Kommentare

Einschränkung der Pressefreiheit

Dass diese Gefahr tatsächlich auch in den westlichen Ländern heute besteht, hätte ich vor 30 Jahren niemals für möglich gehalten. Immer weniger Presseagenturen, immer weniger freiberufliche Journalisten, "Gleichschaltung" der journalistischen Abteilungen in Tageszeitungen (wer gegen den Strich schreibt ist eben nicht kompatibel mit Betriebssystem/-klima/Chef und wird wegen "unüberbrückbarer Differenzen" entlassen), Fake News und der Kampf dagegen, der Blüten treibt... Dabei ist journalistische Freiheit eines der allerwichtigsten Güter, die es zu verteidigen gilt!

Alle Achtung

Seit 2011 verschlechtert sich also die Pressefreiheit in Australien?
Und fast 20 Jahre später bemerken die Medien das?
Dass deutsche und europäischen Medien gegen vom Verfassungsschutz geschwärzte Naziakten vorgehen, ist hingegen nicht zu erwarten.
Das Julian Assange in britischer Haft gefoltert werden soll, ist den deutschen und europäischen Medien keine Zeile wert.
Wie gut für die deutsche Politik, dass hiesige Journalisten niemals auf die Idee kommen würden, gegen die unwürdige Geheimniskrämerei staatlicher Organe zu demonstrieren.

Pressefreiheit !

Die Presse- und Meinungsfreiheit wird nicht nur in Australien immer mehr ein geschränkt.
Leider gibt es Länder wie China, Russland, Nordkorea, Türkei und noch so manch anderes Land, wo es gar keine Presse- und Meinungsfreiheit gibt. Wenn du da mal deine tatsächliche Meinung äußerst, dann bist du ganz schnell für lange Zeit im Gefängnis. Da zählt nur die Ideologie und Meinung der/des Herrschers.
Aber selbst in Deutschland gibt es Defizite. Da hören die Politiker schon gar nicht zu und handeln eh nur für sich oder die korrupten Vertreter der Wirtschaft. Wenn es mal wichtig wäre, auf die Meinung der Bevölkerung zu hören und dem entsprechend zu handeln, dann zeigt sich wieder ganz deutlich, dass alle Versprechungen vor Wahlen nichts wert sind. Die Gewählten sollten das Volk vertreten, aber sie vertreten nur sich und ihre ureigenen Interessen.
Das ist keine wirkliche Demokratie und Meinungsfreiheit, das ist nur Abzocke und Bereicherung am Volk.

Australien ist ein glückliches Land.....

denn dort geht die Presse gegen die Einschränkung der Pressefreiheit vor.

Hier haben sich viele große Zeitungen (mit massiv sinkender Auflage) inzwischen darauf beschränkt, die vorgefertigten Nachrichten eines Redaktionsnetzwerks nahezu 1:1 wiederzugeben. Inzwischen ist es völlig egal, welche der großen Zeitungen man liest. Inhalt, politische Richtung und Wortwahl sind kaum unterscheidbar. Und das ehemalige "Sturmgeschütz der Demokratie" hat seinen Relotius genauso wie der Stern damals die Hitlertagebücher.

Felix Australia

Überall auf der Welt gillt:

Wenn du was nicht wissen darfst dann verleugne einfach dieses Wissen damit das du es zum Betriebsgeheimniss ;Staatsgeheimniss oder ähnlich machst ;erklärst u. dann kannst du sagen das das was da behauptet oder berichtet wird gar nicht existiert denn es gibt keinen legitimen Nachweis weil es ja keiner wissen konnte weil Betriebsgeheimniss;Staatsgeheimnis per Gesetz usw.
Das Ganze gibt es nicht nur in der Diktatur oder Autokratie Parteidiktatur sondern überall in vielen Grautönen. Siehe z.B. Trumpsche Ermittlungen usw.
Und wer sagt was Staatsgeheimniss sein muß? Selbst die die es sagen sollen bekommen nicht alles mit oder überprüfen die gängigen Standarts in dieser Beziehung auf eine gerechtfertigte Notwendigkeit. Aber wer dann u. wer hat ein Motiv oder unschlagbaren Nutzen davon?Oder macht es sich passend damit.....
Der Personenkreis dürfte klein u. exclusiv sein u. mit umfangreichen Befugnissen ausgestattet sein. Also wer kann es nur sein?Vom Himmel gefallen sind sie nicht!

Passt doch, Australien ist schließlich keine Republik.

Aber ob Demokratie funktionieren kann, wenn die Regierung der Bevölkerung wesentliche Informationen vorenthält, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Unter dem Vorwand der "nationalen Sicherheit"

werden die bigotten wirkmächtigen Neoliberalen des Wertewestens so manche demokratisch legitimierte Beschränkungen ihren Untertanen zumuten.

Der Protest ist richtig

Die Zeitung oben im Titelbild, "The Australian", gehört zu Rupert Murdochs NewsCorp. Also kommt die Kritik an die Regierung wohl von allen Seiten. Wenn eine konservative Regierung die Pressefreiheit einschränken will, wird dies in der Regel mit dem Vorwand der "nationalen Sicherheit" gemacht. Und bei linken Regierungen unter dem Vorwand der Bekämpfung von "Hass und Hetze".

In Wahrheit geht es natürlich fast immer nur darum die eigene Macht zu sichern.

Das Land laufe Gefahr, die "geheimnisvollste Demokratie der Welt " zu werden.

Das ist sicherlich etwas übertrieben. Man kann Australien kaum als geheimnisvollste Demokratie der Welt bezeichen, wenn in fast allen EU-Staaten die Meinungs- und Pressefreiheit stärker eingeschränkt ist als in Australien.

Bedenklich

Eine sehr bedenkliche Entwicklung, die sich leider derzeit in vielen Ländern dieser Welt vollzieht: Vermeintliche Sicherheitsaspekte schränken Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit ein.

(Das muss mir auch mal jemand von der australischen Regierung erläutern, was Mißhandlungen in Pflegeheimen mit nationaler Sicherheit zu tun haben. )

Demokratie in Gefahr

Auch wenn wir die Ereignisse in Down Under nicht so im Blickfeld haben: es gibt überraschende Parallelen zu den USA, wo der Präsident bemüht ist, die Wirksamkeit der oppositionellen Presse stark einzuschränken. Überall dort, wo Pressefreiheit aber auch Rechtstaatlichkeit eingeschränkt wird, ist Demokratie in Gefahr. In solchen Fällen sind alle Bürger, die in einer Demokratie leben wollen, aufgerufen, sich solchen Entwicklungen entgegenzustellen. Die aktuellen Entwicklungen in vielen Teilen der Welt zeigen aber, im Zeichen der sozio-ökonomischen Ergebnisse der Globalisierung, dass vielen Bürgern, leider auch bei jungen Menschen, die Demokratie ziemlich Wurscht ist.

Es ist doch schon länger zu sehen,

die Zeiten gehen wieder Richtung, Staat ist "König" und alles andere wird unterdrückt...
Ich finde das sieht man überdeutlich und fast überall... Ich denke hier handelt es sich um eine "Badewannen"Kurve.... es geht auf und ab... wie schon immer im laufe der Geschichte... Wir hatten viel Freiheiten in den letzten 20 Jahren und oder mehr.. diese bekamen uns nicht gut... nach Ansicht einiger wichtiger Entscheider (Investoren), jetzt werden die Daumenschrauben so lange angezogen bis wieder demonstriert wird und alles wieder von vorne beginnt. Nicht so ungewöhnlich wenn man sich die Geschichte ansieht.

1984 ...

... ist seit 35 Jahren vorbei!

Die Realität hat die Fiction inzwischen schon weit überholt.

Und das bei weitem nicht nur in Australien.

Edward Snowden...

...Chelsea Manning, William Mark Felt, Daniel Ellsberg, "John Doe" (Panama Papers), Martin Porwoll, Monsignore Renato Dardozzi, Thomas Drake, Rudolf Elmer, Gustl Mllath... und viele viele mehr auf dieser Welt...

Einige wurden als Helden gefeiert und andere gejagt, denunziert oder getötet... das also ist die westliche Demokratie? Jetzt reiht sich auch noch Australien zu den Zuständen in der USA oder GB und natürlich den bekannten korrupten Ländern wie zum Beispiel Somalia, Türkei, Nordkorea, Republik Kongo, Kasachstan, Ukraine usw.

Was ist mit der westlichen "Wertemeinschaft" passiert dass die Meinungsfreiheit und investigativer Journalismus der Fehler im System findet gejagt wird statt gelobt zu werden...?Siehe Snowden, Manning oder Assange... Das System sollte sich bereinigen statt die wenigen zu Jagen die Korruption aufdecken und Missstände aufzeigen!

Spiegelaffäre

da bin ich aber froh
dass so was bei uns nicht vorkommt
auch wenn ich mich gelegentlich wundere
was man in Schweizer Zeitungen manchmal liest
- über unser Land - was hierzulande gar nicht erscheint

Auch EU-Medien und deren Bürger sollten aufschreien

wenn versucht wird in ihrem Land oder in anderen Mitgliedsländern oder überhaupt in einem beliebigen anderen Land der Welt die Pressefreiheit einzuschränken.

