der EU für GB wurden entlarvt.

""Es gibt keinen Brexit.""
》》Wenn Sie da so sicher sind!?. Man kann bei englischen! Buchmachern auf Ihre Prognose wetten. Nur zu...

Am 04. Oktober 2019 um 16:55 von fathaland slim

"Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.
Wenn schon, dann bitte richtig."

Achtung!

Sie schreiben selbst immer, dass
Ironie hier im Forum nicht gut an kommt."

nur weil...

die britischen Eurokraten an ihren Stühlen und ihrem Einkommen hängen geht nichts weiter...endlich mal Demokratie in Europa,wird sie nicht umgesetzt weil die Politik gegen das Volk ist...

17:16 von Carpe noctem

"Erbarmen!"

"Macht endlich Schluss mit dem Theater. Egal wie."

Ich schließe mich Ihren Wünschen an.

Das Brexit-Theater raubt so vielen anderen wichtigen Themen die notwendige Aufmerksamkeit.

Och nee, bitte nicht!

Nimmt das denn kein Ende? So wie es aussieht, geht der Brexit jetzt dann in das 4. Jahr.
Der Begriff "Volksverdummung" ist da wohl nicht ganz verkehrt.
Wenn man bedenkt, an was der Brexit bis jetzt gescheitert ist, muss man sich als Normalbürger an den Kopf fassen ob soviel Inkompetenz der Protagonisten.
Die Brexetiers meinen doch wirklich, dass nach einem Brexit GB freie Hand in allen Handelsfragen hat. Dem ist nicht so. Als Beispiel fällt mir da sofort die WTO ein.
Ausserdem haben die Briten, wie auch alle anderen EU-Staaten, so viele Abmachungen und Verpflichtungen vertraglich untereinander beschlossen, dass sich im Endeffekt eine absolute freie Handelspolitik für GB gar nicht machbar sein wird.
So ist es eigentlich völlig egal, ob man noch in diesem Jahrzehnt zu einem Abschluss kommt oder nicht. Der Brexit ist m.M. einfach unsinnig.

@ JolietJake, um 17:11

“...Und wer wünscht sich schon einen Lügner als Staatenlenker?“

Millionen! Schauen Sie mal über den Großen Teich :-).

Nein, Nein, Nein

Die EU darf auf keinen Fall einen weiteren Aufschub gewähren. Es gibt auch keine Gründe mehr, eher das Gegenteil.

Diejenigen die betroffen sind hatten schon über drei Jahre Zeit sich einzustellen. Wer das nicht hingekriegt hat ist eh fehl am Platz.

Jetzt müssen die Weichen für VISA Pflicht, Überwachung jeglicher Finanztransaktionen und beenden sämtlicher Genehmigungen auf Kontinentaleuropa schnell vorbereitet werden. Die „Grenzen“ müssen dicht gemacht werden und mit Personal aufgestockt.

Es reicht mit der Rosinenpickerei und dem Vorführen seitens der Briten. Herr Trump würde sich natürlich freuen wenn die EU sich weiter lächerlich macht und sich wieder über den Tisch ziehen lässt.

Eindeutig Nein zum Aufschub!!!

@Tagesschau

"Keine Fortschritte trotz neuem Plan"

Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod.
In tiefer Trauer, einer, der verzweifelt versucht, ihn am Leben zu halten.

Es hat in der Geschichte Englands schon einmal einen Machtkampf zwischen dem Parlament und dem Premierminister Ihrer Majestät gegeben. Ist lange her, fast 900 Jahre. 1135 - 1154. Führte zum ziemlich blutigen englischen Bürgerkrieg und endete mit dem Sieg des Parlaments.

Nun, letzteres würde mich auch im Hier und Jetzt freuen.

re pilepale

"Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.

Wenn schon, dann bitte richtig.<<

Zumindest geben Sie es mittlerweile offen zu! Wurde das von der Open Society Fundation genehmigt?"

Bei jedem anderen würde würde ich amüsiert annehmen, die sarkastische Vorlage würde ebenso aufgenommen ...

@17:11 von JolietJake

> Und wer wünscht sich schon einen Lügner als Staatenlenker?

Ich wüßte da ein Land, das sich genau das gewünscht hat und jemanden gewählt hat, der auch vor seiner Wahl für seinen Mangel an Wahrheitsliebe bekannt war. Und das war nicht, wie bei Johnson, durch die Hintertür.

@17:28 von L L A P 16:34 von Werner Krausss

"Sie werfen Dinge in einen Topf. BJ wird nicht gefeiert werden. Er hat sich allerorten bereits lächerlich gemacht. Seine 'Lügen' bezgl. Kosten der EU für GB wurden entlarvt."

Ich fürchte, das ist den vielen Brexit-Befürworten schnuppe.
Warum so tumbe und offensichtliche Lügen von Politikern bei vielen Zeitgenossen nicht dazu führen, die eigene Position zu überdenken, bleibt mir eine Rätsel. Aus dem Trotzalter sollte man doch 'raus sein.

Alles Fake

Irgenwie wusste ich, dass alles nur Fake war mit der No-Deal Drohung. Johnson ist also doch vernünftiger, als wir dachten.

17:31, Werner Krausss

>>Am 04. Oktober 2019 um 16:55 von fathaland slim
"Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.
Wenn schon, dann bitte richtig."

Achtung!

Sie schreiben selbst immer, dass
Ironie hier im Forum nicht gut an kommt."<<

Manchmal hilft aber nichts anderes mehr.

@ Pilepale, um 17:20

re Walter2929 um 17:10

Sie schreiben:
“Wenn Herr Johnson einen Vorschlag zur Güte bringt...“

Es genügt beileibe nicht, einen “Vorschlag zur Güte“ zu machen, der so nicht umsetzbar ist. Hatten Sie gelesen, was er da vorschlägt?
Nein, die EU muss sich im Falle eines harten Brexit keineswegs Asche auf's Haupt streuen.
Und die Termine liegen nun mal fest - von beiden Seiten seinerzeit akzeptiert und festgeschrieben.

Ich hoffe...

....die EU gibt die passende Antwort in diesem Trauerspiel: entweder ihr nehmt den Brexit zurück und alles ist wieder gut, oder ihr packt eure Sachen und geht! Dieses hin und her ist unerträglich und schwächt die EU mehr als das Vereinigte Königreich.

17:41, karwandler

>>re pilepale
"Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.

Wenn schon, dann bitte richtig.<<

Zumindest geben Sie es mittlerweile offen zu! Wurde das von der Open Society Fundation genehmigt?"

Bei jedem anderen würde würde ich amüsiert annehmen, die sarkastische Vorlage würde ebenso aufgenommen ...<<

Gegen Ironieresistenz ist nun mal kein Kraut gewachsen, und auch die Pharmaindustrie ist komplett überfordert.

@16:40 von Ligeti

Nein, rechtlich ist [no deal] ausgeschlossen.
Das britische Parlament kann Johnson zwingen, um Aufschub zu bitten. Es kann nicht die EU zwingen, diesen zu gewähren.

Vermutlich setzt Johnson darauf, mindestens ein EU-Land zur Nichtzustimmung zu bringen. Er braucht ja nur so unmöglich wie möglich aufzutreten und keinerlei sinnvolle Perspektiven, wie diese Verlängerung genutzt werden soll, anzubieten.

Und da sage einer die Opposition im Unterhaus behindere nicht

Den Brexit. Dieser Leak hat schon wieder die Verhandlungsposition des VK geschwächt. Jetzt weiß die EU, dass Johnson zumindest eine Verlängerung mal in Betracht gezogen hat->seine Überzeugungskraft hat sich damit verabschiedet.

