Ihre Meinung zu: Ferientermine: Bayerns Biorhythmus macht den Norden sauer

28. November 2019 - 10:02 Uhr

Drohungen, Verbalattacken und eine Ermahnung: Der Streit der Bundesländer um die Termine für die Sommerferien wird schärfer. Berlin keilt gegen Bayern, doch die bleiben bei ihrem Nein - und verweisen auf ihren Biorhythmus.

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Kommentare

62 Millionen Kraftfahrzeuge

Auch wenn sich Bayern und Baden-Württemberg künftig in ein rollierendes Feriensystem fügen würden: Auf den Autobahnen würde sich nicht viel ändern. Sie sind und bleiben hoffnungslos verstopft. Baustellen und Unfälle sorgen für Staus ohne Ende. 83 Millionen Menschen bewegen hierzulande 62 Millionen Kraftfahrzeuge. Der Verkehrskollaps ist Programm.

Der Föderalismus sei

Der Föderalismus sei gefährdet, sagte Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, im Deutschlandfunk. "Es kann nicht sein, dass einige glauben, Föderalismus ist dazu da, dass sie einfach ihre Eigeninteressen durchsetzen können, sondern es ist ein Geben und Nehmen", sagte der SPD-Politiker.

Ich bin mir sicher Bayern und BW sehen den Länderfinanzausgleich als ein dauerndes Nehmen anstatt Geben.
Das sich dann der Bürgermeister des größten Nehmers aufplustert ist schon drollig.
Wie ging der Spruch nochmal?
Wer zahlt schafft an?

Ferientermine

Das ist wieder typisch für die deutsche Kleinstaaterei im Bildungswesen. Natürlich versuchen Bayern und BW an ihren Privilegien festzuhalten. Ein Rotationsprinzip für alle Bundesländer ist ja eigentlich nicht so schwer zu verstehen und ab 2025 organisierbar. Viel wichtiger ist, dass man in den wichtigen Fächern die Lehrpläne anpasst und nicht jedes Bundesland macht, was es will - und alle machen mit. :-(

Geben und Nehmen

Tja Herr Müller, das mag für Hamburg noch halbwegs durchgehen. Aber Bayern ist der größte Geber in unserem Föderalstaat. Da kann man auch mal die Ferien selber festlegen. Zumal wir in Bayern auch die längsten Autobahnen haben und sich alles bei uns (und in BaWü) Richtung Süden sammelt.

Ich sehe das Problem nicht. Es kann nur gut sein, wenn die Ferien möglichst asynchron stattfinden. Wenn alle im gleichen Zeitraum Ferien haben, DANN werden die Straßen erst richtig voll und dann geht das Geheule erst wirklich los.
Zudem ist es auch für die Tourismusbranche hierzulande besser - und auch für die Touristen - wenn nicht alle Ferienunterkünfte in 2 Monaten überbucht sind und vielleicht manche nicht kommen können, die sonst noch Geld in die Kasse gebracht hätten.

und ist der Plan auch gut gelungen ,,,

bestimmt verträgt er Änderungen.
Wir ändern morgen
wir ändern heut
wir ändern alles
zu jeder Zeit
das es alle Menschen freut.
Sö ähnlich fing ich mal einen Spruch auf
der ein Gedicht sein sollte doch es trifft den Kern zu diesem Thema und die Frage bleibt eben halt nur : Warum will man immer alles ändern?
Deutschland ist ein förderativer Bundesstaat und die Ferienregelungen liegen bei den Bundesländern und ich frage mich jetzt auch warum will man dies ändern oder gibt es keine wichtigeren Themen in der Politik?
Man muß nicht zwingend alles ändern nur damit es Änderungen gibt.

Geben und Nehmen

"Der Föderalismus sei gefährdet, sagte Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, im Deutschlandfunk. "Es kann nicht sein, dass einige glauben, Föderalismus ist dazu da, dass sie einfach ihre Eigeninteressen durchsetzen können, sondern es ist ein Geben und Nehmen", sagte der SPD-Politiker."

Wann genau hat der Finanzausgleichsempfänger Berlin seit 1990 schon einmal "gegeben"?

Schmarrn! Aus den Südländern!

Wie mir dieser Spruch, "Das haben wir schon immer so gemnacht!" auf den Kekes geht. Ich bin selber aus Baden-Württemberg. Ich fands als Schüler doof und jetzt als Papa auch. Der Großteil des Sommers ist rum, wenn die Kinder Ferien haben. Man brütet 6 Wochen in der Hitze und dann wird es schon wieder langsam kühler und die Abende kürzer. Wenn ich mich recht erinnere wurde diese Regelung mal gemacht, dass die Kinder bei der Ernte helfen können. So viel wird hier nicht geerntet, als dies (noch) gerechtfertigt wäre. Ich würde mich sehr freuen, wenn BW auch mal im Sommer Sommerferien hätte.

Bayern verweigert Ferienänderung

Seit zig Jahren ist es so dass Bayern als letzter Ferien hat, bis in den September hinein. Das bedeutet dass Bayern mit ihren Kindern zu Nachsaisonpreisen Urlaub in ihrer Hauptsaison machen können. Total ungerecht!
Und jetzt einfach sagen, wir ändern nix das war schon immer so und soll so bleiben, zeigt wieder einmal die unkooperative Haltung der Bayern. Bayern first...... Wir machen was wir wollen, die anderen interessieren mich nicht.......

Ferientermine

Ich kann die Nordländer gut verstehen,
B-W und Bayern sollen Sie finanzieren und Sie wollen alles andere bestimmen wann die Ferien in den einzelnen Bundesländern statt zu finden haben wie das Abitur aussehen soll usw. Ich mache deshalb den SPD-regierten Nordländern den Vorschlag, dass Sie mit dem von Ihnen erwirtschafteten Einkünften auskommen, dann können Sie B-W und Bayern sagen was diese zu tun haben.

Ohne entzerrte Termine

werden die Ferien ein noch größeres Stauerlebnis als heute.
Wie schon bei der Grundsteuer und beim Bildungsrat wird Bayern vorraussichtlich nicht nachgeben da wird alles Keilen nichts nutzen.

Wie im Kindergarten

Wie im Kindergarten, dieser Streit.

Als gebürtiger Baden-Württemberger habe ich lange von den späten Sommerferien (wenn der Sommer am schönsten ist) profitiert.

Nun lebe ich seit einigen Jahren in Berlin, und kann die Kritik der "Nordländer" sehr gut verstehen.

Warum sollten Bayern und BaWü automatisch immer eine Extrawurst bekommen?

Zur Not macht man es wirklich, wie Hamburg vorschlägt: Alle Länder legen ihre Sommerferien selbst fest.

Dann haben alle im Juli und August frei.

Der dann entstehende Stau wirkt hoffentlich als Mahnung und Lehre für starrköpfige Politiker aus dem Süden.

Föderalismus bedeutet eben auch...

Föderalismus bedeutet eben auch, dass jedes Bundesland eigene Entscheidungen treffen darf. Es gibt kein Recht auf eine Einigung. Deswegen den Föderalismus in Gefahr zu sehen mag vielleicht politisch ebenso opportun sein, wie täglich die Demokratie in Gefahr zu sehen. Langfristig trägt das nur zur allgemeinen Verunsicherung bei.

Mir ist schon klar, warum linke Kräfte für Zentralisierung eintreten: Die Menschen könnten sich ja gegen deren bildungspolitische Ansätze entscheidenm in dem sie in den Süden ziehen. Hamburg und Berlin sind gute Beispiele dafür, warum wir den Bildungsföderalismus brauchen. Die können gerne ihre ideologiegetriebene Bildungspolitik machen. Aber ich bin ganz froh über die Möglichkeit meine Kinder im Süden zur Schule schicken zu können.

Bayern

Den bayerischen Biorhythmus gibt es gefühlt seit mehr als 50 Jahren, damals sind die Hanseaten eher selten im Urlaub nach Bayern gekommen, jetzt wollen sie auch nach Kroatien oder an den Gardasee, das ist wirklich verständlich. Aber die Terminplanung hätten sich die Nordländer schon wesentlich früher überlegen müssen. Jetzt eine uralte Ordnung auflösen hat nichts mit Föderalismus zu tun, sondern eher mit Anmaßung.

Kindergarten par excellence!

Dass sich erwachsene Menschen über solch ein völlig irrelevantes Thema ereifern können, ist für mich mehr als erstaunlich. Gibt es denn keine wichtigeren Themen zum Thema Bildung? Übrigens: Das schwäbische Ingenieursdogma »Das haben wir schon immer so gemacht« ist und bleibt definitiv kein Argument.
Warum bhieß es eigentlich nicht gleich: »Weil ich es sage«?

Hurra...

Herr Müller möchte den Föderalismus gleich abschaffen.
Endlich. Dann haben wir endlich ein bundesweit einheitliches Bildungssystem. Das wurde auch Zeit.
Aber wenn es dann nur ein Deutsches ist, wird es wiederum nicht mit dem Gleichbehandlungssatz der EU übereinstimmen. Die könnten wir dann ja auch noch gleich mit abschaffen.
Zeit wird´s. Danke Herr Müller.

So,so Berlin verweist auf "geben und nehmen"

das ist äußerst witzig! Besonders mit Blick auf Bayern.

Aha

"Es kann nicht sein, dass einige glauben, Föderalismus ist dazu da, dass sie einfach ihre Eigeninteressen durchsetzen können, sondern es ist ein Geben und Nehmen"

Wann fängt dann Berlin mal mit dem 'geben' an. Beim Länderfinanzausgleich werden seit Jahrzehnten die Hände aufgehalten. Wie meinte schon Herr Wowereit “wir sind arm aber sexy“. Deshalb gibts in Berlin auch etliche Zuckerl, die in Bayern und BW von der Bevölkerung bezahlt werden müssen.

Die Streber einbremsen

Im Förderalismus ist es wie im Klassenzimmer. Wer mit guten Leistungen glänzt, zieht den Unmut aller anderen auf sich und kriegt Druck.

@ einige hier

Was haben die Ferientermine mit dem Länderfinanzausgleich zu tun? Wer einzahlt bestimmt die Ferientermine? Wie kann man auf so eine unsinnige Korrelation kommen?

Nur Bayern und Baden-Württemberg...

