Kommentare

Chaot nicht Stratege

Erstaunlich wie auch noch jeder noch so hilflose und kurzatmige Spielzug von Johnson in den Medien als ausgeklügelte Strategie gedeutet wird. Der Mann ist jetzt 3 Monate im Amt. Keine seiner Schachzüge - in Worten: Kein einziger - hat bisher Erfolg gehabt. Der Mann ist kein Stratege sondern ein aus dem Bauch agierender Chaot. Kann sein, dass ihn bei einer Wahl trotzdem Bürger wählen. Trump macht vor wie Chaotentum eine Demokratie durchschütteln kann. Nur: mit politischer Strategie hat dieses ganze Chaos nichts zu zu.

Kompliment an die EU

Ich bin wirklich positiv über die Integrität der EU überrascht. Statt GB nachzugeben und den Brexit so schnell wie möglich durchzuziehen, wahrt es die Interessen seines Mitgliedslandes Irland.
Bravo EU!

@Briefzentrum

Das Chaos gab es schon im Unterhaus vor Johnson. Das hat er nicht erfunden. Das Problem ist, dass die Politiker den Brexit blockieren und das kann nur überwunden werden mit Neuwahlen, indem man diese Politiker einfach von der Bühne wegfegt.

Das ist Johnson's Plan und er ist auch der einzige Weg, um genau das Chaos endlich zu beenden.

Quatsch

Der einzige, der die Briten gegeneinander ausspielen will, ist die EU.

Sie kann es halt nicht akzeptieren, dass die Briten die EU nicht mehr wollen und geriert sich wie eine verlassene Geliebte.

Keine Verlängerung

Bitte nicht noch eine Verlängerung. Was hat denn die letzte Verlängerung gebracht? Was würde eine erneute Verlängerung bringen? Die Briten haben die Wahl, daran wird sich auch mit einer Verlängerung nichts ändern. Sollte die EU aber vor Johnson einknicken ist die EU endgültig am Ende und nur noch ein Spielball der Populisten. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Tot im Graben..

...wird die politische Kultur, die alte, politische Kultur landen. Sun etc. bereiten es seit Jahren vor, Johnson hebt die Gräben aus: gegenüber der EU, innerhalb der Gesellschaft, dort gleich mehrere. Hoffentlich schaffen es Schotten und Nordiren raus aus dem UK und rein in die EU, falls der Brexit Wirklichkeit wird.

Johnsons kühles Kalkül - mit der heißen Nadel gestrickt

Gute Analyse, nur in einem Punkt bin ich etwas anderer Meinung: Ich gehe nicht davon aus, dass Johnson nach einer Strategie arbeitet. Er hat eine Grundidee zum Machterhalt, nämlich sein derzeitiges Eintreten für den Brexit, und windet sich nur aus einer Niederlage und Panne nach der anderen heraus. Das ist aber noch lange keine Strategie. Trotzdem erwarte ich die gleiche Entwicklung wie im Artikel, ich hoffe allerdings noch, dass die EU (es reicht ja ein einziger Staat) ihm die Suppe durch ein Veto kurzzeitig versalzt. Das würde Johnson kurzfristig nützen, aber die EU wäre diesen ewigen Plagegeist UK endlich los, wenn auch mit großem Schaden. Die Frage ist nur, ob der Schaden nicht durch ewige Verschiebungen und fehlende Glaubwürdigkeit immer größer würde und irgendwann die ganze EU in ihren Grundfesten schädigen würde.

Jonson ist nichts anderes als ein Opportunist, der jede Chance nützt, von der er meint, dass sie ihm gerade Vorteile bringt, ohne Konsequenzen zu begreifen.

Pokern ohne eigenen Einsatz

Verhandlungstaktik auf dieser Ebene ist schwer zu durchschauen. Was ist Drohung? Wo ist die Schmerzgrenze? Was ist reiner Wahlkampf? Die EU-Verhandlungsführung ist hier auch nicht (mehr) völlig transparent. Spekuliert Boris darauf, dass mindestens 1 Staat der EU 27 die Verlängerung ablehnt und es trotz Ersuchen des UK zum "No Deal" kommt? ("Uups")
Vielleicht ist das ganze ein Weckruf an die Jugend Europas, sich die Errungenschaften der wirtschaftlichen und politischen Einigung Eurpoas der letzten 50 Jahre nicht von politischen Hazardeuren wegnehmen zu lassen.

Zeitpunkt

Den Zeitpunkt des Austritts hat Großbritannien selbst festgelegt. Dieser Termin wurde großzügiger Weise zweimal verlängert. Es gibt ein Abkommen das Großbritannien nur noch annehmen oder endgültig ablehnen muss. Der Ball liegt bei Großbritannien. Mehr Entgegenkommen der EU wäre schädlich. Deswegen sollte die EU auf die Spielchen von Johnson nicht eingehen.

Machtmensch

Gott allein weiß wo manche Menschen ihr Selbstvertrauen her nehmen. Im Falle Johnson besonders auffällig, da dieser bisher außer Populismus noch nichts - wirklich gar nichts geleistet hat. Ein stumpfes, sehr dickes Fell, dazu von Machtansprüchen durchdrungen wird dieser Premier noch viel Porzellan zerschlagen. Ob dabei etwas vernünftiges entstehen kann bleibt aufgrund der bisherigen Entwicklung zu bezweifeln. Menschen die einfach nur gegen alles "anstinken" ohne dabei konstruktiv zu agieren, sind in der Tat nur muffelige Chaoten. Hier kommt wohl noch ein großes Maß an Unehrlichkeit dazu, wie viele behaupten. Eine wirklich gute Grundlage für Ignoranz und Oberflächlichkeit. Genau dass, was GB jetzt braucht....

Plausible Analyse

Die Analyse von Frau Dittert ist in sich plausibel und damit bereichernd. Vor allem der Hinweis auf den von Herrn Johnson angestrebten "Opfermythos" (Märtyrer der Etablierten) ist wichtig. Dies sollte in den nächsten Wochen beobachtet werden, egal wie das Ergebnis zum BREXIT ausfällt. Nicht zu vergessen sind die Säuberungen, welche Herr Johnson in den Reihen seiner eigenen Partei durchgeführt hat, seitdem er Premierminister ist. So hat er sich von parteiinterner Kritik befreit und gleichzeitig seine Gegner geschwächt. Sehr schlau und langfristig gedacht, ergo strategisches Vorgehen. Herr Johnson arbeitet an seinem Bild in den Geschichtsbüchern der Welt.

Trotz aller ihrer verwirrenden, überraschenden und polternden Aktionen, die Populisten des 21. Jahrhunderts, die Herren Trump, Johnson, Salvini etc. dürfen nicht unterschätzt werden. Warum machen eigentlich ausschließlich weiße Männer auf diese Art Politik? Wer steht als Unterstützer bereit?

„Es dürfte der hässlichste Wahlkampf in der Geschichte Großbritanniens werden. Und ein extrem zerstörerischer, denn seine jetzt schon klar erkennbare Strategie, das Volk gegen das Parlament und die Gerichte aufzuhetzen, ist weit gefährlicher für das Land als der Brexit selbst“ (... )„Denn dann nimmt Johnson bewusst in Kauf, dass er sein so gespaltenes Land anschließend noch tiefer zerreißt, die Insel noch weiter in Richtung Chaos und Anarchie abdriften lässt“

Da gibt es wohl nur noch einen Ausweg: Das Volk auf sich selbst zurückwerfen.
Indem man ihm, indem man den Bürgern die jetzt schon absehbaren konkreten Auswirkungen von Johnsons Treiben derart plastisch „ausmalt“ bzw. am Beispiel konkreter Lebenssituationen aus dem Alltag auf der britischen Insel so glaubhaft und greifbar vor Augen führt, dass alle begreifen, dass sie sich nur auf sich selbst und aufeinander (ihre Mitbürger auf dem „Festland“ ausdrücklich eingeschlossen) verlassen können. Und nicht mehr auf irgendeinen Politiker.

@Quatsch "Briten"

zwei von vier Ländern des Ook haben "remain" gestimmt (50%, oder?) und genau genommen ist NI *kein* Teil Großbritanniens, sie meinen "the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland".
Warum die bei der Olympiade als "GB" antreten, beim Fußball mit vier Manschaften und beim Rugby ROI und NI als "Irland" auflaufen weiß niemand so genau ;)
Letzendlich: bitte erst Hausaufgaben machen.

@ 08:36 von Einfach Unglaublich

"Der einzige, der die Briten gegeneinander ausspielen will, ist die EU."
Wie kommen Sie darauf? An dem ganzen Zirkus ist ausschliesslich GB "schuld". Sie wurden nicht rausgeworfen, sondern wollen selbst raus. Sie haben einen Vertrag ausgehandelt, den sie nicht im Parlament durchbekommen.
Nun soll die EU schuld sein? Warum?
Das wäre so, als wenn jemand ihr geparktes Auto anfährt, und gibt ihnen die Schuld dafür. Das ist absurd, sorry.

Quatsch ist Quatsch

"Der einzige, der die Briten gegeneinander ausspielen will, ist die EU." - haben Sie dafür irgendwelche Belege? Ich finde ganz im Gegenteil, die EU ist UK gegenüber bisher viel zu weich gewesen und hat sich auf alle noch so fadenscheinigen Vorwände für Verschiebungen eingelassen, nur um Schaden auch von UK abzuwenden, wozu Parlament und Regierungen in London nicht mehr in der Lage sind. Ich würde sofort einen dicken Strich ziehen und UK die Folgen der Sektiererei spüren lassen, denn die haben viel größere Nachteile davon als die EU. Allerdings müsste man dann Irland deutlich unterstützen, damit der anschließende gewaltsame Konflikt auf Nordirrland beschränkt bleibt und die dann dort einzurichtende geschlossene EU-Außengrenze nicht überschreitet.

Einfach Unglaublich 09:36

Doppelquatsch.
Die einzigen, die die EU verlassen wollen, sind die Briten. Die Briten fordern allerdings von der EU ein aktuelles Mitglied (IR) zu verraten und im Regen stehen zu lassen, weil sie die Nachteile eines Ausstiegs so langsam erahnen.