Da ist es doch kein Wunder, wenn die Britische Regierung ständig von Kapitulation-Gesetz redet. Faktisch zwingt das Unterhaus die Regierung auch zu kapitulieren. Die Opposition steht klar auf Seiten der EU. Diese verrückten Abgeordneten verstehen ja noch nicht einmal, dass sie die Kontrolle über alle Briten besitzen.

Es ist doch kein Wunder, dass die Opposition keine Neuwahlen will. Dann müssten die sich ja mit dem ganzen Verrat auseinandersetzen. Und ja, Verrat ist der richtige Syntax hier. Wer hat denn der EU verraten, mit was die britische Verhandlungsseite so auffährt? Der Benn-Act war vielleicht kein Verrat aber die Veröffentlichung der Verhandlungsstrategie ist es auf jeden Fall.

Kommt die Verlängerung sind die Torys erledigt und No-Brexit ist möglich.

@ karwandler um 17:41

>>re pilepale

"Und die EU bekommt ihre Vorgaben von George Soros.

Wenn schon, dann bitte richtig.<<

Zumindest geben Sie es mittlerweile offen zu! Wurde das von der Open Society Fundation genehmigt?"

Bei jedem anderen würde würde ich amüsiert annehmen, die sarkastische Vorlage würde ebenso aufgenommen ...<<

Im Sarkasmus steckt meist mehr Wahrheit als in klar gesprochenen/geschriebenen Worten!

@ harry_up um 17:49

Danke für Ihren Kommentar.

"Es genügt beileibe nicht, einen “Vorschlag zur Güte“ zu machen, der so nicht umsetzbar ist. Hatten Sie gelesen, was er da vorschlägt?"

Ja ich denke ich habe überflogen was er vorschlägt. Was hat Herr Johnson denn I.M.n. so schlimmes vorgeschlagen?

"Nein, die EU muss sich im Falle eines harten Brexit keineswegs Asche auf's Haupt streuen.
Und die Termine liegen nun mal fest - von beiden Seiten seinerzeit akzeptiert und festgeschrieben."

Mir ist das so etwas von egal, wer sich hier Asche aufs Haupt streuen wird oder auch nicht. Ich verstehe auch das beharren nicht, dass Brüssel eine weiße Weste hat, bei dem backstop!? Eins habe ich schon sher früh verstanden. Verlieren werden bei dem Thema alle, egal zu welchem Ergebnis man kommt.

Glatte Schnitte - 31.12.2019

Ich empfehle eine Verlängerung um zwei Monate bis zum 31.12.2019.
Aber nur, weil es sich dann leichter rechnen lässt. Das ist kein Witz, Änderungen mitten im Jahr werfen bei den Programmen - etwa den Steuerprogrammen scheußliche Probleme auf.
Dann sollte es aber auch gut sein. Die EU will nicht mehr und Großbritannien konnte noch nie.

@ Grayhawk, um 17:51

“ Dieses hin und her ist unerträglich und schwächt...“

Wie die Schwyzer Braut in der Hochzeitsnacht sagt:
“Äntwädr nei oddr naus! Das äwige Hien und Här macht mich rein narrisch!“ :-)

re: GB mobbing

Sie sind wohl ein britischer Brexiteer, jedenfalls führen Sie die gleichen haltlosen Argumente an.
Sollten Sie Deutscher sein und den Austritt aus der EU für Deutschland befürworten, sollten Sie vielleicht noch einen Rechtschreibekurs belegen, bevor Sie sich zu Souveränität, Demokratie und dergleichen äussern.
Die Briten wissen als Volk nicht was sie wollen und das Parlament ist auch gespalten. Die Bürger in der EU würden den Verbleib von UK begrüssen, aber man kann Reisende nicht aufhalten. Man darf ihnen aber sagen, sie sollen die Tür hinter sich zuziehen ohne gleich von Mobbing zu reden.

Brexit die x-te

Alle, die hier hoffen, dass die EU hart bleibt und einem Antrag auf Verlängerung nicht zustimmt werde enttäuscht werden. Die EU hat kein Interesse an einem No-Deal-Brexit, weil die Verantwortlichen wissen, dass das beide Seiten viel Geld kosten wird. Und da muss man seine Emotionen zurück stellen, die man vielleicht privat hat (Tusk: „Platz in der Hölle“). Auch der Glaube, der No-Deal würde GB härter treffen als die EU hilft da nicht weiter.

Leider ist die EU in der Hand von GB. Nur GB kann die Verlängerung beantragen, nur GB könnte den Austritt zurücknehmen usw. Und dass die EU allem zustimmt, was GB gerne hätte wird hoffentlich auch nicht passieren. Zumal ja immer noch nicht klar ist, was das eigentlich wäre. Also geht die Show weiter.

16:24 von MolkeHP

Zitat:"Denn GB könnte nur noch raus aus dem EU-Gefängniss wenn alle EU-Miglieder zustimmen soviel zur selbstbestimmung der Völker."

Völliger Blödsinn! Wenn die Briten gewollt hätten, wären sie seit dem 31.3.2019 draußen. Sie wollten aber nicht. Die Meinung der anderen Staaten ist dabei völlig belanglos.
Ihr "Gefängnis" EU muss aber ziemlich fidel sein, schließlich wollen immer noch mehr rein als raus.

Zitat:"Ich hoffe habe jetzt nicht zuviel gesagt sonst bekomme ich eine Anzeige für freie Meinungsäußerung. Man sollte sich nicht unbedingt als EU-Feindlich Outen sonst ist man drann."

Oh wie tapfer! Aber eine Anzeige bekommen Sie höchstens für Ihre Rechtschreibung...

17:45 von Forengeschwätz

«Irgenwie wusste ich, dass alles nur Fake war mit der No-Deal Drohung. Johnson ist also doch vernünftiger, als wir dachten.»

Oder Boris J. hat inzwischen realisiert, dass ein stures Festhalten an No-Deal-Brexit 31.10. dazu führen könnte, dass er (gemäß geltender Gesetzeslage No-No-No-Deal-Brexit-Law) auch vor Gericht landen könnte, mit anschließender Einknastung.

Der Supreme Court hat ihm ja bereits hinsichtlich der Parlamentspause mir 11:0 Stimmen deutlich gemacht, dass er weder über dem Parlament, noch über der Verfassung, noch über den Gesetzen steht.

Ungeachtet seiner vollmundingen Worte:
"I'd rather be dead in a ditch" und "I don't care" …

17:53, Pilepale

>>Im Sarkasmus steckt meist mehr Wahrheit als in klar gesprochenen/geschriebenen Worten.<<

Das ist richtig.

Man muss allerdings in der Lage sein, sie zu erkennen.

Eindimensionales Denken hilft dabei nicht unbedingt weiter.

17:53 von Jayray

Bitte versteht doch endlich, es gibt keine Verhandlungspositionen wenn es um die Frage des Friedensvertrag mit Irland geht, weil es da schlicht nichts zu verhandeln gibt.

Unter keinen Umständen wird die EU einen Friedensvertrag eines seiner Mitglieder unterlaufen und hat das dies auch immer eindeutig kommuniziert.

Wer da immer noch von Verhandlungspositionen spricht, der lebt in einer Parallelwelt.

Raffiniert!

Wie bekommt man es hin, sich formal an das Gesetz zu halten, um Aufschub zu bitten und dennoch am 31. Oktober aus der EU auszuscheiden?

Ganz einfach: Welches der verbleibenden EU-Länder hat Johnson überredet, einer erneuten Verschiebung nicht zuzustimmen?