Aber leider werden auch die Medien innerhalb der EU-Gemeinschaft mit sehr unterschiedlichen
Bewertungen, was nun eigentlich die Werte sind, welche geschützt werden sollten, zunehmend von irgendwelchen Gruppen oder Personen gekauft und haben dann die Interessen dieser zu vertreten und lenken in der Folge ab von unguten Entwicklungen und Handlungen. Siehe zum Beispiel Ungarn und Polen, Rumänien und Bulgarien und andere Länder. Das Ibizza-Video mit den Sprüchen von einem Vizekanzler Strache war diesbezüglich recht lehrreich, die langjährige politische Tätigkeit von dem ungeklärt zum reichsten Mann Italiens gewordenen Herrn Berlusconi mit seinen Medien Beweis dafür, dass sich Bürger eigentlich recht leicht lenken und verdummen lassen.
Und dass es viele Journalisten gibt, die das schreiben, was von ihnen erwartet wird.....

So traurig es ist

das passt so gut in unsere heutige Zeit, Warum die Bürger mit der Wahrheit belasten, wenn man im Hintergrund doch seine politisch-wirtschaftlichen Fäden gänzlich geheim und einfach unkontrolliert ziehen kann.
Und das nicht nur in Australien.
Ob verfrühter Vertragsschluss mit Mautabrechnern, ob Brexitlügen von quasi gleichgeschalteten Pressemedien eines Besitzers oder Medienmacht in einer Hand wie in Italien, Chinas parteiliche Politik von Einschüchterung und Kontrolle, Russlands und Türkische "Medienvielfalt"oder NSA-Bericht.
Nie war Pressefreiheit und öffentliche Kontrolle durch Veröffentlichung geheimer und eventell gesetzwidriger Machenschaften von Machtkartellen wichtiger.
Noch hilft es zur Unterscheidung von Wahrheit und Betrug.
Wenn auch nicht bei allen Menschen.
Sie ist und bleibt unverzichtbares Rechtsgut der Menschheit.

@ niewiederspd

""Das Julian Assange in britischer Haft gefoltert werden soll, ist den deutschen und europäischen Medien keine Zeile wert.""

Würden Sie das bitte belegen, beweisen?
Danke

Pressefreiheit und Freiheit der Presse

nicht nur die Pressefreiheit ist in Gefahr, sondern auch die Freiheit der Presse. Journalisten stehen nicht über dem Gesetz und in zahlreichen westlichen Ländern berichtet die Presse einseitig, manipuliert Nachrichten und gefährdet so die Freiheit der Presse.

Das Problem besteht nicht nur in Australien, es gibt Parallelen zu Deutschland, siehe das Erfinden von Nachrichten beim Spiegel.

Also auch in Australien...

"geheime [...] Informationen, die die Regierung und die Sicherheitsdienste in einem schlechten Licht dastehen ließen."
Sind echte Demokratien auf dem Rückzug?
Der Druck auf Journalisten und deren Informanten nimmt weltweit zu.

Die Beispiele sprechen für sich:
"die Behörden [hätten]etwa Informationen darüber verweigert ... , welche Seniorenheime Bewohner misshandeln oder vernachlässigen. Die Regierung wolle zudem nicht offenlegen, wie viel Agrarland an ausländische Einrichtungen verkauft werde."

Letzten Endes war sogar die Tätigkeit Assanges die von Journalisten. Und wie man damit umgeht, ist eine Schande für die "freie Welt".

Um was ging es denn genau?

„In beiden Fällen drehen sich die Ermittlungen um die Veröffentlichung geheimer Informationen, die die Regierung und die Sicherheitsdienste in einem schlechten Licht dastehen ließen.“ Das ist eine sehr vage Formulierung. Es genügt, um den Reflex der Bürgerrechtsverteidigung auszulösen, aber von einem Qualitätsmedium erwarte ich mehr.

Gleichschaltung

erst Terroristen, dann Populisten und dann alle Kritiker... interessant, dass es in Australien zumindest Widerstand gibt, in D sind die Menschen so obrigkeitshörig, dass alles nachgeplappert wird. Vielleicht hilft ein Blick nach Australien und ein In-sich-gehen um zu sehen, dass nicht alles was EU-kritisch, Systemkritisch, anti-Konsum gleich "populistisch " ist oder gar nicht erst berichtet wird. Ich glaube leider, dass von allen Nationen die Deutschen wieder genau die sind die allen ernstes glauben die Demokratie und Freiheit zu verteidigen durch ein blindes Gefolge der Regierung und genau das Gegenteil erreichen. Das Problem der Mitläufer ist nicht einer bestimmten Ideologie zu folgen, sondern einer zu folgen ohne zu sehen was wirklich passiert und alle anderen zu verteufeln.. aus Irland (meine Heimat) betrachtet passiert genau das in Deutschland wieder..

Australien ein "glückliches Land"?

Sorry, @dummschwätzer.... Australien ist seit Jahren dabei, demokratische Mechanismen über Bord zu werfen. Eine ultrarechte Regierung lässt ausserhalb des Staatsgebietes ankommende Flüchtlinge in Konzentrationslagern internieren, . Das "glückliche Land".... das war Australien ein mal, als Immigranten aus der ganzen Welt, auch viele Deutsche, einen menschenentleerten Kontinent besiedelten und zum Blühen brachten. Aktuell regiert eine ultrarechte Seilmannschaft, die auf Umweltstandards pfeift, Klimawandel leugnet, die Presse zensiert und den Schulterschluss mit den Kräften der ERG sucht, jenen britschen Parlamentariern, die GB aus der EU stürzen wollen.
Kein glückliches Land, sondern auf dem allerbesten Weg zum autoritären Staat.

@ Am 21. Oktober 2019 um 09:52 von Sisyphos3

Also was man hier so nicht lesen kann?Da habe ich aber bei Anne zur besten Sendezeit usw. schon Vertreter schweizer Presse 8u. nicht nur schweizer Presse)gesehen die ganz klar einem sagen wir mal Neoliberalen oder konservativem Sperktrum zuzuordnen waren u. krude Verschwörungstehorien nahe kamen jedoch alles andere waren als Verkünder außer ihrer eigenen Wahrheit?!Und ich vermute mal nur damit das Publikum sich spekakuler erregen darf ;soll?!Wir können schließlich nicht alles auf Wahrheitsgehalt überprüfen u. unter dem Gesichtspunkt ist es viel viel einfacher Massen an behauptungen oder Fakes in die Welt zu bringen ob ich nur damit mein Geld mache oder Interrresse verbreite?!Wir sind mehr als uns lieb wäre auf gut glauben angewiesen u. potenziell mehr als der Sache gut täte. Schon mal darüber nachgedacht?

Presse bzw. Meinungsfreiheit...

sind zu schützen. Seine Meinung sagen zu dürfen, ist ein Ventil um konstruktive angemessene Lösungen zu finden.
Leider wird zu oft mit dem Argument von Bedrohung Sicherheit, Meinung eingeschränkt, ohne dass es nachprüfbar wäre.
Wenn aber die Rechtfertigung einer Handlung zum Normalfall bzw. zur Gewohnheit wird, verschwimmt, dass die Einschränkung ein Unrecht ist, dass keine dauerhafte Lösung sein darf. Schließlich soll nicht das Rechtsgut Meinungs. und Pressefreiheit sich rechtfertigen müssen.Deshalb ist die Maßnahme der australischen Presse richtig um auf eine mögliche Entwicklung ,die eine Pressefreiheit untergräbt hinzuweisen. Eine originelle Warnung!

Eben die Lebenslüge

Man muß sich ja schon wundern, wenn solche geballte Kritik auch an der Pressefreiheit in unseren Regionen hier so einfach abgedruckt wird. Allerdings, so meine Vermutung, wird das nur eine Eintagsblüte sein. Besser hat es eine Ikone der DDR-Bürgerechtsbewegung, Vera Lengsfeldt, am 09.10. 19(!) bei Phoenix ausgedrückt. wie bei der Presse in Deutschland mit Meinungen umgegangen wird, die den vorgegebenen Narrativen widersprechen. Man vergleiche einfach nur die aktuelle Diskussion um die Türkei. Die ersten Tage exat die selben Formulierung in der Presse, wie sich auch Merkel gebrauchte, TROTZ des Gutachtens des WD des BT. Nun schwenken die ersten Politiker um, und was passiert? Genau! Das Wording der Medien dito. Wie formulierte das ebenfals eine andere Ikone der DDR-Opposition? "Wir wollten die Freiheit, und bekamen den Rechtsstaat." Und wanderte konsequenterweise aus.
Zynisch ausgedrückt, die Unfreiheit ist geblieben, nur wird das subtiler hinter dem "Rechtsstaat" versteckt. (s.o.)

Ein Zitat von Peter

Ein Zitat von Peter Scholl-Latour: "Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung. Die Freiheit der Presse im Westen ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu veröffentlichen. Die deutsche Presse ist nicht frei..."
Deutsche Massenmedien agieren unter den ähnlichen Auflagen, wie ihre australischen Kollegen.
Ich bilde mir meine Meinung, indem ich Berichte aus Medien verschiedener Länder höre und lese. Nicht selten stelle ich fest, wie viel uns hier verschwiegen oder in veränderter Form berichtet wird.
Respekt den australischen Journalisten für ihren Mut.

kba, 09:02

Dass diese Gefahr tatsächlich auch in den westlichen Ländern heute besteht, hätte ich vor 30 Jahren niemals für möglich gehalten.