Was heißt hier "Nur Bayern und Baden-Württemberg beteiligen sich bisher nicht an diesem Wechsel, für sie ist der letzte Sommerferientermin reserviert."?
Da sieht man mal wieder, wie kurz hier das Gedächtnis oder wie mangelhaft recherchiert ist: Sehr wohl hatten wir in BW schon mal das rollierende System (habe es selbst mitgemacht). Das hat man dann 1995 abgeschafft, um einer gewissen Industrie eine bessere Planbarkeit zu verschaffen. Und genau daran wird auch eine Rückabwicklung scheitern. Leider ist es ja so, dass durch den späten Termin die Sommerferien oft zu gefühlten Herbstferien verkommen...

Geben und Nehmen

"Es kann nicht sein, dass einige glauben, Föderalismus ist dazu da, dass sie einfach ihre Eigeninteressen durchsetzen können, sondern es ist ein Geben und Nehmen"

Ja da liegt er vollkommen richtig der Herr Müller. Und da Berlin so gern nimmt, dürfen die gerne auch mal geben.

Ferien in Juli und August ...

sind sinnvoll, bei 8 Wochen Ferien und 3-4 Wochen Urlaub der Berufstätigen kann ein Mensch mit Eigenverantwortung gut handeln.
Übernehmt nur nichts Positives aus der ehemaligen DDR .....
Unterricht im August bei Hochsommertemperaturen ist ein Unding, Sommerferien im Juni ebenfalls.
Die Abzocker von der Ferienindustrie verdienen mein Mitleid nicht.

10:41 von madri02

“Der dann entstehende Stau wirkt hoffentlich als Mahnung und Lehre für starrköpfige Politiker aus dem Süden.“
Sie glauben, dass es sonst keinen Stau gibt? Dann sind Sie noch nie in Bayern zu Ferienzeiten unterwegs gewesen.

Keine fixen Termine ?

Wie wäre es, wenn von Anfang Juli bis Ende September an allen Schulen in allen Bundesländern kein Frontalunterricht stattfindet und stattdessen in kleinen Gruppen individuell gelernt und gearbeitet ?
Dann könnten die Lehrer und auch die
Schüler individuell während dieser Zeit bis zu 4 Wochen Urlaub nehmen. Gleichzeitig könnten Lehramtsstudierende ihr Praktikum in diesem Individualunterricht absolvieren und vieles mehr.

Unnötiger Streit

Natürlich sieht es doof aus, wenn 2 Länder auf ihren Regelungen beharren. Und natürlich ist "Hilfe bei der Ernte" heutzutage kein Argument. Aber alle Argumente, die ich weiter oben gelesen habe sind nicht zutreffend.
Das Wetter ist nicht immer im August besser als im Juli. Laut Wetterstatistik ist der August der niederschlagsreichste Monat in Bayern. Nebensaison? Wer ab München fliegt hat genau bis zum Ferienende Hochsaisonpreise im Katalog. Für die Hotels im Süden ist der ganze August Hochsaison, weil auch in diesen Ländern dann Ferien sind. Dann käme also nur noch evtl. die 1. Woche im September günstiger.
Mir ist es inzwischen egal, weil meine Tochter aus der Schule ist.
Ein Problem für Bayern und BW sind deren Pfingstferien. Die sind für viele Eltern hier eine beliebte Urlaubszeit. Und die müssten wegfallen, wenn Pfingsten mal wieder spät ist und die Sommerferien schon im Juni begännen. Aber auch das wäre lösbar, dann gäbe es in diesen Jahren eben keine.

Nicht so einfach

Um mal des Problem etwas weiter zu denken, wenn ich Bayern die Sommerferien früher beginnen verschieben sich auch die Abstände zu den andere Ferien und diese hängen an dern Feiertagen wie Allerheiligen, Ostern, Pfingsten, usw.
2019 gingen die Pfingstferien vom 10.06. - 23.06. und decken so das Pfingstwochenende und Fronleichnam ab, wenn jetzt die Sommerferien viel früher beginnen würde sich somit auch die Zeit zwischen den Ferien stark verändern und teilweise so kurz werden das man auch andere Ferien verschieben müsste, also mit mal eben nur Sommerferien verschieben ist es eben nicht getan.

10:47 von KaBa2

Ihr Kommentar enhält genau die 3 Worte, die Ihnen am wichtigsten sind: " Ich", " Meine", "Mir". Sämtlich Possessivpronomen.

Mehr ist zur weiteren Erklärung des süddeutschen Motivgemenges eigentlich auch schon nicht mehr nötig. Das Übliche halt.

Unsolidarisch und Vergesslich

Die Arroganz mit der seitens Bayern hier agiert wird ist sehr befremdlich.
Zu dem Thema Finanzausgleich ist zu sagen, dass Bayern, wie auch Baden-Württemberg, bis Anfang der 80er Jahre (ca. 40 Jahre lang) "auf Kosten" der anderen Bundesländer sehr gut gelebt haben.
Und auch heute gibt es in Bayern noch Regionen die wahrlich nicht durch Reichtum glänzen.
Nebenbei, Schloß Neuschwanstein wurde auch von den "Sau"-Preußen finanziert.
Einfach mal ein bißchen Demut wäre angebracht.

@10:40 von manutu

Sie sind einer der Wenigen, der sich beschwert. Ich habe den späten und dadurch ab Ende August/Anfang September immer wieder sehr günstigen Familienurlaub genossen.

Warum vermischen hier immer

Warum vermischen hier immer wieder so viele Dinge, die nichts miteinander zu tun haben? Weil man sich so gut echauffieren kann? Weil man sich gegen andere abgrenzen kann? Um sich besser zu fühlen...?
Das Thema ist eine koordinierte Festlegung der Ferientermine, um es für die _gesamte_ Republik optimal zu gestalten.
Eine Ferienterminabsprache hat kausal nichts mit dem Länderfinauzausgleich zu tun.

Mir perönlich ist übrigens der bayrische Ferientermin ein bisserl spät...

Schulsystem bitte ent-föderalisieren

Natürlich leben unzählige Kultusministerien, deren Mitarbeiter, Sachbearbeiter, Ministerialdirigenten usw. in allen Bundesländern und Stadtstaaten sehr gut vom System, wohl genährt, und genauso unzählige Schulbuchverlage sehr, sehr gut von der völligen Zerfledderung der deutschen Bildung. Von Bremen, Saarland, Hamburg, Berlin bis hin zu Bayern, Niedersachsen, NRW usw.
.
Leidtragende sind aber die Bundesbürger insgesamt. Unser Deutschland, was sich eben nicht regional sondern national, bestenfalls europäisch aufstellen muss. Die Schüler sind seit Generationen auf Gedeih und Verderb den Bundesländern und deren unsäglichen "Ideen", das Rad von Landtagswahl zu Landtagswahl ständig neu zu erfinden zu wollen, bedingungslos ausgeliefert.
.
Das Niveau, die Anforderungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Das ist dann weder gut oder schlecht für einen Ministerpräsidenten, sondern einfach nur schlecht für den Standort Deutschland und noch schlechter für alle Kinder.

Föderalismus und seine Grenzen, wenn einer den Monarchen spielt

Hat Herr Söder eigentlich irgendwann gemerkt, dass Bayern seit 100 Jahren Freistaat ist?

Es WAR mal ein Königreich, aber aufführen tut man sich gerne noch als wäre man König.

So gut ich verstehen kann, dass ein Aufweichen beim Abitur keine Verbesserung bringt, so schwer tue ich mir mit so gut wie allem anderen, was aus Bayern tönt.

Wer König sein will, der sollte auch handeln wie ein Edelmann.

Nicht wie ein Poltergeist, der die bayerische Politik aber fest im Griff zu haben scheint.

@10:28 von alu355

Ich weis zwar nicht wie alt sie sind und deshalb es nicht wissen das bis noch vor einigen Jahren die Bayern das grösste Nehmer land wahren. Gerade Bayern hat es nötig zu meckern. Es gehört hier zwar nicht wirklich hin aber da wir gerade beim Geld sind , sollen die lieben Bayern doch erst einmal das bezahlen was ,die von ihnen geführte , Verkehrspolitik angerichtet hat (Maut) z.B. und dann reden wir weiter.

@DerVolli: Geben und Nehmen

Das kann es nicht sein.

Wer viel gibt hat nicht mehr zu sagen. Das muss mal in die Köpfe. Wir leben in einer Demokratie und nicht in einer Moneykratie.

Auch wenn man in der Realität sieht, dass Geld sich auch Recht erkauft.

Aber dem muss man Einhalt gebieten, das gehört gestoppt und nicht schöngeredet.

Erst kommt Bayern

"Und er fügte hinzu: "Wir haben das schon immer so gemacht - das hat sich gut bewährt."
Bayern.
Wie zu Kaiserszeiten.
Trump sagt America First.
Söder sagt Bayern First.
Den beiden ist der Rest der Welt egal.

Hamburg und Berlin. ..

...regen sich also plötzlich über den seit Jahrzehnten bestehenden Ferienrythmus auf. Typisch links -grün, aber das wird doch dann hier sicher wieder als "Hetze" angesehen, bei der TS.
Für mich ist das vollkommener unnötiger Bockmist, den die Politik sicher nicht jetzt auch noch braucht. Der Berliner Bürgermeister hätte genug mit der Hauptstadt zu tun, um die in Schach zu halten, anstatt sich über Ferienzeiten aufzuregen. ..

unsinnig ist schon das systhem

das ferien immer wieder verschoben werden können und nicht fest angelegt sind.

um all disen unsinn zu beenden sollte doch juli und august als sommerferien gelten. heisst zwei monate ferien für alle schulen und somit können eltern auch einfacher ihren urlaub planen.

die flexible ferienverschiebung ist schwachsinn und birngt nur unruhen für schüler, lehrer und eltern.

@Klaus Leist

"Jetzt eine uralte Ordnung auflösen hat nichts mit Föderalismus zu tun, sondern eher mit Anmaßung."

Nö, wieso?
Richtiger wäre: Besser spät als nie!

Die Anmaßung ist eher bei Bayern und BW zu sehen.
Ich habe diese Anmaßung, dass der letzte Ferientermin immer für diese beiden reserviert werden musste, nie verstanden.

Und dass aus Bayern kein einziges Sachargument kommt, sondern nur solches Geschwätz wie 'Biorhythmus, der sich gut bewährt hat', spricht Bände.