@17:45 von Forengeschwätz

"Johnson ist also doch vernünftiger, als wir dachten."

Darf ich korrigieren? Vernünftiger, als Sie dachten.

Vernünftiger ist die Steigerung von vernünftig. Ich persönlich sehe bei BJ keine Voraussetzung für diese Steigerungsform.

Späte Einsicht in

Späte Einsicht in Notwendigkeiten. Solange Johnson keine Mehrheit im eigenen Parlament hat, sind alle seine Aktionen ziemlich irrelevant.

17:58 von Pilepale

Zitat:"Was hat Herr Johnson denn I.M.n. so schlimmes vorgeschlagen?"
Naja, mir würde da der grandiose Vorschlag zur irischen Grenze einfallen: GB kontrolliert irgendwo ab und zu nach eigenem Ermessen, die EU soll sich verpflichten, keinerlei Kontrollen durchzuführen. Da kann er doch gleich alle Schmuggler der Welt nach Nordirland einladen...

@Keine Politikerin

Ich gehe mal davon aus, dass Sie in Ihrer Anspielung mir gegenüber den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika meinen.

Und ich möchte dann daran erinnern, dass er nicht von einer Mehrheit gewählt worden ist, sondern seine Wahl dem irren Wahlsystem in den USA zu verdanken hat.

re Pilepale, um 17:58

Er schlug z. B. Zollkontrollen mitten in Irland vor, nicht etwa dort, wo sie in aller Regel stattfinden, nämlich an der Landesgrenze.
Wenn das Ganze letztlich nur noch darum geht, dass die “Weiße Weste“ der EU oder GBs womöglich Flecken davonträgt, hätten wir ja geringe Sorgen.
Ich sehe das aber so:
Je länger das Ganze dauert, desto mehr wiegt der “Sieg“ der einen oder der anderen Partei - und das hat eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung auf alle EU-Mitgliedstaaten.
Die EU ist trotz aller Unzulänglichkeiten ein viel zu kostbares Konstrukt, als dass man es aus zeitlichem Überdruss dem Gutdünken eines unzufriedenen Premierministers opfern sollte.

Johnson will wohl doch um Brexit-Aufschub bitten....

Da ist dann die Frage,ob alle 27 EU-Staaten auch ja sagen.Aber vermutlich werden Berlin und Brüssel in diese Richtung gehörig Druck machen.
Aber wie auch immer das ausgeht:Die Widersprüche in der EU bleiben,die "Risse im Gebälk",wie mal ein Zeitungsartikel zu diesem Thema betitelt wurde.

@ sfrings75, um 16:01

“Nicht schon wieder Aufschub!
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

Ich frage Sie mit allem Ernst:
Was ist für Sie persönlich an dem “Schrecken ohne Ende“ so schwer zu ertragen? Haben Sie Nachteile, Einschränkungen, Verluste oder dergleichen?
Ich bin ehrlich gespannt...

Johnson will wohl doch um Brexit-Aufschub bitten

Wollte BJ nicht "tot im Graben liegen", bevor er die EU um Verlängerung bittet.
Große Worte ... und jeder kann nun erkennen, um was für einen kleinen Gernegroß es sich hier handelt.

Gruß Hador

17:58 von Pilepale

«Ja ich denke ich habe überflogen was er vorschlägt. Was hat Herr Johnson denn … so schlimmes vorgeschlagen?»

"Schlimmes" schlug er nicht vor.

Aber ein Wolkenkuckucksheim von: "Raus aus der Zollunion, aber drin im Binnenmarkt für N-IRL". Im Garten sitzen, aber doch noch drinnen im Haus bleiben. Den Ärmelkanal durchschwimmen, aber doch bitte, ohne nass zu werden …

Johnson will wohl doch um Brexit-Aufschub bitten

... oder anderes gesagt:
"Als britische Löwe gesprungen, und als Bettvorleger mit passender Frisur gelandet" !

Es wird ungemütlich für BJ bei seinen Hardcore-Brexit-Freunden !

Gruß Hador

Findet Johnson die Gesetzeslücke?

Es ist schon traurig zu lesen, dass jemand eine Gesetzeslücke sucht, um die eindeutige Entscheidung des Parlaments zu umgehen. Genau wie Trumps Mauerbau und andere Schweinereien.
Das Parlament hätte Johnson absetzen müssen, dass war in ihrer Verantwortung. Wenn ich sehe, dass alles an der einen Lüge klebt, dass Volk habe sich für den Brexit entschieden, muss ich etwas schmunzeln, denn das ist genau auf denselben Niveau wie das, was Johnson mit dem Parlament macht.
Tja, vielleicht haben sie am Ende gelernt, dass man Demokratie und Bildung schützen muss.

@Am 04. Oktober 2019 um 17:38 von QuantaCosta

Heute wird halt vieles aufs Objekt geschoben. Das hat den Vorteil, dass man dem Subjekt gegenüber kaum noch angreifend wirkt. Diese emotionale Neutralität ist zwar hilfreich im Parlament und überall dort, wo Menschen objektiv sein müssen aber im Alltagsleben merkt man auch, man wird kaum noch wahrgenommen, durch Worte alleine.
Und ist/wird man dann doch persönlich, fühlen sich die Gegenüber häufig tief verletzt und die absurdesten Geschehnisse nehmen damit ihren Lauf. Dabei ist es wohl ziemlich egal, wie alt die Menschen sind oder welche Sprachkenntnisse sie mitbringen.

Das wird besonders deutlich mit Leuten, die Deutsch nicht als Muttersprache kennengelernt oder sich selbst beigebracht haben und demnach gebildet wurden.

Es hat alles sein für und wieder für den und dem. :D
Es würde aber helfen, wenn man nicht ständig Fremd-/Fachwörter für seinen Ausdruck verwendet. Bisher hat es kaum einer geschafft, Genitiv und Dativ anschaulich zu erklären. Da hilft es auch nicht von Tode zu reden.

@ dr.bashir um 18:03

>>Alle, die hier hoffen, dass die EU hart bleibt und einem Antrag auf Verlängerung nicht zustimmt werde enttäuscht werden. Die EU hat kein Interesse an einem No-Deal-Brexit, weil die Verantwortlichen wissen, dass das beide Seiten viel Geld kosten wird. Und da muss man seine Emotionen zurück stellen, die man vielleicht privat hat (Tusk: „Platz in der Hölle“). Auch der Glaube, der No-Deal würde GB härter treffen als die EU hilft da nicht weiter.

Leider ist die EU in der Hand von GB. Nur GB kann die Verlängerung beantragen, nur GB könnte den Austritt beantragen usw. Und dass die EU allem zustimmt, was GB gerne hätte wird hoffentlich auch nicht passieren. Zumal ja immer noch nicht klar ist, was das eigentlich wäre. Also geht die Show weiter.<<

Das ausgerechnet von Ihnen solche Worte der Vernunft kommen, hätte ich nicht gedacht. UK hat doch einen Vorschlag unterbreitet, warum wird der nicht geprüft und für gut oder mit Kritik für ungut erklärt?

Aufstehen und weitermachen

Ich denke, es wird passieren, was in britischen Medien schon seit einigen Tagen gemutmaßt wird. Boris Johnson will weitermachen und dabei den BREXIT möglichst hinter sich lassen.

Der Premierminister gibt an, sein Land politisch umkrempeln zu wollen. Er weiß auch, dass er dafür ein Mandat des Wählers benötigt, also kein Weg um Neuwahlen herumführen wird. Dafür braucht er mangels eigener Mehrheit die Kooperation der Opposition.

