Kommentare

Es geht auch anders.

Die Bio-Bauern machen es doch vor.
Klasse statt Masse

Zukunftsängste

Habe ich auch. Berechtigt angesichts immer mehr Nitratverseuchter Trinkwasserbrunnen, Immer weniger Insekten (denen neben dem Feld angelegte Blühstreifen, die dann mit verwehtem Spritzmitteln vergiftet werden, auch nicht so richtig helfen). Zudem muss ich regelmäßig die Fenster schließen wenn der Bauer nebenan Gift spritzt und darf mir dann Gedanken machen wie gesund mein Obst aus dem Garten noch ist.
Wenn die Bauern immer die Schuld bei anderen suchen, werden Sie nicht weit kommen.

Nicht alle über einen Kamm scheren

Der Bauer mit der "eigenen Scholle", also in der Regel so bis 60 ha, schützt sein Land und betreibt keinen Raubbau. Ob er nun konventionell oder biolandwirtschaftlich arbeitet. Bei Großagrariern oder Genossenschaften mit Pachtäckern läuft das mitunter ganz anders - ich erlebe und errieche es hautnah. Hier sind als erstes die Blühstreifen verschwunden, mittlerweile wird bis an bzw. in die Feldwege hinein gepflügt. Pflanzenvielfalt wie früher? Kleinlebewesen? Wo denn? Im Sommer kriechen ein paar halbtote Bienen den Betonwirtschaftsweg zwischen den verdichteten Äckern umher, während in den Werbeblättchen des Handels neben den Billiglebensmitteln für Bienennahrung geworben wird... Was wir aber wohl noch haben, ist offenbar eine Insektizid- und Pestizid-Vielfalt. Hier, im Osten Sachsen-Anhalts, ist eine echte Bio-Landwirtschaft dadurch gar nicht mehr möglich, dafür haben die Großen gesorgt und werden es auch weiterhin tun, denn es wird sie auch weiterhin niemand daran hindern

Experte: Politik der letzten Jahre ein Problem

Wie Recht der Experte hat. Das gilt aber nicht nur für die Bauern, sondern in allen Bereichen außer in der Industrie, die haben ihre Marionetten in der Politik. Wird Zeit das ein Wechsel statt findet aber ohne AfD.
Ich bin froh, das hier bei uns es noch einen Bauer gibt, der nachhaltig arbeitet. Die anderen haben schon dicht gemacht, wegen der Massentierhaltung. In der Richtung müßen wir alle umdenken. Der Kunde muß den Ton angeben, weil er schließlich die Sachen einkauft.

Wir sind kein Tierschänder und Umweltverschmutzer

... das ist ein seltsames Verständnis des Bauern, denn wer bitte schüttet das ganze Gift auf die Felder, zusammen mit Unmengen an Gülle und sogar Klärschlamm, der eigentlich Sondermüll ist? Und wer hält denn zehntausende Schweine, Rinder und Hühner in unsäglichen Anlagen in einer alles andere als artgerechten Weise? Wenn sich diese Bauern nicht mal an die eigene Nase fassen und grundsätzlich auf ökologischen Anbau und wirklich artgerechte Tierhaltung umstellen, dann dürfte die Kritik nicht abreißen und auch der Druck auf die Politik steigen, diese Zustände zu ändern! Der Protest der Bauern darf da nicht erfolgreich sein und weiter im Landwirtschaftsministerium zur Lethargie führen. Wenn Bauern streiken, ist das in vielen Fällen besser für die Umwelt als wenn sie arbeiten!

Ohne Regeln und Gesetze

geht es offenbar nicht. Das ist zwar eine nette Forderung, funktioniert aber leider nicht. Ein einfaches Beispiel ist die Düngerverordnung. Solange keine strengen Gesetze vorliegen, wird so viel Gülle und Dünger ausgebracht wie eben möglich - ob die Grundwasserqualität dabei stetig abnimmt ist dem einen oder anderen vielleicht nicht egal, wird aber grundsätzlich in Kauf genommen.
Und so scheint es in allen Bereichen abzulaufen.

Der Protest läuft meines Erachtens ins Leere, da man Respekt nicht einfordern kann, man muss ihn sich - selbst als Landwirt - verdienen.

Noch zu den grünen Kreuzen: der "Bauer Willi" war wohl mal bei der Zuckerindustrie ein recht hohes Tier und ist jetzt Hobbylandwirt, betreibt also ein Steckenpferd und ist keibesfalls ein "kleines Bäuerlein", dem die böse EU den Hahn abdreht.

Wann jammern die Bauern mal nicht?

Immer soll es der Staat richten und unterstützen? Weniger Nitrat um Boden, weniger Insektensterben, weniger Methan und CO2 bei gleichen Wettbewerbsbedingungen sind notwendige Zeichen der Zeit.

Fehler über Fehler

Die BRD betreibt seit über 60 Jahren die Zerstörung der kleinteiligen und großteils ökologischen Landwirtschaft. Das sind Fakten, die niemand mehr leugnen kann. Und heute stehen wir vor den geschaffenen Tatsachen. Leergeräumte Landschaften und kaputte Böden prägen das Bild der BRD. Hier muss niemand mehr etwas schön reden. Es wurde nur im industriellen Maßstäben gedacht und dabei wurden Millionen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft vernichtet. Bessere Arbeit in Fabriken??? Das dachten viele. Fazit: Die BRD ist an einem Punkt angelangt, wo ein totales Umdenken stattfinden muss. Zurück zur ökologischen, kleinteiligen Landwirtschaft oder hinein in die totale Öko-Katastrophe. Wir haben die Wahl.

Ein Beispiel.

Die Verursacher der erhöhten Nitratwerte im Grundwasser sind unsere Bauern.
Also zu zahlende Strafe auf deren Abgaben umlegen.
USW.
Spätestens dann schreien die nach diesen Vorschriften um die schwarzen Schafe in Reihe zu bekommen.

Sorry, liebe Landwirte.

Oder wäre Agrarfabrikanten der bessere Begriff?
Recht und Gesetz gelten auch für euch. Jahrzehnte lang habt ihr mit immer größeren Tierhaltungen und mit den dadurch entstehenden Abfällen wie Mist aber vor allem Gülle einem unser wichtigsten Recourcen, dem Grundwasser, zugesetzt. Teilweise mussten Tiefbrunnen schon stillgelegt werden weil Nitrat und sonstige Stoffe das Wasser zu einem gesundheitlichen Risiko werden ließen. Und eben so lange sträubt ihr euch gegen jeden Vorstoß zur Vermeidung oder Behandlung dieser Stoffe. Ihr solltet mit schwarzer Armbinde gehen statt auf dem Trecker für die Weiterführung dieses Wahnsinns zu demonstrieren.
Und der Bauer soll seine Tiere bis zur "Verwertung" hegen und Pflegen. Dazu gehören auch männliche Küken. Niemand hat das Recht, sie wegen ihres Geschlechts LEBENDIG zu schreddern, Niemand.
Erwartet also nicht allzuviel Zustimmung in den Straßen, die ihr wegen unsinniger Forderungen umweltschädlich blockiert.

Politikversagen

Immer wieder. Immer mehr. Und in nahezu allen Bereichen.

Das hat System und liegt nicht zuletzt am Personal.

Mit linken und grünen würde das aber nur noch schlimmer werden.

Die Merkel Regierungen sind quasi schon links.

Abhilfe würde nur eine schwarz gelbe Regierung schaffen, aber das auch nur, wenn die Liberalen sehr stark wären.

Und auch nur, wenn in fähiger Kanzler kommt. Bevorzugt Merz. Alles andere sind Apparatschiks. Auch Laschet.

Berechtigte Proteste?

Also ich finde die Proteste zwar für die einzelnen Bauern nachvollziehbar, insgesamt aber unberechtigt. Was haben denn die Bauern in den letzten Jahrzehnten getan z.B. gegen permanent überschrittene Grenzwerte beim Nitrat im Wasser und beim Tierwohl?
Industrielle Landwirtschaft im heutigen Stil ist (im wahrsten Sinne des Wortes) Gift für Umwelt und Klima.
Stellt doch auf Ökolandbau um anstatt zu meckern.

@ Fenster zum Hof, um 08:56

“Die Bio-Bauern machen es doch vor...“

Naja, wer gestern im Fernsehen den Bericht über die Produktion der Eier auf einer “Bio“-Hühnerfarm gesehen hat, könnte da durchaus widersprechen.

Und was den Protest der Bauern angeht:
Wer anderes als die ist Verursacher der hohen Nitratgehalte im Grundwasser vieler Regionen?
“Wir sind keine Umweltverschmutzer!“

Es ist immer wieder das Gleiche...

Da wird seitens der Bauernverbände eine Existenzbedrohung für "Familienbetriebe" beschworen, da wird seitens der Gewerkschaften die ökologische Wende in Verkehrs- und Energiepolitik mit dem Argument von Arbeitsplatzverlusten abgemeiert... Ein Betrieb, der 700 Schweine hält, betreibt Massentierhaltung. Das ist Tierquälerei.
Ein Bauer, der auf Glyphosat nicht verzichten möchte, ist ein Brunnenvergifter. Das war in alten Zeiten ein Kapitalverbrechen - warum heute nicht mehr?
In der Autoindustrie gibt es auch "Familienbetriebe": Die Familie Quandt zum Beispiel ist Hauptaktionär bei BMW.

Sympathien erwirbt man dadurch nicht

Die Bauern werben um Verständnis. Wenn sie mit ihren monströsen Maschinen und Traktoren aber andere förmlich nötigen, dürfte das wenig bringen, in den Niederlanden wurde das durch die Verkehrsblockaden schon deutlich.
Stattdessen werden eher die alten Vorurteile verstärkt.
Z.B.
Weshalb haben Bauern keine Haare unter den Armen?
Weil der Staat ihnen ständig unter die Arme greift.

Geht uns alle an

Liebe Bauern. Niemand will Euch die Existenzgrundlage wegnehmen. Gibt es Euch nicht, haben auch die anderen ein gravierendes Problem, nämlich nichts zu Essen. Die Gesellschaft braucht Euch doch. Aber so wie es derzeit läuft, gibt es in ein paar Jahrzehnten gar nichts mehr. Überdüngung, Monokulturen, Gift - dagegen solltet Ihr eigentlich zuallererst auf die Straße gehen, denn Ihr werdet als erste darunter leiden, wenn hier nichts mehr wächst. Anstatt dessen lasst Ihr Euch von der finanzmächtigen Agrarlobby und den dahinter stehenden Agrarkonzernen instrumentalisieren um deren (schnellen) Profit zu sichern. Dahinter stehen Aktiengesellschaften, Aktionäre etc., die Euch schneller hängen lassen, als die im Grunde sehr moderate Agrarpolitik hierzulande. Denkt drüber nach...

Warum grüne Kreuze?

Da werden von einigen Bauern grüne Kreuze aufgestellt, weil sie befürchten, dass Umweltschutz über deren privatwirtschaftlichen Raubbau gestellt wird. Suggeriert mir irgendwie, dass grüne Politik gegen den Raubbau an der Natur ist. Das ist doch was Gutes. Für mich noch mehr ein Grund, zukünftig darauf zu achten, von wem ich kaufe.

Mich würde mal interessieren..

..wo die Lebensmittel derer, die hier über Landwirte schimpfen, herkommen.

Wollen wir unsere Landwirtschaft durch gesellschaftliches Bashing zerstören?
Was soll aus unserer Kulturlandschaft werden, wenn weniger Tiere gehalten werden?
Woher beziehen wir dann unsere Lebensmittel?

wie Al Ternativ treffend anmerkte sind es die großen "Höfe", die zuviele Tiere und Flächen haben, um anständig mit den Tieren umzugehen..

Mehr Geld für mittelständische Betriebe und mehr Auflagen für große Höfe im Osten könnten ein erster Schritt sein..

eigene Nase

Experte: Politik der letzten Jahre ein Problem: "Da lange politisch wenig unternommen wurde, müssen mit den jetzigen Maßnahmen zwischenzeitlich entstandene Schäden repariert werden." Beim Thema Überdüngung sind klare Regeln und stärkere Kontrollenaufgeschoben worden. "Landwirte zahlen jetzt einen hohen Preis für Politikversagen."

So dreht man Argumente ins Gegenteil: Hätte die Politik bereits vor Jahren, was richtig gewesen wäre, strengere Regeln erlassen hätten die Landwirte schon früher genauso protestiert. Niemand zwingt die Bauern dazu, ihre Felder zu überdüngen. Die Politik schon gar nicht. Da muss man sich an die eigene Nase fassen.

Hört den Landwirten doch wenigstens mal zu!

Ja auch wir Landwirte wissen, dass man was verändern muss an der aktuellen Situation und auch wir sind da bereit dies zu tun, doch nicht um jeden Preis! Zudem sind auch die Öko-/Biolandwirte von neuen Gesetzen betroffen, denn auch diese verwenden Pflanzenschutzmittel! Doch um das Unverständnis aus dem Weg zu Räumen wäre es sinnvoll, dass vor allem die Verbraucher auch mal ihrem Lebensmittelproduzenten zu hören, am besten kann man das im Hofladen vor Ort, wenn es denn noch gibt!

Bauernprotest

Hunderte dieselbetriebene Traktoren tuckern über die Autobahn und Strassen und verpesten die Luft. Und den Arbeitern, die zur Arbeit wollen und täglich viele km pendeln, soll das Auto verboten werden? Ich wäre schon dafür, die Preise für Lebensmittel zu erhöhen, aber nur wenn das Geld nicht in den Molkereien und bei den Großhändlern hängen bleibt, sondern beim Erzeuger ankommt und dieser dann gut und vor allem tiergerechte produziert. Keine Tierprodukte mehr in den Export, nur für Innlandproduktion, schon haben wir für die Tiere bessere Bedingungen und weniger Gülle und Düngemittel in der Natur.