Es gibt schlicht kein sinnvolles Argument, das Bayern und BW besser stellt als den Rest der Republik.

Wo ist denn Anfang September Nachsaison?

Sämtliche Unterkünfte oder Campingplätze im Süden führen die Hauptsaison mindestens bis Mitte September. Außerdem übersehen die Frühsommerferienhaber, dass sie halbwegs brauchbare Herbstferien haben, wohingegen diese in Baden-Württemberg und Bayern irgendwann Ende Oktober liegen.
Aufgrund der Etablierung der zweiwöchigen Pfingstferien im Mai oder Juni werden sich diese Länder auch kaum auf eine Vorverlegung der Sommerferien einlassen. Warum auch? Welcher Schüler an der Nordseeküste legt eigentlich Wert auf eine freie Zeit, wo bei ihm bereits die ersten Herbststürme toben? Zumindest wettertechnisch ist es doch gut so, wie es ist.

Wenn das unsre dringendste

Wenn das unsre dringendste Probleme in Deutschland sind ist ja alles in Ordnung. Typisch deutsch in klein klein verzetteln alles kaputt diskutieren anstatt einfach mal machen. Dann lasst doch einfach jeden Ferien machen wann er will. Lasst den Verkehr zusammenbrechen vielleicht hilfst ja beim Umdenken.

Man sollte das Modell aus Osteuropa einführen

Ich kenne es aus sehr vielen osteuropäischen Ländern (unter anderem Russland) vom 1 Juni bis zum 1. September Sommerferien. Dies sollte man auch in Deutschland einführen. Dafür kann man die Osterferien kürzer gestalten und die Herbstferien ganz streichen. Die Lösung mit den 3 Monaten Sommerferien finde ich gut.

@ 11:15 von Martens

Unsolidarisch und Vergesslich
Genau so ist es ,aber leide wird das von vielen vergessen das NRW, zu Zeiten des "Kohlebooms" Unmengen an Geldern nach Bayern überwiesen hat damit sie rum kommen ,so wie Berlin eben heute.

Ferientermine

Hat bei den Diskussionen schon einmal jemand an den Schulbetrieb gedacht? Es sollte in jedem Bundesland für jede Jahrgangsstufe eine bestimmte Menge Unterrichtsstoff definiert sein, der den Schülern vermittelt werden soll. Dafür ist eine bestimmte Menge Zeit angesetzt worden.

Wenn nun wegen eines von Politikern gewünschten Ferientermins das Schuljahr beliebig verkürzt oder verlängert wird, hat das auch eine Auswirkung auf den Lehrbetrieb und bestimmt keine positive.

@11:08 von Mickel

Das Problem, das fuer Bayern entsteht, wenn die Sommerferien terminlich flexibel werden, haben Sie sehr schoen heraus gearbeitet. Und genau wegen dieses Problems haben es die anderen Bundeslaender satt, jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt ihre Sommerferien zu beginnen. In Schleswig-Holstein sind die ersten grossen Ferien des Jahres um Ostern herum, haengen also auch von kirchlichen Feiertagen ab, genau wie die Pfingstferien in Bayern. Die Probleme sind die gleichen, nur ist Schleswig-Holstein jedes Jahr mit ihnen konfrontiert, waehrend Bayern sie auf Kosten der anderen Bundeslaender umgeht.

11:01 von Ritchi

“Was haben die Ferientermine mit dem Länderfinanzausgleich zu tun?“

Sie haben recht - nichts.
Deshalb wurde ja auf die Aussage von Herrn Müller hingewiesen, der grundsätzlich von “geben und nehmen“ sprach. Dann wurde die Überlegung angestellt, wann Berlin gegeben hat.
Wissen Sie's?

@Mickel

"wenn jetzt die Sommerferien viel früher beginnen würde sich somit auch die Zeit zwischen den Ferien stark verändern und teilweise so kurz werden das man auch andere Ferien verschieben müsste, also mit mal eben nur Sommerferien verschieben ist es eben nicht getan."

Da haben Sie vollkommen recht.

Mit genau diesen Problemen müssen sich 14 Bundesländer seit Jahrzehnten rumschlagen (aus gutem Grund übrigens, die Regelung ist sehr sinnvoll!), nur zwei Bundesländer sagen:"Ärgert Ihr Euch mal alleine! Wir sind 'was Besseres, wollen uns nicht rumärgern, nehmen gern den billigen Urlaub und lassen Euch den teuren."

Aber, wie gesagt: Die von Ihnen angesprochenen Probleme teilen sich 14 Bundesländer brüderlich und solidarisch, nur zwei Bundesländer wollen eine Extrawurst gebraten bekommen.
Mit welchem Recht?

Erst Argumente beleuchten, dann aufregen....

Der Grund, weshalb Bayern und Baden Württemberg immer am spätesten Sommerferien haben, liegt darin begründet, dass diese beiden Bundesländer selbst beliebte Ferienregionen besitzen (im Gegensatz zu Hessen, Brandenburg und NRW). Und auch wenn Malle, Thailand & Co ihnen in den letzten 20 Jahren etwas den Rang streitig gemacht haben, werden das Alpenvorland und der Schwarzwald im Zuge der CO2-Einsparungen wieder zu DEN angesagten Urlaubsregionen der Zukunft werden. Ganz abgesehen davon, dass die Holländer, welche IMMER im Juli Sommerferien haben, gerne nach Süddeutschland in den Urlaub fahren. Daher macht es absolut Sinn, dass die Beherbergungsbetriebe, die noch in Familienhand sind, ihre 6 Ferienwochen später haben, als andere.

@ alu355

"Wer zahlt, schafft an" - sieht so etwa Ihr Demokratieverständnis aus?

Mal ganz davon abgesehen, dass die Ungleichverteilung regionaler Wirtschaftsstärke durchaus auch historische Ursachen hat.

@Komplex einfach

"Ja da liegt er vollkommen richtig der Herr Müller. Und da Berlin so gern nimmt, dürfen die gerne auch mal geben."

Machen sie doch.
Berlin beteiligt sich seit Jahrzehnten an dem rotierenden Feriensystem.

Irgendetwas anderes hier hineinzumengen wäre unsachlich und unverfroren und hätte mit gutem Diskussionsstil so viel zu tun wie eine Taube mit dem Marianengraben.

Konkurrent belebt das Geschäft!

Weiß gar nicht, was das Problem ist.

Jedes Bundesland entscheidet einfach selbständig, ob es seinen Bürgern lieber frühe Ferien oder Staus auf der Autobahn Ende August zumuten möchte.

Jeder Bürger kann dann wiederum die Beurteilung dieser Politik in seine nächste Wahlentscheidung einfließen lassen.

Sonst heißt es doch immer, Konkurrenz belebt das Geschäft.

Warum soll das ausgerechnet hier nicht gelten?

Geben und Nehmen...

@DerVolli von 10:31: Zunächst hat der Beitrag der einzelnen Länder im Länderfinanzausgleich nichts damit zu tun, wie man sich bei anderen Regelungen einigt. Und tatsächlich wollen die anderen Bundesländer ja weiterhin eine abgestimmte Lösung. Nur Bayern und BaWü wollen das nicht, die wollen auf Ihren Sonderrechten beharren. Söder sagt:"Wir haben das schon immer so gemacht - das hat sich gut bewährt." Ja, die haben schon immer die Solidarität verweigert und sind damit gut gefahren. Aber ob das wirklich ein Argument ist... Wenn alle Länder so agieren, werden wir genau die Verhältnisse bekommen, die sie da befürchten. Vielleicht lernen es die Südländer ja dann...

10: 31 DerVolli :Geben und Nehmen

Ich stimme mit Ihrem Kommentar weitgehend überein:
"Es kann nur gut sein, wenn die Ferien asynchron stattfinden. Wenn alle im gleichen Zeitraum Ferien haben, DANN werden die Straßen erst richtig voll. "

Und den (Un-)Sinn dahinter verstehe ich auch nicht. Was verspricht sich Müller von den stundenlangen Staus gen Süden?

10:40 von Rainer St

“Das bedeutet dass Bayern mit ihren Kindern zu Nachsaisonpreisen Urlaub in ihrer Hauptsaison machen können. Total ungerecht!“

Vielleicht sollten Sie einfach einen Reisekatalog aufschlagen. Dann werden Sie feststellen, dass die Preise bei einer Reise Anfang September (z.B. ab München) überhaupt nicht günstiger sind. Die Nachsaison geht für Bayern ab Mitte September an.

@dr.bashir

"Ein Problem für Bayern und BW sind deren Pfingstferien. Die sind für viele Eltern hier eine beliebte Urlaubszeit. Und die müssten wegfallen, wenn Pfingsten mal wieder spät ist und die Sommerferien schon im Juni begännen."

Das WÄRE nicht nur ein Problem für Bayern und BW, sondern IST bereits seit Jahrzehnten ein Problem für die anderen 14 Bundesländer.

"Aber auch das wäre lösbar, dann gäbe es in diesen Jahren eben keine."

Das wäre eine Lösung.
Ansonsten können Bayern und BW ja auch mal vom Rest der Republik lernen, wie man diese Probleme löst.

Es war schon immer so…

…ist überhaupt kein Argument für mich. Nichts ist und bleibt, wie es einst war. Alles ändert sich ständig. Auch wenn das einigen nicht gefällt.

Hurra...

Herr Müller möchte den Föderalismus gleich abschaffen.
Endlich. Dann haben wir endlich ein bundesweit einheitliches Bildungssystem. Das wurde auch Zeit.
Aber wenn es dann nur ein Deutsches ist, wird es wiederum nicht mit dem Gleichbehandlungssatz der EU übereinstimmen. Die könnten wir dann ja auch noch gleich mit abschaffen.
Zeit wird´s. Danke Herr Müller.

Förderalismus abschaffen!

Diese Sonderregel stammt aus Zeiten, als der Süden noch von der Landwirtschaft geprägt war und die Kinder bei der Ernte helfen mussten.

Die beste Lösung wäre es, den aus noch früheren Zeiten stammenden Föderalismus zu beenden und ein einheitliches Schulsystem in Deutschland einzuführen.

Aber dabei stellen sich die anderen Länder wahrscheinlich genauso Stur wie jetzt die Bayern und BaWüs bei der Ferienfrage.