Johnson war nie überzeugter Brexiteer, sondern ist auf den Zug aufgesprungen, weil der Leave-Kampagne ein Zugpferd fehlte. Zwei Premierminister haben sich bereits die Finger an dem Thema verbrannt, die Opposition gibt keine gute Figur bei dem Thema ab und er hat es auf die harte Tour versucht.

Mittlerweile wird seine Vernunft ihm raten, nicht länger seine Zeit damit zu verschwenden. Irgendeine Form von Referendum wird kommen. Die "Flitterwochen" sind vorbei und er macht sich sonst angreifbar.

Wie schon mal geschrieben

natürlich kommt es zu einem weiteren Aufschub, und dann noch einen, und so weiter.
Alles im Sinne der EU, so lange GB nicht raus ist, hat die EU Taktik denn Sinn erfüllt.
GB ist wie die Unendliche Geschichte, das ist wohl die Rubrik mit den meisten Artikel überhaupt.
Zumindest bei einigen Medien, aber an der Wirklichkeit hat sich nichts geändert, auch am Grund des Austrittes nicht.

Irreführende Headline

Liest man die originale englische Berichterstattung ergibt sich zu dieser Nachricht ein deutlich anderer Sinn:

Die englische Regierung hat in diesem Dokument nur versichert, das entsprechende Gesetz einzuhalten. Es geht der Opposition darum, dem Gesetz weitere und engere Ausführungsvorschriften hinzuzufügen, die den Handlungsspielraum der Regierung noch weiter einengen und persönliche strafrechtliche Konsequenzen zur Folge haben könnten. Diese Einengungen möchte die Regierung gerne verhindern.

Proforma kommt die Regierung wahrscheinlich nicht um die offizielle Beantragung einer Verlängerung herum. Die Frage ist, wie das Schreiben abgefasst ist und in wie weit man parallel in privaten und öffentlichen Statements sich gleichzeitig davon distanziert. Das sind zumindest im Moment Überlegungen der Regierung.

Die Überschrift " Johnson will wohl doch um Brexit-Aufschub bitten " ist daher inhaltlich falsch oder zumindest sehr irreführend.
Von Wollen und Bitten kann hier keine Rede sein.

16:24 von MolkeHP

«GB mobbing ist anscheinend wieder voll im Gange hier … Denn GB könnte nur noch raus aus dem EU-Gefängniss wenn … Die völlige Ausheblung der Soveränität der Mitgliedsländer der EU von seitens der EU Apparatschiks … Dass dort [im Bundestag in DEU] Leute sitzen die die Befehle ausführen welche die EU ihnen vorgibt … Demokratie war gestern EU ist heute.

Ich hoffe habe jetzt nicht zuviel gesagt sonst bekomme ich eine Anzeige für freie Meinungsäußerung.»

Keine Sorge nötig. Es gibt keinen Straftatbestand:

«Sinnfreie Anballung von Schlagworten im Sinn von wütenden Rundumschlägen gegen Nicht-Genehmes".

Beleidigt haben Sie ja keine natürliche Person oder eine Institution, die Anzeige gegen Sie erstatten könnte.

"Gesunder Menschenverstand" und / oder Rationales Denken besitzen ja kein Recht auf Anzeigen (oder auf gerichtliche Klagen).

Denen bleibt nur Kopfschütteln, oder Klagen im stillen Kämmerlein …

Eigentlich ist es keine Neuigkeit ..

schließlich ist es geltendes Gesetz. Vielleicht will Johnson bei der EU vorfühlen, ob die Fristverlängerung auf Seiten der EU überhaupt noch eine Option darstellt. Falls nein, hätte er auf elegante Weise das Parlament ausgetrickst. Falls ja, hat sich nichts geändert und es kann weiter diskutiert werden ob die Möglichkeit zu einer Möglichkeit besteht, über ein Abkommen zu verhandeln.

Am 04. Oktober 2019 um 17:42 von Anna-Elisabeth

"@17:28 von L L A P 16:34 von Werner Krausss
"Sie werfen Dinge in einen Topf. BJ wird nicht gefeiert werden. Er hat sich allerorten bereits lächerlich gemacht. Seine 'Lügen' bezgl. Kosten der EU für GB wurden entlarvt."

"Ich fürchte, das ist den vielen Brexit-Befürworten schnuppe.
Warum so tumbe und offensichtliche Lügen von Politikern bei vielen Zeitgenossen nicht dazu führen, die eigene Position zu überdenken, bleibt mir eine Rätsel. Aus dem Trotzalter sollte man doch 'raus sein."

Genau so ist es.

Ein Gewinn an Zeit, geht manchmal einher mit einem
Gewinn an Einsicht.

Aufschub- warum nicht?

Wenn ihn niemand ablöst, könnte man BJ sogar machen lassen. Alle werden ja dann sehen, was passiert und daraus lernen. Das wäre englisch- pragmatisch.
Auf ein paar Monate kommt es jetzt auch nicht mehr an. Und ein notwendiger Schlußstrich im nächsten Jahr ist doch besser als jetzt Kurzschluss-Handlungen wie harter Brexit. Neues Referendum und Neuwahlen- dagegen könnte auch BJ nichts haben. Was sonst? Das geht nur ohne Zeitdruck.

18:19, Bernd Kevesligeti

>>Johnson will wohl doch um Brexit-Aufschub bitten....
Da ist dann die Frage,ob alle 27 EU-Staaten auch ja sagen.Aber vermutlich werden Berlin und Brüssel in diese Richtung gehörig Druck machen.<<

"Brüssel" ist im vorliegenden Zusammenhang der europäische Rat.

Also sämtliche Staats- und Regierungschefs der Nationalstaaten der EU. Das wohl mächtigste Gremium der Organisation.

Dieses Gremium übt dann also Druck auf sich selbst aus.

@ Bernd Kevesligeti

Ich bin ein wenig verwundert - die Parallele zu den anderen 27 EU-Staaten ziehen zu wollen mag zwar legitim sein,aber schlau scheint mir das nicht.

Mir wäre kein einziger EU-Befürworter bekannt, dem die von Ihnen genannten "Risse im Gebälk" nicht durchaus bewusst und oft genug lästig wären. Darauf Ihrerseits schon wieder hinzuweisen ist mithin obsolet.

Der Witz ist doch, dass die meisten EU-Bürger und -Politiker begriffen haben, dass die EU trotz dieser Risse der richtige Weg ist. Mehr Miteinander ist nicht nur das Gebot der Stunde, sondern ganz grundsätzlich ein Garant für besseres Vorankommen.

Auch, wenn man sich dann tatsächlich die Mühe machen muss, langwierig miteinander zu reden. Dieses Format jedenfalls hatte in der Zeit seines Bestehens immer bessere Karten als das bis dahin übliche, letztlich mindestens ebenso langwierige Gegeneinander-Krieg-Führen, dem wir Europäer früher doch so zugetan gewesen sind.

Um 18:14 von JolietJake: Richtig

Kommentar:
„04. Oktober 2019 um 18:14 von JolietJake
@Keine Politikerin
Ich gehe mal davon aus, dass Sie in Ihrer Anspielung mir gegenüber den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika meinen.

Und ich möchte dann daran erinnern, dass er nicht von einer Mehrheit gewählt worden ist, sondern seine Wahl dem irren Wahlsystem in den USA zu verdanken hat.“

Es ist ein Wahlsystem das in allen anglikanischen Ländern in ähnlicher seltsamer Form zu finden ist.

