Ihre Meinung zu: Umweltbundesamt: Mehr Verpackungsmüll als je zuvor

18. November 2019 - 9:13 Uhr

Ein Kaffee im Pappbecher auf dem Weg zur Arbeit, das Mittagessen in Plastik verpackt - vielleicht noch eine Online-Bestellung: In Deutschland fällt immer mehr Verpackungsmüll an. 2017 waren es knapp 230 Kilo pro Person.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.285715
Durchschnitt: 3.3 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Naja recyclt

Bei den Quoten macht unsere Regierung wieder das was sie am besten kann: Statistiken beschönigen. (ein Arbeitsloser der für 3 Wochen in einer sinnlosen Maßnahme war gilt z.B. für ein Jahr lang nicht mehr als Arbeitslos)

Sie wertet auch verbrannten und ins Ausland verklappten Plastikmüll als Recycelt obwohl dieser dort dann idR. einfach ins Meer gekippt wird.

Des weiteren wird doch bei uns mit dem ewigem Mantra die Wirtschaft muss wachsen um jeden Preis, die Wegwerfgesellschaft maximal forciert.

Aber an allen Umweltproblemen die wir haben wird sich in der westlichen Welt rein gar nichts ändern, solange unsere Politiker es als Ihre Hauptaufgabe sehen, Opportunisten zu sein die die Entscheidungen treffen die die Konzerne haben wollen die ihnen, mittels Nebeneinkünften oder wie auch immer es in anderen Ländern heißt die Taschen voll machen.

Die großen Einkaufsmarktketten..

Die großen Einkaufsmarktketten wie Lidl, Aldi, Edeka,... sollten den Trend zu leicht recycelbaren Verpackungen unterstützen. Es gibt da noch so viele Möglichkeiten. Gemüse zum Beispiel muss nicht in durchsichtigen Plastikschalen feilgeboten werden. Das geht auch mit Pappschachteln usw.. Es ist schon ein Wahnsinn was ein Haushalt heute für einen Verpackungsmüll produziert. Hier muss eine endlich eine Bewusstseinsänderung einsetzen.

aha!

"knapp 70 Prozent des Verpackungsmülls in Deutschland recycelt, die Quote sei aber stark vom Material abhängig. Sehr hoch liege sie etwa bei Stahl mit 92,2 Prozent sowie Papier und Karton mit 87,6 Prozent und Glas mit 84,4 Prozent. Verpackungsmüll aus Kunststoff werde zu 49,7 Prozent wiederverwertet, aus Holz zu 25,8 Prozent. ."
Also halten wir fest, weniger als 50% des Kunststoffmülls (Plastik) werden recycelt....
Alles klar...top!

Ich möchte weder belehren

Ich möchte weder belehren noch moralisieren, aber ich passe diesbezüglich inzwischen echt auf. Ich habe immer Beutelchen, Becher und Gefäße dabei, bei Bestellungen von Getränken verzichte ich auf Strohhalme usw. Es soll sich hier keiner aufgerufen fühlen, das auch zu machen (so möchte ich nicht verstanden werden), aber mir schmeckt es eben besser, wenn ich das so mache und ich empfinde den Verlust von Freiheit, der damit leider verbunden ist, als Bereicherung.

Wohlstandsgesellschaft = Wegwerfgesellschaft

Und Umweltschutz ist eben doch das genaue Gegenteil von Wohlstand, da können die Politiker noch so oft das Gegenteil behaupten, weil sie Angst vor dem Verlust von Wählerstimmen haben. Verpackungsherstellung und -handel sind ein riesiger Bestandteil unserer Industriegesellschaft, ohne Einwegplastik und andere Wegwerfprodukte keine Arbeitsplätze, kein Wachstum und kein Wohlstand.
Hinweis: viele indigene Völker leben bis heute sehr glücklich in ihrem einfachen Lebensstil, doch ausgerechnet wir Industriellen machen mit der Globalisierung mit einem Schlag die ganze Erde kaputt und damit auch das bisher glückliche Leben dieser Ureinwohner. Schande über den Kapitalismus!

Lebensmittel vs. Onlinehandel

Ich bestelle seit Jahren auch viele Dinge online und bin mir auch klar über die zunehmenden Belastungen in der Branche und auf den Straßen. Allerdings frage ich mich auch, weshalb in D an fast jeder Ecke ein Lebensmitteldiscounter steht, der täglich mit neuen Artikeln beliefert wird. Hier sind dann mittlerweile 5 Scheiben Wurst zu 70 g in 200 g Plastik verpackt! Hier liegt meines Erachtens eher das große Verpackungsproblem.

Abfalltrennung im öffentlichen Raum sieht man selten.

Wandert hier alles in einen Behälter und wird anschließend als Restmüll verbrannt?

Ohne Zwang wirds nichts

Ohne Vorgaben gegen die Interessen der Unternehmen - nämlich Maximalprofit - wird das nichts werden.
Aber es ist doch so viel einfacher und lukrativer, den Bürgern in die Tasche zu greifen, als die Gewinne der Unternehmenseigner auch nur minimal zu beschneiden. Aber ohne dies wird es nichts werden. Auch die Reichen werden Einbußen hinnehmen müssen! Sonst ist die Erde am Ende!

Es braucht klare politische

Es braucht klare politische Steuerung und Regelungen, anders wird sich dieser Konsumterror um Gewand der Bequemlichkeit, der hinter der Plastikflut steht, nicht verändern; Studien zeigen, dass eine deutlichere Steuerung auch die Bewusstseinsbildung fördert. Aber da werden dann gleich wieder die üblichen Stimmen laut werden, die vor "Verboten" warnen und alles genau dem Markt überlassen wollen, der de facto aus sich heraus nichts anderes hinbekommt als eine kontinuierliche Müllsteigerung.

es ist gar nicht so schwer

Unsere Familie war erstaunt, wie einfach es ist, Verpackungen (Pappe, Papiertüten, etc.) zum Einkauf mitzunehmen und dort abzufüllen. Die Restmülltonne, die bei unseren Nachbarn einmal wöchentlich geleert wird, füllt sich bei uns sehr, sehr langsam. Und wir bekommen überall, auch im Supermarkt, die Menge in unsere mitgebrachten Gefäße abgefüllt, die wir wollen.
Natürlich hätte das nicht geklappt, wenn wir stur gewartet hätten, bis "die Industrie" oder, noch erbärmlicher, "die da oben" etwas gegen den Verpackungswahnsinn unternehmen. Für manche ist ja aber umweltbewusstes Verhalten ein Rückfall ins Mittelalter.

Warum jammert die Politik...

Warum jammert die Politik? Wer hat denn durch sein politisches Handeln oder Unterlassen erst dafür gesorgt, dass die Industrie uns diesen ganzen Müll serviert, dem man auch bei allerbestem Willen, kaum ausweichen kann? Thema Plastiktüten für Obst und Gemüse: Wie soll man solche Dinge denn zur Kasse bekommen, zumal die Systeme hinsichtlich des Wiegens der Ware bei Kilopreis, höchst unterschiedlich sind. Die einen Märkte verlangen das Wiegen vom Kunden, andere wiegen an der Kasse selbst. Wirf denen mal 1279 Gramm, lose Möhren, Weintrauben, Erbsen, was auch immer, aufs Band! Oder man wiegt halt selbst und gibt das Preisklebchen ab... Funktioniert nicht. Mitgebrachte Behälter sind auch nicht überall gern gesehen. Die Beispiele kann man beliebig fortführen. Schafft die gesetzlichen Voraussetzungen und die Wiese ist grün. Dafür muss man allerdings arbeiten!

Offenbar eine in Kauf zu nehmende „Nebenwirkung“

„Umweltbundesamt: Mehr Verpackungsmüll als je zuvor“

Na und? Hauptsache, bei uns brummt die „Wirtschaft“. Und die „Gewinne“ (und Steuereinnahmen) sprudeln. Und alle sind „beschäftigt“.

Sogar anderswo: Dort darf man das, was bei uns „abfällt“, „entsorgen“:
„Mehr als eine Million Tonnen Plastikmüll werden jedes Jahr ins Ausland exportiert“

Schritte schneller umsetzen

Entweder man nimmt diesen Kaffeee- becher sofort vom Markt, oder man verpasst ihm ein neues Kleid. Ohne Plastik, dann kostet der Kaffee aber auch mehr, nur so geht's. Der Druck auf die Industrie muss seitens der Politik, erhöht werden.

Plastik recycled????

Liebe Tagesschau,

recherchiert doch mal, wie sich die Quote zusammensetzt, die angeblich recycled wird. Auch wo ist spannend

Echte Wiederverwertung ist nur ein kleiner Teil davon.
Exporte ins Ausland und thermisches Recyclen, also Verbrennen, ist nicht was der normale Menschen unter Wiederverwendung versteht.

Danke!

es nervt

in Deutschland wird der der Müll recycelt und das Duale System kostet einiges. Hier hätten Politiker schon seit Jahrzehnten ein tollen Hebel.

Beim Plastik gibt es welches was man gut recyceln kann und anderes wir verbrannt. Die ganzen Chipstüten müssen verbrannt werden, also nicht gut. (Zementwerke freuen sich über billigen Brennstoff)

Diese Plastikbecher sind nicht Problem, sein deinen dazu den Bürger zu manipulieren und ein zu schränken. Es wird ein Problem erschaffen wo keins ist, bzw schon gelöst ist.

Warum wird unserer Müll in Afrika so schrecklich entsorgt statt recycelt? Der Bürger zahlt schon lange nur die Politik läßt dieses Schweinereien zu!!

Leute erkennt die Lügen und wo die wirkliche Problem lauern, wie in der Fassadendämmung, wo hin mit dem Styropor, oder Süßstoffe im Grundwasser...

@Zsolt Jasko, 9:41

Wandert hier alles in einen Behälter und wird anschließend als Restmüll verbrannt?

Diese Frage kann ich mit einem klaren Nein beantworten. Ich habe mir die Mühe gemacht und bin unserem Müllwagen einen Tag lang mit dem Fahrrad hinterher gefahren. Da wird alles genau so verwertet, wie die Firma es auf ihrer Homepage beschreibt. An denen liegt's nicht.
Allerdings habe ich Nachbarn, die die Restmülltonne befüllen, bis nichts mehr reingeht, und was dann noch kommt, wird eben in die Wertstofftonne geworfen. Darauf angesprochen, heißt es "ja was soll ich denn sonst machen?".

09:39 von Timotheus N

Hier sind dann mittlerweile 5 Scheiben Wurst zu 70 g in 200 g Plastik verpackt!
.
Vorschlag bitte wie der Aldi das sonst machen soll
ne Verkäuferin hinstellen welche die Wurst in eine mitgebrachte Tüte verpackt ?
als im Regal nach der Sache zu greifen

Also ich werfe nichts auf die Straße oder ins Meer
ich zahle für die korrekte Entsorgung
und wenn sich unsere Regierung darauf besinnen täte
ihr Geschäft auch ordentlich zu machen, würde das Zeug hierzulande entsorgt
und nicht ins Ausland geschickt
wer verdient daran doch auch Politiker oder für wie naiv wird man gehalten zu glauben Parteispenden und Posten in der Privatindustrie werden" selbstlos" gegeben

@Lando Cariss - Selbstversuch

Es ist mir egal, ob jemand das als belehrend empfindet. Aber WM-… hat da schon recht, Wohlstandsgeellschaft ist Wegwerfgesellschaft.
Mein Selbstversuch: ich werde im Jahr 2020 k e i n e Klamotten, Schuhe oder Wäsche für mich kaufen. Hab wesentlich mehr als ich brauche. Ich werde außerdem zumindest von Januar bis Ostern k e i n e Online-Bestellung mehr tätigen. Wenn ich was brauche, muss ich halt laufen. Wahrscheinlich mach ich das auch länger.
Ich kaufe auch schon lange kaum noch Ware, die in Plastik verpackt ist. Man kann da wählen, zwischen dem Salat in Plastik und dem, wo man sich die Hände nass macht...
Es ist teils unangenehm, fühlt sich weniger nach Wohlstand an, dafür nach mehr gutem Gewissen. Es geht halt nicht anders, als an sich zu arbeiten und gewissen Konzernen und Praktiken den Umsatz zu verwehren. Bis sie selber nach einer anderen Politik verlangen.

um 09:38 von WM-Kasparov-Fan

>>".. ohne Einwegplastik und andere Wegwerfprodukte keine Arbeitsplätze, kein Wachstum und kein Wohlstand."<<

In meinen Augen eine etwas krude These. Es können auch durch alternative, gutrecycelbaren Verpackungen Arbeitsplätze geschaffen werden. Wachstum und Wohlstand impliziert nicht gleichzeitig eine Wegwerfgesellschaft. Es kann aber durchaus sein das der Weg zur Wegwerfgesellschaft zu einfach gemacht wurde?