Agrarpolitik erzeugt die schwarzen Schafe

Nur als Beispie: Viele Jahe lang hatte ich fast keine Insekten mehr auf der Windschutzscheibe.
Letzte Woche bin ich in den bayerischen Wald gefahren und siehe da es klebten wieder Insekten in allen Größen daran. Die Initiative gegen Insektensterben funktioniert offensichtlich.
Wie soll sich der Nebenerwerbslandwirt denn bei der derzeitigen Preisgestaltung und dem überbordenden Bürokratismus am Computer seinen Tieren und Feldern gebührend widmen können. Natürlich gibt es schwarze Schafe. Die EU-Agrarpolitik läuft schon sehr viele Jahre in die falsche Richtung. Natürlich ist Hygiene sehr wichtig jedoch die übertriebenen Vorschriften führten z. B. zum Metzgereien- und Bäckereiensterben und Großkonzerne wurden gefördert. Bitte auch mal darüber nachdenken.

Das Agrarpaket reicht nicht

Und wir brauchen eine Wende in der Agrarpolitik. Wir können sowieso so nicht weiter machen. Die Verschiebung der Klimazonen ist Fakt und wir brauchen eine andere Landwirtschaft! Daran werden sich auch alte Familienbetriebe anpassen müssen. So können sie überleben als Bauern. Tun sie nichts dergleichen, werden sie sowieso nicht mehr lange Landwirte sein, weil Böden auslaugen, Regen ausbleiben oder zu viel sind, und Temperaturen steigen.

Ideologie

Viele Kommentare zeigen warum wir Landwirte auf die Straße gehen. Die Debatten in der Landwirtschaft werden heutzutage hauptsächlich durch Ideologie und Unwissenheit getrieben. Auch von Politikern, welche von NGO‘s und einem lauten Teil der Bevölkerung getrieben werden. Statt auf Wissenschaftler und Experten zu hören, welche aber allzu oft als Lobbyisten abgestempelt werden. Sicherlich muss die immer größer werdende Weltbevölkerung nachhaltig versorgt werden, allerdings sollte man deshalb nicht Probleme sehen, wo keine sind und schon gar nicht muss man über Leichen gehen.
Eine auf Wissenschaft basierende Diskussion wäre hilfreich!

Ihre Pestizid-Suppe dürfen die Bauern selbst auslöffeln

Deutsche Bauern überziehen unser Land mit Mais- und Rapsteppichen, wo absolut nichts mehr lebt. Sie jammern über die miserable Bodenqualität, die sie selbst durch Verdichtung und gnadenlose Überdüngung hervorrufen. Sie beschweren sich über fallende Preise für Nichtbio-Produkte, die man vor dem Essen schälen sollte.

Und jetzt trauen sie sich sogar öffentlich, Glyphosat zu propagieren, mehr Geld für Umwelt- und Klimaschutz zu blocken, ein Tierschutzlabel und ein Aktionsprogramm für den Insektenschutz zu kritisieren.

Von mir aus kann diese Form von Gülle-Pestizid-Insektizid-Agrobusiness zugrunde gehen. Lieber heute als morgen.

Es hindert sie niemand auf Bio-produktion umzustellen.

@08:56 von Fenster zum Hof

Genau, es geht auch anders.

Nur mache "Landwirte" wollen das nicht verstehen.

Machmal denke ich denen fehlt der "Grips" dafür :-))))))

Müssen unsere Bauern eigentlich

unbedingt China mit Schweinefleisch versorgen auf kosten unseres Trinkwassers?

Export, Export, Export, Wachstum, Wachstum, Wachstum, was es auch kostet.

Binnenmarkt, was ist das?!

Es geht nur um den Reichtum weniger, womit die Mehrheit vera... wird.

Niedrige Preise

"In den letzten Jahren hat es relativ niedrige Preise für tierische Produkte und teilweise mehrere schlechten Ernten gegeben. Da gibt es natürlich ökonomischen Frust."
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Niedrige Preise? Vielleicht eine Folge von Überproduktion?

um 09:18 von vriegel

"Mit linken und grünen würde das aber nur noch schlimmer werden.
Die Merkel Regierungen sind quasi schon links.
Abhilfe würde nur eine schwarz gelbe Regierung schaffen, aber das auch nur, wenn die Liberalen sehr stark wären. "
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Joh ne is klar!

um 09:18 von vriegel

"Abhilfe würde nur eine schwarz gelbe Regierung schaffen" das meinen Sie doch nicht im ernst, oder? War es doch die schwarz-gelbe Regierung die dies alles möglich gemacht hat mit Kohl. Was Merz angeht ist es so, das er einer der größten Lobbyisten ist, was in der Vergangenheit nachweisbar ist. Sorry, ich habe aber nie gesehen das sich die CDU für die unteren Verdiener eingesetzt hat und die FDP erst recht nicht. Wie war der Slogan von der FDP, mehr Netto von Brutto? Da kam die Hoteliersteuer sonst nichts.

Wenn man bedenkt, dass gerade

Wenn man bedenkt, dass gerade die Bauern, schon aus eigenem Interesse, die obersten Natur -, Klima -, und Tierschützer sein müssten, ist es ein Armutszeugnis dieser Berufsgruppe, ihren Beruf so auszuüben, wie sie es schon immer getan hat.
Eigentlich müssten sämtliche Bauern, die sich nicht wenigstens an die sowieso schon unzulänglichen entsprechenden Gesetze halten und viel strengere Umweltschutzgesetze einfordern, enteignet und mit einem Berufsverbot belegt werden.

08:56 von Fenster zum Hof

Es geht auch anders.

Die Bio-Bauern machen es doch vor.
Klasse statt Masse
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Zudem mit subventionierten Sprit und streuerbefreiten Treckern.

um 09:35 von 91541matthias

"Mich würde mal interessieren wo die Lebensmittel derer, die hier über Landwirte
schimpfen, herkommen." - z.B. aus Bio- oder landwirtschaftlichen Kleinbetrieben.
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"Wollen wir unsere Landwirtschaft durch gesellschaftliches Bashing zerstören?" - Klar, darum geht es ja "linksgrün", genau wie beim Diesel, oder?
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"Was soll aus unserer Kulturlandschaft werden, wenn weniger Tiere gehalten werden?" - Wo stehen denn die ganzem Schweine auf der Weide? Ich habe seit über 30 Jahren keine freilaufenden Schweine mehr gesehen.
.
"Woher beziehen wir dann unsere Lebensmittel?" - Siehe Punkt 1.
.
"wie Al Ternativ treffend anmerkte sind es die großen "Höfe", die zuviele Tiere und Flächen haben, um anständig mit den Tieren umzugehen.." - Eben waren Sie noch der Ansicht, dass man so unsere "Kulturlandschaft" zerstört...

@ 09:29 B-Nutzer

Die grünen Kreuze signalisieren das seit Jahrzehnten anhaltende Hofsterben.
Ihr Vorsatz, künftig noch mehr darauf zu achten, von wem Sie kaufen, ist ganz im sinne der Mehrheit der Bäuerinnen und Bauern.

Protest

Hier auf der Seite stellt FritzF die Frage "Wann jammern die Bauern einmal nicht" und genauso ist es. Sie heulten auf, als der Milchpreis nach unten ging und ließen aus Protest Milch in die Gullys laufen. Bekommen die Bauern nicht genug Gelder aus Brüssel? Je mehr der Bauer an Hektar hat, umso mehr Euro fließt auf sein Konto. Falsch, falsch und nochmals falsch. Aber dieser behäbige Koloss von EU ist unfähig, andere nachhaltige Maßstäbe zu setzen. Und wenn ich höre, dass der Kunde billiges Fleisch möchte, dann haben die Politiker und der Handel die Dummen gefunden, die die Schuld tragen. Der Handel macht die Preise, er beutet die Bauern aus und treibt sie zur Massenproduktion. Gibt es kein billiges Fleisch zu kaufen, wird der Kunde eben nur zweimal in der Woche dieses Produkt kaufen.
Der Protest der Bauern heißt dann für uns nitratbelastetes Wasser trinken. Pestizide in den Lebensmitteln verzehren. Krank sein durch versagen von Antibiotika.

@ grübelgrübel

>>> Niemand zwingt die Bauern dazu, ihre Felder zu überdüngen. <<<
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Doch, der Preiskampf und der Importdruck von subventionierten EU-Partnern, die keine oder geringere Umwelt-Auflagen zu erfüllen haben.

kein Verständnis ....

"Ich habe einen Beruf angefangen, der Spaß macht und mir am Herzen liegt, aber jetzt weiß ich gar nicht mehr, ob er eine Zukunft hat" .... ach was !!! So geht es vielen, die sich nicht bewegen.
Dem Bauern bleibt nur die Lösung über einen höheren Preis um an seine bisherigen Erträge heranzukommen. ... alles gut. Der Verbraucher wird es zahlen müssen, wenn er mehr Ökologie fordert. Und wird er tun ....
Die Felder der Bauern sind die einzigen, die nachhaltige ökologische Landwirtschaft betreiben können und müssen. Wer denn sonst ?

Kein Verständnis für die Bauern ... sorry.

@ 09:36 Steffi.

Ich stimme Ihrem Kommentar und Plädoyer völlig zu. Leider leben wir in einer Zeit, in der das Generieren von Sündenböcken auf vielen Politikfeldern von einer differenzierten argumentativen Diskussion ablenken soll: Unsere Diskussionskultur war schon mal besser...

Im Nebenjob 5000€/Tag!

@09:18 von vriegel
(für den nicht erfolgreichen Verkauf einer NRW-Bank).
Ich vermute, dass Politiker wie Herr Merz schon die "richtigen" Rezepte haben: Noch mehr Glyphosat etc.
Vielleicht hat ja Blackrock auch Anteile an Monsanto/Bayer. /Ironie off.

Die Bauern sind mit der falschen Agrarpolitik, der falschen Subventionspolitik auf die falsche Fährte geführt worden.
Der Rückweg wird schwierig. Er muss auch über eine Änderung der absurden, flächenorientierten Subventionspraxis gehen.

Der Keil zwischen Bio-Bauern

Der Keil zwischen Bio-Bauern und konventionellen Bauern passt nicht: Es ist schon ein abstruses Verbraucher*innenverhalten, weiter gern das Kilo Hackfleisch für 1 € zu wollen, aber gleichzeitig gegen Massentierhaltung zu sein. Und es gibt ein generelles Versagen in der Landwirtschaftspolitik seit Jahrzehnten: die Politik fördert Groß- und Größtbetriebe, die mehr mit Industrieproduktion als mit Tierhaltung zu tun hat - und wundert sich dann über die Auswüchse dieses Wahnsinns. Auf der Straße sind heute die vielen bäuerlichen Familienbetriebe, die mit überwältigender Mehrheit tier- und artgerecht Landwirtschaft betreiben und sich zum großen Teil berechtigt über pauschale Kritik und Abwertung ihrer für Ernährung und Kulturlandschaft unverzichtbare Arbeit ärgern; mit denen bin ich solidarisch.

Konstruktive Vorschläge der Bauernschaft?

Gibt es denn konstruktive Vorschläge der Bauernschaft?
Viele der Probleme die bekämpft werden sollen sind nunmal Fakt und die Bauern können die Schuld nicht von sich weisen.
Also wie soll man die Probleme bauernverträglich lösen?

Ich kann mir kaum vorstellen, dass vorher keiner mit den Bauernverbänden gesprochen hat. Oder vertreten die nur eine bestimmte Untergruppe der Bauern die nicht deckungsgleich mit den Protestlern ist?

die andere Seite

ich habe ein Großteil der Kommentare mit Schrecken gelesen. Ich bin selbst Landwirt und habe 5 Jahre gebraucht um den Beruf zu erlernen. Wir leben seit Generationen auf unserem Hof und leben von der Bewirtschaftung unserer Böden und der Viehhaltung . Wir erzeugen durch wirtschaftlichen Einsatz von Bodenbearbeitung und Pflanzenschutzmitteln die gesündesten und hygienisch einwandfreisten Lebensmittel für einen günstigen Preis. Jetzt mal die Frage, warum soll ich meinen Boden mit zuviel Pflanzenschutzmittel (Pestizide) verseuchen und den Boden wie hier behauptet verdichten? hilft mir das langfristig weiter? (Bauern denken in Generationen!)
Was zur Zeit auf uns zurollt ist eine Bürokratielawine aus Verordnungen und Gesetzen die uns die Lust auf Landwirtschaft nimmt und gegen die wir uns mit diesen Demos wehren. Sollten wir damit nicht langsam in der Bevölkerung durchkommen liegt schneller der Brasilianische Schweinebraten in unseren Regalen als den meisten lieb ist.

Undifferenzierte Bauernhasserei - peinliche Kommentare

Es macht mich traurig und fassungslos, solche undifferenzierten, unqualifizierten Kommentare zu lesen, die reine Bauernhasserei sind!

Wie wäre es, wenn man ihnen von heute auf morgen verbietet, mit dem Auto zur Arbeit zu pendeln? Oder ihnen als Hauseigentümer aufzuerlegen, jedes 4. Zimmer an Bedürftige zu vermieten? Wie wäre es, wenn man ihnen zwei Monatsgehälter streicht, um es ihrem Nachbarn zu geben? Wir reden hier in tiefgreifende Eingriffe in das tägliche Wirtschaften und das Eigentumsrecht!