Die Spiegel-Affäre liegt sogar schon über 50 Jahre zurück. Erst 2012 wurde bekannt, dass der BND jahrelang die Redaktion bespitzelte und zu manipulieren versuchte. Eine Einsicht in die damaligen Akten wurde Redakteuren des Spiegel verweigert

@Spiegelaffäre 9:52 von Sisyphos2

"auch wenn ich mich gelegentlich wundere
was man in Schweizer Zeitungen manchmal liest
- über unser Land - was hierzulande gar nicht erscheint"

Aber Sie kennen schon den Unterschied zwischen der 'Schere im Kopf'
und 'staatlicher' Zensur?

Wiewohl ich auch die zunehmende 'Selbstzensur' in allen Ländern kritisiere,
denn sie ist meist die Vorstufe zu 'australischen' Zuständen.

Es war doch schon immer so:
wenn's den Herschenden 'zu wohl' ist, gehn sie aufs 'Eis'.
Nicht ohne Grund haben die Väter der amerikanischen Verfassung
soviel Wert gelegt auf die Verfassungszusätze:
Um den Bürger vor dem Staat zu schützen.

09:24 von

09:24 von Gelenkte-Dem-DE
"Das Land laufe Gefahr, die "geheimnisvollste Demokratie der Welt " zu werden.

Das ist sicherlich etwas übertrieben. Man kann Australien kaum als geheimnisvollste Demokratie der Welt bezeichen, wenn in fast allen EU-Staaten die Meinungs- und Pressefreiheit stärker eingeschränkt ist als in Australien."

Ist das denn tatsächlich so? Die einzigen EU-Länder mit echten (massiven) Problemen der Pressefreiheit gibt es m.E. im Osten - bei Reportern ohne Grenzen schneidet der Rest der EU genauso oder besser ab als Australien.
Es gibt einen qualitativen Unterschied dazwischen ob eine Regierung Informationen nicht rausrückt oder ob sie Journalisten einschüchtert oder dafür bestraft ihren Job zu machen. Letzteres ist in der EU die Ausnahme.

@dummschwaetzer

"
Am 21. Oktober 2019 um 09:08 von dummschwaetzer
Australien ist ein glückliches Land.....

denn dort geht die Presse gegen die Einschränkung der Pressefreiheit vor.

Hier haben sich viele große Zeitungen (mit massiv sinkender Auflage) inzwischen darauf beschränkt, die vorgefertigten Nachrichten eines Redaktionsnetzwerks nahezu 1:1 wiederzugeben. Inzwischen ist es völlig egal, welche der großen Zeitungen man liest. Inhalt, politische Richtung und Wortwahl sind kaum unterscheidbar. Und das ehemalige "Sturmgeschütz der Demokratie" hat seinen Relotius genauso wie der Stern damals die Hitlertagebücher.

Felix Australia"

Aha, Pi-News, Tichys Einblick, compact, Tagesschau, Heute, SZ, und viele viele andere berichten also alles das Gleiche. Interessant.

Was Relotius und die Hitlertagebücher betrifft: Zeitung, Fernsehen und Radio werden von Menschen gemacht. Menschen machen Fehler. Das als Beleg dafür anzuführen, daß hierzulande die Pressefreiheit eingeschränkt sei, ist schon sehr schräg.

Warum erst in 12 Jahren?

@ nie wieder ...
Alle Achtung. Seit 2011 verschlechtert sich also die Pressefreiheit in Australien?
Und fast 20 Jahre später bemerken die Medien das?

Nein, sie bemerken es offenbar schon heute.

Warum in die Ferne schweifen

Wir müssen da nicht unbedingt ins Ausland schauen, auch hierzulande sind Medien eher "Regierungsberichterstatter" denn die früher hoch geschätze "4. Gewalt". Wer von der Norm abweicht, wie beispielweise eine "Junge Freiheit" kommt nie ohne die Vokabel rechtspopulistisch an den Kiosk!

09:52, Sisyphos3

>>auch wenn ich mich gelegentlich wundere
was man in Schweizer Zeitungen manchmal liest
- über unser Land - was hierzulande gar nicht erscheint<<

Was denn zum Beispiel?

Und in welchen Schweizer Zeitungen?

Volksfeinde

Und dann gibt es selbst hier Leute, die die Trump'sche Legende von den Journalisten als Feinde des Volkes verbreiten. Angeblich ist es die "Lügenpresse", die einseitig manipuliert. Wenn ein einziger Journalist beim Spiegel Nachrichten erfindet, dann steht die ganze Pressefreiheit in Frage (?). Die freie Presse ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Die Presse muss aufklären, auch wenn es der Regierung nicht gefällt, aber auch, wenn es dem Pöbel nicht gefällt.

nie wieder spd, 09:03

Seit 2011 verschlechtert sich also die Pressefreiheit in Australien?
Und fast 20 Jahre später bemerken die Medien das?

Leben Sie in der Zukunft?
2011 + 20 = 2031

@10:00 von Reinhard Libuda

"Nie war Pressefreiheit und öffentliche Kontrolle durch Veröffentlichung geheimer und eventell gesetzwidriger Machenschaften von Machtkartellen wichtiger."

Das würde ich so nicht pauschal unterschreiben. Man sollte nicht unterschätzen was für Schweinereien auch schon früher passiert sind.
Nach 9/11 gab es allerdings (v.A. bei den 5 eyes) wohl eher eine Bewegung hin wichtige Freiheiten zu opfern um den Terrorismus zu bekämpfen.
Ob das nun aus Überzeugung geschah oder einfach ein gelegener Grund war die Freiheiten einzuschränken und die Macht des Staates auszubauen kann man nur mutmaßen.

@Gelenkte-Dem-DE

"wenn in fast allen EU-Staaten die Meinungs- und Pressefreiheit stärker eingeschränkt ist als in Australien"

Bitte, wen meinen Sie mit "fast alle EU-Staaten", und wie gut kennen Sie Australien und seine Medien?

P.S. Es ist doch ein Unterschied, ob die Meinungs- und Pressefreiheit per Gesetz eingeschränkt wird bzw. vom Staat Druck ausgeübt wird, oder ob Medienunternehmen ihren Mitarbeitern z. B. eine politische Richtung vorgeben und damit dann Druck ausüben.

In Australien geht es um staatliche Eingriffe in die Pressefreiheit. Und die passen zum insgesamt repressiven Regierungsstil des Landes.

10:04, travis2

>>nicht nur die Pressefreiheit ist in Gefahr, sondern auch die Freiheit der Presse. Journalisten stehen nicht über dem Gesetz und in zahlreichen westlichen Ländern berichtet die Presse einseitig, manipuliert Nachrichten und gefährdet so die Freiheit der Presse.

Das Problem besteht nicht nur in Australien, es gibt Parallelen zu Deutschland, siehe das Erfinden von Nachrichten beim Spiegel.<<

Ach so.

Weil die Journalisten Ihrer Ansicht nach nicht ausgewogen schreiben, müssen sie gesetzlich dazu gezwungen werden?

Wer legt denn dann gesetzlich fest, was einseitig ist und was nicht?

Sie plädieren für gesetzliche Pressekontrolle, angeblich um die Pressefreiheit zu schützen.

Relotius, der Kronzeuge der Rechten gegen die deutsche Presse, durfte in diesem Zusammenhang natürlich nicht fehlen.

Warum wird kein Hörensagen berichtet?

@ nie wieder...
Das Julian Assange in britischer Haft gefoltert werden soll, ist den deutschen und europäischen Medien keine Zeile wert.

Er soll gefoltert werden? Woher wollen Sie das denn wissen? Warum sollte das geschrieben werden?

Nun ja, die australische

Nun ja, die australische Presse kenne ich nicht.
Viel mehr Sorgen bereitet mir die "Einheitsmeinung", hervorgerufen durch "Presse-Agenturen" und "Nachrichten-Netzwerke". Viele Zeitungen und online-Dienste können sich keine Journalisten mehr leisten.
Daher wird eine Meinung ungefiltert übernommen und je mehr Medien diese Meinung präsentieren, um so glaubhafter erscheint sie.
Bsp. die Pleite von Thomas Cook. Schuld sei u.a. das fallende Pfund. Zu lesen von SZ, über Frankfurter bis hin zu n-tv.
Das dumme ist nur, das englische Pfund ist seit 3 Jahren (von normalen Kursschwankungen abgesehen) stabil und in den letzten Monaten sogar um über 4% gestiegen.......
Und noch der böse Brexit (zu was muss der ja gut sein).
Auf derartige "Fakten" kann ich verzichten.

10:13, purpleblues

>>Um was ging es denn genau?
„In beiden Fällen drehen sich die Ermittlungen um die Veröffentlichung geheimer Informationen, die die Regierung und die Sicherheitsdienste in einem schlechten Licht dastehen ließen.“ Das ist eine sehr vage Formulierung. Es genügt, um den Reflex der Bürgerrechtsverteidigung auszulösen, aber von einem Qualitätsmedium erwarte ich mehr.<<

Zum Beispiel wird in Australien alles, was mit der "Flüchtlingsfrage" zu tun hat, als Staatsgeheimnis behandelt. Wer bspw. über die Todesopfer dieser Politik berichtet, macht sich strafbar.