Der Grüne Punkt

wurde vor 25 Jahren eingeführt um das Problem des wachsenden Mülls anzugehen.
Die Idee war, das der Verbraucher Mehrkosten trägt die das Sammeln und recyclen von vorwiegend Plastikmüll verursacht.
Heute ist es eine Erfolgsgeschichte für die Investoren der Industrie. Das Problem konnte schöngerechnet werden und die Logistik dieser Schönrechnung trägt der Verbraucher. Die Idee der Müllvermeidung und die Förderung von Recycling ist eine riesige Mogelpackung, da man den Müll ja auch globalisieren konnte. Der Verbraucher hat heute nur die Wahl, bei der Müllvermeidung. Entweder er kauft den Müll mit der Ware, oder kauft Ware die er im Prinzip gleich in den Müll werfen kann, oder er kauft das gleiche Produkt ohne Müll aber für viel mehr Geld als das vergleichbare Produkt mit Verpackungsmüll.
Solange uns die "Wirtschaft" wichtiger ist, als deren Ergebnis, wird sich nichts ändern.

Ja dann sollte man wirklich

bald mal was gegen Food Ketten wie McDonalds,Burger King ,die Ketten die kaffee to go aus geben mal ein Pfandsystem einführen damit nicht soviel Müll in der Natur rumliegt,besonders am Wochenende merkt man wo besonders junge Leute noch in der Nacht essen gehen und dann alles auf die Wege schmeissen,sieht manchmal grauenvoll aus .

um 09:47 von frosthorn

>>"..Die Restmülltonne, die bei unseren Nachbarn einmal wöchentlich geleert wird, füllt sich bei uns sehr, sehr langsam. Und wir bekommen überall, auch im Supermarkt, die Menge in unsere mitgebrachten Gefäße abgefüllt, die wir wollen.
Natürlich hätte das nicht geklappt, wenn wir stur gewartet hätten, bis "die Industrie" oder, noch erbärmlicher, "die da oben" etwas gegen den Verpackungswahnsinn unternehmen. Für manche ist ja aber umweltbewusstes Verhalten ein Rückfall ins Mittelalter."<<

Sehe ich genauso. Ich habe immer im Kofferraum eine Jutetasche liegen die ich für Einkäufe dann immer wieder verwende. Meiner Meinung nach könnten Plastikbeutel, Plastikgeschirr, Plastiktrinkhalme etc. vom Markt verschwinden und ich denke kaum jemand würde dies vermissen?

Ist eigentlich ganz einfach:

Jedes Geschäft ist verpflichtet, die Umverpackungen seiner Waren zurück zu nehmen, Basta. Unnötiges Papier, Pappe und Folien können also im Laden bleiben. Dazu gibt es in den Läden meistens einen Tisch mit der Möglichkeit zu trennen. Die Behälter sind jedoch meistens kaum genutzt.
Jetzt liegt es an uns, den Kunden! Lasst diese Müllflut einfach direkt im Geschäft. Es muss dem Inhaber richtig Arbeit bescheren und in Spitzenzeiten nach Verwüstung aussehen. So einen Zustand will keiner und ich bin überzeugt, gerade die Supermärkte und Discounter werden von ihren Herstellern und Lieferanten Änderungen einfordern.
Und die Mär von den dann steigenden Preisen ist eine solche. Der Preiskampf ist so beinhart, dass will sich bei diesem Thema keiner auf die Fahnen schreiben. Damit kommt man auch die sogenannten Mogelverpackungen aus den Regalen: verpackt wie ein Liter ... Inhalt 0,3 Liter. Und damit man nicht reinsehen kann: in Folie verschweißt.
Der Kunde muss sich wehren!

Müllexport?

Woher kommt eigentlich das Märchen, Deutschland würde seinen Müll exportieren? Das Gegenteil ist der Fall, der MDR meldete am 18. Januar 2019:

"Sachsens Deponien importieren weiter viel Müll aus dem Ausland[...]
Dabei führt Italien mit Abstand die Riege der Auslandsimporte an. Im Jahr 2017 stammten beispielsweise von den 1.045.631 Tonnen Sonderabfall 164.460 Tonnen aus dem Mittelmeerland. An zweiter Stelle stand Österreich mit 63.191 Tonnen, an dritter Stelle Luxemburg (18.268 t) gefolgt von Norwegen (9.302 t) und der Schweiz (9.196 t)."

Umweltbundesamt Mehr Verpackungsmüll als je zuvor

Wo war denn das Umweltbundesamt in den letzten 20 - 30 Jahren?
Was hat denn das Umweltbundesamt bis jetzt dagegen unternommen.
Grüner Punkt reicht nicht, solange Verpackungsmüll durch den Schornstein gejagt wird und große Konzerne nicht gemaßregelt werden.
Es ist nicht nur Sache des Verbrauchers.

09:35 von eine_anmerkung

Es ist schon ein Wahnsinn was ein Haushalt heute für einen Verpackungsmüll produziert.///
Welcher Haushalt produziert Verpackungsmüll?
Ich weiß Sie meinen es anders.
Ich bin 60 in Dresden geboren. Ich als Kind. Es gab z.B. Kirschen. Ein großer Bottich (mir fehlt gerade das richtige Wort dafür) eine kleine Schaufel daneben. Alle griffen zu Schaufel und holten die Kirschen raus. Schütteten die Kirschen in den mitgebrachten Beutel. Ich durfte natürlich rein greifen und essen. Machen Sie das heute mal. Keiner will heute etwas kaufen was ein anderer vorher angefasst hat. Man könnte sich ja infizieren. Das man Kirschen abwaschen kann, darauf kommt heute kaum noch einer. Eins noch. Ich kam als Kind oft blutend oder mit Dreck im Mund nach Hause. Mutti und Oma haben gesagt: So lernst Du was und Dreck reinigt den Magen. So falsch können Sie nicht gelegen haben.
Ich empfehle Dieter Nur vom vorigen Donnerstag.

Was ist die Priorität?

Wie kann man nur so naiv fragen: natürlich WACHSTUM! Immerhin kostet inzwischen ein Bund Lauchzwiebeln um die 60 Cent!
.
Wer braucht das Wachstum? Unsere 4-köpfige Familie offensichtlich nicht, denn 1. lohnt sich sparen nicht mehr und 2. betragen die Gehaltserhöhungen genau die Inflationsrate, aber der Strompreis soll nächstes Jahr um 5% steigen, die Mieten nicht zu vergessen.
.
Nein, das Wachstum brauchen die Reichen, denn die fühlen sich nur zufrieden, wenn ihre Pfründe ständig anwächst. Kaum bekommt die DB mehr Geld für den Ausbau, erhöhen sich die Vorstände ihre Gehälter und Boni.
.
Natürlich muss auch der Verpackungsumsatz Wachstum verzeichnen bzw. seinen Beitrag zum WACHSTUM leisten. Alles andere hinkt - wie üblich - hinterher, denn das "kostet" ja Wachstum!

Hund beißt sich in Schwanz

Nun ja, ich gebe auch der Politik eine große Mitschuld daran. Dann steht man im Supermarkt vor Preisleistungsverältnissen: Beispiel abgepacktes Obst und Gemüse ist wesentlich günstiger als das ohne Verpackung.
Ich habe in meinem ganzen Leben noch kein Kaffee to go getrunken und besitze kein Auto, sondern fahre Bus und Bahn. Damit kommt aber das nächste Problem : somit bin ich gezwungen, Plastikflaschen zu kaufen, weil mir Glasflaschen zu schwer wären. Da beißt sich der Hund in den Schwanz.

2017 waren es knapp 230 Kilo pro Person

Das sind mehr als 600 g pro Kopf und Tag.
Die Gesamtsumme hier anzugeben ist kontraproduktiv. Wenn beispielsweise 90 % dieses Gewichtes durch schweres Glas und Eisen zustande kommt, dann ist diese Angabe reine Panikmache, denn diese Produkte werden gut recycelt.
Wenn ich mir meinen Haushalt anschaue, dann erreiche ich diese 600 g pro Kopf pro Tag (Glas einberechnet) bei weitem nicht. Die Verpackung von Käse und Wurst ist zwar aus Kunststoff, wiegt aber nur wenige Gramm (die Behauptung eines Users hier bzgl. 200 g Kunststoffverpackung ist schlichtweg falsch) und hält ein paar Tage. Glas fällt fast nur beim selten getrunkenen Wein an. Wer sich bei Kunststoffen auskennt weiß, dass ein Recyceln des Kunststoffes zu einem gleichwertigen Produkt fast nicht möglich ist. Wenn der Aufwand des Recyclings zu groß ist, ist nichts gewonnen. Deshalb ist für viele Kunststoffe die thermische Verwertung durchaus sinnvoll, für die gewonnene Energie wäre stattdessen Kohle oder Öl zum Einsatz gekommen.

Tolle Wurst!

Beim Einkaufen kann ich zwischen eingeschweißter Bioware oder unverpackten, gepritzten Gemüse und Obst wählen.
Finde den Fehler.

grüner Punkt?

Der gelbe Sack hat offensichtlich nicht dazu geführt, dass weniger Müll entsteht. Genauso der Einwegpfand. Leider schafft es die Politik nicht, solche "Versuche" als gescheitert abzuschaffen. Und etwas anderes auszuprobieren. Gerne auch von Nachbarländern abgucken.

Bei Konsumenten treffe ich oft auf eine etwas seltsame "Hygieneansprüche". Aber da tut sich was - unser Käsestand hat lange (und verständlich) rumgeeiert ("eigentlich darf ich ihre mitgebrachten Gefäße nicht auf die Waage stellen"). Jetzt haben sie ein Tablett für mitgebrachte Gefäße.
Und ich bin ja faul: Ich will den Käse/Quark/Joghurt doch daheim nicht umfüllen.

Gesetze ändern ?

Beim Bäcker mitgebrachten Thermobecher wieder eingepackt: dürfen wir aus hygienischen Gründen nicht befüllen.Aha.
Bei Rewe Plastikbox (sorry aber ja, Plastik) zum Metzger: sorry, dürfen wir nicht, Hygienegründe.Aha.
Beim Griechen (Restaurant) übrig gebliebenes Essen einpacken lassen in mitgebrachter Box: kein Problem.

Wer bitte regelt hier was ? Als Verbraucher hat man nicht viel Spass dabei, das herauszufinden, dafür viele unnötige Diskussionen.
Schade.

Wieder das "arme" Deutschland?