Es ist unmöglich, die höchsten Standards einzuhalten und gleichzeitig die billigsten Produkte herzustellen! Wir müssen mit jedem in der Welt konkurrieren, der keine Auflagen hat, damit D/EU Autos und Maschinen dorthin liefern darf. Bezahlt uns angemessen, dann bekommt ihr auch, was ihr wollt! Nur fordern und der andere soll die Zeche bezahlen, das ist einfach. Moralisch 6! Jahrelang Billig-Fleisch vonm Discounter fressen, aber sich über Agrarfabriken aufregen! Wir sind nicht euer Sündenbock!

"Tausende Landwirte haben

"Tausende Landwirte haben mehrere Straßen blockiert und mehr als 1000 Kilometer Stau verursacht."

Tja liebe Landwirte. So macht man sich Freunde und bekommt Unterstützung durch die Bevölkerung. *Ironie off*

Symbiose

Eine Symbiose von Politik und Landwirtschaft ist eine unheilvolle Verbindung. Hier wurde in den letzten Jahrzehnten über viel subventioniert und dabei beide Augen fest verschlossen. Das Ergebnis haben wir jetzt das in dem Grundwasser und im Boden, und zu guter Letzt beim Menschen, ablesbar ist. Mit dem Finger auf die Politik zu zeigen, vergisst die Lobbyarbeit der Landwirte.
Es geht nicht ohne Kontrolle. Und es muss systemisch auf die Umwelt geschaut werden, um neue Gesetze und Vorlagen zu entwickeln.
Das was jetzt gerade abläuft ist eigentlich so hoffnungslos wie erschreckend.

Verständnis für die Klein- und Mittelstandsbetriebe ...

... habe ich. Für mich stellt sich nur die Frage, wie lange sich diese Betriebe noch von den Verbänden, die von den Großagronomen bestimmt werden und somit natürlich auch nur deren Interessen vertreten, als billiges Stimmvolk benutzen lassen. Hey aufwachen, sonst sind auch noch die letzten Mittelstandsbetriebe weg!

Jammer jammer jammer

Landwirte sind selbständige Unternehmer. Und wenn das geschöft nicht so läuft wie man will. Muss man sich eben überlegen was man anders machen muss, da mit mehr Geld in die Kasse kommt. Immer anderen die Schuld geben oder nach dem Staat rufen geht nicht. Sie bekommen jetzt ja schon Subventionieren ohne Ende.

Traumwelt

Da sind sie wieder die ganzen grünen Träumer aus dem Lummerland. An die eigene Nase fassen wäre mal der richtige Ansatz. Sicher gibt es in der Landwirtschaft Verbesserungsbedarf und auch genügend schwarze Schafe. Nur immer alles über einen Kamm zu scheren ohne fachlich überhaupt eine Ahnung zu haben, das ist unterstes Niveau. Man sollte sich vielleicht einfach mal einen Moment auch in einen Landwirt hinein versetzen, was es für ein Gefühl ist, wenn man versucht alles richtig zu machen, mit immer mehr Auflagen zu kämpfen hat, 365 Tage im Jahr arbeitet und versucht seine Familie zu ernähren und dafür nur Prügel bekommt Anderen das Regal im Supermarkt zu füllen. Zahlt einfach freiwillig das dreifache für Lebensmittel und wir reduzieren unsere 90 Kühe um die Hälfte.
Und sie sind auch noch nie in den Urlaub geflogen (Kerosin spielt keine Rolle), fahren alle keinen VW und kaufen im Supermarkt immer das Teuerste. An die eigene Nase fassen und ein wenig mehr Respekt.

Mawo7 - welche Wissenschaftler meinen Sie?

Die Wissenschaft ist sich zu weiten Teilen einig, dass wir derzeit zuviel produzieren und Ressourcen mehrerer Erden verschwenden. Das gilt auch für die Agrarindustrie - anstatt regional die Versorgung zu sichern, wird für einen Export produziert, der in den Regionen Afrikas z.B. die heimischen Bauern ausrottet - vielleicht meinen Sie das mit den "Leichen"?
Heutige Landwirte verstehen sich mehr als Chemiker, Biolaboranten und großindustrielle Akkordmäster, als als Bauern im herkömmlichen Sinne - leider zu lange und zuviel gefördert von der Subventions-Politik.
Also welche Wissenschaftler meinen Sie? Die von Bayer und BASF bezahlten?

Protest längst überfällig

Was soll das Bauern Bashing? Alle Landwirte in einen Sack zu stecken und draufzuhauen, trifft doch am meisten diejenigen, die sich bemühen, bestmöglich und nachhaltig zu handelnd, statt auf kurzfristigen Gewinn aus zu sein. Es sind seit vielen Jahren immer die mittleren Familienbetriebe, die zerrieben werden zwischen den riesigen Lebensmittelhändlern, die die Preise diktieren und dem Anspruch der Bevölkerung, dem Bilderbuch-Bauernbild zu entsprechen. Die Agrarpolitik fördert die die ganz großen Betriebe und die Bio-Landwirte, aber ignoriert die vielen nachhaltigen konventinellen Betriebe, die ihr Land auch für spätere Generationen erhalten wollen.

Wenn die deutschen Landwirte für die wichtigen, hohe (Umwelt-)Standards nicht den nötigen Preis bekommen, kommen die Lebensmittel aus dem Ausland. Was ist denn damit gewonnen, wenn wir die hiesigen Bauern vertreiben und dann im Supermarkt Produkte kaufen, die die Umweltzerstörung im Ausland fördern. Was wir nicht sehen, ist nicht da?

scharmlos

um 09:20 von toolfish…Was haben denn die Bauern in den letzten Jahrzehnten getan z.B. gegen permanent überschrittene Grenzwerte beim Nitrat im Wasser und beim Tierwohl?
Industrielle Landwirtschaft im heutigen Stil ist (im wahrsten Sinne des Wortes) Gift für Umwelt und Klima.
Stellt doch auf Ökolandbau um anstatt zu meckern.

Die Nitratbelastung im Grundwasser stellt die Wasserwerke vor immer größere Herausforderungen. Die notwendige Aufbereitung des Trinkwassers sollten die Bauern bezahlen. Diese sind die Hauptverursacher der Verschmutzung. Bauern nutzen scharmlos alle, der Allgemeinheit gehörenden Ressourcen und verschmutzen diese ohne dafür gerade zu stehen.

"Landwirte zahlen jetzt einen hohen Preis für Politikversagen."

Ein schlechter Witz.

Die Politik wurde doch jahrzehntelang von der Agrarlobby diktiert.

Wer hat da wohl versagt ...

Schema F

Das ist in der Landwirtschaft, wie mit der EEG- Umlage - Nur die grossen profitieren, die kleinen Erzeuger "schauen in die Roehre"...

Es geht nur um die Maximale- Ausbeute (...weniger Unternehmer).

Umweltschutz, (vernuenfitg bezahlte) Arbeitsplaetze

Fuer dezentrales Produzieren (Landwirtschaft und Strom) faehlt die Infra-Struktur - an dieser Stelle kann man dann nachhaken, wieso die jeweilige Lobby, die Politik so beinflussen konnte.?!
Die Nachfrage der Buerger entscheidet natuerlich das Angebot.
Wenn Loehne bestenfalls Gleichbleibend sind - meist aber eher sinkend im Vergleich zur jaehrlichen Inflation, kann ein Grossteil (immer groesser werdender Teil) der Bevoelkerung nicht mehr auf die Ressourcen schonenden Produkte zurueckgreifen - bzw. laesst sich vom Ueberangebot "einlullen" - gerade im technischen Bereich - was wird ueberhaupt noch in Deutschland produziert und schafft Arbeitplaetze?
Ein Negativ-Kreislauf, der sich alleine mit Oeko-Bauern leider nicht "umschmeissen" laesst.

Hier sieht man doch warum die Bauern protestieren

Nahezu alle Kommentare sind extrem negativ, teilweise hört man Hass gegenüber der Landwirtschaft heraus.
In der Praxis kaufen die Konsumenten aber zum großen Teil nach dem Preis, selbst wenn sie vor dem Supermarkt gefragt wurden ob sie bereit wären mehr Geld für Lebensmittel auszugeben und dies mit ja beantwortet haben.
Also kann man daraus ja nur schließen, das der Großteil der Bevölkerung mit der aktuellen Situation zufrieden ist (ob man es glaubt oder nicht, fast alle Landwirte halten sich an die Gesetze).
Deutschland hat eine Selbstversorgung mit Lebensmitteln von 90%, eine komplette Umstellung auf Bio ist gar nicht möglich ohne die Zahl der Einwohner zu reduzieren. Ja, wir produzieren zum Beispiel mehr Weizen als wir brauchen, dafür aber weniger Obst und Gemüse, von Zitrusfrüchten ganz zu schweigen.

Agrarindustrie vor dem Aussterben?

Lächerlicher geht's nicht! Ausgerechnet die Industrie die immer die schützende Hand der Politik erhält geht hier auf die Barrikaden? Ausgerechnet die Industrie die dauerhaft unser Wasser vergiftet, durch den Einsatz von Antibiotika unsere Gesundheit direkt gefährdet und durch den massenhaften Einsatz von Agrarfolien unsere Weltmeere zumüllt glaubt hier protestieren zu müssen? Es geht auch anders! Vor allen Dingen braucht man dann nicht so viel wegwerfen bzw. vernichten. Statt zu protestieren sollten sich unsere Großagrarier mal wirklich für die Umwelt einsetzen - oder Ihren Betrieb einfach dichtmachen. Das ist in anderen Industrieen auch passiert.

@ planetearth 09:10 Uhr

"Die BRD betreibt seit über 60 Jahren die Zerstörung der kleinteiligen und großteils ökologischen Landwirtschaft. "
Solange der Gesetzgeber in D und der EU "Agrarfabriken" forciert, kann und wird sich nichts ändern.
Warum sollte aber die die Einstellung "je mehr ich habe desto höher die Subvention" das Maß aller Dinge bleiben?
Hier ist der Gesetzgeber gefragt!
Warum ist nicht möglich die Relation von Landfläche und Viehbestand als Regulativ bezügl. einer Subvention zu bestimmen?

Umdenken! Alle!

Das Problem ist doch, dass das landwirtschaftliche Produkt zu wenig geschätzt wird. Sprich zu billig ist!
Weil die meisten von uns nicht mehr sehen, wieviel Arbeit drin steckt. Und wenn die Gurke eine Macke hat ist sie ganz unverkäuflich.

Das kann jeder durch seine Kaufentscheidung selbst beeinflussen und (!) es müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden.
Damit könnte auch die breite Masse der Bauern ihre Wirtschaftsweise umstellen.

Nach mir die Sintflut

Denken die Bauern eigentlich auch darüber nach, dass ihre Kinder und Enkel von ihrem vergifteten und ausgebeuteten Grund und Boden leben können sollten.
Es reicht offensichtlich nicht aus, die eigenen Tiere, die eigenen Äcker und damit die Kundschaft zu vergiften, auch das wirtschaftliche und gesundheitliche Überleben der eigenen Nachkommenschaft scheint sie nicht weiter zu interessieren.
Aber mit „Nach mir die Sintflut“ ist ja auch die Prämisse von Wirtschaft und Politik und damit sind die Bauern in denkbar schlechtester, aber angemessener Gesellschaft

10:10 von Boris.1945

«Es geht auch anders.
Die Bio-Bauern machen es doch vor.
Klasse statt Masse.»
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«Zudem mit subventionierten Sprit und streuerbefreiten Treckern.»

Der Trecker des Bauern ist nicht nur dann von der Steuer befreit, wenn sein Schwein Auslauf hat.

Der Sprit, den er mit dem Trecker tankt, wird nicht billiger, wenn sein Huhn mehr Raum zum Flattern hat.

Und auch nicht teurer, wenn er seine Kuh 24 Std./Tag anbindet …

10:35 von soenke72

Wie wäre es, wenn man ihnen zwei Monatsgehälter streicht,
um es ihrem Nachbarn zu geben?
.
macht man das in unserer Gesellschaft nicht schon seit Jahrzehnten ?
wer kommt denn für den Nachbarn auf,
der keine Lust auf Arbeit hat / läßt man den verhungern ?
... ansonsten warum regen sie sich auf ?
"Geiz ist Geil" Verlogenheit ohnehin
jeder weiß wenn er ein TShirt für 99 Cent kauft, wie das zustande kommt
ebenso wie für 3,49 das kg Schweinhals oder 1,99 das kg Hähnchen

@ ARD

Warum stellt ihr die Horrorfilme über die Zustände in Betrieben mit Massentierhaltung und über die grauenerregenden Bedingungen in unseren massenmordenden Schlachfabriken nicht in die Mediathek?
Auch spezielle Sendungen, die unsere Kinder darüber aufklären, könnten Hilfreich sein, diese Verbrechen zu beenden.
Wer dazu schweigt, ist Mittäter.

@steffi 09:36 : Aufklärung tut Not!

Ich Stimme Ihnen teilweise zu. Man sollte den Landwirten zuhören die sich wirklich für eine ökologische Landwirtschaft einsetzen. Das ist aber leider die Minderheit. Die große Masse der Protestierer sind genau genommen Umweltverschmutzer erster Güte.
Was das "Zuhören" angeht gibt es aber das Problem des "Einlullens" in den deutschen Medien bzw. das Desinteresse des "Durchschnittsdeutschen", der sich lieber "Das Dschungelcamp", "Big Brother" oder irgendein Quiz reinzieht.
Wenn also einige sicor h wirklich für die Umwelt einsetzen wollen dann ist das löblich , aber dann ohne die "Verschmutzer"!

@Stefan T..

Wie können Sie feststellen,ob die von Ihnen gekauften Lebensmittel aus Kleinbetrieben kommen? Kaufen Sie nur am Wochenmarkt?
Was haben meine Worte mit " linksgrün" zu tun?