@08:36 von Einfach Unglaublich

>>Der einzige, der die Briten gegeneinander ausspielen will, ist die EU.

Sie kann es halt nicht akzeptieren, dass die Briten die EU nicht mehr wollen und geriert sich wie eine verlassene Geliebte.<<

Inwiefern meinen Sie das? Wollte die EU, dass GB austritt? Kann sich die EU nicht auf einen Austrittsvertrag einigen? Wahrt die EU nicht die Interessen ihrer Mitgliedsländer (insbesondere Irland)?
Bitte erklären Sie, weshalb Sie meinen, die EU "geriert siech wie eine verlassene Geliebte".

@ Einfach unglaublich

Wie wäre es denn mal, wenn KommenatorInnen schlicht bei Wahrheit und Fakten bleiben würden? Immerhin haben 48% der Briten NICHT für den Brexit gestimmt. Nach einer von massiven Fehlinformationen begleiteten und tw. illegal finanzierten Propagandaschlaft der Brexiteers. Es wurde auch nicht über den Art des Brexit abgestimmt, "hart" oder "weich"... Und Johnson und seine Brexiteers sind May, die ja einen Deal ausgehandelt hatte, 3 x in den Rücken gefallen... Bitte bei der Wahrheit bleiben... Auch wenn es schwer fällt...

@08:40 von Gwissenswurm

Die EU hat gerade das Heft des Handelns nicht in der Hand, sondern GB ist am Zug.
Ich bin jedoch der Auffassung, dass ein ungeregelter Brexit die schlechteste aller Alternativen ist. Eine Verlängerung hat zumindest die Folge, dass die Handelsbeziehungen (u. ä.) so bestehen bleiben, wie bisher.

Einfach unglaubbar

Die EU führt sich auf?
Die EU sagt klar, was sie will. Das ist gb aber nicht recht. Die wollen keine eu, keine grenze, keinen zoll, keine gastarbeiter, weiter aber üerall arbeiten können, weiter mit allen ohne sanktionen handeln, selber aber einfuhrbestimmungen diktieren usw.
Das ust ganz klarer größenwahn. Im grunde soll die EU gb beitreten und das vergangene empire ersetzen.

@ Orfee

Mit Verlaub, auf welcher Pazifikinsel ohne Medienempfang waren Sie denn in den letzten Monaten? Theresa May hatte einen Deal mit der EU ausgehandelt, und Johnson und seine Hardcore-Brexiteers sind ihr mehrfach in den Rücken gefallen und haben gegen May gestimmt --- J. hat also genau das gemacht, wofür er später 20 Mitglieder der Fraktion rausgeworfen hat. Und "die" Politiker, die übrigens durch Wahl demokratisch legitimiert sind, blockieren auch nicht den Brexit, sondern einen "harten" Brexit... EInfach mal bitte ein bisserl mehr Wahrheit bei den Kommentaren, das wäre schön...

Der Kommentar von Annette Dittert

Das Zitat aus dem obigen Text: „Denn solange Johnson darauf besteht, dass Nordirland gemeinsam mit London aus der Zollunion austreten soll, was zwangsläufig eine mehr oder weniger harte Grenze zur Folge hat, wird sich die EU nicht wirklich bewegen können oder wollen.“
Dieser kurze Auszug zeigt mir in der Zusammenfassung der letzten 3 Jahre das Dilemma für die Brexit Situation zwischen der EU und Großbritannien auf.
Denn 1. gehört Nordirland zum britischen Königreich und auch nach dem Brexit eben nicht zur EU.
2. ehemalige Partner die versuchen um „biegen und um brechen“ dem ehemaligen Partner maximal zu schaden - dabei in Kauf nehmen, dass es dem ehemaligen Partner, der vielleicht sogar wieder der neue Partner unter anderen Bedingungen werden könnte, Bedingungen vorfindet, die unerfüllbar sind, diskreditiert sich eigentlich dabei selber.
3.auch die EU könnte, wenn sie wollte den Brexit neu betrachten
Deshalb finde ich das von A.Dittert „kühle Kalkül“ eher in Brüssel „angesiedelt“.

@ wie-

"Warum machen eigentlich ausschließlich weiße Männer auf diese Art Politik? Wer steht als Unterstützer bereit?"

Vergessen Sie nicht Frau Thatcher (auch wenn die mehr ins 20. Jh. gehört), Bolsonaro, Chavez, Maduro, Modi...

Volksverhetzer gibt es mit jeder Hautfarbe und jedem Geschlecht.

Was für ein "Held"!

Was mich an solchen "Helden" wie BJ am meisten verwundert ist, dass es offensichtlich einen Haufen Leute gibt, die dem hinterherjubeln. Und wenn endlich alles gecrasht ist, dann johlen auch noch alle im Chor, dass das die "Anderen" waren!
.
Der GB zugefügte Schaden, wirtschaftlich wie menschlich/politisch wird viele Jahre nachwirken. Aber dann ist der gute Boris längst mit seiner Knete auf den Ceymans.

Bravo EU!

Schön auch mal was positives zu lesen als nur das ständige gemeckere

09:05 von schokoschnauzer

>>ehemalige Partner die versuchen um „biegen und um brechen“ dem ehemaligen Partner maximal zu schaden<<
Sie übersehen dass Mr. Johnson dem "ehemaligen Partner" am meisten schadet.
Die Folgen des Brexit haben allein Johnson und Farage zu verantworten.

nun ja,

so sieht es aus, aber der Zweck ist wohl einfach, den Brexit zu sabotieren. Die Argumentation, das Mitglied Irland vor einer 500km langen EU-Aussengrenze zu bewahren, ist in ihrer Heuchelei ja nicht schwer zu durchschauen. Finnland hat über 2000km EU-Aussengrenze. Wie können die damit leben? Präventiv an alle Schlaumeier - jaa, ich weiss, da gibts den Nordirlandkonflikt..

09:03 von Superschlau

>>Einfach unglaubbar. Die EU führt sich auf?
Die EU sagt klar, was sie will. Das ist gb aber nicht recht. Die wollen keine eu, keine grenze, keinen zoll, keine gastarbeiter, weiter aber üerall arbeiten können, weiter mit allen ohne sanktionen handeln, selber aber einfuhrbestimmungen diktieren usw.
Das ust ganz klarer größenwahn. Im grunde soll die EU gb beitreten und das vergangene empire ersetzen.<<
Hier muss ich Ihnen ausnahmsweise recht geben.
Fairerweise muss man sagen nicht ganz GB, sondern nur etwa die Hälfte.

Warum stellt der dich so dumm

Warum stellt der dich so dumm an? Was hat der an "backstop bis. " nicht verstanden? War wohl doch nicht so elitär, seine eliteschule. Mit backstop hat er alle zeit der welt, weiter zu verhandeln. Ohne das es für gb ganz knüppeldick kommt.
Warum erklärt dem das keiner?

Nach der klaren Rechts- und

Nach der klaren Rechts- und Realitätsbeugung durch das so genannte supreme Court, so wie des klaren Ignorierens des basisdemokratischen Referendums, muss Johnson sich um Dinge wie Moral und Ethik sicherlich die geringsten Sorgen von allen Beteiligten machen

3 Jahre sind genug! Ist ja

3 Jahre sind genug! Ist ja nicht so das GB nicht wieder beitreten kann, wenn es die Kriterien erfüllt!Allerdings wird es Schwerer für GB! Als Finanzplatz abgeschlagen ebenso unattraktiv als Industriestandort! Toyota, Nissan und Honda sowie Ford, Opel ( Vauxhall) und BMW (Mini) packen schon die Koffer!Die Briten hätten in der Zeit schon längst wieder einen Neuantrag zur Aufnahme gestellt.

Wer so hoch pokert wie er

Kann nur schwer aus dem Pott wieder raus.
Wer mit 7 und 2 all in geht , fällt halt mal ordentlich auf die Schnauze.

Boris das mach ich auch

Demnächst. Fordern weil ich raus will - nicht muss! Die Logik die Boris hat versteh ich nun wirklich nicht. Gut ich wohne auch nicht auf einer Insel.

08:36 von Einfach Unglaublich

>>Der einzige, der die Briten gegeneinander ausspielen will, ist die EU.
Sie kann es halt nicht akzeptieren, dass die Briten die EU nicht mehr wollen und geriert sich wie eine verlassene Geliebte.<<
Ich bin überzeugt dass Sie die Zusammenhänge richtig einordnen können.
Verraten Sie uns doch bitte warum Sie hier Unwahrheiten in die Welt setzen. Ist es einfach Hetze gegen die EU aus ideologischebn Gründen?

@08:32 von Orfee

>Das ist Johnson's Plan und er ist auch der einzige Weg, um genau das Chaos endlich zu beenden.<
Und widerspricht sämtlichen demokratischen Regeln. Missliebige Meinungsträger ausschalten. Hatten wir in Deutschland schon ein paar mal mit fatalen Folgen.

Annette Dittert bringt es

Annette Dittert bringt es wieder einmal auf den Punkt: Johnsons "Strategie, das Volk gegen das Parlament und die Gerichte aufzuhetzen, ist weit gefährlicher für das Land als der Brexit selbst." Aber noch besteht Hoffnung, dass auch bisherige Tory-Wähler*innen das durchschauen und zudem - durch die heftigen Vorboten jetzt schon spürbar - erkennen, dass das Land durch einen Brexit wirtschaftlich wie sozial abstürzt. Auch wenn Johnson schon in den Wahlkampfmodus umschaltet (war er übrigens je in einem anderen Modus? Land, Parlament und Justiz sind ihm egal), gewonnen hat er längst nicht, auch wegen wachsender innerparteilicher Kritik.