"Die Müll-Importe aus Italien hatten vor etwa zwölf Jahren begonnen. Damals herrschte im Süden des Landes ein Entsorgungsnotstand. Gleichzeitig kämpfte der Betreiber der Deponie Cröbern wegen geringer Abfallmengen um das wirtschaftliche Überleben." MDR
.
Dass Deutschland IN GANZ GROSSEM STIL Müll exportiert, ist kein Märchen. Wenn ein Motor kaputt ist, dann wird er auch durch EINE neue Zündkerze nicht wieder flott! Wenn die Deponie Cröbern Geld braucht, dann repräsentiert sie nicht GANZ DEUTSCHLAND!
.
"Woher kommt eigentlich das Märchen, Deutschland würde seinen Müll exportieren?" @Tarek94

@ um 09:39 von Timotheus N

"...Allerdings frage ich mich auch, weshalb in D an fast jeder Ecke ein Lebensmitteldiscounter steht, der täglich mit neuen Artikeln beliefert wird. Hier sind dann mittlerweile 5 Scheiben Wurst zu 70 g in 200 g Plastik verpackt! Hier liegt meines Erachtens eher das große Verpackungsproblem."
.
Ich habe eben nachgewogen. Ich habe die größte Wurstverpackung in meinem Kühlschrank (150 g Inhalt, 15 Scheiben) ohne Inhalt nachgewogen: 17 g.
Das Problem sind meines Erachtens nach eher Selbsttäuschung und Fake News. Letztere lassen sich meist sehr schnell widerlegen.

Jedes mal,

wenn ich vor diesen 'to go'-Regalen stehe überlege ich, wer diesen ganzen Sch... braucht. Früher wurde das Brot selbst geschmiert (auch das Kinder-Pausenbrot) und Obst klein geschnitten in der Tupperbox (lebenslange Garantie) mitgenommen.
Bei uns gibt es inzwischen Bäckereien, da bekommst man den Coffee-to-go in den mitgebrachten eigenen Becher gefüllt. Und zur “Belohnung“ für's Mitgebrachte einen Nachlass von 50Cent.
Wurst und Käse werden ohne murren im Geschäft in die mitgebrachten Boxen getan. Inzwischen ist es sogar so, dass Leute, die noch keine passenden Boxen haben, die an der Theke erwerben können.
Wenn mann wirklich will und der Bequemlichkeit nicht immer nach gibt, dann geht das wunderbar. Ich habe kaum noch Müll.

Konsumverhalten & Mülltrennung

Während in unsere WEG mit 20 Wohnungen alle zwei Wochen 10 Gelbe Säcke anfallen, schafft ein Einfamilienhaus in der Nachbarschaft dieselbe Menge ganz allein.

Sicher ist das individuelle Konsumverhalten und Mülltrennung ein ausschlaggebender Faktor für den anfallenden Müll.

10:29 von Allahkadabra

“Beim Einkaufen kann ich zwischen eingeschweißter Bioware oder unverpackten, gepritzten Gemüse und Obst wählen.“

Sogar Aldi bietet Bio-Ware nicht verpackt, sondern mit Banderole an.
Bei manchen Artikeln (Blaubeeren ..) ist das logischerweise nicht möglich.
In unseren beiden örtlichen Diskountern gibt es kaum noch ausschließlich in Plastik verpackte Ware. Evt. noch Unterkarton und Folie. Viele Artikel werden im Netz angeboten.

10:40 von Zsolt Jasko

dafür zahlen die auch

und dürfen erwarten dass ihr Müll ordentlich entsorgt wird

Restmüll verbrannt?

Zsolt Jasko @

Das halte ich auch für sinnvoll.
So können wir sicherstellen das nicht
unser Plastikmüll vieleicht in Asien, oder Afrika und Kinder wühlen dann darin .

09:51 von Kaffeemassentrinker

«Diese Plastikbecher sind nicht Problem, sein deinen dazu den Bürger zu manipulieren und ein zu schränken. Es wird ein Problem erschaffen wo keins ist, bzw schon gelöst ist.»

Gerade die Coffee-To-Go Becher sind ein großes Problem.

Die sind nämlich "weder Pappe noch Plastik". Aber beides.
Weil sie innen eine Plastik-Beschichtung haben, damit der Kaffee die Pappe nicht durchweicht. Die beiden Materialien lassen sich beim Recycling nicht wieder trennen.

"Hier bei mir in Köln begehrtes Futter" für die hiesige Müllverbrennungs-Anlage. Kölsch-klüngelig einst völlig überdimensioniert erbaut. Hat man anfangs Müll aus den NL importiert, um sie "auszulasten". Inzwischen nicht mehr nötig. "Wir Kölner" haben jetzt ja Pappbecher & Co. To-Go …

Kann man "kinderleicht" vermeiden. Indem man sich (z.B. "Outdoor-Shop") 1 od. 2 "unverwüstliche" Thermos-Becher aus Metall kauft (kein Plastik / mit Deckel).

Fragt man im Laden. "Gibt's sogar" McDonalds-Filialen.
Die dort hinein mitgebracht abfüllen …

Alles klar...top!

Fam.Schmidt @
50% des Kunststoffmülls (Plastik) werden recycelt und damit sind wir führen in der Welt.

Am 18. November 2019 um 10:24 von Ritchi

"Deshalb ist für viele Kunststoffe die thermische Verwertung durchaus sinnvoll, für die gewonnene Energie wäre stattdessen Kohle oder Öl zum Einsatz gekommen."

Doofe Frage, aus was sind die meisten Kunststoffe denn? Könnten die eventuell aus Erdöl gewonnen sein? Sauber wird das Zeug darum nie sein.

Wenn man Lösungen will - und das gilt nicht nur für das Müllproblem - dann sollte man endlich wieder anfangen, Probleme ergebnisoffen und ohne ideologische oder moralische Vorbehalte zu diskutieren.
Man wird sich über kurz oder lang mit dem Gedanken anfreunden müssen, daß der Mensch wieder Grenzen braucht, damit er sich nicht kontraproduktiv für seine Fortentwicklung verhält.

Kaffeebecher sind echt ein Problem

Daher koche ich mir Morgens bevor ich auf die Arbeit gehe meinen Kaffee in einem Keramikfilter und benutze seit 5 Jahren den selben Thermobecher.

Es ist mit ein wenig Arbeit verbunden aber es stirbt keiner dran 5 Minuten vorher aufzustehen.

Des weiteren spart man so jede Menge Geld und der Kaffee ist um längen besser als aus dem Automaten.

man schlägt sich vor lachen auf die schenkel

die politik ist entsetzt, treibt aber den wahnsinn munter weiter. ab jan. muss mir der bäcker den brötchenbon aushändigen. der ist aus sondermüll und absolut überflüssig, da unsere kassentechnik mittlerweile weiter als for 50 jahren ist

um 10:44 von Margareta K.

>>"Bei manchen Artikeln (Blaubeeren ..) ist das logischerweise nicht möglich."<<

Ist das wirklich logisch? Könnte hier nicht eine Pappschachtel verwendet werden deren Deckel geöffnet präsentiert wird damit der Kunde die Ware (Fäulnis etc.) beurteilen kann und die der Kunde dann bei Kaufwille verschließt (Pappschachtel) und mit zur Kasse nimmt (nurmal so nachgedacht?):

Vielleicht ist es Ihnen

Vielleicht ist es Ihnen entgangen, daß in den Geschäften kaum die "Inhaber" arbeiten - sondern kleine Angestellte und evtl. auch ein Geschäftsführer. Diese haben allerdings keinen Einfluß auf die Art der Verpackungen und die Menge des Materials. Ihre Art und Weise des Vorgehens trifft also die falschen Personen und schafft nur Verdruß ! Ich hoffe doch, daß die Mitarbeiter von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und ggf. die Kunden rausschmeißen, die Ihre obigen Vorschläge aufgreifen ! Das Übel muß an den Wurzeln angepackt werden - und das sind die anspruchsvollen Kunden, die ihre Ware stets appetitlich verpackt und für den schnellen Zugriff bereit sehen wollen - und die langen Transportwege . Der Käse wird heute nicht mehr zum Bahnhof gerollt - sondern beim Hersteller hygienisch portioniert und verpackt.

um 09:51 von Kaffeemassentrinker

"Diese Plastikbecher sind nicht Problem, sein deinen dazu den Bürger zu manipulieren und ein zu schränken." Nein. "sein deinen", um es mit Ihren Worten auszudrücken, nicht dazu. Pro Stunde werden 320.000 Becher weggeworfen, das sind 2,8 Milliarden Becher pro Jahr. Das hat nichts mit "ein zu schränken [sic]" zu tun.
.
"Warum wird unserer Müll in Afrika so schrecklich entsorgt statt recycelt?" - Unser Plastikmüll geht nicht nach Afrika, sondern nach Asien. Elektroschrott geht als "Gebrauchtgeräte" nach Afrika. Warum? Beschweren Sie sich bitte bei den dafür zuständigen Unternehmen und nicht bei "der Politik"!

schafft man bald die Tiefkühlware ab ?

Denn ohne Plastik oder beschichtetem Karton wird's schwierig.
Ich persönlich kaufe davon nix, aber im "real" läuft man da gefühlt kilometerlang dran vorbei.

Es wird soviel Plastik

Es wird soviel Plastik produziert wie die Regierung es will, bzw.. zulässt

um 10:11 von Tarek94

"Woher kommt eigentlich das Märchen, Deutschland würde seinen Müll exportieren?"
.
Das "Märchen"? Sorry, aber jetzt wird es albern. Geben Sie in Ihre Suchmaschine die Begriffe "Deutschland Export Elektroschrott" oder "Deutschland Export Plastikmüll" ein. Ihnen sind mehrere hunderttausend Treffer sicher!

10:40 von Zsolt Jasko

«Sicher ist das individuelle Konsumverhalten und Mülltrennung ein ausschlaggebender Faktor für den anfallenden Müll.»

Noch viel einfacher als beim Verpackungsmüll für Gekauftes ist es bei Wegwerfverpackungen für unterwegs Verzehrtes, Müll zu vermeiden.
Nicht nur "so'n bißchen". Sondern so gut wie komplett.

Erfordert ein wenig Nachdenken + ein wenig mehr Aufwand. Gerade Letzters scheint aber inzwischen ("heutzutage") wie das Weihwasser zu sein, das der Teufel scheut.

Als ich 1995 das 1. Mal in JAP war. Fiel mir auf, dass dort sehr viele Menschen ihre eigenen Essstäbchen unterwegs dabei hatten. "In kleinen Kistchen", oder in Beuteln. Brauchten sie keine One-Way-Sticks aus Holz.

Genau so kann man je 1x Gabel, Messer, Löffel "im Säckchen" mit sich führen. "Wenn Essen-Unterwegs ansteht". Kann man weiter gehen, ein stabiles Schälchen aus Forever-Plastic kaufen, in das man sich Fritten & Co. füllen lässt.

"Wieder die Bekloppten mit den Schälchen".
Witzelt man schmunzelnd über uns …

phantasielos und ineffizient

Die Regierung ist wie so oft phantasielos und ineffizient bei der Lösungssuche. Mogelverpackungen abschaffen, Ideenwettbewerbe veranstalten (sowohl Verbraucher wie Verpackungsindustrie) ....

Aber auch das Verbraucherverhalten ist oft sehr fragwürdig.

Z.B. wie @10:50 von schabernack erwähnt die problematischen Goffee to go (weder Plastik noch Pappe). Früher stand man 15min früher auf u. trank seinen Kaffee vor der Abfahrt oder seine erste Tasse im Büro. Aber nein, heute hat man ja einen Becherhalter im Auto, der ja genutzt werden muss, Ablenkung beim Autofahren inklusive.

Die Kritik bei Onlinebestellungen finde ich nicht angebracht. Ein Paketdienstfahrzeug erspart hunderte einzelne Einkäufe mit dem Privatfahrzeug. Hier ist die Ersparnis um ein Vielfaches höher als die Umweltverschmutzung durch die Mehrverpackung.

Lösung sind kleine Läden statt große Billigketten

Zum Schluss hatte der Tante Emma-Laden gleich um die Ecke den wenigsten Müll. Aber da haben ja nur die verdient, die gearbeitet haben!
Man will das gar nicht zu Ende denken. Was wird aus den exorbitanten Gewinnen der Verkaufsketten. Der Müll, der die Welt ruiniert (nicht nur der Müll, auch die verschwendeten Ressourcen) sind die Grundlage für die Supermarktketten, für die Globalisierung für die Gewinne weniger Reicher, .

11:17 von Stefan T

beschweren Sie sich bitte bei den dafür zuständigen Unternehmen und nicht bei "der Politik"!
.
warum den Unternehmern ?
die machen das was im Gesetz/Verordnung steht - zumindest in der Theorie
und die Gesetze machen Politiker, nach welchen Vorgaben ??
vielleicht dass ihre Partei nicht zu kurz kommt, sie nen Beraterjob kriegen können,
wenn´s in der Politik nicht mehr so läuft
... weil sie sich dem Wählerwillen verpflichtet fühlen,
keine Ahnung suchen sie sich was aus

11:01 Deeskalator

"Daher koche ich mir Morgens bevor ich auf die Arbeit gehe meinen Kaffee in einem Keramikfilter und benutze seit 5 Jahren den selben Thermobecher."

So ähnlich mache ich es auch seit 35 Jahren, nur ohne Keramikfilter. Und dafür brauche ich nicht mal 5 Minuten früher aufzustehen. Während der Kaffee durchläuft, gehe ich ins Bad. Und der Kaffee schmeckt sicherlich ziemlich besser als ein Kaffee-to-go, obwohl ich es selber nicht beurteilen kann. Habe noch nie so einen To-go getrunken.

Nur halbe Wahrheit! ... Die gezeigte Grafik

zeigt zwar auf, daß die Menge an Verpackungen gewachsen ist, aber auch, daß die Recyclingquote vor 20Jahren schon mal höher lag! ...

Es stecken also noch zusätzliche Wahrheiten dahinter! Nämlich, daß die Recyclingkapazitäten offensichtlich weniger stark angewachsen sind als der Trend zur energetischen Verwertung (Verbrennung). Wenn wie in Deutschland mit Verpackungsmüll die Überkapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen abgefedert wurden, ist es aber auch kein Wunder daß Recycling keine Chance hat - gerade weil die gesetzlich geforderten Mindestanteile für Recycling ja inzwischen weit unter dem liegen, was Deutschland in den 1990ern noch zum Recyclingweltmeister machte.

Und wenn man nun mal noch aufschlüsseln würde wieviel % der angeblich recycleten Verpackungen am Ende z.B. in Polen oder irgendwelchen Entwicklungsländern auf illegalen Halden oder den Stränden landet, dann sähe es vermutlich noch trauriger aus. Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus!

11:27 von Giselbert

heute hat man ja einen Becherhalter im Auto
.
in meinem Auto wird nicht gegessen/getrunken

einen Cupholder gab es nicht
ok jetzt sind die Ami Errungenschaften serienmässig
es scheint der Zeitgeist zu sein, mit nem Kaffeebecher in der einen,
dem Handy in der anderen Hand durch die Gegend zu laufen

11:07 von eine_anmerkung

Ich bevorzuge ebenfalls die Pappschachtel, möchte aber anmerken, dass die Herstellung der Pappschachtel nicht weniger Resourcen verbaucht als die Kunststoffverpackung. Sie ist erst bei mehrfacher Verwendung effizienter. Beim Recyclen von Pappe ist zu beachten, dass diese schwieriger ist als Papier (wegen der Faserlänge, die bei mehrfachem Recyceln imm er kürzer wird). Und außerdem sollen keine Lebensmittelreste an der Verpackung sein, da diese einen entsprechenden Chemikalieneinsatz bedeutet.

Aber, und das empfinde ich als wesentlichen Vorteil: Pappe ist in der Natur wesentlich schneller abgebaut als die allermeisten Kunststoffe. Auch wenn ich mir Mühe gebe, dass alles den geregelten Weg der Entsorgung geht, sehe ich doch immer Wieder gelbe Säcke durch die Gegend fliegen. Im vergangenen Jahr konnte ich monatelang eine Plastitktüe im Baum vor meinem Wohnzimmerfenster bewundern...

11:01 von Deeskalator

meinen Kaffee in einem Keramikfilter und benutze seit 5 Jahren den selben Thermobecher.
.
ich habe nen Papierfilter, der landet auf dem Kompost
dafür habe ich ne Keramiktasse die allerdings keine 5 Jahre hält .....

witzig

"warum soll immer der Verbraucher … erst mal müsste doch die Regierung …"

Und im nächsten Atemzug kommt das Schimpfen über die "Verbotsparteien", die uns unsere Freiheit beschneiden …

Vor allem: was für ein "Freiheits"-Begriff: der freie Mensch muss so viel Müll produzieren dürfen, wie er will"?

@ 09:36 von Fam.Schmidt

"Also halten wir fest, weniger als 50% des Kunststoffmülls (Plastik) werden recycelt....
Alles klar...top!"
.
Nur zur Info: Sie können nicht den kompletten Plastikmüll recyceln!
Erstens weil er nicht sortenrein ist und zweitens weil es sich auch um Laminate handelt. Systeme aus mehreren Folien die unterschiedliche Aufgaben haben plus Klebstoffe plus Aluminiumfolie plus Papier.
Wie etwa Ihr vakuumierter Kafee.
Ein Recyceln ist nicht machbar!
Und wenn man sich den "Ökologischen Fingerabdruck" ansieht (bei unseren Öko- und FfF-Fans, die unbedingt ein Mineralwasser aus Italien oder den Vogesen in einer Glas-Wegwerf-Flasche brauchen) macht PET durchaus Sinn.

@09:57 von Ulli62

"Wohlstandsgeellschaft ist Wegwerfgesellschaft."

Auch indigene Völker in traditioneller Lebensweise werfen viel weg - aber das ist dann kein Müll, sondern Nährstoff für die Umgebung.

"Ich kaufe auch schon lange kaum noch Ware, die in Plastik verpackt ist. Man kann da wählen, zwischen dem Salat in Plastik und dem, wo man sich die Hände nass macht...
Es ist teils unangenehm, fühlt sich weniger nach Wohlstand an, dafür nach mehr gutem Gewissen."

Ich finde so ein schön offen rumliegender Salat sieht viel schöner aus als ein eingeschweißter. Eines der Probleme ist aber z.B. die Unterscheidung der Qualität. Wenn zwei Salatarten angeboten werden - einmal Bio und einmal nicht - muss das irgendwie unterschieden werden können.

Verpackungsmüll

Ich erinnere bloß mal an die Milchtüten:
Früher konnte man sich die Milch in kleinen
Lädchen noch in seine mitgebrachte Milchkanne füllen lassen, das ging schnell und prima. Auch konnte man auf dem Land mit seiner Milchkanne zum Bauern gehen und
die Milch direkt beim Erzeuger kaufen.
Das war für uns Kinder gar kein Problem.
Heute wüßte gar kein Kind, was es mit einer Milchkanne anfangen sollte.
Wieviele Michverpackungen könnten eingespart werden. Aber schuld ist hier einfach die Politik mit immer mehr Vorschriften. Hygiene ist zwar gut, aber wir sind auch nicht gestorben, obwohl wir die Milch quasi diekt von der Kuh getrunken haben.

@09:47 von frosthorn

"Unsere Familie war erstaunt, wie einfach es ist, Verpackungen (Pappe, Papiertüten, etc.) zum Einkauf mitzunehmen und dort abzufüllen. Die Restmülltonne, die bei unseren Nachbarn einmal wöchentlich geleert wird, füllt sich bei uns sehr, sehr langsam. Und wir bekommen überall, auch im Supermarkt, die Menge in unsere mitgebrachten Gefäße abgefüllt, die wir wollen."

Die Rahmenbedingungen darf man jedoch nicht außer Acht lassen. Bei uns im Wohnhaus gibt es noch nicht einmal eine Biotonne.

@ Tarek94 / 10:11

"Woher kommt eigentlich das Märchen, Deutschland würde seinen Müll exportieren?"

... Das ist kein Märchen, sondern Fakt! ... Dieses Vorgehen lebt davon, daß Deutschland einen guten Ruf in der Welt als vorbildliches Trennland hat (siehe Grafik der TS - Stand 1997). Entsprechend leicht fällt es deutschen Firmen ihren angeblich sauber vorsortierten Müll als Rohstoff entweder direkt, oder über Zwischenhändler in anderen Staaten in's Ausland zu verschiffen. Die Realität - vorsortierte Rohstoffe - sieht dann oft anders aus!

Und ja, Deutschland importiert auch Müll! Weil die Kommunen dazumals lieb und gerne große Müllverbrennungsanlagen gebaut haben, die am Ende zu groß und deshalb nur Teilausgelastet waren. Jetzt wo China und andere Länder sich dem deutschen Exportmüll gegenüber zunehmend verweigern, wird es eng, weil die Kapazitäten
unserer Verbrennungsanlagen mittlerweile durch den Importmüll geblockt sind.

Mit Müll läßt sich vor allem Geld verdienen. ... Umwelt!? ... Nebensache!

@ um 11:01 von Komplex einfach

"Am 18. November 2019 um 10:24 von Ritchi
"Deshalb ist für viele Kunststoffe die thermische Verwertung durchaus sinnvoll, für die gewonnene Energie wäre stattdessen Kohle oder Öl zum Einsatz gekommen."

Doofe Frage, aus was sind die meisten Kunststoffe denn? Könnten die eventuell aus Erdöl gewonnen sein? ..."
.
Eben, weil die meisten Kunststoffe aus Erdöl gewonnen sind, ist es durchaus sinnvoll, Kunststoffe statt Erdöl (oder Kohle) zu verbrennen.

11:32 von Jacko08

«Und der Kaffee schmeckt sicherlich ziemlich besser als ein Kaffee-to-go, obwohl ich es selber nicht beurteilen kann. Habe noch nie so einen To-go getrunken.»

Coffee-To-Go bieten ja nicht nur Filialen von "Starbucks", McDonalds, Burger King, Nordsee … und so … an.

Auch viele Bäckereien, so gut wie alle Tankstellen, …
Einheitlich gut oder mies schmeckt der Kaffee dort nicht.
Manchmal richtig lecker, manchmal aus der Kategorie "Plörre".
Wenn man "in seiner" Großstadt unterwegs ist.
Weiß man, wo der Kaffee gut, und wo er miserabel schmeckt.

Hinzu kommt die Frage, wie der Kaffee aufgebrüht wird.
"Gibt Läden", da wird er aus diesen unsäglichen Alu-Kapseln gepresst.
Womit nicht nur der One-Way-Wegwerfmüll der Becher entsteht.

Aber auch Millionen von One-Way-Alu-Kaspeln. Die sind mindestens genau so mies wie die Becher. Verschlingen bei der Herstellung "jede Menge" Energie. Und sind auch nicht "sortenrein" zu recyceln.

Ein anders, von Plastik (fast) unabhängiges trauriges Thema …

@ 11:45 von WiPoEthik

"Ich finde so ein schön offen rumliegender Salat sieht viel schöner aus als ein eingeschweißter. Eines der Probleme ist aber z.B. die Unterscheidung der Qualität. Wenn zwei Salatarten angeboten werden - einmal Bio und einmal nicht - muss das irgendwie unterschieden werden können."
.
Kleine Tipp: Das sehen Sie am Preis!
Wenn ein Salat 2,89€ kostet ist der nicht konventionell........

Müllexporte

Bevor man "Müllexport" allgemein mit eigentlich illegalen Exporten nach Afrika gleichsetzt, wo dann die Fernseher auf dieser riesen Halde in Accra landen oder, wie einer hier meint, Müllexporte praktisch ausnahmslos im Meer verklappt werden, müsste man zunächst mal schauen, wohin diese Exporte stattfinden. Vermutlich gehen sie zum größten Teil ins europäische Ausland, wo Recycling ja grds. genauso möglich ist, wie in Deutschland. Und dafür, dass exportierter Müll pauschal der Recycling-Quote zugerechnet wird (unabhängig davon, was dort damit passiert), ist genauso eine Vermutung, wie die Annahme, dass "thermische Verwertung" als Recycling gilt.

Ich glaube nicht, dass man das Problem so simpel auf Kapitalismus-Kritik und Lobbyismus reduzieren kann. Das ist halt das Prinzip: kompliziertes Problem, einfache Lösung, wenig nachdenken müssen. Hilft halt nur nicht weiter.

Intelligente Trennung

Da Weichplastik,Folien und Mehrschichtmaterial sowieso nur "thermisch verwertbar" sind, werfe ich sie gleich in die Restmülltonne, reduziere dadurch die "Nassfraktion" und trage dazu bei, dass unsere Stadtwerke durch die KWK Müllverbrennungsanlage fast völlig autark sind.

@10:05 von eine_anmerkung

"Ich habe immer im Kofferraum eine Jutetasche liegen die ich für Einkäufe dann immer wieder verwende."

In dem Fall wäre das Problem wohl eher der Einkauf mit dem Auto.
Lässt sich aber nicht immer vermeiden. Und manchmal reicht die Jutetasche dann doch nicht aus.

Es ist allerdings schon ein Vorteil, wenn man zunächst davon abkommt, dass Plastikverpackungen der Standard sind, sondern die Ausnahme.

@ 11:27 von Giselbert

"Die Kritik bei Onlinebestellungen finde ich nicht angebracht. Ein Paketdienstfahrzeug erspart hunderte einzelne Einkäufe mit dem Privatfahrzeug. Hier ist die Ersparnis um ein Vielfaches höher als die Umweltverschmutzung durch die Mehrverpackung."
.
Entschuldigung, Sie sind nicht auf dem neuesten Stand.
Ihre Zalando, Amazon, was auch immer, wird erstmal aufwändig verpackt, und von da aus geht dann der Transport weiter. Zentrallager, Zwischenlager, Transport mit LKW und nacher zu einem Subunternehmer, der Ihnen dann die Ware im Transporter bringt.
Der fährt ja sowieso!
Schön bequem oder?
Ihren Müll trenen Sie ja vermutlich. So, der muss dann recycelt werden. Kostet ja nichts und verbraucht keinen Strom und Wasser!
.
Kaufen Sie Ihre Hose im Kaufhaus auch im Karton mit Papier ausgestopft?

Umwelthysterie, ohne Plan ins Chaos

.. und kaufe ich dann meine Bio-Milch in der Glasflasche, ist die Umweltbilanz schlechter als bei der Tetra-Verpackung. Herstellung, Transport und Reinigung der Glasflasche können wirtschaftlich nicht mit dem Wegwerftetrapack konkurieren.

Lösung aus welcher Richtung?

Es kommt immer wieder die Frage auf wer denn nun das Problem lösen soll. Politik, Industrie oder Verbraucher?

Es wäre ausreichend wenn eine der Gruppen konsequent wäre gäbe es kein Problem. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass eine ausreichend große Anzahl Verbraucher sich gegen Verpackungsmüll entscheidet und solche Produkte konsequent meidet? Oder das sich die Industrie abstimmt, obwohl sie dadurch ihre Gewinnmargen schmälert und sich vor organisatorische Herausforderungen stellt?

Es wird immer Einzelne geben die sich korrekt verhalten - und viele, die den einfachsten Weg gehen. Jeder sollte das Möglichste tun. Eine vollumfängliche Lösung für alle werden wir aber nur mit entsprechenden Regelungen erhalten. Das können Verbote sein, das können aber auch Anpassungen der Rahmenbedingungen sein - z.B. reduzierten Steuersatz nur noch auf unverpackte Lebensmittel.
Die Macht der Rahmenbedingungen darf man nicht vernachlässigen. Dies spricht von Eigenverantwortung jedoch nicht frei.

ein hoch auf unsere Exportwirtschaft

ich habe mir jetzt nicht die mühe gemacht und alle kommentare gelesen. es kann also sein, daß ich was doppelt schreibe.
aber was mich maßlos an der ganzen sache aufregt, ist, daß wir müll exportieren anstatt ihn hier einfach richtig zu recyclen bzw. zu verbrennen.
die menschen glauben doch tatsächlich, daß man jeden fitzel plastik recyclen kann. weit gefehlt.
aber was ist am verbrennen so schlimm?
da bleibt dann ein häufchen asche übrig und gut ist.
und gegen den geruch gibt es filter.
das ist immer noch besser als müllkippen.
ich bin entsetzt, daß es überhaupt noch kippen gibt.
und den müll in länder zu exportieren, damit die den entsorgen, also auf die kippe werfen oder ins meer, ist ja wohl das allerletzte.
aber immerhin weiß ich jetzt, wie meine fantaflasche in die südsee kommt.
und beim müll vermeiden sollte jeder bei sich selber anfangen und nicht darauf warten bis die plastiktüten verboten werden.
aber dafür ist man ja in einem wohlstandsland zu faul.

@ um 11:48 von WiPoEthik

"@09:47 von frosthorn
"Unsere Familie war erstaunt, wie einfach es ist, Verpackungen (Pappe, Papiertüten, etc.) zum Einkauf mitzunehmen und dort abzufüllen. Die Restmülltonne, die bei unseren Nachbarn einmal wöchentlich geleert wird, füllt sich bei uns sehr, sehr langsam. Und wir bekommen überall, auch im Supermarkt, die Menge in unsere mitgebrachten Gefäße abgefüllt, die wir wollen."

Die Rahmenbedingungen darf man jedoch nicht außer Acht lassen. Bei uns im Wohnhaus gibt es noch nicht einmal eine Biotonne."
.
Bei uns gibt es Biotonnen an den Wohnblocks. Diese Biotonnen sind jedes Mal voll mit Restmüll und gelben Säcken, auf jeden Fall voll mit jeder Menge Plastikmüll.

Müllproduktion ist demnach

Müllproduktion ist demnach Hauptschuld der städtischen Bevölkerung, die ihr Gewissen damit beruhigt, daß sie Ökostrom konsumiert und sich ansonsten einen Dreck um die Umwelt schert.

11:07 von eine_anmerkung

“Könnte hier nicht eine Pappschachtel verwendet werden deren Deckel geöffnet präsentiert...“

Das wäre eine sehr gute Idee. Gewogen wird an der Kasse.
Darüber hab ich nicht nachgedacht.
Allerdings kaufe ich zu dieser Jahreszeit keine Beeren. Die pflücke ich im Sommer in der Plantage und friere sie ein.

@11:58 von NeutraleWelt

>>@ 11:45 von WiPoEthik

"Ich finde so ein schön offen rumliegender Salat sieht viel schöner aus als ein eingeschweißter. Eines der Probleme ist aber z.B. die Unterscheidung der Qualität. Wenn zwei Salatarten angeboten werden - einmal Bio und einmal nicht - muss das irgendwie unterschieden werden können."
.
Kleine Tipp: Das sehen Sie am Preis!
Wenn ein Salat 2,89€ kostet ist der nicht konventionell........<<

Es ging mir um die äußere Unterscheidbarkeit. Wenn ich eine Kartoffel aufs Kassenband lege sieht man der erstmal nicht an ob die Bio ist oder nicht. Das muss für die Verkäuferin jedoch ersichtlich sein um sie korrekt abrechnen zu können. Plastikverpackungen sind ein Weg das zu erreichen.

Und zum Preis: Man kann auch konventionell hergestellt Ware hochpreisig anbieten. Milch von bekannten Marken ist teilweise teurer als Bioprodukte - aber deswegen ist sie noch lange nicht Bio.

@kerstin haase

"da bleibt dann ein häufchen asche übrig und gut ist."

Schön wär's. Da bleibt auch jede Menge CO2 übrig und gut ist gar nicht.
Außerdem ist immer die Frage, wie genau das Zeug sortiert wurde, was in die Verbrennungsanlage reinkommt. Mich würde jedenfalls nicht im geringsten wundern, wenn da auch irgendwelche giftigen Abgase aus der Anlage rauskommen. Erscheint mir sogar sehr wahrscheinlich.

10:21 von Jacko08

"Nun ja, ich gebe auch der Politik eine große Mitschuld daran. Dann steht man im Supermarkt vor Preisleistungsverältnissen: Beispiel abgepacktes Obst und Gemüse ist wesentlich günstiger als das ohne Verpackung."

Daran ist doch nicht "die Politik" Schuld. Sie trägt daran auch keine Mitschuld.
Es ist der KÄUFER, der dafür verantwortlich ist.
Ein Laden orientiert sich am Verhalten des Käufers.

Wovon Sie reden, sind vermutlich die Sonderangebote.
Restbestände - möglicherweise schon leicht angefault - werden eingepackt und günstiger verkauft als die Frischware.

Ich wüsste jetzt dafür auch keine andere Lösung.

10:37 von Margareta K.

"Jedes mal,

wenn ich vor diesen 'to go'-Regalen stehe überlege ich, wer diesen ganzen Sch... braucht. Früher wurde das Brot selbst geschmiert (auch das Kinder-Pausenbrot) und Obst klein geschnitten in der Tupperbox (lebenslange Garantie) mitgenommen."

"Früher" waren die Mütter ja auch Hausfrauen und hatten Zeit, diese Brote zu schmieren.

Heute, wo die Mütter arbeiten und früh aus dem Haus müssen, sind sie wohl dankbar, dass man beim Supermarkt alles schon geschmiert und eingepackt kaufen kann.

Der Käufer hat seinen Lebensstil geändert, und die Geschäfte passen sich dem an.
Wonach kein Bedarf besteht, kommt mit Sicherheit nicht in die Regale.

@Giselbert

"Die Kritik bei Onlinebestellungen finde ich nicht angebracht. Ein Paketdienstfahrzeug erspart hunderte einzelne Einkäufe mit dem Privatfahrzeug. Hier ist die Ersparnis um ein Vielfaches höher als die Umweltverschmutzung durch die Mehrverpackung."

Sie vergessen, dass Onlinebestellungen im allgemeinen per Flugzeug transportiert werden, wenn man mal von den Pizza- und Lebensmittellieferdiensten absieht.

Außerdem könnte man auch argumentieren, dass ein Paketdienstfahrzeug hunderte einzelne Einkäufe mit dem Privatfahrrad ersetzt.

Recycling in der DDR

In der wurde beinahe alles recyclet, was irgendwie ging. Nur wenige einheitliche Gläser konnten quasi überall abgegeben werden. Außerdem gab es flächendeckend Wertstoffannahmestellen. Hier wurde man im Grunde alles gegen Pfand los - vom Altpapier bis zum Thermoplast für das Spülmittel. Auch die Abgabe von Elektroschrott hat sich gelohnt.
Außerdem waren unnötige Verpackungen selten, Salate in Plastikschalen oder Getränke in Wegwerfbechern gabs nicht - braucht man ja auch nicht wirklich. Frische Ware gabs an der Bedientheke.

Was die "Kommunisten" konnten, sollte der Westen doch auch hinbekommen, oder? Wäre zumindest besser für die Umwelt, außerdem würden Arbeitsplätze in der Recyclingindustrie und im Handel entstehen.

12:13 von NeutraleWelt

"Die Bring's-Mir-An-Die-Tür-Lieferanten"

«Kaufen Sie Ihre Hose im Kaufhaus auch im Karton mit Papier ausgestopft?»

Auch hier ist es doch nicht das Prinzip. Aber die Vernunft, mit der Konsumenten einkaufen, bzw. diverse Waren online bestellen.

Es gibt seriöse vergleichende Betrachtugen.
Die Einzel-Einkäufe von Klamotten, Haushaltswaren, Bürobedarf + "Schnickschnack" der Sammelbestellung im Online-Handel der gleichen Waren gegenüber stellen. Inkl. Wegekosten + Verpackungen + Entsorgung.

Hängt vor allem davon ab, wo der Konsument wohnt.
Auf dem Land liegt der Online-Handel "in der Öko-Bilanz" besser. In Städten weniger eindeutig zu bestimmen. Aber auch dort: kein signifikanter Unterschied zum Nachteil des Online-Handels. "Wenn Vernunft bei Bestellungen waltet" …

Habe 2 Lederhosen. Beide nach Maß angefertigt in Bayern.
Vor ca. 30 / 20 J. Beide "so richtig teuer".
Passen mit kleinen Änderungen + Reparaturen heute noch.

Wurde ich auch schon kritisiert.
Tote Tiere … und so …

10:05 von eine_anmerkung

Schon wieder - volle Zustimmung :-)
Ich gehe nur mit einer Einkaufstasche und Stoffbeuteln einkaufen und das seit Jahren. Allerdings muss ich zugestehen, dass bei den großen Ketten langsam ein Umdenkprozess stattfindet. In meinem REWE gibt es keine Plastiktüten für Obst mehr, viele Produkte sind regionaler Herkunft und meistens in Kartonschalen verpackt. Da ginge natürlich noch viel mehr, aber das haben wir VerbraucherInnen in der Hand durch unser Einkaufverhalten.

Mensch Leute,

Deutschland wurde durch unsere Regierenden doch komplett auf Wachstum ausgerichtet.
Wachsende Autos, wachsende Wertstoffhalden usw.
Ist doch ganz normal, oder vielleicht doch nicht?

um 11:40 von adorno

>>".. Im vergangenen Jahr konnte ich monatelang eine Plastitktüe im Baum vor meinem Wohnzimmerfenster bewundern..."<<

Aber immer noch besser am Baum vor dem Wohnzimmerfenster als in unseren Meeren. Ich glaube die Menschheit ist sich nicht im entferntesten darüber bewusst was Sie alleine durch den Plastikmüll unseren Meeren und deren Bewohnern antut.

Es ist so einfach. Gebt die

Es ist so einfach. Gebt die sinnbefreite Globalisierung auf, gebt den Leuten wieder ordentliche Löhne, mit denen man auch eine Familie als alleinverdiener versorgen kann, dann hat eine/r mehr zeit, am wochenmarkt zu kaufen. Man muss nicht mehr für 2 wochen im voraus einkaufen, etc etc. Sofort weniger müll.
Es liegt einfach am mangelnden Geld.

um 12:08 von WiPoEthik

>>"In dem Fall wäre das Problem wohl eher der Einkauf mit dem Auto.
Lässt sich aber nicht immer vermeiden. Und manchmal reicht die Jutetasche dann doch nicht aus."<<

... dann nehme ich halt zwei, wo ist das Problem? Habe immer fünf im Kofferraum, aber ohne Auto geht das bei mit leider wirklich nicht.

um 12:33 von DrBeyer

>>".. Mich würde jedenfalls nicht im geringsten wundern, wenn da auch irgendwelche giftigen Abgase aus der Anlage rauskommen. Erscheint mir sogar sehr wahrscheinlich."<<

Es werden durch die Verbrennung auch giftige Abgase erzeugt, die aber aus der Abluft rausgefiltert werden und sich im Filter absetzen, der wiederum dann Sondermüll ist und als solcher ein weiteres Problem erzeugt.

Hygienewahn

Als einer der Gründe für die Flut von Verpackungsmüll werden Lebensmittel und Getränke zum Mitnehmen sowie kleinere, in Plastik verpackte Portionen genannt. Daran sind aber nicht die Verbraucher schuld. Es ist der Hygienewahn der deutschen Behörden, die meinen, dass jeder einzelnen Coli-Bakterie der Garaus gemacht werden muss. In den Jahren nach dem Krieg gab es keine Plastikverpackungen und die Kinder von damals sind alle groß und stark geworden.

@aus_Tallahassee

"Wirf denen mal 1279 Gramm, lose Möhren, Weintrauben, Erbsen, was auch immer, aufs Band!"

Erbsen gibt es in keinem von mir besuchten Supermarkt lose, sondern immer im Glas oder in der Tiefkühlung.

Und die anderen von Ihnen genannten Beispiele kann man selbstverständlich lose auf's Band legen. Da zucken die an der Kasse nicht mal mit den Wimpern.

Vorgestern habe ich auch eine Frau gesehen, die lose Zwiebeln auf's Band gelegt hat, was dem Kassierer völlig normal erschien.

12:28 von WiPoEthik

“Wenn ich eine Kartoffel aufs Kassenband lege sieht man der erstmal nicht an ob die Bio ist oder nicht. Das muss für die Verkäuferin jedoch ersichtlich sein um sie korrekt abrechnen zu können. Plastikverpackungen sind ein Weg das zu erreichen.“

Bei Kartoffeln usw. kein Problem. Zuccini haben Banderole, Kartoffeln/Süsskartoffeln ein branding.
Wenn man sich wirklich Gedanken machen würde, gäbe es für Salat sicher auch eine Lösung. Bio-Salat z.B. nur mit Wurzelstock.

@WiPoEthik

"Wenn ich eine Kartoffel aufs Kassenband lege sieht man der erstmal nicht an ob die Bio ist oder nicht. Das muss für die Verkäuferin jedoch ersichtlich sein um sie korrekt abrechnen zu können. Plastikverpackungen sind ein Weg das zu erreichen."

Kompostierbare Verpackungen ebenfalls.

Was ich hier immer vermisse...

ist konstruktive Kritik, statt Schuldzuweisungen! Der Städter beruhigt sein Gewissen mit Ökostrom u.v.m. kann man hier lesen - interessant fand ich eine Reportage über Los Angeles, die ein Müllzentrum mit 80 Prozent Recycling ohne grünen Punkt o.ä. hinbekommen - mit Sortiermaschinen aus Europa... Man muss nicht immer das Rad neu erfinden....

Da ist noch Potenzial nach unten

Jeder leistet seinen Beitrag zum Müllproblem, aber 107kg Müll pro Person bzw. 8,6 Milliarden kg jedes Jahr in DE sind einfach zu viel. Tipps zur Müllvermeidung gibt es genug. Jetzt muss man nur noch mitmachen wollen.

@Louis2013

"In den Jahren nach dem Krieg gab es keine Plastikverpackungen und die Kinder von damals sind alle groß und stark geworden."

Die Menschen sind damals im Durchschnitt viel früher gestorben als heutzutage. Die Fortschritte in der Hygiene sind ein wichtiger Grund dafür.

Merke: Nicht alles war früher besser!

12:40 von Sausevind

“"Früher" waren die Mütter ja auch Hausfrauen und hatten Zeit, diese Brote zu schmieren.

Heute, wo die Mütter arbeiten und früh aus dem Haus müssen...“

Naja, ich bin ja schon älter. Aber als meine Kinder zur Schule gingen, war ich auch berufstätig. Die Brote wurden entweder am Abend vorher geschmiert, oder ich bin eine halbe Stunde eher aufgestanden. Bei uns gab's aber auch noch Frühstück und nicht die Saftüte aus dem Bäckerladen.
Die Fertigsandwiches müssen auch am Tag vorher gekauft werden. Allein der Gedanke an die plastikverpackte Semmel mit Schinken vom Vortag. Brrr.
Wenn ich nämlich Zeit habe die in der Früh im Diskounter zu kaufen, kostet das mehr Zeit, als zu Hause ein Brot zu schmieren. Vom Preis spreche ich noch garnicht.

Die eingeschweißte Gurke ...

... scheint in der Wohlstandsgesellschaft unvermeidbar zu sein. Kunden, die die beste und knackigste Frucht beanspruchen, wenden die "Daumennagelprobe" an. Und die Plastikfolie schützt zumindest ein bißchen.

Ein Schluck Kaffee beim Autofahren schmeckt zwar aus dem Plastikbecher nicht am besten, gelangt aber in solch einem Becher am besten ins Auto hinein. Und all die Fertiggerichte, zubereiteten Salate, gefrorenen Torten, Brotaufstriche, Joghurte in möglichst kleinen Naschportionen: Wie sollen die jeweils ohne zu entsorgende Verpackung eingekauft werden? Leider ist zu befürchten, dass der Trend zur Fünferpackung Rosinen gehen könnte.

Wirksame Müllreduzierung ist sehr, sehr schwer vorstellbar.

@ 12:51 von eine_anmerkung

"Aber immer noch besser am Baum vor dem Wohnzimmerfenster als in unseren Meeren. Ich glaube die Menschheit ist sich nicht im entferntesten darüber bewusst was Sie alleine durch den Plastikmüll unseren Meeren und deren Bewohnern antut."
.
Ich tue den Meeren mit meinem Plastikmüll überhaupt nichts an, weil ich den (wenn ich den überhaupt produziere) fachgerecht entsorge.
Richten Sie Ihr Augenmerk mal bitte auf Asien, Südamerika und Afrika (ja......, Plastiktüten teilweise verboten, geschenkt). Und auf unsere "Entsorger". Mehr kann ich als Konsument nicht machen.
Wie transportieren Sie extrem "siffende" Lebensmittel? Salzheringe, Sauerbraten Sauerkraut, ....? Im Jutebeutel? Oder den Salatmix, auch aus der Kiste, von allen angegrapscht auch in den Jutebeutel? Oder gehen Sie mit 20 Dosen in den Supermarkt?
Hygiene spielt hier auch einen Punkt.
Fahren wir alle an die Küste und schmeißen unseren Plastikmüll ins Meer?

Die Gier spricht dagegen

"Was die "Kommunisten" konnten, sollte der Westen doch auch hinbekommen, oder? Wäre zumindest besser für die Umwelt, außerdem würden Arbeitsplätze in der Recyclingindustrie und im Handel entstehen."
Es geht heute nur um Gewinne einiger weniger. Die Umwelt interessiert kein Schw... . Und deshalb muss alles in Supermärkten, möglichst bedienerlos verkauft werden. Dafür braucht man mehr Plastik. Die sonst zusätzlich erforderlichen Arbeitskräfte würden die Gewinne der Eigner schmälern.

@9:47 von frosthorn "es ist gar nicht so schwer"

"Unsere Familie war erstaunt, wie einfach es ist, Verpackungen (Pappe, Papiertüten, etc.) zum Einkauf mitzunehmen und ..."
100% Zustimmung.

Müllvermeidung ist reine Willenssache und fängt bei einem selbst an. Tipps zur Müllvermeidung gibt es zu Haufe.

@DrBeyer - Müllverbrennung

12:33 von DrBeyer:
"Mich würde jedenfalls nicht im geringsten wundern, wenn da auch irgendwelche giftigen Abgase aus der Anlage rauskommen."

Die meisten organische Giftstoffe werden bei den hohen Verbrennungstemperaturen zersetzt. Was dann noch übrig bleibt (z.B. schwermetallhaltiger Staub), wird meines Wissens nach mit den entsprechenden Filteranlagen eingefangen.

Durch die Müllverbrennung werden andere, meist fossile Brennstoffe eingespart. Hinzu kommen die kurzen Transportwege, da der meiste Müll dort anfällt, wo viel Wärme und Strom gebraucht werden.

Am Ende bleibt das aber auch nur eine Notlösung, mit der sich der Verpackungswahnsinn auch noch legitimieren lässt.

Müll vermeiden ist die einzige Lösung

"Was ich hier immer vermisse...

ist konstruktive Kritik, statt Schuldzuweisungen!.....interessant fand ich eine Reportage über Los Angeles, die ein Müllzentrum mit 80 Prozent Recycling ohne grünen Punkt o.ä. hinbekommen ...."

Die Kritik muß sich an die Politik richten. Der Einzelne kann viel zu wenig bewegen. Er kann sich dem Verpackungsmüll kaum entziehen. Das was man einkauft wurde vorher alles eingepackt. Die relativ steigende Armut eines immer größer werdenden Teils zumindest der arbeitenden Menschen zwingt zu preiswerten Einkäufen.
Müll muss vermieden werden, andernfalls leben wir auf Kosten der folgenden Generationen. Dies hat zur Folge, dass die Gewinne der Konzerne und damit deren Eigner weniger schnell wachsen - stellen Sie sich Aldi ohne Verpackungsmüll vor! Das geht nicht. Man bräuchte zusätzliche Verkäufer. Glaubt jemand, die Aldi-Eigner verzichten wegen der Umwelt auf Gewinne? Wohl kaum.

@09:41 von Zsolt Jasko

Wandert hier alles in einen Behälter und wird anschließend als Restmüll verbrannt?

Das wäre ja sogar besser. Bei den getrennten Plastik-Abfällen, also dem, was im gelben Sack landet, ist es nämlich schlimmer, wie Text und Grafik des Artikels zeigen.

Mehr als die Hälfte wird sowieso "energetisch recyclet". Also verbrannt. Von dem Rest wird ein beträchtlicher Anteil ins Ausland verschifft. Zumindest das hat man beim Restmüll nicht.

Probleme mit dem Wachstum

Stellt man die Frage, wie die Verbraucher 1997 mit so wenig Verpackungsmüll (s. Grafik im Artikel) zurecht gekommen sind, müsste dessen Anstieg über die Antworten recht schnell zu ermitteln sein.

So könnte man die stets wiederkehrende Empörung darüber mal mit Ursachenforschung anreichern und daraus zielgerichtete Maßnahmen ableiten - wenn man es dann auch will.
Weil die gängige Standardausrede "Die Verbraucher wollten es so" kann diesmal nicht der Joker sein, wenn vor 20 Jahren mit viel weniger Müllanteilen konsumiert werden konnte.

Dass die Verbraucher es nicht so wollen, zeigen hier ja schon die angerissenen Vermeidungsstrategien im persönlichen Bereich. Daraus schließt sich die Frage an: Wer würde bei rigorosen Verboten am meisten leiden, wenn für Verbraucher und erst recht für die Umwelt dieser Verpackungsterror in großen Teilen verzichtbar ist?

@09:53 von Sisyphos3

Vorschlag bitte wie der Aldi das sonst machen soll
ne Verkäuferin hinstellen welche die Wurst in eine mitgebrachte Tüte verpackt ?

Ja, genau.

Verpackungsmüll

Mehr Wachstum bedeutet zur Zeit mehr Müll. Mehr globaler Handel, noch mehr Müll. Freihandelszonen auf der ganzen Welt, das ist der Todesstoß für unseren Planeten. Die größte Freihandelskönigin ist Frau Merkel und Ihre christliche Wertegemeinschaft in Deutschland und der EU!
Ein herzliches Dankeschön, kann man da nur sagen.

Mehrweg etwas günstiger anbieten

Es wäre schon viel gewonnen, wenn man verstärkt kleine Anreize schafft, Mehrweg zu nutzen. Ein Beispiel: An der Hochschule an der ich studierte, konnte man (zumindest an einer Stelle) bei den Kafeeautomaten auswählen, ob man einen Becher mitziehen wollte oder nicht. Im letzeren Fall musste man eine eigene Tasse drunterstellen - und bekam den Kaffee für 10 Pfennig (ja, so lang ist das her) günstiger. Wäre auch für Coffee-To-Go eine Möglichkeit.

12:23 von wurzelpurzel

«Müllproduktion ist demnach Hauptschuld der städtischen Bevölkerung, die ihr Gewissen damit beruhigt, daß sie Ökostrom konsumiert und sich ansonsten einen Dreck um die Umwelt schert.»

Ist demnach … wonach Schuld der städtischen Bevölkerung …?
Umweltaspekte sind in Städten nicht weniger als auf dem Land.
Mitunter sogar aber mehr + stärker beeinträchtigend

Ist bei allen Themen zu Umwelt, Energieversorgung, Müll, … nie Sinn gebend, das Verhalten der Bevökerung … hier und da … gegen einander aufzurechnen. Dem einen dies … dem anderen das … negativ vorzuhalten.

Ist nicht bei einem einzigen Problem hilfreich + Erfolg verspreched …

Steuergeschenke abschaffen

Wieso wird außer Haus mit 7%besteuert und bei Verzehr vor Ort 19%. Es wäre logisch wenn nur bei 100% tigen verzicht von Einwegverpackungen mit 7% versteuert wird und alle anderen mit 19%.

@Wanderfalke

"Stellt man die Frage, wie die Verbraucher 1997 mit so wenig Verpackungsmüll (s. Grafik im Artikel) zurecht gekommen sind, müsste dessen Anstieg über die Antworten recht schnell zu ermitteln sein."

Sehr gute Frage! Wissen Sie zufällig die Antwort?
Aldi & Co. gab es damals ja auch schon. Und wir haben die Wurst damals auch schon abgepackt gekauft.

11:22, Wikreuz

>>Es wird soviel Plastik produziert wie die Regierung es will, bzw.. zulässt<<

Ja, richtig.

Wenn man nicht will, daß die Regierung will oder zulässt, dann müsste man eine andere Regierung wählen. Wird aber schwierig, wenn ich mir die Kommentare zum Grünenparteitag ansehe. Ich weiß nicht, wie oft ich da das Wort "Verbotspartei" gelesen habe.

um 13:21 von morph63

>>"Müllvermeidung ist reine Willenssache und fängt bei einem selbst an. Tipps zur Müllvermeidung gibt es zu Haufe."<<

Das denke ich auch und jeder sollte da bei sich anfangen? Bei mir ist das schon so´ne Art Sport geworden. Wo kann ich Verpackungsmüll vermeiden? Wie kann ich Alternativen einsetzen? Und belohnen tue ich mich dann mit einem etwas besseren Gewissen was ich mir einrede. Hört sich vielleicht komisch an, ist bei mir aber so und oftmals sind es nur kleine Dinge (Kasten Wasser mit Glas- anstatt PTE-Flaschen, ist zwar schwerer, aber...) die schon weiterhelfen und in Summe kommt da im Jahr schon was bei rum.

11:30, Sisyphos3

>>11:17 von Stefan T
beschweren Sie sich bitte bei den dafür zuständigen Unternehmen und nicht bei "der Politik"!
.
warum den Unternehmern ?
die machen das was im Gesetz/Verordnung steht - zumindest in der Theorie
und die Gesetze machen Politiker, nach welchen Vorgaben ??
vielleicht dass ihre Partei nicht zu kurz kommt, sie nen Beraterjob kriegen können,
wenn´s in der Politik nicht mehr so läuft
... weil sie sich dem Wählerwillen verpflichtet fühlen,
keine Ahnung suchen sie sich was aus<<

Oder vielleicht auch deswegen, weil sie nicht als Verbotspartei tituliert werden wollen?

Lesen Sie doch bitte noch einmal ihre eigenen Kommentare zum Grünenparteitag durch.

@ 12:47 von schabernack

"Es gibt seriöse vergleichende Betrachtugen."
.
Von Wem? Amazon und Zalando?

.
"Hängt vor allem davon ab, wo der Konsument wohnt.
Auf dem Land liegt der Online-Handel "in der Öko-Bilanz" besser."
.
Besser? Statt einmal im Monat oder alle zwei Monate in die nächste Stadt zu fahren und sich zu überlegen, was man braucht? Dinge real anzufassen, anzuschauen und anzuprobieren? Oder sich mitbringen zu lassen?
Wenn ein Transporter aus der Stadt jeden Tag 200km über das Land fährt um Ihnen irgendwelche Sachen zum Ausprobieren zu bringen? Und Sie zur Post müssen um den Rest wieder zurück zu schicken?
WIr leben hier nicht in der sibirischen Tundra oder in einer entlegenen Bergregion in Japan.
Das ist Bequemlichkeit.
.
"In Städten weniger eindeutig zu bestimmen."
.
Aha. Nicht? Also fünf Stationen mit Bus oder Bahn zu fahren läßt sich nicht eindeutig bestimmen? Vermutlich.......
Dann lieber den Paket-Dienst und nachher die Papiertonne voll mit Müll......

@ 12:54 von eine_anmerkung

"In dem Fall wäre das Problem wohl eher der Einkauf mit dem Auto.
Lässt sich aber nicht immer vermeiden. Und manchmal reicht die Jutetasche dann doch nicht aus."<<

... dann nehme ich halt zwei, wo ist das Problem? Habe immer fünf im Kofferraum, aber ohne Auto geht das bei mit leider wirklich nicht."
.
Ah ja........
Aber Diesel oder?
Kein Fahrrad?
Oder ÖPNV?

@Denkerist - Müll vermeiden

Genau, man muss versuchen so viel Müll bzw. Verpackungswahnsinn zu vermeiden, wie möglich.
Und das kann jeder für sich. Auch der Einzelne hat da viel in der Hand. Ich kann mir 10 Bücher in einer Online-Handlung bestellen oder 10 x 1 Buch. Ich kann meine Bestellungen behalten und nicht die Hälfte davon - geplant - wieder zurückschicken. Ich kann …
Alles, was ich vermeide, führt letzten Endes dazu, dass sich ein Händler Gedanken machen muss, wie er in Zukunft vorgeht.
Ich habe durch mein Verhalten - und es gilt: tue Gutes und sprich darüber - schon das Verhalten von Kollegen und Nachbarn geändert. Statt 3 gelben Säcken, werden es nur noch 2. Bei uns 1, aber das wird auch noch weniger.
(Übrigens: ich kaufe nur Bio-Salat. Da hat der Kassierer kein Problem, etwas unterscheiden zu müssen. Die haben auch kein Problem, total exotische Früchte in ihrem Büchle zu finden, und kennen ihre Kartoffelsorten. Die machen das schon lange.)

13:01 von Louis2013

"Als einer der Gründe für die Flut von Verpackungsmüll werden Lebensmittel und Getränke zum Mitnehmen sowie kleinere, in Plastik verpackte Portionen genannt. Daran sind aber nicht die Verbraucher schuld"

"Schuld" ist der Verbraucher nicht, aber er ist der Verursacher:

a. Menschen werden immer älter, leben dann oft auch alleine, und sie brauchen kleinere Portionen.
Die Geschäfte richten sich danach und bieten kleinere Portionen an.

b. Das gleiche gitl auch für jüngere Singles.

"Es ist der Hygienewahn der deutschen Behörden"

Ach so. Die Behörden üben sinnlosen Terror über die Deutschen aus.
Ganz von sich aus, ganz gegen den Willen der Verbraucher wohl auch noch, oder?

"In den Jahren nach dem Krieg gab es keine Plastikverpackungen und die Kinder von damals sind alle groß und stark geworden."

Alle groß und stark geworden?
Hier wird deutlich, dass Ihr Plädoyer erfunden ist.