Freilaufende Schweine gibt es noch in Frelandmuseen zu sehen, Kühe sind in Mittelfranken noch öfters auf der Weide..

Wieviel Ahnung haben Sie von bäuerlicher Landwirtschaft?
Wahrscheinlich nicht allzu viel..

@ soenke 72 10:35

> "Es macht mich traurig und fassungslos, solche undifferenzierten, unqualifizierten Kommentare zu lesen, die reine Bauernhasserei sind!"

> "Moralisch 6! Jahrelang Billig-Fleisch vonm Discounter fressen, aber sich über Agrarfabriken aufregen! Wir sind nicht euer Sündenbock!"

Komisch, dass man einen Kommentar raushaut, in dem man sich über Bauernhasserei beschwert und gleichzeitig die anderen Foristen ordentlich basht (Schweine fressen ....).

Ich muss sagen, dass ich im Gegenteil überrascht bin, wie sanft hier noch mit der modernen Agrarindustrie umgegangen wird. Vielleicht ist dies dem Umstand geschuldet, dass man doch noch etwas Respekt vor den paar verbliebenen kleineren Landwirten hat.
Wie gesagt: Respekt erwirbt man sich - man klagt ihn nicht ein.

ICH BIN BAUER... (noch)

Meint hier irgendjemand wirklich die Bauern protestieren um alles vergiften zu dürfen????

Es geht um die Existenz, den Arbeitsplatz, um das was Generationen aufgebaut haben. Es geht um die ZUKUNFT

Der Milchpreis ist wie vor 40 Jahren. Seit diesen 40 Jahren haben 9 von 10 Milchbauern aufgehört. Nur EINER ist noch da. Und es werden trotzdem ungebremst immer noch weniger.

Ein Milchbauer ernährt weit über TAUSEND Leute mit Milch (ca 1300).
2016 in der Milchkrise habe ich tausend Leute mit Milch gefüttert, das ganze Jahr gearbeitet und am Ende ca 25000 Euro drauf gezahlt.

Danke fürs Reich werden.

Und jetzt? Ich vergifte das Grundwasser, die Bienen, die Umwelt und sogar das Essen selbst noch????

Ja bin ich denn der Depp der Nation???

Bezahlt uns so das WIR AUCH DAVON LEBEN KÖNNEN dann könnt ihr von uns haben was ihr wollt. Von mir aus auch einen Streichelzoo mit lila Kühen die von Bienen umschwirrte Blumen auf der Wiese fressen.

Mit ROTEN Zahlen können wir nicht GRÜN wirtschaften!!

09:15 von H. Hummel

wo sitzen denn die "Verbre cher"
ich denke doch eher in den Etagen in Brüssel und Berlin
wer sorgt denn dafür dass Lobbyisten tolle Geschäft machen indem sie Gülle in Holland kaufen und hierzulande verklappen lassen Lachhafte BIO Siegel vergeben
also ich glaube ja viel aber dass ein "Durchschnittslandwirt" der seine Felder seit Generationen bewirtschaftet so bescheuert ist seine Lebensgrundlage
und die seiner Kinder aufs Spiel setzt ....

Berlin kann mieten deckeln.

Berlin kann mieten deckeln. Warum kann man dann nicht ein mindestpreis für fleisch vorgeben? Wenn Hackfleisch plötzlich bicht mehr 3,98 /kg kostet, sondern 8,9€ erledigt sich die massenhaltung von alleine. Und bei dem preis lässt sich niemand mehr nur wasser vorsetzen.

Bauern !

Die Bauern sollten mal langsam kapieren, dass es so nicht weiter gehen kann. Wenn sie nicht wollen, dass das Land und die Böden ganz vor die Hunde gehen, müssen sie endlich umdenken und auf die künstliche und schädliche Düngung verzichten. Sie die bauern sind für die hohen Nitratwerte im Grundwasser verantwortlich, also müssen sie dies nun halt ändern, und sich an die neuen Vorschriften halten.
Nicht jammern, sondern verstehen, dass da was aus dem Ruder lief und nun schnell geändert und verbessert wird.
Die Bauern sollten den großen Konzernen auch mit Hilfe der Politik zeigen, dass es so nicht weiter gehen darf. Der Kunde hat sicher Verständnis dafür.

Warum mit Traktoren?

Menschen haben ein Recht zu demonstrieren - Maschinen nicht!

Also bitte die subventionierten Fahrzeuge in der Scheune stehen lassen und mit Bannern und Fahnen ausgestattet zu Fuß demonstrieren - so wie jeder andere auch.

Ansonsten erwarte ich von unseren Behörden, dass sie die Fahrzeugführer genauso behandeln, wie sie es mit mir tun würden, wenn ich eine Woche später mit meinem PKW die gleichen Straßen blockieren würde.

Bio ist Gut

Doch was hilft es wenn die Käufer nicht mal mehr Joghurt mit echten Früchten gegen Chemiefutter unterscheiden können und dann noch behaupten das Chemiefutter wäre besser. Wenn die Düngemittelproduzenten nicht Ökologisc hen Dünger auf den Markt bringen und die Bauern um ihren Ertrag zu sichern ( um Leben zu können) praktisch gezwungen werden chemische Produkte einzukaufen weil der Lebensmittelkonsument nicht bereit ist mehr für hochwertige Produkte zu zahlen stimmt das ganze System nicht mehr. Nicht die Bauern sind alleine Schuld an dieser Misere.

@ Tressi 10:43

< "Und sie sind auch noch nie in den Urlaub geflogen (Kerosin spielt keine Rolle), fahren alle keinen VW und kaufen im Supermarkt immer das Teuerste"

Sie fahren dann vermutlich noch einen Eicher aus den 50ern und den R4, den irgendwann mal ein Tourist in Ihrer Gegend vergessen hat. EU-Subventionen mit Sicherheit auch noch keine erhalten.

Ein paar Fakten

1) Auch die Bio Bauern beteiligen sich am Protest.

2) In der Marktwirtschaft ist ein Unternehmen dazu gezwungen möglichst günstig zu produzieren. Wenn er das nicht tut, bieten Konkurrenten das gleiche Produkt günstiger an. Der Unternehmer mit den höheren Produktionskosten verschwindet über kurz oder lang von Markt. Das ist auch in der Landwirtschaft so. Dabei gewinnen die großen Betriebe und die kleinen bäuerlichen Familienbetriebe verschwinden. Das sog. Agrar Paket wird diesen Trend noch verstärken.

3) Die Kläranlagen sind erheblich für den Nitrateintrag ins Grundwasser verantwortlich. Das Prinzip einer Kläranlage ist es im Übrigen auch Ammoniak und Methan in die Umwelt abzugeben, um den Stickstoff los zu werden. Das ist den Bauern verboten.
Außerdem gibt es allein in Niedersachsen 540 Einlassstellen, an denen ungeklärtes Trink- oder Mischwasser in die Flüsse eingeleitet wird.

4) Die deutsche Landwirtschaft ist eine der nachhaltigsten Wirtschaftsformen weltweit.

10:44 von EmilyLukas

«Was soll das Bauern Bashing? Alle Landwirte in einen Sack zu stecken und draufzuhauen, trifft doch am meisten diejenigen, die sich bemühen, bestmöglich und nachhaltig zu handelnd, statt auf kurzfristigen Gewinn aus zu sein.»

"Gebasht & abgewatscht" gehören nicht die bäuerlichen Klein- & Mittel-Betriebe.

"Aber geprügelt" gehört die Lobby der großindustriellen Agrar-Industrie.
Die nie im Namen, und nie zu den Interessen, der kleineren landwirtschaftlichen Betriebe handelt.

Aber alleine im Interesse derer, die in riesigen Monokulturen anbauen.
Schweine in möglichst engen Verschlägen "in Doppelstock-Betten stopfen" …

Bauernlobby

Auch wenn die Lobby noch so stark erscheint, bitte nicht nachgeben !!!

91541matthias: Kulturlandschaft

Was soll denn genau diese immer wieder beschworene "Kulturladschaft" sein? Maisfelder bis zum Horizont?
Also ich hätte nichts dagegen wenn dort stattdessen ein ("Unkultur"-)Urwald wachsen würde.
Wäre auch besser fürs Klima.

Noch mal für alle zum Unterscheiden

Es sind nicht die Klein- und Mittelbetriebe, um die es hier geht. Alle Achtung von den Landwirten (vor allem im Osten), die angesichts der immer mehr wachsenden industriell produzierenden Großbetriebe und Genossenschaften noch dagegenhalten (können). Den Großen muss man endlich die Flügel beschneiden. Natürlich muss auch endlich eine Achtung der bäuerlichen Erzeugnisse her, der ganze Billig-Spaß in den Supermärkten führt doch dazu, dass man Milch, Brot, Butter u.a., was man für Pfennige bekommt, überhaupt nicht mehr achtet. Geiz ist geil! Wenn die landwirtschaftlichen Produkte angemessen bezahlt werden müssten, würde vielleicht endlich sich was am Denken der Konsumenten ändern. Und die müssten auch finanziell in der Lage sein, deutlich teurere Lebensmittel (ohne zig Zusatzstoffe) zu bezahlen. Geldflüsse umlenken? Oh je, da begibt man sich ja in populistisches Fahrwasser, also bleibt am Ende wieder alles beim alten und die Großbetriebe erhalten noch mehr Fördergelder, so wirds kommen.

11:01 von nie wieder spd

Denken die Bauern eigentlich auch darüber nach,
.
ich vermute schon !
der hat ja was zu verlieren
ob das eine "Fabrik" das auch tut
sie vertreten ja immer die "Arbeiterklasse"
mal überlegt, dass nur ein geldverdienender Betrieb anständige Löhne zahlen kann ?
(ob er denn dann tut ist eine andere Sache !)
trotzdem gibt es viele Mitarbeiter, die ihre Arbeit dort recht locker angehen,
mal Krankfeiern oder den Tag mit dem Handy auf dem Klo verbringen ....
was haben die zu verlieren ?
und Manager sind auch nicht die verantwortungsvollsten - auch nicht in Landwirtschaftsfabriken und die werden in erster Linie durch die Lobby vertreten

Whitewashing.

"Wir sind keine Tierschänder und Umweltverschmutzer."

Eine solche pauschale Aussage kann ja nur falsch sein.

Selbstverständlich gibt es Bauern, die weder das Tierwohl noch der Rest der Natur interessiert. Und nicht wenige (was nicht heißt, alle).

Also sollte man das auch differenziert darstellen.

@ soenke72

>>> Jahrelang Billig-Fleisch vonm Discounter fressen, aber sich über Agrarfabriken aufregen! <<<
.
So ist es, in unserer Moralapostel-Gesellschaft.
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

09:15 von H. Hummel

Niemand hat das Recht, sie wegen ihres Geschlechts LEBENDIG zu schreddern, Niemand.
.
stimmt
ich würde sie an Zoo´s abgeben als Schlangenfutter oder für Raubkatzen
( lebendig für den Jagdinstinkt) ebenso eignen die sich als Schweinefutter
das ist BIO und bildet die Natur ab ....
oder von was ernähren sich die Tiere in der Natur sonst ... Fertigfutter von Schappi ?

Doch, um jeden(!) Preis.

Es gibt keine 2. Natur und keine 3. Chance. Alle Bürger müssen zahlen, viel zahlen. Wir wissen was auf jeden zukommt, da kann sich kein Bauer ausgrenzen. An den Zuschüssen kann es nicht liegen, die fließen reichlich. Massentierhaltung ist leider zu oft Vergehen gegen den Tier-und Umweltschutz. Wer behauptet nur damit Geld verdienen zu können, sollte seinen Betrieb umstellen oder schließen.
Viele kaufen eure Produkte 'eh nicht mehr, und die Zahl derer steigt täglich. Unser Obst und Gemüse kaufen wir beim Erzeuger, auch nicht viel teurer, aber schmackhafter. Und die Sau von der mein Schnitzel stammt, ist max. 30 km entfernt groß gezogen worden. DAS schmeckt noch, und in der Pfanne bleibt Fleisch, nicht 30% Wasser und ein Medikamentencocktail.
Kommt wieder auf den Boden, werdet das was ihr Mal wart: Ernährer der deutschen Bevölkerung. China wird auch ohne eure Schweine überleben.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Politikversagen?

oder Ergebnisse von AgrarLobbyArbeit?
Das die Landwirte und deren Verbände sich nun beklagen "Versäumnisse der letzten Jahre müssten nun adhoc aufgeholt werden und würde sie enorm belasten" ist doch wohl zu großen Teilen der erfolgreichen Lobbyarbeit der Bauernverbände zuzuschreiben.
Das Grundwasser ist nun schon Jahrzehnte bedenklich belastet und die Wasserwerke warnen schon über 10 Jahre vor der hohen Nitratbelastung (vor allem aus der Gülle-Verklappung) die EU droht Zwangsgelder an, nachdem über Jahrzehnte nichts passiert ist. Ein nachhaltig und vorausschauend handelnder Unternehmer, als die sich Landwirte gern bezeichnen, hätte diese Gefahren kennen müssen und können. Und nun sollen die Kosten und Verluste mal wieder sozialisiert werden - deshalb das ganze Geschrei - PFUI!

@Teodora 10:59 Uhr

"Sprich zu billig ist!"
Dem können z.B. "Minirentenbezieher" wohl kaum aus finanziellen Gründen zustimmen, selbst wenn die Aussage als solche durchaus als richtig erkannt wird.
"Die Gurke" ist nur dann unverkäuflich, wenn sie nicht angeboten werden kann.
Dafür sind aber EU Regularien und (zu Recht) Wirtschaftsinteressen verantwortlich.
Wer, glauben sie, wird aber willig(!) sein diese Rahmenbedingungen anzupassen?