Boris' Spiel mit dem Feuer

Herr Johnson scheint ein begnadeter Schauspieler und Narziss erster Güte, dem das Gewinnen seines "Spiels" über alles andere geht. Regeln, die jeder andere selbstverständlich befolgen würde, ignoriert er geflissentlich, schwingt sich auf zum Martyrer und Robin Hood, ungeachtet der Tatsache, wie fadenscheinig diese Rollen sein mögen. Doch die Wähler, die ihm folgen, interessiert das nicht. Sie folgen ihm umso mehr, als dass er die simpelsten Regeln verletzt. Es geht schon längst nicht mehr um Inhalte, es geht um das Ego eines aufgeblähten Wichtigtuers. Er ist damit nicht alleine, ist jedoch aktuell derjenige, der den größten Schaden verursacht. Katastrophal!!!

Ist es nicht so,

wie in einem Spielcasino ??
Die EU Croupier, GB bzw. Johnson der Spieler, welcher den Einsatz setze auf Kosten der Bevölkerung.. Der Croupier kassiert für das "Casino" also die Bank/EU das Geld.
Wenn GB aus der EU ausgetreten ist, dann verdient EU an dem "Geschick" von GB(B.Johnson) und die Bevölkerung ist der Finanzier für das Spiel von B. Johnson.

Frage:

Was kommt zuerst - der Brexit oder BER (Flughofen Berlin)?

9.19@Tremiro

Ihre Antwort an mich:
„Sie übersehen dass Mr. Johnson dem „ehemaligen Partner“ am meisten schadet. Die Folgen des Brexit haben alleine Johnson und Farage zu verantworten.“

Vielleicht ist es aber so, dass Sie übersehen, dass die Abstimmung, von Cameron als Wahlkampf Strategie eingesetzt, dann von den Briten (die zur Wahl gegangen sind) nun mit dem Yes zum Brexit abgestimmt wurde. Mays jahrelanges scheitern mit dem Brexit Austrittsabkommen, welches sie mit der EU ausgehandelt hatte - und in der Folge ihr Rücktritt - hat den Weg zu Johnson doch erst frei gemacht. Deshalb kann ich in der Analyse der Brexit Problematik auch bei den Verhandlungen der EU Vertreter eine Mitschuld vermuten. M.M.n.

Unglaubwürdig

Am 01sten Nov wird GB weiter in der EU sein & BJ (Strategie hin oder her) wird sich unglaubwürdig gemacht haben. Wilder Aktionismus vor realistischen Überlegungen.

re coachcoach

" Hoffentlich schaffen es Schotten und Nordiren raus aus dem UK und rein in die EU, falls der Brexit Wirklichkeit wird."

Das wird immer wahrscheinlicher als Ergebnis des ganzen Dramas.

@08:32 Orfee

Ein Politiker, der schon vor dem Referendum das blaue vom Himmel log, nach dem Referendum erst mal vor Schreck von der Bildfläche verschwand, dann zu den parlamentarischen Blockierern der May-Regierung zählte und als Premier das Parlament missachtet und brüskiert, indem er es rechtswidrig einerseits ausbooten wollte durch eine missbräuchliche Prorogation und andererseits durch offene Ankündigung, einen Parlamentsbeschluss nicht umzusetzen, ist Ihrer Ansicht nach "der einzige Weg, genau dieses Chaos zu beenden"? Selten passte das Bonmot von Bock, den man zum Gärtner macht, wohl. besser als derzeit bei Johnson.

Johnson ist ein Paradebeispiel dafür, was passieren kann,

wenn die persönlichen Interessen über die Interessen des Volkes gestellt werden. Sein Ziel ist es lediglich Premierminister zu bleiben und seine Machtposition auszubauen. Alle Schritte sind nur diesem einen Kalkül untergeordnet. Was dabei für sein Land herausspringt ist diesem Subjekt egal. Ursrpünglich wurde für den Brexit mit unhaltbaren Prognosen und Zahlen geworben, um die eigene Position zu festigen. Jetzt, da klar ist, dass diese Prognosen keinesfalls zutreffen werden und die Fakten für die Trennung auf dem Tisch liegen, will man auf keinen Fall dem Volk eine Chance geben, den Austritt nochmals zu beurteilen. Besser die Gunst der Stunde nutzen und die eigenen Pfründe sichern. Leider ist die Opposition in ähnlichem Kalkül gefangen und schwächt sich damit selbst statt pro Europa Farbe zu bekennen. In Anlehnung an Churchill bleibt nur zu sagen: Demokratie ist nicht die beste Regierungsform - sicherlich ist es aber die gerechteste: jede Gesellschaft bekommt, was sie verdient.

09:21 von Unzeitgeist

>>so sieht es aus, aber der Zweck ist wohl einfach, den Brexit zu sabotieren. Die Argumentation, das Mitglied Irland vor einer 500km langen EU-Aussengrenze zu bewahren, ist in ihrer Heuchelei ja nicht schwer zu durchschauen. Finnland hat über 2000km EU-Aussengrenze. Wie können die damit leben? Präventiv an alle Schlaumeier - jaa, ich weiss, da gibts den Nordirlandkonflikt..<<
Sie wissen es offensichtlich aber verstehen Sie es auch?

@08:36 von Einfach Unglaublich

Einfach unglaublich...
...ist, dass Sie in Verblendung oder kompletter Unkenntnis Äpfel mit Birnen verwechseln. Sprich: Die Briten wollten austreten und die EU kann Sie gar nicht daran hindern. Nur es besteht eine Vertrag mit den Briten, den aufzubröseln nur in kompromisbereiter Gegenseitigkeit geschehen kann. Wenn der Britte nur Vorschläge unterbreitet, die für die EU-Mitglieder nicht tagbar ist, dann muss man als Vertragspartner schauen, dass ein Kompromis gefunden wird. Wenn Boris Johnson im Neurosenwahn jeglichen Kompromis zu Lasten der EU oder eines Landes, hier z.B. Irland als persönliche Niederlage verkaufen will, und in Opferhaltung Andere verantwortlich macht, dann kann ich auch nicht mehr die Seriösität des Gesprächspartners erkennen.

08:36 Einfach Unglaublich

Quatsch.
Die EU steht verlässlich zu seinem Mitgliedsland Irland und hat einen langen Atem dem Mitgliedsland GB gegenüber, damit es den Brexit noch verhindern kann.
GB benimmt sich wie ein kopflos gewordener Ehepartner, der nicht weiß, wie er sein hysterisches Kreischen "ich trenne mich! ... aber alle Vorteile sollen bleiben! Und wenn du das nicht akzeptierst, EU, dann sieht man ja, was für ein Mist-Partner du bist!" wieder zurücknehmen kann - weil einerseits die Scham und andererseits die Angst vor Gesichtsverlust zu groß sind.
Psychologisch betrachtet braucht es viele Initiativen, die deutlich machen: "GB, we love you!"

@08:48 joyomaran

Manchmal ähneln sich Selbstbewusstsein und Größenwahn auf den ersten Blick, und manche verwechseln es dauerhaft.
Vielleicht hilft das weiter beim Verstehen, nicht nur bei dem, was in GB gerade angeht, sondern auch bei dem, was über dem großen Teich passiert.

09:38 von schokoschnauzer

>> Mays jahrelanges scheitern mit dem Brexit Austrittsabkommen, welches sie mit der EU ausgehandelt hatte - und in der Folge ihr Rücktritt - hat den Weg zu Johnson doch erst frei gemacht.<<
Der Hauptverantwortliche für Mays scheitern ist ihr "Perteifreund" Johnson, der gegen May intrigiert hat um Premierminister zu werden.
Das können Sie der EU wirklich nicht vorwerfen.

Ich denke nicht, dass es Quatsch ist.

Schließlich gilt es die Interessen Irlands zu verteidigen. Und die wiegen nunmal schwerer. Die EU wirft GB ja nicht hinaus. GB geht freiwillig. Frau May und ihre Unterhändler haben den Vertrag schließlich ausgehandelt, inklusive Bereit. Die EU muss Irland, auch des Friedens Willen schützen. Die Wut der Engländer besteht darin, dass die EU sich nicht ihren Änderungswünschen beugen will. Warum soll sie? Auch Johnsons, man muss es Hirngespinst nennen, im Anschluss auf ewig in einer stillschweigenden Zoll- und Handelsunion (für Lau) neben der EU zu bleiben, scheint eine reale Wahrnehmungsstörung zu sein.
Für den Breit heißt es ganz klar "Irland First". Es bleibt zu hoffen, dass die EU nicht einknickt. Das wäre ihr Anfang vom Ende und eine rechte Steilvorlage an alle EU- Gegner.

@ 08:49 von Nettie

>Indem man ihm, indem man den Bürgern die jetzt schon absehbaren konkreten Auswirkungen von Johnsons Treiben derart plastisch „ausmalt“ bzw. am Beispiel konkreter Lebenssituationen aus dem Alltag....<
Genau dieser idealisierte Wunsch greift nicht, weil die "Vergiftung" des Volkes schon längst begonnen hat.
Wer nicht begreifen will, wird nicht begreifen. Wer nicht einsehen will, wird nicht Einsicht zulassen. Erkenntnis ist nicht durch eine Flut aktueller Informationen garantiert. Im Gegenteil wird auf einfache Lösung zurückgegriffen und im schlimmsten Fall vermutete Folgen seiner Entscheidung Anderen angelastet.
Seien Sie mal ganz ehrlich, tun Sie das nicht auch mit Ihrer Meinung:
>...dass alle begreifen, dass sie sich nur auf sich selbst und aufeinander (ihre Mitbürger auf dem „Festland“ ausdrücklich eingeschlossen) verlassen können. Und nicht mehr auf irgendeinen Politiker.<?

Kommt dem BJ doch etwas entgegen

Das Anti-No-Deal-Gesetz gilt ja nur für BJ und UK. Die EU ist daran nicht gebunden! Also: Verlängerung ablehnen - dann ist der harte Ausstieg da. Ob das dem BJ in seinem zukünftigen Wahlkampf allerdings helfen wird, glaube ich kaum: wenn sich die Wirtschaft auf die vollendeten Tatsachen einrichtet, dann fallen Späne - es werden noch weitere Firmen abziehen. Vieles wird für die Bürger teurer: da nutzen auch die vielgepriesenen 350Mio pro Woche nichts. Macht dem Schrecken ein Ende: wir sind es leid, dauernd diese Posse vorgeführt zu bekommen. Die Engländer werden die Austritts-Gewinnler schon noch kennenlernen.

@09:21 von Unzeitgeist

>>...Die Argumentation, das Mitglied Irland vor einer 500km langen EU-Aussengrenze zu bewahren, ist in ihrer Heuchelei ja nicht schwer zu durchschauen. Finnland hat über 2000km EU-Aussengrenze. Wie können die damit leben?...<<
Sie verkennen die Situationen. Die Grenze zwischen Irland und Nordirland ist durch die EU faktisch keine Grenze. Es gibt keine Kontrollen, teilweise verläuft die Grenze durch Gärten, Iren arbeiten in Nordirland, Nordiren in Irland. Gibt es diese Situationen auch an Finnlands Außengrenze? Wohl eher nicht, oder?
Der Brexit wird gerade einzig und alleine durch die Birten verhindert.

Stimmt!

Ihre Meinung ist - denke ich - richtig. Leider finde ich, dass die EU bereits eingeknickt hat.

@09:36 von Vollgas

>>...Wenn GB aus der EU ausgetreten ist, dann verdient EU an dem "Geschick" von GB...<<
Können Sie bitte mal erklären, wie die EU am Austritt von GB verdient?

Johnsons Kalkül ist wohl eher,

dass die EU den Brexit Termin nicht verlängert und er den Brexit liefern kann.
In Groß Britannien wird er sagen:
Ich habe Alles versucht den Vertrag zu ändern oder den Brexit Termin zu verlängern, damit er nicht wegen Mißachtung des Parlaments angeklagt werden kann.

Da sieht man mal wieder wohin das langfristig führt...

Früher hat es einmal geheißen, die bürgerliche Demokratie und der Kapitalismus seinen unerschütterlich und garantierten Frieden, Freiheit und Wohlstand - was ja für eine begrenzte Zeit zu mindestens für jene gestimmt hat, die geopolitisch an der Peripherie des Kapitals gelebt haben.
Aber jetzt ist es wieder so wie anno dazumal: Die ökonomische Spaltung der Gesellschaft schreitet überall auf der Welt unaufhaltsam voran während Nationalisten, religiöse Fundamentalisten und Rassisten dies einerseits mit abstrusen Verschwörungstheorien und andererseits mit unsachlichen Verallgemeinerungen kanalisieren.
Der gesamte Brexit ist ein erbärmliches Schauspiel und geht völlig an den großen Problemen der Menschheit (einschließlich der britischen Bevölkerung) vorbei. Der ganze Vorgang ist nichts weiter als eine gewaltige Ablenkung von den eigentlichen Problemen und obendrein eine Verschwendung von Ressourcen.
Das einzig positive daran: Diese unzeitgemäße Monarchie könnte weiter eingedämmt werden.

Der Rattenfänger von London

Das Johnson ein machtzerfressener egozentrischer Mensch ist, wissen jetzt mittlerweile fast alle. Und alle wissen, was die Pro-Brexit-Bewegung verspricht, notfalls auch ohne Deal. Ein angeblichen für GB kommendes Schlaraffenland. Das mag zwar für Boris Johnson und einiger seiner Kumpanen sein. Denn sie haben ohnehin ihre Schäfchen schon längst im Trockenen. Aber was ist mit all diejenigen, die bei diesem unsagbaren Suizid-Kommando auf der Strecke bleiben werden? Sie haben noch nicht mal Schäfchen, die man ins Trockene bringen kann? Tja, gerade die, wählen ihn auch noch! Das grenzt an vollkommenen nicht vorhandenen Bewusstseins. Sie sind sich ihrer Stellung nicht bewusst, sie sind sich nicht bewusst, dass sie wie Schafe zur Klippe getrieben werden. Offenbar muss das so sein! Anders kann man sich die Haltung eines großen Teils der britischen Bevölkerung nicht erklären. Die Krönung wird auch noch sein, dass Johnson auch als Held in dieser Seifenoper hervorgehen wird. Was´ne Schande!

08:50 von Lannister Cat

«Warum die bei der Olympiade als "GB" antreten, beim Fußball mit vier Manschaften und beim Rugby ROI und NI als "Irland" auflaufen weiß niemand so genau ;).»

Doch - ich weiß es …

Bevor im Fußball der Kontinental-Verband UEFA und der Welt-Verband FIFA gegründet wurden, gab es im UK bereits die eigenständigen Fußball-Verbände von England, Schottland, Wales und Nord-Irland.

Das erste Fußball-Länderspiel der Geschichte war England - Schottland.
Alle 4 Verbände waren Gründungsmitglieder. Und so blieben die 4 eigenständig bis heute in UEFA und FIFA.

Im Rugby ist es anders. Dort gab es den Gesamt-Irischen Verband, bevor internationale Verbände gegründet wurden. So ist im Rugby Irland bis heute ROI + NI. Gegenwärtig ist die Rugby-Union-WM in JAP. IRL hat SCO geschlagen, sich bereits als Einheits-Verband für die WM 2023 qualifiziert.

U.a. in der Leichtathletik hatte es keine separaten Verbände im UK.
Daher "Team GB Olympia". Sind rein sport-historische Hintergründe.
Keine politischen …

@09:38 von schokoschnauzer

Nun, Cameron hat den Fehler begangen, das Referendum auszurufen. Die Wähler sind aber auf die Betrügereien von Johnson und Farrage hereingefallen.
Mrs. May hat versucht zu retten, was zu retten ist und ist am britischen Parlament gescheitert, welches bis heute nicht klar sagt, wie es sich den Austritt vorstellt. Außerdem hat Mrs. May ohne Not Neuwahlen provoziert und dabei ihre Mehrheit im Parlament verloren, so dass es noch schwieriger für sie wurde.
Was in dem Zusammenhang nun die Mitschuld der EU angeht, kann ich dort keinerlei Verschulden erkennen. Die EU muss die Interessen der Mitgliedsstaaten wahren. Das kann jeder EU-Bürger mit Fug und Recht erwarten und auch verlangen.

Brexit

Danke für die profunde Analyse von Frau Dittert, die für uns die Hintergründe erhellt.
Zur Strategie: 1) Emotionen schüren. Beispiel Fußball, eine unterlegene Mannschaft fängt an zu treten, beißen, schimpfen. Mit etwas Glück verlieren die anderen die Lust am Spiel (Brexit jetzt, damit es rum ist). Entscheidend ist der Schiedsrichter (Gericht, Medien), wenn der alles laufen lässt (wie zB bei Frau Künast) gibt es keine Halten mehr. Methode: wer am rücksichtslosesten Kämpft gewinnt.
2) Glauben wecken, BJ führt euch in eine glänzende Zukunft, das Böse liegt in Brüssel.
Diese Strategie klappt nicht immer, aber oft.

@ 09:27 XXX99

Es geht viel einfacher: GB kann immer noch das Austrittsgesuch zurücknehmen. Es braucht noch keinen Neuantrag zur Aufnahme.

@08:46 Lannister Cat

Man sollte nur "Weckruf" an die Jugend Europas nicht mit "Genickschuss" an die Jugend Großbritanniens verwechseln, um auf der Ebene der Bildsprache zu bleiben.

09:21 von Unzeitgeist

« Die Argumentation, das Mitglied Irland vor einer 500km langen EU-Aussengrenze zu bewahren, ist in ihrer Heuchelei ja nicht schwer zu durchschauen. Finnland hat über 2000km EU-Aussengrenze. Wie können die damit leben? Präventiv an alle Schlaumeier - jaa, ich weiss, da gibts den Nordirlandkonflikt.»

Und genau deswegen, weil Sie um den Nordirland-Konflikt wissen, sollten Sie die inner-irische Grenze um so weniger mit der EU-Außengrenze zwischen FIN und RUS vergleichen. Sie ist mit dieser Grenze schlichtweg nicht angemessen vergleichbar.

Genau so wenig wäre IRL / N-IRL mit der Grenzsituation an irgendeiner anderen Grenze vergleichbar, die sich ergäbe, würden bspw. Schweden oder Polen die EU verlassen wollen …

@09:21 Unzeitgeist

Wenn Sie die Antwort schon kennen: warum bringen Sie dann trotzdem noch den abstrusen Vergleich zu Finnland?

Zu dem hier: England soll Johnson den Koffer vor die Tuer stell

Zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/johnson-optionen-101.html

Johnson als Märtyrer

Die Frage ist: Wieso erklärt er dann weiterhin täglich, mit ihm sei dennoch am 31. Oktober Schluss? Die Antwort ist einfach. Weil im neuen britischen Trump-Zeitalter Worte und nicht Taten zählen. Das Kalkül dürfte folgendes sein: Je häufiger er sein Versprechen in die Welt posaunt, desto weniger wird ihm später übelgenommen, dass er es nicht halten kann. Frei nach dem Motto: Ich wäre ja gesprungen, aber das Parlament und die Gerichte ließen mich nicht.

rate ich ehrlich allen Engländern:
stellt diesem Johnson den Koffer vor die Tuer und trennt euch von diesem rechtsextremen Sektierer bevor er eurem Land weiter extrem schadet. Er benimmt sich wie ein hochgefährlicher islamistischer Terrorist.

@Tremiro 10:01

Meine persönliche Analyse beinhaltet keine Vorwürfe. Weder gegen Großbritannien noch gegen die EU. Lediglich versuche ich diese verfahrene Situation Problemlösung orientiert zu verstehen. Denn alle die Menschen, die später mit den Konsequenzen dieses Machtspieles leben müssen und natürlich auch bezahlen werden, haben n.m.M.n. ein Recht darauf, dass alle Protagonisten fair mit dieser fundamentalen Frage umgehen. Ich selber bin ein sehr großer Fan nicht nur von London und seines „Way of Life“ sondern ein Fan des Commonwealth und bedaure den Brexit wirklich zutiefst. Deshalb wünsche ich mir einen fairen Umgang der EU Verantwortlichen mit dem Brexit und dem aktuellen PM, weil es auch eine Zeit nach dem Brexit geben wird und wir in der Zukunft besser als Freunde miteinander leben. Das finde ich wichtig, Das ist meine Meinung.

