Ihre Meinung zu: Zum Tod von Stolpe: "Mittler zwischen Ost und West"

30. Dezember 2019 - 18:29 Uhr

Er sei leidenschaftlich und gradlinig gewesen, ein Brückenbauer, zudem das Gesicht Brandenburgs. So würdigten Persönlichkeiten aus Politik und Kirchen heute den verstorbenen SPD-Politiker Stolpe.

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Kommentare

wer hätte das gedacht

war er nicht auch für die Staatssicherheit unterwegs?

@Karl Napf

"war er nicht auch für die Staatssicherheit unterwegs?"

Das musste ja kommen ...

Lesen Sie den Nachruf (ebenfalls auf dieser Seite, gleich nebenan) oder sehen Sie sich ihn als Video an (das ist sogar in diesem Artikel eingebettet)!
Da wird Ihre Frage beantwortet.

Kein Kommentar seit 17:29

Das Forum scheint die „Leistungen“ des Herrn Stolpe , Gott hab ihn selig, doch ein wenig moderater einzuschätzen , als die Redakteure der Tagesschau.
Das Thema „Stasi“ wurde im Beitrag komplett ausgeblendet...

Kirchenfürsten

sollten sich aus der Politik raushalten.
War schon 1990 meine Meinung.
Heute noch mehr denn je.
Hier hat auch noch die Stasi mitgepokert in der DDR und vielleicht auch noch danach?

@zöpfchen

"Das Thema „Stasi“ wurde im Beitrag komplett ausgeblendet..."

Sie haben da, übrigens wie auch Karl Napf schon, etwas nicht richtig verstanden: Der Artikel, den Sie gerade kommentiert haben, ist nicht der Nachruf, sondern nur eine Zusammenfassung der Reaktionen einiger Politiker auf den Tod Stolpes.

Der Nachruf ist das verlinkte Video bzw. der Nachbarartikel. Und in dem wird das Thema "Stasi" selbstverständlich nicht ausgeblendet.

Wirklich JEDER, der persönlich nicht völlig unbedeutend...

..in der damaligen DDR war, hatte irgendetwas mit der Genossen der VEB Horch und Guck zu tun!

Das ALLEIN disqualifiziert den Herrn Stolpe ausdrücklich NICHT!

18:45 von DrBeyer

@Karl Napf

"war er nicht auch für die Staatssicherheit unterwegs?"

Das musste ja kommen ...

Lesen Sie den Nachruf (ebenfalls auf dieser Seite, gleich nebenan) oder sehen Sie sich ihn als Video an (das ist sogar in diesem Artikel eingebettet)!
Da wird Ihre Frage beantwortet.
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Richtig wie bei Herrn Gysi, kann man lesen, die Beiden waren die einzigen, die Stasikontakte nur zum Wohle der Bürger der DDR hatten.

@Hallelujah

"Kirchenfürsten sollten sich aus der Politik raushalten."

Der Politiker, zu dem Manfred Stolpe nach der Wende wurde, war kein Kichenfürst mehr.
Und die Regimeopfer der DDR, denen er in seiner Funktion als "Kichenfürst" geholfen hat, waren ihm ganz sicher dankbar für seine Einmischung in die Politik.

"Hier hat auch noch die Stasi mitgepokert in der DDR"

Ja, natürlich. Und deshalb war es wichtig, dass sich einflussreiche Leute wie "Kirchenfürsten" in die Politik eingemischt haben.

Manfred Stolpe

Gewiss hat er große Verdienste für sein Bundesland erworben. Leider wird keine Zeile dafür verwendet das seine Vergangenheit dunkle Flecken aufweist. Aber nachdem i.M. Erika dies auch unter den Tisch fallen lässt sollten wir heute Nachsicht deswegen walten lassen.

Und das Thema Steuerverschendung wird nur angehaucht.

Im Spiegel vom 20.02. 95 kann man einen
Artikel finden, der alles andere als das Bild des jovialen Landesvaters zeichnet.
Nun soll man über Verstorbene nicht schlecht sprechen. Kaum übersehbare Steuermengen zu versenken. das ist vielleicht ja auch nur ein Kavalierdeliktchen.
Damals allerdings fanden wir ein solches kaum gebremstes Verhalten ausgesprochen ärgerlich. Vermittler zwischen Ost und West?
Na ja, so kann man es vielleicht auch nennen,
das Verschieben von Steuermilliarden - ohne echten Nutzen für den Bürger.

Gauck: "Begünstigter der Stasi"

@19:16 von Frank von Bröckel
Richtig.
Joachim Gauck verlor sogar einen Prozess vor dem Landgericht Rostock.
Er wollte verhindern, dass er als "Begünstigter der Stasi" bezeichnet werden darf.

Natürlich hatte Stolpe Kontakt mit der Stasi.
Auf einem Kirchentag in München haben reihenweise evangelische Pfarrer berichtet, wie sie sich bei oppositionsnahen Veranstaltungen auf Stolpe verlassen haben und verlassen konnten.
Stolpe hatte genug Insiderkenntnisse, um zu wissen, wann die Stasi bzw. der Staat evtl. mit Verhaftungen eingreifen würde.
Bis zu einem gewissen Grad hat deshalb auch die "Wende" funktioniert: Der Staat hatte die Oppositionsveranstaltungen in den Kirchen im Großen und Ganzen geduldet.

19:36 von Sally B

"Nun soll man über Verstorbene nicht schlecht sprechen."

.-.-.-.-.-.-

Aber das ist eben zunehmend das Grundbedürfnis der meisten User hier.

Sobald jemand gestorben ist, geht das Gekeife über den Verstorbenen los.

Man pult und pult, um möglichst NOCH was zu finden, über das man sich gehässig äußern kann.

Ich bin inzwischen der Meinung, dass die Tagesschau solche Artikel nicht mehr zur Diskussion freigeben sollte.
Die Gehässigkeit der User kennt keine Schamgrenzen mehr.

Ich verneige mich vor Manfred Stolpe, und wahrscheinlich könntest Du den Gehässigen mehr vergeben als ich im Moment.

20:07, Sausevind

>>Sobald jemand gestorben ist, geht das Gekeife über den Verstorbenen los.

Man pult und pult, um möglichst NOCH was zu finden, über das man sich gehässig äußern kann.

Ich bin inzwischen der Meinung, dass die Tagesschau solche Artikel nicht mehr zur Diskussion freigeben sollte.
Die Gehässigkeit der User kennt keine Schamgrenzen mehr.<<

Da bin ich ganz Ihrer Meinung.

Diese schlecht gelaunte Bösartigkeit ist schwer zu ertragen.

@Hallelujah 18:52 Uhr

"Kirchenfürsten
sollten sich aus der Politik raushalten."

Warum? Diese Institution ist Gott sei Dank immer noch eine gewisse Größe in der Gesellschaft..

oder wollen Sie mehr Einfluss radikaler Ströme anderer Ideologien oder Religionen?

Ich sag da Nein Danke..

ein seit ü 40 Jahren gläubiger Christ

Herr Stolpe R.I.P..

20:07 von Sausevind

mein gutster. unsere öffentlich rechtliche anstalt soll aber nicht weihrauch verströmen über einen mann, der eine sehr zweifelhafte vergangenheit hatte.

@Karl Napf, 20:54 re @Sausevind

mein gutster. unsere öffentlich rechtliche anstalt soll aber nicht weihrauch verströmen über einen mann, der eine sehr zweifelhafte vergangenheit hatte.

Und das tut sie auch nicht. Wenn Sie das anders sehen, dann haben Sie die gesamte Berichterstattung nicht verstanden (oder gar nicht gelesen, was ich mir auch vorstellen kann). Die Meldung befasst sich mit den Reaktionen verschiedener Leute auf den Tod Stolpes, nicht mit seinem Leben. Soll man die Äußerungen, die hier zitiert werden, vielleicht Ihnen zuliebe verfälschen?

@20:54 Karl Napf

Mein gutster. Gibt es in Ihren Augen überhaupt einen Politiker oder Ende Politikerin, bei der Sie mal anerkennen, dass sie ehrlich und redlich Politik gestalten und sich dafür ins Zeug legen? Wär wirklich interessant, darauf von Ihnen mal eine ehrliche Antwort zu bekommen, falls ich das hier so schreiben darf...

@zöpfchen

"Kein Kommentar seit 17:29

Das Forum scheint die „Leistungen“ des Herrn Stolpe , Gott hab ihn selig, doch ein wenig moderater einzuschätzen , als die Redakteure der Tagesschau.
Das Thema „Stasi“ wurde im Beitrag komplett ausgeblendet..."

Ich habe mal für Sie den direkt neben diesem Beitrag stehenden Artikel "Der Häuptling, der vereinen wollte" gelesen. Darin steht unter anderem:

"Unter Stasi-Verdacht

Die konsequente Aufarbeitung der SED-Diktatur dagegen bleibt in seiner Ära auf der Strecke. Er selbst wehrt sich immer wieder gegen Vorwürfe, er habe als Kirchenfunktionär insgeheim der Stasi zugearbeitet. Um Unterdrückten zu helfen, führte kein Weg an der Stasi vorbei, so Stolpe. Er sei "immer ein bisschen erstaunt" darüber gewesen, dass man nicht begriffen habe, dass jemand mit dem Ziel, Menschen aus dem Knast zu holen, mit der Stasi zusammenkommen musste. Denn, so fragte Stolpe rhetorisch: "Wer hat den Schlüssel zum Knast gehabt?"

Soviel zum Thema ausblenden.

Aus dem Parallelartikel:

>>Er sei "immer ein bisschen erstaunt" darüber gewesen, dass man nicht begriffen habe, dass jemand mit dem Ziel, Menschen aus dem Knast zu holen, mit der Stasi zusammenkommen musste. Denn, so fragte Stolpe rhetorisch: "Wer hat den Schlüssel zum Knast gehabt?"<<

Aber die zahlreichen Mitforisten, die sich hier über Stasikontakte Stolpes ereifern, hätten dies ganz sicher ohne solche geschafft.

Hätte man sie nur gelassen...

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