13:49 von DrBeyer

«Stellt man die Frage, wie die Verbraucher 1997 mit so wenig Verpackungsmüll (s. Grafik im Artikel) zurecht gekommen sind, müsste dessen Anstieg über die Antworten recht schnell zu ermitteln sein.»

«Sehr gute Frage! Wissen Sie zufällig die Antwort?
Aldi & Co. gab es damals ja auch schon. Und wir haben die Wurst damals auch schon abgepackt gekauft.»

1997 waren nicht annähernd so viele "One-Person-Packs" zu kaufen.
Wie in 2007, wie in 2019.

Keine (so weit ich mich erinnere) Salate in der großen Plastikschachtel.
Darin ein kleiner Einsatz aus Plastik mit ein paar Stückchen Schinken + paar Maiskörnchen. Kleines "Plastik-Döppchen" mit Soße drin. Tütchen mit Nüsschen / Cashews. Plus Plastikgabel dazu.

Auf der Verpackung ein Symbol:
"Zusammen mengen + die große Schachtel kräftig schütteln". Lecker …

Ein Beispiel der wundersamen Plastikvermehrung. Ein Beispiel.
Aber eines mit dem Exempel + dem Stempel des Grauens.

Muss man mal Gewichte des Inhalts vs. der Verpackung abwiegen …

Vorgaben helfen

Pakete nach m3 besteuern oder eine Kartonabgabe. Im Digitalalter müsste das doch einfach möglich sein. Onlineeinkäufe haben meist hohes Leervolumen, da es kostet überlegt zu verpacken und den Raum auszunutzen.
Kaffee to go Becher u.ä. müssten mit so hohen Gebühren belegt werden, dass die Keiner mehr nimmt.
Übrigens zu "friday for future " gehen und hinterher nimmt der Lehrer einen Kaffee to go. Alles schon erlebt. Wenn die Einsicht nicht kommt ist Politik gefragt. Übrigens Pappkarton mit Alufolie u.a. lassen sich kaum wiederverwerten. Wieso darf soetwas noch hergestellt werden? Regional fördern. Wenn das Produkt oder dessen Bestandteile nicht erst um die halbe Welt gekarrt werden, kann es u.U. einfacher verpackt werden.
Aufklärung zu Pseudomaterial wie Bambusgeschirr tut ebenso Not. Auch ich bin auf Bambus reingefallen.

Ich liebe Kaffee im Becher...

Ich liebe Kaffee im Becher...

13:56 von fathaland slim

sie argumentieren sehr merkwürdig ?
"Verbotspartei"
wenn ich nicht zulasse dass Elektronikschrott als Elektronikbauteile deklariert wird
und in Afrika landet ??
oder generell die Ausfuhr von Müll verbiete ?

@ Schabernack, DrBeyer, Wanderfalke

"Stellt man die Frage, wie die Verbraucher 1997 mit so wenig Verpackungsmüll (s. Grafik im Artikel) zurecht gekommen sind, müsste dessen Anstieg über die Antworten recht schnell zu ermitteln sein.

Sehr gute Frage! Wissen Sie zufällig die Antwort?
Aldi & Co. gab es damals ja auch schon. Und wir haben die Wurst damals auch schon abgepackt gekauft.
.
Die Grafik gibt lediglich an, wie viel Tonnen Plastikmüll jährlich recycelt wird und zeigt damit, dass jährlich mehr Plastik recycelt wird. Dies hat nichts mit der Gesamtmenge an Plastik zu tun, diese könnte (ist sie vermutlich jedoch nicht) sogar gesunken sein. Leider wird in dem Artikel nichts darüber ausgesagt, welches Verpackungsmaterial in welcher Menge über die Jahre verbraucht wird. Der Anstieg des Verpackungsmülls könnte beispielsweise allein mehr verkauften Gemüsegläsern geschuldet sein.

@10:05 von eine_anmerkung

Ich habe immer im Kofferraum eine Jutetasche liegen

Janee, isklar! Ein bis zwei Tonnen Blech zum Einkaufen bewegen, damit die Jutetasche dabei ist...

Also, ich erledige meine Einkäufe seit 50 Jahren zu Fuß und per Fahrrad. Geht!

11:22 von Wikreuz

“Es wird soviel Plastik produziert wie die Regierung es will, bzw.. zulässt.“

Lesen Sie dazu die Kommentare der User zum Grünen-Parteitag. Oder die Kommentare zu anderen “grünen“ Themen.
Unfähig und Verbotspartei sind nur zwei Aussagen. Da ist dann zu lesen 'Ich' will mir als Verbraucher nichts vorschreiben lassen! 'Ich' weiss selbst was ich zu tun und zu lassen habe! Wieso soll 'ich' anfangen?

Teamwork

Leider ein weltweites Problem. Gibt z.B. Bananen in Plastikfolie eingeschweisst. Die Politik traut sich nicht, von Einzelfaellen abgesehen, klare Verbote auszuprechen und der Unternehmer hat einfach kein Verstaendnis bzw. dem fehlt es an erweiterten Bewusstsein und Verantwortungsgefuehl. Beide sind ein super Team, dass den Untergang beschleunigt. Mit diesem hartnaeckigen "mindset" wird auch der aktuelle Kampf gegen die Klimakatastrophe keinen Erfolg zeigen. In gewohnter Manier, wie in der Werbung, werden stattdessen Vorteile und Erfolge ausgemalt und praesentiert. Gelegentlich, wie nun in dem Bericht, taucht ein Stueckchen Wahrheit, wie die Spitze eines Eisbergs, auf. Wenn alle sehen wuerden, wie es unter Wasser aussaehe... das geht garnicht. Dantes Hoelle, wer will das sehen?

13:58 von NeutraleWelt / @schabernack

Ich: «Es gibt seriöse vergleichende Betrachtugen.»

Sie: «Von Wem? Amazon und Zalando?»

Nicht von denen. Von Kaufhof und Karstadt …

Und vom ZDF-Magazin "WISO".
Begleiteten 2 Reporter je 2 Tage lang 2 Auslieferungsfahrer.
Einer in der Großstadt, einer auf dem Land.
Nicht Berlin, nicht Dingenskirchen.

Plus Recherche bzgl. Lieferketten, Verpackungs-Recycling.
Umgang mit Retouren, Zusammenstellung der Routen.

Bei kluger Planung fahren die Fahrer in Städten selten mehr als 30 bis 35 km pro Tag, wenn sie ausliefern. Auf dem Land mehr. Aber dort sind auch die Wege der Käufer zu den Geschäften weiter.

«Und Sie zur Post müssen um den Rest wieder zurück zu schicken?»

Ich bestelle nie bei Online-Händlern. Nie bis niemals …
Kann ich mir aber dennoch Gedanken drüber machen.
Untersuchungen von Amazon & Zalando zum Thema lesen.

«Das ist Bequemlichkeit.»

Ich lebe in Köln.

«Transporter … jeden Tag 200km über Land fährt …»

Wieviele km führen die Käufer selbst zu Läden …?

@ um 11:07 von eine_anmerkung

"um 10:44 von Margareta K.
>>"Bei manchen Artikeln (Blaubeeren ..) ist das logischerweise nicht möglich."<<

Ist das wirklich logisch? Könnte hier nicht eine Pappschachtel verwendet werden deren Deckel geöffnet präsentiert wird damit der Kunde die Ware (Fäulnis etc.) beurteilen kann und die der Kunde dann bei Kaufwille verschließt (Pappschachtel) und mit zur Kasse nimmt (nurmal so nachgedacht?):"
.
Die Pappschachtel müsste hygienisch sauber sein, Altpapier ist hierfür wenig geeignet. Zudem ist die Pappschachtel schwerer als das Plastik, die Menge an Verpackungsmüll würde somit stärker steigen. Zu guter letzt ist Papier auch nicht sehr ökologisch, vermutlich ist die sehr leichte Plastikschale ökologisch gesehen die bessere Alternative.
Darüberhinaus geht es um das Mitbringen eigener wiederverwertbarer Verpackungsmaterialien, hierfür Heidelbeeren lose anbieten ist aufgrund der Konsistenz der Ware problematisch.

@DrBeyer - 13:49

@Wanderfalke
Stellt man die Frage, wie die Verbraucher 1997 mit so wenig Verpackungsmüll (s. Grafik im Artikel) zurecht gekommen sind, müsste dessen Anstieg über die Antworten recht schnell zu ermitteln sein.

"Sehr gute Frage! Wissen Sie zufällig die Antwort?
Aldi & Co. gab es damals ja auch schon. Und wir haben die Wurst damals auch schon abgepackt gekauft."

Sie dürfen sich gerne auch mal die Grafik im Artikel ansehen. Bei der dort dargestellten Zunahme von Verpackungsmüll wird sich dieser Anstieg nicht über den zunehmenden Verkauf von abgepackter Wurst erklären.

Die Antworten müssen darauf abzielen, wie sinnvoll die Maßnahmen sind, die der Verpackungsmarkt seitdem entwickelt hat.

Die eingeschweißte Wurst ist da noch erklärbar, ein USB-Adapter in einem 10 x 16 cm großen Plastikformat mit Karton umhüllt weniger - darum geht es.

13:59 von NeutraleWelt

Ihre Antwort an @ 12:54 von eine_anmerkung

Ah ja........
Aber Diesel oder?
Kein Fahrrad?
Oder ÖPNV?

Nein, das geht nicht immer.
Ich habe Verwandtschaft auf dem Land. Die nächsten (größeren) Einkaufsmöglichkeiten sind ca. 35km entfernt. Der Bus fährt tatsächlich 2x am Tag - einmal morgens, einmal mittags. Zurück entsprechend einmal mittags, einmal abends.
Ich glaube, dass selbst Sie da mit dem Auto (nicht Fahrrad ider ÖPNV) fahren würden. Vor allem, wenn auch noch ein Zeitproblem dazu kommt.

@ um 13:01 von Louis2013

"Hygienewahn
Als einer der Gründe für die Flut von Verpackungsmüll werden Lebensmittel und Getränke zum Mitnehmen sowie kleinere, in Plastik verpackte Portionen genannt. Daran sind aber nicht die Verbraucher schuld. Es ist der Hygienewahn der deutschen Behörden, die meinen, dass jeder einzelnen Coli-Bakterie der Garaus gemacht werden muss. In den Jahren nach dem Krieg gab es keine Plastikverpackungen und die Kinder von damals sind alle groß und stark geworden."
.
Gottseidank haben wir diesen 'HygieneWahn'. Menschen mit transplantierten Organen brauchen diese Hygiene. Sie dürfen keine Lebensmittel essen, die länger als 24 Stunden geöffnet sind. Dafür brauchen Sie Lebensmittel in sehr kleine Portionen verpackt.
Alles nicht so einfach, vieles hat ein Für und ein Wider.

@ 14:22 von Ulli62

"exotische Früchte
Nur zur Sicherheit:
nicht dass jetzt jemand glaubt, ich kaufe exotische Früchte.
Regional, saisonal und so. So kauf ich ein."
.
Aha......
Ich argumentiere jetzt mal wie unsere Amazon- und Zalando-Freunde, Landbewohner oberhalb:
Warum? Der Frachter fährt doch sowieso und der Flieger fliegt doch auch?
Woher wollen Sie die "Öko-Bilanz" kennen?
Außerdem kann man Flüge "kompensieren"?

Also: Kein schlechtes Gewissen!

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

um 14:19 von rr2015

>>"Aufklärung zu Pseudomaterial wie Bambusgeschirr tut ebenso Not. Auch ich bin auf Bambus reingefallen"<<

Würden Sie mir bitte erklären warum Sie mit Bambus negative Erfahrungen gemacht haben? Vielen Dank dafür im Voraus.

Darstellung: