Ihre Meinung zu: Opioid-Krise in den USA: "Die Plage unserer Generation"

16. Oktober 2019 - 11:39 Uhr

Am Anfang standen angeblich harmlose Schmerzpillen - doch inzwischen sind in den USA Zehntausende Menschen süchtig. Die Opioid-Krise kommt nun vor Gericht. Von Verena Bünten.

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Kommentare

Die USA galt ja lange Zeit als Vorbild.

Hoffentlich hat sich das in manchen Fällen geändert.

der mündige Bürger

oder wie wird immer argumentiert ....
jeder kennt um die Gefahren von Alkohol von Tabak - Drogen allgemein
scheinbar braucht es Zwang
weil ein Teil der Bürger sich nicht mal ne Krankenkasse haben
oder was für die Rente tun

Altbekanntes Problem. Die usa

Altbekanntes Problem.
Die usa sind medizinisch sowohl spitze, sls auch entwicklungsland.
Wer kein Geld hat, kauft sich halt irgendwelche Pillen. Und das wird uns auch noch blühen. Rente, krankenkasse, pflege, wird so viel kosten, dass man 4 jobs braucht. Oder eben nicht mehr vorsorgen kann. Laut trump ist eine krankenkasse privatvergnügen.

12:45, FritzF

>>Die USA galt ja lange Zeit als Vorbild.
Hoffentlich hat sich das in manchen Fällen geändert.<<

Junkies gab es in den USA schon in den 50ern.

Charlie Parker, Chet Baker, Robert Mitchum...

12:56 von Superschlau

Laut trump ist eine krankenkasse privatvergnügen.
.
und laut Meinung eines Großteils der US Bevölkerung
Sozialismus pur
ob wir das jetzt kapieren oder nicht

12:45, Sisyphos3

>>der mündige Bürger
oder wie wird immer argumentiert ....
jeder kennt um die Gefahren von Alkohol von Tabak - Drogen allgemein<<

Ich habe mein Leben lang Alkohol getrunken und alle möglichen Drogen ausprobiert. Ich bin nie abhängig geworden. Anderen Menschen geht das anders. Jeder Alkoholiker hat ganz normal im Kreise seiner Kumpels angefangen zu trinken. Wie wir alle.

>>scheinbar braucht es Zwang
weil ein Teil der Bürger sich nicht mal ne Krankenkasse haben
oder was für die Rente tun<<

Sie haben, wenn ich Ihre Kommentare hier richtig deute, in wirtschaftlicher Hinsicht Ihre Schäfchen im Trockenen. Können Sie sich gar nicht vorstellen, daß es anderen Menschen, auch und gerade in den USA, anders geht? Daß sie sich eine Krankenversicherung gar nicht leisten können und bis ins hohe Alter arbeiten müssen, weil die Rente vorn und hinten nicht reicht?

Ich wurde in den USA schon von achtzigjährigen Kellnerinnen bedient. Meinen Sie, die machten das aus Freude an der Arbeit?

12:56 von Superschlau

Glücklicherweise sind wir in Deutschland weit davon entfernt.

Und was die 4 Jobs betrifft, das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland lag im Jahr 2017 bei ca. 3.770 Euro. Bei den meisten sind die Sozialbeiträge kein Problem.
Quelle: https://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/

Regierungen und Behörden

Die Lügen der Pharmakonzerne sind nichts neues. Seit Bayer dem deutschen Kaiserreich Heroin als nicht süchtigmachende Alternative zu Morphium angeboten hat, sollte jeder wissen, was Pharmakonzerne wollen und was ihnen egal ist.

Entweder wollen Regierungen und Behörden die Menschen nicht schützen oder sie sind nicht fähig dazu, andere Schlüsse lässt die Logik nicht zu.

Welche Therapiemöglichkeiten

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es denn in den USA für Heroinsüchtige?
Eine kontrollierte Abgabe von sauberem Heroin wäre weder Sozial noch Gesellschaftlich noch Finanziell ein großes Problem.
Und die Betroffenen könnten sogar wieder lernen und arbeiten.
Ist das, so wie auch in Deutschland, nicht gewollt?

@Sisyphos3

lesen Sie eigentlich das was Sie absenden?