Folter Julian Assange

Wollten Sie Belege, dass er gefoltert wird oder, dass es den Medien keine Zeile wert ist?
Es wurde teilweise darüber berichtet, aber meiner Wahrnehmung nach nur begrenzt.
Die psychologische Folter ist aber eine Tatsache:
https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/folter-ass...
https://medium.com/@njmelzer/demasking-the-torture-of-julian-assange-b25...

10:17 von michel56

tut mir leid ihren Beitrag kann ich nicht verstehen
was wollen sie mir/uns damit sagen ?

also wenn ich die Basler Zeitung lese oder die Neue Züricher,
besteht die Mehrinformation aus Fake News ?

Am 21. Oktober 2019 um 09:02 von kba

Zitat:
"...Dass diese Gefahr tatsächlich auch in den westlichen Ländern heute besteht, hätte ich vor 30 Jahren niemals für möglich gehalten..."

„Glauben Sie übrigens nicht, daß wir am Rhein in einem politischen Eldorado leben. Es gehört die konsequenteste Zähigkeit dazu, um eine Zeitung wie die ›Rheinische‹ durchzuschlagen.“

– Karl Marx: Über die Zensur gegenüber der Rheinischen Zeitung, in einem Brief an Arnold Ruge, 9. Juli 1842

@10:04 von travis2

"nicht nur die Pressefreiheit ist in Gefahr, sondern auch die Freiheit der Presse. Journalisten stehen nicht über dem Gesetz und in zahlreichen westlichen Ländern berichtet die Presse einseitig, manipuliert Nachrichten und gefährdet so die Freiheit der Presse.

Das Problem besteht nicht nur in Australien, es gibt Parallelen zu Deutschland, siehe das Erfinden von Nachrichten beim Spiegel."

Zu Spiegel/Relotius: Quacksalber und Betrüger gibt es in jeder Profession. Solange die Kollegen sich untereinander kritisch kontrollieren ist das beherrschbar. Hier geht es aber eher um Einzelfälle - dahinter steckt keine systematische Ausschaltung der Presse.

Die Einseitigkeit der Presse lässt sich wohl am ehesten durch eine vielfältige Presselandschaft bekämpfen. Dabei reichen viele unterschiedliche Zeitungsnamen nicht aus - es geht auch um Vielfalt bei den Besitzern.

Amtlich desinformiert

@ Werneranerin:
Ich bilde mir meine Meinung, indem ich Berichte aus Medien verschiedener Länder höre und lese.

Auch aus Ländern, wo nur die Regierungssicht veröffentlicht werden darf? Auch bei Medien, die andere Regime bezahlen, um uns in deutscher Sprache zu beeinflussen?

Der Donaukurier hat schon

Der Donaukurier hat schon 2007 mit einer schwarzen Titelseite für die Pressefreiheit und Grundrechte protestiert.
https://www.donaukurier.de/nachrichten/aktuellesthema/Ein-solches-Zeiche...
Erschreckend finde ich allerdings die Entwicklung, dass Whistleblower auch in Europa eher strafrechtlich verfolgt werden, als dann die eigentlichen Täter. Bzw solche zu schützen (Snowden)

"Am 21. Oktober 2019 um 10:19

"Am 21. Oktober 2019 um 10:19 von Bernd39
Eben die Lebenslüge

Man muß sich ja schon wundern, wenn solche geballte Kritik auch an der Pressefreiheit in unseren Regionen hier so einfach abgedruckt wird. Allerdings, so meine Vermutung, wird das nur eine Eintagsblüte sein. Besser hat es eine Ikone der DDR-Bürgerechtsbewegung, Vera Lengsfeldt, am 09.10. 19(!) bei Phoenix ausgedrückt. wie bei der Presse in Deutschland mit Meinungen umgegangen wird, die den vorgegebenen Narrativen widersprechen. [...]"

Aha, die Pressefreiheit in Deutschland ist so eingeschränkt, daß hier nicht über Einschränkungen der Pressefreit berichtet werden darf, bzw. Unterdrückt wird? Und was Vera Lengsfeldt betrifft, die Zeiten, in der sie "Ikone der Bürgerrechtsbewegung war, sind lange vorbei. Heute ist sie eher Ikone der Bürger-Rechts-Bewegung und fällt vor allem durch Islamfeindliche Äußerungen auf. Diese Information haben Sie "unterdrückt", um in Ihrem Jargon zu bleiben.

10:19, Bernd39

>>Man muß sich ja schon wundern, wenn solche geballte Kritik auch an der Pressefreiheit in unseren Regionen hier so einfach abgedruckt wird.<<

Nicht man, sondern Sie. Denn es widerspricht Ihrem Narrativ.

>>Besser hat es eine Ikone der DDR-Bürgerechtsbewegung, Vera Lengsfeldt, am 09.10. 19(!) bei Phoenix ausgedrückt.<<

Vera Lengsfeld ist in Kreisen der ehemaligen DDR-Bürgerrechtsbewegung, vorsichtig ausgedrückt, hochumstritten. Eine Ikone ist sie bei der deutschen Rechten.

>>Man vergleiche einfach nur die aktuelle Diskussion um die Türkei. Die ersten Tage exat die selben Formulierung in der Presse, wie sich auch Merkel gebrauchte, TROTZ des Gutachtens des WD des BT. Nun schwenken die ersten Politiker um, und was passiert? Genau! Das Wording der Medien dito.<<

Dies erkenne ich auch im Rückblick nicht ansatzweise. Und ich bin, was dieses Thema angeht, höchst kritisch.

´@um 09:03 von nie wieder spd

Was Sie sich da an Vorwürfen aus den Fingern saugen wegen Assange und Naziakten ist, gelinde gesagt, ziemlich lächerlich.
Tagtäglich kann man in dt. Medien regierungskritische Berichte finden, Skandale und Skandälchen werden aufgedeckt, in kaum einen anderen Land wird so kritisch über die Staatsführung berichtet wie in Deutschland.
Das ist Jammern auf hohen Niveau, wie man so schön sagt, aber gut - für derart ständiges Jammern sind die Deutschen berühmt/berüchtigt. Wem es zu gut geht ....

09:08 von dummschwaetzer

"Australien ist ein glückliches Land.....
denn dort geht die Presse gegen die Einschränkung der Pressefreiheit vor.

Hier haben sich viele große Zeitungen (mit massiv sinkender Auflage) inzwischen darauf beschränkt, die vorgefertigten Nachrichten eines Redaktionsnetzwerks nahezu 1:1 wiederzugeben."

Nachrichten und Meinung sind zwei verschiedene Dinge.
Wie es aussieht, unterscheiden Sie beides nicht.

"Inhalt, politische Richtung und Wortwahl sind kaum unterscheidbar."

Die "Bild" und die "Süddeutsche" zum Beispiel sind für Sie in den von Ihnen erwähnten Punkten nicht unterscheidbar?

Das liegt nicht an den Zeitungen, sondern an dem Leseverständnis.

Zurzeit sind die

Zurzeit sind die Möglichkeiten sich selbst ein Bild von allem zu machen größer als je zuvor. Sat-TV, WWW, Handys .. eine schier unübersehbare Fülle an Informationen aus dem In-und Ausland. Man ist halt gehalten, sich die Kanäle zu suchen, die man selbst für vertrauenswürdig erachtet. Und ruhig mal vergleichen, hinterfragen was da steht, aus angeblich demokratisch, glaubwürdigen "öffentlichen" Quellen kommt. Ruhig einmal über den Tellerrand schauen. Jeder muss sich die Frage stellen, wem die Meldung u.U. etwas nützt, wer Vorteile aus ihr zieht. Ist da ev. ein Populist am Werk, wird da aufgewiegelt und Stimmung gemacht? Zu empfehlen sind VPN- Programme. Mit ihnen kann man schnell seinen Standort "wechseln" und gelangt so an Infos in Ländern, die einem sonst verschlossen bleiben. Darüber hinaus bleibt meine Privatsphäre damit geschützt und der Anteil der durch Cookies veranlassten Werbung geht auf Null.
Auch in Sachen Nachrichten sind wir Mündig.

das haben wir nun davon

dass wir uns ein Leben lang die - unbestritten bestehende - Überlegenheit der Demokratie als Überlegenheit des Kapitalismus verkaufen ließen. Erstere schließt eine Behinderung der freien Presse ausnahmslos aus, letzterer findet Argumente, das Verschweigen oder Verbiegen der Wahrheit zu einer Notwendigkeit zu erklären, die schließlich allen diene. Sicherheit, Ruhe und Ordnung, ja sogar den "Schutz der Wahrheit". Alles zusammen aber nichts weiter als in jeder Diktatur vorgeschoben, um die Macht derjenigen zu zementieren, die sie innehaben. Durch Geld, durch passende Gesetze, und eben auch durch die Deutungshoheit.
Weiter oben schrieb jemand, dass dieser Bericht wohl eine Eintagsfliege in der deutschen Medienlandschaft bleiben würde - ich erwarte das selbe.