Selbstbestimmung macht zufrieden

"Sie [die Landwirte] sind unzufrieden mit der aus ihrer Sicht falschen Agrarpolitik"

Politik lässt sich grundsätzlich nicht am Reißbrett gestalten.

Für alle(!) Bürger sollten daher einfach ein paar klare "Richtlinien" gelten - im Falle der Bauern sind das insbesondere Tier- und Umweltschutz -, und ansonsten sollten sie in Ruhe(!) selbst entscheiden können, wie sie ihren Job unter Beachtung dieser Vorgaben am besten gestalten. Sie kennen sich darin schließlich am besten aus.

09:36 von Steffi

Auch ich muß ihnen zustimmen, denn wir kaufen im Hofladen und der hat nicht wenig zu tun. Die Preise sind auch sehr gut und nicht zu teuer. Ich hoffe das es wieder verbreitet angeboten wird.

Der Landwirt als "Buhmann"?

Von angeblichem "Bauernbashing" reden die protestierenden Landwirte. Und ihr Ziel ist nach wie vor, am allerliebsten genau so weiterzumachen wie bisher. Das wird jedoch nicht gehen! Wir haben ein großes Problem mit Bienen und Insekten! Wir haben ein großes Problem mit der Nitratbelastung des Trinkwassers! Das hat mit "Bauernbashing" nichts zu tun; das sind unleugbare Tatsachen! Und es hat eher etwas damit zu tun, dass etwa der Preisdruck der Händler Bauern dazu zwingt, immer mehr zu produzieren, um überleben zu können - mit immer mehr "Hilfsmitteln". Es ist jedoch einfach kurzsichtig, ja sogar schlicht unverantwortlich, weiter zu düngen und Pestizide auszubringen wie bisher, denn dies zerstört letzten Endes die Lebensgrundlagen von uns allen. Hier hilft kein Protestieren gegen Einschränkungen bei Düngemitteln und Pestiziden, hier hilft nur ein generelles Umdenken! Dazu waren bisher die konventionell wirtschaftenden Bauern und ihre Agrarlobby leider weder willens noch in der Lage.

schlechter Witz von Karwandler

Werte Frau,Herr,div.? Karwandler
Sie schreiben: "Ein schlechter Witz.

Die Politik wurde doch jahrzehntelang von der Agrarlobby diktiert."

Was ist das denn für eine Politik welche sich jahrzehntelang von der Agrarlobby diktieren lässt.
Sollten unserer Politikerinnen, Politiker und div.Politakteure nicht zum Wohle des Volkes und ihrem eigenen Gewissen unterlegen die Rahmenbedingungen schaffen. Benötigen wir dann so viele Politiker wenn sie sich diktieren lassen.

Unsere Bauern

Den Bauern ist doch scheißegal, dass wir nicht mehr durch Bonn kommen. Es ist ihnen Wurst, dass sie mit ihren Traktoren die Umwelt verpesten. Was wollen sie, dass sollten sie einmal artikulieren. Werden nicht die Blühflächen mit ca. 800 Euro pro Hektar honoriert? Bekommen sie zu wenig Geld für ihre Flächen? Wer wird so hofiert wie die Bauern? Die mittelständischen Betriebe erhalten keinen Euro. Sie sollten ihre Betriebe dicht machen, wenn sie die Auflagen nicht erfüllen. Dass muss jeder produzierende Betrieb in der Industrie.

So ist es leider

Der gewöhnliche Verbraucher hat eine Grill für 800€ im Garten stehen auf dem er eine Wurst grillt die höchstens 50 Cent kosten darf.

Und er beschwert sich beim Essen der Wurst über Massentierhaltung und Bauernproteste.

Bitte etwas differenzierter ...

Ja, es gibt einen Markt für Bio-Produkte und die Bio-Bauern machen in dieser Nische gute Arbeit (wobei es auch für diese Betriebe oft hart ist). Nur leider macht dieser Markt deutlich weniger als 10% des Gesamtvolumens aus und wird zu einem nicht unerheblichen Anteil aus dem Ausland, auch aus Asien, bedient. Wenn Landwirte jetzt massiv umstellen, würden vermutlich die bestehenden Bio-Betriebe aufgrund des Überangebots in Existenznot geraten …
Daher haben im letzten Jahr Bio-Meiereien oft keine neuen Landwirte mehr angenommen, weil der Markt die Milch nicht mehr aufgenommen hat. Eine deutliche Ausweitung der Bio-Betriebe, würde auch die öffentliche Haushalte an Ihre Grenzen bringen, da diese Betriebe ehebliche zusätzliche Förderungen erhalten (… und benötigen!). So konnten nach Berichten der Stuttgarter Nachrichten schon vor einigen Jahren im Saarland umstellungswillige Betriebe nicht umstellen, weil die Fördermittel komplette verbraucht waren.
So einfach ist es also nicht!

@ 10:45 von grübelgrübel

Wenn Sie sich umfassend informieren, dann wissen Sie sicherlich, dass der größere Teil der Einleitung von Phosphor in Bäche und Flüsse durch kommunale Klärwerke kommt. Ihr Bauernbashing können Sie noch zurücknehmen.

@10:28 von andererseits

"die Politik fördert Groß- und Größtbetriebe, die mehr mit Industrieproduktion als mit Tierhaltung zu tun hat - und wundert sich dann über die Auswüchse dieses Wahnsinns. Auf der Straße sind heute die vielen bäuerlichen Familienbetriebe, die mit überwältigender Mehrheit tier- und artgerecht Landwirtschaft betreiben und sich zum großen Teil berechtigt über pauschale Kritik und Abwertung ihrer [...] Arbeit ärgern; mit denen bin ich solidarisch."

Dahinter kann ich auch stehen.

Allerdings verstehe ich nicht, wieso ausgerechnet diese Kleinbetriebe gegen gesetzliche Vorgaben protestieren, die ja gerade dazu führen sollen, dass diese Auswüchse beseitigt oder zumindest vermindert werden. Das müsste doch genau in ihrem Interesse sein, dass auch die großen industriellen Betriebe tier- und artgerechte Landwirtschaft betreiben müssen und die Kleinen dadurch zukünftig wenigstens einen kleineren Wettbewerbsnachteil als bisher haben.

Wo mache ich den Denkfehler?

@11:15 von Superschlau

"Wenn Hackfleisch plötzlich bicht mehr 3,98 /kg kostet, sondern 8,9€ erledigt sich die massenhaltung von alleine. Und bei dem preis lässt sich niemand mehr nur wasser vorsetzen."

Im Vorfeld ist die Qualität schwer einzuschätzen. Selbst bei Ihrer Preisvorgäbe gäbe es weiterhin Gammelfleischskandale, denn den einzustreichenden Gewinn können sie durch billigeres Fleisch weiterhin steigern.

@11:06 von Sisyphos3

"jeder weiß wenn er ein TShirt für 99 Cent kauft, wie das zustande kommt
ebenso wie für 3,49 das kg Schweinhals oder 1,99 das kg Hähnchen"

Das Problem ist, dass Sie nicht wissen ob jemand beim Hähnchen für 15€/kg nur das Preisschild ausgetauscht hat oder auch das Hähnchen. Deshalb ist Transparenz ein wichtiger Faktor.

@ Berbd85 11:19

< ") Die Kläranlagen sind erheblich für den Nitrateintrag ins Grundwasser verantwortlich. Das Prinzip einer Kläranlage ist es im Übrigen auch Ammoniak und Methan in die Umwelt abzugeben, um den Stickstoff los zu werden. Das ist den Bauern verboten."

Das ist echt interessant - meines Wissens läuft das in USA unter "Alternative Fakten". Hauptsache Mal hinschreiben, wird schon was hängenbleiben.
--> Bitte mit Quellen hinterlegen

Es ist eher umgekehrt ...

Das für die "Gesellschaft" praktische und billige Entsorgen von Klärschlamm funktioniert vielerorts nicht mehr, weil sich keine Landwirte mehr finden (trotz massiver Anreize), die das Zeug abnehmen.
Vermutlich auch, weil die Bevölkerung mittlerweile zuviel Chemie und Schwermetalle über das Abwasser entsorgt ...

Warum ist es unmöglich?

Zitat: Es ist unmöglich, die höchsten Standards einzuhalten und gleichzeitig die billigsten Produkte herzustellen!"
Ich bin weit über 60 und habe nie den Ruf der Deutschen nach billigen Fleisch gehört. Es waren doch die Bauern selbst die die Büchse der Pandora mit immer billigeren Erzeugnissen geöffnet haben. Früher war Fleisch geschätzt, kam max. 2x/Wo. auf den Tisch. Mit der Massentierhaltung kam der Preisverfall, und mit ihm noch größere Ställe. Das gleiche mit der Milch. Wer den Markt "überschwemmt", kann sich doch nicht über sinkende Preise beklagen. Eure Kriesen und die damit verbundenen Umweltlasten sind doch hausgemacht, vom Bauernverband politisch durchgesetzt.
Jetzt wächst euch die Schaden Eindämmung über den Kopf weil ihr jahrelang den Kopf in den Sand gesteckt habt.
Aber die EU steht D und euch auf den Hacken. Die werden nicht nachlassen sondern D Milliarden zahlen lassen, solange, bis eingelenkt wird.

Die dümmsten Kommentare kommen von den Unwissenden!

Nur alleinig die Landwirte für die Nitrateinträge ins Grundwasser zu beschuldigen dürfte doch etwas an der Realität vorbei gehen. Bedenkt man die jahrzehnte alten oft undichten Abwasserleitungen der Kommunen und die Düngepraxis in den Hausgärten, dann sollten einige der hier aktiven Kommentatoren sich mal überlegen, ob "sie nicht einfach mal die Klappe halten" sollten.

Liebe Leute, ihr wollt gesundes Essen haben, ihr wollt in die Natur zur Erholung, ihr wollt saubere Luft, ihr wollt, ihr wollt, ...

Anstatt die Leistungen der Landwirtschaft mal zu erkennen und zu honorieren kippt ihr Kübelweise dreck über die Landwirte aus.

Nur mal ein paar Gedanken für Euch:

Es gibt keine Branche die so viel Co2 binden kann wie die Landwirtschaft!

Die Lebensmittel der deutschen Landwirte sind weltweit begehrt, da wenige andere Nationen hochwertige Lebensmittel wie hierzulande produzieren (können). Export wird das was hier nicht mehr gegessen wird.

Die Landschaft pflegt die Landwirtschaft!

...

@10:35 von grüner13

"Was zur Zeit auf uns zurollt ist eine Bürokratielawine aus Verordnungen und Gesetzen die uns die Lust auf Landwirtschaft nimmt und gegen die wir uns mit diesen Demos wehren."

Heißt das, dass aus Ihrer Sicht der Artikel die Motivation hinter den Protesten falsch beschreibt?

Ich lese im Artikel von Glyphosat, Düngevorschriften, einem Tierschutzlabel und Insektenschutz (auch von Geld für Umwelt- und Klimaschutz, aber ich nehme nicht an, dass sich die Proteste dagegen richten), aber ich lese nichts von Bürokratie und mir war gar nicht bewusst, dass in diesem Agrarpaket so etwas dazukommt. (Sind das irgendwelche Dokumentationspflichten oder worum geht es überhaupt genau?)

Ich nehme an, die meisten haben wie ich nicht im Detail die Gesetzesentwürfe gelesen, sondern müssen sich auf die Berichterstattung verlassen. Wenn Sie den Artikel in weiteren Punkten ergänzen oder aus Ihrer Sicht korrigieren können, wäre das sicher nicht nur für mich nützliche Zusatzinformation.

darf mann?

Darf mann wenn mann protestiert einfach alle Verkehrsregeln ignorieren?
Traktoren haben auf der Autobahn nichts verloren. Diese sind für Autobahnen nicht zugelassen.
Dazu kommt, daß unsere Bauern sich dies alles selber zu verdanken haben. Ein guter Bauer geht es immer schlecht. Vergessen sie dies nicht.

Flagge zeigen - Sachargumente kommunizieren

Die Landwirte haben recht, dass sie Flagge zeigen und sich gegen die überbordenden Auflagen wehren, denn die Landwirtschaft und die Ernährungswirtschaft werden zum Spielball dubioser Interessenvertreter der Anti-Agrar-Lobby, die die Debatte mit willfährigen Etiketten, wie Glyphosate, Tierwohl, Gülle etc. belegen. Und wie tendenziös und sachfremd das verstanden wird zeigen eine Vielzahl der Kommentare in diesem Forum.
Landwirte sind seit jeher die Sachwalter und Praktiker einer nachhaltigen Wirtschaftsweise als es die Grünen Theoretiker und Interessenfanatiker noch nicht gab. Werte Landwirte wehrt euch und bestimmt die Debatte, denn ihr kümmert euch um Tiere, sorgt für Bodenfruchtbarkeit, bindet CO2 in den Kulturpflanzen und nutzt den technologischen Fortschritt. Und was noch wichtiger ist, ihr verfügt über Sachverstand und Fachkenntnisse und einen Wertekanon und das muss der uninformierten und bewusst fehlgeleiteten Öffentlichkeit kommuniziert werden.

@ 11:50 von NeNeNe

Der letzte Satz zeigt Ihren Denkfehler auf: Landwirtschaft ist nicht mit Industrie gleichzusetzen.

@ Steffi

Ja genau.... der normale Landwirt wird hier einfach über einen Kamm mit den Großbetrieben und Konzernen geschoren, die für dieses Disaster verantwortlich sind. Man schaue sich nur an in welchen Gremien, Aufsichtsräten etc. unser werter Herr Bauenverbandsvorsitzender alles sitzt. Und unsere CSU Abgeordneten im EU Parlament. Dort wird falscher Lobbyismus betrieben und eine Änderung der Subventionen weg von der ha Zahl verhindert.

Die meisten Landwirte (Anzahl) hat überhaupt kein Interesse den Ast auf dem sie sitzen abzusägen. Aber leider wird hier in der Diskussion mal wieder vereinfacht. Bashing scheint einfach zu beliebt zu sein heutzutage

@11:59 von andererseits

>>Wenn Sie sich umfassend informieren, dann wissen Sie sicherlich, dass der größere Teil der Einleitung von Phosphor in Bäche und Flüsse durch kommunale Klärwerke kommt. Ihr Bauernbashing können Sie noch zurücknehmen.<<

Der User schrieb allerdings nicht von der Phosphorbelastung, sondern von der Nitratbelastung. Meines Wissens ist die Phosphorbelastung in Deutsschland durch die EU auch nie angemahnt worden - die Nitratbelastung hingegen schon.

Wenn man sich die Webseite des Bundesumweltamts anschaut wird als Lösung des Nitratproblems ausschließlich auf Maßnahmen verwiesen die mit unserer Landwirtschaft zusammenhängen.

Bei der Phosphorbelastung wird hingegen sowohl auf Maßnahmen durch Landwirtschaft, als auch durch kleinere Klärwerke verwiesen.

Ich fände es begrüßenswert teurere Trinkwasseraufbereitung durch die Verursacher der Verschmutzung gegenzufinanzieren. Dann müssten es allerdings auch gezielt die Landwirte erwischen die es verursachen - und nicht pauschal alle Landwirte.

@10:35 von soenke72

"Es ist unmöglich, die höchsten Standards einzuhalten und gleichzeitig die billigsten Produkte herzustellen! Wir müssen mit jedem in der Welt konkurrieren, der keine Auflagen hat, damit D/EU Autos und Maschinen dorthin liefern darf. "

Aber warum richtet sich der Protest dann gegen die höchsten Standards, die doch eigentlich jeder haben will, und nicht dagegen, dass andere einen Wettbewerbsvorteil haben, indem sie auf niedrigstem Standard produzieren?

Wäre die Forderung nicht viel sinnvoller, politisch an den Importbestimmungen etwas zu drehen, als die eigenen Standards auch auf ein Minimum zu senken?

bbsven

Vollkommen Ihrer Meinung!

Wenn Umweltverschmutzer und Massentierhalter kreischen...

Nein, das ist zu wenig

Ein dummer Kommentar, der die Wahrheit nicht darstellt. Wer macht denn den Milchpreis? Der Handel oder wir Konsumenten? Welcher produzierende Arbeiter in der Industrie, kann 25.000 Euro drauf zahlen? Wir haben das Geld nicht und wären Pleite. Wieso können das die Bauern? Wer vergiftet die Umwelt? Wir, die Konsumenten? Geht doch gegen den Handel vor. Demonstriert gegen die Handelsketten. Noch eine Frage. Habt ihr jemals Mitleid gehabt, wenn wir Industriearebeiter wegen Auftragsmangel entlassen wurden?

@Vriegel - 09:18

"Abhilfe würde nur eine schwarz gelbe Regierung schaffen, aber das auch nur, wenn die Liberalen sehr stark wären."

Mit der problemresistenten Nestlé-Fee Julia Klöckner und der liberalen Shopping-Queen Linda Teuteberg können hervorragend Messen, PR-Clips und Volksfeste bedient werden, aber Sie erwarten da nachhaltige Politik für Erzeuger und Verbraucher...?

Toller Gegenvorschlag zur vermeintlich links-grünen Inkompetenz.

M.Maier

Vollste Zustimmung!

Schon gewusst,

... dass ein Hektar Mais den Jahressauerstoffbedarf für rund 70 Menschen deckt und den CO2-Ausstoß von rund 250.000 gefahrenen Autokilometern kompensiert?
Die deutschen Landwirte liefern diese Umweltleistung während einer Vegetationsperiode von 5 Monaten auf 2,5 Mio Hektar Maisanbaufläche.

Bernd.85

Genau so ist es!

12:11 von M.Maier

"Bedenkt man die jahrzehnte alten oft undichten Abwasserleitungen der Kommunen und die Düngepraxis in den Hausgärten, (...)"

Sind die Abwasserleitungen deutscher Kommunen und die Düngepraxis in deutschen Hausgärten denn fundamental anders (und schlechter) als im EU-Ausland?
Denn die Belastung ist hier oftmals höher. Und wie kommt es, dass die Gegenden mit den meisten Kühen und Schweinen auch das Wasser mit der stärksten Belastung haben? Zufall?

"Es gibt keine Branche die so viel Co2 binden kann wie die Landwirtschaft!"

Tut sie das denn auch? Meist wird sie eher als Emittent von Treibhausgasen gehandelt.

"Die Lebensmittel der deutschen Landwirte sind weltweit begehrt, da wenige andere Nationen hochwertige Lebensmittel wie hierzulande produzieren (...). Export wird das was hier nicht mehr gegessen wird."

Zur Wahrheit gehört aber auch übermäßiger Einsatz von Antibiotika und multiresistente Keime v.A. bei Geflügel.

Sie haben nicht völlig Unrecht, aber die Medaillie hat zwei Seiten.

Der Verbraucher hat es in der Hand

Ich kaufe nur Bio-Produkte (Demeter, Bioland und etwas EU-Bio), esse auch kein konventionelles Fleisch mehr. (Bio-Fleisch auch nur höchstens einmal in der Woche). Würden alle Bürger etwas mehr nachdenken über ihre Ernährung, hätten die konventionellen Bauern keine Chance mehr, ihre Produkte zu verkaufen.

Auch die Leistung der Milchkühe wurde in den letzten Jahrzehnten systematisch mehr als verdreifacht. Gab eine Kuh vor 60 Jahren durchschnittlich noch rund 2.500 Kilogramm Milch, sind es heute bis zu 12.000 Kilogramm – mit bitteren Folgen für die Gesundheit der Tiere.
Krankheiten, Schmerzen, Stress und ein Leben im Stall gehören zu ihrem Alltag. Und obwohl die Tiere eine natürliche Lebenserwartung von 20 Jahren haben, werden sie in Deutschland im Durchschnitt nach nur fünf Jahren leistungs- oder krankheitsbedingt geschlachtet.

Wenn wir so weiter machen mit der Landwirtschaft, kriegen wir unsere Rechnung... und die wird extrem hoch ausfallen!

Diese Riesentrecker verpesten uns jetzt auch noch die Luft!

Unsere Bauern jammern immer auf hohem Niveau. Ich esse kein Fleisch mehr! Nachdem ich die Bilder der Massentierhaltung gesehen habe, ist mir der Appetit vergangen. Ich kaufe auch nur noch Bioprodukte. Es geht eben auch anders. Diese ewige Jammerei der Bauern kann ich nicht mehr hören. Sie haben es geschafft, die Bienen zu vernichten mit ihrem Glyphosat. Sie kippen Gülle auf die Felder und
vergiften das Grundwasser. Es gibt durch den Klimawandel sowieso schon viel weniger
Niederschläge und es wird noch schlimmer kommen. Aber die Gier ist grenzenlos! Das muß endlich ein Ende haben!!!

An alle grünen Besserwisser

Statt wohlfeile Ratschläge zu erteilen, geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie ihr euch Landwirtschaft vorstellt. Übernehmt einen Bauernhof, meinetwegen mit 40 ha Land und betreibt darauf hauptberuflich Landwirtschaft, nicht als Hobby oder nur für den eigenen Bedarf. Wenn ihr dann in 5 Jahren davon leben könnt, meldet euch wieder. dann glaube ich euren Ratschlägen. Aber dafür seid ihr euch wahrscheinlich zu schade.

Wer ständig nur auf Wachstum fährt,

der wird irgendwann ein Problem kriegen.
Und das haben wir jetzt.
Wo sind wir nicht alles Weltmeister.
Ich glaube sogar beim Export von gefüllten gelben Säcken ins Ausland haben wir schon diesen Titel.
Die Nachhaltigkeit interessiert doch nur am Rande.
Es gibt hier mittlerweile so viele Dinge die wider jeglichen Menschenverstands laufen, unfassbar.

@11:15 von Superschlau

"Berlin kann mieten deckeln. Warum kann man dann nicht ein mindestpreis für fleisch vorgeben? Wenn Hackfleisch plötzlich bicht mehr 3,98 /kg kostet, sondern 8,9€ erledigt sich die massenhaltung von alleine."

Wieso sollte sie? Die zusätzlichen fünf Euro kann man doch prima als Gewinn einstreichen anstatt sie für bessere Qualität zu investieren.

Ich denke, umgekehrt wird ein Schuh daraus: Mindestqualität vorgeben (und zwar eine, die für alle gilt, egal ob klein, groß oder Import) und dann wird der Preis folgen, aber man bekommt auch was dafür.

Wenn der Preis allerdings in der Folge zu weit durch die Decke geht, werden Proteste natürlich auch wieder nicht lange auf sich warten lassen.

@ M.Maier 12:11

> Die Landschaft pflegt die Landwirtschaft!

Das ist ein schöner Punkt.
Die Landschaft wird nach meiner Meinung von der Landwirtschaft nicht gepflegt sondern zerstört. Das ist eine der wichtigsten Ursachen für das Artensterben bzw. der Abnahme der Biodiversität in unserem Land. Und hier muss ich sagen, dass eigentlich alle Bauern - groß oder klein - beteiligt sind. Die auf- und ausgeräumten, endlos monotonen Agrarflächen sind kein Lebensraum für eine artenreiche Fauna und Flora mehr. Das sind einfach nur Wüsten.

Also bitte nicht von Landschaft pflegen sprechen. Perfekte Plantagenumgebung und -infrastruktur schaffen, trifft es viel eher.

Wie kann das sein?legen

Zitat:"... und die Düngepraxis in den Hausgärten, dann sollten einige der hier aktiven Kommentatoren sich mal überlegen, ob "sie nicht einfach mal die Klappe halten" sollten."
Dünger in privaten Gärten besteht im Wesentlichen aus Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium, Schwefel, Eisen und Spurennährstoffen. Nitrathaltige Güllebestandteile gehören ebensowenig dazu, wie Rückstände von Antibiotika oder Hormonen.
Zitat:"Die Lebensmittel der deutschen Landwirte sind weltweit begehrt, da wenige andere Nationen hochwertige Lebensmittel wie hierzulande produzieren (können). Export wird das was hier nicht mehr gegessen wird."
Richtig, Der Produktionsrahmen hat jedes Maß gesprengt, lässt einen vernünftigen Preis unmöglich zu. Und der Export sagt nur, dass es Länder gibt, die noch schlechter erzeugen als wir, mehr nicht.
Unter den Blinden ist der Einäugige König.

Subventionen

Ja wir fahren noch nen Eicher aus den 70ern aber sicher auch größere Maschinen um die anfallende Arbeit noch bewältigen zu können.
Kaputt gemacht haben die Betriebe viel, die größentechnisch völlig aus dem Ruder gelaufen sind und pro ha Fläche die gleiche Subvention bekommen als ein kleiner Familienbetrieb. Dafür kann aber ich nichts sondern die Politik. Ich muss mich aber sicher nicht für einen nachthaltig wirtschaftenden reinen Familienbetrieb angreifen lassen. Nur ökologischer Anbau funktioniert nicht weil dafür auch die doppelte Fläche benötigt wird, die aber nicht vorhanden ist. Jeder sollte sich mal überlegen welch hohen Qualitätsstandard wir hier bei den Lebensmitteln haben, und ob dieser dann wenn wir aus dem Ausland importieren müssen noch gegeben ist. Und ja auch ich bekomme Subventionen, damit sie weiterhin günstig einkaufen können. Der Betrieb ist schuldenfrei und mit 40 ct pro Liter Milch kann ich jederzeit auf die Subvention verzichten.

12:28 von NeNeNe

Habt ihr jemals Mitleid gehabt, wenn wir Industriearebeiter wegen Auftragsmangel entlassen wurden?
.
klar doch
deshalb kaufen wir auch unsere Klamotten auch aus Bangaldesh
dass die Kinder dort nicht arbeitslos werden

ach und zum Thema "Milchpreis"
natürlich kaufe ich nicht das billigste Produkt - obwohl Geiz bekanntlich Geil ist
da ich weiß dass Qualität ihren Preis hat ....
und 1 kg Hähnchen für 1,99 gerade angemessen bezahlt ist
))Polemik aus((

11:57 von Bernd.85

Der gewöhnliche Verbraucher hat eine Grill für 800€ im Garten stehen auf dem er eine Wurst grillt die höchstens 50 Cent kosten darf.
.
da können sie weitermachen ....
das Öl fürs geliebte Auto
da sind 15 Euro für den Liter nicht zu viel
das BIO Nativ Olivenöl sollte aber nicht mehr als 5,98 kosten

Spiegel unseres Konsumverhaltens

Ich weiß nicht, was ich von den Bauernprotesten halten soll. Auf der einen Seite gibt es schon zig Sonderregelungen und Subventionen für die Landwirtschaft, auf der anderen Seite steht die Landwirtschaft unter großem Preisdruck. Einerseits, weil der Großteil der dt. Bürger seine Nahrungsmittel möglichst billig haben möchte (oder einfach nicht viel mehr zahlen kann), anderseits gibt es auch den Preiskampf infolge Globalisierung.