Die bösen DROGEN

es fällt schon auf wie oft in dem Bericht das Wort Drogen fällt und auf welche weise. Das ist Teil der Stigmatisierung die negativ auf Sucht-KRANKE wirkt. Da freuen die sich bestimmt drüber. Das hilft Ihnen warscheinlich bei der nächsten Dosierung.
In den USA wechseln die meisten "Medikamentenkranken" aus kostengründen (Heroin ist billiger) zu Heroin. Die Toten entstehen dann zum größten Teil aus ungewollten Überdosierungen weil es auf dem Schwarzmarkt keinen Verbraucherschutz gibt. Sämtliche Experten und Experimente (geregelte- Medizienische Abgabe) raten von dem Verbot ab.
Im übrigen ist ein Alkohol- Entzug nochmal eine andere Hausnummer (größeres Problem) auch für Baybies.

Ursachen und Nebenwirkungen

Ein größeres Problem noch als das verantwortungslose Handeln von Politik, Pharmaindustrie ("Die Schmerzmittel-Hersteller suchen neue Märkte!") und Ärzten ist aus meiner Sicht, dass so viele Bürger das Bedürfnis nach diesen Drogen verspüren.

Was nicht zuletzt an Erstgenannter liegen dürfte.

Auch bei uns..

..gibt es eine hohe Dunkelziffer von Schmerzmittelsüchtigen, deren Entzug sehr schwierig ist und lange Zeit in Anspruch nimmt.

Leider gibt es immer noch zuviele Bürger, die meinen, bei Krankheit unbedingt weiterarbeiten zu müssen oder um die sich niemand richtig kümmert..

sowie zu viele Ärzte, die keine Zeit zum Zuhören haben und gleich ein Rezept ausstellen.

Außerdem sollten all die freiverkäuflichen Schmerzmittel auf dn Prüfstand kommen, die ohne Kontrolle besorgt und konsumiert werden..
..meint der Fachkrankenpfleger für Psychiatrie

Diese Schmerzmittel

Sind auch in Europa zugelassen.
Die USA sind nur 10 Jahre vorraus.

Drogensucht

Da fragt man sich wirklich, wo die amerikanische Medikamentenaufsicht geblieben ist.
In einem Land, wo man für eine geschlossenen Flasche Bier im Fahrgastraum schon einfährt, wo man egal in welchem Alter beim Zigarettenkauf seinen Ausweis zeigen muss, wo man vielerorts ab 21:00 Uhr im Supermarkt keinen Alkohol mehr kaufen kann, da passiert so etwas ?
Daran sieht man die Rückständigkeit der amerikanischen Politik.
Ist wie bei uns.
Wenn der richtige Teil der Wirtschaft Druck macht, geht alles.
Bei den Amerikaner sind es die Opioide,
bei uns der ungesühnte Betrug an millionen Dieselfahrern.
Letztendlich zählt doch nur der Inhalt der Tasche. Da wird Moral und Anstand zur Nebensache.

13:24, nie wieder spd

>>Eine kontrollierte Abgabe von sauberem Heroin wäre weder Sozial noch Gesellschaftlich noch Finanziell ein großes Problem.
Und die Betroffenen könnten sogar wieder lernen und arbeiten.
Ist das, so wie auch in Deutschland, nicht gewollt?<<

Nein, es ist nicht gewollt. Aus irrationalen ideologischen Gründen. Dabei sollte doch eigentlich auch der letzte Volltrottel mittlerweile kapiert haben, daß die jahrzehntelang betriebene Mischung aus Repression und versuchter Abstinenzerzwingung katastrophale Ergebnisse zeigt.

@12:45 von FritzF

"Die USA galt ja lange Zeit als Vorbild.

Hoffentlich hat sich das in manchen Fällen geändert."

Davon ist auszugehen. 'Wir wollen hier keine Zustände wie in den USA' ist für mich eine völlig geläufige Aussage; ich kenne die USA fast nur als Negativbeispiel, obwohl die USA natürlich auch viel Gutes zu bieten haben.

Eine Industrienation die teilweise aufgrund der massiven Kluft zwischen arm und reich mit Problemen zu kämpfen hat die man in der dritten Welt verorten würde ist einfach tragisch.

Opioidschmerzmittel

Solche Schmerzmittel gibt es bei uns ja auch. Allerdings (fast) nur auf Betäubungsmittelrezept. Ich frage mich, wo man in den USA solchen Mengen davon herbekommt, dass man das Zeug jahrelang nehmen kann. Falls Ärzte das verordnen wäre über einen Entzug der Zulassung nachzudenken.
Schwarzmarkt ist natürlich was Anderes. Und da wären dann die Herstellerfirmen gefragt. Es ist ziemlich einfach festzustellen, wie groß der Unterschied zwischen produzierter Ware und offiziell verordneten Medikamenten ist. Jedenfalls bei uns.
Es gibt übrigens erstaunliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesstaaten. Manche sind streng bei Opioiden und haben weniger Probleme mit Sucht, andere genau anders herum. Die "laschen" sind häufig streng konservative Republikanerstaaten. Fällt vermutlich unter "individuelle Freiheit".

13:14, Sisyphos3

>>Laut trump ist eine krankenkasse privatvergnügen.
.
und laut Meinung eines Großteils der US Bevölkerung
Sozialismus pur
ob wir das jetzt kapieren oder nicht<<

Wer US-Amerikaner nicht kennt, kann sie auch nicht kapieren. Und kommt dann leicht zu solchen Pauschalurteilen, die gewaltig in die Irre gehen.

Wer es aber gewohnt ist, mit US-Amerikanern umzugehen und genügend Englisch spricht, um Zeitungen und Bücher aus diesem Land zu lesen, der erkennt, daß die sich gar nicht so sehr von unsereins unterscheiden.

Aber dazu muss man sie verstehen. Das fängt auf der sprachlichen Ebene an.

Nicht von ungefähr gibt es das biblische Gleichnis vom Turmbau zu Babylon.

@13:47 von Nettie

"Ein größeres Problem noch als das verantwortungslose Handeln von Politik, Pharmaindustrie ("Die Schmerzmittel-Hersteller suchen neue Märkte!") und Ärzten ist aus meiner Sicht, dass so viele Bürger das Bedürfnis nach diesen Drogen verspüren.

Was nicht zuletzt an Erstgenannter liegen dürfte."

Ich glaube Sie vermischen hier etwas. Die Medikamente waren eigentlich nur für schwerste Krankheiten zugelassen worden, sind jedoch immer häufiger verschrieben worden - weil sie auch entsprechend beworben worden sind.

Wenn Sie akute Rückenschmerzen hätten und Ihnen Ihr Arzt Heroin (unter einem wohlklingendem Namen verschreibt) würden Sie das Zeug wahrscheinlich auch schlucken und würden genauso enden wie diese armen Hunde. Völlig unabhängig davon wie zufrieden Sie mit den Politikern des Landes sind.

@13:53 von zoro1963

"Diese Schmerzmittel

Sind auch in Europa zugelassen.
Die USA sind nur 10 Jahre vorraus."

Die Zulassung ist nicht das Problem. Medikamente sind ja immer für eine bestimmte Indikation zugelassen.
Die Frage dabei ist: Wie groß ist das Leiden und welche Alternativen gibt es?

Wenn Sie einen existenziellen Vernichtungsschmerz verspüren der Sie über kurz oder lang in den Suizid treibt, ist bei Ermangelung einer Alternative die Gabe eines stark süchtig machendes Medikaments vertretbar.
Bei leichten Halsschmerzen sieht das wiederum anders aus.

@um 12:45 von Sisyphos3

Könnte es nicht auch daran liegen, das Menschen mit "Minimum-wage"- die sich keine US-Krankenversicherung leisten können- bei Schmerzen es zuerst mit Schmerztabletten versuchen?!

Wenn da im Supermarkt ein "Mittelchen" zu haben ist, das nicht nur die Schmerzen "wegmacht", sondern auch noch "Gute Laune" bewirkt, greift man "doch gerne" immer wieder zu...?!

Ich habe mir mal vor ca. 12 Jahren Kopfschmerztabletten in England im Supermarkt gekauft- mit enorm hohen Codein Gehalt, der wäre hier in D. gar nicht zugelassen - diese waren auch "Ein Hammer"- habe dann nach meiner ersten Tablette die Packung weggeschmissen...

Was ich damit meine ist, das Menschen wohl einfach zu leichtgläubig sind, was Nebenwirkungen betrifft, wenn die Arznei o.ä. frei Verfügbar ist... eine Packungsbeilage alleine reicht nicht aus...- vielleicht sollte es wenigstens Bilder wie auf Zigarettenpackungen geben- oder wenigstens große Warnhinweise...?!

@Couch Kritiker

Oxicotin gab/gibt es auch in den USA nicht frei verkäuflich.Vor allem die Firma Purdue hat ab 1995 groẞe Anstrengungen unternommen,das Ärzte bei jedem "Wehwehchen" das Schmerzmittel verschreiben. Wer mehr darüber wissen möchte,braucht nur "Purdue" oder "Sackler-Clan" in die Suchmaschine seiner Wahl einzugeben.

USA tickt anders

Habe selbst dort gelebt und noch Ex-Familie drüben.
Im Waldengreens/Drogerie bekommen Sie von Windeln bis Antibiotika alles, Letzteres rezeptfrei genauso wie hochdosiertes Melatonin oder Schmerzmittel ab 800mg aufwärts, in der 100er Flasche.
Das hat auch folgenden Grund: man hat 3 oder ,wenn es gut läuft, 5 sick-days im Jahr ( bezahltes Krank) . Da therapiert man sich lieber zuviel als im Job auszufallen, und suchtmachende Stoffe sind in ALLEN Arzneien, auch in good old Europe.

Heroin ist ntl keine Option, jedoch auch nicht schwierig oder teuer zu erstehen. Das ist die Crux.

Ausserdem haben die Amerikaner ein anderes Sucht-Denken. Nicht vergleichbar mit uns, denn wir erkennen und bekämpfen sie vielleicht, der Amerikaner erkennt es und lebt einfach damit.

Ich war vor ca 20 Jahren in den USA

Wir haben uns damals Aspirin mitgebracht.
Es war dort total billig und vom Regal in solchen kleinen Gläschen zu haben, die größer waren, als hier die Gläschen mit Pfefferminzbonbons. Ich weiß nicht, wie viele Hundert Pillen das waren, vielleicht 200 - 300 Pillen.

Angeblich nahmen das die Leute damals nicht abgezählt ein. Einfach was in die Hand geschüttelt und rein damit.

Das Problem ist also älter.

*
Wenn ich hier manche Meinung zu Schmerzmittel höre, dann sind wir hier in Teilen der Bevölkerung nicht besser. Es fehlt einfach um das Wissen, was Schmerzmittel eigentlich sind, wie man sich daran gewöhnt und warum man nicht einfach mehr und mehr nehmen darf, wenn die Menge nicht mehr ausreicht, um Schmerzen zu lindern. Da ist nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker eine regelmäßige Änderung der Wirkstoffe sinnvoller.

Opioide vs. Cannabis - Wer wird den Vergleich gewinnen?...

...Ganz eindeutig Cannabis!

---

Jetzt die Infostunde:

Opioide wie z.B. das Oxycodon welches ich nun seit Anfang 2014 täglich mehrmals in hohen Dosen benötigte hat auf Dauer wesentlich mehr Nebenwirkungen als Cannabis.
Zu den größten und schwersten Nebenwirkungen die die meisten Patienten mit Opioiden bekommen zählen:
- Depressionen, z.T. stark
- chron. Verstopfung mit zusätzlicher Übelkeit.
mind. 1mal tägl.
- Appetitlosigkeit m. Mangelernährung u. Gewichtsverlust
- Eingriff in d. Hirnchemie, Einschränkung des Kurzeitgedächnisses
Ich muß mir mittlerweile alles aufschreiben um nichts zu vergessen. Es fühlt sich an wie Dement zu sein.
- Antriebslosigkeit gefolgt von sozialer Isolation
- extreme Mundtrockenheit 24h lang
Ich muß dauern etwas trinken, bis zu 5 Liter Tee/ Wasser am Tag
- Daraus folgt kein Hungergefühl mehr

Gegen viele der Nebenwirkungen benötige ich zusätzl. Medikamente, die auch Nebenwirk. haben

Cannabis hat auch Nebenwirkungen ist aber verträglicher.

17:38, my comment

>>Ausserdem haben die Amerikaner ein anderes Sucht-Denken. Nicht vergleichbar mit uns, denn wir erkennen und bekämpfen sie vielleicht, der Amerikaner erkennt es und lebt einfach damit.<<

Verzeihung, aber das ist ganz, ganz großer Unsinn.

Sie wissen, daß die anonymen Alkoholiker, eine Süchtigen-Selbsthilfegruppe, ihren Ursprung in den USA haben?

Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

@Biocreature

"Und die Politiker denken und argumentieren,
daß wir Patienten ja dann zu Junkies werden, da wir Cannabis rauchen etc." Am 16. Oktober 2019 um 18:23 von Biocreature

Ich selbst bin Nichtraucher.
Muss man Cannabis nicht mit Tabak mischen, um es zu rauchen, oder raucht man es pur?

Jedenfalls ist Rauchen keine Alternative, weil es eh nicht allen zugänglich ist. Ich würde jetzt deshalb nicht extra mit dem Rauchen anfangen.

Eine Pille oder meinetwegen auch ein "Torpedo" ist da sinnvoller, weil es alle nutzen können. Das könnten die Krankenkassen allerdings unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. (Ist klar, dass man nicht bei jedem Schnupfen Schmerzmittel bezahlt bekommt.)

13:22, Shuusui

>>Die Lügen der Pharmakonzerne sind nichts neues. Seit Bayer dem deutschen Kaiserreich Heroin als nicht süchtigmachende Alternative zu Morphium angeboten hat, sollte jeder wissen, was Pharmakonzerne wollen und was ihnen egal ist.<<

Man hat damals nicht gelogen, sondern es wirklich geglaubt.

Außerdem ist Heroin als Schmerzmittel nach wie vor unübertroffen, darf aber aus ideologischen Gründen nicht verordnet werden. Dabei hat es, richtig dosiert, bis auf den süchtig machenden Effekt nur wenig Nebenwirkungen. Oxycodon beispielsweise ist in dieser Beziehung wesentlich heftiger.

19:06, Tada

>>Muss man Cannabis nicht mit Tabak mischen, um es zu rauchen, oder raucht man es pur?<<

Beides geht.

Aber man muss es gar nicht rauchen.

Es gibt Sprays, ähnlich einem Atemspray, und man kann THC auch in so genannten Vaporizern verdampfen und einatmen.

Eine nicht vorhandene

Eine nicht vorhandene allgemeine Krankenversicherungspflicht scheint Teil des Problems zu sein. Selbst viele meiner gut verdienenden US Arbeitskollegen haben sich die Kosten für eine private Krankenversicherung " gespart ", mit dem Argument, sie seien ja kerngesund und würden schon nicht ( schwer ) krank. Im übrigen ist der USA-typische Versuch einer Problemaufarbeitung über Klagen vor Gericht nicht sehr zielführend, da " das Kind " dann bereits immer schon " in den Brunnen gefallen " ist.

@fathaland slim

Weiss ich, lieber fs.

Waren sie mal bei einem AA Treffen ?
Da sind viele Süchtige ,welche das Monster Alkoholismus im Leben integriert haben. Nicht alle kämpfen dagegen weil sie entweder nicht mehr können oder auch wollen.
Ein Binge- Drinker (Pegelsäufer) funktioniert allemal besser als ein Trockener, ewig Gefährdeter. In den USA ist Funktionieren alles um zu überleben wenn es hart auf hart kommt, DE ist Ponyhof dagegen mit all seinen Sozialhängematten.

Das ist leider Fakt, kein Unsinn.

Opioid-Krise in den USA ...

Man muss sich doch eigentlich auf den Boden werfen … Opioid-Krise .. was war denn das. Das Amerikanische Gesundheitssystem in Ehren, aber so viele Schmerzen kann es doch gar nicht geben. Wie sieht das Problem auf der Antibiotika Seite aus - die fallen nicht unter irgend ein Betäubungsmittelgesetz udn werden nicht problematisiert - woran man mal wieder sieht, dass das ganze in erster Linie mit Ideologie und Konvention zu tun hat und nicht mit tatsächlichem Problemdruck.
Hätte man nicht Opiate und Cannabinoide aus schlicht weltanschaulichen Verirrungen (Kampf gegen die Hippie- Bewegung und offener Rassismus) so stark kriminalisiert, hätte man schon immer weniger Probleme gehabt. Aber wir machen uns wie immer die Probleme selbst.
Man sollte ein Gesundheitssystem nach seinen Leistungen beurteilen, das gleiche gilt für Sozialsysteme oder z. B. Justizsysteme.

@ Tada

"Ich selbst bin Nichtraucher.
Muss man Cannabis nicht mit Tabak mischen, um es zu rauchen, oder raucht man es pur?"

Sie können es gemischt rauchen, Sie können es pur rauchen oder auch verdampfen. Sie können es aber auch essen oder aufgelöst trinken und und und... die Art der Verwendung ist sehr vielseitig.

@13:20 von fathaland slim 12:45, Sisyphos3

"Ich habe mein Leben lang Alkohol getrunken und alle möglichen Drogen ausprobiert. Ich bin nie abhängig geworden. Anderen Menschen geht das anders. Jeder Alkoholiker hat ganz normal im Kreise seiner Kumpels angefangen zu trinken. Wie wir alle."

Kleine Anmerkung dazu: Bis heute kennt man die Mechanismen nicht, die dazu führen, dass jemand von geringem Alkoholgesnuss sehr schnell süchtig wird, während andere Unmengen vertragen und keinerlei Sucht entwickeln.
Ähnliches gilt für Nikotin (macht besonders schnell süchtig) und vermutlich auch für die meisten anderen Drogen.

19:30, my comment

>> einem AA Treffen ?
Da sind viele Süchtige ,welche das Monster Alkoholismus im Leben integriert haben.<<

Natürlich.

Egal ob in den USA oder hier.

Denn es geht ja gar nicht anders.

Alkoholismus ist eine unheilbare Krankheit. Man ist Alkoholiker, egal ob trocken oder nicht.

>>Nicht alle kämpfen dagegen weil sie entweder nicht mehr können oder auch wollen.
Ein Binge- Drinker (Pegelsäufer) funktioniert allemal besser als ein Trockener, ewig Gefährdeter.<<

Ein Binge Drinker ist kein Pegeltrinker, sondern ein Rauschtrinker. Jemand, der sich, wenn er trinkt, komplett abschießt. Also das genaue Gegenteil eines Pegeltrinkers, der immer den Flachmann in der Tasche hat, aber nie betrunken erscheint.

Alkoholismus hat viele Gesichter.

So, und jetzt gehe ich ins Yorckschlösschen, genieße die Band, die heute Abend spielt und trinke ein paar Gläser Zweigelt.

Was natürlich zu viel ist.

@fathaland slim

Cheers. Darauf ein Merlot meinerseits.

Und ich meinte Level-drinker, mein Fehler. :)

@ 13:53 von zoro1963

"Diese Schmerzmittel
Sind auch in Europa zugelassen.
Die USA sind nur 10 Jahre vorraus."

Machen sie daraus 50 - 100 Jahre.
Die Ärzte hier in Deutschand haben eine schwere Aversion, ja geradezu Panik selbst leichte Opioide in begründeten Fällen zu verschreiben.
Meine Mutter mit über 70 Jahre hat vielseitige und auch teilweise schwere Schmerzen, mußte sehr lange starke Schmerzmittel nehmen.
Jetzt sind ihre Nieren langsam am Limit.
Opioide haben in den meisten Varianten keine Auswirkungen auf die Nieren, aber verschreiben?
Weit gefehlt!
Man könnte ja mit 70 auch bei leichten Opioiden ja innerhalb der nächsten 10 - 20 Jahre ja noch abhängig werden.
Der letzte Ausweg wird wohl sein, ein Schmerzzentrum zu finden, daß nicht erst Termine ab gefühlt 2024+ für über 70 jährige hat.

Opiate sind ein Segen für Krebspatienten

Heroin jedoch ist zu tricky in Dosis und Wirkung.
Niedrigdosiertes Arsen hilft zB bei Leukämie, es ging unserer Patientin weitaus besser als vorher und schenkte Lebensqualität in ihrer verbliebenen Zeit. Zahlte sogar die Kasse. Cannabis leider bisher noch nicht.

Jedoch ist die Schmerzforschung auf dem richtigen, jedoch noch langen Weg ( aus ethischen Gründen...) bei Krebs- und Rheumapatienten.

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