10:19, Bernd39

>>Wie formulierte das ebenfals eine andere Ikone der DDR-Opposition? "Wir wollten die Freiheit, und bekamen den Rechtsstaat."<<

Sie zitieren Bärbel Bohley falsch.

Sie sagte:

"Wir wollten Gerechtigkeit, und bekamen den Rechtsstaat."

Reiche Meinung

@ Werneranerin:
Die Freiheit der Presse im Westen ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu veröffentlichen.

Ein Tagesschau-Journalist, der einen Kommentar schreibt, muss aber glaube ich nicht sonderlich reich sein.

Australien - Pressefreiheit - Demokratie

Pressefreiheit in China ? Wohl kaum. Aber : jeder weiß es und der Staat macht gar keinen Hehl daraus, daß er zensiert. Gefahr erkannt - Gefahr gebannt könnte man sagen. Australien - vergleichbar ? Sicher nicht, aber sagen wir so : Einfluß wird offenbar themenbezogen schon genommen , jedoch eher hinter vorgehaltener Hand; man versucht , etwas wegzulassen. Man hat Gründe. Ist "weglassen" auch Zensur ? Darauf gibt es eine eindeutige Antwort - und die gilt weltweit :
Alle Medien, die den Anspruch erheben, der öffentlichen Meinungsbildung zu dienen, müssen sich den Grundvoraussetzungen aller Statistik unterwerfen : Keinerlei selektive Präexclusien mit dem Ziel einer Vordefinition des Ergebnisses, denn das ist statistische Fälschung. Das gilt für jedes Medium öffentlicher Meinungsäußerung und -bildung dieser Welt. Wenn sich strafrechtlichen Inhalte zeigen, ist das Sache unabhängiger Gerichte und keinesfalls undefinierten Hintergrunddiensten überlassen; es ist Ende der Demokratie.

@ 09:57 von HainFk

"Aber leider werden auch die Medien innerhalb der EU-Gemeinschaft mit sehr unterschiedlichen Bewertungen, was nun eigentlich die Werte sind, welche geschützt werden sollten, zunehmend von irgendwelchen Gruppen oder Personen gekauft und haben dann die Interessen dieser zu vertreten und lenken in der Folge ab von unguten Entwicklungen und Handlungen."
.
Nun ja, da wird ein Schuh draus!
Wer bestimmt die richtigen Werte?
Sie? Eine Partei? Der Mainstream? Die Bibel?
Sicherlich wird die anscheinend "richtige Meinung" durch die politische Couleur eines Mediums wiedergegeben.
Das fängt mit kleinen Floskeln am Rande an. "Populist", "linksradikal", rechtsradikal", "human", "menschenverachtend",.......
Also nicht nur der Bericht über reine Fakten, Sie bekommen schon die "richtige Meinung" passend dazu.
Ich informiere mich daher lieber länderübereifend.
Denn die "Wahrheit" liegt wie immer in der Mitte.

Pressefreiheit ist auch Verantwortung

Gute Presse ist gut recherchiert, unbequem für die Mächtigen, informativ und vor allem unabhängig.

Prominente Beispiele für schlechte Presse sind Magazine wie die Bild oder The Sun
in denen populistisches Gedankengut ungefiltert zum besten gegeben wird.

Besonders bei der Bild finde ich das untragbar, hat sie doch einen riesigen Kader hochqualifizierter Journalisten, die sich aber wie es scheint der dunklen Seite der Berichterstattung zugewendet haben.

Auch die Tagesschau ist davon nicht gefeit.
Manchmal habe ich das Gefühl von Hofberichterstattung, wenn zum Beispiel im Bericht über die Mautpleite nur über die 500 Mio. Strafzahlungen gesprochen wird, aber nur höchst selten, wenn überhaupt, über die 1,5 Mrd. die für die von vornhinein zum Scheitern verurteilte Maut (wurde Dobrindt am ersten tag mitgeteilt) an Planungs- und Verwaltungskosten verschlungen hat.

Es ist bezeichnend, dass wirklich Investigativer Journalismus oft sehr stiefmütterlich behandelt wird.

09:52 von Sisyphos3

"auch wenn ich mich gelegentlich wundere
was man in Schweizer Zeitungen manchmal liest
- über unser Land - was hierzulande gar nicht erscheint"

Das könnte daran liegen, dass die Zürcher Zeitung - einst sehr renommiert - gewaltig nach rechts gerückt ist und mitunter Blödsinn erzählt.

Das erscheint dann "hierzulande" natürlich nicht.

@um 09:52 von Sisyphos3

Auch Schweizer Zeitungen, gerade die oft zitierte SVP-nahe Zeitung schreiben im eigenen Interesse und verfolgen polit. Ziele. Wenn Sie erwarten dort tatsächlich auf unabhängingen und freien Journalismus zu stoßen, unterliegen sie einem Fehlurteil.

Journalisten stehen nicht über dem Gesetz

"Zugleich betonte Morrison, Journalisten stünden nicht über dem Gesetz."

Also die Gesetze, die seine Regierung erlässt. Finde den Fehler!

10:30, Gerhard Apfelbach

>>Wir müssen da nicht unbedingt ins Ausland schauen, auch hierzulande sind Medien eher "Regierungsberichterstatter" denn die früher hoch geschätze "4. Gewalt". Wer von der Norm abweicht, wie beispielweise eine "Junge Freiheit" kommt nie ohne die Vokabel rechtspopulistisch an den Kiosk!<<

Wie soll ich das verstehen?

Am Zeitungskiosk gibt es politische Kategorien, nach denen die dort verkauften Blätter eingeordnet werden? Nicht an den Kiosken, die ich kenne. Und selbstverständlich ist die junge Freiheit ein sehr weit rechtsstehendes Blatt. Populistisch würde ich sie nicht nennen, mit diesem Begriff wird viel Schindluder getrieben.

Rechnen 6!

Seit 2011 verschlechtert sich also die Pressefreiheit in Australien?
Und fast 20 Jahre später bemerken die Medien das?

____________________________________

2019 - 2011 = 8

Das sind acht jahrre und nicht zwanzig.
(Auch wenn Ihnen diese 8 Jahre vielleicht wie 20 vorkommen)

@ Werneranerin , Zitat von Peter

Wie Herr Scholl-Latur , und Sie , sehe ich das auch . Glückwunsch für die Äusserung !

@krittkritt

"
Am 21. Oktober 2019 um 10:07 von krittkritt
Also auch in Australien...

"geheime [...] Informationen, die die Regierung und die Sicherheitsdienste in einem schlechten Licht dastehen ließen."
Sind echte Demokratien auf dem Rückzug?
Der Druck auf Journalisten und deren Informanten nimmt weltweit zu.
[...]"
Was Assange angeht, hat er unbestreitbar verdienstvolles geleistet. Aber wie jeder Mensch, hat er mehrere Seiten. Wenn Assange die Enthüllungen über den Irak-Krieg erst den Profis überlassen hätte, nämlich den Journalisten, bevor es veröffentlicht wird, wäre Chelsea Manning vielleicht nicht im Gefängnis gelandet. Journalisten halten nämlich normalerweise viel von Quellenschutz. Stattdessen hat sich Assange stümperhaft verhalten und alles ungeprüft veröffentlicht, was der amerikanischen Justiz die Arbeit erheblich erleichterte. Viele ehemalige Freunde und Menschen aus dem Umfeld Assanges werfen ihm vor, mit diesem Vorgehen lediglich sein extrem ausgeprägtes Ego befriedigt zu haben.

re

Der Unterschied zu vielen anderen Ländern scheint in Australien zu sein, daß sich dort aktiver gewehrt wird. Was hält Trump von Pressefreiheit?
Hm, ich versuche mich an einer fiktiven Antwort: "In den freien demokratischen Staaten von Amerikas kann jeder sagen und schreiben was ich will!" Ich glaube, diese Antwort würde Donni unterzeichnen, was er ja so gerne öffentlich demonstriert.
Bei den meisten demokratischen Staaten der Welt kann diese Tendenz beobachtet werden. Wissen ist weiterhin Macht, vor allem wenn Interesse an Informationen besteht, diese geheim zu halten. Das ist in Zeiten des Internets nicht mehr so einfach. Dieses High Technik. Know how kann man kaufen, aber nicht kontrollieren, weshalb Hacker und solche Whistleblower so gefährlich für die Mächtigen sind, weshalb ein Unterbinden solcher Erscheinungen erfolgen muss. Deshalb auch die gnadenlose Jagd auf Assange, Snowden und Co. Das sind die wahren Helden unserer Zeit, sie bringen grösste persönliche Opfer!

10:30 von fathaland slim

Und in welchen Schweizer Zeitungen?
.
vielleicht die Basler Zeitung oder die Neue Züricher ....
halten sie diese für unseriös ?

@nie wieder spd

"
Am 21. Oktober 2019 um 09:03 von nie wieder spd
Alle Achtung

Seit 2011 verschlechtert sich also die Pressefreiheit in Australien?
Und fast 20 Jahre später bemerken die Medien das?
Dass deutsche und europäischen Medien gegen vom Verfassungsschutz geschwärzte Naziakten vorgehen, ist hingegen nicht zu erwarten.
Das Julian Assange in britischer Haft gefoltert werden soll, ist den deutschen und europäischen Medien keine Zeile wert.
Wie gut für die deutsche Politik, dass hiesige Journalisten niemals auf die Idee kommen würden, gegen die unwürdige Geheimniskrämerei staatlicher Organe zu demonstrieren."

Es berichtet in deutschen und europäischen Medien auch niemand darüber, daß Gauland deutscher Bundeskanzler sei. Liegt es an der "Geheimniskrämerei" oder schlichtweg daran, daß es nicht stimmt?

10:21, Werneranerin

>>Deutsche Massenmedien agieren unter den ähnlichen Auflagen, wie ihre australischen Kollegen.<<

Von welchen Auflagen reden Sie?

Können Sie die zitieren, oder sind die geheim?

@ 10:26 von WiPoEthik

""- bei Reportern ohne Grenzen schneidet der Rest der EU genauso oder besser ab als Australien.""

Reporter ohne Grenzen ist sehr EU-freundlich weil viele ihrer Kuratorien in den EU Staaten von Vertretern der staatlichen Medien dominiert werden.

Zudem werden vor allem in der deutschsprachigen EU, unliebsame Meinungen oft mit hohen Geldstrafen bestraft. Sowas passiert in Australien nicht.

10:37 von Kokolores2017

P.S. Es ist doch ein Unterschied,
.
sicherlich ist es ein Unterschied
wobei es kommt aufs gleich raus
ich werde tendenziös informiert

Fake News überall?

Man weiss nicht mehr, was man glauben soll.

Die Spielarten der Einschränkung freier Presse

Es gibt verschiedenste Arten wie die freie Presse in unterschiedlichen Ländern und zu unterschiedlichen Zeiten in Bedrängnis gebracht wird.

Da haben wir die Autokraten und Diktatoren, die Journalisten mit 'falscher Meinung' inhaftieren und durch genehmere Kandidaten ersetzen lassen.

Dann haben wir noch die Konservativen, die zum Schutz der freiheitlichen Demokratie und z.B. gegen den Terrorismus die Rechte der Presse einschränken und Überwachungsmöglichkeiten ausbauen.

Und dann gibt es die Populisten, die versuchen ihre eigene Realität zu erschaffen und Medien als Staatsfeinde und Lügner bezeichnen um das Vertrauen in sie zu unterminieren und gegen sie aufzustacheln.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten die Presse einzuschränken und es lässt sich auch nicht immer klar trennen. Dabei hilft es uns weder die Vergangenheit schönzureden noch zu glauben, dass die Freiheit automatisch weiter zunehmen wird.
Wir müssen die freie Presse schützen - eine Demokratie braucht freie Informationen.

///Australischen

///Australischen Medienhäusern zufolge ist die Pressefreiheit im Land durch zahlreiche Anti-Terror- und Sicherheitsgesetze ausgehöhlt worden, die das Parlament in Canberra seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA verabschiedet hat.///
.
Das ist die große Gefahr und der " Erfolg " bei Terroraktionen: wenn als Reaktion auf die kaum meßbare Erhöhung der " Todeswahrscheinlichkeit " demokratische Bürgerrechte eingeschränkt werden. Dabei ist das " Terrortodesrisiko " mehr als 1000 fach kleiner als z.B. das " Autounfalltodesrisiko ". Leider können Menschen mit Wahrscheinlichkeiten nicht gut umgehen. Pressefreiheit ist ein Grundpfeiler in demokratischen Systemen. Es ist gut, gegen jede Einschränkung derselben, wie sie leider viel zu oft auch in unserer näheren Nachbarschaft ( Ungarn, Türkei ) vorkommt, vorzugehen.

@ alle DDR Nostalgiker

Die Zeitung "Neues Deutschland" gibt es ja noch und sie gehört fest zu Pressespektrum unseres Landes. Wer die Sicht des DDR-Sozialismus lesen möchte, darf das auf jeden Fall.

Hier sind alle Berichte, Themen und Meinungen erlaubt.

10:46; Sisyphos3

>>10:17 von michel56
tut mir leid ihren Beitrag kann ich nicht verstehen
was wollen sie mir/uns damit sagen ?

also wenn ich die Basler Zeitung lese oder die Neue Züricher,
besteht die Mehrinformation aus Fake News ?<<

Was steht denn da anderes als in deutschen Blättern vergleichbarer Ausrichtung, wie etwa der FAZ oder der Welt?

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Schändlich

Nicht viel ist schädlicher für die Demokratie als Zensur.
Das gilt Überall. Und es kommt auch allenfalls zweitrangig darauf an, welche Mittel dazu verwendet werden oder welche Institutionen beteiligt sind.
Wo immer Informationen unterdrückt werden, leidet die Demokratie und letztlich die Bevölkerung.

@10:41 von fathaland slim

>>Zum Beispiel wird in Australien alles, was mit der "Flüchtlingsfrage" zu tun hat, als Staatsgeheimnis behandelt. Wer bspw. über die Todesopfer dieser Politik berichtet, macht sich strafbar.<<

Wir gehören in der "westlichen Welt" wohl zu den Glücklichen was die Pressefreiheit und viele andere Freiheiten betrifft.
Bei all dem was uns im 'Westen' verbindet finde ich das was uns unterscheidet allerdings immer wieder schockierend. Man rechnet in den freien Demokratien viel weniger damit als anderswo.

Man darf niemals denken, dass es nichts mehr bzgl. unserer Freiheit zu verbessern gäbe. Historisch gesehen werden wir wahrscheinlich eher zu den Einäugigen unter den Blinden gehören. Aber immerhin.

@ Sisyphos3

... auch wenn ich mich gelegentlich wundere was man in Schweizer Zeitungen manchmal liest - über unser Land - was hierzulande gar nicht erscheint

Woher wollen Sie wissen, ob das hier nicht erscheint? Haben Sie alle Zeitungen verglichen? Das sind doch nur Vorurteile.

@JohnMadison - 10:13

"Ich glaube leider, dass von allen Nationen die Deutschen wieder genau die sind die allen ernstes glauben die Demokratie und Freiheit zu verteidigen durch ein blindes Gefolge der Regierung und genau das Gegenteil erreichen."

Diesen ihren Glauben über Deutschland geben Sie hier ja regelmäßig zum Besten. Dabei beruht Ihre Glaubenskundgebung regelmäßig auf die Wiederholung von persönlichen Vermutungen, die meist negativer Natur sind und die Sie - ähnlich, wie der berüchtigte "Volkswille" - der ganzen Nation anlasten.

Mit der von Ihnen festgestellten blinden Folgsamkeit zur Regierung, die dann das Gegenteil von Demokratie und Freiheit zur Folge hat, treffen Sie höchstens auf die Zeit vor 80 Jahren.
Mittlerweile dürfen wir an unsere selbstgewählte Regierung auch frei Kritik üben und sind dabei noch nicht so weit abgerutscht, dass wir uns einen Trump, Johnson oder Erdogan geleistet haben.

Was ich von Irland weiß brächte mich nie auf die Idee, daraus ein Urteil über alle Iren abzugeben.

@ Elevenpart

Also die Gesetze, die seine Regierung erlässt. Finde den Fehler!

Das Parlament beschließt die Gesetze. Richtig so?

10:39 von NeutraleWelt

"Nun ja, die australische Presse kenne ich nicht.
Viel mehr Sorgen bereitet mir die "Einheitsmeinung", hervorgerufen durch "Presse-Agenturen" und "Nachrichten-Netzwerke"."

Ah, Sie notieren dasselbe "Argument" wie eben schon mal ein User.
Das scheint heute das zu sein, was eine gewisse Klientel heute verbreiten soll.

Offenbar können die Nachredner das Argument nicht verstehen, darum verfälschen sie es aus Versehen. ->

"Viele Zeitungen und online-Dienste können sich keine Journalisten mehr leisten.
Daher wird eine Meinung ungefiltert übernommen"

Die Nachrichten-Dienste veröffentlichen nämlich keine Meinungen, sondern einfach nur Fakten.

Es ist irgendwie dann doch wieder ein Glück, dass die Nachplapperer sofort an ihrem Unwissen erkannt werden.

um 11:06 von

um 11:06 von Frank_Furter:
"
Rechnen 6!
Seit 2011 verschlechtert sich also die Pressefreiheit in Australien?
Und fast 20 Jahre später bemerken die Medien das?
____________________________________

2019 - 2011 = 8

Das sind acht jahrre und nicht zwanzig.
(Auch wenn Ihnen diese 8 Jahre vielleicht wie 20 vorkommen)
"

->
gemeint war offensichtlich seit 2001 & nicht seit 2011.

Auf dieses Jahr bezieht sich auch der Artikel:
"
Australischen Medienhäusern zufolge ist die Pressefreiheit im Land durch zahlreiche Anti-Terror- und Sicherheitsgesetze ausgehöhlt worden, die das Parlament in Canberra seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA verabschiedet hat.
"

2019 - 2001 = 18 -> & damit "fast 20 Jahre" - wie es der Kommentator schrieb.

Korrekt gerechnet,Fehler erkannt.
Allerdings nicht den Kontext entdeckt um den Fehler klassifizieren zu können.

Vierte Gewalt

So lange das noch gilt, steht Journalismus gleichberechtigt neben Gesetz, Gesetzgebung und der Polizei.

Und das ist gut so.