40 Jahre

"(ca. 40 Jahre lang) "auf Kosten" der anderen Bundesländer sehr gut gelebt haben."

Berlin hängt seit 1950 am Tropf der anderen Bundesländer, das sind inzwischen 69 Jahre. Wann fängt Berlin denn endlich mal mit dem "geben" an?

11:27 von xeniosson

Scheint Ihnen irgendwie entgangen zu sein, dass auch Baden-Württemberg sich “aufmuckt“. Oder wieso missfällt Ihnen nur Bayern und Herr Söder?

@alu355

"Ich bin mir sicher Bayern und BW sehen den Länderfinanzausgleich als ein dauerndes Nehmen anstatt Geben."
Nicht vergessen: Bayern war bis 1990 Nehmerland. Und seit sie Geberland sind, versuchen sie den Länderfinanzausgleich zu ändern!

@Klaus Leist um 10:49

Auch wenn es eine "uralte Ordnung" sein mag, dass sich alle Länder bsi auf zwei regelmäßig abwechseln, so darf man diese Sonderlocke doch wohl auch bei einer anstehenden Neufestsetzung mal anzweifeln? Welchen Grund gibt es für diese Regelung? In früheren Jahrzehnten sollten die Schulkinder auf dem elterlichen Hof bei der Ernte helfen, ganz einfach. Das war zu Zeiten, in denen Bayern noch ein Nehmerland war im Länderfinanzausgleich. Der Sachgrund dürfte heute bei der zunehmenden maschienisierung der Landwirtschaft und dem überwiegenden Teil von Schülern aus nicht-landwirtschaftlichen Familien weggefallen sein. Und ganz nebenbei haben BY und BW damit auch immer gleiche Schulhalbjahre, da die Ferientermine kaum schwanken. Das hätten andere Länder sicher auch gern.

@Petersons

"um all disen unsinn zu beenden sollte doch juli und august als sommerferien gelten. heisst zwei monate ferien für alle schulen und somit können eltern auch einfacher ihren urlaub planen."

Seltsames 'Argument' ...
Die Ferientermine stehen fünf Jahre im voraus fest. Wer plant seinen Urlaub denn noch langfristiger?

"die flexible ferienverschiebung ist schwachsinn und birngt nur unruhen für schüler, lehrer und eltern."

Nein, die flexible Ferienverschiebung ist kein Schwachsinn, sondern hat etwas mit Gerechtigkeit, Ausgleich, Gleichbehandlung, Staureduktion und solchen Dingen zu tun.
Anscheinend kennen Sie gar nicht die Gründe für dieses System. Bitte beschäftigen Sie sich damit, BEVOR Sie kommentieren!

Die einzigen Leidtragenden sind die Lehrer, die in manchen kürzeren Schuljahren trotzdem den ganzen Stoff unterbringen müssen.
Den Kindern ist es sowieso völlig egal, und die Eltern haben, wie gesagt, 5 Jahre Zeit, ihren Urlaub zu planen.

„Bewährt“

Söder: "Wir haben das schon immer so gemacht“

Tolles „Argument“, wenn es um die (notwendige) „Abstimmung“ bzw. einen fairen Interessenausgleich mit anderen geht.

@Der Elephant

"Wenn nun wegen eines von Politikern gewünschten Ferientermins das Schuljahr beliebig verkürzt oder verlängert wird, hat das auch eine Auswirkung auf den Lehrbetrieb und bestimmt keine positive."

Sehe Sie wirklich nicht, dass dieses Problem für 14 Bundesländer seit Jahrzehnten bereits existiert und dass diese Bundesländer (bzw. deren Lehrer) dieses Problem offensichtlich gelöst bekommen haben?
Sachsen und Thüringen sind in der Bildungsstatistik ganz vorne. Irgendwelche Lösungen scheint es also zu geben.

@Tarek94

">>(ca. 40 Jahre lang) "auf Kosten" der anderen Bundesländer sehr gut gelebt haben.<<

Berlin hängt seit 1950 am Tropf der anderen Bundesländer, das sind inzwischen 69 Jahre. Wann fängt Berlin denn endlich mal mit dem "geben" an?"

Gerne auch noch einmal extra für Sie: Es geht hier NICHT um den Länderfinanzausgleich, sondern NUR um das rotierende Feriensystem.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Eine Vermengung ist unsachlich, am Thema vorbei und schlechter Stil.

@Magfrad - 8 Wochen Schule

11:39 von Magfrad:
"[...] vom 1 Juni bis zum 1. September Sommerferien. Dies sollte man auch in Deutschland einführen. Dafür kann man die Osterferien kürzer gestalten und die Herbstferien ganz streichen."

Das würde nicht funktionieren. Weder Schülern noch Lehrern sind mehr als zwei Monate Schulzeit am Stück zuzumuten.

Alternative Angebote

Wie wäre es auch mehr Menschen auf die Schiene zu locken? Günstige, zuggebundene Ferien-Familienangebote im Fernverkehr inkl. Gepäckservice (von zuhause abholen lassen). + Rail&Ride (oder Taxi, Mietwagen für die letzten km aufs Dorf). Das freut die Leute, die ohne Auto ans Ziel kommen wollen oder keins haben und die Autofahrer, damit weniger unterwegs sind.

Wenn man mit der Bahn reisen möchte, können da schon etliche 100€ aufsummiert werden. Beim PKW werden die Kosten pro Kopf aufgeteilt.

11:35 von Petersons

“unsinnig ist schon das systhem
das ferien immer wieder verschoben werden können und nicht fest angelegt sind.
um all disen unsinn zu beenden sollte doch juli und august als sommerferien gelten. heisst zwei monate ferien für alle schulen und somit können eltern auch einfacher ihren urlaub planen.“

Alle gehen dann in Juli und August in Ferien. Das heißt, alle die verreisen, sind dann in Juli und August z.B. auf der Straße oder mit dem Flieger unterwegs. Das heißt, Hotelzimmer, Ferienwohnungen usw. sind in Juli und August überbelegt. Und nicht nur in Deutschland. Sie wären vermutlich der Erste der sich lautstark beschwert, wenn das von Ihnen bevorzugte Zimmer nicht zur Verfügung steht.
Sie könnten natürlich ein generelles Reiseverbot für die Monate Juli und August aussprechen. Sollen doch alle zu Hause bleiben. Die Umwelt dankt es.

Eigentlich sind es 2 Fragen!

Was in der Diskussion (in der Kultusminsiter-Debatte, im ARD-Beitrag, und in den Kommentaren) untergeht, ist, dass es sich bei der Frage um die Termine der Sommerferien eigentlich um zwei Fragen handelt:

1. Fixe oder flexible Ferientermine?
2. Fruehe oder spaete Ferientermine?

Ein wichtiges Argument fuer fixe Termine der Sommerferien ist, dass dann jedes Schuljahr gleich lang ist und die Lehrer nicht regelmaessig mit entweder zu langen oder zu kurzen Schuljahren konfrontiert werden. Um dieses Problem zu loesen, braucht man Bayern und Baden-Wuerttemberg nicht. Man kann einfach die Termine der Sommerferien in jedem Bundesland von 2020 auf alle Ewigkeit festschreiben. Problem geloest! Und die Entzerrung der Ferientermine ist auch gegeben.

Offensichtlich geht es den anderen Bundeslaendern aber auch darum, mal richtig spaet Sommerferien zu haben. Gruende moegen sein, dass Ferien Ende August/Anfang September billiger werden, das Wetter im August besser ist als im Juli, was auch immer...

@ Nachfragerin - Großer Irrtum - Föderalismus ist wichtig!

Der Föderalismus ist wichtig und das beste Mittel für die Demokratie und gegen die Gefahren einer auch in Deutschland möglichen populistischen Regierung. Stellen wir uns für einen Moment vor, die AfD oder andere Populisten hätten in Berlin durch Bundestagswahlen irgendwann das Sagen in Deutschland. Dann könnte eine solche Partei an der Macht sogar über die Inhalte aller Schulbücher in ganz Deutschland bestimmen. Mag ich mir nicht vorstellen!!
.
Föderalismus bedeutet, das niemand in Berlin in alle Bundesländer durch-regieren kann. Überall haben wir es mit eigenständigen Länderpolizeien, überall mit eigenständigen Rundfunkanstalten, eigenständiger Justiz usw ect pp. zu tun.
.
Und das alles ist eine unschätzbare Sicherheit für uns alle!
.
So ganz verkehrt ist der Föderalismus also nicht. Die Frage ist nur, ob nun Schulferien länger Ländersache sein müssen. Auch wäre sinnvoll über einheitliche Standards (nicht Inhalte) nachzudenken.

@Nachfragerin

"Die beste Lösung wäre es, den aus noch früheren Zeiten stammenden Föderalismus zu beenden und ein einheitliches Schulsystem in Deutschland einzuführen.

Aber dabei stellen sich die anderen Länder wahrscheinlich genauso Stur wie jetzt die Bayern und BaWüs bei der Ferienfrage."

Ja, aus zwei Gründen.
Zum einen ist der Föderalismus im GG mit Ewigkeitsklausel festgeschrieben. Ganz abgeschafft werden kann er nicht.
Aber viel ist von ihm inzwischen nicht mehr übriggeblieben. Die Bildung ist eines der wenigen verbliebenen Dinge, bei denen die Länder noch so etwas wie Hoheit haben, die sie sich nicht nehmen lassen wollen.

Aber das hat mit dem Thema der Ferienverschiebung eigentlich nicht allzuviel zu tun, oder?

11:35 von DrBeyer

“... das Bayern und BW besser stellt als den Rest der Republik.“

In wiefern sins Bayern und Baden-Württemberg bei den Ferien besser gestellt?
Tut mir leid, verstehe ich nicht. Reise- und Hotelanbieter kalkulieren die Hauptsaison bis ca. 10. September.

@KalliBayern

"Herr Müller möchte den Föderalismus gleich abschaffen.
Endlich. Dann haben wir endlich ein bundesweit einheitliches Bildungssystem. Das wurde auch Zeit.
Aber wenn es dann nur ein Deutsches ist, wird es wiederum nicht mit dem Gleichbehandlungssatz der EU übereinstimmen. Die könnten wir dann ja auch noch gleich mit abschaffen."