Bei uns wird auch auch weder Kanzler/in oder Bundespräsident/in direkt gewählt. Allerdings Mehrparteiensystem mit Koalitionen. Hat die FDP früher zum Königsmacher hochgehoben und wichtiger gemacht als sie sind.

18:43 von Pilepale

Zitat:"UK hat doch einen Vorschlag unterbreitet, warum wird der nicht geprüft und für gut oder mit Kritik für ungut erklärt?"
Lesen Sie eigentlich ab und zu Zeitung oder informieren sich bei der Tagesschau? Genau das findet doch eben statt! Die EU hat den Vorschlag geprüft und mit deutlichen Gründen für nicht akzeptabel erklärt. Wenn NUR GB Grenzkontrollen irgendwo und irgendwann durchführen darf, die EU (Irland) aber auf keinen Fall, halten SIE das für einen vernünftigen Vorschlag?

@ Peter Meffert um 18:14

"Naja, mir würde da der grandiose Vorschlag zur irischen Grenze einfallen: GB kontrolliert irgendwo ab und zu nach eigenem Ermessen, die EU soll sich verpflichten, keinerlei Kontrollen durchzuführen. Da kann er doch gleich alle Schmuggler der Welt nach Nordirland einladen..."

So wie ich das verstanden habe, soll die Grenze auf dem irischen Festland offen bleiben für den Verkehr. Dafür bietet die Johnosn Regierung an das Königreich Nordirland in dem Binnenmarkt zu lassen. Der Schiffs- und Flugverkehr in Nordirland könnte nach normalen Zollregeln abgefährtigt werden, womit London sicherstellt, dass keine unkontrollierten Waren nach Großbritanien kommen und Irland+EU kann an den Flug- und Schiffshäfen Zöllner einsetzen um sicherzustellen, dass andersherum keine Waren über die Irische Insel in die Zollunion strömen.

Der aktuelle Vorschlag ist aus meiner Sicht jedenfalls besser als das, "tretet ihr mal aus und verliert euer Stimmrecht, aber ihr bleibt in der Zollunion." Jetzt Sie.

19:00 von Pilepale

Zitat:"Irland+EU kann an den Flug- und Schiffshäfen Zöllner einsetzen um sicherzustellen, dass andersherum keine Waren über die Irische Insel in die Zollunion strömen."

Das ist jetzt nicht Ihr Ernst? Die EU soll gegenüber einem Mitglied (Irland) Zollkontrollen einführen, damit BJ nicht sein Gesicht verliert?

@ harry_up um 18:16

Meine Meinung über das Ding EU dürfte bekannt sein.

Und dieses schadenfreudige Gehabe um dieses überaus und sehr komplexe Thema BREXIT, haben m.E. u.a. die Medien hochgekocht mit dem Brüssler Mitessern.

Wenn also nun die Hosen gefallen sind und allen klar ist, dass man sich ransetzen muss um den besten Kompromiss auszuarbeiten anstatt Maximalforderungen zu stellen, wie das Brüssel bisher gewohnt war, sollte mit den Verhandlungen begonnen werden.

Als erstes ein Fristverlängerung wenn Herr Johnson diese beantragt. Dann alle weiteren Punkte Schritt für Schritt, bis man ein Ergebnis vorliegen hat, wo das VK austreten kann und die anderen offenen Themen in separaten Kapiteln abgearbeitet werden. So wie eine Beitrittsverhandlung, nur umgekehrt.

Wo würde da das Problem liegen???

@ schabernack um 18:26

"Aber ein Wolkenkuckucksheim von: "Raus aus der Zollunion, aber drin im Binnenmarkt für N-IRL". Im Garten sitzen, aber doch noch drinnen im Haus bleiben. Den Ärmelkanal durchschwimmen, aber doch bitte, ohne nass zu werden …"

Na der angebliche Vorschlag von Frau May, bei dem ich zweifel habe ob sie diesen VOrschlag selbst formuliert oder Europhile Eliten ihr das vorlegten, hieß es:
UK tritt aus der EU aus und verliert jedes Stimmrecht, bleibt aber im Binnenmarkt und in der Zollunion. Da ist dieser Vorschlag doch ein kompromiss um den man sich bemühen sollte, wenn man schon zu faul oder zu feige einen eigenen alternativen Vorschlag zu unterbreiten. Zumindest meiner Meinung nach. Aber ich bin ja auch kein EU-Fanatiker, der da der Meinung ist das aus Brüssel nur gutes kommt.

Das Spiel der Opportunisten

Man darf nicht vergessen, dass dem Vereinigten Königreich der Brexit von einer Bande Opportunisten eingebrockt wurde. David Cameron hat mit dem Referendum nach der Schottland-Entscheidung seine eigene Partei beruhigen wollen, halbherzig mit der EU verhandelt und gedacht, dass sich irgendwie alles fügen wird. Johnson und Farrage haben mit dem Feuer gespielt und gedacht, ein Austritt wird ohnehin nicht erfolgen. Sie alle haben sich geirrt.

Theresa May (Remain) hatte den Schlamassel auszubaden und es in Person mit Jeremy Corbyn (Position unklar, wahrscheinlich Leave) zu tun, der selbst herumlavieren musste.

Johnson weiß, dass er mit dem Brexit den Frieden in Irland, Schottland, den Bestand der Monarchie und sein eigenes Amt gefährdet. So viel ist ihm der Brexit bestimmt nicht wert, als dass er sich als Totengräber qualifiziert. Die nächsten Wahlen führen zu einem "Hung Parliament" und er kann seine Hände in Unschuld baden und sagen "Ich habe es versucht, aber die Umstände …"

Neues Referendum!

Viele haben aus Protest gegen Westminster für den Brexit gestimmt. Z.B. aus der Arbeiterschaft im Norden Englands, wo einst Eisen- und Stahlindustrie florierten. Hat ihnen das Referendum genutzt?

@ Peter Meffert um 18:59

"Lesen Sie eigentlich ab und zu Zeitung oder informieren sich bei der Tagesschau? Genau das findet doch eben statt! Die EU hat den Vorschlag geprüft und mit deutlichen Gründen für nicht akzeptabel erklärt. Wenn NUR GB Grenzkontrollen irgendwo und irgendwann durchführen darf, die EU (Irland) aber auf keinen Fall, halten SIE das für einen vernünftigen Vorschlag?"

Ich muss gestehen, dass ich das nirgends gelesen habe. Posten Sie mal bitte den Link.
Steht da auch der Gegenvorschlag von Brüssel drin oder nur die Kritik und die bekannte Forderung "backstop" or "out"?

von fathaland slim 18:51

Sie wissen schon wie das gemeint ist:Werden alle 27 Staaten zu einem Aufschub ja sagen ? Und was,wenn nicht ? Wer wird sich dann wohl am meisten Druck für ein ja machen ?

@ Peter Meffert um 19:04

"Das ist jetzt nicht Ihr Ernst? Die EU soll gegenüber einem Mitglied (Irland) Zollkontrollen einführen, damit BJ nicht sein Gesicht verliert?"

Die Republik Irland und die EU mit EU-Zöllnern wenn es einige EU-Staaten möchten, können an den Nordirischen Häfen Zöllner positionieren um sicherzustellen, dass Nordirland nicht als Einfallstor in die Zollunion wird. Umgekehrt stellt UK an den gleichen Häfen sicher, dass Großbritanien nicht überschwemmt wird.

Wo sehen Sie jetzt genau das Problem in meinem Vorschlag?

Johnson will wohl doch um Brexit-Aufschub bitten

... was anderes bleibt ihm nicht übrig, hat er wohl dann doch endlich selbst einsehen müssen.

... zu a per Gesetz verpflichtet, falls wenn b nichts an verhandelbaren Vorschlägen kommt,

... und da b= 0, gilt a

Dieser Brexit muss insgesamt verhindert werden!

Wenn dass hier stimmen sollte:

https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-johnson-117.html

Legt der britische Premier Johnson doch die Kehrtwende hin? Medienberichten zufolge will er laut Gerichtsdokumenten doch um einen Brexit-Aufschub bitten, sollte bis zum 19. Oktober kein Deal mit der EU stehen.

wäre es gut, den Brexit insgesamt zu verhindern um diese rechte Socke nicht gewinnen zu lassen. Solche Typen, die die Zukunft Englands zerstören, gehören nicht in solche Ämter und lieb wäre es wenn die Union einen guten Outdoor-Hersteller aus England rueberholen könnte in die EU. Welchen Hersteller ich meine?? Ich meine den Hersteller Regatta (Wanderschuhe, Wanderjacken, gute Fleecejacken, Ski-Klamotten; auch die Qualität stimmt). Den muessen wir unbedingt rueberholen in die EU. Denn auf den wuerde ich ungern verzichten.

Und hoffentlich können die zukuenftigen Generationen Englands diesen Brexit dann wieder rueckgängig machen und der EU wieder beitreten.

von JolietJake 18:52

Der "richtige Weg" und "Miteinander".Die EU sie ist eben kein Miteinander.Sie nützt einmal dem Exportstärksten.Die Gemeinschaftswährung Euro,zu stramm für den europäischen Süden.
Und die Außenhandelspolitik dieser "Gemeinschaft",die European Partnership Agreements(EPA),sie fördert eher Unterentwicklung im globalen Süden.

@18:47 von Werner Krausss

"Ein Gewinn an Zeit, geht manchmal einher mit einem
Gewinn an Einsicht."

Stimmt schon, aber Sie schreiben selbst "manchmal". Die Zeit, die dieser Gewinn an Einsicht im Zusammenhang mit dem Brexit benötigen würde, haben aber wohl beide Seiten nicht.

Wahnsinn - ohne Ende?

Vor wenigen Jahrzehnten wurde GB nicht zuletzt. wegen seiner Schaffung von Großfarmen von BSE und MKS –Seuchen geplagt. Heute vom Brexit.

Der Grundstein für das Brexit-Drama wurde aber wohl schon durch M. Thatcher 1988 gelegt mit der berühmten Ansprache in Brügge. Sie erklärte dem Europa-Kurs der Deutschen und Franzosen offiziell den Krieg und wetterte gegen einen „europäischen Superstaat“. Sie war stolz darauf , den Staat durch Privatisierung erfolgreich zurückgedrängt zu haben!

Ein Mutterland des Neoliberalismus mit seinem Privatisierungswahn entstand damals unter Thatcher, Blair und Co. Bürgerrechte wurden reduziert, Labour wurde beschädigt.

Taktischer Rückzug zwecks Angriff..?

Boris Johnson schon jetzt (wieder mal) medial als Verlierer darzustellen, halte ich für verfrüht. Man wird mit Sicherheit annehmen dürfen, daß sein "Inner Circle" mit Hochdruck an einem Coup arbeitet, der den Brexit auch ohne Gesetzesverletzung möglich macht. Und dann - am 19.10. - könnte BJ ein Union Jack-Kaninchen aus dem Bowler zaubern, auf das die EU nicht mehr mit einem Schlangenbiss antworten kann... Mission accomplished...

Quellenfrage

Zu: 19:13 Uhr von Pilepale

Tja, also wenn Sie als regelmäßig Kommentierender zu diesem Thema, diese Information, die Sie nun von "Peter Meffert" einfordern, nicht kennen (oder selbst eben schnell nachsuchen können), dann dürfte spannend sein zu erfahren:

Aus welchen Medien, welchen Quellen bilden Sie sich Ihre Meinung mit der Sie hier in bereits bekannter Manier die Diskussion bestimmen (wollen)?

@18:43 von Pilepale

Das ausgerechnet von Ihnen solche Worte der Vernunft kommen, hätte ich nicht gedacht.

Wie die Meisten halte ich selbst meine Worte generell für vernünftig. Aber gut, wenn es mir gelungen ist, Sie positiv zu überraschen.

UK hat doch einen Vorschlag unterbreitet, warum wird der nicht geprüft und für gut oder mit Kritik für ungut erklärt?

Ich denke, genau das passiert im Moment. Ich schätze mal, dass in Brüssel einige Menschen Überstunden machen. Ich selbst kann nicht beurteilen, wie realistisch oder absurd die Vorschläge von BJ sind. Aber vermutlich wird die EU sie nicht 1:1 übernehmen wollen. Also wird noch mal verhandelt werden müssen. Und das klappt wohl kaum bis Ende des Monats.

Deswegen frage ich mich ja auch, warum BJ nicht früher mit seinen Vorschlägen um die Ecke gekommen ist. Vielleicht hätte er dann seinen 31.10. geschafft.

19:09 von Pilepale / @schabernack, 18:26

«Na der angebliche Vorschlag von Frau May, bei dem ich zweifel habe ob sie diesen Vorschlag selbst formuliert oder Europhile Eliten ihr das vorlegten, hieß es: …»

"Europhile Eliten". Kiste auf, Schlagwort raus …

«… UK tritt aus der EU aus und verliert jedes Stimmrecht, bleibt aber im Binnenmarkt und in der Zollunion.»

Logisch ist das Stimmrecht futsch, wenn wer aus der EU austritt.

Bleibt solange in BM + ZU, bis zur Frage der inner-irischen Grenze eine andere praktikable Lösung gefunden ist. War ja bereits 2016 bei der Abstimmung bekannt, dass diese Frage eine komplexe + komplizierte ist. Die sich beim Austritts-Begehren keines anderen EU-Landes so stellen würde.

Thinking before acting. Erst recht in der Politik bei derart weit reichenden Fragen wie dem Brexit. In Brunnen gefallene Kinder sind schwierig zu retten …

«Aber ich bin ja auch kein EU-Fanatiker, der da der Meinung ist das aus Brüssel nur gutes kommt.»

Ist so gut wie niemand.
"Sind Welten" hin zu EU-Ding …

@16:01 von Peter Hamburg

>> Ihr lieben Briten > nun findet doch mal bitte endlich einen Weg, dass ihr in der EU bleiben könnt. Das ist doch schließlich unser aller Europa und nach meiner festen Überzeugung braucht ihr den Rest von Europa und der Rest von Europa braucht euch. Also: vielleicht einfach noch mal drüber nachdenken - in unser aller Interesse. Okay!? <<
_
Mit Verlaub ... aber im übertragenen Sinne sagen Ähnliches immer wieder Familienrichter scheidungswilligen Eheleuten... obwohl nach Faktenlage ein Fortbestand der Beziehung unsinnig ist...

re pilepale

"UK hat doch einen Vorschlag unterbreitet, warum wird der nicht geprüft"

Wer sagt denn, dass der nicht geprüft wird?

@A-H - 18:44

"Johnson war nie überzeugter Brexiteer, sondern ist auf den Zug aufgesprungen, weil der Leave-Kampagne ein Zugpferd fehlte."

Kommt mir so vor wie: Boris Johnson glaubte nie an den Teufel, hält aber Exorzismus für eine gute Sache.

Deswegen also die vielen Lügenmärchen und die anhaltende Planlosigkeit, weil er trotz fehlender Überzeugung für die Leave-Kampagne aus reiner Gefälligkeit die Zugpferd-Rolle angenommen hat?

In Anbetracht seines Rufes, der Mann sei hochintelligent, war es aber nicht besonders schlau sich in diese Ambivalenz zu begeben.

Product Placement

Zu: 19:19 Uhr von Demokratieschue...

"Solche Typen, die die Zukunft Englands zerstören, gehören nicht in solche Ämter..."

Das ist Ihre Meinung, doch es sind allein die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs, darüber zu befinden und zu entscheiden, meinen Sie nicht auch? Sie wissen doch: "Jedes Land bekommt die Regierung, die es verdient."

"... und lieb wäre es wenn die Union einen guten Outdoor-Hersteller aus England rueberholen könnte in die EU. Welchen Hersteller ich meine?? Ich meine den Hersteller Regatta (Wanderschuhe, Wanderjacken, gute Fleecejacken, Ski-Klamotten; auch die Qualität stimmt). [...] Denn auf den wuerde ich ungern verzichten."

Weshalb? Nur um Ihnen die zusätzlichen Zollgebühren zu sparen? Weshalb sollte diese Firma durch eine Zollgrenze zur EU in Gefahr geraten, wenn die Produktqualität ansonsten stimmt?

Wenn Ihnen dieses eine Unternehmen so wichtig ist, schreiben Sie an dessen Management. Oder bekommen Sie Werbetantiemen dieser Firma im Nebenberuf?

re juefie

"Und ich möchte dann daran erinnern, dass er nicht von einer Mehrheit gewählt worden ist, sondern seine Wahl dem irren Wahlsystem in den USA zu verdanken hat.“

Es ist ein Wahlsystem das in allen anglikanischen Ländern in ähnlicher seltsamer Form zu finden ist."

Amerikanische Präsidentenwahl ist hier zwar off topic, aber wenn schon Ihre Bemerkung dazu veröffentlicht widr, dann die Korrektur:

Erstens gibt es keine anglikanischen Länder, zweitens ist das Wahlsystem der USA ein Unikat.

Wie lange soll diese

Wie lange soll diese "Hängepartie" den noch gehen. Die Menschen und auch die Wirtschaft braucht zum 31.10. Eine Entscheidung!

@16:20 von karwandler

>> Selbst wenn sich auf dem EU Gipfel alle über Johnsons Deal in den Amen liegen würden ist es technisch unmöglich, das durch sämtliche Parlamente und Beamtenapparate bis zum 31. zu realisieren. > Davon abgesehen, dass Johnson mit einem Gesetzbruch ein unkalkulierbares Risisko eingeht. > Allerdings muss er jetzt allen einen riesen Dummschwatz verkaufen, die seinen bisherigen großen Worten - um nicht zu sagen, seiner Dampfplauderei - applaudiert haben. <<
_
Wer außer Ihnen sagt denn, daß BJ einen Gesetzesbruch begehen muß..? Findige Köpfe arbeiten gewiß längst an "kompatiblen" Möglichkeiten... Und zu "Dummschwatz" usw... vorerst lassen Sie hier reichlich viel heißen Dampf für Klatschhasen ab...

Expertenwissen, ideologisch gefärbt

Zu: 19:06 Uhr von Pilepale

Ihr Vorschlag für die Beteiligten lautet: "Als erstes ein Fristverlängerung wenn Herr Johnson diese beantragt. Dann alle weiteren Punkte Schritt für Schritt, bis man ein Ergebnis vorliegen hat, wo das VK austreten kann und die anderen offenen Themen in separaten Kapiteln abgearbeitet werden. So wie eine Beitrittsverhandlung, nur umgekehrt."

Und Sie fragen direkt: "Wo würde da das Problem liegen???"

Ganz einfach: den von Ihnen jetzt eingeforderten Kompromiss gibt es bereits in Form des bereits vorliegenden Verhandlungsergebnisses zwischen der EU (mit Zustimmung durch alle 27 verbleibenden Mitgliedsstaaten) und der britischen Verhandlungsdelegation.

Dass jetzt wieder neue Forderungen und Variantenvorschläge die Diskussion neu aufleben, ist doch allein der Unfähigkeit des britischen Unterhauses geschuldet, einen Beschluss zur eigenen Verhandlungsposition bzw. zum vorliegenden Vertragsvorschlag zu erreichen. Brüssel hat doch schon Zugeständnisse gemacht.

re zwicke

"Mit Verlaub ... aber im übertragenen Sinne sagen Ähnliches immer wieder Familienrichter scheidungswilligen Eheleuten... obwohl nach Faktenlage ein Fortbestand der Beziehung unsinnig ist..."

Nett gemeinte Analogie. Nur: Eine Partei im Scheidungsprozess ist nicht 50:50 gespalten ob ja oder nein.

@04. Oktober 2019 um 19:28 von Zwicke

"Und dann - am 19.10. - könnte BJ ein Union Jack-Kaninchen aus dem Bowler zaubern, auf das die EU nicht mehr mit einem Schlangenbiss antworten kann... "

Sie wirken auf mich in Bezug auf die EU und den UK-Austritt regelrecht aufgehetzt. Wie kommt man eigentlich zu so hasserfüllten Ansichten über unsere friedlich und auf wirtschaftliche Zusammenarbeit ausgerichteten Landesgemeinschaften?
Ich fand es hier immer schön quer durch die EU zu reisen, zum Teil in der eigenen Währung zahlen zu dürfen aber vor allem die Menschen in den anderen Ländern kennen zu lernen. Großartige Erfahrungen sind das, die ich jedem nur empfehlen kann.
Dann ist man auch immun gegen Nationalsozialismus und Rassismus und kann solche Geistesarmut belächeln.
Würde mich freuen wenn Sie sich diesem Gedanken anschließen könnten.

@Bernd Kevesligeti

Selbst in der von Ihnen gewählten drastischen Übertreibung (quod erat expectandum) kann ich nur wiederholen, was ich oben anführte: Kleinigkeiten sind das. Gemessen an den Erfolgen der EU.

Sie müssen ja nicht mit mir übereinstimmen. Es reichr, dass die Mehrheit der Europäer es nach wie vor tut.

19:45 von karwandler

Erstens gibt es keine anglikanischen Länder, zweitens ist das Wahlsystem der USA ein Unikat.

Erstens gibt es anglikanische Länder, sie werden auch anglikanische Gemeinschaft genannt, die aus Protestanten und Katholiken bestehen.

Und zweitens, sind Sie sicher, welche Aussagen Ihre Kommentare beinhalten?

re zwicke

"Wer außer Ihnen sagt denn, daß BJ einen Gesetzesbruch begehen muß..? Findige Köpfe arbeiten gewiß längst an "kompatiblen" Möglichkeiten."

Findige Köpfe werden auch daran arbeiten, dass diese Möglichkeiten inkompatibel sind.

Ihr Einwurf erinnert an den naiven Glauben, dass man nur einen tollen Anwalt braucht, um vor Gericht freigesprochen zu werden, und einen tollen Steuerberater, um nichts an den Staat abzudrücken.

Meistens ist es etwas komplizierter.

19:06 von Pilepale

«Meine Meinung über das Ding EU dürfte bekannt sein.»

Ja - ist sie bekannt.

Erschöpft sich dann letztendlich auch darin, dass die EU eben "das Ding EU" ist (oder wahlweise auch "das EU-Ding").

Sollten Sie Japanisch sprechen / schreiben können.
Werden Sie es wohl so ausdrücken, was Sie von der EU halten:

事事物物がロバ中にある。
Ji-ji-butsu-butsu ga roba chuu ni aru。
Ereignis-Ereignis-Ding-Ding das Esel innen drin sein。
Alles ist im Eimer (geht den Bach runter)。

Was ja gar nicht weit entfernt ist von Ihrer doch sehr, sehr eindimensionalen Betrachtungsweise aller erdenklichen Aspekte der EU + der Gegebenheiten hinsichtlich des Brexit …

re jolietjake

"Sie müssen ja nicht mit mir übereinstimmen. Es reichr, dass die Mehrheit der Europäer es nach wie vor tut."

Ein treffender Satz, den sich alle in die Wand über dem Monitor meißeln sollten, die die EU in Grund und Boden verdammen.

@ Wanderfalke um 19:40 Uhr

Ich habe nicht behauptet, Johnson hätte irgendetwas aus reiner Gefälligkeit getan. Er ist Berufspolitiker.

Um Ihre Analogie fortzuführen: Boris Johnson glaubte nie an den Teufel, hält aber Exorzismus für eine gute Sache, so lange sie ihm nutzt.

Das trifft es dann schon sehr gut, meine ich. Was meinen Sie?

Wie meine Omma immer sagte...

Seit Tagen wird hier (danke an ts-de) zum Brexit kommentiert - und ich bin immer wieder über die Einseitigkeit der Denkansätze erstaunt... Warum machen sich kaum User Gedanken über die Realitäten eines immer näher kommenden Brexit..? Sich nur in Brexit-Horrorszenarien zu ergehen, finde ich wenig intelligent. Zumal das auch die wohl durchaus vorhandene Intelligenz der Briten beleidigt, die primär mit einem Brexit leben werden müssen, und dies sicher in typisch britischer Art auch "wuppen". Kurzum: Ich vermisse vorausschauende Überlegungen der User bzgl. einer neuen = veränderten Beziehung zwischen GB und der EU. Oder wie meine Omma immer sagte: The Life goes on...

Agenda: korrekt gedeutet?

Zu: 19:11 Uhr von A-H

Ihre Analyse ist durchaus bestechend und auf dem Punkt. Vielen Dank.

Anzunehmen ist, dass Herr Johnson eine Agenda verfolgt. Sein Vorbild scheint der große Winston Churchill zu sein, über den er einst eine Monographie verfasste. Auch Churchill stand als einsamer Held energisch und durchaus spleenig gegen Europa und zahlreiche Widersacher in der britischen Politik.

1945 war Churchill einer der Sieger des 2. Weltkriegs. Zugleich hatte er das britische Empire verloren. Das Vereinigte Königreich war auf eine Mittelmacht mit Atombomben und Rationierungsmarken herabgestuft. Andererseits hatte Churchill seinen Platz in der Weltgeschichte gesichert, nicht zuletzt aufgrund seinem rhetorischen wie literarischen Ausnahmetalents.

Würde dies Herrn Johnson genügen zur Befriedigung seines Egos? Auf jeden Fall darf er nicht unterschätzt werden. Er weiß, wie er sich Macht, Einfluss und Aufmerksamkeit sichert.

19.36 Schabernack - Verlust von Stimmrecht

Vielleicht wäre das gar keine schlechte Lösung wenn die UK im Binnenmarkt und in der Zollunion bleibt aber das Stimmrecht verliert. Die Entscheidungsfindung wäre soviel einfacher. Nicht noch einmal eine Entscheidungsfindung von fast 4 Jahre, wie jetzt beim Brexit. Die EU würde mit der UK ja so nicht mehr regierungsfähig sein, vielleicht war das auch die Absicht.
Im übrigen warum sollte man so ein Mitglied nicht weiter empfehlen als xx Bundesstaat der US. Trump hätte doch bestimmt seine Freude daran.

Boris Johnson - Hochmut kommt vor dem Fall

Da hat Boris Johnson wohl doch noch in letzter Minute kalte Füsse bekommen. Die Vorstellung, gesetzeswidrig zu handeln und dann vielleicht doch in einem Strassengraben oder gar in einer Gefängniszelle zu landen, war wohl doch nicht reizvoll für ihn. Boris ist eben ein Mann der großen Töne und steht am Ende doch immer nur für "heiße Luft". Das U.K. braucht indes dringend Führungspersönlichkeiten wie Merkel oder auch Macron, die Kompetenz und Verantwortung in sich tragen, ansonsten könnte die politische Lähmung zu einem Dauerzustand werden und die Spaltung des Landes weiter zunehmen.

@19:55 von Gutmenschenspee... @um 19:28 von Zwicke

"Sie wirken auf mich in Bezug auf die EU und den UK-Austritt regelrecht aufgehetzt."

Nur weil das auf Sie so wirkt, muss es nicht richtig sein.

Nur weil man meine Meinung nicht teilt oder sogar entschieden ablehnt, werfe ich meinem Gegner in der Sache, nicht vor hasserfüllt zu sein.

"Dann ist man auch immun gegenDann ist man auch immun gegen Nationalsozialismus und Rassismus und kann solche Geistesarmut belächeln. und kann solche Geistesarmut belächeln."

Den Gedanken derart selbstgerechter Menschen, die, wenn auch nur indirekt, mit solchen Unterstellungen operieren, würde ich mich niemals anschließen.

Geht hier eigentlich noch irgendetwas ohne "Nationalsozialismus und Rassismus" zu bemühen?

Wenn es nicht so ernst wäre...

...könnte man nur noch über dieses Possenspiel stundenlang lachen. Ich schlage der EU jetzt vor, von sich aus am 31.10.19 den Brexit zu vollziehen. Sonst macht sich die EU auch noch zur Lachnummer.

re rareri

"19:45 von karwandler

Erstens gibt es keine anglikanischen Länder, zweitens ist das Wahlsystem der USA ein Unikat.

Erstens gibt es anglikanische Länder, sie werden auch anglikanische Gemeinschaft genannt, die aus Protestanten und Katholiken bestehen."

Es gibt eine anglikanische (=Konfessions-) Gemeinschaft. Was aber keinerlei politische Gemeinschaft dieser Länder herstellt.

"Und zweitens, sind Sie sicher, welche Aussagen Ihre Kommentare beinhalten?"

Da bin ich sicher, aber unsicher, wie Ihre Frage denn gemeint ist.

re zwicke

"Kurzum: Ich vermisse vorausschauende Überlegungen der User bzgl. einer neuen = veränderten Beziehung zwischen GB und der EU."

Was Sie vorausschauende Überlegungen nennen wären Spekulationen ins Blaue hinein.

Aber es hindert Sie doch nichts daran, damit anzufangen, statt es bei anderen zu vermissen.

Los doch!

@Jayray, 18:33

Mein eigentlich ja an die Tagesschau adressiertes Stirnrunzeln ist ziemlich, eigentlich äußerst, Offtopic, ein Beifang, allerdings ein für mich ärgerlicher, daher beschränke ich mich auf wenige Worte. Sie haben - auch ein bisschen mit Augenzwinkern wie mir scheint - einen interessanten Erklärungsansatz vorgetragen. So sah ich die Sache bislang noch nicht. Ich kann leider keinen ähnlich guten Ansatz bzgl. des Unterschieds zwischen dem zweiten und dritten Fall bieten. Selbst wenn, er ist genauso Offtopic. Aber Ihr Ansatz ist wirklich interessant.

Und damit übergebe ich die Diskussion wieder dem Abgrund ...

Jetzt muss man in GB schon

vor Gericht durchsetzen, dass sich der Premierminister an die Gesetzte hält, die das Parlament beschlossen hat. Welche Strafe droht Johnson, wenn er das Gesetz bricht? In GB gibt es kein Strafgesetzbuch, und einen Präzedenzfall wahrscheinlich auch nicht.

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