Die Mehrheit Englands will in der EU bleiben

Außerdem: es ist immernoch so dass die Mehrheit in England in der EU bleiben will und Johnson alleine auf verlorenem Posten steht und verloren hat. Johnson hat sich verzockt und muss gehen.

https://www.tagesschau.de/ausland/johnson-optionen-101.html

Denn das wäre für ihn ein erstklassiger Eröffnungszug im dann bald folgenden Wahlkampf. In dem es für ihn vor allem auf die harten Brexiteers ankommt. Johnson als der Märtyrer, der an das Volk appelliert, mit ihm gemeinsam gegen die Institutionen der britischen Demokratie ins Feld zu ziehen.

Die EU muss sich von ihm abwenden und die Tuere schließen. Fuer Johnson gibt es keine Zukunft mehr in der EU, fuer England aber sehr wohl. Johnson soll mit seinen rechten Sektierern England verlassen.

@09:25 Superschlau

Das haben wahrscheinlich zig Leute dem Johnson schon erklärt, und ich vermute, er kapiert das sogar.
Die Antwort liegt wohl auf einer anderen Ebene: Es gibt Menschen, für die ist das wichtigste, auf der Bühne im Scheinwerferlicht zu stehen - welches Stück gespielt wird und welche Rolle sie darin eigentlich haben, ist ihnen egal.

Sie hätten es beenden können

Leider sitzen im Parlament so viele Egoisten, die als kleine Johnsons eine Meinungsumfrage als Referendum hochstilisiert haben und - der brutalen wirtschaftlichen Wahrheit des britischen Abschwungs - an dem Wahnsinn festgehalten haben. Sie haben mit ihren undemokratischen, zum Misserfolg verdammten Diskussionen das Volk gespalten - Johnson setzt allenfalls noch einen drauf.
Die Mehrheit der Wähler wird Johnson wählen - ein Großmaul in harten Zeiten, ein Alphatier, überzeugt Wähler sowieso mehr als vernünftig kommende Intellektuelle. Die USA hatten die Wahl zwischen Ruder zum Krieg oder Ruder zum Umweltschutz - sie wählten Bush statt Al Gore.
Gerade jetzt müsste die Welt mehr zusammenarbeiten, aber die britischen Nationalisten haben nur Sinn für ihren Nationalismus: Great Britain First. Das kennen wir ja: USA First, German Cars First (vor Europa!).
So ist GB nur eine Episode menschlicher Unfähigkeit, demokratisch halbwegs legitimiert von Menschen, denen zum Teil Bildung nicht nahe ist.

@09:38 schokoschnauzer

Sie sehen anscheinend den Gorilla im Raum nicht... (Falls Sie das Experiment nicht kennen: googeln)
May scheiterte mit ihren ausgehandelten Vertragsentwürfen nicht am Aushandlungsprozess ("Ball-hin-und-her") mit der EU, sondern u.a. am "Gorilla" Johnson, der alle Vertragsentwürfe torpedierte.

In die gleiche Falle getappt

Frau Dittert ist hier in die gleiche Falle getappt, wie die britischen Parlementarier:

Alle denken, wenn Johnson um eine Verlängerungn bittet, dann bekommt er die auch. Deshalb sei der Termin am 31.Oktober bereits abgewendet. Und sie denken weiterhin, wenn der Austritt erstmal auf die lange Bank geschoben ist, dann erledigt er sich von selbst.

Neuwahlen und alles ist wieder gut? Der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Was, wenn Farage gewinnt oder auch nur einen erheblichen Anteil der Sitze erringt?

Den Ausgang des Referendums hatte ja auch niemand vorausgesehen.

Die Verschieberei muß ein Ende haben.

Da hat der Mann recht.

Der Brexit ohne Deal wird kommen!

Daran arbeitet nicht nur Johnson, sondern auch seine sehr mächtigen Helfer und Unterstützer, die er auf seiner Seite hat. Allen voran Donald Trump und sein Ex-Berater Steve Bannon (Herausgeber des rechtsradikalen Blattes Breitbart in den USA) und nicht zuletzt Nigel Farage, der britische Rechtspopulist, der den Brexit überhaupt in GB ins Rollen gebracht hat. Mit aller Macht stemmen sie sich gegen den verbleib GB´s in der EU! Das die EU seinem Mitglied Irland zur Seite steht, sollte selbstverständlich sein. Da gibt es keine Zweifel. Dies zeigt auch, dass die EU solidarisch zusammen steht. Das sollte jedem Rechtspopulisten von nun an klar sein, trotz aller Differenzen innerhalb der EU! Johnson und Konsorten sind zum Brexit verdammt! Klappt er nicht, wird sie keiner mehr ernst nehmen und niemand mehr wählen. Klappt er doch und die GB-Bürger leiden darunter sehr, sind sie auch erledigt. So oder so der Rechtspopulismus wird eine herbe Schlappe erleben und sich in Gefälligkeit auflösen!

Johnsons Gegner sind nicht weniger „populistisch“ als er

Warum Bitteschön soll denn der „Souverän“ - also das Volk - nicht über ein neues Parlament, dessen Zusammensetzung oder dessen Präferenzen bestimmen dürfen? Was wir im Moment erleben ist dass das britische Unterhaus im Gegensatz zum Willen der Bevölkerung steht und anstatt sich diesem Wählerwillen zu stellen, Neuwahlen blockiert. Nicht das Parlament ist der Souverän, so habe ich es jedenfalls noch in der Schule gelernt! Wenn die Mehrheit der britischen Wähler einen No Deal Brexit bevorzugt, dann sollte diesem Wählerwillen auch entsprochen werden! Stattdessen bemühen sich die Remainer in der Legislative (ähnlich wie die Democrats in USA gegen Trump) über die Judikative die Exekutive auszuhebeln. Sieht so „Gewaltenteilung“ aus ?

@Am 08. Oktober 2019 um 10:39 von Demokratieschue...

Zitat: "Die Mehrheit Englands will in der EU bleiben"

Mein lieber Demokratieschüler: Wie kommt es denn, dass Sie derartiger Fake News und linke Verschwörungstheorie hier verbreiten können?

Am 23. Juni 2016 gab es eine eindeutige und demokratische Entscheidung bzgl. dieser Frage.

Es ist ein Skandal, dass die Briten solange auf die Umsetzung ihres Wählerwillens warten müssen!

um 08:36 von Einfach Unglaublich

Der einzige, der die Briten gegeneinander ausspielen will, ist die EU.

Ah ja, sich an ein Abkommen halten zu wollen, das einen fast 40-jährigen Terrorkrieg beendet hat, ist für Sie also "gerieren". Das lässt tief blicken.

@10:38 von schokoschnauzer

>>...Deshalb wünsche ich mir einen fairen Umgang der EU Verantwortlichen mit dem Brexit und dem aktuellen PM, weil es auch eine Zeit nach dem Brexit geben wird und wir in der Zukunft besser als Freunde miteinander leben. ..<<
Und Sie sehen nicht, dass die EU alles tut, um fair mit den Briten und PM B.J. umzugehen?
Das sehe ich völlig anders. Diejenigen, die nicht fair spielen, das ist die derzeitige Regierung um PM Boris Johnson. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Austritt, den GB wollte, zu vollziehen. Entweder harter Brexit ohne Vertrag oder ein Austritt mit Vertrag. Dass dieser Vertrag beide Interessenlagen der Vertragspartner berücksichtigen muss ist ja wohl selbstredend und fair. Er war ausgehandelt, aber die Briten wollen ihn nicht. Was genau sie wollen, sagen sie aber nicht und versuchen die Schuld auf die EU abzuwälzen. Finden Sie das fair? ich nicht. Meine Meinung.

>> Frei nach dem Motto: Ich

>> Frei nach dem Motto: Ich wäre ja gesprungen, aber das Parlament und die Gerichte ließen mich nicht.<<

Genau so ist es ja auch.

Noch ein weiteres Kalkühl BJ

Man muss sich noch einmal tiefer gehend die Frage stellen, wer eigentlich vom aktuellen Brexit-Dilemma außer BJ noch profitiert. Da gibt es z.B. eine USA, die durchaus sehr davon profitiert, dass die EU aktuell innerpolitisch sehr beschäftigt ist. BJ wird m.E. in seinem Bemühen die EU zu zersplittern durch DT gestützt. Beide haben dasselbe Interesse: eine geschwächte EU mit möglichweise ein Wiederaufleben des Nordirland-Konfliktes stärkt die eigene Macht, denn der "Buhmann" könnte die EU sein, wie folgende Überlegung zeigt: BJ kann das GB-Gesetz zur Beantragung der Brexit-Verschiebung auch aushebeln, wenn ein EU-Mitglied zum Antrag sein Veto gibt. BJ hat das ja schon mit Ungarn im Visier gehabt. Dann wäre BJ der "Sieger": "Seht her, ich wollte ja einen Antrag auf Verschiebung stellen, aber die EU wollte nicht." Liebe EU, bleib standhaft und vor allem einig! Nur eine Gemeinschaft, die einig ist, ist stark genug international mit Giganten wie China, USA und Russland mitzuhalten!

um 10:14 von schabernack

"Bevor im Fußball der Kontinental-Verband UEFA und der Welt-Verband FIFA gegründet wurden, gab es im UK bereits die eigenständigen Fußball-Verbände von England, Schottland, Wales und Nord-Irland."

Lassen Sie das Nord bei Irland weg, dann stimmt es. Als der irische Verband gegründet wurde, war ganz Irland britisch. Ähnlich wie beim Rugby, das ja dieselben Wurzeln wie Football hat und seine Existenz lediglich einer Uneigkeit bei den anzuwendenden Regeln verdankt.

@schokoschnauzer

Der EU geht es um ein Abkommen vom 10.04.1998. Das "Karfreitagsabkommen" hat die zu dem Zeitpunkt weit über 30 Jahre anhaltende gewaltätige Phase des Nordirlandkonflikts beendet und weder das jetzige und zukünftige EU-Mitglied Irland, noch das zu GB gehörige Nordirland wollen das abkommen aufgelöst sehen. Somit kann die EU nicht wirklich davon ab, auf eine Lösung zu pochen, die eben keine Grenze zwischen Irland und Nordirland vorsieht.

