Ihre Meinung zu: EU-Staaten: Keine Bahn-Entschädigung mehr bei Unwetter

2. Dezember 2019 - 12:18 Uhr

Bahnreisende sollen keine Entschädigung mehr bekommen, wenn die Verspätung durch höhere Gewalt entstand - zum Beispiel Unwetter. So wollen es zumindest die EU-Staaten. Ob das EU-Parlament da zustimmt?

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Kommentare

Entschädigung

Das wird dann so ablaufen, daß alles unter 10°C und über 15°C Extremwetterlagen sind. Zudem kommt dann noch Nebel, zuviel Regen und zuviel Schnee sowie zuviel Trockenheit. Und schon ist das Entschädigungsproblem gelöst. Super Idee

Das ist doch ein Witz!

Da sollen mehr Leute zum Bahnfahren animiert werden, aber wenn's um Zuverlässigkeit oder Entschädigungen bei Nichtbeförderung geht, macht man Rückzieher über Rückzieher. So bringt man niemanden dazu, von PKW oder Flugzeug auf die Bahn umzusteigen.

Ah ja

Das muss dieses "Wir machen die Bahn super attraktiv, damit die Leute auf das Auto und Flugzeug verzichten" sein...

Wie sieht es mit der zu dicht herangewachsenen Flora aus, die aus Kostengründen nicht beschnitten wurde?

Normalität

langsam scheint wieder Vernunft einzukehren.

schön ... das nenne ich mal Fortschritt

statt mehr gibt es jetzt weniger Verbraucherschutz
Wahnsinn !

Dieser Forderung der EU-Staaten ist lächerlich

Lächerlicherlich diese Forderung vonden EU-Staaten. Denn sowas ist vorhersehbar. Die Bahnleute können genauso die Wetteberichte im Netz oder im TV oder in den Apps von Tagesschau, ZDF, n-tv und anderen Nachrichtensendern per Smartphone abrufen und daher bescheid wissen und entsprechende Maßnahmen ergreifen:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahnreisen-entschaedigung-101.html

Bahnreisende sollen keine Entschädigung mehr bekommen, wenn die Verspätung durch höhere Gewalt entstand - zum Beispiel Unwetter. So wollen es zumindest die EU-Staaten. Ob das EU-Parlament da zustimmt?

Von daher klare Zurueckweisung zu dieser Forderung der EU-Staaten.

Weder sinnvoll noch durchführbar

Die mühsam errungenen und ohnehin eher armseligen Fahrgastrechte (beim Flieger geht die Entschädigung gleich in den dreistelligen Bereich, bei der Bahn sind es maximal 50 % des Fahrpreises und wer eine BahnCard hat, bekommt die BC-Kosten nicht einmal anteilig erstattet) sollen also wieder eingeschränkt werden - mithin ein Freibrief für die Bahnen, denn wer kann schon nachweisen, ob der Ast in der Oberleitung nun rein witterungsbedingt war oder ob der Grünschnitt unterblieben ist? Und was wird das für herrliche Streitigkeiten geben, ob man nun den Betrieb einstellen muss, obwohl die Strecke erst viele hundert Kilometer weiter blockiert ist … und so weiter.

Die Fahrgastrechte gehören ausgebaut, es muss endlich unattraktiv werden, dass Züge ausfallen, gleich ob wegen fehlenden Personals, fehlenden Wagenmaterials oder mangelnder Wartung - und auch für Reservierungen in fehlenden oder nicht nutzbaren Wagen muss es endlich angemessene Entschädigungen geben.

Aus dem Grund schließe ich mich dem hier an

Aus dem Grund schließe ich mich dem hier an:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahnreisen-entschaedigung-101.html

Das Europaparlament hatte das im November vergangenen Jahres in seiner Position zu der Reform zurückgewiesen und im Gegenzug höhere Entschädigungen für Bahnreisende bei Verspätungen gefordert. Auch Verbraucherschützer kritisieren den Standpunkt von Kommission und Mitgliedstaaten scharf. Die EU-Institutionen müssen sich nun auf eine gemeinsame Position einigen.

Exakt genauso ist es. Das EU-Parlament soll diese Forderung zurueckweise und falls nötig den EUGH anrufen. Was denken sich die Regierungschefs dabei eigentlich??

Wer definiert, was durch höhere Gewalt verursacht wurde?

Beispiel: die Bahn wartet ihre veralteten Weichen nicht richtig und beim ersten Frost oder kaum 10cm Schneefall fallen die Dinger aus und der Zug steht zwei Stunden vor einem Bahnhof, weil er nicht einfahren kann (mir letzten Winter passiert).

Was das jetzt höhere Gewalt (weil es geschneit hat), oder ein Versäumnis, das die Bahn zu verantworten hat?

Oder denken wir an ausgefallene Züge, weil niemand damit gerechnet hat, dass es in Deutschland wärmer als 30°C werden kann.

Ein weiterer Freibrief um die Infrastruktur vergammeln zu lassen

Somit brauchen die Bäume nicht mehr beschnitten werden. Der Bahn gehört die Infrastruktur entnommen und diese wieder verstaatlicht.

Dann, als reiner Dienstleister, könnten Sie nicht mehr dafür verantwortlich gemacht werden. Aber so lange Ihr die Infrastruktur gehört müssen Sie auch dafür haften.

Bahn

Irgendwo schießt man sich da ins eigene Bein, wenn man doch will das öffentliche Verkehrsmittel mehr genutzt werden sollen. Ein pro ist es damit dafür nicht.

Warum sollte nan für

Warum sollte nan für schlechtes Wetter entschädigt werden?
Wer ein dermaßen lausiges Zeitmanagement hat, dass ihn ein zugausfall bei irgendwas stört, soll doch einfach eine zusatzversicherung abschliessen. Dann könnte man die restlichen tickets, ohne dieses risiko, billiger verkaufen

Wie wird man dann "höhere

Wie wird man dann "höhere Gewalt" in Zukunft auslegen ?
Vor allem in den Ländlichen Ecken wo nur noch Gammelzüge unterwegs sind, reicht Regen ja schon aus damit die ausfallen.. ist das dann auch "höhere Gewalt" ?

Zumindest für die Deutsche Bahn klingt es nach ner universal Ausrede.

Das finde ich richtig.

Höhere Gewalt wie Unwetter können doch keinem Unternehmen angelastet werden. Schnee, Eisregen, Hochwasser oder Sturm liegen doch nicht in deren unmittelbaren Einflussbereich.
Es wird Zeit, dass wir aufhören, andere für die unmöglichsten Dinge haftbar machen zu wollen. Wo uns die Natur Einhalt gebietet, endet die Zuständigkeit der betroffenen Firmen.
Und als beruflicher Bahnfahrer war ich 40 Jahre betroffen ..

Wer erinnert sich noch an die

Wer erinnert sich noch an die bahnwerbung, in der ein Ic durch tief verschneite winterlandschaften fuhr?
"Alle reden übers wetter. Wir nicht"
Lang,lang ists her.

höhere Gewalt wird vorsätzlich produziert ...

wie produziert man höhere Gewalt?:
in dem man die Infrastruktur verkommen lässt wie z.B.

Bäume an Strecken nicht regelmäßig und oft kontrolliert, den Untergrund von Schienen nicht regelmäßig festigt und gegen Auswaschung schützt, Weichenheizungen nicht kontrolliert, Strecken nicht ständig abläuft und kontrolliert usw..

Mir diesen bewussten Vernachlässigungen (Profitgier) schafft man es, jeden heftigen Regen, jede Windböe, jeden Kälteeinbruch zu einem Ereignis von höherer Gewalt herbeizureden.

Genau das will der deutsche Verkehrsminister auch, damit die Bahn Profite abwirft, und die Flughäfen und Autobahnen mehr Geld einbringen. Umweltschutz ist den CxU- Parteien dabei egal.

13:00 von H. Hummel

Genau so ist es. Ich stimme Ihnen zu 100% zu, auch wenn der Linux Pingo Gift und Galle spuckt.

Höhere Gewalt , Stau & Unwetter

Zahlen etwa Busunternehmen oder Taxis vom auch den Fahrpreis zurück ?

Kann die Bahn etwa etwas dafür , wenn Bäume von Privatgrundstücken ins Gleis fallen, Koffer in der Lichtschranke stehen oder
Selbstmörder den Betrieb lahmlegen.

Höhere Gewalt

Ich erinnere mich noch an eine Ansage im Zug: "Sehr geehrte Passagiere, dieser Zug hat Verspätung, weil er nicht rechtzeitig bereitgestellt wurde.". Ja, was soll man auch machen, wenn die Heinzelmännchen streiken?

EU-Staaten:Keine Bahn-Entschädigung mehr bei Unwetter....

Was sagte der Bundesverkehrsminister Scheuer ? "Einen Ausgleich zwischen den Interessen der Bahnkunden und den Interessen Verkehrsunternehmen herstellen".
So sieht dieser "Ausgleich" also aus.
Und bei der Abstimmung im EU-Parlament,da sollte man sich ansehen,welche Fraktionen dann für diesen "Ausgleich" stimmen.

Tolles Geschäftsmodel – in Zukunft ist alles höhere Gewalt

nur beim kleinen Steuerzahler nicht.

Dann möchte ich die Fahrkarte aber auch erst IM ZUG lösen und nicht Gefahr laufen, auch noch Strafzahlung wegen Schwarzfahrens berappen zu müssen.
Oder soll man gleich den FLIXBUS o. a. nehmen?

Roulette spielen statt

Roulette spielen statt Bahnfahren also. Das sollte Glücksspielsüchtige freuen, aber nicht Bahnfahrer die an ihren Ziel ankommen wollen. Hier ist eine Idee: Keine Erstattung bei höherer Gewalt, okay, aber dafür eine Freikarte um bis zum Ziel anzukommen in den nächsten 24, 48 oder sogar 72 Stunden. Man kann schlecht Klimaziele fordern in dem man sich mehr Bahnfahrer wünscht, die dann wegen Ungewissheit sich gegen Bahnfahren entscheiden.

12:29 von hesta15

"Normalität
langsam scheint wieder Vernunft einzukehren."

Was heißt denn in diesem Zusammenhang Vernunft? Seitens der Bahn natürlich - muss man doch mit zunehmender Häufigkeit der Extremwetterlagen rechnen.

Aber der Einwand von 12:28 riewekooche: >>So bringt man niemanden dazu, von PKW oder Flugzeug auf die Bahn umzusteigen.<<
Oder z.B. 13:04 von kurtimwald:
>>Bäume an Strecken nicht regelmäßig und oft kontrolliert, den Untergrund von Schienen nicht regelmäßig festigt und gegen Auswaschung schützt, Weichenheizungen nicht kontrolliert, Strecken nicht ständig abläuft und kontrolliert usw..
Mir diesen bewussten Vernachlässigungen (Profitgier) schafft man es, jeden heftigen Regen, jede Windböe, jeden Kälteeinbruch zu einem Ereignis von höherer Gewalt herbeizureden.<<
haben auch ihre Berechtigung. Vor allem ist die Bahn viel zu teuer und das bei miesem Service.

Einverstanden!

Ich kann damit leben, dass es bei höherer Gewalt keine Entschädigungen mehr gibt, das liegt schließlich nicht in der Verantwortung der Bahn.

Dafür dann aber bitte bei Verspätungen, die die Bahn zu verantworten hat, z.B. durch Personalkürzungen in der Instandhaltung und so weiter, eine deutlich höhere Entschädigung - sagen wir mal 25% bei einer halben Stunde, 50% bei einer Stunde, und 100% bei zwei Stunden.

Und bitte auch im Nahverkehr - und bei Besitzern von Zeitkarten soll die Entschädigung am Preis der Einzelfahrt bemessen werden. Es muss der Bahn richtig weh tun.

@13:00 von H. Hummel

"Höhere Gewalt wie Unwetter können doch keinem Unternehmen angelastet werden. Schnee, Eisregen, Hochwasser oder Sturm liegen doch nicht in deren unmittelbaren Einflussbereich."

Für sich gesehen ist das richtig. Nur bleibt da doch die Frage, was wird dann seitens der Bahn als höhere Gewalt definiert?
Da bin ich dann doch sehr misstrauisch.

Bisher ging ich davon aus,

Bisher ging ich davon aus, dass bei Verspätungen durch höhere Gewalt keine Entschädigungen gezahlt wird.
Bei den Herbststürmen wird regelmäßig der Bahnverkehr eingestellt und das zu recht.

Leider werden die Unternehmen die Neuregelung dazu nutzen, jede Verspätung als Folge von höherer Gewalt darzustellen.
In Deutschland könnte das zwar unterbunden werden, da die Bahn Eigentum des Bundes ist, aber daran hat die CSU gar kein Interesse.

@maplecut_ts um 12:39

Danke für ihren Kommentar, dem ich nur zustimmen kann.
Das gleiche Problem sehe ich auch.

@kurtimwald - höhere Gewalt wird vorsätzlich produziert ...

Darf ich dann ihnen meinen Verdienstausfall
auch in Rechnung stellen , wenn Sie mit ihrem Auto liegenbleiben und ich im Stau stehe ?
Hoffendlich haben Sie ein lückenloses Wartungsscheckheft mit allen Inspektionen dabei :-)

13:35 von BotschafterSarek

"Dafür dann aber bitte bei Verspätungen, die die Bahn zu verantworten hat, z.B. durch Personalkürzungen in der Instandhaltung und so weiter, eine deutlich höhere Entschädigung - sagen wir mal 25% bei einer halben Stunde, 50% bei einer Stunde, und 100% bei zwei Stunden."

Super - Sie liefern gleich einen brauchbaren Vorschlag mit.

Allerdings muss ich bei der Vorstellung, was dann alles als höhere Gewalt deklariert wird, jetzt schon grinsen. Eine Erkältungswelle, die das verbliebene Personal weiter reduziert, gehört dann wahrscheinlich auch dazu.

Keine Bahn-Entschädigung mehr bei Unwetter

Richtig und gut so.

Also Haben jetzt auch die Politiker erkannt das man gegen Naturgewalten Machtlos ist.

Jetzt sollte viel mehr Geld den Bürgern zurückgegebn werden damit sie sich vor den unvermeidbaren Wetterveränderungen selber schützen können.

macht man Rückzieher ?

Also ich fahre nie mit der Bahn. Sie ist immer teuerer, unpünktlich und ist nicht auf meine persönlichen Bedürfnisse eingestellt. Deshalb find ich die Entscheidung sehr richtig.

Da alle ÖPNV auch von meinen Steuergeldern alimentiert werden begrüße ich das sehr. Hofentlich können jetzt auch meien persönlichen Lasten dadurch verriengert werden.

Bahn und Bahnfahrer

So geht es, wenn ehemalige Politiker, wie ein Pofalla, in den Bahnvorständen sitzen. Direkter Draht zur Politik und schon wird das 'Problem' zugunsten eines Unternehmens gelöst.
Fragen: wo doch Europaminister zusammensitzen. Wann kann ich mit der Bahnapp jede Fahrt die es gibt von Deutschland nach Österreich buchen? Preisauskunft nicht möglich, was ein Hohn, wenn ich die Fahrt ohne Problem am Schalter kaufen kann.
Und wann kann man die Verspätungsentschädigung rein Online erledigen?
Reine Absicht es da Bahnfahrern möglichst zu erschweren. Geht nur schriftlich, wenn per App gebucht. Mit der App direkt Geld abgebucht bekommen, kein Problem. Nur umgekehrt Geld von der Bahn per App zuückbekommen, unmöglich. Das gleiche Kunden Abwimmel Modell, wie es auch alle Telefon-, Kabel-, ... Anbieter fahren.
Das Ergebnis wenn Politiker sicher darauf spekulieren können bei Wohlverhalten gegenüber Unternehmen eine lukrative Neben- oder Nachbeschäftigung zu bekommen.

@13:24 von DeHahn

"Ich erinnere mich noch an eine Ansage im Zug: "Sehr geehrte Passagiere, dieser Zug hat Verspätung, weil er nicht rechtzeitig bereitgestellt wurde.". Ja, was soll man auch machen, wenn die Heinzelmännchen streiken?"

Ich hatte ja schon so einiges im Sinn, was alles als höhere Gewalt definiert werden könnte, aber auf einen Heinzelmännchenstreik bin ich noch nicht gekommen.
Finde ich aber super. Die Kati aus der "Sendung mit der Maus" könnte der Bahn da sicher auch noch einige Tipps geben. Schließlich bescheinigt Lehrer Linke dem ständig zu spät kommenden Mädchen viel Fantasie.

Vernunft einzukehren.

hesta15 @
Aber leider sehen das noch nicht alle so, wie die Komentare hier zeigen.

Aber es wird ja von Tag zu Tag besser.

@An jene die glauben wir sind

@An jene die glauben wir sind einfach nur ein Wutmob

Wie bereits erwähnt geht es hier nicht um nen Sturm oder sonst ein stärkeres Unwetter. Hier im Pott fallen regelmäßig Züge aus weil es zu "kalt" oder "warm" ist, dabei fahren andern Orts Züge durch Sibirien oder Wüsten.

Aber solange wir teilweise noch aktive Umschaltwerke aus der Kaiserzeit haben .. sind alles unter 10° und über 20° halt Extremtemperaturen und damit höhere Gewalt

13:35 von BotschafterSarek

Dankeschön für Ihren Kommentar. Genauso sehe ich das auch.

Und dann endlich an den Preisen arbeiten. Nicht jeder kann langfristig planen mit der Bahn zufahren.
Wir - zu dritt - hatten dieses Wochenende (Freitag bis Sonntag Nachmittag) in Düsseldorf zu tun. Hin- und Rückfahrt pro Person mit der Bahn 2.Klasse 215€; mit dem Flugzeug wären es noch 100€ gewesen. Tatsächlich sind wir dann mit dem Dieselauto des Kollegen gefahren - für jeden waren's 35€.
So lange das Preisverhältnis so ist, schaut's düster aus.

Ich verstehe...

...die Kommentare hier nicht.

Weder ist es die Aufgabe der EU, etwas für die nicht vermögenden Menschen in Europa zu tun, noch ist es die Aufgabe der Bahn, bei der Maximierung des Profits für die Anteilseigner auf die Bedürfnisse der Fahrgäste Rücksicht zu nehmen.

Am Ende wollt Ihr wohl auch noch, dass Politiker die Wahrheit sagen.

Also echt, nee...

Besserer Service

Nun ja - keine Entschädigung, aber dafür die Verpflichtung, sich um die in Zügen feststeckenden oder im Bahnhof gestrandeten Fahrgäste ausreichend zu kümmern.

Das fängt mit Auskunftspflicht an, geht weiter zu ausreichenden Sitzgelegenheiten und Verpflegung nicht nur im Bahnhof, sondern auch im Zug und hört mit Hotelunterbringung bei länger dauernden Streckenstilllegungen nicht auf.

Und wenn die ersten Züge wieder fahren, wird das bitteschön nicht erst 2 Minuten vor der Abfahrt durchgesagt. Man kann sich ja was ausdenken, um diejenigen, die es sich zeitlich leisten könnten, zum längeren Warten auf den über-übernächsten Zug zu motivieren.

Höhere Gewalt

da ist jedes Unternehmen tatsächlich machtlos. Wenn die Startbahnen vereist sind oder dichter Nebel herrscht fallen auch Flüge aus. Man kann nicht bei jeder Widrigkeit Entschädigungen erwarten, das greift viel zu sehr um sich. Damit will ich nicht vernachlässigte Infrastruktur entschuldigen

@ riewekooche

Das ist doch ein Witz!
Und können Sie uns erklären, WO dieser Witz ist?
Bekommen Sie eine Entschädigung, wenn auf ihren Weg zur Arbeit mit dem Auto ein LKW quer steht? Wenn ein Baum der im Sturm umgefallen ist den Arbeitsweg blockiert, sie wegen nicht gestreuter Straße zu spät zur Arbeit kommen usw oder müssen sie Kfz-Steuer, Autoversicherung und Spritverbrauch in im Stau auch während dieser Situationen SELBER tragen? Es geht um Entschädigungen verursacht durch höhere Gewalt und nicht darum, ob ein Zug wegen eines technischen Def. nicht fahren kann oder zu spät kommt. Komischerweise regt sich keiner darüber auf, wenn der Flieger wegen Schneesturms nicht abheben kann und keinerlei Entschädigung wegen höherer Gewalt bezahlt werden muß.

Wozu die Aufregung?

Es ist lediglich ein nächstes sinnloses Gesetz, was zwangsweise von Brüssel auf die Nationalstaaten zukommt - die selbst so gut wie nichts mehr zu entscheiden haben. Ich war einmal für eine längere Zeit im Berufsverkehr auf die Bahn umgestiegen: Nie wieder!

@ Demokratieschue...

Dieser Forderung der EU-Staaten ist lächerlich
NEIN, Ihr Einwand ist lächerlich und die Forderung der EU in Bezug auf Entschädigung bei höhere Gewalt ist längst überflüssig. Haben SIE eine Ahnung wie es bei der DB zugeht? Die DB Betreibt ca 62.000 Gleiskilometer mit ca 77.000 Weichen. Und ja auch die DB hat Wetteräpps und sie richtet sich auch auf Notfälle ein. Nur zum Vergleich, der Erdumfang beträgt ca. 40.000Km. Sie könnten natürlich bei 205.000Mitarbeitern alle 302m einen zum aufpassen an der Strecke postieren, NUR bringt Ihnen das auch nichts wenn durch Schneelast oder Sturm ein Baum/Ast in die Oberleitung fällt oder durch Erdrutsch und Überschwemmungen Gleise und Weichen zerstört werden. Ach ja Züge fahren dann übrigens KEINE mehr denn dazu gehöre auch das Zugpersonal, Fahrdienstleiter und und und

@ moped

Wie sieht es mit der zu dicht herangewachsenen Flora aus, die aus Kostengründen nicht beschnitten wurde? Fragen Sie doch einfach einmal die Grundstücksbesitzer. Glauben sie jeder Baum und jeder Busch neben den Bahngleisen gehört der DB? Und ich möchte nicht den Aufschrei der Ökos hören, wenn mindestens 25m rechts und links eines jeden Bahndammes die gesamte Strecke gerodet würde. Dann sind Überschwemmungen und Erdrutsche immer noch nicht vom Tisch, bzw würden dann vermehrt auftreten.

Versicherungen bezahlen bei Schäden durch

höhere Gewalt auch in den wenigsten Fällen...und glaubt jemand, dass Autofahrer und Vielflieger durch Entschädigungen bei Ausfall oder Verspätung von Zügen auf die Bahn gelockt werden können?

Es ist ein Unding, die Bahn verantwortlich

zu machen für Verspätungen. Die Autofahrer haben Verspätungen ebenfalls. Jeden Tag. LKW´s ebenfalls. Busse auch-
Die Bahn muß im Gegenteil viel mehr gestützt werden. Wie soll die Bahn Unwetter per Geld-zurück "ausgleichen". So ein Schmarrn.

@werner1955

"Also ich fahre nie mit der Bahn. Sie ist immer teuerer, unpünktlich und ist nicht auf meine persönlichen Bedürfnisse eingestellt. Deshalb find ich die Entscheidung sehr richtig.

Da alle ÖPNV auch von meinen Steuergeldern alimentiert werden begrüße ich das sehr. Hofentlich können jetzt auch meien persönlichen Lasten dadurch verriengert werden."

Man kann wunderbar darüber streiten, was gut und richtig ist.
Sie argumentieren mit Ihrem persönlichen Nutzen. Das ist ja durchaus legitim.

Nur was ist mit denen, die Bahn fahren?
Oder mit jenen Menschen, die sagen, richtig sei das, was von allen als allgemein gültige Regel akzeptiert werden könnte?

Ich gehe davon, da würde es nicht ausreichend, nur die Belastungen für alle zu minimieren, die nicht mit der Bahn fahren - und das würde ich auch unterstützen.

Höhere Gewalt vs. Vernachlässigung der Wartung

Ich schließe mich hier zwei vorgebrachten Tendenzen an:

Ich hätte Verständnis dafür, Bahn und Flugzeug bei höherer Gewalt gleichermaßen zu behandeln.

Aber: dazu wüsste ich gerne, was denn jeweils zu höherer Gewalt zählen soll. Denn ich würde zustimmen, dass manche Probleme, die die Bahn z.B. bei schwieriger Witterung hat, nicht gleich höhere Gewalt ist, sondern schlicht an der unzureichenden Vorsorge liegt. Dass dafür unter Umständen das Personal schon jetzt zu knapp ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber das ist eben keine höhere Gewalt.

@ MaritaD

Besserer Service
Durchsage am Bahnhof: Der 20:15 Zug von X nach Y wird ausfallen, da in ca einer halben Stunde auf dieser Strecke ein Baum die Oberleitung zerstören wird. Wie Informieren sie hiermit frühzeitig, damit sie sich schon einmal eine Ausweichmöglichkeit suchen können: Finden SIE den Fehler. Und nein, Die DB hat nicht dafür zu sorgen, dass genügend Sitzplätze für jeden möglichen Fahrgast an einem Bahnhof vorhanden sind. Auch hat sie nicht mit für ein Hotel zu sorgen, Sie hat höchsten dafür zu sorgen, dass Sie zum nächsten möglichen Verbindungspunkt für Ihre Weiterreise kommen. Wer bezahlt Ihnen denn die Übernachtung auf einem Rasthof, wenn die Autobahn für längere Zeit und plötzlich voll gesperrt ist??

re bote

"Es ist lediglich ein nächstes sinnloses Gesetz, was zwangsweise von Brüssel auf die Nationalstaaten zukommt - die selbst so gut wie nichts mehr zu entscheiden haben."

Es kann ja ruhig im Artikel stehen, dass die Initiative von den Verkehrsministern der EU Staaten ausgeht - Notorische EU-Hasser werden trotzdem behaupten das wäre ein "Gesetz, was zwangsweise von Brüssel auf die Nationalstaaten zukommt"

Totale Realitätsverweigerung.

@14:52 von Waltraud Gundlach

"Es ist ein Unding, die Bahn verantwortlich
zu machen für Verspätungen. Die Autofahrer haben Verspätungen ebenfalls. Jeden Tag. LKW´s ebenfalls. Busse auch-"

Das ist ja einer von mehreren Gründen mit der Bahn zu fahren: Eben nicht im Stau zu stehen und einigermaßen stressfrei sein Ziel pünktlich(!) zu erreichen. Natürlich haben alle - vom Fußgänger bis zum Fluggast - bei Unwetter ein Problem und erfahrungsgemäß haben dann auch alle ein Verspätungsproblem. Die meisten Verspätungen bei der Bahn sind aber hausgemacht und dafür sollten Entschädigungen gezahlt werden. Für Verspätungen dieser Art muss ja jeder andere auch die Folgen tragen.
In Japan oder in der Schweiz z.B. ist die Bahn wesentlich pünktlicher.
Wenn die DB keinerlei Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln hat und einfach nur teurer ist, warum sollte man das auch noch unterstützen?

@Zundelheiner - Versicherungen bezahlen bei höhere Gewalt

Wie hoch muß denn dann die monatliche Prämie sein,
welche die Bahn bei den vielen Verspätungsursachen hat ?

@14:17 von deutlich

"Höhere Gewalt
da ist jedes Unternehmen tatsächlich machtlos. Wenn die Startbahnen vereist sind oder dichter Nebel herrscht fallen auch Flüge aus. Man kann nicht bei jeder Widrigkeit Entschädigungen erwarten, das greift viel zu sehr um sich."

Da haben Sie wohl Recht. An den Kommentaren hier kann man aber schön sehen, dass der Ärger über die Bahn bzw. das Misstrauen gegenüber dem Management so groß ist, dass man nicht mehr bereit ist, über den speziellen Fall - hier der höheren Gewalt - nachzudenken. Ich kann das sehr gut verstehen. Wer ständig Ärger verursacht, darf meist auch dann nicht mit Verständnis rechnen, wenn er Recht. Das scheint mir hier der Fall zu sein.

13:33 von Anna-Elisabeth

Häufigkeit von Extremwetterlagen kann man der Bahn nicht anlasten. Entschädigungen sollen nicht mehr gezahlt werden bei Unwetter also dann wenn auch die Unversehrtheit der Reisenden nicht mehr gewährleistet ist. Man darf auch nicht vergessen das die Bahn Entschädigung zahlen muss wenn z.B. Selbstmörder für Verspätungen verantwortlich sind.

um 14:25 von Bote

Es ist lediglich ein nächstes sinnloses Gesetz, was zwangsweise von Brüssel auf die Nationalstaaten zukommt - die selbst so gut wie nichts mehr zu entscheiden haben.

Sie haben aber schon gelesen, daß dies keine Entscheidung der Brüsseler Diktatoren war sondern der Verkehrsminister der EU-Staaten (demokratisch legitimiert).

Aus dem Artikel: Darauf einigten sich die EU-Verkehrsminister bei einem Treffen in Brüssel.

Die hätten sich durchaus auch z.B. in Kleinkleckersdorf treffen können.

Entschädigungen waren teils völlig

Die Entschädigungen waren teils völlig überzogen.
.
Wie könnte kann die Bahn denn Unwetter, Selbstmörder oder andere derartige Ereignisse verhindern?
.
Die aktuelle Regelung ist unverhältnismäßig

Keine Bahn-Entschädigung mehr bei Unwetter

Das nennt sich dann , höhere Gewalt , und es gibt dafür schon hunderte Fälle die zum Glück , auch gescheitert sind bei Gericht ! Weil , ganz klar ,bei nachgewiesener höherer Gewalt sich nur der Herrgott anschreiben läßt !

Keine Selbstfestlegung durch Verkehrsunternehmen.

Eine solche Regelung macht nur dann Sinn, wenn es nicht die Verkehrsunternehmen selbst sind, die festlegen, wann höhere Gewalt vorliegt.
Denkbar wäre etwa, den Tatbestand der höheren Gewalt an die Ausrufung des Katastrophenalarms durch die zuständigen Behörden zu knüpfen.

also...

raus aus der EU...aber das wollen die ganzen Kommentatoren auch wieder nicht...

ich dachte...

höhere Gewalt seien nur noch Erdbeben,Vulkanausbrüche und Asteroiden?...oder darf ich Unwetter etc. auch jetzt bei der Arbeit angeben?

Alle reden vom Wetter . . .

Die Älteren werden sich erinnern: "Alle reden vom Wetter. Wir nicht."
Das war der Werbespruch der Bahn in den 60ern, als die Bahn noch zuverlässig fuhr.

16:30 von hesta15 13:33 von Anna-Elisabeth

"Häufigkeit von Extremwetterlagen kann man der Bahn nicht anlasten."

Hat auch niemand getan. Ansonsten: Ich habe wohl hinreichend deutlich gemacht, wie ich die Sache sehe.

"Man darf auch nicht vergessen das die Bahn Entschädigung zahlen muss wenn z.B. Selbstmörder für Verspätungen verantwortlich sind."

Das halte ich auch nicht für richtig.

Eine Frage der Definition.

Ich habe es schon vor meinem geistigen Auge.

Im Winter ist es dann auch höhere Gewalt, das mehr Leute krank sind.

Den Personalnotstand konnte wirklich niemand vorhersagen.

@13:40 von Anna-Elisabeth

Nur bleibt da doch die Frage, was wird dann seitens der Bahn als höhere Gewalt definiert?
Da bin ich dann doch sehr misstrauisch.

Im Zweifel definiert dann ein Gericht, was als höhere Gewalt anzusehen ist und nicht die Bahn.

Bahn mal lustig

Unwetter bedeutete bei der Bahn, wenn das erste, zarte Laub mit brachialer Gewalt auf die Schienenstränge knallt.

@15:24 von Karl Klammer

sorry Herr Klammer, ich schrieb, dass die Versicherungen idR nicht bei höherer Gewalt für Schäden einstehen....über die Höhe der Prämie schrieb ich nichts und es gibt Versicherungen, da können sie absolut keine Deckung bei höherer Gewalt versichern.....

zur Frage einiger Foristen, wie man denn

"höherer Gewalt" definiert: fragen sie doch einfach mal bei ihren Versicherungen (speziell bei den Gebäudeversicherungen) nach, da bekommen sie die Antwort....

Die Zentralregierung, die wer

Die Zentralregierung, die wer gewählt hat, soll ein juristisches Problem lösen?
Wie wäre es, wenn man die Kunden fragt, was sie von dem Dienstleister erwarten?
MfG

Ereignisse...

die man kommen sehen kann sind keine höhere Gewalt...beim Wetter trifft das meistens nicht zu...

re von Valdepena 18:02

Ja,damals hieß daß auch noch Bundesbahn.Es gab Nachtzüge,die inzwischen abgeschafft wurden.Seit damals wurden 6.400 Kilometer Schiene und seit 1994 16 Prozent aller Bahnhöfe stillgelegt.
Und es gab noch keine Vorstandsvorsitzenden,die ehemals aus Autounternehmen oder Fluggesellschaften kommen.

Vor ein paar Jahren hieß es noch

"Alle reden vom Wetter - die Bahn kommt."

heute heißt es

"Keinen stört das Wetter - aber die Bahn steht.".

Ein bisschen Wind, ein wenig Schnee oder Regen - die Bahn kann nicht mehr fahren.

Unter 0 Grad - die Weichen sind vereist - die Bahn kann nicht mehr fahren.

Über 25 Grad - die Schienen sind verbogen, die Klimaanlagen fallen aus, die Maschinensteuerung will nicht mehr - die Bahn kann nicht mehr fahren.

Mit einem Wort: Die Bahn ist langsam, teuer, unzuverlässig und anfällig gegen jede Art von Witterung. Da hilft dann auch nicht mehr, daß das Streckennetz ausgedünnt wurde und man erstmal 2 Stunden Bummelzug fahren muß, um einen Reisezugbahnhof zu erreichen.

@12:44 von Superschlau

Warum sollte nan für schlechtes Wetter entschädigt werden?

Das, was die Bahn gelegentlich als "schlechtes Wetter" bezeichnet und als Grund für einen Zugausfall heranzieht, erntet bei anderen Verkehrsteilnehmern allenfalls ein müdes Lächeln.

keine Entschädigungen mehr von der Bahn

Toll das tolle Aussichten - dann hat die Bahn bei einer Verspätung immer einen Grund.:

DAS WETTER IST SCHULD und nicht zum Beispiel die schlecht gewarteten Fahrzeuge

Eine EU Glanzleistung

Wer Bahnfahren attraktiv machen will, muss das Reisen für den Verbraucher verbessern. Angesichts dramatischer Qualitätsprobleme, etwa der DB, ein Vielfahrer hat stets Stapel von Entschädigungsanträgen am Schreibtisch, wäre es kaum qualitätsfördernd, eröffnete man der Bahn ähnliche Nebelbänke, wie die Fluglinien sie radikal als Dauerverweis für ihre mangelnde Entschädigungspflicht ausnutzen. Der Kunde wäre den völlig hilflos ausgeliefert, wenn man von den oft wenig seriösen „ Rechtsvertretungsportalen“ im Internet einmal absieht. Rasch wäre Bahnfahren noch schlimmer. Schon weil jede Notwendigkeit fehlte, die eigene Leistung zu verbessern. Dies endet in der Luftfahrt in luxuriöser Kompensation für wenige Hochstatuskunden und in nicht-erreichbaren Callcentern für die irrelevante Masse!

@Anna-Elisabeth

Allerdings muss ich bei der Vorstellung, was dann alles als höhere Gewalt deklariert wird, jetzt schon grinsen. Eine Erkältungswelle, die das verbliebene Personal weiter reduziert, gehört dann wahrscheinlich auch dazu.

Nö, wenn man das nicht kompensieren kann, hat man zu wenig Personal - und das ist eine wirtschaftliche Entscheidung der Bahn, die natürlich nicht von Entschädigungen befreit.

Genausowenig die vereisten Weichen - das kann man mit entsprechender Technik verhindern. Aber wenn die Entschädigungen das doppelte kosten, überlegt sich die Bahn vielleicht mal, in so etwas zu investieren.

Meines Erachtens kann die Bahn dann aber nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, wenn sie gleichzeitig die Preise senken soll. Daher muss sie nach meinem Dafürhalten wieder ein öffentlich.rechtlicher Betrieb werden, der eben keine Gewinne erwirtschaften muss, sondern der Daseinsvorsorge dient.

ein privates Transportunternehmen

welches für Ausfälle durch höhere Gewalt zahlungspflichtig wäre würde sagen : "dann fahrt halt selbst"....im Falle Bahn (die ja die Beförderungspflicht hat) zahlt eben als letzte Instanz der Steuerzahler.....

@riewekooche

Das, was die Bahn gelegentlich als "schlechtes Wetter" bezeichnet und als Grund für einen Zugausfall heranzieht, erntet bei anderen Verkehrsteilnehmern allenfalls ein müdes Lächeln.

Eben, daher kann das Wetter auch nur dann Schuld sein, wenn die Bahn vorher alle vorbeugenden technischen und organisatorischen Maßnahmen ergriffen hat, um alle vorhersehbaren Wetterereignisse zu kompensieren. Höhere Gewalt ist dann nur noch das, was man nicht verhindern kann, z.B. der Baum, der bei einem Sturm auf die Oberleitung oder auf die Gleise fällt. Oder Hochwasser wie 1997 an der Oder.

Kennen Sie die vier größten Probleme der Bahn?

Frühling
Sommer
Herbst
Winter

Entschädigungsgrund wegdefinieren

was ist bei der Bahn denn alles höhere Gewalt?

Eine schlecht gewartete Oberleitung, als Beispiel für eine gerngenommene Standardbegründung der Deutschen Bahn für Verspätungen, wird kaputtgehen, wenn ein starker Wind ("Unwetter") weht. Mangelhafte Weichen versagen bei Minustemperaturen, an Strecken mit maroden Bäumen fallen diese bei einer Gewitterböe um. Zudem ist bei der Bahn schon Schneefall an sich ein Unwetter, also höhere Gewalt, auch im Winter.

Von daher ist nichts von dieser Regelung zu halten. Die Bahn hat bei Verspätung Schadensersatz zu leisten, der bezieht sich normalerweise ohnehin nur auf den Fahrpreis, und nicht auf die verpasste Veranstaltung oder das vermurkste Wochenende.

Alle oder keiner

Entweder die Fluglinien zahlen dann auch, die Busse, alle.

Oder diese (und andere) unsinnige Nachteile werden für alle und damit auch die Bahn(en) abgeschafft.

Eine Kerosinsteuer wäre dann auch mal fürs Fliegen fällig.

Oder Steuerfreiheit für die Energieträger Bahn(en). Das ist absurd? Ja, ist es auch. Aber fürs Fliegen zahlen wir alle die Zeche.

Also gleiches Recht für alle. Auch für die Bahn(en).

12:28 von riewekooche

"Das ist doch ein Witz!

Da sollen mehr Leute zum Bahnfahren animiert werden, aber wenn's um Zuverlässigkeit oder Entschädigungen bei Nichtbeförderung geht, macht man Rückzieher über Rückzieher. So bringt man niemanden dazu, von PKW oder Flugzeug auf die Bahn umzusteigen."

Eigentlich sollte man auch ohne Leckerli einsehen, wozu man besser Bahn und Bus nimmt.

Welche "Rückzieher über Rückzieher" sind denn hier gemeint?

Ich schäme mich ein bisschen für die, die ohne Leckerlis, die mit der Sache nichts zu tun haben, ihr Auto nicht stehen lassen.

@hesta15

"Häufigkeit von Extremwetterlagen kann man der Bahn nicht anlasten."

Nein, das nicht. Aber man kann der Bahn anlasten, über Jahrzehnte die Anpassung an die Extremwetterlagen verweigert zu haben.
Das Problem sind ja weniger die zwar häufiger werdenden, aber immer noch verhältnismäßig seltenen Extremwetterlagen, sondern dass die Bahn inzwischen bei jedem Starkwindereignis den Betrieb einstellen muss, weil die Gleise nicht ordentlich freigehalten werden.

Bei der Bahn ist schon einfacher Regen ein Unwetter

ebenso der jedes Jahr aufs neue "überraschende Wintereinbruch" mit seinen "extremen" Temperaturen um 5°C sowie die Sommer mir völlig überraschenden 30°C.

14:49 von Zundelheiner

"und glaubt jemand, dass Autofahrer und Vielflieger durch Entschädigungen bei Ausfall oder Verspätung von Zügen auf die Bahn gelockt werden können?"

Das glaube ich eben auch nicht. Wenn der Appell an die Vernunft nicht genügt, dann ist alles andere irgendwie unwürdig. ->

'Was, der Rhein ist über die Ufer getreten, hat die Schienen überflutet, und ich krieg mein Geld nicht von der Bahn zurück? Na, dann nix wie zurück ins Auto.'

Ohne Grips und Einsicht könnten wir mit Sicherheit die Erde nicht retten.

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