Betr.: Medien In Australien (auch in D)

Wie ein Forist schon schrieb: Es ist die Angst der Medienkonzerne (Murdoch u. a.) Einfluss zu verlieren.
Ist (war) die Presse (Medien) noch (jemals) die 4. Macht im Staat, welche die Legislative (Politiker) kontrolliert? Ich habe da so meine Zweifel.

Die Bundespressekonferenz (Verein von Journalisten) lädt einmal im Jahr zum Bundespresseball nach Berlin ein. Der Bundespresseball wird als wichtiges gesellschaftliches Ereignis in der Hauptstadt wahrgenommen und von ca. 2.500 Gäste aus Politik und Wirtschaft besucht. (Quelle: Wikipedia)
-------------------
Dieses "Miteinander" ist genau so absurd, wie wenn die Feuerwehr zu ihrem jährlichen Feuerwehrball die Pyromanen einladen würde.
-------------------
WEBsite: Bundespresseball
Dieses Jahr dreht sich alles um das Motto »Wandel«.
Seit 1951 ist der Bundespresseball ein unumstößlicher Termin für die deutsche Politik, Medien und Wirtschaftsszene.

Australien ist eher selten im Fokus

und wie immer ist gut im Land zu leben, über das geschrieben wird, weil die Sichtweise dann anders ist.
Und es kommt ja auch darauf an, was den einzelnen Leser interessiert, wer umfassend informiert sein will, muss in Deutschland auch mehr als ein Medium lesen.
Wer das macht, hat sicher schon größere Unterschiede festgestellt, besonders bei den Themen und den Einschätzungen dazu.
Dinge die der Bürger lieber nicht wissen soll, und der Geheimhaltung unterliegen, gibt es in allen Staaten. Und das legt die Handvoll fest, die in der jeweiligen Regierung ist. Das ist weder neu, noch in den Ländern sehr unterschiedlich, also, wer werfe den ersten Stein. Auch in Deutschland ist nicht alles Gold was glänzt, es gibt immer Dinge über die man lieber nicht berichtet, bei bestimmten Medien.
Andere dagegen berichten das dann schon.

Was ist besser?

Staatlich verordnete Zensur oder im Geiste vorauseilenden Gehorsams agierender Lücken- und Meinungsjournalismus?
Wenn die Journalisten stramm auf Linie getrimmt sind, braucht man nicht zu zensieren, ist natürlich viel besser.

Die Kunst der Meinung

Wann ist die Freiheit gestorben? Existieren tut sie jedenfalls nicht. Da können wir sagen was wir wollen. Meinungsfreiheit ist ziemlich verklärt.

Die eigene Nase

Bei der Beurteilung ausländischer Pressefreiheiten sollte aber auch der Ist-Zustand im eigenen Land nie unberücksichtigt sein.

Die Situation in Australien würde sich keinen Deut besser darstellen, wenn die Unterdrückung der Informationen von den Presseorganen selbst ausginge. Gerade dann nicht, wenn diese Presse zu größten teilen durch die Regierung getragen wird und sich deshalb einig ist, was zu nicht „erwähnenswert“ sei.

Eine Unterdrückung von unliebsamen Meinungen muss nicht immer als Zensur bezeichnet werden, um schädlich zu sein.
Kommentare werden hier ja auch oft genug nicht veröffentlicht. Und gerade muss ich wieder lesen, das Meinungen die zu sehr vom Thema abweichen würden nicht veröffentlicht werden. Wer entscheidet das denn Bitteschön? Richtige Diskurse werden so effektiv verhindert. Ergo: schädlich für die Demokratie

11:28 von P. Nis

was soll das ?

natürlich lese ich nicht alle Zeitungen .... wie auch
aber sie werden doch wohl selber wissen welche Zeitungen
noch eigenständig sind welche gemeinsame Redaktionen haben
und es herrscht in Deutschland ein anderer Mainstream als z.B. in der Schweiz

und dann schrieb ich "manchmal liest "

es gibt immer zwei Seiten ...

In diesem Fall behält die Austr. Regierung durch Beschneidung der Pressefreiheit der Bevölkerung Informationen vor, dies ist bedauerlich.

Andererseits trägt eine parteiische Pressefreiheit nicht immer zur Wahrheit bei und wird teilweise missbraucht, was leider auch bedauerlich ist und gefährlich sein kann.

Nicht umsonst titelte der Spiegel in einem Artikel bezogen auf die Medien "die unheimliche Macht". Umso mehr ist es zu begrüßen, dass durch das Internet Medienmonopole endlich der Vergangenheit angehören und sich auch andere Meinungen Gehör verschaffen können.

fast in jeder

pressekonferenz zu sensiblen themen kann man es ja hören: "Wir haben eindeutige beweise, die wir aber aus sicherheitsgründen nicht nennen können!". ich finde das einfach nur respektlos den bürgern gegenüber, weil es schlussendlich so viel bedeutet wie: danke, dass ihr uns in unser amt gewählt habt, was wir aber jetzt machen, geht euch gar nichts mehr an/ bzw. begreift ihr doch nicht.

man darf ja diesbezüglich auch gerne mal die frage stellen, woher pro-westliche nachrichtenportale ihre nachrichten beziehen, die sie wort für wort dann übernehmen und als die einzig reine wahrheit verkaufen. kleiner tipp: in Virginia/USA wird man fündig... gilt selbstredend auch für pro-östliche portale. unterschied:dort haben es journalisten noch schwerer.

und genau deswegen ist eine freie presse, vor allem aber eine investigative so wichtig wie noch nie. leider aber wird immer mehr gleichgeschaltet und unbequeme journalisten werden kaltgestellt oder als verschwörungstheoretiker diffamiert.

@kba, und viele andere..

"Dass diese Gefahr tatsächlich auch in den westlichen Ländern heute besteht, hätte ich vor 30 Jahren niemals für möglich gehalten."

vor dreissig jahren gab es auch abseits der presse keine alternative, wie etwa heute das internet. sie konnten also gar nicht so deutlich merken, wie gleichgeschaltet sie waren, wie sie das heute bemerken koennen, wenn sie nur wollen.

das phaenomen hat bestanden, so lange ich denken kann. heute besteht weitgehende gleichschaltung betreffs der themen a) europafreundlichkeit und b) klimawandel. dass es darueberhinaus dinge gibt, die fuer die menschheit von belang sind, wird fast nicht mehr wahrgenommen. beispiel: hongkong, oder der verrat an den kurden.

mir sind diese themen wichtiger als der klimawandel, oder der brexit. und als fazit kann ich nur sagen: leute, geht ins internet und informiert euch dort. nur so kann man der allgemeinen blassen sauce entgehen.

Die ganze Aktion wäre weit...

...glaubhafter, wenn sie sich nicht
nur gegen die Einschränkungen
der Pressefreiheit, sondern gegen
die Einschränkung des Grundrechts
auf eine FREI MEINUNG und auf
FREIE MEINUNGSÄUßERUNG
richten würde!!
Meist kommen solche Proteste aber
erst, wenn es um die Pressefreiheit
geht! Nach meiner Wahrnehmung
macht sich aber gerade diese
"Presse" oft selbst zum Komplizen
von "Meinungsführern" und kruden
"Bewahrern" der Meinungshoheit
und wundert sich dann, wenn sich
diese leichtfertige Haltung oft
irgendwann auch gegen sie selbst
richtet...!!

"Journalisten stünden nicht über dem Gesetz."

Niemand steht über dem Gesetz: Das hat man dem Vok im alten Rom, im dritten Reich und bis heute erzählt.

Es hängt halt immer davon ab wer die Gesetze erlässt, wie sie erlassen werden und warum und zu welcher Zeit und wem sie nutzen -oft dienen die Erlasse (Gesetze) der Absicherung und Verfestigung der Herrschaft der "Könige" und "Königinnen" und Herrscher.

Presse- & Meinungsfreiheit

Solange es eine Mehrheitsmeinung gibt, die aussprechbar ist und eine andere Meinung, die ausschließlich verurteilt wird, wird es keine echte Pressefreiheit geben. Kaum ein Journalist wird sich seine Existenz von einer moralisierenden, "mehrheitsbildenden" Gesellschaft zerstören lassen, auch wenn das als wirklich freier Journalist für ihn egal sein sollte.
Das Hemd ist eben näher wie die Hose.
Da finde ich es erstaunlich, dass die australische Presse sich dagegen wehrt. Helfen wird es nichts.
Entweder schränkt der Staat direkt ein,
oder er lässt eine "moralisierte" Öffentlichkeit es für ihn tun.
Das Ergebnis ist gleich.

11:07, Sisyphos3

>>10:30 von fathaland slim
Und in welchen Schweizer Zeitungen?
.
vielleicht die Basler Zeitung oder die Neue Züricher ....
halten sie diese für unseriös ?<<

Es handelt sich um seriöse Zeitungen des rechtsbürgerlichen Spektrums. Wie bei uns beispielsweise die Welt.

Wissen ist Macht

"Australier sollten immer misstrauisch gegenüber Regierungen sein, die ihr Recht einschränken wollen, zu wissen, was los ist"

Nicht nur Australier.