Ihre Analogie ist keine. Wenn Sie die Analogie logisch fortgeführt hätten, dann würde bei fehlender Gleichbehandlung auf EU-Ebene keinesfalls die EU abgeschafft, sondern die Nationalstaaten.

Eigentlich eine ziemlich gute Idee, die Sie da haben ...

Wohl der Kinder geht über alles

Das alles ist nur Gepolter von der CSU, die das Land Bayern für ihre parteipolitische Profilierung wieder einmal in Geiselhaft nimmt. Das regt mich nicht mehr auf.
Wenn es mit den südlichen Ländern keine Einigung gibt, erwarte ich, dass die Landesregierung in meinem Bundesland (NRW) zukünftig im Alleingang die Ferien festsetzt und als einzige Kriterien die Empfehlung des eigenen Kultusministeriums und den Willen der Bürger in meinem Bundesland zugrunde legt. Das Wohl unserer Schüler steht über Stauprognosen, Hotelauslastungen und Preisschwankungen bei Ferienfliegern.

@Jacko08

"Was verspricht sich Müller von den stundenlangen Staus gen Süden?"

Gar nichts. Das wäre aber die Folge, wenn die Absprachen der Bundesländer untereinander aufhören würden, bzw. wenn die anderen Bundesländer sich dahingehend absprechen, dass auch von ihnen jedes Jahr ein anderes den späten Termin abbekommt, egal, was Bayern und BW machen.

Bayern war bis 1990 Nehmerland

"Nicht vergessen: Bayern war bis 1990 Nehmerland."

Ja, es war. Inzwischen hat Bayern 41,892Mrd. Euro mehr eingezahlt als es jemals bekommen hat. Das relativ kleine Berlin hingegen hat noch nie eingezahlt, sondern bisher 53,419Mrd. Euro "genommen".

Am 28. November 2019 um 11:15 von Martens

Tatsächlich? BW hat beim Finanzausgleich kassiert? Wann denn?

Bayern, BW und Bayern sind seit Jahrzehnten die Dauerzahler, Hamburg bewegt sich um 0 und der Rest kassiert.
Sie brauchen nur mal schnell bei Wikipedia reinschauen, dort stehen die Statistiken seit Anbeginn der BRD.
Wenn sie da durch sind, dann denken Sie am besten nochmal über Ihren letzten Satz nach und fragen sich, bei wem Demut angebracht wäre.

@Flüchtlingshelfer5.0

"Und auch wenn Malle, Thailand & Co ihnen in den letzten 20 Jahren etwas den Rang streitig gemacht haben, werden das Alpenvorland und der Schwarzwald im Zuge der CO2-Einsparungen wieder zu DEN angesagten Urlaubsregionen der Zukunft werden."

Ach, und die Ostseeküste nicht? Die Nordseeküste auch nicht? Die ganzen Mittelgebirge auch nicht? Und die Mecklenburgische Seenplatte wird wieder leer?

Als wenn es nur in Bayern und BW Tourismus geben würde ...

@alu355 Das Gedächtnis ist kurz

"Ich bin mir sicher Bayern und BW sehen den Länderfinanzausgleich als ein dauerndes Nehmen anstatt Geben."

Naja, wie schon andere hier bemerkt haben, wurde die Ferienregel eingeführt in einer Zeit als Bayern noch reines Nehmerland war. Da hat man den Südländern eben eine Ausnahme genehmigt, damit die Kinder bei der Ernte helfen konnten. Wenn damals "wer zahlt auch angeschafft hätte", so wie sie es fordern, dann hätten wir heute diesen Streit gar nicht, denn dann hätte Bayern sich brav an die allgemeine Regel halten müssen.

Jetzt hört Bayern nicht mehr auf seine Geberrolle zu betonen. Ja, das Gedächtnis ist kurz...

p.s. Ich komme aus Bayern...

Schulpolitik ist Ländersache

"Es kann nicht sein, dass einige glauben, Föderalismus ist dazu da, dass sie einfach ihre Eigeninteressen durchsetzen können, sondern es ist ein Geben und Nehmen", sagte der SPD-Politiker.
....
Lächerlich. Gerade Berlin nimmt sich ständig Sonderrechte raus und gestaltet teilweise sogar verfassungswidrig seine Landespolitik.
Die Schulen in Berlin sind eine Katastrophe. Darum sollte man sich kümmern, ehe man mit dem Finger auf die Bayern zeigt.
Neid, Missgunst, Habgier, Intoleranz und Überheblichkeit scheinen mir in Berlin vorzuherrschen.
Schließlich lebt man sehr gut mit den Geldern aus Bayern, oder?
Aber wenn man den kleinen Finger reicht....
kennt man ja schon.

Bayern ist ein Freistaat und den Namen haben sie nicht ohne Grund behalten.
Klar haben sie manchesmal Extrawürste.
Dafür verteilen sie aber auch sehr viele Würste an hungrige arme Länder.
Die Hand die einen füttert, schlägt man nicht; ein Sprichwort, das man sich merken sollte, wenn man Würstchen mag.

Müllers Rosa-Welt & ein Schlichtunsvorschlag

Herr Müller ist wiedermal die absurdeste Wortmeldung im Förderalismus-Theater:
Geben und Nehmen -HAHAHA Berlin gibt wo?
Etwa die Streichung der Lehrer-Verbeamtung mit Laienlehrern wettmachen, statt mit den Aufschwungseinnahmen dem Wahnsinn ein Ende zu setzen? Nein es muss Geld in ideologische Melonenprojekte gegeben werden. Statt es in den LFA zurückzugeben.
VORSCHLAG:
Alle Melonenländer übernehmen die Bildungs- und Wissenschaftslandschaft und Struktur von Bayern inkl. Qualität, Struktur, Finanz und Personalausstattung
UND Bayern gibt dann garantiert auch seinen Erntehelferbedingten Ferientermin auf.
Wetten das?
Neinnein, das wird nie passieren, denn die Verursacher an unserer Bildungsruine Deutschland werden Zetermordio schreien -
ihre Melonentraumwelt, die sie sich seit den 70ern zu Lasten aller "aufgebaut " haben wäre weg. Und Ihre vielen Pfründe auch.

Wer hier mit dem Länderfinanzausgleich kommt

dem sei gesagt, es geht hier um die Menschen in den Bundesländern - und die haben alle das gleiche Recht in Deutschland. Niemand ist da besser oder schlechter. Ich zahle vermutlich mehr Steuern als die 90% der Menschen in Bayern - darf ich mir deshalb Sonderrechte herausnehmen? Nein.

Wir leben in einer Gemeinschaft und mein Biorhythmus ist auch gegen frühe Ferien.

Und alle gleichzeitig in den Urlaub? Auch das ist ein Vorschlag, der für die meisten Menschen schädlich wäre. Die Preise für Verkehrsmittel und Hotels würden in dieser Zeit noch stärker ansteigen, denn der Bedarf würde extrem wachsen, das Angebot wohl kaum.

Persönlich als Bundeskanzler würde ich den Bayern drohen, dass man, spielen sie nicht mit, die Ferien von oben vorgibt. Dann gibt es ein Rotationssystem und Bayern hat dabei nix mehr zu melden.

In Norwegen sind Ende August alle Museen .....

geschlossen und die Bürgersteige hochgeklappt. Selbst ab Ende August schon Zettel gefunden: "Ab 16.8. geschlossen, lohnt sich nicht...."
Ein denkender Mensch ist nicht in der Lage, 3 Wochen Urlaub in 8 Wochen Ferien unterzubringen?
Alle Bundslandbewohner fahren am ersten Ferientag mit dem PKW los und kommen am letzten Ferientag wieder?
Staus sind durch "verteilte" Ferienzeiten in Bundesländern vorprogrammiert, nicht durch verteilte Ferienzeiten vermeidbar.

@Margareta K.

"Tut mir leid, verstehe ich nicht. Reise- und Hotelanbieter kalkulieren die Hauptsaison bis ca. 10. September."

Auch im Ausland?
Und generell müsste an und für sich gelten, dass bei geringerer Nachfrage der Preis sinkt. Und im September ist die Nachfrage ganz sicher geringer als Anfang/Mitte August.
Es gibt nicht nur Reise-/Hotelanbieter, sondern auch sehr viele Privatleute, die vermieten.

"In wiefern sins Bayern und Baden-Württemberg bei den Ferien besser gestellt?"

Die haben bspw. das Problem mit den kürzeren Schuljahren und den wechselnden Abständen zwischen den Ferien nicht.

Kein Zentralabitur, solange die Ferien verschieden liegen.

Deshalb sperrt sich Bayern so gegen ein Zentralabitur.
Den "Pool" für die Abi-Prüfungen gibt es ja schon.
Nur macht es keinen Sinn, in den Nordländern das Abi schon im Februar schreiben zu lassen, und dann das gleiche im Juni in Bayern ...

Die übliche Extraweißwurst für Bayern (und in dem Fall auch B-W)

Wir reden von einem Bundesland, das sich seit eh und je von einer eigenen Partei - der CSU - auf Bundesebene vertreten lässt, damit gegenüber den anderen Bundesländern einen nicht unwesentlichen (und m.E. verfassungsrechtlich nicht unbedenklichen) Vorteil in der Ländervertretung hat und diesen auch konsequent ausnutzt, um länderübergreifend bzw. bundesweit knallharte Standortpolitik zugunsten Bayerns durchzudrücken, was Bayern übrigens erst jene gewaltige Wirtschaftskraft eingebracht hat. Die bayerischen Extrawürste mit jener Wirtschaftskraft zu rechtfertigen, wie es ihre Verfechter tun, ist gelinde gesagt grob anmaßend - auch und insbesondere der bayerische Wohlstand fußt nicht allein auf „harter, ehrlicher Arbeit“, sondern erfordert, dass viele andere dafür massiv zurückstecken. Die bayerische Einflussnahme muss bei weitem nicht nur im Bildungswesen - das im 21. Jahrhundert ohnehin bundesweit vereinheitlicht gehört - massiv eingeschränkt werden.

@taeler, 10:40

"Ich kann die Nordländer gut verstehen (…)."

Ich kann das ewige Gemecker der Nordländer ganz und gar nicht verstehen.

Die Nordländer haben die Freiheit, ihre Ferientermine jederzeit auf jeden beliebigen Zeitpunkt des Jahres zu legen!

So, wie Bayern das auch macht.

Wenn die Nordländer das nicht machen, ist es ihre eigene Schuld.

@DerVolli

Was ich von dem "Geberargument" vor dem Hintergrund halte, dass Bayern zu den Zeiten als diese Ferienregel eingeführt wurde reines Nehmerland war habe ich ja vorher schon erläutert.

Aber bei Ihnen sehe ich auch eine Themenverfehlung wie man in der Schule sagen würde.

Die Neuregelung der Ferienzeiten zielt nicht darauf ab, dass alle gleichzeitig Ferien haben, sondern, dass alle zeitversetzt Ferien haben, dass aber die Reihenfolge rotiert wird. Die Tasache, dass zwei bevölkerungsstarke Bundesländer dabei quer schiessen macht diese Aufgabe nicht einfacher.

@Tarek94 12:18

Ihr Beitrag ist völlig Off Topic (am Thema vorbei) und vernachlässigt vollkommen die historischen Gegebenheiten.

Ihr Beitrag ist also gleich in zweifacher Hinsicht völlig unsachlich.

Flaschenhals Süden

Die beiden Südländer sind doch schon seit Jahrzehnten für den Verkehr der Flaschenhals...wenn die Karawanen vom Norden durch Bayern gen Süden rauschen, ist doch die Hölle los...Bayern und BW müssen nicht nur das ertragen, sie müssen mit ihren Milliarden für den Finanzausgleich noch die Nehmerländer alimentieren...da ist es doch nur recht und billig, dass die Leute in diesen Ländern irgendwann mal selbst ruhiger auf ihren Autobahnen in die Berge fahren wollen. Und das geht am besten, wenn die aus dem Norden ihren Urlaub beendet haben...

Klassisch egoistisch - uns geht's gut, also ändern wir nichts

Leider mal wieder typisch Bayern: "So war's schon immer, so profitieren wir (auf Kosten anderer), also soll's so bleiben."

Und wenn ich hier lese, daß man den Bayern aufgrund ihrer Wirtschaftsleistung angenehmere Ferientermine geben soll (yolo 12:22: "Dafür verteilen sie aber auch sehr viele Würste an hungrige arme Länder. Die Hand die einen füttert, schlägt man nicht;")... dann sieht man ja, wie es mit der Gleichheit in Deutschland bestellt ist.

Also: Bitte gleiches Recht für alle, auch bei den Ferien.

Geben und Nehmen

ich dachte nicht, dass der dröge Müller solch schrägen Humor hat;-) aber es geht ja um Ferientermine, nicht um Milliarden Finanzausgleich.
Es gab mal ein rollierendes System, das wurde abgeschafft. Für die Kinder aus weniger wohlhabenden Familien in Bayern und BW sind die späten Ferien nicht so günstig, weil Freibäder z.T. schon im August schließen und das Wetter oft durchwachsen ist

Nehmen Sie Bayern die Bundeshilfen, ist es wieder Nehmerland.

@12:18 von Komplex einfach
Das ist ein bisschen überspitzt.
Aber ohne die staatliche Förderung von Rüstungs- und Raumfahrtindustrie, die seinerzeit Strauß vom Bund erpresst hatte, wäre Bayern immer noch Schlusslicht.
Und schauen Sie einfach mal an, wohin die meisten Verkehrsprojekte gehen...

Schon bei der ersten PISA-Diskussion haben Professoren vorgerechnet, dass sich Bayern de facto mindestens eine komplette Universität spart und die benötigten Fachleute von den anderen Ländern holt.

Am 28. November 2019 um 11:42 von DrBeyer

Die Frage müsste andersherum gestellt werden. Warum wollen 14 Bundesländer zwei in einen Entscheidungsprozess zwingen aus dem sich diese beiden schon Jahrzehnte verabschiedet haben?
Der Rest der Republik kann sich doch gerne auf seine Termine einigen, wegen uns Südländern auch alle auf August/September. Der Stau juckt uns nicht, wenn der Norden auf den Südautobahnen ist, sind die Bayern und BWler schon übern Brenner.
Selbstverursachte Probleme, die andere ausbaden sollen. Es ist immer wieder das gleiche Prinzip und wird wie immer mit Vehemenz als richtig verteidigt.

@ihoecken

"Persönlich als Bundeskanzler würde ich den Bayern drohen, dass man, spielen sie nicht mit, die Ferien von oben vorgibt. Dann gibt es ein Rotationssystem und Bayern hat dabei nix mehr zu melden."

Geht nicht.
Ferientermine gehören zur Bildung, Bildung ist Ländersache und Föderalismus ist festgeschrieben. Der Bundeskanzler hat da nicht einmal eine Richtlinienkompetenz.

Dem Rest Ihres Beitrags möchte ich aber vehement zustimmen!

Was soll hier gefährdet sein?

Warum sollte der Föderalismus gefährdet sein nur weil man sich beim Thema Schulferien uneins ist? Wenn wir sonst keine Probleme haben dann ist es ja gut. Auch bei der Grundsteuer zeigt sich der Vorteil des Föderalismus. Wer die Mieter durch eine Erhöhung der Grundsteuer in den Ballungszentren weiter belasten möchte, der kann das nach dem SPD-Modell ja gerne tun. Hier hat die CSU völlig Recht.
Aber generell gefällt mir dieses einseitige Gekeile gegen Bayern nicht. Baden-Württemberg ist doch im gleichen Boot, aber trotzdem ist Bayern hier der Hauptgegner. Gegen den grünen Ministerpräsidenten möchte man aber dann doch nichts sagen.
Wenn es eben nicht anders geht dann sollte man die Ferien eben festschreiben. Hauptsache sie sind entzerrt wie bisher.

Ihoecken

Drollig. Bayern drohen.
Dann drehen die dir ganz schnell den Geldhahn ab.
Bevor ich jedes Jahr Milliarden nach Berlin verschwende, senkte ich doch mal alle Steuern, auf die das Bundesland einfluss hat.
Willst du das riskieren? Dann hat Berlin 365 tage ferien im jahr.

@yolo

"Die Hand die einen füttert, schlägt man nicht; ein Sprichwort, das man sich merken sollte, wenn man Würstchen mag."

Das Verhältnis der Bundesländer im Länderfinanzausgleich ist also das wie von Hund und Herrchen?

Ich fasse es nicht, auf was für schräge Gedanken hier manche kommen ...

Wenn es auf Landwirtschaft

Wenn es auf Landwirtschaft basierende Gründe gibt, dann, so finde ich, sollte man die Regelung an diesem Parameter anlehnen. Bitte mal eine Erhebung vorlegen, aus der man entnehmen kann, wie relevant der Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft Bayerns und Baden Württemberg für die Sommerferien ist.
MfG

um 12:23 von ihoecken

und die haben alle das gleiche Recht in Deutschland.
....
Sie müssen auf einem anderen Stern leben. Anders kann ich mir Ihre verklärte Sicht nicht begründen.

In Berlin ist die Kita kostenlos.
In Frankfurt zahlen Eltern an die 600€/ Monat.
Gesetze hin oder her. Die Unterschiede sind gewaltig.
Gerade in den Bundesländern, wenn es um Bildung geht.
Einige Länder finanzieren ihre Bildungsbücher für die Kinder. Woanders zahlen Eltern diese fast zu 100% selbst.
Etc.

Es kommt darauf an, in welchem Bundesland man lebt, um entweder gepampert oder aber abgezogen zu werden.
Ob arm oder reich, ob links oder rechts, ob bürgernah oder -fern...auf die Landesregierungen kommt es an, nicht auf das angeblich gleiche Recht eines Bürgers.

"Wer hier mit dem

"Wer hier mit dem Länderfinanzausgleich kommt dem sei gesagt, es geht hier um die Menschen in den Bundesländern - und die haben alle das gleiche Recht in Deutschland."

Menschen in Berlin haben also offensichtlich das Recht bis in alle Ewigkeiten auf Kosten der Menschen in anderen Bundesländern zu leben? Was ist das für eine Argumentation?

@rossundreiter

"Ich kann das ewige Gemecker der Nordländer ganz und gar nicht verstehen."

Weil Sie sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben.

"Die Nordländer haben die Freiheit, ihre Ferientermine jederzeit auf jeden beliebigen Zeitpunkt des Jahres zu legen!"

Nein, haben sie nicht.

"So, wie Bayern das auch macht."

Das ist eine Sonderregel aus Kaisers Zeiten, wie meine Oma gesagt hätte. Die ist nicht für die Ewigkeit.

"Wenn die Nordländer das nicht machen, ist es ihre eigene Schuld."

Nein, ist es nicht, sondern Vernunft.

Bitte beschäftigen Sie sich mit dem Thema oder lesen Sie wenigstens den Artikel, bevor Sie ihn kommentieren!

@Am 28. November 2019 um 10:33 von Tarek94

"Wann genau hat der Finanzausgleichsempfänger Berlin seit 1990 schon einmal "gegeben"?"

Der ist richtig gut.
Ausgerechnet das Pleiteland Berlin, das seit Jahrzehnten nichts auf die Kette bekommt, wie Schulwesen, Straßen, Wohnungen, Flughafen, usw. reißt das Maul auf.
Wie dumm darf man eigentlich in Berlin sein, um Bürgermeister zu werden?
Streicht Berlin die Ausgleichszahlungen aus dem Finanzausgleich und werft es am besten aus der Republik raus.

Und dann geht es den paar funktionierenden Ländern besser.

@Tarek94

"Inzwischen hat Bayern 41,892Mrd. Euro mehr eingezahlt als es jemals bekommen hat"

Jetzt wird's interessant.

Wenn ich eine Firma gründe und dafür staatliche Zuschüsse erhalte und dann damit gut verdiene, dann zahle ich nur solange Steuern, bis meine Steuern die Höhe der Zuschüsse erreicht haben?

Länderfinanzausgleich heisst, dass der der kann zahlt und zwar möglichst so viel wie er kann und der der braucht bekommt und zwar möglichst so viel wie er braucht. Das nennt sich Solidarität und die Idee ist dass es damit in D allen einigermassen gleich gut geht. Wenn die anderen Länder damals mit Bayern nicht solidarisch gewesen wären, dann ginge es Bayern heute wahrscheinlich nicht so gut.

Viele Unterschiede sind geografisch und strukturell verursacht und sind nicht zwangsweise auf Fehlwirtschaft der Länder zurückzuführen.