Insofern sind die Bauern schon mehr oder minder zu (teilw. Unwürdige) Massentierhaltung, Gülledüngung, Pestizide etc. gezwungen. Und daher sind sie schon Umweltverschmutzer. Nachhaltige Landwirtschaft kann nicht so viel und so billig produzieren. Die Folge wären höhere Preise. Aber sind wir bereit, diese zu zahlen?

Produkte verteuern

Wieso nutzen die Bauern nicht die Chance? Es muss sich doch endlich etwas verändern. Ich glaube das hat jeder begriffen, der einigermaßen alle Latten am Zaun hat. Ich finde die Produkte sollten deutlich teurer werden, wenn sich die Qualität verbessert. So zahlen nicht nur die Bauern, sondern Alle. Mit Traktoren zu demonstrieren finde ich auch unterirdisch in Zeiten unserer Klimakrise. Daran sieht man, das diese Menschen unser wahres Problem noch nicht erkannt haben.

Auch in den Niederlanden

gab es lange Traktorkorsos. Zeitweise war Den Haag kaum zu erreichen. Die Wut der Bauern: EU-Verordnungen und Veschimpfungen von den Grünen. Ihr Eindruck: Die städtischen Eliten leben in einer Echokammer und wissen nichts von der Welt der Bauern.

@Bernburger49 - 12:49

"An alle grünen Besserwisser
Statt wohlfeile Ratschläge zu erteilen, geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie ihr euch Landwirtschaft vorstellt. Übernehmt einen Bauernhof, meinetwegen mit 40 ha Land und betreibt darauf hauptberuflich Landwirtschaft, nicht als Hobby oder nur für den eigenen Bedarf. Wenn ihr dann in 5 Jahren davon leben könnt, meldet euch wieder. dann glaube ich euren Ratschlägen. Aber dafür seid ihr euch wahrscheinlich zu schade."

Ja, ja - diese grünen Besserwisser.

Das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird seit 14 Jahren von der Union geführt. Ich erwähne das nur, weil sich der Protest gegen die amtierende Bundesregierung richtet und Bündnis 90 / die Grünen gegenwärtig in der Opposition sitzen.

Also, wenn Sie von den Grünen nichts halten - einfach weiter CDU/CSU wählen.

11:15 von Superschlau

Wenn Hackfleisch plötzlich bicht mehr 3,98 /kg kostet, sondern 8,9€ erledigt sich die massenhaltung von alleine.
.
das glauben sie ?
dann verdient der "Strolch" statt 0,50 Euro eben 5,50 Euro
ebenso wie er sein Label "echt Bio" auf alles klebt
Standards die überprüft werden gehören her
und Strafen die den Namen auch verdienen

Wir werden alle vergiftet!!

Warum die Bauern auf die Straße gehen, zeigen die Kommentare hier eindrucksvoll: unkritisches Nachgequatsche von NGO-Polemik und Hetze, ansonsten keine Ahnung bei viel Meinung.

Bauernproteste...

Statt der grünen Kreuze sollten vielmehr Warnschilder vor landwirtschaftlich genutzte Flächen und Tierhaltungen aufgestellt werden, weil hier akute Vergiftungsgefahr droht bzw. Tiere unter unsäglichen Bedingungen produziert werden.
Wenn ein Betrieb nur durch umweltschädliches und tierquälerisches wirtschaften überleben kann, hat dieser keine Daseinsberechtigung.
Agrar-Fabriken sind sowohl für die Um- und Tierwelt als auch für die Konsumenten eine Zumutung.
Es wird auch niemandem erlaubt eine Autowerkstatt zu betreiben in der das Altöl in die Kanalisation abgelassen wird nur um einen profitablen Betrieb gewährleisten zu können.
Anerkennung und Respekt lässt sich nicht via Demo einfordern, sondern muss verdient werden, indem man sich entsprechend gegenüber Umwelt und Lebewesen verhält.

Grundwasser

um 11:59 von andererseits
@ 10:45 von grübelgrübel
Wenn Sie sich umfassend informieren, dann wissen Sie sicherlich, dass der größere Teil der Einleitung von Phosphor in Bäche und Flüsse durch kommunale Klärwerke kommt. Ihr Bauernbashing können Sie noch zurücknehmen.

Danke für die Antwort.
Ich sprach vom Grundwasser und aus eigener Erfahrung. Ich wohne auf dem „platten“ Land. Was ich da sehe, grenzt an Körperverletzung. Es wird dermaßen viel Gülle ausgefahren, dass die Böden unglaublich belastet werden. Möglicherweise sind das schwarze Schafe. Aber es sind viele!

@ Bernburger49 12:49

> "An alle grünen Besserwisser"

Wie war das mit dem Bashing?
Völlig daneben - oder übernehmen Sie dafür einen IT-Job, einen Krankenpfleger-Job oder führen einen kleinen Hauselektrik-Betrieb?

Wäre der Landwirtschaftsbetrieb nicht das, was er ist, würde es diese Diskussionsrunde nicht geben. Aber wie man sieht, beeinflusst die Landwirtschaft unser aller Leben (z. B. Trinkwasser). Deswegen wünschen die Bürger sich eine umweltfreundliche und umweltbewusste Agrarwirtschaft. Weil die Landwirtschaft eine so wichtige Rolle spielt, hat man in Deutschland auch sehr früh die Bauern gefördert und sie eben vor harten Konkurrenzdruck geschützt. Doch diese Förderung ist inzwischen in eine Richtung gelaufen, die nur noch nach immer schnellerem Wachstum verlangt. Eigentlich müssten die Bauern froh sein wenn die gesamte Bevölkerung eine Umkehr dieser Fehlentwicklung fordert. Denn nur dadurch wird es möglich eine familiäre Landwirtschaft zu erhalten.

11:06 von schabernack

10:10 von Boris.1945

«Es geht auch anders.
Die Bio-Bauern machen es doch vor.
Klasse statt Masse.»
///
*
*
«Zudem mit subventionierten Sprit und streuerbefreiten Treckern.»

Der Trecker des Bauern ist nicht nur dann von der Steuer befreit, wenn sein Schwein Auslauf hat.

Der Sprit, den er mit dem Trecker tankt, wird nicht billiger, wenn sein Huhn mehr Raum zum Flattern hat.

Und auch nicht teurer, wenn er seine Kuh 24 Std./Tag anbindet …
///
*
*
Habe ich von Schwein oder Huhn geschrieben.
*
Nur von subventiomierten Protest.

@12:49 von Bernburger49

"Statt wohlfeile Ratschläge zu erteilen, geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie ihr euch Landwirtschaft vorstellt. Übernehmt einen Bauernhof, meinetwegen mit 40 ha Land und betreibt darauf hauptberuflich Landwirtschaft, nicht als Hobby oder nur für den eigenen Bedarf. Wenn ihr dann in 5 Jahren davon leben könnt, meldet euch wieder. dann glaube ich euren Ratschlägen"

Und wenn nicht, dann wären politische Maßnahmen, die so vehement abgelehnt werden, vielleicht doch nötig gewesen, um es zu ermöglichen, davon auch zu leben. Beispielsweise dass sich alle an die gleichen Regeln zu halten haben und nicht diejenigen, die nach höheren Standards arbeiten, dafür durch Wettbewerbsnachteile bestraft werden.

Ich kann's nicht mehr hören!

"Oweh, es hat zuviel geregnet. Staat hilf mir!"
"Oweh, es hat zuwenig geregnet. Staat hilf mir!"
Jeder selbständige Unternehmer muss mit den Risiken klar kommen, die seinen Betrieb/Gewinn beeinflussen.
Nur die Bauern(verbände) nicht?
Jeder Mensch, der die Umwelt unzumutbar schädigt (bspw. durch Gifte und Chemikalien) wird dafür bestraft - wenn er erwischt wird.
Nur "die Bauern" (ja, es gibt zum Glück einige wenige Ausnahmen) sollen straffrei bleiben, weitermachen wie bisher?
Nur zur Sicherung ihrer Überproduktionen? Damit sie genug subventioniertes Milchpulver und Schweinefleisch für den Export produzieren können?
Auf Kosten der Allgemeinheit, der Umwelt und künftiger Generationen? Nein!
Und wenn sie umdenken, etwas ändern sollen, jammern und protestieren sie und blockieren Straßen.
Dafür erwarten sie dann noch Verständnis?
P.S. Hat die Polizei eigentlich kontrolliert, ob alle Protest-Trecker überhaupt z.B. auf Autobahnen (s. Bild im Artikel) fahren durften?

Das Problem der Bauern ist eine EU.....

die ihnen jeden Schritt vorschreibt, die sie über Subventionen am Tropf der Staatsknete abhängig macht, die industrielle Betriebe fürs Überleben voraussetzt.

Ich habe mit vielen Bauern gesprochen und kenne auch Einige, die gern eine weniger intensive Landwirtschaft betreiben würden. Die eine vernünftige Balance zwischen Ökologie und Ökonomie hätten, ohne fanatischen Bio-Aktionismus.

Aber dies bedeutet auch erst einmal ein Umdenken in der Gesellschaft. Dies bedeutet auch, dass Kinder wieder einen Bezug zur Produktion des Fleischs bekommen, dass für den Hamburger Kühe und für die Chicken McNuggets Hühner geschlachtet werden.

@ Bernburger49

Ja, diese Landwirte (und die haben den Namen verdient) gibt es, sogar mit nur 20 ha Land. Und bei diesem kaufen wir und nur dort, damit wir uns nicht an der industriellen Ausbeutung von Land und Tier beteiligen. Agrar-Fabrikanten werden von uns bewusst nicht unterstützt und daher auch keine Discounter-Produkte konsumiert.

Glück ist, wenn man genug zum Leben hat und sich nicht dem Konsumterror unterwirft.

Gier

Es ist und bleibt eine Krux: Die Gier nach immer größer, mehr und so weiter hat dazu beigetragen, dass sich unsere Bauern auf das Spiel mit der Politik eingelassen haben. Deshalb ist hier kein Mitleid angebracht. Vielmehr gilt es die Ursachen zu bekämpfen, was bedeutet, Riesenbetriebe wieder auf angemessene Größen zurückzuführen und damit die maximale Bodenausbeute beenden. Nur durch eine kleinteilige Landwirtschaft können wir diese Misere beenden. Und dafür braucht es keine Proteste von Bauern, sondern ein Ende der ewigen Subventionierungen insbesondere von Großbetrieben. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Immer sind die anderen Schuld

so wird das nichts mit Zukunft. Und ja, auch die Bauern und deren großflächige Eingriffe in die Landschaft sind mit in der Verantwortung und auch schon immer gewesen.

In dieser Angelegenheit bin ich immer absolut knüppelhart!

ALLES, was zu einer Reduzierung der Lebensmittelproduktion hier in Deutschland beiträgt, wird von mir IMMER und AUSNAHMLOS vollständig abgelehnt!

Wieso das?

Ob die Weltmarktpreise für bestimmte Nahrungsmittel nun ein paar Euro höher oder niedriger liegen, ist für uns wohlhabenden Deutschen NICHT besonders wichtig, ABER..

.. für hunderte Millionen, wenn nicht SOGAR Milliarden Menschen in den ärmeren Staaten weltweit bedeutet bereits dieser geringe Unterschied ein Leben zwischen dauerhaften Hungern oder NICHT-Hungern!

Und aus diesen einfachen Grund bin ich IMMER und AUSNAHMLOS GEGEN eine Reduzierung der Produktion von Nahrungsmittel, aus welchen Gründen auch immer!

@ Polit-Observer 12:42

> "Schon gewusst,

... dass ein Hektar Mais den Jahressauerstoffbedarf für rund 70 Menschen deckt und den CO2-Ausstoß von rund 250.000 gefahrenen Autokilometern kompensiert?"

Das durchschnittliche Fahrzeug verbraucht 7,8l auf 100km und erzeugt somit 185 g CO2 pro km
250000 km Fahrt erzeugen dann 46t CO2.
Der Hektar Land liefert über den Daumen gepeilt 43t Mais. Das ist aber bei weitem nicht alles gebundenes CO2 (z. B. Wasseranteil,... ). Den meisten Sauerstoff, den die Pflanzen erzeugen, wird aller Wahrscheinlichkeit nach von den Kühen verbraucht, die damit gefüttert werden. Dazu kommt noch das gute Methan, das diese aus dem gespeicherten CO2 erzeugen.

--> bitte keine solchen unbrauchbaren Milchmädchenrechnungen

@12:46 Orestie

Da haben Sie ja einen sauberen Rundumschlag hingelegt. Er lässt mich allerdings vermuten, dass Sie sich mit der Materie bisher nicht viel befasst haben und eher Vorurteile und Pauschalisierungen wiederholen, die mit der Realität nicht viel zu tun haben.

Es gab in den letzten 7.000 Jahren SOGAR...

..fast AUSNAHMLOS NUR(!!) Bio- Bauern!

Das Ganze könnte man selbstverständlich weltweit auch wieder einführen, ABER..

..Sie müssen dann lediglich 4 bis 5 Milliarden Menschen weltweit finden, die aus diesen einfachen Grund dann auch FREIWILLIG...

.. verhungern wollen!

Gegen die Gesundheit der Menschen?

Wenn Landwirte nicht einsichtig sind, muss die Regierung einschreiten. Zum wohl der Gesundheit der Bürģer!

In Holland dürfen die Landwirte nur wenig Gülle aufs Feld bringen, der Rest landet auf deutschen Felder, welches letztlich Grundwasser unbrauchbar macht.

Hecken gibt's schon lange nicht mehr, damit man mit großem Gerät anrücken kann.

Pflanzenschutzmittel der Gesunheitsgefährdent ist.

Und vieles mehr.

Letztlich nur einem Zweck, viel Geld für wenig Arbeit.

So lange die Landwirte keine Problemlösungen einbringen, ist die Regierung verpflichtet durch Gesetze und Verordnungen Bürger zu schützen.

Keine Ahnung von der Landwirtschaft

Die Mehrheit der Kommentatoren hier hat wirklich keine Ahnung von der Landwirtschaft. Es werden nur Ansprüche gestellt, aber selbst fährt man einen SUV, der dann auf der zugepflasterten Garageneinfahrt neben dem Steingarten steht.

Mit der Vorschriftenflut wurde die bäuerliche Landwirtschaft der Kleinbetriebe fast vollständig abgeschafft und mit weiteren Vorschriften soll dem Rest der Garaus gemacht werden. Bald gibt es bei uns dann industriell gefertigte bzw. importierte Lebensmittel - bei denen niemanden interessiert, wo sie herkommen.

Ich bin nicht für Massentierhaltung und industrielle Landwirtschaft, ganz im Gegenteil. Aber ich weiß auch, dass der Landwirt nicht zaubern kann und oft mehr Opfer als Täter ist.

Ich bin für Arbeitseinsätze der Städter und landwirtschaftsfernen Bevölkerung auf den Feldern der Biobauern. In Handarbeit Felder hacken und Unkraut jäten, jawohl. Damit wieder mehr wertgeschätzt wird, was unsere Landwirte leisten.

@Ickedette

Klar, wer braucht im Zeitalter der Ökoysterie denn noch Bauern!? Dass man mit Ökoanbau nur einen Bruchteil der Bevölkerung ernähren kann stört im Grünen Wahn keinen mehr.

@ um 12:55 von Tressi

Sie stellen in Ihrem Kommentar wichtige und richtige Punkte dar.
Die Verteilung der Subventionen mit der "Giesskanne" ist sinnfrei.
Ich habe eine Menge Respekt vor ihrer Produktionsweise als Familienbetrieb. Neben den landwirtschaftlichen Tätigkeiten müssen Sie ihren (Absatz-) Markt genau beobachten.
Selbstverständlich möchte man dann nicht mit Großproduzenten ohne Achtung des Tierwohles, und den "Nitratverkippern über einen Kamm geschoren werden".
Solange die Bio-Bauern Unterstützer "zu Militant" sind und diese sich mit der "€1,99/pro KG Schnitzel Fraktion" gegenseitig Vorwürfe macht, lacht sich die Agrar-Lobby kaputt und alles kann so bleiben, wie es ist-bis dann letztendlich gar nichts mehr geht.
Vernünftige Preise bei Milch u. Fleisch (Reale Produktionskosten mit einkalkulieren- Wasserverbrauch, sterile Arbeitsweise etc..) und Export Stop für (Ganze Tiere als) Fleisch-und teils Import Stop bei Obst und Gemüse, was hier natürlich wachsen kann (Rest aus EU), könnte ein Anfang sein?!

Was soll das eigentlich heißen?

denken die Bauern eigentlich sie könnten immer weitermachen mit ihrem Vergiften und der Arbeitsmensch hat die Folgen zu tragen?
Sollen sich bei denen beschweren die ihnen die Regeln in der Vergangenheit aufgezwungen haben.
Es ist nicht die Aufgabe von Deutschland, ganz China mit Schweinefleisch zu versorgen.
Sollen die Weichensteller dafür sorgen das diese Bauern in D für saubere giftfreie Produkte, sauberes Geld bekommen und angemessen leben können.
Fairness gegenüber den Importeuren.
Ökosteuer auf Importe die mit hier verbotenen Mitteln produziert wurden usw.
Und das nicht zu knapp.

@Fenster zum Hof , Nr.1

Mit Oekologischer Landwirtschaft kann man nicht 7 Milliarden Menschen ernaehren. Selbst bei Bioland, einer der groessten Hersteller von Bio-Produkten in Deutschland, streitet man nicht ab: https://www.bioland.de/im-fokus/meinung/detail/article/nein-der-oekoland...

Wer ernsthaft behauptet, man koennen allein mit oekologischer Landwirtschaft die Menschheit ernaehren, hat all die grossen Hungerkatastrophen der Geschichte ausgeblendet, welche vor der Erfindung des kuenstlichen Duengers vielen Menschen das Leben gekostet hat.

Vergleiche

Ob die Leitungen im EU-Ausland schlechter oder besser sind kann ich nicht bewerten. Fakt ist jedoch, dass Deutschland dichter besiedelt ist als die meisten anderen EU-Länder. Im Umkehrschluss heißt das, wenn eine Leitung leckt und darin die Exkremente von 1.000 anstatt von 100 Personen abfließen, dann hat das eine ganz andere Wirkung.

Vergleiche

Treibhausgase:
Jeder Aufwuchs auf Wiese, Feld und Wald bindet CO². Verfüttert man nun Pflanzen an Tiere wird ein gewisser Teil der gebundenen Gase wieder gebunden aber auch z.T. wieder freigesetzt. Würde allerdings das Grünmaterial auf der Fläche verfaulen, dann hätte man ebenso Emissionen. Diesen Punkt berücksichtigt kaum einer in seinen Studien. Den deutschen Landwirten wird auch immer ein zu hoher Wasserverbrauch bei der Fleischerzeugung nachgesagt. Im internationalen Vergleich stehen kaum Länder besser da als Deutschland. Meist wird hier mit international ca. 15.000 m³ pro kilo Rindfleisch hausiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Wasser) . Das meiste (grüne) Wasser hiervon ist Regenwasser, dass auf die Felder und Wiesen abregnet. Dieses Wasser dann als Verbrauch für die Fleischerzeugung einzurechnen blendet dann doch eher als es aufklärt zumal die Ausscheidungen der Tiere wieder zurück auf die Flächen gebracht werden von denen der Rohstoff Futter herkommt. ...

Darum wird protestiert

Wenn man sich die Kommentare ansieht, ist es genau das, warum viele, auch gerade junge Landwirte heute demonstrieren.
Es wird immer nur über sie geredet. Nicht mit ihnen! Dass die Gesellschaft sie als Giftmischer und Tierquäler ansieht, wobei die MEHRHEIT das gar nicht ist.
Es geht NICHT darum, dass wir gar nichts verändern wollen. Aber einige Forderungen sind widersprüchlich, z.B.gedüngtes Grünland speichert mehr CO2 als nicht gedüngtes somit klimafreundlicher als Verzicht auf Düngung
Letztens habe ich einen Vertreter der Molkereien gehört. Da ging es nur um Export. Das geht in der heutigen Zeit gar nicht. Aber wünscht sich auch keiner von uns Bauern.
Es muss anerkannt werden, dass auch schon was gemacht wird. Aber es geht nicht alles von jetzt auf gleich. Jeder hilft, der regional einkauft.
Redet mit uns. Wir erklären Euch gern, warum wir was machen.
Eine einfache Lösung wird es nicht geben. Jeder wird was tun müssen. An der Ladentheke, im eigenen Garten und auf dem Acker/imStall

Landschaft vs. Landwirtschaft

Wenn die Landwirtschaft die Natur so zerstört wie sie behaupten müssen Sie den Usern hier bitte auch erläutern weshalb z.B. das landwirtschaftlich kleinstrukturierte bayerische Voralpenland jedes Jahr sich an mehr Touristen erfreut.

Wird wohl doch nichts mit "Wüsten" zu tun haben! ;-)

bauernproteste

Die Probleme mit Überdüngung, Pestiziden und industriellem Umgang mit Boden, Tieren und Wasser sind ja da.
Bauern sind, das hab ich ja als Bauernjunge erlebt, von sich aus i.d.R. keine Natur- und Türschützer, sondern vorrangig ökonomisch ausgerichtet, also ein Spiegelbild der Gesellschaft.
Biobauern wurden damals verlacht und verhöhnt und das ist wohl in weiten Teilen der konventionellen Landwirtschaft immer noch so.
Generell erschliesst sich nicht, warum in einer hochentwickelten Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft eine tendenziell tier- und naturmissachtende Wirtschaftsweise einen derartigen Schutz und Förderung geniesst und den kleinen Rest der Bevölkerung von ca 99% derartig beeinträchtigen darf.
Vermutlich spielt auch die Ausbildung in den Landwirtschaftsschulen eine große Rolle, wo anscheinend agrarischen Wirtschaften im Sinne von nur quantitiv getriebenen Business Cases gelehrt wird. Im Weinbau hat es ja sehr wohl eine Wende zur Nachhaltigkeit und Qualität gegeben,

Deutschland ist so ein Land,

Deutschland ist so ein Land, in dem nicht-tragfähige Unternehmen am Leben gehalten werden. Wenn nur große nachhaltig und gewinnbringend wirtschaften können ist es eben so... Mir ist immer klein und Öko lieber als groß und unnachhaltig. Wenn aber die Wahl klein und unnachhaltig gegen groß und nachhaltig ist, ist es wie mit dem deutschen Kohlebergbau: neue Jobs und Perspektiven schaffen, und die veralteten Dinge sein lassen.

Absolut kein Mitleid mit dieser Landwirtschaft !

Ob es die Landwirte wollen oder nicht. In großer Mehrheit tragen sie die Verantwortung für
.
Belastetes Trinkwasser im immer größeren Ausmaß
.
Bienen- und Insektensterben in ganz Deutschland.
.
Damit einher gehender Rückgang der Zug- und Standvögel in Deutschland und Europa.
.
Diese aktuelle Landwirtschaft ist eine Belastung für die Natur und damit für uns Menschen. Sie ist weder erhaltenswert noch im besonderen Maße "bemitleidenswert". Sie ist aber schon das Ergebnis einer verfehlten EU-Landwirtschaftspolitik, die nur Großbetriebe fördert anstatt Bio-Betriebe massiv finanziell zu fördern.
.
Die Mär von der Notwendigkeit, mit Tonnen von Gülle und Tonnen von Umweltgiften unser Natur zu vernichten für eine Ernte kann auch keiner mehr hören. In den 1980ern, vor Glyphosat und Co. sind wir auch nicht verhungert.

@Mit Oekologischer Landwirtschaft kann man 14:08 von dito

"nicht 7 Milliarden Menschen ernaehren. "

Natürlich kann man das.
Man muss halt nur gewisses 'Wirtschaften' sein lassen. z.B: Massentierhaltung

Wozu haben wir unsere Technik eigentlich?
Man kann heute schon, wenn man denn wöllte, längst umsteigen.
Algenzucht oder 'veganes Fleisch' wäre doch kein Problem.

Die Rügenwalder Mühle macht mit ihren alternativen, veganen 'Fleischprodukten'
schon mehr Umsatz als diverse Ökobauern.

Alles nur eine Frage des Willens.
Um mit Schramm zu sprechen:
'Wir brauchen Idioten sonst frisst keiner Gammelfleisch'
Einfach mal nach Schramm Gammelfleisch kugeln.

nachhaltiges Wirtschaften

Noch in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts scheint es möglich gewesen zu sein, die dt. Bevölkerung ohne Vergewaltigung von Boden, Wasser und Tieren zu ernähren. Weshalb also die anscheinend sehr ausgeprägten Ängste vor einer Wende hin zu Nachhaltigkeit und respektvollem Umgang mit der Natur?

Der Bauernverband als Lobbykrake

Die Bauern selbst sind es, die Ihren Verband in die Wüste schicken sollten. Der Bauernverband hat über Jahre verhindert, das EU-Vorgaben umgesetzt werden. Jetzt werden sie endlich umgesetzt, und schon lamentiert die hoch subventionierte Bauernschaft vom "Untergang". Das ist natürlich Nonsens. Großbetriebe und Massentierhaltung für Aldi-, Lidl-, und Penny-Fleisch verseuchen mit deren Gülle unser Wasser. Die Bayer-Chemiekeulen auf unseren viel zu monotonen Feldern geben der Natur den Rest.

Heute sind - ungewollt - Landwirte die Feinde der Natur um Umwelt. Ganz so, wie dereinst Chemiebetriebe. Das ist leider ein Fakt seit den 1990er Jahren.

Dieser Bericht kommt wohl zur Unzeit für die

protestierenden Landwirte.
Aber es zeigt einmal wieder mehr was in der industriellen Landwirtschaft wirklich passiert...

www.tagesschau.de

Aufnahmen aus Mastbetrieben
Schwere Rechtsverstöße bei Schweinemast

Entsorgung von Klärschlämmen ...

funktioniert scheinbar noch sehr gut... allein in Brandenburg ist die Firma Reterra (gehört zu Remondis) mit mehreren Anlagen dabei und "versorgt" die konventionellen Agargenossenschaften (z.B. Tauche e.G.) mit hunderttausenden Tonnen diesen Abfalls. Wer das bezahlt, ist mir bislang unklar - klar ist aber, dass es von der Landesregierung bis hin zu den Umweltämtern der Kreise niemanden juckt. Warum man erst etwas klärt, weil es schädlich für ein Ökosystem ist, und das Ergebnis dann auf ein anderes Ökosystem schüttet, erklärt sich mir nur aus einem Grund - jemand verdient Unmengen Geld damit!
Ich persönlich streite mich diesbezüglich seit einiger Zeit mit den Behörden und den Unternehmen. So etwas gehört absolut verboten!

um 14:08 von dito

"Mit Oekologischer Landwirtschaft kann man nicht 7 Milliarden Menschen ernaehren. Selbst bei Bioland, einer der groessten Hersteller von Bio-Produkten in Deutschland, streitet man nicht ab: https://www.bioland.de/im-fokus/meinung/detail/article/nein-der-oekoland..."
.
Jein. Beim heutigen Fleischkonsum und dem damit einhergehenden Verbrauch von Futtermitteln sicher nicht. Für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch müssen Sie zehn Kilo Futtermittel einsetzen. Da liegt das Problem.

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