Volksabstimmung

Johnson setzt lediglich das Ergebnis einer Volksabstimmung um und spalten tun die Leute, die dieses Ergebnis aus ideologischen und persönlichen Gründen ignorieren und tatkräftig torpedieren. Tja, mit der richtigen Ideologie wird alles gerechtfertigt.

@Unzeitgeist

An den IRA Terror kann ich mich noch gut erinnern, aber welchen Terror gibt es denn an den finnischen EU-Außengrenzen?

10:59 von Möbius

>>Wenn die Mehrheit der britischen Wähler einen No Deal Brexit bevorzugt, dann sollte diesem Wählerwillen auch entsprochen werden!<<
Dass es in GB eine Mehrheit für einen NO-Deal-Brexit gibt war mir bisher nicht bekannt.
Haben Sie dafür eine Quelle.

@11:01 Bot...

Sie kennen sich entweder mit den Fakten nicht aus oder blenden Sie aus, weil Sie zu Ihrer Blase nicht passen. Aber ich helfe Ihnen gerne:
a) Das Referendum war konsultativ ohne bindende Wirkung.
b) GB hat eigentlich ein Mehrheitswahlrecht: Demnach gab es zwischen den 4 Mitgliedsländern ein Patt: 2 remain, 2 leave. Keine Mehrheit. Es steht den Brit*innen frei, zu einem Verhältniswahlrecht zu wechseln; das würde die britisch-nordirische Demokratie durchaus stärken.
c) Parlament und Regierung haben in drei Jahren keinen Weg gefunden, demokratisch legitimiert aus der EU auszutreten.
d) demokratisch wäre zu sagen: Wir haben erkannt, dass das Referendum nicht in Politik umzusetzen war; wir nehmen das Austrittsgesuch zurück und starten bei Null und beziehen von vornherein die wesentlichen Fragen zur irisch-nordirischen Grenze und zu den Fragen von Deal/No-Deal mit ein.

Daher zu dem hier an Johnson: NO DEAL und Ruecktritt!!

Von daher zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/johnson-optionen-101.html

Nur eine kurze Atempause

Sollte das tatsächlich so kommen - und vieles sieht danach aus -, dann wird die Verlängerung am 31. Oktober nur eine kurze Atempause sein. Denn dann nimmt Johnson bewusst in Kauf, dass er sein so gespaltenes Land anschließend noch tiefer zerreißt, die Insel noch weiter in Richtung Chaos und Anarchie abdriften lässt.

Das Parlament muss Johnson jetzt stuerzen. Dieser Spuk muss beendet werden und Johnson ist gut beraten, mit seinen rechten Sektierern England in Richtung USA zu verlassen. Die USA wollen die EU zerstören und dass darf nicht mehr geduldet werden. Deswegen von mir an Johnson die klare Antwort: NO DEAL und ich fordere Johnson erneut zum Ruecktritt auf!!

11:01 von Bote_der_Wahrheit

>>Mein lieber Demokratieschüler: Wie kommt es denn, dass Sie derartiger Fake News und linke Verschwörungstheorie hier verbreiten können?
Am 23. Juni 2016 gab es eine eindeutige und demokratische Entscheidung bzgl. dieser Frage.
Es ist ein Skandal, dass die Briten solange auf die Umsetzung ihres Wählerwillens warten müssen!<<
Es war eine unverbindliche Umfrage ohne Information über die Ausgestaltung des eventuellen Brexit.
Mein lieber Bote der Wahrheit: Wie kommt es denn, dass Sie derartige Fake News und rechte Verschwörungstheorie hier verbreiten können?

Und damit dass hier nicht passiert muss es JETZT zum Sturz komme

Und damit genau dass hier nicht passiert:

https://www.tagesschau.de/ausland/johnson-optionen-101.html

Die Geister, die er rief, werden damit am Ende des Halloween-Abends noch lange nicht vertrieben sein. Der Spuk des Populismus dürfte dann erst richtig beginnen.

muss das Parlament ihn jetzt stuerzen und England muss ihm den Koffer vor die Tuere stellen und ihn aus der Downingstreet rausschmeißen. Es reicht, was Johnson und seine rechten Sektierer sich erlaubt haben. Er hat seinem Land sehr schwer geschadet (immer mehr Unternehmen gehen, immer mehr Geld von Banken fließt in die EU ab, immer mehr Menschen folgen den Unternehmen in andere Länder).

re schokoschnauzer

"Ich selber bin ein sehr großer Fan nicht nur von London und seines „Way of Life“ sondern ein Fan des Commonwealth"

Erklären Sie mal wie man ein Fan des Commonwealth sein kann - ein Konglomerat unabhängiger Staaten ohne jeden praktischen, wirtschaftlichen, politischen Zusammenhalt.

@11:05 Egleichhmalf

Wollen Sie wirklich eine Richtung unterstützen, die sagt: "Wie dumm, dass wir ein Parlament und eine unabhängige Justiz haben, sie halten Johnson davon ab, zu springen?"

re möbius

" Stattdessen bemühen sich die Remainer in der Legislative (ähnlich wie die Democrats in USA gegen Trump) über die Judikative die Exekutive auszuhebeln. Sieht so „Gewaltenteilung“ aus ?"

Von Gewaltenteilung verstehen Sie gar nichts. Sonst kämen Sie nicht auf die Idee, "über die Judikative die Exekutive auszuhebeln"

Was ist denn Gewaltenteilung, wenn nicht die Judikative ein Fehlverhalten der Exekutive korrigieren könnte?

11:01 von Bote_der_Wahrheit

«Es ist ein Skandal, dass die Briten solange auf die Umsetzung ihres Wählerwillens warten müssen!»

Als ob es an der EU läge, dass sich im britischen Parlament seit nun mehr als 3 Jahren keine Mehrheit für die Art findet, wie man denn nun genau austreten solle. Wenn "Skandal", dann ist der in London, nicht in Brüssel zuhause …

Das Märchen vom Bösen Wolf EU.
In Endlosschleife wieder gekäut …

Vorhersagemärkte: Brexit 31.10.: Quote 1:4

In diesem Forum hatte ich mehrfach auf die Vorhersagemärkte hingewiesen, die noch mal eine andere Rolle spielen als Börsen an denen erwartete zukünftige Ereignisse „eingepreist“ werden. Um es gleich vorweg zu nehmen: die „prediction markets“ haben bis unmittelbar vor den jeweiligen Entscheidungen sowohl beim Brexit Referendum als auch bei der US Präsidentenwahl 2016 falsch gelegen. Es war erheiternd aber auch beruhigend zu beobachten, wie sich innerhalb weniger Stunden oder gar Minuten damals die Quoten von einem erwarteten Clinton Sieg bzw. Votum für den Verbleib GBs in der EU in ihr Gegenteil gedreht haben. Ein gutes Beispiel für „Schwarmdummheit“ als Gegenpart zur „Schwarmintelligenz“ (oder „Intelligenz der Vielen“). Beim 31.10. stehen die Wettquoten nun aktuell bei 4:1 für eine Verschiebung des Brexit.

@ Bote_der _Wahrheit (11:01): Sie sind uneinsichtig

@ Bote_der_Wahrheit

Rueckfrage:

wie können Sie solche derartigen Fake-News verzapfen?? Sehen Sie sich doch auf den Petitionsseiten vom englischen Parlament um!! Die Mehrheit ist GEGEN den Brexit und will in der EU bleiben!! Sehen Sie es endlich ein!!

Am 23. Juni 2016 gab es eine eindeutige und demokratische Entscheidung bzgl. dieser Frage.

Nein eben nicht, weil diese Referendum auf einer Luege aufgebaut war!! Johnson hat Enlands Buerger belogen!!

Es ist ein Skandal, dass die Briten solange auf die Umsetzung ihres Wählerwillens warten müssen!

Der wahre Skandal ist, dass Johnson unbedingt mit dem Kopf durch die Wand will obwohl ihm der Supreme-Court bescheinigt hat, dass er die Queen ebenfalls belogen hat!! Sehen Sie das ein!!

zu Am 08. Oktober 2019 um 10:59 von Möbius

"...Was wir im Moment erleben ist dass das britische Unterhaus im Gegensatz zum Willen der Bevölkerung steht und anstatt sich diesem Wählerwillen zu stellen, Neuwahlen blockiert. ..."

Ihre Aussage ist eine Behauptung. Zur Zeit gibt es keine Mehrheiten für einen Brexit (egal mit oder ohne Deal) in der britischen Bevölkerung!

"...Stattdessen bemühen sich die Remainer in der Legislative (ähnlich wie die Democrats in USA gegen Trump) über die Judikative die Exekutive auszuhebeln. Sieht so „Gewaltenteilung“ aus ?"

Ja, so sieht Gewaltenteilung aus, wenn ein akuter Verdacht auf Amtsmissbrauch vor liegt und so sieht Gewaltenteilung aus, wenn man ein Parlament illegal in Urlaub schickt, um es Mundtot zu machen!

Apollo1995 10:58

"Johnson und Konsorten sind zum Brexit verdammt! Klappt er nicht, wird sie keiner mehr ernst nehmen und niemand mehr wählen. Klappt er doch und die GB-Bürger leiden darunter sehr, sind sie auch erledigt. So oder so der Rechtspopulismus wird eine herbe Schlappe erleben und sich in Gefälligkeit auflösen!"

Da sind Sie mit Verlaub etwas sehr zuversichtlich. Sie merken doch schon, dass an allen Ecken und Enden an Auslegung und Interpretationen gearbeitet wird, dass die EU (natürlich, das ist schließlich eine alte britische Tradition) an allem Schuld sein wird...

@ Emil66 (10:53): Johnson droht sowieso Gefängnis

@ Emil66

Der Rauswurf von Johnson ohne Deal aus der Downingstreet wird kommen, seien Sie sich dessen sicher. Denn wenn Johnson sich ueber die Gesetze hinwegsetzen sollte, dann wird er festgenommen und landet im Gefängnis und dort gehört er hin und sonst nirgendwo.

https://tinyurl.com/y6qsa68h
tagesanzeiger.ch: Experten: Johnson droht Gefängnis ( 07.09.2019 )

«Er ist genauso an das Rechtsstaatsprinzip gebunden wie jeder andere in diesem Land», sagte ehemalige Generalstaatsanwalt Dominic Grieve der BBC am Samstag. «Wenn er sich nicht daran (an das Gesetz) hält, kann er vor Gericht verklagt werden. Das Gericht würde nötigenfalls eine Verfügung erlassen, die ihn dazu verpflichtet (...) hält er sich nicht an die Verfügung, könnte er ins Gefängnis geschickt werden.» (nag/sda)

Von daher... Johnson hat fertig und sollte gestuerzt werden. Die EU sollte jede Verhandlung mit dem einstellen und nicht mehr auf den eingehen. Johnson macht sich lächerlich.

Schön, ...

dass wenigstens Johnson den Willen des Volkes umsetzen möchte.

Boris I see though!

Ein nur am Rande diskutiertes Brexit Szenario "GB bittet um Verlängerung mit unannehmbaren, untauglichen Vorschlägen und die EU lehnt ab" schein Booris' Kalkül.
Wenn die EU seine nicht-Vorschläge ablehnt tritt GB am 31.10. aus, aber nicht er, sondern die EU ist hinterher an allem Unbill Britanniens schuld. ...so wird er es darstellen.
Gebildete Briten werden es durchschauen, die johlende Masse nicht. EGAL ! die Welt wird sich weiter drehen und die Wirtschaft der EU wird nicht untergehen...
PS. Scottish and Irish welcome !!!

Re karwandler 11:34 Uhr: Gerichte befolgen Gesetze

Manchmal entwickeln Sie diese auch weiter. Die Legislative beschließt Gesetze. Ich halte es für falsch POLITISCHE Entscheidungen wie die Wahl von Donald Trump über Gerichtsentscheidungen anzufechten. Ich halte es auch für falsch wenn politische Interessengruppen (oder Parteien) auf der Basis von Gesetzen über die Exekutive urteilen, obwohl eben diese Gesetze durch eine neu zusammengesetzte Legislative hätten anders bestimmt werden können. Das Benn-Gesetz, dass Johnson zur Brexit Verschiebung zwingen soll hätte es doch nach Neuwahlen sicher nicht gegeben, verstehen Sie ?

@11:16 von-nachts-da-ruft....

Ihre Antwort an mich:
„Der EU geht es um ein Abkommen vom 10.04.1998...“
Das sogenannte „Karfreitagsabkommen“ das ein innenpolitisch gültiges Abkommen zwischen der Republik Irland und dem Vereinigten Königreich darstellt ist meines Wissens nach nicht Inhalt des Zollunion Abkommens zwischen Brüssel und London.
Denn genau da würde Nordirland (als Vereinigtes Königreich) zwar ohne Grenze, aber zur Republik Irland (EU) gehören. Und zwar genau so lange, bis es ratifizierte Verträge zwischen Großbritannien und der EU gibt. Für mich ist das weder eine Lösung noch ein Schutz des sogenannten Karfreitagsabkommens, wo es um interne Konflikt Beilegung geht. M.M.n.

11:30 von Demokratieschuetzerin

«Und damit genau dass hier nicht passiert: … 「Die Geister, die er rief, werden damit am Ende des Halloween-Abends noch lange nicht vertrieben sein. Der Spuk des Populismus dürfte dann erst richtig beginnen. 」muss das Parlament ihn jetzt stuerzen und England muss ihm den Koffer vor die Tuere stellen und ihn aus der Downingstreet rausschmeißen.»

Populismus vertreibt nicht irgendwer, wenn "England" dem Boris J. die Bude in Downung Street No. 10 ausräumt, und ihm die gepackten Koffer vor die Tür stellt.

Boris J. wird dann nicht das UK verlassen, "und besser angeraten, in die USA gehen" (wie Sie ja in einem anderen Beitrag fordern).

Und auch nicht werden er + seine Genossen im Geiste ihr verbales Wüten einstellen, wenn nur die Koffer vor der Tür auf der Straße stehen.

Da braucht es einen langen Atem mit guten Argumenten, um Lautsprechern wie Boris J. den Wind aus den Segeln zu nehmen. Oder leidvolle Erfahrungen derer, die sich Weltvereinfachung hingeben.

"Hau-Ruck" hilft gar nix …

@11:28 Tremiro

Das wissen der Bote u.a. natürlich längst. Und sie dürfen hier weiter die rechtsaußen Fake news und Verschwörungstheorien verbreiten, soweit sie der Netiquette entsprechen und keinen Hass verbreiten. Ich lese derartige Kommentare mitterweile als eine Art Milieustudie: Schau an, so ticken und schreiben die... Es gehört ja zum seriösen politischen wie diskursiven Kommunikationsgeschehen, seine Gegner einerseits respektvoll aber äußerst klar argumentativ zu stellen, aber andererseits auch gut zu studieren.

@ Paul Puma (12:06): welcher Wille des Volkes????

@ Paul Puma

Welchen - angeblichen - Willen des Volkes?? Der Brexit ist eben NICHT Wille des Volkes sondern nur der Wille von diesen wenigen rechten Sektierern rund um Johnson!! So schaut die Realität aus.

Und die EU und Deutschland profitieren imemr weiter. Denn inzwischen sind 106 weitere Unternehmen von England nach NRW umgezogen!! Siehe hier:

https://tinyurl.com/yyglhr6d
WAZ: Brexit: 106 britische Unternehmen ziehen nach NRW (11.09.2019 - 19:01)

Der Brexit hat auch etwas Gutes für NRW: Die Zahl der britischen Unternehmen, die sich hier ansiedeln, steigt. Das schafft neue Arbeitsplätze.

Die noch immer ungewisse Zukunft der Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union hat für Nordrhein-Westfalen einen Vorteil: Es siedeln sich immer mehr britische Unternehmen an Rhein und Ruhr an. Seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 haben sich in NRW insgesamt 106 britische Unternehmen neu angesiedelt, wie das Landeswirtschaftsministeriums berichtet.

12:06 von Paul Puma

«Schön, ... dass wenigstens Johnson den Willen des Volkes umsetzen möchte.»

Ganz schön mies aber, dass nie niemand das Volk fragte, ob es in Mehrheit überhaupt den Hard-Brexit à la Boris J. haben will.

Umsetzen von was denn …?

Von imaginärem Trallala, zu dessen konkreter Ausgestaltung sich im UK nie nirgendwo eine Mehrheit zu gar nix fand …

@10:48andererseits

Experiment Gorilla im Raum......
Dieses Experiment Unaufmerksamkeitsblindheit besagt, dass man als Mensch sogar einen Gorilla im Raum übersieht, wenn die Aufmerksamkeit auf einen anderen Umstand fokussiert ist.

Fraglich ist bei dieser Definition allerdings, wenn alle Aufmerksamkeit auf Boris Johnson gelenkt ist, Wo versteckt sich der Gorilla im Raum?
Denn dieses Experiment zeigt doch nur, wie oberflächlich wir Menschen mit der Wirklichkeit umgehen, wenn unsere Aufmerksamkeit auf eine Sache/Person gerichtet ist. Denn im Unterhaus sitzen seit drei Jahren die Abstimmungen fest. Und das ist alleine Johnsons Werk? Das halte ich für fraglich.

@ nomatch (12:06): die Johlenden sind nicht die Masse

hi nomatch

Wenn die EU seine nicht-Vorschläge ablehnt tritt GB am 31.10. aus, aber nicht er, sondern die EU ist hinterher an allem Unbill Britanniens schuld. ...so wird er es darstellen.

Aber das wird ihm nicht gelingen. Denn die Mehrheit wird dann gegen ihn aufstehen, dann wird es buergerkriegsähnliche Zustände in England geben und die Mehrheit in England die in der EU bleiben will, wird ihm spätestens dann vom Hof jagen und ihn festnehmen. Und Trump wird der nächste sein weil wir zwei Whistleblower und noch mehr gegen den haben und nochdazu so einiges mehr.

Gebildete Briten werden es durchschauen, die johlende Masse nicht.

Und die johlenden werden nicht die Masse sein sondern die Minderheit und die wird dann aus England in die USA vertrieben was gut so ist. Und dann muss England die Grenzen zu den USA schließen, damit diese rechten Socken nie wieder zurueckkommen. Und auch ein Parteiverbot gegen diese rechten Socken wäre gut.

@schokoschnauzer - 10:38

"Ich selber bin ein sehr großer Fan nicht nur von London und seines „Way of Life“ sondern ein Fan des Commonwealth und bedaure den Brexit wirklich zutiefst. Deshalb wünsche ich mir einen fairen Umgang der EU Verantwortlichen mit dem Brexit und dem aktuellen PM, weil es auch eine Zeit nach dem Brexit geben wird und wir in der Zukunft besser als Freunde miteinander leben. Das finde ich wichtig, Das ist meine Meinung."

Als Fan eines überholten Commonwealth finden Sie es natürlich unfair, dass eine Union mit 27 Mitgliedsstaaten nicht auf die Wünsche eines so prominenten Austrittskandidaten eingeht, der seinen Abgang ja noch selbst herbeigeführt hat.

Die von Ihnen eingeforderte Fairness als Einbahnstraße wird nicht funktionieren, wenn GB seine Hausaufgaben nicht macht und dafür noch Extrawürste erwartet.

Spaltung

Ganz gleich wie der "Brexit" ausgeht, ob mit oder ohne Deal oder Verbleib in der EU, die Britten werden ein zutiefst gespaltenes Volk sein. Populisten von beiden Seiten haben ein emotionales Chaos verursacht.

@Am 08. Oktober 2019 um 12:06 von Paul Puma

Den Willen des arglistig gefälschten, belogenen Volkes.

Warum das schön ist, wissen wohl nur Sie.

08:47 von Gwissenswurm

>> Es gibt ein Abkommen das Großbritannien nur noch annehmen oder endgültig ablehnen muss.<<

..und damit ist es auch ein "Spielchen" von der Opposition die seit mehr als drei Jahren dieses Abkommen ablehnt. Also, nicht nur Herr Johnson, auch Herr Corbyn ist im Boot.

re paul puma

"Schön, ...

dass wenigstens Johnson den Willen des Volkes umsetzen möchte."

Wie und wann ist denn der No Deal Brexit als Willen des Volkes ermittelt worden?

@12:06 Paul Puma

Den "Willen des Volkes" möchte das Parlament umsetzen; Johnson hingegen weigert sich, den Willen des demokratisch legitimierten Parlamentes umzusetzen.
Soviel Unterscheidungsfähigkeit müsste doch bei aller Gereiztheit und Aufgewühltheit noch drin sein.

nomatch 12:06

Korrekt

Wenn ein Mensch das Volk ist,

dann gibt er folgendes von sich: "Nach der klaren Rechts- und Realitätsbeugung durch das so genannte supreme Court, so wie des klaren Ignorierens des basisdemokratischen Referendums, muss Johnson sich um Dinge wie Moral und Ethik sicherlich die geringsten Sorgen von allen Beteiligten machen" @Internnet
.
Leuchtet mir ein, dass am obersten Grichtshof das Recht und die Realität gebeugt werden, denn "oberst" ist ja nur "sogenannt".
.
An dieser Stelle sollte man mal die Geschichte der französichen Revolution lesen, wo Madame Pompadour geköpft und Marat in der Badewanne erstochen wurde. Ich hoffe mal, dass hier nicht soetwas vorschwebt!

@ Wibo

Nein

Es ist, als ob bei einer Scheidung ein Partner das Haus, das Sparbuch und die Rentenansprüche will und um dem "Untreuen" eins auszuwischen auch das alleinige Sorgerecht für Kinder/Hunde/Katzen durchsetzen will.

Fair sieht anders aus.

Shame on you, EU!

@ Paul Puma (12:06): warum verlassen so viele junge England??

@ Paul Puma

Außerdem: wenn der Brexit - angeblich - Wille des Volkes wäre, warum wandern dann so viele junge Leute bereits aus England ab?? Siehe Businessinsider:

https://tinyurl.com/y33galgw
businessinsider: Brexit-Auswanderer: In diese europäischen Städte zieht es junge Briten (16.05.2019, 17:32)

Die Suchanfragen für Wohnungen auf dem europäischen Festland sind demnach in der heißen Phase des Beinahe-Brexits im Frühjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt um mehr als 30 Prozent gestiegen. Für einzelne Metropolen wie München, Genf oder Helsinki hat sich das Interesse aus Großbritannien sogar verdoppelt oder verdreifacht.

Vor allem junge Briten aus den Metropolregionen wollen wegziehen

Grundlage für die Analyse sind die Suchanfragen von rund 130.600 Briten im Alter von 25 bis 34 Jahren.

/// Am 08. Oktober 2019 um

///
Am 08. Oktober 2019 um 12:06 von Paul Puma
Schön, ...

dass wenigstens Johnson den Willen des Volkes umsetzen möchte.///
.
Diese Aussage wird auch durch x-fache Wiederholung nicht richtiger.

@Prenzlbär

Na Sie geben es ja wenigstens zu, dass es die EU ist, die bei einem harten Brexit eine harte Grenze in Irland fordert.

Ich finde das Verhalten der EU unverantwortlich.

zu am 08. Oktober 2019 um 12:02 von cbCLP

"... Da sind Sie mit Verlaub etwas sehr zuversichtlich. Sie merken doch schon, dass an allen Ecken und Enden an Auslegung und Interpretationen gearbeitet wird, dass die EU (natürlich, das ist schließlich eine alte britische Tradition) an allem Schuld sein wird..."

Danke für Ihre Bemerkungen. Also ich glaube nicht das ich etwas zu sehr zuversichtlich bin. Die britische Bevölkerung ist, im Gegensatz zu 2016, viel mehr aufgeklärter und informierter, als es damals beim Referendum war. Sie wissen jetzt, dass Johnson und Farage die Tatsachen verdreht und gelogen haben. Daher glaube ich nicht das sie nochmals so drastisch auf deren Polemik reinfallen werden und das macht mich zuversichtlich!

Eindeutig zweideutig

@11:01 von Bote_der_Wahrheit
„““Am 23. Juni 2016 gab es eine eindeutige und demokratische Entscheidung bzgl. dieser Frage.
Es ist ein Skandal, dass die Briten solange auf die Umsetzung ihres Wählerwillens warten müssen!“““

Eindeutig ?
48 Prozent der Teilnehmer haben sich für einen Verbleib in der EU entschlossen.
Heute wären es noch mehr, wenn man sie denn nach nun vergangenen 3 Jahren und „Fehlumsetzung des Votums“ nochmal befragen würde. Aber das wollen ja ausgerechnet die überzeugten Hardliner nicht mehr. Weshalb wohl ?
Es ist ein Skandal, dass das einmal abgefragte Votum für alle Zeit in Stein gemeisselt werden soll !
Wenn sich die Brexit-Befürworter da so sicher sind, könnten sie den Triumpf doch genießen.
Aber sie wissen schon, welche Niederlage ihnen bei einem erneutem Votum blühen würde, zwar knapp aber EINDEUTIG !

@11:30karwandler

„Erklären Sie mal wie man ein Fan des Commonwealth sein kann -.......“

Meine Erklärung dazu ist, das ich sowohl Kanada, Australien, Neuseeland, Belize,Antigua, Brunei,Ghana, Jamaika, Indien Kamerun, Kenia, Mauritius,Malta, um nur einige der 53 Mitgliedsländer zu benennen in früheren Zeiten bereiste und zu schätzen lernte. Ja, ich bin auch deshalb Fan, weil in Deutschland die englische Sprache Pflichtfach war und deshalb die Welt mit kleinerer Sprachbarriere näher. Gruß
Ps.: mein Wunsch wäre ein Verbleib der Briten in der EU. Ohne wenn und aber. Aber wenn es nicht anders geht, dann mit einer geöffneten Tür zurück zur EU.

@ Paul Puma

Schön, ... dass wenigstens Johnson den Willen des Volkes umsetzen möchte.

Des Volkes? Sagen wir, den Willen von 51 % des Volkes.

Johnson hat auch Anteil an der Hängepartie

@ Bote_der_Wahrheit:
Es ist ein Skandal, dass die Briten solange auf die Umsetzung ihres Wählerwillens warten müssen!

In den drei Abstimmungen von Theresa May hat meines Wissens sogar Johnson drei mal dagegen gestimmt. Sonst wäre der Brexit längst da.

@ zu Clemens Jacobs 10:11

>>> ... Wenn GB aus der EU ausgetreten ist, dann verdient EU an dem "Geschick" von GB. <<<
Als Beispiel wäre zu nennen die Finanzindustrie. Die Londoner Exchange könnte durch Abwanderung von Banken und Versicherungen zig Milliarden Pfund an Steuern verlieren. Nach dem bisherigen Stand hat GB hauptsächlich an der Finanzindustrie verdient. Die anderen Gewerbe wie Landwirtschaft, Stahl - und Holzindustrie, Schiffbau kann man getrost vergessen. Auch die bisher in GB gebauten Autos werden für den europäischen Landkonsumenten durch Zoll und andere Gebühren zu teuer. Wenn die Finanzindustrie abgezogen werde, dann gibt es nur noch die Möglichkeit einer "Steueroase" GB. Doch dem wird von der EU aus, alles entgegen gesetzt, damit GB nicht zur "Steueroase" verkümmert.

@Briefzentrum

"Erstaunlich wie auch noch jeder noch so hilflose und kurzatmige Spielzug von Johnson in den Medien als ausgeklügelte Strategie gedeutet wird. Der Mann ist jetzt 3 Monate im Amt. Keine seiner Schachzüge - in Worten: Kein einziger - hat bisher Erfolg gehabt. Der Mann ist kein Stratege sondern ein aus dem Bauch agierender Chaot."

Das würde ich nicht so einfach abtun, denn im Gegensatz zu Trump -(den ich für sehr einfach gestrickt halte- und der sprachlich intellektuell auf dem Niveau eines Kindes agiert)- ist Johnson ein begnadeter und schlagfertiger Redner und vermutlich überaus clever. So jemand mit moderateren Ansichten und etwas besserem Benehmen wäre ein idealer Regierungschef. Johnson ist insofern phänomenal: Ich finde ihn komischerweise nicht als besonders unsympathisch (eher das Gegenteil, nur eben chaotisch), OBWOHL ich sein Benehmen und seine Ansichten absolut verurteile und ihn niemals wählen würde.

@ 08:36 von Einfach Unglaublich

Die EU geriert überhaupt nicht - es ist Sache von UK zu beschreiben, wie man sich den eigenen Brexit vorstellt. Schon vergessen, dass der britische Unterhändler mit einer leeren Aktentasche zur ersten Sitzung kam? Man hoffte damals, die EU würde aus tiefer Ergebenheit gegenüber UK umfassendste Zugeständnisse machen, die anderen Partnern wie CH oder N nur die Zornesröte ins Gesicht treiben kann. Nein, UK bekommt keine Vergünstigungen, es ist ein Partner wie alle anderen zukünftig. Es will keine der vorhandenen Wege, also muss es einen eigenen vorschlagen und dazu erweist es sich unfähig weil zu zerstritten.

@Einfach unglaublich

"Der einzige, der die Briten gegeneinander ausspielen will, ist die EU.

Sie kann es halt nicht akzeptieren, dass die Briten die EU nicht mehr wollen und geriert sich wie eine verlassene Geliebte.
"

Blödsinn. Die Briten wollen halt was technisch unmögliches. Sie wollen raus- aber keine Grenze...

Wenn die Briten sagen würden (und dafür die parlamentarische Mehrheit hätten) wir gehen raus, wir wollen kein Abkommen, wir haben dann die harte Grenze zw. Irland und Nordirland. Sie wären schon längst raus.

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