Dass damit nicht Fehlwirtschaft gefördert wird gibt es andere Mechanismen zwischen den Ländern, da braucht man nicht die Ferien als Druckmittel oder Retourkutsche

@ Margareta K. (11:41)

"Sie haben recht - nichts.
Deshalb wurde ja auf die Aussage von Herrn Müller hingewiesen, der grundsätzlich von “geben und nehmen“ sprach. Dann wurde die Überlegung angestellt, wann Berlin gegeben hat.
Wissen Sie's?"

Berlin _gibt_ und nimmt bei den Ferienterminen, denn es macht das rollende System mit. BY & BW nicht, die nehmen nur, geben aber _nicht_.

@Am 28. November 2019 um 10:40 von Rainer St.

Ihnen scheint entgangen zu sein, daß die Hochsaison in vielen Feriengebieten bis in den Oktober reicht, auch in Bayern, Südtirol und anderswo.

@Schneewolf

"In Norwegen sind Ende August alle Museen .....

geschlossen und die Bürgersteige hochgeklappt. Selbst ab Ende August schon Zettel gefunden: "Ab 16.8. geschlossen, lohnt sich nicht...."

Gutes Beispiel.
Ich möchte soooo gern mal Skandinavien im Frühherbst erleben und darf es nicht, weil Bayern und BW diesen Ferientermin blockieren!

NEIN, das System hat sich NICHT bewährt!!!

Ich bin Lehrer in Niedersachsen und kann nur sagen, dass der ständige Wechsel des Ferienbeginnes sehr ungünstig ist, da die Schuljahre dadurch immer unterschiedlich lang sind und man mal zu wenig und mal zu viel Zeit im Schuljahr hat.
Insofern kann ich zu Herrn Söders Aussage, dass sich das bisherige System bewährt habe nur sagen: NEIN, es hat sich NICHT bewährt. Es kann nicht sein, dass zwei Länder immer zur gleichen Zeit Ferien haben wollen und dieses mit dem Gewohnheitsrecht legitimieren. Das ist ein Argument aus der Mottenkiste. Insofern erwarte von den Kultusministern, dass sie sich dieses mal nicht wegducken und die Forderungen der Südländer nicht akzeptieren.

@DrBeyer - Föderalismus macht vieles komplizierter

12:07 von DrBeyer:
"Zum einen ist der Föderalismus im GG mit Ewigkeitsklausel festgeschrieben. Ganz abgeschafft werden kann er nicht."
> Das GG wurde schon mehrfach geändert. Es wäre also kein Problem, sofern der Wille vorhanden wäre.

"Die Bildung ist eines der wenigen verbliebenen Dinge, bei denen die Länder noch so etwas wie Hoheit haben, die sie sich nicht nehmen lassen wollen."
> Richtig. Es ist ein stures Festhalten an alten Strukturen, die nur Nachteile, aber keine Vorteile bringen: Jedes Land erstellt seine eigenen Lehrpläne (vielfacher Arbeitsaufwand), weshalb Schulwechsel für Schüler neben dem sozialen auch noch einen thematischen Umbruch darstellen und die Abschlussnoten nur bedingt vergleichbar sind.

"Aber das hat mit dem Thema der Ferienverschiebung eigentlich nicht allzuviel zu tun, oder?"
> Doch: Zentral festgelegte Ferien wären die Lösung.

Wie sagt man..

zu den hier geäußerten Befindlichkeiten gegen über Bayern: "Neid ist die Kehrseite der
Bewunderung". Warum schwingen in dem Ärger gegenüber dem Beharren der Südschiene auf spätere Ferientermine so viele unterschwellige Animositäten mit? Gönnt man dem Süden seine Sonnenseiten etwa nicht? Im übrigen sind meteorologisch die Sommermonate bei uns der Juni und Juli, der August ist bereits der Nachsommer...also eher ein Nachteil für die Südländer.

vielleicht mal vom pädagogischen standpunkt sehen?

interessant, dass deutschland das thema ferien von den bedürfnissen der autofahrer aus angeht.
ich arbeite seit mehr als dreißig jahren in der schule und habe schuljahre mit 36 wochen und andere mit 44 wochen erlebt. der rahmenplan bleibt aber immer derselbe. es ist doch augenwischerei zu denken, dass bei den schülern in so unterschiedlichen jahren vergleichbares ankommt.
dazu kommt noch, dass manche schuljahre mit drei wochen hitzefrei beginnen. ein schöner start! die frischen kräfte sind schnell dahin.
sicher kann man das wetter nicht planen, aber die sonnenscheindauer folgt mathematischen gesetzen.
und wollten wir nicht ohnehin etwas nachhaltiger leben? urlaub in der region?
wer sich mittwochs nach der dritten stunde ins auto setzt und direkt in den stau einfährt, hat es doch nicht besser verdient.
das umgehen aber viele eltern, indem sie den abflug sowieso schon eine woche vorher buchen.
warum schafft man die ferien nicht einfach ab und gewährt individuellen urlaub?

re rossundreiter

"Ich kann das ewige Gemecker der Nordländer ganz und gar nicht verstehen.

Die Nordländer haben die Freiheit, ihre Ferientermine jederzeit auf jeden beliebigen Zeitpunkt des Jahres zu legen!

So, wie Bayern das auch macht."

Darauf passt ja nun wirklich der Spruch:

Wenn jeder an sich selbst denkt ist doch an alle gedacht.

@landart, 12:31

"(…) irgendwann mal selbst ruhiger auf ihren Autobahnen in die Berge fahren wollen."

Denkfehler Ihrerseits: Auch die Autobahnen in Bayern sind ja nicht "ihre" (die der Bayern), sondern Bundeseigentum.

Es ist also gutes Recht aller anderen Bundesländer, diese ständig und immer zu nutzen.

Wenn die dieses Recht nicht in Anspruch nehmen, ist das allerdings kein Fehlverhalten Bayerns.

@um 12:26 von GCE-Melone

Wer kümmert sich denn noch um verfassungsrechtliche Bedenken.
Das wäre mir neu, zumindest, wenn es aus Berlin käme.
Spätestens seit 2015 kann man sich hier doch besonders frei von der Verfassungskonformität fühlen.
Eine unausgesprochene Einladung für jeden, der es der Regierung in Berlin gleich tun möchte.

Unsere Verfassung ist ohnehin durch das EU-Recht ausgehöhlt worden. Wer weiß schon, welches Recht nicht von einem EU-Recht torpediert und überschattet wird?

Die Hoheit der Verfassung ist damit doch ebenso obsolet, könnte man meinen, wie Trump die Nato für obsolet halten wird.
Die massive Umgestaltungspolitik bricht nicht nur Gesellschaften um, sondern auch die Rechte und Gesetze.

Noch nie haben wir innerhalb so kurzer Zeit Gesetzesänderungen erfahren, wie durch die Groko der letzen Jahre.
Es kümmert kaum.
Was nicht passt, wird eben passend gemacht.

@deutlich

"Für die Kinder aus weniger wohlhabenden Familien in Bayern und BW sind die späten Ferien nicht so günstig, weil Freibäder z.T. schon im August schließen und das Wetter oft durchwachsen ist."

Ja, und? Das soll ernsthaft ein Grund dafür sein, dass Bayern+BW sich aus dem rotierenden System ausklinken?
In Schleswig-Holstein ist das Wetter etwa nicht durchwachsen?
*kopfschüttel*

@ 12:25 von DrBeyer

Zumindest in den Hauptferienländern, wie Italien, Spanien und Österreich geht die Hauptsaison bis Mitte September.

Wen wundert das wirklich?

Gibt es tatsächlich noch Leute, die es wundert, dass in diesem Land keine Einigungen mehr getroffen werden?
Die reichen Bundesländer werfen den ärmeren vor, sie "durchfüttern" zu müssen, andersrum wird beklagt, dass Infrastrukturmaßnahmen nur in wirtschaftlich starke Regionen gesteckt werden.
Es ist nur noch ein Ost gegen West, Nord gegen Süd, arm gegen reich, Land gegen Stadt und alle Parteien gegeneinander.
Jetzt wird halt die nächste Sau durchs Dorf getrieben, in Form von Ferienterminen.
Solange wir nicht begreifen, dass Entscheidungen zum Wohle des Volkes getroffen werden müssen und nicht um das eigene Ego zu befriedigen, werden wir nicht nur nicht vorwärts kommen, sondern weiter in großen Schritten auf den Abgrund zusteuern.

Nichts dagegen

Also ich habe nichts dagegen, sollen die Bayern und BW Ihre Ferientermine doch selbst planen, UND alle anderen aber AUCH.

Mal sehen, wenn die Überschneidungen zu erheblichen Nachteilen für Bayern und BW führen, ob diese Landesteile dann einlenken.

Ich finde in einer Gemeinschaft sollte keiner darauf bestehen dürfen, wenn etwas schon ewig so war, dass das zum Unmut anderer so weiter geführt wird.

Ich empfinde dieses kleindeutsche Denken, recht überheblich und arrogant. Mit welchem Recht soll sich ein Bayer mehr erlauben dürfen, als der andere Bundesbürger.

Hamburg und Berlin drohen

Hamburg und Berlin drohen Bayern?
Viel Erfolg.......

@Artikel Eins - Föderalismus & Bildung

12:06 von Artikel Eins:
"Der Föderalismus ist wichtig und das beste Mittel für die Demokratie [...] Stellen wir uns für einen Moment vor, die AfD oder andere Populisten hätten in Berlin durch Bundestagswahlen irgendwann das Sagen in Deutschland."
> Diese Populisten haben bereits in einigen Landtagen das Sagen. Man könnte den Förderalismus also auch als ein Mittel gegen die Demokratie ansehen.

"So ganz verkehrt ist der Föderalismus also nicht."
> Das mag sein. Bei der Bildung ist er es meiner Meinung nach schon.

die Ferienzeiten

sind so ziemlich das Letzte was an unserem bundesdeutschen Schulsystem besser geregelt gehört.

Einheitliche Abschlüsse wären ein guter Anfang.

Sommerferien sind ansonsten eh zweitrangig, Pfingsten ist der neue Sommerurlaub seit ein paar Jahren.

@yolo 12:22

Also wenn sich ein Bundesland immer und immer wieder Sonderrechte rausnimmt, dann Bayern. So zu tun als würde Bayern die Schulen in ganz Deutschland bezahlen und als würde Deutschland untergehen, wenn Bayern nicht mehr dabei wäre ist an Arroganz nicht zu überbieten und entspricht nicht der Wahrheit. Ich habe sowohl in Berlin als auch in Bayern gelebt und jetzt raten Sie mal wo Intolleranz, Überheblichkeit und Missgunst stärker aufgetreten ist? Es war nicht in Berlin.
Viele in Bayern halten sich und ihre Bundesland für was besseres und stellen sich über Restdeutschland. Dieses Verhalten strapaziert man so sehr, dass es absolut kein Verlust wäre, wenn Bayern aus der Bundesrepublik verschwindet!

Volkswirtschaftlich gesehen , ein Bayrisches Eigentor

Bayern muß arbeiten und der Reiseverkehr
belastet zusätzlich den Berufs & Lieferverkehr
mit Mega Staus auf den Straßen. :-)

@landart - "Danach" ist besserer Urlaub?

12:31 von landart:
"[...] da ist es doch nur recht und billig, dass die Leute in diesen Ländern irgendwann mal selbst ruhiger auf ihren Autobahnen in die Berge fahren wollen. Und das geht am besten, wenn die aus dem Norden ihren Urlaub beendet haben..."

Inwiefern sollte es besser sein, den Urlaub "nach" den anderen zu machen? Besteht ein Unterschied zu "davor"?

PS: Die Autobahnen werden vom Bund und nicht den Ländern unterhalten.

@Am 28. November 2019 um 11:40 von mac tire

Seit 1989 zahlt Bayern kräftig in den Finanzausgleich und das Mehrfache an Geld gezahlt, als es in den Jahren vor 1985 erhalten hat. Allein in 2018 6,6 Milliarden €. Der Plus-Saldo beläuft sich auf 41.892 Milliarden €.
Also schön bei der Wahrheit bleiben.
Sie können das gerne bei Wikipedia nachlesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Länderfinanzausgleich

Enough ist enough

Bayern hat sich durch das Aufstellen einer eigenen Unions-Partei die letzten Jahrzehnte mächtig gesund-gestossen. Man stelle sich vor NRW oder NS würden eine eigene Unionspartei aufstellen und entsprechend Ministerposten einfordern. Alleine was das Bayrisch geführte Verkehrministerium für Schaden in den letzten Jahren angerichtet hat, indem es z.B die Bahn niedergespart hat (Bayern besitzt als einziges Bundesland 2 Autobauer ;) ). Bayern geht es wirtschaftlich nur so gut, weil die anderen Bundesländer das bezahlt haben!!!

Und zu den Ferien: Wie man in den Kommentaren sieht, haben viele die Nase voll von den Extrawürsten dieses Bundeslandes. Warum sollen z.B. unsere Schüler ständig durch unterschiedlich lange Schuljahre in Stress verfallen und die Baerischen nicht...?

Alle reden über Geld und Urlaub....

..aber keiner über Schule.

Zum Abitur haben manche SchülerInnen mehr Zeit, alles zu erarbeiten, manche weniger. Das hat sehr wenig mit Bildungsgerechtigkeit zu tun. Mal ganz abgesehen davon, dass es in den Nordländern zwar überall ein festes Curriculum gibt, aber jedes Schuljahr muss der Lehrer das in einen anderen Zeitrahmen stecken. Jedes Jahr muss er das Rad neu erfinden, glücklich sind die, die das nicht müssen, die holen einfach ihren Plan vom letzten Jahr raus, legen vielleicht hier und da die Feile an, bei den Dingen, die nicht so gut geklappt haben. Da ist die Weiterentwicklung des Jahresplanes viel einfacher. Bildungsgerechtigkeit ist das nicht, Schülerfreundlich auch nicht. Wenn wir über Ferien reden, sollten wir ZUERST über Schule und Bildungsgerechtigkeit reden, erst danach über Stau und Länderfinanzausgleich.

Gruß

Ein Lehrer

Sommerferien, ich freu mich drauf!

Was ich so vermisse ist die Frage, was eigentlich den SchülerInnen nutzt. Die Verschiebung der Ferien führt zu unterschiedlich langen Schuljahren, was nicht gerade sehr sinnvoll ist. Vielleicht acht Wochen Ferien (Juli und August), den Zeitraum für alle strecken und dafür weniger klein klein im Schuljahr?!

Ferien, Föderalismus, Fehler...

Jenseits des Weißwurstäquators ist eben alles ein wenig anders. Gemeinsames Miteinander geht jedenfalls anders.

Wer nimmt, hat auch zu geben. In den südlicheren Gefilden Deutschlands scheint es solche Tugenden wohl eher nicht zu geben.

Da hier auch der Föderalismus angesprochen wird. Ein Relikt aus Nachkriegstagen, ohne das die Bundesrepublik von den Alliierten keine Souveränität hätte zugestanden bekommen.

Föderalismus ist aber mehr als kontraproduktiv, eine bewusste Förderung der Uneinigkeit, die heutzutage nur noch hemmt und kein Fortkommen ermöglicht, weil jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Deswegen gehört der Föderalismus auch abgeschafft. Deutschland braucht ein Zentralsystem wie bspw. in Frankreich. Das würde auch sicherstellen, dass bspw. schulische Bildung keine regionalen Benachteiligungen mehr hätte.

Und es würden jede Menge Politiker und somit auch erhebliche Kosten eingespart.

Gesetze würden einheitlich gelten und die kontraproduktive Eigenbrötlerei würde enden.

Was für eine eigenartige Situation

Was für eine eigenartige Situation. Was hat der Länderfinanzausgleich mit den Ferienterminen zu tun? Ich denke nichts!

Um Staus zu vermeiden, haben nicht alle Länder gleichzeitig Ferien. Vielmehr werden die Termine über die Sommersaison gestreckt. Und damit alle mal in den Genuss besonders vorteilhafter Ferienzeiten kommen, wechseln sich die Länder bei den Terminen ab. Alle - bis auf zwei, die einfach fixe Zeiten haben, auf die aber die anderen wiederum Rücksicht nehmen, in dem sie diese Termine nicht belegen.

Gibt es dafür irgend einen sachlichen Grund? Ich sehe keinen!

Wenn Söder sagt, das sich das bewährt habe, dann stimmt das ja auch für Bayern. Für die ist das gut. Aber genauso klar ist, dass es für die anderen schlecht ist. Der Vorteil der einen ist gleichzeitig der Nachteil der andern. Begründung? War schon immer so! Super!

Begründung hier: Die anderen sollen halt einfach die Klappe halten und haben eh nichts zu sagen. Auch toll!

re nicht superschlau

"Drollig. Bayern drohen.
Dann drehen die dir ganz schnell den Geldhahn ab."

Der Länderfinanzausgleich ist Bundesgesetz. Da dreht Bayern gar nix ab.

Wann übernimmt die Mehrheit die Demokratie?

Es ist schon allerhand. So viele dinge sind bekannt oder offensichtlich. Denken wir an die Abgabsmanipulationen oder Cum Ex Deals. Und es ist nun kein offenes Geheimnis wie der Freistaat Bayern sich so manche Türöffnungen erschleicht (siehe Kommentare) und jetzt wollen sie sich wieder einmal in ihrem Egogehabe nichts vorschreiben lassen UND DAS bei einem Thema welches eindeutig demokratisch geregelt ist!! Es wird Zeit, dass die anderen Bundesländer härter gegen Bayern durchgreifen und ihnen, ihren Platz zeigen.

Bayer wird bald schon wieder zu den nehmenden gehören

Da kein Arbeitnehmer sich mehr leisten kann in München oder Nürnberg zu wohnen.
Die Firmen werden nicht die jährliche 5% Mieterhöhung zahlen wollen um Ihre Arbeinehmer zu halten.

@11:50 von DrBeyer

"Ein Problem für Bayern und BW sind deren Pfingstferien. Die sind für viele Eltern hier eine beliebte Urlaubszeit. Und die müssten wegfallen, wenn Pfingsten mal wieder spät ist und die Sommerferien schon im Juni begännen."

Das WÄRE nicht nur ein Problem für Bayern und BW, sondern IST bereits seit Jahrzehnten ein Problem für die anderen 14 Bundesländer.

Der Unterschied ist, dass die anderen Länder entweder gar keine Pfingstferien haben oder nur wenige Tage. In Bayern und BW sind es 2 Wochen und viele Familien legen ihren großen Urlaub in diese Zeit und nicht in den Sommer. Der Pfingstsamstag ist in MUC der Tag mit den meisten Abflügen. Die Mittelmeerregion ist dann nicht so voll, nicht so heiß und nicht so teuer.

Aber klar, die heulen dann halt, aber ob man davon politische Entscheidungen abhängig machen sollte.

Dafür kann man ja in Bayern mit den Herbstferien nix anfangen. Da müssten sich dann andere umstellen.

12:34 von krittkritt

Nehmen Sie Bayern die Bundeshilfen, ist es wieder Nehmerland.

@12:18 von Komplex einfach
Das ist ein bisschen überspitzt.
Aber ohne die staatliche Förderung von Rüstungs- und Raumfahrtindustrie, die seinerzeit Strauß vom Bund erpresst hatte, wäre Bayern immer noch Schlusslicht.
Und schauen Sie einfach mal an, wohin die meisten Verkehrsprojekte gehen...

Schon bei der ersten PISA-Diskussion haben Professoren vorgerechnet, dass sich Bayern de facto mindestens eine komplette Universität spart und die benötigten Fachleute von den anderen Ländern holt.
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Wann waren die ersten Pisa-Diskussionnen.
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Holen die Bayern etwa die Experten aus dem Bundesland Bremen, welches seit Pisa den letzten Platz immer erfolgreich verteidigt?
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Wie soll sich in der unterrichtsfreien Zeit der Stau auf den Autobahnen entzerren, wenn der Zweitraum verkürzt wird.
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Aber wer glaubt auch Sozialismus zu können, der schafft auch bei Toilettenverstopfungen einfach nur das Papier ab.

re yolo

"Gerade Berlin nimmt sich ständig Sonderrechte raus und gestaltet teilweise sogar verfassungswidrig seine Landespolitik."

Erläutern Sie das mal mit der verfassungswidrigen Landespolitik.

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