Alle Bürger - überall auf der Welt - sollten sich darüber im Klaren sein, dass es grundsätzlich nicht sein darf, dass Personen, gleich ob demokratisch gewählt oder nicht, die mit der Regelung ihrer Angelegenheiten "betraut" sind (also mit der Entscheidung über alles, was von öffentlichem Interesse und keine reine Privatangelegenheit ist) sich anmaßen zu entscheiden, was sie wissen dürfen und was nicht.

Und dass es immer Gründe dafür gibt, wenn sie das trotzdem tun. Und dass die Gründe für solche "Geheimniskrämerei" ganz bestimmt nicht im Bestreben zur Wahrung ihrer (der Bürger) Interessen liegen.

Apro po Meinungsfreiheit...!

Was wurde eigentlich aus dem
NSA Untersuchungs-Ausschuß
in Deutschland?!?
Oder ist diese Frage zu unbequem
für die "freie" Presse, oder anderer
Vertreter öffentlich rechtlicher
Medien?!?

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

@Wanderfalke

Dieses sind keine Vermutungen, sondern Tatsachen, mein Wissen im Bezug auf politische und vor allem wirtschaftlichen Verflechtungen in D gehen sehr weit und tief, auch aufgrund meines Berufes und meiner Vergangenheit (über 30 jahre in D). In Deutschland kann man sehr gut beobachten, dass kriminelle (in Wirtschaft und Politik) verschont werden und Andersdenkende kriminalisiert werden. Als Mitläufer wird man das aber nicht erkennen, sondern ganz im Gegenteil..Sie sind das beste Beispiel. Vielleicht mal Solschenizyn lesen..

Das Thema.....

"Pressefreiheit" kann genau wie das Thema "Wahrheit" niemals entgültig beantwortet werden, weil zu ambivalent. Totale Pressefreiheit bedeutet letztlich die Aufgabe des Begriffs "Geheim" und auch die Übertragung der Entscheidung und Wertung des Begriffs von Politikern auf Journalisten. Wäre oder ist damit tatsächlich eine Verbesserung dauerhaft verbunden? Oder liegt nicht auch die Gefahr des Mißbrauchs nahe? Wären Journalisten wirklich die "besseren" Politiker? Ich glaube nicht, denn ich habe den Verdacht, daß es viele "Relotius" gibt, was menschlich aber irgendwie verständlich ist. Aber so selten sind Berichtigungen, Entschuldigungen oder erzwungene "Gegendarstellungen" auch wieder nicht.

Hierzulande würden sich die

Hierzulande würden sich die regierungsfreundlichen Medien niemals über Zensur beschweren. Schließlich ist gar keine Kritik im Framing oder gar Platz für Andersdenkende vorhanden. Hat man bei der Frankfurter Buchmesse jetzt gerade gesehen. Die unabhängigen Zeitungen und Verlage wurde unsichtbar für den Besucherstrom "weggesperrt".

RE @ 11:32 von Sausevind

"Ah, Sie notieren dasselbe "Argument" wie eben schon mal ein User.
Das scheint heute das zu sein, was eine gewisse Klientel heute verbreiten soll."
.
Sind Sie heute mit dem falschen Bein aufgestanden?
Was für eine "Klientel" bin ich denn?

re Bernd39: Freiheit und Rechtsstaat

>>Wie formulierte das ebenfals eine andere Ikone der DDR-Opposition? "Wir wollten die Freiheit, und bekamen den Rechtsstaat."<<

Ich kenne die „Ikone“ nicht, aber das Zitat bringt ein verbreitetes Missverständnis auf den Punkt. Ich setze mal ein anderes dagegen:
„Freiheit ist kein Ziel, sie ist ein Antrieb“.

Wer Freiheit als einen Zustand betrachtet, in einer Komfortzone zu leben und machen zu können, was er will, hat Freiheit nicht verstanden.
In einer Freiheit als gesellschaftlicher Zustand muss die Freiheit aller gewährleistet werden und das geht nur mit Gesetzen, denen die Regierung, andere staatliche Institutionen und natürlich „Arm und Reich“ in gleichem Maße unterworfen sind.

Und das nennt sich dann „Rechtsstaat“!
Der natürlich immer auch eine Einschränkung der Freiheit einzelner bedeutet, vor allem aber die Einschränkung der „Freiheit“ einer Regierung.

>>Und wanderte konsequenterweise aus<<

Jetzt würde es mich wirklich brennend interessieren wohin!

11:44 von Komplex einfach

"Was ist besser?

Staatlich verordnete Zensur oder im Geiste vorauseilenden Gehorsams agierender Lücken- und Meinungsjournalismus?
Wenn die Journalisten stramm auf Linie getrimmt sind, braucht man nicht zu zensieren, ist natürlich viel besser."

Was doch alles für Märchen erzählt werden...

Wo werden unsere Journalisten denn "stramm auf Linie" getrimmt?

Wer verbreitet so einen Blödsinn?

Allerdings habe ich heute morgen verstanden, dass gewisse User alle Zeitungen, die nicht rechtsradikal argumentieren, als einen ununterscheidbaren Einheitsbrei verstehen.

Das Differenzierungsvermögen schrumpft also zusammen.

Nur gut, dass die Presse- und

Nur gut, dass die Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland funktioniert.

@ ist wahr....

....und stimmt ! Verschiedentliches Ausbremsen ist an der Tagesordnung und weit verbreitet denn es geht dann um Dinge ,die der Staat nicht gern hört ! Und das muss weg.

11:06 von Frank_Furter

Sie sind jetzt schon der dritte, der sich am Schreibfehler des Ursprungsposts hochzieht. Wenn Sie und ihre Vorposter den zu kommentierenden Artikel gelesen hätten, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, daß dort erwähnt wird, daß seit dem 11.09.2001 die Gesetzgebung in punkto Pressefreiheit immer restriktiver wurde. Das ist tatsächlich ein Zeitraum von fast 20 Jahren. 18 um genau zu sein. Allerdings war das ein schleichender Prozess und mittlerweile werden die Folgen sichtbar. Deshalb regt sich erst jetzt ein massiver Widerstand in der australischen Presselandschaft.

11:45 von Ist Wahr

"Wann ist die Freiheit gestorben? Existieren tut sie jedenfalls nicht. Da können wir sagen was wir wollen."

Leere Behauptungen sind Wünsche des Behauptenden.
Ergo: die Freiheit existiert.

10:15 von r0lt0

Flüchtlinge in Konzentrationslagern internieren
.
was für ein Vergleich
die dürfen jederzeit das "Konzentrationslager" verlassen
war das beim "KZ" wie man es hierzulande kennt auch so

@10:59 von frosthorn

"das haben wir nun davon

dass wir uns ein Leben lang (...) Überlegenheit der Demokratie als Überlegenheit des Kapitalismus verkaufen ließen. Erstere schließt eine Behinderung der freien Presse ausnahmslos aus, letzterer findet Argumente, das Verschweigen oder Verbiegen der Wahrheit zu einer Notwendigkeit zu erklären, die schließlich allen diene. Sicherheit, Ruhe und Ordnung(...)."

Journalismus besteht nicht im luftleeren Raum - irgendwie muss er finanziert werden - und das schafft Abhängigkeiten sowie Interessenskonflikten.

Fakt ist, dass wir nicht ausschließlich Demokratie sein können, sondern auch irgendein Wirtschaftssystem benötigen. Klar, der freie Markt und Kapitalismus schafft hier seine eigene Art der Abhängigkeit, weshalb es bei uns ja auch den ÖRR zum Ausgleich gibt.

Die von Ihnen erwähnten Probleme haben m.E. jedoch nichts mit Kapitalismus zu tun, sondern mit autoritären Regierungen. Die sind auch ein Problem für freie Presse, jedoch ein andersartiges.

11:57 von fathaland slim

sehen sie dann haben wir mal nen Grund

wie wird in der Schweiz gedacht / gewählt ....
was entspricht dort dem Mainstream
und dazu kommt die kulturelle Nähe zur Schweiz (und nicht Berlin)
Schwaben sind eben auch alemanisch

@ Internnett (11:46)

"Eine Unterdrückung von unliebsamen Meinungen muss nicht immer als Zensur bezeichnet werden, um schädlich zu sein.
Kommentare werden hier ja auch oft genug nicht veröffentlicht. Und gerade muss ich wieder lesen, das Meinungen die zu sehr vom Thema abweichen würden nicht veröffentlicht werden. Wer entscheidet das denn Bitteschön? Richtige Diskurse werden so effektiv verhindert. Ergo: schädlich für die Demokratie"

Man verwechselt manchmal Demokratie mit Demokratie. Es gibt immer an Ort und Stelle nur eine ganz bestimmte D. Sie ist eine Herrschaftsform (krátos), das ist entscheidend. Das Staatsvolk (dèmos) ist eine variable Größe und wird(!) organisiert, substantiell und ideologisch. "Diskurse" finden nicht im luftleeren Raum statt, nirgends und nie. Da heißt es: kritisch bleiben, nicht immer ja sagen und Moderatoren des öffentlichen Raumes nicht so ernst nehmen.

11:02 von Sausevind

Das könnte daran liegen, dass die Zürcher Zeitung - gewaltig nach rechts gerückt
.
oder unsere Medien nach Links ?

warum..

soll einer der australischen Regierung ihnen überhaupt etwas erläutern??
Oder sind sie Australier?

Darstellung: